Palestine
Bethlehem

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62 travelers at this place

  • Day149

    Unser Besuch in Bethlehem

    January 29, 2020 in Palestine ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute stand für uns Bethlehem, der Ort an dem Jesus geboren ist, auf dem Programm. Schlechte Vorraussetzung, wenn einen Tag zuvor der liebe Herr Trump sein neues Nahostkonfliktlösungspaket veröffentlicht und daraufhin der IS zum Krieg gegen die Juden in Jerusalem aufruft. Wen das nicht überzeugt, der sollte wenigstens auf die Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt für das Westjordanland hören - Wir, die sich dachten, "Hey Bethlehem ist vorwiegend christlich und es gibt dort weitaus weniger Israelis als in Jerusalem", machten uns also trotzdem auf den Weg - hmh und wie wir später herausfinden sollten, wurde zudem auch noch der "Tag des Zorns" ausgerufen als Antwort auf Trumps "Friedensplan"....
    Im Bus dahin scherzten wir noch über unsere Panikmache, doch wir wurden eines besseren belehrt. Auf dem Weg ins Westjordanland passierten wir zum ersten Mal die Grenzmauern, die Israel zur Abgrenzung der Palästinenser erbaut hatte und die Berliner Mauer ist wirklich ein Witz dagegen - diese Mauern sind unüberwindbar! Als wir uns in Bethlehem angekommen im Star'B'Coffee, der arabischen Version von Starbucks, einen Kaffee gönnten, erkannten wir das Stromausfälle und das Kappen der Wasserzufuhr durch Israelis hier zum Alltag gehören - Dabei könnte man meinen, dass der Toilettengang doch eigentlich zu den menschlichen Grundrechten gehören sollte?! Nachdem wir uns die Geburtskirche Jesu angeschaut haben, entdecken wir beim schlendern entlang der sehr stark mit christlichem Prüll angefüllten Ladenzeilen eine Karte, die sehr gut die Aneignung palästinenschen Landes durch die Israelis illustrierte. Interessiert daran kamen wir mit dem Ladenbesitzer ins Gespräch. Als wir ihn fragten, ob es auch Werke von Banksy fußläufig zu bestaunen gäbe, verwies er uns auf ein Hotel, nicht unweit eines israelischen Checkpoints, welches zahlreiche Werke von ihm ausgestellt hat. Um dort hinzukommen sollten wir an dem Checkpoint vorbei. Er versicherte uns es wäre sicher, wenn wir vor Ort angekommen, Leute bitten uns an den steinewerfenden Jugendlichen vorbeizugeleiten, welche die israelischen Soldaten beschmeissen. Bei den Jugendlichen handelt es sich seinen Schilderungen zur Folge meist um Kinder aus ärmeren Familien, die von palästinensischen Führern dazu ermutigt werden dort auf die Straße zu gehen. Dies seien lediglich gewöhnliche Konflikte, die jeden Tag stattfinden und nachdem die Israelis keinen Bock mehr auf das Spielchen hätten, wird der Konflikt erst mit Tränengas und in letzter Instanz, nach dem Einsatz von Gummigeschossen wohl durch einen richtigen Schuss ins Bein beendet - Fragt jetzt bitte nicht wieso wir immer noch dachten, dass es doch eine gute Idee wäre?! Vielleicht weil wir uns sowas in unserer westlichen Naivität einfach nicht vorstellen konnten! Also stapften wir los, dass Hotel war schließlich nur 800m von unserer Abfahrtsbushaltestelle entfernt. Schon aus ca. 200m Entfernung sahen wir, dass eine kleine Gruppe aus etwa 15 Jugendlichen auf der Straße stand und Steine warf - Die palästinenschen Polizeibeamten regelten weiterhin unbekümmert den Verkehr und machten keine Anstalten den Jugendlichen Einhalt zu gebieten. Vor uns stand die Presse mit Gasmasken und kugelsicheren Westen ausgestattet, aber die Situation schien unter Kontrolle - Wir hatten jedoch keine Ahnung, wie schnell das kippen würde! Ein Hoch auf meinen Schwager - Als Kai meinte, er verspürt den wohlvertrauten Geruch von Tränengas aus seiner Jugend in der Luft, beschlossen wir einen anderen Weg zum Hotel einzuschlagen und drehten um. Plötzlich wurden Tränengasgranaten, aus einem gepanzerten Fahrzeug, abgefeuert und alle begannen panikartig, wie in Worldwar Z, zu fliehen! Anstatt wie alle weiter die Straße entlang zu laufen, suchten wir Schutz in einer Bank. Vorerst dachten wir, dass wäre es gewesen. Doch die Einheimischen in der Bank wiesen uns darauf hin, die Straße weiter entlang zu laufen - Also gingen wir wieder raus! Die ganze Straße war bis etwa 100m vor uns gefüllt mit Tränengas, doch da wir uns hinter den palästinenschenen Polizeibeamten befanden und relativ weit weg waren, dachten wir, dass war es jetzt. Irrtum - Die israelischen Einsatzkräfte drangen weiter vor und feuerten weitere Tränengasgranaten und selbst die Polizisten ergriffen die Flucht. Wir flüchteten in einen Liquorstore am Straßenrand, doch ehe wir uns versehen, sind wir alleine dort drinnen. Keine Spur mehr vom Besitzer und seinem Freund! Als eine Tränengasgranaten direkt vor der Tür landet, war auch das weiterlaufen ausgeschlossen... Mit sowas hatten wir nicht gerechnet - Ich dachte nur "Fuck deine Schwester ist nur wegen dir hier und hat drei kleine Jungs zu Hause!". Doch meine Lösungsorientierte Schwester kam auf die brilliante Idee für Ablenkung zu sorgen und meinte plötzlich "Hey, was kostet eigentlich das Bier in dem Schuppen hier?", instinktiv begann ich die Regale abzusuchen, doch in meiner Panik dachte ich nur "Fuck, Fuck, ich sehe nur Sojasauce!" und einen Hinterausgang gab es auch nicht. Vor der Tür war immer noch alles voller Nebel, doch nach ein paar Minuten kam der Kumpel des Ladenbesitzers mit vollkommen zugeschwollenen Augen und seinem Pullover als Mundschutz dienend zurück und sagte uns, es wäre jetzt sicher zu gehen. Trotz dem für unsere Gemüter bitter notwendig gewesenem Bier und aufgrund der Abwesenheit des Ladenbesitzers, beschlossen wir den Schutz des Ladens zu verlassen und traten die Flucht zum Bus nach Jerusalem an. In den Augen der Einheimischen sahen wir, dass das was für uns unvorstellbar war, hier nicht zum ersten Mal passierte und sie riefen uns zu "Welcome to our daily life!" Rückwirkend betrachtet, glauben wir zwar nicht ernsthaft in Gefahr gewesenen zu sein, aber so etwas ist deren Wirklichkeit und es kommt täglich zu solchen Ausschreitungen. Was wir als schrecklich und schockierend betrachten, prägt den Alltag der Menschen hier - Das Leben mit einem Konflikt der seit über 50 Jahren ohne Einigung andauert...
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  • Day10

    Westjordanland

    September 29, 2019 in Palestine ⋅ ⛅ 23 °C

    Am Samstag ist bis abends noch Shabbat und daher verkehren keine vom Staat Israel betriebenen öffentlichen Transportmittel, denn wie schon im Exodus geschrieben, darfst du "[a]n ihm [...] keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat." Da ich schon bei meiner Ankunft im Hostel mehrmals auf die Wichtigkeit eines rechtzeitigen Check-outs hingewiesen wurde, sah ich mir damit mein Wohnrecht im biblischen Sinne abgesprochen und folglich machten wir uns ohne schlechtes Gewissen per pedes auf den Weg zum arabischen Busbahnhof. Für eine Hand voll Agorot fährt von dort ein Bus nach Bethlehem im Westjordanland. Die Atmosphäre der Stadt unterscheidet sich doch deutlich von der mir seit Jahren im weihnachtlichen Grippenspiel suggerierten. Überraschend liberal wirkt das alltägliche Treiben in den teilweise verdreckten Straßen. Zahlreiche junge Frauen tragen sommerliche Kleidung US-amerikanischer Marken, sind geschminkt und alleine unterwegs. Die Dämmerung setzt schon ein, als ich dann vor einer 8 Meter hohen Betonmauer stehe. Links und rechts befinden sich Wachtürme und weitere 759 Kilometer israelische Sperranlagen. Das Gebilde ist überladen mit satirischen und systemkritischen Graffitis und was für die Isrealis als Schutzwall gegen palästinensische Selbstmordattentäter seine Notwendigkeit begründet sieht, stellt für die Palästinenser ein unüberwindbares Hindernis und sogleich Beweis für Unterdrückung und Unrecht dar. Obwohl ich weiß, dass mir mein deutscher Reisepass bei der anstehenden Passkontrolle im Bus problemlos die Rückfahrt nach Jerusalem ermöglichen wird, ist es ein sehr beklemmendes Gefühl, dort zu stehen und hinauf in die Linsen der Überwachungskameras zu schauen.Read more

  • Day6

    Bethlehem

    November 24, 2019 in Palestine ⋅ ☀️ 16 °C

    After just a few hours of sleep we got up to the morning mass in the Church of the Holy Sepulchre. It was a lot more quiet but at the same time as the mass some other congregation decided it would be a good time to scream their prayers through the halls. We could barely understand anything the priest said and left after half an hour frustrated. Next stop was the Temple Mount with the magnificent Dome of the Rock. Yesterday we couldn't go because it's closed to the public on Saturdays. Also on the other days the access it restricted to certain times. Therefore we were one of the first ones to enter it by 07:30, we had almost the whole area for us until 08:30 when the tours entered. From there it was a short distance to the Gizimaneh Garden (where Judas betrayed Jesus), and the Mount of Olives. Later we went to some rental companies to check for available cars and rates to get on the road the next day. The rental company we chose recommended to go to Bethlehem by bus/taxi because it can be a hassle to cross the border to the Palestinian Territories by rental car.
    It went pretty smoothly until we arrived at the taxis, just after the border crossing. Actually we just wanted to go the Church of Nativity where the birth place of Jesus was. But he offered to take us to other places as well, which we refused and he still did... Among them was also one of the most famous graffiti from Banksy. At the Church of Nativity we just walked around until we encountered steps leading down, which we checked out. It turned out we took the exit from Jesus cradle and skipped like 3 hours of waiting time... It was by accident but we wouldn't have stood in the queue for hours anyway. When the taxi driver brought us back he expected three times the initially discussed price. After some reasoning he accepted the doubled amount because he drove us back. It was still an unpleasant experience...
    When got off the bus from Jerusalem earlier to visit King David's Tomb. A structure right outside the inner city walls where Jesus had the last supper. This room was rather disappointing as it was just a small room with four arches in the middle. The Benedictine Abbey right next to it is run by German Monks who also hold masses there. In the crypts was a mosaic of the Virgen of Guadalupe and a tourist group from Mexico that sang a song in her honor. This was way more touching than our previous experiences in the Church of the Selpuchre.
    Afterwards we had planned to go to the Southern Walkway on the walls but it was already closed. As we had bought it yesterday and it was only valid for two days we couldn't use it anymore :( So we just went out into the city later to explore some more and found an alley with some cool bars. On the way back we visited the Western Wall - aka Wailing Walls - again and watched the people praying there.
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  • Day3

    Bethlehem

    December 8, 2018 in Palestine ⋅ 🌧 11 °C

    After Tel Aviv we headed to Bethlehem. We had a very special mass in the the cave of St Jerome who was believed to have translated the bible from Greek to Latin. We then went to have a look at the Church of the Nativity but it was too busy so we are going to go back tomorrow afternoon.Read more

  • Day4

    Bethlehem

    December 9, 2018 in Palestine ⋅ ☀️ 14 °C

    Our last adventure for today was going back to visit the Church of the Nativity which is exactly where Jesus was born. It was a stunning Church with Lots of Icons, religious artifacts and paintings. It was a fantastic experience to venerate on the spot where Jesus lay in his manger during the Nativity. It bought the christmas story alive!Read more

  • Day9

    Hebrew University -> Palästina

    February 23, 2020 in Palestine ⋅ ⛅ 7 °C

    Morgens brachen wir mit dem Bus auf nach Bethlehem. Auf dem Weg über den Ölberg verbrachten wir noch den Vormittag in der Hebrew Universität. Diese Uni ist die einzige der Welt, die hebräischsprachig ist und als Tempel der Weisheit gilt. Dort lernten wir die Hintergründe und die Gemeinsamkeiten von Christentum und Judentum kennen.
    Weiter ging es nach dem Mittag zur Grenze des Westjordanlandes.
    Hier tauchten wir in eine ganz andere Welt ein. Eine 8m höhe Mauer mit Stacheldraht, Soldaten mit Gewehren und strenge Grenzkontrollen. Auch die Umgebung änderte sich auf der Fahrt. Wir freuten uns nun eine andere Stadt kennenlernen zu können. Auf den Straßen Bethlehem s angekommen herrste buntes Treiben. Da wir sehr spät dran waren, für die geplante Stadtführung, ließen wir die Koffer im Zimmer stehen und gingen direkt weiter die Stadt erkunden. Unser Guide George war klasse, er zeigte uns die Geburtstkirche Jesu und erklärte uns viel über Palästina und die Hintergründe des Westjordanlandes. Abends ging es zu einem Bekannten von Uta essen.
    Hier erlebten wir einen Abend den wir nie vergessen werden. Neben den Massen an arabischen Essen wurde traditionell arabische Tanzmusik gespielt. Wir bekamen Kostüme, Fähnchen, Tücher, Schwerter und wir tanzten alle gemeinsam. Es gab zudem Shishas, Trommeln frische heiße Baclava und Minztee. Es war ein Abend der die Gruppe definitiv noch näher zusammen gebracht hat.
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  • Day13

    Talitha Kumi

    February 27, 2020 in Palestine ⋅ 🌙 8 °C

    Ein sehr anstrender Schultag stand heute auf dem Plan. Um 6uhr gab es bereits Frühstück, da wir früh aufbrechen mussten. Wir durften heute in einer deutsch-christlichen Schule (Talitha Kumi) hospitieren und da die Schule dort um 7:30 Uhr beginnt mussten wir früh los. Wir durften. für die Grundschule ein Lied singen und gemeinsam eine kleine Andacht mit ihnen halten. Die Schüler lernen hier bereits im Kindergarten neben Arabisch und Englisch auch Deutsch zu sprechen.
    Aufgeteilt in Kleingruppen konnten wir in den verschiedensten Jahrgängen mit in den Unterricht rein gucken und uns vorstellen. Wir erfuhren viel über den Schulalltag der Schüler, den Hintergrund der Schule und lernten junge Lehrkräfte aus Deutschland kennen. Spannend war zu sehen wie diese nach dem Referendariat sich für einen Job im Ausland entschieden haben und sie erzählten uns wie sie die Schule und das Leben in den C Gebieten Palästinas aussieht.
    Die Schule wird durch Spenden aus Deutschland finanziert und ermöglicht den Schülern sogar das deutsche Abitur zu erwerben und damit die Chancen zu steigern aus Palästina herauszukommeb, in eine zuversichtlichere Zukunft. Ein wirklich tolles Projekt!
    Nach einem sehr langen Schultag besuchten wir auf der Heimweg eine Moschee in der Nähe. Das Gespräch mit dem Muizine war zunächst sehr ansprechend und seine Aussagen waren informativ, reflektiert und treffend, bezogen auf die Gemeinsamkeiten unserer verschiedenen Glauben. Dennoch leugnete er im Gespräch den Holocaust und machte seine Ablenung gegenüber Homosexualität und Sex vor der Ehe deutlich. Zudem zeigte sich wie in der Moschee die Rolle der Frau einen niedrigen Stellenwert hat.
    Morgen fahren wir nach Hebron
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  • Day14

    Tent of Nations

    February 28, 2020 in Palestine ⋅ 🌙 11 °C

    Heute war ein ganz toller, besonderer Tag. Nach fast 10 Stunden Schlaf wurden wir von der Sonne geweckt. Wir fuhren mit dem Bus zum Tent of Nations. Hier lebt Dahoud ein Palästinensischer Landbesitzer mit seiner Familie im C- Gebiet das unter Kontrolle der Israelis steht. Dahoud hat große Probleme sein Land zu halten und unabhängig zu bleiben. Die Israelis versuchten auf verschiedene Weisen seit Jahrzehnten sein Land zu bekommen, nachdem Gewalt und das Angebot einer hohen Geldsumme bei ihm nicht funktionierte, musste er vor Gericht und die Israelis probieren in seit dem von der Außenwelt abzuschürmeb und dadurch Druck auszuüben. Um Dahouds Felder und seinen Hügel herum liegen ganze Städte von Siedlungen, die ihn einzirkeln.
    Trotz der Großen Problem wie die Stromversorgung und Wasserversorgung gibt er nicht auf. Stat die Menschen zu hassen und in eine Opferrolle zu verfallen , hat er sich zum Moto gesetzt: "Wir weigern uns, Feinde zu sein". Dieser Ort trotz des traurigen Hintergrundes gab einem sehr viel Energie. Dahoud macht das Beste aus seiner Lage und gibt nicht auf Lösungen zu finden. Wir fanden einen friedlichen, idyllischen Ort vor, der auch Zeltlager und Jugendangebote anbietet um Kindern aus Bethlehem eine schöne Zeit zu ermöglichen, die sie dort ist nicht haben. Dahoud hat ein tolles Projekt auf die Beine gestellt und im Zeichen der Anerkennung haben wir zur Hilfe 4h lang in der Hitze Olivenbäume gepflanzt. Was sehr viel Spaß machte:)
    Es tat gut, etwas tun zu können nach dem vorherigen Tagen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen auf der Farm sahen wir uns noch das Gelände an ein Sangen in der Sonne.
    Ein wunderschöner anstrengender Tag der mit Sonnenbrand endete:) morgen verlassen wir Bethlehem wir fahren zurück nach Israel
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  • Day11

    Bethlehem Tag 3

    February 25, 2020 in Palestine ⋅ ⛅ 8 °C

    Morgens hieß es um 4:30 Uhr aufstehen, da wir zu einem der Checkpoints an der Mauer wollten an denen morgens um diese Zeit die Hölle los ist. Die von den Israelis gebaute und kontrolliere Mauer ist für diejenigen Palästiner, die eine Arbeitserlaubnis haben, nach stundenlangem Anstehen passierbar. Leider, oder eher Gott sei Dank war heute die Schlange und die "Käfige" nicht so voll und überlaufen, da die Presse angekündigt war und die Israelis, durch das Öffnen weiterer Sperrungen, die sonst hier herrschenden Verhältnisse vertuschen wollten. Wir trafen Armin, der einen Kaffee und Snackstand neben der Mauer hat. Uta kennt Armin seit vielen Jahren und hat bereits Spenden für die Kaution seinen Sohnes gesammelt. Bei ihm am Stand frühstücken viele Arbeiter morgens ab 3:30uhr. Er erzählte uns seine Geschichte und was die Israelis ihm und seiner Familie alles angetan haben. Da er sein Land und viele Rechte verloren hat musste er seine Träume vom Studieren aufgeben. Nachdem er sich dagegen wehrte  kam er ins Gefängnis und steht seit dem auf der Blacklist. Dies bedeutet, dass Armin nie wieder die West Bank verlassen darf.
    Wenn man solche Geschichten hört fällt es einem schwer eine neutrale Haltung einzunehmen und die Israelis nicht als die "Bösen" zu sehen. Wie Doreen sagt: "Jerusalem war eine Stadt für den Kopf, Bethlehem für das Herz" Hier kommen einem die Emotionen deutlich hoch.
    Nach einem zweiten kleinen Schläfchen hatten wir dann noch eine Einheit zum Islam, um die Grundlagen und die Hintergründe kennenzulernen.
    Nachmittags hatten wir Freizeit und erkundeten die Stadt, besonders die Olivenholz Geschäfte.
    Ein schöner recht entspannter Tag.
    Morgen geht es zu einer deutsch- christlichen Schule in der wir hospitieren dürfen!:)
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  • Day13

    Hebron

    February 27, 2020 in Palestine ⋅ ⛅ 11 °C

    Wieder Mal war heute ein sehr emotionaler Tag. Heute fuhren wir nach Hebron in die A Zone was bedeutet, dass sie unter Palästinensischer Kontrolle steht. Hier zeigte uns unser Stadtführer die Gedenkstätten der Erzväter (Abraham und Jakob ) Zudem sahen wir uns die Stadt an. Was besonders auffiel war, dass die Straßen anders als in Jerusalem leer waren und die Touristenstände keine Besucher hatten. Dies liegt daran, dass die Stadt zur Besatzungszone gehört. Vor der Stadt warnen israelische Schilder die Menschen einzutreten (auf Lebensgefahr) um sich zu "schützen".Zudem wurden uns radikale und illegale Siedlungsbauten innerhalb der Stadt gezeigt. Was schockierend anzusehen war weil dadurch Palästinenser nichtmehr ihre Straße zu den Häusern überqueren könnten sondern über die Dächer in ihre Häuser gelangen müssen. Auch wurde und von Anschlägen der Israelis erzählt und dass dabei das Militär nur zusah, bis sich die Palästinenser wehrten und daraufhin vom Militär zurückgedrängt wurden.
    Ein krasser Tag besonders, als wir in der Sicherheitskontrolle alle Einheimischen überholen durften und man sich sehr schlecht fühlte. Im Anschluss besuchten wir eine Glasbläserei. Nachmittags trafen wir dann noch einen Siedler in dessen israelische illegale Siedlung wir führen unser Reiseführer (Palästinenser) musste draußen warten.
    Wir lernte einen Mann kennen, der sehr überzeugt war von seinem Recht in sein Heimatland zurückkehren zu dürfen. Für ihn waren die Araber nur Besetzter des Landes was ihnen nie Zustand. Es viel einem schwer neutral zu bleiben, da man eine gewisse Abneigung entwickelte wo man kurz vorher noch das Leid der Palästinenser gesehen hatte.
    Wir trafen auf eine Siedlung mit neuen modernen Häusern mit Sauberen Straßen und sehr amerikanisch angebautem Styl. Dies wirkte sehr paradox auf uns und so entstand eine hitzige Diskussion mit dem Siedler.
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You might also know this place by the following names:

Bethlehem, Betlehem, بيت لحم, Betlem, Βηθλεέμ, Bet-Leĥem, Belén, Bethléem, Beitheal, בית לחם, Bètleyèm, Betlemme, ベツレヘム, ბეით-ლაჰმი, 베들레헴, Bethleem, Betlejem, Belem, Bethleem Efrata, Вифлеем, Віфлеєм, 伯利恆