• StartTheTrail

Wandertrilogie Allgäu

Drei Routen, drei Höhenlagen, 54 Etappen: Das deutschlandweit einzigartige Weitwanderwegenetz macht das Allgäu auf 876 Kilometern in seiner ganzen Vielfalt erlebbar. Weiterlesen
  • Durch die Starzlachklamm nach Sonthofen

    13. Juli 2023 in Deutschland ⋅ ☀️ 21 °C

    Der folgende Abstieg war fies: feucht rutschige Steine wechseln sich mit Schotter, Wurzeln und einem Staub-Tannennadel-Mix ab. Manchmal weiss man gar nicht so recht, wie man seinen Fuß aufsetzen soll, ohne ins Rutschen zu kommen oder umzuknicken.
    Am Grüntenhaus gibt es nochmal ein alkoholfreies Weizen. Irgendwie sieht es hier seltsam unaufgeräumt aus und es ist nur eine Frau da, die nebenbei noch Sachen für den Umbau der Hütte verräumt.

    Nachdem die Beine ausgeruht sind, quere ich kurz den Hang und es geht weiter steil bergab durch einen alten Bergwald. Bald erreiche ich die ‚Obere Schwand-Alpe‘ - es ist Kaffeezeit. Allerdings verkneife ich mir den Kuchen.

    Kurze Zeit später finde ich mich auf dem Abstieg wieder. Habe ich in den ersten Stunden nur wenige andere Wanderer getroffen, nimmt der Trubel nun spürbar zu. Kein Wunder, ich nähere mich der ‚Starzlachklamm’. Sie ähnelt der Breitachklamm in Oberstdorf ein wenig, ist aber deutlich kleiner. Der Trail durch die Klamm ist trotzdem wunderschön mit kleinen Klettereinlagen. Am Ausgang wird dann Wegezoll in Höhe von 4,- € fällig.

    Als ich danach die letzten flachen Kilometer nach Sonthofen laufe, ist der Himmel fast vollständig aufgeklart. Nur am Grüntengipfel hängen weiterhin die Wolken fest…

    Distanz: 17,2km
    Rauf: 1.043hm
    Runter: 1.098hm
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  • Müde Beine!

    14. Juli 2023 in Deutschland ⋅ ☁️ 24 °C

    Der Sonthofer Bahnhof wurde im vergangenen Jahr umgebaut und ein Hotel in ihm eröffnet. Hier kann ich meine müden Beine in der Nacht ausruhen. Bevor gab es allerdings noch einen leckeren Burger.

    Nach der angenehm ruhigen Nacht im neuen Hotelzimmer klingelt der Handywecker erneut früh: es soll nach dem schauererregend gestern wieder sehr warm werden. Dementsprechend schnell verdrücke ich mein Porridge und mache mich auf den Weg.

    Ich merke schnell, wie sehr mir die Höhenmeter letzten Wandertage in den Beinen stecken und stehe schon bald vor einer Entscheidung:
    das Etappenziel Immenstadt kann über zwei Routen erreicht werden: die Hauptroute würde mich auf den Bärenkopf und den Steineberg führen. Hier müssen steile und ausgesetzte Stellen überwunden werden und eine Übernachtung in der Alpe Gund wäre sinnvoll.
    Ich entscheide mich für die etwas weniger anspruchsvolle Alternativroute durch den Haldentobel und über den Mittagberg. Die Hauptroute werde ich mir als Tageswanderung zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen.

    Der ‚Haldentobel’ ist zwar nicht so wild und tief wie die Starzlachklamm, die Natur ist trotzdem wunderschön. Nach einer kurzen Pause beginne ich dann den Aufstieg zum Mittagberg: der ungefährliche aber sehr steile Weg durch einen herrlichen Bergwald lässt mich auf knapp 2 Kilometern Länge fast 600 Höhenmeter überwinden.
    Etwas unterhalb des Gipfels lichtet sich der Wald und der Weg biegt ab zur ‚Schwandner Alpe‘. Ich lasse es mir aber nicht nehmen, die restlichen Höhenmeter zum Gipfelkreuz auf 1.451m zurückzulegen.

    Hier oben endet die Mittagbahn, dementsprechend voll ist es. Nach ein paar Fotos und Videos gehe ich wieder zurück und gönne mir in der Schwandner Alpe Kaffee und Käsekuchen.
    Einige Höhenmeter tiefer verläuft dann der Weg durch den ‚Steigbachtobel‘ mit einigen sehr fotogenen Wasserfällen. Ich erreiche schließlich Immenstadt und fahre am Abend mit dem Zug zurück in die Heimat…

    Distanz: 18,2km
    Rauf: 832hm
    Runter: 876hm
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  • StartTheTrail in „Der verlorene Zug“

    14. Juli 2023 in Deutschland ⋅ ⛅ 26 °C

    Eine kleine Anekdote zur Heimreise gibt es noch zu berichten:

    Als ich am 26.06.2023 von meinem Trainingslager mit der Bahn Richtung Heimat fuhr, musste ich in Kempten umsteigen. 10 Minuten nach der planmäßigen Abfahrt ergab sich folgender Szene:
    „Ja, wo bleibt denn der Zug?“ frage ich am Bahnsteig stehend…
    „Wo bleibt denn eigentlich der Zug?!“ antwortet die Schaffnerin halb fragend neben mir…
    „Wo ist denn jetzt dieser verdammte Zug!?“ antwortet ihr der mit uns wartende Lokführer verzweifelt…
    Wie ihr euch jetzt sicherlich denken könnt, endete das folgende Telefonat mit der Leitstelle mit der Annullierung der Zugfahrt RE75 nach Ulm…

    Bei meiner Heimfahrt am 14.07.23, ganze 17 Tage später, wurde unsere Frage mit folgenden Worten der Schaffnerin beantwortet: „Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieser Zug endet heute außerplanmäßig in Kempten, da wir keinen Lokführer haben!“

    True Story! 🤬😂🤣
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  • Genusswandern

    12. August 2023 in Deutschland ⋅ ☀️ 25 °C

    Weiter geht die wilde Fahrt auf der Himmelsstürmer-Route. Aus Gründen erscheinen die Footprints dieses Mal allerdings zeitversetzt.

    Ich Reise am Freitagnachmittag an und probiere dabei eine neue App aus: über MyCabin finde ich einen schönen Spot in einem Garten etwas außerhalb von Immenstadt.

    Mit der App MyCabin kann man Zelt- und Vanspots sowie einfache Hütten in ganz Deutschland finden und mieten. Man bucht dabei unkompliziert über die App. Bei mir hat alles wunderbar funktioniert - der Spot hat zwar stolze 24,- € gekostet, hatte aber auch Zugang zum Gästebad. Es gibt dort natürlich auch viel einfachere und günstige Spots (hier ein Einladungslink, falls ihr euch für die Seite interessiert - Fotos habe ich allerdings dort keine gemacht: https://mycabin.eu/r?c=g9QZWRG - gäbe dann wohl einen 10,- € Gutschein für mich…)

    Am nächsten Morgen stehe ich früh auf, packe alles zusammen und frühstücke erstmal gemütlich in der nahegelegenen Bäckerei.
    Ich durchquere das nicht sehr schöne Immenstadt und laufe weiter am Ufer des Alpsee entlang.
    Nun erfolgt der Aufstieg zu dem Höhenzug, den ich im Laufe des Tages der Länge nach überqueren werde. Kurze Zwischenstops gibt es an der Siedel- und Pfarralpe inkl. kleiner Stärkungen.

    An der Thaler- und Salmaser Höhe gibt es jeweils schöne Aussichtspunkte und die Sonne brennt an diesem Tag unerbittlich. Da kommen die gelegentlichen schattigen Waldstücke gerade recht.

    Gegen Nachmittag erreiche ich schließlich meinen heutigen Übernachtungsspot: eine einsame Alpe oberhalb von Kalzhofen gehört Freunden meiner Lebensgefährtin - hier darf ich heute Nacht mein Zelt aufstellen.

    Obwohl es zeitweise stark nach Gewitter aussieht, verziehen sich die Wolken und ich genieße den friedlichen Abend mit einem TrailMagic-Bier. Glücklich schlafe ich mit einer bombastischen Aussicht ein….

    Distanz: 23km
    Rauf: 799m
    Runter: 535m
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  • Himmelsstürmer

    13. August 2023 in Deutschland ⋅ ⛅ 25 °C

    Ich will heute früh los, denn es soll knackig warm werden. Ich genehmige mir ein kleines Porridge und packe nach der Katzenwäsche schnell mein Zelt zusammen. Die ersten vier Kilometer geht es fast ausschließlich bergab: trotzdem beginnt der Schweiß zügig zu laufen…
    Um 08:30 Uhr klingele ich meine Schwägerin in spe aus den Federn. Naja, nicht ganz: die waren schon wach und haben mir ein Frühstück angeboten. Zudem deponiere ich meine Campingsachen dort - ab jetzt übernachte ich wieder im Bett.

    Wir verquatschen uns ein wenig und 1,5 Stunden später bin ich schon reichlich spät dran. Ich entscheide mich nicht nach Oberstaufen zu laufen (den Ort kenne ich dank meiner Lebensgefährtin inzwischen ziemlich gut), sondern nehme die nahe Seilbahn auf den ‚Hündle‘.
    Von hier steige ich dann ab in Richtung ‚Buchenegger Wasserfälle‘. Der Abstieg ist teilweise sehr steil und etwas rutschig, aber gut ausgebaut, denn hier herrscht absoluter Touri-Overflow!
    Die Wasserfälle gelten als einer der „Most Instagramable Spots“ in Deutschland und ich müsste mich in eine längere Schlange einreihen, um ein Foto erhaschen zu können. Da ich diese aber schon mal gesehen habe, entscheide ich mich gleich für den steilen Aufstieg aus der Schlucht.

    Bis zur Talstation der ‚Hochgratbahn’ verläuft der Trail relativ eben und schattig im Wald. Danach ist aber Schluss mit Schatten und die Wegführung wird immer steiler.
    Der Aufstieg wird bei diesen Temperaturen zur Tortur und ich bin froh, genügend Wasser dabei zu haben.
    Die meisten Wanderer an diesem Tag kommen mir jedoch entgegen und beklagen sich, dass der Abstieg so steil ist… Mir fehlt allerdings die Luft und bald auch die Kraft, diese armen Gestalten zu bedauern…

    Nach gut 1.000 Höhenmetern Aufstieg erreiche ich schließlich doch noch das ‚Staufner Haus‘ auf 1.634m und inhaliere erstmal ein isotonisches Kaltgetränk…

    Distanz: 17,5km
    Rauf: 1.076m
    Runter: 740m
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  • Donnerwetter im Staufner Haus

    13. August 2023 in Deutschland ⋅ ☁️ 18 °C

    Den Rest des Abends würde ich dann mit „typischem Hüttenleben“ umschreiben:

    Nach dem einchecken springe ich erstmal unter die Dusche - ein Euro für eine Minute ist dafür ausreichend. Dann richte ich mein Bett im Schlafsaal ein und erforsche die nähere Umgebung der Hütte.
    Für den Hochgratgipfel reicht es allerdings nicht. Meine Beine sind heute einfach schon zu müde…

    Ich habe Halbpension gebucht und verdrücke das enthaltene Curry inkl. Salat und kleinen Nachtisch der vegetarisch geführten Hütte recht zügig, auch das Frühstück am nächsten morgen ist in den 15,- € inbegriffen - bei einigen Übernachtungsgästen kommt ein wenig Unmut bezüglich der fehlenden Wurstspezialitäten auf, ich finde Hummus als Ersatz allerdings mehr als köstlich…

    Trinkwasser soll für einen Euro pro Liter in der Küche und nicht im Waschraum (kein Trinkwasser) bezogen werden. Ich nehme das Angebot zwar an und hoffe, dass es sich hier nicht um reine Geldmache sondern um Einsparmassnahmen und Kostenentschädigung für Wasserknappheit auf einer hochgelegenen Berghütte handelt…

    Pünktlich zum Sonnenuntergang zieht dann von Südwesten eine riesige Gewitterwolke auf. Dabei ergibt sich ein herrliches Sonne-Wolkenspiel der untergehenden Sonne, dem Bodensee und den dunklen Gewitterwolken.
    Im Allgemeinen kann man vom Hochgrat bei schönen Wetter weit ins Flachland blicken - ich bilde mir sogar ein, hinter dem Bodensee den ein oder anderen Schwarzwaldgipfel erkennen zu können…

    Ein Unwetter auf 1.634 m ist schon beeindruckend anzuschauen, in der Hütte bekommt man davon allerdings wenig mit. Dennoch bin ich froh, nicht draußen sein zu müssen… Mein Zelt hätte hier oben die Naturgewalten vermutlich nur teilweise überstanden.

    Um 22:00 Uhr ist dann schließlich Hüttenruhe angesagt und es gehen alle ins Bett. Glücklicherweise gibt es keine Schnarcher im Zimmer und ich kann recht gut einschlafen…
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  • 100% Allgäuer Alpen

    14. August 2023 in Deutschland ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Nacht ist im 6 Uhr beendet. Ich bin der erste im Zimmer, der wach ist und erledige vor den meisten die Morgenhygiene. Frühstück gibt es ab 07:30 Uhr - da es wieder sehr sommerlich werden soll, beeile ich mich und starte gegen 08:00 Uhr.

    Es ist bewölkt, aber schon ungewöhnlich warm auf fast 1.700 Meter Höhe. Kurz nach dem Start schwitze ich schon ordentlich, obwohl ich zunächst einem Trail ohne nennenswerte Steigungen folge.

    Allmählich steige ich dann durch die wunderbar alpine Landschaft ins Tal ab. Ich bin fast alleine auf dem Trail und es ist alles wunderbar ruhig. Ab und zu passiere ich eine Alpe, Menschen sehe ich selten.

    Die heutige Etappe würde mich über ausgesetzte und schwierige Wege auf den Heidenkopf und Gierenkopf führen. Mit schweren Rucksack ist mir diese Wegführung allerdings zu heikel - die Wandertrilogie Allgäu bietet eine 7km längere, aber einfachere alternative Wegführung.

    Ich folge zunächst dem Aubachtal und steige dann bei der Hirschgrundalpe auf. 500 steile Höhenmeter werden auf einem alpinen Trampelpfad überwunden. Anspruchsvoll, aber auch mit Fernwanderrucksack zu bewältigen.
    Der Rest des Tages habe ich nun Blick auf Balderschwang. Ich habe jedoch mein „3. Tag-Down“ und kann die grandiosen Ausblicke heute nicht wirklich genießen.

    Zum Schluss bin ich froh, mein Ziel Balderschwang erreicht zu haben und genehmige mir erstmal ein Eisbecher. Die Kellnerin sieht mir wohl den Zustand an und macht aus einem alkoholfreien Weizen kurzerhand ein normales Weizen - ich reklamiere nicht…

    Nachdem ich im Hotel eingecheckt habe, besuche ich nochmal die Lokalität und genieße einen Zwiebelrostbraten für 29,90 €. Aus Mangel an Alternativen (Balderschwang ist ein Wintersportort) bleibt mir aber nur dieses eine Gasthaus. Die Qualität ist gut und so falle ich später todmüde ins Bett und schlafe erstmal die Erschöpfung weg…

    Distanz: 22,9km
    Rauf: 900hm
    Runter: 1.442hm
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  • Yoga mit Kühen

    15. August 2023 in Deutschland ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Berghotel Schelpenalp liegt direkt an der Skipiste und ist im Preisniveau des Ortes Balderschwang eher im günstigen Bereich. Im Winter ist es hier bestimmt teurer.
    Mein Zimmer hat einen kleinen Balkon und auf der Wiese vor dem Hotel grasen die Kühe - abends gibts eine gratis Kuhglockenmeditation und bei meinen Sonnengruß bimmelt die Herde auch schon kräftig.

    Frühstück gibt es um 07:30 Uhr und ich bin mehr als zufrieden mit der Auswahl.
    Nichtsdestotrotz beeile ich mich, damit ich bei moderaten Temperaturen meine Tour starten kann.
    Nach zwei flachen Kilometern geht es schnell wieder bergauf - und ich schwitze wie die Sa…
    Nach kurzer Zeit überschreite ich die österreichische Grenze und erreiche später die ‚Burglhütte‘ auf 1.428m: hier findet heute ein Berggottesdienst statt. Es ist hier Feiertag (Maria Himmelfahrt), aber statt zu beten, trinke ich nur kurz einen Kaffee und setze meinen Aufstieg fort.
    Zunächst zum ‚Sättele’ - hier treffen sich drei Wanderwege - und dann durch einen herrlichen Waldpfad und ein Hochmoor zum Gipfel des Hochschelpen auf 1.552m - höher gehts heut nicht mehr.

    Ich packe meine Brozeit aus und genieße erstmal die herrliche Rundumsicht…
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  • Trailmagic am Riedbergpass

    15. August 2023 in Deutschland ⋅ ☁️ 22 °C

    Bei der Gipfelrast auf dem Hochschelpen fällt mir auf, dass die heutige GPX-Etappe der Wandertrilogie-Website nicht mit der Etappe in meinem Wanderführer übereinstimmt.

    Das nächste Ziel wäre laut Wanderführer der ‚Scheuenpass‘ - mein GPX-Track führt mich jedoch durch ein einsames Tal zum ‚Scheuenwasserfall’, der sich hier rund 20 Meter in die Tiefe stürzt.
    Weiter geht es über einen steinigen und manchmal etwas abenteuerlichen Pfad Richtung Zivilisation.
    Da sich der Himmel allerdings immer mehr zuzieht, gibt es keine Rast in der Scheuenalpe, sondern einen Zwischensprint zur Alpe Dinijörgen - mit Kaffee, Kuchen und einen AW zur Hydration. Das Wasser wird bei den schwülwarmen Wetter langsam knapp.

    Donnergrollen begleitet mich dann die schönen letzten Kilometern Richtung ‚Riedbergpass’:
    hier will ich den Bus Richtung Balderschwang nehmen. Ein älteres Pärchen bietet dann aber aus heiterem Himmel einen Hitch an, welchen ich natürlich überglücklich annehme. Ein paar Hintergrundinformationen zu der Gegend gibt es noch obendrauf: das Hochtal rund um Balderschwang eignet sich wohl hervorragend zum Langlauf.
    Vielen Dank für diese unerwartete Trailmagic.

    In Balderschwang angekommen suche ich erstmal das Kneippbecken im Park auf - das tut gut - und warte auf das Gewitter, dass so früh am Tag allerdings nicht kommen wird.

    Abends gönne ich mir noch den Alpenburger im Restaurant und schaue dann einem nun doch aufziehenden Gewitter vom Balkon aus zu…

    Distanz: 20,5km
    Rauf: 1.138m
    Runter: 794m
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  • Gipfelglück am Riedberger Horn

    16. August 2023 in Deutschland ⋅ ☀️ 20 °C

    Beim Frühstück sitze ich heute auf glühenden Kohlen, denn ich darf den Bus zum Riebergpass nicht verpassen. Zuvor habe ich schon meinen Rucksack gepackt und ausgecheckt. Kurz nach 8 Uhr stehe ich schließlich pünktlich an der Bushaltestelle bei der Kirche.

    15 Minuten später werde ich am Riedbergpass ausgespuckt: Jetzt geht es erst einmal bergauf auf über 1.780 Meter Höhe: Der Gipfel des Riedberger Horns ist mein erstes Ziel für heute und der Aufstieg hat es zunächst in sich.
    Der höchste Gipfel der Hörnergruppe ragt imposant in den Himmel und von hier aus habe ich einen herrlichen Blick auf die Strecke, die ich vom Staufner Haus aus in den vergangenen Tagen zurückgelegt habe.

    So sinniere ich einige Minuten am Gipfelkreuz, bevor ich den Gratweg zu den nächsten Tageszielen in Angriff nehme...
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  • Über fünf Gipfel musst du gehen…

    16. August 2023 in Deutschland ⋅ ☀️ 28 °C

    …heißt es an diesem Tag. Nach dem Riedberger Horn geht es zunächst über einen schmalen Gratweg (der aber nie wirklich ausgesetzt ist). Hier sind einige Felsstufen zu überwinden, was mit einem großen Fernwanderrucksack gar nicht so einfach ist.
    Auf einer Stufe stolpere ich sogar ein wenig, kann mich aber gerade noch abfangen.

    Nun warten noch der Gipfel des Großen Ochsenkopfes (1.656m) und der sehr steile und wurzelige Aufstieg zum Weiherkopf (1.662m), bevor ich das Rangiswanger Horn (1.612m) erreiche. Hier nimmt der Publikumsverkehr deutlich zu: Man merkt die Nähe zu einer Seilbahnstation.

    Auf einer sehr schönen (aber steinigen) Waldpassage bemerke ich eine am Boden sitzende Familie: die Mutter hat sich wohl den Fuß vertreten. Da die Situation unter Kontrolle zu sein scheint und die Bergrettung gerade verständigt wird, mache ich den schmalen Pfad frei und gehe weiter.
    Kurze Zeit später höre ich schon den Hubschrauber im Tal aufsteigen...

    Das Ofterschwanger Horn (1.388 m) ist der letzte Gipfel der heutigen Etappe. Von hier aus geht es zwei Kilometer und 500 Höhenmeter steil bergab nach Ofterschwang. Dieser Abstieg wird mir noch einige Tage in den Knien stecken...

    Im Tal gibt es zur Belohnung einen Kaffee und einen Milchshake. Mit dem Bus fahre ich ins nahe gelegene Sonthofen. Ich steige um in den Zug nach Oberstaufen, um mit meiner Freundin noch ein paar Tage das schöne Wetter zu genießen.

    Damit endet mein diesjähriger Teil der Wandertrilogie Allgäu. Das große Finale mit Gipfeln über 2.000 Meter hebe ich mir für nächstes Jahr auf. Mitte September werde ich erst einmal ein anderes Wanderprojekt verfolgen, also seid gespannt...

    Distanz: 15,5km
    Rauf: 864m
    Runter: 1.385m
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  • Ängste überwinden

    9. August 2024 in Deutschland ⋅ ⛅ 20 °C

    Ab heute gibt’s mal wieder ein paar Berichte aus dem Allgäu. Meine letzte Touren dort sind jetzt schon wieder einige Monate her.

    Zum Einlaufen gab es eine Alternative aber zur Etappe vom Berg „Mittag“ über die „Alpe Gund“ nach Immenstadt. Hier nahm ich letztes Jahr eine entschärfte Variante, wollte aber unbedingt noch die alpine Variante nachholen.

    Auf der Strecke gab es die „berühmte“ Leiter zum Steineberg Gipfel. Hungry Bear war damals hier im Schnee unterwegs, soweit ich mich erinnern kann. Man kann diese Stelle aber auch umgehen. Die Leiter war mir zu hoch.

    An einer anderen seilversicherten Stelle musste ich aber dann meine Höhenangst überwinden. Das gelang mir, auch wenn die Stelle jetzt nicht akut absturzgefährdet war, und so fühlte ich mich bereit für die nächsten Etappen der „Himmelsstürmer Route“…
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  • Auf ins Touristen-Mekka

    12.–13. Aug. 2024 in Deutschland ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute geht’s nun endlich weiter auf der Himmelsstürmer Route im Allgäu. Meinen heutigen Startort Ofterschwang verließ ich ziemlich genau vor einem Jahr bei gleichen Wetter: sonnig und heiß!

    Die Bahn bringt mich mal wieder pünktlich zum Bahnhof in Sonthofen und auch der Bus holt mich auf die Minute pünktlich ab - nur die Ankunft am Startpunkt verzögert sich wegen einer Kuhherde auf der Straße… 😃

    Heute will ich zwei relativ leichte Etappen laufen: durch die Hitze werden die aber zur Tortur. Wenigstens halten sich die Höhenmeter in Grenzen.
    Über das Tiefenberger Moos, Untermühlegg und Weiler geht es zunächst fast ausschließlich auf befestigten Straßen recht unspektakulär nach Fischen, wo die erste Etappe dieses Tages gegen 12 Uhr in einer Bäckerei endet.

    Die 2. Etappe des Tages würde eigentlich mehr Höhenmeter enthalten, weshalb ich den Abstecher nach Obermaiselstein überspringe und der Iller im Halbschatten folge - trotzdem ist es heute mit fast 30 Grad eine Qual. Ein Fußbad bringt zumindest eine kleine Abkühlung.

    Einziges Highlight des Trails ist der „Illerursprung“, wo sich Stillach, Trettach und Breitach vereinigen.
    Danach bin ich froh, Oberstdorf zu erreichen, auch wenn sich hier tausende Touristen in den Straßen drängen. Die südlichste Gemeinde Deutschlands liegt halt in einem landschaftlich sehr attraktiven Gebiet.

    So suche ich mir noch ein Abendessen und ziehe mich alsbald in mein überteuertes Zimmer zurück. Morgen wird’s wieder heiß und ich muss über 1.000 Höhenmeter überwinden.

    🥾: 17 km
    ↗️: 177 m
    ↘️: 233 m
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  • Wasserfälle im Faltenbachtobel

    13. August 2024 in Deutschland ⋅ ☀️ 19 °C

    Der Wecker klingelt früh und unbarmherzig. Schnell noch frühstücken im Hotel und dann los. Es soll wieder sehr heiß und gewittrig werden. Auch am Vortag zog es nachmittags zu und donnerte im Nebental - das kann hier manchmal ziemlich schnell gehen.

    Ich verlasse das Hotel und muss erstmal den kompletten Ort durchqueren. Bald erreiche ich das Skisprungstadion, in dem ich schon dem ein oder andere Auftaktspringen der Vierschanzentournee beiwohnen durfte.
    Nachdem ich die Tribünen passiert hatte, erreiche ich den Faltenbachtobel. Von hier ab geht es steil und wild nach oben - bis die Mittelstation der Nebelhornbahn erreicht ist.

    Trotz des schattigen und kühlen Weges komme ich schon ordentlich ins Schwitzen! Aber an den vielen Wasserfällen kann ich mich nicht satt sehen. Als ich aber die Mittelstation erreiche, ist es mit dem Wasser und dem Schatten für heute vorbei…
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  • Der steile und harte Weg aufs Nebelhorn

    13. August 2024 in Deutschland ⋅ ⛅ 22 °C

    Nun wird es hart: (fast) kein Schatten und ein harter Aufstieg über eine Schotter-/Teerstrasse mit extrem steilen Rampen! Was für eine Strapaze!
    Leider kann ich die Alternative Route über das Oytal nicht nehmen: die eh schon anspruchsvolle Strecke ist aufgrund von Unwettern früher im Jahr wohl noch anspruchsvoller geworden und wird aktuell nicht zum Aufstieg empfohlen.

    So kämpfe ich mich also mit Puls am Anschlag die Straße hoch und muss fast nach jeder Rampe eine Pause machen. Ein Trupp Trailrunner joggt derweil locker an mir vorbei und ich würde mich nicht wundern, wenn ich einen dieser Trailrunner in diversen Wintersportsendungen schon mal gesehen hätte. Die sahen wie professionelle Langläufer oder so aus.

    Weiter oben komme ich mit einem jungen Holländer ins Gespräch, der wie ich sichtlich erschöpft ist, aber wohl dank seiner Jugend schnell weiter läuft. Ich quäle mich weiter zum einzig schattigen Platz am Hang und muss mich dort erstmal ein wenig abkühlen. Die ersten Wanderer, die am Morgen mit der Gondel nach oben fuhren rutschen mir nun entgegen. Der Weg wird zum Abstieg nicht empfohlen - ich kann mir vorstellen warum.

    Ich komme schließlich bei der Bergstation an und entscheide mich zu einem kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt: hier oben ist sehr viel los, aber ich kann mir ein Plätzchen auf einer Bank sichern und meine Beine erholen lassen. Der Blick auf den Seealpsee ist dafür überragend!

    Schließlich gehe ich zum Edmund-Probst-Haus und beziehe das voll besetzte Matratzenlager: die Nacht kann ja lustig werden!

    🥾: 10,6km
    ↗️: 1.131m
    ↘️: 70m
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  • „Ich sterbe“…

    14. August 2024 in Deutschland ⋅ ⛅ 20 °C

    …schallt es durch den Schlafraum - da hat wohl jemand einen schlechten Traum vom Klettersteig. Da ich aufgrund von lauten Schnarchgeräuschen meines Nebenliegers wach gehalten werde, kann ich diese Wortfetzen, neben diversen anderen Körpergeräuschen deutlich hören. Nächstes mal sollte ich meine Ohrstöpsel nicht mehr vergessen… Trotzdem finde ich in der Nacht genügend Schlaf.

    Im allgemeinen finde ich Hüttenübernachtungen sehr spannend, da man immer wieder Gleichgesinnte trifft und wunderbare Unterhaltungen führen kann. Als auch einzelner Wanderer finde ich dort meistens schnell Anschluss.

    Nach dem rustikalen Frühstück starte ich um halb Acht meine Etappe. Zunächst muss ich noch 100 Höhenmeter überwinden, bevor ich rechts auf die Karsthochfläche des „Koblat“ abbiege. Über fast 6 Kilometer verläuft der Trail nun ohne große Höhenunterschiede auf Almwiesen, durch Schrannen und vorbei an riesigen Felsblöcken - gleich am Anfang verlaufe ich mich in diesem Steinlabyrinth und muss erstmal wieder die Wegmarkierung in diesem weglosen Gelände finden.

    Am „Koblatsee“ pausiere ich dann und genieße die Stille auf 2.000 Metern. Immer wieder sehe ich auch im August noch Schneefelder und hochalpine Fauna begeistert mich. Vorbei am „Laufbichlsee“ erreicht ich schließlich den Engeratsgrundsee, wo ich nach fast drei Stunden die ersten Menschen sehe. Von hier würde man laut meinem Wanderführer rund 600m zur „Schwarzenberghütte“ absteigen.

    Da ich den gleichen Weg, immerhin gute drei Kilometer jedoch morgen früh wieder bis hierher zurück müsste, entschied ich mich im Vorfeld diese Etappe bis nach „Bad Hindelang“ zu verlängern. Statt dem Abstieg wartet nun also ein kurzer aber knackiger Aufstieg zum „Fensterl“…
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  • Das „Fensterl“ zum Glück!

    14. August 2024 in Deutschland ⋅ ⛅ 28 °C

    Der kurze Aufstieg zum sog. Fensterl ist extrem steil - bei Nässe vermutlich weniger zu empfehlen… Dafür wird man oben mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Hinter einem der smaragdgrüne Engeratsgrundsee; vor einem das tolle Alpen-Panorama und das Tosenbachtal.

    Steil geht es bergab und so verliert man schnell an Höhe. Über mir sehe ich Gemsen, unter mir huscht ein Mumeltier vorbei. Und noch eins…und noch eines! Einfach tolle Erlebnisse und ein Murmeltier steht sogar als Fotomodell bereit!

    Vorbei an den Cowboys der „Mittleren Niggenalpe“ erreiche ich nach fast 5 Stunden in der prallen Augustsonne schließlich wieder die Baumgrenze und bin froh über eine längere Pause im Schatten.

    Nach dem langen Abstieg erreiche ich schließlich Hinterstein und gönne mir erstmal einen Kaffee. Beim Blick auf die immer dunkler werdenden Wolken am Himmel entscheide ich mich die letzten zwei Kilometer mit dem Bus nach Bad Hindelang zu fahren. Das Hotel liegt direkt neben dem Naturfreibad und der Eintritt ist für Gäste des Hotels frei. Ich springe noch kurz ins kühle Nass, bevor das Wärmegewitter losbricht.

    Später gönne ich mir noch einen Zwiebelrostbraten im Hotelrestaurant und schlummere im heute stillen Zimmer friedlich ein…

    🥾: 15 km
    ↗️: 386m
    ↘️: 1.185m
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  • Auf Schmugglerpfaden nach Schattwald

    15. August 2024 in Österreich ⋅ ☁️ 24 °C

    Irgendwie hatte ich auch diesen Footprint aus dem letzten Jahr vergessen hochzuladen:

    Bei bestem Sommerwetter wollte ich die Etappe nach Schattwald möglichst früh in Angriff nehmen, denn ein steiler Aufstieg erwartete mich kurz nach dem Start.
    Zum Glück lag dieser auf der Westflanke des „Iseler“ und ich konnte lange Zeit im Schatten wandern.

    Schließlich errichte ich den „Schmugglersteig“, der den Berg an der Nordseite auf etwas 2/3 der Höhe quert. Alternativ könnte man auch ganz hoch und die Etappe in luftigerer Höhe erwandern. Mir reichte der relativ leichte und deshalb vielbegangene Schmugglersteig heute aus. Es herrschte zur Mittagszeit trotz der Höhe eine brütende Hitze.

    Zudem waren Gewitter für den Nachmittag vorhergesagt - außer einem vereinzelten Grollen und ein paar Tropfen war davon nichts zu spüren.

    Und so war ich froh, dass als ich das österreichische Schattwald im idyllischen „Tannheimer Tal“ erreichte. Dort gab es ein leckeres Abendessen und machte mich nach einer gemütlichen Nacht im Hotelbett an die Heimreise.

    Dieses Jahr werde ich dann noch die letzte. Etappen zurück nach Pfronten begehen.

    🥾: 15,9 km
    ↗️: 943 m
    ↘️: 660 m
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  • Zurück als Himmelsstürmer

    30. September in Österreich ⋅ 🌧 13 °C

    Wenn einen der PCT schon abwirft, soll man ja bekanntlich schnell wieder auf‘s Pferd sitzen. Was bietet sich da besser an, als knapp vier Jahre nach der ersten Etappe die Wandertrilogie endlich abzuschließen! (Die letzten New York Reiseberichte gibt es dann noch im Winter)

    Als ich um halb sechs die Haustüre hinter mir zuziehe und auf die Strasse trete, beginnt es gerade zu regnen und ich freue mich, fass mich mein Regenschirm dieses mal wieder begleitet. Die Bahnen und Busse bringen mich zu meiner Überraschung pünktlich zum Etappenstart: Schattwald im Tannheimer Tal.
    Ich steige aus dem Bus und der Regenschirm darf erneut seine Arbeit verrichten.

    Ich starte die Navigation auf der Garmin Uhr und wundere mich: die Beschilderung weicht von meinen GPX-Track ab. Ich setze mich kurz in die Bushaltestelle und recherchiere. Anscheinend hat sich die Wegführung geändert. Der alte Trail verläuft relativ flach im Tannheimer Tal und der neue überwindet zwei Berggipfel. Beim Blick auf das Wetter ist mir aber schnell klar, welche Variante ich wählen werde.

    Der Weg ist einfach, Schotter wechselt sich mit gelegentlichen Asphaltanteilen ab - nur wenige Höhenmeter sind zu überwinden. Der ideale Weg zum langsam „warmlaufen“. Nicht nur die Beine, sondern den Körper, denn es ist mit ca. 7 Grad herbstlich kalt.

    Ich verlängere die Etappe noch ein bisschen und besuche den Vilsalpsee, der nicht auf der Strecke liegt, in einer Regenpause. Im Cafe gönne ich mir Kaffee und Kuchen und pünktlich zum Ende der kleine Erholungspause darf der Regenschirm wieder ran!

    Eine Stund später erreiche ich schließlich mein Hotel in Tannheim, wo mich Pool und Sauna schon sehnlichst erwarten.

    🥾: 15 km
    ↗️: 336m
    ↘️: 314m
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  • Aufstieg zur Bad Kissinger Hütte

    1. Oktober in Österreich ⋅ ⛅ 8 °C

    Im Hotel „zum Adler“ in Tannheim konnte ich meinen durchgefrorenen Körper dann mit einen Saunabesuch und einem warmen Abendessen wieder auf Temperatur bringen - das Zimmer war riesig, aber mit Abstand die günstigste Option im Tal. Sogar ein Hostelbett wäre nicht viel günstiger gekommen. Dann aber ohne Wellness.

    Während des reichhaltigen Frühstücks regnet es noch heftig, als ich dann letztendlich die Etappe starte reissen die Wolken am Himmel mehr und mehr auf.
    Ich folge dem Weg im Tal bis Grän - nach der Talstation der Seilbahn zum „Füssener Jöchle“ steigt der Weg dann kräftig an.
    Zunächst auf einen Feldweg, dann auf einen matschig, rutschigen Singletrail erklimme ich dem Berg. Im oberen Drittel sehe ich den ein oder anderen Fleck mit Schnee aus der Nacht - es ist entsprechend kalt.

    Aufgrund der Anstrengung friere ich aber nicht wirklich. Erst als ich die Bergstation erreiche bin ich froh, dass ich mich im Gasthof ausruhen und einen Kaffee mit Marillenstrudel bei einem grossartigen Panorama essen kann. Das Leben ist schön!

    Als ich schließlich weiterwandere, zieht der Himmel erstmal zu. Ich erklimme die letzten zum Pass und steige in ein Zwischental ab. In der Ferne kann ich das heutige Ziel, den Aggenstein und die Bad Kissinger Hütte bereits erkennen. Im windgeschützten Tal ist es nun deutlich angenehmer.

    Eine Stunde später beziehe ich bereits mein Mehrbettzimmer und verbringe einen gemütlichen Abend mit tollen Gesprächen in der Hütte.


    🥾: 14,6 km
    ↗️: 1.074m
    ↘️: 386m
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  • Das war‘s!

    2. Oktober in Deutschland ⋅ ☀️ 11 °C

    Die Nacht im 4er Zimmer der Bad Kissinger Hütte war erstaunlich ruhig und das Frühstück zwar spärlich, aber lecker. Wie immer bei Übernachtungen in Berghütten, haben sich tolle Gespräche ergeben.

    Die letzte Etappe der Wandertrilogie Allgäu hat es dann aber nochmal in sich: Über den Aggenstein folgt ein sehr steiler Abstieg mit Seilversicherung. Da ich mir schon am Vorabend unsicher mit dieser Variante war, steht heute morgen meine Entscheidung umso schneller fest:
    ich werde die leichtere Alternativroute nehmen, denn es hat in der Nacht aufgeklart und die feuchten Wege sind zum Teil noch eisig. Die Blicke ins Tal sind aber auch auf dieser Variante wunderschön!

    Nachdem der erste steile Abstieg vom Aggenstein dann erledigt war, muss noch ein kleiner Aufstieg zum Breitenberg absolviert werden, bevor der finale Trailabschnitt nach Pfronten beginnt. Davor gönne ich mir aber an der bekannten Ostler-Hütte noch einen Cappuccino.

    Der anschließende Abstieg hat es dann doch in sich. Steil - steinig - matschig. Meine Beine zittern vor Anstrengung, als ich das Tal erreiche und die letzten Kilometer zum Trailhead laufe.

    Nach offiziellen 876 km (und ettlichen zusätzlichen Kilometern bei den Trilogierundgängen) beende ich nach fast vier Jahren dieses Herzensprojekt, das ich aufgrund der klimatischen Besonderheiten, Corona und der teils hohen Hotelpreise im Allgäu nur häppchenweise bewandert habe…

    🥾 13,5 km
    ↗️ 319 m
    ↘️ 1.252 m
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    Ende der Reise
    2. Oktober 2025