Greece
Thessaly

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Travelers at this place
    • Day190

      Thessaloniki to Laris(s)a

      January 3 in Greece ⋅ ⛅ 13 °C

      Nach dem feinen Frühstück ziehen wir uns nochmals für eine Stunde ins Bett zurück.
      Um 9.30 Uhr stehen wir definitiv auf, machen uns fertig, packen die letzten Sachen ein und laufen zum ungefähr 20 Minuten entfernten Parkplatz. Dort holen wir unseren Panda ab, fahren zurück zur Wohnung, schmeissen alles ins Auto und fahren zum One Salonica Outlet Mall. Dort trinken wir zuerst einen Kaffee, danach möchten wir im riesigen Einkaufszentrum, Sklavenitis (was für einen komischen Namen 🙄) einkaufen. Dieses ist aber heute geschlossen. Scheinbar ist der 3.1 auch noch ein Feiertag.

      Dann fährt Martina 1.5 Stunden bis zum ersten Stopp. Dort tanken wir günstig (Müggi hat diese Tankstelle im Vornherein herausgesucht). Auch halten wir immer wieder, um den riesigen Olymp zu fotografieren. Der Olymp ist mit seinen 2917 Metern der höchste Berg Griechenlands und gilt als Sitz von 12 Göttern sowie als Thron vom Göttervater Zeus. 1913 wurde dieser zum ersten Mal erklimmt.
      Müggi übernimmt dann das Steuer für die letzte Etappe, die ebenfalls 1.5h dauert.
      In Laris(s)a versuchen wir dann nochmals unser Glück beim Sklavenitis. Doch auch dieser hat zu. Also kaufen wir dann im Lidl unsere Znachts für die kommenden Tage ein.

      Wir erreichen das neue Airbnb. Es hat kaum Parkplätze, obwohl in der Beschreibung steht, dass es welche gibt. Wir haben jedoch Glück und parken unser kleines ,Truckli' in eine enge Lücke.
      Danach laufen wir zum Wohnhaus. Dort erwartet uns ein Treppenhaus ohne Licht. Als wir die Wohnung betreten, hat Martina kurz eine Krise. Sie ist nämlich ultra klein und ist nur mit einer Herdplatte ausgestattet. Zudem ist es kalt.
      Auch das Bad ist sehr alt. Wieder besteht die Dusche nur aus einem Schlauch... Somit wird das WC plus das Lavabo mitgewaschen. 🙈
      Wir kochen anschliessend das Abendessen und versuchen das Beste aus allem zu machen.

      P.S.: Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir hier Larisa oder Larissa schreiben sollen - auch auf den Strassenschildern hier her wird frischfröhlich zwischen den beiden Schreibweisen gewechselt. 😂 Aber anscheinend ist Larisa der griechische und Larissa eher der „ausländische“ Name.
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    • Day191

      Meteora-Klöster

      January 4 in Greece ⋅ ⛅ 14 °C

      Nach einer kühlen Nacht (mit langen Trainerhosen und einem dicken Pullover war es ok 🥶), stehen wir um 7.15 Uhr auf.
      Wir frühstücken und machen uns dann auf den rund einstündigen Weg zu den Meteora-Klöstern. Müggi fährt, während Martina in den Tiefschlaf versinkt. 💤💤

      Dort angekommen, wandern wir zu dem wohl bekanntesten der Klöster, dem "Holy Trinity" (kommt im James Bond Film „In tödlicher Mission“ mit Roger Moore vor). Scheinbar ist es dasjenige Kloster, von welchem aus man den schönsten Ausblick geniessen kann. Auch sei es nicht extrem überlaufen, da der Weg, der dorthin führt, anscheinend der strengste sei. ⛰
      Wir finden ihn zwar nicht anstrengend, doch tatsächlich hat es sehr wenig Leute vor Ort. 🙏 Pro Person bezahlen wir drei Euro, um das Kloster zu besuchen. Martina muss sogar noch einen Wickelrock überziehen, da ihre hautengen Leggins offensichtlich nicht dem Dresscode dieses Ortes entsprechen. 🤭
      Wir werden beim Betreten des Glaubensortes von einer zuckersüssen schneeweissen Katze begrüsst. Sie verfolgt uns vom Anfang bis zum Ende unseres Besuches.
      Als wir absitzen, und den Ausblick geniessen, hüpft sie auf Müggis Beine. Sie schmeichelt sich an ihn und vergräbt ihr Köpfchen in seine offene Jacke. Diese härzige Mieze verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Schlussendlich fällt besonders Müggi der Abschied schwer. 🥺
      Schon wieder würde er am liebsten eine Katze ,einpacken' und mit nach Hause nehmen. 🤭🐈‍⬛

      Nach dem Besuch dieses heiligen Ortes, fahren wir zu einem Aussichtspunkt und schauen von dort aus über alle 6 Klöster, die heute noch bewohnt sind. Der Name Meteora leitet sich übrigens von meteorizo ab, was so viel wie „in die Höhe heben“ bzw. „im Raum freischwebend“ bedeutet. Damit ist die Lage der Klöster gemeint, die auf hohen, senkrechten Sandsteinfelsen gebaut wurden.

      Die bizarren Gesteinsblöcke- und Formationen, die über die Stadt Kalambaka ragen, kann man schon von Weitem, bei der Anfahrt, sehen. Diese Steinfelsen wurden durch prähistorische Flüsse geformt und anschliessend durch Erdbeben, Erosionen, starke Winde sowie Regenfälle in die heutige Form gebracht.
      Darauf baute man dann die verschiedenen Klöster. Das Klosterleben in Meteora begann etwa im 11. Jahrhundert, als die ersten Mönche dort ankamen und sich in den Höhlen und Nischen der Felsen einnisteten.

      Ein wirklich spezieller und spiritueller Ort. Uns gefiel der Ausflug dorthin sehr gut.
      Wir fahren dann um 12.00 Uhr zurück nach Larissa und kaufen dort noch den Rest der auf der gestrigen Einkaufsliste übrig-gebliebenen Lebensmittel ein und fahren dann zum Airbnb. Dort verstauen wir alles in der Wohnung und laufen zum Mikel-Coffeeshop. Dort genehmigen wir uns eine braune Brühe ☕ und unterhalten uns über dies und das. 🥰
      Anschliessend gehts wieder zurück in die Wohnung.
      Dort füllen wir alle nötigen Beantragungsformulare für Thailand aus, denn seit heute steht fest, dass man weiterhin in Phuket einreisen kann. 🥳
      Das Ausfüllen erweist sich als sehr kompliziert. Alle Dokumente müssen in einer bestimmten Form hochgeladen werden. Dann merken wir, dass das ,Insurance-Certificate' der Atupri am 31.12.2021 ablief. Also müssen wir ein neues beantragen und hoffen, dass dies so schnell wie möglich zugestellt wird.
      Dann heisst es, PCR-Tests buchen und direkt bezahlen (je 2x). Der erste Test wird bei der Ankunft am Flughafen in Phuket gemacht. Der zweite Termin muss selber in einem Labor gebucht werden. Bei dem von unserem Hotel nächstgelegenen Labor sind bereits alle Termine ausgebucht. Also müssen wir das nächst nähergelegene heraussuchen. Dort sind nur noch drei Termine offen. Wir beeilen uns und kriegen beide Termine. Alle 3 PCR-Tests (Athen plus 2x Thailand) kosten uns insgesamt 313 Franken. 🙈👀🙄
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      Liz und Thomas on tour

      Es gab defintiv einfachere Zeiten, um um die Welt zu reisen 🙄. Hoffen wir mal, dass "die gute alte Zeit" zurückkehrt. Ich werde es in Zukunft dann auf jeden Fall mehr wertschätzen, mit einem deutschen Reisepass reisen zu dürfen. Menschen aus vielen anderen Nationen hatten es schon immer schwer, irgendwo hinzukommen 😧 ...

      1/4/22Reply
      Traveler

      😮 dia klöschter sind jo würkli uf da felsspitza ufbaut. wahnsinn, wenn ma weiss wia alt dia sind und mit wasfür mittel ma früahner baut hät‼️

      1/4/22Reply
      Traveler

      😍

      1/4/22Reply
      6 more comments
       
    • Day27

      Volos

      April 13 in Greece ⋅ ⛅ 16 °C

      Volos stand auf dem Plan. Laut Reiseführer eine Stadt "ohne Pflichtprogramm", die Stadt wurde durch ein Erdbeben vor vielen Jahren stark zerstört und ist eine Stadt, die vor allem viel und schnell neu gebaut hat. Es sind also weniger die Sehenswürdigkeiten als die Stimmung der Stadt, die man hier einfangen kann.

      Auch Volos besteht aus vielen, mehrspurigen Einbahnstraßen und wieder mal sind wir dankbar für das Navi, was das Fahren in diesen Städten doch erheblich erleichtert.
      Wir parken an der Promenade und spazieren ein wenig durch die Stadt.
      Wir wären nicht wir, wenn wir den hiesigen Burgerladen nicht testen (war super) und viel Zeit am Meer verbringen würden.

      Was uns vor allem auffällt: es ist laut.
      So laut war es lange nicht um uns rum. Viel Autolärm von den riesigen Straßen durch die Innenstadt, permanentem Gehupe, dass oft nur wie ein "Achtung, hier komm ich" scheint und Ladenzeilen, die versuchen, durch laute Musik Aufmerksamkeit zu gewinnen.
      Das Stadtbild selbst ist ein erstaunlicher Mix aus ebendiesem lauten Chaos, aber es gibt auch eine große Innenstadt mit Fußgängerzone. Erstaunlich groß sogar, für die 80.000 Einwohner, die die Stadt bewohnen. Es ist ein Gewirr aus Gassen und Fußgängerzeilen, viele Geschäfte, Cafés und Bars, und - das erstaunlichste vielleicht sogar - die meisten geöffnet. Überall Menschen und offene Restaurants. Das ist auf jeden Fall mal was neues!
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    • Day27

      Ein guter Ort

      April 13 in Greece ⋅ ⛅ 17 °C

      Wie kommen wir eigentlich an unsere Plätze?

      Tja, eigentlich ist das ganz einfach: es gibt ne nette kleine, interaktive App namens Park4night, die mittlerweile mehr und mehr genutzt wird und von verschiedensten Leuten gepflegt wird. Hier findet man unfassbar viele Plätze, fast weltweit, mit Bewertungen, Erfahrungsberichten und Tips.

      Die App nutzen wir sehr viel, suchen uns Plätze aus, die in Regionen liegen, die für uns interessant scheinen oder einfach nur Plätze, die uns ansprechen.

      Die ersten Nächte sind wir oft in der Dunkelheit erst angekommen. Teilweise ist es ein wenig beunruhigend, im Dunkeln an fremden Orten anzukommen, ohne zu wissen, was da so los ist. Da waren wir sehr dankbar für Erfahrungsberichte über die App. Trotzdem war es oft noch ein kleiner Anhang, auf den Plätzen den wirklich richtigen Ort zu finden, der, an dem wir uns wohlfühlen.
      Dazu kommen noch Gedanken wie - "wirkt es hier zu verlassen?", "ist es zu trubelig?", "hat der Ort ne gute Stimmung?" und so weiter.
      Manchmal stellen wir das Auto auch ab, gehen zu Fuß ein wenig umher und gucken nach nem geeigneten Platz, gelegentlich auch ein paar Meter vom eigentlichen Platz entfernt.

      In diesem Fall wurden wir zu einem sehr schönen Platz geführt. Die Anfahrt war wild, es waren wieder mal intensive Serpentinen, erst den Berg hoch, dann wieder runter - und das auf erstaunlich engen Straßen - aber es hat sich gelohnt.
      Wir stehen mit Willi zwischen Olivenbäumen, mit Blick auf eine alte verlassene Finka, sehen ein paar kleine Fischerboote im Wasser dümpeln - es herrscht absolute Ruhe.
      Naja, außer dem lauten Knall, der alle fünf bis fünfzehn Minuten die Luft erfüllt und als Echo von all den umliegenden Bergen zurückgeworfen wird. Und die Hunde in der Ferne, die eine große, ausgelassene Bellparty feiern.
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      Traveler

      Seeigel?

      4/15/22Reply
      AnneuNils

      Splitter.. 🤷‍♂️🤦‍♀️

      4/15/22Reply
      Traveler

      Auch nicht schön 😢

      4/15/22Reply
      AnneuNils

      OPs gelungen! (Ein Glück 🍀😳😂)

      4/16/22Reply
       
    • Day56

      Meteora

      May 20 in Greece ⋅ ☀️ 16 °C

      D'Gebirge vo Meteora und d'Klöster uf dene Felse obe sind würkli fantastisch. Si ghörid zum UNESCO Wletkulturerbe. Es isch sehr touristisch, aber lohnt sich definitiv zum Aluege.

      Jetzt gahts wiiter uf Albanie. 🇦🇱Read more

      Traveler

      au d farbe passed guet🤣😅

      5/20/22Reply
      Traveler

      oder mazedonie?

      5/20/22Reply
      Traveler

      Chunt grad ufd Bucket list !

      5/20/22Reply
       
    • Day9

      Olympos Nationalpark 🏔

      May 21 in Greece ⋅ ☀️ 17 °C

      Wir sind auf dem Weg Richtung Westküste. Auf dem Weg wollten wir zum Berg Olympos. Leider sind wir an der falschen Seite angekommen, dort war nur ein Militärstützpunkt zu sehen und wir durften nicht weiterfahren 🪖
      Doch wir waren nicht die einzigen. Einige Motorradfahrer hatten sich auch dorthin verirrt. Die Aussicht war trotzdessen wunderbar 📷
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      Traveler

      … aber mit dem Pajero hattet Ihr doch nahezu ein Militärfahrzeug 🤣

      5/22/22Reply
       
    • Day9

      Um den See und Schildkrötenrettung 🐢

      May 21 in Greece ⋅ ☀️ 22 °C

      Von Verdikoussa aus, ging es weiter zu einem kleinen See, der uns von einem Motorradfahrer am Soldatenstützpunkt empfohlen wurde.
      Weil wir auf dem Olympos nicht wie geplant wandern gehen konnten, wollten wir einmal um den See gehen. Auf halber Strecke hörte aber leider der Weg auf und fing auch nicht so schnell wieder an, wie wir dachten. Also sind wir durch den Wald geirrt und mussten teils über umgestürzte Bäume über kleine Flüsschen klettern. Sind aber heil wieder angekommen und unter Strich war’s auch sehr schön 💪🏼😊

      Auf den Weg zu unserem Platz für die Nacht haben wir noch einigen Schildkröten über die Straße geholfen. Die meisten haben sich in ihrem Panzer versteckt. Aber ein paar Mutige sind vor uns weggerannt 🐢💨
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      Traveler

      😍😍😍

      5/21/22Reply

      Aber in Australien die Kängurus platt fahren 😉😂😂 [Andreas]

      5/22/22Reply
      Traveler

      Wir müssen unser Karma aufbessern 😀

      5/22/22Reply
      2 more comments
       
    • Day10

      Meteora-Klöster ⛪️

      May 22 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

      Heute waren wir bei den Meteora-Klöstern. Es gibt insgesamt 6 Klöster. Zwei davon (Varlaam und S. Trias) haben wir von innen besichtigt.
      Von außen haben wir natürlich alle betrachtet. Die sind wirklich sehr beeindruckend. 🏞

      Ein James-Bond Film („007 in Tötlicher Mission“) wurde dort gedreht. Vielleicht erkennt es der ein oder andere ja. 📽
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      Ich erkenne die Klöster 👍ich war nämlich auch schon mal da😂 allerdings nicht als Darsteller bei James Bond 😀 [Heidi]

      5/22/22Reply
      Traveler

      An denen hat sich bestimmt nicht viel geändert 😁 die sehen bestimmt noch so aus wie in den 80igern 😅

      5/22/22Reply

      Sogar 2 mal…🏍 und🚙 [Papa]

      5/22/22Reply
      Traveler

      … was für tolle Bilder! Das sind Erinnerungen, die Ihr nicht vergessen werdet.

      5/22/22Reply
       
    • Day14

      Cooldown

      June 5 in Greece ⋅ ⛅ 28 °C

      Heute ist mal Zeit, "runter zu kommen".
      Den ausgesprochen ruhigen Pfingstsonntag haben wir für einen kleinen Ausflug zu einer Kirche ins Hinterland genutzt, bei 34 Grad lassen wir uns aber lieber die 🍒 vor unserem Balkon in den Mund wachsen😋
      Die vierbeinigen Bewohner laufen einem auch immer wieder über den Weg😀
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      Traveler

      Original Piemont-Kirschen von mon Chéri 🤣

      6/5/22Reply
      Traveler

      😋😂😂😂

      6/5/22Reply

      Liebe Grüße an alle Schildis, die Euch über den Weg laufen. Es grüßen die beiden Vierbeiner Bonny und Elvis mit Ihren Zweibeinern C und T aus E. Weiterhin gute Reise! [Conni]

      6/5/22Reply
      Traveler

      👍🐢😉😊

      6/6/22Reply
      3 more comments
       
    • Day122

      Meteora und der Weg nach Nordmazedonien

      June 8 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

      Als wir wieder zurück auf albanischem Festland stehen, rennen wir fast zum BamMobil, unser kleines zu Hause, dass wir für ein paar Tage alleine gelassen hatten. Irre wie man so eine enge Bindung zu einem Auto herstellen kann. Natürlich war es unversehrt und wir wurden super freundlich von unseren Aufpassern empfangen. Nach einem kühlen Bier, fahren wir nochmal zu einem bekannten Stellplatz über der Stadt und genießen den Blick über Saranda, das Meer und Korfu. Ein paar entspannte und sehr sonnige Tage liegen hinter uns und die Neugier auf neue Erlebnisse ist nun wieder groß. Der darauffolgenden Tag besteht aber erstmal aus Waschen und eine Abkühlung im Meer. Am Strand von Saranda ist eine riesen Wasserlandschaft einschließlich Trampolin, Wackelplatten und Rutschen aufgebaut, die uns beide magisch anzieht. Eine halbe Stunde Spaß gönnen wir uns und genießen anschließend den Stadtstrand, bevor wir mit frischer Wäsche weiter stadtauswärts fahren. Es verschlägt uns in eine Traumbucht, die ebenso in der Karibik liegen könnte. Hier lernen wir Zwei aus Wuppertal kennen. Schnell stellen wir fest, dass die Beiden auch den beschwerlichen Weg von Berat nach Permët auf sich genommen hatten und ihnen die Legende Miri begegnet ist. Unser erlebtes Szenario hatte sich gleichermaßen bei den Beiden abgespielt: Verfolgung des Autos, sagen dass die Straßen eine Katastrophe sind und Raki anbieten, Nummern austauschen mit der Tochter und Essen angeboten bekommen. Es ist wohl tatsächlich sein Geschäftsmodell, die Touris abzufangen. Wir mussten sehr lachen. Sogar die selben Fotos haben wir voneinander gemacht.
      Bevor wir uns am nächsten Tag dann endlich von Albanien verabschieden konnten, sprangen wir nochmal in das türkisblaue Wasser und fuhren 5 Stunden nach Meteora in Griechenland. Ein Album meiner Lieblings Band „Linkin Park“ wurde nach diesen bizarren Felsformation benannt. Meteora leitet sich vom altgriechischen ab und bedeutet „in der Luft schwebend“ und ich kann die Begeisterung für diesen Ort, den die Band gehabt haben muss, nur teilen. Die Klöster, auf den teilweise freistehende Felsen, scheinen wirklich zu schweben und wie „Himmelskörper“ zu sein. Man fährt durch die Weite und auf einmal türmen sich märchenhafte Sandsteinfelsen vor einem auf und schaffen einen magischen Ort. Sechs der vierundzwanzig Klöster sind noch erhalten und zu besichtigen, sie wirken als wären sie eins mit dem Gestein und thronen über dem grünen Tal. Das UNESCO Weltkulturerbe liegt in Mitten eines Natura2000 Gebietes und man hat das Gefühl, der Wald ist voller Vögel, so laut sind die Konzerte. Wir suchen uns auch hier bezaubernde Orte zum Sonnenuntergang schauen, Schlafen und Frühstücken. Gefühlt ist es der erste touristisch überlaufene Ort seit Monaten und wir sind nicht ganz allein, schaffen es aber dem Trubel ein wenig zu entkommen. Das erste Kloster wurde 1334 gegründet, weitere folgten und boten den Menschen oft Schutz. In einem Museum kann man erkennen wie die Menschen z.B. vor den Osmanen oder den Nazis geflohen sind.

      Im Vorhinein hatte ich mich in Albanien dazu entschlossen, dass der Weg nach Istanbul, mit nochmal 1000km Hinweg und noch dreieinhalb Wochen Zeit, einfach zu weit ist. Das schöne am Reisen ist, Pläne zu schmieden und sie dann wieder zu verwerfen, um Neuen nachzugehen. Der Balkan ist so wunderbar, die Menschen so herzlich und es gibt noch so viele unentdeckte Orte, sodass ich lieber die Zeit nutze, um in möglichst viele Länder einzutauchen. Es geht also weiter nach Nordmazedonien. Auf dem Weg dort hin halten wir in Kastoria, einem alten griechischen Dörfchen, dass sehr romantisch auf einer Halbinsel im Kastoria See liegt. Von dort aus ging es weiter nach Korça. Diese Stadt liegt wieder in Albanien und es ist ein sehr warmes Gefühl, doch nochmal in dieses Land zu fahren. Für mich ist es schön, wieder raus aus der EU zu sein, noch möchte ich dahin nicht zurück, aber das liegt eigentlich nur an der Freundlichkeit der Menschen im Balkan. Korça gilt als die Geburtsstädte der albanischen Kultur. Man erkennt in der Stadt die verschiedenen kulturellen Einflüsse an den Häusern und Fassaden. Es ist spannend hindurch zu schlendern und mal wieder ein Museum zu besuchen, in dem wir den Fotograf Gjon Mili kennenlernen. Am Abend fahren wir die traumhafte Ebene entlang bis über die Berge zu unserem Schlafplatz, am dahinter liegenden Prespasee. Erneut zeigt sich Albanien von seiner landschaftlich besten Seite und man glaubt gar nicht, wie schön das alles ist. Unser Ziel ist eine verlassene Beachbar und hält für uns einen Platz direkt am See bereit. Wir sind alleine und springen am Morgen erstmal in den See, um dann mit Traumpanorama zu frühstücken. Man kann sich einfach nicht satt sehen. In der Wiese grasende Esel laden mich dazu ein, Hallo zu sagen und mein „Felltier-Barometer“ wieder aufzuladen. Dabei lerne ich den Besitzer Vasile Vasilati kennen, mit dem ich mit Händen und Füßen ein recht gutes Gespräch führen kann. Bei einem späteren Dorfspaziergang laufen wir zufällig an seiner Hütte vorbei und werden eingeladen, unter seinem Heuverschlag vor dem Regen Unterschlupf zu erhalten. Wir können einige Dinge über ihn und seine Frau erfahren und sind ehrfürchtig vor diesen tüchtigen Menschen, die mit so wenig zu leben auskommen. Ihr zu Hause erinnert mich an eine Hütte in Tonga, alles auf engstem Raum und keinerlei Luxus, zumindest so wie ich ihn definiere.
      Ich verspüre an diesem Ort ein starkes Gefühl, dass mich in Albanien schon länger begleitet. Irgendwie komme ich mir in diesem Land wie eine Zeitreisende vor. Zu Hause bin ich sehr privilegiert aufgewachsen, kann in den Supermarkt gehen, um stets mein Obst und Gemüse zu kaufen und habe den meisten Kontakt zu Felltieren durch Hunde und Katzen. (Außer ich darf mit meiner Mama zu den tollsten Patienten fahren) In Albanien zählt z.B. Brokkoli als exotisches Gemüse und ist selten zu erhalten, man kauft also rein sessionale Kost. Tiere werden in diesem Land recht gut behandelt, dennoch als Nutztiere gehalten und schleppen riesen Heuballen von A nach B. In Pustec, am Prespasee scheinen alle einen Esel zu halten und auch zu brauchen. Selbstverständlich wird jeder von uns geknuddelt. Überall rennen Hühner rum und auch bei Vasile und seiner Frau Vangelia sehen wir ein Kalb, einen Esel, Schafe und Lämmchen, ein Pferd und Hühner. Die Tiere und das Supermarktangebot zeigen mir, dass bei mir in Vergessenheit geraten ist, dass das lange auch in meiner Heimat ein übliches Bild war. Aber die eselreitenden und kopftuchtragenden Menschen mit Hornhaut an den Händen sind aus meiner Heimat verschwunden. Ich genieße es sehr, das nochmal so vor Augen geführt zu bekommen und in diese Welt ein wenig einzutauchen.
      Dieser letzte Stop war eine wunderbare Verabschiedung aus diesem besonderen Land.
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      Traveler

      💜💜💜

      6/16/22Reply

      Wunderbar geschrieben, ich bin mit ganz tief eingetaucht, seid dankbar, dass Ihr so etwas Großartiges erleben dürft! Fetter Schmatz [M.G.]

      6/17/22Reply

      Ich freue mich mit euch über diese tollen Erlebnisse, hoffentlich bis bald. Kussi, Kussi OMI [OMI]

      6/19/22Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Thessaly, Θεσσαλία, Thessalie, Tessaglia, 테살리아 주

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