Wanderung zur Simena Kalesi
2 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ 🌧 17 °C
Die Sonne scheint, raus aus dem Bett und rauf auf die Burg, die mich gestern Abend so schön angeleuchtet hat. Für den Nachmittag sind Gewitter gemeldet. Das Wetter ist im Moment etwas wechselhaft, aber hey mit T-Shirt und leichtem Gepäck im Dezember auf eine Wanderung zu gehen, was willst du mehr!
Wir haben wunderbar geschlafen auf dem Premium Schlafplatz zwischen den Felsen und der Weg zur Burg ist zwar steinig und hoch, aber nicht zu weit. Wir kommen wieder an dem alten Friedhof und den vielen Schiffen vorbei. Unser Weg nach oben wird flankiert von weiteren steinernen Grabsteinen aus lykischer Zeit. (Alter ca. 540 v. Chr.) Ich hab dann doch mal in so ein von Grabräubern geschlagenes Loch geschaut. Natürlich nur Schutt und Müll aus der Neuzeit gefunden. 🙏
Die Burgruine ermöglicht einen tollen Rundblick auf die Inseln und auf das antike Dorf Simena direkt unter uns am Ufer gelegen. Das Ganze stammt aus dem 1 Jh. v. Chr. Der kleine lykische Küstenort wird heute Kaleköy genannt. Kaleköy ist eines der ganz wenigen touristischen Glanzlichter, das bis heute noch nicht über eine autofähige Straße erreichbar ist. Man kommt nur mit dem Boot dorthin, oder wie wir auf Schusters Rappen über das Hochsteigen zur Burg und von dort über Steintreppen runter ins Dorf.
Wir können unser Glück kaum fassen, wir sind ganz alleine hier unterwegs. Eine Ruhe liegt über den engen Gässchen, ich spreche automatisch leiser. Wir schauen uns den berühmten Sarkophag, der im Wasser steht, an. Und auch andere versunkene Hausruinen, Steintreppen usw. findet man hier in den Gewässern. Dorthin werden die Touristen mit Glasbodenbooten gefahren.
Wir sind begeistert von unserer Wanderung und erleben noch ein herzhaftes Frühstück bei der freundlichen „Pinar“ in ihrer kleinen Pension. Sie hatte mitbekommen, dass hier zwei hungrige Touris rumlaufen! Herrlisch!
Müde, aber sehr zufrieden kommen wir gerade rechtzeitig vor dem nächsten Gewitter am Wohnmobil an! Die Wanderer auf dem lykischen Weg winken uns noch zu, suchen dann Schutz unter den aufgebockten Schiffen.Leia mais
Mal eben nach Kas!
3 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ 🌧 15 °C
Ich hatte schon einiges über Kas gehört, deshalb mussten wir doch mal kurz abbiegen von der D400. Ich hatte es damit so eilig, dass wir direkt die erste Abfahrt nach Kas genommen haben. Abfahrt ist das richtige Wort, es geht zu wie auf der Streif. Dirty Harry knirscht und jammert, als hätte er Kufen. In den Serpentinen zurücksetzen, um rumzukommen, fordert meinen Fahrer ganz schön😅. So was steiles hatten wir lange nicht. Wer hier lebt braucht gute Nerven!. Alles zugebaut fast bis auf den Berg. In dem Städtchen herumcruisen ist nix für Weicheier. Die sind nämlich schlauer und fahren noch ein Stück auf der Küstenstraße weiter bis diese dich in einer sanften, eleganten Kurve nach unten bringt und ein breiter Linksabbieger signalisiert dass gleich der erste Hafen kommt. Na, das war für uns zu einfach. 😅
Wir parken auf dem knubbeligen Platz auf dem Freitags Markt ist und laufen in die Altstadt am kleineren Hafen. Lykische Gräber stehen auch hier einfach rum, zu sehen gibt es außer Touristenläden und manchmal netten Lokalen und Kneipen nicht viel. Zwei Moscheen liegen sich fast gegenüber und die Muezzine schreien gleichzeitig den Hafen voll, so dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.
Zig Mopeds knattern herum, die Autos drängen sich in jedes noch so enge Gässchen. Es ist viel los und das im Dezember. Wenn hier Saison ist, muss man wahrscheinlich Karten ziehen, wer als erster über „Los“ gehen darf. Eine gemütliche Atmosphäre suchen wir vergebens.
Ich frage mich was die Urlauber hier tun. Die Straßen sind steil, man braucht Kondition, es gibt keinen Strand nur Felsküste.
Ach ja, Kas gilt als Schnorchel-und Taucherparadies und zieht deshalb die Individualtouristen an, lese ich auf dem Plakat der Touristinfo.
Unsere Verschnaufpause in einem Straßencafé bei Chai und Künefe ( eine warme Süßspeise) war in Ordnung und die Sonne schien wunderbar vom Himmel. Vorher hatte es wieder gewittert. Wir haben dennoch Glück mit dem Wetter. Wenn wir etwas unternehmen wollen, scheint die Sonne. 😄Leia mais
Am Schildkrötenstrand in Patara!
4 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ⛅ 17 °C
Heute stromern wir mal wieder durch die Jahrhunderte. Erst besuchen wir das historische Patara, einst eine lykische Hauptstadt. Logischerweise sind nur noch Ruinen übrig. Es gibt auf dem Gelände ein Modell der ehemaligen Stadt. Das hilft zur Orientierung. Zwei Amphitheater aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Die Hafenstraße ist noch gut zu erkennen. Der Fluß, der die Schiffe zum Meer transportierte ist mittlerweile verlandet. Patara war lange Zeit eine blühende Seefahrer-und Handelsstadt und galt als eine der wichtigsten Städte Lykiens.
Der Heilige Nikolaus wurde 270 in der Stadt geboren, verbrachte aber die meiste Zeit seines Lebens in dem nahegelegenen Myra.
Die Stadt Patara ergab sich zusammen mit dem Rest Lykiens 333 v. Chr. Alexander dem Großen. Er war in seinen Eroberungen unglaublich erfolgreich. ( 333 Issos Keilerei! ) Das sind Eselsbrücken aus dem Geschichtsunterricht, die ich nicht vergessen habe. Issos lag damals quasi um die Ecke im alten Persien.
Danach erholen wir uns vom „ alte Steine schauen“ am berühmten 15 Kilometer langen Sandstrand von Patara. Weltbekannt ist er neben der Brutstätte für Schildkröten auch durch seine großflächigen Sanddünen. Diese, vollständig von der Natur geformten Sandhügel wurden mit weißem Meerschaum bedeckt, der durch das Aushärten im natürlichen Wind-und Wellenfluß entsteht.
„Es ist einer der seltenen Orte in der Geografie der Türkei, der gleichzeitig historische und natürliche Schönheit vereint“, lese ich in einer Prospektbeilage.
Das ist so. Wir können uns nicht sattsehen am Wellenspiel, liegen auf den Dünen und schauen in die Sonne.
Der Eintritt zu den beiden wunderbaren Orten ( der eine geht nicht ohne den Anderen) war das zweite vorgezogene Nikolausgeschenk. 😉
Zum Sonnenuntergang fahren wir auf einen Hügel und haben Blick über das Ganze. Viele Einheimische kommen zum Sonnenuntergang hierher. Ein magischer Ort und perfekt für einen Raki!Leia mais
Die lykische Hauptstadt Xanthos
5 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 16 °C
Immer wieder sieht man auf der weiteren Strecke Richtung Fethiye in die Felsen am Berg geschlagene, lykische Gräberportale und spitzgiebelige kleine Häuser, die ebenfalls in grauer Vorzeit für Verstorbene errichtet wurden. Auch mit wunderschönen Buchten kann die Route aufwarten.
Die ehemalige Hauptstadt und UNESCO Weltkulturerbe Xanthos, ist nicht mehr weit und unser nächstes Ziel. Wir erreichen die Stadt durch ein Tor aus griechischer Zeit und einen römischen Triumpfbogen, der zur Ehren des Kaisers Vespasian ( 69-79 n. Chr.) gebaut wurde. Von den Lykiern sind vor allem Gräber geblieben, große Sarkophage, die teilweise bereits im 5 Jh. v. Chr. gebaut wurden. Auf deren Relieffries sind Szenen von Sirenen abgebildet, die nach lyrischem Glauben die Seelen der Verstorbenen versorgten. Sirenen sind vogelartige Geister.
Wir sind nicht durch die gesamte historische Stadt gelaufen, sondern haben uns von außen die baufälligen und etwas heruntergekommenen Ruinen angesehen. Ständig den überteuerten Eintritt für Ausländer zahlen müssen, nervt jetzt langsam.
Schön ist, das wir so gut wie alleine in dem weitläufigen Gelände unterwegs sein können…Leia mais
Wandern im Canyon von Saklikent
5 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 17 °C
Die berühmte Schlucht von Saklikent ist ein tief in den Berg hineingefressener Canyon, durch den ein eiskalter Gebirgsbach rauscht. Er ist
4 Kilometer lang und liegt in der Mitte zwischen Kas und Fethiye. Er ist so schmal, dass Sonnenstrahlen das Wasser des Flusses auf dem Grund der Schlucht nicht erreichen. Zwischen Ein-und Ausgang des Canyons ist ein Höhenunterschied von immerhin 700 Meter zu überwinden. Das hätte mein Lieblingsmensch sehr gerne gemacht. Aber — nach 300 Metern im Canyon über Holzstege laufen war Schluss. Der Fluss bzw. Gebirgsbach hatte zu viel Wasser. Keiner hatte vorher was gesagt. Auch der Eintrittspreis war der Gleiche. Manchmal könnte man sie hauen die Türken. 😡
Entschädigt für alles hat zum Einen die Bilderbuchlandschaft durch die wir hierhergefahren sind. Vorbei an schneebedeckten Taurusbergen, durch kleine nicht touristische Ortschaften und fruchtbare Landschaften mit Gemüseanbau Oliven- und Orangenernte. Und zum Anderen konnte mein Naturbursche die paar Meter durch den Canyon ganz alleine genießen ohne die „Hammelherde Touristen“🤩, die sich auf den engen Stegen in der Saison drängeln.Leia mais
Auf dem Hochplateau in Pinara
6 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☁️ 17 °C
Wir hatten zwar in der Nikolausnacht nichts im Stiefel, empfinden es aber als großes Geschenk, dass wir am Tag eine göttliche und mystische Wanderung durch Jahrtausende alte Kultur machen dürfen. Ganz alleine sind wir wieder unterwegs. Das ist auch ein Geschenk! 😉
Zum wiederholten Mal bewundern wir lykische Gräber, wie sie kunstvoll in den Steilhang gehauen wurden. Man kann förmlich die Menschen in ihren Feldern arbeiten sehen, so nah sind wir ihnen. Ein majestätischer Steinbock aus heutiger Zeit verschwindet so schnell, dass ich ihn nicht fotografieren kann.
Später klettert mein Adventure-Typ noch mit mir und Dirty Harry den schmalen Waldweg weiter hoch, nicht wissend ab wir irgendwo drehen können. Das Gelände von Pinara liegt im Hang und ist sehr weitläufig. Wir sehen das Amphitheater, Reste der Agora und mit viel Phantasie erkennt man das Hamam.
Dieser außergewöhnliche und erlebnisreiche Tag wird abgerundet mit einem Bad in der Traumbucht von Ölüdeniz. Sie ist vielgepriesen. Wir finden sie nicht wirklich toll. Ich glaube nach dem Patara-Strand, der ein Naturschutzgebiet ist und nicht bebaut werden darf, gefällt es uns nicht mehr wirklich an den Strandbuden-Stränden. Es hat Spaß gemacht den Paraglidern zuzusehen.
Übrigens: Pinara ist entstanden als Xanthos überbevölkert war. Da hat eine Gruppe von Ältesten eine Stadt auf dem Gipfel des Berges Cragus gegründet und sie Pinara genannt, was „rund“ bedeutet. Pinara war eine der sechs größten Städte des Lykischen Bundes.Leia mais
Die Geisterstadt Kayaköy
7 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ 🌧 15 °C
Es gibt Dinge oder Orte die gibt es eigentlich überhaupt nicht! Das denken wir als wir die Geschichte von Kayaköy lesen. Natürlich fahren wir dorthin. Es ist alles nicht weit weg. Der türkische Süden ist voller Überraschungen.
Mit zwei Kirchen schön an einem Hang gelegen, stellt man erst auf den zweiten Blick fest, dass alle Gebäude Ruinen sind. Kayaköy ist seit 1923 eine Geisterstadt. Bis dahin lebten hier 3500 Griechen, die nach dem türkischen Sieg im Unabhängigkeitskrieg aufgrund des gegenseitigen Bevölkerungsaustauschs ihre Häuser verlassen und nach Griechenland ziehen mussten. Unglaublich!
Mit dem Tourismus kehrte wieder Leben ein. Es gibt Restaurants und Pensionen und Teehäuser. Das erzählte uns der alte Wirt aus einem der Teehäuser als wir gestern vor dem großen Regen hier ankommen. Das Wetter passt zu den Ruinen, die wir von unserem Übernachtungsplatz unterhalb der Stadt sehen können.
Die anatolischen Griechen verschwendeten nämlich nie fruchtbares Land durch Bebauung sondern wählten felsige Standorte für ihre Häüser und dies ist ein typisches Beispiel.
Ein Erdbeben hat den rund zweitausend Steinhäuser ziemlichen Schaden zugefügt. Aber auch Menschen haben hier mit Sicherheit Hand angelegt. Es fehlen fast überall die Holzbalken, Fensterstürze und Rundbögen sind herausgeschlagen worden. Die Natur hat ihr übriges getan. Bäume wachsen aus den ehemaligen Wohn-oder Schlafzimmern, die Steingärten vor den Häusern hätte ich gerne zuhause. Wir nehmen frische Kräuter fürs Abendessen mit. Man sieht oft noch wo die Kamine gemauert waren. Auch die Küchen waren ganz aus Stein gehauen. Ich war in einigen Häusern und konnte mit meiner Phantasie die ungefähre Einrichtung erahnen.
Die öffentlichen Toilettenhäuschen stehen an Wegkreuzungen. Eine runde Bauweise, wie in ein Schneckenhaus gehen, sehr interessant. Die gepflasterten Straßen und Plätze und viele noch ganz gut erhaltene Ruinen vermitteln einen Eindruck davon, wie die Siedlung vor einem Jahrhundert ausgesehen haben muss. Wir kraxeln eine lange Zeit in den Ruinen herum. Irgendwie faszinierend.
Über allem liegt der morbide Charme dieses geschichtlichen Dramas.
Die UNESCO hat den Ort als „Weltdorf der Freundschaft und des Friedens“ gelistet.
Aktueller denn je, wenn man bedenkt, dass auch in der heutigen Zeit Umsiedelungen stattfinden oder drohen.Leia mais
„We‘re singing in the Rain“! 😄
9 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ 🌧 17 °C
Das >Yaniklar Doga Kamp< liegt in der Nähe von Fethiye direkt am Strand. Es kommt ein Schlecht-Wetter-Wochenende und wir gehen deshalb an die Steckdose. Das erste Mal auf unserer Reise! Die Anfahrt ist etwas abenteuerlich. Die Straße wird schmaler und sandiger, Hühner gackern um uns herum. Eine Riesenpfütze lässt uns befürchten nicht auf das Camp fahren zu können. Durch den Regenschleier sehen wir eine winkende Frau, wir fahren weiter hinein in ihren Palmengarten fast bis an den Strand. Eine wunderbare Lage wäre dies wenn der Regen und die kleinen Pools, die sich im Sand gebildet haben, nicht wären. Aber was soll’s. Einen klugen Satz habe ich neulich gelesen:
„Wetter kommt, Wetter geht“!
Bruder und Schwester betreiben diese Anlage am Strand, die auch die Vermietung von Bungalows beinhaltet. Wir werden von Shahida, der Schwester, fürstlich bewirtet. Zur Begrüßung gibt es Orangen und super leckere Clementinen.
Später bringt sie mit dem Schirm und durch die Pfützen hüpfend, frisches Popkorn.
Am nächsten Morgen schallt ein fröhliches Merhaba durch den Regen. Es gibt warmes Brot in Olivenöl getränkt und in Holzkohle gebackene Kartoffeln.
Am nächsten Morgen frische Eier von den um uns herumlaufenden Hühnern und Avocados.
Wir sind sprachlos von dieser Gastfreundschaft. Ein Campingplatz mit Herz!
Die Einheimischen freuen sich über den Regen. Der wird hier in der Landwirtschaft dringend gebraucht.
Wir machen das Beste draus. Erledigen die Sachen für die sonst keine Zeit ist, schauen den Wellen zu, wie sie schäumend auf Land treffen und widmen uns unserer Lieblingsserie. Zur Zeit ist das „Homeland“! 😄Leia mais
Fethiye größte Stadt der lykischen Küste
10 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ⛅ 18 °C
Diese symphatische Stadt hat ca. 90.000 Einwohner und ein paar Besonderheiten. Sie liegt am gleichnamigen Golf, hat ihren Charme bewahrt und sich nicht völlig dem Tourismus verschrieben. Es gefällt uns gut hier. Nach dem Regenwochenende auf dem Camp am Meer, brauchen wir einen Tapetenwechsel und Lebensmittel. In der Altstadt ist ein riesiger Markt aufgebaut. Wir saugen die Gerüche der vielen andersartigen Früchte, Gewürze und überhaupt das ganze Treiben auf. Kaufen ein was das Herz begehrt.
Beim Barbier wird Dieter mit Rasur und einer Massage verwöhnt. Ich bekomme Tee und darf wieder einmal das Handwerk bewundern.
Auf der Burgruine weht die Fahne, die Sonne kommt raus und wir bewundern einmal mehr die Lykischen Gräber.
Dieses Mal das Grab des Königs Amyntas. Es thront hoch über der Stadt ( die 220 Stufen hab ich mir erspart). Es weist eine vorgebaute, 15 m hohe ionische Tempelfassade und ein in Stein nachgeahmtes Holzportal auf.
Die Lykier bestatteten ihre Toten in erhöhten Felskammern, da sie glaubten, dass die Seelen der Verstorbenen von Sirenen in den Himmel getragen würden.
In Fethiye beginnt auch der bekannte lykische Wanderweg an dessen „Eingang“ ein großes Schild auf den weiteren Weg verweist.
Jetzt geht es weiter die Südwestküste der Türkei entlang.Leia mais
In Dalyan am gleichnamigen Fluß
13 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 13 °C
Das angenehme frühere Fischerdorf Dalyan hat uns freundlich aufgenommen. Mitten im Ort, direkt am Fluss Daylan gibt es Parkplätze für Wohnmobile. Durch die Regenschauer der vergangenen Tage ist der Platz nicht befahrbar. Deshalb dürfen alle auf der großen gepflasterten und gepflegten Parkfläche gegenüber stehen. Und irgendwie kommen wir hier nicht wieder weg. Wir haben nette Nachbarn Marion und Frank, die Wege ins Städtchen sind kurz, an der Uferpromenade laufen wir an hunderten von Booten vorbei, die in der Saison die Urlauber durch das weit verzweigte Delta des Flusses schippern. Es gibt auch Wasserstraßen zum Köycegiz See und eine Fähre rüber in die antike Stadt Kaunos. Irgendwie dreht sich hier alles ums Wasser und die darin lebenden Schildkröten. Am ersten Kreisverkehr wartet schon das erste Prachtexemplar in Bronze auf die Besucher.
Der „Patin der Schildkröten“ June Haimoff wird an der Flusspromenade ein kleines Denkmal gewidmet. Die Engländerin kam 1975 mit ihrem kleinen Segelboot nach Dalyan. Sie entdeckte den Iztuzu-Strand ( nächster Bericht) und baute sich dort eine Holzhütte! Dabei entdeckte sie eines Nachts die Schildkröten bei der Eiablage. Als irgendwann ein großes Hotel hier gebaut werden sollte, nahm sie ihren Kampf um die Erhaltung der Brutstätten der seltenen Schildkröten auf. Daran beteiligte sich publizistisch damals auch die deutsche „tageszeitung“ in Berlin was zum Erfolg - u.a. Verhinderung des Hotelprojekts - beitrug.
Die 2009 eingebürgerte „Kaptan June“ verstarb im Mai 2022 aber ihre Stiftung lebt weiter.
Um eine andere Tierart wird sich in Daylan auch gekümmert und zwar um die hier frei lebenden Katzen. Bei einer Wanderung lernen wir den Initator der „Street-Feeding- Group“ kennen. John und seine Gruppe kümmern sich um Futter und Wasser an der Uferpromenade. Die Katzen warten schon auf ihn. Er freut sich! Drei Jahre hat es gedauert bis die Katzen sich von ihm anfassen und streicheln lassen, erzählt er uns.
Es leben viele englische - und mittlerweile auch deutsche Rentner hier im Ort, erfahren wir noch von ihm.Leia mais
Am Turtle-Beach Iztuzu
13 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 17 °C
Seit die Engländer dieses kleine Paradies Daylan für sich entdeckt haben, sind viele Bezeichnungen auf Englisch. Hier am Iztuzu Plaji ist ein besonderes Refugium für diese Schildkrötenart geschaffen worden. Man darf einen Teil des Strandes zum Schwimmen und Sonnenbaden nutzen, die anderen Teile und überhaupt das gesamte Delta des Dalyan-Flusses ist der bedrohten Meeresschildkröte Caretta caretta, der unechten Karettschildkröte vorbehalten. Sie ist eine Vertreterin der Meeresschildkröten und stellt wahrscheinlich die bekannteste und die häufigste dieser Gruppen dar. Besonders im dichten Schilf halten sie sich gerne auf.
Womit man sich so alles beschäftigt wenn man an einem solchen Ort ist. 😅
Hier wäre ich gern eine Schildkröte! Aber nur außerhalb der Saison.
Gäste lassen sich vom Hotel aus mit dem Boot an den Strand schippern. Wir fahren die 13 Kilometer übern Berg mit dem Wohnmobil.
10 Kilometer laufen wir dann am Freitag den 13. an diesem endlosen Strand entlang, schauen den Booten zu wie sie langsam durch das Delta schwimmen und einigen Gästen den Strand zeigen. Ein paar Segelboote dümpeln im Wasser vor sich hin. Schilf wiegt sich im Wind.
Wir lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und kommen uns ein wenig vor wie auf einer einsamen Insel. Alles ist irgendwie weit weg.
Egal was über den angeblichen „Pechtag“ so geschrieben wird, wir erleben einen glücklichen! 🌞🍀Leia mais
Weihnachtsmarkt in Dalyan ✨✨
15 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☁️ 15 °C
Das Glück liegt ja bekanntlich auf der Straße oder war’s das Geld!? 🧐 Egal, für mich bedeutet das, dass ich auf unserer Wanderung die Clementinen, die von den Bäumen fallen, aufhebe und gleich schäle und esse! Sie sind ungespritzt, riechen und schmecken einfach göttlich! Ich bin glücklich und fühle mich reich!
Nach einem Besuch auf dem samstäglichen Wochenmarkt, wo wir mit frischer Gözleme verwöhnt werden, kommen wir auch auf dem großen Floh-und Weihnachtsmarkt vorbei. Er ist auf dem Platz rund um die Moschee aufgebaut.
Man merkt schon, dass hier auch viel europäisches Publikum beheimatet ist. Deutsch-Türken betreiben einen Stand mit Glühwein und Kartoffelsalat nach „German Style“. Aus Spaß trinken wir einen Glühwein. Also, ich muss sagen, ich hab schon schlechteren getrunken. Alles gut!
Am 3. Advent gönnen wir uns einen Besuch im türkischen Hamam! Das Wetter ist unbeständig, da kommt es gerade recht, dass der kleine Familienbetrieb das ganze Jahr geöffnet hat. Wir werden super freundlich empfangen, Chef Hayati und Chefin Sonja machen sich gleich über uns her und scrubben uns nach einem Saunagang im türkischen Bad die Haut vom Leib. Herrlisch!
Ich erhalte im Anschluss noch eine Honigmassage, fühle mich jetzt um Jahre jünger und elastischer 😲.
Dirty Harry bekommt vor der Tür eine Runde Strom aus der Hamam-Steckdose! So hat jeder was von diesem gelungenen Besuch im Daylan-Hamam-Sauna.
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Sollte mal jemand dieses symphatische Städtchen besuchen, auch hierher gehen!
Morgen geht’s mit der Fähre rüber zum „alte Steine“ Besuch ins antike Kaunos!Leia mais
Mit der Fähre rüber nach Kaunos
16 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 17 °C
Direkt gegenüber von Daylan liegen die Ruinen der antiken Stadt Kaunos, einer Siedlung, die ihre beste Zeit im 4 Jh. v. Chr. hatte. Kaunos war damals eine Hafenstadt an der Grenze zu Lykien — berühmt für Pökelfisch und Sklavenhandel. Es macht Spaß auf dem weitläufigen Gelände herum zu strolchen. Es gibt viel zu sehen, das Gelände ist gut beschrieben. Auf der steinernen Straße zum ehemaligen Hafen ( mittlerweile verlandet) denke ich zum x-Mal was mögen die Leute, die hier entlang gingen wohl geredet oder gedacht haben. Worüber haben sie sich Sorgen gemacht oder worüber gefreut. Was war hier politisch gerade los.
Wir machen heute eine smarte Wanderung, erklimmen die Akropolis nicht ganz. Haben dennoch einen tollen Blick ins Flußdelta und bis zum Traumstrand. Das Theater zerfällt immer mehr. Allerdings wird überall gebohrt und gehämmert. Ich setze mich mal auf die steinernen Sitze, die wohl bald wieder eingefügt werden.
Der Fährbetrieb ist permanent, die Überfahrt dauert 1 Minute und kostet ein paar Cent. Mein Lieblingsmensch geht heute als Türke mit deutscher Frau durch die Kasse. Wir zahlen 3 Euro pro Person.
Im kleinen türkischen Imbiss von Hamido beenden wir den Tag. Wir werden von einem zuvorkommenden Besitzer bedient; Dieter steckt mit ihm die Spieße zusammen. In der Sonne sitzend türkisches Essen genießen. Was will ich mehr!
Mit weiteren 10 Kilometer in den Beinen und vollem Bauch liegen wir faul in der Sitzecke im Dirty Harry.
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An das sehr sympathische Dorf Dalyan mit seinen vielfältigen Möglichkeiten könnten wir uns gewöhnen.Leia mais
Kahvalti am Strand in Marmaris
18 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☀️ 15 °C
Was für ein Start in den Tag! Am Strand von Marmaris werden wir mit einem türkischen Frühstück vom allerfeinsten verwöhnt. Wir haben uns kugelrund gegessen, der Rest wurde eingepackt. Ganz tolle junge Leute haben uns bedient, wollten unbedingt mit uns deutsch sprechen, sie lernen gerade die Sprache und waren sehr stolz, dass wir uns mit ihnen länger in unserer Sprache unterhalten haben. Sie haben viele Fragen gestellt. Wir hatten Spaß. Die Stimmung am Strand war grandios. Mit den Füßen im seichten Meerwasser wenn du wolltest, auf dem Tisch delikate Speisen und einen Rundblick auf die bezaubernde Stadt Marmaris, die völlig ohne Hochhäuser auskommt.
Vorher sind wir die gepflegte, mit Palmen gesäumte Strandpromende bis an die Altstadt gelaufen. Diese schmiegt sich an den kleinen Burgberg. Durch enge Gassen gelangen wir zur Burg, schauen sie aber nur von außen an. Alles ist hier perfekt gepflegt und sauber. Marmaris hat den Sprung in die erste Liga geschafft, - sagt mein kleiner Reiseführer. Hier kann man sich sicher wohlfühlen. Die Stadt passt aber beliebig an jede Küste Europas. Als Alleinstellungsmerkmal gilt ihr Ruf als „Hauptstadt des Pinienhonigs“. Sie ist großflächig umrahmt von Pinienwäldern. Dort stehen die Bienenstöcke.
Übernachtet haben wir auf einem einfachen Parkplatz, 100 m hinter dem Strand.
Marmaris hat ca. 100.000 Einwohner, ist sehr von britischen Urlaubern geprägt worden und hat mit 1500 Liegeplätzen den größten Segelstützpunkt im östlichen Mittelmeer. Vom Hafen aus kann man nach Rhodos übersetzen. Auch Kreuzfahrtschiffe legen unterhalb der Burg an.
Wir wünschen einen gemütlichen 4. Advent! 💚Leia mais
Im beschaulichen Datça an der Ägäis
20 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ⛅ 18 °C
Im Südwesten von Marmaris reckt sich die Datça Halbinsel 70 Kilometer in die Ägäis. Drei Naturprodukte prägen dieses weithin unberührte Stück Natur: Honig, Oliven und Mandeln. Es gibt viele schöne kleine Buchten auf der Strecke, die nur vom Wasser erreicht werden können. Ein Paradies für Segler.
Wir fahren auf der gut ausgebauten D 400 bis zu unserem Ziel ins malerische Örtchen gleichen Namens. In Datça endet die spannende Küstenstraße D 400.
Sozusagen vom Anfang im Südosten bis zum Ende im Südwesten sind wir ihr gefolgt.
Wir finden einen guten Paltz direkt am Meer neben einem „Lost Place- Hotel“ Unterhalb stehen noch türkische Wohnmobile. Wir werden wieder herzlich begrüßt. Es gibt kurze Wege in das nette Städtchen, wir essen gut in einem kleinen Lokal. „Handmade by Mama“ sagt der stolze Koch!
Am nächsten Morgen beschert uns unser extraordinärer Platz einen wunderbaren Sonnenaufgang.
Seit Tagen haben wir allerdings einen „Klabautermann“ an Bord. Es knarzt, klopft und rumpelt irgendwie überall. Mein Bordmechaniker liegt auf dem Boden zwischen den Möbeln und versucht die Geräusche zu lokalisieren während ich fahre.
Wir waren in einer renommierten Mercedeswerkstatt um abzuklären, dass es nicht am Fahrwerk liegt. Dort hat man sich wieder sofort um uns gekümmert. Alles gecheckt, Öl an die richtigen Stellen gegeben und probegefahren. Sie erklären uns, das Geräusch kommt vom Aufbau nicht vom Fahrzeug. Eine Stunde waren wir dort! Sie wollten kein Geld. im Gegenteil, wir wurden beschenkt und bekamen noch einen wunderbaren Espresso. Ohne Worte!
Der Klabautermann wird uns also weiter beschäftigen. Wir passen unsere Reise an und werden an der Westküste in Kusadasi eine Wohnmobilvertretung aufsuchen. Haben uns dort angemeldet.Leia mais
Der Pamucak Beach in Selçuk
22 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ⛅ 13 °C
Wir sind auf der Zielgeraden hier in der Türkei. Unser Besuch in Kusadasi bei dem sehr hilfsbereiten Wohnmobilhändler bezüglich unseres „Klabautermann“ hat nichts gebracht. Komischerweise ist er nach einem starken Regenguss nicht mehr zu hören. 🧐 Er kommt aber wieder zurück, nur nicht mehr so laut! Ich bin sehr gespannt wer ihn findet.
Zudem hat sich ein weiteres technisches Problem ergeben. Der Ladebooster, der dafür zuständig ist, dass die Fahrzeug-Batterie während der Fahrt geladen wird, ist kaputt. Wir hatten dazu Kontakt mit der Werkstatt unseres Vertrauens in Deutschland. Die Ferndiagnose und die Untersuchung meines Bordmechanikers haben leider zu diesem Ergebnis geführt. Jetzt hilft vorerst nur die Sonne und die Steckdose. Ziemlich nervig. Ständig schaut man auf den Ladezustand der Batterie. Jetzt merken wir auch an unserem Verhalten und den Geräten die wir benutzen, dass wir einen ziemlichen Verbrauch haben. Ab jetzt heißt es „Detox your electricity“.
In dem großen „Outletcenter Novada“ in Söke gibt es kostenfreie Stellplätze mit Strom. Hier tanken wir Strom und kaufen unsere Weihnachtsgeschenke. 😇
Am langen Naturstrand Pamucak Beach in Selçuk erholen wir uns von der Technik und genießen einen sonnigen 4. Advent.
✨✨✨✨✨✨✨✨Wir wünschen von Herzen ein genussvolles Weihnachtsfest!✨✨✨✨✨
Wir werden nach den Feiertagen zügig durch den kalten Norden der Türkei und Griechenlands düsen. Die Fährverbindungen sind im Winter unregelmäßig und preislich unverhältnismäßig! Von einer Zusammenarbeit von Türken und Griechen im Sinne aller Urlauber sind wir noch weit entfernt. Die Auseinandersetzungen in der Antike um Macht und Vorherrschaft in Kleinasien setzen sich an den Stellen weiter fort. 🙏Leia mais
Heiligabend im Stall von Idamera
24 de dezembro de 2024, Turquia ⋅ ☁️ 11 °C
Ganz traditionell begehen wir den Heiligen Abend, nämlich in einem Stall, umgeben von Kühen und der Familie von Ferit. Sie haben uns eingeladen mit Ihnen Glühwein zu trinken und Weihnachtslieder zu singen. Wir hatten den Bauernhof als Übernachtungsplatz gewählt, nicht wissend, dass sich dieses romantische Event anschließt. Zum Abschluss gab es noch einen Whisky mit Ferit. Im Kuhstall hatten wir das auch noch nicht. Die Kühe mochten den rauchigen Geruch! 😄
Der Bauernhof „Idamera“, umgeben von Olivenbäumen, liegt in den Hügeln unweit der Stadt Edremit.
Ferit und Gudrun arbeiten nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Sehr vorbildlich und ökologisch. Sie haben ein offenes, gastfreundliches Haus, wo man gerne auch mithelfen kann. Die Olivenernte ist gerade zu Ende gegangen.
Nach einem köstlichen Frühstück in der großen Wohnküche, kaufen wir in ihrem Hofladen leckere Sachen ein.
Die Anfahrt zu der türkisch/österreichischen Familie ist im letzen Drittel etwas abenteuerlich, aber machbar.
https://g.co/kgs/AJwnd2e İdamera
0530 920 86 76
Vorher statten wir dem alten Städtchen Bergama noch einen Besuch ab. Bekannt ist der Ort vor allem wegen der, oberhalb auf dem Berg liegenden antiken Stätte Pergamon. Wir haben sie im letzten Jahr besucht, konnten aber nicht bei Mustafa essen, das Lokal war brechend voll. Er hat das sehr bedauert. Jetzt im Winter ist es möglich und wir lassen es uns gutgehen mit hervorragender türkischer Küche. Es regnet zwar, aber der Freude tut das keinen Abbruch. Ein sehenswerter Ort auch wegen der berühmten Ruine der großen Moschee.
Nach diesen unvergesslichen Momenten in Bergama und bei Ferit und Gudrun geht’s weiter zur Fähre nach Çanakkale. Die Überfahrt nach Ecebat war ruhig trotz des stürmischen Wetters. Die Dardanellen sind zur Zeit stark befahren von Kriegsschiffen, sogar ein U-Boot fuhr langsam vorbei. Die Welt ist in Bewegung. Wir sind im europäischen Teil der Türkei angekommen.
Die Nacht am Meer verläuft stürmisch, die grauen Wolken jagen dahin. Bald ist die griechische Grenze in Ipsala erreicht.Leia mais
Auf dem Nestos Rodopi Trail
27 de dezembro de 2024, Grécia ⋅ ☁️ 7 °C
Kalimera Griechenland! Wir sind im Norden des Landes angekommen. Im „Rodopi Mountain Range“ Nationalpark verbringen wir die erste Nacht auf griechischem Boden. Nach problemlosen aber wettertechnisch äußerst stürmischen Grenzübergängen, schlingern wir über die mautpflichtige Autobahn, immer wieder durchgeschüttelt von kräftigen Windböen. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Mein Fahrer sagt: ich fahre so lange, bis kein Wind mehr da ist. Und tatsächlich schafft er das. Es wird schon dunkel als wir auf einem verträumten Wanderparkplatz zwischen Xanthi und Kavala in dem eben erwähnten NP ankommen. Die Blockhütte ist weihnachtlich geschmückt, man lässt sich hier den Glühwein schmecken.
Heute Morgen scheint die Sonne vom blauen Himmel. Die kurze Hose bleibt im Schrank bei winterlichen 12 Grad. Die Luft ist superklar und so machen wir uns auf zu einer Wanderung auf den spektakulären Nestos Rodopi Trail. Die Strecke ist eine der schönsten Wanderwege in Nordgriechenland erzählt uns Dimitros beim anschließenden Frühstück in der Blockhütte. Die schmalen steinernen Wege sind aus dem Fels gehauen, untendrunter fährt die Eisenbahn. Wir haben tolle Ausblicke auf den Fluss, der dieses spannende Tal gegraben hat.
Jetzt geht’s weiter nach Thessaloniki.Leia mais
Thessaloniki & Resümee Türkei
29 de dezembro de 2024, Grécia ⋅ ☀️ 11 °C
Wir verbringen das Wochenende auf der Anlage des Wohnmobilhändlers Zampetas in der Nähe von Thessaloniki. Sie haben auch eine Werkstatt und Dirty Harry konnte am Freitag gleich auf die Grube. Obwohl eigentlich kein Termin möglich ist, aber irgendwie bekommt der Chef es hin….Unser „Klabautermann“ wird überraschend schnell gefunden, es handelt sich doch um ein Problem des Fahrwerks, genauer gesagt im Bereich eines Stoßdämpfers. Dort ist wohl die obere Aufnahme im Rahmen lose?! Um das zu reparieren muss ggf. am Chassis geschweißt werden. Die Werkstatt kann das nicht, sie versuchen einen Termin in einem anderen Betrieb für uns zu finden. Das weitere Thema „Ladebooster“ wird so eingeschätzt, dass die Aufbaubatterie zum Laden durch den Booster zu voll ist!? Wir werden hier über das Wochenende quasi ein “Zwangspause” einlegen und die Batterie runterfahren. Übernachten dürfen wir kostenfrei mit Strom/Wasser/Toilette…das verschlossene Gelände bleibt für uns über eine Fußgängertür zugänglich!
https://maps.app.goo.gl/EazEUCnc7qDKxEQg8?g_st=…
Bei schönstem Sonnenschein verbringen wir die „Reisepause“ in der zweitgrößten Stadt Griechenlands, die wir im letzten Jahr schon ausgiebig erkundet und während der Reise „ Roadtrip Balkan und Türkei ´23“ beschrieben haben. Die seit einem Monat in Betrieb befindliche Metro ist sehenswert und integriert die gefundenen Ausgrabungen perfekt in den Stationen! Es sind Weihnachtsferien und unglaublich viele Menschen in der Stadt! Das sonnige, zwar kalte Wetter lockt viele in Cafés und auf die große Promenade am Meer!
Wir meistern zufrieden die Herausforderung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln! Übersetzungsprogramm und freundliche Busfahrer helfen dabei.
Auch habe ich hier Zeit ein Fazit zu unserer 3 monatigen Reise durch die Türkei mit Schwerpunkt Südküste zu verfassen:
Die Türkei ist ein sehr großes Land und wartet mit faszinierenden Landschaften, abwechslungsreichen Städten, wunderschönen Stränden,
unglaublichen Gebirgszügen und kulturhistorisch wertvollen antiken Stätten auf seine Besucher.
Es ist ein muslimisches Land, die Muezzine und Moscheen sind allgegenwärtig. Im Osten ausgeprägter als im Rest des Landes. Der Süden und Westen ist eher europäisch ausgerichtet. Man braucht sich nicht zu „verkleiden“, außer wenn ich eine Moschee besucht habe, habe ich ein Tuch übergezogen.
Die Menschen sind offen, herzlich und hilfsbereit. Besonders freuen sie sich über uns Deutsche. Es gibt sie tatsächlich, die deutsch-türkische Freundschaft.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es mehr als genug. Frisches Gemüse und Obst wird zusätzlich an der Straße verkauft. Die Supermarktkette Migros eines Schweizer Besitzers, ist flächendeckend vertreten. Sie führen auch uns bekannte Produkte. Das Preisgefüge ist inflationär und für uns besonders günstig. Das gilt für alle Bereiche. In Griechenland müssen wir uns erst daran gewöhnen, dass ein Kaffee 4 Euro kostet. Dafür kannst du in der Türkei fast essen gehen….
Alle gängigen Tankstellenketten sind vertreten, die Straßeninfrastruktur ist vorbildlich.
Für die wenigen Autobahnen im Land wird eine Gebühr verlangt. Die aufladbaren HGS Streifen, die von innen an die Scheibe geklebt werden, kann man bei der Post bekommen. PTT auf gelbem Schild. Es gibt aber auch öfter die Möglichkeit an den Mautstationen zu bezahlen
Bei der PTT kann man auch Geld am Automaten abheben ohne Gebühren zu entrichten.
Für Wohnmobilisten, die gerne unabhängig und frei stehen wollen, ist die Türkei das richtige Land. Es gibt kaum Verbotsschilder. Und wenn doch, dann ignorieren die eigenen Leute diese! „Leben und leben lassen“ ist hier die Devise.
Für Wohnmobilreisende, die Campingplätze und offizielle Stellplätze bevorzugen, gibt es auch Möglichkeiten. Die Standards der Plätze entsprechen in den meisten Fällen nicht den europäischen „Ansprüchen“. Außerdem mit durchschnittlich 20€ viel zu teuer für die nicht vorhandene oder schlechte Infrastruktur!
Wir haben die Südküste von Ost nach West ausgiebig bereist. Die beginnt mit der wilden, landwirtschaftlich geprägten „Levantischen Küste“. Wenig besiedelt, bietet sie Strände, Wandermöglichkeiten und viele unterschiedliche Übernachts-und Parkmöglichkeiten.
Die touristische „türkische Riviera“ hat uns positiv überrascht. Mit ihren großen bekannten Städten wie Alanya, Antalya, Kemer und anderen, kam sie meist völlig entspannt daher. Was natürlich auch etwas mit der Jahreszeit (November) zu tun hat. An diesem Abschnitt prägen die mächtigen Taurusberge das Landschaftsbild. Das macht diese Küste einzigartig. Im Hinterland gibt es zudem eine Menge Schluchten zu erwandern.
Die „Lykische Küste“ wiederum wird geprägt von vielen historischen Stätten, wunderbaren verwunschenen Orten mit lykischen Grabsteinen, zerklüftete Küstenabschnitte, die unbedingt erkundet werden wollen und dem bekannten lykischen Wanderweg ( Fethiye-Antalya). Auch hier sind die Strände einzigartig. Ich hebe bewußt keine Orte einzeln hervor. Sonst würde ich nicht mehr fertig. 😅
Sie sind in den Footprints beschrieben. Und dort wo wir länger geblieben sind, hat unser Wohlfühl-Gefühl entschieden. 😍
Zum Wetter ist zu sagen, dass wir, bis auf einige Regentage, bis 20.12. perfektes T-Shirt Wetter hatten. Ab dann wurde es kühler und regnerischer. Wir sind am 27. 12 ausgereist weil die drei Monate Aufenthalt ohne Visum um waren. Deshalb können wir nicht abschließend sagen, ob wettertechnisch die Türkei auch ein gutes Überwinterungsland sein könnte.
Auf jeden Fall haben wir uns überall sicher und willkommen geheißen gefühlt.
Das „Schreien“ der Muezzine, besonders in den frühen Morgenstunden, werden wir nicht vermissen, wohl aber den Chai ( schwarzer Tee) den es zu jeder Gelegenheit gab!
Ein paar negative Punkte gibt es auch, die wir nicht verschweigen wollen:
Die Türkei hat ein Müllproblem. Das liegt am Verhalten der Menschen. Mülleimer stehen überall. Die meisten Leute lassen aber alles einfach dort liegen, wo sie gerade ihr Picknick gemacht haben. Feiernde Menschen am Strand oder auf Parkplätzen stellen ihre Bierflaschen neben das Auto und fahren weg. An den schönsten Orten liegt ihr Müll rum, sie verschandeln ihr eigenes Land. Unbegreiflich für uns. Wir haben aber viele Leute gesehen, die mit ihren Kindern oder in Grüppchen die Strände oder Plätze säubern. Das gibt Hoffnung. Wir taten das auch.
Die völlig überzogenen Eintrittspreise für Ausländer an den historischen Stätten oder auch an Wasserfällen und was weiß ich nicht alles, fanden wir nicht in Ordnung. Das ist aber unser Empfinden und muss nicht für die Allgemeinheit gelten.
In ein öffentliches WLAN kommt man als Ausländer nicht. Das störte uns nicht, ist nur aufgefallen, als wir bei Starbucks einen Kaffee getrunken haben und unsere Apps aktualisieren wollten. Wir nutzten eSims vom ( eSim.sm) und Holafly.
Da wir Gastankflaschen im Wohnmobil haben, lassen wir diese an den Tankstellen füllen. Das hat im Land überall funktioniert, nur nicht mehr im Süden. Die europäischen Tankstellenketten wie BP und Shell begründen das mit rechtlichen Gründen.
An den türkischen Tankstellen wurden die Flaschen ohne Probleme gefüllt.
Am Schluss muss ich noch kurz politisch werden.
Wer sagt: „wenn der Erdogan nicht wäre, würde ich auch dorthin fahren“, dem sage ich: „das ist Quatsch und vielleicht eine Ausrede“.
Wir werden demnächst in unserem eigenen Land auch eine eher rückwärtsgewandte, erzkonservative Politik haben, die allem Fremden das Leben schwer macht und die bunte Vielfalt und ein modernes zukunftsorientiertes Miteinander nicht zulassen wird. Ich hoffe nur, dass sich insbesondere die jungen Menschen die Wahlprogramme gut anschauen und auch zwischen den Zeilen lesen.
Am Schluss wünschen wir einen gesunden Start in ein hoffentlich buntes und im Miteinandersein geprägtes neues Jahr! 🍀
Unser Leitsatz für 2025 wird sein:
„All unsere Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben ihnen zu folgen“! 🥳Leia mais
Am Kavourina Beach
31 de dezembro de 2024, Grécia ⋅ ☀️ 7 °C
Auf dem Weg nach Athen übernachten wir am Kavourina Beach bei Methone. Es ist ein lokaler Strandabschnitt, der für seine ruhige und gelassene Atmosphäre bekannt ist. Manche bezeichnen ihn auch als Fischerstrand. Ich konnte heute Morgen schon einige Fischer beobachten, die zum Sonnenaufgang ihre Boote starteten. Hier in der Gegend soll man auch sehr gut Fisch essen können. Die Lokale sind alle geöffnet. So lange bleiben wir nicht, wir wollen ja nach Süden.
Nach den Tagen in Großstadtnähe mit all ihren Geräuschen erleben wir hier, am letzten Tag des Jahres, eine Stille, unglaublich! Flamingos, Pelikane und andere Seevögel werden angestrahlt von der Sonne. Ein Idylle, wir laufen eine Runde, können uns nicht sattsehen. Hier haben sich auch einige Künstler verewigt, wie auch im ganzen Dorf. Sieht nur mittlerweile ziemlich vernachlässigt aus.
Die technischen Probleme sind soweit behoben. Der „Klabautermann“ stellte sich als eine lose Halterung an der oberen Stoßdämpferbefestigung heraus. Die kleine Einman-Werkstatt ist unglaublich….Das Rangieren dort ist schwieriger als die Reparatur. Mit seiner Erfahrung von Truckreparaturen in Afrika lächelt Kostas über unser Problemchen. Mit dem richtigen Drehmoment (200Nm) und etwas „Metallkleber“ in die Rahmenöffnung, sowie einem neuen Bolzen wird alles gerichtet! So schön jetzt wieder ohne knacken und knarzen zu fahren!!!
Der Ladebooster hatte eine defekte Sicherung ganz versteckt in der Ecke. Die Jungs in der Werkstatt bei Zampetas sind kompetent und sehr hilfsbereit. Nach dem Motto: wir reparieren hier bevor wir austauschen, wird alles akribischer auseinander gebaut….und der Fehler gefunden. Jetzt zickt nur noch der Kühlschrank, obwohl er durchgecheckt wurde und eigentlich alles in Ordnung ist! Gegebenenfalls muss ein neues Magnetventil her. In Athen fahren wir zum Hymerstützpunkt, vielleicht haben sie das Ersatzteil!
So, jetzt kann das neue Jahr kommen! 💥 Wir sind bereit den Peleponnes zu „erobern“! 🥳Leia mais
Silvester unter Palmen!
31 de dezembro de 2024, Grécia ⋅ ☀️ 13 °C
An einem bekannten Surferspot am Golf von Malia, (Meltem Kite-Spots ) in Raches machen wir den nächsten Stopp. Das Wetter ist einfach zu schön um auf der Autobahn weiter zu brettern. Direkt am Wasser unter Palmen mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund lässt es sich gut aushalten. Schon das mächtige Olympos-Bergmassiv hatte weiße Spitzen. Ob die Götter im Olymp auch Ski fahren können. 🧐
Hier unter Palmen lassen wir das Jahr ausklingen. Ein wunderbarer Ort dafür! 💚
Später geht es nach Delfi. Wir lassen uns aus berufenem Munde, dem Orakel, erzählen was das neue Jahr Schönes für uns bereithält!
Etwas Schönes gibt es schon, ich kann mal wieder vom Bett aufs Meer schauen! Wie kann man ein neues Jahr besser beginnen! 😍Leia mais
Beim Orakel in Delphi
1 de janeiro de 2025, Grécia ⋅ ☀️ 11 °C
Prost Neujahr ihr Lieben!
Heute habe ich meinen neuen Reisetagebuch-Kalender geöffnet und die erste Seite aufgeschlagen. Geht es euch das vielleicht auch so? Es ist immer dasselbe kribbelige Gefühl das sich anschleicht, wenn ich die vielen leeren Seiten, sprich die 364 Tage, die vor uns liegen, sehe. Ich bin schon so gespannt, was ich dort alles notieren kann im Laufe des Jahres 2025.
In Delphi konnte mir dazu auch nicht weitergeholfen werden, die antike Stätte war geschlossen. Wir haben uns zunächst nicht darum geschert, sind über das Flatterband nach unten gestiegen, bis es plötzlich zwischen den Olivenbäumen hindurch Pfiffe und eine eindeutige Aufforderung in englischer Sprache gab: raus hier! 😄
Ich hab der Pythia noch schnell meine Fragen zugerufen, die Antworten aber nicht mehr verstanden, weil wir gehen mussten. So muss ich nun selber orakeln was im 2025 alles so geschieht. 🥹🥳
Wir sind nochmal davongekommen, aber das war es uns wert. Wenigstens einen Fuß in die heilige Stätte gesetzt zu haben. Die griechische Mythologie war schon als Kind mein Steckenpferd und Odysseus mein Held. Wie könnte ich nach Delphi kommen und nicht in den Apollontempel gehen. Was haben sich, durch die Weissagungen, hier im Laufe der Jahrhunderte für Schicksale ergeben!
Wer mehr wissen möchte, hier der Link:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi
Vorher fahren wir durch eine atemberaubende Berglandschaft. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus und fühlen uns unterwegs mal wie auf dem Fernpass in Österreich oder durch die mondänen und engen Bergdörfer z.B. Arachova, fahrend wie in der Schweizer Bergwelt. Himmel und Menschen sind an diesem Feiertag bei Kaiserwetter unterwegs um das neue Jahr zu begrüßen.
Wir bleiben nicht in dem überfüllten Delfi und auch nicht auf dem empfohlenen Campingplatz, da die Durchfahrt durch den Ort ein kleines Abenteuer ist! Beide Straßenseiten sind zugeparkt und hunderte Menschen drängen sich auf den schmalen Gehwegen und der Straße. Wir können teilweise nur mit eingeklappten Spiegel und im „Schneckengang“ fahren! Gegenverkehr wird zum „Puzzle“, wer passt in welche noch so schmale Lücke! Daher beschließen wir nach dem Blick auf Delfi, nicht mehr zum Camp zurück zufahren! Der Neujahrstag mit herrlichem Sonnenschein, hat gefühlt alle in die Berge gelockt!
Auf der Strecke Richtung Athen, etwas tiefer im Tal, hinter dem mächtigen Parnass Gebirge, gibt’s einen großzügigen Übernachtungsplatz auf dem Gelände der Taverne von Herrn Koutsoumba (die Buchstaben des Namens der Taverne sind nur in kyrillisch).
Wir essen leckere Hausmannskost und beschließen den 1. Tag des neuen Jahres wieder mit einem Ouzo. Ganz wunderbar!
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Athen, die Stadt der Hügel
2 de janeiro de 2025, Grécia ⋅ ☀️ 14 °C
Am 2. Tag des neuen Jahres erreichen wir am frühen Nachmittag die Hauptstadt Griechenlands, bequem über eine fast leere Stadtautobahn. Die Anfahrt zu unserem Übernachtungsplatz allerdings ist etwas tricky. Die Straßen im Wohnviertel sind eng und zugeparkt. Der große Parkplatz liegt in einem Park umgeben vom Justizministerium und einer Kaserne. Er steht tagsüber voll mit PKW‘s und abgestellten Reisebussen, abends sind die Wohnmobilisten fast unter sich. Er bietet sich als guter Ausgangspunkt an, um die Stadt zu besichtigen. Fußläufig (ca. 1,2 km) gibt es eine U-Bahn Station (Katehaki). Das günstige 24h-Ticket (4,10€) bringt uns mit der Linie M3 nach 5 Stationen zum Syntagma-Platz. Er liegt im Herzen des modernen Athen. Mittelpunkt ist das Parlamentsgebäude, erstrahlend im vollen Sonnenlicht. Davor findet gerade eine Wachablösung statt. Sie wird von einer Menschenmenge beobachtet. Auch wir schauen fasziniert zu. Die Uniformen der Soldaten sind interessant.
Während der politischen Verhandlungen vor einigen Jahren, die Griechenland vor einem Staatsbankrott bewahrten, war das Gebäude fast jeden Abend im Fernsehen zu sehen.
Die Innenstadt ist immer noch weihnachtlich geschmückt, die Menschen strömen durch die Fußgängerzonen, es ist unglaublich voll. Die Stadt hat uns dennoch gleich gepackt und uns von ihrem Charme überzeugt. Es ist diese Mischung aus historischen Ruinen wie die
römische und griechische Agora, also die antiken Versammlungsplätze, an denen wir vorbeilaufen und den modernen neuzeitlichen Geschäftsstraßen. Über allem thront auf dem Berg die Akropolis. Wir sehen sie im letzten Sonnenlicht und später noch von Scheinwerfern hell erleuchtet. Die ersten 10 Kilometer Athen liegen hinter uns. Sehr faszinierend! 🤩
Griechenland ist seit der Antike als Wiege der Zivilisation bekannt.davon zeugen die Hunderte von Denkmälern und historischen Sehenswürdigkeiten, die die Stadt übersäen und sie quasi zu einem Freilichtmuseum machen.
Der griechischen Mythologie zufolge war die erste Stadt Athen phönizisch und ihr Gründer war König Kekrops.
Die Stadt wurde offiziell an dem Tag gegründet, als die Götter beschlossen, einen Wettstreit auszutragen. Die wachsende Stadt sollte nach der Gottheit benannt werden, die den Sterblichen das nützlichste Geschenk anbieten würde. Die Gottheit wurde daher zum Schutzgott der neu benannten Stadt. Der Wettstreit fand zwischen dem Meeresgott Poseidon und der Weisheitsgöttin Athene statt. Poseidon opferte Wasser, während Athene den Olivenbaum für Frieden und Wohlstand opferte.
Die Stadt wurde schließlich nach Athene benannt.
Am nächsten Tag besuchen wir das Wahrzeichen der Stadt, die Akropolis!Leia mais
Die Akropolis, Inbegriff antiker Kultur!
3 de janeiro de 2025, Grécia ⋅ ☀️ 15 °C
Die Akropolis ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit von Athen! Man sollte sie auf keinen Fall verpassen, werden wir im Prospekt ermahnt!
Wie könnten wir. Weithin von allen Seiten sichtbar thront sie im Herzen der Stadt auf dem 156 Meter hohen Burgberg. Wir fahren, wieder bei allerschönstem Wetter mit der UBahn M3 bis Syntagma, steigen um in die rote Linie M 2 Richtung Elleniko, fahren 1 Station Acropoli. Am Kassenhäuschen am Fuße des Burgbergs ist noch nicht viel los. Wir zahlen 10 Euro pro Person und schon sind wir mitten in den alten Jahrhunderten. Die Oberstadt oder Stadtfestung was Akropolis übersetzt heißt, ließ Perikles, nach Zerstörung durch die Perser neu bebauen. Zwischen 467 v. Chr. und 406 v.Chr. entstanden einige Gebäude, das wichtigste und bekannteste ist der Tempel der Athene.
Die Akropolis in Athen ist seit 1987 Teil des UNESCO-Welterbes.
Laut Theodor Heuss ist die Akropolis neben Golgota und dem Kapitol einer der Hügel, aus denen das „Abendland“ gründet.
Der griechische Staat hat aus demselben Grund die Akropolis mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.
Ja! So haben wir uns heute gefühlt auf diesem berühmten Berg, als Teil von etwas Großem! Auch wenn tausende Menschen dort
herumstiefelten, so konnten wir sie gut ausblenden. Die weiten Blicke in diese gigantisch große Stadt hin bis nach Piräus ans Meer erzeugten zusätzliches Gänsehautfeeling.
Den ganzen Morgen spukte mir schon der alte Song von Mireille Mathieu im Kopf herum. „ Akropolis adieu“!
Ich konnte nicht anders und hab den Song übers Handy abgespielt. Wir wiegen uns dabei im Takt vor dem Tempel der Athene. Mein Lieblingsmensch erträgt auch noch die Pirouette am Ende des Lieds. Die griechischen Mädels um uns herum klatschen Beifall. 😂
Bald wird es auch für uns Zeit vom Berg zu steigen, wir haben ja noch einiges vor.
Also heißt es jetzt: Akropolis Adieu, ich muss gehen……. Adieu!
Uns schwups haben wir zuhause wieder 10 Kilometer auf der Uhr!Leia mais
Liebenswert verrückt: Gazi & Psirri
4 de janeiro de 2025, Grécia ⋅ ☁️ 16 °C
Das In-Viertel Gazi breitet sich mit Tavernen, Cafés und Clubs rund um ein ehemaliges Gaswerk des 19.Jh. aus, das heute Technopolis heißt und als Kulturzentrum viele Ausstellungen und Events organisiert. Rundherum tragen die Hausfassaden Graffiti, Markenzeichen des kreativen Athen. Es sind an den schönsten Wänden viele Autos geparkt. Sie versperren manchmal den Blick aufs Wesentliche oder fügen sich gut ins Bild. Auch hier ist noch alles weihnachtlich geschmückt.
Im Stadtviertel Psirri locken heute tagsüber zahlreiche Werkstätten und interessante Geschäfte. Wir fragen uns, wie die Ladenbesitzer wissen, welche Sachen sie im Portfolio haben. Unglaublich kreativ ist mancher Verkaufstisch. Wir trinken leckeres Bier von der Insel Korfu und lassen uns mit offenem Mund über eine manchmal überbordende Dekoration durch die Gassen treiben.
Hunger macht sich bemerkbar. Oh je wohin bei der riesigen Auswahl an Lokalen aller Art.
Dieter hat den richtigen Riecher und entdeckt das perfekte Lokal für uns. Von außen sieht das Restaurant aus wie eine kleine Markthalle. Von innen gemütlich eng mit tollem Personal und raffiniert zubereiteten Speisen. Das Tüpfelchen auf dem i waren die hausgemachten Weinblätter. Dazu einen perfekten Retsina!
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Am nächsten Tag macht mein Fahrer beim Verlassen der Stadt noch eine Stadtrundfahrt, damit ich bloß alles gesehen habe von Athen! 😲
Die Halbinsel Attika umrunden wir bei dieser Tour nicht. Wir wollen uns ja noch etwas „aufheben“ um nochmal wiederzukehren und mit Martina und Roland die beiden Stadtviertel unsicher zu machen. 😂🥳Leia mais









































































































































































































































































































































































































































































