Colombia
La Pradera

Here you’ll find travel reports about La Pradera. Discover travel destinations in Colombia of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

8 travelers at this place:

  • Day10

    La Communa 13

    February 24 in Colombia ⋅ 🌧 18 °C

    Eine weitere Free-Walking Tour führte uns in Communa 13, das bis vor kurzem noch gefährlichste Viertel Medellíns. Medellin ist unterteilt in insgesamt 18 Kommunen, die wiederum in Viertel unterteilt sind. Die heutige Communa 13 gehörte einst nicht offiziell zum Stadtgebiet, weshalb alle Menschen, die sich ab den 1970er Jahren in den urbanen Zentren des Landes ein besseres Leben erhofften und den städtischen Wohnraum sich nicht leisten konnten, sich dort niederließen. Die Menschen dieser Gebiete waren bitterarm und ihre Häuser waren nicht in das städtische Versorgungsgebiet mit Elektrizität, Wasser- und Abwassersystem eingebunden. Die widrigen Lebensbedingungen und der aufstrebende Kommunismus weltweit führten dazu, dass die Bewohner der Communa 13 sich gegen ihre Lebensbedingungen zu wehren begannen und sich im Verlauf zunehmend radikalisierten und in verschiedenen Guerillagruppen wie der M-19 oder der FARC. Schreckliche Gewalttaten in den 1980er Jahren, wie Bombenattentate, willkürliche Erschießungen und Enteignung waren an der Tagesordnung. Unter der Gewalt litt die Zivilbevölkerung der Communa 13. Anfangs erfuhren die Guerillagruppen, unterstützt von Medellíns Drogenkartellboss Pablo Escobar, große Zustimmung, da sie den Ärmsten der Ärmsten Nahrungsmittel gaben und so ihr Überlebenden sicherten. Als sich die Sicherheitslage veränderte, wuchs die Angst gleichermaßen vor Guerilla-, paramilitärischen und Regierungstruppen. Unbeteiligte wagten sich nur noch mit weißem Tuch winkend auf die Straße und dennoch mussten sie um ihr Leben bangen - so groß war das Chaos.
    Die einst durch Häuserkrieg und mit Leichen gepflasterten Straßen erstrahlen heute in bunten, hoffnungsvollen Graffiti, die die Geschichte des Viertels in Bildern erzählen und Zuversicht für seine Zukunft ausstrahlen.

    Im Wohnzimmer seiner Großmutter erzählte uns unser erst 17 Jahre alter Reiseführer über das ganz persönliche Schicksal dieser, die in den gewaltvollen Auseinandersetzungen zwei Söhne verlor. Der eine ließ sein Leben, da er Mitglied einer Guerillagruppe war, der andere wurde erschossen, weil er dessen Bruder war. Aufgrund der Beteiligung eines Familienmitglieds wurde die Familie unseres Reiseführer enteignet und musste sich in anderen Kommunen Medellíns niederlassen.

    Wir erlebten neben den persönlichen Geschichten, die uns die Grauen der Vergangenheit erahnen ließen, ein fröhliches und dankbares Viertel, dass sich bunt und lebensfroh präsentiert. Jede/r Einzelne versucht durch ein irgendwie geartetes Business ihren/seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sei es durch kreatives, selbstgemachtes Eis, einen Tanz- oder Musikbeitrag oder die dem Viertel eigene Kunst: den Graffiti. Die Menschen sind offen, unaufdringlich und freundlich. Dankbar dafür, dass der Tourismus ihnen Perspektiven bietet. Glücklich darüber, dass die Stadtregierung ihnen 2016 eine Rolltreppe installiert hat, damit jung und alt die oftmals beschwerlichen steilen Wege des Viertels leichter und sicherer überwinden kann. Und hoffnungsvoll, dass durch frei zugängliche Bildungsangebote, wie Bibliotheken, die Menschen eine Zukunft finden können. Sein Englisch lernte unser Reiseführer in einem kostenlosen Kurs und kann dadurch einen Job ausüben, der ihn und seine Familie versorgt.
    Es ist einiges Positives im Gange, in Medellíns armen Vierteln. Wir hoffen, dass dies so bleibt!

    Am Abend gab es in unserem Hostel einen kostenlosen Salsakurs. Melli glänzte auf dem Parkett, wir anderen beiden taten uns etwas schwerer. Neben den kolumbianischen Slasaklängen begleiten uns auf der Dachterrasse wieder einmal die orangeroten Lichter Medellíns.

    Fakten
    Free-Walkingtour Tipp: 20.000 COP
    Verkehrsmittel: ca. 8.000 COP
    Read more

  • Day12

    Medellin Comuna 13 & Weiterreise

    August 19 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Ein Muss in Medellin ist eine Tour durch die Comuna 13. Das haben wir uns für Vormittags vorgenommen. Wir buchten dafür wieder eine Free Walking Tour.

    Nach einem kurzen Frühstück in einem Straßencafe machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt. Wir trafen uns an einer Ubahn Haltestelle.
    Zu Beginn erklärte uns unser Führer, dass wir erstmal ca 5 Minuten mit dem Bus fahren werden.
    Zu Fuß werden Touristen wohl oft beklaut. Zudem wurden wir gebeten Kindern kein Geld zu geben, da diese sonst nicht mehr in die Schule gehen. 😅

    Die Comuna 13 lebte früher nur von Drogen, Mord und Schutzgeld. Unser Führer betonte jedoch oft, dass Medellin und die Comuna 13 nicht mehr nur mit Pablo Escobar in Verbindung gebracht werden sollte.
    Die Regierung startet sehr viele Projekte um das Viertel und die Leute besser zu integrieren und die Gewalt in den Griff zu bekommen.
    So zum Beispiel auch die vielen Graffitis und die Bunten Häuser. Die Menschen möchten somit ausdrücken dass sie glücklich und zufrieden sind. Durch die weltweit bekannten Graffitis kommen viele Touristen und es kommt Leben ins Viertel.
    Zudem gibt es für die Kinder kostenlose Sprachkurse und ähnliches. Es gibt öffentliches WLAN für alle.
    Da das Viertel sehr steil auf den Berg gebaut wurde, wurden zudem mehrere Rolltreppen installiert. Tanzgruppen führen auf der Straße kleine, gut choreografierte Vorstellungen auf und verdienen somit ihr Geld.

    Es gibt jedoch einen Teil, welcher noch nicht gut integriert wurde. Die Regierung ist aber dran immer weiter Fortschritte zu machen und neue Projekte ins Leben zu rufen.

    Die Atmosphäre in der Comuna 13 war widererwartend sehr positiv. Überall läuft Musik, alles ist sehr bunt, die Leute freundlich und man fühlt sich sehr sicher.
    Wir waren aber natürlich auch nur in dem gut erschlossenen und fortschrittlichen Teil.

    Nach der Tour fuhren wir zurück Richtung Hostel. An einem Straßenstand kauften wir uns noch einen kleinen Mittagssnack. Anschließend holten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof.
    Read more

  • Day157

    Meine letzte Woche in Kolumbien

    December 4, 2017 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Nachdem mein Visum nach 3 Monaten am Stück (fast 4 insgesamt) bald ausläuft wird es Zeit weiterzuziehen. Aber wohin??? Nach einiger Recherche ist das Ziel dann auch ausgewählt: Chile!
    Den einzig halbwegs bezahlbaren Flug gibt es in ner guten Woche, also beschließ ich solange nochmal nach Medellín zu gehn. Schöner, sicherer und wärmer als Bogotá. Und dort gibt es auch nach insgesamt 2 Wochen immer noch Sachen zu sehn.
    Zuerst geht's per Metro zur nächsten Cable Car (nicht die in der ich schon war... andere Richtung) um die Sicht auf die Stadt zu genießen. Leider etwas enttäuschend, aber hat ja kaum was gekostet.
    Read more

You might also know this place by the following names:

La Pradera, Barrio La Pradera

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now