Guatemala
Departamento de Chimaltenango

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  • Day26

    Vulkan Acatenango

    October 28 in Guatemala ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Vulkan Acatenango ist mit einer Höhe von fast 4000 Metern der höchste Vulkan in Guatemala. Los ging es für uns um 7:30 Uhr in der Früh, als wir per Shuttle von unserem Hotel abgeholt wurden. Startpunkt der Tour war gegen 09:30 Uhr das Haus unseres Guides, der am Fuße des Acatenango lebt. Hier konnten wir uns mit Decken, dicken Klamotten, Handschuhe und allem was man noch so gebrauchen konnte eindecken. Den ersten Schock hatte Leni schon direkt zu Beginn, als sie festgestellt hat, dass sie als einzige Frau mit 5 Jungs den Aufstieg schaffen musste. Schnell war klar, dass das Tempo wohl alles andere als gemütlich wird. Hoch motiviert ging es dann also los 💪 Bereits nach der ersten halben Stunde ging bei den Ersten schon das Gefluche los! Die ersten Aufstiegsmeter sollten aber nicht mit denen zu vergleichen sein, die uns noch erwarten sollten. Die Wege wurden steiler, die Luft immer dünner und die Pausen, die man machen musste immer häufiger! Endlich Lunchpause! Die Frau unseres Guides hatte uns sehr leckeres, selbst gekochtes Essen mitgegeben, dass uns neue Kraft gegeben hat. Leider war für den Nachmittag schlechtes Wetter am Vulkan angesagt, weshalb es kein langes Ausruhen gab und wir uns beeilen mussten rechtzeitig im Basecamp zu sein. Bald schon kam Lenis erster, kleiner Zusammenbruch🙈 Schnell hat sie aber gemerkt, dass unter Tränen zu fluchen einfach zu viel Energie verbraucht und sich zügig wieder gefangen. Es gab kein Zurück mehr, also Augen zu und durch 🤷‍♂️ Weiter ging es über hohe Stufen und kleinere Kletterabschnitte, immer weiter nach oben. Langsam fingen die Beine an zu brennen und jeder Schritt wurde mehr und mehr zur Qual. Unsere Truppe hatte aber einen super Teamspirit und so wurde immer auf den Anderen gewartet und sich gegenseitig geholfen. Nach einer gefühlten, halben Ewigkeit haben wir dann endlich unser Basecamp erreicht 🙏 Nachdem wir unsere Zelte bezogen haben wurde sich zusammen ums Lagerfeuer gesetzt und der gegenüberliegenden Vulkan Fuego, der circa alle 10 Minuten eruptiert, beobachtet. Mit zunehmender Dunkelheit konnte man nun auch immer besser die rot-glühende Lava beobachten. Erhellt wurde der Vulkan auch immer wieder von den Blitzen des inzwischen aufgezogenen Gewitters. Es war atemberaubend schön und einfach nur magisch! Über dem Feuer wurde inzwischen gekocht, Marshmallows gegrillt und anschließend gabs noch eine heiße Schokolade - Nach der ganzen Anstrengung hat ein Essen selten so gut geschmeckt. Wir waren alle so platt, dass wir bereits um 20 Uhr in unseren Zelten lagen. Bei knapp über 0 Grad und den Eruptionen des Vulkans, die teilweise unsere Zelte zum Wackeln brachten war an viel Schlaf leider nicht zu denken. Wir waren fast schon erleichtert als wir um 4 Uhr morgens geweckt wurden, um vom Basecamp aus die restlichen 400 Höhenmeter bis zur Spitze zu laufen. Es folgte Lenis zweiter Zusammenbruch. Zu kalt, zu dunkel, zu hohes Tempo der „Männergruppe“ und der „Weg“ mit einer kleinen Stirnlampe kaum zu erkennen. Was uns oben erwarten sollte entschädigte uns dann aber für sämtliche Anstrengungen. Die Sonne auf fast 4000 Metern über der Spitze eines Vulkans aufgehen zu sehen war unbeschreiblich. Trotz des eisigen Windes haben wir natürlich viele Bilder gemacht und endlich mal wieder in viele erleichterte und fröhliche Gesichter geschaut - zu Stefans Glück auch wieder Lenis 😉
    Wieder im Basecamp angekommen wurden wir mit Pancakes empfangen, bevor es dann an den Abstieg ging. Trotz unserer brennender Oberschenkel sind wir den Vulkan fast schon runtergerannt. Unten angekommen waren wir dann einfach nur glücklich und erleichtert es geschafft zu haben. Obwohl es erst 9:30 Uhr war wurde erst mal mit Bier angestoßen. Es war mit Sicherheit eines der krassesten, anstrengendsten und schönsten Erlebnisse, die wir bisher erlebt haben. Aber es hat sich voll und ganz gelohnt 😍
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    Volker Braun

    Wow….Abenteuer PUR ….tolle Story…..bin auf die Fotos gespannt 🤙 ihr seid herrlich verrückt 😛 diese Erfahrung nimmt euch niemanden 🤙👌👌👌👌🍀

    Volker Braun

    Klasse 👌

    Volker Braun

    Phantastisch ❣️❣️❣️

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  • Day35

    Extremerlebnis auf 4000 Meter!

    November 14 in Guatemala ⋅ ⛅ 12 °C

    Der letzte Footprint hat am Lagerfeuer am Acatenango um 23 Uhr geendet. Der Nächste schließt direkt an.

    Mit Francesco hab ich noch eine Weile gequatscht und ich weiß jetzt wie viel er mit den Touren verdient und ganz viele andere Sachen in Bezug auf den Acatenango und so weiter. Irgendwann ist auch er ins Bett und ich hab ganz alleine die Stellung gehalten.

    Ich wolllte noch ein paar Ausbrüche beobachten aber leider haben die Wolken die Sicht auf den Vulcano Fuego die meiste Zeit versperrt. Trotzdem habe ich ausgeharrt und gewartet. Um mich rum wurde es wirklich ungemütlich und ich war konstant in den Wolken. Ein lautes Grollen war immer wieder zu hören und ich hab mich oft erschreckt aber man hat leider nichts sehen können.

    Man muss dazu sagen ich war gut ausgestattet. Ich hatte oben rum 7 Schichten an: Merinounterwäsche, Sportunterzieher, Hemd, Merino-Jacke, Pulli, Regenjacke und eine Zusätzliche die wir bekommen haben. Dann lange Unterhose und Hose, zwei paar Socken, zwei Halstücher und zwei paar Handschuhe. Also mir war warm.

    Gegen 1 Uhr bin ich dann auch ins Bett und hab mich in meinen Schlafsack zu den Anderen gekuschelt in unserem Großraumzelt. Ich bin sofort eingeschlafen und hab geschlafen wie ein Stein.. bis uns Francesco uns um 4 Uhr geweckt hat. Die Sicht war anscheinend sehr schlecht und wir haben eine relativ geringe Chance den Sonnenaufgang zu sehen.

    René und Lara sind nach der Info erst gar nicht aufgestanden. Der Rest der Gruppe stand irgendwann bereit da und wir sind los. Nach den ersten 30 Meter Aufstieg haben wir Sascha und Matthew verloren. Sie sind umgekehrt.

    Es war wirklich nass und kalt und dunkel und neblig und der Weg war sandig und anstrengend. Francesco hat uns nach oben geführt durch die Dunkelheit. Nur Francesco und ich hatten eine starke Stirnlampe und ich weißt nicht wie es ohne möglich gewesen wär.. weil wenn du abrutscht und seitlich abstürzt stirbst du zwar nicht, aber du tust dir auf jeden Fall ordentlich weh. Abendteuerlich!

    Da wir nur zu fünft waren wir sehr schnell auf dem Weg nach oben und haben viele Gruppen überholt. Ich musste schon nach den ersten 10 Minuten alle meine Jacken ausziehen und bin nur noch mit Unterzieher und Hemd nach oben gegangen.

    Der Nebel und die Wolken waren so feucht, dass alles durchnässt und jedes Kleidungsstück mit Tau überzogen war. Ich hab mich wirklich gefühlt als würden wir einern 6000er besteigen.

    Nach 1 h Stunde haben wir die letzten 400m auf 4000m geschafft! Wir waren oben auf dem Acatenango! Wir haben uns alle überglücklich ein Highfive gegeben und mussten uns sofort wieder einpacken weil ein es eisig kalt war und der Wind und Nebel über den Krater hinweg gezogen ist.

    Ich muss sagen mir gings ganz gut mit meinen ganzen Schichten aber Orus hat ohne Bewegung ganz schön gefroren. Auch Ben war fertig. Noe (der Mexi) und ich sind rumspaziert und haben mit schmerzenverzogenem Gesicht zumindest unsere Handys rausholen und paar Bilder machen können.

    Ben hat es unten im Tal ganz gut beschrieben: "Ohne die Bilder würden wir warscheinlich denken, dass wir alles nur geträumt haben!" Es war wirklich extrem diese letzten 400m hoch zum Krater.

    Irgendwann ist die Sonne aufgegangen aber für uns wurde es einfach nur hell. Die Wolken haben uns die Sicht versperrt und für uns war es nur eine dystopische Kullisse. Schnell wurde von Francesco entschieden den Abstieg zu beginnen. Runter sind wir aber einen anderen Weg als hoch. Wir sind den Vulkan runtergerutscht und sind halb Ski gefahren. Es war cool und wir waren super schnell mit unserer kleinen Gruppe. Nach 20 Minuten haben wir unser Camp erreicht, wo Matthew ein Feuer vorbereitet hat und wir waren sehr dankbar, unsere nassen Kleidungen trocknen konnten.

    Stolz haben wir den Anderen von unserem Erlebnis erzählt! Orus, Ben, Noe, Francesco und ich haben den Aufstieg gemeistert und es war defentiv extrem aber we did it und wir haben alle gesagt, dass dieses Erlebnis unvergesslich war.

    Es gab dann sogar heißen Kaffe und ein Frühstück und als der Rest dann wach war haben wir den finalen Abstieg begonnen. Der Abstieg war einwandfrei und unsere Gruppe war wieder super schnell. Anstatt 3 Stunden waren wir nach 100 Minuten unten.

    Da wir so schnell waren mussten wir auf unser Shuttle länger warten.. sehr lange und wir waren doch erschöpft und haben uns auf eine heiße Dusche gefreut. Ist ganz witzig gewesen unten zu stehen, wo alle Touren nach oben beginnen und alle noch ein Lächeln im Gesicht haben^^

    Nach 2h kam endlich das Shuttle und es musste ja so kommen wie es kommen musste... wir hatten auf dem Weg zurück nach Antigua einen Moterschaden und wir haben nochmal 1,5h warten müssen auf einen Ersatzbus. Das Warten war dann wirklich der anstrengenste Part von unserem Trip.

    Fix und Foxy waren wir dann um 14 uhr in Antigua und sind noch schnell was Essen gegangen. Ich war so übermüdet und hab dann erst gemerkt wie im Arsch ich war. Bin fast im Stehen eingeschlafen und ich bin froh dass ichs noch ins Bett geschafft habe. Den Nachmittag über habe ich dann geschlafen.

    Abends sind wir in noch in eine Bar, wo wir uns mit unserer Gruppe auf ein zwei Bier getroffen haben. Ich hab mit mich mit Orus sehr gut verstanden und das ist ein Kontakt den man nach seiner Reise weiter pflegen wird.

    Fix und Foxy fall ich jetzt wieder ins Bett und erhol mich. Ein tolles Erlebnis und ich würds wieder machen!

    Übrigens: Reisemasskottchen Hasi war nicht nur bis zum Camp mit dabei, sondern sogar bis zum Krater🔥
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  • Day34

    ACATENANGO VORAUS!🌋

    November 13 in Guatemala ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich fang grad an diesen Footprint zu schreiben und ich prophezeihe, dass der Footprint mega geil wird! Ich sitz grad als Letzter am Lagerfeuer und beobachte den Vulkan und warte auf die Lavafontänen!🌋 nebenbei schreib ich den Footprint.

    Ja heute Morgen hat der Tag wieder ganz normal mit einem leckeren Frühstück bei der Gastfamilie gestartet. Um 8:30 Uhr mussten wir am Meeting Point sein. Mein Rucksack ist bestens gepackt und ich liebs jetzt schon damit auf Touren zu gehen!

    Außerdem bin ich froh um meine Wanderschuhe und meine Zipoffhose^^ sehr deutsch aber ich war der EINZIGE der beim Aufstieg eine kurze Hose an hatte und es war perfekt. Ist nämlich schon anstrengend der Weg nach oben und mit der kurzen Hose hat man eine perfekte Balance zwischen Bewegung und der Hitze, die ich über die Beine wieder abgeb.😇

    Das Basecamp liegt auf 3.600m und er Acatenango ist 4.000m hoch. Also kein Spaziergang und man bereitet sich gut darauf vor mit genug Wasser und der richtigen Ausrüstung usw.

    Los ging die Tour mit einem kleinen Transporter, wo wir unsere Gruppe kennengelernt haben. Wir sind zu acht und damit eine kleine Gruppe und das ist sehr gut so! Andere sind zu 30 und sie müssen beim Aufstieg immer aufeinander warten. Außerdem ist unsere Gruppe ein wilder Mix aus vielen Nationalitäten aber wir verstehen uns untereinander prächtig😇

    Wir wurden auf 2400m hochgefahren und dann steht ein fünf Stunden Marsch an. Davor wurden wir noch ausgestattet mit Jacken, Handschuhe, Mützen und unserer Brotzeit. Und es gab einen Wanderstock, der sich tatsächlich sehr bewehrt hat!

    Und dann gings hoch und ich hatte Respekt vor der Höhe und auch der Kälte da oben. Viele Travaller haben erzählt dass es fucking cold da oben ist und man die dünne Luft nicht unterschätzen darf. In the end bin ich den Berg hochgelaufen ohne Probleme aber anstrengend ist es allemal!

    Ein erstes Highlight ist, wenn du die Wolken erreichst und im feuchten Dschungel verschwindest. Der Nebel zieht durch die Bäume und das Dickicht. Märchenhaft und eine perfekte Kulisse für atemberaubende Fotoaufnahmen!

    Schon zu Beginn der Tour hab ich mich mit Orus, ein Serbier (mit der orangene Jacke) angfreundet und er hat auch seine Kamera dabei. Gemeinsam haben wir die besten Shots gesucht und waren den ganzen Aufstieg immer wieder begeistert von der Kulisse und dem besonderen Licht, was durch den Nebel, jedes Motiv einzigartig macht.

    Wir tauschen die Bilder auf jeden Fall aus und da bin ich dann auf Einigen auch drauf^^ das werden wirklich tolle Fotos!

    Kurz bevor wir die Treeline überschritten haben gabs dann noch unsere Brotzeit und unsere Gruppe hat sich besser kennengelernt. Wir haben Noel ein Mexi, Ben und Sascha aus London, Orus aus Serbien, Matthew aus den USA, uns wir drei und unseren Guide Francesco.

    Übrigens sind wir lang nicht die Einzigen, die den Vulkan besteigen. Viele andere Gruppen sind unterwegs und das hängt mit dem Wochenende zam. Und noch ein Übrigens: Als wir los gegangen sind war das Wetter wirklich nicht gut es war alles mit Wolken zugezogen. Das war bisschen ein Downer aber wir sind optimistisch geblieben und wurden belohnt!

    Als wir den Wald verlassen hatten hat es auf einmal aufgezogen und wir hatten Sicht bis runter ins Tal! Zu diesem Zeitpunkt waren auf circa 3.300m und hatte noch 45 min vor uns.

    Dann auf einmal WUMM! Und vor uns schoss eine riesige Rauchwolke in den Himmel. Ein tiefes Grollen folgte im Abstand von paar Sekunden. Und das war er der Vulcano Fuego! Bis es dunkel wurde war das auch die stärkste Erruption die wir gesehen hatten.

    Am Basecamp angekommen hat sich jeder gefreut dass wir es geschafft haben. Wir haben Feuerholz gesammelt und ein Feuer gemacht. Denn es ist zwar hell und es ist nicht super windig hier oben aber kaaaalt! Wenn die Sonne rauskommt war es angenehm und wir haben den Blick auf den Vulkan genossen und auf den nächsten Ausbruch gewartet. Aber die Wolken können das Sichtfeld zum Vulkan extrem schnell einschränken und auch die Sonne ist dann weg und es wird kalt.🥶

    Soo und jetzt kommt nochmal eine Oberhammerstory: Der liebe Leo denkt sich nichts böses und hat seine Drohne natürlich dabei. Packt sie aus und zack ist sie in der Luft. Die Aufnahmen mussten es auf jeden Fall wert sein. Und ja die Drohne ist Richtung Vulkan geflogen, hat das Bild übertragen, dann kamen blitzschnell wieder Wolken und die Drohne war weg! Und ich meine wirklich weg weg!

    Der Kontakt ist abgebrochen und ich hatte eine Sekunde davor noch eine Warnung von der Drohne erhalten, sofort zurück zu fliegen wegen zu starkem Wind! Da wars schon zu spät und verschwundibus. Und da der Wind wirklich stark war, habe ich sehr schnell damit abgeschlossen sie zu finden. Es geht vor unseren Füßen relativ steil runter und die Drohne muss von dem Wind nach unten gedrückt worden sein und könnte hunderte Meter weiter weg getrieben werden...

    Also ich hatte wirklich abgeschlossen sie jemals wieder zu sehen und hab mich schon damit getröstet dass sie überhaupt solange in meinem Besitz überlebt hat. Als ichs René erzählt hab hat er gleich gesagt komm los auf wir suchen die jetzt! Und das war ein toller Einsatz von ihm.

    Mit den letzten Koordinaten, die die Drohne übermittelt hat haben wir den Abstieg gewagt. Der Kontakt ist Luftlinie 170m entfernt von mir abgebrochen und DJI (Marke von der Drohne) hat für einen Kontaktabbruch eig schon vorgesorgt. Normalerweise fliegt sie automatisch zum Startpunkt zurück aber sie kam ja nicht. Falls sie abstürzt piept und leuchtet sie und ja es ist machbar sie zu finden!

    Und ja es war Karma für irgendwas oder so aber ich hab beim Suchen auf einmal das Piepsen gehört und die Drohne gefunden! Ich kann nicht sagen wie voller Adrenalin und wie happy ich war! Ich hab René nur so zugebrüllt, der ein Stück weiter oben war: "ICH HAB SIE!" war schon cool!

    Der Aufstieg zurück war anstrengender als der eigentliche Aufstieg aber wir wurden belohnt mit einem Sonnenuntergang über den Wolken. René hat was gut bei mir weil oben am Camp wär er bestimmt entspannter gewesen zu genießen😅

    In genau den Moment als wir oben angekommen sind, hat der Vulkan das erste mal Lava gespuckt und wir waren alle gefesselt. Immer wieder schießt Lava hunderte Meter in die Luft und bei Nacht sieht das atemberaubend aus.

    Irgendwann hat es ordentlich zugezogen und man hat kaum mehr den Vulcano Fuego gesehen. Ah stimmt voll vergessen zu erklären: wir sind hier auf dem Acatenango und der ausbrechenden Vulkan ist der Vulcano Fuego. Morgen gehen wir im Camp um 4 Uhr nachts los zum Krater vom Acatenango, also 400 m höher für den Sonnenaufgang.

    Auf jeden Fall gabs dann am Lagerfeuer Spaghetti mit Parmesan und wir haben mit der Gruppe Wortspiele gespielt. Irgendwann sind alle ins Bett gegangen.. um 21 Uhr.. bis nur noch Francesco(unsere Guide) und ich übrig geblieben sind. Anfangs hab ich noch meinen Footprint geschrieben und jetzt die letzte Stunde habe ich mich mit ihm unterhalten und wir haben den Vulkan beobachtet🔥

    Francesco hat zu mir gesagt dass ich ziemlich Glück habe weil die Erruptionen sehr hoch sind und wir haben fast wieder klare Sicht auf den Vulkan😇 Alleine mit Francesco am Lagerfeuer und übers Leben austauschen, im Hintergrund die Lavafontänen. Ein Moment zum erinnern.

    Ich sitz hier jetzt noch ein bisschen und leg Handy und Kamera weg. Adios vom größten Vulkan Guatemalas!
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    Sonja Betz-Tschapka

    Wow, Leo!!! Einfach unglaublich alles. Eine gute Fee begleitet Dich und Deine Ausrüstung.

    Balthasar Betz

    klingt echt spannend, gut dass du die Deohne wieder hast.

    Ariane Beierlein

    wie spannend, das würde mir auch gefallen ...so ein tolles Erlebnis, hab viel Spaß

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  • Day777

    Auf zum Fuego - Acatenango

    October 18 in Guatemala ⋅ ⛅ 18 °C

    Wenn man in Antigua ist, dann darf ein Besuch beim Fuego natürlich nicht fehlen. Schon in unserer ersten Nacht hier, war der gute so aktiv, dass ich nachts wach wurde, weil unsere Tür am vibrieren war und als ich raus auf die Dachterrasse bin, konnte ich sogar die Lava am Gipfel herunter laufen sehen. Für uns stand also fest, dass wollen wir uns mal aus der Nähe ansehen. Wir schlossen uns also einer Truppe aus dem Hostel Tropicana an und lernten um 8Uhr unsere Leidensgenossen kennen. Die Truppe bestand aus einigen Kanadiern, einer Amerikanerin, ein paar Israelis und einigen Deutschen. Mit Gitte und Philippe einem Paar aus Hamburg waren wir irgendwie direkt auf einer Wellenlänge und so stand einer netten Nacht am Vulkan nichts im Weg. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Startpunkt und begannen den Anstieg auf den Acatenango. 1500 steile Höhenmeter lagen vor uns und die grandiosen Ausblicke blieben leider aus, da dichter Nebel herrschte. Als wir jedoch die Höhe unseres Camps erreichten, klarte es kurzzeitig auf und wir fanden uns in einer wunderschönen Vulkanlandschaft gesäumt mit kleinen gelben Blümchen wieder - Genauso hatte ich mir das auch vorgestellt! Am Camp angekommen sahen wir ihn dann zum ersten Mal - Den Fuego! Zur Begrüßung grummelte er ein wenig und spuckte ein wenig Rauch, um sich dann kurz darauf hinter einer dichten Wolkendecke zu verstecken - ¡Adiós Amigo! Erst als Christoph und ich um 12Uhr Nachts zur Toilette taperten lichteten sich die Wolken und der Fuego brach einige Male hintereinander aus - Einfach nur unglaublich! Nach dem wir dann ordentlich durchgefrohren waren, krabbelten wir glücklich und zufrieden in unsere Schlafsäcke zurück, um dann um 4Uhr den Gipfel des Atacenango zu erklimmen und einen grandiosen Sonnenaufgang zu erleben. Die Realität sah leider ein wenig anders aus... Feiner Sprühregen der in jede Ritze kroch, null Sicht und am Gipfel wurden wir mit einem eisigen Wind empfangen - Na das hat sich doch gelohnt :D
    Meine Beine sollten erst nach einer heißen Dusche und einem Mittagsschläfchen von zwei Stunden wieder auftauen, trotzdem sind wir immer noch mega happy dieser Naturgewalt so nah gewesen zu sein!
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    Mira Schneider

    🙈 da war es wieder... das Wanderglück 🙈

    10/20/21Reply
     
  • Day100

    Acatenango wir kommen!

    July 15 in Guatemala ⋅ ⛅ 20 °C

    Zeit für Abenteuer! Wir haben uns einen 2 Tages Trip auf den Vulkan Acatenango gebucht. Das Besondere: neben dem Vulkan steht noch ein aktiver Vulkan (Fuego). Die beiden Kuppen sind nur 2 km Luftline von einander entfernt und man soll super sehen, wie der Fuego immer wieder Lava spuckt! Da müssen wir hin...

    7.30 Uhr! Bepackt mit 6 Liter Wasser, 4 Energy Drinks, Paar Snickers und etwas Obst geht es mit dem Shuttle Richtung Acatenango. Am Fuß angekommen, haben wir unser Gepäck noch um dicke Winterjacken, Handschuhe, Mützen und Isomatten aufgestockt. Kaum zu glauben, dass es da oben so kalt ist. Immerhin sind gerade 26 Grad und Sonne. Unser Trupp besteht aus 4 Mann. Elio, unserm Guide, der nur Spanisch kann und Juan, ein etwas moppliger Amerikaner, der von seiner "good Condition" schwärmt, und uns beiden. Nach den letzten Worten des sehr netten Veranstalters "Ihr seid ein Team, findet euer Tempo und ihr könnt das schaffen", geht es frohen Mutes los.
    Doch schon nach den ersten 10 Minuten wurde jedem klar, dass das kein Sonntags-Spaziergang wird. Die Steigung war schon zum Anfang enorm und der rutschige, mit Wasserrillen versehene Weg, machte die Schritte nicht leichter. Nach einer Stunde erreichten wir den ersten Checkpoint - ein kleines Cafe mit schönem Außensitz und Blick auf den mit Wolken verhangenen Berg. Juan war schon mächtig am Kämpfen "Ob der das schafft..." Unser Guide nur freudig am Grinsen über unser aller Schnaufen. Nach 10 min Durchatmen ging es weiter. Der Weg wurde noch schmaler und steiler. Links und rechts hohe Maisfelder. Juan fiel immer weiter zurück. Doch wir waren zunächst ganz froh, dass wir immer wieder kurz Luft holen konnten, wenn wir auf ihn warteten. Nach 2h erreichten wir den eigentlichen Eingang zum Naturschutzgebiet und Elio zeigte uns auf einem Plakat, was noch vor uns liegt. Nicht gerade ermutigend, da wir gerade mal den Fuß des Berges erreicht haben. Wieder gab es nur 10 min bis es weiter ging. "1h bis zum Mittag", feuerte Elio uns an und sattelte seine Kraxe.
    Wir tauchten nun in einen mystischen Wald ein. Moosbedeckte Bäume, dichtes Unterholz, Lianen und der dichte Nebel verliehen diesem Ort was Magisches. Juan hatte dafür keinen Bilck mehr - zu dem steilen Weg kam noch die ein oder andere große Stufe hinzu, die noch mal extra "Hallo" sagte zu den schmerzenden Oberschenkeln. Uns war es irgendwann aber zu doof ständig zu warten und so waren wir 20 min eher als die anderen beiden beim Mittags-Checkpoint. Wir waren jetzt 3h unterwegs und es wurde Zeit für was im Bauch. Es gab kalten Reis und Hühnchen! Egal - Hauptsache Essen. Hier trafen wir auch unseren treuen Begleiter Rex. Ein wilder Hund, der sich sehr über unsere Hühnchenknochen freute und uns bis zum nächsten Tag, genau bis zu diesem Checkpoint, nicht mehr von der Seite wich. Als ob er uns beschützen wollte (und das tat er auch).
    Beim Mittag wollte Elio uns dann zu verstehen geben, dass wir mit der anderen Gruppe Richtung Basiscamp laufen können, da er sich um den angeschlagenen Juan kümmern musste (der sich wohl vor Anstrengung schon übergeben hatte).
    Wir verstanden Null und kämpften uns in unserem Tempo weiter Richtung Gipfel. Die andere Gruppe war super schnell und hängte uns zeitnah ab. Juan und Guide irgendwo hinter uns. So ging es mit Rex an unserer Seite eine weitere Stunde durch den Wald. Bis wir schließlich die Baumgrenze erreichten. Wir waren nun auf ca. 3.300 Meter. Die Luft wurde dünner und Marci, unser alter Raucher, hatte richtig zu kämpfen. 20 Meter laufen 1 min tief durchatmen. Außerdem frischte der Wind auf und es begann zu regnen. Zum Glück hatten wir Ponchos dabei. Gegen 14 Uhr erreichten wir dann ziemlich abgekämpft den dritten und letzten Checkpoint vor dem Basislager. Wir waren froh, dass wir nun wussten, dass wir noch richtig sind. Nach kurzer Verpflegung ging es weiter. Doch nach etwa 20 min verlief sich der Weg und wir standen plötzlich auf dem Plateau des Berges. Der Wind pfiff die kleinen Vulkansteinchen über die karge Landschaft. Es war kaum möglich sich zu unterhalten. Rex, der sonst immer Erster sein wollte, verkroch sich hinter einem Felsen. Uns wurde klar, dass wir falsch waren und hier oben unmöglich ein Camp sein kann. Jules kämpfte, nicht in Panik zu geraten, Marci fing an "Halloooo?" zu rufen, nur Rex blieb ruhig zusammengekauert an seinem Felsen. Wir krochen zu ihm, um auch etwas Schutz zu ergattern und probierten unsere Gemüter etwas zu beruhigen.
    "Was für Optionen haben wir..."
    Uns wurde schnell klar - eigentlich nur eine! Zurück zum letzten Checkpoint und hoffen dort noch jemanden zu treffen. Rex war auch dafür und wetzte wieder voran.
    Zum Glück fanden wir den Weg zurück und am Checkpoint saß dann auch Elio, der Juan mit Reis und Wasser verpflegte. Er bekam große Augen und schüttelte den Kopf als wir erzählten, wo wir waren. "GLÜCK GEHABT, DASS WIR NOCH HIER WAREN", dachte er bestimmt...
    Es ging dann noch 1h weiter in genau die andere Richtung. Über Felsen, rutschige Steilhänge und losen Geröllboden bis wir das Basiscamp erreichten...
    Es gab 3 Zelte und einen löchrigen Planenunterstand mit einem kleinen Feuerchen, an das wir uns kauerten und probierten etwas Wärme zu erhaschen.
    Es gesellten sich dann noch zwei weitere Deutsche und ein Spanier zu uns, die schon seit 2 Tagen dort oben campierten und probierten einen Blick auf den spuckenden Fuego zu werfen . Unsere Stimmung sank... soll der ganze Weg umsonst gewesen sein?
    Wir bezogen unsere Zelte und zogen alle Klamotten an, die unsere Rucksäcke hergaben, um uns anschließend wieder ans warme Feuer zu kauern. Elio wärmte ein paar Nudeln und Kartoffelmus über dem Feuer auf und als er dann noch eine Tüte Marshmallows aus dem Nichts zauberte, waren Hagel und Sturm schnell vergessen. Doch viel zu reden hatte nach dem anstregenden Aufstieg niemand mehr und so verkrochen wir uns gegen halb 8 in unsere Zelte. Elio versprach Nachtwache zu halten und Bescheid zu geben, wenn die Sicht besser wird. Der Regen prasselte auf die lockere Plane über dem Zelt und der Wind tat den Rest, um eine schöne Geräuschkulisse zu erzeugen. Marci schlief vor Erschöpfung schnell ein, Jules hatte da so ihre Problemchen...
    Um halb zwei war es dann das erste Mal so weit. Elio klopfte aufgeregt gegen unsere Zelt "Rapido, Rapido". Wir krochen aus unseren Schlafsäcken und sahen noch kurz den Hang des Fuego leuchtend rot erstrahlen, bevor sich wieder eine dicke Wolke davor schob. Etwas zu langsam... Naja fix pullern, die ledierte Zeltplane etwas richten und wieder ab in die Schlafsäcke. "Marci, du hast Nachtwache jetzt", meinte Jules. Doch die Müdigkeit siegte schnell bei Marci...
    Der Wind legte dann nochmal richtig zu, einige Böen drückten sogar die komplette Zeltdecke auf uns.
    Gegen 4 gab es dann den zweiten Weckruf von Elio. Wir krochen aus dem Zelt und BÄM. Ein Knall, ein Feuerstrahl, herumfliegende Lavabrocken und der ganze Nachbarberg begann in der Dunkelheit zu glühen.
    Glücklich lagen wir uns in den Armen und beobachteten das Spektakel.
    Es wurde ruhig und dunkel und BOOM - die nächste Erruption und das Spektakel begann von vorn.
    Elio fragte, ob wir es auf den Gipfel wagen wollen. Der Wind sei stark, aber wir können es probieren. Juan, der nicht mal aus dem Zelt kam, lehnte ab. Wir waren bereit - wenn Berg, dann auch Gipfel.
    Der steile Anstieg über große Felsen verlangte uns nochmal alles ab. Doch die ständigen Erruptionen zu unserer Rechten, ließen uns den Schmerz vergessen.
    Gegen 5.30 Uhr erreichten wir den Gipfel. Es war unmöglich zu stehen bei dem Wind. Auf allen Vieren krochen wir Richtung Gipfelkreuz. Jules riss es Kopfleuchte und Mütze vom Kopf, doch wir schafften es. Glücklich lagen wir im Vulkangestein und warteten bei bester Sicht auf den nächsten Ausbruch, um uns dann schnell wieder aus den Staub zu machen. Wieder im Basislager angekommen, begrüßte uns Rex als wäre er schon 10 Jahre unser Hund. Alle waren aus dem Häuschen und strahlten zusammen mit der Sonne um die Wette. Elio servierte noch süße Pancakes zum Frühstück, die wir mit Blick auf den Fuego genossen. Zum Abschied gab es nochmal eine riesige Explosion mit einer großen Rauchwolke. Als wolle er Tschüß sagen.
    Die 3h Abstieg gingen dann nicht mehr so doll auf die Lunge, aber sehr auf Knie und Fußsohlen. Als wir gegen 14 Uhr wieder im Hostel angekamen, gab es nur noch duschen, Blasen aufstechen, schlafen, Pizza bestellen und wieder schlafen.
    Wir sind uns einig: Dieses Abenteuer wird uns noch lange begleiten!
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    Tizian Wagner

    Wahnsinn 😍

    7/16/21Reply
    Sarah Große

    Krass ey! Bin so stolz auf euch, dass ihr das durchgehalten habt!

    7/16/21Reply
    Julia Seitz

    haha ja, wir sind auch stolz auf uns zwei Wandermuffel🤪🙈

    7/16/21Reply
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  • Day857

    Acatenango Besteigung

    November 23, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 12 °C

    Mehrmals muss ich mich kneifen, um meinen eigenen Augen zu trauen. Nach 4-stündiger, sehr steiler Besteigung des Acatenango Vulkans, kann ich ihn sehen. Den Rauch der aus dem noch aktiven Vulkan El Fuego in den klaren, blauen Himmel geschossen wird.

    Bei herrlichstem Sonnenschein sitzen wir vor unseren Zelten am Basecamp und bewundern diese Naturgewalt. Und dann geht die Sonne unter. Spektakulär sagt sie in vielen Rot und Pinktönen Bis morgen.

    Mit ihr geht die Wärme und wir hüllen uns in unsere Schichten. Da merkt man die Höhe von fast 4.000 Metern. Aber alles ist vergessen als El Fuego seine Show beginnt. Der Himmel ist immer noch klar und die vorherigen Rauchschwaden werden vor dem dunklen Himmel rote Feuersäulen und weite Lavaflüsse. Untermalt von einem lauten Grummeln und Scheppern kann ich meine Augen kaum abwenden. Sehe ich gerade echt und wahrhaftig einen Vulkan ausbrechen? Das kenn ich bisher nur aus Dinosaurierbüchern und Steinzeitgeschichten.

    Und immer noch stört keine Wolke. Die Sterne reihen sich dazu und mit der Milchstraße über unseren Köpfen essen wir am Lagerfeuer zu Abend.

    Aber an Schlaf ist fast nicht zu denken. Auch als ich, schön warm eingemummelt, bereits in meinem Schlafsack liege, verleitet mich jedes Donnergeräusch dazu, meinen Kopf wieder aus dem Zelt zu stecken und der Feuergewalt zuzusehen. Enttäuscht wurde ich dabei nie. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen finde ich dann aber doch etwas Schlaf, bevor es um 4 Uhr morgens dann das letzte Stück hinauf zum Gipfel geht. Schließlich möchten wir uns den Sonnenaufgang aus der absoluten Pool-Position ansehen.
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    Tobias Riedle

    Eine der coolsten Touren der Welt!!! Hammer 😍

    11/24/19Reply
    Erika Schweers

    Ich bin auch aus der Entfernung außergewöhnlich begeistert von deinem Bericht und den Bildern. Einfach besonders.

    11/25/19Reply
     
  • Day366

    FEUERVULKAN

    March 18 in Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C

    DAS war der Grund, warum wir überhaupt nach Guatemala geflogen sind: die Besteigung des Vulkanes Acatenango.
    Das war definitiv die anstrengendste Tour unserer Reise und auch eines der atemberaubendsten Erlebnisse.
    Auf ca. 2.500 müNN ging es los und der Aufstieg war bereits am Anfang schon sehr steil. Über Erde und Geröll, vorbei an Feldern mit tollem Ausblick, durch ein kleines Stück Dschungel und später viel Tannenlandschaft ging es immer weiter nach oben. Die Steigung und der Weg wollen nicht enden. An uns laufen Schlepper vorbei, die Zelte etc. auf dem Rücken haben und wir wollen nicht in ihrer Haut stecken... Von körperlicher Anstrengung über Luftschnappen bis hin zu einfach nicht mehr weiter gehen wollen war alles dabei. Wenn du schon nicht mehr kannst und keine Lust mehr hast, dann bist du trotzdem noch lange nicht da. 🥵
    Auf ca. 3.500 müNN dann die Ernüchterung: wir kommen in unserem Base Camp an und alles ist voller Nebel. Den berühmten Volcán de Fuego sehen wir noch nicht mal. Eigentlich sehen wir gar nichts. Dafür sind unsere Zelte mit einer dünnen Matratze ausgestattet, was uns sehr freut. Außerdem können wir den Wind sehen und auch hören. Total magisch. Am Feuer wärmen wir uns auf, denn es ist kalte 13 Grad und wir freuen uns, dass wir es für heute geschafft haben. Später verziehen sich kurz die Wolken und wir kriegen einen Blick auf den Vulkan, den wir die ganze Zeit schon grummeln hören. ⛰️
    Nach dem Abendessen, einem Warmmacher und Marshmallows geht es für uns ins Bett. Nur nicht unbedingt zum Schlafen. Die Nacht war richtig hart und geschlafen haben wir nur minimal. Dafür haben wir das wohl beeindruckendste Natur Spektakel überhaupt erlebt: in der Nacht klärt sich der Himmel, wir sehen unendlich viele Sterne und... dann passiert es: der Feuervulkan hat immer wieder kleine Eruptionen, bei denen Lavafontänen zu sehen sind und die Lava den Berg hinunterfließt. Einfach zu krass, dass wir das aus nächster Nähe beobachten dürfen. 😱
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    Stefan F.

    einfach nur der Hammer... wir habens etwas von Antigua aus gesehen ❤️

    3/19/21Reply
    Krazy in Life

    Ehrlich?? Krass, dass man so weit gucken kann! Mega! Einfach ohne Worte 😍

    3/19/21Reply
    Stefan F.

    Ja man sieht es sogar gar nicht schlecht. Kann leider kein Bild anhängen. Muss ich mit Tobias schreiben fuer ein neues Feature 😀. Du sagst es -ohne Worte- super Bilder und toll dass ihr es erleben durftet☺️☺️☺️

    3/19/21Reply
    Krazy in Life

    Das stimmt ❤ ja wir haben ihn heute auch gefunden! Quasi vor der Tür!! Danke für den Hinweis. 😊

    3/20/21Reply
    2 more comments
     
  • Day367

    VULKANBESTEIGUNG

    March 19 in Guatemala ⋅ ⛅ 10 °C

    Um 4 Uhr klingelt der Wecker. Das Ziel: den Sonnenaufgang von der Spitze aus zu sehen! Im Dunkeln geht es mit einer Taschenlampe bewaffnet über Vulkangeröll immer weiter hoch hinaus. Zwischendurch fragen wir uns, warum wir uns überhaupt sowas antun. 😄 Auf dem Weg halten wir kurz an und sehen den Grund erneut: einen bildschönen Ausbruch des Fuegos! Es geht weiter und auf 3.968 müNN (!) erreichen wir unser Ziel. So krass, dass wir auf dieser Höhe sind!! Wir sind stolz und freuen uns und gleichzeitig sterben wir gefühlt fast vor Kälte, denn bei starkem, eisigem Wind, Nieselregen und irgendwas zwischen 0 und 10 Grad ist es einfach nur super unangenehm. Dazu kommt: alles ist voller Nebel. Aber auch hier haben wir wieder Glück und es lichtet sich kurz und wir sehen die Sonne über dem Wolkenmeer! Wahnsinn. 😍
    Da die Kälte kaum auszuhalten ist, wollen wir so schnell wie möglich runter. Nach dem Frühstück geht es durch den dichten Nebel nach unten. Gerade im Wald hat das eine ganz besondere Atmosphäre. Die ganze Gruppe ist ziemlich schnell unterwegs, angetrieben durch den Ruf der warmen Dusche! Hier machen sich jetzt immer wieder die ersten Schmerzen in den Beinen bemerkbar und auch die ersten Blasen stellen sich ein, was bei so vielen Steinen in den Schuhen nicht verwunderlich ist. Völlig ausgelaugt und etwas überdreht kommen wir unten an. 🥴 Die körperliche Anstrengung und der Kampf mit dem Kopf sind die eine Sache, aber die Kälte und eisigen Winde waren das, was uns am meisten zugesetzt hat. 🥶
    Insgesamt sind wir knapp 14 km, ca. 1.400 Höhenmeter und ungefähr 9 Stunden gewandert. Auch wenn wir uns natürlich klarere Ausblicke erhofft hatten, war es eine unglaubliche Erfahrung! Wir sind überglücklich und vor allem super stolz auf uns, dass wir das geschafft haben. Wir sind über unsere Grenzen hinausgewachsen und haben es gemeinsam gemeistert. Den Vulkan Feuer und Lava spucken zu sehen bleibt ein unvergessliches Phänomen und all die Anstrengung wert. Gänsehaut und Nervenkitzel pur. Wirklich unfassbar, dass wir das erlebt haben! 😍
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    D.O.T

    Glückwunsch zum Gipfel - sehr gute Leistung. Man muss es selbst einmal erlebt haben..... diese Energie und der Stolz der einen danach durchströmt. Auch Tränen in den Augen gehabt 💪💪😊?

    3/21/21Reply
    Krazy in Life

    Dankeschön ❤ ja das stimmt! 😍🥰 Tränen nur vom ganzen Dreck in den Augen 😄 sonst einfach pure Begeisterung!!

    3/21/21Reply
     
  • Day21

    Schulbesuch in Patzún

    October 22 in Guatemala ⋅ ⛅ 16 °C

    Bescherung in Patzún. Heute durften wir einem ganz besonderen Ereignis beiwohnen: Zusammen mit unseren Lehrerinnen und Rigoberto, dem Direktor von Probigua, durften wir nach Patzún fahren, um der dortigen Primarschule 200 nigelnagelneue Schreibtische für die Kinder zu übergeben. Diese wurden vom Schweizer Verein Probigua gespendet, welcher die guatemaltekische Hilfsorganisation schon mehr als 25 Jahre lang unterstützt.

    Bevor wir losfuhren, mussten wir jedoch alle kräftig zupacken und die Tische auf dem Dach des alten Chickenbus festzurren sowie den zusätzlichen Camion beladen. Dani wurde zusammen mit Konrad und Leo, dem Busfahrer, dazu auserkoren, die Tische auf dem Busdach geschickt zu stappeln und mehr oder weniger fachmännisch festzubinden 🙈🙉🙊. Im Nachhinein betrachtet muss das wohl ein ziemliches Spektakel gewesen sein, zwei ungelenke Gringos auf einem Chickenbus beim tetrismässigenTische stappeln zu beobachten. Vor allem auch, da sich die beiden die ganze Zeit über nicht sicher waren, ob die unmittelbar über ihren Köpfen schwebenden Kabel das Quartier mit Strom versorgten⚡☠ . In der Zwischenzeit bildeten die anwesenden Probigua-Lehrerinnen mit Martina eine Menschenkette, um die Tische vom Lagerraum zur Strasse zu tragen 🔗. Da Martina die anwesenden Lehrerinnen um mindestens zwei Kopflängen überragte, musste sie schon nach kurzer Zeit Rigoberto helfen, die Tische auf das Busdach zu stemmen. Nach knapp 1.5 Stunden, einer Extrarunde Entladen und neu Stappeln, konnten wir in Chimaltenango losfahren und uns auf die kurvenreiche Fahrt nach Patzún machen.

    Die Fahrt war unterhaltsam und kurzweilig, was vor allem der guten Stimmung im Bus zu verdanken war 🥳. In Patzún angekommen, war erst mal unser Chaffeur Leo gefordert. Mit viel Geduld musste er den langen Bus durch die engen Gassen steuern und darauf achten, die nah an der Strasse aufgestellten Marktwaren nicht zu touchieren 🚍🏣. Offenbar wurden wir bereits sehnlichst erwartet. Nicht nur die Schuldirektion und die Lehrpersonen halfen beim Entladen mit, sondern auch einzelne Eltern und sogar Grosseltern. So ging das Ausladen recht flott voran und ruckzuck waren die Tische im Schulzimmer verstaut.

    Solche Materialspenden werden in Guatemala gebührend verdankt und gefeiert - inklusive Ansprachen von Gemeindevertretern, Politikern, Nationalhymne und Gebeten. Für uns war das alles sehr ungewohnt. Alles läuft nach einem offiziellen Protokoll ab, wird immer wieder musikalisch umrahmt und ob der vielen Rednerinnen und Redner war uns dann irgendwann nicht mehr ganz klar, wer nun in welcher Funktion zu den anwesenden Gästen sprach. Auf jeden Fall war es aber spannend und sehr emotional, dies alles miterleben zu dürfen und auch zu sehen, wieviel Herzblut im Projekt Probigua steckt und wie dankbar die Menschen für solche Spenden sind 🙏😍.

    Leider waren während unserem Besuch kaum Kinder vor Ort, da aufgrund der Pandemie auch die guatemaltekische Regierung strenge Vorschriften erlassen hat. Seit mehr als 1.5 Jahren sind landesweit sämtliche Schulen geschlossen und die Kinder werden seither mehr schlecht als recht online unterrichtet. Obschon sich die Lehrpersonen die grösste Mühe geben, ist es schwierig via WhatsApp und gedruckten Arbeitspaketen (z.T. für einen ganzen Monat), einen adäquaten Unterricht zu gewährleisten. Die Schulschliessungen sind vor allem in den ländlichen Gebieten ein sehr grosses Problem. Der Zugang zu Internet ist nicht überall vorhanden und in den Familien gibt es oftmals nur ein einziges Mobiltelefon. Zudem können sich die wenigsten einen Laptop oder ein Tablet leisten. Wie Martina von ihrer Lehrerin erfahren hat, plant die Regierung offenbar für Mitte Januar die Öffnung der Schulen. Ob dann alle Kinder wieder in die Schule dürfen oder es hier für bestimmte Altersgruppen oder Regionen unterschiedliche Vorschriften gibt, ist unklar. Tagtäglich erleben wir in Gesprächen mit unseren Lehrerinnen, der Gastfamilie sowie weiteren Personen, wie schwierig die aktuelle Situation für die Eltern und Kinder ist. Die drohende Perspektivlosigkeit, der Bildungsrückstand und die ohnehin schon grosse Armut in den abgelegenen Regionen stimmt uns sehr nachdenklich und macht uns traurig.
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    Christine Morger

    Bin sehr beeindruckt!

    10/30/21Reply
     
  • Day312

    Vulkan Acatenango bei Nacht

    December 26, 2019 in Guatemala ⋅ ☀️ 20 °C

    Schon in Nicaragua erzählte man uns, dass es in Guatemala den "Volcán de Fuego" einen der aktivsten Vulkane der Welt gibt. 2018 ist er das letzte mal richtig ausgebrochen und hat sogar ein ganzes Dorf unter sich begraben. 😯
    Und mit einem mühsamen Aufstieg auf den Nachbarvulkan Acatenango kann man dem Fuego sogar richtig nah kommen.
    Das klang für uns nach einem ordentlichen Abenteuer.
    Von Antigua konnten wir die zwei Vulkane und manchmal sogar den aufsteigenden Rauch vom Fuego schon sehen.
    Mit dem Bus fuhren wir erstmal 2 Stunden bis auf 2070m. Von da an ging es nur noch zu Fuß auf den Acatenango.
    Und zwar 5 Stunden steil bergauf, denn bis zum Camp wo unsere Zelte standen mussten wir 1500 Höhenmeter zurücklegen.
    Im Camp angekommen war die Freude groß aber nicht nur weil wir es geschafft hatten, sondern weil die Sonne gerade am untergehen war und wir einen unglaublichen Blick zum Fuego hatten. Ca. aller 5 min schoss Asche und glühende Brocken aus seinem Krater die man vorallem im dunklen gut gesehen hat, wenn sie die steile Felswand herunter rauschten. Ausserdem konnten wir gut Sternschnuppen zählen, denn der Himmel war komplett klar und die kleinen Städte am Fuße des Vulkans sahen aus als würde man aus dem Weltall herunter schauen. Nachts wurde man immer mal in unserem Zelt 🏕 aus dem Schlaf gerissen, wenn es wieder knallte aber das war nicht schlimm, denn um 3 Uhr war die Nacht für uns eh vorbei, denn die letzten 400 Höhenmeter mussten noch bis zum Sonnenaufgang zurückgelegt werden.
    Aber das war kein normaler Weg sondern reine Asche und ein Schritt vorwärts hieß einen halben wieder zurück.
    Nach 1 1/2 Stunden Aufstieg befanden wir uns auf 4000meter Höhe und uns wurde Eiseskälte, ein 360° Rundumblick, ein unglaublicher Sonnenaufgang und ein speiender Vulkan🌋 geboten. Man wusste nicht wo man zuerst hin schauen sollte. Nach 20 minuten waren Füße und Hände taub und wir traten den Rückweg an.
    Im Camp gab es noch ein kleines Frühstück und dann hieß es wieder bis ganz runter. Dieses mal keine 5 sondern nur 2 1/2 Stunden, es ging ja auch nur bergab. Unten angekommen zitterten uns die Beine und Muskelkater 🐈war vorprogrammiert für die nächsten 3 Tage aber eines ist klar dieses Erlebnis ist bei uns unter den absoluten Highlights.

    Ps: an alle treuen Follower, Freunde und Familien ein Gesundes Neues Jahr 2020🎆🍀und vielen Dank für eure Treue!!!
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    Anja Endler

    Seit ihr denn verrückt?!🌋😱man oh man.....aber die Bilder sind leider geil. Sehr spektakulär👍👍👍

    1/1/20Reply
    Jan Sobottka

    Ich wünsch euch auch ein erfolgreiches, frohes und gesundes, neues Jahr 🎉🍾🥂🎊😁✌🏻

    1/1/20Reply
    Mutsch Zscha

    Das ist ja wieder ein wahnsinniges Erlebnis was euch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe doch ihr habt euch bei den Sternschnuppen was tolles gewünscht.🤗

    1/1/20Reply
    3 more comments
     

You might also know this place by the following names:

Departamento de Chimaltenango