Peru
Tumbes

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Travelers at this place
    • Day52

      Die Panamericana bis Máncora

      March 30, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 28 °C

      Am 28.03 hieß es Abschied nehmen aus Lima. Gleich am Morgen fahren wir zum Flughafen und holen unseren kleinen Mietwagen ab. Nachdem eine völlig überforderte, aber sehr nette Mitarbeiterin ca. eine Stunde wild in ihre Tasten hämmert, unsere Papiere kopiert, abfotografiert, verlegt und während der ganzen Wartezeit so gut wie kein Wort mit uns wechselt, kramt sie irgendwann dann doch einen Autoschlüssel heraus und ein kleiner Hyundai steht vor der Tür. Als wir glücklich im Auto sitzen und endlich los wollen, macht uns ein vorbeikommender Passant darauf aufmerksam, dass die Reifen etwas mehr Luft vertragen können und damit auch völlig Recht. Nach dem ganzen Warten und dann noch die Karosserie nach möglichen Macken absuchend, haben wir das gar nicht gemerkt. Wir sprechen nochmal mit der netten Dame, die meint, es genüge, die Reifen an der nächsten Tankstelle aufzupumpen, vertrauen darauf, füllen alle Reifen auf und fahren endlich los.
      Wir fahren noch ohne konkretes Ziel auf der berühmten Panamericana in Richtung Norden und sind schon nach wenigen Kilometern völlig überrascht und teils schockiert. Einmal aus der Großstadt Lima draußen, wird uns erst richtig klar, dass wir in der Wüste sind und vor uns liegen unfassbar große „informelle Siedlungen“. Zwar sind die Behausungen zumeist kleine Steinhäuschen, allerdings erkennt man doch deutlich, dass hier alles eben nur mit dem Vorhandenen irgendwie zusammengeschustert ist. Die Wege zwischen den Häusern sind reiner Wüstensand, Wasserleitungen gibt es nur vereinzelt und auch sonst ist die Armut nicht zu übersehen.
      Andererseits sieht man, wie Menschen mit Wasserschläuchen den staubigen Boden bewässern bzw. irgendwo hin Wasser vergießen, wo es zumindest für uns überhaupt keinen Sinn macht.
      Nach einiger Zeit hören dann auch dieses Siedlungen auf und vor uns erstreckt sich die einsame und wirklich wahnsinnig schöne Panamericana mitten durch die Wüste und immer wieder mit dem Blick auf den Pazifik. Zugleich ist die Wüste aber auch immer wieder von massenweise Müll verschmutzt, teils in völlig einsamen Gegenden, teils vor bzw. nach und in den kleinen Ortschaften, durch die wir kommen 😕. Das ist richtig traurig zu sehen, zugleich denken wir, dass gerade in diesen ärmlichen Orten die Menschen sicherlich andere Probleme als den Naturschutz haben, zu dem auch einfach keine funktionierende Infrastruktur besteht. Der Anblick, wie die Menschen ihre Plastikflaschen in aller Öffentlichkeit und selbstverständlich aus dem Autofenster werfen, ist für uns wahnsinnig ungewohnt, wann haben wir zu Hause so etwas das letzte Mal gesehen?

      Die Straße der Panamericana hingegen ist hervorragend ausgebaut, dafür bezahlt man auch alle 50-80 km eine Maut von ungefähr 2,50 € und so kommen wir an unserem ersten Tag bis in das ca. 450 km entfernte Chimbote, wo wir eine Nacht in einer super günstigen, aber schönen (und sehr pinken) Unterkunft übernachten, bevor es weiter in das knapp 600 Kilometer entfernte Piura geht. Wir wollen nun doch erst mal für einige Tage an die schönen Strände ganz im Norden Perus, bevor wir uns wieder auf Sightseeing-Tour begeben.
      Am nächsten Morgen werden wir aber erst einmal
      mit einem platten Hinterreifen überrascht 😡🤯. Hätten wir vielleicht doch auf ein anderes Auto bestehen sollen? Wir pumpen den Reifen (und zur Sicherheit auch die anderen drei) erstmal wieder auf und wollen sehen, wie weit wir damit kommen und schaffen es dann auch mit einer Zwischenbefüllung bis nach Piura, wo wir erstmal Kontakt zur Autovermietung aufnehmen und hoffen auf eine Lösung. Die ganze Zeit mit einem Reifen, der zwar langsam aber stetig Luft verliert, wollen wir dann doch nicht fahren.

      Am Mittwochmorgen geht es dann nach dem erneuten Aufpumpen des Reifens auf die letzten 200 km bis nach Máncora und unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht.
      Bei knapp 30 Grad, die sich wie 40 anfühlen, kommen wir in unserer kleinen, einfachen Unterkunft direkt am wundervoll einsamen Strand an und springen sofort in die Wellen. Die Sonne hier, fast am Äquator, ist ungewohnt stark und wir müssen höllisch aufpassen, dass wir (noch) weiße Kartoffeln (die Kartoffel kommt übrigens ursprünglich aus Peru 💡) uns nicht innerhalb kurzer Zeit total verbrennen. Aber wir sind so richtig glücklich, hier angekommen zu sein, sitzen nach dem erfrischenden Bad auf der Terrasse am Meer, schauen den Gezeiten und den aus dem Meer hüpfenden Fischen zu, quatschen über die ganzen Eindrücke auf der Fahrt hierher und recherchieren ein bisschen über das Leben in Peru.

      Am Freitag, nachdem wir mit unserer Mietwagenfirma schon einige Male hin und her geschrieben haben, sie uns aber nur gebeten haben, selbst eine Werkstatt irgendwo aufzusuchen, steht dann plötzlich ein „Mechaniker“ vor unserer Unterkunft und will unseren Reifen wechseln 🤣. Ok, das ist schonmal super, hätten wir aber auch selber geschafft. Dann fahren wir ab jetzt eben erstmal mit dem Ersatzreifen und versuchen den kaputten Reifen noch irgendwo flicken zu lassen 😬🤷🏻‍♀️.

      Die restlichen Tage hier machen wir nicht viel, geniessen die Ruhe, die Sonne und das Meer, leben so in die Tage hinein, gehen morgens am Strand joggen, haben wie kleine Kinder Spass mit unseren kleinen Surfbrettern und den Wellen, lassen die Drohne fliegen, schlemmen uns durch das frische Obst vom Markt und testen ein paar der zahlreichen Restaurants in der Umgebung.

      Der Besitzer des Hostels freut sich über uns und wie wir den Aufenthalt hier genießen. Robert ist ein super netter und lustiger Australier Anfang 50, der seit 11 Jahren in Peru lebt. Erst hat er in seinen 30ern Asien und in seinen 40ern Südamerika bereist, will nun das Hostel hier und seine Wohnung in Lima verkaufen (ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl?? 🤩😉), um seine 50er in Europa zu verbringen.
      Das klingt doch nach einem tollen Plan!!

      Am Dienstag geht es dann weiter ins Inland, denn es stehen nun ein paar Natur-Highlights an und wir sind schon ganz gespannt darauf 😍🤩.
      Erst mal müssen wir aber schauen, wie weit wir überhaupt kommen, denn in Peru finden gerade überall Streiks aufgrund der gestiegenen Benzin- und Lebensmittelpreise statt und es werden auf den Straßen immer wieder Barrikaden aufgebaut und angezündet, teilweise gab es ein paar gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sind hier also auch schon ankommen und machen es mit den Folgen der Pandemie für viele noch schlimmer.
      Wir werden sehen, was uns erwartet…
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      Traveler

      Da läuft ein Pferd 😳 wie cool 🤣

      4/6/22Reply
      Traveler

      leider zu schnell für uns😂

      4/7/22Reply
      Traveler

      Das Nächste kommt bestimmt 🤠👍

      4/7/22Reply
      Traveler

      Yeehaw🤠

      4/8/22Reply
       
    • Day69

      Bain de boue assis

      May 22, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 13 °C

      Descente du bus, grosse bouffée de chaleur. Non ce n'est pas la ménopause qui me guette mais l'arrivée des lamas sur les côtes péruviennes du nord. On ressent la chaleur de l'Equateur dès 5h du matin 🌅
      On arrive à l'hôtel. Piscine avec vue sur l'océan Pacifique. Que demande le peuple? Que demandent les lamas? 🏖️
      Tom et moi, on s'étale tels des gros phoques sur les matelas de l'hôtel tandis qu'Emma part pour un footing le long de la mer (respect) et voit des vrais gros phoques. Ils sont malheureusement échoués sur la plage et ça fait un peu peur d'après ses dires... 🦭
      Histoire d'avoir une journée productive, on se motive à aller prendre un bain de boue dans les environs de Mancora.
      Après 2 mois au Pérou, l'heure a sonné de prendre notre premier tuk tuk. On est encore bien secoué de tous les côtés mais on commence a être habitué aux routes péruviennes alors pas de souci pour nous 🛺
      Et c'est parti pour se tartiner de boue, Tom plonge gentiment sous l'eau pour nous récupérer la terre au fond. Bien hygiénique tout ça mais on a pas peur nous, on s'étale la boue sur le visage, les épaules, le cou. La transformation en phoques commence a prendre forme 🦭
      De retour à Mancora City, on revient à des habitudes qui nous plaisent : 2,5€ le menu entrée plat et jus. C'est bien connu, les phoques ne sont pas riches 🍴
      Après s'être rempli la panse, on mène la vie dure: à savoir, bronzette sur la plage et pisco sour devant le coucher de soleil 🌅
      On enchaîne sur une petite soirée à l'hôtel mais on reste raisonnable : dodo à minuit.
      On souhaite tout de même partager avec vous une petite friponnerie. On s'est tenté au beer pong avec comme équipe Emma et Tom contre moi et un parfait étranger. L'équipe perdante devait payer les bouteilles de bière mises en jeu. Rapide calcul de maths, vous vous doutez bien que j'ai malencontreusement raté tous mes verres... 🤭🤫

      Méli
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      Traveler

      tu devais avoir la peau toute douce !

      5/26/22Reply
      Traveler

      après le bain on m'appelait le plaid tellement j'étais doux

      5/27/22Reply
      Traveler

      mode predator

      5/27/22Reply
       
    • Day70

      Menu 2€5 : poulet et plage à volonté

      May 23, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 27 °C

      Ce matin au réveil je crois halluciner. Serais je en train de rêver ? Mon esprit me joue-t-il des tours ? Non non vous ne rêvez pas la dream team que vous avez adoré se réforme. Vous avez bien compris Julie est avec nous à Máncora la séparation aura été courte.

      Pour fêter le retour de Oriane et Julie quoi de mieux qu'une journée plage. Le programme est simple baignade dans l'océan Pacifique, bronzette, sieste et pour tromper l'ennui baignade dans la piscine (prend ça la routine !). La vie est douce. On s'amuse à se rappeler nos périples à cotahuasi ou nos journées de trek en se disant que ces montagnes éloignées de tout, font bien parti du même pays que cette plage de rêve. Quelle diversité dans ce pays !

      A 16h30, sans déjeuner dans le ventre la faim se fait ressentir de mon côté mon esprit pense quelques minutes à manger un menu à 2€50 dans notre restaurant de la veille. Heureusement.... Emma ma chère colloque est là pour m'encourager, jamais décevante cette aixoise, nous voilà tels deux rois avec deux belles assiettes chacun pour le goûter, un petit festin. La team fun, composée de Julie et Meli, optent pour un verre de jus (les pauvres...).

      Après ça on décide ... Roulement de tambour... Quel suspens ... De retourner sur la plage pour profiter d'un magnifique coucher de soleil.

      La nuit commence à tomber et une partie des troupes a faim, l'autre partie est juste gourmande je crois. On file donc un peu 20h à notre restaurant préféré. Et c'est REPARTIIIII pour une tournée de menu à 2€50. On a le droit à du poulet frit, de la soupe, des crudités, du riz sauté aux légumes, des frites et du pollo saltado.

      On rentre dans notre boîte de nuit qui nous sert d'auberge c'est encore musique à fond et shooter gratuit alors que la piste de danse est vide. Ce soir les têtes ne sont pas à la fête mais plutôt au repos alors on prépare le programme des jours suivants. Demain c'est direction une ville au nom de chips au goût pimenté : Zorritos !

      Tom
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    • Day71

      On a le cafard 🪳

      May 24, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 26 °C

      Sur la côte, c’est doucement le matin et pas trop vite l’après midi. Vous en avez l’habitude, on est une grosse team de gourmands. Et l’avantage c’est qu’on est pas difficiles. Sucré, salé, fruité, épicé, tout nous enchante. Alors ce matin (comme hier matin d’ailleurs) c’est farandole de pancakes, d’hamburgers d’œufs frits et de jus de fruits. Pour couronner le tout, devant nos yeux, se déroule un joli spectacle de surfeurs entre deux palmiers. Ici le stress c’est comme le C cédille de surf. Ça n’existe pas. Eh oui les amis, pas facile tous les jours la vie.

      On se laisse d’ailleurs un peu trop bercer par cette douce « vibe ». Ceci nous vaudra un rendu de chambre avec une heure de retard. Il ne faut pas confondre rêver sa vie et vivre ses rêves. Et le rêve de notre journée c’était de ne pas avoir de contraintes. Alors on l’a fait ! Waou

      Hop c’est reparti. En mode rois de la glisse, pas besoin d’notice. (C’est tout pour moi pour les ref de Brice de Nice). On enfile les bretelles de nos énormes cargaisons et on slide jusqu’au premier collectivo en direction de la casa de Diego.

      Ambiance très changeante. On quitte notre hostel fêtard bling bling pour un petit bout de paradis paisible. Du sable entre les orteils s’accompagne d’un joli petit jardin Péruvien entre cactus et fleurs. Et puis soudain, une force surnaturelle ne nous laisse d’autres choix que de nous avachir dans les transats face à la mer.

      Après cet effort physique intense, il est temps de passer à la chambre. Miséricorde. Voilà que des petits animaux viennent ébranler l’image de paradis que nous nous faisions de l’endroit. Oui oui vous lisez bien, les nuisibles nous suivent. Après les punaises de lit, nous voilà face à une famille de cafards. Aurait-t-on souscrit par omission à un abonnement ? On commence à se poser des questions. In fine, nos hôtes sont si accueillant qu’on ne les blâmera pas de cet aléa.

      Après toutes ces émotions, on décide de se réconforter avec de bonnes bières péruviennes au couché du soleil. Il faut avouer que les couchés de soleils des Andes ne rivalisent pas avec ceux du Pacifique. Parceque l’émotion cafard fut très forte, on continue le processus de réconfort par une farandole de pizza.

      Le réconfort ne durera pas plus longtemps que ça puisqu’on trouvera des cafards sous notre oreiller avec Julie. Vous l’aurez compris, demain c’est direction Tumbes.

      Ps : on aura résister longtemps mais nous vous annonçons que nous avons céder à notre premier tuktuk ! Ça donne six individus tractés par une pauvre moto rafistolée.
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    • Day72

      Les clients du mois

      May 25, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 26 °C

      Réveil au bord de la mer ne rime pas toujours avec soleil. Ce matin, les nuages gris sont bien présents et les chiens de l'hôtel s'amusent à manger des crabes. Il n'y a absolument aucun rapport entre ces deux informations mais ce sont les informations du matin ☁️🐕
      On déjeune tranquillement et on s'attelle a la tâche : préparer notre voyage en Équateur. Et mine de rien ça prend du temps. Time flies comme dirait Julie 🪰 Il est 16h et on a toujours pas mangé le repas du midi. Alors pas une minute à perdre (quoique finalement on est plus a ça près donc j'en profite pour faire pipi avant de partir) on se dirige vers le centre de Zorritos. Après moult recherche parce que des restos qui proposent un plat du midi à 17h c'est plutôt rare puisqu'il n'est pas midi, on trouve finalement une pépite. Des hamburgers, sandwichs, jus de fruits vraiment très bons et pas si chers 🥪🍔 En partant, on a le droit à un mot doux d'un monsieur plutôt élégant assis à une table à côté. Ohoh, serait-ce un admirateur? On lit "Merci pour votre visite" bel et bien écrit en français. On comprend que le monsieur doit être le comptable ou gérant du restaurant, on est touché par le mot et il a l'air lui aussi ému. Il faut dire qu'on a renfloué son chiffre d'affaire du mois 🤑
      On se dépêche de rentrer pour prendre un taxi direction la ville frontalière Tumbes 🚕
      Et là c'est un miracle. À 1 min à pied de notre hôtel, un centre commercial avec un grand supermarché 🛒 Tout devient possible. À manger ce soir, voulez-vous des lasagnes aux carottes et au boeuf? Ou alors un poulet au curry? Ou encore un magret de canard? (Ouais non peut être pas le magret quand même) Bref vous avez compris, on a accès à tout type de denrées dans ce supermarché et ça fait plaisir. On opte donc pour des pâtes à la sauce tomate 🍝 On a pas été dans l'inventivité mais bon pour notre défense il est tard et on a envie de manger rapidement. Le repas s'accompagne tout de même de chips et de fruits. Miam miam on s'est régalé 😋
      Dernier repas au Pérou, c'est l'heure du bilan. On partage nos avis et remarques sur les expériences que nous avons vécu. Ce serait compliqué pour moi de vous résumer ce qu'il s'est dit. Mais ne vous en faites pas, à notre retour on aura tout le temps de vous expliquer mieux nos ressentis 😌

      Méli
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    • Day70

      Casa de Jerry in Punta Sal

      October 10, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 25 °C

      Wir sind nun schon seit einigen Tagen in Punta Sal, an der peruanischen Küste in Jerry‘s Haus. Eigentlich war der Plan nur 3 Tage zu bleiben, um anschließend nach Lima zu fahren, doch Pläne ändern sich. Viele Dinge an diesem Ort fühlten sich richtig gut an und es gab eigentlich keine Gründe zu gehen. Der Sand vom Strand rieselt quasi in die Küche des Hauses, Palmen umgeben das Haus, wir sahen das Meer vom Fenster aus und genossen diesen sonnigen Ort. Fast jeden Tag schauten Buckelwale vorbei und die Sonnenuntergänge waren fantastisch. Zu all der Leichtigkeit des Seins war da noch Jerry. Er ist der erste Strandshamane, den wir kennenlernen und eine echte Hausnummer. Mit seinem Einverständnis blieben wir erstmal auf unbestimmte Zeit und lernten uns näher kennen. Der Ort fühlte sich irgendwie wie ein zu Hause an und unsere kleine Dreier-WG war ein lustiges Match. Jerry redet viel und ausgiebig aber er hat eben auch einiges zu erzählen. Nach einigen Tagen dachte man, er hat schon 7 Leben gelebt. Mit seinen 66 hat er bereits 30 Jahre in den Staaten gelebt, war Oberkellner in den angesagtesten Restaurants, hat als Taxifahrer die High Society rumgefahren, 2 Millionen Dollar an Frauen, Drogen und Spielkonsum verloren, ist 6 Mal im Knast gewesen, hat mit der Band Santana abgehangen und hat seine Gabe, Menschen heilen zu können nicht nur professionalisiert, sondern sich auch selbst damit therapiert. Durch seine vielen Jahre im Ausland spricht er auch lieber englisch als spanisch, jedoch ist bei der Schnelligkeit des Sprechens und gleichzeitigem Nuschelns oft nur Bahnhof zu verstehen. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass er eine völlig andere Sprache mit seinen Freunden spricht und es eher wie Waorani klang, als español. Leider sprechen die Peruaner allgemein bisher viel unverständlicheres Spanisch und ich verstehe wenig. Jerry‘s Lieblingssätze sind „That son of a bitch“, „Concha su madre“ und „Rock‘n‘Roll motherfucker“. Letzteres war lange Zeit sein Lebensmotto und gehört stark zu seiner Identität, sodass gern mal am Morgen eine Line Koks gezogen und am Nachmittag der Joint angezündet wird. Weitere Zaubermittelchen aus dem Dschungel stehen griffbereit neben seinem Bett. Aber er ist auch durch sehr harte Zeiten gegangen, hat viele Menschen verletzt und verloren, war in verschiedenen Einrichtungen und weiß seinen Konsum meistens zu regulieren. Dafür hat die Spiritualität in seinem Leben auch einen viel zu großen Platz eingenommen. Durch seine Erfahrung mit vielen Menschen gearbeitet zu haben und seine sehr sensible Art, kann er sie auch gut lesen und ihnen, bei eigenem Wunsch, auch helfen. Er kennt hier jeden im Dorf und jeder kennt ihn. Ich vermute, dass ihn auch viele für einen Spinner halten aber einige vertrauen auch seinen Heilkünsten, lassen sich reinigen, die Karten vortragen oder massieren. Da Peruaner ohnehin sehr religiös und abergläubisch sind, waren seine Gaben von StrandbesucherIn hier und da gefragt. Das führt bei ihm alles auch zu einer großen Unruhe, einem ständig besorgten Kopf und dem Drang alles kontrollieren zu wollen. Gerade wenn nachts um 3:00 welche mit Depression aus Belgien anrufen. Nach der ersten Nacht fragten wir uns daher, ob wir bleiben sollten, denn irgendetwas stimmte im Haus nicht. Einerseits wohnte zusätzlich ein Italiener bei ihm, der versuchte von seiner Kokainsucht los zu kommen und dem man nur durch starkes Husten und Wutanfälle wahrnahm. Anderseits saugte unter anderen ein junges Mädchen Jerry’s Energie und hinterließ viel Ärger bei ihm. Als wir am zweiten Abend zusammen saßen, war er so erschöpft und ausgelaugt, dass ich ihn versuchte mit meinen Worten zu beruhigen und einfach seine Hand hielt. Daraufhin schlief er ein und wachte erst am nächsten Tag nach dem Mittag wieder auf. Er wirkte wie ausgewechselt und viel präsenter als die Tage zuvor, man verstand ihn besser und er scherzte fröhlich vor sich hin. Seitdem ist er auch davon überzeugt, dass ich heilende Hände und eine Gabe hätte, die er gern hervor holen würde.

      In seiner Abwesenheit verschwand auch der Italiener und die Atmosphäre verändere sich zum Positiven. Zudem kamen drei französische Studentinnen zum Haus, um nach Jerry’s energetischer Massage zu fragen. Da dieser jedoch schlief, boten wir kurzer Hand unsere Dienste an, machten die Drei glücklich und verschafften uns für fast 3 Nächte die Kosten für die Übernachtung. So wuchs bei uns die Idee, Jerry generell zu helfen, etwas Geld zu verdienen und erstmal an diesem Ort zu bleiben. Bei Jerry wuchs wohl der Gedanke, ich könnte ihn heilen. Tja auch Shamanen brauchen mal eine Schulter zum Anlehnen und jemanden, der ihnen zu hört. Gesagt getan, wir entwickelten uns zu Volontären und halfen ihm bei allem was anstand. Zudem traf ich mich regelmäßig mit ihm in seinen heiligen Wänden, massierte seine Schmerzen weg und versuchte etwas durch seine harte Schale zu dringen.

      Am dritten Tag kamen drei Limeños (aus Lima kommende Menschen), Mitte 20, zur Unterkunft, um ein wenig den aktuell einzig sonnigen Strandabschnitt an der peruanischen Küste zu genießen. Im Winter halten sich nämlich die Wolken ganz hartnäckig an der Küste und hüllen alles über Monate in Grau. Sebastian, Ara und Kid genossen ebenso den traumhaften Ort wie wir und ließen sich allmählich von der guten Laune der Dreier-WG anstecken. Erst brachten sie kein Wort heraus aber eines Abends setzten sie sich zu uns und gerade Ara war sehr neugierig, etwas von einer anderen Welt zu erfahren und ihr Englisch zu üben. Für uns war es wiederum auch höchst spannend, von jungen Menschen zu erfahren, was so in Peru geht, wie sie leben und ihre Beziehung führen. Dadurch, dass sie meistens bis zur Hochzeit noch zu Hause wohnen, gibt es für Pärchen so gut wie keine Privatsphäre. Reisen geht aufgrund des geringen Budgets nur bedingt und Romantik wird ohnehin nicht sehr groß geschrieben. Wir sehen leider selten welche, die sich küssen oder umarmen. In Lima bleiben viele einfach nur zu Hause bei der Familie, man geht wenig auf die Straße, teilweise gar nicht zum Strand. Die Menschen scheinen in diesem Land auch sehr ängstlich und das wird noch durch eine dauerhaft instabile und korrupte Regierung gefördert. Schon mit ca. 16 schließen die jungen Leute ihre Schule ab. Die öffentlichen Schulen bieten leider nur eine mangelnde Bildung an und die privaten kann sich keiner leisten. Viele gehen dann also erstmal arbeiten, weil sie noch gar nicht wissen, was sie eigentlich mal werden möchten.

      Wir sahen also Gäste kommen und gehen, mit einigen kamen wir ins Gespräch, mit anderen eher weniger. Da Jerry’s Haus direkt am Strand liegt, kamen viele an, um auf die Toilette zu gehen. Daraus entwickelte sich ein kleines Geschäft und wir wurden am Gewinn beteiligt. Meistens übernahm Paul die Erklärungen, die Abrechnung und die Geduld, die wartende Meute bei Laune zu halten. Mir wurde wieder bewusst, warum ich nach 10 Jahren Arbeit in der Gastronomie, diesen Job nicht mehr machen wollte: man erzählt tausend mal das gleiche am Tag, muss die Leute manchmal in die Toilette schupsen, damit sie sie finden (obwohl diverse Schilder auf Sichthöhe aufgehangen sind), sieht all das schlechte Benehmen vom Menschen und muss dabei immer schön lächeln. Aber das paradiesische Umfeld machte vieles wett und dass wir am Gewinn beteiligt wurden, ist auch nicht die Regel. Jerry ist ein Lebemensch, der in vielen Branchen und teilweise mit einer Menge Geld gearbeitet hat. Er kann nur schwer Aufgaben abgeben und die bunten Scheine spielen eine allzu große Rolle in seinem Leben. Oft spricht er davon, wie viel Geld er wo erworben hat, wie gut er verhandeln kann und welche Deals er gemacht hat. Wir konnten beobachten, wie alles über Kontakte läuft und wie er mit jedem verhandelt. Es heißt, dass PeruanerInnen immer lügen, sich gegenseitig bescheißen und gerne mit Geld protzen. Auch das spüren wir bei unseren Verhandlungen mit Jerry, der jeden Tag seine Konditionen änderte, uns auf einmal an den Strom- und Wasserkosten beteiligte oder uns dann doch von unserem Geld einkaufen gehen ließ, obwohl er das machen wollte. Es war interessant in dieses System einzusteigen, mit der Konsequenz am Feilschen und Tricksen selber teilzunehmen.

      Über mehrere Tage waren auch gute Freunde von ihm da. Sie kochten und aßen gefühlt die ganze Zeit. Gleich am Anfang luden sie uns ein und wir durften in den Genuss des Essens vom Feinschmecker-Papa kommen. Am nächsten Tag kredenzten wir Pancakes für alle und waren froh, über solch liebe Gäste. Immer mal wieder tauschten wir Köstlichkeiten und ich fand es höchst interessant mal eine peruanische Familie, bestehend aus Mama, Papa, 3 Kindern und einer Omi, zu beobachten. Das Kleinste war gerade mal 3 Monate alt, um das sich die Frauen kümmerten. Selten sah ich den Papa mal das Kind halten. Der Mittlere, Luis 8 Jahre alt, hat mich völlig begeistert. Ein ganz schlauer, aufgeweckter Junge, dessen Neugierde grenzenlos schien. Gern hätte ich mich mehr mit ihm unterhalten und war neidisch auf den Austausch, den Paul mit ihm hatte. Die zwei waren beim Spielen und Erklären aber auch einfach zauberhaft miteinander. Die Größte steckt mitten in der Pubertät, hing nur am Handy, spielte Spiele und hielt den Strandurlaub aus. Die Omi schien die ruhige Seele in der Runde, die ihr kleinstes Enkelkind anhimmelte. Die Mama war bekanntermaßen sehr schüchtern und leise. Ihr Mann fragte mich nach einer Massage für sie, was ich ihr natürlich gern schenkte. Ich merkte wie verspannt so einer Mama sein kann aber auch, wie unterschiedlich es ist EuropäerIn und Latinas zu massieren. Leider sind die Frauen hier lange nicht so geübt in Berührungen, wie ich das von zu Hause kenne. Eines morgens stellte sich außerdem heraus, dass die Mama weder das Hakenkreuz kannte, noch Adolf Hitler. Luis kam mit einer geschenkten Kette an, die das Hakenkreuz eingraviert hatte. Paul versuchte ihm sofort zu erklären, was das für ein Symbol ist und dass man das auf keinen Fall verherrlichen sollte. Unwissend darüber aber feinfühlig genug, legte er sofort die Kette ab und war sich wohl, nach der Erklärung, über die Bedeutung bewusst. Als die Mama dazu kam, sah sie auch unser Entsetzten aber hatte keine Ahnung warum und war sich dieser Geschichte in keinem Fall bewusst. Das hat mich doch sehr schockiert. Der Vater hatte sein Spaß mit Jerry und dem Jungen, kochte mit Leidenschaft aber vermied die unangenehme Arbeit (Abwaschen, Putzen, Windeln wechseln etc.). Ich weiß nicht, ob sie als Sinnbild für Peru stehen können, aber ich könnte es mir vorstellen. Bemerkenswert ist aber dennoch, dass er überhaupt kocht, da peruanische Männer eher selten am Herd stehen, wie mir Paul berichten konnte.

      Während die Tage vergingen versuchte ich in vielen Sitzungen, Jerry’s Rücken zu heilen. Oft schlief er ein, oder wir kamen ins Gespräch. Es entwickelte sich eine eigene Dynamik zwischen uns Zweien, in der ich eher die Therapeutin war und einfach zu hörte. Offensichtlich fiel es ihm leicht, sich mir zu öffnen, er weinte oft und erzählte Geschichten von früher. So auch, dass er eigentlich Gerardo heißt aber das niemand in den USA aussprechen konnte und ihn Jerry tauften. Jerry ist allerdings ziemlich arrogant, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, macht sein Business, unterbricht einem beim Sprechen, will dass man sofort springt wenn er ruft, hat meistens unerträgliche Launen, konsumiert zu viele Drogen und hat eine ganz harte Schale. Durch sein Öffnen mir gegenüber ist ihm jedoch aufgefallen, dass er so gar nicht sein möchte und gern den alten Gerardo zeigen will. Eine harte Aufgabe in diesem Alter, zumal wenn man sich ein Leben lang in seinem Panzer geschützt hat, um nicht verletzt zu werden. Wir haben hier wirklich einiges durch mit Jerry, teilweise liefen die Szenerien wie im Film ab, dann mussten wir auch mal abends ausgehen, um eine Pause von ihm zu bekommen, dann war es wieder tierisch lustig abends zusammen zu sitzen. Er hat Paul und mich an unsere Grenzen gebracht und manchmal hab ich mich gefragt, wie viel Energie er mir eigentlich saugt. Aber er hat auch viele Weisheiten zu teilen, ein großes Herz, viel Fürsorge und gute Ratschläge gegeben. Wir sind sicher aus einem bestimmten Grund zusammen gekommen und die Begegnung ist eine große Bereicherung für unsere Reise. Unser letzter Tag hat diese gemeinsame Zeit noch abgerundet. Alles war im Sonntagsmodus, die Sonne schien, wir arbeiteten ein wenig, ich verewigte uns an einer Hauswand und Jerry bekam Besuch von ganz alten Freunden und war in Feierstimmung. Nachdem alle Zimmer geputzt waren und sind wir zum Strand, um uns zu verabschieden. Die Sonne wärmte nochmal die Haut, das Meer rauschte und der Wind wehte über die goldenen Härchen auf den Armen. Später konnte sich Paul noch einen Wunsch erfüllen und einmal mit einem TukTuk fahren. Die kleinen Motortaxis fahren und hupen hier überall rum und es machte viel Spaß einfach mal ein bisschen durch die Straßen zu heizen. Wir sagten unserem Lieblingsdamen beim Minimarkt tschüss, kauften für das Abendbrot ein und genossen zusammen mit Jerry den selbst gemachten Pina Colada bei Pasta mit Kochbananen. Trotz, dass das Hostel wieder voll mit alten Freunden war, blieb er (wie eigentlich all die anderen Tage auch) wie ein Magnet bei uns, erzählte uns alte Geschichten und wir lachten viel miteinander. Ich glaube, dass wir ihn nicht verurteilt und ernst genommen haben, hat ihm richtig gut getan. Nach ein zwei Drinks liefen wir nochmal zum Meer, ob nicht doch etwas leuchtendes Plankton zu sehen ist. Viele Abende vorher versprach Jerry immer wieder das Leuchten zu sehen aber es war immer nur dunkel, mit unserer Vermutung er sieht diese Dinge vielleicht in irgendeiner anderen Welt. Aber als ob wir zum Schluss das all-inklusive Paket serviert bekommen haben, sagte auch das Meer Auf Wiedersehen zu uns. In den Wellen tummelten sich hier und da kleine leuchtende Wesen und wurden an den Strand gespült. Wir waren so aufgeregt, dass wir die Klamotten von uns schmissen und rein rannten. Durch Bewegungen im Wasser waren die Punkte überall zu sehen. Ein spektakuläres Naturwunder. Was für ein Abschied 🧡🌊

      Nach 2 Wochen war es dann aber doch Zeit wieder aufzubrechen. War der Ort ein Paradies, mit sehr wenig Internetzugang und versprach Meer, Sonnenuntergänge und das zeitlose Leben, war es mit Jerry doch sehr speziell. Ich möchte es auf keinen Fall missen aber wir wollen hier ja keine Wurzeln schlagen und Südamerika hält noch so viel für uns bereit. Also vamos ☺️
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      Traveler

      Du schreibst so bezaubernd. Ich tauche ganz tief in Deine Storys ein und bin in einer anderen Welt.

      10/18/22Reply
       
    • Day58

      Mancora

      January 31, 2020 in Peru ⋅ ⛅ 29 °C

      Die ersten 3 Tage in Peru verbrachten wir in Mancora. Jetzt haben wir aber auch wieder genug von lästigen Strandverkäufern und Party 😄. Heute fahren wir ins 1000 km entfernte Huaraz. Dort wartet der Huascaran Nationalpark auf uns. Er wird als das Himalaya Perus bezeichnet und ist gespickt mit einigen 6000ern.Read more

    • Day198

      Mancora

      September 3, 2019 in Peru ⋅ ☀️ 24 °C

      Endlich Meer und endlich warme Temperaturen.
      Unser letztes Ziel in Peru heißt Mancora und befindet sich kurz vor Ecuador.
      Hier haben wir mal die glühenden Füße vom wandern hochgelegt und es uns in unserem Hostel direkt am Strand gut gehen lassen.
      So kurz vorm Äquator, da wo die Sonne am höchsten steht, sollte man gut aufpassen aber wir mit unserer Gringohaut haben uns natürlich innerhalb einer Stunde einen Massiven Sonnenbrand eingeholt.👹👹

      44 Tage ging unsere Reise durch Peru, unser Fazit:
      Ein sehr Touristisches Land was neben freundlichen Menschen und Machu Picchu sehr viele andere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und auf jedenfall eine Reise wert ist.
      Negativ ist leider nur der wahnsinnig viele Müll der aber nicht nur in Peru sondern in ganz Südamerika zu finden ist.
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      Traveler

      Oh wie schön 😍 Frühstück am Meer👍🏻😀

      9/16/19Reply
      Traveler

      Wunderschöne Sonnenuntergänge, 😍

      9/17/19Reply
      Traveler

      Das sind schon gruselige Drachen😅

      9/17/19Reply
      2 more comments
       
    • Day247

      Mancora, Peru

      September 4, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 23 °C

      Heute Früh um 6 in Peru und genauer gesagt in Moncora angekommen! Der Bus war zwar bequem aber aber ich habe mich da noch für paar Stunden hingelegt!
      Gegen Mittag war auch die Sonne da es war schön heiß aber der kalte Wind hat etwas gestört den mein Hostel ist direkt am Strand😍👍
      So mache ich Mittag direkt im Hostel und Sonne mich paar Stunden am Pool ... schreibe etwas mein Block und entspanne und Wärme mich in der Sonne einfach mal.
      Zum Sonnenuntergang gehe ich an den Strand runter und treffe direkt auf einen einheimischen der ganz nett mich angesprochen hat ... er zeigt mir typische Peruanische Salsa Musik und zeigt mir auch den Unterschied beim Tanzen zum columbianischem Salsa ... sozusagen habe ich ein Grundkurs im Salsa Tanzen bekommen! Des weiteren hat der xxxxxx mir dann einfach mal spontan und improvisiert was vorgesunden als er erfahren hat das ich Eugenio heiße und aus Deutschland bin🤩😍
      So genisse ich mit dem einheimischen den Sonnenuntergang und für morgen hat er mich eingeladen mir einen benachbarten Strand zu zeigen wo viele Schildkröten zum Nisten kommen und wo man mit den Schildkröten schwimmen kann! Er meinte noch ... falls er sich morgen bis 10 Uhr nicht gemeldet hat, dann soll ich selber gehen da er heute was trinken geht und nicht weiß ob der morgen fit ist!🤣👍 zumindest ist er ganz ehrlich!
      Später gehe ich Pizza essen und plane noch später tatsächlich nun meine Route durch Peru!
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    • Day209

      Nord Peru und Zorritos

      July 1, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 23 °C

      Unser Exkurs in die Cordillera Blanca hat etwas länger gedauert als angedacht.
      In 29 Stunden Fahrzeit sind wir gerade mal 550 Kilometer weit gekommen. Die Strassenverhältnisse haben sich abgewechselt von Schlaglöchern, Steinen, Schlamm und Sand. Dazu ging es ständig einen Pass hoch und wieder runter. ;) Asphalt war Fehlanzeige (obwohl das au ned besser isch, de häts amig usem nüt gigantischi Schlaglöcher).
      Durch die seehr gemütliche Fahrweise hatten wir Zeit, die Natur und das Leben auf den Strassen zu geniessen. Die Vegetation hat sich stetig verändert von staubtrocken bis hin zu Regenwald war mehr oder weniger alles dabei. Irgendwann sind wir auf einer Zufahrtsstrasse zu einer Miene gelandet (do isch natürli d‘Stross 1A gsi) im Anschluss kamen uns wieder Kühe, Ziegen oder Schafe entgegen. Bei den engsten Passagen mussten uns Lkws und Reisebusse passieren, was dann ein hin und zurück verursachte. Unsere grösste Sorge war jedoch ständig, dass die Strassen noch schlechter werden würden und unser Pisco an seine Grenzen stossen könnte. Was bedeutet hätte, alles wieder im Schritttempo zurück…natürli neiin, komplette Unterschätzung…Pisco hat das ohne Probleme überstanden und uns sicher ans Ziel geführt (ab und zue hät er verständlicherwiis au chli heiss gha). :)

      Als wir endlich wieder zurück in der Zivilisation waren, haben wir eine Whatsapp Nachricht von anderen Schweizer Overlander erhalten. Diese haben uns glücklicherweise über die aktuelle Situation in Peru aufgeklärt (ide Pampa usse hämmer natürli nüt mitbecho). In Peru waren ab Montag erneute Strassensperren aufgrund der hohen Benzinpreise geplant. Wie lange es dauern wird und wie extrem wusste natürlich niemand. Wir wollten nichts riskieren und sind somit direkt auf einen Camping im Norden von Peru gefahren. Das andere Schweizer Pärchen aus Basel war auch da und hat uns herzlich in Empfang genommen. Mit 5 anderen Fahrzeugen haben wir es uns an diesem schönen, kleinen Fleck direkt am Pazifik gemütlich gemacht. Die Strassensperren in Peru dauerten nur 2 Tage, jedoch hat sich die Situation in Ecuador weiter zugespitzt und auch da war ein Durchkommen auf den Strassen unmöglich. So lautete das Programm für die nächsten Tage gezwungenermassen Buch lesen, relaxen, Wein und Bier trinken, Pisco einen neuen Farbanstrich verpassen und ein bisschen Sport am Strand (isch jetzt ned soo schlimm gsii..chch ;)).

      Am 30. Juni wurde endlich ein Vertrag mit den indigenen Ecuadorianern unterzeichnet und die Strassenblockaden sollten per sofort vorbei sein. So sind wir am nächsten Morgen mühelos über die Grenze nach Ecuador und direkt bis nach Guayaquil durchgefahren. Am Abend auf dem Camping Parkplatz haben wir wieder zufälligerweise wieder ein Schweizer Overlander Pärchen angetroffen, welche an diesem Tag von den Galapagos zurück kamen. Sie haben sehr geschwärmt und haben uns noch ein paar Tipps gegeben. So haben wir am späteren Abend einen one-way Flug auf die Galapagos gebucht, damit wir völlig spontan sein konnten, eine Nacht im Hostel gebucht und das Nötigste in unsere Backpacks verstaut. Am nächsten Tag ging es ohne grosse Vorbereitung und Recherche ab auf die Galapagos…das ist genau dass was wir so lieben am Reisen, diese Spontanität und ohne grosses Planen neue Orte zu entdecken und alles „vorzue“ zu nehmen. Es war der Hammer…Beitrag folgt! :)
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    You might also know this place by the following names:

    Tumbes, Tumbes Jach’a Suyu, Рэгіён Тумбес, Тумбес, Regió de Tumbes, Departemento Tumbes, Tumbesin alue, Région de Tumbes, Region Tumbes, Regione di Tumbes, トゥンベス県, ტუმბესი, Regio Tumbensis, Tumbeso departamentas, Wilayah Tumbes, Tumbes-regionen, ٹمبس, Tumpis Suyu, แคว้นตุมเบส, 通贝斯大区

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