Peru
Tumbes

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Travelers at this place
    • Day 494–496

      Peru - it's been a pleasure!

      March 23 in Peru ⋅ ⛅ 29 °C

      Die letzten Tage in Peru verbringen wir ganz entspannt und machen ein paar Tage Urlaub in Zorritos, nahe der ecuadorianischen Grenze. Auf der Fahrt hierhin wird's kurz spannend. Zum ersten Mal seit wir in Lima das TIP pausiert und nach unserer Rückkehr ein "Neues" bekommen haben, kommen wir in eine Polizei-/Zollkontrolle. Im Süden wurden wir oft herausgezogen, meist wurde aber nur nach der SOAT (Versicherung) gefragt. Der Beamte betrachtet den Anexo 6, runzelt die Stirn und will wissen, ob wir darauf von der Sunat auch eine Rückmeldung bekommen hätten. Hä, das ist doch die Beantwortung von Anexo 5, oder nicht? Er nimmt die Dokumente mit und funkt unser Kennzeichen zur weiteren Prüfung durch. Es sind auch noch die Originale, die geben wir normalerweise überhaupt nicht aus der Hand. Übrigens ist erst bei einer Kontrolle aufgefallen, dass es sich um einlaminierte Kopien unserer Dokumente handelt. Ich habe Bammel, stimmt was nicht mit der TIP-Verlängerung? Dann könnte es gleich ziemlich problematisch für uns und v.a. für Berry werden. Nach wenigen Minuten, die sich anfühlen wie eine halbe Ewigkeit, drückt er uns, ohne die Miene zu verziehen, die Papiere wieder in die Hand und wünscht eine gute Weiterreise. Puh!

      In Zorritos flanieren wir in erster Linie zwischen Strand, Pool und Hotelbar herum, für alles andere ist es zu warm. Wir wohnen ganz unromantisch auf dem Hotelparkplatz, dürfen aber für 5€ pro Person/Tag die gesamte Anlage mit nutzen. Einen kurzen Ausflug zum Mercado Central machen wir aber doch - für mich oft der reizvollste Ort in einer Stadt. Dort ist immer was los und es ist total interessant, die regionalen Unterschiede zu sehen. Hier zum Beispiel dauert es nicht lange, bis uns "tollo" angeboten wird und wir die ersten Haifischsteaks auf der Verkaufstheke liegen sehen. Stolz werden auch die kleinen Babyhaie angepriesen.

      Auch wenn manche peruanischen Bräuche, Traditionen und Angewohnheiten für uns schwer verständlich sind... it's been a pleasure! Peru ist eine großartige Reisedestination. Die letzten Wochen waren intensiv und hätten unterschiedlicher kaum sein können. Wir waren unterwegs in den reichsten und ärmsten Viertel der Hauptstadt, haben die schönsten und farbenfrohsten Sonnenuntergänge über dem Pazifik bewundert und die verrückten peruanischen Karnevalsbräuche hautnah miterlebt. Wir sind mit dem Frachtschiff nach Iquitos gereist, wo wir schwitzend ein paar unvergessliche Tage - inklusive toller Tierbegegnungen - im Amazonas-Regenwald verbringen durften und last but not least sind wir tagelang in großer Höhe durch die magische andine Berg- und Gletscherwelt gewandert. Auf diese außergewöhnlichen Erlebnisse stoßen wir mit einem letzten Pisco Sour an. Und jetzt sind wir sehr gespannt und freuen uns auf Ecuador.
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    • Day 557

      Ein letztes Mal Peru

      March 3 in Peru ⋅ ☁️ 27 °C

      Bevor wir morgen Nachmittag dir Grenze zu Ecuador ansteuern, machen wir es uns noch einmal gemütlich. Eine kleine Hospedaje hat einen Platz für uns und geschwind wird sowohl der Schlagbaum abmontiert und auch das Kabel, welches zu tief hängt, wird kurzerhand abmontiert und auf den Boden gelegt und schon kommen wir auch bis zum Strand.
      Wir sind schon sehr gespannt, wie gut das morgen mit der Grenze klappt.
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    • Day 603

      Máncora

      November 20, 2023 in Peru ⋅ ⛅ 28 °C

      Es ist noch mitten in der Nacht als wir in Mancora, einem kleinen Strandparadies im Norden Peru’s, ankommen 🏖. Unser Kutscher gibt dermassen Gas auf der Strecke über Nacht das wir anstatt um 06.30 Uhr bereits um 04.30 Uhr ankommen. Auch an der Grenze geht alles sehr flott. Glücklicherweise öffnet uns Robert, der nette Hostelchef, bereits die Pforte zu unserem Zimmer für die nächsten 4 Tage. Direkt am Strand, keine 20 Meter ins Meer, ein kleines Träumchen 🤩. Die nächsten 4 Tage beschränkt sich unser Radius dann von Zimmer zum Frühstückstisch, danach an den Strand, gefolgt vom Feierabendbierchen zum Sonnenuntergang auf der Hostelterrasse, danach die paar Meter rüber zum Restaurant für das Abendessen und via kleinem Zwischenstop an der Bar zurück ins Zimmer 👌😂. Streng haben wir’s hier und zudem noch angenehme „Mitbewohner“ in unserer kleinen Unterkunft mit nur 5 Zimmern. Gefühlt ist jeder Gast Deutschsprachig und am letzten Tag sind mehr als die Hälfte der Gäste Schweizer resp. gar aus der Ostschweiz 😅.Read more

    • Day 30

      Mancora

      October 31, 2023 in Peru ⋅ ⛅ 25 °C

      In Mancora angekommen merken wir ziemlich schnell, dass wir uns ein bisschen zuuuu viel vom ‚Strandparadies‘ erwartet haben. Was wir auch schnell merken ist, dass wir nicht mehr die jüngsten sind - wir sind nämlich in einem lauten Partyhostel gelandet 😄

      Schlussendlich haben wir Mancora aber doch ins Herz geschlossen und waren am Ende traurig wieder zu fahren. Wir haben richtig gut gegessen, Halloween gefeiert, am Strand/Pool gelesen und gechillt
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    • Day 70

      Casa de Jerry in Punta Sal

      October 10, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 25 °C

      Wir sind nun schon seit einigen Tagen in Punta Sal, an der peruanischen Küste in Jerry‘s Haus. Eigentlich war der Plan nur 3 Tage zu bleiben, um anschließend nach Lima zu fahren, doch Pläne ändern sich. Viele Dinge an diesem Ort fühlten sich richtig gut an und es gab eigentlich keine Gründe zu gehen. Der Sand vom Strand rieselt quasi in die Küche des Hauses, Palmen umgeben das Haus, wir sahen das Meer vom Fenster aus und genossen diesen sonnigen Ort. Fast jeden Tag schauten Buckelwale vorbei und die Sonnenuntergänge waren fantastisch. Zu all der Leichtigkeit des Seins war da noch Jerry. Er ist der erste Strandshamane, den wir kennenlernen und eine echte Hausnummer. Mit seinem Einverständnis blieben wir erstmal auf unbestimmte Zeit und lernten uns näher kennen. Der Ort fühlte sich irgendwie wie ein zu Hause an und unsere kleine Dreier-WG war ein lustiges Match. Jerry redet viel und ausgiebig aber er hat eben auch einiges zu erzählen. Nach einigen Tagen dachte man, er hat schon 7 Leben gelebt. Mit seinen 66 hat er bereits 30 Jahre in den Staaten gelebt, war Oberkellner in den angesagtesten Restaurants, hat als Taxifahrer die High Society rumgefahren, 2 Millionen Dollar an Frauen, Drogen und Spielkonsum verloren, ist 6 Mal im Knast gewesen, hat mit der Band Santana abgehangen und hat seine Gabe, Menschen heilen zu können nicht nur professionalisiert, sondern sich auch selbst damit therapiert. Durch seine vielen Jahre im Ausland spricht er auch lieber englisch als spanisch, jedoch ist bei der Schnelligkeit des Sprechens und gleichzeitigem Nuschelns oft nur Bahnhof zu verstehen. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass er eine völlig andere Sprache mit seinen Freunden spricht und es eher wie Waorani klang, als español. Leider sprechen die Peruaner allgemein bisher viel unverständlicheres Spanisch und ich verstehe wenig. Jerry‘s Lieblingssätze sind „That son of a bitch“, „Concha su madre“ und „Rock‘n‘Roll motherfucker“. Letzteres war lange Zeit sein Lebensmotto und gehört stark zu seiner Identität, sodass gern mal am Morgen eine Line Koks gezogen und am Nachmittag der Joint angezündet wird. Weitere Zaubermittelchen aus dem Dschungel stehen griffbereit neben seinem Bett. Aber er ist auch durch sehr harte Zeiten gegangen, hat viele Menschen verletzt und verloren, war in verschiedenen Einrichtungen und weiß seinen Konsum meistens zu regulieren. Dafür hat die Spiritualität in seinem Leben auch einen viel zu großen Platz eingenommen. Durch seine Erfahrung mit vielen Menschen gearbeitet zu haben und seine sehr sensible Art, kann er sie auch gut lesen und ihnen, bei eigenem Wunsch, auch helfen. Er kennt hier jeden im Dorf und jeder kennt ihn. Ich vermute, dass ihn auch viele für einen Spinner halten aber einige vertrauen auch seinen Heilkünsten, lassen sich reinigen, die Karten vortragen oder massieren. Da Peruaner ohnehin sehr religiös und abergläubisch sind, waren seine Gaben von StrandbesucherIn hier und da gefragt. Das führt bei ihm alles auch zu einer großen Unruhe, einem ständig besorgten Kopf und dem Drang alles kontrollieren zu wollen. Gerade wenn nachts um 3:00 welche mit Depression aus Belgien anrufen. Nach der ersten Nacht fragten wir uns daher, ob wir bleiben sollten, denn irgendetwas stimmte im Haus nicht. Einerseits wohnte zusätzlich ein Italiener bei ihm, der versuchte von seiner Kokainsucht los zu kommen und dem man nur durch starkes Husten und Wutanfälle wahrnahm. Anderseits saugte unter anderen ein junges Mädchen Jerry’s Energie und hinterließ viel Ärger bei ihm. Als wir am zweiten Abend zusammen saßen, war er so erschöpft und ausgelaugt, dass ich ihn versuchte mit meinen Worten zu beruhigen und einfach seine Hand hielt. Daraufhin schlief er ein und wachte erst am nächsten Tag nach dem Mittag wieder auf. Er wirkte wie ausgewechselt und viel präsenter als die Tage zuvor, man verstand ihn besser und er scherzte fröhlich vor sich hin. Seitdem ist er auch davon überzeugt, dass ich heilende Hände und eine Gabe hätte, die er gern hervor holen würde.

      In seiner Abwesenheit verschwand auch der Italiener und die Atmosphäre verändere sich zum Positiven. Zudem kamen drei französische Studentinnen zum Haus, um nach Jerry’s energetischer Massage zu fragen. Da dieser jedoch schlief, boten wir kurzer Hand unsere Dienste an, machten die Drei glücklich und verschafften uns für fast 3 Nächte die Kosten für die Übernachtung. So wuchs bei uns die Idee, Jerry generell zu helfen, etwas Geld zu verdienen und erstmal an diesem Ort zu bleiben. Bei Jerry wuchs wohl der Gedanke, ich könnte ihn heilen. Tja auch Shamanen brauchen mal eine Schulter zum Anlehnen und jemanden, der ihnen zu hört. Gesagt getan, wir entwickelten uns zu Volontären und halfen ihm bei allem was anstand. Zudem traf ich mich regelmäßig mit ihm in seinen heiligen Wänden, massierte seine Schmerzen weg und versuchte etwas durch seine harte Schale zu dringen.

      Am dritten Tag kamen drei Limeños (aus Lima kommende Menschen), Mitte 20, zur Unterkunft, um ein wenig den aktuell einzig sonnigen Strandabschnitt an der peruanischen Küste zu genießen. Im Winter halten sich nämlich die Wolken ganz hartnäckig an der Küste und hüllen alles über Monate in Grau. Sebastian, Ara und Kid genossen ebenso den traumhaften Ort wie wir und ließen sich allmählich von der guten Laune der Dreier-WG anstecken. Erst brachten sie kein Wort heraus aber eines Abends setzten sie sich zu uns und gerade Ara war sehr neugierig, etwas von einer anderen Welt zu erfahren und ihr Englisch zu üben. Für uns war es wiederum auch höchst spannend, von jungen Menschen zu erfahren, was so in Peru geht, wie sie leben und ihre Beziehung führen. Dadurch, dass sie meistens bis zur Hochzeit noch zu Hause wohnen, gibt es für Pärchen so gut wie keine Privatsphäre. Reisen geht aufgrund des geringen Budgets nur bedingt und Romantik wird ohnehin nicht sehr groß geschrieben. Wir sehen leider selten welche, die sich küssen oder umarmen. In Lima bleiben viele einfach nur zu Hause bei der Familie, man geht wenig auf die Straße, teilweise gar nicht zum Strand. Die Menschen scheinen in diesem Land auch sehr ängstlich und das wird noch durch eine dauerhaft instabile und korrupte Regierung gefördert. Schon mit ca. 16 schließen die jungen Leute ihre Schule ab. Die öffentlichen Schulen bieten leider nur eine mangelnde Bildung an und die privaten kann sich keiner leisten. Viele gehen dann also erstmal arbeiten, weil sie noch gar nicht wissen, was sie eigentlich mal werden möchten.

      Wir sahen also Gäste kommen und gehen, mit einigen kamen wir ins Gespräch, mit anderen eher weniger. Da Jerry’s Haus direkt am Strand liegt, kamen viele an, um auf die Toilette zu gehen. Daraus entwickelte sich ein kleines Geschäft und wir wurden am Gewinn beteiligt. Meistens übernahm Paul die Erklärungen, die Abrechnung und die Geduld, die wartende Meute bei Laune zu halten. Mir wurde wieder bewusst, warum ich nach 10 Jahren Arbeit in der Gastronomie, diesen Job nicht mehr machen wollte: man erzählt tausend mal das gleiche am Tag, muss die Leute manchmal in die Toilette schupsen, damit sie sie finden (obwohl diverse Schilder auf Sichthöhe aufgehangen sind), sieht all das schlechte Benehmen vom Menschen und muss dabei immer schön lächeln. Aber das paradiesische Umfeld machte vieles wett und dass wir am Gewinn beteiligt wurden, ist auch nicht die Regel. Jerry ist ein Lebemensch, der in vielen Branchen und teilweise mit einer Menge Geld gearbeitet hat. Er kann nur schwer Aufgaben abgeben und die bunten Scheine spielen eine allzu große Rolle in seinem Leben. Oft spricht er davon, wie viel Geld er wo erworben hat, wie gut er verhandeln kann und welche Deals er gemacht hat. Wir konnten beobachten, wie alles über Kontakte läuft und wie er mit jedem verhandelt. Es heißt, dass PeruanerInnen immer lügen, sich gegenseitig bescheißen und gerne mit Geld protzen. Auch das spüren wir bei unseren Verhandlungen mit Jerry, der jeden Tag seine Konditionen änderte, uns auf einmal an den Strom- und Wasserkosten beteiligte oder uns dann doch von unserem Geld einkaufen gehen ließ, obwohl er das machen wollte. Es war interessant in dieses System einzusteigen, mit der Konsequenz am Feilschen und Tricksen selber teilzunehmen.

      Über mehrere Tage waren auch gute Freunde von ihm da. Sie kochten und aßen gefühlt die ganze Zeit. Gleich am Anfang luden sie uns ein und wir durften in den Genuss des Essens vom Feinschmecker-Papa kommen. Am nächsten Tag kredenzten wir Pancakes für alle und waren froh, über solch liebe Gäste. Immer mal wieder tauschten wir Köstlichkeiten und ich fand es höchst interessant mal eine peruanische Familie, bestehend aus Mama, Papa, 3 Kindern und einer Omi, zu beobachten. Das Kleinste war gerade mal 3 Monate alt, um das sich die Frauen kümmerten. Selten sah ich den Papa mal das Kind halten. Der Mittlere, Luis 8 Jahre alt, hat mich völlig begeistert. Ein ganz schlauer, aufgeweckter Junge, dessen Neugierde grenzenlos schien. Gern hätte ich mich mehr mit ihm unterhalten und war neidisch auf den Austausch, den Paul mit ihm hatte. Die zwei waren beim Spielen und Erklären aber auch einfach zauberhaft miteinander. Die Größte steckt mitten in der Pubertät, hing nur am Handy, spielte Spiele und hielt den Strandurlaub aus. Die Omi schien die ruhige Seele in der Runde, die ihr kleinstes Enkelkind anhimmelte. Die Mama war bekanntermaßen sehr schüchtern und leise. Ihr Mann fragte mich nach einer Massage für sie, was ich ihr natürlich gern schenkte. Ich merkte wie verspannt so einer Mama sein kann aber auch, wie unterschiedlich es ist EuropäerIn und Latinas zu massieren. Leider sind die Frauen hier lange nicht so geübt in Berührungen, wie ich das von zu Hause kenne. Eines morgens stellte sich außerdem heraus, dass die Mama weder das Hakenkreuz kannte, noch Adolf Hitler. Luis kam mit einer geschenkten Kette an, die das Hakenkreuz eingraviert hatte. Paul versuchte ihm sofort zu erklären, was das für ein Symbol ist und dass man das auf keinen Fall verherrlichen sollte. Unwissend darüber aber feinfühlig genug, legte er sofort die Kette ab und war sich wohl, nach der Erklärung, über die Bedeutung bewusst. Als die Mama dazu kam, sah sie auch unser Entsetzten aber hatte keine Ahnung warum und war sich dieser Geschichte in keinem Fall bewusst. Das hat mich doch sehr schockiert. Der Vater hatte sein Spaß mit Jerry und dem Jungen, kochte mit Leidenschaft aber vermied die unangenehme Arbeit (Abwaschen, Putzen, Windeln wechseln etc.). Ich weiß nicht, ob sie als Sinnbild für Peru stehen können, aber ich könnte es mir vorstellen. Bemerkenswert ist aber dennoch, dass er überhaupt kocht, da peruanische Männer eher selten am Herd stehen, wie mir Paul berichten konnte.

      Während die Tage vergingen versuchte ich in vielen Sitzungen, Jerry’s Rücken zu heilen. Oft schlief er ein, oder wir kamen ins Gespräch. Es entwickelte sich eine eigene Dynamik zwischen uns Zweien, in der ich eher die Therapeutin war und einfach zu hörte. Offensichtlich fiel es ihm leicht, sich mir zu öffnen, er weinte oft und erzählte Geschichten von früher. So auch, dass er eigentlich Gerardo heißt aber das niemand in den USA aussprechen konnte und ihn Jerry tauften. Jerry ist allerdings ziemlich arrogant, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, macht sein Business, unterbricht einem beim Sprechen, will dass man sofort springt wenn er ruft, hat meistens unerträgliche Launen, konsumiert zu viele Drogen und hat eine ganz harte Schale. Durch sein Öffnen mir gegenüber ist ihm jedoch aufgefallen, dass er so gar nicht sein möchte und gern den alten Gerardo zeigen will. Eine harte Aufgabe in diesem Alter, zumal wenn man sich ein Leben lang in seinem Panzer geschützt hat, um nicht verletzt zu werden. Wir haben hier wirklich einiges durch mit Jerry, teilweise liefen die Szenerien wie im Film ab, dann mussten wir auch mal abends ausgehen, um eine Pause von ihm zu bekommen, dann war es wieder tierisch lustig abends zusammen zu sitzen. Er hat Paul und mich an unsere Grenzen gebracht und manchmal hab ich mich gefragt, wie viel Energie er mir eigentlich saugt. Aber er hat auch viele Weisheiten zu teilen, ein großes Herz, viel Fürsorge und gute Ratschläge gegeben. Wir sind sicher aus einem bestimmten Grund zusammen gekommen und die Begegnung ist eine große Bereicherung für unsere Reise. Unser letzter Tag hat diese gemeinsame Zeit noch abgerundet. Alles war im Sonntagsmodus, die Sonne schien, wir arbeiteten ein wenig, ich verewigte uns an einer Hauswand und Jerry bekam Besuch von ganz alten Freunden und war in Feierstimmung. Nachdem alle Zimmer geputzt waren und sind wir zum Strand, um uns zu verabschieden. Die Sonne wärmte nochmal die Haut, das Meer rauschte und der Wind wehte über die goldenen Härchen auf den Armen. Später konnte sich Paul noch einen Wunsch erfüllen und einmal mit einem TukTuk fahren. Die kleinen Motortaxis fahren und hupen hier überall rum und es machte viel Spaß einfach mal ein bisschen durch die Straßen zu heizen. Wir sagten unserem Lieblingsdamen beim Minimarkt tschüss, kauften für das Abendbrot ein und genossen zusammen mit Jerry den selbst gemachten Pina Colada bei Pasta mit Kochbananen. Trotz, dass das Hostel wieder voll mit alten Freunden war, blieb er (wie eigentlich all die anderen Tage auch) wie ein Magnet bei uns, erzählte uns alte Geschichten und wir lachten viel miteinander. Ich glaube, dass wir ihn nicht verurteilt und ernst genommen haben, hat ihm richtig gut getan. Nach ein zwei Drinks liefen wir nochmal zum Meer, ob nicht doch etwas leuchtendes Plankton zu sehen ist. Viele Abende vorher versprach Jerry immer wieder das Leuchten zu sehen aber es war immer nur dunkel, mit unserer Vermutung er sieht diese Dinge vielleicht in irgendeiner anderen Welt. Aber als ob wir zum Schluss das all-inklusive Paket serviert bekommen haben, sagte auch das Meer Auf Wiedersehen zu uns. In den Wellen tummelten sich hier und da kleine leuchtende Wesen und wurden an den Strand gespült. Wir waren so aufgeregt, dass wir die Klamotten von uns schmissen und rein rannten. Durch Bewegungen im Wasser waren die Punkte überall zu sehen. Ein spektakuläres Naturwunder. Was für ein Abschied 🧡🌊

      Nach 2 Wochen war es dann aber doch Zeit wieder aufzubrechen. War der Ort ein Paradies, mit sehr wenig Internetzugang und versprach Meer, Sonnenuntergänge und das zeitlose Leben, war es mit Jerry doch sehr speziell. Ich möchte es auf keinen Fall missen aber wir wollen hier ja keine Wurzeln schlagen und Südamerika hält noch so viel für uns bereit. Also vamos ☺️
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    • Day 58

      Mancora

      January 31, 2020 in Peru ⋅ ⛅ 29 °C

      Die ersten 3 Tage in Peru verbrachten wir in Mancora. Jetzt haben wir aber auch wieder genug von lästigen Strandverkäufern und Party 😄. Heute fahren wir ins 1000 km entfernte Huaraz. Dort wartet der Huascaran Nationalpark auf uns. Er wird als das Himalaya Perus bezeichnet und ist gespickt mit einigen 6000ern.Read more

    • Day 198

      Mancora

      September 3, 2019 in Peru ⋅ ☀️ 24 °C

      Endlich Meer und endlich warme Temperaturen.
      Unser letztes Ziel in Peru heißt Mancora und befindet sich kurz vor Ecuador.
      Hier haben wir mal die glühenden Füße vom wandern hochgelegt und es uns in unserem Hostel direkt am Strand gut gehen lassen.
      So kurz vorm Äquator, da wo die Sonne am höchsten steht, sollte man gut aufpassen aber wir mit unserer Gringohaut haben uns natürlich innerhalb einer Stunde einen Massiven Sonnenbrand eingeholt.👹👹

      44 Tage ging unsere Reise durch Peru, unser Fazit:
      Ein sehr Touristisches Land was neben freundlichen Menschen und Machu Picchu sehr viele andere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und auf jedenfall eine Reise wert ist.
      Negativ ist leider nur der wahnsinnig viele Müll der aber nicht nur in Peru sondern in ganz Südamerika zu finden ist.
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    • Day 247

      Mancora, Peru

      September 4, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 23 °C

      Heute Früh um 6 in Peru und genauer gesagt in Moncora angekommen! Der Bus war zwar bequem aber aber ich habe mich da noch für paar Stunden hingelegt!
      Gegen Mittag war auch die Sonne da es war schön heiß aber der kalte Wind hat etwas gestört den mein Hostel ist direkt am Strand😍👍
      So mache ich Mittag direkt im Hostel und Sonne mich paar Stunden am Pool ... schreibe etwas mein Block und entspanne und Wärme mich in der Sonne einfach mal.
      Zum Sonnenuntergang gehe ich an den Strand runter und treffe direkt auf einen einheimischen der ganz nett mich angesprochen hat ... er zeigt mir typische Peruanische Salsa Musik und zeigt mir auch den Unterschied beim Tanzen zum columbianischem Salsa ... sozusagen habe ich ein Grundkurs im Salsa Tanzen bekommen! Des weiteren hat der xxxxxx mir dann einfach mal spontan und improvisiert was vorgesunden als er erfahren hat das ich Eugenio heiße und aus Deutschland bin🤩😍
      So genisse ich mit dem einheimischen den Sonnenuntergang und für morgen hat er mich eingeladen mir einen benachbarten Strand zu zeigen wo viele Schildkröten zum Nisten kommen und wo man mit den Schildkröten schwimmen kann! Er meinte noch ... falls er sich morgen bis 10 Uhr nicht gemeldet hat, dann soll ich selber gehen da er heute was trinken geht und nicht weiß ob der morgen fit ist!🤣👍 zumindest ist er ganz ehrlich!
      Später gehe ich Pizza essen und plane noch später tatsächlich nun meine Route durch Peru!
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    • Day 114–117

      Mancora

      May 13 in Peru ⋅ ☀️ 29 °C

      We caught the night bus from Cuenca to Mancora, crossing the border in the middle of the night. Unfortunately, we arrived at 4:30 AM so we had to wait in the dark until our hostel opened. The town and its beaches aren't that special, but we really enjoyed our hostel (that we had to ourselves), the sunshine and good food at cool cafes!Read more

    • Day 69–73

      Máncora

      April 15 in Peru ⋅ ☀️ 27 °C

      Wir sind in einem Party Hostel, wir dachten uns, hier trifft man bestimmt viele nette Menschen. Wir haben am ersten Tag genau niemanden getroffen 🤣 das Hostel ist total leer. Am zweiten Tag haben wir dann zum Glück Emma (UK), Anton (Dänemark) und Lucas (Kanada) kennengelernt. Emma ist dann leider schon am nächsten Tag gefahren, Anton danach, jetzt ist nur noch Lucas in Mancora.

      Wir haben das Party Hostel dann doch sehr schnell bereut, weil, auch wenn im Hostel selbst nicht viele Leute sind, gibt es jeden Abend eine Party, die Musik läuft bis 3 Uhr nachts. Und zwar so laut, dass man dabei echt nicht schlafen kann, selbst mit Oropax funktioniert das nicht. Also heißt es, nicht vor 3 Uhr im Hostel sein 😂

      An einem Abend gab es in einem anderen Hostel einen kostenlosen Salsakurs. Das hat wirklich Spaß gemacht, war aber in der Wärme auch echt schwitzig 😅🤣 es ist schon erstaunlich wie schnell die sich bewegen können, da kommt man gar nicht hinterher 🙈

      In diesem Paradies hatten wir unsere erste kleine Planungskrise. Wir haben uns nämlich relativ spontan entschieden, nach Galapagos zu reisen. Da sind gleich zwei Sachen etwas schief gelaufen. Zum ersten gibt es wohl einen Flugtarif, der nur für Ecuadorianer bestimmt ist. Wird nur nicht so betitelt. Wir haben zufällig kurz nach der Buchung mit einer gesprochen, die davon erzählt hat. Wenn man am Flughafen kontrolliert wird und diesen Tarif hat, zahlt man eine Gebühr von 150$ pro Person 😤🫠
      Hier schauen wir jetzt also ob wir es irgendwie hinkriegen, uns da durch zu mogeln. Wahrscheinlich bedeutet das, nur mit Handgepäck zu reisen und das Gepäck irgendwo aufzubewahren.

      Und dann ist uns am Dienstag aufgefallen, dass wir ja eigentlich ein übersetztes und beglaubigtes Führungszeugnis brauchen. Das ist derzeit die Bestimmung in Ecuador bei Einreise per Land oder See. Da wollten wir mal wieder umweltfreundlich unterwegs sein und dann sowas 🙈 bei Einreise mit dem Flugzeug bekommt man nämlich schön seine 90 Tage.

      Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir nach Lima zurückreisen und von dort fliegen etc. Im Endeffekt haben wir uns dafür entschieden, zur Grenze zu gehen und zu sehen, ob wir mehr als 10 Tage Transit bekommen. (Noch so ne bescheuerte Sache, warum bekommt man die 10 Tage aber nicht mehr? Wenn ich was verbrechen will, kann ich das auch da schnell machen 🤦🏼‍♀️)

      Aber ansonsten ist es sehr gechillt hier 🤣🤣 wir können schön ausschlafen, danach am Pool chillen, ein bisschen am Meer spazieren, lecker essen gehen und jeden Abend den Sonnenuntergang anschauen. Hier gibt’s dann auch ein letztes Mal Ceviche.

      Mancora ist unsere letzte Station in Peru.

      Es gibt übrigens so viele Fotos mit Leuten drauf, weil die Stadt nicht besonders schön ist 😂 und nur Sonnenuntergänge ist ja auch langweilig 🤣
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    You might also know this place by the following names:

    Tumbes, Tumbes Jach’a Suyu, Рэгіён Тумбес, Тумбес, Regió de Tumbes, Departemento Tumbes, Tumbesin alue, Région de Tumbes, Region Tumbes, Regione di Tumbes, トゥンベス県, ტუმბესი, Regio Tumbensis, Tumbeso departamentas, Wilayah Tumbes, Tumbes-regionen, ٹمبس, Tumpis Suyu, แคว้นตุมเบส, 通贝斯大区

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