Myanmar
Mandalay Region

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Travelers at this place
  • Day25

    Mandalay

    March 18, 2020 in Myanmar ⋅ 🌙 29 °C

    Lass uns als erstes gleich auf den Mandalay Hill gehen. Es ist noch nicht so heiss. Und wir brauchen ca 45 Minuten bis wir den Treppen Aufgang geschafft haben. Aber natürlich Kyaw, geh vor und ich folge dir 🙄. Dieser Witzbold wir sind bis fast vor die Haustür des Tempels gefahren. Und den Rest des Aufstiegs haben wir per Lift bewältigt.
    Die Aussicht wäre sicherlich phänomenal, wäre, aber wegen dem Dunst ist nicht viel zu erkennen.
    Aber zum Glück gibts auch hier eine Pagode zu besichtigen. Eine grosse offene und helle Pagode mit 4 Buddhastatuen, ausgerichtet in jede Himmelsrichtung.

    Kuthadaw Pagode: Wer im grössten Buch der Welt blättern will braucht viel Kraft. Denn es besteht aus 729 schneeweissen Marmorsteelen mit buddhistischen Versen. Über 7 Jahre soll daran geschrieben, resp. gemeisselt worden sein. Jede Steele ist von einer kleinen Pagode geschützt.

    Weiter östlich steht die Sandamani Pagode. Da gibt es sogar 1774 marmorner Schrifttafeln. Der Bau wurde 1886 auf Befehl von König Mindon begonnen, jedoch erst 1913 mit kleinen Pagoden überdacht. Auf Initiative des populären Einsiedlermönchs U Khanti.
    Wie übrigens unzählige Statuen und Pagoden auf das Wirken von Mönchen zurückzuführen sind.

    Oder das wunderschöne, aus Teakholz bestehende Kloster. Einzigartig all die Holzschnitzereien, die Türen, die Anordnung der Fenster, damit das Innere lichtdurchflutet wirkt. Ich konnte mich kaum sattsehen, habe immer wieder andere Figuren, Ornamente, Verzierungen entdeckt. Ich hätte Stunden an diesem kühlen Ort verbringen können. Vom Westeingang her ist der Blick frei auf einen filigranen Buddha, jede Menge silberner, mit edlen Steinen und Spiegeln verzierten Schatullen. Einst Wohnsitz des 2 letzten Königs von Burma. Nach dessen Tod übergab der Sohn das Gebäude den Mönchen.

    Der alte Königs-Palast ist leider nur eine Nachbildung. Und doch gibt ein Spaziergang zwischen den Holzsäulen und Spiegelwänden, einen Einblick in das Leben der damaligen Zeit. Das Original ist während dem 2ten Weltkrieg von den Japaner zerbombt worden. Ein Grossteil der Anlage wird zudem jetzt vom Militär genutzt. Vom Turm, über viele Treppen 😝 zu erklimmen, bietet sich eine fantastische Aussicht auf die einstige königliche Stadt.

    Zu den 3 Hauptpilgerzielen zählt die sitzende Mahamuni Statue (erhabener Weiser). Die andern sind Shwedagon Pagode und Golden Rock. Eigentlich war es einmal eine einfache Bronzstatue von 3,8 m Höhe. Inzwischen ist sie fast bis zur Unkenntlichkeit mit Blattgold überzogen. Das Gewicht des aufgeklebten Goldes wird auf mehrere Tonnen geschätzt. Die Goldschicht an den Armen soll 35 cm betragen. Und jeden Tag opfern die Leute in ihrem unerschütterlichen Glauben.
    Jeden Abend um 17.00 wird nach einem festgelegten Ritus mit Musik der Buddha eingeschlossen und bewacht.
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  • Day27

    Mandalay nach Pyin Oo Lwin

    March 20, 2020 in Myanmar ⋅ ⛅ 24 °C

    Nochmals kurzer Abstecher in die Berge. Nach kurzer Zeit im chaotischen Mandalay Verkehr sind wir ausserhalb der Stadt. Bald führt uns eine gut ausgebaute 2 spurige Strasse immer weiter zum Rande der Shan Berge. Diese Strasse führt von Mandalay zur chinesischen Grenze, im Moment geschlossen.
    Daher sind auch sehr viele schwerbeladene Trucks unterwegs. Im Schneckentempo kriechen sie Kurve um Kurve die stetig ansteigende Strecke hoch. Auf der andern Strassenseite gibt es jede Menge Gartenschläuche damit die Fahrer die Bremsen kühlen können.
    Ich geniesse die immer grüner werdende Landschafts. Weisse Bougainvillea, grosse Weihnachtssterne. Bäume die aussehen wie bei uns Glycinien nur viel grösser und ein zartes lila. Oder ein Baum ohne Blätter dafür wunderschöne violette Blüten, grad so als ob er seine ganze Kraft in die Blume steckt, eine Diva.

    Bereits nach ca 2 Std sind wir auf ca 1100 m ü Meer, in Pyin Oo Lwin, besser bekannt unter dem Namen Maymo. Eine ehemalige Sommerresidenz der englischen Besatzer. Der alte Clocktower, einst ein Geschenk von Queen Victoriaund ein paar wenige Häuser sind noch aus dieser Ära vorhanden. Und natürlich die antiken Pferdekutschen. Nun im Besitz der einstigen indischen Bediensteten. Daher gibts hier auch mehr Hindu und Muslime.

    Ausflug zu den Höhlen. Peik Chin Myaung. Ziemlich bunte und feuchte Angelegenheit. Die Höhle geht bis 600 m ins Felsen innere und wäre schon sehr interessant ohne bunte Blinklichter und zig Buddhastatuen. Vor der Grotte baden die Leute im Heiligen Wasser des Flusses.
    Ich bin dann noch zu einem Wasserfsll herabgstiegen. Jetzt hats nur wenig Wasser. Dafür hab ich viele Schmetterlinge gesehen.

    Die Rückfahrt führte am December garden vorbei. Zu aufgeräumt und ordentlich. In Reih und Glied stehen die bunten Löwenmäulchen oder Tagetes. Könnte überall in Europa sein.

    Die weisse Buddhastatuen im Innern des Tempels sollte 1997 nach China. Doch sie fiel vom Laster und konnte nicht wieder aufgeladen werden. Ein Ohmen für die Bewohner hier. Flugs Geld gesammelt und einen, zugegebenermassen schönen, Tempel gebaut, die Mahant Htoo Kanthar Pagode.

    Überall an den Strassen verkaufen Frauen die süssesten Erdbeere. Denen kann ich auch nicht wiedersehen ☺️
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  • Day26

    Mandalay 2nd day

    March 19, 2020 in Myanmar ⋅ ☀️ 21 °C

    6.00 langsam erwacht die Stadt aus ihrem Schlaf. Die Luft ist ist rauchgeschwängert von den vielen Holz und Kohleöfen. Durch den Dunst kann man die Sonne erkennen. Es ist bereits 25 Grad.
    Mit dem Tuck Tuck abenteuerliche Fahrt durch das Verkehrschaos. Hupen ist die einzige Regel.
    Am Iriawady...... Haben wir noch etwas Zeit die Gegend zu erkunden. Planen als Dach und Schutz vor Sonne und Regen. Gestank, Müll und Lärm. Und die Frauen versuchen den staubigen Boden vom Unrat sauberzukehren. Wäsche flattert im Wind, Kinder winken mir zu, Frauen stillen ihre Babys, Männer stehen unter der Freiluftdusche.
    Gemäss Kyaw wohnen hier Illegale Einwanderer seit Jahrzehnten und der Staat hat nie etwas unternommen. Auch für Kyaw eine andere, unbekannte Welt die er versucht zu ignorieren. Gypsies.

    Gemütlich tuckert unser Kahn Flussaufwärts. Am Ufer ist nicht viel auszumachen. Einzelne Flosse oder Lastkähnr auf dem Ayeyarwady River. Zeit ein bisschen zu träumen.
    Am Ufer warten wieder Tuck Tucks. Warum zu Fuss durch den Sand oder so stapfen wenns mit 3 Rädern auch geht. Hatte mehrmals Angst dass wir stecken bleiben oder gar umkippen.
    Mingun: Die Mingun Pagode sollte einst die Grösste werden wurde aber nach dem Tod König Bodawpayas nie fertiggestellt. Und das starke Erdbeben von 1838 hat dem Bau schwer zugesetzt. Jetzt ist es ein riesiger Ziegelsteinklotz.
    Der marmorne Fussabdruck Buddhas in der Settawya Pagode sollte dereinst in der Mingun stehen.
    Auch die zweitgrösste funktionierende Glocke mit einem Umfang von 15 Metern und 90 Tonnen sollte für die Pagode sein. Gemäss Aussagen liess der König alle Glockengiesser nach der Fertigstellung töten, damkt nie wieder ein solches Projekt gegossen werden kann.
    Für seine Lieblingsfrau hat ein anderer König die Hsinbyume Pagode erbauen lassen. 7 mit Wellen verzierten Terrassen führen zur Spitze. Diese Pagode wurde nach dem Erdbeben von König Mindon wieder restauriert.

    Beinahe leise und sanft tuckert unser Boot flussaufwärts durchs Wasser. Ein Flussdelphin hat sich kurz gezeigt.

    Am Nachmittag ein Rundgang durch die Stadt:

    Steinmetzarbeiten. Eine ganze Strasse stellt nur Buddhas und andere religiöse Figuren dar. Die Männer und Frauen sitzen am Strassenrand in der Sonne und schneiden, polieren und schleifen. Die Umgebung ist weiss vom Marmorstaub. Weder Hörschutz noch Atemmasken.
    Stickereien.Frauen die eng zusammen in einem stickigen Raum mit nur ungenügend Licht hocken, und kleine Kunstwerke sticken, gedacht als Wandbehang oder Kissen.
    Kupfergiesserei. Unter freiem Himmel werden Negative von grossen Buddhastatuen angefertigt. Kupfer geschmolzen und dann gegossen. Kinder tragen die ausgekühlten Steine dann wieder weg.
    Goldblättchen. 24 karätiges Gold aus Myanmar wird durch Schlagen mit dem Hammer während mehreren Stunden und Arbeitsgängen hauchdünn geklopft. Knochenarbeit.
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    Katharina Giger

    In Myanmar scheint das Leben noch ganz normal zu sein, wenn man deine Foodprints liest. Kein Corona? Wann kommst du nach Hause Christine? Herzlichen Gruss Katharina & Jürg 😘🍀🐞

    3/19/20Reply
    Christine Stank

    Hier herrscht weder Corona noch Hysterie. Wobei im Moment eine 14 tägige Quarantäne für alle neu Einreisennden gilt. Fliegen am Sonntag zurück. Leider. Es ist warm und chaotisch aber nicht hektisch. Gruss

    3/19/20Reply
    Christine Stank

    Die Steinmetz hier könnten die Atemmasken brauchen. Bringe statt Schmuck und Kleider einige Rollen WC Papier als Souvenirs mit 😂😜

    3/19/20Reply
     
  • Day24

    Monywa nach Mandalay

    March 17, 2020 in Myanmar ⋅ 🌙 31 °C

    Mandalay

    Dieser Name hat etwas geheimnisvolles, mystisches an sich. Ein Märchen aus einer vergangenen Zeit. Ein verwunschenes Königreich. Burma.

    Zuerst fahren wir aber wieder durch eine ärmlich wirkende Gegend.
    Unterwegs fallen uns viele vollbepackte Gefährte auf. Ein Mofa mit Stühlen in 4 Etagen gestapelt oder ein Moped bei dem der Fahrer einen rundum Airbag aus Chips hat. Ein Kleinlaster bis zum Anschlag voller Güter und obendrauf noch Leute. Der Aussenbordtruck, der unter der Bambus Ladung gar nicht mehr auszumachen ist. Ton Töpfe, so sorgfältig gestapelt, dass nicht einer kaputt geht, dass aber auch kaum noch eine Nadel Platz hätte.

    Die Stadt Sagain ist unser erstes Ziel. Mehr wie 700 Stupas, Pagoden, Tempel prägen die Hügelkette rund um Sagain am westlichen Ufer des Ayeyarwady.

    Von der weitläufigen Terrasse der Sun U Ponnya Pagode aus dem 14 Jahrhundert ist der Ausblick phänomenal. Alle Pagoden zu erwandern und erklettern würde sicher mehrere Tag dauern. Die Pagode ist 29 m hoch und der Schirm allein nochmals fast 8 m. In der Pagode sind Frosch und Hase, 2 Inkarnation Buddhas.

    Umin Thounzeh erklimmen. Sehr schöne halbrunde Kolonade mit 45 halbgrossen Statuen.

    Kaunghmudaw oder auch Rajamanisula ist die bekannteste goldschimmernde Stupa von Sagain. Stolze 46 m hoch. Erinnert ein bisschen an ein UFO. Soll etwa 350 Jahre alt sein.

    Die grösste Trommel von Myanmar ist auch in Sagain. Den Mumm sie zu schlagen hatte ich dann doch nicht.

    Aber bei all den Heiligtümer kommt auch der Spass und die Freude nicht zu kurz. Die Frauen "verzieren" mich gerne mit Thanaka, dieser weissen Paste aus Baumrinde. Ich probiere was mir angeboten wird, setze mich zu einer Gruppe Frauen und lass mich footografieren, scheue Kinder bekommen ein Bonbon oder einen Kugelschreiber. Und die Kinder sind stolz und schenken mir ein Lächeln und ein chesuba. Sogar der muslimische Junge. Und als ich mich vom mürrisch schauenden Vater mit einem Salem maleikum verabschiedete erhielt ich erst einen verblüfften Blick und dann ein breites Lächeln, waleikum salam.

    Wir fuhren weiter unter einem Blätterdach der zu beiden Seiten der Strasse stehenden Nimtreesnach Mandalay.

    Zum Sonnenuntergang zur U - Bei - Brücke. Eine alte wackelig Holzbrücke. Die grössere Schwester der Brücke vom Inlay See. Bekannt aus dem Buch Glaspalast von Gosh.
    Total überlaufen, voller Touristen auch aus Myanmar. Nichts mehr mit Romantik. Inzwischen führt die Brücke über einen teils versandten, oder Algen überwucherten See.
    Die Uferstrasse führt Richtung Zentrum. Und da hab ich erstmals einen Slum gesehen. Nicht nur einzelne ärmlich Hütten sondern eine kleine schmutzige Stadt in der Stadt. Die Hütten stützen sich gegenseitig. Tiefe Gräben dazwischen. Halbnackte Kinder, Frauen und Männer in zerlumpten Longhis, noch mehr streunende Hunde.
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  • Day21

    Bagan 2nd day

    March 14, 2020 in Myanmar ⋅ ⛅ 37 °C

    Was gehört noch zu Bagan?

    Tagwach kurz vor 5.00.
    Pickup um 5. 25
    Kurze Ruckelfahrt mit dem Shuttle Bus und ich steh vor der Erfüllung eines weiteren Traumes.

    Sonnenaufgang über Bagan vom Heissluftballon aus.

    Vielleicht war der Sonnenaufgang nicht ganz so perfekt wie in den Werbeprospekten. Aber es war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Langsam bis zu 500 m über dem Boden schweben.

    Später dann wieder auf Pagoden Tour. Wobei sich Kyaw ein paar wirklich interessante ausgesucht hat.
    Aus dem 9 Jahrhundert mit ganz gut erhaltenen Wandmalereien und Steinmetzarbeiten. Richtige Bijous. Viele Pagoden wurden ja bei den grossen Erdbeben 1975 und 2016 zerstört. Leider sind nach dem ersten Beben, damals unter der Militärregierung, die Restaurationsarbeiten sehr stümperhaft ausgeführt worden.

    Nach dem letzten Tempel, verbrannten und zerschundenen Füssen, bei 41 Grad im Schatten, war Mittagspause. Das heisst lecker Essen und Grüntee.
    Auf dem Rückweg zum Hotel noch zu einem Familienbetrieb der Lackarbeiten herstellt. Ich hatte mich bisher standhaft geweigert bei einem Souvenierhändler solche "Plastikdosen" zu kaufen. Das Hauptmaterial ist Bambus, seltener Holz, ein Harz von einem Baum, Knochenmehl, Pferdehaar.
    Das ist pure Handarbeit in vielen Arbeitsschritten und dauert pro Gegenstand, egal wie klein oder gross, mind. 7 Monate. Die Top Qualität sogar 12 Monate. Die Muster werden nicht aufgemalt sondern in den Lack geritzt, eingefärbtund wieder poliert und geritzt. Ähnlich der Batiktechnik. Alles ohne Vorlagen. Um biegsame Becher zu erhalten wird Pferdehaar mit dem Bambus verflochten.
    Die Arbeiter verdienen im Schnitt 8 bis 12 $ pro Tag. 6 Tagewoche.

    Ganz gediegen Abendessen im 5 Sterne Restaurant mit Marionetten Show. Hotel war beinahe leer.

    Dieses Corona macht mich langsam stinking.
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  • Day19

    Kalaw nach Bagan

    March 12, 2020 in Myanmar ⋅ 🌙 27 °C

    Morgens 7.14 klingen Glocken auf den Strassen. In Einerreihe laufen die Mönche vorbei auf ihrer morgendlichen Bitte ihre Essensschale aufzufüllen. Manche Bewohner warten schon mit Reis und anderen Zugaben auf die meist sehr jungen Mönche.

    Eine längere Strecke wartete auf uns. Zu Beginn eine tolle Motorrad Strecke. Kurve reiht sich an Kurve, Breite Strasse. Doch bald kommen die Baustellen. Kinder sitzen am Strassenrand und klopfen Steine. Frauen, Männer, Kinder alle Arbeiten hart ob in der Kälte der Berge oder Hitze des Flachlandes.
    Unsere Reise führt uns durch Berge und Ebenen bis zum Mount Popa. Auf einem erloschenen kleinen Vulkan wurde eine Pagode erbaut. 780 Treppen führen zum Ziel. Viele Souvenierhändler stehen zu Beginn beidseits der Treppe. Ein sehr wichtiges Heiligtum für Myanmar People. Was mich abhielt mehr als die ersten Treppen Absätze hochzusteigen waren die Makaken. Sehr aggressive Affen. Ich wurde von einem Weibchen mit Kind angegriffen die mir den Weg versperrte. Meine Nackenhaare stellten sich hoch als ich die Zähne sah. Ich muss nicht auf jeden Berg. Zudem war alles voll Scheisse und ich barfuss. Also umgekehrt.
    Weiterfahrt. Kilometer reiht sich an Kilometer. Am Strassenrand stehen magere, sicher auch frühzeitig gealtert Männer und Frauen, manchmal auch Mütter mit ihren Kleinkindern. teils in kleinen Gruppen meist jedoch allein. Alle in ab- getragenen zerschliessenen Longis. Die Haare verfilzt, und schmutzig. Kyaw erzählt, dass dies die weltweit längste Strasse der Bettler sei. Sie warten alle auf die Pilger die vom Mount Popa zurückkehren, denn diese werfen den Bettler manchmal Almosen zu. Am liebsten wär ich mit einem Truck voller Reis nochmals zurückgefahren. Es waren übrigens die ersten Bettler die wir auf unserer Reise angetroffen haben.

    Kurz vor Bagan machen wir halt in einem Betrieb der Palm Zucker herstellt.
    Flink wie ein Wiesel klettert der Mann auf einer halsbrecherischen Leiter bis zur Spitze der Palme, hängt die gefüllten Töpfe ab und ist auch schon wieder unten. Der Sirup wird eingekocht bis es brauner Zucker ist. Oder halb gekocht, zu Süssigkeiten oder 42% Schnaps verarbeitet.
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  • Day17

    Inlay Lake 3th day

    March 10, 2020 in Myanmar ⋅ ☀️ 26 °C

    Ein ruhiger und entspannter Tag. Nach dem Frühstück brachen wir auf um ein bisschen die Stadt zu erkunden.
    Am Denkmal des ersten Burmesischen Präsidenten nach der Unabhängigkeit 1948 vorbei. Er kam aus dieser Stadt..
    Weiter zum Museum. Aber wegen Dienstag geschlossen 🙄.
    Also fahren wir schon am Mittag zum Red Mountain Wineyard. Ein riesiger Weinberg, geführt von einem Deutschen in Zusammenarbeite mit PA-O Leuten. Sehr schön gelegen mit toller Aussicht und buntem Blumenschmuck. Liegestuhl, Buch und eine oder zwei Flaschen Wein und ich wäre noch immer dort.
    Kleine Degustation fällig. Also die Spätlese hat mir sehr gut geschmeckt.

    Was machen wir mit dem angebrochenen Nachmittag?
    Kyaw und ich zogen nochmals mit dem Speedboat los über den Inlay. Zum Dorf bei der Holzbrücke. Umsteigen in eine kleine Dschunke ohne Motor. Der Holzboden ist die Sitzfläche. Eine junge Frau ruderte uns in der für sie typischen 1 Fuss Methode durch die engen Wasserwege zwischen den Häusern. Was macht es schon aus, dass manche Hütten ziemlich windschief sind. Kinder spielen, Frauen waschen ihre Kleider im See, Boote werden hin und her gerudert. Tote Fische liegen im Kanal. Wunderschöne rosa Lotusblüten im "Vorgarten". Diese Leute kennen keine Hektik.
    Für mich eine Fahrt in einer andern, ruhigen, entschleunigten Welt. Ein Moment der nur mir gehört.
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  • Day16

    Inlay Lake 2nd day

    March 9, 2020 in Myanmar ⋅ 🌙 22 °C

    Stahlblauer Himmel, gleissender Sonnenschein, die Berge liegen noch im Dunst.
    Und wir sitzen in einem Boot. Ausflug auf dem Inlay See. Zu hunderten schwappen die Boote in der dreckigen Brühe im zuführenden Kanal des Sees und warten auf Touristen.
    Das Boot, eine etwas wackligen und schmale Angelegenheit, mit einem Höllengerät von Motor. Und einem jungen und netten Bootsführer.
    CA 45 Minuten rasante Fahrt und wir kommen zum schwimmenden, "5 day Market" das heisst der Markt findet an diesem Ort nur jeden 5 Tag statt.
    Viele Boote die angelegt habe, auch viele Touristen die sich durch die Souvenir Händler durchkämpfen. Auf dem Fisch- und Gemüsemarkt sieht man dagegen kaum noch weisse Gesichter.

    Wir waren in einer Weberei für Seidenschals und Longhis. Ganz speziell waren nicht nur die alten Webstühle sondern auch, dass die Frauen aus Lotusblumenstengel einen Faden machen und diesen dann verweben, Der Stoff hat Ähnlichkeit mit Leinen und ist sehr reissfest. Leider auch sehr teuer. Mehr wie einen Schal konnte ich mir nicht leisten 😢.
    Wir haben zugeschaut wie die hier typischen Cheroots gedreht werden. Cherootblatt, Tabak, Honig, Tamarinde, brauner Zucker, Banana fruit. Schmecken toll diese Zigarillos.
    In der Schmiede wurde sogar mir heiss als ich zuschaut wie ein Messer geschmiedet wird. Anfachen des Feuers, hämmern und klopfen auf dem Metall. Alles in einer düsteren und schlecht belüfteten Hütte. Schnelligkeit und viiieeel Kraft sind da gefordert.
    In 10 Tagen wird ein einfaches Fischerboot vom Teakstamm zu einer kleinen Schaluppe. Alles Handarbeit. Sägen, schleifen und verzapfen. Da steckt kein Nagel drin. Hält 25 Jahre und kostet Fr. 800.--.Mehr wie den Jahreslohn eines Fischers.

    Unterwegs gabs auch noch 2 Pagoden. Die Phaung Daw zwischen 1200 und 2000 Jahre alt aus der Zeit von König Ashok. Sie zählt zu den heiligsten Stätten des südlichen Shan Staates. Umgeben von hunderten kleineren oder grösseren Pagoden. Viele wieder mit den vergoldeten Glöckchen. Dieser Klang wenn der Wind sanft die Klöckchen bewegt. Augen schliessen und hören und träumen.
    Oder das alte Kloster, Inn Dein Pagode mit dem glänzenden Teakboden, der um die Wette strahlt mit all den Schätzen der Shan Kunsthandwerke. Filligrane Arbeiten aus Glas, Stein, vergoldetem Blech. Traumhaft schön.
    Und Nga Phe Chaung auch bekannt als Jumping cat monastery.

    Es war schon etwas spät als wir durch die Schwimmenden Gärten wieder Richtung Nyaung Shwe losfahren. Kyaw liess für mich noch einen kleinen Umweg einbauen und wir durften über Maing Thauk Bridge, eine lange, wackeligen Holzbrücke staksen, und dies bei Sonnenuntergang. Romantik pur

    Inlay Lake heisst : Leben im See, vom See, mit dem See.
    Der Zubringerkanal von Nyaung Shwe her ist eine braune dreckige Brühe. Später sah der See sogar klar aus. Die Inith, wie sich die Seebewohner nennen, baden in diesem Wasser, die meisten Abwässer gehen von den Häusern noch immer direkt in den See. Wasser wird für den täglichen Gebrauch aus dem See genommen. Die Pestizide der Gärten lassen den Fischreichtum drastisch schwinden. Die vielen Abgase der stinkenden Boote tragen auch ihren Teil zur Verschmutzung bei. Einige Kanäle versanden.
    Doch dann gibts wieder die wunderschönen Wasserstrassen gesäumt mit Bäumen und viel Grün, mit kleinen Stauwehren, Ufer an denen Kinder planschen, der Wasserbüffel getränkt wird, Frauen ihre Kleider waschen.

    Es war ein fast perfekter Tag. Danke Kyaw
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  • Day42

    Big Mount Popa

    February 16, 2020 in Myanmar ⋅ ☀️ 26 °C

    Es git e grosse und e chline Mount Popa hie. Ufem chline isch e Tämpu. Dä isch darum viu bekannter, es het meh touriste u tusegi vo souvenier lädeli. Mir si ufe gross gloffe dert hets fasch kener lüt gha. Mir si aber are gruppe vo junge giele begägnet u wosi üs hei gsee heisi umbedingt es foto wöue mache mit üs. Speter heimer pickniket, ner si si nomau a üs verbi gloffe ner heisi nomau gfragt obsi üs dörfe fötele 😂 😂
    Leider ischs hie fasch immer mega dunnstig darum gsetme nid mega wit, vo däm bärg us hätmä nämlech e riiiise ussicht.
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  • Day41

    Bagan

    February 15, 2020 in Myanmar ⋅ ☀️ 30 °C

    Bagan isch es Dörfli mit meeeega viu Tämpeli ufm ganze land verteilt. So wit wime gset hets eifach au paar meter ume es Tämpeli. Hie isches viu trochniger aus im räst vom Land wiu d Monsun Wulche wägde Bärge fasch nie bis dahäre chömä. Es isch so steppelandschaft mit viune dornebüsch u dorneböim. Mir hei e Elektroroller gmietet u si chöi im züg ume gfahre.Read more

You might also know this place by the following names:

Mandalay Region, Région de Mandalay

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