• Werner Götz
jan. – feb. 2025

Auf den Spuren der Mayas

Unterwegs in Mexiko, Belize und Guatemala. Læs mere
  • Start på rejsen
    15. januar 2025

    Auf den Spuren der Mayas - in Tulum

    16. januar, Mexico ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir sind in Mexiko unterwegs, genauer gesagt auf der Yukatan-Halbinsel zum Thema Mayas. Später geht es noch nach Belize und Guatemala. Wir wollen die antiken Mayas, ihre Leben, ihre Rituale und ihre Geschichte vor Ort kennenlernen und auch deren Nachfahren, die sich hier in der Region noch zahlreich finden.
    Unsere Reise beginnen wir in Tulum, einen einst kleineren Fischerdorf mit heute rund 33.000 Einwohnern. Direkt an dem Ort entstand seit den 1970er-Jahren eine etwa sieben Kilometer lange Zone mit Hotels, Ferienanlagen, Souvenirshops und Restaurants, die sich beständig ausdehnt. Der Grund sind feine Strände, bestehend aus gleißend weißem Korallensand, die flach ins Mer abfallen und ein vorgelagertes Riff, das die Brandung stark abschwächt.
    Einst war Tulum ein Maya-Ort, entsprechend gilt unser Besuch den Maya-Ruinen von Tulum. Sie liegen auf einer Klippe mit Sicht auf das Meer. Die Infrastruktur hier wurde vor kurzem neu angelegt, inklusive einem kleinen, feinen Museum. Tulum ist etwas ungewöhnlich für die Bauten der Mayas, doch die Lage an der Küste machte Tulum zu einem wichtigen Zentrum für den Handel mit Salz, Honig und Textilien.
    Tulum ist eine der jüngsten Maya-Stätten, wurde erst im 12. bis 13. Jahrhundert gegründet und soll eine der letzten Städte gewesen sein, die während der Ankunft der Spanier noch bewohnt war. Umgeben ist Tulum von einer Mauer, recht selten bei den Maya-Städten. Tulum ist heute ein beliebtes Touristenziel. So sollen rund zwei bis zweieinhalb Millionen Besucher pro Jahr hier her pilgern und die Ruinen besichtigen.
    Die Zivilisation der Mayas entwickelte sich über Jahrtausende und ist bekannt für ihre kulturellen, wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen. Sie lebten einst in den Gebieten der heutigen Staaten Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador.
    Im Zeitraum um 2000 v. Chr. bis 250 n. Chr., der präklassischen Periode, entstanden die ersten Siedlungen und die Maya begannen Landwirtschaft zu betreiben. Die folgende klassische Periode bis 900 n. Chr. ist die Blütezeit Maya-Kultur. Große Städte wie Tikal, Palenque und Copán entstanden, zudem entwickelten sie ein ausgeklügeltes Schriftsystem mit Hyroglyphen und Logogrammen. Auch hatten die Mayas ein tiefes Verständnis von Mathematik und Astronomie, verwendeten ein vigesimales (Basis-20) Zahlensystem und konnten präzise astronomische Berechnungen durchführen, etwa korrekte Vorhersagen von Sonnen- und Mondfinsternissen. Die Maya entwickelten mehrere Kalender, darunter den Tzolk'in, einen 260-tägigen ritueller Kalender sowie den
    Haab', den 365-tägigen Sonnenkalender. Diese Kalender hatten große Bedeutung für ihre religiösen und gesellschaftlichen Rituale. Sie hatten einen polytheistischen Glauben mit einer Vielzahl von Göttern, die mit Naturphänomenen, Landwirtschaft und anderen Aspekten des Lebens verbunden waren. Menschenopfer und andere Rituale waren Teil ihrer religiösen Praktiken. Aber bei weitem nicht so exzessiv wie bei den Azteken. Das Leben der Maya basierte auf Landwirtschaft, insbesondere auf dem Anbau von Mais, Bohnen, Kürbis und Kakao. Sie nutzten auch Techniken wie die Brandrodung, bauten beeindruckende Gebäude, etwa Tempel, Pyramiden, Paläste und Observatorien.
    In der nachklassischen Periode bis etwa 1500 n. Chr. erlebten viele große Städte einen Rückgang, während andere an Bedeutung gewannen. Mit der Ankunft der Spanier um 1511 kam es zu Konflikten, Krankheiten und Zwangsarbeit, die viele Maya-Gemeinschaften stark dezimierten. Wobei die Spanier wenig Interesse an dem Volk hatten, gab es hier doch kaum Gold. Dennoch führte die spanische Kolonialherrschaft zu einem Verlust an kulturellen Praktiken und Traditionen. Mehr, auch zu den heutigen Nachfahren später auf der Reise.
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  • Coba, einst ein kulturelles Maya-Zentrum

    17. januar, Mexico ⋅ ☀️ 23 °C

    Auf dem Weg nach Chichén Itzá erreichen wir nach etwa 20 Minuten Fahrzeit die antike, weniger bekannte Stätte Coba. Die vermutlich um 200 n Chr. gegründete Stadt hatte ihren Höhepunkt zwischen 600 und 900 n. Chr. Hier ist weniger los, obwohl sie eine bedeutende archäologische Stätte der Maya ist und sich mit der 42 m hohen Nohoch Mul die höchste Pyramide der Yucatán-Halbinsel befindet. Die man seit Corona aber auch nicht mehr besteigen kann. Etwas Besonderes an der Stadt ist, dass es sich um den Original Maya-Namen handelt, denn den konnte man in einer Inschrift entziffern. Das Gelände ist recht weitläufig, die Stadt nahm einst eine Fläche von 80 Quadratkilometern ein. Man darf diese Größenangabe jedoch nicht als zusammenhängenden Siedlungsraum verstehen, da die Maya-Städte eher einen offenen Siedlungscharakter hatten. Es handelt sich vielmehr um eine Besiedelung mit einem dicht bebauten Zentrum und stark abnehmender Gebäudedichte zu den Rändern hin. So lebten in der Hochzeit Cobas hier etwa 20.000 Menschen. Dennoch hat man zwischen den Ruinen größere Strecken zurückzulegen, man kann es zu Fuß machen, mit einem Fahrrad oder mit einer Rikscha. Letzteres ist unsere Wahl.
    Einst war Coba ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum und bekannt für sein weitläufiges Straßennetz, das die Stadt mit anderen Maya-Stätten verbindet. Der Niedergang der Stadt erfolgte im späten 9. Jahrhundert wie bei vielen großen Maya-Städten, im 12. Jahrhundert erfolgte eine erneute Besiedlung mit etwa 1000 Einwohnern. Weitgehend verlassen wurde die Stadt im 14. Jahrhundert, dennoch hat man einige Teile von Cobá noch bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert genutzt.
    Umgeben ist die Stätte von üppigem Dschungel und sie bietet Einblicke in die Architektur und das Leben der Maya. Die Ruinen sind heute ein beliebtes Touristenziel. Coba ist auch für seine Stelen und Inschriften bekannt, die wichtige Informationen über die Geschichte und das soziale Leben der Maya liefern.
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  • Ein Zwischenstopp in Valladolid

    17. januar, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Auf der Weiterfahrt machten wir dann einen Stopp in Valladolid, einer kleineren mexikanischen Stadt aus der Kolonialzeit. Hier besuchten wir einen Markt, aßen zu Mittag in einem Restaurant direkt an einer Cenote gelegen und bummelten durch das hübsche Stadtzentrum. Die Stadt wurde 1543 von den Spaniern gegründet und ist bekannt für ihre gut erhaltene Kolonialarchitektur. Viele der Gebäude stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Zu den Highlights gehören die Kirche San Servacio, der zentrale Platz, das Kloster San Bernardino de Siena und eben die Cenote Zací, eine beeindruckende natürliche Wasserhöhle, bei der wir Mittag aßen.
    Am späteren Nachmittag erreichten wir dann unser Ziel, das Hotel Cenote Ik-Kil bei Chichen Itza, hier bleiben wir wieder zwei Tage.
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  • Chichén Itzá - eine Metropole der Maya

    18. januar, Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Von Coba knapp zwei Fahrstunden entfernt liegt mit Chichén Itzá eine der bekanntesten und bedeutendsten Maya-Stätten. Dafür nehmen wir uns entsprechend viel Zeit. Die Stätte ist Weltkulturerbe der Unesco und wurde 2007 als eines der neuen sieben Weltwunder gewählt. Chichen Itza zieht jährlich über zwei Millionen Besucher an. Mit einer Fläche von über 1500 Hektar handelt es sich um eine der größten archäologischen Stätten in Yucatán. Im Zentrum finden sich zahlreiche monumentale Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund, aus denen die große, weitestgehend erhaltene Stufenpyramide Kukulkan herausragt. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht. Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert muss diese Stadt eine überregional bedeutende Rolle gespielt haben.
    Das sicherlich markanteste Bauwerk von Chichen Itza ist die Pyramide von Kukulkan, auch bekannt als El Castillo. Diese Stufenpyramide hat insgesamt 365 Stufen inklusive der obersten Plattform – eine symbolische Darstellung des Sonnenjahres und eine Höhe vom um die 30 Metern. Die Pyramide ist zudem so ausgerichtet, dass sie während der Tagundnachtgleichen im März und September eine besondere Licht- und Schattenwirkung erzeugt, die das Aussehen einer schlangenförmigen Figur hervorruft, die die Treppe hinuntergleitet. Kukulkan ist bekannt als der gefiederte Schlangengott, war eine zentrale Figur in der Maya-Mythologie.
    Chichen Itza ist zudem bekannt für den großen Ballspielplatz, den größten seiner Art in Mesoamerika. Nur einer von mehreren hier in der Stadt, in der einst um die 30.000 Menschen lebten. Das Ballspiel der Maya, bekannt als Pok-a-Tok oder Pitz, war wichtiger Bestandteil ihrer Kultur und Gesellschaft. Es wurde mit einem Gummiball aus Kautschuk gespielt. Ziel war es, den Ball durch einen ringförmigen Durchlass an der Wand des Spielfelds zu befördern, ohne die Hände zu benutzen. Die Spieler mussten den Ball mit Hüften, Schultern oder Knien bewegen, so die bisherige Meinung. Das ist bei der großen Spielstätte aber nicht möglich, da die ringförmigen Tore recht weit oben an einer steilen Seitenwand angebracht sind. Unser Guide Jens Siegfried Rohark Bartusch, ein ausgewiesener Maya-Experte, Forscher, Autor mehrerer Maya-Bücher und Reiseleiter, er begleitet uns die gesamte Reise, entdeckte anhand der Reste von figürlichen Darstellungen, dass man rechts einen stabilen Schuh trug, links nur Sandalen. Das rechte Knie war mit einer Lederverstärkung geschützt, so dass man schnell niederknien konnte – auch aus dem Lauf heraus. In der rechten Hand hielt man eine Art Schläger, so konnte der Ball gezielt auch in größere Höhen geschlagen werden (am besten man schaut sich die Zeichnung von Jens an, dann wird es klarer). Es gab verschiedene Regeln und Varianten des Spiels, die Details variieren je nach Region und Zeitperiode.
    Das Ballspiel hatte einen sportlichen und auch einen tiefen kulturellen und religiösen Kontext. Es symbolisierte oft den Kampf zwischen Gut und Böse und war mit den Zyklen der Natur und der Landwirtschaft verbunden. Das Spiel konnte auch rituelle Elemente beinhalten, es gibt Hinweise darauf, dass die Spiele manchmal mit Menschenopfern endeten, insbesondere wenn es um wichtige religiöse Feste oder Zeremonien ging
    Das Ballspiel war ein Symbol für den Status und die Macht innerhalb der Gesellschaft, und die besten Spieler konnten einen hohen Rang erreichen. Es war ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis, das die Gemeinschaft zusammenbrachte und sowohl Unterhaltung als auch spirituelle Bedeutung hatte.
    Hoch interessant ist zudem El Caracol, eine bemerkenswerte architektonische Struktur in Chichen Itza, die oft als Observatorium der Maya bezeichnet wird. Der Name El Caracol bedeutet auf Spanisch die Schnecke, was sich auf die spiralförmige Treppe bezieht, die zur oberen Plattform führt. Die Struktur wurde im 10. Jahrhundert n. Chr. erbaut und hebt sich durch ihre einzigartige Bauweise und Funktion von anderen Gebäuden ab.
    El Caracol verfügt über runde Wände, ein gewölbtes Dach und Fenster, die auf bedeutende astronomische Ereignisse ausgerichtet sind. Die Maya waren äußerst versiert in der Astronomie und verwendeten das Bauwerk, um Himmelskörper wie die Sonne, den Mond und die Sterne zu beobachten. Es wird angenommen, dass die Struktur eine wichtige Rolle bei der Berechnung von Jahreszeiten, Feiertagen und landwirtschaftlichen Zyklen spielte
    Die Fenster von El Caracol sind so positioniert, dass sie die Beobachtung von Sonnen- und Mondbewegungen ermöglichen. Die astronomischen Kenntnisse waren entscheidend für die Planung von landwirtschaftlichen Aktivitäten und religiösen Zeremonien
    El Caracol ist ein faszinierendes Beispiel für die wissenschaftlichen Fähigkeiten der Maya und ihre tiefgehende Verbindung zur Astronomie. Es ist ein Beweis dafür, wie wichtig der Himmel für ihre Kultur war und wie sie ihr Wissen über die Natur in ihr tägliches Leben integrierten.
    Zu sehen gab es weitere Paläste oder einen Cenote mit stehendem Wasser, der als Opferbrunnen genutzt wurde. Die Bevölkerung der Maya-Städte bestand aus verschiedenen sozialen Schichten wie Priester, Krieger, Händler und Bauern. Priester spielten eine zentrale Rolle im religiösen Leben, führten Zeremonien durch und waren für die Astronomie und den Kalender verantwortlich. Die Maya glaubten an zahlreiche Götter, und viele ihrer Rituale waren mit landwirtschaftlichen Zyklen und astronomischen Ereignissen verbunden
    Die Wirtschaft basierte vor allem auf Landwirtschaft, wobei Mais, Bohnen und Kürbisse die Hauptnahrungsmittel waren. Das Überschussangebot an landwirtschaftlichen Produkten ermöglichte den Handel mit anderen Maya-Städten und Regionen. Chichen Itza war ein wichtiger Handelsplatz, der Waren wie Jade, Kakao und Textilien anbot
    Das soziale Leben war geprägt von Gemeinschaftsaktivitäten, Festen und Sport.
    Abends besuchten wir dann noch eine Lasershow in der archäologischen Stätte, in der die Geschichte mit Projektionen auf der großen Pyramide dargestellt wurde.
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  • Relaxen in der Cenote Ik-Kil

    18. januar, Mexico ⋅ ☁️ 31 °C

    Unser sehr schön gelegenes Hotel für die zwei Tage liegt direkt an der Cenote Ik-Kil.
    Cenoten sind natürliche Süßwasserlöcher, die zahlreich – man spricht von bis zu 6000 bisher entdeckten- auf der Halbinsel Yucatán vorkommen. Sie sind ein wichtiges geologisches und ökologisches Merkmal der Region und haben sowohl historische als auch kulturelle Bedeutung.
    Entstanden sind sie durch das Einstürzen von Kalksteinhöhlen, die durch die Erosion des weichen Kalksteins im Untergrund entstanden, zu Zeiten als der Meeresspiegel deutlich tiefer lag. Dies führt zu tiefen Löchern oder Gruben, die oft mit klarem Wasser gefüllt sind. Cenoten sind eine wichtige Wasserquelle für die Bewohner der Region und waren auch für die Maya-Zivilisation einst heilige Orte, die mit Göttern und der Unterwelt in Verbindung gebracht wurden. Viele rituelle Zeremonien fanden in oder um Cenoten statt. Auch nutze und nutzt man sie als Trinkwasserquelle. Manche Cenoten sind gut zugänglich, wie die an der wir wohnen, andere dagegen sind nur per Abseilen erreichbar, tief im Dschungel versteckt oder in Höhlen verborgen.
    Sie sind beliebte Touristenziele und bieten Möglichkeiten zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und Erkunden. Auch wir nutzten den Nachmittag und gingen in der Cenote Ik-Kil schwimmen. Sie sind faszinierende natürliche Formationen und ein wichtiger Teil der Kultur und Geschichte der Yucatán-Halbinsel.
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  • Kunsthandwerk par Exzellence

    19. januar, Mexico ⋅ ☁️ 30 °C

    Heute geht es weiter Richtung Ticul, vorgesehen ist ein Stopp bei der Sisal-Hazienda Yaxcopoil. Doch der muss auf den morgigen Tag verschoben werden, da heute am Sonntag neuerdings geschlossen ist. Dafür geht es zu zwei Handwerksbetrieben in Muna, die erstklassige bemalte Keramiken und Statuetten herstellen. Abseits touristischer Pfade und ohne die Kenntnisse von Jens, unserem Guide, der seit 28 Jahren in Mexiko lebt, nicht zu finden.
    Hier kann man zahlreiche Artefakte und Repliken sehen (und kaufen) die erstklassige Handarbeit sind, sich auch in Museen finden. Auch wenn Jens als Maya-Spezialist an dem einen oder anderem Stück Fehler entdeckt, besonders was die Bemalungen und Hieroglyphen betrifft.
    Muna selbst ist eine kleine Stadt in Mexiko, mit reichlich Traditionen, liegt abseits touristischer Pfade. Hier findet sich eine reiche kulturelle Tradition, die von den Maya beeinflusst ist. Die lokale Bevölkerung pflegt viele ihrer Bräuche und Feste, die oft mit landwirtschaftlichen Zyklen und religiösen Praktiken verbunden sind. Wer als Besucher kommt, findet eine authentische Atmosphäre und alte, lokale Lebensweisen.
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  • Kochen mit den Mayas

    19. januar, Mexico ⋅ ☁️ 26 °C

    Am späteren Nachmittag geht es in ein Nachbardorf von Muna, nach Santa Elena. Dort treffen wir eine Maya-Familie, kochen und essen zusammen. Die Küche der heutigen Maya basiert auf traditionellen Zutaten und Rezepten, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Einige typische Elemente der Maya-Küche sind Mais - Grundnahrungsmittel und Herzstück der Maya-Küche etwa in Form von Tortillas, Tamales und Atol (ein dickflüssiges Getränk), Bohnen, die oft mit Mais kombiniert werden, Kürbis für Suppen und Eintöpfe und für Schärfe und Geschmack sorgen Chillies. Weiter werden Avocado und Tomaten verwendet und in Getränken und Süßspeisen findet sich gern Kakao. Traditionelle Gerichte sind zum Beispiel auch Cochinita Pibil, bei dem Schweinefleisch mit Gewürzen und Zitronensaft mariniert und in Bananenblättern gekocht wird oder Poc Chuc, ein gegrilltes Schweinefleischgericht. Generell ist die heutige Maya-Küche eine Mischung aus alten Traditionen und modernen Einflüssen, die die Vielfalt und den Reichtum ihrer Kultur widerspiegeln. Wir machen gemeinsam mit der ganzen Familie ein traditionelles Hühnergericht mit Zwiebeln, Tomaten, einer Paste aus Kürbiskernen, Knoblauch sowie Chilly und Tortillas.Læs mere

  • Sisal - das Gold der Plantagenbesitzer

    20. januar, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C

    Am Morgen ging es erstmal zu der Sisal-Hazienda Yaxcopoil, eine historische Plantage in Mexiko. Gegründet im 19. Jahrhundert spielte sie eine bedeutende Rolle in der Sisalproduktion, einem Naturfaserprodukt, das aus den Blättern der Agave-Pflanze gewonnen wird. Damit ließ sich Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehr viel Geld verdienen, zumal die Maya-Arbeiter quasi umsonst arbeiten mussten. Nachdem ein Mindestlohn eingeführt wurde, druckten die Plantagenbesitzer ihr eigenes Geld, bezahlten damit die Arbeiter, die mit dem Geld aber nur in den Läden der Plantagenbesitzer einkaufen konnten.
    Yaxcopoil war eine der größten Sisalplantagen in der Region und trug zur wirtschaftlichen Entwicklung Yucatáns bei. Die Hazienda umfasst mehrere Gebäude, darunter ein Herrenhaus, Maschinenhäuser und Wohnräume für Arbeiter.
    Der Tourismus spielte in den letzten Jahren eine zunehmende Rolle, heute ist die Hazienda ein beliebtes Ziel für Besucher, die mehr über die Geschichte der Sisalproduktion und die Kultur Yucatáns erfahren möchten. Führungen durch die Hazienda bieten Einblicke in die Produktionsmethoden und das Leben der Arbeiter zu jener Zeit.
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  • Museo Choco-Story Uxmal Yukatan

    20. januar, Mexico ⋅ ☁️ 25 °C

    Da wir genügend Zeit hatten, ging es nach dem Besuch der Sisal-Plantage noch zu einem schönen Kakaomuseum nahe den Ruinen von Uxmal. Es handelt sich nicht um ein einzelnes museales Gebäude, sondern man geht einen Rundweg entlang durch den Regenwald mit mehreren kleineren im Maya-Stil errichteten Gebäuden, in denen vom Anbau bis zur Schokoladenherstellung alles erklärt wird. Dazwischen finden sich Gehege mit hier lebenden Tieren wie Klammeraffen, Jaguaren, einem Krokodil und weiteren Tieren. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Zoo, sondern um eine Art Auffangstation für von Menschen misshandelten Tiere, die man nicht wieder auswildern kann.
    Zurück zum Kakao. Er war nicht nur wichtiges Nahrungsmittel, sondern ein wertvolles Handelsgut, Zahlungsmittel und spielte eine zentrale Rolle in Ritualen und Zeremonien etwa bei den Maya. Schokolade wurde gern als Getränk konsumiert und war ein Symbol für Reichtum und Macht der Eliten. Wichtig war der Schaum auf dem Kakao, der durch aufblasen in speziellen Gefäßen, durch umrühren und aufschäumen oder umgießen in größere Gefäßen erzeugt wurde. Milch gab es bei den Mayas nicht.
    Natürlich lässt sich an einer Station auch das Getränk mit verschiedenen Würzungen wie Vanille oder Chili probieren.
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  • Die archäologische Stätte von Uxmal

    20. januar, Mexico ⋅ ☁️ 26 °C

    Zu guter Letzt ging es am heutigen Tag zu der archäologischen Stätte von Uxmal. Die Stadt erlebte ihren Höhepunkt zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert nach Christus und ist bekannt für die beeindruckende Architektur sowie kunstvolle Reliefs und Stuckarbeiten. Uxmal gehört zu den sogenannten Puuc-Stätten, die für ihren charakteristischen Baustil bekannt sind, der sich durch hohe Mauern, große Tempel und reich verzierte Fassaden auszeichnet und der in der Endphase der Maya-Kultur entstand. Hieroglyphen gab es kaum mehr, so dass es schwerer ist, Daten und Fakten zu der Geschichte zu eruieren.
    Die größte Pyramide Uxmals, die Pirámide del Adivino, die Magische hat eine ovale Form und erhebt sich über die Stadt. Sie ist eines der markantesten Bauwerke hier und zeigt die architektonische Raffinesse der Maya. Sehenswert ist zudem der Gouverneurspalast - Palacio del Gobernador, vor allem wegen seiner Länge von 98 Metern und den kunstvollen Reliefs. Wobei die spanischen Namen von den ersten Entdeckern nur ausgedacht wurden, der Palast dürfte eher etwas mit dem Planeten Venus zu tun gehabt haben aufgrund einiger Reliefs. Es gilt als eines der schönsten Beispiele für Puuc-Architektur.
    Ebenfalls reich verziert ist das Nunnery Quadrangle - Cuadrángulo de las Monjas, eine Gruppe von vier Gebäuden, die um einen zentralen Innenhof gruppiert sind. Wobei diese Gebäude nichts mit Nonnen zu tun hatten, die gab es gar nicht. Aber einer der Entdecker gab dem Ensemble diesen Namen und keiner denkt daran, ihn zu korrigieren. Es war ziemlich sicher ein Königspalast.
    Vieles in Uxmal liegt wie andernorts noch unter der Erde, obwohl schon seit den 30er-Jahren geforscht und ausgegraben wird. Selbst von einer größeren Pyramide sieht man nur eine Seite, der Rest ist nicht ausgegraben und restauriert.
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  • Der Palast der Masken in Kabah

    21. januar, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute verlassen wir die touristischen Pfade und widmen uns Plätzen, die selten besucht werden und. Stellenweise waren wir allein unterwegs. Begonnen haben wir in Kabah, hier finden sich noch etwas mehr Besucher ein, liegen die Maya-Ruinen doch an einer Straße, die zu einigen bekannteren Sehenswürdigkeiten führt.
    Das herausragendste Gebäude in Kabáh ist der Codz Poop oder Palast der Masken. Die Fassade ist mit Hunderten von Masken des Regengottes Chaac verziert, was die Bedeutung des Wassers für die Maya widerspiegelt. Chaac ist in Kabáh besonders prominent, was auf die Abhängigkeit der Region von Regen für die Landwirtschaft hinweist. Hier gibt es keine Cenotes und Oberflächenwasser, so dass die Maya auf den Regen angewiesen waren und das Wasser auch in Zisternen sammelten. Vieles hier liegt unter der Erde, selbst eine etwa 20 Meter hohe Pyramide ist noch komplett vom Dschungel überwuchert. Man sieht nur die Spitze.
    Kabah wurde etwa zwischen 800 und 1000 n. Chr. bewohnt, und es wird angenommen, dass die Stadt während der späten Klassik bis zur frühen Postklassik eine wichtige Rolle spielte
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  • Abseits touristischer Pfade - in Sayil

    21. januar, Mexico ⋅ ☁️ 27 °C

    Im nahe Kabah gelegenen Sayil sind wir nahezu die einzigen. Erst später sehen wir zwei weitere Besucher. Hier kann man sich fast wie die ersten Entdecker fühlen, da das meiste noch nicht erforscht und ausgegraben ist. Stellenweise ist man von meterhohen Schutthügeln alter Gebäude umgeben und die Ruinen sind von einer üppigen Vegetation umgeben. Besiedelt wurde Sayil vermutlich etwa zwischen 600 und 1000 n. Chr. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 9. und 10. Jahrhundert. Die Architektur hier ist charakteristisch für die Puuc-Region. Die Gebäude sind bekannt für ihre kunstvollen Steinmetzarbeiten, insbesondere die Verwendung von geometrischen Mustern und Reliefs.
    Eines der auffälligsten Gebäude ist das große Palastgebäude, die Fassade weist zahlreiche Säulen auf und ist mit verschiedenen Reliefs geschmückt, die mythologische Szenen und Tiere darstellen. Ein weiteres markantes Gebäude ist ein Tempel mit stilisierten Masken des Regengottes Chaac. Sayil wurde im 19. Jahrhundert von europäischen Archäologen entdeckt, doch erst in den letzten Jahren wurden Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um die Stätte für Besucher zugänglicher zu machen.
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  • Der schönste Torbogen der Maya - Labna

    21. januar, Mexico ⋅ ☁️ 30 °C

    Im ebenfalls weniger bekannten Labná findet sich der wohl schönste Torbogen der Maya-Welt. Er verbindet zwei große Gebäudekomplexe und ist reich mit Reliefs und Symbolen verziert, auch wenn man Statuen schon in früheren Zeiten entfernt und gestohlen hat. Ein weiteres bedeutendes Bauwerk in Labná ist das El Palacio, ein langes Gebäude mit zahlreichen Räumen und kunstvoll verzierten Fassaden. Labná war Teil eines Netzwerks von Städten in der Puuc-Region und ist durch eine alte Straße, eine sogenannte Sacbé, mit Städten wie Uxmal und Kabáh verbunden. Auch labah wurde erst in den letzten Jahren erforscht und Teile ausgegraben und restauriert. Aber auch hier ist das meiste noch unerforscht.Læs mere

  • Unser Domizil, die Hacienda María Elena

    21. januar, Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Die letzten drei Nächte haben wir in der Hacienda María Elena nahe Ticul verbracht. Die Hacienda wurde im 19. Jahrhundert gegründet und diente ursprünglich als landwirtschaftlicher Betrieb, insbesondere für die Produktion von Henequen, einer weiteren, wichtigen Faserpflanze der Region. Sie ähnelt Sisal, stammt aber von einer anderen Agavenart. Henequen hat eine gröbere und stärkere Faser, die traditionell für langlebige Produkte wie Seile und Matten verwendet wurde. Sisal hingegen hat eine feinere Faser und wurde häufig für Teppiche, Schnüre und andere Textilien verwendet.
    Die Hacienda zeichnet sich durch ihre koloniale Architektur aus, mit großen Innenhöfen, hohen Decken und schönen Ziegeldächern. Sie dient heute als Hotel, wobei wir an einem Tag die einzigen Gäste waren, an den anderen Tagen war jeweils noch ein Zimmer belegt.
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  • Bei Chari in Sachen Panamahut

    22. januar, Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir verließen die Hacienda, fuhren zuerst nach Becal, wo die originalen Panama Hüte handgefertigt werden. Becal ist eine kleine Stadt im Bundesstaat Campeche, bekannt ist für die handgefertigten Hüte. Wobei die Panama-Hüte ursprünglich nicht aus Panama stammten, sondern so genannt wurden, weil sie über Panama exportiert wurden.
    Gefertigt werden sie vor allem aus den Blattfasern der Jipi-Japa-Palme. Einzigartig ist, dass viele Hüte in Höhlen gewebt werden. Sie bieten das feuchte Klima, das notwendig ist, um die feinen Fasern zu bearbeiten, damit sie nicht brechen.
    Die Hüte zu produzieren ist ein aufwändiger Vorgang. Ein sehr feiner Panamahut kann einen Monat in der Herstellung benötigen. Es gibt vier Qualitätsstufen, die einfachen gehen natürlich sehr viel schneller. Wir besuchen die Fertigung von Maria del Rosario Herrera Couoh, Handwerkerin der Jahres 2022, kurz genannt Chari. Erst vor zwei Monaten, so erzählte sie, war das deutsche Fernsehen hier und drehte eine Doku. Auch zwei junge Frauen aus Deutschland arbeiteten eine Woche bei ihr, was dokumentiert wurde. Sie selbst war nach München eingeladen, konnte dort ihre Arbeit präsentieren.
    Schon mit zehn Jahren lernte sie das Handwerk, sprach damals nur Maya. Mit bereits fünf Kindern holte sie die Schule nach, lernte Spanisch und verkaufte ihre Produkte an Touristen. Heute erzählt sie gern über die Arbeit und ihr Leben.
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  • Auf dem Maya-Friedhof in Pomuch

    22. januar, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir sind in Pomuch, auf einem Maya-Friedhof. Der in einem kleinen Dorf liegende Friedhof ist bekannt für seine Begräbnisrituale, die tief in der Maya-Tradition verwurzelt sind. Dabei werden die Knochen verstorbener Angehöriger aus den Grabstätten entfernt, gereinigt und in handgefertigte, bunt verzierte Holzkisten gelegt. Diese Kisten platziert man offen auf den Gräbern. Das Schmücken der Kisten durch die Familien erfolgen jährlich, besonders um den Día de los Muertos herum. So erinnert man sich an die Verstorbenen. So seien diese Praktiken Ausdruck des Respekts und der Liebe der Maya zu ihren Vorfahren. Sie spiegeln den Glauben wider, dass die Toten weiterhin Teil der Gemeinschaft sind und durch diese Rituale geehrt werden.
    Die Maya glaubten an ein Leben nach dem Tod und führten komplexe Begräbniszeremonien durch, um ihre Verstorbenen zu begleiten. Diese Zeremonien beinhalteten oft Opfergaben wie Nahrung, Werkzeuge und Schmuck, die den Verstorbenen im Jenseits nützlich sein sollten und waren reich an Symbolik und oft von religiösen und spirituellen Riten begleitet. Der Regengott Chaac und andere Gottheiten spielten eine wichtige Rolle. Und trotz der Einflüsse der Moderne und anderer Kulturen haben viele Maya-Gemeinschaften ihre traditionellen Begräbnisrituale bewahrt, um die Verbindung zu ihren Vorfahren und ihrer Geschichte zu erhalten.
    Der Día de los Muertos ist ein farbenfrohes Fest, das am 1. und 2. November gefeiert wird, vor allem in Mexiko. Der 1. November ist dem Gedenken an verstorbene Kinder gewidmet und wird als Día de los Angelitos bezeichnet, der 2. November ist dem Gedenken an verstorbene Erwachsene gewidmet. Dabei errichten die Familien Altäre, die mit Fotos, Kerzen, Blumen und den Lieblingsspeisen und Getränken der Verstorbenen geschmückt sind. Totenköpfe aus Zucker und das Pan de Muerto, das Totenbrot sind häufige Elemente. Überall finden sich leuchtende Farben, Musik und Tanz. Das spiegelt den Glauben wider, dass die Seelen der Verstorbenen an diesen Tagen die Erde besuchen und mit ihren Familien feiern. Der Día de los Muertos ist mehr als ein Trauerfest; es ist eine Feier des Lebens und der Erinnerungen.
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  • Campeche, voll an kolonialem Erbe

    22. januar, Mexico ⋅ ⛅ 21 °C

    Campeche ist eine Stadt im Südosten Mexikos, die reich an Geschichte, Kultur und natürlicher Schönheit ist. Die Stadt liegt an der Küste des Golfs von Mexiko und grenzt im Norden an den Bundesstaat Yucatán und im Süden an Chiapas. Campeche wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründet und entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Hafen. Aufgrund ihrer strategischen Lage war die Stadt häufig Ziel von Piratenangriffen, was zur Errichtung von einer Stadtmauer und mehreren Festungen führte. Die Altstadt von Campeche wurde 1999 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Sie zeichnet sich durch ihre gut erhaltenen kolonialen Gebäude, gepflasterten Straßen und den Resten der Stadtmauer und Festungen aus, die noch heute ein bedeutendes historisches Erbe darstellen. Campeche hat eine reiche kulturelle Tradition, die von der Maya-Kultur und der spanischen Kolonialgeschichte geprägt ist. Feste, Musik und Tänze, wie der Danza de los Pajaritos, sind wichtige Bestandteile des kulturellen Lebens. Bei dem Tanz der kleinen Vögel, so die Bedeutung, ahmen die Tänzer die Bewegungen von Vögeln nach, was den Tanz lebhaft und unterhaltsam macht. Die Schritte sind einfach und leicht zu lernen, sodass Kinder und Erwachsene gleichermaßen mitmachen können.Læs mere

  • Von Maya-Bienen und Imkern

    23. januar, Mexico ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute ging es in etwa vier Stunden reiner Fahrtzeit nach Xpujil. Stopps machen wir in Ich-Ek bei einer Imkerin und bei den selten besuchten Maya-Stätten Tohcok und Chicanná. In Ich-Ek finden sich mehrere Familien, die noch nach alter Maya-Art traditionelle Imkerei mit einer seltenen einheimischen Bienenart betreiben. Die Melipona-Bienen sind stachellose Bienen, die für ihren hochwertigen und medizinisch wertvollen Honig bekannt sind und für die Maya-Kultur von großer Bedeutung waren. Die Bienen produzieren nur geringe Honigmengen, so um die zwei Kilogramm pro Bienenvolk und Jahr. Er ist recht flüssig, kristallisiert nicht. Zudem werden ihm verschiedene medizinische Wirkungen zugeschrieben. Entsprechend wertvoll ist der Honig. In der Maya-Kultur hält man diese Bienen seit Jahrhunderten. Sie sind ein Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand, und ihre Haltung hat eine lange Tradition in der Region. Die Bienen sind jedoch stark gefährdet, vor allem durch den starken Einsatz von Spritzmitteln in den Plantagen. Dagegen sind die Imker machtlos, selbst die robusteren europäischen Bienen, die sie hier auch halten, sterben reihenweise.Læs mere

  • Tohcok - spät entdeckt und wenig besucht

    24. januar, Mexico ⋅ ⛅ 19 °C

    Tohcok ist eine kleinere Maya-Ruine, die während der klassischen Periode der Maya-Zivilisation besiedelt wurde, etwa zwischen 250 und 900 n. Chr. Die Stadt war ein wichtiger Standort für Handel und politische Aktivitäten in der Region. Die Ruinen wurden relativ spät entdeckt und sind weniger touristisch erschlossen als andere Maya-Stätten, was ihnen eine gewisse Abgeschiedenheit und Authentizität verleiht. So waren wir anfangs die einzigen Besucher. Und für uns lag sie auf dem Weg, abseits der touristischen Hauptrouten.Læs mere

  • Das Maul der Schlange in Chicanná

    24. januar, Mexico ⋅ ☁️ 18 °C

    Etwa drei Stunden entfernt von Tohcok besichtigten wir die Maya-Ruinen von Chicanná in der Nähe der Stadt Xpujil im Bundesstaat Campeche. Sie liegen an der Ruta Puuc, einer Route, die mehrere Maya-Stätten miteinander verbindet. Eines der sehenswertesten Gebäude ist hier das Haus des Mundes der Schlange mit seiner eindrucksvollen Eingangsfassade. Man kann deutlich den Unterkiefer und den Oberkiefer des Maules erkennen, und mitten hinein ging es in den Tempel. In Chicanná waren wir die ganze Zeit die einzigen, auch eine selten besuchte Maya-Ruine.Læs mere

  • Erste Sahne - unser Domizil in Xpujil

    24. januar, Mexico ⋅ ☁️ 18 °C

    Nahe Xpujil liegt unser Domizil für die nächsten zwei Tage, das Casa Ka án Calakmul. Wir haben eine etwas abgelegene wunderbare Rundhütte im Regenwald mit einer großen Fensterfront zum Wald hin, können ihn mit Scheinwerfern beleuchten, so vom Bett aus den Wald beobachten. Alles ist hochmodern, Licht und Rollläden lassen sich per Sprachsteuerung mit Alexa bedienen. Minibar, Kaffeeautomat, eine Auswahl an Weinen und Snacks sorgen für das Wohlbefinden. Zum kleinen Restaurant läuft man zehn Minuten.Læs mere

  • Calakmul, eine wenig besuchte Metrolope

    26. januar, Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir sind bei den Ruinen von Calakmul, einst eine der größten Maya-Städte mit über 100.000 Bewohnern. Doch kommen nur um die 30.000 Besucher jährlich hier her, etwa so viel in zwei/drei Tagen in Chitzen Itza oder Tulum. Der Grund ist die lange Anreise. Man muss in der Region übernachten, um von den größeren Touristenzentren hier her zu kommen, dauert schon mal einen Tag. Zudem liegen die Ruinen in einem Nationalpark, vom Eingang sind es 60 Kilometer bis zu den Ruinen auf einer inzwischen geteerten Straße. Wer mit Mietwagen oder eigenen Auto kommt, darf bis zu den Ruinen fahren, auch als Tourist. Wer wie wir mit Reiseleiter und Fahrer kommt, darf nicht mit dem Auto hinein, sondern muss einen extra lizenzierten Fahrer für rund 100 Euro engagieren. Die Logik erkläre mir mal einer. Egal. Dafür ist dort wenig los, obwohl die Ruinen denen der anderen großen Maya-Städte in nichts nachstehen. Auch darf man auf die Pyramiden hoch, was bei den Besuchermassen bei den anderen Maya-stätten richtigerweise verboten ist. Sonst bräuchte man hier einen stationären Krankenwagen bei den steilen und schmalen und oftmals auch ausgesetzten Stufen. Von der größten Pyramide mit rund 50 Meter Höhe hat man einen wunderbaren Blick auf den Regenwald, immer wieder sieht man auch die Reste einstiger Paläste und andere Pyramiden aus dem Dickicht des Dschungels ragen. Wieviel hier und auch andernorts noch unter der Erde liegt oder unentdeckt ist, kann man wohl kaum erahnen. Auch entdeckte Ruinen legt man oft nur teilweise frei, so lässt sich von hier oben etwa eine große Pyramide entdecken, bei der ist nur eine Seite restauriert, auf den anderen drei wachsen noch die Bäume und Büsche. Bei anderen sieht man nur einen großen bewachsenen Schutthügel. Hat schon etwas.
    Einst handelte es sich bei Calakmul um eine der größten und mächtigsten Städte der Maya-Zivilisation, die Stadt erstreckt sich über bald 70 Quadratkilometer und umfasst Tausende von Strukturen wie Tempel, Paläste und Wohngebäude und erreichte seinen Höhepunkt zwischen 600 und 900 n. Chr. Eines der bekanntesten Gebäude ist zugleich auch eine der größten Maya-Pyramiden, die über die Baumkronen des Dschungels hinausragt. In Calakmul fand man mehrere Stelen mit Inschriften, die wertvolle Informationen über die Geschichte, Politik und Gesellschaft der Maya liefern. Viele wurden aber noch bis in die 70er-Jahre gestohlen, zersägt und im Kunsthandel in Teilen verkauft. So gingen wertvolle Informationen auf immer verloren. Selbst ein bekannter Chefarchäologe plünderte noch vor zwanzig Jahren die Stätte, wird gedeckt von korrupten Politiken und Beamten. Auch diese Stücke sind der Forschung entzogen, da er verhinderte, dass die Artefakte erfasst werden. Einen untergeordneten Archäologen, der diese dokumentieren wollte, entließ er einfach.
    Zurück zur Geschichte: Calakmul war ein bedeutender Rivale der Stadt Tikal - die wir später auch noch besuchen und spielte eine zentrale Rolle im politischen Gefüge der Maya-Welt. Es war Teil eines größeren Netzwerks von Maya-Städten und hatte Einfluss auf weite Teile der Region.
    Der Nationalpark Calakmul Biosphäre-Reservat, in dem die Ruinen liegen umfasst rund 7200 Quadratkilometer, ist einer der größten Mexikos. Die Umgebung des Parks ist reich an Flora und Fauna, einschließlich seltener Tierarten wie Jaguare, Tapire und verschiedene Primaten. Der Park ist auch Unesco-Weltkulturerbe. Hier sollen inzwischen um die 1000 Jaguare leben.
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  • Die Höhle der Fledermäuse

    26. januar, Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Abends ging es zur Flederhaushöhle von Calakmul, ein faszinierendes Naturschauspiel. Die Höhle ist bekannt für die enorme Anzahl an Fledermäusen – man schätzt etwa drei bis vier Millionen Tiere, die dort leben und die Höhle all abendlich in großen Schwärmen verlassen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Das kann man in der Dämmerung gut beobachten. Nur Fotografieren ist ob der Dämmerung und der Geschwindigkeit kaum möglich. Blitzlicht und Lampen sind richtigerweise inzwischen verboten, um die Tiere nicht zu stören.
    Eine einzige Fledermaus vertilgt in der Nacht zwischen 1000 und 4000 Insekten, meist Stechmücken. Die benötigen sie ob der vielen Energie, die sie beim Fliegen verbrauchen. So fressen sie um die 15 Prozent ihres Körpergewichtes pro Nacht an Insekten. Nun rechne man das mal hoch. Drei Millionen Fledermäuse mal die Zahl der Insekten. Das sind Nacht für Nacht um die zwei Tonnen Insekten, etwa sechs Milliarden Insekten. Wobei es bei den acht hier lebenden Arten auch reine Pflanzenfresser gibt und auch blutsaugende Fledermäuse.
    Von den Millionen Fledermäusen hört man kaum etwas, außer dem Schwirren der Flügel. Dafür aber von größeren Vögeln auf den Bäumen, für die so eine kleine Fledermaus ein schöner Appetithappen ist.
    Die Fledermäuse spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie die Zahl der Insekten kontrollieren und zur Bestäubung von Pflanzen beitragen. Die Fledermäushöhle von Calakmul ist daher nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein bedeutender ökologischer Standort.
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  • Ichkabal – Geschichte neu geschrieben

    26. januar, Belize ⋅ ☁️ 24 °C

    Ichkabal befindet sich ebenfalls in der Region Campeche, ist jedoch wenig bekannt und erst sei kurzem überhaupt für Besucher zugänglich. Genauer gesagt seit einer Woche. Entdeckt hat man sie erst um 2009, seitdem forschen die Archäologen. Und die Ruinen könnten die Geschichte der Maya verändern. Die Stätte liegt im dichten Dschungel, was den Zugang etwas schwieriger macht auch wenn inzwischen eine neue Straße fast fertig ist und auch ein Besucherzentrum.
    Die Archäologen begannen 2009 mit der Erforschung der archäologischen Zone und konzentrierten sich dabei auf die Erkundung und Ausgrabung von vier wichtigen Hügeln, die die so genannten Gebäude 1, 4, 5 umfassen sowie eine Gruppe von Gebäuden, die 5 Brüder genannt werden.
    Da dieses Gebiet völlig unberührt und von der modernen Zivilisation isoliert ist, waren die Ruinen kaum von den natürlichen Formationen zu unterscheiden, obwohl man die größeren Gebäude identifizieren konnte. Kleinere blieben komplett unter der Vegetation verborgen.
    Die zeitliche Geschichte von Ichkabal ist noch nicht umfassend dokumentiert. Man weiß aber, dass es sich um eine der älteren Maya-Stätten handelt und sie sogar älter als Chichen Itza und Uxmal ist, die beide der klassischen und postklassischen Periode (1000 v. Chr. bis 320 n. Chr.) angehören. Die Hochphase der Stadt dürfte um 250 v. Chr. bis 900 n. Chr. liegen.
    Aus diesem Grund gilt sie heute als eine der bedeutendste Maya-Städte der Halbinsel Yucatan, könnte das wichtigste politische Zentrum der vorspanischen Zivilisation gewesen sein, und der Ort sein, an dem die Linie der göttlichen Herren von Kanal, die als die wichtigsten dieser Kultur bekannt sind, ihren Ursprung hat.
    Diese Stadt weist architektonische Strukturen auf, die man in bisher erforschten Maya-Ruinen noch nie entdeckt hatte. Eines der Gebäude ist mehr als 40 Meter hoch und misst an der Pyramidenbasis 200 Meter. Das ist das Vierfache der Grundfläche der Hauptpyramide von Kukulcan in Chitzen Itza, einem der Weltwunder der Neuzeit.
    Zwischen mehreren Gebäuden befindet sich ein offener Platz mit einem Areal von etwa sechs Hektar und 300 Metern Länge, mithin erheblich größer als alle bisherigen zentralen Plazas. Zudem verfügt die Stadt über eine künstliche Wasserstelle mit den Maßen 80 mal 60 m in einer fast perfekten Rechteckform. Steine am Ufer verhinderten die Erosion, so ist sie seit den Maya-Zeiten in ihrer Gesamtheit erhalten geblieben. Nach Ansicht der Archäologen könnten hier noch unbekannte landwirtschaftliche Methoden angewandt worden sein.
    Und das alles hat man erst vor etwas mehr als einem Jahrzehnt entdeckt. Besser gesagt, wieder entdeckt. Denn aus den 1930er-Jahren gibt es Aufzeichnungen des Archäologen César Lizardi Ramos, die auf die Stätte hindeuten. Letztendlich war es eine Zufallsentdeckung. Denn mit Hilfe des von Lizardi Ramos hinterlassenen Registers entdeckte ein Spezialist des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte Mexikos, Javier López Camacho, die Monumente von Ichkabal, als er auf der Suche nach einem anderen, viel kleineren archäologischen Gebiet war, das von Lizardi Ramos Las Higueras getauft wurde. Es handelte sich also um eine zufällige Entdeckung, die zu neuen Hypothesen über die Maya-Zivilisation führten könnte.
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  • Belize, auf Kanu-Tour in der Maya-Höhle

    26. januar, Belize ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir verlassen Mexiko und reisen in Belize ein. Lief recht problemlos, waren am frühen Morgen nach einer halben Stunde Fahrt nahezu die einzigen am Grenzübergang. Unser bisheriger Fahrer Franzsico verlässt uns jetzt, hinter der Grenze wartet ein neues Fahrzeug mit Fahrer. Jens unser Guide bleibt natürlich bei uns, bis zum Ende der Reise. Auch wenn er hier in Belize nicht mehr offiziell als Guide agieren darf.
    Drei Stunden hinter der Grenze erreichen wir unser erstes Ziel, die Maya Höhle am Barton Creek. Oder besser gesagt einen breiteren Fluss, der zu viel an Wasser führt, um ihn mit dem Auto durchqueren zu können. Also zu Fuß durch den Fluss waten, was nicht ganz ohne ist. Elke bleibt beim Fahrer zurück, wäre für sie nicht zu schaffen gewesen. Dann heißt es noch rund zweieinhalb Kilometer einfach zu Fuß bis zur eigentlichen Höhle. Auch das müssen wir später wieder zurück bei tropischen Temperaturen und entsprechender Luftfeuchtigkeit.
    Dennoch es lohnt. Findet sich hier doch eine faszinierende archäologische Stätte, die tief in die Maya-Geschichte eintaucht und Besuchern einen einzigartigen Einblick in die unterirdische Welt der Maya bietet. Rein in die etwa sechs Kilometer lange Höhle kommen wir mit dem Kanu, einen Kilometer weit geht es letztendlich mit einem Führer hinein. Weiter haben die Mayas die auch damals wasserführende Höhle nicht genutzt. Eine kleinere Plattform in recht großer Höhe wurde von den alten Maya als zeremonieller Ort genutzt. Archäologische Funde, darunter Keramiken, Werkzeuge und menschliche Überreste, deuten darauf hin, dass die Höhle für rituelle Opferungen und Zeremonien von großer Bedeutung war. Die Maya betrachteten Höhlen oft als Eingänge zur Unterwelt und als Orte von großer spiritueller Bedeutung. Die Rituale könnten dabei geholfen haben, mit übernatürlichen Kräften in Kontakt zu treten oder spirituelle Reinigung zu erlangen.
    Zu sehen gibt es vom Kanu aus ein paar Keramiktöpfe und auch einen Totenschädel.
    Aber schon die Fahrt durch die enge mit Stalaktiten und Stalagmiten geschmückte Höhle sind die Strapazen wert. Zurück am Auto geht es eine schwierige Piste etwa sechs Kilometer wieder zurück auf die geteerte Straße, bald erreichen wir dann Marias Guesthouse in San Ignazio.
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