Colombia
La Alpujarra

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17 travelers at this place:

  • Day102

    Pablo und seine Kaugummi-Buebe

    April 28 in Colombia

    Ja, was soll ich sagen? Medellin gefällt uns verdammt gut. Ab der ersten Minute. Nach über elf Stunden im Bus - Autobahnen scheint es hier leider nicht zu geben - werden wir überfreundlich in unserem Hostel empfangen. Der nette Sebastian läuft nach kurzem Check-In denn auch gleich mit uns die Strasse runter und weist auf allerlei empfehlenswerte Gaststätten hin. Nachdem wir unser bisher schönstes Hostel-Zimmer bezogen haben - das Hostel hat erst vor zwei Wochen seine Pforten geöffnet -, gönnen wir uns noch ein spätes Chicken-Wings-Dinner um die Ecke. Die Frage, ob wir einen Schlüssel für die Eingangstür brauchen, wird mit dem Hinweis auf Sebastians permanente Anwesenheit verneint. Äusserst müde aber froh im total tollen Medellin zu sein, klingeln wir also anderthalb Stunden später wieder beim total netten Sebastian. Und macht der Arsch auf? Natürlich nicht. Daran ändert auch zwanzigfaches Sturmläuten nichts. Ich bin eigentlich viel zu müde, um mich zu ärgern. Aber natürlich raffe ich mich auf und ärgere mich tierisch. Und das für knapp eine Stunde. So lange und zehn Sturmläuten dauert es nämlich, bis der dämliche Sebastian doch noch aus seinem Dornröschen- oder Drogenschlaf erwacht und uns tatsächlich die Türe aufmacht. Wir sind sprachlos. Er auch.

    Die Enttäuschung wog schwer und wurde auch durch das vorzügliche Frühstück am nächsten Morgen nicht wirklich gelindert. Und nachdem wir für das Geschehene keinerlei Wiedergutmachung oder sonstige Anmerkungen durch den Schuldigen erfuhren, wechselten wir kurzerhand die Unterkunft. Hätten wir dies nicht aus grenzenloser Enttäuschung getan, wäre auch der nach wie vor omnipräsente Baulärm Grund genug gewesen. Ab dann gings nur noch bergauf. Steil bergauf - kleine Zwischenkater ausgenommen. Die Geschichte Medellins ist extrem eindrücklich und die beiden absolvierten Walking-Tours definitiv die fesselndsten und besten Touren die wir in den letzten drei Monaten erlebt haben. Die jüngste Geschichte der ehemaligen Narcos-Hochburg und der ganzen Region ist geprägt von äusserst blutigen und oft unübersichtlichen Konflikten zwischen mindestens vier Parteien - den linken Guerillas (ua FARC), den rechten Paramilitärs der reichen Oberschicht, diversen Drogenkartellen (allen voran Pablo Escobar) und der oft überforderten und passiven Regierung -, die untereinander nicht selten unheilige Allianzen schlossen, um ihre individuellen Ziele zu erreichen. Stets zum Leid der unbeteiligten Bevölkerung. Doch Kolumbianer - und Paisa, die etwas „eigenen“ Einwohner der Region rund um Medellin, im Speziellen - sind gut im Vergessen. Dürfte neben durchaus bewusstem selektiven Kollektivgedächtnis wohl auch an den äusserst leckeren und bisweilen übergrossen Cocktails liegen, denn ich kann mich irgendwie auch nicht mehr an jede Einzelheit unseres Aufenthalts erinnern. Und Sue schweigt.

    Wir sind auf jeden Fall ziemlich beeindruckt, mit wie viel Lächeln und Freude die Menschen einem begegnen. Denn gewaltsame Konflikte sind nach wie vor Teil dieser Stadt, insbesondere im Vorfeld der in wenigen Wochen anstehenden Präsidentschaftswahlen. So kommt es bei Bandenkriegen rund um den ehemals gefährlichsten Distrikt „Communa 13“ am Tag (bzw. in der Nacht nach) unserer Walking-Tour zu zahlreichen Toten. Trotz Rückschlägen waren und sind die Menschen hier voller Hoffnung und die Anwesenheit von Touristen und Reisenden wie uns wird als Zeichen der Veränderung zum Guten gefeiert. Und beim Feiern machen wir doch gerne mit. Sehr zu meiner Freude so ziemlich jeden Tag. Und da es unser Inkasso Team Encantada einen Tag nach uns ebenfalls nach Medellin geschafft hat, des Öfteren auch zu viert. Selten haben wir uns in einer Stadt so willkommen und wohl gefühlt. Auch wenn wir die Tage bezüglich Budget und Waage nicht gross an der „Galapagos-Kompensation“ gearbeitet haben, wären wir gerne noch etwas länger geblieben. Die Reaktionen der Leute auf der Strasse (oder im städtischen Fussballstadion beim siegreichen Heimspiel vom Samstag), die bis vor wenigen Jahren noch keine gross gewachsenen, blonde und blauäugige Touristen kannten, reichen von ungläubigem Nachschauen bis zu überschwänglichen „Welcome to Colombia“-Rufen und Daumen hoch Gesten. In Poblado kommt dann alle paar Meter noch die zuvorkommende und freundliche Frage hinzu, ob man denn gerne Kaugummi, Gras oder Koks kaufen möchte. Auf jeden Fall! Kaugummi ist ja eigentlich nie verkehrt.

    Wir verlassen Medellin nach fünf spannenden Tagen mit weinenden Augen. Also nassen Augen. Es regnet nämlich in Strömen und der verdammte Wecker klingelt zur unfassbarsten Unzeit überhaupt - um 03:45. Am Sonntag! Wer bucht denn so einen Scheiss? Zuerst „let it rain“ auf den Galapagos Inseln und jetzt wegen drei Fränkli auf den sechs Uhr Flug?! Am Sonntag? Zum Kotzen! Den nächsten Flug darf Sue wieder buchen.
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  • Day347

    Medellín, Columbia

    April 25 in Colombia

    Whit and I agree with the hype, Medellín is fantastic! The people are friendly, the public transport is efficient, and the city is stunning.

    We spent most of our time here staying with Esteban and his family; a Columbian underwater hockey player I met while playing in the South Africa Worlds in 2008. In Medellín, I was lucky enough to play an underwater hockey game with Esteban's club against some of Columbia's players. Despite being out of breath for most of the match, I had a great time. Also, because the pool had underwater viewing windows, Whit managed to watch her first match!

    While in Medellín, we also took the Metrocable (basically a gondolla) up into the hills for panoramic views of the city and visted a great farmers market. On another day, we travelled two hours by bus to the quaint resort town of Gautape. Near Gautape looms a huge granite slab called Piedra del Peñol. We climbed hundreds of stairs built into its side to reach the summit. The views from the top were outstanding.
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  • Day46

    Medellin, Kolumbien

    January 5 in Colombia

    So sehr wir gehofft hatten, dem Regen zu entkommen - keine Chance... Gerade im Hostel Selina in Medellin eingecheckt, geht es schon wieder los! Fabi opfert sich und holt Geld, was ihm an den folgenden Tagen den Namen Häuptling Gammel-Schuh einbringt. Die anschließend gefutterte Pizza im Bauch fallen wir nach der langen Busfahrt direkt ins Bett.
    Bei einer kleinen Tour durch die Stadt entdecken wir am nächsten Tag den weltgrößten Weihnachtsmuffin auf unserem Aussichtspunkt, ein Schrauber-Viertel voller Motorräder, und dass die Medelliner Innenstadt hektisch, vollgestopft und nicht besonders sehenswert ist (außer Eric, der versucht die Kapazität des Trojanischen Pferds abzuschätzen). Wir entfliehen dem Trubel in Richtung botanischer Garten und nehmen anschließend eine der Seilbahnen über die am Hang liegenden Barrios (Armenviertel) zu einem Park. In der Gondel lernen wir zwei Medelliner Mädels kennen, konversieren flüssig (in astreinem englisch, die beiden wohnen in London) und werden direkt von deren Familie zum Kaffee eingeladen. Weil es plötzlich wieder zu regnen beginnt und in Kolumbien gerade Ferien sind, reicht die Schlange an der Seilbahn gefühlt zurück bis nach Peru! Schlappe 2 Stunden später haben wir es vom Berg geschafft und werden von den Mädels auf einer Art Streetfood Market zum Verzehr diverser Spezialitäten ( Käse mit Vanillesoße etc.) gezwungen. Mit vollen Bäuchen rollen wir durch einen Park voller Lichteffekte und lassen den Abend in einer Bar mit dem Lieblingsschnaps der Kolumbianer ausklingen - Aguardiente!
    Irgendwas scheint Leo nicht besonders gut bekommen zu sein, jedenfalls kotzt er seinem Privatfriseur Eric am nächsten Morgen beinahe vor die Füße. Untypisch energielos schleppt er sich dann durch seinen persönlichen Mimi-Mittwoch und früh ins Bett. Neben einiger Planung ist an dem Tag sonst nicht mehr viel geboten, außerdem geht es am nächsten Tag früh raus und ab zum Cañon del Rio Claro!
    Die Busfahrt beginnt mit einem spanischen "Vater-Unser". Neben uns sitzen ausschließlich ältere Damen nebst Enkelinnen und spielen Bus-Bingo und singen Lieder. Gerade als wir beginnen, uns das Rafting mit den Omis vorzustellen, werden wir als einzige am Nationalpark rausgeworfen, der Bus fährt weiter und wir sollen am Abend wieder abgeholt werden. Nach etlichen Stunden Rafting, Ziplining über den Jungel-Fluss und Bade-Action müssen wir grade mal 1,5 Stunden auf die anderen warten. Wir revanchieren uns, indem wir beim eiligen Abendessen die größte denkbare Mahlzeit bestellen - Bandeja Paisa, eine irrwitzige Kombination äußerst kalorienreicher Bestandteile. So gestärkt stürzen wir uns ins Medelliner Nachtleben - muy bien, claro que si!
    An unserem letzten Tag treffen wir Reisevorbereitungen (Leo ist auf der verzweifelten Suche nach frischen Unterhosen, Eric leidet mal wieder Hunger und Fabi gründet seine eigene Kokain-Collection - Fab! Jetzt auch im 4 kg-Family-Pack). Dann treffen wir uns nochmal kurz mit unseren neuen kolumbianischen Freunden auf ein Eis und eine kleine Salsastunde im Park, bevor wir uns in den Nachtbus Richtung Santa Marta (und damit endlich Richtung Strände!) setzen...
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  • Day143

    Good view in Medellin

    July 16, 2017 in Colombia

    Apres un bon petit dej, on est parti en direction du telepherique, pour profiter du beau ciel bleu. Le telepherique nous à amené sur les hauteurs de Medellin et on a pu admirer la vue, Nous avons été tellement emballé que nous avons pris un deuxième a la suite de celui ci pour arriver au parc Arqui. Ce télépherique passe au dessus d une foret, pendant 3 longues stations et depose a un petit marché d artisanat. Comme on dit jamais deux sans trois on est alle faire un autre téléphérique au sud de la ville, celui la ammenant a des quartiers plus populaires faisant penser aux favelas de Rio, les gens construisant ou ils peuvent avec les moyens du bord grignottant petit a petit les montagnes environnantes. Pour cloturer cette journée on a testé l ambiance football au stade et avons supporté l equipe atlhetico national de medellin contre bucaramanga, on a pris la pluis a grosse goutte mais cela n a pas gâché la fete et la victoire des verts 2 a 1. Une sacre ambiance et des chants aux rythmes de samba nous ont accompagnés tout du longRead more

  • Day74

    Medellin

    July 10, 2017 in Colombia

    ...Die gefährlichste Stadt Kolumbien... NICHT MEHR!
    Im Vorfeld meiner Reise musste ich mir ja so einiges zum Thema Sicherheit und Überfällen und allem möglichen, in Südamerika anhören, was mich unterbewusst auch ziemlich beeinflusst hat. Ich habe solche Kommentare zwar immer versucht zu ignorieren, aber zu Beginn meiner Reise war ich definitiv ziemlich paranoid was das alles anging. Mittlerweile hat sich das zum Glück gelegt und selbst in Kolumbien, dass ja noch in den Köpfen vieler Europäer als total gefährlich gilt, habe ich mich stehts sicher gefühlt. Gerade Medellin hat ja den Ruf eine der gefährlichsten Städte der Welt zu sein. Ist sie definitiv nicht mehr. In den letzten Jahren hat die Regierung extrem viel getan, die Gerilla und Paramilitär Gruppen sind weitestgehend entwaffnet (in ganz Kolumbien nicht nur in Medellin) und auch die Bandenkriege in den Armenviertel gibt es weitgehend nicht mehr. Natürlich läuft hier nicht alles perfekt und Korupption und Schutzgelder existieren teilweise noch aber das Menschen auf öffentlichen Straßen ermordet werden oder es für Touristen gefährlich ist, stimmt einfach nicht. Die Menschen sind freundlich und freuen sich richtig das Touristen endlich nach Kolumbien kommen, gerade in Medellin wird man auf der Straße von einheimischen mit "welcome to Medellin" begrüßt, was ich super herzlich finde.
    In Medellin selbst habe ich die Comuna 13 besucht, welche noch bis vor ca. 10 Jahren ein leider tatsächlich gefährliches Pflaster war. Mittlerweile ist es jedoch sicher da die Regierung viel für die Gemeinde dort getan hat, was zur Dekriminalisierung beigetragen hat. Es gab viele soziale Projekte, in Bildung wurde investiert und die Rolltreppen zur kostenlosen Benutzung wurden gebaut. Welche heute eine richtige Touristenattraktion sind. Ich habe dort eine Free walking tour mit einer Bewohnerin des Viertels gemacht, die Dank der sozialen Projekte englisch gelernt hat und nun diese Touren anbieten kann. Es war definitiv die spannendste und lehrreichste Tour überhaupt!
    Übrigens war Bill Clinton gerade mal zwei Stunden bevor ich dort war auch in der Comuna 13 (kein Scherz!)
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  • Day168

    Medellins Historie

    October 11, 2017 in Colombia

    Meine Ära der Free- Walking Touren ging weiter, also auch in Medellin. Hier wird diese zwar RealCityTour genannt und zum zweiten Mal meiner Reise musste man sich sogar dafür online anmelden. In Cartagena war dies auch schon so und nun hier nochmal, echt interessant! Ob das in Berlin oder anderen deutschen Städten auch so ist!? Wundern würde es mich nicht! Wirlieben ja unseren Bürokratiestaat. Nun aber zu meiner Tour: mit knapp 20 Leuten ging es dieses Mal auf Tour. Juan, ja es ist sein wahrer Name auch wenn ich da inzwischen sofort skeptisch bin weil sich jeder zweite so nennt oder eben so heißt, war unser Guide und echt eine coole Socke. Aufmerksam, locker und für jeden Scherz zu haben und natürlich für jede Frage auch. Wie eine Medaille hat alles seine zwei Seiten und so auch Medellin. Dies uns zu erklären meisterte er wirklich gut. Wie das Land durch den Goldrausch und den Bau der Eisenbahnstrecke und dem Export von Kaffee zu Reichtum gelangte aber eben auch leben kostete darf man nicht vergessen. Kaffeeanbau war auch um Medellin ein Thema und durch die Eisenbahn waren nun auch die Transportmöglichkeiten für den Export, in erster Linie na klar erstmal aus dem Tal aber dann auch international, gegeben. Schnell kamen wir natürlich auch zu dem Thema Pablo Escobar. Der Nachname war mir schon in Havanna im Gedächtnis geblieben da meine Straße des Hostels so hieß, lustigerweise! In Kolumbien verheißt dies aber Angst und Schrecken. Wie Juan erklärte hat eigentlich jede Familie einen Angehörigen durch Drogenkriege und Eskalationen zwischen den Kartellen verloren. Wenn nicht verloren dann entführt, gefoltert oder mindestens bedroht und / oder eingeschüchtert. Fällt der Name auf der Straße schauen dich die Locals sofort böse an also bekam ER sofort den Kosenamen "most famous criminalist" also "bekanntester Krimineller". Da die Tour eh auf englisch war konnten uns die Einheimischen nicht unbedingt verstehen aber klar würden sie diesen Namen immer und überall heraus hören. In diesem Zusammenhang fiel mir nochmal die starke Gemeinsamkeit zwischen Deutschland und Kolumbien auf - hatten beide Länder doch beide ein sehr schwarzes Kapitel in dessen Geschichte. Mit diesem Wissen scheute ich mich auch nicht meine Erfahrungen aus der grauen Wüste anzusprechen. Als die Crew hörte wie offensiv ich auf Hitler angesprochen wurde schmunzelten alle. Keinen durfte man in Sachen Pablo Escobar ansprechen aber "ständig" mit Hitler konfrontiert zu werden ging mir schon etwas auf den Zeiger. Das dies das einzige war was in der Schule als "internationale Geschichte" gelehrt wurde lies dies dann besser verstehen. Juan hatte noch eine Freundin dabei die auch Freewalkingtouren in Medellin bereits geführt hatte und nun von einem Auslandsaufenthalt zurück war. Sie nahm mich danach beseite und analysierte das Thema genauer mit mir. Warum trugen die Kolumbianer fast täglich das Nationaltrikot? Warum sind sie trotzdem so stolz auf ihr Land? Und vor allem: warum können wir Deutsche nicht stolz auf unser Land und dessen Leistung sein bzw. müssen uns immer verstecken, kuschen oder sonst was? Wird man mit der Deutschlandflagge doch sofort als Nazi bezeichnet außer wenn unsere Nationalmannschaft auf dem Platz steht. klar sind wir auf diese Vergangenheit nicht stolz aber muss meine Generation sich immer noch dafür rechtfertigen? Anscheind schon, da noch zu viele braune Schafe durch die gegen streifen. Wie ihr merkt ist das ein sensibles Thema bei mir und beschäftigt mich ganz schön. Auf der anderen Seite macht es mich neidisch auf die Kolumbianer wie sie damit umgehen und daher werde ich da nochmal nachhaken. Symbolischen Charakter für die Einwohner Medellins hat deren Metronetz. Erst nachdem Juan dies genauer erklärte fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Waren doch nirgends Schmierereien, Graffiti oder ähnlich an den Stationen und den Bahnen zu sehen. Ende des 20. Jahrhunderst steckte Medellin im Drogensumpf aber brachte es trotzdem fertig dieses Netz zu bauen. Neben der Metro wurde ein Seilbahnnetz installiert was die armen Außenviertel mit der Innenstadt verbinden sollte. Dies vermittelt ihnen nicht nur Hoffnung, besseren Zugang zur Bildung, Arbeit und sozialem Netzwerk sondern ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Somit würde nie eine auf die Idee kommen dieses Symbol zu verschmutzen oder mit den Füßen zu treten. Es gilt daher auch als sehr sicheres Transportmittel und ehrlich gesagt hab ich mich auch dorrt nie unwohl gefühlt. Da gab es ganz andere Orte wo mir echt mulmig war. Dazu muss ich nun erzählen das Juan uns dort natürlich vorwarnte. Er stufte das Gefahrenlevel in Papayastufen ein. Stufe eins war konstant gegeben aber an so machen Plätzen ging es hoch bis auf Stufe drei aber vier hatten wir zum Glück nie. Bei drei war trotzdem angesagt die Taschen vorne zu tragen und es natürlich nicht drauf ankommen zu lassen. Beeindruckte mich doch der Botero Park in dem viele Skulpturen des Künstlers, der in Medellin geboren war, ausgestellt wurden aber schlug mein Herz doch was schneller als wir im Bolivar Park erzählt bekamen wie auf der einen Seite Familien mit ihren Kindern hier spielten aber trotzdem an der anderen Ecke mit Drogen gedealt oder sich harter Alkohol reingezogen wurde. Da kann die Polizei die sogar dort extra einen Standort hat auch nicht immer hinterher - wie bei Tom und Jerry, ein Katz und Maus- Spiel, außer das die beiden nicht Katz und Maus sind ;-)
    Letzter Stop der Tour war der San Antonio Park wo Juan uns nochmal harten Stoff drückte. War dort doch vor wenigen Jahren bei einem Konzert eine Bombe hoch gegangen die in einer Boteroskulptur deponiert war. Der halb zersprengte überdimensionale Vogel steht heute noch als Andenken dort. Wollte die Stadt doch diesen abreißen lassen wurde von Botero persönlich dies verhindert, da man ansonsten nach dem Motto "Aus den Augen aus dem Sinn" die Tat zu schnell vergessen würde. Somit veranlasste er das eine neuer Vogel neben dem Zerbombten aufgestellt wurde. Dazu wurden bunte verkaufsstände aufgebaut um den Platz attraktiver zu machen. Geholfen hat das leider nicht wodruch durchgehend Papaystufe 4 galt. Drum herum trafen sich nämlich wohl immer die Banden. Alles hat also seine zwei Seiten - das hatte Juan nochmal gut vermittelt.
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  • Day8

    Medellín - Citytour

    August 19, 2017 in Colombia

    Nach einer sehr kurzen nach ging es früh mit der Metro (einzige Metro in ganz Kolumbien) in die Innenstadt zu unsere Real City Tour, die um 9:49 startete.

    Die Tour war sehr informativ und unserem Guide war viel daran gelegen, dass wir nicht nur die schönen Touridinge sehen, sondern wirklich ein Gefühl von Medellin bekommen!
    Die gelang ihm sehr gut und es ist einfach begeisternd, wie sich die Leute freuen, dass Touristen hier sind...hier in der ehemals gefährlichsten Stadt der Welt!
    Medellin macht gerade einen sehr großen Wandel durch und auch wenn vieles sehr toll schon wirkt, hat es immer noch mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, aber es wurde und wird unglaublich viel getan die Vergangenheit zu überwinden und das spürt man in der ganzen Stadt! 😊😀😀
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  • Day11

    Tag 11 + 12: Medellin am Sonntag

    September 24, 2016 in Colombia

    Mit dem Flugzeug geht's in Pablo Escobars Heimat! Wir kommen abends mit dem Bus im Zentrum an und laufen auf der Suche nach einem Café mit Wifi für die Taxibestellung erstmal überfordert im Kreis bis wir einfach in einem Hotel nachfragen. Wieder geht's für uns erstmal außerhalb des Zentrums. Hier ist es ruhig, aber unsere Gastgeberin reagiert etwas pikiert, weil wir nicht mehr Zeit für die Stadt eingeplant haben und noch dazu nur einen Sonntag. Sonntags herrscht nämlich tote Hose und ist somit bspw. im Zentrum für Gringas wie uns nicht besonders sicher. Perfekte Voraussetzungen also - ein Hoch auf die Planung :-)

    Nach einem Abendessen auf einer Partymeile ziehen wir am nächsten Tag ins El Poblado - dem etwas hipperen Viertel Medellins mit größerer Hosteldichte - in der Hoffnung doch noch andere Menschen als Partypeople anzutreffen. Unsere Gastgeberin verflucht uns dafür, aber wir sind in der neuen Unterkunft happy. Für den Sonntagsspaziergang wählen wir den Parque Arví oberhalb der Großstadt. Der Ausblick ist bombastisch - dieses riesige und facettenreiche Medellin eingekesselt von grünen Hügeln. Im Park verlaufen wir uns trotz (oder vielleicht auch wegen) der Wegbeschreibung von Einheimischen erstmal so richtig schön. Kolumbianer geben nämlich aus Gründen der Höflichkeit immer gerne Auskunft - auch wenn sie keinen blassen Schimmer haben. In unserem Fall glaube ich allerdings eher, dass sich die Rotznasen einen Spaß mit den Touritussen gegönnt haben.

    Wir sind über den kurzen Aufenthalt nicht traurig. Richtig wohl fühlen wir uns hier nicht.
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  • Day46

    Real City Walking Tours / Medellin

    November 16, 2016 in Colombia

    Normalerweise machen wir die Walking Tours jeweils ja als erstes wenn wir in einer neuen Stadt sind, jedoch war es in Medellin leider erst am letzten Tag möglich. Allgemein hatten wir in Medellin ein wenig Pech. Angefangen damit, dass das Hostel uns erst am Sonntag, also Tags darauf erwartete und uns dann Notfall mässig in einem nahegelegen Hotel unterbringen musste. Leider war es durch die andauernde Lärmbelästigung eine sehr kurze Nacht und dementsprechend war auch unsere Laune am nächsten Morgen nicht die Beste. Hinzu kam noch dass es Sonntag war und wir deshalb auch nicht wirklich was unternehmen konnten, ausser einem kleinen Ausflug in den botanischen Garten.
    Weiterhin waren wir an einem langen Wochenende in Medellin und die lokalen Geschäfte und auch die Touragencies machten aufgrund eines Feiertags erst am Dienstag wieder auf. Dazu kam es noch das es sozusagen den ganzen Tag geregnet hat und wir deshalb im Hostel festsassen. Medellin zeigte sich bis jetzt nicht von seiner besten Seite und so ging es leider auch weiter. Kaffee Farm Tour und die Alternative Grafitti City Tour, fielen am Dienstag ebenfalls ins Wasser. Somit war die Real City Tour unsere letzte Möglichkeit ein wenig mehr über Medellin zu erfahren. Juan unser Guide hat einen guten Job geleistet und uns diese sehr lebendige Stadt ein wenig näher gebracht. Vielleicht auf ein andermal.
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  • Day3

    Medellin

    July 9, 2016 in Colombia

    Noch am selben Tag beschloss ich auf den Tipp von Jolie einzugehen. Sie hatte eine Tour im Hostel gebucht, wobei ein Taxifahrer Touren nebenher anbietet, wo er den Leuten die Orte in Medellin zeigt, wo Pablo Escobar seine Machenschaften asuübte, wo Pablo Escobar seine Häuser hatte und wo Pablo Escobar erschossen wurde. Zu dem die wahre Geschichte von Pablo alias Don Pablo. Es war ein echter Geheimtipp. Keine Touritour. Nur unser Taxi war an diesen benannten Orten. Einheimische haben manchmal nur komisch geschaut, wenn sie uns gesehen hatten. Weil so wirklich stolz war hier keiner auf Pablo. Er war schon einer von Macht besessener Mensch der immer mehr wollte. Umso mehr Geschichten man über den größten Drogenbaron seiner Zeit höhrte, umso mehr Hass entwickelte sich in mir gegenüber diesem Pablo Escobar. Gerade wenn man an einem Ort ist, wo Pablo vor über 20 Jahren eine Autobombe an einem Kindergarten los lies und unzählige Kinder sterben mussten. Einfach furchtbar. Es war auch erschreckend zu hören, dass er viele Spitzel in der Regierung hatte und das ganze land unter Kouroption stand. Er wollte sogar den Präsidenten erpressen und Kolumbien komplett unter seine Hand kriegen. Durch die Autobomben und andere Anschläge wollte er den Präsidenten einschüchtern. Es geling ihm aber nicht. Das absolut verrückteste war, dass er tatsächlich freiwilig in den knast gehen würde aber nur wenn er sich seine eigene Zelle bauen durfte. Tatsächlich hat er dies getan und mehr oder weniger ein Palast hingestellt. Aber das wurde nicht akzeptiert. Die Regierung war schon lange auf der Suche nach Ihm. ER zählte zu seiner Zeit zum reichtsten aber auch zum meist gesuchtesten Mann der Welt. Niemandem gelang es Ihn zu fassen, bisher einen vertalen Fehler machte und ein Telefon von einem Telefongerät zweimal durchführte. das hat der Rgierung gereicht, um den Staatsfein Nummer eins fündig zu machen. Mitten in Medellin in einem Wohnviertel stürmte die Polizei zu dem Ort, wo sich Pablo aufhalten sollte. Kurz bevor die Polizei das Haus betritt, bemerkte Pablo die ungewünschten Gäste und rante auf das Dach. Zu spät. Ein Scharfschütze erschoss Ihn auf dem Dach. Das Böse wurde endlich besiegt und mit der Stadt und dem Land ging es wieder aufwärts.

    Nach diesem bildungsreichen Tag traf ich mich Abends dann in dem Hostel wo Thomas aus Holland scih ein quartierte. Er ist gestern in Medellin angekommen. Ich wurde zum Essen eingeladen. Das lass ich mir nicht entgehen. Als ich im Hostel eintraf, waren da noch 2 Damen, die mich ebenfalls bekocht hatten. Thomas hatte sie noch in Salento kennengelernt und von einer konnte ich meine Augen kaum fern lassen. Es war schon wieder eine Holländerin. Ich glaub das Land hats mir angetan. =)
    Das mit Jolie hatte soweiso keine Zukunft. Wir hatten doch etwas andere Vorstellungen vom leben.

    Spaghetti Bolognese war ein echter Gaumenschmauss. Nach einer Flasche Wein in der Birne, ging es zur Partymile in Medellin. Diese Stadt ist nämlich auch bekannt, als beste Partystadt in ganz Südamerika. Bin ich mal gespannt. Wir mischen uns erstmal zwischen die einheimischen und tanzten in einem Club Salsa. Zumindest gaben wir unser bestes. Nach dem unser Körper genung vom Salsa hatte, ziehten wir weiter in eine Straße wo ein Club nach dem anderen zu sehen war. Wir entschieden uns für einen Techno Club. Ich liebe diese Msuik aber in Südamerika hatte ich noch nicht so viele Technopartys erlebt. Hier kommt fast nur Latino Musik, das ist nicht so ganz meins. Im Technoschuppen angekommen, gab es dann ganz viele Menschen aus der westlichen Welt zu sehen. Die Musikboxen waren nicht der Wahnsinn aber ie Stimmung war trotzdem sau geil.
    Um 3 Uhr in der Nacht war schon Ende im Gelende. Hier schließen die Discotheken relativ früh. Auf der Partystraße wurde es immer unangenehmer. Die Stimmung der Leute agressiver und jeder zweite wollte dir im Land der Drogen Koks anbieten. Soll zwar sau billig sein, aber ich lasse die Finger von Drogen. Plötzlich kam eine Person von links und die andere vonr echts mir immer näher und wollten mir Chips, Getränke ... anbieten, aber ich lehnte ab und lief von diesen merkwürdigen Menschen weg. Kurz danach, NEIIIIN! Scheisse so ein Mist aber auch. Mein Handy war weg, dass sich normaerweilse in meiner Hosentasche befindet. Leider habe ich zu spät meine Taschen abgetastet. Die beiden wo mir zu nahe kamen, waren definitv die Diebe. Das war ein Trick. Ich rante die Straße hoch und runter aber sie waren weit und breit nicht sichtbar. Die Poliezei die 100 Meter vom Tator entfernt war hatte nicht gesehen und war auch nicht wirklich bemüht mir zu helfen. Zum Glück hatte ich noch vor 2 Wochen meine Bilder auf einen USB Stick gesichert und somit war das wertvollste am Handy nicht weg. Nur ein paar Bilder aber das kann ich verkraften, da ich die Bilder mir von den mitreisenden besorgen kann. Gefrustet ging ich zurück zum Hostel.

    Am nächsten Mittag ging ich schnurr stracks zum nächsten Elektrofachgeschäft und ließ mir ein neues Smartphone raus, denn ein Smartphone ist beim backpacken mit eins das wichtigste. Vom Hostel buchen bis hin zur online landkarte und natürlich die Musik. Alles auf einem Gerät. Das positive ist, dass die Handys hier echt nich teuer waren. Für 100 Euro ließ ich mir ein doch ganz gutes Samsung Galaxy J raus.

    Nun aber schnell, den heute Nachmittag gehts zu einem Fußballspiel. Das Team Atletico Nacional ist ein tradioneller Fußballclub mit großer Fankultur. Das ist hier wie in Spanien mit FC Barcelona. Eine Kanadiarin, vier Holländer unter anderem Thomas und Frederique von der sich meine Augen gestern nur schweren Herzens trennten und ich feuerten gmeinsam kräftig das Team an. Die Stimmung war abgefahren. das ganze Stadion sang und wurden mit Trommel aber auch mit Tropmpete begleitet. Eine etwas andere Fankultur wie bei uns in Deutschland. Atletico hat das Spiel gewonnen und ich habe mir gleich mal ein Trikot geleistet.

    Nach dem Spiel haben Frederique und ich uns zurück gezogen und waren gemeinsam was Essen und haben uns besser kennengelernt. Eine super Frau, die nach Ihrerer 7 monatigen Reise nur 2 Monate nach Hause geht und dann direkt weiter für vorrst ein Jahr nach Australien. Ihr Traum ist es, ein kleines nettes Restaurant aufzumachen. Wie man merkt sollte man sich beim backpacking nie verlieben, denn jeder ist hier auf Durchreise und macht sein Ding und wenn es dennoch die wahre liebe sein sollte, dann muss man sein komplettes Leben umstellen. Entweder eine Fernbeziehung eingehen oder einer von beiden muss seine Heimat aufgeben. Gut das mich es noch bisher nicht so stark erwischt hatte.
    Ein schöner Abend mit Frderique mimmt seinen Lauf.

    Eine neue Woche, der Montag steht auf dem Programm. Na und was fehlt noch, was ich unbedingt in Medellin noch machen muss. Nein kein Kokain nehmen sonder die free walkingtour. Den in dieser Stadt solls einer der besten Citytouren in ganz Lateinamerika geben. Da musste man sogar ein Tag vorher online reservieren. Die Tour ist fast jeden Tag ausgebucht. Aber auch zu Recht. Die Tour war echt klasse. Die Menschen hier so freundlich und herzlich. Jeder hat dich willkomen geheisen und war stolz auf seine Stadt.

    Am nächsten tage Dienstag den 12 Juli 2016 geht es Morgens mit dem Flieger nach Santa Marta. Ja und endlich erreich nun das Paradies. Ein Ausblick wie auf Postkarten erwartet mich. Denn es geht an die Karibik.

    Medellin du bist eine Stadt mit vielen Narben. Viele Wunden, die aber immer mehr geheilt werden. Du warst einmal einer der gefährlichsten Städte der Welt. In dir herschte der größte Drogenbaron der Welt. Aber du hast die schlechten Zeiten hinter dir gelassen. Du hast jetzt scharm und eine Leidenschaft in dir. Die meisten Menschen sind super freundlich und alle backpacker loben dich. Gerade deine dunkle Vergangheit macht dich aus. Den von der gefährlichsten Stadt zu einer Stadt zu werden die heutzutage alles andere ist, als gefährlich und die jetzt so ein positiven Ruf hat gibt es selten. Bin begeistert von dir Medellin.
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La Alpujarra

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