Palestine
Bethlehem

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58 travelers at this place:

  • Day149

    Unser Besuch in Bethlehem

    January 29 in Palestine ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute stand für uns Bethlehem, der Ort an dem Jesus geboren ist, auf dem Programm. Schlechte Vorraussetzung, wenn einen Tag zuvor der liebe Herr Trump sein neues Nahostkonfliktlösungspaket veröffentlicht und daraufhin der IS zum Krieg gegen die Juden in Jerusalem aufruft. Wen das nicht überzeugt, der sollte wenigstens auf die Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt für das Westjordanland hören - Wir, die sich dachten, "Hey Bethlehem ist vorwiegend christlich und es gibt dort weitaus weniger Israelis als in Jerusalem", machten uns also trotzdem auf den Weg - hmh und wie wir später herausfinden sollten, wurde zudem auch noch der "Tag des Zorns" ausgerufen als Antwort auf Trumps "Friedensplan"....
    Im Bus dahin scherzten wir noch über unsere Panikmache, doch wir wurden eines besseren belehrt. Auf dem Weg ins Westjordanland passierten wir zum ersten Mal die Grenzmauern, die Israel zur Abgrenzung der Palästinenser erbaut hatte und die Berliner Mauer ist wirklich ein Witz dagegen - diese Mauern sind unüberwindbar! Als wir uns in Bethlehem angekommen im Star'B'Coffee, der arabischen Version von Starbucks, einen Kaffee gönnten, erkannten wir das Stromausfälle und das Kappen der Wasserzufuhr durch Israelis hier zum Alltag gehören - Dabei könnte man meinen, dass der Toilettengang doch eigentlich zu den menschlichen Grundrechten gehören sollte?! Nachdem wir uns die Geburtskirche Jesu angeschaut haben, entdecken wir beim schlendern entlang der sehr stark mit christlichem Prüll angefüllten Ladenzeilen eine Karte, die sehr gut die Aneignung palästinenschen Landes durch die Israelis illustrierte. Interessiert daran kamen wir mit dem Ladenbesitzer ins Gespräch. Als wir ihn fragten, ob es auch Werke von Banksy fußläufig zu bestaunen gäbe, verwies er uns auf ein Hotel, nicht unweit eines israelischen Checkpoints, welches zahlreiche Werke von ihm ausgestellt hat. Um dort hinzukommen sollten wir an dem Checkpoint vorbei. Er versicherte uns es wäre sicher, wenn wir vor Ort angekommen, Leute bitten uns an den steinewerfenden Jugendlichen vorbeizugeleiten, welche die israelischen Soldaten beschmeissen. Bei den Jugendlichen handelt es sich seinen Schilderungen zur Folge meist um Kinder aus ärmeren Familien, die von palästinensischen Führern dazu ermutigt werden dort auf die Straße zu gehen. Dies seien lediglich gewöhnliche Konflikte, die jeden Tag stattfinden und nachdem die Israelis keinen Bock mehr auf das Spielchen hätten, wird der Konflikt erst mit Tränengas und in letzter Instanz, nach dem Einsatz von Gummigeschossen wohl durch einen richtigen Schuss ins Bein beendet - Fragt jetzt bitte nicht wieso wir immer noch dachten, dass es doch eine gute Idee wäre?! Vielleicht weil wir uns sowas in unserer westlichen Naivität einfach nicht vorstellen konnten! Also stapften wir los, dass Hotel war schließlich nur 800m von unserer Abfahrtsbushaltestelle entfernt. Schon aus ca. 200m Entfernung sahen wir, dass eine kleine Gruppe aus etwa 15 Jugendlichen auf der Straße stand und Steine warf - Die palästinenschen Polizeibeamten regelten weiterhin unbekümmert den Verkehr und machten keine Anstalten den Jugendlichen Einhalt zu gebieten. Vor uns stand die Presse mit Gasmasken und kugelsicheren Westen ausgestattet, aber die Situation schien unter Kontrolle - Wir hatten jedoch keine Ahnung, wie schnell das kippen würde! Ein Hoch auf meinen Schwager - Als Kai meinte, er verspürt den wohlvertrauten Geruch von Tränengas aus seiner Jugend in der Luft, beschlossen wir einen anderen Weg zum Hotel einzuschlagen und drehten um. Plötzlich wurden Tränengasgranaten, aus einem gepanzerten Fahrzeug, abgefeuert und alle begannen panikartig, wie in Worldwar Z, zu fliehen! Anstatt wie alle weiter die Straße entlang zu laufen, suchten wir Schutz in einer Bank. Vorerst dachten wir, dass wäre es gewesen. Doch die Einheimischen in der Bank wiesen uns darauf hin, die Straße weiter entlang zu laufen - Also gingen wir wieder raus! Die ganze Straße war bis etwa 100m vor uns gefüllt mit Tränengas, doch da wir uns hinter den palästinenschenen Polizeibeamten befanden und relativ weit weg waren, dachten wir, dass war es jetzt. Irrtum - Die israelischen Einsatzkräfte drangen weiter vor und feuerten weitere Tränengasgranaten und selbst die Polizisten ergriffen die Flucht. Wir flüchteten in einen Liquorstore am Straßenrand, doch ehe wir uns versehen, sind wir alleine dort drinnen. Keine Spur mehr vom Besitzer und seinem Freund! Als eine Tränengasgranaten direkt vor der Tür landet, war auch das weiterlaufen ausgeschlossen... Mit sowas hatten wir nicht gerechnet - Ich dachte nur "Fuck deine Schwester ist nur wegen dir hier und hat drei kleine Jungs zu Hause!". Doch meine Lösungsorientierte Schwester kam auf die brilliante Idee für Ablenkung zu sorgen und meinte plötzlich "Hey, was kostet eigentlich das Bier in dem Schuppen hier?", instinktiv begann ich die Regale abzusuchen, doch in meiner Panik dachte ich nur "Fuck, Fuck, ich sehe nur Sojasauce!" und einen Hinterausgang gab es auch nicht. Vor der Tür war immer noch alles voller Nebel, doch nach ein paar Minuten kam der Kumpel des Ladenbesitzers mit vollkommen zugeschwollenen Augen und seinem Pullover als Mundschutz dienend zurück und sagte uns, es wäre jetzt sicher zu gehen. Trotz dem für unsere Gemüter bitter notwendig gewesenem Bier und aufgrund der Abwesenheit des Ladenbesitzers, beschlossen wir den Schutz des Ladens zu verlassen und traten die Flucht zum Bus nach Jerusalem an. In den Augen der Einheimischen sahen wir, dass das was für uns unvorstellbar war, hier nicht zum ersten Mal passierte und sie riefen uns zu "Welcome to our daily life!" Rückwirkend betrachtet, glauben wir zwar nicht ernsthaft in Gefahr gewesenen zu sein, aber so etwas ist deren Wirklichkeit und es kommt täglich zu solchen Ausschreitungen. Was wir als schrecklich und schockierend betrachten, prägt den Alltag der Menschen hier - Das Leben mit einem Konflikt der seit über 50 Jahren ohne Einigung andauert...
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  • Day10

    Westjordanland

    September 29, 2019 in Palestine ⋅ ⛅ 23 °C

    Am Samstag ist bis abends noch Shabbat und daher verkehren keine vom Staat Israel betriebenen öffentlichen Transportmittel, denn wie schon im Exodus geschrieben, darfst du "[a]n ihm [...] keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat." Da ich schon bei meiner Ankunft im Hostel mehrmals auf die Wichtigkeit eines rechtzeitigen Check-outs hingewiesen wurde, sah ich mir damit mein Wohnrecht im biblischen Sinne abgesprochen und folglich machten wir uns ohne schlechtes Gewissen per pedes auf den Weg zum arabischen Busbahnhof. Für eine Hand voll Agorot fährt von dort ein Bus nach Bethlehem im Westjordanland. Die Atmosphäre der Stadt unterscheidet sich doch deutlich von der mir seit Jahren im weihnachtlichen Grippenspiel suggerierten. Überraschend liberal wirkt das alltägliche Treiben in den teilweise verdreckten Straßen. Zahlreiche junge Frauen tragen sommerliche Kleidung US-amerikanischer Marken, sind geschminkt und alleine unterwegs. Die Dämmerung setzt schon ein, als ich dann vor einer 8 Meter hohen Betonmauer stehe. Links und rechts befinden sich Wachtürme und weitere 759 Kilometer israelische Sperranlagen. Das Gebilde ist überladen mit satirischen und systemkritischen Graffitis und was für die Isrealis als Schutzwall gegen palästinensische Selbstmordattentäter seine Notwendigkeit begründet sieht, stellt für die Palästinenser ein unüberwindbares Hindernis und sogleich Beweis für Unterdrückung und Unrecht dar. Obwohl ich weiß, dass mir mein deutscher Reisepass bei der anstehenden Passkontrolle im Bus problemlos die Rückfahrt nach Jerusalem ermöglichen wird, ist es ein sehr beklemmendes Gefühl, dort zu stehen und hinauf in die Linsen der Überwachungskameras zu schauen.Read more

  • Day6

    Bethlehem

    November 24, 2019 in Palestine ⋅ ☀️ 16 °C

    After just a few hours of sleep we got up to the morning mass in the Church of the Holy Sepulchre. It was a lot more quiet but at the same time as the mass some other congregation decided it would be a good time to scream their prayers through the halls. We could barely understand anything the priest said and left after half an hour frustrated. Next stop was the Temple Mount with the magnificent Dome of the Rock. Yesterday we couldn't go because it's closed to the public on Saturdays. Also on the other days the access it restricted to certain times. Therefore we were one of the first ones to enter it by 07:30, we had almost the whole area for us until 08:30 when the tours entered. From there it was a short distance to the Gizimaneh Garden (where Judas betrayed Jesus), and the Mount of Olives. Later we went to some rental companies to check for available cars and rates to get on the road the next day. The rental company we chose recommended to go to Bethlehem by bus/taxi because it can be a hassle to cross the border to the Palestinian Territories by rental car.
    It went pretty smoothly until we arrived at the taxis, just after the border crossing. Actually we just wanted to go the Church of Nativity where the birth place of Jesus was. But he offered to take us to other places as well, which we refused and he still did... Among them was also one of the most famous graffiti from Banksy. At the Church of Nativity we just walked around until we encountered steps leading down, which we checked out. It turned out we took the exit from Jesus cradle and skipped like 3 hours of waiting time... It was by accident but we wouldn't have stood in the queue for hours anyway. When the taxi driver brought us back he expected three times the initially discussed price. After some reasoning he accepted the doubled amount because he drove us back. It was still an unpleasant experience...
    When got off the bus from Jerusalem earlier to visit King David's Tomb. A structure right outside the inner city walls where Jesus had the last supper. This room was rather disappointing as it was just a small room with four arches in the middle. The Benedictine Abbey right next to it is run by German Monks who also hold masses there. In the crypts was a mosaic of the Virgen of Guadalupe and a tourist group from Mexico that sang a song in her honor. This was way more touching than our previous experiences in the Church of the Selpuchre.
    Afterwards we had planned to go to the Southern Walkway on the walls but it was already closed. As we had bought it yesterday and it was only valid for two days we couldn't use it anymore :( So we just went out into the city later to explore some more and found an alley with some cool bars. On the way back we visited the Western Wall - aka Wailing Walls - again and watched the people praying there.
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  • Day3

    Bethlehem

    December 8, 2018 in Palestine ⋅ 🌧 11 °C

    After Tel Aviv we headed to Bethlehem. We had a very special mass in the the cave of St Jerome who was believed to have translated the bible from Greek to Latin. We then went to have a look at the Church of the Nativity but it was too busy so we are going to go back tomorrow afternoon.

  • Day4

    Bethlehem

    December 9, 2018 in Palestine ⋅ ☀️ 14 °C

    Our last adventure for today was going back to visit the Church of the Nativity which is exactly where Jesus was born. It was a stunning Church with Lots of Icons, religious artifacts and paintings. It was a fantastic experience to venerate on the spot where Jesus lay in his manger during the Nativity. It bought the christmas story alive!Read more

  • Day12

    Reise durch die West Bank und Shabbat

    April 27, 2018 in Palestine ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute ging in die West Bank. Nachdem wir schon für halb verrückt gehalten wurden, dass wir in diesen Teil der Welt reisen, wollten wir jetzt aber auch nach Palästina. Und es war anders als man erwarten kann. Die Leute sind freundlich, die Atmosphäre ist friedlich und wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Daneben gibt es auch hier viele interessante Orte, die man sehen sollte. Wir fuhren gleich am Morgen zunächst zum Fluss Jordan und zwar an die Stelle, an der Johannes der Täufer Jesus getauft haben soll. Aufgrund des vielen Regens in den letzten Tagen war der Stand des Wassers aber ziemlich hoch und nur wenige Meter weiter war auch schon die Grenze nach Jordanien. Hier finden sich auch viele christliche Pilger, die die Taufe nachspielten. Es gibt nur eine kleine Stelle, um an den Jordan zu kommen. Hintergrund ist, dass der Zufahrtsweg umzäunt ist, denn außerhalb der Straße und der Zäune befinden sich noch immer vereinzelt Landminen. Aber auch hier wurden wagenweise Touristen und Pilger herangefahren. Weiter ging es nach Jericho, was vor allem archäologisch sehr interessant ist, da es die tiefgelegenste Stadt und zugleich die (bislang wohl) älteste Stadt der Welt ist. Siedlungsspuren reichen bis in die Steinzeit vor über 10.000 Jahren zurück. Und der Wachturm der Stadt ist beinahe 8.000 Jahre alt. Während also woanders noch fleißig Mammuts gejagt wurden, baute man hier also schon Siedlungen. Bis in die Eisenzeit bis ca. 1.200 Jahre vor Christus gab es 23 verschiedene Besiedlungen des Standortes. Leider wurden die spannendsten Funde von den Briten mitgenommen. Aber die alten Siedlungsreste und der (schätzungsweise) 11 Meter hohe Wachturm sind sehr beeindruckend. Auch biblisch ist Jericho für Juden und Christen von grosser Bedeutung. Dies insbesondere im Hinblick auf die Landnahme von Kanaan, der Eroberung der Stadt und der Weihung der dortigen Quelle. Die Archäologen haben jedoch festgestellt, dass die Geschichten des alten Testaments sich zeitlich nicht mit den Funden decken. Seitdem werden noch weitere Grabungen im gesamten Tal unternommen (derzeit durch die Universität Rom), um ggf. weitere (jüngere) Siedlungen zu entdecken. Danach ging es nach Ramallah, welches nach Jerusalem die wichtigste Stadt für die Palästinenser ist. Die Stadt ist nicht wirklich groß, bot jedoch einen Einblick in die Alltagswelt der dortigen Menschen, die - welch Überraschung - sich kaum von anderen unterscheidet. Es wird auf dem Markt eingekauft, in Cafes Kaffee getrunken und Shisha geraucht sowie auf Laptops und Handys rumgedaddelt. Auch die Stadt war in keinem schlechten Zustand. Wir besuchten noch kurz das Mausoleum von Arafat und fuhren dann weiter in Richtung Betlehem. Dort nahmen wir dann Mittag zu uns und schauten uns eines der berühmten Graffiti von Banksy an (der Protestierende, der einen Blumenstrauß wirft). Danach ging es dann in die Geburtskirche, welche an dem Ort errichtet wurde an dem Jesus geboren sein soll. Auch dort befinden sich drei getrennte Bereiche für Katholiken, griechisch Orthodoxe und armenisch Orthodoxe. Für den Geburtsstein muss man üblicherweise bis zu 5 Stunden anstehen. Unser Guide schmuggelte uns jedoch irgendwie durch den Ausgang rein und wir waren nach knapp 10 Minuten auch schon wieder fertig. Wir hörten uns noch ein paar Geschichten an und erfuhren, dass der Ort für Christen und Muslime von großer Bedeutung ist (Jesus ist im Islam ein Prophet, aber nicht der Sohn Gottes und wird im Koran mit 26 Erwähnungen häufiger genannt als Mohammed mit 6 Erwähnungen). Nach der Geburtskirche ging die Reise weiter zu weiteren Graffitis und an der Mauer entlang, die Betlehem von Israel trennt. Hier haben in den letzten 15 Jahren verschiedene lokale und internationale Künstler ihren Protest ausgedrückt. Direkt an der Mauer befindet sich auch das Hotel mit dem schlechtesten Ausblick der Welt. Denn hier sind die Zimmern direkt auf die Mauer zugewandt. Dies natürlich mit voller Absicht. Das Hotel wird von den Leuten vor Ort betrieben und wurde von Banksy und anderen Künstlern von innen ausgestattet und gestaltet. Demzufolge findet man auch eine Galerie und ein Museum über den Konflikt im Hotel. Mittlerweile hat sich das Hotel auch zu einer Touristenattraktion gewandelt, da es internationale Bekanntheit erlangte. Die Mauer hinterließ jedoch das erste Mal an diesem Tage ein mulmiges Gefühl. So mehr wir über den Konflikt von beiden Seiten erfahren, so mehr wird auch bewusst wie kompliziert die Lage für alle Beteiligten ist. Wir fuhren dann anschließend wieder nach Jerusalem. Am Abend nahmen wir an einem Shabbat Teil und unterhielten uns noch lange mit anderen Reisenden. Erst spät ging es dann ins Bett.Read more

  • Day8

    Church of St Catherine of Alexandria

    October 12, 2018 in Palestine ⋅ ⛅ 23 °C

    The midnight Mass beamed from Bethlehem to television viewers worldwide on Christmas Eve is celebrated in the Church of St Catherine of Alexandria.

    This 19th-century church adjoins the 6th-century Church of the Nativity, built over the cave where Jesus was born. It even shares a wall with the Nativity church.

    The Church of St Catherine is the parish church for Bethlehem’s Catholics
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  • Day7

    Bethlehem

    January 20, 2016 in Palestine ⋅ ⛅ 10 °C

    Happy Birthday, Kadda

    Blog: http://iag.ess-darmstadt.de/index.php/schulleben/649-israel-reise-tag-7

    Der siebte und somit vorletzte Tag unserer Reise begann für uns mit der Busfahrt in das 20 km entfernte Bethlehem. Heute konnte uns Giddi aus Sicherheitsgründen nicht begleiten, da die Stadt im palestinensischen Autonomiegebiet liegt. Nach der Fahrt durch die Trennungsmauer führte uns ein arabischer Einheimischer namens Kamal zur Nativity Church bzw. Geburtskirche. In der ältesten Kirche des Heiligen Landes werden täglich sechs Gottestdienste gefeiert - jeweils zwei der katholischen, griechisch-orthodoxen und armenisch-orthodoxen Konfession. Aufgrund eines gerade zelibrierten Gottesdienstes am angeblichen Geburtsort Jesu konnten wir an diesem Ort nur einen kurzen Blick erhaschen.

    Anschließend liefen wir über den sehr lebendig wirkenden Basaar zu unserer Partnerschule " Ecole Des Freres " , wo wir von Lehrern und Gastschülern sehr herzlich empfangen und durch das Schulgebäude geführt wurden.

    Anders als an deutschen Schulen konnten wir hier Kinder und Jugendliche aus dem Kindergarten bis zur zwölften Klasse antreffen. Nach einem traditionellen arbaischen Frühstück mit Falafel und Hummus machten wir uns mit den Gastschülern auf den Weg zu den Hirtenfeldern. Dieser heilige Ort wird von katholischen, evangelischen und griechisch-orthodoxen Christen geteilt.

    Nach einem kurzen Abstecher in den christlichen Basaar führte uns die Tour weiter zu einem Heimatsmuseum, welches uns die palestinensische Identität und Kultur näherbrachte.

    Wenige Schritte davon entfernt besichtigten wir ein neu entstandenes internationales Kongresszentrum, welches jedoch größtenteils leerstand. Auf der anderen Straßenseite besuchten wir anschließend die sogenannten "Solomon Pools", welche in der Römerzeit für die Wasserversorgung bis nach Jerusalem nützlich waren. Heute gelten die unter der islamischen Herrschaft ausgeschmückten Anlagen als Tourristenattraktion.

    Zurück an der Schule teilten wir uns in Kleingruppen auf die Gastfamilien auf, um einen besseren Eindruck in das Leben einer palestinensischen Familie zu bekommen. Nach einem ausgiebigen, traditionellen Essen und großer Gastfreundschaft trafen wir uns alle für eine weitere Mahlzeit in einem Restaurant und gingen gegen Abend gemeinsam zurück zur Schule.

    Dort erwartete uns das von der Schule vorbereitete Abendessen, welches wir mit musikalischer Begleitung der Schüler sehr genossen. Nach einer beidseitig herzlichen Verabschiedung verließen wir sehr gesättigt die Stadt Bethlehem.

    Unser treuer und sehr geschätzter Busfahrer Anan brachte uns wie immer sicher zurück zu unserer Unterkunft in Jerusalem.

    Viele liebe Grüße aus dem Heiligen Land!

    von Tabea, Franzi und Eva
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  • Day9

    Bethlehem

    October 30, 2018 in Palestine ⋅ ☀️ 27 °C

    Links, direkt an die Geburtskirche angebaut, befindet sich die 1881 von den Franziskanern an Stelle einer früheren Kirche neu errichtete Katharinenkirche (der heiligen Katharina von Alexandria geweiht) mit einem Kreuzgang und dem Casa-Nova-Komplex. Dieser beherbergt unter anderem das römisch-katholische Pfarrzentrum von Bethlehem.
    Über eine Treppe gelangt man zum nördlichen Teil des Grottensystems, in dem sich die Gräber des hl. Hieronymus, der hl. Paula und der hl. Eustochium befinden. Die Gebeine der Heiligen wurden im 15. Jahrhundert nach Rom in die Basilika Santa Maria Maggiore gebracht.
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You might also know this place by the following names:

Bethlehem, Betlehem, بيت لحم, Betlem, Βηθλεέμ, Bet-Leĥem, Belén, Bethléem, Beitheal, בית לחם, Bètleyèm, Betlemme, ベツレヘム, ბეით-ლაჰმი, 베들레헴, Bethleem, Betlejem, Belem, Bethleem Efrata, Вифлеем, Віфлеєм, 伯利恆

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