Greece
Chania

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76 travelers at this place:

  • Day12

    Pinienwälder und türkis farbenes Wasser

    October 6, 2018 in Greece ⋅ 🌙 18 °C

    Ich traue es mich nicht niederzuschreiben. Also gefühlt war die Nacht fast schlaflos. Aber - und das ist wichtig - die wachen Momente waren herrlich. Allein nur dazuliegen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören, war es wert. "Schuld" diesmal an der nächtlichen Unruhe, war das BETT. Eine durchgehende Matratzen und das Gestell hat gequietsch. Bei jeder Bewegung von Olaf und bei jeder Bewegung von mir. Man traute sich nicht umzudrehen, um den anderen nicht wieder wach zu machen. Und jetzt kommt wieder ein aber. Neben dem herrlichen Meeresrauschen, drang auch der Duft von dem Jasmin-Strauch unter uns ins Zimmer. Diese Mischung aus Meeresrauschen und Jasminduft war herrlich.

    Der Morgen kam, wir meditierten und standen auf. Zunächst packten wir unsere Rucksäcke und gingen dann zum Frühstück. Wir saßen auf der Terrasse am Meer, wo wir gestern schon bei der Ankunft gesessen haben. Wir bekamen das Frühstück aus Brot, Kaffee Obstsalat, Marmelade und köstlicher frisch gepresster Orangensaft. Danach bezahlten wir, bedankten uns bei der jungen Frau an der Rezeption für den wirklich schönen Aufenthalt und machten uns auf dem Weg zum E4.

    Noch in Agia Roumeli selbst, gingen wir über eine Brücke, stiegen leicht über Sand bergauf zu einem Gatter. Das Tor öffneten wir uns verschlossen es so, wie wir es vorgefunden hatten. Viele Ziegen sahen uns neugierig an, aber es schien so, als wenn sie Wanderer schon kennen. Sie blieben fast teilnahmslos in der Sonne oder im Schatten liegen.

    Ein schmaler, leicht ansteigender Sandpfad führte uns entlang an der Küste. Es gab immer wieder wunderschöne und zum Teil bizarre Felsformationen zu sehen. Seiner Fantasie konnte man hier freien Lauf lassen. Immer wieder sahen wir flache Steine zu kleinen oder großen Pyramiden aufgeschichtet. Die leichte Brandung vom Meer wirkte sehr entspannend. Der Weg war nur einen sehr kleiner Trampelpfad und führte uns immer weiter nach oben aber immer an der Küste entlang. Von oben hatten wir zwischen den Pinien hindurch immer wieder magische Ausblicke auf die türkis farbenden Buchten. Diese Anblicke werden wir wohl nie vergessen.

    Mittlerweile stieg die Sonne mehr und mehr nach oben und wir begannen zu schwitzen. Voller Übermut entledigte ich mich von meinem Shirt und ging Oberkörper frei weiter. Nachdem wir den Pinienwald durchschritten hatten, erreichten wir einen Ort Namens "Agio Pavlos". Eigentlich eine alte kleine Kirche, aber auch ein kleine Taverne. Dort tranken wir etwas kühles und erfrischendes. Denn es war wirklich sehr heiß geworden. Danach stiegen wir wieder zum Pfad vom E4 durch den Sand nach oben und von nun an wurde der Weg spektakulärer. Nicht nur das er steiniger, geröllinger und schmaler würde. Nein er führte auch ca 100m oberhalb der Küste entlang, welche doch Recht steil rechts abfiel. Für Menschen mit Höhenangst schwer zu meistern - also auch für mich. Mehrmals atmete ich durch, dann wieder schneller um mich im nächsten Augenblick wieder zu beruhigen. Innerlich sang ich komische Lieder und sagte mir, dass ich schon schlimmere Wege gegangen bin. Auch das andere Menschen diesen Weg schaffen half mir dabei. Es war absolut notwendig, dass man sich auf den Weg konzentrierte. Wollte man die Umgebung sehen, müsste man stehenbleiben. Weitergehen und sich dabei gleichzeitig umschauen, könnte einem das Leben kosten, so meine Vorstellung. Zu schaffen machte einem nicht nur die Höhe, sondern auch die Sonne. Es gab keinen Schatten, kein Lüftchen wehte um uns zu kühlen. Wir freuten uns darauf, dass, wenn wir uns wieder der Küste nähern, dann ein Bad in dem herrlichen blauen Wasser nehmen werden.

    Immer wieder begegneten uns Ziegen und auch Menschen. Die Ziegen leben hier, die Menschen ziehen vorrüber. Unter dem einzigen Baum weit und breit, war eine ganze Ziegenherde versammelt und schauten, meiner Meinung nach, irgendwie den bunten staksigen Menschen hinterher. Bald sollten wir den Strand "Marmara" erreichen. Dort wollten wir ein erfrischendes Bad zu uns nehmen. Aber zunächst mussten wir natürlich von 100m wieder auf 0m herunter kommen. Atemtechniken sind was tolles 😉.

    Am Kiesstrand waren wir natürlich nicht alleine. Er ist entweder zu Fuss oder per Wassertaxi zu erreichen. Wir nahmen ein wirklich sehr erfrischendes Bad in dem blauen Wasser und schwammen etwas an der Küste entlang. Von dort aus sah man viele Höhlen, in welche man auch hinein schwimmen konnte. Es war ein wirklich sehr schöner und erholsamer Augenblick zugleich. Ich konnte in dem Wasser auf dem Rücken schwimmen ohne unter zu gehen. Das war cool. Olaf durchschwamm sogar eine der Höhlen - das war auch cool.

    Anschließend ließen wir uns trocknen und dann ging es weiter auf dem E4. Und es wurde "schlimmer". Zuerst ging es, wie immer, nach oben an den steinigen Küstenfelsen. Dann musste man sich sowohl bei den Auf- und Abstiegen an den Felsen festhalten und klettern. Und das mit den Rucksäcken. Habe ich schon die tolle Atemtechniken erwähnt? Hier kamen sie voll zum Einsatz für mich. Ein Abenteuer, an welches ich sicherlich noch lange denken werde.

    Unten freudig angekommen, beglückwünschten wir uns gegenseitig. Von nun an war es bis zu unserem Ziel und Unterkunft nicht mehr lang. Leider erfuhren wir von dem sehr ehrlichen Manager Pavlos, dass er einen Fehler gemacht habe und kein Zimmer für uns frei sei. Aber er würde sich kümmern, dass wir in "Loutro" etwas bekämen. Wir wollten aber zwei Tage bleiben und das war dann auch die Bedingung für die Unterkunft in Loutro - ebenso wie das in Preis enthaltene Frühstück. Er regelte alles und spendierte uns ein Bier. Er wollte ja auch ein Wassertaxi organisieren, aber wir lehnten ab. Wir bedankten uns für seine Hilfe und gingen weiter. Erneut über staubige Pfade und natürlich wieder nach oben. Aber diesmal nicht direkt an der Küste entlang, sondern etwas im Landesinneren. Wir sahen eine kleine alte Festung. Welche eigentlich wie eine kleine Ruine von einem Schloss aussah. Diese haben wir kurz besichtigt und begannen dann den Abstieg nach Loutro. Ein sehr kleiner und wirklich schöner Hafenort. Weiß getünchte Häuser in einer blauen Bucht - herrlich. Dann suchten wir das Hotel "Madares" und fanden es recht schnell. Was aufgrund der Größe des Ortes kein Problem war. Freudig begrüßt man uns als wir erwähnten, das wir von "Pavlovs" kommen. Sie gaben uns den Schlüssel. Wir hatten keine Ahnung, was für ein Zimmer uns erwartet. Aber das, was wir bekommen haben, war ein Zimmer mit Meerblick und Blick auf Loutro, groß und geräumig. Es war toll. Und wir waren zufrieden, das wir hier gelandet sind.

    Nach einer Pause wuschen wir unsere Wäsche, duschten und gingen in den Ort. Zunächst sahen wir uns um und als der Hunger kam, suchten wir uns eine Taverne am Hafen. Wir saßen direkt am Wasser. Das Essen war sehr lecker und wir reservierten den Tisch für morgen. Nach dem Essen gingen wir zum Ende des Ortes (in 20 Sekunden) in die Cocktailbar. Dort tranken wir zwei Cocktails und gingen dann zu unserem Hotel zurück.

    Es war ein wirklich schöner Tag heute mit vielen tollen Augenblicken und Erlebnissen. Sicherlich werde ich diese schönen Momente und die Zeit die ich mit Olaf verbringe, nie vergessen
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  • Day5

    "Bates-Motel"

    September 29, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich traue es gar nicht zu schreiben. Aber wir haben wieder schlecht geschlafen. Alle äußeren Bedingungen sind gut, aber ein erholsamer Schlaf sieht anders aus. Ob daran der "Medicane" Schuld oder es einfach der Umstellung wegen so ist, werden wir wohl nie heraus finden.

    Na dem Aufstehen gab es Frühstück und da es hin und wieder etwas Nieselregen gab, konnten wir deswegen die wichtigste Mahlzeit des Tages nicht auf der Terrasse einnehmen. Aber das war okay und wir hatten gute Laune. Wir packten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke, wuschen das Geschirr ab und räumten die Schmutzwäsche zusammen. Dann gingen wir die 50 Stufen auf der Wendeltreppen hinunter und sprachen mit der jungen drahtige Griechin, die uns auch begrüßt hatte. Da sie danach fragte sagten wir ihr, dass wir nach Kissamos wollen, um von dort aus dann auf dem E4 zu wandern. Sie freute sich über unseren Sportsgeist und wünschte uns einen guten Trip.

    Zunächst gingen wir noch einmal kurz über den Hafen von Chania, um uns gedanklich von der Stadt und den reichlichen Souvenirs zu verabschieden. Dann war der Busbahnhof unser nächster Stopp. Dort kauften wir Tickets und diesmal bestellte ich nicht in Spanisch. Im Vergleich zu Rethymnon und Heraklion, war die Abfertigung am Bus dann sehr entspannend. Wir luden unser Gepäck ein und erklommen den Bus. Nach der Abfahrt wurden dann unsere Tickets kontrolliert und entwertet - was bedeutete, dass ein Stück vom Ticket abgerissen wurde.

    Unterwegs stiegen ein paar Leute ein und auch wieder ein paar aus. Das Wetter machte regelrechte Kapriolen. Meist Sonne, aber auch Regen. Wir fuhren entlang der Küste und die Ortschaften waren Voll und Ganz auf Tourismus eingestellt und sind typische Badeorte.

    Wir erreichten Kissamos oder Kastelli. Beide Namensgebungen schienen korrekt zu sein, was es als Tourist häufig nicht einfach macht sich zu orientieren. Wir stiegen Kissamos Center aus und folgten weiter der Hauptstrasse zu unserem Hotel. Laut Beschreibung, sollte es etwas abseits liegen. Der Weg direkt an der Strasse war furchtbar. Trotz Begrenzung der Geschwindigkeit, schien sich niemand daran halten zu wollen. Man musste schon aufpassen und brav hintereinander gehen. Auf dem Weg hielten wir nach Supermärkten ausschau, denn wir wollten heute Abend erneut etwas kochen wollen. Laut Beschreibung von unserem Hotel, hatten wir eine Kochnische.

    Nach gut 20 Minuten erreichten wir unser Hotel - "Appartements Delfini". Es lag etwas erhöht abseits von der Strasse, was wohl den Autolärm etwas dämpfen würde. In der Rezeption saß ein ca. 90 Jahre alter Mann. Er begrüßte uns sehr freundlich auf Englisch und wusste offenbar schon, dass wir die gebuchten Gäste sind. Eine Frau um die 55 begrüßte uns mit Maria und sie bot uns süßen Saft aus dem Karton an. Egal, es war eine sehr nette Geste. Na dem kopieren den Ausweises von Olaf, folgten wir Maria nach draussen. Vorher fragte man uns, ob Treppen ein Problem für uns seien. Draußen erwähnte Maria, dass dies für sie nun Gymnastik sei. Sie zeigte uns das Zimmer. Ein Vorraum mit einem Einzelbett und einer Couch. Ein Badezimmer und das Schlafzimmer mit Balkon. Der Blick war schön - Meerblick. Wir bedankten uns bei Maria und beim rausgehen warf uns Maria symbolisch einen gehauchten Kuß zu. Ich bekam ein mulmiges Gefühl in der Magengrube.

    Wir sahen uns kurz um und dann entschloss ich mich einkaufen gehen zu wollen. Olaf blieb im Appartement, was aufgrund seiner Gesundheit gut war. Denn in den kommenden Tagen werden wir mit der Wanderung beginnen und da muss er Fit sein. So ging ich zum Supermarkt und kaufte ein. Zurück war klar, dass ein zweiter Besuch des Supermarktes notwendig sei, denn morgen ist Sonntag und er hat geschlossen. Zuerst gingen wir aber zum Hafen um uns zu erkundigen, ob morgen das Boot zur Lagune "Balos" fährt. Wegen des Medicane, ist bisher der komplette Schiffsverkehr in der Ägäis eingestellt worden. Laut Homepage heute kein Boot, morgen sei es aber möglich. Wir wollten uns vor Ort informieren. Den Hafen erreichten wir über der selbigen gut befahrenen Hauptstrasse und am Ticketschalter war zu lesen, dass zumindest heute kein Bootsverkehr sei. So entschieden wir uns, morgen früh hier noch einmal vorbei zu schauen und dann zu entscheiden. Zurück gingen wir wieder an der Strasse entlang und kamen an einer kleinen Kapelle vorbei, welche uns schon vorher aufgefallen war. Immer wieder mussten wir uns wegen plötzlichen Nieselregen irgendwo unterstellen und so kam uns allein deswegen diese kleine Kapelle gerade recht. Wir waren überrascht, wie hübsch sie innen in eine Höhle gebaut angelegt war.

    Olaf ging zum Hotel zurück und ich erneut zum Supermarkt. Es fehlte noch etwas Wasser und Olivenöl. Außerdem hatte ich Lust auf Bier heute. Alles eingekauft machte ich mich auf dem Weg zurück. Und wieder kam mein mulmiges Gefühl wegen dem Hotel hoch. Irgendwie erinnerte es mich an das "Bates Motel" aus dem Film "Psycho" von Hitchcock. Keine Ahnung woran ich dieses Gefühl fest gemacht habe, aber es war da. Ob es daran lag, dass Maria und einen Luftkuß gab und wir die einzigen Gäste in dem Hotel sind, dessen guze Jahre schon lange vorüber sind?

    Das Kochen war auf dem kleinen Herd schon eine Herausforderung. Die Paletten wurden sehr-sehr-sehr langsam heiß. Ein Ingwer Tee mit Limetten für Olaf dauerte knapp 45 Minuten und ich wollte heute eine Kartoffelpfanne machen. Alles geschnippelt und ab in den Topf. Ja es dauerte 120 Minuten und war eher gedünstet als gebraten. Aber es war lecker, denn ich hatte noch die Gewürzmischung aus Rethymnon dabei. Wir aßen zu Abend und gingen dann mit unseren Smartphone ins Bett. Immerhin gab es gutes WiFi 😀
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  • Day6

    Blaue Lagune

    September 30, 2018 in Greece ⋅ 🌧 23 °C

    Ich erzähle erst nichts von der vergangenen Nacht.

    Schon beim frühen Erwachen mit herrlichem Sonnenaufgang schauten wir auf der Hompage von dem Schifffahrtsunternehmen nach, ob heute eventuell doch das Boot zur Lagune "Balos" fährt. Zumindest gestern stand dort, dass es heute möglich sei. Aber leider gab es heute und auch morgen keine Möglichkeit, Tickets zu buchen. Dann war wohl klar, dass wir entweder dorthin gehen oder einen alternativen Tagesplan aufstellen. Wir entschieden uns zur Lagune zu gehen. Das war eine Tagesstrecke von 26km und auch hübsch, wenn wir nicht bis ganz zur ersten Lagune herunter gehen. Zur zweiten kommen wir ja eh nicht, da diese nur mit einem Schiff zu erreichen ist.

    Wir frühstückten und während wir so in den Tag hinein schauten fragten wir uns, ob wir nicht doch lieber zum Hafen gehen und und vor Ort informieren sollten. Nein. Wir raten es nicht und gingen los. Kurz vor dem Erreichen des Hafen gab es einen lauten Ton. Der kam von dem Ausflugsschiff, welches gerade den Hafen verlassen hat und zur Lagune fährt. Okay. Kurz geärgert und dann über positives nachgedacht. Aus dem Schiff hätten wir eine Stunde sitzen müssen und es war bestimmt windig und kalt. Wir hätten einen Zeitplan ohne individuelle Gestaltung und wir hätten 54€ Euro zahlen müssen und wahrscheinlich erleben wir die Weg zu Fuss zur Lagune Naturnaher mit tollen Erlebnissen. So waren unsere Gedanken. Wir ärgerten uns nicht mehr und folgten der Strasse, welche kurz nach dem Abzweig zum Hafen rechts in eine Küstenstraße mündete. Es gab hier herrliche Sandstrände und die Atmosphäre war Recht gechillt. Ein kleines Hotel liessen wir links liegen und folgten weiter der Küstenstraße. Wir gingen sie weiter entlang, querten (illegal) ein abgezäuntes Grundstück und betraten den Bereich eines anderen und auch etwas größeren Hotels. Niemand hielt uns auf und so gingen wir weiter quer über das Hotelgelände. Dann kamen wir wieder auf die Zufahrtstrasse zur Lagune. Bei einem Kontrollpunkt mussten alle ankommenden Autos Eintritt bezahlen - wir jedoch nicht. Es war eine unbefestigte Strasse, die durch den gestrigen Regen stellenweise sehr feucht war.

    Mehr wieder gab es herrliche Ausblicke auf die Küste und das Meer. Aber auch Ziegen und Schafe querten die Strasse oder lagen mitten darauf. Die Touristen in ihren Autos waren erfreut und zückten sofort ihre Smartphones. Manche schieben auch die ganze Fahrt aufzuzeichnen. Wir begegneten einer kleine Kapelle. Ein russisches paarchen mit ihrer ca. 5 Jahre alten, sich langweile den Tochter machten Fotos. Eher der Vater von der (möglichen) Mutter des Kindes - die sich in allen erdenklichen Posen an der Kirche rekelte. Belustigt gingen wir weiter und trafen erneut auf Ziegen und später auf einen kleinen Verkaufstand. Dort gab es (Thymian-) Honig, Raki und Kräuter zu kaufen. Na ca. 2,5 Stunden erreichten wir den allgemeinen Parkplatz. Auch hier war dann für die rollenden Touristen Schluss und es überholten uns viele - sehr viele Autos. Wegen der Strassenverhältnisse mussten die Autos langsam fahren. Plötzlich hupte es kurz hinter uns. Es war das Hetero-Päarchen aus Bayern, welche uns in Chania mit "Servus" angesprochen hatten. Wie klein doch die Welt ist. Auf dem Parkplatz gab es auch zwei kleine Verkaufsläden. Wir folgten einfach den teilweise in Badeschlappen daher kommenden Touristen, welche nun über steinigen und auch zum Teil matschiges Gelände wackeln durften.

    Dann plötzlich öffnete sich der Blick auf die Lagune. Leider war gerade keine Sonne da, aber trotzdem erschien sie in einem wunderbaren türkis mit hellen Sandstränden. Dann brach die Sonne immer wieder durch und zeigte die Lagune in ihrer ganzen Pracht. Es war wundervoll anzusehen, nur leider war es etwas windig.

    Auf Wunsch des Bayern-Hetero-Päarchen, fotografierten wir sie vor der Lagune. Dann gingen wir zurück. Am Parkplatz machten wir zuvor aber unsere erste Pause. Wir machen eigentlich zu wenig Pausen. Weiter ging es nun bergab. Kurz vor der kleine Kapelle begann es zu nieseln und es wurde stärker. Wir erreichten die Kapelle und gingen hinein. Dort warteten wir einen Moment, bis der Regen an starke nachgelassen hat. Wir folgten weiter Strasse zurück, über das Gelände von dem größeren Hotel, über das abgezäunte Grundstück bis zur Küstenstraße. Langsam fühlten wir uns auch erschöpft und wären froh, dass wir bald ankommen werden.

    Olaf ging ins Zimmer und ich zur Rezeption. Da wir morgen wahrscheinlich sehr zeitig aufbrechen werden und wir immer noch die einzigen Gäste in dem Hotel sind, war anzunehmen, dass morgen früh die Rezeption nicht besetzt ist. Aber das war sie jetzt auch nicht. Ich klopfte, keine Reaktion. Eine Telefonnummer stand an der Tür. Ich rief an und es meldete sich der 90 jährige. Er fragte mich wie ich sein und ich entgegnete, dass ich vor dem Office warte. Er sagte, er sei in einigen Minuten da. In Anbetracht der Schnelligkeit mit welcher er gestern unsere Buchung bearbeitete, befürchtete ich, dass bis zu seinem Erscheinen der Akku von meinem Smartphone leer sei. Aber es waren gerade mal zwei Minuten. Jetzt fühlte ich mich ihm gegen etwas schlecht.

    Wir wickelten die Rechnung ab und ich ging ins Zimmer. Dort bereitete ich das Abendessen zu uns wir aßen gemütlich auf unserer Terrasse. Es war ein anstrengender, aber schöner und erlebnisreicher Tag voller Ziegen, Schafe und Menschenfleisch. Und die herrliche Lagune erobern wir per Schiff bei unserer Rückkehr nach Kreta. Das haben wir uns fest vorgenommen.
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  • Day7

    Baumziegen und Tribbles

    October 1, 2018 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir hatten in der Nacht Besuch. Nein es war nicht der 90 jährige und auch nicht Maria. Es war die Hauskatze. Sie schlich sich durch das offene Terrassenfenster und machte es sich im Vorraum auf der dortigen Couch bequem. Man hörte sie schnurren und sich mit ihren Krallen in der Couch verankern. Olaf stand auf und schaute nach. Zu seinem Unmut lag die katze auch noch auf seinem Shirt. Trotz der mündlichen Aufforderung endlich zu gehen, rekelte sie sich und schnurrt auch noch zuckersüß dabei. Schweren Herzens hat Olaf sie dann doch aus dem Zimmer vertrieben.

    Gegen 07:00 Uhr wurden wir wach, meditierten und standen danach auf. Das Frühstück war schnell zubereitet, obwohl wir wegen des langsamen Herdes auf heisses Wasser warten mussten. Die Zeit füllten wir mit packen unserer Rucksäcke auf. Maria schaute vorbei, rüttelte an der Tür. Sie dachte wohl, dass wir nicht mehr da waren. Als sie mich sah sagte sie mehrmals laut und mit rollendem "R" - sorry. Das höre sich irgendwie lustig an und sie schüttelte dabei noch ihre Ärmchen. Nach dem wir alles gepackt und uns nochmals versicherten nichts vergessen zu haben, gingen wir los.

    Wir folgten der Hauptstrasse zurück nach Kissamos (oder Kasteli), warfen rückwärts einen letzten Blick auf das Hotel und quälten uns an der Strasse mit den schnell fahrenden Autos entlang. Wir mussten über den Punkt hinaus, an dem wir vor zwei Tagen aus dem Bus von Chania gestiegen waren. Kurz dahinter ging es rechts in eine Seitenstraße und siehe da, es wurde deutlich ruhiger. Aber auch anstrengender, da es ab jetzt immer bergauf ging. Zunächst jedoch leicht. An einer kleinen Miniatur-Kapelle bogen wir wieder rechts ab und folgten der geteerten Strasse. An deren Abbiegung nach links, gingen wir weiter geradeaus in einem Schotterweg. Etwas schwer zu gehen und leicht stärker ansteigend. Immer wieder waren schöne Ausblicke auf die Umgebung und der Küste mit Kissamos möglich. Wir folgten der Navigation von Komoot und kamen an einer kleine Kirche vorbei, die sehr schön gelegen war. Wir umquerten diese quasi auf einer Strasse, umsogleich erneut in einen leicht ansteigenden Sandweg einzubiegen.

    Der Weg ging durch Olivenhaine. Es waren sehr kleine Oliven an den Bäumen und wir vermuteten, dass sie für die Ölproduktion genutzt werden. Immer wieder sahen wir interessante Konstruktionen aus Rohren, Wasseruhren und Schläuchen. Hier wurde offensichtlich die Wasserzufuhr zu den einzelnen Grundstücken geregelt.

    Bevor wir die kommende kleine Siedlung erreichten, erreichte uns zunächst ein heftiger, aber dafür kurzer Regenschauer. Wir stellten uns unter einem der grossen Olivenbäume und waren gerade beim Auspacken unser Käfercapes, als es wieder aufhörte. Erfreut setzten wir unseren aufsteigenden Weg fort. In Polirrinia machten wir unsere erste Pause und waren sehr freudig überrascht, hier den ersten Wegweiser vom E4 zu sehen. Ein schwarz umrandetes, mit gelb ausgefüllten und auf den Kopf stehendem Quadrat. Innen stand "E4". Man war das spektakulär.

    Wir bogen in einen Nebenstrasse, die später wieder in einem Schotterweg überging. Unsere Navigation führte uns sodann links sehr steil nach unten ins Tal, wo uns eine kleine Teerstraße sehnsüchtig erwartete. Wir folgten ihr entspannt und kamen an einer Kirche zum Eingang zur Schlucht "Sirikari". Ein Gatter versperrte den Weg und wir öffneten es. Gemäß der Regel - "So wie du es vorfindest, verlasse es". Nach einer Weile kamen wir zu einer alten steinernden Brücke. Es war eine alte Packesel-Brücke, recht hübsch anzusehen. Ich hörte schon Stimmen und die kamen von einer grossen Reisgruppe aus einem Gemisch von Engländern und Deutschen. Sie waren gut drauf und grüßten auch sehr freundlich, so dass wir zurück grüßten. Wir folgten den schmalen Trampelpfad weiter in die Schlucht. Die Stimmen von der Reisegruppe verstummten und es war ganz still. Die Bergvögel und Ziegen mit ihren Glocken hörte man sanft in der Ferne - oder war es doch Nah? Es war schwer zu unterscheiden. Der Weg durch die Schlucht war traumhaft schön. An einer Stelle kletterte eine grosse weiße ziege sogar auf einen Baum, um an dessen kleinen Zweigen an die Blätter zu kommen. Das sah irgendwie super aus. Nochmals kam uns eine Reisgruppe entgegen, diesmal nur Deutsche. Auch diese waren gut drauf und grüßten - wir wieder ebenso. Weiter in der Schlucht wurde der Weg teilweise durch den vorherigen Regen etwas matschig und man musste aufpassen wohin man trat. Das wiederum war Schade, denn so konnte man beim Gehen nicht die Umgebung bewundern. Aber dafür umso mehr, wenn man stehen blieb.

    Der Weg stieg erneut an und über ein Grundstück, verließen wir dann die Schlucht. Es ging kurz auf einer Strasse waagerecht entlang, um dann später wieder leicht anzusteigen. Der Weg ging an Kastanienbäume vorbei und die auf dem Boden liegenden Früchte sahen wie "Tribbles" aus. Wer Startrek kennt, kennt auch Tribbles. Einige Einheimische sammelten diese Früchte in Massen auf und wir waren dann der festen Überzeugung, dass es sich bei den Kastanien um Rosskastanie handelte. Der Bodenbelag bestand nun aus losen Steinen, aber man konnte den Weg gut erkennen. Wir kamen an großenn Hainen von diesen Rosskastanien vorbei und durchquerten diese. Wir bogen dann rechts ein und gingen erneut bergauf. In der Ferne sah man auf dem Bergkamm Windräder und auch scheinbar Wege in den Fels gehauen. Genau da mussten wir auch entlang und die Windräder rechts und links liegen lassen. Wir überquerten den Bergkamm und das Geräusch, welches von den riesigen Windräder verursacht wurde, war durch seine Rhythmik sehr eindrücklich. Ab hier ging es nur noch im zick-zack bergab in ein anderes Tal.

    Wir folgten dem Weg und kamen auf sie Teerstraße, welche nach Kampos - unserem heutigen Ziel, führte. Erleichtert unsere Unterkunft gefunden zu haben, gingen wir etwas schneller. Wir gingen in die Taverne, in der wir gebucht hatten. Es gab bei der Buchung über booking.com etwas Schwierigkeiten mit der Kreditkarte und somit war unsere Buchung storniert worden. Aber natürlich gaben sie uns ein Zimmer. Wir duschten zunächst bzw. wuschen einen Teil unserer Wäsche und hängten diese zum trocknen auf die Leine am Balkon. Dann gingen wir essen. Erfreut begrüßte uns die vermeintliche Tochter vom Besitzer. Wir bestellten einen Gurken-Tomaten Salat, für uns beide jeweils eine doppelte Portion Pommes und jeweils einmal fritierte Zucchini. Ich musste jedoch noch einmal ins Zimmer und die Wäsche abnehmen. Denn es war sehr stürmisch. Das Essen war sehr lecker und die Bedienung sagte, dass wir wir noch einmal fritierte Zucchini bekämen. Wir fragten nach, da wir ja jeweils nur eine Portion bestellt haben. Die Bedienung sagt, weil wir kein Fleisch essen, bekommen wir eine grosse Portion zusätzlich vom Haus. Na wenn das Mal nicht nett war. Danach kam dann der Herr des Hauses und brachte noch zwei Stücken Schokoladenkuchen und Raki. Wir überlegten kurz, ob wir hier überhaupt wieder weg wollen.

    Danach gingen wir satt und leicht angetrunken zu Bett.
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  • Day10

    Asklepiostempel

    October 4, 2018 in Greece ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Nacht war frisch. Ich benötigte eine Decke. Aber sonst haben wir gut geschlafen. Nach dem Aufwachen und der Meditation gingen wir zum Frühstück. Dort ging man sehr gerne auf unsere vegane Ernährungsgewohnheiten ein und brachte uns entsprechend ein gutes Frühstück. Es gab frisches Brot, Tomaten, Oliven, frisch gepressten Orangensaft, Kaffee, Weintrauben, Marmelade, eine mit Spinat gefüllte Blätterteigtasche und natürlich unser liebgewonnenes Olivenöl. Die Bedienung fragte uns, ob wir Brüder ich seien. Denn wir sehen uns so "ähnlich". Ist das wirklich so?

    Nach dem Frühstück gingen wir kurz auf das Zimmer und packten unsere Sachen. Heute haben wir eine Etappe von knapp 15km vor uns und da können wir uns auch etwas mehr Zeit lassen.

    Die Stadt oder der Ort Paleochora ist ein kleiner und ruhiger Küstenort. Es gibt zwar eine Menge an Menschenfleisch, aber es scheint nicht die fiese Art von Touristen zu sein, was wir so kennen. Es wirkt irgendwie ruhiger und gesetzter. Hier fühlten wir uns auch wohl.

    Etwas wehmütig verließen wir das Hotel und gingen gleich links die Strasse in Richtung altes Zentrum und der Festung. Die Festung wollten wir als ersten Highlight der Strecke noch mitnehmen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Kirche mit einem sehr interessanten Eingangstor (oder war es der Turm mit der Glocke?) vorbei. Wir gingen hinein und waren von der bunten und scheinbar neuen Gestaltung der Wandgemälde schier erschlagen. Das gefiel uns nicht und wir gingen gleich wieder raus und an der Kirche ebenfalls links die Stufen zur Festung hoch. Auf dem Weg zur Festung und den Stufen, kamen wir an zwei Restaurants vorbei. Die Lage war ja echt super und eins von den beiden lud mit grossen Polstern zum chillen ein. Aber nicht um diese Uhrzeit, denn sie hatten beide geschlossen. Noch nicht einmal Breakfast gab es. Wir gingen an beiden vorbei weiter die Stufen hinauf. Oben angekommen, gab es einen tollen Rundblick über Paleochora und dem Meer. Ein paar Ruinen auf dem Gelände zeugten doch von einer ehemals mächtigen Festung.

    Nach der Besichtigung gingen wir den selben Weg zurück durch die Stadt, aber dann nach rechts an Küste und folgten der Teerstraße. Scheinbar war es ein Ort, wo viele auch ihre Wandertouren starten oder beenden. Jedenfalls waren einigen Menschen mit entsprechenden Equipment unterwegs und sogar auf unserer Route. Diese kleine Straße führte auch zu zwei Stränden und so überholten uns auch einige Autos mit badewilligen Touristen. Später sahen wir sie dann wieder.

    An dieser Straße entlang zu gehen, war nicht sonderlich schon. Umso mehr dafür der Blick, wenn wann sich zu Paleochora zurück drehte. Die Teerstraße ging in eine Schotterpiste über. Am Anfang dieser Schotterpiste stand ein Schild mit einem Hinweis auf Englisch für die Autofahrer. Diese sollten wegen der Staubentwicklung bitte langsam fahren. Und so war es auch. Diese Trockenheit war schon schwer zu ertragen. Aber wenn schnell vorbei fahrende Autos kamen und Staub aufwirbelten, war es unangenehm.

    Wir erreichten den ersten Strand. Ein Kiesstrand - unspektakulär aber schön. Der zweite sollte gleich dahinter sein. Ich wunderte mich schon wo diese vielen Autos hin sind, die uns überholt haben. Sie müssten somit alle an dem zweiten Strand sein. Bunte Schilder zeigten dem Weg zum "Sandy-Beach". Ich erwartete schlimmes. Laute Musik und kreischende Kinder. Wir bogen zu "Sandy-Beach" links ein und waren überrascht. Es war leise, ruhig, eine chillige Atmosphäre. Es gab eine kleine Bar mit Küche. Hier an dem Kiesstrand konnte man es tatsächlich den ganzen Tag aushalten.

    Wir jedoch folgten von nun an der Beschilderung vom E4. Eine Weile ging es auf engen Trampelpfaden an der Küste entlang. Immer wieder toll wie das Meer sich zeigte. Wieder ein Strand - eher wilder Strand. Hier konnte man sogar FKK baden. Zwischen großen Steinen ging der Weg weiter. So langsam stieg es auch an. Wir wussten, dass wir heute noch zwei extreme Aufstiege hatten. Schätzten diese aber nicht als "extrem" ein - was für eine Täuschung. Denn es ging nach oben und andere Seite von den Küstenfelsen entlang und immer weiter nach oben. Es war kein einfacher Weg, denn kleine Steinchen könnten ins Rollen kommen. Wir schoben uns immer mehr schnaufend und zunehmend schwitzend nach oben. Mehrmals mussten wir schon nach 40m anhalten, um Luft zu holen. Hinzu kam die Wärme und die Sonne. Irgendwann machten wir Pause. Völlig außer Atem setzen wir uns an den Rand unter eine Krüppelkiefer und tranken Wasser und aßen Obst und Kekse. Wieder zu Kräften gekommen, setzten wir den schweißtreibenden Aufstieg fort. Mal wurden wir überholt und mal überholten wir die, die uns überholt haben.

    Von 0 auf 250m Höhe angekommen, waren wir froh endlich wieder einmal waagerecht gehen zu können. Immer noch kamen uns Wandergruppen entgegen. Meistens Deutsche und Engländer. Wir näherten uns so langsam unserem zweiten Highlight dieser Etappe. Einem alten Asklepios-Tempel. Aber eigentlich eher eine Ruine. In dem Tempel selbst soll sich noch ein wundervolles Bodenmosaik befinden das wollten wir sehen uns noch eine Trinkquelle, der man heilende Kräfte zusprach. Aber zuerst mussten wir in das Tal, denn dort befand sich die Ruine von dem Tempel. Es ging bergab, was auch mal gut war. Aber auf Dauer auf die Knie ging und wir froh waren, endlich unten an der Ausgrabungsstätte angekommen zu sein. Dort war die Quelle mit den heilenden Kräften und ein Rastplatz. Dort trank ich meinen Retsina (ein Überbleibsel von gestern Abend) aus, den ich heute morgen in eine Trinkflasche umgefüllt hatte und füllte diese mit dem heilenden Wasser auf. Auch all unsere anderen Wasserflaschen füllten wir wieder auf.

    Na der ausgiebigen Rast gingen wir weiter. Denn nun kam der zweite Aufstieg. Allerdings sollte dieser nicht so extrem wie der vorherige sein. Wir gingen oder besser stiegen über die Felsen in der Ausgrabungsstätte weiter nach oben und kamen zu der Stelle, an welcher sich die Ruine von dem Tempel mit dem schönen Bodenmosaik befand. Leider konnte man nicht bis an das zerfallenen Gebäude ran, um das Bodenmosaik bewundern zu können. Ein Zaun als Schutz der Ruine sorgte für einen großen Abstand. Aus der Ferne machte ich ein Foto. Wir stiegen weiter hinauf und hinauf. Über Felsen und Felsen. Immer wieder wirklich tolle Ausblicke. Dieses Ausgrabungsstätte barg auch ein kleine Amphitheater und ich stellte mir vor, wie die Menschen über die Berge geklettert sind, um ins Theater zu gehen. Heutzutage wird alles gestreamt und das ist auch gut so. Denn jeden Freitag hier hoch zu klettern um etwas Unterhaltung zu haben, ist schon ein tolles Stück Arbeit 😉

    Ober auf dem Plateau angekommen, ging es weiter zwischen "Heidekrautsträuchern" und Gestrüpp auf Trampelpfaden entlang der Markierung vom E4. Dann ging es wieder zick-zack bergab in eine Schlucht. Der folgten wir bis zu deren Ausgang am Hafen von Sougia. Was für eine Strecke. Kurz aber heftig.

    Am Hafen fragten wir an einem kleinen Ticketschalter, ob morgen die Boote nach Agia Roumeli fahren und ab wann. Es fahren wohl demnach zwei. Die Fähre um 07:40 Uhr und ein kleineres, wohl privates Charterunternehmen, um 09:20 Uhr. Da haben wir eine Auswahl - na ja. Wir denken, dass wir die Fähre um 07:40 Uhr nehmen werden. Denn sicher ist sicher. Sollte diese nicht fahren, haben wir um 09:20 Uhr eine weitere Chance. Wenn die Boote nicht fahren, bleibt uns nur der anstrengende E4 Wanderweg an diesen Küstenabschnitt bzw. die Fahrt mit dem Bus zur Omaloshochebene und von dort bergab mit Massen von Touristen durch die Samaria-Schlucht (16km) nach Agia Roumeli. Hoffentlich fahren die Boote, denn es ist auch einmal eine tolle Abwechslung auf diesen Trip.

    Aber zunächst gingen wir zu unserer Unterkunft. In der Nähe vom "Pelikan-Minimarkt" soll sich dann links daneben das "Anchorage" befinden, wo wir eine Nacht bleiben. Juch-hu, wir haben es gefunden. Es werden mehrere Zimmer angeboten und eine Taverne gehört auch dazu. Spezialitäten sollen vegatarische Gerichte sein. Na wenn das mal nicht ein Zeichen ist. Heute Abend werden wir hier bestimmt vegetarische Moussaka essen. Aber erst einmal auf das Zimmer, duschen und eine Pause einlegen. Das haben wir uns wirklich verdient.

    Nach der ausgiebigen Pause, gingen wir zunächst ein wenig zum Strand und nochmals zum Hafen. Dort erkundigten wir und am diesmal geöffneten Ticketschalter der Fährschiffgesellschaft. Demnach ist es so, dass um 07:40 Uhr die Fähre nach Agia Roumeli ablegt.

    Wir gingen zu unserer Unterkunft zurück, kauften im Supermarkt nebenan ein paar Lebensmittel und ich mir Surferschuhe, als leichter Ersatz für meine Schuhe. Dann hoben wir am Geldautomaten Geld für die kommenden Tage ab. Denn das scheint uns in der kleineren Orten schwieriger zu sein. Danach gingen wir essen und wir waren wirklich hungrig. Olaf nahm Pommes (die sehr lecker und in Würfel waren), Okraschoten in Tomatensauce. Ich ebenfalls Pommes und die vegetarische Moussaka. Vorweg gönnten wir uns einen griechischen Salat. Gekrönt mit einem gezapftes Bier. Alles war sehr lecker und nachdem wir mehr als satt waren, gingen wir auf Zimmer und saßen noch etwas auf dem Balkon. Es war eine Laue Sommernacht und die Musik in den Tavernen brachte eine schöne Stimmung auf. Glücklich gingen wir zu Bett.
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  • Day24

    Chania

    November 15, 2016 in Greece ⋅ ⛅ 15 °C

    Im Hostel auf Kreta angekommen treffe ich auf einen Ami, der wohl eine ähnlich schlaflose Nacht hatte, jedoch nicht, weil er wie ich die Nacht auf der Fähre verbracht hat, sondern weil ihn die Frage nach Determinismus oder freiem Willen nicht loslässt. Nach einer ausgiebigen Grübel- und Gesprächsrunde zu diesem Thema, begebe ich mich, mit der festen Überzeugung, dass diese Entscheidung auf freiem Willen basiert, ins Bett und hole ein paar Stündchen Schlaf nach. ;)

    Das Hostel und die Stadt selbst sind sehr ruhig in der Wintersaison, aber dennoch schön. Die meiste Zeit verbringe ich damit, die Stadt und umliegende Strandabschnitte zu erkunden, meine restliche Reise zu planen und ein klein bisschen zu arbeiten.

    Herausforderungen: Waschmaschine und Waschpulverautomat auf Griechisch zu bedienen, ohne, dass diese Höllengeräte mein gesamtes Geld verschlingen; Akzeptieren, dass man ohne Zelt, Trampen oder Auto mieten eben während den Wintermonaten auf Kreta weniger Optionen hat.

    Erkenntnisse: “The past is history, the future is a mystery, but today is a gift - that’s why they call it ‘the present’” (Aus dem Film Kung Fu Panda); Man braucht nicht unbedingt einen Herd zum Nudeln kochen – der Kaminofen tut‘s auch.
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  • Day15

    Die Festung am Meer

    October 9, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 19 °C

    Die Nacht in Chora Sfakion war erstaunlich ruhig, damit hätten wir nicht gerechnet. Zwar mussten wir vor dem Schlafen gehen 2 deutsche Ehepaare zur Ruhe bitten, aber ansonsten was es ruhig. Die Klospülung plätscherte vor sich hin und verstärkte den Meereseindruck. Das Zimmer war zwar klein, aber völlig in Ordnung. Wir standen auf, meditierten heute nicht und gingen nach dem Packen unserer Rucksäcke zum Frühstück in die Taverne am Hafen. Es gab "Continental" und es war in Ordnung. Immerhin stand Olivenöl auf dem Tisch. Nach dem Frühstück ging es los.

    Wir gingen fast die selbe Strecke, welche wir gestern zur Imbros-Schlucht gegangen sind. Natürlich war es früh am Morgen und der Tag war jung, so waren es dann auch zu gestern wieder andere Eindrücke. Gern erinnerten wir uns, wo wir den ersten Tierschädel gefunden haben, wo wir vom Strand nach oben zur Straße kamen und uns ein Hund verjagt hat - zumindest dachte er das. Und wir wieder an der schönen Hotelanlage vorbei kamen, wo wir am Abend zuvor gelesen haben, dass es sich um ein FKk-Hotel handelte. Ich glaube wir beide malten in unseren Köpfen aus, wie sich der Tagesablauf nackt in einem Hotel gestaltet. Ober das Personal am Empfang ebenfalls nackt ist?

    Vorbei an der Taverne, wo wir am Tag zuvor die Cola gekauft haben und gingen zügigen Schrittes durch den Ort, wo wir gestern die Imbros-Schlucht betreten haben. Nach dem Verlassen des Ortes war alles wieder "Neu" für uns. Ein herrliches Panorama eröffnete sich uns. Links die sehr hohen Berge "Lefka Ori", dann flaches Land und rechts das blaue Mittelmeer. Über den Bergen schob sich ein riesiger weißer Wolkenmantel. In der Ferne könnten wir schon unser heutiges Ziel "Frangokastello" sehen.

    Zunächst gingen wir weiter auf der wenig befahrenen Straße und kamen durch zwei Orte. Durch das Wandern stellten wir fest, dass wir die Umgebung, die Atmosphäre und den Moment viel intensiver und ehrlicher wahr nehmen, als wenn wir mit dem Auto einfach vorbei fahren würde. Da war die bunt bemalte Schule mit den Kindern, da war die alte Dame die Wäsche aufhängte, da war der alte Grieche im Garten mit einem (sehr) dicken Bauch im String Tanga, da waren die Hunde, die Ziegen, die Katzen, die Schafe und die vielen kleine Echsen, welche vor uns weg huschten. Aber auch die Gerüche von den Kräutern, vor allem Thymian und Oregano und von den Feigenbäumen. All das würde man im Auto nicht mitbekommen, wenn man "einfach" nur vorbei fährt.

    Wir erreichten hinter dem Dorf "Nektarios" eine Art Ausstellung in einem restaurierten Turm. Zusätzlich gab es "organic products" aus Oliven. Und natürlich Literweise Olivenöl und Seife. In dem Turm war eine Ausstellung zu einem Comic Namens "Messara" von Jacques Terpant & Denis Falque. Wie an deren Namen zu erkennen, waren die ausgestellten Comic-Seiten nur in französischer Sprache. Aber sie waren sehr gut gemacht und gerne hätten wir auch eine Version in Deutsch gehabt.

    Wir gingen kurz die Strasse hinunter und bogen dann rechts in eine Schotterpiste. Dieser folgten wir genau auf das blaue Meer zu. Erst am Ende dieser Piste sahen wir, dass es eine kleine Steilbucht war. Unten natürlich wieder ein schöner Kiesstrand, aber sehr schwer zu erreichen. Wir gingen zunächst oberhalb der kleinen Steilküste entlang und suchten einen kleinen Trampelpfad, welcher uns in unserer Navi-App angezeigt wurde. Dazu mussten wir zunächst wieder durch kratziges "Heidekraut" gehen und fanden dann auch den kleinen Pfad. Diesen folgten wir, weil er in eine größere Schotterpiste münden sollte. Das tat er auch, allerdings durch einen von uns mittlerweile geliebten Maschendrahtzaun versperrt. Wir öffneten diesen einfach und folgten der Schotterpiste ca. 20 Meter bis zu einer asphaltierten Straße. Diese Straße mit ein paar Häusern gingen wir bis zu einem ausgedehnten Sandstrand entlang. Es waren gerade Mal 3 Menschen an diesem Strand. Für uns unerklärlich. Wir gingen an diesem Strand entlang und bogen dann links auf einen asphaltierten Weg ein, denn so mit Wanderschuhen im Sand zu gehen ist ganz schön anstrengend.

    Immerhin haben wir damit unser Ziel "Frangokastello" erreicht. Ein sehr zersiedelter Ort. Wir kamen an mehreren Supermärkten vorbei und hatten somit keine Angst mehr, elendig verhungern und verdursten zu müssen - hehe. Wir erreichten unsere Unterkunft, das Hotel "Coral" direkt am Meer. Sehr chillige Atmosphäre. Wir erhielten unser Zimmer mit schöner Terrasse vor der Tür und nach einer kurzen Pause ging es weiter zur (kleinen) Festung. Sehr schön anzusehen und 2 € Eintritt waren in Ordnung. Dieses Kastell gab wirklich ein herrliches Motiv vor den Bergen und dem Meer ab.

    Danach gingen wir nackt baden im blauen Meer und verbrachten dort den Nachmittag. Zum Abend hin gingen wir zurück zum Hotel und am Kastell in der schönen Abendsonne vorbei. Im Hotel aßen wir dann zum Sonnenuntergang am Meer zu Abend. Es war wieder ein schöner Tag und wieder spürten wir unsere Liebe ❤️
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  • Day11

    Phalasarna

    July 26, 2016 in Greece ⋅ ⛅ 17 °C

    "Venus und Adonis" - und Carlotta.

    Adonis größte Chance, Venus nach erstem Blickkontakt wirklich zu beeindrucken ist , sich mit seiner Gefolgschaft Noah hinter dem Toilettenhäuschen zu verstecken und so den Abend in spirituellem Kontakt verstreichen zu lassen. So geschehen am ersten Abend Ihrer Schicksalshaften Begegnung - Nachtrag bei Wikipedia, Richtungswechsel. Diesen poetischen Gedanken zerstört Uli mit forschem Einsatz - und organisiert das anfänglich zögerliche Spiel der beiden - mit Hofstaat.
    Carlotta mit ausgeprägter weiblicher Intuition erkennt schon in den ersten Sekunden die große Liebe, plant den Umzug Costanzas samt ihrer italienischer Familie in die Saarstrasse , arrangiert die Eheschließung und ist auf der Suche nach den schönsten Kindernamen für die beiden.
    Adonis Vincent in coolster Coolness ist von all dem natürlich völlig unberührt - Venus Costanza ist ihm vorgeblich egal, anfänglich - Taten sprechen aber andere Worte. Bis gestern blieb meine Bitte, mit mir an den Strand zu kommen, unbeachtet - jetzt verbringt Vincent nahezu den ganzen Tag dort, in unmittelbarer Nähe der gesamten italienischen Familie - sogar die Liege organisiert er selbständig. Nur ich soll doch irgendwann bitte nachkommen - ihm Gesellschaft leisten, aber bitte in Abstand.
    Carlotta in weiser Voraussicht " das wird aber Tränen geben bei unserer Abreise, könnte einem fast ein bisschen leid tun" - scheint sich wohl in Kürze zu bewahrheiten.
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  • Day1

    Kreta dan 1 - Chania

    August 20, 2015 in Greece ⋅ ☀️ 32 °C

    ...težko pričakovan dopust se je začel...vedno je cilj pot sama, ampak vseeno je prvi dan naporen....parkirni prostor v Trevisu smo dobili, ampak komaj, očitno je res gužva....po jutranji kavi in čakanju da smo oddali prtljago (tokrat brez pretiranih tezav s prepakiravanjem-20kg), smo končno dočakali let proti Kreti...lepo vreme in ogled iz ptičje perspektive "mojega morja" in po dveh urah in pol pristanek na Kreti....

    Vroče, 36 stopinj, sonce...pričaka nas gospod iz rent-a-cara, AthensCar...frajer se predstavi, opravi papirje in plačilo kar na šalterju na letališču, pa ne njihovem šalterju, ampak imamo avto, Fiat Panda, rumene barve :)

    Odpeljemo se v cca od letališča 20 km oddaljeno mesto Chania, ki je naše prvo izhodišče, najdemo zastonj parkirno mesto zraven starega dela mesta, Casa Veneta in ob prihodu smo deležni pregovorne grške gostoljubnosti. Sin George in ata Stavros nam vsem stisnejo roke, povprašajo kako smo, kaj bomo spili, prinesejo vodo, ne dovolijo da bi sami odnesli kovček, nam upgradajo studio v apartma, skratka...super...

    Po osvežitvi se sprehodimo po staremu mestu, luštno in slikovito mesto, fine male ulice z gostilnicami, pisanimi prti, suvenirji, itd....res odličen prvi vtis....lakota nas posede v eni izmed luštnih gostilnic in takoj hladno pivo, Ouzo, Tzatziki in prvo "guštiranje" grške kulinarike....odlično...

    Večerni sprehod po ulicah, ogled cerkvice, svetilnika, v trgovino, izvemo da je odstopil Cipras in spat....jutri so na vrsti plaže....
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  • Day3

    Kreta dan 3 - Chania market and old town

    August 22, 2015 in Greece ⋅ ⛅ 28 °C

    ...kalimera...a bankomati še dajo denar?...alora pridem vč ksno.....danes dolgo spali, saj so včeraj pod balkonom v živo svirali do pol dveh zjutraj....opaaaa.....in danes je easy dan, zato se zjutraj odpravimo peš po starem mestnem jedru do tržnice, ki je na 4000 m2. Ni tako slikovito in pestro kot tržnice na Siciliji, ampak kljub vsemu ima vsaka tržnica svoj čar. Vse možne olive, siri, feta, meso, majice, tekstil, pijača itd....vse kar pričakuješ in veš da bo tam :) Je pa vroče danes, 32 stopinj že ob 10.30....

    Po tržnici v trgovino in na rivo na kafe in Ouzo...Avalon rock caffe...muzika super...kelnarca bi verjetno kaki gram rabila da pride k sebi....majku božiju....

    ...in še en zanimiv pojav opažamo že tretji dan....revolucijo selfie stickov...vsepovsod prodajajo selfie sticke in raja to veselo kupuje in se ko blesavi na vsakem vogalu "selfie stickajo"....po mestu hodijo kar z iztegnjenimi selfie sticki z namontiranimi telefoni in ko velika želja po delitvi na socialnih omrežjih (vsakih 10 korakov) pride do vrhunca...smo lahko priča že bizarnim prizorom kak si z selfie palico v eni roki, z drugo roki popravljajo frizure, delajo "duck face", vlečejo lampe noter itd....majmuni...če nočeš lampa na fotki se te vsaj slikaj od prsi navzgor...:)....skratka....jebo vas selfie stick.....

    Po kosilu, ki smo si ga skuhali kar doma v apartmaju, smo imeli vzgojne ure in potem ko je naša mala popotnica le privolila v počitek in spanje, smo se odpravili do lokala Aria Del Mare, kjer naj bi bil najlepši sončni zahod v mestu....ki so nam ga skrili oblaki, sicer bi verjetno bil res, saj sediš na ploščadi nad morjem. Nazaj v mesto, punce so si kupile grške oblekice, babe pač :), vmes je mala popotnica še poljubila beton zaradi pretiranega teka, ko smo jo malo umili in sestavili nazaj, smo naredili še zadnji sprehod po mestu Chania in jutri nadaljujemo pot proti vzhodu...mesto Agios Nikolaos prihajamo....
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You might also know this place by the following names:

Nomós Chaniás, Nomos Chanias, Chania, Χανιά, La Canea

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