• Hase und Ritter on tour

Adria & Balkan 2025

Endlich gehts wieder los, mit dem Auto gen Süden - wir sind gespannt, was uns erwartet... Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    4. Oktober 2025

    Los geht’s…

    4. Oktober in Deutschland ⋅ ☁️ 12 °C

    Was ist besser als vom Reisen zu träumen oder Reisen zu planen? Richtig, auf Reisen zu gehen… 😎

    Nach einem in vielerlei Hinsicht bewegten Sommer geht es heute für uns wieder los, diesmal mit dem Auto in Richtung Süden. Das Kofferraum-Tetris, gestern schon gestartet, erreicht um kurz nach 10 Uhr früh seinen Höhepunkt: der Wasserkasten muss zuhause bleiben 🤭. Der Kofferraum bleibt trotzdem voll, was man halt so braucht für ca. 4 Wochen und eventuell jede Art von Wetter.

    Gegen halb 11 rollen wir los, quer durch die Stadt in Richtung Autobahn. Wo wollen die alle hin? Das Wetter ist zwar besser als erwartet, die Fahrt trotzdem spassbefreit - als ob in München Oktoberfest wäre… 🤔

    Hinter der Grenze in Österreich wird’s besser, dafür reiht sich ein Tunnel an den nächsten. Man hat das Gefühl, man fährt nicht über, sondern durch die Alpen. Ein Hoch jedenfalls auf die digitale Maut. 🥳
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  • Hotel Rosmann

    4. Oktober in Österreich ⋅ ☀️ 13 °C

    Gegen halb fünf erreichen wir unser Ziel für heute Nacht mitten in Kärnten. Der Ort scheint schon halb im Winterschlaf, die Saison vorbei.

    Wir checken uns selbst ein, der einsame Schlüssel an der nicht besetzten Rezeption ist unserer, das Zimmer aber nicht das, was wir gebucht haben, der Ritter diskutiert ein bisschen (doch nicht zu diesem Preis, und nicht nur für eine Nacht!), aber natürlich muss der Fehler bei booking.com liegen. Egal, ist ja nur für eine Nacht.

    Das Abendessen - Backhendl & Schnitzel, was wir leider nicht fotografiert, sondern aufgegessen haben - ist jedenfalls gut. Mal sehen, wie es morgen weitergeht…
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  • Auf zu neuen Ufern…

    5. Oktober in Österreich ⋅ 🌧 6 °C

    Gut geschlafen haben wir im Hotel Rosmann, auch wenn das ganze Haus riecht wie ein Backhendl (was daran liegen könnte, dass die Küche in den Flur gelüftet wird 🤔).

    Das Kaffeekonzept ist ein bisschen ausbaufähig, ansonsten aber ist das Frühstücksbüffet völlig okay. Unser Abendessen von gestern kriegen wir mit Preisnachlass für nur noch 40 Euro - nur bares ist wahres, angeblich funktioniert das Kartenlesegerät nicht. Egal, der Wirtin und uns ist klar, daß dieses Haus nicht in die Riege der wenigen Unterkünfte eingehen wird, die wir ein zweites Mal aufsuchen werden. Und auf eine Beschwerde bei booking.com hat sie sicherlich auch keine Lust...

    Am Wörthersee vorbei - ohne Fotostopp, denn es schüttet wie aus Kübeln - fahren wir in Richtung Loiblpass. Der Tag war eigentlich zum Cruisen und Landschaft gucken geplant, cruisen tun wir, Landschaft gucken ist so naja. Ziemlich viel Wasser von oben behindert ein bissl die Sicht…

    Kurz vorm Loibltunnel holt uns der Winter ein, und der Regen geht in Schnee über 😵‍💫. Tolle Idee mit Sommerreifen an die Adria, da ist es noch warm… 🫣. Gottseidank hört der Schnee auf der anderen Seite des Tunnels schnell wieder auf. Wer heute von Süden nach Norden fährt hat’s schlechter (haben wir da zumindest noch gedacht).
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  • Bleder See

    5. Oktober in Slowenien ⋅ 🌧 6 °C

    Hinter dem Loibltunnel erreichen wir mit Slowenien unser 95. gemeinsam bereistes Land - vor 21 Jahren haben wir mit „was soll ich in Südamerika, ich war noch nie in Italien“ angefangen, und nun kommen die magischen 100 langsam in Blickweite, irgendwie unglaublich...

    Unser erster Abstecher des Tages ist der malerische Bleder See. Hier könnte man herrlich drumherum wandern, mit dem Bötchen fahren, ein Ruderboot mieten (komischerweise weigert sich des Hasen geliebter Ritter beharrlich), mit der Seilbahn auf den Berg fahren für einen tollen Ausblick, sogar eine Bimmelbahn soll’s geben.

    Nachdem wir im Strassengewirr von Bled endlich einen Aussichtspunkt gefunden haben, beschränken wir uns auf das eine Foto von oben auf den See, reicht im strömenden Regen. Das Navi rechnet uns ca. 1 Stunde Fahrtzeit bis zu unserem heutigen Tagesziel aus. Naja, bummeln wir ein bisschen…

    Irgendwie führt die Straße aber stetig nach oben, aus Regen wird Schneeregen, aus Schneeregen richtig fett Schnee, umkehren ist keine Option… 🫣. Die Straßenverhältnisse werden immer wüster, rauf geht ja noch, aber irgendwie müssen wir ja auch wieder runter…

    Wenn’s nicht so heikel wäre, wäre es ja richtig schön so verschneit. Bei der Streckenplanung ist irgendwie durchgerutscht, dass vom Bleder See auf 475m Höhe zu unserem Quartier auf vergleichbarer Höhe mit dem Bohinjsko Sedlo ein Pass auf 1.277 Metern liegt.

    Wir sind beileibe nicht die einzigen, die auf Sommerreifen den Berg langsam wieder runter rollen auf der anderen Seite, die Slowenen hat der Wintereinbruch im wahrsten Sinne des Wortes ebenfalls eiskalt erwischt.. Der Hase bewundert seinen Ritter hemmungslos 🙌

    Irgendwann haben wir das schlimmste geschafft, aus Schnee wird wieder Schneeregen aus Schneeregen wieder Regen, die Straße nur noch nass und nicht mehr glatt, wir atmen auf.

    17 km vor unserem Tagesziel geht es langsam wieder hoch, und genau an der Stelle, wo der Regen wieder in Schnee übergeht, ist die Straße gesperrt. Wir haben keine Lust mehr auf abenteuerliche Strassenverhältnisse und ausprobieren, ob man trotzdem durchkommt. Wir kehren um, und nehmen dafür einen riesigen Umweg in Kauf. Einmal Schneeschlittern reicht für heute…
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  • Lunchtime

    5. Oktober in Slowenien ⋅ ☁️ 7 °C

    50 km Umweg fahren wir, gefühlt unendlich über enge kurvige Bergstraßen, zum Glück ist nicht viel Verkehr. Die erste (und einzige) geöffnete Ausflugsgastronomie, die uns begegnet, nehmen wir, mittlerweile völlig fertig, hungrig und müde. Das halbe Schnitzel packen wir als Wegzehrung mit ein, sicher ist sicher.

    Als wir mit Essen fertig sind, hat es dann auch aufgehört zu regnen und am Horizont ist sogar ein Hauch blauer Himmel zu sehen.
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  • Tourist Farm Zelinc

    5. Oktober in Slowenien ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach 6 h im Auto erreichen wir unser Quartier für die nächsten 2 Nächte, 3 Stunden mehr als berechnet. Nach Schneegestöber zur Mittagszeit gibt’s jetzt einen Kaffee in der Sonne ☀️, verrückt. Unser Zimmer ist schön, kein Vergleich zum letzten Quartier, wir fühlen uns sofort wohl. Die Halbpension ist auch sehr fein… 😋

    Mal sehen, was der morgige Tag uns so bringt - hoffentlich besseres Wetter… 🙏
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  • Schmelzhütte Idrija

    6. Oktober in Slowenien ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute besuchen wir das Bergwerksstädtchen Idrija. 500 Jahre lang, bis zu seiner Stilllegung, war das Quecksilberbergwerk Idrija das zweitgrößte auf der Welt. In der Blütezeit deckte die Anlage gleichwohl 13 Prozent des Weltmarkts ab. 1994 wurde der Abbau endgültig eingestellt, die Verhüttung 1995. Die Altstadt von Idrija und die Stätten der Quecksilbergewinnung, sind zusammen mit dem ebenfalls stillgelegten spanischen Pendant in Almadén seit 2012 UNESCO-Weltkulturerbe. Zusammen repräsentieren sie die beiden größten Quecksilberminen der Welt. Der heutige Quecksilberbedarf der Welt wird hauptsächlich in China gewonnen.

    Wir widmen uns der ehemaligen Schmelzhütte, wo aus dem abgebauten Zinnobererz (HgS = Quecksilbersulfid) durch Röstung Quecksilber und Schwefeldioxid entstand. Die Technik über die Jahrhunderte ist schon spannend, das Museum mittels Audioguide gut erlebbar.
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  • Idrija

    6. Oktober in Slowenien ⋅ ⛅ 14 °C

    Als nächstes bummeln wir durchs Städtchen auf der Quecksilberroute. Die Burg Gewerkenegg im Stadtzentrum von Idrija wurde zwischen 1522 und 1533 von den Grubenbesitzern zur Unterstützung des Bergbaus errichtet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Burgen aus der gleichen Zeit diente Gewerkenegg nie militärischen Zwecken, sondern die Hauptfunktion der Anlage bestand darin, Lager für das wertvolle abgebaute Quecksilber zu sein und Büroräume für die Bergwerksverwaltung bereitzustellen. Heute beherbergt sie das Stadtmuseum, was leider Montags geschlossen ist.

    Den Antonius-Stollen, den ältesten um 1500 in einen Fels der Innenstadt getriebene Stollen, könnte man im Rahmen einer Führung ebenfalls besichtigen. Aktuell gibt es aber nur 2x am Tag Führungen, für die um 10 Uhr waren wir zu spät dran, die um 15 Uhr ist uns zu spät.
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  • Wasserversorgung

    6. Oktober in Slowenien ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir gehen in Idrija noch ein paar Teile einkaufen, unter anderem einen kleinen Mittagssnack, und machen uns dann auf die Suche nach dem alten Pumpwerk, was als Teil der Wasserversorgung ebenfalls Teil des Weltkulturerbes Quecksilbergewinnung sein soll. Zunächst stoßen wir auf den Förderturm des Josephsschachts, der in seinem halbverfallenen Zustand schon fast wie ein Lost Place anmutet.

    Ebenfalls ein Fundstück ist der botanische Kräutergarten des Doktor Scopoli, des 1. Werksarztes, der die Erkrankung der Quecksilbervergiftung wissenschaftlich beschrieb: De Hydrargyro Idriensi. Schließlich finden wir doch noch das alte Pumpwerk, und ein paar historische Loks.
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  • Der Rest des Tages in der Sonne

    6. Oktober in Slowenien ⋅ 🌙 8 °C

    Nach einem Tankstopp machen wir uns auf den Rückweg zur Farm. Interessanterweise werden wir heute, bei entsprechend guten Wetterbedingungen, permanent als Verkehrshindernis wahrgenommen und von den Einheimischen aufs abenteuerlichste überholt. Ob das dt. Kennzeichen quasi dazu auffordert? Ein rotes Tuch für slowenische Autofahrer? 🤔

    Den Rest des Tages genießen wir die Sonne, den Balkon, die heimische Tierwelt um uns herum und abends wieder ein tolles Abendessen. Morgen geht’s dann weiter für uns…
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  • Skocjan-Höhle

    7. Oktober in Slowenien ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute verabschieden wir uns wieder vom Bauernhof und gehen auf die nächste Etappe. Wir sind tatsächlich die letzten Gäste auf der Tourist Farm Zelinc und mit uns verabschieden sich auch die Wirtsleute in ein paar Tage sicher wohlverdienten Urlaub. Wir genießen noch ein tolles Frühstück mit lauter hausgemachten Produkten, vom Apfelsaft über Marmelade bis hin zur Salami, packen unsere Siebensachen wieder zusammen und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg nach Kroatien.

    Unseren geplanten Zwischenstopp für heute erreichen wir dank kurviger slowenischer Bergstraßen und gesperrter Schnellstraßen mit Ach und Krach gerade noch rechtzeitig zur 12 Uhr-Führung. Dank Nebensaison sind die Führungen bei weitem nicht ausgebucht und man bekommt auch spontan noch Tickets.

    Die Höhlen von Škocjan sind ein System von Höhlen und seit 1986 Weltkulturerbe der UNESCO. Die Höhlen wurden vom Karstfluss Reka (slowenisch für „Fluss“) geschaffen, der unterirdisch mehrere riesige Canyons gegraben hat. Fotografieren ist im Inneren leider verboten, würde aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse auch vermutlich nicht wirken.

    Aber man ist auch vollauf beschäftigt mit laufen, gucken, staunen, atmen. Der Weg durch die Höhlen selbst ist schon herausfordernd, unzählige Stufen hoch wie runter tun ihr übriges (innerhalb der Höhle tatsächlich 434 Stufen). Der wilde Fluss, der unterirdisch hier durch tobt beeindruckt sehr.

    Am Ende der Höhle warten nochmals tolle Ausblicke auf uns und 320 weitere Stufen wieder rauf (es hätte auch einen Aufzug gegeben, der einem zumindest nur 150 Stufen gelassen hätte, der musste aber unbedingt heute repariert werden) 🥴😵‍💫

    Wir zwei Couchpotatoes sind fix und fertig, als wir gegen 14:30 Uhr unser Auto wieder erreichen. Wir teilen uns das mitgenommene Schnitzel von vorgestern, zum Nachtisch gibt’s noch den Kuchen, den wir vom heutigen Frühstücksbüffet mitgenommen haben, und so gegen 15 Uhr haben wir uns soweit wieder bekrabbelt, dass wir weiterfahren können.
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  • Grand Park Hotel in Rovinj

    7. Oktober in Kroatien ⋅ ☀️ 19 °C

    Von den Skocjan-Höhlen aus gehts für uns auf die Autobahn und gut anderthalb Stunden später erreichen wir unser Tagesziel und unser Quartier für die nächsten 3 Nächte, das Grand Park Hotel in Rovinj. Das Auto verschwindet in der Tiefgarage, der Gepäckservice verzieht keine Miene beim Anblick unseres vollgepfropften Kofferraums. Mit dem Welcome Drink zum Check in genießen wir den Ausblick auf Rovinj.

    Unser Zimmer ist ein Träumchen, in der Badewanne taucht der Hase heute noch ab. Der Blick vom Balkon ist ebenfalls traumhaft. Aber erstmal geht es ein paar Schritte auf der Promenade Richtung Stadt, der erste Italiener ist unserer. Einen halben Liter Rotwein, einen herrlichen Salat und eine leckere Pizza später geht es uns so richtig gut. Heute werden wir sehr gut schlafen. 😴
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  • Rovinj

    8. Oktober in Kroatien ⋅ ☀️ 18 °C

    Den heutigen Tag lassen wir nach den anstrengenden vergangenen mal ganz ruhig angehen. Wir schlafen aus, frühstücken ausgiebig (Immerhin gibt es hier Frühstück bis um zwölf), und machen uns dann auf die Altstadt von Rovinj zu erkunden. Wir streifen kreuz und quer durch die schmalen Gassen, die gefühlt fast ausschließlich aus Gastronomie, Souvenirshops und Ferienapartements bestehen. Natürlich müssen wir die Kirche, die über der Stadt thront, Santa Eufemia, besichtigen. Wir zünden eine Kerze an, und finden ein schönes Plätzchen im Schatten der Kathedrale für einen kühlen Drink mit Blick aufs Meer.

    Den Nachmittag verbringen wir mit Nichtstun und lesen, genießen einen schönen Sonnenuntergang über der Adria und gehen noch mal zum selben Italiener wie gestern schön essen, Kroatien hat einfach eine gute Fischküche. Ein rundherum schöner sonniger Tag…
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  • Euphrasius-Basilika

    9. Oktober in Kroatien ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute machen wir einen Ausflug und fahren nach Poreč. Dort steuern wir als erstes Ziel des Tages die Euphrasius-Basilika an, seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum. Benannt ist die Basilika nach Bischof Euphrasius, der die Kirche unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus zwischen 543 und 554 errichten ließ. Von den Vorgängerbauten der Euphrasius-Basilika sind noch Mosaike vorhanden. Der Glockenturm, den wir erklimmen, wurde erst im 15. Jahrhundert ergänzt.
    Ein sehr beeindruckender Ort…
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  • Poreč

    9. Oktober in Kroatien ⋅ ☁️ 19 °C

    Poreč selbst ist Rovinj ähnlich. Die hübsche Altstadt besteht fast ausschließlich aus Gastronomie, Souvenirläden und Ferienwohnungen.

    Wir schlendern einmal die Hauptstraße hoch, gehen ein bisschen Trüffel shoppen (heimatliche Aufträge erfüllen) und dann wieder runter. Am Ortsausgang gehen wir noch was essen, experimentell jeder auf seine Art. Dann geht es zurück nach Rovinj, dass uns auch heute einen traumhaften Sonnenuntergang beschert.Weiterlesen

  • Most na rijeci Mrežnici

    10. Oktober in Kroatien ⋅ ⛅ 19 °C

    Ein kleines bisschen wehmütig nehmen wir heute Abschied von Rovinj und gehen auf die nächste Etappe. So ist das, wenn der Weg das Ziel ist, auch von den richtig schönen Orten muss man sich wieder trennen…

    Heute ist ein Fahrtag in Richtung unseres nächsten Zieles, hauptsächlich Autobahn, ein bisschen öde. An Rijeka vorbei stauen wir uns durch eine riesige Baustelle, wenigstens mit Aussicht aufs Meer. Bis der Ritter keine Lust mehr hat auf Stau und spontan abfährt, damit fängt das nervige Landstrassengekurve erst an. Nur noch zweimal verfahren 😵‍💫, dann sind wir wieder auf der richtigen Autobahn.

    Zur Mittagszeit gibt es einen schlechten Hotdog an einer kroatischen Autobahnraststätte (ohne Fotodokumentation), der allerdings nur halb so viel kostet, wie ein schlechter Hotdog auf einer deutschen Autobahnraststätte kosten würde.

    Als wir die Autobahn verlassen sagt das Navi noch 50 km und 60 min. Klar, was das heißt: ab hier enge kurvige Straßen… 🥴

    Spontan machen wir eine Pause an einer interessanten Steinbrücke über einem Flussbett, durch das kein Fluss mehr fließt. Erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts, als diese Region die illyrischen Departements des französischen Kaiserreiches bildeten. Wir wandern einmal drumherum und drüber - die Füße vertreten tut gut nach dem Tag im Auto - bevor wir auf die letzte Etappe gehen.
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  • Lakeside Hotel

    10. Oktober in Kroatien ⋅ ☀️ 17 °C

    Unser Quartier für die nächsten 2 Nächte ist das Lakeside Hotel im Dorf Plitvize Selo, ein bisschen rustikal angehaucht und fest in indischer Hand. Grösster möglicher Unterschied zum letzten Hotel in Rovinj.

    Der Knaller ist aber der Hot Tub auf dem Balkon 🤩 (der Ritter hatte schon wieder vergessen, was er da gebucht hat). Abendessen ist zwar teuer (was zu erwarten war im Angesicht der Alternativen hier mitten im Wald), aber recht schmackhaft. Natürlich müssen wir den Hot Tub noch ausprobieren nach dem Abendessen. 🤭
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  • Plitvicka Jezera - Teil 1

    11. Oktober in Kroatien ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute bleibt das Auto stehen. Der unschlagbare Vorteil unseres Quartiers (neben dem Hot Tub) ist die Tatsache, dass es hier einen 3. Eingang zu den Plitvitzer Seen gibt, den man benutzen kann, wenn man schon eine Eintrittskarte für einen der beiden anderen hat. Die hat der Ritter online gebucht, also kann es ganz entspannt vom Hotel aus losgehen.

    Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Die insgesamt 16 sichtbaren Seen sind kaskadenförmig angeordnet. Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse.

    Der 3. Eingang liegt mehr oder weniger in der Mitte der Seen und wir entscheiden uns heute für den Besuch der oberen Seen. Das Wetter ist nahezu perfekt mit einem Sonne-Wolken-Mix (der Ritter war in den 90ern schon mal hier im Regen).

    Mit dem Shuttle-Boot geht’s über den ersten See und dann über Bohlen- und Waldwege von See zu See und von Wasserfall zu Wasserfall. Das Wasser ist unglaublich klar, ein Träumchen…
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  • Plitvicka Jezera - Teil 2

    11. Oktober in Kroatien ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir wandern bis zum obersten Punkt, hier gibt es dann auch ein klitzekleines bisschen Infrastruktur. Nach einer Mittagspause überlegen wir, was wir weiter machen wollen.

    Also erstmal mit dem Shuttle-Bus wieder runter. Am Eingang 1 befindet sich auch der Startpunkt zur Wanderung rund um die unteren Seen.

    Nein, wir zwei Couchpotatoes haben genug für heute, nochmals 2 Stunden wandern ist uns zuviel. Bis wir zurück am Hotel sind, sinds trotzdem 8 km zu Fuß geworden. Schön war’s…
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  • Abendessen

    11. Oktober in Kroatien ⋅ ⛅ 11 °C

    Nachdem wir wieder zurück sind, hopsen wir erstmal nochmal in den Hot Tub, wer weiß, wann man sowas mal wieder hat…

    Beim wieder abdecken des Schätzchens bricht eine Bohlendiele auf dem Balkon… 🫣
    Wer weiß, ob der Hot Tub nicht bald eine Etage tiefer steht?

    Beim Rüsten, um zum Abendessen zu gehen, fällt uns auf, dass es im Bad von der Decke tropft. Als gute verantwortungsbewusste Deutsche drehen wir eine Runde über die Rezeption, könnte ja ein Wasserrohrbruch sein 🤔. Nein, nein, das kommt schon mal vor, wenn oben einer duscht, ist ja alles aus Holz 😳. Na dann ist ja alles gut… 🤷‍♀️

    Das Abendessen ist fein, auch wenn heute ein Gedeckpreis gerechnet wird, im Gegensatz zu gestern - vermutlich haben wir heute nicht genug konsumiert 🤔. Bei sowas wird der Ritter fieselig und verrechnet das mit dem Trinkgeld.

    Morgen geht’s dann wieder auf zu neuen Ufern, diesmal fahren wir bestimmt nicht wehmütig…
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  • Jajce

    12. Oktober in Bosnien-Herzegowina ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute morgen verlassen wir das Lakeside Hotel wieder, diesmal nicht wehmütig. Heute geht’s in Richtung Bosnien. Die Grenze ist schnell passiert. „Haben Sie was zu verzollen?“ „Nein“ „Tschüss“

    Das erste Drittel der heutigen Tagesetappe fährt sich ganz ordentlich, es ist Sonntag, es ist wenig Verkehr. In Jajce machen wir einen technischen Stopp, tanken, kaufen Wasser und Kekse an der Tankstelle. Mist, Kreditkarte funktioniert nicht 😳 - Land nicht freigeschaltet? Bis der Hase mit Wifi und App die Freischaltung hingefieselt hat, hat der Ritter schon ungeduldig bar bezahlt. Wann hat man das letzte Mal für 65 Euro vollgetankt, 2 Schachteln Zigaretten, 3 Flaschen Wasser und 1 Cola an der Tankstelle gekauft?

    In dem kleinen Burgerladen hinter der Tankstelle machen wir eine kleine Mittagspause. Dann geht es weiter. Hinter Jajce die Frage rechts oder links? Die Beschilderung sagt rechts, das Navi sagt links. Wir folgen dem Navi.

    Eine halbe Stunde später finden wir uns auf einer unbefestigten Landstraße wieder. Erst denken wir Baustelle, aber nein vermutlich gehört das so. Der Ritter umkurvt die schlimmsten Schlaglöcher, die Ziegenherde auf der Straße fühlt sich äußerst gestört durch uns, das Böckchen guckt angriffslustig. Wir schaffen es ohne Beule… 😅

    Irgendwann, tatsächlich früher als erwartet, kommen wir wieder auf eine asphaltierte Straße, Halleluja. Der Ritter wollte ja gerne mal quer durch fahren… 🥴
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  • Malak Regency Hotel

    12. Oktober in Bosnien-Herzegowina ⋅ ☀️ 14 °C

    Die letzten 40 km auf der Autobahn sind dann schon fast entspannt. Später als erwartet checken wir in unser Heim für die nächsten 3 Nächte ein, das Malak Regency Hotel am Stadtrand von Sarajewo.

    Ein Aufkleber an der Decke weist die Richtung nach Mekka, die Minibar enthält ausschließlich Softdrinks, im Restaurant gibt es eine orientalische/indische Mischkarte, nach der Weinbegleitung sucht man vergeblich. Wir sind im Orient angekommen…
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  • Sarajewo

    13. Oktober in Bosnien-Herzegowina ⋅ ☁️ 10 °C

    Der heutige Tag gehört Sarajewo. Wir nehmen uns vom Hotel aus ein Taxi in die Altstadt und schlendern dann einmal quer durch. Hat man im Vorfeld Horrorgeschichten über die Taxifahrer gehört, gestaltet sich alles recht einfach. Uber gibt es zwar nicht, aber Taxameter läuft, in Euro lässt sich bezahlen und teilweise sind sogar Sicherheitsgurte vorhanden.

    In der Altstadt zwischen osmanischen Moscheen und österreichischen wie serbischen Kirchen, Basar und Souks, zwischen orientalischer Architektur und sozialistischen Plattenbauten - größer könnte der Kontrast nicht sein.

    Wir gönnen uns einen Mokka, der hier bosnischer Kaffee heißt und kaufen Baklava. Irgendwie sind wir mitten im Orient.

    Erschreckend unsere Fahrt durch die vielspurige Ulica Zmaja od Bosne, neben sozialistischer Tristesse unübersehbare Kriegsspuren, soviele unzählige Einschussspuren in den Häusern haben wir bislang nur in Beirut gesehen…
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  • Bobbahn von 1984

    14. Oktober in Bosnien-Herzegowina ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach dem gestrigen Stadtbesichtigungsprogramm ist heute wieder ein Ausflugstag. Als erstes steuern wir den Berg Trebevic an.

    Als 1977 die Olympischen Winterspiele 1984 nach Sarajevo vergeben wurden, musste eine Bob- und Rodelbahn erbaut werden. Der erste internationale Wettbewerb, der auf der Bahn ausgetragen wurde, war die Bob-Europameisterschaft 1983. Nach den Olympischen Winterspielen wurde die Strecke bis zum Beginn des Bosnienkrieges 1991 für Weltcup-Rennen genutzt.

    Während des Krieges wurde die Bahn stark beschädigt. Im Zuge der Belagerung von Sarajevo wurde die hoch über der Stadt gelegene Bahn von bosnisch-serbischen Truppen als Artillerieposition genutzt. Nach Kriegsende war die Umgebung der Bobbahn noch bis in die 2000er Jahre vermint. Dennoch wurde die Bahn selbst u. a. für Graffiti und Radfahren genutzt.

    Das Maskottchen Vučko darf bei den Graffiti natürlich auch nicht fehlen.

    Ob wir mit dem Auto bis zum Startbereich durch den Wald fahren durften oder nicht, werden wir nie genau wissen, ein Schild mit irgendwelchen Verboten war so zugeklebt, dass wir beim besten Willen nichts mehr darauf erkennen konnten 🤷🏻‍♂️
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  • On the way to…

    14. Oktober in Bosnien-Herzegowina ⋅ ☁️ 13 °C

    Dann fahren wir raus aus Sarajevo. Über tatsächlich mal gut befahrbare Landstraßen geht es in die Republik Srpska quer durch wildromantische Berglandschaften, die Herbstfarben leuchten sogar im trüben Wetter mit gelegentlichem Nieselregen. Manchmal geht’s auch quer durch den Berg, insgesamt 44, meist unbeleuchtete, Tunnel (auf dem Rückweg haben wir gezählt) müssen wir passieren. Allein auf den letzten 20 km, als wir das Tal des Flusses Drina schon erreicht haben, sinds 29 Tunnel. Die Strecke ist definitiv nichts für Tunnelphobiker… 😵‍💫Weiterlesen