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Weltreise die Zweite

Unsere 2. Weltreise :) Lue lisää
  • Jaurdi Homestead

    7. joulukuuta 2024, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Für die nächste Nacht haben wir uns ein Camp am alten, verlassenen Jaurdi Homestead gesucht. Es liegt 50km nördlich vom Highway mitten im australischen Busch und ist nur über eine staubige Schotterpiste zu erreichen. Die Dirtroad ist aber, bis auf diese waschbrettartigen Currogations, in einem guten Zustand, sodass wir gut vorwärts kommen und nicht mal den Reifendruck absenken müssen.

    Es ist schon später Nachmittag und die Sonne wirft immer längere Schatten. Wir fahren über den roten Sand, vorbei an vertrockneten Büschen und es ist immer noch brütend heiß.
    Kurz bevor wir unser Ziel erreichen, bremst Aron plötzlich ab. Wahrscheinlich haben wir gerade eine Schlange überfahren🥺
    Wir steigen vorsichtig aus dem Auto, um zu überprüfen, ob sie noch lebt. Aber uns hat der Schatten der Büsche wohl einen Streich gespielt, denn es gibt weit und breit keine Spur von ihr. Puh! 😮‍💨

    Keine halbe Stunde später bauen wir unser Zelt neben den verlassenen Gebäuden des Jaurdi Homesteads auf. Es gibt eine alte Campküche, eine Duschkabine und ein zusammengezimmerter Bretterverschlag mit ein paar alten Zimmern, in denen nur noch Bettgestelle stehen.

    Wasser kann man sich am Regenwassertank zapfen, wenn genug vorhanden ist, denn dort regnet es extrem selten. Zum Waschen und duschen kann man es gut benutzen, aber zum trinken eignet es sich nicht mehr.

    Außer uns sind noch zwei Australier dort, die das weitläufige Gelände auf bestimmte Mineralien untersuchen. Wir bekommen aber kaum etwas von ihnen mit.

    Da es schon bald dunkel wird, bereiten wir nur noch die Burger zu und machen es uns im heißen Zelt so gut es geht gemütlich. Mittlerweile sind die Fliegen wiedermal zur Plage geworden, sodass wir unsere Mahlzeiten nur noch hoch ins Zelt verlegt haben.
    Die kleinen Biester sind wirklich den ganzen Tag um einen herum. Es gibt keine ruhige Minute, denn sie schwirren permanent um uns. Wir hören nur noch „Sssssssssss…“ und sie kitzeln überall. Dann kommt abends der Übergang. Die Fliegen geben in der Dämmerung endlich mal Ruhe, aber keine Sekunde später kommen die nächsten Plagegeister: die Moskitos!

    Lange abends noch draußen sitzen ist einfach nicht, ohne entweder zerstochen zu werden oder sich komplett einzusprühen oder sich bei der Hitze in lange Kleidung zu zwängen.
    Aber uns macht das nicht viel aus. Wir stehen sowieso mit den ersten Sonnenstrahlen auf und sind abends sehr früh müde und gehen dann halt ins Bett. Die Sonne geht bereits um 19.00h unter.

    Es gefällt uns hier so gut, dass wir gleich mehrere Tage bleiben. Es ist ruhig, denn hierher verirrt sich kaum jemand. Wir vertreiben uns die Zeit mit Laufen (die LaraSagne muss ja schließlich verdient werden) und legen bei sengender Hitze auch gern die Füße im Schatten hoch um mal etwas zu lesen.

    Da es in der Duschkabine selbst kein fließendes Wasser mehr gibt, haben wir einfach Wasser in der Solardusche aufheizen lassen und uns dann mit dem Eimer in die Dusche gestellt. Zum Schöpfen reicht ein kleiner Henkeltopf völlig aus.

    Wir kommen übrigens mit sehr wenig Wasser zum Duschen aus, gerade mal 5-6 Liter Wasser für uns beide zusammen! Man lernt wirklich sehr sparsam mit den knappen Ressourcen umzugehen, wenn man sich damit auseinandersetzen muss.
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  • Am Salzsee

    7. joulukuuta 2024, Australia ⋅ 🌙 28 °C

    Nach den entspannten Tagen am Jaurdi Homestead fahren wir etwa 35km wieder
    in Richtung Highway zurück.

    An einem ausgetrockneten Salzsee, getrennt von einem Felsmassiv findet sich noch eine schöne Campmöglichkeit.

    Es ist mit über 40 Grad immer noch viel zu heiß und so freuen wir uns über etwas Wind. Die vielen Fliegen nagen langsam an unseren Nerven, aber zum Glück werden wir an diesem Platz von Mücken 🦟 verschont.

    Am Abend und Morgen genießen wir den sagenhaften Sonnenunter- und aufgang.
    Wie immer in den letzten Tagen, haben wir keine anderen Menschen um uns herum.
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  • Southern Cross & Baladjie Rock

    9. joulukuuta 2024, Australia ⋅ 🌬 30 °C

    Es wird mit über 40 Grad nun etwas anstrengend… das ist so der Punkt, wo Campen aufhört Spaß zu machen. Die nächsten 3-4 Tage wird es so bleiben und wir können einfach nichts dagegen machen. Zuflucht finden wir nur im Schatten unserer Markise und in der Hoffnung auf etwas kühlen Wind.

    Vom Salzsee fahren wir zunächst zurück an den Highway und langsam weiter in Richtung Perth, immer nach Westen. Wir freuen uns über die knusprig-kalte Klimaanlage im Patrol 🥶

    Bei der Stadt „Southern Cross“ gibt es ein öffentliches Schwimmbad, völlig kostenlos mit tollen Duschen und schattigen Plätzen. Wir erfrischen uns und freuen uns zudem über eine fliegenfreie Zone 😀 Herrlich!

    Der örtliche Supermarkt hat am Sonntag geschlossen, was eigentlich eher selten ist. Wir haben aber eh noch genug Vorräte.

    Nach der Erfrischung im Schwimmbad verlassen wir den Highway wieder und fahren eine Nebenstraße nach Norden hinaus, zum Baladjie Rock. Das Felsmassiv ragt über 60m aus dem Boden heraus und besteht wie der Uluru aus nur einem einzigen Stück. Der rote Fels glüht regelrecht in der Hitze als wir ankommen und wird auch spät am Abend noch Wärme abgeben.

    Wir campen direkt am Fuße des Berges und bleiben für 2 Nächte. Außer uns ist kein Mensch hier :)

    Wir finden noch 2 Angelruten, die wohl jemand beim Transport verloren hat. Wasser gibt es hier weit und breit aber nicht.
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  • Eaglestone Rock

    11. joulukuuta 2024, Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir bleiben auf der Nebenstraße nördlich, abseits vom Highway. Nach wenigen Metern passieren wir einen Marker, der auf den sogenannten Emu-Krieg hinweist. Tatsächlich wurden an dieser Stelle 1932 hunderte Emus vom australischen Militär notgeschlachtet.

    Insgesamt haben sich sogar etwa 20.000 Emus in der Region als Herde zusammengeschlossen und richteten große Schäden auf den Feldern der Weizenbauern an. Da die Farmer nicht alleine gegen die Tiere ankamen und sie auch nicht vertreiben konnten, bat man um Hilfe des Militärs.

    Trotz Maschinengewehre wurden von den 20.000 Emus nur wenige Tiere erlegt. Kein Wunder, sie besitzen eine dicke Fettschicht und flüchten mit bis zu 50 Km/h schnell. Außerdem warnen sie sich bei Gefahr durch laute Rufe. Von der Presse wurde die Aktion dann als „Emu-Krieg“ benannt.

    Wir fahren etwa 80km weiter bis zum Eaglestone Rock, der widerum an einem großen Salzsee liegt. Der Wind bläst bei immer noch 38 Grad heftig und bringt ausser einem knusprigen Sauna-Feeling keinerlei Erfrischung. Wir wechseln noch am Abend die Position am Felsen um etwas mehr im Windschatten zu stehen, denn unser Dachzelt wird im Wind nur so hin und her geschüttelt.

    Am nächsten Morgen schauen wir uns den Felsen etwas genauer an und genießen die Wanderung bei noch milden Wetter, bevor das Thermometer wieder hochklettert.

    Bevor wir weiterfahren, stellen wir fest, dass der Salzsee durchaus stabil ist und fahren kurz mit dem Auto darauf 😅
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  • Kwolyin

    13. joulukuuta 2024, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Einige Kilometer südlich des Eaglestone Rocks liegt das beschauliche Städtchen Merredin. Hier machen wir kurz Halt um unser Wasser aufzufüllen und ein paar Dinge im lokalen Supermarkt einzukaufen. Die Temperaturen steigen mittlerweile auf über 35 Grad und es ist heiß und stickig. Dennoch gehen wir ein paar Meter zu Fuß. Nach nur ein paar Metern klebt die Kleidung an uns und der Schweiß läuft nur noch. Wir haben eigentlich vor, uns hier im Schwimmbad abzukühlen, aber leider dauert es noch ein paar Stunden bis das Bad öffnet. Also beschließen wir weiter zu fahren und freuen uns auf die eisig kalte Klimaanlage im Auto.

    Wir verlassen Merredin nun ostwärts auf der Suche nach einem Platz für die Nacht. Wir schauen uns den ausgetrockneten Bandee Lake an.
    Schlafen ist hier erlaubt und es gibt sogar eine Toilette und eine Dusche, die noch funktionieren, aber ziemlich heruntergekommen sind. Schatten suchen wir auch vergebens, denn hier stehen kaum Bäume.
    Wir bleiben hier nicht, es ist einfach zu heiß. Bevor wir aber weiterfahren, springen wir doch noch schnell unter die Dusche, um uns ein bisschen abzukühlen.

    Ein paar Kilometer weiter biegen wir nordwärts vom Highway ab und finden ein weitläufiges Camp mitten im Busch in der Nähe des „Shark Mouth Rocks“, dem wir einen Besuch abstatten. Der Fels sieht tatsächlich aus wie ein Hai, der das Maul weit aufreißt und ist ein heiliger Platz der Aborigines.
    Den dort versteckten Geocache nehmen wir selbstverständlich mit.

    Am Camp selbst gibt es eigentlich Toiletten, von denen aber nur noch die Grundmauern übrig sind, denn die wurden vor einiger Zeit stark demoliert. Es sind nur noch die Löcher im Boden und ein bisschen Wand übrig. Vandalismus sehen wir hier sehr oft.
    Leider ist es auch sehr schwierig einen guten Stellplatz zum campen zu finden, denn wirklich überall liegen Müll, Schutt und Glasscherben herum. Nach mehrmaligem Rangieren finden wir einen einigermaßen sauberen Platz. Für eine Nacht wird es wohl gehen.

    Kaum ist alles aufgebaut und wir haben uns gerade verschwitzt unter die Markise gesetzt, da tauchen die nächsten Plagegeister auf: die Bienen. Erst nur eine, aber innerhalb weniger als 5 Minuten schwirrt der halbe Schwarm um uns herum, auf der Suche nach Wasser.
    Total genervt von der Hitze, den Fliegen und nun auch noch den Bienen, packen wir alles wieder zusammen und machen uns auf die Suche nach einem anderen, hoffentlich bienenfreien Platz.

    Fast 60km weiter südlich in Kwolyin werden wir fündig. Kwolyin ist eine ehemalige Siedlung mitten in der Wheatbelt-Region 200km östlich von Perth.
    Die Siedlung wurde 1908 gegründet, ist aber seit den 1990er Jahren verlassen, als das Hotel durch Brandstiftung zerstört wurde. Das einzige Gebäude, was noch steht und sogar noch genutzt wird, ist die Kirche.

    Neben dem alten Stadtkern befindet sich auf dem ehemaligen Sportfeld ein weitläufiger sehr gut gepflegter Campingplatz mit Toiletten, fließendem Wasser, einer kleinen Küche und mehreren Barbecueplätzen und Mülltonnen.
    Wir freuen uns, dass wir diesen schönen Platz gefunden haben und sind den Bienen sogar ein bisschen dankbar dafür🐝

    Mittlerweile ist der Himmel ziemlich dunkel zugezogen. Es grummelt in der Ferne und Wetterleuchten erhellt die schwarzen Wolken. Wir haben gerade das Camp aufgebaut, da fängt es an zu tröpfeln. Da es heute Burger geben soll, steht Lara hinten in der Küche und bereitet alles schnell vor. Aron hat sich währenddessen mit der ansässigen Ameisenpopulation angelegt und versucht Lara zu beschützen und den Platz von ihnen zu befreien. Der Regen wird immer heftiger und auch das Gewitter kommt immer näher, sodass wir das Essen in der Küche verstauen müssen und uns nur noch ins Auto setzen können, um das Unwetter abzuwarten.
    Glücklicherweise dauert es keine halbe Stunde, bis wir uns wieder aus dem Auto wagen können. Voll bepackt mit dem Essen, setzen wir uns an einen der vorhanden Barbecueplätze und brutzeln unsere Burger auf dem öffentlichen Gasgrill.
    In der Ferne grummelt es noch, was uns aber nicht weiter stört.

    Nach diesem anstrengenden Tag klettern wir nur noch müde ins Zelt und freuen uns, dass das Gewitter zumindest ein wenig Abkühlung gebracht hat.

    Der nächste Morgen beginnt allerdings alles andere als entspannt. Wir haben kaum einen Fuß auf den Boden unterhalb des Zeltes gesetzt, da werden wir nicht nur von den Fliegen überfallen, sondern auch von den Ameisen attackiert und gehörig gezwickt.

    Weder Trampeln, noch den kleinen Biestern Schimpfwörter ins Ohr brüllen bringt nichts. Es ist so schlimm, dass wir uns noch vor dem ersten Kaffee fluchend auf die Suche nach einem neuen, ameisenfreien Stellplatz auf dem Campingplatz machen müssen, welcher aber schnell gefunden ist.

    Nur 100m weiter lässt es sich trotz der sengenden Hitze gut aushalten und wir bleiben gleich mehrere Tage. Hier können wir gut laufen gehen und wir haben reichlich Wasser zum Duschen. Mittlerweile besteht auch ein „Fire ban“ für die Wheatbelt-Region, was bedeutet, dass aufgrund der trockenen Umgebung und Hitze, kein Lagerfeuer entzündet werden darf. Die Gefahr ein Buschfeuer zu entfachen ist einfach zu groß. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich, außer uns, hier kein einziger Reisender hin verirrt.

    So haben wir den riesigen Platz komplett für uns alleine und müssen ihn eben nur mit mehreren Huntsman-Spinnen, unzähligen Ameisen und einem kleinen Skorpion teilen.
    Wir nutzen auch die Zeit, um unseren Bücherberg zu verkleinern und lesen viel. Bei der Hitze von über 40 Grad tagsüber bleibt uns auch nicht viel übrig.

    Dennoch machen wir zwischendurch einen Ausflug zum nahegelegenen „Kokerbin Rock“. Er ist mit seinen 122m Höhe der drittgrößte Monolith in Australien und hat eine besondere Bedeutung für die Nyoongar-Aborigines.
    Ein Wanderweg führt uns um den Kokerbin Rock herum, vorbei an kleinen Höhlen und wellenartigen Felsformationen und hoch auf den Gipfel hinauf. Die Aussicht auf die umliegenden Felder und das weite Buschland ist wirklich schön.

    Europäische Siedler haben dort damals einen Brunnen errichtet, den man heute noch sehen kann. Von der ehemaligen Schule ist aber leider nichts mehr zu erkennen.
    Heute ist es durch die Hitze einfach extrem anstrengend und wir freuen uns nur noch auf den nächsten Tag, wenn wir unser Camp zusammenpacken und die letzten 250km über Quairading und Northam bis nach Perth hinter uns bringen.
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  • Einmal um Australien: zurück in Yanchep.

    19. joulukuuta 2024, Australia ⋅ 🌬 26 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir nach Quairading, einer kleinen Stadt mitten im Wheatbelt. Hier haben wir 2020 für mehrere Monate gewohnt, weil Lara bei Anthea und Derik als Au Pair gearbeitet hatte. Solange, bis uns COVID einen Strich durch die Reisepläne gemacht hatte.

    Der Ort hat sich nicht verändert und versprüht immer noch den Charme einer abgelegenen Siedlung, in der die Zeit stehen geblieben ist.
    Inzwischen wohnen Anthea und Derik aber nicht mehr in Quairading, sondern in Yanchep, unser Tagesziel für heute.

    Auf dem Highway geht’s weiter Richtung Westen nach Northam. Hier kaufen wir noch ein paar Dinge ein, vertreten uns ein wenig die Füße und stöbern ausgiebig in den Op Shops und einem großen Second Hand Buchladen.

    Wir brechen auf. Bis nach Yanchep sind es nun nur noch ca. 140km, wir legen aber noch einen kleinen Zwischenstopp beim 4WD Supercentre ein, um wieder mal etwas zu reklamieren. Diesmal ist das Verlängerungskabel für unsere Solarpaneele und auch die Solardusche kaputt gegangen. Innerhalb von nicht mal 5 Minuten sind wir fertig und fahren mit neuem Kabel und Dusche wieder vom Parkplatz.

    Keine Stunde später wird alles um uns vertrauter und wir erkennen vieles wieder. Kein Wunder, denn hier haben wir ja vor 10 Monaten für mehrere Wochen gewohnt und unser Auto fertig ausgebaut: Yanchep.

    Wir biegen in die vertraute Straße ein und stellen unser Auto auf der Auffahrt ab.
    Kaum ist der Motor abgestellt, fliegt die Haustür regelrecht auf und alle stürmen auf uns zu, um uns zu begrüßen, allen voran der kleine Wirbelwind Elli.

    Nach einigen Minuten der Begrüßung, werden noch schnell ein paar Sachen aus dem Auto herausgenommen und wir beziehen wieder unser eigenes Zimmer im Haus. Endlich wieder ein festes Dach über dem Kopf und vor allem eine richtige Matratze zum Schlafen.

    Auch wenn wir alle von der Hitze ziemlich platt sind, gehen wir erst ziemlich spät schlafen. Es gibt einfach viel zu viel zu erzählen. Als wir im Bett liegen, wird uns eines klar: Wir haben gerade Australien einmal im Uhrzeigersinn umrundet. Unser Roadtrip dauerte 10 Monate und hinter uns liegen knapp 30.000km.

    In den kommenden Tagen sind wir ganz schön beschäftigt.
    Wir räumen den Patrol komplett aus und sortieren alle Dinge ordentlich durch. Zudem wird jeder Winkel innen und außen gesaugt, geputzt und geschrubbt.
    Denn leider steht uns langsam der Verkauf des Autos bevor und dafür muss er auf den Fotos für die Anzeige blitzblank sauber sein.

    Nach mehreren Stunden ist der Patrol endlich sauber und zeigt sich von seiner besten Seite. Wir sind allerdings komplett verschwitzt und verklebt, denn es ist sehr anstrengend bei der Hitze den hartnäckigen roten Sand aus allen Ecken herauszubekommen…
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  • Bye bye Patrol

    20. joulukuuta 2024, Australia ⋅ 🌙 26 °C

    Nun geht irgendwie alles plötzlich so schnell!

    Kaum inserieren wir unseren Patrol, ist er nach anderthalb Tagen schon verkauft. Etwas wehmütig lassen wir die neuen Besitzer mit „unserem“ Auto von dannen ziehen. Aber wir verkaufen ihn mit gutem Gewissen! Danke für 10 Monate treue Dienste und über 30.000km auf australischen Pisten.

    Die Übertragung an den neuen Besitzer ist innerhalb von 2 Minuten online und in Echtzeit erledigt. Auch unsere Versicherung können wir direkt online kündigen. So einfach kann es gehen.
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  • Feiertage Down Under

    2. tammikuuta 2025, Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Nachdem das Auto verkauft ist und unser Visum für Australien noch bis in den Februar 2025 hineinreicht, haben wir nun ungewohnt viel Freizeit und freuen uns über die häusliche Umgebung bei unserer australischen Familie, mit eigenem Zimmer in Perth.

    Wir sind viel in der Stadt unterwegs, am nahegelegenen Strand und machen wie immer viel Sport. 🏃‍♀️

    Unsere neuen Fortbewegungsmittel sind nun entweder unsere Füße, oder wenn es weiter ist halt die öffentlichen Verkehrsmittel, die praktischerweise bis Februar komplett umsonst sind. Wir mussten uns nur einmal bei „Transperth“ registrieren und haben unsere Fahrkarten bekommen 🙂

    Auch die Weihnachtsfeiertage und Sylvester verbringen wir mit der Familie und deren Freundeskreis. Bei den ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen geht man dann zwischen den üppigen Mahlzeiten einfach zur Abkühlung in den Pool 🏊‍♂️
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  • Denmark

    10. tammikuuta 2025, Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Obwohl wir nun kein Fahrzeug und keine eigene Campingausrüstung mehr haben, steht noch ein letzter Ausflug an. Es geht mit unserer Gastfamilie nach Denmark, an die Südküste von Westaustralien.

    Mit dabei sind noch 2 befreundete Familien aus Perth, mit denen wir unter anderen bereits Weihnachten und Sylvester verbracht haben.

    Wir leihen uns ein kleines Zelt aus und kaufen uns eine billige Luftmatratze, das muss reichen für eine Woche Camping.

    Mit Ach und Krach bekommen wir gerade eben so alles an Ausrüstung in das Canopy vom Nissan Navara gestopft, die Zelte und Stühle werden auf dem Dachgepäckträger verzurrt. Innen drin: 4 Erwachsene und 1 Kind.
    Die 450km Fahrt nach Denmark dauert etwa 6 Stunden. Pünktlich zum Start hat Aron natürlich eine fette Erkältung 🤧

    Vom Campingplatz aus machen wir viele Ausflüge in der Umgebung. Es geht bei teils mildem Wetter an den Strand, auf einen kleinen Aufstieg zu dem Granite Skywalk im Porongurup Nationalpark - bei dem wir 2019 bereits waren, zur Weinverköstigung, in eine alte Walfangstation mit interessantem Museum (Die Bilder posten wir separat) und zu einigen schönen Küstenabschnitten mit kurzen Wanderungen bei Albany.
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  • Walfangstation

    13. tammikuuta 2025, Australia ⋅ ☁️ 20 °C

    Die historische Walfangstation Albanys wurde von 1949 bis 1978, bis zum Verbot des kommerziellen Walfangs in Australien, betrieben. Die Wurzeln des Walfangs reichen hier allerdings bis weit in die 1840er Jahre zurück.
    Die gesamte Anlange ist bis heute erhalten und als Museum ausgebaut. Wir erfahren viel über diesen grausamen Abschnitt der Fischerei und können sogar die Cheynes IV, ein Walfangschiff betreten.

    Anhand vieler Filme und Ausstellungsobjekten wird die Historie gut erklärt. Sogar die Skelette einiger Wale sind ausgestellt, am imposantesten ist jedoch das Skelett eines Blauwales mit über 25m Länge.
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  • Fremantle

    24. tammikuuta 2025, Australia ⋅ 🌬 28 °C

    Da das Streckenetz von Transperth für den gesamten australischen Sommer umsonst ist, kostet es uns nur etwa 2 Stunden Zeit um mit Bus und Bahn in den südlichen Teil der Metropole Perth zu gelangen.

    In Fremantle waren wir bereits 2020 um von hier aus mit einer kleinen Fähre auf Rottnest Island überzusetzen, wo die niedlichen Quokkas leben 🐹. https://findpenguins.com/1sehxvcmaxpnt/footprin…

    Heute besuchen wir auf dem Festland Freo‘s, so die ortsübliche Abkürzung für „Fremantle“, zunächst das Schiffswrack-Museum. Im Zuge der Entdeckung und Kolonisierung Australiens liefen etliche Schiffe auf Riffe auf oder verunglückten auf andere tragische Weise. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Schiffswracks entlang Australiens Westküste von Tauchern aufgespürt und die teils in erstaunlich guten Zustand erhaltenen Überreste schließlich im Museum zur Schau gestellt. Highlight ist das Wrack der unter holländischer Flagge gefahrenen „Batavia“ von 1629. Trotz starker Verwitterung konnte ein großer Teil des Achterdecks rekonstruiert werden und ist hier in Lebensgröße ausgestellt.

    Nach der interessanten Portion maritimer Historie gönnen wir uns bei Cicerello‘s eine leckere Portion Fish & Chips - angeblich Western Australiens bester 😉. Daniel Wischer in Hamburg bleibt trotzdem unser Favorit.

    Ebenfalls zwischen Hafenpromenade und Containerladekränen gelegen ist das Maritim-Museum. Hier sind vor allem Segelschiffe, Fischkutter und allerlei Kuriositäten aus allen Ozeanen der Welt ausgestellt.

    1988 wurde ein extrem seltener Megamouth Hai an die australische Küste angeschwemmt. Dank der damals sofortigen Konservierung in Formalin, später Ethanol und dann einer weiteren Lösung, ist der 5m Hai heute in einem Spezialbecken anzuschauen.

    Die älteste Flaschenpost, die jemals australisches Festland erreicht hat, war ganze 132 Jahre unterwegs und stammt aus Hamburg. Ins Wasser geworfen wurde sie aber bei Indonesien und zwar 1886 von der deutschen Barke „Paula“.
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  • Perth Flughafen

    29. tammikuuta 2025, Australia ⋅ ☀️ 40 °C

    Alles geht irgendwann mal zu Ende… Nach fast einem ganzen Jahr in Australien nehmen wir Abschied von unserer Gastfamilie und schultern nach langer Zeit zum ersten Mal wieder unsere Rucksäcke. Ungewohnt schwer lasten sie auf uns.

    Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle und freuen uns bei über 40 Grad über die Klimaanlage. 😅 Bis zum internationalen Flughafen in Perth brauchen wir knapp 2 Stunden. Noch auf dem Weg erfahren wir, das unser Flieger direkt über 1,5 Stunden Verspätung hat. Egal… Zeit haben wir!

    Am Flughafen müssen wir mit dem Schalterpersonal etwas diskutieren, da Laras Rucksack angeblich Übergewicht hat. Die Angestellte versteht einfach nicht, dass Arons Rucksack noch halb auf der Waage lag, als sie Laras Gepäck wiegen wollte…. nach mehrmaligen Hin- und Her, hat sie es dann aber verstanden und wir konnten normal einchecken.

    Am Abfluggate bekommen wir zur Feier des chinesischen Neujahrs noch eine kleine Tanz- und Musikeinlage vorgeführt, was uns die Wartezeit etwas verkürzt. 🐉

    Der Abschied von Australien fällt uns schwer, aber trotzdem haben wir das Gefühl nun erst einmal genug vom Land gesehen zu haben. Wir freuen uns, dass alles so gut geklappt hat und auch, dass das Auto ohne wirkliche Probleme gut durchgehalten hat und wir es auch wieder gut verkauft bekommen haben.

    Nun freuen wir uns vor allem wieder auf eine andere Art von Reisen: Nur wir 2 und unsere Rucksäcke 🎒

    Es geht nach Bangkok 🇹🇭
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  • Ankunft in Bangkok

    29. tammikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ⛅ 23 °C

    Als wir nach knapp 7 ermüdenden Stunden und fast 2-stündiger Verspätung endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben, können wir es kaum erwarten aus dem engen Flieger rauszukommen.

    Es ist mittlerweile schon fast 23 Uhr, aber an der Immigration geht es sehr schnell und wir bekommen unsere 60 Tage Stempel in die Reisepässe. Kurz danach wird das Gepäck abgeholt.
    Nun tauschen wir noch hier am Flughafen unsere verbliebenen australischen Dollar in Thai-Bath um und kaufen uns davon 2 Simkarten für die Handies. So viel Zeit muss eben sein.

    Wir beeilen uns, damit wir die letzte Bahn (den Airport-Link) in die Stadt noch erwischen. Die Fahrt ist zurzeit kostenlos, da die Stadt den Smog reduzieren möchte und so die Bevölkerung dazu animiert, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

    Eigentlich müssen wir einmal in den MRT umsteigen, um in die Nähe unseres Hotels zu gelangen, haben aber die letzte Bahn leider verpasst. Der MRT ist zu.
    So legen wir die letzten paar Kilometer bis zu unserem Hotel mit einem Taxi über die App „Grab“ zurück. Wie bei „Uber“ sind die Preise hierbei vorher festgelegt und man spart sich das nervige Verhandeln. Die Augen können wir kaum noch offen halten.

    An der Rezeption unseres Hotels werden wir freundlich begrüßt und der Check-In ist schnell erledigt. Wir fallen nur noch müde ins Bett.

    „Sawadee Kah und gute Nacht Bangkok!“
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  • Quirliges und farbenfrohes Bangkok

    2. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 34 °C

    Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht wachen wir am nächsten Morgen erstmal verwirrt auf. „Wo sind wir“ ist die Frage, die sich aber schnell klärt: „Achja, Bangkok!“
    Zuletzt waren wir vor etwa 7 Jahren hier und nun ist es inzwischen unser vierter Besuch in Thailand.
    Vor uns liegen nun einige Wochen voll gepackt mit leckerem Essen, toller Landschaft, freundlichen Menschen und Spontanität.

    Wir schlafen jeden Tag ungewöhnlich lange und gehen den Morgen etwas ruhiger an.
    Nach dem Frühstück gehen wir spazieren oder laufen durch den in der Nähe liegenden Lumpini Park oder besuchen jeden noch so kleinen Markt und probieren uns querbeet durch das leckere Streetfood. Wir saugen das Feeling regelrecht auf wie ein Schwamm. Es ist mit knapp 32 Grad tagsüber konstant warm und lässt sich gut aushalten.

    Auch ein Besuch auf dem „Chatuchak Nightmarkt“ darf selbstverständlich nicht fehlen. Einmal die Woche findet der Nightmarkt von 18 Uhr bis Mitternacht statt und bietet vom Essen bis zur gefälschten Handtasche alles.
    Um dorthin zu gelangen, steigen wir kurzerhand einfach in die Metro und fühlen uns gleich wie Sardinen in der Dose, denn die Bahn ist voll. So ist es eben in Asien!
    Wir nehmen es aber mit Humor und fahren die paar Stationen eben stehend und mit ein wenig Tuchfühlung bis dorthin.
    Aber wenigstens wird nicht versucht noch mehr Menschen in die ohnehin schon volle Bahn hinein zu quetschen. Wer nicht hineinpasst, wartet geduldig auf die Nächste.

    Nach ein paar Stunden auf dem Nightmarkt sind wir satt und müde von all dem leckeren Essen und den Eindrücken um uns herum, sodass wir nur uns auf den Rückweg zum Hotel machen.

    Wie hat uns diese quirlige und lebendige Stadt mit seinen freundlichen Menschen gefehlt🥹
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  • Mit dem Zug nach Nakhon Ratchasima

    5. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach ein paar Tagen in Bangkok werden die leider immer noch schweren Rucksäcke wieder geschultert, denn es geht für uns zum Hauptbahnhof der Stadt.

    Unser nächstes Ziel heißt Nakhon Ratchasima, oder kurz Korat, und liegt ein paar hundert Kilometer nordöstlich von Bangkok.
    Am Bahnhof angekommen, erfahren wir zunächst, dass unser Zug verspätet ist. Dennoch müssen wir nicht lange warten und steigen in einen sehr alten Waggon ein. Vom Schaffner werden wir freundlich begrüßt und bekommen von ihm unsere gebuchten Sitzplätze gezeigt.

    Auch wenn der Zug schon etwas in die Jahre gekommen ist, funktioniert die Klimaanlage beinahe zu gut. Es ist eisig kalt im Waggon. Da wir das aber schon von früheren Reisen in asiatische Länder her kennen, sind wir mit Pulli und Schal gewappnet. Trotzdem bekommt jeder noch eine Decke ausgehändigt, falls die eigene Kleidung nicht ausreicht und es einem bei der mehrstündigen Zugfahrt doch zu kalt wird.

    Als wir nach 4 Stunden Fahrt am frühen Nachmittag in Nakhon Ratchasima ankommen, sind wir neben einem anderen Pärchen die einzigen Ausländer, die aus dem Zug aussteigen.
    Hierhin kommen wohl nicht sehr viele ausländische Touristen, was man gut an den Schildern erkennen kann, denn sie sind fast nur auf Thai beschriftet.

    Schnell ist ein Grab (ein Taxi wie Uber) über eine App organisiert und keine 10 Minuten später sind wir an unserem Hotel.

    Wir haben uns bewusst eine Unterkunft etwas außerhalb des Stadtzentrums herausgesucht. Hier ist es recht ruhig und das ältere Hotel liegt direkt am „Bung Ta Lua Park“ mit einem großen See, um den man gut laufen kann.

    Unser Zimmer ist sehr geräumig und auch wenn die Möbel schon ein wenig abgewohnt sind, ist es sauber. Das Hotel hat sogar ein kostenloses Fitnessstudio, welches Aron gerne in Anspruch nimmt und einen Pool, in dem wir uns bei den heißen Temperaturen abkühlen.

    Ein wenig ungewohnt ist es für uns jeden Morgen im dazugehörigen Nachbarhotel am Büffet frühstücken zu gehen. Zwar bietet es keine Riesenauswahl, ist aber lecker und frisch mit einer kleinen Mischung aus thailändischem und westlichem Frühstück.

    Die Stadt erkunden wir natürlich wie gewohnt zu Fuß und finden abends einen netten kleinen Markt mit Streetfood direkt am See. Wir müssen nicht zweimal überlegen und schlendern an den Marktständen vorbei. Lange dauert es nicht, bis wir voll bepackt mit kleinen Leckereien uns einen Sitzplatz direkt am See suchen und dort bei Sonnenuntergang zu Abend essen.
    Übrigens hat das Abendessen für uns Beide zusammen ca. 5,70€ gekostet und wir waren pappsatt!

    Hier in Nakhon Ratchasima laufen viele wilde Katzen herum. Überall huschen sie auf leisen Pfoten herum. Abends hören wir öfters lautes Fauchen direkt auf dem Hotelgelände.
    Wir finden heraus, dass eine besondere Katzenrasse, die „Korat-Katze“, vermehrt hier vorkommt.
    Ihr kurzes Fell ist blaugrau, was ihr einen weiteren Namen verleiht: „Maeo Dok-Lao“, was soviel bedeutet wie, „Katze von der Farbe der Wolken vor einem Regenschauer“.

    „Ein Besuch auf dem Nachtmarkt in Nakhon Ratchasima darf selbstverständlich nicht fehlen, da müsst ihr unbedingt hin!“, so lautet der Tipp von unseren Freunden Ingo und Steffi.

    So etwas lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und machen uns am späten Nachmittag auf den Weg zum Nachtmarkt.
    Dort angekommen, verschlägt es uns glatt die Sprache: vor uns breitet sich ein riesiges Gelände aus und ist in mehrere Areale unterteilt.
    Überall sind Stände in ordentlichen Reihen aufgebaut und dazwischen wuseln Menschen herum. Es wird gegrillt, gebrutzelt und gekocht.
    Es liegen die unterschiedlichsten Düfte in der Luft und regt den Appetit ganz schön an. Es gibt von allem etwas, Reis, Nudeln, Fisch, Hühnchen, Süßspeisen. Da fällt einem die Entscheidung beinahe schwer.

    Nachdem der erste Hunger gestillt ist, schlendern wir noch weiter zu den anderen Arealen, auf denen Kleidung verkauft werden.
    Hier bleiben wir aber nicht allzu lange, denn wir brauchen gerade nichts. Unsere Rucksäcke sind im Moment eh noch schwer genug, da muss nicht noch mehr hineingestopft werden😅
    Mittlerweile ist es schon dunkel als wir uns noch mit ein paar Leckereien versorgen und mit einem Taxi auf den Weg zurück zum Hotel machen.
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  • Ausflug nach Phimai

    5. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ 🌙 24 °C

    In Nakhon Ratchasima selbst gibt es nicht allzu viel Interessantes zu sehen. Es ist eben nur eine Stadt.

    So entscheiden wir uns für einen Ausflug in den etwa 60km entfernten Geschichtspark Phimai, um die Ruinen aus dem 11.-12. Jahrhundert zu besichtigen.

    Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zum Busbahnhof der Stadt. Laut unserer Recherche soll jede halbe Stunde ein günstiger Bus dorthin fahren. Die Suche nach diesem Bus erweist sich allerdings als Spießrutenlauf. Wir müssen uns an den Schaltern durchfragen und bekommen zunächst erzählt, dass der Bus ausgerechnet heute nicht fährt. Der geschäftstüchtige Thai hat aber natürlich direkt eine Idee für uns und würde uns für ein vielfaches des eigentlichen Preises in die Nachbarstadt fahren, wo der Bus heute halten würde. Wir lehnen dankbar ab…
    Am nächsten Schalter spricht man kein Englisch, am übernächsten Schalter schickt man uns an das andere Ende des Busbahnhofs. Auf dem Weg dorthin buhlen die TukTuk und Taxifahrer um uns, die wir gewohnt ignorant zur Seite schieben.
    Endlich am vermeintlich richtigen Schalter angekommen, schickt man uns wiederum weiter, da die Dame selbstverständlich nicht für diese Route zuständig ist. Angeblich sollen wir zur Haltebucht 7 gehen, dort ist aber nichts!
    Ganz am anderen Ende der Reihe fragen wir einfach nochmal an einem anderen Schalter und haben Glück 🍀.

    Nur eine halbe Minute später haben wir 2 Tickets in der Hand und kurze Zeit später geht es mit dem Minibus nach Phimai. Es kostet uns bloß 59 Bath pro Person, was etwa 1,70€ sind.

    <<<< In Phimai >>>>
    Die Besonderheit an Phimai ist nicht nur das Alter der Ruinen, sondern auch dass es sich dabei um die Bauten der alten Stadt Phimai mit einem Tempelbezirk des Khmer Reiches von Angkor handelt.
    Wir waren bereits vor 7 Jahren in Kambodscha unterwegs und haben Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt besichtigt.

    Es gibt so einige Ruinen der Khmer im Osten Thailands zu sehen, was die einstige Größe des kambodschanischen Reiches nur erahnen lässt.

    Der Geschichtspark selbst ist nicht sonderlich groß, aber sehr sehenswert, da gut erhalten und aufwendig restauriert. Nach knapp einer Stunde sind wir fertig und fahren mit dem Minibus wieder zurück nach Nakhon Ratchasima. Hier finden wir direkt den richtigen Schalter. :) Für heute genügt es uns
    aber auch.

    Beide Busfahrten haben uns heute zusammen knapp 6,80€ gekostet, was für zwei Personen und etwas über insgesamt 120km Distanz wirklich nicht teuer ist.
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  • Zurück nach Bangkok

    8. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ⛅ 31 °C

    Nach fast einer Woche in Nakhon Ratchasima müssen wir überlegen wie es weitergeht. Eigentlich wollten wir den Osten Thailands erkunden. Wir müssen aber feststellen, dass es einerseits für uns nicht so sehr viel interessantes zu entdecken gibt, da wir vieles bereits so oder ähnlich gesehen haben, und dass es andererseits recht aufwändig ist, diesen touristisch abgelegenen Landesteil mit dem Rucksack zu bereisen. Hätten wir einen Leihwagen, sähe es anders aus. Haben wir aber nicht, wollen wir auch nicht.

    So geht die Reise heute erst einmal zurück in die Großstadt Bangkok - diesmal mit dem Reisebus.

    Die Fahrt von knapp 4 Stunden ist sehr angenehm und ruhig. Wir werden mit kostenlosen Trinkwasser versorgt und an einem kurzen Stopp gibt es sogar kostenlose Chickenburger von McDonalds - wie ungewöhnlich für Thailand 😅

    Da es von Bangkok am nächsten Tag mit dem Flugzeug weitergehen soll, suchen wir uns ein Hotel in unmittelbarer Nähe der Bahn, die uns am nächsten Morgen in nur wenigen Minuten zum Flughafen Suvarnabhumi bringen soll.

    Das „Nasa Bangkok“ Hotel ist riesig und wir werden im 17. Stockwerk untergebracht. Die Aussicht ist toll, der hier oben immer noch vorhandene Straßenlärm aber nicht so sehr. Egal, es war billig und es ist ja nur für eine Nacht.

    Wir versorgen uns abends noch mit Streetfood und schlafen trotzdem gut. 😌
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  • Flug nach Chiang Rai

    8. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 33 °C

    Am nächsten Morgen geht es für innerhalb weniger Minuten zum Flughafen, der Bahnstation direkt am Hotel sei Dank. 🚂

    Mit Thai-Airways geht es heute in Thailands äußersten Norden; nach Chiang Rai.

    Für Arons Kotztütensammlung gibt es heute leider keinen Zuwachs - die Beutelchen der Thai-Airways sind langweilig unbedruckt 😕
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  • Thailands Norden: Chiang Rai

    8. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ 🌙 25 °C

    Nach knapp einer Stunde Flugzeit landen wir am frühen Abend in Chiang Rai. Die Rucksäcke sind schnell vom Gepäckband eingesammelt und kurze Zeit später fahren wir mit einem Grab-Taxi zu unserer Unterkunft. Es ist draußen bereits ziemlich dunkel, als wir dort ankommen.

    Nach dem Check-in stellen wir nur unser Gepäck im Zimmer ab und machen uns auf den Weg zur „Saturday Walking Street“.

    Eine Walking Street ist eine Art mobiler Nachtmarkt mit einem bunten Mix aus Essensständen aller Art, Kleidung und Handgefertigtem, der (normalerweise) nur einmal pro Woche stattfindet.
    Dafür wird einfach ein Straßenabschnitt über mehrere Stunden für Autos gesperrt und viele kleine Stände werden aufgebaut. So kann man seelenruhig von Stand zu Stand gehen, ohne auf den Verkehr achten zu müssen.

    Hier in Chiang Rai werden die Besucher der Walking Street zusätzlich mit thailändischer Musik und Tanz unterhalten. Es herrscht überall ein reges Treiben und wir bekommen einen Einblick in die Kultur der Stadt.

    Besonders klasse finden wir, dass die Mehrheit der Menschen auf der Walking Street Thais sind und somit alles viel authentischer ist. Man kann das am Besten an der Qualität und den Preisen des Streetfoods erkennen: es ist viel günstiger, weniger Pizza und Hamburger-lastig und leckerer. Ausländische Touristen sehen wir hier eher weniger.
    Nach fast zwei Stunden auf der Walking Street sind wir müde und pappsatt und machen uns langsam auf den Weg zurück ins Hotel.

    Am nächsten Morgen sind wir wieder voller Energie und wollen uns bewegen. Schnell sind die Laufschuhe geschnürt und los geht’s in einen Park am Fluss.
    Wir freuen uns schon auf heute Abend, denn es gibt auch heute wieder eine Walking Street, nur eben in einem anderen Stadtteil und da muss sich das leckere Essen nunmal vorher verdient werden😉

    Der Park war nicht so toll zum Laufen geeignet, ein paar Tage später finden wir aber eine neue Laufstrecke: die Landebahn des alten Flughafen in Chiang Rai.
    Der Flughafen ist seit 1992 nicht mehr in Betrieb, aber um das Gelände noch zu nutzen, wurde es für die Öffentlichkeit tagsüber zugänglich gemacht und eignet sich prima zum Laufen. Das wollen wir doch gleich mal ausprobieren.
    Eine komplette Runde auf der Startbahn sind 3,5km und der Untergrund ist schön flach.
    Hier macht es richtig Spaß zu laufen, denn wir können dabei abschalten ohne zu sehr auf die sonst so üblichen Stolperfallen auf dem Boden achten zu müssen. Das ist nicht immer so einfach in Thailand.

    Unter der Woche, Abends machen wir einen kleinen Abstecher zum täglichen Nightmarkt Chiang Rais. Wir stellen enttäuscht fest, dass dieser Markt scheinbar nur für Touristen aufgesetzt wurde und drehen direkt um. Es gibt die üblichen langweiligen Souvenirs, überteuertes Essen und eben wirklich nur Touristen.
    Nach zweit Tagen toller Walking Street und Kultur haben wir das nicht erwartet. Aber zum Glück sind an jeder anderen Straßenecke auch immer wieder tolle kleine Garküchen, an denen immer etwas Leckeres zu finden ist.
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  • Mit dem Roller auf kleine Tempeltour

    10. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 29 °C

    Chiang Rai hat mit über 1.011 Tempeln so einiges zu bieten. Da wir selbstverständlich nicht alle besichtigen können und möchten, haben wir uns eben nur ein paar Besondere herausgepickt: den weißen Tempel, den blauen Tempel und den Wat Huay Pla Kang. Um sie alle zu besuchen, mieten wir uns für einen Tag einen Roller.

    Unser erstes Ziel ist der 13km entfernte weiße Tempel etwas außerhalb des Stadtkerns.
    Wie der Name schon sagt, leuchtet der Tempel strahlend weiß.

    Er blendet richtig im Sonnenlicht und als wenn es nicht schon genug wäre, glitzert und funkelt es an jeder noch so kleinen Ecke, denn es sind abertausende kleine Spiegelfliesen dort angebracht.
    Dieser Tempel ist für seine Surrealität bekannt und ist ein absoluter Touristenmagnet. Etliche Reisebusse parken auf den angrenzenden Parkplätzen und hunderte Touristen tummeln sich auf dem Gelände. Eigentlich sind diese Menschenmassen ja nicht so unseres, aber wenn man nunmal da ist, heißt es wohl Augen zu und durch.
    Nachdem wir insgesamt 200 Baht Eintritt bezahlt haben (etwa 2,80€ pro Person), reihen wir uns in die lange Schlange ein, um über eine kleine Brücke in den Tempel zu gelangen.

    Überall gibt es Gedränge, sodass es uns kaum möglich ist, alles genau zu betrachten, denn wir werden einfach weiter geschoben.
    Als wir auf der Rückseite des Tempels ankommen, gehen wir langsam wieder Richtung Ausgang zurück. Es gibt zwar noch ein paar Kunstausstellungen und einen goldenen Tempel zu sehen, welchen wir aber auslassen, da er mittags geschlossen ist. Die goldenen Toiletten gönnen wir uns aber noch 😬

    Der weiße Tempel wurde in den 1960er Jahren errichtet. 1997 glich er mehr einer baufälligen Ruine, sodass ein Künstler aus Chinag Rai, Chalermchai Kositpipat, beschloss das gesamte Bauwerk über mehrere Jahre bis zu seinem heutigen Erscheinungsbild zu restaurieren.
    Viele Elemente rund um den Tempel symbolisieren den Tod und die Wiedergeburt. Es sind Hände und Köpfe zu sehen, die aus der Unterwelt emporragen, die auf die Gelüste, Gier und zügelloses Verlangen der Menschen in der Moderne hinweisen.
    Im Inneren des Tempels gibt es unglaublich viele Details, die surreal wirken, da Elemente der Thai- und Hindi-Architektur neben modernen Figuren und Geschehnissen wie Michael Jackson, Hello Kitty und der Anschlag auf das World Trade Center zu finden sind.
    Im Mai 2014 wurde der Tempel beinahe komplett von einem Erdbeben zerstört. Glücklicherweise war hauptsächlich „nur“ die Fassade in Mitleidenschaft gezogen worden, nicht aber die tragende Struktur. Innerhalb von zwei Jahren wurden die Bauten wiedermal restauriert.

    Nach einer knappen Stunde ist unser Besuch hier auch schon fast vorüber. Der Tempel ist zwar wirklich schön anzusehen, aber leider können wir seine Atmosphäre nicht genießen, weil es schlichtweg zu laut und viel zu voll ist.
    Bevor wir den weißen Tempel verlassen, kaufen wir noch für 30 Baht ein „Wunschblatt“, auf dem wir beide jeder einen Wunsch aufschreiben und es dann an einen der Wunschbäume aufhängen. Vielleicht gehen sie ja in Erfüllung? Wer weiß…

    Wieder auf dem Roller, fahren wir zurück nach Chiang Rai und gleich zum blauen Tempel. Auch dieser ist gut besucht, aber bei Weitem nicht so voll und kostet keinen Eintritt.
    Das Bauwerk erstrahlt in dunklem, satten Blau und ist mit goldenen Umrandungen verziert.
    Der Tempel selbst ist noch sehr jung, da die Bauarbeiten erst 2005 begonnen, um einen alten verlassenen Tempel zu ersetzen, welcher ursprünglich dort stand. Das Bauwerk wurde erst 2016 von Puttha Kabkaew, einem Lehrling von Chalermchai Kositpipat, fertiggestellt.

    Das Innere des Tempels gleicht einem Kaleidoskop aus verschiedensten Farben und Mustern, welche eine beinahe hypnotische Wirkung haben. Egal wo wir hinsehen, ist wieder etwas Neues zu entdecken.
    Dennoch sind wir hier auch schnell fertig und schwingen uns wieder auf unseren Roller.

    Nach ein paar Besorgungen und einer kurzen Pause im Hotel, geht’s auch schon weiter zum Wat Huay Pla Kang.
    Diese Tempelanlage steht etwas westlich von Chiang Rai leicht erhöht auf einem Hügel und besteht aus drei Bauwerken: einer 25 Stockwerke hohen „Guan Yin“ Statue (chinesische Göttin der Barmherzigkeit), einem Tempel in weiß mit chinesischen und thailändischen Elementen und einer 9 Stockwerke hohen bunten chinesischen Pagode.
    Die Architektur ist durch die Einflüsse Thailands und Chinas einzigartig und die interkulturelle Bedeutung des Buddhismus ist sehr gut zu erkennen.

    Die riesige „Guan Yin“ Statue ist schon von weitem zu sehen, denn sie thront auf dem Hügel und überblickt die Umgebung Chiang Rais.

    Als wir am Wat Huay Pla Kang ankommen, sind nur noch wenige Besucher dort, denn es ist schon recht spät.
    Nachdem wir uns die „Guan Yin“ Statue von außen angeschaut haben, gehen wir zum daneben stehenden Tempel.

    Um einen Tempel betreten zu dürfen, muss jeder angemessen gekleidet sein, dass bedeutet die Knie und Schultern müssen bedeckt sein und die Schuhe müssen ausgezogen und draußen stehengelassen werden. Das hat in erster Linie mit Respekt zu tun, aber Hygiene spielt da auch eine Rolle.

    Als wir eintreten, hören wir schon den Singsang buddhistischer Mönche. Die Atmosphäre ist beruhigend und friedlich, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass wir den Tempel fast für uns alleine haben und nicht durch die fotografische Selbstdarstellung anderer Touristen gestört werden. Nur eine betende Frau sitzt ruhig im Schneidersitz vor der Buddhastatue.

    Als letztes betreten wir barfuß die chinesische Pagode, denn auch hier werden die Schuhe ausgezogen.
    Wir steigen über Treppen die 9 Stockwerke bis nach ganz oben. Auf jeder Etage sind verschiedene Buddha-Statuen aus Sandelholz zu finden. Je höher wir steigen, desto heißer und stickiger wird es.
    Oben angekommen, blicken wir auf die umliegenden grünen Hügel und können in der Ferne Chiang Rai nur schemenhaft erkennen.
    Heute ist es ein wenig diesig und da zudem auch die Dämmerung langsam einsetzt, beschließen wir mit dem Roller wieder zurück zum Hotel zu fahren.
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  • Chiang Mai

    15. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach etwa 3.5 Stunden ruhiger und durchaus entspannter Busfahrt kommen wir in Chiang Mai an. Chiang Mai bedeutet „neue Stadt“. Die bereits 1296 gegründete, einstige Hauptstadt des Königreichs Lanna ist heute noch die größte Stadt Nordthailands. Sie wird auch „Rose des Nordens“ genannt. Das Stadtbild wird von etlichen im „Lanna“ stil erhaltenen Tempeln geprägt, sowie der quadratisch im Stadtzentrum angelegten Altstadt, immer noch umgeben von den einstigen Stadtmauern, innerhalb derer auch unsere Unterkunft liegt.

    Wir waren bereits 2017 hier und kennen bereits vieles. Trotzdem zieht es uns wieder hierher, zu schön war es damals. Außerdem haben wir hier damals uns lieben Freunde Ingo & Steffi aus Minden kennengelernt. 👋

    Wir treffen abends am „Magha Puja“, einem buddhistischen Feiertag in der Stadt ein. Im vielen Tempeln finden heilige Prozessionen und Gebete statt, die von Musik und toller Beleuchtung rund um die sakralen Stätten begleitet werden.

    Von der Altstadt aus können wir alles sehenswerte in der Stadt gut zu Fuß erreichen. Die Abende verbringen wir oft auf einen der vielen Nightmarkets, wo es Leckereien und allerlei Krimskrams im Überfluss gibt.
    Was wir nicht fußläufig erreichen können, erledigen wir mit dem Roller, den wir günstig über die Unterkunft leihen.

    Hoch auf dem westlich der Stadt gelegenen Berg, genießen wir vom Wat Pha Lat Tempel eine tolle Aussicht auf die darunterliegende Stadt.

    Am Sonntag, den 16. Februar haben wir uns spontan für ein Laufevent angemeldet. Dazu machen wir einen separaten Footprint 👣

    Wir bleiben insgesamt für 8 Nächte.

    Was hat sich denn verändert, seit dem wir vor 8 Jahren zuletzt hier waren? Eine Menge würden wir sagen… Die Stadt hat touristisch
    enorm zugelegt, allerdings eher zum Negativen. An gefühlt fast jeder Ecke werden mittlerweile westliche Speisen angeboten, also Burger Pommes und Pizza und diese kleinen Restaurants, bei denen die Speisekarte noch komplett auf Thailändisch ist, muss man erst richtig suchen. Es wird den Touristen halt versucht alles leicht zu machen. Der Flair leidet leider enorm darunter.

    Dazu kommt aber auch noch die Legalisierung von Marihuana, der unverblümt wirklich an jeder Straßenecke angeboten und auch konsumiert
    wird, hauptsächlich von Touristen. Manche mögen es, uns nervt es gewaltig - denn es bringt eine ganz eigene Art von Tourismus mit sich.
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  • Laahrraa Karuuhmm 🏃‍♀️🏃‍♂️🏆

    16. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ⛅ 15 °C

    Über das Internet findet Aron heraus, dass es ein kleines Laufevent über 10km während unseres Aufenthaltes in Chiang Mai geben wird und meldet uns beide noch schnell an. Obwohl schon vor einigen Tagen Anmeldeschluss war, sind noch ein paar Plätze frei.

    Da wir die Startgebühren ohne ein thailändisches Konto nicht überweisen können, bringt der Veranstalter uns kurzerhand sogar persönlich die Laufnummern und Laufshirts zum Hotel und kassiert die umgerechnet 30€ halt direkt bar ab.

    Am Sonntagmorgen um 4 Uhr ist es schließlich so weit und unser Wecker klingelt ungewohnt früh. Nach einem Kaffee und einem kleinen Frühstück sind wir wach und gestärkt.
    Draußen ist es noch stockfinster und kühl, als wir uns um 5:30 Uhr in Laufmontur und mit etwas wärmerer Kleidung darüber, auf den Roller schwingen.

    Die Straßen sind gut beleuchtet. Auch wenn es noch sehr früh am Morgen ist, sind schon einige Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Der Fahrtwind ist kalt und wir sind froh nach knapp 15km, gegen kurz vor 6 Uhr beim Veranstaltungsgelände anzukommen.

    Der Startpunkt ist hell beleuchtet und nur knapp außerhalb einer Militärkaserne. Immer noch ist es dunkel und mit gerade mal 17 Grad ein bisschen kühl. Zum Laufen allerdings perfekt, trotz 80% Luftfeuchtigkeit.
    Wir machen uns ein bisschen warm und mischen uns unter das Laufvolk.
    Es gibt viele Durchsagen, alles auf Thai, kein Wort Englisch. Mit Fragezeichen in den Augen warten wir geduldig und machen einfach das, was die Thais machen. Ausländische Läufer sehen wir nur wenige.

    Es fängt langsam an zu dämmern und um kurz nach halb 7 starten wir nach einem thailändischen Countdown. Die knapp 400 Läufer setzen sich in Bewegung - dafür brauchen wir keinen Dolmetscher. Der Wettkampf beginnt.

    Zunächst knubbeln sich die Läufer und es wird anfangs noch viel überholt, aber nach dem ersten Kilometer lockert es sich auf und die üblichen Gruppen bilden sich. Wie üblich starten einige viel zu schnell und fallen dann schnell zurück. Jeder von uns läuft sein eigenes Tempo.

    Die Laufstrecke windet sich vorbei an Reisfeldern und kleinen Tümpeln. Mal müssen wir einen kleinen Hügel rauf und wieder runter laufen. Das ist ganz schön anstrengend, aber machbar. Wir laufen sogar an einem Tempel mit einer großen Buddhastatue vorbei, der über uns alle zu wachen scheint.
    In der letzten Hälfte des Rennens laufen wir mitten durch die Wohnblöcke einer Kaserne hindurch. Abseits des Weges stehen ausgediente Kampfhubschrauber und anderes Gerät. Es wird immer wärmer und die Muskeln brennen dem Ziel entgegen.

    Aron kommt ein paar Minuten vor Lara ins Ziel. Er hat neben der Medaille eine weiteren Zettel mit einer gelben 3 um den Hals. Lara bekommt eine pinke 1.
    Nicht jeder bekommt eine Zahl am Ziel ausgehändigt, sondern nur die ersten 10 Läufer einer Altersklasse. Die ersten 5 bekommen eine Trophäe und die anderen Nummern (allesamt gelb) sind die Reserve, was wir später herausfinden.

    Aron ist also der Achtschnellste in seiner Altersklasse. Nicht schlecht Herr Specht!
    Lara wiederum ist die Schnellste ihrer Altersklasse und muss auf die Bühne🙈
    Damit hat nun wirklich keiner gerechnet!

    Während wir warten, bis Laras Altersklasse an der Reihe ist, vertreiben wir uns die Zeit und unterhalten uns noch, mit Händen und Füßen, mit anderen Läufern.

    Es gibt eine für uns eher untypische Laufverpflegung: Reis- oder Nudelsuppe.

    Andere Länder, andere Sitten, also stärken wir eben uns mit einer gratis Reissuppe. Gar nicht mal schlecht :)

    Kurz bevor Lara an der Reihe ist, muss sie noch ihren Namen und ihre Zeit in eine Liste eintragen und wird gleich zweimal gefragt, wie ihr Name ausgesprochen wird.

    „Lahraaa Karuuuhm“ ertönt es kurze Zeit später aus den Lautsprechern. Naja, fast richtig🙈
    Oben auf der Bühne bekommt sie ihre große Trophäe überreicht und es wird noch ein Gruppenfoto gemacht.

    Keine 10 Minuten später sitzen wir wieder auf unserem Roller und fahren, um eine Trophäe reicher, wieder zurück zum Hotel. Das muss ein komischer Anblick für die anderen Fahrer gewesen sein, wenn zwei völlig verschwitzte „Farangs“ (Bezeichnung für Ausländer), mit einer großen Trophäe und flatternden Bändern in der Hand, sich durch den dichten Verkehr schlängeln.

    Wieder im Hotel angekommen, überlegen wir nicht lange und sind uns einig: der Pokal ist für den Rucksack einfach zu groß und ihn hier lassen möchten wir auch nicht.

    Wir werden wohl wieder ein Paket nach Deutschland schicken müssen.
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  • Zugfahrt nach Bangkok

    20. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☁️ 29 °C

    Nach über einer Woche in Chiang Mai zieht es uns wieder nach Süden. Am Bahnhof kaufen wir uns zwei Tickets für die thailändische, staatliche Bahn und zahlen etwa 28€ für uns beide für eine 10,5 Std 2. Klasse Fahrt nach Bangkok.

    Im Zug sitzt es sich recht angenehm, aber die Waggons sind alt, sehr alt. Mindestens 40 Jahre haben sie schon auf dem Buckel, aber die Klimaanlage funktioniert gut. Manchmal riecht es leider extrem nach Toilette 🤢

    Von Chiang Mai muss sich der Zug in den ersten 200km durch das thailändische Hochland kämpfen und wird an den Anstiegen teilweise sehr langsam. Schließlich bleiben wir tatsächlich stecken. Der Lokführer steht am Hang auf der Bremse, lässt den Motor abkühlen und versucht es alle paar Minuten erneut. Aber die Räder drehen nach ein paar Metern immer wieder durch und die Reise geht rückwärts. Nach einer halben Stunde, und etlichen Fehlversuchen, lässt er sich schließlich einige hundert Meter zurückrollen und nimmt im flacheren Gelände erneut Anlauf - wir schaffen es über den Hügel.

    Danach verläuft die Fahrt im Flachland ruhig und auch schneller, die Verspätung können wir aber nicht mehr aufholen.
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  • Bangkok am Chatuchak

    22. helmikuuta 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 33 °C

    Bereits nach Sonnenuntergang kommen wir mit dem Zug in Bangkok an. Ein Grab-Taxi fährt uns ins Hotel, was nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt liegt. Diesmal geht es hoch hinaus in den 17. Stock des „Grand Tower Inn“, einem großen Business-Hotel, in den wir uns ein günstiges Zimmer gesichert haben.
    Das Hotel liegt vom Stadtzentrum etwas abgelegen, uns geht es bei dem 3-tägigen Aufenthalt aber vor allem um die Nähe zum großen „Chatuchak“ Nightmarket und das Hotel hat tolle Annehmlichkeiten wie einen Swimmingpool und ein Fitnessstudio 💪🏼.

    Die Tage bis zum Weiterflug verbringen wir entsprechend mit Sport, Essen und in den endlich mal wieder weichen Betten 😅 Die meisten Betten in asiatischen Ländern sind wirklich knüppelhart - da werden wir uns nie dran gewöhnen können.

    Eines Abends auf dem Rückweg zum Hotel scheucht Aron eine fette Ratte 🐀 unter einer Unterführung auf, sie läuft panisch direkt in seine Richtung und gegen seinen Fuß. Aron springt erschrocken auf und das Vieh wird zurückgeschleudert.

    Aron flucht, die Ratte quietscht, beides klingt nicht sehr vergnüglich…

    In ihrer Panik versucht sie es direkt nochmals in die gleiche Richtung und trifft wieder seinen Fuß. Diesmal schafft sie es zwar durch die Beine, hinterlässt aber durch ihre Beinchen ein paar Kratzer auf seiner Haut. Mal sehen zu was die Wunde in den nächsten Tagen mutiert 👹🦖
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