Thailand
Ban Bang Pu

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13 travelers at this place

  • Day16

    Indiana Jones

    February 24 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C

    Die letzten zwei Tage haben wie mehrheitlich am Strand verbracht und auch paar Besorgungen erledigt. Die Bedingungen fürs Kiten sind im Moment eher suboptimal für Anfänger und die Kiteschule hat uns daher abgeraten im Moment einen Kurs zumachen oder in Thierrys Fall einen Refresher. Am Dienstag soll aber der Wind kehren. Daher haben wir unseren Aufenthalt auch verlängert.
    Für heute haben wir einen Ausflug mit dem Roller geplant.
    Ursprünglich wollten wir wilde Elefanten im Kui Buri Nationalpark schauen gehen. Wir fragen bei Florian, dem Restaurantbesitzer unser Unterkunft nach, ob er uns einen Tipp hat, wie wir diesen am besten erreichen können. Er rät uns aber davon ab. Laut ihm sind auch diese Tiere zugeritten und in der Nacht angebunden und die Freiheit der Tiere nicht echt. Ob dies stimmt, können wir nicht beurteilen. Aber da wir vor vier Jahren einmal den Fehler, mit dem Besuch einer Elefantenanlage gemacht haben, entschliessen wir uns, Flos Ratschlag zu folgen. Er empfiehlt uns die Phrayanakhon Höhle im Nationalpark Khao Roi Sam Yot.
    Diese ist ca. 50 Min Rollerfahrt von Hua Hin entfernt.
    Am nächsten Tag inspizieren wir also den Roller und machen Fotos von den bereits vorhanden Schäden. Wie vorbildlich wir doch sind. Starten und los. Bereits bei der ersten Abbiegung hauts uns fast auf die Schnauze. Die Federung, die wahrscheinlich einknickt und die neuen Pneus sind dafür verantwortlich. Puuuh mein Herz rast. 🙊🙈
    Thierry ist am verhungern und schon ganz schwach daher hat die Nahrungssuche Priorität. 😅🤣 Bei einem Supermarkt machen wir halt und kaufen uns etwas zu Essen. Ein Strassenhund schleicht um uns herum und schaut einem mit traurigen Hundeaugen an. Ich beherrsche mich und fasse ihn nicht an, obwohl ich gerne würde. Aber ich gehe zurück in den Supermarkt und kaufe Trockenfutter. Es gibt noch weitere Streuner die in der Nähe sind. Er beginnt sofort an zu fressen. Der zweite Hund der dazugekommen ist, interessiert sich aber nicht gross für das Futter sondern beginnt mir nach zu laufen. Ich glaub er möchte Streicheleinheiten, aber ich getrau mich nicht. Ich liebe Tiere aber ich hab zuviel Respekt vor einem Biss. Erst als wir losfahren geht er zum Futter. Wie gerne hätte ich beide mitgenommen.
    Die Rollerfahrt führt uns durch Hinterland, an Ananasplantagen und Tempeln vorbei.
    Der Eingang des Nationalparks liegt vorne am Meer. Es gibt zwei Optionen zum Eingang zu kommen. Entweder per Boot oder zu Fuss. Wir entscheiden uns für letzteres. Der Aufstieg beginnt. Schon nach kurzer Zeit bin ich klitschnass. Es ist wahnsinnig heiss und die Hitze macht mir etwas zu schaffen. Wie Thierry weise meint; D Hitz isch heiss. 🤦‍♀️🤦‍♂️🤣🤣
    Der Viewpoint entschädigt aber für vieles. Wir kommen auf der anderen Seite am Strand an, an welchem die Boote die Touristen rauslassen. Dann kanns ja nicht mehr weit sein.....Denkste....Das Märtyrium fängt erst an. Der Eigentliche und noch viel steilere Aufstieg zur Höhle beginnt erst. Der Jahresunterschied zwischen Thierry und mir macht sich nun bemerkbar.🤣🤣 Während Thierry wie ein Steinbock 🐐 die Treppen hoch springt, bin ich die Schnecke im Umzug. Auch die Tropfspur die ich vor lauter schwitzen hinterlasse ist passend. 🐌
    Die Strapazen lohnen sich aber. Der Ort den wir vorfinden ist wie auf einem anderen Planeten. Die Fotos können die Magie und die Schönheit nicht offenbaren.
    Nach Überschreiten des Bergkammes geht es wieder steil hinunter in die erste Höhle. Wer jetzt ein dunkles Loch erwartet liegt falsch. Die Höhle ist offen. Bäume und Sträucher wachsen in der Mitte und werden von den eintretenden Sonnestrahlen beleuchtet. Wenn du nach oben blickst siehst du die Hell Bridge. Eine natürlich gebildete Steinbrücke.
    Das eigentlich Highlight kommt aber erst noch. Und der Moment wenn du die zweite Höhle betrittst ist Atemberaubend. Ich fühle mich wie in einem Indiana Jones Film. Als hätte ich endlich den Ort, an welchem der versteckte Schatz liegt gefunden. Es ist magisch. In der Höhle auf einem kleine Hügel, umgeben von Bäumen und Vegetation, wurde im Jahr 1890 ein kleiner Pavillion gebaut. Zu Ehren der Könige welche die Höhle besuchten. Von der Höhlendecke wachsen Lianen herunter
    Auch hier wieder das eintretende Sonnenlicht.
    Der Abstieg ist einiges leichter.
    Auf dem Nachhause weg kaufen wir am Strassenrand die beste Ananas die wir je hatten. Die Verkäuferin ist super lieb.
    Dann noch kurz an den Strand zum abkühlen.
    Zum Abendessen möchten wir endlich wieder mal ein Curry. Von der Unterkunft wird ein Restaurant empfohlen, welches wir testen wollen. Wir werden wegen der schärfe gefragt. Ich nehme Medium und Thierry spicy. Es soll aber Touristenschärfe sein. Das Essen ist sehr lecker. Thierry fängt an zu husten und schwitzen. 🤣 Doch etwas schärfer als gedacht. 🌶
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  • Day33

    Berg der dreihundert Gipfel

    May 3, 2018 in Thailand

    ..hier besser bekannt als Khao Sam Roi Yot. Dieser wunderschöne Nationalpark liegt am Golf von Thailand und umfasst eine Fläche von ca. 100 km². Die steilen, aber verhältnismäßig kleinen Bergketten liegen in einer sonst sehr flachen Sumpf-Landschaft, den 'Freshwater-Marshlands', in denen sich massenhaft Flora und Fauna finden lässt.
    Für den Tag hatten wir uns eine Route mit drei Zielen überlegt. Dong, unser Fahrer, holte uns pünktlich mit einem königsblauen, hochwertigen Pickup ab und fuhr uns schnurstracks, aber sehr sicher zum ersten Ziel: die Phraya Nakhon Höhle im Norden des Parks. Dort konnte man entweder über einen kurzen Aufstieg zu einem Strandabschnitt laufen oder alternativ das Boot nehmen. Wir entschieden uns fürs Laufen, also Bergschuhe an und los geht's. Die Thais kletterten mit Flip Flops und ermüdeten Kindern auf dem Rücken - Lisa findet das unvorstellbar!
    Der Aufstieg war schattig aber sehr steil und der Schweiß lief in Strömen an uns herab. Da wir ziemlich früh mit unserer Tour begannen, kamen wir auf dem Hinweg sogar in den Genuss die sehr scheuen, wilden Brillenlanguren zu erblickten. Diese putzigen Äffchen zählen wie viele Wildtiere in Thailand leider zu den bedrohten Arten. Nach gut 40 min erreichten wir den eindrucksvollen Höhleneingang. Phraya Nakhon wird durch zwei Sinkgruben gebildet, wobei sich in der größeren ein 100 Jahre alter, buddhistischer Tempel befindet. Zu späterer Stunde wird der Tempel durch einige Sonnenstrahlen wundervoll in Szene gesetzt. Außerdem ermöglichten das Höhlenklima und die sanft einfallende Sonne reichlich Vegetation.
    Nach kurzem Aufenthalt ging es wieder zurück zum Auto und weiter zur etwas südlich gelegenen Sai Höhle. Erfrischt von der Aircondition erwartete uns dort ebenfalls ein harter Anstieg, der wirklich nichts für jedermann ist. Die wunderbare Aussicht aufs Meer mit den kleinen Felsinseln, den grünen Feldern im Landesinneren und die wahnsinnig freundlichen 'Leidesgenossen' kurbelte die Endorphin-Produktion an!
    Oben angekommen wurden wir mit einem kühlen Luftzug und viel Ruhe belohnt. Die Höhle ist durch gigantische Stalagtiten und Stalagmiten gekennzeichnet, die teilweise zu mächtigen Säulen zusammengewachsen sind. Kleine Treppen führten über rutschige Pfade tiefer in die Dunkelheit hinab. Zum Glück hatten wir unsere Taschenlampen dabei. 😬 Umflattert von Fledermäusen kam Jonas aus dem Staunen gar nicht mehr raus, aber Lisa drängte auf den letzten Punkt des Ausflugs: den im Süden gelegenen Khao Daeng Viewpoint.
    Hier warnte sogar ein Schild davor, dass man reichlich Agilität und Fitness aufweisen sollte um den Berg zu erklimmen. Über große Kalkstein-Treppen erreichte Jonas schließlich schweißgebadet den Gipfel, während Lisa 50 m vorher eine dringend benötige Pause einlegte. Oben war es leider total heiß, so dass es auch Jonas nicht lange aushielt und gar nicht die hart erkämpfte Aussicht genießen konnte. Die rasch heranziehenden Gewitterwolken veranlassten uns dann zum Abstieg. Zufrieden mit unserer sportlichen Leistung am Fuß des Berges angekommen, wurden wir auf den letzten Metern über geflutete Weiden von wunderschönen, rotfüßigen Vögeln (von uns als Rotsöckchen bezeichnet) attackiert, die ihre nahe gelegenen Nester beschützten. Diesmal empfanden wir es aber als tolles Naturerlebnis (und schmerzhaft war es auch nicht).
    Zurück an der Unterkunft wollte unser Fahrer dann nur den vorher verhandelten Betrag annehmen und keinen Baht mehr. Fazit: Obwohl so viel hätte schief gehen können, hatten wir den wohl tollsten Tag, den wir uns hätten vorstellen können. Dies verdanken wir nicht nur der unglaublich reichen Natur, sondern auch den wahnsinnig hilfsbereiten, ehrlichen und freundlichen Menschen, die wir getroffen haben!
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You might also know this place by the following names:

Ban Bang Pu, บ้านบางปู

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