Guatemala
Volcán de Acatenango

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44 travelers at this place:

  • Day199

    Volcán Acatenango

    October 6 in Guatemala ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute war unser erster Hochzeitstag! Wir machten uns für eine Tour fertig, auf die wir uns schon länger gefreut haben: den Aufstieg auf den Vulkan Acatenango. Wir wurden mit kleiner Verspätung am Hostel abgeholt, dann machten wir Halt an einer kleinen Halle, wo wir erstmal mit Handschuhen, Mützen und dicken Jacken sowie unserem Mittag- und Abendessen und Frühstück ausgestattet wurden.

    Dann wurden wir zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren. Außer uns waren zwei Argentinier dabei und zwei Guides. Der erste Anstieg hatte es gleich in sich, die Sonne war noch heiß und es ging steil auf sandigem Boden nach oben. Sobald wir im Dschungel unterwegs waren, wurde es wesentlich einfacher dank Schatten und dem ein oder anderen Regenschauer.

    Der Acatenango ist knapp 4000 Meter hoch und liegt neben dem aktiven Vulkan Fuego. Nach guten vier Stunden Aufstieg bekamen wir den Fuego zum ersten Mal zu Gesicht und waren überwältigt: in genau diesem Moment spuckte er eine riesige Aschewolke aus! Wir waren völlig hin und weg, zum ersten Mal haben wir einen Vulkan ausbrechen gesehen. Begeistert liefen wir die letzten Meter bis ins Basecamp. Dort konnten wir nicht mehr die Augen vom spuckenden Fuego lassen.

    Nachmittags legten wir uns ein bisschen hin, in einem mit Plastikplanen überzogenen Holzgestell lagen Schlafsäcke für uns bereit. Als wir wieder aufstanden erwartete uns das absolute Highlight, ein wunderschöner Sonnenuntergang hinter dem immer wieder spuckenden Vulkan. Auch den Vulkan Agua konnten wir in einige Entfernung aus den Wolken ragen sehen. Als es dunkel wurde sahen wir zum ersten Mal die glühenden Brocken, die der Fuego ausspuckte. Immer wieder katapultierte er glühendes Material in die Luft, und man konnte sogar hören, wie die Steine auf dem Boden aufschlugen.

    Zum Abendessen gab es Nudeln, die über dem Lagerfeuer warm gemacht wurden. Wir saßen da, wärmten uns und beobachteten den grollenden Vulkan. Ein tolles Erlebnis! Mittlerweile war es sehr kalt geworden mit Temperaturen nur knapp über Null. Deshalb zogen wir uns bald in die Schlafsäcke zurück.

    Am nächsten Morgen sollte eigentlich um 4 Uhr der Aufstieg auf den Gipfel des Acatenango beginnen. Unsere Guides beschlossen jedoch, ohne uns auch nur zu informieren, dass es zu gefährlich wäre hochzugehen, weil es nachts geregnet hat. Wir haben das mal so hingenommen und weitergeschlafen, schließlich waren wir vom Spektakel am Abend schon äußerst beeindruckt! Der Sonnenaufgang mit dem Blick vom Gipfel ins Tal auf die anderen Vulkane soll jedoch auch ein Highlight sein.

    Sauer wurden wir erst, als wir auf dem Weg zurück nach unten von anderen hörten, dass sie oben waren und dort mindestens 50 Leute waren. Also waren fast alle Tourgruppen hochgegangen, von wegen zu gefährlich. Wir haben sogar mit anderen Guides gesprochen, die uns ganz ungläubig angeschaut haben als wir ihnen von unseren Guides erzählten. Tja, da hatten die wohl keinen Bock hochzulaufen und wollten lieber ausschlafen! Als wir sie drauf ansprachen meinten sie nur, dass jeder Guide das Risiko selbst einschätzt und sie es zu gefährlich fanden. Was will man da machen, begeistert sind wir nicht ...

    Der Abstieg ging schnell. Auch wenn wir Dank fauler Guides nicht bis auf den Gipfel gegangen sind war es ein tolles Erlebnis, sicherlich eines der atemberaubendsten der ganzen Reise, wenn nicht gar unseres Lebens! So viel hatten wir nicht erwartet als wir die Tour gebucht haben.
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  • Day857

    Acatenango Besteigung

    November 23 in Guatemala ⋅ ⛅ 12 °C

    Mehrmals muss ich mich kneifen, um meinen eigenen Augen zu trauen. Nach 4-stündiger, sehr steiler Besteigung des Acatenango Vulkans, kann ich ihn sehen. Den Rauch der aus dem noch aktiven Vulkan El Fuego in den klaren, blauen Himmel geschossen wird.

    Bei herrlichstem Sonnenschein sitzen wir vor unseren Zelten am Basecamp und bewundern diese Naturgewalt. Und dann geht die Sonne unter. Spektakulär sagt sie in vielen Rot und Pinktönen Bis morgen.

    Mit ihr geht die Wärme und wir hüllen uns in unsere Schichten. Da merkt man die Höhe von fast 4.000 Metern. Aber alles ist vergessen als El Fuego seine Show beginnt. Der Himmel ist immer noch klar und die vorherigen Rauchschwaden werden vor dem dunklen Himmel rote Feuersäulen und weite Lavaflüsse. Untermalt von einem lauten Grummeln und Scheppern kann ich meine Augen kaum abwenden. Sehe ich gerade echt und wahrhaftig einen Vulkan ausbrechen? Das kenn ich bisher nur aus Dinosaurierbüchern und Steinzeitgeschichten.

    Und immer noch stört keine Wolke. Die Sterne reihen sich dazu und mit der Milchstraße über unseren Köpfen essen wir am Lagerfeuer zu Abend.

    Aber an Schlaf ist fast nicht zu denken. Auch als ich, schön warm eingemummelt, bereits in meinem Schlafsack liege, verleitet mich jedes Donnergeräusch dazu, meinen Kopf wieder aus dem Zelt zu stecken und der Feuergewalt zuzusehen. Enttäuscht wurde ich dabei nie. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen finde ich dann aber doch etwas Schlaf, bevor es um 4 Uhr morgens dann das letzte Stück hinauf zum Gipfel geht. Schließlich möchten wir uns den Sonnenaufgang aus der absoluten Pool-Position ansehen.
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  • Day112

    8.11.1 Acatenango (hike)

    December 13, 2018 in Guatemala ⋅ ☀️ 15 °C

    Because it was so awesome and beautiful, I will make two posts about the volcano hike on Acatenango.

    The story is, that at the end of November the volcano Fuego (fire) erupted. As a matter of fact, Acatenango’s peak and the one of Fuego are more or less 2 km apart, which makes Acatenango a perfect spot for hobby photographers, nature-fanatics or people simply looking for a wonderful view.

    Besides the medium difficulty (my opinion) of hiking to the basecamp, which was the worst I have ever been to, the biggest challenges are the cold up there (really really cold) and the 1 hour hike at 4 am in the morning from the basecamp to the peak of the volcano. The last 200 m are mainly 5 mm grained dirt; Meaning you take one step upwards and slide two downwards. Really exhausting to get to the 3900 m high peak.

    Nevertheless, it is worth it because the sunrise is beautiful. And the other volcano (Fuego) as well ... stay tuned for the second post!
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  • Day113

    8.11.3 Acatenango (daylight)

    December 14, 2018 in Guatemala ⋅ ⛅ 15 °C

    After the terrible night we had been rewarded with a almost completely clear sky and an beautiful view of the area.

    Just the 2 hours downhill hike ahead of us and an 1 h ride home to the hostel; very ready to sleep!

  • Day207

    El Fuego - Mordor von Guetemala

    May 4 in Guatemala ⋅ ⛅ 19 °C

    Atemberaubend schön, unglaublich surreal oder auch beeindruckend magisch - wie man unser Abendteuer auch beschreiben will, es wird in jedem Fall einen bleibenden Eindruck in unseren Köpfen hinterlassen. Die anstrengende Besteigung des 3976 Meter hohen Vulkans Acatenango bleibt sicher auch in unseren Erinnerungen. Das Spektakuläre war jedoch nicht der Aufstieg, sondern die Beobachtung des gegenüberliegenden Vulkans El Fuego. Dieser macht seinem Namen “Der Feurige“ nämlich aller Ehre!

    Hier ein kurzes Video: https://youtu.be/PwEbuRqMRAE

    Die geführte zwei-Tages Tour wurde uns von einem anderen Reisepärchen empfohlen. Wir übernachten und one Nacht zuvor vor dem Büro des Veranstalters, wo um kurz nach 9 Uhr am nächsten Morgen weitere 22 wanderlustige Traveler mit Kleinbussen eintreffen. Nach einer ersten Instruktion und dem verstauen der Lunchpakete, fahren wir noch ein kurzes Stück mit dem Minibus zum Startpunkt auf 2000 Höhenmetern. Unsere junge Gruppe steigt gemeinsam mit 5 einheimischen Guides einen Lavageröllpfad steil bergauf. Der Untergrund wechselt hin und wieder, die extreme Steigung jedoch kaum. Obwohl wir mittlerweile recht gut trainiert sind ist die Wanderung sehr anstrengend für uns. Durch die häufigen Pausen, in denen die recht große Gruppe wieder zusammenkommt, ist es sehr erträglich. Nach 2,5 Stunden gibt es dann bereits Mittagessen, gebratenes Hähnchen, Reis, Gemüse, Brötchen und ein Apfel. Gestärkt trecken wir hinauf zu unserem heutigen Tagesziel, dem Basecamp des Acetanangos auf 3600 Höhenmetern. Nach fünf schweißtreibenden Stunden haben wir von hier einen grandiosen Ausblick auf eine Reihe von Vulkanen im Wolkenbett. Absolutes Highlight, ist der in knapp 3 km gegenüberliegende Vulkan, El Fuego. Alle paar Minuten schleudert dieser mit angsteinflößendem Fauchen und brüllendem Getöse Lavamassen und - brocken mehrere hundert Meter in die Luft, die dann den Vulkan hinunter fließen. Besonders eindrucksvoll ist dies in der Nacht. Alle paar Minuten beobachten wir das Feuerwerk der Lavamassen und wie die leuchtend glühenden Lavaströme den Vulkan hinab strömen. Wir kommen uns vor, als wären wir im Film Herr der Ringe und sehen vor uns die dunkle Macht von Modor in Mittelerde.
    Beim gemeinsamen Abendessen findet ein reger Austausch der überaus sympathischen Travelergruppe statt. Hostel A in X ist super! Tauchschule B in Y ist toll! So die üblichen Travelertalks eben. Am Lagerfeuer gibt es dann noch heiße Schokolade und Marshmellows, bevor es dann zur kurzen Nachtruhe in die Zelte geht. Wir können nicht wirklich gut schlafen und werden immer wieder vom lauten Donnern des feurigen Vulkans geweckt. Wir öffnen schließlich die Zeltplane, schauen "Mordor" dabei zu, wie er seine Macht demonstriert.
    Um viertel vor vier werden wir von einem unserer Tourguides geweckt, denn wir wollen zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Acatenango sein. Es ist sehr kalt, wir müssen unsere dicken Jacken anziehen. Im Lichte unserer Taschen- bzw. Handylampen kraxeln wir in der Finsternis, im Hintergrund der fauchende und wütende Mordor, die restlichen 400 Höhenmeter zum Kraterrand hinauf. Oben angekommen, werden wir bei -5 Grad mit grandioser Aussicht für unsere frühmorgendliche Anstrengungen belohnt. Im Lichte der aufgehenden Sonne posieren wir vor der Kameralinse und versuchen die atemberaubende Stimmung einzufangen. Nach einer Stunde auf dem Gipfel wird uns kalt und wir steigen wieder zum Basecamp hinab. Nach einem Frühstück am Feuer, beginnen wir den Abstieg. Mit Hilfe der am Tag zuvor bezwungenen Schwerkraft, rennen wir die Geröllpiste wie in Sanddünen hinunter. Ein richtiger Gaudi! Nach gerade einmal zwei Stunden kommen wir erschöpft aber ohne Verluste wieder am Ausgangspunkt an. Wir haben es geschafft! Jetzt nur noch duschen, ausruhen und die Eindrücke verarbeiten! Ein sehr beeindruckendes Abenteuer!
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  • Day113

    Hiking am Volcán Acatenango (3976m)

    September 24 in Guatemala ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Tour beginnt morgens mit der Abholung am Hostel. Mit einem shuttle geht's zur Zentrale des Veranstalters, wo wir Verpflegung, Ausrüstung und weitere Informationen erhalten. Weitere 30 min. Fahrt und wir sind am Ausgangspunkt für unseren Aufstieg. Mit zwei Guides (Benny und Guillermo) wandern wir durch drei Mikroklimazonen und erreichen nach ca. 1000 Höhenmetern unser Nachtlager auf ca. 3500m.
    Von hier haben wir beim abendlichen Lagerfeuer eine perfekte Aussicht auf den sehr aktiven Nachbarn 'Volcán de Fuego' (3763m), die in der Umgebung liegenden Dörfer und den 'Volcán de Agua' (3760m). Jeder Ausbruch des 'Fuego' ist wie ein riesiges Feuerwerk. Und in der Ferne sieht man sogar den Lava-Strom des 'Pacaya'.
    Nach einer kurzen Nacht machen wir uns um 4 Uhr auf zum Gipfel des 'Acatenango'. Oben bietet sich uns ein sensationeller Sonnenaufgang. Unsere Guides haben heißen Tee im Gepäck, deshalb können wir Wind und Kälte etwas länger trotzen.
    Beim Abstieg beobachten wir weiterhin wunderschöne Licht- und Schattenspiele der Wolken und Berge.
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  • Day44

    Volcan Acatenango, Guatemala

    September 24, 2018 in Guatemala ⋅ 🌧 14 °C

    Bueno!

    Gut ausgeschlafen, kräftig gefrühstückt :-) und die Rucksäcke gepackt. Wir haben uns gedacht für diese Tour einen englisch sprechenden Bergführer bei einer Agentur zu organisieren, der uns zum Gipfel führen soll. Für schlappe 225 Quetzales (25€) inkl. Mittag- und Abendessen sowie einem Frühstück, warmer Kleidung und einem bereits aufgestellten Zelt. Und dann sollen wir sogar noch um 8:00 Uhr unweit unserer Unterkunft abgeholt werden. Ein Spott-Preis!

    Wir hätten es uns ja denken können! Um 9:00 Uhr hocken wir noch immer am Treffpunkt und rechnen eigentlich schon damit samt unseres Gepäcks wieder "Heim" zu gehen. Doch dann hält um fast halb 10 doch ein Kleinbus, voll mit einer Horde junger Israelis, die ebenfalls mit einem Guide zum Vulkan wollen. Der Busfahrer, für Guatemalteken überraschend unhöflich, und angeblich der Chef der Agentur, fährt uns erst mal in einen Nachbarort, damit wir uns alle warme Second-Hand-Jacken aussuchen können.

    Soweit so gut, am Fuße des Acatenangos angekommen, werden wir als einzige an einem Straßenrand buchstäblich rausgeworfen! "Ihr Zwei..., aussteigen! Und das ist euer Guide!"...?
    Vor uns steht ein 64 jähriger spanisch sprechender Bergführer, Yippee! Nach Arianes erfolgloser Diskussion mit dem "freundlichen" Busfahrer fährt dieser mit seinen Israelis weiter.

    Nachdem wir uns noch einmal sortiert haben, ziehen wir drei, Ariane, Marco und Prudensio (unser Guide) los. Wir stellen nach kurzer Zeit fest, dass es doch besser kaum gehen kann: 1. Wir sind nur zu Dritt (ohne die Horde), 2. Prudensio ist top fit (besser als wir ;-) und 3. auch noch guatemaltekisch freundlich. Während des Aufstieges erklärt er uns, wie er früher aus den Gräsern am Wegesrand Dächer gedeckt hat, oder dass der Lavasand, auf dem wir wandern vom noch aktiven Nachbarvulkan, El Fuego kommt! Vorbei an Wiesen und Äckern, durch Wald und steil über Lavasand erreichen wir nach wenigen Stunden das Lager für die Nacht.

    Während wir unser optisch recht desulates Zelt, welches man mit Planen doppelt und dreifach abgedeckt hatte, bestaunen, macht unser Guide das Feuer und kocht für uns eine heiße Schokolade...!
    ... Siehe da, die Israelis kommen auch irgendwann an und mit den Israelis der Regen. Es schüttet über Stunden wie aus Eimern. Was uns die Laune aber nicht verdirbt. Wir sitzen am warmen Feuer unter einem trockenen Verschlag und kochen unsere Pasta, während sich die 9 Israelis im Kollektiv gegen 18:00h im Großraumzelt und nach einem Joint für die Partynacht fit schlafen. Deren Guide ist der 23-jährige Sohn unseres Guides, der ebenfalls total nett ist. Er erzählt, dass das mit den israelischen Gruppen immer so ist. Sie übernachten in Antigua in einem israelischen Hostel. Von dort bekommen sie auch ihr Essenspaket, das mit einem Pferd ins Lager gebracht wurde. Im Lager sind die dann eher für sich und interessieren sich kaum für andere - so haben wir es such erfahren. Nachdem die Israelis gegen 20:00 Uhr so langsam aus den Federn kommen, krabbeln wir in unser Zelt, denn um 3:30 soll es los zum Gipfel gehen.

    Um 1 Uhr werden wir wach. Es ist sternklare Nacht und draußen grollt und donnert es!..? Wir krabbeln aus den Schlafsäcken und glauben unseren Augen kaum. Nur etwa einen Kilometer entfernt sind wir Zeugen von Eruptionen des Nachbarvulkans El Fuego. Er speit leuchtend rote Lava und Aschewolken aus seinem Krater. Nicht viel, aber sehr, sehr beeindruckend! Ein unglaubliches Bild, denn von hier aus ist in der Ferne auch der Vulkan Pacaya zu sehen, der ebenfalls pausenlos Magmafontainen in den Himmel schleudert. Nur leider ist es hier auf 3.400m Höhe bitter kalt und so verschlägt es uns nach kurzer Zeit doch wieder in den Schlafsack. An Schlafen ist übrigens nicht zu denken, da wir bis 2 Uhr durch ein pausenloses Gekröle auf israelisch unterhalten werden und die Damen der Schöpfung auch noch unüberhörbar neben unser Zelt p....n.

    3:30 Uhr, der Wecker klingelt. Wir sind schon auf den Beinen und sind diesmal fasziniert vom wolkenfreien Ausblick auf das Lichtermeer von Antigua und Guatemala City. El Fuego hingegen ist still geworden. Bevor wir aufbrechen machen wir das Feuer wieder fit für einen Kaffee ;-) Was wir erst später erfahren: Der englischsprachige Guide der Israelis wird beim Weckversuch selbiger aus dem Großraumzelt verbannt. Von den Israelis war keiner auf dem Gipfel!

    Wir hingegen waren rechtzeitig vor Sonnenaufgang gegen 6 Uhr am Gipfelkrater. Unvergesslich! Welch ein Blick auf das Lichtermeer der Städte, die Vulkane El Fuego, El Agua, El Pacaya (der weiterhin fleißig Lava speit!), weitere 4 Vulkane, den Blick bis zum Atitlan-See und natürlich den Sonnenaufgang!

    Nur eines macht einen längeren Aufenthalt hier oben unmöglich: Die Temperaturen liegen weit unter Null und es stürmt ohne Ende...! Wir müssen uns ständig in den Windschatten im Krater zurück ziehen. Unser Guide scheint auch noch echt miserabele Kleidung zu haben. Er hüpft hin und her und verzieht sich in eine Schutzhütte im Krater. Wir treten den Rückzug an...

    Nachdem wir Prudensio sagen, dass wir den Weg zum Lager alleine finden und er ruhig vorgehen kann, läuft er urplötzlich, wie von einer Tarantel gestochen und mit beeindruckender Akrobatik den Hang hinunter, "... der muss echt gefroren haben!"

    Einige hundert Meter unterhalb des Gipfels sitzen wir nun in der von der Morgensonne angewärmten alten Lavasand in Hang und genießen den unvergesslichen Start in den Tag...

    Es ist unser letzter Tag in Guatemala :-)

    Saludos
    Ariane und Marco
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  • Day5

    Vulkan Acatenango oder so

    March 7 in Guatemala ⋅ ☀️ 15 °C

    Das war wohl eine lange Geschichte:
    Los ging es gestern um 8.30. Wir mussten unsere großen Rucksäcke umpacken und pro Person 4 Liter Wasser einstecken. "Pünktlich" um viertel nach 9 wurden wir dann abgeholt. Mit dem Shuttle ging es an den Fuß des Vulkans. Dort gab es dann noch Handschuhe, Mütze, ne Wolldecke und eine Essensbox.
    Hiermit begann einer der anstrengensten Aufstiege überhaupt. 5h lang liefen wir durch alle Höhenschichten, aber schafften es nicht über die Wolken. Auf 2450m ging es los bis auf 3750m, wo das Basiscamp aufgebaut war. Pünktlich zur Ankunft riss dann doch die Wolkendecke auf und gab den Blick auf einen aktiven Vulkan, direkt vor unserem Camp frei. Im Camp sitzend haben wir dann die riesigen Aschewolken beobachtet, die der Vulkan auspuckt. Dazu ein Lagerfeuer bei sehr sehr sehr viel Wind.
    Sobald schlussendlich die Sonne untergegangen wsr wurde es direkt ****kalt. Ich hatte 5 Schichten an und fror immernoch. Aber in dem Moment, in dem das erste Mal Lava aus dem Vulkan flog, war alle Kälte vergessen. Eindeutig eins der krassesten Sachen, die ich je gesehen habe. Wenn man sieht, wie ein Teil des Berges explodiert und sich rot glühende Wolken in den Himmel erheben, weiß man, dass die Natur einiges an Kraft enthält. Nach einem Abendessen schauten wir dann noch 2h dem Vulkan zu und dann ging es ab in die Zelte. Schlafen konnte man ungefähr so gut, wie wenn man versucht neben einem Düsenjet zu schlafen. Der Wind löste andauern die Eingangsplane und das Befestigungsholz krachte bei jeder Windböe gegen die Zeltwan und mein Bett! Noch dazu war es Arschkalt trotz allem.
    Um halb 5 wurden wir dann geweckt und stiegen auf den Gipfel mit 3950m um den Sonnenaufgang zu sehen. Ich klappte auf dem Gipfel förmlich zusammen. Ich konnte nur noch undeutlich sprechen, meine Beine kribbelten und meine Hände fühlte ich gar nicht mehr. Ich konnte sie nicht mal mehr einen Millimeter bewegen und nur noch mit den Handgelenken meinen Stock halten. Auf dem Runterweg wurde dann langsam alles wieder besser.
    Frühstück am Lagerfeuer vor den Zelten und ab ging es nach unten. 2h später saßen wir sau müde im Shuttle zurück und seit dem waren wir nur noch draußen, um einzukaufen, mexikanisch Essen zu gehen und Geld abzuheben (in Guatemala gar nicht so einfach).
    Jetzt schauen wir gerade Star Wars und ich bin am Einschlafen.
    Also gute Nacht!
    Simon
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  • Day123

    Acatenango

    December 4, 2018 in Guatemala ⋅ ⛅ 14 °C

    Als Abschied vo Guatemala han ich mich no ah es ächts Highlight äne gwogt. Mit 4000 m.ü.m esch de Acatenango Vulkan de höchsti Punkt vo Central Amerika und de esch mit ehnere 4-6 Stündige Wanderig erreichbar. Ich ha übers Hostel ehn 2 tägigi Tour buecht und bi scho am nöchste Tag mit 22 andere Abentüürlustige im Bus ghocked.

    D Wanderig esch sträng aber machbar gsii. Mer händ ca. 4h brucht bis zum Basecamp (inkl. Pause) und es esch alles bärguf gange. Im Basecamp händs üs denn gseid dass es sich ned lohni för de Sunneuntergang ganz ufe z laufe wells im Momänt z viel Wolche heig. Mer händ also üsi Zält bezoge und händ de Nomittag denn am Füür verbrocht. Es hed Popcorn, Marshmallows und heissi Schoggi gäh. Zum Znacht hämmer denn Spagetti becho und wos ändlich dunkel worde esch hämmer denn au gseh für was mer do ufe gloffe sind: De Vulkan spuckt Lava. Alli händ probiert möglichst gueti Bilder häre z bringe aber so werklich festhalte cha mer das eifach ned! Ich wär am liebste nie is Bett well mer nie weiss wenn die nöchsti Eruption chonnd. Da d Sunneufgangswanderig aber am 04.00 ahgseid gsii esch hani de glich früeh müsse go schlofe - ehn zimlich schlächte Schlof zum ehrlich sii. Es esch chalt gsii im Zält, es hed ine gwinded, esch umbequem gsii und so bin ich sicher all Stund wedermol verwached.

    D Wanderig am 4ri esch denn s strängste vom ganze Usflug gsii. Es esch zwar eigentlich "nur" no 1.5h deruf gange aber de wenig Schlof und vorallem d Höchi händ mer zuegsetzt. Uf 4000 m bechonnd mer halt eifach chli weniger Suurstoff und so werds Schnufe sträng und eim werd schnell schlächt. Um so stolzer bin ich gsii wo ichs denn gschafft ha und de wunderschöni Sunneufgang ha döffe ahluege. Vo ganz obe hed mer au d Eruptione us nöchster Nöchi gseh!

    Nach ehm Sunneufgang heds no Zmorge gäh und denn simmer de ganz Wäg weder abe gloffe. Das hed sich rächt id längi zoge und esch mega id Bei. Ich bi froh gsii wo ich denn im Hostel ahcho bi und mer ändlich ehn langi warmi Duschi ha chönne gönne.

    Jetzt hock ich im Flugzüüg uf Panama mer duet immerno alles weh vo gester aber ich bi au scho extrem gspannt uf de neui Ort!
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  • Day43

    Sonnenaufgang auf dem Acatenango

    November 22, 2018 in Guatemala ⋅ ⛅ 7 °C

    Mal wieder hat unser Tag früh begonnen (wer hier denkt, wir machen einfach „nur Urlaub“, der täuscht sich gewaltig 😉): um 4:00 Uhr ging’s heute auf den Gipfel des Acatenango.
    Die Nacht im Basecamp war - nennen wir es mal - interessant... Pit hat das ja im letzten Beitrag geschildert. Abends gab es immer mal wieder wolkenfreien Ausblick auf den Vulkan Fuego. Der hat sich die letzten Tage ja wieder deutlich beruhigt, aber ein paar kleinere Ausbrüche haben wir gesehen. Im Juni sind ja viele Leute bei einem riesen Ausbruch gestorben. Man sieht auch jetzt noch die schwarzen Lavaströme, die weit ins Tal gehen und auch heute noch dampfen. Ein klein wenig macht einem das schon ein mulmiges Gefühl in der Magengrube.
    Als wir aber dann am Morgen die letzten 300 Höhenmeter erklommen haben und auf 3976 Metern die Sonne aufgehen haben sehen, war das allerdings alle Mühe wert. Am besten schaut Ihr Euch die Bilder unten an, denn es ist schwer zu beschreiben, wie schön es dort oben war.
    Nach einem rasanten Abstieg und der Fahrt zurück nach Antigua, sind wir nun ehrlich ein bisschen fertig. Aber glücklich! ☺️ Jetzt lassen wir es uns bei einem schönen Abendessen noch einmal gut gehen und Morgen geht’s dann schon nach Lima.
    Danke Mittelamerika, Danke Guatemala, Danke wunderschönes Antigua (wir sind ein bisschen verliebt in diese Stadt; schade, dass nicht genügend Zeit war) - Ihr wart toll!
    Und jetzt auf nach Peru. 👋
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You might also know this place by the following names:

Volcán de Acatenango, Volcan de Acatenango

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