Greece
Chania

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72 travelers at this place:

  • Day3

    Crete Day 4

    May 13, 2016 in Greece ⋅ ⛅ 68 °F

    Ben arrives today. Will pick him up from the airport this evening. After a lazy morning with breakfast in town we headed off to Rethymon which is on the way to the airport - the old town is picturesque with a Venetian feel. On the way back from the airport we stopped for a meal. Chatted till 2.00 am.Read more

  • Day22

    Souda

    May 5, 2018 in Greece ⋅ 🌬 21 °C

    We docked at Souda on the island of Crete. Located pretty much in the middle of Asia, Europe and Africa, Crete became a very important island that the forces from all sides wanted to have control of. During the 2nd World War, Crete was the site of a battle involving mainly British, New Zealand and Australian allied forces who were attacked by German airborne forces (paratroopers). Many lives were lost - we visited a well maintained war cemetery with around 100 Australian soldiers and around 400 New Zealand soldiers ( the largest section being British)

    Our tour then took us to an old monastery / Greek Orthodox church, once again in a well maintained setting. The church was very ornate featuring a lot of gold. From there we went to a monument of someone or others tomb, but this was mainly for the view over Chania (pronounced with a silent c), a pretty village on the harbour, often referred to the Venice of Crete.

    We spent some free time in Chania which was nice along the harbourfront but the ever present shops contain pretty much the same assortment of souvenirs - just a different name on the front of their fridge magnets / t-shirts / mugs etc. Anyway, it was quite an interesting day trip to Crete and I learnt some history about a place I really did not know anything about before.
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  • Day12

    Kreta, Chania

    October 3, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 22 °C

    Zozo een hele tocht om hier te geraken. We waren om half 1 vannacht in het hotel. Ik slaap de komende dagen terug met Ad. Toch een fijne man, doet me wat denken aan grootpapa. Hoop dat ik op die leeftijd het ook allemaal nog kan verwezenlijken! Deze morgend met de groep besloten om de hop on, hop off bus te nemen doorheen de stad. Vreemd genoeg blijven de Nederlanders zitten en rijden gewoon een toertje... Ik stap af op een hoog punt waar je een mooi zicht krijgt over de stad. Er zat zoals vaak weer een triestig kittentje. Ik kan ze helaas niet allemaal opvangen. Daarna stap ik af bij een oorlogskerkhof van de 2de wereldoorlog. Altijd mooi en indrukwekkend maar ook vooral triest. Make love, not war! Wou ik nog een stop doen, slaan ze die halte gewoon over. Dan maar gewandeld tot aan het strand en het haventje waar ik lekker geluncht (al 15u) heb. Linguini met zalm! 😋 Slechts 10€ en een havana cola 6€. Blijft leuk! Tegen valavond zet ik me nog even op men terras met een blaadje en leg me even op bed. In slaap gedommelt en nu te moe/lui om nog buiten te gaan. Mss beter zo want morgen vroeg om 6 uur!!! Al vertrekken Lynn, Jeroen en ik richting de samaria kloof. 17 km afzien, ik ben benieuwd. Slaap lekker.Read more

  • Day9

    Immer an der Küste entlang!

    October 3, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Beide hatten wir mehr als merkwürdige Träume und ich werde sie hier nicht niederschreiben. Bis auf die nervigen Nachbarn, welche trotz geöffneter Balkontür ihre Klimaanlage an hatten, war es eigentlich ganz okay in der Nacht. Scheinbar hatten unsere nervigen Nachbarn noch zusätzlich Spaß daran, ihre Klimaanlage öfters mal Ein und wieder Aus zuschalten. An für sich kein Problem, von der Energieverschwendung ganz ab gesehen. Allerdings befand sich deren Klimagerät so gut wie auf unserem Balkon und das NERVTE voll. Aber wir haben eine Geheimwaffe - Ohrstöpsel!

    Wir erwachten und meditierten wie immer zur selben Zeit, packten dann unsere Sachen und gingen gepackt zum Frühstück. Zum Glück konnten wir am selben Tisch wie am Abend zuvor sitzen und wunderten uns, warum dieser schöne Platz von den bereits anwesenden Gästen nicht besetzt war. Egal. Wir haben ihn belegt. Wir bestellten Toast, Tomaten mit Oliven und Kaffee. Die Bedienung ist scheinbar die Tochter von dem Besitzer, der dann auch noch erschien und zu dieser Männerrunde an dem Tisch in der Ecke ging. Sie rief ihn mit "Papa" und das war das wohl klar. Die Männer unterhielten sich angeregt und tranken Kaffee und rauchten. Wahrscheinlich sprachen sie über die anwesenden Gäste und deren Eigenarten - Hehe.

    Unser Frühstück kam und wir aßen mit Appetit. Denn heute haben wir eine sehr lange Etappe vor uns. Was wir noch nicht wussten, zwar ist sie mit knapp 7 Stunden sehr lang, aber sie war auch sehr beschwerlich. Nach dem Frühstück gaben wir der Tochter unseren Zimmerschlüssel, bedankten uns per Handschlag und verabschiedeten uns. Dann zogen wir los in Richtung Kloster.

    Kurz vor dem Kloster bogen wir links ab und folgten zunächst einer kleinen Teerstraße. Mit der Zeit wurde Chrisoskalitissas immer kleiner und der Weg ging in einem Schotterstraße über. An einem Durchgang mit alten Drahtzaun, wachte ein scheinbar lieber Hund. Denn er ging beiseite, hatte uns aber im Auge. Olaf und ich waren so in Gespräch vertieft, dass wir einfach der breiten Schotterpiste folgten und irgendwann an einem kleinen Hafen mit einem Boot ankamen. Da wussten wir, dass wir nicht richtig waren. In der Tat haben wir die Abbiegung verpasst und als wir zu dieser Stelle zurück kamen war uns auch klar warum. Es war nicht als Weg erkennbar gewesen. Die ganze Umgebung war derart trocken, staubig und steinig, dass ein Weg kaum erkennbar war. Zum Glück hatten wir Komoot und so waren wir schnell wieder auf der richtigen Route.

    Wir kamen an einem kleine Häuschen mit Ziegen vorbei und waren dann komplett in einer Landschaft, welche ich als Stoppel- und Heidelandschaft bezeichnen würde. Nur als Trampelpfad erkennbar, so zeigte sich uns der Weg. Später war auch dieser Trampelpfad nicht mehr zu erkennen und wir hatten dann nur noch die Markierung von zwei roten Streifen an Felsen und natürlich Komoot zur Orientierung. So staksten wir dann durch diese trockene Landschaft. Das "Heidekraut" war trocken und dornig. Wir hatten kurze Hosen an und natürlich Socken. Unsere Beine würden leicht zerkratzt, als wir durch dieses Gestrüpp gehen mussten. Zusätzlich kamen noch teilweise recht große Steine, über die wir klettern mussten. Schnell kamen wir ins schwitzen, aber auch staunen. Denn die Landschaft war einmalig schön. Diese Weite und das Meer im Background waren phantastisch. Die Luft herrlich sauber und duftend.

    Immer weiter kamen wir dem Meer näher und dann entfernten wir uns. Es dauerte ca. 1 Stunde, bis wir uns dann vom Meer entfernten und bergauf krakseln mussten. Wir dachten schon das wäre schlimm, aber nein. Denn der Abgrund welcher sich vor uns auftat, war für uns ungeübte Städter ein riesen Schlund, der uns verschlucken wollte. An verschiedenen Stellen suchten wir nach einer günstigen Abstiegsmöglichkeit und fanden diese dann auch. Langsam und wegen dem Geröll vorsichtig, tasteten wir uns nach unten. Endlich angekommen waren wir mächtig stolz auf uns.

    Dann gingen wir eigentlich nur noch am Strand entlang. Anfänglich aus Kies, später aus Sand. So erreichten wir "Elafonisi". Ein Badeparadies per exelance. Das Meer türkis leuchtend, sanfte Wellen. Nur leider sehr viel Menschenfleisch und Sonnenschirme. Wir hatten keine Freude daran und verließen diesen Ort. Allerdings blickten wir doch ein wenig reumütig und auch traurig zurück. Denn irgendwie war es doch schön hier.

    An diesem Strand fanden wir dann wieder die offizielle Markierung von "E4" und diesmal war diese wirklich gut. Es ist schwer zu beschreiben, welche Eindrücke uns unterwegs überkamen. Denn dieser Küstenabschnitt war so unbeschreiblich schön. Der Weg sehr abwechslungsreich. Mal über Steine (große Steine), mal durch Sand und durch ein Dünengebiet mit herrlichen Badestellen. Dann wieder Kies, dann Trampelpfad und später guter Wanderweg. Dann bergauf und fast kletternd durch und an einer Schlucht vorbei. Die Strände welche sich uns unterwegs boten, waren ein Traum. Für jeden war etwas dabei. Wer Sonne mochte hatte genug Platz. Wer Schatten suchte, konnte sich hinter einem grossen Stein oder unter einen alten knorrigen Baum legen - ebenso bei Wind. Es waren kaum Menschen da. Nur hin und wieder ein oder zwei. Manche schienen hier auch zu Zelten. Das war bestimmt nicht legal, denn es handelt sich um ein Naturschutzgebiet. Ich hörte Olaf immer nur sagen "Ach ist das schön hier, ach ist das schön hier". Und das sagt er nur, wenn er absolut begeistert ist. Diese wildschöne naturbelassene Romantik hatte auch ihren Preis. Und das war die Beschwehrlichkeit des Weges. Schnell waren wir erschöpft und mussten eine kleine Pause machen. Aber wir standen auch unter Zeitdruck, denn 17:30 Uhr sollten wir am Ziel sein.

    So gingen wir dann doch sportlich diesen Weg und es gab Stellen, an denen hätte ich wegen der Höhe früher sicherlich Schwierigkeiten gehabt. Aber es ging mit einem leichten Kribbeln in der Magengrube vorüber und wir erreichten eine kleine Kapelle über dem Meer. Dort scheidet sich der Weg E4 von einem Schotterweg. Da wir wussten, dass der E4 später wieder auf diesen Schotterweg stößt, blieben wir auf diesen. Nach der "Wiedervereinigung" der Wege, gingen wir auf dem E4 weiter und erreichten den Strand "Krisos". Ein Kieselstrand mit wunderschönen flachen Kieselsteinen. Das hat mich schwer beeindruckt. Wir folgten der Küstenstraße und kamen durch ein riesiges Gebiet aus Gewächshäusern. Innen wurden Tomaten angepflanzt. Aber es war weithin kein schöner Anblick. Sie war riesig. Kurz hinter der Anlage sahen wir einen kleinen Supermarkt und da wir völlig erschöpft waren, kauften wir uns Bier und Knabberstangen. Auf einer Steinbank an der Straße machten wir eine ängere Pause und die war auch nötig. Denn beim Aufstehen und Weitergehen merkten wir, wie erschöpft wir eigentlich waren. Von nun an mussten wir jedoch noch 90 Minuten bis zum Ziel durchhalten. Das schaffen wir.

    Leider führte der E4 auf dieser Etappe immer an der Straße entlang. Das war weniger schön, aber sehr effizient was schnelles Vorwärtskommen angeht. Trotz allem gab es immer wieder schöne Ausblicke auf das rechts von der Straße befindliche Meer.

    In "Paleiochora" angekommen, suchten wir sogleich unser Hotel auf. Es war das Hotel "Glaros" und waren über dessen Ausstattung für den günstigen Preis sehr angenehm überrascht. Es gab sogar Raki, den typischen Kreta-Schnaps auf dem Zimmer. Wir duschten und tankten danach mit einer ausgiebigen Pause neue Energie.

    Am Abend gingen wir in die Stadt. Zuerst hatte ich ein vegetarisches Restaurant mit Veganer Option ausfindig gemacht. Das schauten wir uns an und natürlich vor Ort dann auch die Menükarte. Überzeugt hat es uns nicht wirklich. Aber wir kamen auf dem Weg zu dem vegetarischen Restaurant an einem Pita-Grill vorbei. Gerne erinnerten wir uns an die Zeit, als wir noch Pita-Gyros gegessen haben. Wir gingen in den Laden und fragten nach "Pita ohne Meat". Selbstverständlich sei das möglich gab man uns zu verstehen und präsentierte die Menükarte. Dort gab es immerhin 5 Varianten von Pita ohne Fleisch. Jeder von uns wählte seine Variante und Bier dazu. Nach einer kurzen Wartezeit bekamen wir unser "heißes Päckchen" und wir verschwanden nach dem Bezahlen und einem breiten hungrig-gierigen grinsen das Lokal. Im Dunkel suchten wir einen netten Platz auf einer Mauer am Strand, wo niemand unser "mhh... ahh... ist das lecker" hören konnte. Nach der Mahlzeit noch eben zum Supermarkt, Wasser und Retsina für den Balkon gekauft und zurück zum Hotel. Olaf kaufte sich unterwegs dann noch Surferschuhe als Ersatz für seine ausgedienten Badeschlappen.
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  • Day14

    Schädelstrasse zur Schlucht

    October 8, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 20 °C

    Herrliche Nacht. Dieses beruhigende Meeresrauschen. Kein fremder oder unangenehmer Laut war in der Nacht zu hören. Ich habe gut geschlafen und gerne bin ich zwischendurch aufgewacht, um wieder einschlafen zu können. Die Geräuschkulisse war hervorragend. Wenn man morgens so langsam erwacht, ist der Blick im Liegen aus dem Fenster das Meer mit den Bergen gewesen. Unten war dann bereits Coco zu hören.

    Nach dem Erwachen standen wir auf, packten unsere Rucksäcke und gingen mit diesen dann zum Frühstück. Vorher verabschiedeten wir uns von dem Zimmer mit einem leicht wehmütigen Blick. Aber Coco an der Treppe, brachte uns wieder frischen Wind in die Gedanken. Wir hatten genug Zeit, denn das Boot
    nach "Chora Sfakion" fuhr erst gegen 10:30 Uhr. So konnten wir uns mit dem Frühstück viel Zeit lassen und die Atmosphäre genießen. Ich beobachtete so zum Beispiel die vielen Wanderer, welche den extrem beschwerlichen Weg im zick-zack am Berg hoch stiegen. Von unserer Position sah es fast so aus, als wenn es dort überhaupt keinen Weg gäbe. Außerdem kribbelte es bei dem Anblick in meinem Bauch bei der Vorstellung hinsichtlich der Höhe. Zwar habe ich großes Interesse, auch dort hoch zu gehen, aber meine Höhenangst hat mir schon oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir beide kennen uns mittlerweile sehr gut und ich habe ihr gesagt, dass sie nicht gewinnen wird. Trotzdem ist sie da, wie ein Schatten mit hämischen Grinsen und beobachtet meine Scheitern, wenn es nur 5m über den Boden geht.

    Auch die schönste Zeit geht Mal vorbei und wir erinnerten uns an die letzten zwei schönen Tage hier in Loutro und was wir doch für ein Glück hatten, dass etwas mit der Buchung im Vorort nicht geklappt hatte. Die Tickets für die Überfahrt nach Chora Sfakion, kauften wir in unserem Hotel, als wir die Schlüssel abgaben. Dann verabschiedeten wir uns beim Vorbeigehen von Coco und gingen zu dem sehr kleinen Hafen. Erneut zwei Reedereien. Scheinbar eine staatliche "Anendyk" und die private "Nen Kritis". Wir hatten die private Reederei und es war ein Boot, auf welches nur Personen konnten. Es kam pünktlich und wir standen draußen mit dem Blick zur Küste. Auch so wollten und haben wir uns dann noch einmal von Loutro verabschiedet.

    Die Überfahrt dauerte ca 20 Minuten und war wunderschön. Dem Spiel vom blauen Meer und der vom Boot hervorgerufenen weißen Gischt war wunderbar. Auch könnten wir sehr gut den Weg erkennen, als wir am Tag zuvor zum Strand "Sweet Water Beach" gegangen sind. Aber auch wie der Weg dann nach Chora Sfakion weiter gegangen wäre, wenn wir weiter gelaufen wären. Eher unspektakulär.

    Im Hafen von Chora Sfakion angekommen, gingen wir an der Hafenbucht entlang in den kleinen und zu dieser Zeit ruhigen Ort. Die Nachsaison ist immer mehr und mehr zu spüren und eigentlich eine sehr angenehme Zeit in Urlaub zu machen. Auch hier bot sich uns ein ähnliches Bild, wie in den Küstenorten zuvor auch. Tavernen links und rechts und zwischendrin ein paar Shops und Minimärkte. Wir gingen gleich zum Hotel und wussten bereits, das wir für den Check-in zu früh waren. Und tatsächlich, wir waren zu früh. Denn das Zimmer wäre erst in ca. 40 Minuten bereit. Immerhin, denn dann war es ja schon 12:30 Uhr. Da wir darum noch ein wenig Zeit hatten, stellten wir unsere Rucksäcke ab, nahmen Wasser und unsere Strandbeutel und gingen zu einer kleinen heiligen Höhle. Sie war dem heiligen Antonius gewidmet. Um sie zu erreichen, musste wir erst durch den Ort und 140 Stufen nach oben. Diese kleinen Kapellen sind in der Regel eher schmucklos, aber die Aussicht immer super. Dann gingen wir auf der anderen Seite vom Ort zu unserem Hotel zurück und entdeckten unterwegs in einer Bäckerei Spinatteilchen und natürlich nahmen wir für jeden von uns eines davon mit. Zurück zum Hotel und eingecheckt. Dann in die Strandbeutel ein paar Müsliriegel, Sonnencreme und Sonnenbrillen, dann ging es auf dem Weg zur Imbros-Schlucht. Diese 8km lange Schlucht wollten wir nicht komplett durchwandern, sondern nur bis zur Hälfte und das war die engste Stelle der Schlucht. Die Felswände waren dort nur 1,60m voneinander entfernt.
    Die Strecke hatte Olaf zu Hause am PC mit Komoot geplant und natürlich kann es vorkommen, dass vor Ort der Weg nicht passierbar ist. An diesem Tag sollte uns das gleich zweimal passieren. Wir folgten der Route aus dem Ort hinaus durch Seitengassen, so dass wir kaum auf der Hauptstraße entlanggehen mussten. Unterwegs vielen uns die unzähligen Kapellen in Chora Sfakion auf und wir kamen auf insgesamt 7 Kapellen. Oberhalb und damit am Rande des Ortes, stand eine große und schöne Kapelle. Daneben sollte der Weg verlaufen. Er war am Schotter etwas schwer zu erkennen, aber vorhanden. Also folgten wir in und es ging leicht in ein Tal. Unten angekommen, versperrte uns jedoch ein typischer rostiger Maschendrahtzaun den Weg. Die Richtung stimmte und der Weg verlief dahinter auch weiter, aber es war kein passierbares Tor oder ähnliches zu erkennen. So blieb uns nichts weiter übrig, als den Bereich zu umwandern. Immer wieder glaubten wir einen Pfad zu erkennen, aber wahrscheinlich war der nur von Tieren hervorgerufen. Trotzdem umrundeten wir die Stelle und kamen wieder auf die geplante Route mit der Schotterpiste. Die Sonne gab uns unterdessen zu verstehen, wer heute hier das Sagen hat. Es gab keine schattenspendenden Bäume oder Wolken. Über den nahen Bergen bildeten sich zwar dunkle Wolken-Gruppen, aber wir waren in der Sonne.

    Dann erreichten wir ein kleine Schlucht und zunächst war wieder einmal nicht erkennbar, wo der Weg verläuft. Zuerst gingen wir am Rand der Schlucht entlang, um nach einer passenden Stelle zum absteigen zu finden. Dann jedoch, gingen wir einfach am Rand weiter und siehe da, der Weg führte dann weiter nach unten durch das Tal, um so dann auf der anderen Seite wieder nach oben zu steigen. Es war natürlich kein asphaltierter Weg und Treppen waren auch nicht vorhanden. Eher waren es Geröll und Geröll. Man musste also aufpassen und das sehr genau, wo man hintrat. Unterwegs fanden wir am Wegesrand auffällig oft skelettierte Schafs- oder Ziegenschädel 💀☠️ war schon etwas gruselig.
    Oben kam wir dann auf einer Teerstrasse an und diese gingen wir dann durch bis nach "Komitades". Dem Ort vor der Imbros-Schlucht und es scheint so, als wenn diese Schlucht die Finanzquelle des Ortes ist. Tavernen, rooms-to-rent und wieder Tavernen. Bunte Schilder und bunte Tavernen versuchten Gäste anzuziehen. Zweimal wurden wir beim Vorbeigehen gegrüßt und wir sollten doch ein kaltes Getränk bei ihnen nehmen. Diese Aufdringlichkeit haben wir in den letzen Tagen nicht erlebt und waren etwas abgestoßen davon.

    Wir erreichten den unteren Eingang zur Imbros-Schlucht und so wie bei der Samaria-Schlucht auch, mussten wir hier Eintritt bezahlen (2,50€ pp). Und es passierte mir wieder. Ich bestellte in Spanisch und faste mir beim Erkennen meines Fehlers an den Kopf. Der Ticketverkäufer musste lächeln. Schön für ihn. OK. Dann eben auf Englisch und wir waren drin.

    Ich war das letzte Mal vor 21 Jahren hier und bis auf die engste Stelle, kann ich mich an nichts mehr hier erinnern. Olaf hingegen war noch nie in der Imbros-Schlucht. Es ging auf gerölligen Geröll daher. Die Imbros-Schlucht wird auch als die "kleine Schwester der Samaria-Schlucht" genannt, ist aber längst nicht so schön und so gut begehbar. Es gibt trotzdem wundervolle Ausblicke und steile Felswände. Es gibt sogar einen echten Felsbogen zu sehen und einen Unterstand aus Holz, wo Menschen sich mit irgendetwas (meist Fotos) verewigen lassen können. Auch hier waren wieder skelettierte Ziegenschädel zu finden, dieses Mal aber mit Absicht als Deko an den Wänden aufgehängt. Wir gingen dann bis zu der engsten Stelle und machten ein paar Fotos. Danach legten wir eine Pause ein und aßen jeder einen Müsliriegel. Danach ging es wieder zurück und auch unterwegs gab es wieder schöne Ausblicke.

    Den Ort durchquerten wir schnell und schon vorher haben wir abgesprochen, dass wir an der Straße zurück laufen werden und nicht mehr auf dem "Schädelweg". Unterwegs wollten wir uns dann doch noch eine kleine Höhlenkapelle direkt an der Küste ansehen. Dazu verließen wir sie Straße und kamen natürlich wieder auf einen Schotterweg. Aber die Höhlenkapelle fanden wir dafür gleich. Sehr schön an der Küste gelegen. Dann gingen wir an der Küste entlang und bekamen Lust zum Baden. An einem Kiesstrand entledigten wir uns unserer Sachen in gingen in das glasklare blaue Wasser uns erfrischen. Es war ein herrlicher Moment, denn die Abendsonne war bereits da und schien uns beglücken zu wollen.

    Aber wir müssten auch wieder zurück, denn so langsam bekamen wir Hunger. Auf meiner Navi-App war ein Weg zur Straße zurück zu erkennen. Also gingen wir den Weg nach oben um dann ca. 100m vor der Straße erkennen zu müssen, dass der Weg durch einen Zaun versperrt war. Wieder einmal mussten wir den Bereich umqueren. Aber wir kletterten an einer passenden Stelle durch den Zaun und sogleich begrüßte und ein kleiner heller Hund mit wachem Gebell. Er begleitete uns hinterher bellend die ganze Zeit, bis wir erneut durch diesmal eine offizielle Stelle den Zaun verlassen konnte. Ein nochmaliges kurzes "Wuff" und er war weg. Jetzt dachte er wohl, dass er uns vertrieben hat und hatte somit sein wohlverdientes Erfolgserlebnis 😊.

    Wieder auf der Straße zurück, gingen wir direkt nach Chora Sfakion und die beginnende Abendsonne tauchte die Umgebung in ein herrliches goldenes Licht. Wir erreichten den Ort und das Hotel und gingen zunächst kurz ins Zimmer. Ich holte für mein Smartphone die Powerbank und wir gingen zum Abendessen zur Taverne. Es war wieder einmal sehr gut. Heute gab es griechischen Salat, Backofen-Kartoffeln und für Olaf mit Reis und Minze gefüllte Tomaten und ich dicke weiße Bohnen. WOW. Lecker. Danach bezahlten wir gleich das Zimmer und kauften noch etwas Wasser und Wein, um dann den Abend auf dem Balkon ausklingen zu lassen.
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  • Day11

    Fähre und DIE Schlucht

    October 5, 2018 in Greece ⋅ 🌙 19 °C

    Die reizenden betrunkenen Damen in unserer Straße am Hotel, waren ziemlich gut drauf und kicherten in den schrillsten Tönen bis ca.01:00 Uhr. Erst dann trat Ruhe ein und trotzdem war an schlafen wenig zu denken. Denn die Hitze in der Nacht, hielt uns genauso davon ab, wie die Damen. Fast könnte man meinen, die Hitze kichere ebenso und das mit Absicht. Irgendwann schläft jeder einmal ein und wir auch.

    Gegen 06:00 Uhr standen wir schon auf, denn heute fahren wir mit der Fähre von Sougia nach Agia Roumeli und die Fähre fährt um 07:40 Uhr ab. Die Rucksäcke hatten wir größtenteils schon am Vorabend gepackt. In der Hoffnung, etwas länger und besser schlafen zu können. Aber na ja - kicher.

    Die Bäckerei nebenan hatte schon geöffnet und wir holten uns dort jeweils einen Kaffee und die leckeren Spinat-Kringel. Damit gingen wir zum Hafen, weil wir dort zum Sonnenaufgang frühstücken wollten. Es waren bereits zwei andere vor Ort, aber das machte nichts. Wir setzten uns dort auf die Steine tranken unseren Kaffee und aßen die Spinatteile. Dabei schauten wir zu, wie sich langsam die Sonne hinter den Bergen nach oben schob. Das war ein schöner und stiller Moment.

    Die Ticketverkäuferin war da und ich kaufte uns zwei Tickets nach Agia Roumeli und zwar one way. Zweimal fragte die Verkäuferin nach, ob es denn so richtig sei. Erst als ich ihr erklärte was wir vor hatten, nickte sie verständlich mit einem lauten "ah" und gab mir die Tickets. Am Hafen füllte es sich langsam. Ein PKW mit Ladefläche rollte herbei. Auf seiner Ladefläche befand sich ein hoher Turm fest zusammen geschnürte Säcke mit Heu. Dieses Ensemble war das Hauptmotiv der anwesenden Hobbyfotografen. Die Fähre fuhr verspätet in den Hafen ein. Wie ein Monster, öffnete es bei der Einfahrt sein Maul. Durch das Maul stiegen wir zu, unsere Tickets wurden entwertet und wir gingen gleich auf das Oberdeck. Wir positionierten uns in Fahrtrichtung vorn und genossen das langsame Ablegen der Fähre, das leichte Schaukeln und die vorüberziehende Küste. Es waren schöne Aussichten und wir versuchten, an der Steilküste den Verlauf des E4 zu erkennen. Manchmal sahen wir ihn, aber meistens bleiben er verschwunden. Der Verlauf des Weges muss schon spektakulär aber auch sehr anstrengend sein.

    Dann liefen wir in den Hafen von Agia Roumeli ein. Zunächst war ich erschrocken, wie klein das Örtchen war. Bestand es aus 10 oder 11 Häusern. Der feine Unterschied macht das ganze aus. Bei der Ankunft stiegen einige aus. Die meisten schienen die Samaria-Schlucht von der Küste aus nach oben gehen zu wollen. Nach 5 Minuten nach dem Ablegen der Fähre, war alles wieder in diesen kleinen Örtchen ruhig. Eine Stille, die irgendwie unwirklich daher kam.

    Wir orientierten uns kurz, was ca. 5 Sekunden bei der Größe des Ortes bedeutete und gingen zum unserem Hotel. Es hieß "Agia Roumeli" - lol. Man gab uns sehr freundlich zu verstehen, dass es gerade kurz nach 09:00 Uhr ist und das Zimmer noch nicht frei ist. Aber so in einer Stunde könnten wir auf unser Zimmer. Das klang super. Normalerweise kam man erst gegen 14:00 Uhr in sein gebuchtes Zimmer. Auf der Meer Terrasse des Hotels tranken wir frisch gepressten Orangensaft und Kaffee, dazu aßen wir ein weiteres Backteilchen von der Bäckerei aus Sougia. Dann gingen wir zum Hotel, stellten unsere Rucksäcke ab und machten einen kurzen Spaziergang zum 300m weit entfernten zweiten, aber kleineren Hafen unterhalb der Steilküste. Plötzlich ertönte über uns ein Poltern und dicht neben uns uns schlugen mehrere größere Steinbrocken zu Boden... Steinschlag!!! Wir sind sehr erschrocken und es hätte böse ausgehen können 😮 aber Glück und/oder Schutzengel gehabt ☺️ Das Wasser am kleinen Hafen war glasklar und schimmerte herrlich blau. Sogleich bekam man Lust, einen Sprung hinein zu machen. Aber wir gingen zurück zum Hotel und nun war auch unser Zimmer aufbereitet. Wir stellten unsere Rucksäcke ab und packten Wasser, Nüsse und Müsliriegel in unsere Stoffrucksäcke und zogen los in Richtung Samaria-Schlucht.

    Es war ruhig und es wurde warm. Mir eigentlich schon zu warm. Der Geruch von diversen Kräutern und Blüten zog in unsere Nase. Wir näherten uns dem Eingang zur Schlucht. An einen Ticketschalter bezahlten wir pro Person 5 Euro. Das Geld sollte der Infotafel nach, für den Erhalt der Natur innerhalb des Naturreservat der Samaria-Schlucht verwendet werden. *hust. Wer das wohl glaubt?

    Wir gingen die Schlucht nach oben und das Bachbett war leicht mit kristallklarem Wasser gefüllt. Mehrmals mussten wir den Verlauf des kleinen Baches über Steine überqueren. Hin und wieder Menschenfleisch in unterschiedlichen Farben. Aber die Natur war echt der Hammer. Diese Akustik, diese Gerüche und diese wunderschön anzusehenden Felsformationen. Einfach nur herrlich.

    Die meisten Menschen, denen wir begegneten, waren für solch eine doch recht schwerliche Wanderung gut bekleidet. Immerhin gehört diese ca. 17 km lange Schlucht mit zu den längsten in Europa. Aber es gab auch die und ich will es nicht am Geschlecht festmachen, mit goldenen Trittchen wie ein Tuschkasten angemalt und eine Parfümwolke hintersich her ziehend, quiekend durch die Natur gingen. Auch das war irgendwie "schön" anzusehen. Etwa einen Kilometer hinter der "Eisernen Pforte" - ein nur drei Meter breiter Durchgang und rechts und links 300m hohe Felswände, war der Höhepunkt der Samaria-Schlucht, drehten wir uns und gingen zurück.

    Kurz nach dem Ticketverkauf, bogen wir rechts auf den Wanderweg zu einem kleinen Kastell oberhalb von Agia Roumeli ein. Der Aufstieg war schon etwas beschwerlich und es begann dazu auch noch leicht zu regnen. Wir stellten uns kurz unter einen Baum, aber ich wollte die Höhe endlich bezwingen und hinter mich bringen. Also ging ich zunächst alleine weiter auf den schmalen Schotterweg nach oben. Am kleinen Kastell angekommen, stellte ich mich zunächst unter einem kleinen Torbogen. So konnte ich zumindest nicht weiter Nass werden. Das Kastell war eine Ruine, wo nur noch die Seitenwände standen und es einen kleinen Torbogen gab. Ich sah mir nach einer Weile das aus nur zwei Räumen bestehende Kastell an und sah auch Olaf schon nach oben kommen. Gemeinsam. Standen wir nun unter diesem kleine Torbogen und machten eine Pause.

    Dann ging es an den Abstieg. Der erfolgte auf der entgegengesetzten Seite und war ziemlich anstrengend. Denn man musste sich schon sehr konzentrieren, dass man durch den Schotter nicht in stolpern kommt und stürzt. Aber alles lief gut und du wir kamen heil unten an.

    Wir schlenderten an den Verkaufsständen vorbei und mittlerweile war auch der kleine Ort ziemlich gut mit den aus der Schlucht angekommen Wanderern gefüllt. Inzwischen schien auch wieder die Sonne (das Wetter ändert sich ständig recht schnell um diese Jahreszeit). Wir gingen zurück zum Hotel, packten unsere Badesachen ein und gingen zum gegenüberliegenden Strand baden - FKK. Das war abseits der Haupt-Badestrände wohl kein Problem. Es war erfrischend und erholend zugleich in diesem kristallklaren Wasser.

    Dann gingen wir zurück ins Hotel, ruhten eine Weile aus und holten uns dann wieder "Pommes-Pita", die wir auf unserem Balkon aßen. Schon jetzt war es klar, dass es hier abends keine kreischenden, betrunkenen Damen geben wird und so hoffen wir, dass wir bei geöffneten Fenster dem Meeresrauschen lauschen können.
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  • Day13

    Sweet Water Beach

    October 7, 2018 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir haben gestern beschlossen, dass heute ein Ruhetag werden soll und wir uns von den Strapazen der letzten Tage ausruhen.

    Die Nacht war lau und das Laken war als Decke völlig ausreichend. Ab 23:00 Uhr war es tatsächlich ruhig in diesem kleinen Ort. Kein lautes geqietsche von betrunkenen Frauen, keine Autos oder Motorräder - welche es in diesem Ort ja sowieso nicht gibt. Es war nur das Rauschen des Meeres zu hören und hin und wieder unser Kühlschrank. Aber das war zu verkraften, wir hätten ihn ja auch ausschalten können.

    Olaf hat hier seine bisher beste Nacht verbracht und ich eigentlich auch. Nach dem Erwachen und dem meditieren, standen wir zum Frühstück bereit. Ließen uns dafür aber auch besonders viel Zeit, denn die hatten wir heute. Wir gingen also zum Frühstück am Hafen von unserem Hotel. Wie immer oder meistens, sind diese eher spartanisch gehalten. Es gab wieder Toast, Marmelade, Tomaten, Kaffee und frisch gepressten Orangensaft. Aber das war völlig ausreichend.

    Ein Graupapagei in der Fußgängerzone unterhielt uns währendessen. Er hieß "Coco" und die Finger sollte man lieber nicht hinhalten. Er könnte zubeißen, so ein Warnschild. Der Käfig war geöffnet und er saß ausserhalb auf dem Käfig. Keine Ahnung oder er so zahm war und deshalb dort blieb oder schlimmeres und ihm die Flügel gestutzt wurden und er deshalb nicht wegfliegen konnte. Wir tippten auf das Erstere. Coco konnte viel erzählen, er oder sie sagte "kalimera" oder "Hallo" oder machte Katzenlaute, machte ein Telefon nach oder pfiff Menschen hinterher.

    Nach dem Frühstück gingen wir kurz durch den Ort und schauten uns die kleine, von Weihrauch geschwängerte Kirche an. Besuchten einen kleinen Shop und kauften uns eine Schwimmbrille. Denn wenn wir heute baden gehen, wollen wir auch einmal sehen, was es unter Wasser zu entdecken gibt. Dann ging es zurück ins Zimmer. Eine kurze Pause und die Sachen gepackt. Als Badeziel haben wir uns den "Sweet Water Beach" ausgesucht. Der liegt auf dem Weg vom E4 ca. eine Stunde von Loutro entfernt. So sehen wir auch gleich, wie die Wegbeschreibung ist, wenn wir ihn morgen gehen. Von Loutro aus konnte man seine Verlauf an der Küste erkennen und manche Teile davon schienen mir wieder etwas spektakulär zu sein.

    Auch die Pause nach dem Frühstück tat uns gut und wir entschieden uns den "Sweet Water Beach" auszusuchen. Ein Kiesstrand mit ein paar Tamaristen als Schattenspender. Der Strand liegt auf dem Weg von E4, zwischen "Loutro" und "Chora Sfakion". Es soll dort einen Nudistenbereich geben und sogar eine Taverne, welche wie eine Insel auf einem kleinen Felsen gebaut sei. Das klingt interessant. Gespannt beobachtete ich schon von unserem Zimmer aus auf der gegenüberliegenden Buchtseite die Wanderer, welche diesen Pfad begehen. Denn ein großer Erdrutsch vor vielen vielen Jahren, könnte es dort schwer gemacht haben, diese Stelle zu überwinden.

    Wir gingen zunächst mal eben 20 Sekunden durch den Ort und folgten dann einer knappen Wegbeschreibung auf einem Schild. Es ging auf Geröll bergauf, mussten ein Gatter öffnen und gingen weiter an der Küste entlang. Es war bereits gegen 11:30 Uhr und die Sonne zeigte was sie kann. Schnell kamen wir ins schwitzen und meine Höhenangst sich langsam bemerkbar. Immer wieder blieben wir jedoch stehen - so auch ich - um die Umgebung und die Ausblicke zu genießen. Das Meer ist so unglaublich blau und an manchen Stellen smaragdgrün oder türkis. Es war eine wahre Freude sich das anzusehen. Und gepaart mit dem Grün der Bäume oder dem Ocker der Landschaft oder dem Weiß einer Kirche oder einer Bucht oder oder oder - einfach nur wunderschön. Das habe ich so häufig und in dieser Pracht nur auf den Malediven erlebt. Trotzdem war der Weg in der prallen Sonne kein Zuckerschlecken. Jedoch erreichten wir nach ca. 30 Minuten den ersten Strand. Nach weiteren 5 Minuten den nächsten und um die Ecke war wieder einer. Dann sahen wir die schneeweiße Kapelle vor dem tiefblauen Meer an der Klippe. Wunderbar anzusehen. Kurz dahinter auf einer kleinen Klippe, sahen wir dann unterhalb die Bucht "Sweet Water Beach". Die heißt deswegen so, weil kleine Süsswasserquellen unterirdisch (eine sogar überirdisch) sich ins Meer ergossen. Natürlich gab es Sonnenschirme zu mieten und die Taverne auf dem Fels sah auch irgendwie reizvoll aus. Die ganze Atmosphäre dort war ruhig und entspannt. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen unterhalb einer Tamariste und gingen sogleich nackt zu Wasser. Es war herrlich erfrischend, nicht zu kalt, gerade richtig. Wenn man etwas länger im Wasser war und sich an dessen Temperatur gewöhnt hatte, spürte man an einigen Stellen kaltes Wasser aus den Süsswasserquellen strömen. Im Wasser sein und mit dem Blick zur mächtigen Felswand war grandios. Auch schien hier der Salzgehalt so gross zu sein, dass man sich einfach im Wasser treiben lassen konnte, so wie auf einer Luftmatratze - nur eben ohne. Mit der zuvor gekauften Schwimmbrille, konnte man auch die Reichhaltigkeit unter Wasser erleben. Unmengen an kleinen Fischen, dann ein paar Bunte und auch Grosse. Alle zeigten Interesse an unseren Füssen - ohne aber daran zu knabbern. Wohl eher an dem, was wir durch unsere Bewegungen aufwirbelten. Auch Krabben waren unter Wasser zu sehen. Seeigel gab es keine, so dass auch keine Angst haben musste, in einen hinein zu treten.

    Nach drei Stunden gingen wir wieder zurück und auch hier gab es die schönsten Ausblicke. Den Ort Loutro durchschritten wir bis zum anderen Ende, weil dort auch eine weiße Kapelle und Ruinen von einem Gebäude auf der Felsenzunge waren. Das späte Sonnenlicht tauchte die Umgebung in eine herrliche Stimmung.

    Wir gingen anschließend zu unserem Hotel zurück, duschten und machten uns zum Abendessen bereit. Gestern hatten wir den selben Tisch für heute reserviert und bestellten fast das Selbe. Wieder Bier, Crete-Salad, Pommes (lecker und die gehen immer) und für Olaf mit Reis gefüllte Paprika bzw. Tomate und für mich grüne Bohnen mit Kartoffeln. LECKER.

    Danach gingen wir zum Supermarkt, kauften Wasser Retsina und Oliven. Packten im Zimmer dann unsere Rucksäcke und genossen den Retsina und die Oliven mit dem nächtlichen Ausblick auf sie Bucht und Loutro. Auch hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und planen auch schon unser Wiederkommen.
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  • Day8

    Das Kloster am Meer

    October 2, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 24 °C

    Warm - kalt - warm - kalt - warm - kalt. So war für mich die Nacht. Immer wieder bellten Hunde, wobei es einer besonders wichtig meinte.

    Nach dem Erwachen meditierten wir uns standen auf. Wir berieten uns kurz, ob wir hier in der Taverne frühstücken wollen. Aber wir entschieden uns ohne Frühstück los zugehen und irgendwo an einem schönen Platz eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Die Taverne öffnete um 09:00 Uhr und das war uns schon etwas zu spät.

    So zogen wir los. Der Morgen war angenehm und die Sonne kam hinter den Bergen vor. Die Luft wirkte sehr frisch und sauber in den Bergen. Wir folgten der kleinen Teerstraße, welche an "unserer" Taverne vorbei ging. Sie führte in ein Tal und von dort scharf rechts. Hier konnten wir uns ebenfalls entscheiden, ob wir einen anderen - dafür minimal längeren, als den geplanten Weg gehen wollen. Wenn wir den gehen, sollte an einem Punkt eine kleine Höhle sein. Folgten wir dem geplanten Weg, kämen wir nicht zur Höhle, könnten aber uns später dazu entscheiden. Wir nahmen den geplanten Weg und folgten weiter der kleinen Teerstraße. An einem Ort mit 5 Häusern bog unser Weg von der Straße ab und ging nebenher der Teerstraße durch diese 5 Häuser. Zwei Hunde begeisterten uns, wobei die kleine braune Hündin uns zuerst erreichte und dauernd nur gestreichelt werden wollte. Sie warf sich sogar einem vor die Füsse das es schwer war, seinen Weg ohne sie zu treten fortzusetzen. Der andere Hund, etwas größer und genau wie die kleine braune Hündin ein Mischling, beobachtete uns in einem gewissen Abstand bellend. Wir gingen weiter und kamen wieder auf diese kleine Teerstraße, um sie so dann ein wenig später wieder zu verlassen und bergab zur Küste zu gehen.

    Es gab unterwegs an diesem Morgen immer wieder herrliche Ausblicke auf die sich nun nähernde Küste. An einem gewissen Punkt entschieden wir uns dann doch zu Höhle zu gehen. Die ganze Zeit über war der Weg geteert. Was gut für die Autos ist, ist nicht ganz so gut beim Wandern. Die Füsse ermüden schneller. Wir kamen direkt zu Küste. Dort war auch ein kleiner Badebereich und tatsächlich waren bereits 3 Menschen baden. Man bekam schon Lust ebenfalls ins kühle Nass zu hüpfen. Aber wir wollten zu Höhle und gingen weiter an der steinigen Küste entlang. Nur leider fanden wir nicht die Höhle, die wir eigentlich finden wollten. Dafür zwei andere. Eine diente als Ziegenstall und die andere und größere schien bald einzustürzen. Beide waren somit nichts für uns und wir gingen zurück zum Wegepunkt und setzten dort den Weg fort.

    Unterwegs kamen wir an einer kleinen Kirche vorbei, wo wir bei einem herrlichen Ausblick über die Küstenlandschaft unser Frühstück zu uns nahmen. Es gab Gurken, Tomaten, Kekse und Wasser. Wir sahen auch zurück zu einer kleinen "Traum-Villa", welche auch buchbar war und schwärmten für eine Auszeit dort. Eine kleine Ortschaft, welche wie ein Austeiger-Künstler- Ort wirkte war erneut ein Wendepunkt
    Denn hier mussten oder durften wir wieder direkt an der Küste entlang gehen. Zwar erneut auf einer guten Teerstraße, aber es kam so gut wie kein Auto vorbei. Wir folgten dieser Straße und damit dem Küstenabschnitt sehr lange, ehe wir auf eine stärker befahrene Straße stießen und wenig später in einen Schotter- oder Feldweg einbogen. Laut Plan sollte hier ein grosser See oder wegen seiner quadratischen Form eher ein Auffangbecken sein. Wir waren durch die mittlerweile starke Sonne Recht erschöpft und müde und benötigten eine Pause. Da kam uns dieser See gerade recht. Leider war es kein See, sondern doch ein Auffangbecken und es war komplett leer. Sah schon merkwürdig aus, dieses riesige leere Becken. Ein einziger Baum in der Nähe spendete und für die Pause erholsamen Schatten und nach einer Weile gingen wir weiter auf dem Schotterweg und an dem Auffangbecken entlang. Erneut wurden wir zur Hauptstraße mit den Autos geführt und mussten auf dieser ca. 3km entlang gehen.

    Dann gingen wir erneut in einen Schotterweg und auch noch leicht bergauf. Bei der Hitze war das ganz schön anstrengend. In der Nähe und kurz vor unserem Ziel dem Ort "Chrisoskalitissas", gab es ein zweites Becken. Aber kurz davor bog unser Weg ab und ging zu diesem Ort.

    Im Ort selbst setzten wir uns zuerst in eine kleine Taverne mit Minimarkt und tranken ein kaltes Bier. Das war gut. Wir holten Geld am Automaten und gingen in einen sehr kleinen Supermarkt. Dort kauften wir Kekse, Wasser, Kürbiskerne und Knabberstangen mit Sesam drauf. Dann gingen wir zu unserer Unterkunft. Eine Taverne, welche auch Zimmer anbot. Hier ruhten wir ca. 2 Stunden und gingen dann zum nahegelegenen Kloster.

    Der Weg zum Kloster dauerte von unserer Unterkunft aus gerade einmal 6 Minuten. Der Eintritt war mit 2€ sehr moderat. Ein kleiner Shop, wo man auch die Tickets kaufen musst, war der Eingang. Ein etwas gelangweilter Jüngling empfing die Besucher an der Kasse. Im Kloster selbst, war eine ruhige und chillige Atmosphäre. Es gab 2 Museen mit Dingen aus dem Alltag der Nonnen und Mönche. Heutzutage leben wohl jeweils nur eine Nonne und noch ein Mönch. Die Klosterkirche war wirklich schön anzusehen und der Ausblick in die Umgebung und auf das Meer war durch die erhöhte Lage des Kloster wunderbar. Uns hat es dort sehr gefallen. Laut einer Legende, sollen Besucher ohne Sünde die Stufen zum Kloster golden sehen. Sündige Besucher hingegen, würden nur eine einfache Steintreppe sehen. Das ganze Gold was wir sahen hat uns so geblendet, dass wir fast stolperten 😊.

    Danach gingen wir zum Abendessen in unser Hotel mit der dazugehörigen Taverne. Wir ließen den Tag bei Sonnenuntergang und der herrlichen Atmosphäre entspannt ausklingen.
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  • Day4

    Sonne und Chania

    September 28, 2018 in Greece ⋅ ☁️ 19 °C

    So schön war die Nacht dann doch nicht. Zum einen vergnügte sich ein heterosexuelles Liebespaar in der näheren Umgebung unter der Dusche, dann kamen durch den "Medicane" reichlich Blitz und Donner dazu und es kühlte sich soweit runter, dass das Laken als Zudecke nicht mehr ausreichte. Ich benutzte dann mein Duschhandtuch als zusätzliche "Decke" und es half. Insgesamt jedoch habe ich sehr schlecht geschlafen. Hm... mal sehen wie es die kommende Nacht wird. Heute soll es aufheitern und die Regenwahrscheinlichkeit liegt für gerade mal 2 Stunden bei 50%. Da werden wir bestimmt die Akrotiri-Halbinsel bewandern. Aber zuerst gibt es Frühstück.

    Beim Frühstück haben wir besprochen, was wir heute unternehmen wollen. Geplant bzw. angedacht war eine Wanderung auf der Akrotiri-Halbinsel. In Stavros wollten wir beginnen und einige Klöster auf den Wanderweg zum Flughafen von Chania uns anschauen. Vom Flughafen wollten wir dann den Bus zurück nach Chania nehmen. Allerdings fuhr ein Bus nach Stavros nur alle zwei Stunden und den ersten hatten wir verpasst. Sie Wanderung selbst ist mit knapp 6 Stunden und als "schwer" eingestuft lang. Da Olaf sich seit einigen Tagen gesundheitlich angeschlagen fühlte und das schlechte Wetter der letzten Tage möglicherweise einiges dazu beitrug, beschlossen wir den Tag zu nutzen und uns dafür Chania genauer anzusehen. Denn hier kommen wieder die Erinnerungen von vor 25 Jahren hoch und es ist spannend, diese erlebten Orte von damals wieder aufzufrischen. Das Wetter klärte deutlich auf und sogar die Sonne schien unser Vorhaben unterstützen zu wollen.

    Wir bummelten durch die Altstadt und den entzückenden kleinen Gassen. Viele Läden buhlten und die finanzielle Gunst der Touristen. Manche aufdringlich, die meisten aber ruhig und gelassen. Die Gassen waren gut mit Menschenfleisch gefüllt und schon alleine diese Massen zu beobachten ist ein "Genuss". Tatsächlich kamen wir an einem Hotel vorbei, in dem ich mich 1997 aufgehalten habe. Es hat sich stark verändert, da es modern restauriert wurde. Damals kamen extra Touristen zu dem Gebäude, um seine Ursprünglichkeit zu sehen. Jetzt ist es ein modern ausgestattetes Hotel. Irgendwie schade, denn ich konnte mich an den muffigen Geruch, der alten Möbel und den knarzenden Holzdiehlen erinnern. Die Zeit steht nicht still, das war mir bewusst und somit gingen wir dann auch weiter und kamen an einem der zwei veganen Restaurants von Chania vorbei - dem "Pulse". Sehr hohe Bewertungen bei Google und TripAdvisor. Leider hatte es geschlossen und es lag auch keine Karte aus.

    Der Hafen war voller Menschen und ich glaube, dass die Hälfte davon deutsche waren. Es sprach uns jemand mit "Servus" an. Wir reagierten nicht. Dann sprach er auf Englisch, ob wir aus Deutschland kommen. Wir sagten ja und das man in Berlin nicht "Servus" sagt. Das war lustig. Wir durften das Paar fotografieren und gingen weiter den Hafen entlang. Ein Restaurant nach dem anderen und manche davon waren ekelhaft penetrant jemanden ins Lokal zu lotsen. Das gefiel uns ganz und gar nicht. Am Hafen selbst war eine Ausstellung in dem kuppelförmigen Gebäude. Eine Kunstausstellung, wo man einige Exponate kaufen konnte. Leider war fotografieren verboten, denn einige Stücke waren sehr gut. Wir gingen danach auf der Kaimauer zum Leuchtturm. Der Weg war eng und wegen dem vielen Menschen langsam zu begehen. Man musste ja unbedingt in Badelatschen auf unebenen Steinen entlang wackeln, posieren und sich in Heidi-Klum-Posen fotografieren lassen. Es war sehr stürmisch, was dem Meer eine Wildheit verpasste und es atemberaubend schön machte. Die Gischt schlug sich auf den Steinen nieder und kleine Wasserspritzer versüßten und die Atmosphäre.

    Zurück von der Kaimauer gingen wir erneut in die Altstadt, um das zweite vegane Restaurant aufzusuchen - "to Stachi". Es hatte geöffnet und war voll - leider. Gern hätten wir eine Pause gemacht. Eventuell kämen wir am Abend zurück, so war zumindest unser Gedanke.

    Zunächst gingen wir durch die Stadt, um im Westen diese dann zu verlassen und an der Küste weiter zu gehen. Herrliche Sandstrände und tosendes blaues Meer. Voll die Postkarte was sich uns da bot. Aber es war sehr schön anzusehen. Wir gingen auf den Klippen umher und beobachteten ein Weile das Spiel zwischen Wellen und Gestein. Dann gingen wir zurück, weil wir noch in einen Supermarkt wollten, um für heute Abend etwas zu essen zu kochen.

    Es gab wieder Gemüsereis, aber diesmal mit Pilzen - hehe. Olaf hatte noch einen Granatapfel, den wir vor zwei Tagen unterwegs bei der Mili-Schlucht gepflückt hatten. Ich kochte und Olaf zerpflückte der Granatapfel. Diesmal konnten wir unsere Terrasse nutzen und der abendliche Blick über den Dächern von Chania, welche von der Abendsonne angestrahlt wurden, war wunderbar. Hier aßen wir auch zu Abend. Olaf trank Wasser und ich Retsina. Da Olaf noch leicht angeschlagen war, war Wasser bestimmt die bessere Wahl. In meinen Retsina machte ich die Kerne des Granatapfels - hehe. Zusammen genossen wir den schönen Abend und spürten, wie wir uns immer noch sehr liebten.

    Danach gingen wir durch das abendliche Chania. Zwar waren noch viele Menschen unterwegs und die Restaurants mäßig gefüllt, aber im Gegensatz zu heute Mittag kein Vergleich.

    Morgen geht es mit dem Bus nach Kastelli-Kissamos und von da an beginnt unsere Wanderung auf dem Europawanderweg E4.
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  • Day12

    Pinienwälder und türkis farbenes Wasser

    October 6, 2018 in Greece ⋅ 🌙 18 °C

    Ich traue es mich nicht niederzuschreiben. Also gefühlt war die Nacht fast schlaflos. Aber - und das ist wichtig - die wachen Momente waren herrlich. Allein nur dazuliegen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören, war es wert. "Schuld" diesmal an der nächtlichen Unruhe, war das BETT. Eine durchgehende Matratzen und das Gestell hat gequietsch. Bei jeder Bewegung von Olaf und bei jeder Bewegung von mir. Man traute sich nicht umzudrehen, um den anderen nicht wieder wach zu machen. Und jetzt kommt wieder ein aber. Neben dem herrlichen Meeresrauschen, drang auch der Duft von dem Jasmin-Strauch unter uns ins Zimmer. Diese Mischung aus Meeresrauschen und Jasminduft war herrlich.

    Der Morgen kam, wir meditierten und standen auf. Zunächst packten wir unsere Rucksäcke und gingen dann zum Frühstück. Wir saßen auf der Terrasse am Meer, wo wir gestern schon bei der Ankunft gesessen haben. Wir bekamen das Frühstück aus Brot, Kaffee Obstsalat, Marmelade und köstlicher frisch gepresster Orangensaft. Danach bezahlten wir, bedankten uns bei der jungen Frau an der Rezeption für den wirklich schönen Aufenthalt und machten uns auf dem Weg zum E4.

    Noch in Agia Roumeli selbst, gingen wir über eine Brücke, stiegen leicht über Sand bergauf zu einem Gatter. Das Tor öffneten wir uns verschlossen es so, wie wir es vorgefunden hatten. Viele Ziegen sahen uns neugierig an, aber es schien so, als wenn sie Wanderer schon kennen. Sie blieben fast teilnahmslos in der Sonne oder im Schatten liegen.

    Ein schmaler, leicht ansteigender Sandpfad führte uns entlang an der Küste. Es gab immer wieder wunderschöne und zum Teil bizarre Felsformationen zu sehen. Seiner Fantasie konnte man hier freien Lauf lassen. Immer wieder sahen wir flache Steine zu kleinen oder großen Pyramiden aufgeschichtet. Die leichte Brandung vom Meer wirkte sehr entspannend. Der Weg war nur einen sehr kleiner Trampelpfad und führte uns immer weiter nach oben aber immer an der Küste entlang. Von oben hatten wir zwischen den Pinien hindurch immer wieder magische Ausblicke auf die türkis farbenden Buchten. Diese Anblicke werden wir wohl nie vergessen.

    Mittlerweile stieg die Sonne mehr und mehr nach oben und wir begannen zu schwitzen. Voller Übermut entledigte ich mich von meinem Shirt und ging Oberkörper frei weiter. Nachdem wir den Pinienwald durchschritten hatten, erreichten wir einen Ort Namens "Agio Pavlos". Eigentlich eine alte kleine Kirche, aber auch ein kleine Taverne. Dort tranken wir etwas kühles und erfrischendes. Denn es war wirklich sehr heiß geworden. Danach stiegen wir wieder zum Pfad vom E4 durch den Sand nach oben und von nun an wurde der Weg spektakulärer. Nicht nur das er steiniger, geröllinger und schmaler würde. Nein er führte auch ca 100m oberhalb der Küste entlang, welche doch Recht steil rechts abfiel. Für Menschen mit Höhenangst schwer zu meistern - also auch für mich. Mehrmals atmete ich durch, dann wieder schneller um mich im nächsten Augenblick wieder zu beruhigen. Innerlich sang ich komische Lieder und sagte mir, dass ich schon schlimmere Wege gegangen bin. Auch das andere Menschen diesen Weg schaffen half mir dabei. Es war absolut notwendig, dass man sich auf den Weg konzentrierte. Wollte man die Umgebung sehen, müsste man stehenbleiben. Weitergehen und sich dabei gleichzeitig umschauen, könnte einem das Leben kosten, so meine Vorstellung. Zu schaffen machte einem nicht nur die Höhe, sondern auch die Sonne. Es gab keinen Schatten, kein Lüftchen wehte um uns zu kühlen. Wir freuten uns darauf, dass, wenn wir uns wieder der Küste nähern, dann ein Bad in dem herrlichen blauen Wasser nehmen werden.

    Immer wieder begegneten uns Ziegen und auch Menschen. Die Ziegen leben hier, die Menschen ziehen vorrüber. Unter dem einzigen Baum weit und breit, war eine ganze Ziegenherde versammelt und schauten, meiner Meinung nach, irgendwie den bunten staksigen Menschen hinterher. Bald sollten wir den Strand "Marmara" erreichen. Dort wollten wir ein erfrischendes Bad zu uns nehmen. Aber zunächst mussten wir natürlich von 100m wieder auf 0m herunter kommen. Atemtechniken sind was tolles 😉.

    Am Kiesstrand waren wir natürlich nicht alleine. Er ist entweder zu Fuss oder per Wassertaxi zu erreichen. Wir nahmen ein wirklich sehr erfrischendes Bad in dem blauen Wasser und schwammen etwas an der Küste entlang. Von dort aus sah man viele Höhlen, in welche man auch hinein schwimmen konnte. Es war ein wirklich sehr schöner und erholsamer Augenblick zugleich. Ich konnte in dem Wasser auf dem Rücken schwimmen ohne unter zu gehen. Das war cool. Olaf durchschwamm sogar eine der Höhlen - das war auch cool.

    Anschließend ließen wir uns trocknen und dann ging es weiter auf dem E4. Und es wurde "schlimmer". Zuerst ging es, wie immer, nach oben an den steinigen Küstenfelsen. Dann musste man sich sowohl bei den Auf- und Abstiegen an den Felsen festhalten und klettern. Und das mit den Rucksäcken. Habe ich schon die tolle Atemtechniken erwähnt? Hier kamen sie voll zum Einsatz für mich. Ein Abenteuer, an welches ich sicherlich noch lange denken werde.

    Unten freudig angekommen, beglückwünschten wir uns gegenseitig. Von nun an war es bis zu unserem Ziel und Unterkunft nicht mehr lang. Leider erfuhren wir von dem sehr ehrlichen Manager Pavlos, dass er einen Fehler gemacht habe und kein Zimmer für uns frei sei. Aber er würde sich kümmern, dass wir in "Loutro" etwas bekämen. Wir wollten aber zwei Tage bleiben und das war dann auch die Bedingung für die Unterkunft in Loutro - ebenso wie das in Preis enthaltene Frühstück. Er regelte alles und spendierte uns ein Bier. Er wollte ja auch ein Wassertaxi organisieren, aber wir lehnten ab. Wir bedankten uns für seine Hilfe und gingen weiter. Erneut über staubige Pfade und natürlich wieder nach oben. Aber diesmal nicht direkt an der Küste entlang, sondern etwas im Landesinneren. Wir sahen eine kleine alte Festung. Welche eigentlich wie eine kleine Ruine von einem Schloss aussah. Diese haben wir kurz besichtigt und begannen dann den Abstieg nach Loutro. Ein sehr kleiner und wirklich schöner Hafenort. Weiß getünchte Häuser in einer blauen Bucht - herrlich. Dann suchten wir das Hotel "Madares" und fanden es recht schnell. Was aufgrund der Größe des Ortes kein Problem war. Freudig begrüßt man uns als wir erwähnten, das wir von "Pavlovs" kommen. Sie gaben uns den Schlüssel. Wir hatten keine Ahnung, was für ein Zimmer uns erwartet. Aber das, was wir bekommen haben, war ein Zimmer mit Meerblick und Blick auf Loutro, groß und geräumig. Es war toll. Und wir waren zufrieden, das wir hier gelandet sind.

    Nach einer Pause wuschen wir unsere Wäsche, duschten und gingen in den Ort. Zunächst sahen wir uns um und als der Hunger kam, suchten wir uns eine Taverne am Hafen. Wir saßen direkt am Wasser. Das Essen war sehr lecker und wir reservierten den Tisch für morgen. Nach dem Essen gingen wir zum Ende des Ortes (in 20 Sekunden) in die Cocktailbar. Dort tranken wir zwei Cocktails und gingen dann zu unserem Hotel zurück.

    Es war ein wirklich schöner Tag heute mit vielen tollen Augenblicken und Erlebnissen. Sicherlich werde ich diese schönen Momente und die Zeit die ich mit Olaf verbringe, nie vergessen
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You might also know this place by the following names:

Nomós Chaniás, Nomos Chanias, Chania, Χανιά, La Canea

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