United States
Swain County

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Travelers at this place
    • Day 13

      Kakerlaken auf dem Appalachian Trail

      February 13 in the United States ⋅ ☁️ -1 °C

      Gestern sind wir bei Regen und sehr spät aus dem NOC herausgelaufen und kamen erst nachts, nachdem wir 1250 Höhenmeter bewältigt hatten, am Shelter an. Viele unserer Wanderer-Kollegen hätten sich das so spät am Abend nicht mehr angetan. Ich weiß, wir sind sicher nicht die Einzigen, aber dieser Ehrgeiz, so etwas abends noch durchzuziehen, zeichnet Jochen und mich aus. Wir sind einfach ein super Team! Das habe ich gestern noch zu ihm gesagt, kurz nachdem wir losgelaufen sind.

      Heute meinte er, dass er das genauso sieht und er sich darüber freute, wie ich es gestern ausgedrückt hatte. Er ergänzte, dass wir wie Kakerlaken seien, die einfach nicht kaputt zu kriegen sind und immer weiterlaufen. Den Gedanken finde ich genial! Mir gefällt der Vergleich sehr, auch wenn Kakerlaken nicht die sympathischsten Tiere sind. Aber das Bild von zwei wandernden Kakerlaken geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich finde es witzig. 😂

      Heute Morgen mussten die Kakerlaken bei -4 °C überraschend feststellen, dass es über Nacht geschneit hat. Wie es Kakerlaken so an sich haben, genießen Sie eher die Wärme als die Kälte und blieben noch 1 Stunde liegen, bevor sie aus ihren Schlafsäcken krochen.

      Jochen, die arme Sau, musste direkt nach dem Aufstehen sein großes Geschäft erledigen. Danach hat er mir erzählt, wie das Ganze ablief. Das Privy (Plumpsklo) war zu allen Seiten hin offen und es gab nichts zum Ablegen des Klopapiers, Desinfektionsmittels und der Feuchttücher, weshalb er diese die ganze Zeit in den Armen halten musste. Als er fertig war, musste er ohne Gefühl in den Händen zu haben, seinen Allerwertesten abputzen. So stelle ich mir den Beginn eines ganz schlechten Horrorfilms vor und nicht den energetischen Start in einen Wandertag mit 23 Meilen. 😁

      Als mittags die Sonne rauskam, haben wir jeden einzelnen Sonnenstrahl genossen. Zumindest für die Zeit, als wir auf der Südseite des Berges waren. In der Sonne hatte es ohne Wind ca. 20 °C. Was für eine Wohltat, das kann ich euch sagen! Ansonsten war es eher arschkalt. Mir ist sogar das Wasser in meiner Wasserflasche eingefroren. Aufgrund der Kälte mussten wir unsere Wasserfilter stets am Körper tragen.
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    • Day 9

      Back on Trail!

      February 9 in the United States ⋅ ☁️ 11 °C

      Heute sind wir nach zwei Zeros endlich wieder „back on Trail“. Insgesamt konnten wir mit meinem angeschlagenen Fuß 16,6 Meilen von dem Dick Gap zum Standing Indian Shelter wandern. Dabei haben wir die Grenze zwischen Georgia und North Carolina passiert. Kurz nach der Grenze haben wir eine längere Pause eingelegt, bei der ich meinen Fuß kühlen konnte.

      Als ich die Schiene abgelehnt und meine Socken ausgezogen hatte, bin ich erst mal erschrocken, da sich der blaue Fleck oberhalb meines Knöchels über eine größere Fläche verteilt hatte. Bisschen Ekel war auch dabei.
      Die Schwellung im Bereich der Verletzung ging allerdings relativ gut zurück, leider nahm die Schwellung an meinem Schienbein aber etwas zu - das lag vermutlich an der Schiene. Ansonsten war ich ganz happy, dass ich an diesem Tag die knapp 17 Meilen wandern konnte.

      Zum Mittagessen gab es eine Suppe, die wir von „Reko“ bekommen haben. Mit ihm haben wir den letzten Tag im Hostel verbracht. Er ist ein Mexikaner, der seit über 30 Jahren in den USA lebt und bei der US Army war. Mit 44 Jahren ist er schon im Vorruhestand und nutzt die Zeit nun, um den AT zu wandern.

      Allgemein waren die Tage im Hostel wunderschön. Wir wurden von Nimrod, dem „Caretaker“ mit superleckerem Essen (leider mit viel zu kleinen Portionen), literweise Kaffee und seinen Lebensweisheiten versorgt. Manche Fakten, die er uns erzählt hatte, müssen wir allerdings erst noch überprüfen. Zum Beispiel hat er uns erzählt, dass der Schwarzwald ein Regenwald sei. Irgendwie kann ich das nicht so richtig glauben. Jedenfalls (Anyway, wie Nimrod sagen würde) ist er ein superinteressanter Mensch, der viel zu erzählen hat und auch schon den AT gelaufen ist. Der Abschied fiel uns wirklich schwer. Als wir gegangen sind, wollte er noch einen Selfie mit uns machen.

      Am Shelter angekommen haben wir uns ein gutes Abendessen gemacht und mussten anschließend unser Essen trotz Regen und Nebel am Baum aufhängen, da es am Shelter keine Möglichkeit gab, das Essen bärnsicher zu verstauen. Nach mehreren Anläufen haben wir es dann geschafft, das Seil über einen Ast zu bringen. Ja Okay, es ist Jochen gelungen, aber mit meiner Hilfe. ;) Anschließend haben wir unsere drei „Foodbags“ mit der PCT-Methode aufgehängt.

      Das Essen aufzuhängen war uns sehr wichtig, da Jochen an der Wasserquelle einen aufgerissenen „Foodbag“ gefunden hatte. Es lagen Kochuntensilien, Zahnbürste und andere Gegenstände rum, die man tatsächlich bärensicher am Baum aufhängen sollte, da der Geruch dieser die Bären anlockt. Das einzige, was wir nicht gesehen hatten, war das Essen selbst. Das war ein bisschen gruselig, aber ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Bär hier sein Unwesen treibt.
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    • Day 12

      Townfood!

      February 12 in the United States ⋅ 🌧 12 °C

      Heute bin ich auf Jochen und mich sehr stolz! Wir kamen heute 18,6 Meilen unserem Ziel näher, obwohl wir beim Nantahala Outdoor Center (NOC) jede Möglichkeit gehabt hätten, den zivilisatorischen Verlockungen, wie beispielsweise einer warmen Dusche oder einem kuscheligen Bett zu erliegen. Stattdessen gab es in dem ehemaligen Austragungsort der Kajak-Weltmeisterschaft „nur“ eine riesige Pizza für uns zusammen, jeweils eine abartig große Portion Pommes und nen Kaffee. Außerdem haben wir dort unser erstes „Resupply-Paket“ im Outdoorladen abgeholt und ich habe endlich eine ordentliche Schiene für mein Sprunggelenk bekommen.

      Nachdem wir die Pommes gegessen hatten, waren wir so satt, dass wir bei der Pizza aufgeben mussten. Als richtige Schwaben haben wir sie eingepackt und sie 1250 m den Berg hochgetragen, um sie dort im Shelter zu essen. Nach einer kleinen Nachtwanderung war es schön, nicht erst kochen zu müssen. Vor allem, wenn man vorher mit einer Stirnlampe zu kämpfen hatte, deren Akku sich dem Ende neigte.

      Mit dem Wetter hatten wir wieder richtig Glück. Ursprünglich war den ganzen Tag über Regen angesagt. Insgesamt waren es aber maximal 2-3 Stunden, die wir im Regen gewandert sind. Der extreme Regen kam erst, als wir abends in unseren Quilts im Sassafras Gap Shelter lagen.

      Für den extrem steilen Abstieg zum NOC wurden wir mit einem traumhaften Ausblick auf das Wolkenmeer belohnt. Abends beim Aufstieg sind wir wieder durch einen Dschungel aus Rhododendren gelaufen, in dem es wie in einer Sauna mit ätherischen Ölen roch. Unglaublich lecker!

      Wer sich gerade fragt, welche Party die Mäuse in dieser Nacht gefeiert haben, den muss ich enttäuschen. Ich habe es wohl ganz gut hinbekommen, mit meiner Stirnlampe die Mäuse zu verscheuchen. In dieser Nacht ging der Punkt eindeutig an uns! Check! 😁
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    • Day 7

      Le rallye de Monte Karlos

      April 15, 2022 in the United States ⋅ ⛅ 18 °C

      Réveil glacial au sommet du Craggy Dome et fin de la route scénique entre les montagnes. On entame une redescente jusqu'au village Amérindien de Cherokee. On y entrevoit une culture différente très prononcée avec une grande place laissée à l'artisanat. Direction Great Smoky Mountain National Park pour une randonnée sous le soleil dans l'après-midi, dans une forêt où serpentent des rivières : l'occasion pour Julien de prendre son premier bain de l'aventure. Puis on reprend la route et on arrive au Tennessee. Là nous attend, juste après le panneau, un rallye dans les montagnes escarpées. On se fait doubler à toute vitesse par des motards en soif d'adrénaline. La route est réputée dans la région avec ses 318 virages sur 11 miles. Puis les paysages changent encore, on quitte les montagnes et on longe des lacs puis des étendues de campagne verdoyante. Le périple du jour se termine à Nashville où il est prévu qu'on passe la nuit.Read more

    • Day 105

      Blue Ridge Parkway 6

      October 8, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 22 °C

      Parkway Mile 385 - 469 = das Ende

      Eigentlich wollten wir in Asheville das Biltmore Estate (Amerika’s größtes Privathaus) besichtigen, allerdings waren uns 79,- USD pro Person für eine Hausbesichtigung zu viel…

      Als Entschädigung für das bescheidene Wetter, haben wir in Cherokee noch zwei Wapiti gesehen 😊
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    • Day 17–19

      Casa de Castro - Cabin in the woods

      October 16, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 10 °C

      Once I reached Sylva I drove directly to my hotel for the two nights. It's a cute little cabin hidden in the woods. The owners weren't there, so I went for a short walk on the forest roads. The owner came home after 15 minutes. It was a warm welcome with open arms. One of their dogs needed some treats and cuddles till he accepted me in his territory. The owner showed me their cute, little cabin and my room. I'm in love with this place. We went for snacks in the nearby town. They showed me all the places I heard so much about already and saw on so many pictures. We then went shopping. Had homemade shrimp Alfredo for dinner 🤤 and tequila for dessert. We played some games and just went to bed. I'm so thankful for calling these two friends and to finally meet them. Love you both! Thank you for making me feel at home. (We were so exited that we forgot to take pictures of all the food and us.)

      Als ich Sylva erreichte, fuhr ich direkt zu meinem Hotel für die zwei Nächte. Es ist eine niedliche kleine Hütte, die im Wald versteckt liegt. Die Besitzer waren nicht da, also machte ich einen kurzen Spaziergang auf den Waldwegen. Die Besitzer kamen nach 15 Minuten nach Hause. Es war ein herzlicher Empfang mit offenen Armen. Einer der Hunde brauchte ein paar Leckerlis und Streicheleinheiten, bis er mich in seinem Revier akzeptierte. Die Besitzerin zeigten mir ihre niedliche, kleine Hütte und mein Zimmer. Ich bin verliebt in diesen Ort. Wir gingen in der nahe gelegenen Stadt etwas essen. Sie zeigten mir all die Orte, von denen ich schon so viel gehört und auf so vielen Bildern gesehen hatte. Dann gingen wir einkaufen. Zum Abendessen gab es hausgemachte Shrimps Alfredo 🤤 und zum Nachtisch Tequila. Wir haben ein paar Spiele gespielt und sind dann schlafen gegangen. Ich bin so dankbar, dass ich diese beiden Freunde nennen darf und dass ich sie endlich getroffen habe. Ich liebe euch beide! Danke, dass ihr mir das Gefühl gebt, zu Hause zu sein. (Wir waren so aufgeregt, dass wir vergessen haben Bilder vom Essen und von uns zu machen.)
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    • Day 15

      Mäuseparty II auf der Bobbahn

      February 15 in the United States ⋅ ☀️ 7 °C

      Heute begann der Tag ganz entspannt mit einem dringlichen Bedürfnis um 3 Uhr nachts. Um mich erleichtern zu können, durfte ich mich in Windeseile aus meinem Quilt befreien. Bei 20 cm Kopffreiheit und den „Straps“ vom Quilt war dies kein leichtes Unterfangen. Gerade noch so konnte ich aus dem "Derrick Knob Shelter" rennen und mich zu erleichtern. Vor lauter Panik in die Hose zu machen, hatte ich nicht darauf geachtet, wo ich hinrannte. Nach dem Geschäft durfte ich bei eisigen Temperaturen und mit nur einem dünnen Merinolayer als Schlafanzug das Shelter suchen. Zum Glück fand ich meine Fußabdrücke vom Hinweg, ansonsten wäre die Aktion vielleicht wirklich in die Hose gegangen.

      Nach einer kurzen Nacht haben wir uns in Richtung Clingmans Dome aufgemacht. Dieser Berg ist mit 2015 m der höchste Punkt auf dem AT. Da man aufgrund der Bäume nicht viel sehen würde, ist auf dem Gipfel ein Aussichtsturm. Glücklicherweise hatten wir den ganzen Tag über Sonnenschein und auf dem Turm eine wunderschöne Aussicht über die Berge, die hinter und vor uns liegen. 😊

      Der Abstieg auf der nördlichen Seite hatte mehr mit einer Bobbahn gemein als mit einem Wanderweg. Am Ende brauchten wir deutlich länger als geplant und beendeten den Tag mit nur 13 Meilen und 1380 kumulierten Höhenmetern im Mt. Collins Shelter.

      Über den Tag verteilt durfte wir heute mehrere AT Hiker kennenlernen.
      Wendy & Robber, die gerne in den Sheltern Serien schauen und sich ab und an einen Joint bauen - eigentlich aber mehr mit Rauchen als mit Wandern beschäftigt sind. 😂 Sie kommen aus Florida und sind schon am 6. Januar gestartet.
      „Friendly“, der eher ein Mann der wenigen Worte ist und „Blue Man & Sin City“ aus Alaska und Florida, mit denen wir uns über den Tag verteilt sehr nett unterhalten hatten und mit denen wir das mäuseverseuchte Shelter an diesem Abend teilen.

      Dieses Mal ging der Punkt an die Mäuse. Diese unglaublich flinken Dinger hatten es geschafft, in meinen Topf zu kommen, nachdem ich ihn maximal für 1 Minute auf den Shelterboden gestellt hatte. Mit bester Laune durfte ich diesen dann mit Dr. Bronners Allzweckseife auswaschen. Meine Laune war dementsprechend gut …
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    • Day 141

      Nächster Halt: Great Smoky Mountains ⛰️

      October 21, 2023 in the United States ⋅ ☀️ 19 °C

      An der Ostküste waren wir jetzt etwa sechs Wochen, haben mehrere Städte erkundet und waren in den vielfältigsten Landschaften unterwegs. Zeit für ein weiteres Kapitel: Der (sub-)tropische Süden der Staaten. Der Weg dorthin - es soll zunächst nach Louisiana gehen - ist weit. Mehr als eintausend Meilen (etwa 1800 Kilometer). Bei uns kommt direkt wieder Roadtripstimmung auf. Und ein Nationalpark liegt auf halber Strecke: Die Great Smoky Mountains. Die kennen wir schon aus einer Doku, die wir in Vorbereitung auf unsere Reise geschaut haben. Die Entscheidung fällt also leicht: Ab in den 500 Meilen entfernt Osten Tennessee‘s (in Tennessee befindet sich auch das zentral gelegene Nashville, dass wir schon Ende August besucht haben).

      Unser Weg von Washington DC führt uns über endlos lange Interstates. Nach einem langen Autofahrtag kommen wir dann schließlich auf dem KOA in der Nähe von Newport an. Es ist herbstlich, feucht und farbenfroh. Garnicht zu vergleichen mit der drückenden Hitze während unseres Nashville Besuchs. In unserem Van ist es gemütlich, es gibt einen Film und was zu knabbern, die Lichterketten geben der Atmosphäre den letzten Schliff.

      Der Freitag ist ein typischer Admin-Tag. Aber er startet zunächst einmal mit einer Rettungsaktion: Kaum sind wir vom Zeltplatz aufgebrochen, entdecken wir eine etwa faustgroße Schildkröte auf der Straße. Nach kurzem Zögern schnapp ich sie mir und trage sie über die steile Böschung in das sichere Unterholz, weit genug von der Straße entfernt. Die kleine bleibt sicherheitshalber die ganze Zeit zurückgezogen in ihrem Panzer, blinzelt uns aber kurz verhalten an. Johannes schneidet noch ein Scheibchen Gurke ab und legt es in ihre Nähe, als kleine Stärkung. Wir verabschieden uns und dann gehts weiter.

      In Dandridge, einem 3000-Seelen Dorf, finden wir ein gemütliches Café. Hier verbringen wir den Tag und sichten Fotos, schreiben den Boston-Post für unseren Blog und recherchieren zu Louisiana und Florida. Es sind genau diese ruhigen Stunden, die wir jetzt brauchen, nach all den Großstädten der letzten Wochen. Es passiert wirklich nicht viel. Wir schlendern noch kurz durch den verschlafenen Ort, der liebevoll herbstlich dekoriert ist, stehen vor der geschlossenen Touriinfo (verirrt sich hier wirklich jemals ein Touri her?) und spazieren dann zum Auto. Auf dem Weg zurück zum Zeltplatz halten wir - es ist früher Abend - an einem Supermarkt und decken uns am Daily (große Supermärkte haben häufig einen Daily, eine Art warme Theke, ähnlich einem Imbiss) völlig ausgehungert und daher etwas ehrenlos mit Mac and Cheese und riesigen, frittierten Chicken Nuggets ein, die wir noch auf dem Parkplatz im Auto wie die Barbaren verspeisen. Feinste amerikanische Küche eben.

      Heute ist Samstag. Und wir sind in den Great Smoky Mountains, es ist also klar was heute passieren muss: Wandern. Nach einem leckeren Frühstück, dass wir klassisch mit Hilfe unseres Campingkochers zubereiten, fahren wir los. Die Sonne scheint, es ist angenehm mild. Beste Voraussetzungen. Das denken sich wahrscheinlich auch alle anderen: Für die 35 Meilen bis zum nördlichen Visitor Center des Nationalparks brauchen wir anderthalb Stunden. Hauptsaison bei bestem Wetter. Automassen stauen sich bis rein in den Park. Unser National Geographic Reiseführer empfiehlt uns den ‚schönsten Wanderweg des Parks‘, unweit vom Eingang. Und wir bekommen mit etwas Glück tatsächlich einen Parkplatz am Fuße des Trails. Der Trail an sich entpuppt sich dann als relativ kurzer, vielleicht 2 Kilometer langer Rundweg durch den urtümlichen Laubwald. Vielleicht sind wir von den kilometerlangen Staus gezeichnet, vielleicht haben wir auf unserer Reise auch schon so viele überwältigende Landschaften gesehen, jedenfalls sind wir gerade ziemlich unbeeindruckt. Objektiv betrachtet sind die Smokey‘s wunderschön: Glasklare Gebirgsflüsse, ausgedehnte Laub- und Mischwälder, die im Herbst in den schillerndsten Farben erstrahlen, hohe Berge und abgelegene Dörfer. Aber wir sind heute schwer zu beeindrucken. Auf dem Parkplatz bereiten wir uns mit dem Campingkocher eine Packung Mac and Cheese. Im angrenzenden Bach fülle ich die Wasserfilterflasche - vielleicht zum letzten Mal hier in den USA - mit dem kristallklaren Wasser. Letztlich ist es dann schon nochmal ein schönes Outdoorerlebnis. Wir beschließen, den Parkloop zu fahren. Von etlichen Pullouts hat man phänomenale Ausblicke auf die bergige Landschaft und den alles-bedenkenden Wald. Am Wegesrand grast ein Hirsch. Bei guter Musik verlassen wir schließlich den Park.

      Sonntag brechen wir früh auf. Heute fahren wir weiter gen Süden über Alabama nach Mississippi. Es sind wieder knapp 500 Meilen. Unser Campground in Mississippi ist nur ein Steinwurf von Louisiana entfernt. Als wir am frühen Abend ankommen und aus dem Auto steigen, laufen wir wie gegen eine Wand: es ist schwül-warm. Wir sind in den tropischen Gefilden angekommen!! Der Pool ist leider schon geschlossen, aber eine kühlende Dusche tuts auch. Während wir die Lichterkette aufhängen und die Klappstühle vor dem Van aufbauen, wird uns bewusst, dass die heutige Nacht die letzte in unserem Van und auf einem Zeltplatz sein wird. Ab morgen schlafen wir bis zum Ende unserer Reise nur noch in ‚festen Betten‘. Der Gedanke berührt uns. Auf eine schöne Weise. Der Van war während unserer Reise mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Er war unser Zuhause, unser Rückzugsort, in und um ihn haben wir unser tägliches Leben organisiert: Wir haben hier Lebensmittel verstaut, Wäsche gelagert, Filme geschaut und bei schlechtem Wetter haben wir drin gesessen und gegessen, gedaddelt und gelesen. Den Abend verbringen wir quatschend bei Kerzenschein. Es ist ein schöner Abend, und wie selbstverständlich ist unser schwarzer Chevi mit dabei. Ein Stück der Roadtripromantik lassen wir mit dieser Nacht hinter uns. (R)
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    • Day 102–105

      Smokey Mountain

      October 20, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 7 °C

      Der Blue Ridge Parkway endet in den Smokey Mountains im Ort Cherokee, in dem die gleichnamigen First Nations einen Souvenirladen neben dem anderen betreiben, alle mit demselben Kitsch: Zutaten für Halloween und alles, was "der Indianer" nach dem Klischee herstellt (Traumfänger, Körbe, Pfeil und Bogen, Friedenspfeife, Federschmuck und Totempfahl). Wir wollen den Ort jedoch nicht über den Parkway, sondern über eine Offroadstrecke, die uns durch den südöstlichen Teil der Smokies führt, erreichen. Der Einstieg in den Treck liegt gespenstisch im Dunst; ein Pickupfahrer warnt uns: Auswaschungen, Nebel, evtl. Schnee auf der Strecke. Wir würden für die 28 km etwa 3 Stunden brauchen und wir hätten keine Winde dabei ... . Er wäre den Treck schon 2× gefahren, aber heute bestimmt nicht. Wir beratschlagen uns kurz (der Greifzug ersetzt uns die Winde) und fahren mit gemischten Gefühlen und von einem "Good luck!" begleitet in den Treck. Ich darf fahren und freue mich insgeheim auf die "fahrerisch anspruchsvoll" angekündigte Piste, die sich auf ebener Strecke wie auf einem Weg durch unser Altenholzer Waldgebiet dahinzieht: Sehr schön, hin und wieder schmal, aber von jedem, der lenken kann, problemlos zu meistern. Wir lassen uns Zeit und sind nach 1,5 Stunden in Cherokee. War die Warnung als Scherz gemeint? Nichts ist unmöglich ... .
      Der nächste Tag, ein Samstag und bestes Wetter, soll uns auf den Clingmansdom (2030m), die höchste Erhebung in den Smokies bringen. Mit dieser Idee stehen wir nicht alleine im Stau. Ich steige aus und laufe zu Fuß zum Parkplatz und dann den 1 km langen, asphaltierten, aber steilen Fußweg bis zum Aussichtsturm. Als ich zurück zum Auto komme, hat sich Jörg bis kurz vor den Parkplatz vorgearbeitet. Wir tauschen die Position: Ich fahre, Jörg läuft. Es nützt ja nichts, wir werden nie wieder hier sein, da müssen wir wohl durch. Wir sparen durch diese Aktion Zeit ein und lachen darüber, weil "Zeit sparen" eigentlich nicht auf unserer to-do Liste steht.
      Die Nacht wollen wir auf dem einzigen Campingplatz innerhalb des Nationalparks verbringen, denn frei Stehen ist hier nicht erlaubt. Die Straße windet sich malerisch durch die bewaldeten Berge und nach entspanntem Kolonnefahren bis zur Abzweigung nach Cades Cove, einem Hochplateau mit Wiesen, Weiden und besagtem Campingplatz, erreichen wir um 17:00 Uhr in der Dämmerung die Rangerstation zum Einchecken. Dort wird gerade das Empfangshäuschen abgeschlossen: Für heute sei Feierabend, der Platz sei voll. Ich gucke erschrocken - das kann ich gut - erkläre unsere Erschöpfung, wir würden auch auf dem Parkplatz ... wir brauchen nur eine Toilette und einen Stellplatz. Er überlegt: Nein! Das sei verboten! Eine Rangerin kommt hinzu: Platz B45, aber nur eine Nacht, Bezahlung morgen, kein Problem. Also bitte, geht doch. Nur 5 Minuten später hätten wir ein Problem gehabt, da dann kein Verantwortlicher mehr vor Ort gewesen wäre.
      Den nächsten Tag stehen wir bei Morgendämmerung auf, um die Autorunde um die Wiesen von Cades Cove im zarten Morgenlicht zu erleben. Wir sehen balzende Truthähne, malerische Nebelschwaden und ... tatsächlich ... einen Bären. Wir sind beide überrascht, dass dieses Tier, dem das Attribut "gemütlich" zugeordnet ist, derartig hektisch nach Futter suchen kann. Bevor Jörg ihn noch gut vor die Linse kriegt, ist der Schwarzbär auch schon im Wald verschwunden.
      Um die Smoky Mountains zu verlassen, wählen wir wieder einen Offroad Pfad. Wir haben zwei Möglichkeiten und wählen die Strecke, von der uns die Rangerin abrät: Zu "rough", vor allem im unteren Teil kaum befahrbar. Sie hat recht, für einen Porsche 911 ist die Strecke tatsächlich nichts. Wir erreichen ohne Mühe die nächste Asphaltstraße. Diese entpuppt sich als kurvige Rennstrecke für Motorradfahrer und Sportwagen mit Heckspoiler. In den besonders spektakulären Kurven haben sich professionelle Fotografen positioniert. Hier unfallfrei zu bleiben, fordert mich wesentlich mehr als kurz vorher im Treck. Ich bin ordentlich durchgeschwitzt - ein Unfall mit Verletzten setzt mir zu - und freue mich auf einen Stellplatz am Tennessee River mit Aussicht auf ein Bad im Fluss, doch die Enttäuschung ist gewaltig: Der Fluss ist dreckig trüb, die Nachbarschaft des Stellplatzes nicht vertrauenserweckend. Wir finden kurze Zeit später einen anderen Platz.
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    • Day 73

      Smoky Mountains, NC 🏔️

      October 28, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C

      Après la ville, j’avais besoin d’un peu de nature ! Eh bien c’est chose faite ce week-end 🍃

      J’avais depuis longtemps envie de visiter le Smoky Mountains National Park, situé à 3h de route d’Atlanta et considéré comme le parc national le plus visité des États-Unis (3x plus visité que le Grand Canyon) 🏜️ Nous avons donc constitué une super équipe pour ce week-end qui était la dernière occasion de faire cette randonnée, au vu de la chute des températures dans les semaines à venir 🥶

      Après une soirée d’Halloween très festive vendredi soir, nous sommes partis samedi dans la journée pour cette randonnée de 29 km. On s’est finalement rendus compte en chemin que c’était 29 miles, soit 46 km 🥾

      Samedi, nous avions prévu un parcours assez court, de 6 kilomètres vers le premier lieu de bivouac. Et nous avions bien fait car la nuit est vite tombée et nous avons dû rejoindre le camp à la lampe frontale 🌒 Arrivés au camp, nous avons installé nos tentes et préparé un feu de camp. Au menu : hot-dogs et purée, un régal !

      Il faut savoir qu’il y a beaucoup d’ours noirs dans le parc et qu’ils sont très attirés par la nourriture des randonneurs 🐻 Nous avons donc fini tous nos vivres « frais » avant la nuit et nous avons accroché nos sacs en hauteur pour éviter de les attirer. Il y a même des systèmes de poulies prévus à cet effet à chaque emplacement de bivouac 🏕️

      Apres une courte nuit entrecoupée d’une fausse alerte d’ours près du camp (il s’agissant simplement de deux biches) nous nous sommes levés à 4h pour partir à 4h30 et espérer voir le lever de soleil 🌅 Le camp étant à la base d’une ascension, nous avons commencé cette longue journée par 1000m de dénivelé en 5 kilomètres, le tout de nuit, de quoi bien se réveiller !

      Avant d’arriver sur le chemin de crêtes, nous avons fait un ravitaillement en eau à la dernière source de la journée. Cela nous a valu un bon détour qui n’était pas forcément prévu mais qui était nécessaire pour nos repas lyophilisés de la journée💧Nous avons donc accéléré le pas pour arriver au sommet vers 7h30 et profiter du magnifique paysage offert par le parc avec la pleine lune à gauche et le soleil se levant à droite : le bonheur !! Nous avons même pu boire un bon café chaud avant de repartir sur les crêtes ☕️

      Nous avons ensuite continué notre marche avec une vingtaine de kilomètres sur le trail des Appalaches, (chemin de 3500km qui traverse les Etats-Unis du nord au sud) 📸 Cette partie sur les crêtes nous a offert une superbe vue dégagée à 360 degrés sur tout le parc 🌲

      En fin d’après-midi, nous sommes redescendus des crêtes, plus doucement que lors de la montée du matin, et nous avons conclu notre boucle un peu avant 19h. Nous avons enfin ramené la voiture de location à Atlanta à 23h43 pour une limite à … 23h45 🚗

      Bref, un super week-end, 50km de rando, 2000m de dénivelé positif, 14h de marche dimanche, beaucoup de transpiration mais surtout plein de souvenirs ! 🗺️
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    You might also know this place by the following names:

    Swain County, مقاطعة سوين, Суейн, সৱিন কাউন্টি, Condado de Swain, Swain konderria, Comté de Swain, Swain megye, Contea di Swain, スウェイン郡, Swain Kūn, Hrabstwo Swain, سوائن کاؤنٹی, Comitatul Swain, Суэйн, Округ Свејн, Свейн, سوئین کاؤنٹی، شمالی کیرولینا, Quận Swain, Condado han Swain, 斯溫縣

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