Tag 65: Camino de Hierro
2022年6月7日, スペイン ⋅ ⛅ 22 °C
Gefahrene Strecke: La Fregeneda - Zamora 139 km
Heute hieß es früh aufstehen, um rechtzeitig los gehen. Da wir am Startpunkt übernachtet haben, war das relativ easy. Am Eingang, einem ausrangierten Eisenbahnwaggon, der als Büro dient, wurden nochmal unsere Anmeldedaten gecheckt und d wir bekamen genaue Verhaltenshinweise.
Eines vorweg: Die Anmeldung per Internet (caminodehierro.es) mindestens 24 Std. vorher ist unbedingt erforderlich, sonst hast du keine Chance.
Montags ist geschlossen. An allen anderen Tagen kann man zwischen 7:30 und 8:30 starten; nicht früher und nicht später. Von Barca d'Alva wird man dann ab 12.30 mit einem Shuttledienst zurückgebracht. Den Weg in die andere Richtung zu gehen ist verboten
Zum Camino de Hierro: Es handelt sich um eine spektakuläre Wanderung entlang einer aufgelassenen Eisenbahnstrecke
Die Bahnstrecke Barca d'Alva–La Fuente de San Esteban, auf portugiesisch gelegentlich Linha Internacional de Barca d’Alva a La Fregeneda e a Salamanca genannt („Internationale Strecke von Barca d'Alva nach La Fregeneda und Salamanca“), ist eine Eisenbahnstrecke in iberischer Breitspur, welche die Linha do Douro mit dem spanischen Eisenbahnnetz verband. Bis zur Schließung der Strecke im Jahr 1985 verkehrten dort regelmäßig Personen- und Güterzüge.
Zudem diente die Strecke als häufig genutztes Verkehrsmittel für die Bevölkerung von Tras os Montes, um die zahlreichen Volksfeste auf spanischer Seite zu besuchen, unter anderem in La Fregeneda und Sobradillo
Mit dem hochkomplexen und technisch äußerst hersusfordernden Bau dieser Eisenbahnstrecke wurde 1882 begonnen. Im Dezember 1887 konnte die Strecke fertiggestellt werden.
Die Strecke, die bewanderbar ist, liegt zwischen Fregeneda und Barca d'Alva in Spanien, immer ziemlich direkt an der spanisch-portugiesischen Grenze und beträgt 18 km. Der gesamte Weg befindet sich im Naturpark de Arribes de Duero in der Provinz Salamanca.
Diese Strecke ist die bautechnisch anspruchvollste. Sie hat 20 Tunnels und 10 Brücken. Der längste Tunnel ist der Tunnel Nr.1 mit einer Länge von 1,5 km. Der Tunnel Nr.3 muss in den Monaten April bis August umgangen werden, da in dieser Zeit im Tunnel die Fledermäuse brüten.
Die Wanderung führt immer leicht bergab, ist also konditionsmäßig nicht anstrengend. Sie erfordert aber volle Konzentration, weil naturgemäß am Weg viele Steine liegen, weil man sehr genau hinschauen muss. Das hat dann zur Folge, dass man am Ende der 18 km doch relativ erschöpft ist.
Die Wanderung lohnt sich auf jeden Fall, ist dringende Empfehlung für alle, die Spanien außerhalb der üblichen Attraktionen und touristischen Zentren bereisen wollen.
Heute waren angeblich genau 19 Menschen am Weg. Wir haben uns mit einem spanischen Paar unterhalten, die uns wertvolle Tipps für unsere geplante Picos de Europa Tour geben konnten.
Am späteren Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Zamora. Dort gibt es am Stadtrand einen recht angenehmen kostenlosen Stellplatz.
Am Abend gab es dann in einem äußerst belebten Lokal Tapas und Rotwein.もっと詳しく
Tag 64: Urlaubstag
2022年6月6日, スペイン ⋅ ⛅ 28 °C
Gefahrene Strecke von Barca d'Alva nach La Fregeneda 26 km.
In der Früh waren wir unschlüssig, wie wir den heutigen freien Tag verbringen sollten. Frei ja deswegen, weil wir ja erst morgen den Camino de Hierro gehen können.
Sollen wir eine Wanderung machen? Die Lust hält sich in Grenzen...
Schiffl fahren? Wär toll, aber keiner da.
Also fahren wir nach La Fregeneda, genauer zum Startpunkt des Camino de Hierro. Und das war goldrichtig. Denn hier haben wir die Verantwortliche getroffen, die uns darüber informiert, dass der Weg nur zwischen 7.30 und 8.30 gestartet werden kann. Sehr wichtig!!!!
Wichtig auch die Info, dass es im Dorf einen Supermarkt gibt, der aber demnächst schließt. Also Auto nochmal starten, auf zum Supermarkt, der sich als kleine Tienda entpuppt, aber ausgezeichnet sortiert ist. Gemüse, Käse, Kartoffeln, Hühnerkeulen, alles fürs Abendessen in der Pampa. Dann zurück zum Parkplatz, Tisch und Sessel raus und Urlaubstag.もっと詳しく
Tag 63: Routenänderung
2022年6月5日, スペイン ⋅ ☀️ 26 °C
Gefahrene Strecke: Rio de Onor - Barca d'Alva 154 km
Eigentlich war der Plan, heute Portugal zu verlassen und über Zamora in Spanien so langsam Richtung Nordspanien zu fahren.
Aber: Da war auf unserem Übernachtungsplatz in Rio de Onor ein portugiesisches Paar mit Wohnmobil. Und die haben und vom Camino de Hierro erzählt, einem Wanderweg von 18 km immer auf einer aufgelassenen Bahnstrecke, mit entsprechend vielen Tunnels und Brücken.
Der Weg verläuft auf der spanischen Seite der Grenze aber unterhalb vom Douro.
Die Erzählung der beiden hat uns fasziniert und so beschlossen wir kurzerhand, die 150 km zurückzufahren ins Dourotal und diese Wanderung zu machen. Mehr dazu beim nächsten Footprint. Nur soviel: Auf der Fahrt stellten wir fest, dass der Weg leider morgen, am Montag geschlossen ist und erst am Dienstag wieder geöffnet wir. Und man muss sich übers Internet anmelden und 5€ pro Person zahlen. Hat alles bestens funktioniert.
Also fuhren wir heute bis Barca d'Alva. Barca d'Alva liegt in Portugal an der Mündung des Flusses Agueda in den Douro. Auf der anderen Seite des Flusses ist Spanien. Dort gibt es ein gutes Restaurant mit Parkplatz, wo wir über Nacht stehen können.
Etwas abenteuerlich war die Fahrt bis dahin. Da in Portugal Treibstoff wesentlich teurer ist, als in Spanien, haben wir in Portugal 20 Liter getankt, wissend, dass wir eh bald nach Spanien kommen - nicht wissend, dass sofort nach der Landesgrenze keine Tankstelle auf uns warten wird. Langer Rede kurzer Sinn: Treibstoff wurde bedenklich knapp und von einer Tankstelle weit und breit keine Spur.
In Barca d'Alva hab ich also in der örtlichen Bar nachgefragt, wo denn die nächste Tankstelle sei. 5 Männer erklärten mir vieles, aber mit dem Sukkus, dass sich das mit unserer Treibstoffsituation nicht mehr ausgehen kann. Der Wirt der Bar erbarmte sich schließlich unser und holte irgendwo 10 Liter Diesel, die wir mit Trichter in den Tank füllten. War wieder Mal eine Lehre, dass Geiz teuer werden kann: 20€ für 10 Liter Treibstoff und für jeden der beratenden Männer ein Bier.
Diese Aktion fand in Portugal statt und es war nicht ganz so einfach, mit den Leuten zu reden, weil sie nur radebrechend spanisch sprechen.
5 Minuten später ist man dann in Spanien und alle tun so, als ob Portugal irgendwo wäre..
Auf jeden Fall haben wir im Restaurant auf unserem spanischen Stellplatz fein gegessen und getrunken.
Es ist ja lustig hier, weil man nie genau weiß, ist man jetzt in Spanien oder Portugal. Was ja egal wäre, wäre da nicht die Sprach- und Zeitbarriere. Portugal hat MEZ, während Spanien unsere Zeit, also MEZ +1 hat.もっと詳しく

旅行者Solche Erlebnisse gefallen mir, zugegebenermaßen nur dann, wenn sie schon zu einem guten Ende gekommen sind oder wenn sie, wie Vero zu sagen pflegt: „Nur Geld kosten!" In Wirklichkeit aber helfen sie mir, das Leben besser zu verstehen und zu lieben!

Staunend reisen mit EdithJa, genau lieber Reiner. Hat mir wieder mal gezeigt, wie herzlich und hilfsbereit die meisten Menschen sind, wenn man ihnen freundlich, respektvoll und herzlich begegnet
Tag 62: Tras os Montes
2022年6月4日, スペイン ⋅ ⛅ 19 °C
Gefahrene Strecke von Gondesende nach Rio de Onor: 64 km
Also heute sind wir wirklich ganz tief drinnen im Tras os Montes und gleichzeitig im Parque Natural de Montesinho.
Der Naturpark ist wirklich wunderschön, alles grün und saftig. Mit Wein ist hier wirklich Schluss und auch die Olivenbäume, die nach und nach die Weinreben ersetzt haben, werden spärlicher. Dafür wachsen hier Unmengen von Edelkastanien.
Der Naturpark ist mit einer Fläche von 74.230 Hektar einer der größten Naturparks des Landes. Er befindet sich im Nordosten von Portugal und grenzt an Spanien. Der Park umfasst zwei Gebirgsketten, die Serra da Coroa auf der Westseite und die Serra de Montesinho auf der Ostseite
In dieser seit Jahrtausenden bevölkerte Region findet man in vielen ihrer Dörfer noch archäologische Überreste, die man verzweifelt zu vermarkten versucht.
Im ganzen Park gibt es 92 Dörfer, die mehr oder weniger belebt sind und die man teilweise versucht mit EU Geldern zu revitalisieren, was zwar sehr viel zur optischen Verschönerung der Dörfer beiträgt und viele wirklich liebevoll restaurierte Häuser zur Folge hat. Aber die Abwanderung aus den Dörfern, aus dem ganzen Gebiet, kann damit nicht gestoppt werden. So versucht man zumindest über Tourismus die Dörfer zu beleben, was aber nach unserem Eindruck am Willen der wenigen Einheimischen scheitert.
Es gibt wirklich viele ausgezeichnet markierte Wanderwege. Was fehlt ist dann aber eine entsprechende Struktur in den Dörfern: Ein kleines Restaurant oder Café, das Mahlzeiten anbietet, Unterkünfte, die gebucht werden können, Informationsstelle, die geöffnet sind....
Das alles fehlt.
Wir waren in Montesinho, dem angeblich meist besuchten Ort in der Gegend und Ausgangsort für schöne Wanderungen. Wir haben eine 12 km lange Wanderung gemacht. Zuvor haben wir unser Wohnmobil brettlbreit mitten auf den kleinen Dorfplatz gestellt. Dann begann die Suche nach irgendeinem Menschen, den wir fragen können, ob wir hier stehen dürfen. Doch, doch...es fand sich jemand und natürlich durften wir.
Und als wir von der Wanderung zurückkamen, hatte ein Vereinslokal geöffnet und wir bekamen Fanta und Wasser. Sonst war niemand da.
Wir fuhren weiter nach Rio de Onor, dem nordöstlichen Ort Portugals. Laut diverser Reiseführer ist der Ort zweigeteilt. Die Landesgrenze zwischen Portugal und Spanien geht angeblich mitten durch den Ort, die Leute leben angeblich glücklich und zufrieden miteinander. Aber hier ist das Märchen auch schon aus.
Wir haben uns die Realität angesehen: Rio de Onor auf portugiesischer Seite hat sehr viel Geld in die Renovierung der alten Häuser gesteckt, die zum Großteil dem Tourismus dienen sollen. Der Ort schaut ziemlich adrett und gefällig aus und es kommen auch immer wieder Touristenbusse.. Die Leute steigen aus, machen ein paar Fotos und verschwinden wieder.
Wir haben von einem guten Restaurant gehört. Dort wollten wir nochmal gut portugiesisch essen. Der Wirt war quasi entsetzt, als er hörte, dass wir bei ihm essen wollten und hätte uns wahrscheinlich rausgeschmissen, wenn wir nicht von selbst gegangen wären.
500 m weiter gibt es den Ort Rihonor de Castilla. Dazwischen eine Grenze. Rihonor liegt also in Spanien und man merkt einen gravierenden Unterschied. 29 Einwohner, lauter Alte.. Keine sanierten Häuser, alles ist dem Verfall preisgegeben
Eine pompöse neue Holzbrücke für Fußgänger, EU finanziert, führt über den Fluss Fontano. Unnötig, weil 50 m daneben die Straßenbrücke über den Fluss führt und die Straße kaum bis gar nicht befahren ist.
Zusammengefasst: Die Landschaft ist wunderschön. Auf portugiesischer Seite versucht man relativ erfolglos den Ort zu revitalisieren, auf spanischer Seite ist es einfach ein vergessenes Dorf. Und die vielbeschworene soziale Idylle ist ein Mythos.
Übrigens: Übernachtet haben wir auf einem Platz am Ortseingang zu Rio de Onor. Das war einmal ein Stellplatz. Gegenüber gibt es einen ausgedient Campingplatz. Alles da, aber leider außer Betrieb und völlig verwahrlost.もっと詳しく
Tag 61 : Bragança und Cepo Verde
2022年6月3日, ポルトガル ⋅ ⛅ 19 °C
Gefahrene Strecke : Bragança-Camping Cepo Verde (Gondesende): 15 km
Den Tag haben wir noch zum größten Teil in Bragança verbracht. Zunächst um Bragança näher kennen zu lernen und dann noch auch dem Stellplatz, um das Wohnmobil in Schuss zu bringen.
Wir befinden uns in der Region Tras os Montes (Hinter den Bergen) und so sieht es tatsächlich aus, obwohl Bragança eine recht sympathische und lebendige Stadt ist, wohl auch, weil sie Universitätsstadt ist und daher auch viele jungen Leute dort leben
.
Bragança ist die Hauptstadt der Provinz Trás-os-Montes im Nordosten Portugals. Diese nicht touristische erschlossene Bergregion bietet wunderschöne Kulissen, historische Stätten, Naturlandschaften und eine vielfältige lokale Küche. Bragança liegt am Rande des Naturparks Montesinho – eines der wildesten Waldgebiete in Europa mit einer sehr vielfältigen Fauna und Flora.
Bragança selbst hat ein großes Kastell, von dem nur mehr die Außenanlage steht, das mit seiner guterhaltenen Burgmauerund den 4 Wehrtürmen einen Besuch wert ist. Innerhalb der Mauern befinden sich viele Cafés und Restaurants, das ältesten Rathaus Portugals und schön renovierte, urtümliche Häuser. Der Rest der Stadt kann gut zu Fuß erlebt werden. In der Tourismusinformation wurden wir kompetent über den Naturpark de Montesinho informiert, an dessen Rand Bragança liegt, und der auch als die Attraktion der Region vermarktet wird.
Am späten Nachmittag fahren wir dann nur ein kurzes Stück in den Naturpark hinein und landen auf dem vermutlich schönsten Campingplatz unserer Reise : Auf dem Campingplatz Cepo Verde in Gondesende. Wunderschön gelegen, sehr gut und liebevoll in Stand gehalten und MAN HÖRE UND STAUNE: Ein wirklich super Restaurant mit tollem Essen, gutem Wein und das alles zu einem vernünftigen Preis. Der Campingplatz selber kostet für Wohnmobil und zwei Personen 15€.
Wir haben hier auch eine junge Familie aus Villach getroffen, mit denen wir im Restaurant einen netten Abend verbracht haben: Agnes, Florian und der 10 Monate alte Emil.もっと詳しく
Tag 60: Abschied vom Douro
2022年6月2日, ポルトガル ⋅ ⛅ 23 °C
Gefahrene Strecke: Von Miranda do Douro nach Bragança: 79 km
Miranda do Douro ist wirklich ein sympathisches Städtchen.
Hat nicht viel zu bieten, aber dennoch ist es ein Ort zum Wohlfühlen, wenn man nicht dort leben muss.
Es gibt nette Cafés, eine Burgruine, natürlich mindestens eine Kirche und einen wunderbaren Blick auf den Douro. Und überall hängen Schwalbennester und entsprechend viele, viele Schwalben fliegen herum.
Wir haben am Vormittag noch eine 14 km lange Wanderung unternommen, immer nahezu direkt an der portugiesisch-spanischen Grenze, im Nationalpark Douro-Duero (Duero heißt der Fluss in Spanien). Der Wanderweg führt immer auf der GR 36, der Grande Rota do Douro mit insgesamt 127km. Wir haben nur eine kleine Etappe bis nach Vale de Àguia und zurück gemacht.
In Miranda und Umgebung (auch in Bragança) sprechen die Leute übrigens eine eigene offizielle Sprache, das Mirandes, eine Mischung aus portugiesisch, spanisch und galego, das in der spanischen Region Galicien gesprochen wird.
In dieser Gegend sind die offiziellen Bezeichnungen alle zweisprachig, also auf portugiesisch und mirandes, angeschrieben.
Am Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Bragança.
Jetzt erleben wir Portugal fernab von Stränden, Tourismus und es geht auch weg vom Douro, hinein in die Region Tràs os Montes (Hinter den Bergen).
Heute haben wir von der Region noch nicht viel gesehen. Die Straße nach Bragança ist sehr gut, sogar auf der Autobahn sind wir ein Stück gefahren.
In Bragança sind wir auf einem Stellplatz direkt unter der Burg, schön schattig, schön gerade, wenn man an der richtigen Stelle steht. Überraschenderweise ist der Platz gut besucht.
Am Abend sind wir noch essen gegangen (Porta do Sol), was ein wirklicher Verhau war.もっと詳しく
Tag 59: V.N. Foz Côa-Miranda do Douro
2022年6月1日, ポルトガル ⋅ ⛅ 22 °C
Gefahrene Strecke: 180 km
Vila Nova heißt deswegen Foz Côa, weil hier der Fluss Côa in den Douro mündet. (Foz bedeutet Mündung).
Der Ort ist wegen seiner Felszeichnungen, die am Fluss Côa in rauen Mengen entdeckt wurden, sehr berühmt geworden. Aber die Geschichte, wie diese Felszeichnungen überhaupt entdeckt wurden, ist wirklich spannend: Anfang der 90er Jahre sollte das Côa -Tal durch ein riesiges Staudammprojekt zum größten Teil überflutet werden. Die Bauarbeiten waren schon in vollem Gange. Im Zuge dessen wurden die Felszeichnungen entdeckt. Durch großen Protest der Bevölkerung, vor allem der jungen Menschen und der Wissenschaftler konnte das Projekt schließlich gestoppt werden. Wirklich das Aus für das Staudammprojekt hat erst Antonio Guterres angeordnet, der 1995 portugiesischer Ministerpräsident wurde.
Heute ist die Geschichte dieser beeindruckenden Felszeichnungen in einem sehr modernen Museum sehr gut aufbereitet nachzuvollziehen.
Wir haben dieses Museum heute früh besucht und waren begeistert.
Dann fuhren wir weiter nach Miranda do Douro. Jetzt wird der Douro enger, ist zwar immer noch schiffbar, aber für die Flusskreuzfahhrtschiffe ist in Vila Nova Schluss.
Auch die Landschaft verändert sich langsam, aber merklich. Die Weinreben machen mehr und mehr den Olivenbäumen Platz. Zwischendurch sieht man kleine Mandelplantagen.
Wein gibt es zwar immer noch, jetzt hauptsächlich Rotwein und die Anbaugebiete sind sehr klein.
Obwohl Miranda do Douro an der nordöstlichen Grenze zu Spanien liegt, führt eine gut ausgebaute Straße dahin. Der Ort liegt oberhalb des Douro, der hier die Grenze zwischen Portugal und Spanien bildet und liegt im Internationalen Parque de Douro/ Duero.
Wir haben einen genialen Stellplatz gefunden, etwas unterhalb des Mehrzweck Pavilhao, weil der Platz dort oben von Kinder-Gesundheitswochen okkupiert war.
Nach einem ausführlichen Rundgang durch den netten Ort und viele Blicke auf den Douro, haben wir heute wieder einmal im Wohnmobil gekocht: Omnia Knödel und Salat. Sehr gut!!もっと詳しく
Tag 57/58: Im Dourotal
2022年5月31日, ポルトガル ⋅ ☁️ 17 °C
Gefahrene Strecke: Von Porto nach Crestuma am Nachmittag von Tag 56: 38 km
Gefahrene Strecke Tag 57: Von Crestuma nach Tabuaço: 127 km
Gefahrene Strecke heute: Tabuaço-Vila Nova de Foz Coà: 88 km
Die letzten beiden Tage lassen sich gut zusammenfassen, weil die Fahrt durchs Dourotal wirklich ein einzigartiges Erlebnis ist und ich kann mich gar nicht sattsehen an dieser Landschaft.
Dennoch ein bisschen der Reihe nach.
Am Sonntag sind wir am Nachmittag in Porto losgefahren. Es war mal wieder an der Zeit für Ent- und Versorgen, da wir in Porto ja 3 Tage auf dem Parkplatz gestanden haben. Es gibt ca. 9 km außerhalb von Porto einen Stellplatz, bei dem wir das alles kostenlos machen konnten. Auf diesem Stellplatz kann man problemlos übernachten, die Metro nach Porto hält quasi vor der Tür.
Wir sind aber weitergefahren nach Crestuma, das noch ziemlich am Anfang des Dourotales liegt; da gibt es einen wilden Platz an der Praia fluvial, liegt direkt beim Restaurante des Club Nautico.
Dann gestern weiter durch das Dourotal nach Tabuaço, das mitten im Weinbaugebiet liegt.
Die Fahrt dorthin war einfach überwältigend. Wir haben unsere Route ziemlich flussnah gewählt, dennoch gab es nicht wenige Steigungen, Gefälle und Kehren zu bewältigen.
Der erste Teil des Dourotales ist ganz stark bewaldet. Es gibt hier noch viele Orangen- und Zitronenbäume, aber von Wein keine Rede.
Aber dann, nach ca. 80 km beginnt der Weinbau---- und da gibt's kein Halten mehr. Wein soweit das Auge reicht, vom tiefsten Flussufer bis auf den höchsten Hügel .... Teilweise unterbrochen wird hier der Weinbau nur von Olivenhainen.
Überall stehen wunderschöne Quintas, große, kleinere. Selbst große Namen wie Sandemann haben dort gewaltige Weingärten.
Wir haben uns die Quinta do Monte Travesso ausgesucht. Dort kann man super übernachten und es gibt eine sehr informative Weinführung mit anschließender Verkostung.
Bei dieser Weinführung haben wir zwei nette deutsche Paare kennengelernt: Elke und Bernd / Marion und Hans.
Nachdem wir bei der Verkostung darauf geeinigt hatten, dass der Weißwein am besten schmeckt, hat jedes Paar eine Flasche davon gekauft und wir haben die Weinverkostung gemeinsam intensiviert. Natürlich haben die 3 Flaschen nicht gereicht und wir hatten dankenswerterweise alle noch Reserven in unseren Wohmobilkellern. Und die Kühlschränke gaben noch sättigende Unterlagen her. Es wurde ein sehr feiner, netter Abend, der leider bei mir für gewaltige Nachwehen heute den ganzen Tag sorgte.
Von der Quinta sind wir heute Vormittag dann weitergefahren. ( Ich konnte weder fahren, noch mich für sonst was begeistern, mir war einfach nur schlecht).
Die Straße war auch heute äußerst kurvenreich und ging bergauf und bergab.
Die Weinbaugebiete werden weniger, Obstbau und Oliven mehr. Die Gegend ist immer noch sagenhaft schön, aber es wird sehr heiß und trocken.
Wir fahren heute bis Vila Nova da Foz Coà. Dieser Ort liegt im Landesinnern auf einer Hochebene inmitten einer Region, die wegen der glühenden Hitze, die hier während der Sommermonate herrscht, "terra quente" (heisses Land) genannt wird.
Berühmtheit erlangte Vila Nova de Foz Côa durch eine Reihe von Felsbildern, die man an den Ufern des Flüsschens Côa gefunden hat und die bis in die Altsteinzeit zurückreichen. Was das Côa-Tal so einmalig macht, ist die Tatsache, dass bis heute nirgendwo sonst auf der Welt eine so grosse Anzahl an paläolithischen Darstellungen unter freiem Himmel gefunden wurde. 1998 wurden sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Und unser guter Stellplatz ist genau vor dem Museum und dem Zugang zu diesen Darstellungen. Wir haben von hier aus einen wunderbaren Blick über den Douro und das ganze Gebiet ringsum.
Außerdem gibt es ein ganz tolles Restaurant. Dort haben wir zu sehr vernünftigen Preisen wunderbar gespeist.
Übrigens geht's mir jetzt wieder gut.
Morgen werden wir das Museum und die Felsbilder erkunden und dann weiterfahren immer den Douro entlang weiter ins Landesinnereもっと詳しく
Tag 54/55/56: Porto
2022年5月27日, ポルトガル ⋅ ☁️ 27 °C
Jetzt also 3 Tage Porto.
Porto ist eine Stadt zum Schauen, zum Staunen, zum Genießen. Leider wissen das viele andere Menschen auch.
Die Stadt ist extrem voller Menschen, die sich in Gruppen zusammenrotten und mit Porto-ExpertInnen die Stadt stürmen, oder im Seightseeingbus sitzen oder mit der Rischka herumgegondelt werden oder eine der vielen Douro - Cruises - Touren mitmachen oder die, so wie wir, in Eigenregie die Stadt erkunden. Auf jeden Fall ist die Stadt wahnsinnig überlaufen.
Aber Porto ist so faszinierend und eigentlich ein Muss für jede/n Portugalreisende/n.
Die Stadt liegt an der Atlantikküste und an der Douromündung und diese Lage ist es, die Porto so faszinierend macht.
Derzeit wird überall gebaut und renoviert, man hat das Gefühl, die ganze Stadt sei eine einzige Baustelle.
Die Mischung aus toll renovierten, wunderschönen Altstadthäusern und daneben höchstsanierungsbedürftigen Ruinen hat schon einen ganz besonderen Charme.
Natürlich verfügt Porto über sog. Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen, Galerien. Kann man alles besuchen, aber ein Gefühl für die Stadt erlangt man dadurch nicht.
Die Stadt gehört zu Fuß durchstreift.
Das linken Douroufer mit all den Portweinkellern, den dazugehörigen Geschäften und Restaurants und den berühmten Namen wie Sandeman und Calem hat den Hauch von Konsum und Luxus.
Das rechte Douroufer (Ribeira )mit den vielen, vielen Lokalen und den Anlegestellen für die Ausflugsschiffe ist absolut auf Tourismus ausgerichtet.
In der Altstadt herrscht geschäftig touristisches Treiben, viele nette Geschäfte und erstaunlich wenig Touristenkitsch, viele Restaurants, Bars und Kneipen und unendlich viele Baustellen.
Besonders empfehlen muss ich unbedingt einen Besuch des Bahnhofs von Porto.
Kaum ein Bahnhof auf der Welt ist schöner als der Bahnhof von Porto Sao Bento. Auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Mosteiro de Sao Bento de Ave-Maria gelegen, bietet der Bahnhof von Porto nicht nur eine beeindruckende Architektur, sondern vor allem auch über 20.000 Azulejos, die berühmten portugiesischen Keramikfliesen, auf denen die Geschichte Portugals dargestellt ist.
Viele kleine Gassen mit vielen, vielen Treppen, eine Seilbahn, eine Standseilbahn, die derzeit gerade außer Betrieb ist, ein Stadtaufzug, den wir am letzten Tag entdeckt haben, ein gutes öffentliches Verkehrsnetz mit Metro, Tram und Bussen, das alles ist auch Porto.
Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die schmiedeeiserne Fachwerk-Bogenbrücke Ponte Dom Luis I.,die natürlich über den Fluss Duoro führt.
Wir haben uns gleich am ersten Tag eine Porto Card gekauft, die auch alle öffentlichen Verkehrsmittel einschließt und 25 € für 3 Tage kostet. Gleich vorweg: Genutzt haben wir sie nicht wirklich, aber so haben wir halt die örtliche Verkehrsinfrastruktur gefördert.
Die Porto Card beinhaltet neben der Nutzung der Verkehrsmittel auch Ermäßigungen auf diverse Museumsbesuche u.ä.
Wir waren im Douro- Weinmuseum, da sieht man aber nur den Verlauf des Douro und in alten Filmen, wie mühsam der Wein vom Landesinneren über den Fluss nach Porto gebracht wurde. Sonst waren wir in keinem Museum. Ich mag nämlich nur ganz, ganz spezielle Museen.
Für Öffis haben wir die Card auch nur 2 Mal gebraucht. Wir sind mit der 500-er Linie nach Matosinhos und zurück gefahren. Auf dem Rückweg sind wir auf halbem Weg ausgestiegen und sind in einem sehr netten Lokal bei Tapas und Weißwein versumpft und irgendwann mit einem überfüllten Bus bei 35 Grad (nahe am Kreislaufkollaps) zurückgefahren.
Thomas hatte an dem Tag Geburtstag, wir haben aber nach dieser Ochsentour den Abend "zuhause" verbracht und Bacalao mit Pimientos de Padron gegessen. Ich hab jetzt definitiv die Schnauze voll von Bacalao.
Frühstück gibt's in der Stadt überall mehr oder weniger gut, mehr oder weniger kreativ, mehr oder weniger preiswert. Man muss halt dann auch dort einkehren, wo es ein gutes Angebot gibt und das funktioniert nicht immer.
Sensationell sind die Lokale etwas abseits vom Touristenrummel. Interessantes Publikum, preisgünstiges und gutes Essensangebot und gute Weine. Davon haben wir 2 kennengelernt und beide haben eigentlich zum halbtägigen Versumpfen eingeladen.
Ein besonders feines Lokal haben wir für Thomas Geburtstagsessen, das wir am 28. nachgeholt haben, gefunden: La tabla de Avo, mit 22 Plätzen, sehr eng aneinandergeschmiegt.
Wir haben das Lokal im Vorbeigehen zu Mittag entdeckt und wollten für den Abend reservieren. Geht nicht, sagt der Besitzer. Kommt um 19.00 Uhr, dann gibt es vielleicht noch Platz. Das haben wir dann gemacht. Um 18.50 waren wir da und da warteten schon einige.
Aber was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt. Wirklich super Essen, super Wein, ganz feine Atmosphäre.
Anekdote am Rande: Als Aperitiv stand auf der Karte "Fino". Wir haben uns sehr gefreut und gleich zwei bestellt Zu unserem Erstaunen bekamen wir 2 kleine Bier geliefert. Aufklärung: Fino ist hier kleines Bier. Wurde uns dann aber gegen zwei weiße Portwein ausgetauscht.
Heute, am dritten Tag, ist das Wetter nicht mehr so strahlend und nicht mehr so heiß. Schiffl fahren am Douro wollte ich immer, aber heute passt mir das Wetter nicht, also kein Schiffl fahren. Und am frühen Nachmittag fahren wir weiter ins Dourotal.もっと詳しく

旅行者Hallo ihr Zwei, ich hoffe ihr bringt einen guten trockenen sandeman cherry mit. Noch viel Spaß auf eurer wunderschönen Reise. Liebe Grüße Manu und Leo

Staunend reisen mit EdithDas mit dem Sandemann und trocken hat in Porto nicht funktioniert. Dazu muss man nach Jerez. Aber was Gutes zum Trinken bringen wir sicher mit. 😘😘
Tag 53: Torreira-Porto
2022年5月26日, ポルトガル ⋅ ☀️ 23 °C
Gefahrene Strecke: 58 km
In der Früh sind wir noch an die Lagune Frühstücken gegangen. Dann noch ans Meer. Endlich haben wir auch unsere obligatorischen Ansichtskarten in einen Briefkasten werfen können.
Zurück zum Campingplatz noch etwas Ordnung machen und am Nachmittag sind wir dann immer möglichst in Küstennähe nach Porto gefahren. Der eine und andere Stau, aber alles easy.
In Porto haben wir einen tollen, überdachten Parkplatz gefunden, auf dem wir 72 Stunden um 20€ stehen können.
Toller Platz quasi mitten in der Stadt, mit Blick auf den Douro und die berühmte Brücke.
Gegenüber der Hügel, von dem aus man den Sonnenuntergang über Porto am besten beobachten kann und der voller Menschen ist. Dort gehen wir hin.
Und dann noch Abendessen in ein Restaurant in unserer Nähe.もっと詳しく
Tag 52: Poço da Cruz- Torreira
2022年5月25日, ポルトガル ⋅ 🌙 17 °C
Gefahrene Strecke: 57 km
Nach einem langen Gespräch mit Karen, quasi als Fortsetzung von gestern, machten wir uns gegen 12.00 auf den Weg. Langsam, aber sicher, nähern wir uns Porto. Nein, heute kommen wir noch nicht dahin.
Zunächst besuchen wir aber die bezaubernde Stadt Aveiro, die auch als Venedig Portugals bezeichnet wird. Mit Venedig hat sie aber nur gemeinsam, dass sie an einer Lagune liegt und zwar an der Lagune Ria de Aveiro. Charakteristisch für die Stadt sind die Kanäle mit ihren farbenfrohen Booten (Barcos Moliceiros), die traditionell zur Seetangernte genutzt wurden.
Und überall in der Stadt flattern bunte Freundschaftsbänder, vor allem allem an den Brückengeländern.
Wir haben dort ganz toll gebruncht und sonst die Stadt auf uns wirken lassen.
Auf der Weiterfahrt machten wir noch einen Abstecher nach Porto Covo, das wegen seiner bunten Hausfassaden bekannt ist. Sieht wirklich ganz toll aus. Aber mehr gibt es dort nicht zu sehen.
Nach einem köstlichen Sündenfall im Eissalon des Ortes geht es weiter zur Fähranlegestelle von Farrol da Barra. Dort nehmen wir die Fähre nach Sao Jacinto. Wir fahren also über die Lagune anstatt auf der Straße außen herum zu fahren, was ein gewaltiger Umweg wäre.
Bevor wir also nach Porto kommen, übernachten wir nochmal auf einem Campingplatz in Torreira. Der Platz ist super. Hat Waschmaschine und Trockner (4€ waschen, 3 € trocknen).
Der Platz kostet 12,50. So langsam kommen wir in die Nähe der Preise in Albanien.
Und im Ort gibt es ein tolles Fischlokal, wo wir endlich den Arroz do mariscos essen können.もっと詳しく
Tag 50 und 51: Coimbra und Poço da Cruz
2022年5月23日, ポルトガル ⋅ ⛅ 16 °C
Gefahrene Strecke: 56 km
Gestern haben wir uns noch Coimbra genauer angesehen, weil wir am Tag davor ja voll im studentischen Trubel waren.
Auf mich wirkt die Stadt besonders faszinierend. Ihre wunderschöne Lage am Mondego- Fluss, die Mischung aus traditionsreicher Altstadt mit ihren behäbigen Stadthäusern und Cafés und der pulsierenden Moderne, bedingt durch die vielen Studierenden aus allen Ländern der Welt.
Und wahrscheinlich ist es der Charme und die Aura von Sapientia, die über der Stadt schwebt, wenn man bedenkt, dass die Universität Coimbra im Jahre 1280 gegründet wurde und eine der ältesten Unis Europas ist und dass sich mit ca. 35.000 Studierenden ein sehr sichtbares StudentInnenleben abspielt.
Daher empfiehlt es sich auch besonders, das Universitätsviertel zu besuchen. Es ist wieder alles so wunderbar ruhig, als ob am Tag vorher nichts gewesen wäre.
So genießen wir das Alltagsleben in Coimbra und fahren dann am späten Nachmittag weiter ans Meer, ca 100 km südlich von Porto, nach Mira, oder genauer: Beach Poço da Cruz.
Da gibt's hinter der großen Düne einen schönen Parkplatz und da bleiben wir jetzt einfach 2 Nächte. Ich bin nämlich erschöpft von all den Eindrücken der letzten Wochen und muss mal im Nichtstun runterkommen.
Wir müssen vorher nur noch tanken, ver- und entsorgen und Lebensmittel einkaufen.
Wir gehen an den Strand (kein Badewetter), bewundern den aktiven Atlantik, machen ein paar Spaziergänge durch ausgestorbene Stranddörfer in denen mindestens jedes zweite Haus zum Verkauf ist und genießen das Nichtstun
Wir kochen Strudel mir Spargel und Meeresfrüchten im Omnia und heute Nudelpfanne mit Gemüse und Meeresfrüchten.
Heute haben wir dann noch eine nette Nachbarin bekommen, Karen aus der Schweiz, mit der wir uns lange über Gott und die Welt und das Leben und die Arschlöcher auf der weltpolitischen Bühne unterhalten haben.もっと詳しく
Tag 49: Sortelha-Coimbra
2022年5月22日, ポルトガル ⋅ ⛅ 13 °C
Gefahrene Strecke: 184 km
Da es heute in der Früh geregnet hat, war es uns echt zu mühsam, Sortelha nochmal genauer zu besichtigen. Was sehr schade ist, weil uns der Ort gestern Abend wirklich sehr beeindruckt hat.
Eigentlich wollten wir heute in der Serra da Estrela eine schöne Wanderung machen, da diese Gegend ein tolles Wandergebiet ist. Heute allerdings macht uns das Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung.
Der höchste Berg in der Serra da Estrela ist der Torre mit 1993m. Er ist also auch der höchste Berg von Festland-Portugal. Der höchste Berg Portugals ist ja der Ponta do Pico auf den Azoren.
Wir erreichen den Torre bequem mit dem Auto. Es regnet und stürmt, dichter Nebel behindert jegliche Aussicht und es hat gerade mal 5 Grad. Am Gipfel des Torre parken wir und besuchen das Gipfelrestaurant. Allerdings ist danach der Nebel so dicht, dass wir unser Auto kaum noch finden.
Wir halten uns also nicht lange auf, pfeifen auf unsere Wanderung und fahren weiter nach Coimbra. Bergab wird das Wetter besser und die Nebel lichten sich.
In Coimbra wartet die nächste Überraschung. Die ganze Stadt ist voll von Menschen. Riesenwirbel, Riesentrubel und vor allem kein Parkplatz, nirgends. Nach mehreren Runden durch diverse mehr oder weniger beengte Straßen und Parkplätze lassen wir das Auto einfach irgendwo auf einer durch Randsteine begrenzten Zone stehen, wo wir sicher sind, dass wir niemanden behindern.
Was ist los in Coimbra? Genau heute ist das große Uni-Abschlussfest. Coimbra ist ja eine Universitätsstadt und hat die größte Uni Portugals. Im Mai werden die Uni Abschlüsse gefeiert. Da kommen Ehemalige, da kommen Studierende von allen Unis Portugals und teilweise auch Spaniens, da kommen Eltern, Geschwister, Verwandte und FreundInnen der UniabgängerInnen. Es ist ein einziges Tohubawohu. Jede Fakultät gestaltet ihre eigenen Wagen, mit denen sie dann durch die Stadt ziehen und die Elite von morgen befindet sich im einheitlichen Vollrausch. Entsprechend ist der Lärmpegel, entsprechend die Stimmung. Aber alles irgendwie euphorisch und sympathisch.
Wir beobachten einige Zeit lang das Treiben und befinden uns auch mitten im Geschehen.
Trotz des großen Wirbels finden wir ein feines, gemütliches Lokal zum Abendessen.
Als wie gegen halb zehn zu unserem Wohnmobil gehen, werden die Parkplätze schon mehr und auch sonst lichten sich die Reihen. Wir verlassen also unseren illegalen Parkplatz und stellen uns aus einen etwas legaleren ganz in Stadtnähe.もっと詳しく
Tag 48: Idanha a Nova-Sortelha
2022年5月21日, ポルトガル ⋅ ☁️ 25 °C
Gefahrene Strecke: 114 km
Bis 15.00 Uhr haben wir die Zeit auf dem Campingplatz verbracht, vor allem mit Auto gründlich putzen und die weitere Reise planen. Reiseplanungsmäßig leben wir derzeit ein bisschen von der Hand im Mund.
Dann fahren wir weiter nach Idanha a Velha, weil das so ein schöner historischer Ort sein soll. Nein, da muss man nicht hin Außerdem sind wir in ein Wiesenfest geraten, das genauso aussieht, wie die Dorfwiesenfeste bei uns. Und das ist gar nichts für uns. Und die Strecke ist wie gestern: Faszinierend trostlos.
Als nächstes fahren wir weiter nach Monsanto, wo wir zunächst auch überlegen, zu übernachten.
Am Dorfparkplatz werden wir auch schon von einem sehr engagierten älteren Herrn empfangen, der uns auf holländisch seine Lebensgeschichte erzählt, den Weg weist und 5 Orangen um 3 Euro verkauft. Wieso jemand annimmt, dass deutschsprachige Menschen sowieso perfekt im Holländischen sind, ist mir schleierhaft.
Wir gehen dann zu Fuß ins Dorf hinauf. Dieses Dorf ist wirklich äußerst sehenswert. Es befindet sich quasi zwischen riesigen Felsbrocken, in denen und um die herum Häuser gebaut wurden.
Oberhalb des Dorfes thront eine Burgruine, von der aus man die ganze Serra da Estrela und weit in die Extremadura hinein blicken kann
Relativ zügig fahren wir die engen, gebirgige Straße weiter nach Sortelha, das auch so ein schönes, historisches Dorf sein soll.
Und siehe da: Es ist wirklich wunderschön. Wir kommen relativ spät an und fahren schnurstracks zum vorher auf Google ausgewählten Restaurant D.Sancho am Largo do Corro. Das Restaurant befindet sich in einem historischen Gebäude und eigentlich wirkt es geschlossen. Will man einkehren, muss man an der verschlossenen Tür anklopfen. Drin erwartet dich dann ein sehr schönes Ambiente und köstliches Essen zu vernünftigen Preisen.
Das Dorf besuchen wir heute nicht mehr. Nach dem Essen fahren wir auf unseren Übernachtungsplatz am Dorfrand.もっと詳しく
Tag 47: Marvaõ-Idanha a Nova
2022年5月20日, スペイン ⋅ ☁️ 35 °C
Gefahrene Strecke: 156 km
Von Marvaõ fahren wir in der Früh zum Embalse do Aparadura, einem kleinen, schön gelegenen Stausee in der Serra de Marmede ganz an der spanischen Grenze. Dort machen wir eine nette Wanderung von 12 km. Das reicht auch, weil mittlerweile hat es 33 Grad und das um 13 Uhr mittags.
Und da wir uns an der spanischen Grenze befinden, beschließen wir nachher mit dem Auto einen Abstecher nach Spanien in die Extremadura zu machen. Wir fahren bis zum Ort Valencia de Alcantara, wo wir heute zum ersten Mal etwas zum Essen bekommen.
Wir fahren dann über Membrio in Spanien zum Puente Romano de Alcantara im Tejo Nationalpark wieder nach Portugal. Vorher aber wollen wir an einen schönen Mirador, von dem aus man angeblich einen tollen Überblick hat auf die römische Brücke und den gesamten Tejonationalpark. Allerdings verfransen wir uns mit unserem Wohnmobil dermaßen in dem kleinen Dorf auf dem Weg dahin, dass es aussieht, als ob wir niemals wieder weder vorne noch hinten herauskommen. Irgendwie gelingt es mit viel Nervenaufwand dann doch.
Die Gegend ist zu beiden Seiten der Grenze in ihrer kargen Trostlosigkeit absolut beeindruckend.
Heute ist wieder Campingplatztag und eigentlich auch Zeit zum Wäsche waschen. In Park4Night haben wir einen vielversprechenden Campingplatz in der Gemeinde Idanha gefunden. Der soll über alles verfügen, was so gebraucht wird.
Allerdings stellt sich heraus, dass der Campingplatz schon einmal bessere Zeiten gesehen hat und Bestandteil der allgemeinen Trostlosigkeit dieser Gegend ist. Und natürlich funktioniert die Waschmaschine nicht.
Aber wir machen halt das Beste draus. Heute essen wir kalt.もっと詳しく
Tag 46: Mouraõ-Marvão
2022年5月19日, ポルトガル ⋅ ⛅ 27 °C
Gefahrene Strecke: 56 km
Zunächst fuhren wir nach Estremoz, der Marmorstadt im Alentejo.
Hier ist jeder Pflasterstein, der Kirchturm und alles, was sonst aus Stein ist, aus Marmor. Es ist sehr heiß und der Stadtrundgang kurz.
Von Estremoz fahren wir noch ein Stück weiter Richtung spanische Grenze auf der Suche nach Marmorbrüchen, die wir nicht finden. Dafür liegen auf der ganzen Strecke Marmorblöcke herum.
Dann geht es weiter nach Marvaõ und wow!!! Wir fahren mit den Auto bis direkt zur Burg und sind dann völlig sprachlos ob der Ausmaße und der spektakulären Lage der Burg und des Ortes Marvaõ.
In geografischer Hinsicht stellt Marvão eine natürliche strategische Verteidigungsstellung dar, da es von steilen Hängen im Norden, Süden und Westen begrenzt wird und nur von östlicher Seite, wo die Ortschaft entstand, Zugang bietet. Diese Tatsache war den Besatzern und Königen nicht gleichgültig, die sich seit jeher um die Verstärkung des Kastells und der Stadtmauern bemühten. Aufgrund seiner Lage spielte Marvão eine fundamentale Rolle in großen militärischen Konflikten.
Obwohl wir spät dran sind, können wir die Burganlage noch besichtigen. Einfach ganz herrlich und eine besondere Empfehlung für alle, die nach Portugal reisen. Die Freude wurde nur durch die vielen, vielen kleinen Tierchen, die bei uns "Ohrschlüpfer" heißen, getrübt und die binnen kürzester Zeit in Haut, Haaren und T- Shirts ihr Unwesen trieben.
Nach der Burgbesichtigung gab's noch im Dorf, das direkt an die Burg angelehnt ist, ein Gläschen Wein.
Zum Abendessen gab's Spargelrisotto im Wohnmobil.もっと詳しく
Tag 45: Amieira - Mourão
2022年5月18日, ポルトガル ⋅ ☁️ 28 °C
Gefahrene Strecke: 56 km
Heute haben wir am See gefrühstückt, in der Bar von gestern Abend.
Dann gab es ein paar Stunden Sonnenbaden am See.
Am späteren Nachmittag sind wir dann weitergefahren zu einem anderen Platz am See, weil wir ja den See von mehreren Seiten kennenlernen wollen. Wir haben einen wirklich schönen Platz direkt am Wasser gefunden. Großes Missgeschick bei der Zufahrt. Wir haben die Höhe unseres Fahrzeuges falsch eingeschätzt und haben mit einem Olivenbaum Probleme bekommen. Baum ramponiert, die Markise beim Auto ramponiert. 🙈🙉
Dennoch war es dann dort total fein.
Wir haben sogar noch Lasagne gekochtもっと詳しく
Tag 44: Comporta-Barragem do Alqueva
2022年5月17日, ポルトガル ⋅ ⛅ 29 °C
Gefahrene Strecke: 165 km
In Comporta haben wir noch gefrühstückt und festgestellt, dass Comporta nur in Ausnahmefällen unserer Preisklasse entspricht. Viele überteuerte Lokale, in denen wir fürs Frühstück das 3 bis 4 fache zahlen, als in normalen portugiesischen Bars. Trotzdem haben wir uns ein Luxusfrühstück gegönnt. Luxusfrühstück heißt in dieser Gegend ca. 20 € für Cafè und Tostas und frischen Orangensaft.
Nach dem Frühstück fahren wir noch ganz raus auf die Landzunge und dann geht's in den inneren Alentejo.
Der Alentejo liegt im Süden Portugals und erstreckt sich von den Ufern des Tejo bis zur Algarve. Im Osten bildet Spanien, im Westen der Atlantik seine Grenzen. Dieses riesige, spärlich besiedelte Gebiet, das ein Drittel der Gesamtfläche Portugals ausmacht, hat seinen überwiegend ländlichen Charakter beibehalten. Die faszinierende Landschaft, eine Fülle von herausragenden Baudenkmälern, archäologischen Funden, architektonischen und ethnographischen Zeugnissen, kulinarischen Genüssen und exzellenten Weinen, all das sind für uns beste Voraussetzungen, um uns in dem Gebiet länger aufzuhalten.
Heute fahren wir zum Stausee do Alqueva, dem grande Lago, wie er in Spanien und Portugal genannt wird.
Dieser See ist nämlich der größte künstliche See in Europa, hat eine Uferlänge von erstaunlichen 1100 km und eine Fläche von 250 qkm. Gestaut wird der Fluss Guardiana, einer der Grenzflüsse zwischen Portugal und Spanien.
Auf der Strecke liegt die schöne Stadt Evora, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Sie ist die Hauptstadt der südlich-zentralen Region Alentejo Im historischen Zentrum der Stadt steht der altertümliche römische Tempel von Évora (auch Tempel der Diana genannt). Ganz in der Nähe umgeben weiß getünchte Häuser die Kathedrale von Évora, ein massives gotisches Bauwerk, dessen Errichtung im 12. Jahrhundert begann. Die Igreja de São Francisco präsentiert gotische und barocke Architektur und beinhaltet die mit Skeletten verzierte Knochenkapelle. Sehr makaber!
Kleine enge Gassen, weite Plätze mit vielen netten Cafés, Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein.
Und es ist heiß. Über 30 Grad.
Die Weiterfahrt zum Grande Lago ist wunderschön. Olivenhaine, Eichenwälder und Weingärten prägen das Landschaftsbild.
Wir fahren nach Amieira, wo oberhalb vom See ein schöner Parkplatz ist. Von dort haben wir direkten Zugang zum See und in 100 m Entfernung gibt es Bar/ Restaurant.
Dort gibt es heute Abendessen und ich verspeisen zum ersten Mal in meinem Leben kleine Schnecken. Nicht schlecht, aber nochmal werde ich sie nicht mehr bestellen.もっと詳しく
Tag 43: Zambujera do mar- Comporta
2022年5月16日, ポルトガル ⋅ ☀️ 22 °C
Gefahrene Strecke: 123 km
In der Früh sind wir noch in den Ort frühstücken gegangen. Vom Campingplatz nach Zambujera sind es gerade einmal 2,5 km.
Gegen Mittag fahren wir dann ab Richtung Lissabon- Aber unser heutiges Ziel ist Comporta, ca. 50 km südlich von Lissabon.
In Milfontes machen wir Pause Thomas geht eine Runde wandern. Ich schone mein Knie und bleibe im Ort.
Der Ort ist recht nett, aber auch nichts Besonderes.
Wir fahren dann vorbei an Sines, quasi ein Vorhafen von Lissabon mit gewaltigen Ölraffinerien
Auf dem Weg nach Comporta kommen wir dann am frühen Abend bei Melides vorbei, wo wir nochmal die Chance nützen wollen, ordentlich Fisch zu essen, bevor wir ins Landesinnere, also in das östliche Alentejo weiterfahren
Wer es urwüchsig, einheimisch, ohne Schnickschnack in super Ambiete zu günstigem Preis mag, dem sei das Restaurant O Melidense dringend empfohlen. Wir haben jedenfalls auf der Dachterrasse ausgezeichnet gegessen.
Als wir nach Comporta weiterfahren, ist es schon fast dunkel. Aber es sind nur mehr 20 km.
In Comporta stehen wir heute auf einem Parkplatz gemeinsam mit einigen anderen Wohnmobilen.もっと詳しく
Tag 42: Odeceixe- Zambuijera do mar
2022年5月15日, ポルトガル ⋅ ⛅ 21 °C
Gefahrene Strecke: 23 km
In der Früh fahren wir vom Campingplatz auf einen Parkplatz im Ort, wo wir dann auch ein feines Frühstückslokal finden.
Ab dort gehen wir dann eine superschöne Rundwanderung zum Teil an der Küste über Klippen, teilweise auf sandigen Wegen (O je, sagt mein Knie), teilweise im Hinterland auf guten Wegen oder Asphaltstraßen. Auf jeden Fall eine tolle Wanderung von 16 km, die Lust auf mehr macht.
Besonders beeindruckt haben mich die Storchennester draußen auf den Klippen
Am Ende der Wanderung sehen wir uns den Ort Odeceixe nochmal genauer an. Ein wunderschöner Ort mit ganz liebevoll restaurierten Häusern, teilweise für private Wohnzwecke, teilweise für Tourismus. Alles sehr dezent, geschmackvoll und nachhaltig. Und offensichtlich wird und wurde buchstäblich jedes Haus renoviert.
Für die Wiederbelebung und Restaurierung vieler verlassenen Dörfer hat Portugal mit Hilfe der EU sehr viel Geld in die Hand genommen, mit dem Ziel, die Landflucht einzudämmen und rückgängig zu machen.
Nach unserer Wanderung und einem feinen Glas Weißwein fahren wir weiter auf den Campingplatz von Zambujeira.
Der Campingplatz ist relativ voll, sodass wir fast Schwierigkeiten bekommen hätten, einen uns genehmem Platz zu finden. Aber toller Platz, mit allem, was das Herz begehrt.
Abendessen kochen wir selbst: Überbackener Polenta mit Gamberiもっと詳しく
Tag 41: Von Sagres nach Odeceixe
2022年5月14日, ポルトガル ⋅ ☀️ 20 °C
Gefahrene Strecke: 79 km
Die heutige Nacht war ziemlich durchwachsen, weil irgendwo in der Nähe die ganze Nacht ein Hund gekläfft hat.
In der Früh noch auf einen Sprung zum Hafen in Sagres, den man aber nicht unbedingt gesehen haben muss. Eigentlich wollten wir direkt am Hafen frühstücken. Dort gibt es auch ein entsprechendes Lokal, ist allerdings zu dieser Tageszeit zu.
Aber direkt darüber gibt es einige nette Frühstückslokale.
Danach fahren wir noch nach Cabo Saõ Vicente, dem definitiv südwestlichsten Punkt Europas.
Und dann fahren wir ums Eck, also an die Westküste Portugals. Mit dem Auto können wir bis zu einem wunderschönen Strand fahren, der voller Camper von Surfern ist. (Praia do Armado). Sofort sieht man, dass es sich um eine eingeschworene Surfergemeinde handelt. Aber der Strand ist ein Wahnsinn.
Wir fahren noch ein Stück auf der Strandstraße bis zum üblichen "Für Wohnmobile und Camper" Verbotsschild und gehen dann zum ersten Mal auf der Rota Vicentina bis zum nächsten Strand, der Praia de Bordeira. Ein wunderschöner Weg, immer an den Klippen. Die Buchten und Felsen sind von einzigartiger Schönheit und touristisch kaum oder nur sehr sanft erschlossen.
Hin und zurück sind es knappe 10 km, was meinem geschundenen Knie vollkommen reicht. Auf dem Rückweg werden wir noch einer Befragung von einer der Organisatorinnen der Rota Vicentina unterzogen. Daraus entwickelt sich ein lustiges Gespräch, aus dem hervorgeht, dass die Frau eine Frühstückspension besitzt und daher über Menschen mit Wohnmobilen gar nicht glücklich ist.
Dann fahren wir weiter nach Odeiceixe, den definitiv letzten Ort an der Algarve. Odeiceixe liegt am Fluss Seixe, der die Algarve vom Alentejo trennt.
Heute übernachten wir auf dem Campingplatz Saõ Miguel bei Odeiceixe. Ein sehr schöner Platz der alles hat und 16€ kostet.もっと詳しく
Tag 40: Von Portimão nach Sagres
2022年5月13日, ポルトガル ⋅ ⛅ 20 °C
Gefahrene Strecke: 56 km
Der Übernachtungsplatz in Portimão war erstaunlich ruhig. Am Morgen hat ins das Klappern der Störche geweckt. Davon gibt es in Portimão sehr viele. Auf jedem hohen Turm, jedem Kamin, ja sogar auf Kränen gibt es bewohnte Storchennester.
Wir haben dann den Tag mit einem langen Spaziergang zum Meer und auf der Suche nach dem Zentrum von Portimão begonnen.
Portimão ist ein sehr beliebtes Reiseziel und nach Faro die zweitgrößte Stadt an der Algarve.
Besonders sehenswert ist die Playa La Rocha und die Festung Santa Catalina.
Die Flanierpromenade am Fluss lädt zum Entspannen ein.
Sie ist geschmückt mit Skulpturen bekannter und unbekannter portugiesischer Künstler.
Nach unserem Streifzug durch die Stadt fahren wir weiter nach Sagres.
Beim dortigen Intermarche können wir wieder ver- und entsorgen und das Notwendigste einkaufen.
Bevor wir zum Kap, dem südwestlichten Punkt Europas fahren, sehen wir uns noch unseren heutigen Übernachtungsplatz an. Der ist genial. Mitten in einer bewohnten Gegend hinter ein paar Büschen am Ende einer Sackgasse hätten theoretisch ca. 4 Wohnmobile Platz. Der Platz ist für uns gut.
Aber vorher fahren wir noch zum Kap Sagres. Ich bin von so was immer zutiefst beeindruckt. Wir gehen an die Klippen, machen ein paar Fotos und fahren dann endgültig zum Stellplatz. Immer noch niemand weiterer da.
Wir machen uns also fein fürs Abendessen im Restaurant. Das Restaurant Mar a Vista direkt am Meer ist äußerst empfehlenswert für traditionelle portogiesische Fischgerichte.
War ein feiner Abend mit super Essen in schönem Ambiente.もっと詳しく
Tag 39: Armação da Pêra-Portimâo
2022年5月12日, ポルトガル ⋅ ⛅ 19 °C
Gefahrene Strecke: 47 km
Die Nacht am Strand war sehr windig, was sich im Wohnmobil immer stürmischer anfühlt, als es wirklich ist. Auch in der Früh rüttelt der Wind noch ziemlich stark am Auto, sodass wir zeitig aufstehen und schon am frühen Vormittag nach Silves fahren.
Die kleine Stadt liegt im Barrocal, dem Hinterland der Algarve. Bis zur Küste nach Portimão sind es gerade mal 16 km.
Unter dem Namen Xelb war Silves einst die Hauptstadt des maurischen Al-Gharb und kulturelles Zentrum der Region, auf einer Stufe mit den maurischen Städten Granada und Córdoba in Andalusien.
Vom einstigen kulturellen Reichtum ist zwar nicht mehr viel übrig, dennoch ist die Stadt sehenswert. Mit seiner Burg Castelo de Silves und der Kathedrale, der ältesten Kirche der Algarve, besitzt Silves zwei herausragende Sehenswürdigkeiten.
Sonst aber ist nicht viel los und ein 2 stündiger Aufenthalt reicht vollkommen aus.
Wir fuhren dann wieder an die Küste nach Carvoeiro, von wo aus wir eine zünftige Klippenwanderung machten. Am Parkplatz vor den Klippen von Cavoeiro haben wir ein Paar aus Kössen getroffen, mit denen wir uns eine halbe Stunde sehr angeregt unterhalten haben.
Die Klippenwanderung ist echt wunderschön.
Der Weg heißt eigentlich Percurso de los sete vales suspensos ( Weg der 7 hängenden Täler). Der gesamte Weg hätte 21km, wir sind aber nur 12 gegangen. Da es recht heiß war, war für uns eine längere Strecke zu herausfordernd.
Der Weg ist aber wunderschön. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Konzentration sind auf diesem Weg absolut erforderlich...Und viel Wasser mitnehmen.
Zurück zum Parkplatz und dann fuhren wir noch weiter nach Portimão und übernachteten dort auf einem feinen Parkplatz direkt am Fluss Arade.
Abendessen gab's im Wohnmobil: Geröstete Gamberi und Tintenfische mit Weißbrot und gemischtem Salatもっと詳しく
Tag 38: Olhão-Armaçaõ de Pêra
2022年5月11日, ポルトガル ⋅ ⛅ 25 °C
Gefahrene Strecke: 68 km
In der Früh haben wir nochmal den Fischmarkt gestürmt und ganz tolle Sachen eingekauft zum Zubereiten im Wohnmobil. Weil heute war der Plan, irgendwo in der Pampa zu übernachten.
Wir machen uns also auf Richtung Barlavento, der Felsalgarve, die westlich von Faro beginnt.
Barlavento heißt DEM WIND ZUGEWANDT, im Gegensatz zur Sandalgarve, der Sotavento, das heißt DEM WIND ABGEWANDT. Die Sandalgarve liegt östlich von Faro und geht bis zur portugiesisch-spanischen Grenze.
Auf dem Weg kehren wir noch beim Intermarchè in Albufeira ein. Die haben eine Ver- und Entsorgungsstation.
Gut gerüstet fahren wir also auf unseren heutigen Übernachtungsplatz am Strand hinter den Dünen von Armação da Pêra. Ein wunderschöner Platz. Einige Wohnmobile stehen schon da.
Thomas macht noch eine Strandwanderung. Mein Knie beschwert sich wieder mal, daher lege ich mich an den Strand.
Und am Abend Fischorgie mit Sardinen, frischer Bottarga und Gemüse. Alles im Wohnmobil selbst zubereitet.もっと詳しく
Tag 37: Olhão
2022年5月10日, ポルトガル ⋅ ⛅ 22 °C
Nachdem unser Ersteindruck von Olhão so positiv war, haben wir spontan beschlossen, einen Tag länger zu bleiben.
In der Früh erkundigen wir ins wegen ein Bootstour in die Lagunen und den Naturpark Ria Formosa. Wir buchen dann auch gleich eine vierstündige Bootstour für 20 € pro Person.
Da die Tour erst um 13.00 Uhr startet, haben wir noch ausreichend Zeit um durch die Stadt zu streifen.
Wir besichtigen die Markthallen und vor allem der Fischmarkt hat es uns angetan. Fische und Meeresfrüchte jeglicher Größe und jeglicher Sorte, Fische und Meeresfrüchte, die wir nie gesehen und von denen wir nie etwas gehört haben. Es wird diskutiert, gefeilscht, gekauft. Einfach zuschauen macht schon großen Spaß.
Die Stadt selber ist entzückend. Ein Ort für Leute, die dort leben und derzeit noch wenig touristisch.
Cafés, Restaurants, kleine Geschäfte wechseln einander ab und überall ist etwas los.
Am Nachmittag dann Bootstour. Ist eine schöne Tour, nur unser Tourbegleiter war äußerst gewöhnungsbedürftig.
Die Ria Formosa, ein international bedeutendes Feuchtgebiet, besteht aus einem Labyrinth von Kanälen, Inseln, Sumpfgebieten und Sandbänken, das sich über eine Länge von 60 km, genauer gesagt zwischen den Stränden von Garrão und Manta Rota, an der Algarve erstreckt. Zum Gebiet von Olhão gehören die Inseln Culatra und Armona, die Einheimische und Gäste als Strand nutzen. Olhão selber hat nämlich keinen Strand. Die Inseln sind aber einfach per Boot zu erreichen. Es gibt Fähren, die jede Stunde hin- und herfallen und 1,50 € kosten und Wassertaxis, die 35€ kosten.
Wir haben auf Armona vor allem die kulinarische Gastfreundschaft genossen mit reichlich Weißwein und Sardinen mit Oliven.
Wieder zurück auf unserem Stellplatz hat sich ein bayrisches Wohnmobil neben uns angesiedelt. Mit Brigitte und Franz kamen wir gleich ins Gespräch und am Abend sind wir gemeinsam essen gegangen und zwar in das Restaurante des Club Naval. Köstliches Fischessen mit allem, was dazugehört, viel Weißwein und wirklich tolle Gespräche, die wir dann vor unseren Wohnmobilen mit reichlich Manzanilla bis 2.00 Uhr früh fortsetzten.もっと詳しく
Tag 36: Wir sind in Portugal
2022年5月9日, ポルトガル ⋅ ☀️ 23 °C
Gefahrene Strecke: 147 km
So, heute ging es also nach Portugal.
Zunächst haben wir in Huelva noch Diesel und Adblue getankt und unsere Gasflaschen aufgefüllt und dann fuhren wir zügig an nach Portugal. Die Einreise nach Portugal erfolgt über eine große Brücke.
Kaum im Land, müssen wir uns mit Autobahnmodalitäten herumschlagen. Auf der ersten Auffahrt zur Autobahn gibt es eine Spur für inländische Autos und eine für ausländische Autos. Dort registriert man sich mit Kreditkarte und Autokennzeichen und ab dann fährst du ungehindert auf portugiesischen Autobahnen. Die Maut wir dir dann einfach abgebucht.
Wir sind über Castro Marim gefahren, wollten die Burg besichtigen. Aber Achtung montags: Da sind nahezu alle Sehenswürdigkeiten, aber auch Museen und Kulturstätten, geschlossen. Cerrado in Spanien, fechado in Portugal.
Sonst muss man Castro Marim nicht gesehen haben. Wir haben mit einem deutschen Paar mit Wohnmobil in der Bar Cafe getrunken und sind dann weiter gefahren nach Tavira.
Tavira ist ein recht angenehmes Städtchen mit einer Burgruine, von der aus man einen fantastischen Blick über die Stadt und Umgebung hat. Innerhalb der Burgmauern ist ein wunderschöner Garten angelegt.
Auf der Weiterfahrt machen wir noch einen Abstecher nach Moncarpacho, einem kleinen Ort etwas im Landesinneren, der ganz typisch portugiesisch sein soll, was das auch immer heißen mag.
Der Abstecher hätte nicht sein müssen, der Ort war eine Enttäuschung.
Aber nun haben wir nur mehr wenige km bis Olhão, wo wir heute übernachten wollen.
Wir stellen uns auf einen Parkplatz nahe am Yachthafen, an dem schon einige Wohnmobile stehen und wo wir auch übernachten können.
Und jetzt kommt Freude auf. Olhão ist eine ausnehmend nette Stadt an der Algarve mit ca. 15.000 Einwohnern.
Das Wahrzeichen der Stadt sind 2 große rote Markthallen; in der einen wir nur frischer Fisch verkauft, in der anderen frisches Obst und Gemüse.
Wir sehen uns ein bisschen in der Stadt um.
Abendessen gibt's heute wieder einmal im Restaurant, natürlich Spezialitäten aus Bacalaõ.
Morgen wollen wir uns die Stadt genauer ansehen und eventuell ein Bootsfahrt unternehmen. Dazu morgen mehr.もっと詳しく









































































































































































































































































































