Ich heisse Andreas und seit 2014 immer wieder auf Entdeckungstouren. Im Jahr 2021 habe ich das Fernwandern für mich entdeckt! Folgt mir gerne auf meinen Reisen. 😉 Message
  • Sep16

    Trilogierundgang Füssen

    September 16 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Den zweiten Teil des Tages verbrachte ich in Füssen. Auch hier wird ein schöner Triologierundgang angeboten.

    Füssen (15.500 Einwohner) liegt im Südwesten Bayerns an der Romantischen Straße und an der Via Claudia Augusta. Im Osten grenzt die Stadt an den Lech und im Süden an Österreich.
    Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die Römerzeit zurück. Heute findet man in der Altstadt viele Brunnen, Geschäfte und die bis heute noch gut erhaltene Stadtmauer.

    Mit über 1,4 Million auswärtigen Gästen im Jahr 2018 zählt die Tourismuswirtschaft im Ort zu einem großen Wirtschaftsfaktor.
    Zu den beliebtesten Touristenattraktionen zählen Das „Hohe Schloss Füssen“ und das „Kloster Sankt Mang“ sowie das im Jahr 2000 erbaute „Festspielhaus Neuschwanstein“ und viele über die Stadt verteilte Kirchen. Auch die Nähe zu den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau bringt viele Touristen in die Stadt.

    Doch auch wer Natur sucht, ist in Füssen gut aufgehoben. Am imposanten Lechfall bahnte sich einst der heute gezähmte Lech seinen Lauf durch eine enge Schlucht. Auf dem Kalvarienberg hat man eine schöne Aussicht auf Stadt, Königsschlösser und Lechtal. Im Stadtpark Baumgarten - direkt hinter dem Hohen Schloss - kann man die Seele baumeln lassen. Auch der nahe gelegene Forggensee ist einen Besuch wert.

    Das schlechte Wetter erreichte mich dann doch noch: um 17 Uhr öffnete der Himmel sein Schleusen - Gott sei Dank hatte ich da mein Hotelzimmer schon bezogen. Die für heute geplante Bergetappe hätte ich wohl trotzdem geschafft.

    Nach dem schlechtesten Burger seit Jahren genoss ich mein Hotelbett noch ausgiebig und am nächsten Tag ging es bei eisigen Temperaturen zurück nach Hause.
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    Traveler

    Stimmt, die ersten Berge haben schon wieder ihre Schneemützen aufgesetzt. Füssen ist immer eine Reise wert. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es immer ruhiger wird, sobald man die Touristen Hotspots verlässt. 👍

    Traveler

    Schöne Erinnerung an Füssen, die Stadt war Start und Ziel unserer tollen Wanderung auf dem Lechweg! Füssen hat uns auch gut gefallen und hier war richtig Betrieb!😎👍

     
  • Sep16

    Trilogierundgang Halblech

    September 16 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Als ich am nächsten Morgen erwachte regnete es immer noch und leider musste ich die Entscheidung treffen, die anvisierte Bergetappe über den Gabelschrofen zum Tegelberg schon wieder nicht begehen zu können. Schon 2019 hatte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Also wurde Plan B aktiviert: ich werde im Tal die Trilogierundgänge in Halblech und Füssen erledigen. Diese schöne Bergetappe muss ich halt dann nachholen. Ob es dieses Jahr noch funktionieren kann, steht allerdings in den Sternen…

    Nach dem rustikalen Frühstück in der Hütte gehts mit einem Shuttle Bus (5,-€ einfache Fahrt) ins Tal auf den Wanderparkplatz in Halblech - hier startet auch der Trilogierundgang, der allerdings nicht wie sonst eine Ortsbesichtigung darstellt, sondern einem Naturpfad durch das schöne Tal folgt.

    Es stellte sich jedoch heraus, dass mich der Wetterbericht heute Morgen belogen hatte. Es wurde erstmal wider Erwarten trocken und die Sonne spitzelte immer wieder für längere Zeit zwischen den Wolken hindurch.

    Nach dem Rundgang in Halblech schnappte ich mir den nächsten Bus und wechselte die Location…
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    Sommersprosse

    Auf den Fotos sieht es richtig schön aus, bezogen sowohl auf die Landschaft und Sehenswürdigkeiten als auch aufs Wetter.

    Traveler

    Super, wenn man so flexibel sein kann, bzw. wenn die Tour und Infrastruktur ein Umplanen zulassen 👍

    Traveler

    Diese Wasser"quellen" sind wunderbar🤩

     
  • Sep15

    Schluss mit lustig!

    September 15 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Es geht endgültig ins Gebirge!
    Um 9:00 Uhr checkte ich aus und begann auch gleich mit dem anstrengenden Aufstieg zur Kenzenhütte, bei der ich im Voraus eine Übernachtung gebucht hatte.

    Von Buching aus musste ich eine kleine Anhöhe ins Tal der Halblech überwinden und dann folgte der Weg kurze Zeit einer asphaltierten Straße, bevor er abbog und es erst mal steil bergauf ging.
    Den ganzen Weg über begleitete mich das Rauschen der vielen Bäche im Tal, die zur Energiegewinnung immer wieder gestaut werden.

    Zunächst waren noch viele Spuren der Zivilisation zu sehen, welche aber mit jedem Meter weniger wurden. Hier im Tal gibt es noch viel Forstwirtschaft. Spätestens mit Erreichen des „Nationalparks Ammergebirge“ wird es aber immer einsamer.

    Die Bockstallschlucht war einsam, wild und laut. Das Wasser bahnt sich in der engen Schlucht seinen Weg über teils LKW-große Felsblöcke. Auf ein Bild konnte ich dieses Spektakel leider nicht bannen.
    Das Wetter war sehr wechselhaft und es gab immer wieder kräftige Regenschauer. Entsprechend froh war ich, als ich die gemütliche Kenzenhütte (1.300m) erreicht habe.
    Nachmittags Kaffee und Kuchen, abends einen Wurstsalat und interessante Gespräche bei Bier und einem Kenzenspritzer rundeten den schönen Wandertag ab.

    Am nächsten Tag sollte dann die Königsetappe über den Gabelschrofen zum Tegelberg folgen. Doch der Wetterbericht sah gar nicht gut aus und auch die Wirtin war der Meinung, dass diese Etappe an diesem Tag besser nicht begangen werden sollte - ein Temperatursturz war im Anmarsch. Dementsprechend geknickt ging ich ins Bett und hoffte doch noch auf besseres Wetter am nächsten Morgen.

    Distanz: 16,3 km
    Rauf: 640 Hm
    Runter: 187 Hm
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    Traveler

    Schön, mit dem 🍂

    Traveler

    Die Nase ist ein wenig spitz und klein geraten.

    StartTheTrail

    Ja, weiter oben beginnt schon der Herbst.

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  • Sep14

    Fliegende Bälle

    September 14 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Nacht auf dem 1.055 Meter hohen Auerberg war angenehm ruhig und das Frühstück ausreichend. Leider war es nach dem Aufstehen noch ein wenig regnerisch - was sich aber nach dem Aufbruch schnell ändern sollte.

    Heute frass sich der Weg Kilometer für Kilometer näher an das Ammergebirge heran. Zunächst begeht man den Römerweg (auf dem Auerberg gibt es noch alte römische Wallanlagen) ins Tal und folgt dann wieder einige Zeit größtenteils asphaltierten Landwirtschaftsstrassen.
    In Echerschwang musste ich dann auch auf fliegende Bälle achten - man durchquert tatsächlich eine Golfanlage.
    Kurz darauf erreichte ich das Lechtal und der wunderbar gletschergrüne Fluss begleitete mich die nächsten Kilometer. In Lechbruck waren leider ALLE erreichbaren Bäckereien und Cafés geschlossen, so dass die Minigolfanlage Umsatz mit mir machen durfte.

    Der Weg führte nun auf schönen Pfaden durch die Lechaue, bevor die Staumauer des Premer Lechsees erreicht wird. Auf der Staumauer, die erklommen werden muss, lief ich nun die nächsten Kilometer bis der Weg eine Vogelbeobachtungsstation erreicht - hier war auch Vogeltechnisch ganz schön was los! Und auf der Staumauer kühlte der Wind den durch die Sonne aufgeheizten Körper angenehm ab.

    Noch einmal erklomm der Weg eine Anhöhe bevor ich dann ins Tal des Halblechs abstieg, der mich die letzten Kilometer begleitete. Da am Etappenziel „Halblech“ kein bezahlbares Zimmer mehr frei war, mutete ich meinen Füßen noch einen extra Kilometer zu und lief nach Buching, wo das Hotel Sonne mir Unterschlupf gewährte. Dort gab es auch ein leckeres griechisches Abendessen.

    Disztanz: 26 km
    Rauf: 319 m
    Runter: 552 m
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    Traveler

    Sehe gerade, dass Du am 14. nur eine Autostunde von uns entfernt vorbei gelaufen bist. 🙋🏼‍♀️

    Sommersprosse

    😀

    Sommersprosse

    Super schöner Wegabschnitt

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  • Sep13

    Auf bekannten Wegen…

    September 13 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Die folgenden Etappen kamen mir wie ein Déjà-vu vor: Im Sommer 2019 habe ich auf den nun folgenden Etappen meine erste Weitwander-Erfahrung, also so etwas wie eine Tryout Wanderung, gemacht: damals bin ich 100 km auf der Wasserläufer-Route gewandert - eben die kommenden 5 Etappen - und seitdem bin ich süchtig…

    Da ich ja wusste, was in naher Zukunft auf mich zukommen sollte, absolvierte ich also die erste Etappe zum Auerberg mit einer gewissen Routine:
    Wenn man Marktoberdorf auf der imposanten Kurfürstenallee Richtung Süden verlässt, beginnt die Wandertrilogie eigentlich erst so richtig und man muss sich bewusst sein: ab hier gibt es nur noch vereinzelt Tagesetappen, bei denen man eine Höhendifferenz von weniger als 500 Höhenmeter zurücklegen muss. Dementsprechend fit sollte man für die nächsten Etappen sein.

    Der Tag verlief dann auch eher unspektakulär - auf Höhe Bertoldshofen traf ich zwei ältere Semester, die ein paar Etappen des hier parallel verlaufenden Jakobsweges absolvieren. Auf Pilger sollte ich die nächsten Tage noch öfter treffen.

    Die Sonne brannte unerbittlich vom strahlend blauen Himmel und schon bald wünschte ich mir eine kühle Erfrischung von innen heraus: leider war der Biergarten in Stötten geschlossen - habe ich erwähnt, dass Dienstag war?! 😉
    Ich erfrischte mich also nur äußerlich am kalten klaren Wasser des Dorfbrunnens und suchte den Schatten einer Bushaltestelle auf, bevor ich die letzten 4 Kilometer auf den Auerberg in Angriff nehmen wollte - hier sollten nochmal ca. 400 Höhenmeter überwunden werden.

    Oben angekommen bezog ich mein Zimmer im Gasthof, gönnte mir ein ISO-Weizen (wie der Kellner das alkoholfrei nannte) inkl. großer Portion Cordon Bleu und erklomm die Kapellenspitze mit einen grandiosen Panorama auf die zurückliegenden und zukünftigen Etappen meiner Reise…

    Distanz: 26 km
    Rauf: 567 Hm
    Runter: 254 Hm
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    Sommersprosse

    Weiterhin gutes Wandern!

    StartTheTrail

    Dankeschön!

    Traveler

    Wie aus einer Werbung für Weidemilch 👍

    StartTheTrail

    Das stimmt. Ich sollte mich mal dort bewerben. 🤔

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  • Sep13

    Trilogierundgang Marktoberdorf

    September 13 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Es geht weiter auf der Wandertrilogie Allgäu. Nach einer frühen und kurzen Anfahrt startete ich nach einem Kaffee inkl. Butterbrezel erstmal zum längst überfälligen Trilogierundgang:

    Marktoberdorf ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 18.800 Einwohnern und liegt auf 758 m ü. NHN. Marktoberdorf ist somit höchstgelegene Kreisstadt Deutschlands und gehört zu den höchstgelegenen Städten in Bayern.

    Sehenswert sind die 2 km lange Kurfürstenallee - eine denkmalgeschützte Lindenallee aus der Barockzeit und das ehemalige Fürstbischöfliche Schloss. Das Schloss war ein Jagdschloss der Augsburger Fürstbischöfe und zuletzt der Sommersitz des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen.

    Das bekannteste und größte Unternehmen in Marktoberdorf mit rund 4000 Mitarbeitern ist die Produktionsstätte des Traktorenherstellers AGCO, ehemals Fendt.
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    Traveler

    Wenn auch nicht direkt um die Ecke, so sind wir doch gerade auf dem gleichen Breitengrad unterwegs. 👍😀

    StartTheTrail

    Das stimmt! 😃

    Sommersprosse

    Wurde die Luft dort schon dünn?

    StartTheTrail

    Da ich selbst auf 550m wohne, macht mir diese Höhenänderung nicht wirklich was aus.

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  • Sep2

    THRUnd-Hike Wiesengänger-Route

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute war die letzte Nacht im Trendic Hotel Marktoberdorf - einem Hotel mit CheckIn am Automaten und PIN für die Türen - eine Übernachtungsart, die wir wohl in Zukunft aufgrund des Fachkräftemangels wohl öfter sehen werden. Die Zimmer waren dafür günstig, sauber und modern eingerichtet.

    Tatsächlich vollende ich heute meinen THRUnd-Hike! Ich beende die Wiesengänger-Route nach ca. 440 km. Gestartet war ich am 05.11.21 auch in Marktoberdorf - wie die Zeit vergeht. Nun gehts auf der Wasserläufer-Route weiter.

    Doch zuerst musste die Etappe noch vollendet werden. Nach dem auschecken frühstückte ich erstmal in der Stadtmitte und fuhr dann mit der Bahn nach Leuterschach. Nur knapp über 11 km sollte es heute werden. War irgendwie auch froh drüber: die Beine schmerzten.

    Der Weg war eher unspektakulär: ein wenig Asphalt, dann schöner Waldweg. Vorbei am alten Römerbad und an einem schönen Badesee und zum Schluss über eine ausgedehnte Wiesenlandschaft mit schönem Blick auf die Allgäuer Alpen.

    Zum Abschluss gab es gegen 13 Uhr Kaffee und Kuchen bevor es mit der Bahn zurück zur Familie ging. Nächste Woche geht es dann weiter…
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    Sommersprosse

    Das Wetter ist seit dem Start aber deutlich besser geworden! Glückwunsch zur Vollendung der langen Strecke.

    StartTheTrail

    Das stimmt. Im November war es doch schon recht herbstlich!

    Traveler

    Herrlich, diese Silhouette 🏔🏔🏔, auch wenn es wohl mal wieder auf Asphalt und Schotter weitergeht.

    StartTheTrail

    Ja, der Asphaltanteil ist derzeit doch recht hoch. Wird aber in den Bergen sicherlich bald weniger werden.

    Traveler

    👍☺

     
  • Sep1

    Geisterläufer

    September 1 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen spürte ich etwas in den Beinen, was ich schon seit über einem Jahr (zumindest vom Wandern) nicht mehr gespürt hatte: Muskelkater!
    Die Verletzung hatte mich doch ganz schön aus der Bahn geworfen - und Corona mir dann den Rest Kondition genommen.

    Also, nichts wie raus aus den Federn und weiter marschieren. Heute allerdings aus logistischen Gründen in verkehrter Richtung - Geisterfahr… äh, …läufer sozusagen.

    Los ging es in Leuterschach, das ich mit der Bahn anfuhr. Die Etappe sollte mich heute immer entlang der Wertach führen - mal direkt am Ufer und mal etwas entfernt über diverse Anhöhen. Große Höhenunterschiede gab es aber selten zu überwinden.

    In der Ortschaft Wald gönnte ich mir zur Mittagszeit eine Kaffeepause, danach ging es wieder direkt zum Fluss - dieses Mal führte ein abenteuerlicher Pfad mit vielen Stegen durch ein Naturschutzgebiet und vorbei an einer naturbelassenen historischen Wiese, „dr moaamad“ genannt.

    Nach einigen Kilometern, die ich etwas weiter entfernt vom Fluss zurücklegen musste, wurde dann ein letztes Mal die Wertach gequert: Auf der Hängebrücke bei den Kaskadenwasserfällen - etwas wackelig zwar, aber dennoch eine willkommene Abwechslung - und die Kaskadenwasserfälle erinnerten mich ein klein wenig an Bad Urach.

    Da ich noch etwas Zeit hatte, bevor mein Bus mich abholen sollte, döste ich knapp eine halbe Stunde auf einer aussichtsreichen Bank, an welcher ich mich jedoch vor dem böigen und kühlen Wind schützen musste.

    Mit dem Bus ging es dann zurück ins Hotel nach Marktoberdorf, wo ich für meine drei Wandertage ein Basiscamp errichtet hatte. Abendessen gab es an beiden Tagen im sehr guten Restaurant Central.

    Distanz: 23 km
    Rauf: 394 hm
    Runter: 345 hm
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    Traveler

    Ui! Ein bisschen Amazonas Flair. Coole Brücke.

    StartTheTrail

    Das stimmt. Ist mir noch gar nicht aufgefallen: grüne Blätter und braunes Wasser…

    Traveler

    Da kenne ich aber eine ganze Reihe Menschen die du da nicht drauf bekommst!

    Traveler

    Mir wäre auch mulmig, aber es hat den Hauch von Abenteuer… 😬

    StartTheTrail

    Das wäre schlecht, denn es gibt, zumindest an dieser Stelle, keine Alternative… Fies ist auch, dass die Brücke erst auf der 2. Hälfte ordentlich zu schwingen beginnt. 😂

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  • Aug31

    Das Regen Comeback

    August 31 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun geht es endlich weiter auf der Wandertrilogie Allgäu - leider begann es ziemlich regnerisch.

    Mit dem letzten 9,- € Ticket ging es wieder zurück nach Kempten. Dieses Mal leider ohne das obligatorische Anreisevideo - dafür mit einem Bahnhofsfoto.
    Im Bahnhof versuchte ich den Regen noch ein wenig auszusitzen und genoss ein 2. Frühstück in der Bäckerei. Um 10:30 Uhr wollte ich dann aber nicht mehr länger warten, zog mein Fledermaus-Kostüm an und wanderte los.

    Die ersten Kilometer waren noch sehr städtisch geprägt und der Weg verlief lange Zeit auf Asphaltstraßen oder Radwegen.
    Erst nach ab dem Durachtobel wurde es interessant: der Weg verläuft hier entlang einem kleinen Tal und an mehreren Stellen wurden Spielgeräte installiert, so dass hier ein kleiner Wander-Abenteuer-Wasserspielplatz entstanden ist, der Kindern an heißen Sommertagen sicher gefallen würde.
    Auch zu einer alten Burgruine kann man aufsteigen. Dauerte zwar nur wenigen, war aber sehr rutschig bei dem Regen.

    Ein Waldgasthof kam mir zwecks Kaffee-Aufnahme gerade recht. So saß ich auch den Regen aussitzen konnte und den nun folgenden Mythenweg mit mehr oder weniger schaurig-amüsanten Geschichten auf Schautafeln im Trockenen absolvierte.
    Der Weg zog sich heute und ich merkte meine Füße bald schon relativ deutlich - die lange Pause hat doch Spuren hinterlassen.

    In der Annahme, es würde nicht mehr regnen, verstaute ich alle Regenschutz-Utensilien im Rucksack - das sollte sich schon bald als Fehler erweisen: plötzlich wurde der immer noch bedeckte Himmel immer dunkler und es begann heftig zu schütten.
    Ich hatte keine Ahnung, wo das herkam. Laut Wetter-App sollte der Regen eigentlich für diesen Tag durch sein.
    Notdürftig kramte ich den Schirm aus den Seitenfach und lief erstmal 20 Minuten durch die Walachei, bevor ich einen Unterstand erreichte. Da der Regen aber von oben/unten/links/rechts kam, war ich bis dahin leider schon ziemlich durchnässt.

    Wieder voll ausgestattet musste ich weiterwandern, da der Bus zum Übernachtungsziel nicht auf mich warten würde. Mit letzter Kraft und ziemlich nass kam ich schließlich noch an der Bushaltestelle in Görisried an - was für ein Auftakt… 😰

    Distanz: 26 km
    Hoch: 355 m
    Runter: 266 m
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    Sommersprosse

    Regen kennen wir hier immer noch nicht.

    StartTheTrail

    Hm, das ist echt ein Problem. Südlich der Donau gab es wenigstens ab und zu mal ein paar Regentage, so dass zumindest die Wiesen noch recht grün sind und der Mais wächst. Manche Baumarten haben aber auch hier Trocken-Stress: viele Kastanienbäume sind schon fast komplett braun eingefärbt…

    Sommersprosse

    Musste oder durfte man da rüber?

    StartTheTrail

    Da durfte man drüber und musste danach nochmal drüber, da es eine Brücke ohne weg auf der anderen Seite war - ziemlich coole, aber etwas glitschige Sache! 😂

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  • Jun4

    Und jetzt? Verletzt!

    June 4 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Was sollte man nicht machen, wenn man gerade 145 km in 6 Tagen gewandert ist? Das erfahrt ihr am Ende des Footprints.

    Zunächst quälte ich mich aber aus dem Bett des B&B Hotels in Kempten und fuhr mit dem Bus zurück nach Ermengerst. Gefrühstückt hatte ich mein Porridge aus dem Gaskocher, welches ich im Hotelzimmer zubereitet hatte. Auf das Frühstück im Hotel wollte ich verzichten.
    In Ermengerst angekommen verließ ich den Bus und stolperte erstmal über eine gute besuchte Metzgerei. Einen warmen Leberkässemmel später startete ich dann wirklich.

    Der Weg war ziemlich unspektakulär, aber es war extrem warm. Man hatte ein paar schöne Aussichten auf das Allgäu und die Stadt Kempten, die unerklärlicherweise von der Wandertrilogie ziemlich unberücksichtigt bleibt und so erreichte ich zur Mittagszeit einen Biergarten, in dem ich bei Kaffee und Radler meine erfolgreiche Wanderung feierte.

    Distanz: 13,2 km
    Rauf: 202m
    Runter: 320m

    Nun folgt der nicht so schöne Teil des Tages:
    Mit dem 9-Euro Ticket fuhr ich zu meiner Familie nach Oberstaufen, wo die sich zwecks einem Besuch bei Verwandten gerade befand. Die Gott sei Dank nur 30 Minuten Bahnfahrt waren schier unerträglich, da die Passagiere von außen in den Zug gepresst werden mussten, damit alle mitkommen konnten.

    Nach dieser schwitzigen Angelegenheit war ich froh, dass ich von den Jungs gleich mit einer ordentlichen Wasserschlacht begrüßt wurde.
    Als ich allerdings dann schnell das Weite suchen wollte, passierte es. Ein dumpfer Schmerz im linken Fuß brachte mich zum stehen und die Wade machte total zu. Zuerst dachte ich, es wäre die Achillessehne, doch glücklicherweise war es es wohl „nur“ ein Muskelfaserriss. Auf jeden Fall schwoll das Bein relativ heftig an und schimmerte Tage später in allen erdenklichen Blautönen.

    Zwar ist das Bein wieder einigermaßen schmerzfrei (an wandern ist momentan jedoch immer noch nicht zu denken), aber nun hatte mich das böse „C Virus“ dahingerafft und ich durfte die wärmsten Tage des Jahres in den eigenen vier Wänden verbringen. Sowas nennt man wohl „einen Lauf haben“! 😂
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    Sommersprosse

    Da kann ich das Like nicht vergeben, um mich kenntlich zu machen, sondern nur hoffen, dass du bald wieder fit bist.

    6/24/22Reply
    Traveler

    Alles Gute und werde schnell wieder gesund und fit!

    6/24/22Reply
    Traveler

    Das Herz vergebe ich als gute Besserung 😊

    6/24/22Reply
    Traveler

    Da schließe ich mich an

    6/24/22Reply
    12 more comments
     

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