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Weltreise die Zweite

Unsere 2. Weltreise :) Les mer
  • Im Kiesbett

    5. september 2024, Australia ⋅ 🌙 16 °C

    Wir überqueren die Grenze zurück nach Queensland. Unweit der Grenze folgen wir etwas dem Dumaresq River, der hier die natürliche Grenze zwischen New South Wales und Queensland darstellt. Wir fahren einen ersten Spot an, der direkt am Fluss liegt, entscheiden uns aber weiter zu fahren.

    Nach ein paar Kilometern entdecken wir schließlich eine abgelegene Stelle im Kiesbett, ebenfalls direkt am Fluss. Die Anfahrt ist nicht ganz einfach, eng gewachsene Bäume und Büsche, softer Sand und enge Kurven und schließlich hinunter an den Fluss durch das weiche Kiesbett - aber das Auto meistert alles prima.

    Wir stehen direkt an einer Flussgabelung und hören unentwegt das Wasser plätschern.

    Um uns herum kreischen die Kakadus, Kookaburras und Budgie-Birds, sogar einen blauen Kingfisher bekommen wir zu Gesicht.

    Kleine Fische springen in den flachen Stromschnellen. Aron hält die Angel ins Wasser, wer weiß, was sich noch alles im Fluss versteckt. Aber außer einem Hänger am anderen Ufer fängt er leider nichts 🥸

    Die Nacht wird wieder kalt, aber das Lagerfeuer hält uns warm.
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  • Kalbar Showgrounds

    7. september 2024, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Es geht für uns immer weiter in Richtung Küste, ostwärts an der südlichen Grenze Queenslands entlang.

    So nah an Brisbane wird es nun schwierig kostenlose Plätze zu finden.

    Für die Nacht halten wir also auf den Kalbar Showgrounds.
    Für 20 $ gibt eine große Rasenfläche, Toiletten und heiße Duschen.

    Es wird eine ruhige Nacht.

    Am nächsten Morgen gehen wir eine große Runde Laufen und machen noch einen Abstecher zu einem kleinen Flohmarkt in der Nähe.
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  • Meeting Friends

    8. september 2024, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Es war Ende August 2019, als wir unser damals mit dem Pajero erstandenes Dachzelt verkaufen wollten. Es meldeten sich Mark und Angela, die bereit waren, unser Zelt zu kaufen.

    https://findpenguins.com/1sehxvcmaxpnt/footprin…

    Nun war es endlich an der Zeit die kleine Familie wiederzusehen 😃

    Unweit der Gold Coast versteckt sich ihr Zuhause in den Hügeln der Hinterland Region.
    Man sieht in der Ferne die großen Städte Gold Coast und Surfers Paradies am Meer.

    Stand damals noch ein VW Käfer als Bastelobjekt in der Einfahrt, so ist es heute ein VW Type 3, den wir so in Deutschland selbst noch nicht gesehen haben. Nicht unsere Altersklasse 😉

    Die Wiedersehensfreude ist groß und wir haben uns viel zu erzählen. Nur der Sohn Balin ist diesmal nicht zu Hause. Er besucht momentan eine Schule in New South Wales und wohnt in diesem Schuljahr bei einer Verwandten.

    Neu hinzugekommen ist dafür Kater „Blue“, der sich mit nur 3 Beinen tapfer durchs Leben schlägt. 🐈‍⬛

    Am nächsten Morgen besuchen wir gemeinsam ein Herzensprojekt der Familie. Über die Numinbah Valley Community wollen wir an einem Baumpflanzprojekt teilnehmen. Dies findet regelmäßig mehrmals im Jahr statt und es wurden auf diese Weise bereits etwa 15.000 Bäume neu gepflanzt. 🌲

    Heute werden wir gemeinsam mit der etwa 30-köpfigen Gruppe am Nerang River fast 400 Bäume neu pflanzen.

    Ein kleines Nebenprojekt ist das Aufhängen von Nistkästen als Brutplätze für Vögel. Mit einer dünnen Kamera an einem langen Stab wird regelmäßig behutsam kontrolliert, was sich denn so eingenistet hat.

    In einem der Nistkästen entdecken wir anstelle von Vögeln ein Pärchen Baumschlangen.

    Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Frühstück, zu dem jeder etwas beigetragen hat und es wurde von der Community sogar ein Kaffee-Van organisiert.

    Mark, zeigt uns schließlich wie man einen Boomerang 🪃 richtig wirft und auch wieder fängt. Die Boomerangs hat er selber gefertigt.
    Es ist gar nicht so leicht und will auch nicht gleich gelingen. Aber Übung macht den Meister.
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  • Gold Coast und Surfers Paradise

    12. september 2024, Australia ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach der Baumpflanzaktion zeigt uns Angela noch etwas die Gegend. Die Gold Coast und das Surfers Paradise liegen nur etwa eine 20-minütige Autofahrt entfernt und direkt am Meer.

    Viele Touristen verirren sich jetzt im sich nähernden australischen Frühling hierher. Für einen Sprung in das Wasser ist es uns allerdings zu frisch.

    In den nächsten Tagen erkunden wir die Städte auch auf eigene Faust. An der Uferpromenade lässt es sich toll laufen und wir finden sogar eine kostenlose Dusche. Gefrühstückt wird dann anschließend einfach in einem Park 🍌

    Wir lieben es in den Op-Shops (das sind Second-Hand Geschäfte) zu stöbern. Hier in dem Städten finden sich davon sehr viele. Oft finden sich hier tolle Schnäppchen.

    Wieder bei Mark und Angela hilft Mark Aron dabei weiter an seinem Didgeridoo zu feilen und gibt ihm tolle Tipps. Mark fertigt seine Didgeridoos allesamt selbst und hat eine beachtliche Sammlung. Natürlich beherrscht er das Instrument auch entsprechend.

    An einem Abend entdeckt Mark an der Außenfassade des Hauses eine große Python, die sich gemütlich zum Dach herauf schlängelt. Sie ist eine alte Bekannte und wird von den Beiden gern geduldet. 🐍

    In manch abendlichen Gesprächen lernen wir viel über die Aboriginal-Herkunft von Mark und was es heute bedeutet. In Australien herrscht teilweise ein großer Zwiespalt über die Berechtigung der australischen Ureinwohner, was immer wieder zu großen Problemen führt. Viele Australier wollen es einfach nicht anerkennen, dass die Geschichte Australiens, insbesondere die blutige Besiedlung durch die Europäer, nicht immer ruhmreich war und noch immer nicht ist.
    Wir nehmen für uns auf jeden Fall ein ganz neues Bewusstsein für die Problematik aus diesen Gesprächen mit. Für uns eine sehr wertvolle Erfahrung.

    Nach knapp einer Woche nehmen wir wieder Abschied von den Beiden und machen uns wieder auf den Weg das Umland zu erkunden.

    Aron erhält von Mark noch einen Übungs-Boomerang 🪃 😀
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  • Maclean / Tully Memorial Park

    13. september 2024, Australia ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Woche bei Mark und Angela war sehr schön, entspannt und ist wahnsinnig schnell vergangen. Wir haben viel erlebt und konnten selbst nochmal ein bisschen Kraft tanken.

    Es war schön ein Dach über dem Kopf zu haben, und nach der ersten Nacht noch im Zelt, durften wir sogar in Balins Zimmer einziehen. Es war so schön, in einem echten Bett zu schlafen (das Zelt ist eben nur ein Zelt mit einer dünnen Matratze) und nicht immer wieder erst alles auf- oder abbauen zu müssen.

    Anders als gedacht, kommen wir an diesem Morgen jedoch erst am späten Vormittag los, da es den halben Morgen ziemlich heftig geregnet hatte und wir das Auto so nicht packen konnten. Der Himmel klart zum Glück nach dem Regenguss recht schnell auf und es bleibt trocken. Alles ist schnell im Patrol verstaut und es kann losgehen.

    Auch wenn es noch recht früh am Nachmittag ist, entscheiden wir uns für ein Freecamp an einer stark befahrenen Straße südlich von Brisbane. Normalerweise vermeiden wir diese Plätze so gut es geht, aber diesmal haben wir keine andere Möglichkeit, da es für einige Erledigungen mit anschließender Suche nach einem Schlafplatz heute schon zu spät ist.

    Je dichter man an großen Städten ist, desto weniger Freecamps gibt es und diese sind dann dafür auch umso voller.
    Wir beißen also in den sauren Apfel und suchen uns zähneknirschend ein Plätzchen am Rande des Platzes.

    Hier haben sich viele sogenannte „Permanents“ eingenistet. Aufgrund der stetig steigenden Mietpreise und des Wohnungsmangels leben um die großen Städte herum einige Australier mit ihrem Hab und Gut in ihrem Auto, Caravan oder manchmal sogar nur im Zelt auf diesen kostenlosen Campingplätzen.

    Wir beobachten wie der Rasen um den eigenen Caravan gemäht wird, oder sogar auch Gartenzwerge aufgestellt werden, um es sich so heimisch wie nur eben möglich zu machen. Irgendwo müssen diese Menschen ja nunmal hin. Es kommen sogar einige Sozialarbeiter auf den Platz und fragen ausnahmslos alle, ob es ihnen gut geht und ob sie irgendetwas brauchen. Auch wir werden gefragt. Selbstverständlich verneinen wir die Frage, denn wir nehmen anderen bedürftigeren Menschen nichts weg. Es werden Brot und andere Lebensmittel angeboten.

    Das Abendessen ist schnell in der Dämmerung gekocht und wir liegen deutlich früher als die letzten Tage in unserem Bett.
    Uns steht eine unruhige Nacht bevor, denn leider nimmt der Verkehr auf der Straße nachts kein bisschen ab. Alle paar Sekunden fährt ein Auto oder eine Roadtrain vorbei. Manche machen sich einen Spaß daraus, die Camper aufzuwecken und hupen ununterbrochen im Vorbeifahren.
    Aus der Ferne sind sogar mehrere Schüsse zu hören. Warum auch immer…

    Wir stehen morgens mit der Sonne auf und der erste Kaffee macht uns munter. Zum Glück ist das Zelt diesmal nicht nass, sodass wir es früh einpacken, denn wir können es kaum erwarten, endlich von hier weg zu kommen. Die Nacht war wirklich sehr unruhig.
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  • Maidenwell

    15. september 2024, Australia ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser erstes Ziel heute ist das „4WD Supacentre“ in einem Vorort von Brisbane. Unsere im Februar erstandene Solarpaneele fällt leider an vielen Ecken beinahe auseinander und muss reklamiert werden. Alles klappt reibungslos und nach einer halben Stunde spazieren wir mit einer neuen und leichteren Solarpaneele aus dem Geschäft heraus. Der Kundenservice im „4WD Supacentre“ wird wirklich groß geschrieben und die Mitarbeiter sind einfach freundlich.

    Im gegenüberliegenden Einkaufszentrum kaufen wir noch das Nötigste an Lebensmitteln ein, bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Freecamp viel weiter außerhalb machen.

    Wir fahren nordwestlich ins Landesinnere. Die Straße führt uns immer weiter aus den tropischeren, dicht bevölkerten Vororten Brisbanes heraus, vorbei am Lake Wivenhoe und kleinen Ortschaften. Es wird etwas hügeliger und allmählich trockener.
    Wir kommen im kleinen Örtchen Maidenwell an. Hier gibt es mitten im Ort einen großen Platz, auf dem man für maximal zwei Nächte kostenlos sein Nachtlager aufschlagen kann. Es gibt Toiletten und sogar eine heiße Dusche.
    Hier bleiben wir.

    Energiegeladen wachen wir am nächsten Morgen auf. Nach dem ersten Kaffee werden die Laufschuhe geschnürt und die Umgebung laufend erkundet. Es wird anstrengend, denn, egal welchen Weg wir entlang laufen, es geht steil bergab und wieder steil bergauf. Das werden wir die nächsten Tage noch gut in den Beinen spüren.
    So kommen wir an den „Coomba Falls“ vorbei, welcher in einem kleinen Badesee mündet. Außer uns ist niemand dort. Man hört nur das Wasser plätschern und verschiedene Vögel zwitschern. Richtig idyllisch. Zum Baden ist es aber leider noch zu kalt.

    Als wir gegen Mittag unser Zelt abgebaut und alles andere sicher verstaut haben, brechen wir auf.

    Die Straße führt uns zunächst westlich über kleinere Hügel in Richtung des Bunya Mountain Nationalpark. Die Straße windet sich immer mehr durch den dicht bewachsenen Wald hinauf. Mit jedem Kilometer wird es immer bergiger und wir kommen an den ersten Schildern vorbei, welche auf den immer steilen werdenden Anstieg hinweisen. In den nächsten paar Kilometern steht ein Anstieg von über 500 Höhenmetern an.
    Ab und zu können wir durch die Bäume hindurchschauen und bemerken, dass wir einen Bergkamm hinauffahren.

    „Mit der Temperatur stimmt was nicht. Wir laufen heiß.“ Aron bemerkt die Temperaturanzeige noch rechtzeitig und stellt das Auto sofort neben der Straße ab.

    Das war zu viel für unseren schwer beladenen Patrol. Wir hören wie der Kühler kurz vorm kochen ist und Dampf unter der Motorhaube heraustritt.

    Zum Glück haben wir es noch rechtzeitig bemerkt und konnten das Auto abstellen. Nach fast einer Stunde warten, Motor abkühlen lassen und Kühlmittel überprüfen, beschließen wir nicht weiter in den Bunya Mountain Nationalpark zu fahren, sondern lieber umzukehren.

    Bei der Rückfahrt ist alles glücklicherweise normal, wir verlieren kein Kühlwasser und auch nach der Ankunft in Maidenwell können wir keinen Schaden feststellen. Da haben wir nochmal Schwein gehabt. Dem Problem müssen wir aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen auf den Grund gehen.

    Wir entscheiden uns heute keine weiteren Ausflüge zu unternehmen und bleiben noch eine weitere Nacht in Maidenwell.
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  • Barker Creek

    19. september 2024, Australia ⋅ ☀️ 17 °C

    Am darauffolgenden Morgen ist die Frage, wie wir weiter fahren, schnell geklärt. Wir entscheiden uns für die Route nordwärts aus Maidenwell heraus, denn diese ist recht flach. Wir wollen den Motor ja nicht unnötig überlasten und vermeiden nun erst einmal unnötige Anstiege. Den Bunya Nationalpark lassen wir entsprechend aus.

    Bevor es losgeht, überprüfen wir nochmals alles am Motor, rütteln an jeder Schraube und sehen uns den Kühlwasserstand zum hundertsten Mal an. Alles ist so wie es sein soll.
    Wir fahren über Nanango knapp 50km, bis wir ein ruhiges Freecamp erreichen. Der Motor macht dabei keine Probleme und läuft wie immer.

    Das weitläufige Camp liegt mitten in der Natur schön an einem kleinen Fluss. Es haben sich nur weniger Camper hierhin verirrt und zwischen den Camps ist sehr viel Platz.
    Es gefällt uns hier so gut, dass wir die nächsten drei Tage hier bleiben werden. Wir freuen uns ausgiebig zu laufen, abends am Lagerfeuer zu kochen und vor allem auf ruhige erholsame Nächte.

    Eines Morgens macht Aron beim Laufen Bekanntschaft mit einem wütenden Magpie.
    Magpies sind Elster-ähnliche Vögel und gerade in der Brutzeit sehr angriffslustig.
    Unsere Laufrunde verläuft heute nunmal leider am Revier des Magpies, was ihn wohl gehörig zu stören scheint.

    Zunächst droht er uns „nur“, indem er uns im Sturzflug versucht zu verscheuchen. Als es ihm aber nicht schnell genug gelingt, stürzt er sich kreischend auf Arons Kopf und hackt einmal kurz zu. Alles passiert so schnell, sodass Aron zuerst denkt, der Schlag auf den Kopf wäre von einem heruntergefallenen Ast gewesen.
    Als er die Mütze abnimmt, ist die offene Stelle deutlich auf der Kopfhaut zu sehen. Die kleine Wunde ist aber schnell versorgt und die Blutung gestoppt.
    Glücklicherweise ist es nur bei einer kleinen blutenden Stelle auf dem Kopf geblieben, denn Magpies sind für heftige Verletzungen bekannt.

    In den nächsten Tagen meiden wir das Revier des Magpies einfach und nehmen einen anderen Weg.

    Am letzten Abend bekommen wir beim Abendessen Besuch von einer rotbäuchigen Schwarzotter, die sich seelenruhig keine zwei Meter neben uns durchs hohe Gras schlängelt. Sie ist ca. 1,50m lang, samtig schwarz mit einem fast leuchtend roten Bauch. Gebannt und mit selbstverständlich genügend Abstand beobachten wir dieses wunderschöne Tier, wie sie am Baumstamm auf und ab schlängelt, auf der Suche nach einem Platz für die Nacht.
    Diese Schlange ist sehr gefährlich und schon für einige Todesfälle verantwortlich.

    Neben der Schlange sehen wir viele Vögel, Termiten und kleine Spinnen um unser Camp herumlaufen. Auch Koalas mit ihren grunzenden Lauten hören wir in den Nächten, bekommen sie aber leider nicht zu Gesicht.

    Das sind diese schönen Momente, die man eben nur erleben kann, wenn man sich ohne große Ablenkung mitten in der Natur befindet und diese auf sich wirken lässt.

    Aus dem nahegelegenen Fluss holen wir mit einem Eimer unser Dusch- und Abwaschwasser. Das schont unsere Trinkwasservorräte. Trinkbar ist das algige Flusswasser leider nicht.

    Jeden Abend machen wir uns ein Lagerfeuer, was uns an den kühlen Abenden wärmt. Auch ein leckere Braten gelingt uns wieder mal im Cast Iron.
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  • Canondale Nationalpark

    20. september 2024, Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach den 3 Tagen am Barker Creek fahren wir eine große Schleife nordöstlich über Goomeri, Kilkivan und Gympie, knappe 300km, um schließlich bei Kenilworth auf einem Freecamp noch vor den Toren des Canondale Nationalparks zu übernachten.

    Der kleine Rastplatz ist gut besucht, aber jeder Camper findet einen Platz und schließlich wollen ja alle nur eine ruhige Nacht haben.

    Bis auf die 3 Asiaten, die sich kurz nach Einbruch der Dunkelheit direkt neben uns stellen und so leider gar keine Rücksicht kennen...

    Aron ist natürlich wieder mal sehr zuvorkommend und freundet sich in einem kurzen Monolog voller interkultureller Kompetenz direkt mit ihnen an!
    Keine 2 Minuten später haben sie ihre 7 Sachen gepackt und stehen am anderen Ende des Platzes 😂

    Wirklich leise sind sie deshalb noch immer nicht, aber zumindest nicht mehr in unserer Nähe. 😎 Die Nachtruhe ist gerettet🙃

    Am nächsten Morgen müssen wir aufgrund der Morgenfeuchtigkeit etwas warten, bis das Dachzelt getrocknet ist, machen uns dann aber direkt auf die letzten paar Meter zum Canondale Nationalpark auf.

    Direkt am Parkanfang warten 2 Flussdurchquerungen auf uns, die aber kein Problem sind. Wir freuen uns über eine kostenlose Unterbodenwäsche am Auto, die dringend nötig war.

    Der Canondale Nationalpark ist ein großes, bergiges, sehr dicht bewachsenes Waldgebiet. Fast schon etwas tropisch, mit hoher Luftfeuchtigkeit.

    Wir stellen unser Auto am Anfang des Parks auf dem Day-Use Parkplatz des Campingplatzes ab und starten nach einem Frühstück zu einer großen Wanderung.

    Als erstes besuchen wir die alte Gold Mine von etwa 1890, die heute zwar stillgelegt, aber von tausenden Fledermäusen bewohnt wird. Am vergitterten Mineneingang riecht es entsprechend nach Guano und man hört es überall Fiepsen und Rascheln.

    Der Weg führt weiter über ein tolles Beispiel worin man die Steuergelder wohl besser nicht investiert hätte. Aber da darf jeder seine eigene Meinung haben.
    Ein riesiges Ei aus Granit, mitten im Wald… von einem Künstler aufwendig gefertigt. Wirkt hier irgendwie fremd… 🥚

    Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zu den entlegenen Artists Cascades Wasserfällen. Sind uns bisher noch andere Wanderer begegnet, haben wir nun den immer schmaler werdenden Trail ganz für uns alleine. Wir haben in der Vergangenheit schon öfters festgestellt, dass der Australier die längeren Wege eher meidet. Prinzipiell ist jeder Spaziergang, den man nicht in FlipFlops bestreiten kann, schon eine unnötige Strapaze.
    Flipflops werden in Australien übrigens „Thongs“, also „Tanga für die Zehen“ genannt. 👙

    Auf der Wanderung sehen wir heute sehr viele Tiere. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass wir auch keine andere Menschen sehen.

    Neben großen Lizards, Bushturkeys, vielen bunten Vögeln, Bangaras und kleinen Bush-Känguruhs, sehen wir direkt 3 verschiedene grüne Baumschlangen! Die schönste Begegnung aber haben wir mit einem Echidna, der urigen, langdornigen australischen Variante des Igels. 🦔

    An den Wasserfällen angekommen, machen wir Pause und genießen einmal mehr die Ruhe und Abgeschiedenheit. Ein schöner Ort. Zur Mittagszeit machen wir uns schließlich wieder auf den Rückweg zum Auto.

    Heute haben wir zu Fuß etwa 13km zurückgelegt 🥾
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  • Dayboro Showgrounds

    22. september 2024, Australia ⋅ ☁️ 12 °C

    Da wir nach der Wanderung im Nationalpark nicht wieder auf das enge Freecamp wollen, fahren wir nach Süden zu den Dayboro Showgrounds. Wir freuen uns über heiße Duschen und eine kleine Campküche.
    Wir bleiben gleich für 2 Nächte.
    Im Ort können wir im kleinen Supermarkt einkaufen.

    Die Tage verbringen wir mit Laufen und Aron übt fleißig weiter den Boomerang zu werfen. Leider landet er ein paar Mal unsanft, bis er zerbricht. Da braucht er wohl einen Neuen! 🪃
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  • Zurück an der Gold Coast

    25. september 2024, Australia ⋅ ☀️ 23 °C

    Irgendetwas stimmt mit dem Auto nicht… Auf dem steilen Anstieg zum Bunya Mountains Nationalpark hat er überhitzt und wir mussten abbrechen. Seit dem war zwar alles in Ordnung, aber wir waren auch entsprechend vorsichtig.

    Wir machen vorsichtshalber eine komplette Spülung und Reinigung des Kühlsystems, um eventuelle Schmutzpartikel und Verunreinigen zu entfernen, die die Kühlung beeinflussen können.

    Auch ein neuer Luftfilter war mal dringend nötig.

    Hierfür dürfen wir netterweise nochmal kurz bei Mark und Angela an der Gold Coast „einziehen“, denn auf einer Auffahrt schraubt es sich doch deutlich besser als im australischen Bush. ⚒️

    Kater „Blue“ freut sich auch uns wiederzusehen 🐈‍⬛

    Die ausgetauschte Kühlflüssigkeit füllen wir später in viele kleine Behälter um und geben sie am nahegelegenen Recyclinghof ab ✔️

    Eine Testfahrt zeigt ersteinmal keine neuen Probleme, so weit so gut 🙏.

    Sollte er trotzdem wieder Temperatur bekommen, muss wahrscheinlich der Radiator oder der Clutch-Fan gewechselt werden.
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  • Alstonville

    26. september 2024, Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir fahren mit frisch gereinigtem Kühlsystem und Luftfilter südwärts an der Gold Coast entlang. Wir machen einen Abstecher nach Byron Bay, wo wir vor 5 Jahren schon einmal waren und vom Leuchtturm aus viele Buckelwale in der Ferne beobachten konnten. Der kleine Küstenort hat sich in der Zwischenzeit allerdings verändert. Nirgendwo kann man heute noch kostenlos parken und zudem ist der Ort hoffnungslos mit Touristen überfüllt. Zur Zeit sind in Queensland und New South Wales allerdings auch Schulferien. Wir ersparen uns das Gedränge und fahren einfach durch.

    Nach insgesamt etwa 150km erreichen wir Alstonville, etwas im Landesinneren gelegen. Hier verbringen wir die Nacht auf den örtlichen Showgrounds und bekommen einen schönen ruhigen Platz in der hintersten Ecke, ganz für uns alleine. :)

    Wir freuen und über die Campküche, wo wir uns gern am Wasserkocher bedienen - so kocht sich der Kaffee morgens doch etwas schneller als am Campingkocher.

    Am Nachmittag besuchen wir bei gutem Wetter noch den örtlichen Op-Shop und drehen am nächsten Morgen eine Laufrunde. Die Magpies 🦅 lassen Aron diesmal in Ruhe 😅
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  • In die Berge… und wieder zurück!

    29. september 2024, Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Von Alstonville fahren wir westwärts in Richtung Tenterfield. Auf dieser Strecke müssen wir die hohe Bergkette überqueren, die das Landesinnere von der Küste trennt.

    Leider überhitzt der Patrol jedoch wieder und wir müssen bei einem der starken Anstiege abbrechen, den Motor abkühlen lassen und beschließen schließlich umzudrehen. Wir fahren zurück (bergab) nach Alstonville.

    Unser erster Anlaufpunkt ist eine Werkstatt, nur um festzustellen, dass sämtliche Werkstätten im Ort für die nächsten 3 Wochen komplett ausgebucht sind. Eine Werkstatt ist allerdings bereit uns zumindest 5 Minuten ihrer Zeit zu widmen und der Meister wagt einen schnellen Blick unter die Haube. Wie wir bereits vermutet haben, wird entweder der Radiator verunreinigt sein, so dass das Kühlmittel nicht richtig fließen kann, oder aber es stimmt etwas nicht mit dem Clutch-Fan, also dem großen Hauptventilator hinter dem Radiator, der mit der Wasserpumpe verbunden ist. Oder aber beides…

    Wir buchen uns für die Nacht erst einmal wieder auf den Alstonville Showgrounds ein und können für einen extra Obolus von 10$ unter dem geschützten Schuppen campen. In der kommenden Nacht und in den nächsten Tage soll es heftig regnen und stürmen - da ist dies die bessere (trockenere) Wahl 🏠.

    Am nächsten Morgen, am Freitag, fahren wir in den 20km entfernten Nachbarort Lismore. Dort haben wir Glück und finden eine Werkstatt, die uns am Montag Mittag einen Termin geben kann. Uns bleibt also erst einmal nichts anderes übrig, als das Wochenende und den nahenden Sturm auszusitzen. Zum Glück können wir die ganze Zeit unter dem Dach campen und sind vor dem Schlimmsten geschützt.

    Das Unwetter zieht wirklich alle Register und tobt Tag und Nacht über uns hinweg. Die Windböen peitschen nur so am Schuppen entlang und bringen das alte Gebäude immer wieder zum Erzittern. Unglaubliche
    Wassermassen kommen herunter. Nicht auszudenken, dort draußen völlig ungeschützt in der Wildnis mit einem Dachzelt zu campen.

    Wir stehen mit dem Auto allerdings direkt neben der Campküche, die ebenfalls in dem
    Schuppen untergebracht ist. Den ganzen Tag lang tummeln sich dort Backpacker aus aller Welt, die hier in der Umgebung Jobs auf den Farmen haben. Wegen des schlechten Wetters, gibt es allerdings momentan keine Arbeit und so hängen sie den ganzen Tag herum. Verständlich, dass sie bei dem Regen ebenfalls nicht draußen sein wollen, aber nach mehreren Tagen am Stück ständig das Geplapper von anderen Leuten zu hören, geht einem dann doch so langsam auf die Nerven. Auch die Nachtruhe will sich nicht so wirklich einstellen…

    Wir sind heilfroh, als am Sonntagvormittag zum ersten Mal wieder die Sonne hervorkommt und die Meute auch wieder andere Ecken der Showgrounds besiedelt.

    Wir trauen uns auch wieder vor die Tür und genießen die Sonne, gehen Laufen und tauen wieder etwas auf.

    Das Leben unter dem Schuppen wurde auch langsam immer gefährlicher… eine Vogelfamilie hat dort ihrem frisch geschlüpften Zögling versucht, das Fliegen beizubringen, was natürlich ein paar Tage dauert. Der Kleine hat sich dabei in alle möglichen Ecken verirrt und schließlich auch mehrere Male an unser Auto eine Notlandung unternommen. Schwups, wird Aron wieder von den wachsamen Vogeleltern attackiert 🦅
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  • Werkstatt in Lismore

    30. september 2024, Australia ⋅ 🌙 18 °C

    Es ist endlich Montag und wir fahren nach Lismore in die Werkstatt. Da es nur heute 20% Rabatt gab, haben uns zuvor noch bei „Repco“ einen neuen Radiator gekauft, der nun auf der Rückbank liegt - man weiss ja nie!

    Wir geben wehmütig unser Auto ab und unterhalten uns noch eine Zeitlang mit dem Mechaniker. Wir erklären ihm alles wissenswerte, auf was er achten muss und was wir bisher mit dem Auto gemacht haben, um das Problem selbst zu lösen. Sollte es nur der Radiator sein, so würden wir es selber machen. Ist aber auch der Clutch-Fan defekt, so müsste auch die Wasserpumpe getauscht werden, dann soll die Werkstatt das gerne machen.

    Er wird mehrere Stunden für die Diagnose brauchen und so wir machen uns zu Fuß in die Stadt. 🏙️ Den Tag verbringen wir hauptsächlich in Einkaufszentren und allen möglichen Geschäften, nur um uns die Zeit zu vertreiben. Wir müssen uns aber auch darauf vorbereiten, dass wir das Auto eventuell heute nicht mehr zurückbekommen und dann bräuchten wir eine Unterkunft für die Nacht.

    Die Zeit scheint unheimlich langsam zu vergehen und wir warten die ganze Zeit auf den Anruf der Werkstatt. Aber der lässt auf sich warten.

    Inzwischen ist es bereits nach 16 Uhr und die Werkstatt hat nur bis 17 Uhr auf. Wir machen uns also langsam einfach mal auf den Rückweg.
    Kaum sind wir an der Straße vor dem Einkaufszentrum, was fährt da an uns vorbei? Unser Auto 🚗 💨.

    Der Mechaniker am Steuer sieht uns und hält an, er ist grad auf der abschließenden Testfahrt.
    Er hat soweit alles untersucht, kann den Clutch-Fan als Fehlerquelle aber ausschließen. Möglicherweise ist der Radiator noch verunreinigt, aber den würden wir dann ja selber tauschen. Er hat zumindest einige Luftblasen aus dem Kühlsystem heraus bekommen, was schon für einen großen Verlust an Kühlleistung verantwortlich sein könnte. Anschließend aber hat er mit einem externen Thermometer die Temperatur überwacht und konnte bei der ausgiebigen Probefahrt einfach keine Probleme finden. Selbst auf dem steilen Hügel in Lismore, bei dem das Auto zuvor bei uns bereits überhitzt hat, konnte er die Temperatur im normalen Bereich halten. Eventuell hat die Entlüftung des Kühlsystems also schon die Kehrtwende gebracht 😀.

    Wir treffen uns anschließend wieder in der Werkstatt und bekommen unser Auto wieder. Sollte das Problem wieder auftauchen, dann würde er uns tatsächlich empfehlen, den Radiator zu tauschen und bei der Gelegenheit auch gleich das Thermostat mit zu prüfen (was jetzt allerdings noch funktioniert). Dies kann aber auch verunreinigt sein.

    Er berechnet uns für den halben Tag Arbeit anschließend tatsächlich bloß eine
    volle Arbeitsstunde, was sehr günstig ist. Wir freuen uns einerseits, dass wir heute nicht so viel Geld ausgeben mussten, andererseits können wir uns auch nicht ganz sicher sein, ob der Fehler nun behoben ist. Das wird erst eine längere Fahrt mit steilem Anstieg zeigen und dann müssen wir halt wieder selbst Hand anlegen und den Radiator tauschen. Den haben wir dann ja schon mal dabei, können ihn aber auch innerhalb der nächsten 30 Tage wieder in einer der Filialen von „Repco“ gegen Gutschrift zurückgeben 😉

    Da es heute schon spät ist, fahren wir nur noch 2km auf die am Stadtrand von Lismore liegenden Showgrounds, im dort die Nacht zu verbringen. Wir sind von diesem langen Tag total fertig und freuen uns auf ein einfaches, schnelles Abendessen (d.h. Pasta mit Maggi und Käse) und dann aufs Bett 🥳
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  • Testfahrt nach Deepwater

    2. oktober 2024, Australia ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir wagen uns erneut auf die knapp 200km lange Strecke in die westlichen Berge, bei der wir vor ein paar Tagen abbrechen mussten. Vor uns liegen bis Tenterfield etwa 700 Höhenmeter. Es wird eine Art Testfahrt nach dem Besuch in der Werkstatt.

    Wir gehen es ruhig an und versuchen die teilweise starken Ansteige mit nicht mehr als 2000rpm zu nehmen. Das wir dabei mitunter auf 40 km/h zurückfallen, soll mal das Problem der Autos hinter uns sein. 😉 In Australien gibt es an solchen Bergstraßen aber auch immer wieder gut ausgebaute Überholabschnitte, bei der die Straße dann zweispurig wird und der langsamere Verkehrsteilnehmer sicher überholt werden kann. Also im Grunde gar kein Problem.

    Tatsächlich ist der Patrol heute nicht aus der Ruhe zu bringen und bleibt brav im unteren Bereich - das Kühlsystem funktioniert und der Motor überhitzt nicht. Uns fällt ein großer Stein vom Herzen 🥰 Auf jeden Fall hat sich eine starke Verbesserung eingestellt und wir können die gesamte Strecke ohne Probleme fahren 👍

    Ab Tenterfield geht es dann über den Highway südlich.

    Für die nächsten 2 Nächte haben wir uns unterhalb von Deepwater ein kleines Camp am gleichnamigen Fluss herausgesucht, dem „Deepwater Creek“.

    Bei der Einfahrt müssen wir direkt durch den Fluss, der hier aber zum Glück nur eine Tiefe von etwa 40cm hat.
    Aron steigt vorher aus und guckt, dass keine Hindernisse im Wasser liegen.

    Am Flusslauf gibt es mehrere Campmöglichkeiten, alle in einem guten Abstand zueinander, so dass man von den anderen Campern kaum etwas mitbekommt. Neben uns stehen auf dem nächsten Kilometer aber auch bloß 3 andere Fahrzeuge. Perfekt 👌

    An unserem Camp sammeln wir erst einmal die Müll-Hinterlassenschaften unserer Vorgänger ein. Leider nehmen es manche Australier oft überhaupt nicht so genau mit solchen Dingen und lassen ihren Müll einfach stehen. Manchmal sind es nur Kronkorken, Bierdosen und die üblichen Plastik-Kabelbinder, manchmal aber auch große Plastikkanister, Möbel und sogar Altöl.

    Die Tage werden kühl, tagsüber etwa nur 17 Grad und in der Nacht sogar nur 6 Grad. Wir sind froh, ein Lagerfeuer machen zu können, dass bei dem
    kalten Wind auch zur Erwärmung des Duschwassers genutzt wird. Das Wasser dafür schöpfen wir einfach aus dem Fluss.

    Fische gibt es hier leider nicht… Dafür jede Menge Kängurus und eine Outback-Kakerlake kommt zu Besuch.
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  • Goldschürfen in Uralla

    4. oktober 2024, Australia ⋅ ☀️ 13 °C

    Über den großen Inland-Highway, dem New England Highway, geht es weiter südlich. Erst füllen wir die Vorräte in Glen Innes auf, bevor es über die Städte Guyra und Armidale weiter nach Uralla geht.

    Bei Uralla gibt es eine Fossicking Area, wo man umsonst campen darf und wenn man Glück hat, dort angeblich auch Gold finden kann 💰

    Tatsächlich glitzert der Boden im Wald und besonders im Fluss an allen Ecken golden. Es finden sich mit bloßem Auge kleine Partikel, die sich in einer Schüssel auch leicht „herauswaschen“ lassen. Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt, sondern vor allem „Fools Gold“, also Katzengold. Trotzdem macht es Spaß und der ein oder andere Australier versucht hier tatsächlich seinen Ruhestand-Wohlstand zu finden 😅. In der Stadt kann man sich gegen kleine Gebühr sogar auch die passenden Goldwasch-Pfannen ausleihen.

    Wir haben schnell genug Katzengold zusammmen um zu verstehen, dass es nicht für den Ruhestand reichen wird und suchen uns, abseits der anderen Camper, einen abgelegenen Platz. Dieser ist hinter einem steilen Anstieg im Wald versteckt und nur mit einem 4x4 zu erreichen. Wir stehen nun oben auf einem schönen Plateau ⛰️

    Inzwischen sind wir auf über 1.000 Höhenmetern angekommen, was wir besonders an den nächtlichen Temperaturen merken, die nun auf bis 4 Grad heruntergehen. Australien kann auch so richtig kalt sein! 🥶

    Am nächsten Morgen hat Aron eine Begegnung mit einer Eastern Brown Snake, mitten auf dem Waldweg. Es bleibt bei einem kurzen gegenseitigen Augenkontakt von nur 1m Abstand und die Wege trennen sich wieder. Zum Glück, denn eine Eastern Brown zählt zu den giftigsten Schlangen weltweit und ein Biss ist potenziell tödlich.

    Es ist erstaunlich, wie viele Schlangen wir diesmal in Australien zu Gesicht bekommen. Wahrscheinlich sind sie schon immer da gewesen, wir sind nur aufmerksamer geworden. An den meisten Schlangen werden wir auch einfach vorbeigelaufen sein, man sieht sie in der Regel nämlich erst, wenn sie sich bewegen. Wenn sie nicht gesehen werden wollen, verschmelzen sie perfekt mit der Umgebung.

    Bevor wir weiterfahren, checken wir noch unsere Zusatzbatterie, mit der wir vor allem den Kühlschrank betreiben und unsere Beleuchtung beim Campen. Es fehlt tatsächlich einiges an Wasser, was wir schließlich mit destilliertem Wasser auffüllen.
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  • Moonbi Lookout

    4. oktober 2024, Australia ⋅ 🌙 15 °C

    Der Moonbi Lookout wurde zwischen 1937 und 1939 als Beschäftigungsmaßnahme während der Depression erbaut. Zwei große Felsen auf dem Moonbi Hügel wurden mit Beton verbunden und können heute über eine Treppe bestiegen werden. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf das darunter liegende Cockburn Valley.

    Wir stellen und etwas unterhalb der eigentlichen Raststätte am Lookout an einer versteckten Stelle am Hang hin und freuen uns auf eine ruhige Nacht, abseits der anderen Camper.

    In der Dunkelheit bekommen wir Besuch von einer großen Eule 🦉

    Eigentlich wollten wir am nächsten Tag in aller Frühe losfahren, um den für um 6 Uhr vorhergesagten Regenschauer zuvorzukommen.

    Leider fing es aber bereits um Mitternacht an zu regnen und so war das Zelt natürlich nass. Zum Glück hörte es kurz nach Sonnenaufgang aber wieder auf und der kurze Abschnitt mit Sonnenschein genügte gerade so eben, um das Zelt zu trocknen. Mit Einsetzen des nächsten Regenschauers klappen wir grade das Zelt zusammen und machen uns auf den Weg, weiter auf den New England Highway.
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  • Timor Limestone Caves

    5. oktober 2024, Australia ⋅ ⛅ 18 °C

    30km abseits des Highway besuchen wir die Timor Sandstein-Höhlen.

    Die Höhlen liegen etwas versteckt am Hang eines kleinen 100m hohen Berges. Wegweiser gibt es keine.

    Die kleinere Höhle ist nach nur knapp 30m erreicht und im Grunde leicht zu finden. Im Inneren geht es noch knapp 10m in eine kleine Kammer.

    Die zweite Höhle ist schon anspruchsvoller und liegt knapp auf Gipfelhöhe. Der Weg ist nur schwer zu erkennen und führt steil bergauf durch überwuchertes Terrain.
    Beim Aufstieg entdecken wir sehr deutliche Tierspuren im Fels. Wie alt die wohl sein mögen?

    Zum Glück findet sich am Höhleneingang auch ein Geocache, so hatten wir die GPS Koordinaten und kannten zumindest die Himmelsrichtung, nach der wir uns richten mussten. Das Wetter meint es heute mal endlich wieder gut und die Sonne zeigt sich. Völlig verschwitzt kommen wir am Höhleneingang, versteckt in einem kleinen Hain, an. Der Geocache ist schnell gefunden und wir im Logbuch verewigt.

    Ins Innere der Höhle gelangt man über eine wackelige 5m lange Leiter, die nur am oberen Ende durch einen Strick an einem
    Baum gesichert ist. Da es zudem eine Tropfsteinhöhle ist, sind die Sprossen entsprechend rutschig. Aron geht voraus, Lara folgt. Wir betreten nach ein, zwei Abzweigen eine große Halle und sind sprachlos. Hunderte, wenn nicht Tausende, Fledermäuse kreisen wild fiepsend um uns herum und kommen uns sehr nah, weichen im letzten Moment aber immer aus und verkriechen sich schließlich in einen hinteren Teil der Höhle. Es ist stockdunkel und das einzige Licht kommt von unseren Taschenlampen.

    Die Höhle verzweigt sich immer mehr und es öffnen sich immer neue Kammern. Schließlich fügen sich die vermeintlichen Irrwege aber zu einem Kreis und wir können die gesamte Höhle erforschen. Immer wieder treffen wir dabei auf Heerscharen von Fledermäuse die uns umkreisen. 🦇

    An den Wänden finden sich immer wieder Markierungen. Teils neuer Art, wo Touristen einfach ihren Namen eingekratzt haben, aber auch sehr alte, die bis in die 1800er Jahre zurückgehen.

    Der Abstieg zurück zum Auto geht etwas schneller und wir freuen uns auf eine Abkühlung an dem kleinen Bach, der sich längs am Hügel entlang schlängelt.

    Wir beschließen die Nacht zu bleiben und bauen unser Camp direkt im Gras am plätschernden Bach auf. Herrlich :)

    Handyempfang gibt es hier übrigens nicht!
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  • Burning Mountain

    7. oktober 2024, Australia ⋅ ☁️ 23 °C

    Am Nachmittag erreichen wir die Burning Mountains, einem Felsmassiv, unter dem
    seit knapp 6000 Jahren unentwegt eine Kohleader brennt.
    Der dazugehörige Rastplatz liegt zwar unmittelbar am stark befahrenen Highway, aber man kann dort kostenlos übernachten.

    Da der Platz stark abschüssig ist, verirren sich hier aber nur wenige Reisende für die Nacht her. Für uns ist es kein Problem etwas abseits einen einigermaßen ebenen Platz zu finden.

    Die Nacht wird trotz des Highways recht ruhig. Einzig die Güterzüge, die unentwegt Kohleladungen der umliegenden Minen abtransportieren, sind etwas gewöhnungsbedürftig.

    Am nächsten Morgen machen wir uns in aller Frühe auf die Wanderung in die Burning Mountains. Der Weg hinauf und zurück misst etwa 4.5km.
    Wir sind die Ersten und haben den Berg somit komplett für uns alleine. Auf dem Weg scheuchen wir einige Kängurus bei ihrem Frühstück auf und finden gleich 2 Geocaches.

    Auf dem Weg nach oben durchwandern wir auch ein Gebiet, unter dem die Kohleader vor kurzem noch gebrannt hat. Die Vegetation ist urplötzlich ganz trocken und die Bäume abgestorben. An manchen Stellen erholt die Natur sich aber bereits wieder und das erste Grün durchstößt den Boden.

    Am Gipfel zeigen sich dann die Auswirkungen der direkt darunter schwelenden Kohleader, die mittlerweile seit 6.000 Jahren brennt.
    Schwefelgeruch liegt in der Luft und immer wieder weht ein Schwall von Wärme zu uns, wenn die Luft aus den Öffnungen im Boden zu uns herüber getragen wird.
    Der Boden ist rostrot.

    In 30m Tiefe beträgt die Temperatur 1.700 Grad.
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  • Rastplatz bei den Battery Rocks

    7. oktober 2024, Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Für die nächste Nacht halten wir auf einem nicht offiziellen Rastplatz, allerdings ist das Übernachten nicht ausdrücklich verboten, und so riskieren wir es einfach und bleiben. Wir hinterlassen prinzipiell aber auch keinerlei Spuren, im Gegenteil - wir entfernen meistens sogar die Spuren anderer, nicht ganz so rücksichtsvoller Mitmenschen.

    Wir räumen einiges an Müll weg… 🚮

    Von einem alten Gefrierschrank behalten wir ein Schubfach, was uns in den nächsten Tagen noch als Auffangschale für das nächste Projekt am Auto dienen soll.

    Wir stehen direkt vor den Battery Rocks. Aus einer Laune der Natur ist hier vor zigtausend Jahren Lava aufgestiegen und der Basalt ist langsam abgekühlt und durch die Kontraktion sind meterlange polygonale Basaltsäulen quer aus dem Fels gewachsen.
    Man findet diese auf der ganzen Welt. Sehr spektakuläre gibt es in Island, Irland und auch Mexico.
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  • Bushcamp bei Cassilis

    8. oktober 2024, Australia ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir fahren den „Golden Highway“ weiter nach Westen, in das Landesinnere. Bei Cassilis suchen wir einen (diesmal offiziellen) Rastplatz auf. Wir fühlen uns aber nicht wohl und schauen uns zu Fuß nach einer Alternative um. Ein paar Meter vor der Abfahrt zurück zum Highway geht noch ein unscheinbarer Gravelweg quer in den etwas zugewachsenen Wald. Perfekt für uns.
    Der Weg ist sehr holprig und vom früheren Regen mit tiefen Furchen ausgewaschen.

    Nach knapp 1km finden wir eine offene Stelle, die zwar nah an der Straße, aber fern von anderen Campern ist.

    Wir machen uns an die Arbeit und bereiten alles für die nächste OP am Auto vor. Er bekommt nämlich leider immer noch Temperatur, wenn es längere Zeit steil bergauf geht. Wir wollen heute den Radiator und das Thermostat tauschen.

    Aber Stopp! 🛑 Beim Vorbereiten müssen wir feststellen, dass die jetzige Radiatorkappe nicht auf den neuen Radiator passt.. also müssen wir erst noch eine passende besorgen 🙄

    Wir lassen es also für heute gut sein, genießen unser einsames Camp und kochen uns etwas leckeres.

    Am Abend finden wir eine Huntsman-Spinnenhaut, die nach der Häutung noch komplett erhalten ist. So gelingen dann auch mal Makroaufnahmen mit der Kamera 😅
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  • Goulburn River Nationalpark

    9. oktober 2024, Australia ⋅ ☁️ 13 °C

    Da wir für den neuen Radiator leider noch einen Verschlussdeckel brauchen, müssen wir in den nächsten Repco (ein Autoteile-Geschäft). Dieses ist in Mudgee.

    Die Fahrt dahin führt uns quer durch den Goulburn River Nationalpark.

    Wir machen bei den „Hands on Rock“ Aborigine Wandmalereien halt. Die Wanderung vom Parkplatz aus ist mit 1.5km nicht sehr lang, führt aber durch sehr schönes Bushland und einen kleinen Wald. Wir scheuchen zwischendurch einen großen Emu auf :)

    Vor uns öffnet sich schließlich eine große massive Felswand. Kleine Höhlen und Einkerbungen haben für die frühen Völker als Unterschlupf gedient. Auch war dies ein wichtiger Handelsplatz und Treffpunkt von verschiedenen Clans.

    Auf dem Rückweg schlagen wir uns mit langen Hosen, Boots und Gators (Gamaschen) gut geschützt querfeldein durch den Bush, um noch einen Geocache mitzunehmen. Dieser ist
    schnell gefunden. Kurz dahinter finden wir noch eine wilde Lagerstätte von Altmetall im Wald. Dem Zustand nach, liegt das Metall hier schon mindestens 50 Jahre.

    Wieder am Auto angekommen, frühstücken wir erst einmal.

    Ein paar Kilometer weiter findet sich das nächste Highlight: „The Drip“. Eine große Felskante, bei der es unentwegt vom darüber liegenden Berg heruntertropft.

    Die Wanderung ist mit knapp 3km auch nicht sehr lang und führt entlang des Flusses, der bei wärmeren Temperaturen sicherlich zum Baden einlädt. Heute allerdings sind wir froh über eine Extralage an Kleidung 🥶
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  • Wir schrauben im Wald 🔧🚗🤫

    13. oktober 2024, Australia ⋅ 🌬 13 °C

    Wir erreichen schließlich Mudgee und gehen direkt in den Repco-Store um die Verschlusskappe für den Radiator zu besorgen. Nun sollten wir aber wirklich alles haben, was wir benötigen.

    Wir fahren den Weg, den wir vom Nationalpark gekommen sind etwas zurück und machen uns auf die Suche nach einem stillen Örtchen zum Schrauben… 🔧⚒️🧰

    Nur etwa 20km außerhalb der Stadt finden wir den Cope State Forest. Im Bundesstaat New
    South Wales darf man in (fast) jedem State Forest kostenlos campen. 🏕️ Die Einfahrten sind schlammig und ausgewaschen vom letzten Regenschauer, aber das macht uns nichts.

    Etwa 1km von der Straße entfernt finden wir einen tollen Platz im Wald, wo wir völlig ungestört sind. Die Straße ist kaum noch zu hören und die naheliegenden Bahnschienen werden kaum genutzt. Der Boden ist auch einigermaßen trocken und die Bäume lassen noch genug Sonnenlicht für die Solarpaneele durch, so dass wir es hier durchaus einige Tage aushalten können :)

    Nach einer sehr ruhigen Nacht mit zwischenzeitlichen Känguruhbesuch am Zelt, machen wir uns am nächsten Morgen schließlich an die Arbeit.

    Zunächst wird die Ablassschraube unter dem Radiator geöffnet und das Kühlwasser in die zuvor gefundene Schublade vom Gefrierschrank abgelassen.

    Nun machen wir uns daran das Thermostat zu wechseln. Dies ist sehr schwer zu erreichen und ein echter Kraft- und Nervenakt beim Patrol. Arons Flüche verhallen zum Glück unterm Auto und auch sonst ist keiner im Wald, der es hören könnte. Lara kennt es eh nicht anders…
    Die austretende Kühlflüssigkeit wird ebenso in einer Schale aufgefangen. Nach einiger Zeit ist das alte Thermostat raus und das Neue drinnen. Ein kurzer Test in kochenden Wasser zeigt, dass das alte Thermostat nicht mehr reagiert und in einer halboffenen Position festzuhängen scheint.

    Am inzwischen leeren Radiator entfernen wir nun alle Schläuche vom Kühlsystem des Motors und des Automatikgetriebes, was auch über den Radiator läuft. Die nun offenen Schläuche verschließen wir übergangsweise mit Klarsichtfolie, damit kein Staub und Dreck ins System eindringt.

    Nach ein paar Handgriffen ist der alte Radiator entfernt. Die Abdeckung für den Hauptventilator muss nun vom alten Radiator auf den neuen ummontiert werden, kein Problem - alles passt.

    Nach knapp 3 Stunden ist alles erledigt, der neue Radiator sitzt an Ort und Stelle und wir befüllen das Kühlsystem wieder mit Kühlflüssigkeit. Auch das Öl für das Automatikgetriebe wird gecheckt. ✔️

    Ein Testlauf zeigt, dass beim Thermostat nun ein paar Tropfen Kühlflüssigkeit austreten, hier müssen wir nochmal nachschrauben und das ganze im Blick behalten. Vorsorglich besorgen wir uns bei der anschließenden Testfahrt noch eine Tube Gasket-Silikon, die zwischen die Metallteile kommt. Es zeigt sich aber, dass nun keine Kühlflüssigkeit mehr austritt und das System dicht ist. Nun sollte auch Schluss sein mit erhöhter Motortemperatur 😀

    Der alte Radiator und die alte Kühlflüssigkeit bringen wir zum Recyclinghof in Mudgee. ♻️

    Wir bleiben noch ganze 3 weitere Nächte auf unserem Platz im State Forest und genießen die Ruhe. Die Nächte sind mit unter 10 Grad wieder kalt , aber das macht uns nichts. Tagsüber ist es gut auszuhalten und wir legen nun endlich mal entspannt die Füße hoch, feiern Laras Geburtstag und lassen es uns gut gehen 🥰
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  • Mudgee

    15. oktober 2024, Australia ⋅ ⛅ 17 °C

    Mit neuem Radiator und Thermostat geht es zurück nach Mudgee, wo wir uns nach den 4 Tagen im Wald nun 2 Nächte auf den örtlichen Showgrounds gönnen. Die Nacht ist für 17 AUD sehr günstig, dabei sind heiße Duschen und sogar eine kleine Campküche :)

    Zu Fuß erkunden wir noch etwas die Stadt und finden bei ALDI die eine oder andere deutsche Weihnachtsspezialität im Regal. Lara bekommt nun auch endlich ihre Geburtstagstorte 🎂

    An einem Abend gewittert und stürmt es ordentlich, so dass wir unser Abendessen kurzerhand auf den Vordersitzen im Auto essen. Im Zelt auf dem Dach will man bei Blitz und Donner nicht unbedingt ausharren.
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  • Kandos

    17. oktober 2024, Australia ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach einer regnerischen Anfahrt von Mudgee erreichen wir am Nachmittag Kandos. Die Kleinstadt Kandos hat nur ein paar hundert Einwohner und ist etwas abgelegen der typischen Touristenströme. Die Stadt florierte einst mit dem wirtschaftsstarken Zementwerk, aus dem unter anderem auch die Unmengen an Zement für die berühmte Sydney Harbour-Bridge 🌉 geliefert wurden. Das Zementwerk ist mittlerweile aber geschlossen.

    Wir besuchen hier Balin, den Sohn von Mark und Angela, die wir vor ein paar Wochen an der Gold Coast wiedergesehen haben. Balin ist mittlerweile 16 Jahre alt und besucht für dieses Halbjahr die Schule in Kandos. Er lebt hier bei seiner Tante und Onkel.

    Nach 5 Jahren hat sich natürlich viel verändert. Balin ist mittlerweile genauso groß wie Aron und lange kein Kind mehr, sondern in wenigen Jahren davor die Highschool abzuschließen. Die Wiedersehensfreude ist groß! 😀

    Wir bleiben nur 2 Tage, deshalb starten wir noch am Nachmittag direkt zu einer Wanderung auf den Gipfel des nahegelegenen Berges. Es nieselt anfangs immer noch, also packen wir lieber die Regenjacken ein, aber zum Glück kommt zwischendurch tatsächlich auch kurz die Sonne raus.
    Der Anstieg ist schweißtreibend und anstrengend. Auf dem Weg entdecken wir noch ein paar Jumping-Ants, diese riesigen Ameisen sind sehr angriffslustig und man macht besser einen großen Bogen drum herum. 🐜

    Auf dem Gipfel hat man einen tollen Überblick über die Stadt und die Umgebung. Auch das alte Zementwerk entdecken wir. Obwohl Balin hier schon ein paar Monate lebt, kennt er den Geocache am Gipfel noch nicht - so können wir ihm auch etwas Neues zeigen und wecken somit sein Interesse für‘s Geocachen.

    Wir können mit unserem Patrol auf der Einfahrt campen und freuen uns über eine heiße Dusche
    🚿😀

    Am nächsten Tag muss Balin wieder in die Schule. Es regnet leider immer noch, trotzdem machen wir uns auf eine große Erkundungstour durch die Stadt, besuchen die Op Shops und den lokalen Supermarkt.

    Balin hat viele Hobbies. Unter anderem hat er einen 3D Drucker und erstellt uns kurzerhand einem kleinen Simpsons-Anhänger für den Rückspiegel. Außerdem bekommt Aron einen neuen Boomerang, ebenfalls aus dem 3D-Drucker und somit fast unzerstörbar 😅.

    Am Abend kochen wir für die Familie.

    Am Donnerstag verabschieden wir uns bereits wieder von Balin, laufen noch eine große Runde um die Stadt und genießen ein letztes Mal die heiße Dusche.

    Wir fahren ostwärts in ein weiteres kleines Juwel, in das sich nur wenige Touristen verirren: den südlichen Teil des Wollemi-Nationalparks.
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  • Wollemi Nationalpark / Ganguddy

    18. oktober 2024, Australia ⋅ ☁️ 17 °C

    Als wir im Wollemi Nationalpark ankommen, machen wir Halt am Ganguddy-Dunns Swamp Campground, um von dort aus ein wenig zu wandern. Es ist sonnig warm und so dauert es nicht lange bis wir unsere Pläne ändern und für eine Nacht einen Platz auf dem Campingplatz buchen.
    Was sich zunächst als ein wenig schwierig gestaltet, denn wir suchen fast vergebens nach Handyempfang. Glücklicherweise finden wir einen kleinen Hotspot, an dem dann doch alles klappt.

    Das Camp liegt mitten in der Natur am Cudgegong River und ist von vielen Felsen umgeben. Es riecht hier und da ein bisschen sumpfig.
    Bei unserer Wanderung am Fluss entlang machen wir einen kleinen Abstecher zum Pagoda Lookout. Wir klettern hoch über die abgerundeten Sandsteinfelsen auf das Plateau.
    Der Schweiß läuft uns nur so hinunter, denn die Sonne brennt regelrecht auf uns hinab. Aber die Anstrengung lohnt sich! Der Ausblick ist traumhaft schön. Wir können weit ins bewaldete grüne Tal bis zu den weiter entfernten Felsen blicken. Der Fluss schlängelt sich mittendurch und wird durch einen in den Felsen gebauten Damm am Ende gestaut. Der Kandos Damm wurde 1930 von der Zementfabrik erbaut, um die Fabrik mit Wasser zu versorgen. Auch wenn das Werk seit 2011 geschlossen ist, ist der Damm immer noch in Gebrauch.

    Der Wanderweg führt uns über die steilen Felsen weiter am Damm vorbei. Dabei müssen wir uns am Geländer hochziehen.
    Unser Ziel ist die Long Cave, welche wir aber wegen der schlechten Beschilderung nicht finden können. Das passiert hier übrigens sehr oft, dass plötzlich die Wegweiser mal fehlen oder die vorhandene Information nicht stimmt.
    Der Weg führt uns im Kreis und ist ziemlich zugewachsen, also entscheiden wir nach einem kurzen Abstecher durch den Busch, dass wir die Höhle auslassen werden.

    Wieder zurück am Campingplatz angekommen, bereiten wir das Lagerfeuer für unser Abendessen vor, denn heute wird es wieder einen leckeren Braten aus unserem Cast Iron geben.

    Während wir ein wenig später anfangen wollen zu essen, raschelt es plötzlich neben uns und wir bekommen Besuch von einem neugierigen Possum-Paar auf der Suche nach Futter.
    Unser Lammbraten duftet herrlich und scheint diese großen Nager regelrecht anzulocken. Sie scheinen es gewohnt zu sein Futter von Menschen zu bekommen, denn auch nach dem 5. Versuch sie zu verscheuchen, zeigen sie sich unbeeindruckt. Sie wuseln einfach weiter um uns herum und lassen sich sogar anfassen. Ein Possum ist sogar so frech und klettert einfach mal die Leiter an unserem Zelt hoch, um am Müllbeutel zu knabbern, der daran hängt. Kurzerhand ist der Müll aus den kleinen niedlichen Händen genommen und sicher im Auto verstaut.
    Die Possums werden die ganze Nacht noch sehr hartnäckig sein und immer mal wieder auf unserem Tisch herumtapsen auf der Suche nach Futter.

    Am nächsten Morgen wachen wir ein wenig irritiert vom Geräusch leichten Regens auf, denn eigentlich sollte es trocken sein.
    Da man das Wetter aber nicht ändern kann, machen wir eben das Beste draus und wandern noch zu einer nahegelegenen Aboriginal-Art Site, an der wieder Handabdrücke zu finden sind.

    Wieder an unserem Auto angekommen, packen wir schnell das nun halbwegs trockene Zelt ein, bevor es dann doch wieder anfängt zu regnen und machen uns langsam auf den Weg Richtung Wagga Wagga.
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