• Michaela Dech-Stadter
  • Patrick Stadter
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Immer rechts der Atlantik

Et 135-dags eventyr af Michaela & Patrick Læs mere
  • Der Eurotunnel oder das grosse Warten

    3. november 2023, England ⋅ 🌬 12 °C

    Heute Morgen brechen wir früh nach Folkstone auf. Micky geht es immer noch schlecht, deswegen fahren wir nach Hause ( ja wieder nach München…muss sein) Unsere Fahrt durch den Eurotunnel soll um 16.18 Uhr gehen. Kurz nachdem wir Leeds verlassen erhalten wir die Meldung, dass es kleine Verzögerungen bei der Rückfahrt nach Europa geben soll. Wir sind guten Mutes und fahren gechillt Richtung Süden. Es ist viel Verkehr und irgendwo droht uns eine Vollsperrung. Wir umfahren alle Widrigkeiten, machen nur ganz schnelle Pinkelpausen bei Starbucks und Mc Donalds und kommen nach 5 Stunden fast pünktlich in Folkstone an, Aber leider ist die Zufahrt gesperrt. Nachdem auf der M20 eine Vollsperrung war, sind wir nicht über die M20 gefahren. Leider kann man aber heute nur über die M20 auf das Gelände des Eurotunnels auffahren. Eine Umleitung ist nicht beschrieben und wir kämpfen uns mit Google und ganz viel Orientierungssinn ( vor allem von Micky) zum Check In. Wir checken ein und der Computer zeigt uns 150 Minuten Verspätung an. Wir fahren zur nächsten Schranke und entdecken einen Mitarbeiter. Patrick fragt nach, findet 150 Minuten Verspätung blöd, ohne zu wissen, dass der Zug wohl eher 5 Stunden Verspätung hat. Das erfahren wir dann im Terminal, in dem die Servicemitarbeiter des Eurotunnels von Polizei beschützt werden müssen. Die Zustände im Terminal sind katastrophal. Die Regale sind leergeräumt, die Toiletten dreckig und die Stimmung gereizt. Wir kaufen ein bisserl Wasser und nehmen jeder ein paar Gratischips, die uns vor dem Tod durch Verhungern bewahren sollen. Patrick packt - sobald wir wieder am Auto sind- den Gaskocher aus und kocht Wasser. Für den Notfall haben wir immer bisserl Instantnudeln an Bord. Ist so ein Sicherheitsding von Patrick…😜
    Kurz bevor das Wasser kocht, kommt die Nachricht via Durchsage, dass T3 (unsere Gruppe) sich jetzt auf den Weg machen soll. Unser Zug soll um 19.18 Uhr gehen. Wir schmeißen alles in den Bus, schütten das Wasser weg und fahren zur Passkontrolle. Ausreise England, Einreise Frankreich, alles klappt. Wir fahren in unsere Spur 12 und warten warten….Warten…..WArten….WARTen…..WARTEn…WARTEN…W A R T E N…W.A.R.T.E.N!
    Engländer koordinieren hier zusammen mit Franzosen…sie machen also gar nichts…😜
    Hier gibt es große Anzeigetafeln auf denen steht, wie sehr sich das Eurotunnel- Team für unsere Unannehmlichkeiten entschuldigt. Diese Meldung wird regelmäßig aktualisiert….😂….Wir fangen wieder an zu kochen. Innerlich und äußerlich….Die Holländerin vor uns und die beiden Schweizer hinter uns bekommen einen Tee ; Anna und Paul bekommen die Instantnudeln. Wir haben uns zusammengefunden…sind eine Schicksalsgemeinschaft. Wir quatschen ein bisserl und nach zwei Stunden in der Kälte geht jeder wieder in sein Auto und hofft, dass er keinesfalls noch einmal auf dieses Klo gehen muss….🙈Irgendwann hat der Spaß auch ein Loch.
    Ach ja, der Grund, weswegen wir jetzt hier in der Anstehspur stehen ist, dass das Terminal nicht weiter vollläuft. Obwohl jeder Zug 6 Stunden (mindestens) Verspätung hat, soll nämlich trotzdem jeder pünktlich da sein.
    Sind die irre? Wir kommen jetzt in jedem Fall nicht mehr raus. Wenn der Zug nicht geht, müssen wir im Auto übernachten. Ist nicht so schlimm, wir haben ja immerhin Schlafsäcke und Standheizung.
    Drückt uns die Daumen, dass wir heute noch rüberkommen!
    Upps, es geht los…..mit genau 6,5 Stunden Verspätung.....
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  • Lille

    4. november 2023, Frankrig ⋅ ⛅ 8 °C

    Kleiner Nachtrag….Um 0.30 Uhr sind wir in Frankreich gelandet….Kein Hotel mehr verfügbar in Calais. Um nicht auf einem Supermarktparkplatz schlafen zu müssen, hat uns Paul noch 1,5 h durch die Nacht nach Lille gefahren. Hier sind Zimmer frei! Hoffentlich ohne Bettwanzen. Drückt uns auch hier die Daumen…🙈😜Læs mere

  • Auswärtssieg

    5. november 2023, Frankrig ⋅ ☁️ 10 °C

    Mehr gibt s heute eigentlich nicht zu sagen. Die Bayern gewinnen 4:0 beim BVB, wir sind von Lille nach Straßburg gefahren. Gesehen haben wir dabei extrem viel Regen und sehr starken Wind, eine Autobahn, die durch Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland führt. Wir wissen jetzt auch, warum keiner so wirklich das Saarland haben wollte , der Lafontaine so ist, wie er ist und die Wagenknecht ja doch irgendwie noch sonderbarer als der Lafontaine ist. Dabei kommt die Wagenknecht ja eigentlich aus Jena und wohnt nur in Merzig. Ob es jetzt viele Menschen gibt , die schon in Jena und Merzig waren, wissen wir nicht - wir waren es aber eben und können jetzt sicher sagen: da gibts wenig Unterschiede.
    Wir haben in Zweibrücken einen kurzen Stop im Fashion Outlet gemacht und dann dort auch gleich zu Abend gegessen. Das allerdings nicht zum Outletpreis, im Gegenteil, das war eher teuer und seinen Preis nicht wirklich wert. Irgendwie war es aber alternativlos. Es war schon fast 20:00 Uhr und unsere prognostizierte Ankunftszeit in Straßburg war eben doch 21:30 Uhr. Für uns ist das zu spät für ein Abendessen.
    Morgen machen wir die Innenstadt unsicher und dann wird der Bericht auch sicher wieder besser 😄.
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  • Fahrraddiebstahl

    5. november 2023, Tyskland ⋅ 🌬 8 °C

    Wir kommen gestern Abend in Straßburg an und checken im Hotel ein. Für drei Nächte. Wir wollen Straßburg wirklich genau ansehen 😄.
    Die Garage ist mit 2,20 Metern hoch genug für unseren Bulli, aber leider besetzt. Wir müssen eine Nacht auf der Straße parken, ab morgen haben wir einen Platz in der Garage. Es findet sich auch in ca 300 Metern Entfernung ein Parkplatz und der kostet nachts nicht einmal was. Läuft bei uns. Als wir endlich alle im Bett liegen, fällt Micky ein, dass die Pässe noch im Auto liegen. Das ist jetzt nicht ideal, also sollte man die Pässe noch holen. Wenn Micky sagt, dass man das machen sollte , meint sie eigentlich Mann sollte das machen. Patrick weiß das nach 1.539 Jahren Ehe natürlich und zieht sich an. Er holt die Pässe aus dem Auto. Nachts wacht Micky mehrfach wegen des starken Husten auf, wir entscheiden , doch bereits am Sonntag heim zu fahren. Man müsste das halt nur mit der Rezeption besprechen. Die drei Nächte sind nämlich ohne Stornomöglichkeit bereits bezahlt. Also tut Mann das auch und überzeugt die Hotelmitarbeiter, dass ein Entgegenkommen wirklich auch nur im Sinne des Hotels ist. Vertrieb halt.
    Wir packen und gehen zum Auto die Parklücke ist eng, also fahren wir erst ein Stück los, um dann mit mehr Platz den Heckträger abzuklappen und den Bulli ordentlich zu packen. Und tatsächlich fällt uns erst dann auf, dass da nur noch ein Fahrrad auf dem Heckträger steht, wo eigentlich zwei sein sollten. Und auch um Mitternacht noch zwei Räder waren. Da denkt Mann erst an einen gespielten Witz, aber alle Mitreisenden schwören, dass es kein Witz sei. Irgendwann glaubt Mann es auch. Das Rad wurde gestohlen. Es war mit drei Schlössern am Auto abgesperrt. Und natürlich war es ein sauteures eBike. Was der Täter nicht wusste: es ist ein Sondermodell einer bayerischen Bikemanufaktur. Nix ist da Shimano kompatibel. Wenn der Akku leer ist, findet der Arsch nie ein passendes Ladegerät.
    Also hör genau zu Du dreckiger Dieb: der Akku war voll. Genieße also die 150 km, die Du hast. Danach steht das Rad - für immer. Wir wünschen Dir, dass der Sattel bricht und die Stütze sich in Dein Skrotum schiebt. Wenn wir Dich erwischen, machen wir das übrigens !
    Es fühlt sich echt hässlich an, beklaut zu werden! Der Dieb hat leider auch Patricks Rad und den Heckträger beschädigt.
    Wir fahren zur Polizei und geben in einem semioptimalen Prozess zu Protokoll, was uns passiert ist. Der Beamte tippt nach einer Fortbildung immerhin schon 9 Worte pro Minute. Wir halten die Schadenschilderung also kurz und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Immerhin ist unser Französisch gut genug für diesen Verwaltungsakt. Auf der Heimfahrt sind wir erst betrübt, dann freuen wir uns über das verbesserte Fahrverhalten des Bulli mit weniger Gewicht auf dem Heckträger. Dann denken wir nochmals an den Auswärtssieg der Bayern und irgendwann haben wir auf einmal gute Laune. Bleibt einem doch auch nichts anderes übrig. Mann arbeitet zudem ja bei einer Versicherung. Wird also schon irgendwie werden.
    Morgen ist Micky beim Arzt und lässt sich hoffentlich bald gesunden. Dann starten wir wieder - mit normalen Biobikes und in Frankreich zukünftig nur noch in Hotels mit freien Garagen und ohne Bettwanzen . Ihr könnt ja sehen, wenn wir wieder aufbrechen. Passt auf Euch auf - die Erde dreht sich ja gerade etwas unrund.
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  • Bardolino - immer eine Reise wert

    19. november 2023, Italien ⋅ 🌙 10 °C

    Ja, wir sind wieder on the Road!
    Ein bisserl anders als ursprünglich geplant, aber trotzdem in Richtung Gibraltar.
    Wegen des Wetters und der unangenehmen Temperaturen, haben wir den Plan mal wieder umgeschmissen und nähern uns jetzt über die Mittelmeerregion der spanischen Atlantikküste.
    Micky hustet jetzt nur noch wenig und wir sind guten Mutes, dass der letzte Teil unserer Reise störungsfrei verläuft….(Klopft auf Holz….)
    Nachdem wir nun zum dritten Mal unseren Bully gepackt haben , waren wir bei Abfahrt schon ziemlich gestresst und ganz ehrlich: die Motivation zu starten, war so gut wie weg. Nachdem wir uns dann von unserer Familie- nun zum dritten Mal - verabschiedet haben, war es statt 10.00 Uhr, 12.00 Uhr.
    Ein kurze Einweisung unseres Mitbewohners in to-do-Themen im Anschluss dauerte etwas länger als sonst, da er erst heute Morgen um 4 Uhr leicht alkoholisiert nach Hause kam.
    Die Aufnahmefähigkeit war eingeschränkt…😜 ( #liebendichtrotzdempauli)
    Kurz vor eins ging es los und schon eine halbe Stunde später, waren wir wieder im Roadtripfieber….
    Der Weg zum Gardasee ist ja eher ein Heimspiel, aber wir schwören, dass die Umgebung noch nie so schön ausgesehen hat.
    Bunt verfärbte Landschaften, auf den Bergspitzen der Schnee, Regen und Sonne im Mix.
    Wir kamen also nach gut 4 Stunden in Bardolino an und der Lago belohnte uns mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.
    Wir haben schnell eingecheckt und sind dann durch das fast ausgestorbene Bardolino geschlendert - nicht ohne noch ein paar stimmungsvolle Fotos zu machen.
    Der Hunger trieb uns dann recht deutsch schon um 18.00 Uhr in eines der geöffneten Restaurants - ist ja egal in welches - wir sind seit Großbritannien und Skandinavien nicht mehr so anspruchsvoll…
    Restaurant Munus in der Via Guiseppe Verdi…unbedingt Uovo & Uova probieren, die Pizza eher nicht bestellen….
    Jetzt ist erst einmal Tatort-Zeit. Man kommt ja auch nicht ganz raus aus seinen Gewohnheiten….🤪
    Patrick hat noch schnell eine nervige Fliege getötet - blöderweise mit Mickys Handtuch…
    Deswegen trocknet sich Patrick morgen mit dem Fön…
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  • Fragwürdige Musik und Botox ohne Ende

    20. november 2023, Monaco ⋅ 🌙 12 °C

    Puhhh, was für ein Tag. Wir wachen am Gardasee auf, freuen uns über den Seeblick vom Bett aus und starten mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Unser Ziel heute ist 🇲🇨 Monaco. Vorher müssen wir Vorräte auffüllen, also führt der erste Weg in den Eurospar. Wir brauchen Wasser und Lemon Soda - die ist im Angebot. Micky will ein oder zwei kaufen und meint Dosen, Patrick will 5 oder 8 Paletten kaufen - man einigt sich auf Mickys Vorgabe.

    Wir haben Zeit und fahren am See entlang und nicht direkt auf die Autobahn. Wieder einmal freuen wir uns über Peschiera. Auf Höhe Lugana gehts dann auf die Autobahn und passend zum dichten Verkehr schließt sich die Wolkendecke und die Sicht wird trübe.

    So fahren wir vor uns hin und machen eine Macchiatopause bei Autogrill. Autogrill ist irgendwie eine Konstante in Italien und unserem Leben. Der Kaffee ist extrem gut, die Toiletten sind - Achtung Wortspiel - beschissen und es sind eben keine Überraschungen zu erwarten. Alles wie immer.
    80 Kilometer vor Genua kommt auf einmal die Sonne raus und irgendwer im Auto fängt an zu singen "Die Sonne , die Sonne und Du , uhhhuuuuuhhhu - gehören dazuuuuuuuuhhhuuuu". So ein Mist. Diesen Ohrwurm wirst Du nicht mehr los. Also hören wir auf einmal "Best of Udo Jürgens" . Nicht über das Autoradio, sondern blechern aus dem Handy. Der Fahrer ist konzentriert und kann die Bluetoothverbindung momentan nicht herstellen, der Beifahrer ist technisch unbegabt und kann die Bluetoothverbindung nie herstellen. Allerdings schafft der Fahrer es später tatsächlich auch erst nach mehreren Versuchen und einem Reset.
    Ab Genua geht die italienische Autobahn wunderbar pittoreske an der Küste entlang. Die Straße besteht auf 200 Kilometern wirklich nur noch aus Brücken und Tunneln. Jetzt kann der Italiener Brücken so gut bauen und warten, wie der Norweger kochen kann. Und Tunnel baut der Italiener so zuverlässig, wie der Schweizer freiwillig Kapitalertragssteuer zahlt. Das hat zur Folge, dass die Brücken alle marode sind dauernd dran gebaut werden muss. Und die Tunnel sind alle dunkel, sehen aus wie Tropfsteinhöhlen und die Fahrbahn ist holprig. Also sind von den 200 Kilometern ungefähr 187 Kilometer Baustelle. Das fordert wiederum die italienischen Kleinwagenfahrer heraus. Wer kann in der Baustelle so dicht auf den deutschen Bulli auffahren, dass er nicht mehr in den Außenspiegeln zu sehen ist? Antwort : jeder 😃.
    Es ist inzwischen schön warm geworden, wir sind nach Skandinavien und UK aber auch wirklich verwirrt . Beim Tankstopp machen wir sogar die Standheizung an, um dann festzustellen, dass es draußen wirklich fast 20 Grad hat 😂.
    Wir kommen unfallfrei in Monaco an und suchen ein Hotel. Fündig werden wir am Hafen. Unser Zimmer ist im 4. Stock. Die Yacht, die ca 25 Meter entfernt liegt, könnte trotzdem eine Party auf dem Oberdeck veranstalten und jeder könnte in unser Zimmer schauen.
    Monaco ist krass - auf knapp 2 Quadratkilometern wohnen ca 40.000 Menschen. Das entspricht einer dichteren Besiedlung als Singapur. Fast 80 Prozent der Einwohner sind keine Monegassen, sondern Steuersünder oder andere Schlaumeier ....
    Wir gehen zum Casino und dem Café de Paris. Der Platz davor ist den Lambos und sonstigen Supersportlern vorbehalten . Eine G Klasse ( immerhin bei Brabus auf 8,5 Liter gepimped) darf ausnahmsweise hier parken und der Sozialhilfeempfänger im Ludenbentley muss direkt wieder fahren - zu billig ist der Bentley 🤣.
    Die Damen sind durchweg alle einmal generalsaniert. Offensichtlich ist : Botox, neue Brüste von Dr Zitzewitz und die Rundumabsaugung - oder die haben alle in den letzten 15 Jahren nie ein Kohlehydrat gegessen.
    Unser Weg führt uns nach oben. Wir wollen vom Berg aus auf den Hafen schauen. Sollte der gemeine Monegasse nicht mit einem ökologisch fragwürdigen Automobil unterwegs sein, kann er den Weg nach oben mit den Rolltreppen zurück legen, die es in der Stadt gibt. Die sind ein freundliches Geschenk von Fürst Rainier . Man merkt auf der Rolltreppe direkt, wenn man Monaco verlässt und in das leicht dreckige Beausoleil, Frankreich, kommt. Mit Überschreiten der Grenze war direkt die erste Rolltreppe kaputt 😃. Vielleicht war die von Renault , wer weiß das schon ?
    Patrick will jetzt unbedingt noch die Haarnadelkurve und Rascasse sehen, also laufen wir wieder bergab . Da hat der Fürst übrigens gespart- runter muss man laufen, da geht keine Rolltreppe.
    Wir finden die Haarnadel und beschließen Rascasse und Abendessen zu verbinden. Also laufen wir am Hafen entlang , genau auf der Strecke, auf der im Frühsommer die Formel 1 Boliden entlang donnern. Im Hafen liegen Megayachten - alle sind weitgehend unbeleuchtet und vermutlich auch unbewohnt. Apropos wohnen: der Quadratmeter in einer schönen Wohnlage kostet hier übrigens ab 50.000 Euro, wenn man aus der Wohnung den Formel 1 Grand Prix sehen kann, gehts ab ca 85.000 Euro los . Es gibt dabei zwei gute Nachrichten: die Wohnungen sind nicht soooo riesengroß, so dass auch gemischt reiche Millionäre ab 10 Mio Eigentum erwerben können und man kann eine solche Wohnung am Formel 1 Wochenende für bis zu 100.000 Euro vermieten - an die Botoxfrauen und deren Sugardaddies...
    Wir laufen noch durch die Rascasse und Micky sieht bei der Erklärung des Schumifakeumdasqualifyingzubeendenunfalls etwas genervt aus, also laufen wir durch die Boxengasse zum Café Milano. Es gibt Pinsa und den besten Thunfisch aller Zeiten. Wir waren zu Anfang etwas skeptisch, aber das Essen ist wirklich unglaublich lecker .
    Wir kehren nach einem abwechslungsreichen Tag ins Hotel zurück und freuen uns auf Hubert ohne Staller .
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  • Transfertag

    21. november 2023, Spanien ⋅ 🌙 13 °C

    Wir wollen heute unbedingt nach Barcelona kommen. Irgendwie machen uns die ganzen Geschichten, bei denen Touristen rundum Marseille beraubt wurden, tatsächlich Angst, also ist der Plan das sichere Monaco mit vollem Tank zu verlassen und erst in Barcelona wieder anzuhalten.
    Und da ist der erste Fehler .....wie und wo verdammt nochmal betanken die Monegassen ihre Autos? Wir haben auf jeden Fall keine Tankstelle gefunden. Vermutlich lässt man das hier machen und irgendein unterbezahlter Mitarbeiter fährt dann mit dem Auto außerhalb zum Tanken. Oder man lässt den Tankwagen einfach zum Auto kommen. Geld spielt hier ja gar keine Rolle. Patrick wäre morgens auf dem Weg zu Starbucks beinahe von 4 Lamborghini Ursus überfahren worden. Die kamen innerhalb von 5 Minuten am Hafen entlang gefahren. Vermutlich gibts in ganz München keine 4 dieser Autos ......
    Wir sind also irgendwann mit fast leeren Tank auf der Autobahn und lachen noch, über das französische Mautsystem, bei dem wirklich anfangs noch alle 10 Kilometer eine Mautstation kommt, bei der man noch Münzen in so ein Körberl werfen kann . Das ist schon sehr retro, vor allem , wenn man vor 8 Wochen noch in Norwegen war.
    Auf der Autobahn gibts also viele Mautstationen, aber keine Tankstellen. Unser Plan, nirgendwo anzuhalten , hat jetzt ein Loch. Ein großes Loch. Wir müssen raus. In Nizza und dort eine Tankstelle suchen. Die finden wir auch, nur die Baustelle davor verhindert , dass wir einfahren können. Nach 18 Umleitungen, schaffen wir es und wollen volltanken. Dazu muss man vorher an die Kasse und eine Sicherheit hinterlegen, sonst gibt es keinen Sprit. Patrick bietet Micky als Sicherheit an und der leicht psychopathisch aussehende Tankwart hofft bereits, dass Patrick ohne zu bezahlen abfährt , als man sich dann doch auf ein Handy als Sicherheit einigt.
    Tatsächlich wäre es dem Tankwart am liebsten gewesen, wir hätten einfach vorher 50 Euro bezahlt und dann auch genau für 50 Euro getankt. "Voll" hat hier sicher lange niemand mehr getankt. Er fragt mehrfach nach, ob wir das ernst meinen. Patrick war sich wegen der Nachfragerei zum Schluss nicht mehr sicher , ob "plein" vllt doch etwas anderes bedeutet .
    Der Tankausflug kostet uns tatsächlich 45 Minuten, aber dieser Tag ist ja ein reiner Transfertag, also ist das jetzt auch schon egal.
    Wir fahren 3 Stunden und wollen eine Mittagspause machen. Micky gibt ein paar Eckpunkte für die Pause vor : kein fastfood, alle Produkte sind fair gehandelt und ökologisch einwandfrei, das Essen darf nicht verpackt und muss gesund sein. Das ist natürlich an einer französischen Autobahn überhaupt kein Problem. Da gibt es alle paar Kilometer eine Raststation, die alle Voraussetzungen erfüllt. 🤣🤣🤣🤣
    Als Patrick die Pause schon abhaken will und hofft bei Mc Donalds unter Vortäuschung einer Klopause wenigstens Cheesenuggets zu bekommen, sehen wir neben dem Mc Donalds doch tatsächlich einen Grand Frais. Wir sliden in die Premiumparklücke vor der Türe und kaufen ein. Im Bulli wird dann noch kurz gewaschen und geschnippelt und schon gehts mit gesunder Mickypause weiter.
    Kurz vor der spanischen Grenze brauchen wir noch eine Kaffeepause und wieder einmal wird klar- der Franzose kann keinen Cappuccino machen. Wir trinken die Brühe halb und machen uns auf die letzte Etappe. Die Landschaft ist übrigens sogar von der Autobahn aus sehenswert. Leider windet es richtig heftig und wir müssen den Bulli ein paar Mal richtig festhalten, um nicht die Spur zu verlieren.
    Wir kommen nach Spanien, das 17. Land auf unserer unglaublichen Reise . Die erste Werbung direkt neben der Autobahn ist die fürs sextoycenter. Da zeigt der Spanier dem Franzosen direkt mal, wie man die Latte besonders hochlegt 😄.
    Auf die Höhe der Latte kommen wir später nochmals zurück.
    Wir erreichen Barcelona in der Rushhour. Der Verkehr ist wirklich dicht und sehr wuselig und so brauchen wir doch fast 45 Minuten in die Stadtmitte zu unserem Hotel. Der erste Schock, die Tiefgarage ist für den Bulli zu niedrig. Glück im Unglück: 150 Meter entfernt wird gerade ein Parkplatz frei. Wir parken ein und fragen uns dann, was das spanische Hinweisschild uns da wohl über diese Parklücke sagen will. Mit googles Hilfe lösen wir auf, dass am 02.12.23 hier gebaut wird. Abgesehen davon , dass wir das nicht glauben (wann kommt ein Handwerker schon einmal pünktlich?) , sind wir da längst wieder weg.
    Wir checken ein und Patrick prüft nochmals die Parksituation, weil der Rezeptionist vom Parken auf der Straße eher abrät. Das kommt ihm irgendwie spanisch vor.
    Die Hotelgarage sieht gefühlt höher als die angegebenen 1,95 Meter aus. Patrick geht die Rampe mehrfach ab, als der Garagenmeister aufmerksam wird und nachfragt, was diese Begehung denn soll.
    Sein Englisch ist noch schlechter als Patricks Spanisch ( und der kann nur Hola) , also gestikuliert man an einander vorbei, bis man feststellt, dass der Garagenmeister eigentlich Franzose ist und sich freut, dass Patrick ein wenig französisch spricht. Patrick wird wie ein Landsmann im Exil hofiert und die Garage wird begangen, vermessen und ein besonders guter Stellplatz empfohlen. Die Spanier können doch nicht messen und legen die Latte eben doch nicht so hoch, wie es sein könnte. Scheiss auf das Schild oben, fahr einfach runter , das geht schon.
    Zuerst gehen wir aber noch essen. Ina hat uns einen Tipp gegeben und so essen wir Tapas vor der Basilika de Santa Maria de Pi. Draußen. Am 22.11. Um 19:30 Uhr. Es ist warm genug dafür. Wir wären auch echt gute Spanier geworden.
    Nach dem Essen kommt dann der Test mit dem Bulli in die Garage. Wir stellen fest: die Höhe ist nicht das Problem, die Breite ist grenzwertig. Vllt wollte der Monteur, der oben " max 1,95" hingeschrieben hat, gar nicht die Höhe, sondern die Breite begrenzen. Wir müssen rangieren und die Spiegel immer wieder einklappen. Aber es geht. Der Bulli steht jetzt gut und sicher in der Hotelgarage. Wir sind beruhigt und freuen uns auf zwei oder drei Tage Barcelona. Wie lange wir bleiben , entscheiden wir noch.
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  • Eine Gaudi mit dem Gaudí

    22. november 2023, Spanien ⋅ 🌙 15 °C

    Heute Morgen wachen wir in unserem Hotelzimmer auf und die Sonne scheint.
    Winter in Barcelona heißt eben Sonne bei nur noch 20 Grad….😜
    Zum Glück war Micky so vorausschauend, Patrick gestern bereits mit dem Kauf der Eintrittskarten für die Sagrada Familia zu beauftragen. Die Tickets sind immer schnell weg und die besten Zeiten als Erstes! Unser Slot fängt um 11.30 Uhr an.
    Wir gehen noch schnell frühstücken am Plaça del pi und schnappen uns dann zwei Donkeys (Leihfahrräder).Die Fahrräder haben verschiedene Namen, ansonsten sind sie gleich- auch gleich groß…..😂 Patricks Knie schlagen ihm beim Fahren zwar rhythmisch an die Ohren, aber irgendwie kommen wir pünktlich an der Sagrada an.
    Micky, Patrick und 10.600 Asiaten starren gebannt auf diese ungewöhnliche Kirche.
    Hier sind sie wieder: unsere Freunde aus Fernost, mit Handystick und definitiv immer im Weg.
    Wir stellen uns an, nicht wissend, dass wir gleich eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen über uns ergehen lassen müssen. Patrick wird zum öffentlichen Ärgernis, weil er mangels Gürtel beim Durchschreiten der Sicherheitsschleuse seine Hosen verliert.
    Schließlich stehen wir - wieder voll bekleidet - vor den Türen des imposanten - noch unvollendeten Gebäudes, und starten unseren Audioguide.
    Die Geschichte der Sagrada ist schnell erzählt. 1874 hat sich eine katalanische Organisation dafür eingesetzt, eine Kirche zu Ehren der heiligen Familie zu bauen. 8 Jahre später gab es dann denn ersten Entwurf des Architekten Francisco Villar.
    Dem folgte 1883 Antoni Gaudí, der nun 43 Jahre - bis zu seinem Tod - mit dem Bau der Kirche beschäftigt war. Eigentlich sollte die Sagrada 2026 fertiggestellt werden-zum 100 Todestag des Meisters, aber das wird man wohl nicht schaffen.
    Wir bleiben über eine Stunde in der Sagrada, weil die einfach so beeindruckend ist. Patrick will auf jeden Fall noch einmal herkommen, wenn sie fertig ist.
    Er zieht dann eine Hose mit Gummizug an.
    Wir verlassen die Sagrada und fahren zu Gaudís zweitem Meisterwerk- dem Park Guell.
    Unsere Leihfahrräder bremsen zwar nicht, wenn es bergab geht, dafür haben sie nur zwei Gänge um den Berg hochzufahren….also win win…..😩
    Micky ist erbost, ob der schlechten Leihfahrradqualität und gibt die Schuld demjenigen, der nicht ausreichend recherchiert hat…...🤬
    Trotzdem kommen wir heil, aber völlig erschöpft am Park Guell an.
    Es handelt sich bei dem Park Guell um eine Auftragsarbeit Antonio Gaudís. Der Mäzen Gaudís, Eusebio Guell, erwarb ein Grundstück und wollte hier einen Park nach Vorbild einer englischen Gartenanlage in Barcelona errichten (deswegen Park und nicht Parc) In dem Garten sollten auch 60 Villen stehen. Zur Finanzierung des Projekts, sollten die Villen vorab verkauft werden. Wunsch und Wirklichkeit weichen ja oft voneinander ab…von 60 Parzellen wurden nur drei verkauft: eine an Gaudí, eine an Guell und eine an einen befreundeten Architekten….Das Projekt floppte, der Garten wurde dennoch von Gaudí gestaltet.
    Heute gehört er wie die Sagrada Familia zum UNESCO Weltkulturerbe.
    Der Park liegt oberhalb von Barcelona und bietet von fast überall Blick über die Stadt bis hin zum Meer. Es ist einfach traumhaft schön hier. Nach zwei Stunden verlassen wir den Park und wollen nur noch zurück ins Hotel.
    Es geht ziemlich schnell, weil nur noch bergab - ohne bremsen…..🤪
    Es ist ein Wunder, dass wir das Radeln hier überlebt haben. Die Stadt gilt gemäß Copenhagenize Index wohl als Radelstadt, aber wir sind uns sicher, dass sie sich den Titel gekauft haben…..🙈
    Wir machen einen kurzen Stopp in unserem Hotelzimmer und wollen dann noch unbedingt über Las Ramblas, die Flaniermeile Barcelonas, an den Hafen.
    Micky weiß nicht, ob es an den 22.500 Schritten liegt, dass ihr die Las Ramblas nicht so gut gefallen oder weil sie einfach Hunger hat.
    Wir gehen direkt vom Hafen in eine kleine Tapas Bar, die uns gestern Abend in der Nähe unseres Hotels aufgefallen ist. Casalolea. So lecker!
    Micky hätte die Bar alleine niemals gefunden, deswegen hat sie Patrick das Fahrradversagen verziehen….. 😜
    Wir haben hier noch viel zu sehen und bleiben einfach eine Nacht länger.
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  • 54.839 Schritte

    23. november 2023, Spanien ⋅ 🌙 12 °C

    Wir waren jetzt etwas über 2 Tage in Barcelona und Patrick hat 54.839 Schritte gemacht. Das wiederum bedeutet, dass Micky vermutlich über 65.000 Schritte gemacht hat - die Größte ist sie ja nicht , also rein körperlich 😄.
    Der Plan für heute war : weniger laufen, es ruhiger angehen lassen. Also starten wir mit den Rädern zu den beiden Gaudihäusern der Casa Battlo und der Casa Mila. Die Namen unserer Räder sind übrigens Saulic und Gurke und der Name ist bei Gurke auf jeden Fall Programm.
    Der katalanische Radweg ist ein verblichener weißer Streifen am Fahrbahnrand, der überwiegend von UPS Fahrern zum Parken genutzt wird. Es ist also mehr ein Todesstreifen, denn ein Radweg. Wir fragen uns wirklich , wer Barcelona zur Fahrradstadt gewählt hat. Vermutlich war es die FIFA und Ray Charles hat überwacht , dass keiner schummelt. Wenn Du hier nicht an der Kreuzung präventiv schreist und Höflichkeiten mit den abbiegenden Autos austauscht, dann wirst Du umgefahren. Der Katalane fährt auch immer schon bei rot los. Sobald die Fußgängerampel von grün auf rot schaltet, fahren die Autos an - egal, ob da noch wer auf der Straße ist.
    Wir nehmen diesen Kampf nur bedingt an und stellen die Räder mittags final ab.
    Die von Gaudi designten Häuser sind natürlich sofort zu erkennen. Sie sehen einfach besonders aus und vor den Häusern tummeln sich die Asiaten. Zu den Häusern schaut dabei niemand. Es geht vielmehr um ein Selfie mit Haus im Hintergrund 😃.
    Wir snacken mittags im Mercat de la Boqueria. Das ist eine Markhalle mit unzähligen Ständen an denen man Essen kaufen kann. Besonders prominent ist natürlich Ibericoschinken vertreten und genau den kaufen wir uns. Dazu ein bisschen Manchego, das Ganze essen wir im Stehen aus der Tüte auf den Ramblas, einer der bekanntesten Straßen von Barcelona.
    Wir wollen jetzt unbedingt zum Castell de Montjuïc, einer alten Wehranlage auf einem , nennen wir es Bergerl, in Hafennähe.
    Der Weg führt uns an einem Schwimmbad vorbei. Das Bad steckt so halb im Berg und von unten sieht die Konstruktion gewagt aus. Und unsinnig. Und extrem aufwändig. Und teuer. Wer zur Hölle baut ein Schwimmbad hier hin - Ihr ahnt es: das Schwimmbad wurde bei den Olympischen Spielen zum Wasserspringen und Wasserball genutzt.
    Aber warum sieht es denn so angestaubt aus? Tja, es ist schon richtig alt. Gebaut wurde es schon 1929 und für die Spiele einfach renoviert. Und wenn der Spanier renoviert, meint er, dass er einen Eimer Farbe kauft und mal drüber pinselt . Das hält schon 😃.
    Wir fühlen uns auf jeden Fall wieder olympisch und trinken eine Coke im Schwimmstadion.
    Danach gehts mit der Gondel zum Castell. Die alte Anlage wurde bereits 1640 errichtet und sie bietet einen unglaublichen Blick über die Stadt und den Hafen. Und weil man von hier oben alles sehen kann, kann man das Geschehen auch ganz gut kontrollieren. Und deswegen wurde das Castell leider auch im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Mittelpunkt von Schlachten und Gräueltaten gegen fremde Angreifer und leider auch für Konflikte zwischen Spaniern und Katalanen. Ja, die haben sich hier untereinander bekriegt und beschossen. Und das ist noch keine 100 Jahre her ....
    Zum Strand nehmen wir dann ein Uber. Man soll mit den Schritten ja auch nicht übertreiben. Eine Stadt am Wasser ist immer besonders. Das wird auf unserer Reise immer klarer. Dort spürt man Leichtigkeit, die Menschen laufen durch den Sand, ein paar Mutige sind mit SUPs auf dem Wasser, es wird Volleyball und Fußball gespielt. Klar , das alles geht im Englischen Garten auch- trotzdem ist das am Meer besonders schön.
    Wir ubern zurück zu den Ramblas und laufen kreuz und quer durch tausend kleine Gassen zum Hotel zurück. Durchschnaufen, bevor wir abends wieder loslaufen. Unser Ziel: Tapeo eine Tapasbar, die Micky unbedingt besuchen will. Der Tip ist aus einem Reiseblog, den Micky gelesen hat. Und der Tip war gut . Wir bestellen eine bunte Mischung und sind glücklich mit dem leckeren Essen. Um 20 Uhr machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel. In der Stadt steppt immer noch der Bär. Die meisten Geschäfte haben bis 22 oder 23 Uhr offen, die Menschen stehen vor den Bars auf der Straße , essen, lachen, trinken und singen manchmal sogar. Dazwischen fahren Mopeds durch die Fußgängerzone, man schimpft über die Fahrer , gestikuliert wild und beruhigt sich sofort wieder bei einem Schluck Wein. Spanien halt . Es ist einfach toll .
    Schön ist auch , dass die Kirchen abends noch offen sind . Wir können also in der wirklich schönen Kirche Santa Maria noch eine Kerze für Euch, den Frieden und überhaupt alles anzünden. Und nein, diese Santa Maria wird nicht von Roland Kaiser besungen, es ist eine gotische Kirche, die schon seit 1383 hier steht.
    Wenn Roland Kaiser von Santa Maria singt, dann erzählt er wie er am Strand auf der Insel Santa Maria vollkommen unreligiöse Dinge getan hat. Denkt jetzt nicht an Santa Maria , Insel, die aus Träumen geboren, ich hab meine Sinne verloren , in dem Fieber , dass wir Feuer brennt - sonst habt Ihr morgen einen Ohrwurm 🤭
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  • Das Pincho ist dem Basken sein Tapa

    24. november 2023, Spanien ⋅ 🌙 9 °C

    Heute Morgen wollen wir um 10.00 Uhr in Barcelona aufbrechen und einmal - fast vom Mittelmeer an den Atlantik fahren…..fast, weil wir in Logroño einen Zwischenstopp einlegen. Ina und Uli haben uns das nahe gelegt, deswegen wollen wir da jetzt hin.
    Aber erst einmal müssen wir unser Auto noch aus der Tiefgarage herausfahren. Das klingt trivial, ist es aber nicht. DieTiefgarage ist nur bis 195 cm zugelassen, unser Bully ist 199 cm hoch.
    Irgendwo ist also in der Tiefgarage eine Stelle, durch die wir nicht passen. Beim Reinfahren ging alles gut- hauptsächlich durch Mickys geschultes Auge….
    Nachdem Patrick zu Beginn unseres Aufenthalts ziemlich viel Zeit in dieser Garage zugebracht hat, begrüßt uns der Garagenmeister heute mit Handschlag. Er freut sich, dass hier mal was passiert und - weil er ursprünglich aus Marocco kommt - freut er sich auch, dass wir französisch sprechen. Gemeinsam schaffen wir das Auto aus der Garage und sind froh, dass die Spanier diesmal nur untertrieben haben.
    Bald schon liegt Barcelona hinter uns und die Landschaft beginnt sich zu verändern. Erst wird sie karg, dann wieder grüner, schließlich kommen die Berge dazu.
    Und immer wieder zwischendrin schwarze Stiere in Übergröße auf den Bergspitzen und Feldern.
    Micky hat diese Kuriosität sofort gegoogelt und dabei festgestellt, dass es sich bei diesen Stieren um den „Toro de Osborne“ handelt, die Silhouette eines Stiers - ursprünglich als großes Werbeplakat für die Marke Osborne an spanischen Straßen geplant. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Markenzeichen ein Symbol für Spanien. Nun stehen die 14 m hohen und 4 Tonnen schweren Stiere ganz ohne Werbebotschaft da; insgesamt 88 verteilt über ganz Spanien. Kleine Randnotitz: die Katalanen haben keine dieser Stiere, dafür aber den Caganer. Der Caganer ist eine Krippenfigur, die es nur im katalanischen Kulturkreis gibt und die heißt übersetzt so viel wie „Scheißer“. Tatsächlich handelt es sich um eine Figur, die mit heruntergelassenen Hosen seine Notdurft verrichtet. Aufgestellt etwas abseits vom Jesuskind, soll der Caganer Glück bringen….Das ist so schräg, dass Micky sofort einen kaufen musste…
    Nach etwas über 4 Stunden kommen wir in Logroño an und freuen uns auf die Pinchos.
    Da es zum Essen noch zu früh ist, schlendern wir erst einmal durch die Altstadt dieser immerhin 150.000-Einwohnerstadt. Und die Altstadt ist schön.
    Außerdem lernen wir, dass Logroño eine wirklich alte Altsstadt ist. Erstmals mit Stadtrechten ausgestattet wurde sie um 1095. 1099 wurde Logrono zu einer wichtigen Pilgerstation am Jakobsweg. Wir haben die Muschel gefunden und sind ungefähr 150 Meter gepilgert…voller Selbsterkenntnis und mit wirklich großem Hunger sind wir dann Richtung der vielen Pinchos Bars gelaufen, die es hier geben soll….
    Und da ist es wieder…das Problem mit Wunsch und Wirklichkeit. Fast alle Bars waren geschlossen….🙈 Die verwaisten Bartische in den leeren Gassen machen uns fast depressiv. Micky googelt gleich, wie das aussieht, wenn hier was los ist.
    Normalerweise zieht man hier von Bar zu Bar, isst überall ein Pincho - in der Regel die Spezialität des Hauses und trinkt dazu Wein - Farbe egal, aber unbedingt einheimisch.
    Wir lassen uns den Spaß nicht verderben, finden zwei offene Bars, die gegenüberliegen und legen los. Vier Pinchos hier und später noch drei gegenüber. Micky trinkt einen Weißwein aus vier verschiedenen Rebsorten mit wenig Säure und ist begeistert. Dieses Partyessenkonzept gefällt ihr.
    Übrigens: Pinchos sind Tapas, die einfach nur anders dargeboten werden: auf Brotscheiben durch einen Holzspieß befestigt.
    Unsere Pinchos lagen schon länger in der Vitrine, deswegen essen wir nicht auf und gehen auf dem Heimweg ins Hotel, noch am Empanadastandel vorbei….
    Patrick drängt zurück ins Hotel…..Warum?
    FC Bayern, Stern des Südens, Du wirst niemals untergehen, weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen……
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  • Donostia - San Sebastian

    25. november 2023, Spanien ⋅ ⛅ 9 °C

    Ina ist unser heimlicher Reiseführer in Spanien. Sie steuert uns aus Fulda irgendwie sensationell gut - remote . Micky stimmt morgens immer die Route ab, Patrick fährt dann einfach - ferngesteuert halt. Danke liebe Ina , Dein Tipp mit Laguardia war wieder einmal bärenstark. Laguardia ist ein kleines mittelalterliches Städtchen im südlichen Baskenland. Nördlich der Stadt erhebt sich die Sierra de Cantabria, über die wir später - leider im Nebel - fahren. Bei 6 Grad! Hallo? Wir dachten in Spanien ist es immer warm 😄😄.
    Auf dem Weg freut sich Patrick über eine Tankstelle, bei der der Liter Diesel nur 1,59 Euro kostet. Natürlich tanken wir den halbvollen Tank sofort nach. Zumal die Tankstelle auch noch "Eroski Rapid" auf dem Gebäude stehen hat und Patrick glaubt, eine Tankstelle mit angeschlossenem Sexshop gefunden zu haben. Es stellt sich dann schnell heraus, dass dem nicht so ist und Eroski einfach der Name der Supermarktkette in der Tankstelle ist. Egal, wie glauben zumindest ein Tankschnäppchen gemacht zu haben.
    Wir schlendern 1,5 Stunden durch das fast 1.000 Jahre alte Laguardia und stellen fest , dass man hier schon für 89.000 Euro eine 80 qm Wohnung kaufen kann - gut, liegt schön, aber halt bisserl abseits 😄🤭.
    Nach San Sebastian sind es 150 Kilometer und wir starten. In the middle of nowhere kommt dann tatsächlich eine Tankstelle , bei der der Liter Diesel nur 1,39 Euro kostet. Das sind 20 Cent weniger als in unserer Pornotanke. Aber unser Tank ist randvoll. Patrick leidet. Er versucht zu lachen, aber das tut weh. Und ab sofort ist der Euroneununddreissig das neue Benchmark. Hoffentlich geht das gut.
    Gegen 14 Uhr kommen wir dann in San Sebastian an. Unser Hotel liegt sensationell am Hafen, in der Fußgängerzone! Es erfordert etwas Mut, an den ganzen Warnhinweisen vorbei einfach weiterzufahren und die bösen Blicke der Fussgänger einzufangen. Diese Deutschen wieder - fahren mit dem Auto einfach wohin sie wollen. Vor dem Hotel sollte das Auto eigentlich vom Parkboy übernommen werden. Eigentlich. Der Bulli ist natürlich zu hoch für die Parkgelegenheit des Hotels, also muss Patrick wieder ran und ins örtliche Parkhaus fahren, durch die - natürlich- Fußgängerzone. Es geht alles gut und wir machen San Sebastian unsicher.
    Die Stadt schmiegt sich entlang einer sichelförmigen Bucht mit Sandstrand. Es sieht aus wie Acapulco - nur ohne die Morde halt.
    San Sebastian hat 190.000 Einwohner und die halten sich auch heute bei bedecktem Himmel und 12 Grad am liebsten draußen auf. Die Straßen sind bis abends voll und natürlich wird Bier , Wein und Sonstiges getrunken . Dazu ein paar Pinchos hier und ein Rinderfilet dort. Die Spanier wissen schon, wie man lebt. Das wird auf unserer Reise immer offensichtlicher . Die Franzosen und die Italiener sind solchen Genüssen ja auch sehr zugetan, aber die Spanier sind irgendwie unkomplizierter. Gefällt uns.
    Die Stadt selbst beeindruckt mit alten Häusern und zwei alten Kirchen. Die sind leider beide geschlossen, heute feiern die Basken wohl lieber , gebetet wird erst morgen wieder . Aber auch von außen sind die Bauten beeindruckend .
    Nach über 15.000 Schritten machen wir eine Pause im Hotel und freuen uns über den Blick aus unserm Zimmer über den Hafen und die Bucht.
    Abends gehts dann nochmals los. Wir stürzen uns in die Pinchobars und probieren verschiedene Sachen aus. Also vielmehr Micky probiert verschiedene Gerichte aus. Überall ist da Fisch mit drin. Also hat Micky Spaß und Patrick isst mehrere Baguette mit Ibericoschinken. Ist ja auch lecker , könnte aber im Laufe der Zeit zu Mangelerscheinungen führen. 🤣🤣🤣.
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  • Getaria, Playa Saturraran, Gazelugatxe

    26. november 2023, Spanien ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute Morgen wacht Micky um 5.30 Uhr auf, weil im Ausgehviertel von San Sebastian immer noch alle 190.000 Einwohner der Stadt ausgehen….Laute Discobässe dröhnen durch den frühen Morgen und die Basken laufen munter plaudernd unter dem offenen Hotelfenster herum.
    Die Spanier haben wohl auch im Winter einen anderen Rhythmus als wir.
    Als Micky zum zweiten Mal wach wird, ist es 9.00 Uhr und der Blick aus dem Hotelfenster ist einfach zauberhaft.
    Sie weckt schnell Patrick, damit sie mit ihm darüber sprechen kann.
    Anfangs noch mürrisch, entscheidet er sich, ein Bad in den kalten Fluten des Atlantik zu nehmen.
    Todesmutig steigt er in die neue 11,90 Euro Badehose von Decathlon und zieht den Bademantel aus dem Hotel über….in XXL….an was erinnert Euch das?😂😂😂
    Und Patrick hat es tatsächlich getan….sich in den Atlantik gestürzt…aber nur kurz….und lange gejammert….
    Anschließend packen wir zusammen und verlassen sehr wehmütig dieses tolle Hotel Lasala Plaza ( nicht nur wegen der intelligenten Toilette mit eingebauter Popodusche…😂) weil wir heute noch nach Bilbao wollen.
    Aber natürlich nicht auf direktem Weg. Micky hat sich da ein wenig informiert, deswegen fahren wir erst einmal nach Getaria. Wir parken am Hafen und laufen den Hügel rauf in die im 12. Jahrhundert gegründete Altstadt. In der alten Pfarrkirche ist vom Eingang bis zum Altar ein Höhenunterschied von 5 Metern und auch ansonsten nichts im Lot….🙈Wir schlendern durch die alten Gassen und verweilen in einer der vielen Pinchos Bars. Dort isst Patrick wieder eine Schinkensemmel…was sonst?
    Wir verlassen Getaria wieder und wollen an die Playa Saturraran. Dort angekommen, ist Micky erst einmal mittelbegeistert. Ist halt ein Strand. Da hat sie jetzt echt schon viele gesehen…Patrick packt die Drohne aus. Vielleicht ist es von oben besser!? JA!
    Ausgesöhnt mit dem Strand, geht es nun Richtung Gazelugatxe.
    Schon mal gehört? Ein Drehort bei Game of Thrones.
    Es handelt sich um eine Klosterinsel, die über eine Steinbrücke mit dem ca. 200 m entfernten Festland verbunden ist.
    Nach einer ziemlich kurvigen und langen Fahrt, immer rechts der Atlantik, kommen wir in Gazelugatxe an und sind beeindruckt.
    Micky hat jetzt genug gesehen und will endlich nach Bilbao. Zum Glück dauert es nun nur noch 40 Minuten, bis sie in der Hauptstadt des Baskenlandes ankommt.
    Und weitere 20 Minuten später staunt sie schon über das Guggenheim Museum, das von Frank O. Ghery entworfen wurde. Das Gebäude wurde 1997 fertiggestellt und hat das Gesicht der Stadt in kurzer Zeit fundamental geändert. Von diesem Einfluss auf die Stadt abgeleitet ist der Begriff Bilbao- Effekt. Jedes Jahr kommen eine Million Besucher wegen des Museums in die Stadt. Patrick gehört nicht dazu….
    Wir laufen in die Altstadt, immer am Fluß Nervión entlang, der ab Höhe der Altstadt als Rìa de Bilbao bezeichnet wird, in ca. 16 km Entfernung zum Meer.
    Auch hier sind wieder alle Spanier draußen unterwegs. Sie sitzen vor den Pinchos Bars, essen und trinken. Patrick will jetzt auch unbedingt eine Schinkensemmel.
    Micky hat aber keine Lust auf Pinchos. Man einigt sich und macht, was Micky will.😜
    Heute gehen wir zum Italiener….
    Und dann gehen wir nirgends mehr hin. 13.785 Schritte sind genug!
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  • Luis und Roy Makkay

    27. november 2023, Spanien ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir starten unseren Tag im Waschsalon. Bei Regen. Da haben wir auf unserer Reise schon bessere Starts in den Tag gehabt. Heute ist Montag. Vielleicht ist das auch eine Art, uns langsam wieder an die Normalität zu gewöhnen. Unsere Auszeit neigt sich ja dem Ende zu. Leider.
    Jetzt glaubt man ja, dass Waschen überall gleich funktioniert. Das stimmt aber nicht. Jeder Waschsalon hat sein eigenes System. Und deswegen gibts immer eine Bedienungsanleitung dazu. Meistens in mehreren Sprachen. So auch heute - in spanisch und in baskisch. Das hilft uns natürlich extrem, beide Sprachen beherrschen wir ja richtig gut. Vor allem baskisch sieht mit diesen Kombinationen aus Txitx usw ein bisschen aus wie tschechisch- oder ein Sehtest beim Optiker ( können sie die letzte Zeile noch lesen?). Egal, wir schaffen es .
    Die Waschaktion kostet uns ca 90 Minuten mit Trocknen und Verpacken und dabei entscheiden wir: bei diesem Wetter lassen wir Gijon aus und nutzen den Tag, um Strecke zu machen. Das Ziel für heute ist A Coruna und das ist fast 6 Stunden Fahrt entfernt. Unterwegs halten wir in Santillana, einer kleinen Stadt, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurück gehen.
    Kurz bevor wir Santillana erreichen , kommen wir an eine Unfallstelle. Zwei Autos sind fast frontal zusammengekracht. Wir sind das zweite Auto, das anhält. Der Landcruiser ist zwar auch total kaputt, aber alle Insassen können aussteigen, der kleine Seat liegt im Straßengraben und die Fahrertüre lässt sich nicht mehr öffnen. Die Insassen sind älter und Patrick hilft dem Fahrer auf der Beifahrerseite auszusteigen. Da haben alle viel Glück gehabt , die Autos sind vollkommen zerstört, die Menschen sind alle weitgehend unverletzt. Viel können wir nicht helfen und weil keiner Englisch spricht , erklärt Patrick mit Händen und Füßen, dass die Fahrer die Zündung ausschalten sollen, weil die Autos sonst ggf anfangen zu brennen. Versicherung halt - "fuego" kannte Patrick.
    Die Polizei kommt und wir werden unter tausend Danksagungen entlassen. Wir schütteln uns und fahren noch vorsichtiger, als wir ohnehin schon unterwegs waren. Nach 5 Kilometern erreichen wir Santillana.
    Der Ort muss im Sommer wohl von Touristen vollkommen überlaufen werden, heute im Regen sind wir fast alleine. Nach ein wenig Sightseeing trinken wir noch einen Cappuccino und machen uns auf den Weg nach Coruna.
    Auf dem Weg sucht Patrick verzweifelt nach dem Liter Diesel für 1,40 Euro, er findet ihn aber nicht. Dazwischen steigt der Preis sogar auf 1,79 Euro, was leichte Panik bei Patrick auslöst, so dass er bei 1,61 Euro je Liter zuschlägt.
    So plätschert der Tag an uns vorbei und als wir uns um 17:30 Uhr um unser Hotel kümmern, stellen wir fest, dass unser Favorit jetzt ausgebucht ist. Nachdem Patrick aber Superduperkunde bei NH Hotels ist und sich mühsam zum Titaniumkundenstatus hochgeschlafen hat, bekommen wir ein schönes Zimmer im NH Hotel , direkt zwischen Hafen und Altstadt. Unser Auto muss eigentlich auf einen entfernten Parkplatz gefahren werden. Eigentlich ! Wir werden vom Servicemann Luis in Empfang genommen und stellen fest, dass Luis nur sehr gebrochen Englisch spricht und Patrick mit "no tengo dinero", sein Spanischpulver zwar verschossen hat, aber alle sich freuen und lachen. Und Fußball ist ja international und deswegen versteht Luis irgendwie , dass Patrick natürlich Deportivo La Coruna kennt und großer Fan von Roy Makkay, der für Deportivo und Bayern gespielt hat, war. Luis ist leidenschaftlicher Fan von Deportivo und deswegen steht der Bulli jetzt direkt vor dem Hotel in der Einfahrt vor einer großen Glasscheibe, damit Luis ihn besser sehen und für uns bewachen kann. 😃.
    Natürlich bekommen wir eine Karte von der Innenstadt und hilfreiche Tipps für den Abend. Der erste Eindruck von Coruna ist gut, wir gehen essen - klar Tapas - und diskutieren, ob wir zwei Tage hier bleiben. Es gibt Einiges zu sehen und wir haben den Tag ja heute eingespart . Ganz sicher sind wir noch nicht , wir halten Euch aber auf dem Laufenden.
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  • A Coruña

    28. november 2023, Spanien ⋅ 🌧 15 °C

    Wir haben hier einen Tag verlängert.
    A Coruña ist eine Hafenstadt auf einer Landzunge in der Region Galizien ganz im Nord-Westen Spaniens. Das merken wir vor allem, weil es abends erst um 18.30 Uhr dunkel wird und morgens erst um 8.00 Uhr hell.
    Zunächst wollen wir zum Torre de Hércules, eines der Wahrzeichen von Coruña.
    Wir laufen auf dem Paseo Marítimo, der mit mehr als 13 Kilometern längsten Stadtpromenade Europas entlang der Küste. Wir laufen ziemlich lange, den Blick immer fest aufs Meer gerichtet- bis in der Ferne ein stattlicher Leuchtturm erscheint.
    Der Herkulesturm wurde von den Römern um 110 n.Chr. erbaut, ist der älteste Leuchtturm Europas und der älteste funktionierende Leuchtturm der Welt. Außerdem seit 2009 UNESCO-Weltkulturerbe.
    Patrick steigt tapfer - trotz Höhenangst- die 242 Stufen hoch, um einmal von oben runterzugucken.
    Das Wetter ist nicht ideal, aber Micky denkt sich die Sonne einfach dazu.
    Wir steigen den Turm wieder hinab und machen auf Patricks Wohlfühlebene - dem Erdgeschoss 😜 - noch ein paar schöne Bilder, bevor wir weiter auf dem Paseo Maritimo laufen und direkt zum Stadtstrand, dem Playa del Orzán, kommen.
    Micky ist erschüttert, weil die Hochhäuser in der ersten Reihe eher an Gera erinnern, denn an einen spanischen Küstenort.🙈
    Nach 9000 Schritten machen wir jetzt eine Pause. Wir trinken Kaffee und essen Tostados in einem wirkliche süßen Kaffee - Miss Maruja- Lecker!
    Danach geht es weiter in die Altstadt. Die historische Altstadt - ciudad Veija - von Coruña wurde im Jahr 1208 gegründet und der größte Teil im Jahre 1589 von Francis Drake dem Erdboden gleichgemacht.
    Francis Drake konnte die Stadt aber nicht einnehmen, weil eine mutige Frau - Maria Mayor Fernández de Cámara y Pita - den Widerstand organisierte.
    So trägt der wichtigste Platz mit dem Rathaus von Coruña nicht nur ihren Namen (Praza Maria Pita), sondern zeigt auch prominent ein Denkmal der Stadtheldin.
    Nach dem Besuch der Altstadt ist Patrick sehr müde.
    Wir müssen eine kurze Pause im Hotelzimmer machen.
    Natürlich gehen wir wieder los. Wir wollen noch das Castillo de San Anton anschauen, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, von der aus man einen schönen Blick auf Stadt und Hafen haben soll. Das hatten wir uns deutlich spektakulärer vorgestellt.
    Vielleicht sind wir aber mittlerweile schon ein bisserl abgestumpft.
    Die Weltenbummler sind nach 120 Tagen, 20.700 gefahrenen Kilometern und 17 bereisten Ländern nicht mehr so leicht zu beeindrucken….😜
    Micky will dann noch einmal durch die Haupteinkaufsstraße schlendern.
    Langsam machen die Geschäfte wieder auf. Es ist 17.00 Uhr.
    Nachdem sie um 10.00 Uhr geöffnet und um 13.30 Uhr wieder geschlossen haben.
    Ähnlich bei den Restaurants; sie öffnen um 11.30 Uhr, schließen spätestens um 16.00 Uhr, um dann frühestens um 20.30 Uhr wieder zu öffnen.
    Wir stellen fest, dieser Rhythmus ist nichts für uns…
    Wir sind eben schon ziemlich deutsch…😜😂
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  • Kopflos ?

    29. november 2023, Spanien ⋅ 🌧 14 °C

    Patrick startet den Tag mit Schwimmtraining. Direkt neben unserem Hotel in A Coruna ist ein Schwimmbad, zu dem die Hotelgäste Zutritt haben. Micky entscheidet sich für Yoga im Zimmer - das Bad ist draußen, es ist kühl und es regnet. Das Bad wird offensichtlich von echten Sportlern zum Training genutzt. Patrick ist eher ein geübter Nichtschwimmer. Um niemanden von der Olympiaqualifikation abzuhalten, ordnet sich Patrick also in dem abgesperrten Bereich für Rentner und hochschwangere Frauen ein. Und selbst dort ist er der Einzige, der ohne Speedo Hochgeschwindigkeitssbademütze und entsprechende Brille schwimmt. Immerhin werden es 500 Meter , das ist für einen Nichtschwimmer ganz gut. Einmal glaubt Patrick zu erkennen , dass Micky oben am Fenster steht und nach ihm Ausschau hält. Beim Versuch zu winken , geht Patrick fast unter und die Bademeister nehmen entnervt die Hände aus den Hosentaschen und hören auf, die drei blonden Chicas aus Schweden im Microbikini anzubaggern. Es geht alles gut, niemand muss gerettet werden und wir können gut gelaunt unsere Reise fortsetzen.
    Unser Weg führt uns heute zu erst ans Ende der Erde - zumindest dachten das die Römer, als sie an diesem Kap an der Westküste der galicischen Küste im Nordwesten Spaniens standen. Wer will es ihnen auch verübeln? Von hier aus kannst Du mit den Segelboot schon ganz schön weit fahren, bis Du wieder Land siehst. Wenn Du Glück hast, triffst Du die Azoren, wenn Du Pech hast, kommst Du erst in Amerika raus - beides haben die Römer nicht gemacht, also dachten sie eben, dass die Erde an diesem Kap endet.
    Heute ist das Kap für seine Lage am Jakobsweg bekannt. Angeblich hat man vom Leuchtturm aus, einen tollen Blick auf die Felsen und das Meer. Wir wissen das leider nicht so genau, weil das Wetter heute eher , naja sagen wir es freundlich , beschissen ist.
    Es regnet wie verrückt und dazu liegt Nebel über der Bucht. Anfangs können wir das Auto gar nicht verlassen und den Leuchtturm am Ende der Straße nur erahnen. Wir nutzen eine kurze Wetterpause und pilgern die letzten 894 Meter. Ist gar nicht so anstrengend 🤣🤣🤣.
    Das Hauptziel heute ist Santiago di Compostela und dort insbesondere die berühmte Kathedrale.
    Unser Tank ist halb gefüllt, aber als Patrick eine Tankstelle sieht, bei der der Liter Diesel 1,379 Euro kostet, schaltet er in den Wettkampfmodus. Wir verlassen die Schnellstraße und fahren an die Tanke. Vor uns sind ein paar andere Autos, aber Patrick ist im Tunnel - ihm ist alles egal. Der Bulli wird jetzt vollgetankt. Und das Beste: sogar mit Tankservice . Patrick ist im Glück. Fick Dich Repsol mit Deinen 1,79 Euro je Liter. Wir haben jetzt wieder 1.000 Kilometer im Tank 😜.
    In Santiago haben wir bereits ein Hotel. Schön, mit Pool und alles sehr modern. Dann stellen wir fest, dass es 300 Meter von der Kathedrale entfernt, ein sehr schönes Haus gibt und noch Zimmer frei sind. Das hört sich noch besser an. Wir stornieren unser Hotel und buchen im Stadtzentrum. Die Mitarbeiterin am Telefon gibt uns noch den Hinweis für die Anfahrt, dass es keine Beschränkungen bis zum Hotel gibt und wir einfach fahren sollen, auch wenn das nach einer gesperrten Fußgängerzone aussieht.
    Genau das machen wir dann, bis wir feststellen, dass wir uns verfahren haben und jetzt tatsächlich durch die gesperrte Fußgängerzone fahren. Die Spanier finden es uncool, also wenden wir ( gar nicht so einfach bei den vielen Fußgängern) und fahren wieder raus. Gerade noch rechtzeitig, bevor der versenkbare Poller, der hier eigentlich Autos verhindern soll, wieder hochkommt. Er war nämlich abgesenkt, als wir einfuhren.
    Unser Hotel liegt super, es ist ein altes Kloster und wir wissen jetzt , dass ein Mönch unter Deluxezimmer etwas anderes versteht, als wir. OK, die Umbuchung war ein Fehler, aber egal, es ist eine Nacht.
    Die Kathedrale begeistert uns dann wirklich. Wir sehen zuerst die "Portico de la Gloria" an . Das ist das dreiteilige Hauptportal im Westen der Kathedrale. Um es zu sehen, braucht man eine Besuchszeit, ein besonderes Ticket und eine Belehrung über die Verhaltensregeln vor der Portico. Schaffen wir alles und dann werden wir vorgelassen und staunen schon über diese Arbeit aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist mit unzähligen Figuren verziert und extrem detailreich gestaltet. Jesus wird hier als Erlöser und Richter dargestellt. Man kann das gesamte Werk fast nicht überblicken, weil man nicht weit genug weg gehen kann. Wie mag das wohl bei geöffneten Haupttoren aussehen? Fotos haben wir leider nicht. Es herrscht strenges Fotoverbot und die gefährlich aussehende Wachfrau hat Patrick keine Sekunde aus den Augen gelassen.
    In der Kathedrale haben wir dann natürlich die obligatorischen Kerzen angezündet und trotzdem heimlich Fotos gemacht. Es gab ein paar Danksagungen hier, weil wir für Euch immer Kerzen anzünden. Das müsst Ihr nicht machen , ist schon OK, wir machen das gerne 😉.
    Unter dem unglaublich aufwändig verzierten Altar ist die Krypta, in der die Gebeine des Apostels Jakobus liegen sollen. Da gibts bisserl Streit mit ein paar Italienern, die behaupten, die Spanier hätten zwar den Torso von Jakobus, die Italiener aber den Kopf. Wir wollten uns da jetzt nicht einmischen und haben den Schrein nicht geöffnet, um nachzusehen.
    Die Kathedrale wurde auf den Resten einer Kirche aus dem 8. Jahrhundert errichtet und ist selbst schon über 900 Jahre alt. Wir haben auf unserer Reise jetzt schon einige Kirchen und sehr große Kathedralen gesehen, aber hier sind wir wirklich beeindruckt. Das Gebäude ist mit 23.000 qm Grundfläche riesig und zugleich wunderschön.
    Die Fotos von außen sind wegen des Regens nicht ganz ideal geworden. Leider.
    Heute essen wir schon um 16 Uhr zu Abend. Kurz bevor der gemeine Spanier seine Mittagspause beginnt. Das Abendessen war dann ein Snack bestehend aus TUC Keksen und Käse in unserer Deluxeklosterkammer. Immerhin gibts WiFi, also steht einem guten CL Abend nichts im Weg - geißeln müssen wir uns also nicht. Hoffen wir zumindest!

    Ups, es waren gar keine Italiener, die armenische Jakobskathedrale in Jerusalem behauptet den Jakobuskopf zu haben. Wir wollten das noch schnell klarstellen, nicht das jemand bei "wer wird Millionär" an der Millionenfrage scheitert ....
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  • Porto- Turnschuhe nicht vergessen

    30. november 2023, Portugal ⋅ ☁️ 9 °C

    Micky wacht heute morgen in der Klosterkammer auf und ist froh, dass sich die braune Wolldecke noch zwischen den beiden Laken befindet und nicht zwischen ihren Zähnen...
    Gestern Abend konnte sie kaum einschlafen, weil sie noch überlegt hat, wie sie dem Fotografen, der die Klosterkammer für booking fotografiert hat, so richtig weh tun kann….doch heute morgen war die Stimmung wieder gut. Lustigerweise haben wir ausgesprochen gut geschlafen…auf unserer brettartigen Matratze unter der ranzigen Wolldecke. Vielleicht stehen unserer Körper nicht auf Luxus….!? Neeee…..Scherz!🤪
    Wir fliehen also aus dem Kloster und machen uns nun auf in Richtung Porto.
    Vorher will Micky aber unbedingt noch zu den heißen Quellen in Ourense - den Mino da Veiga. Wir setzen uns ins Auto und sofort beginnt es zu regnen.
    Es dauert ungefähr 1,5 Stunden bis wir in Ourense sind und dann noch ca. 30 Minuten bis wir auf dem Parkplatz sind, von dort aus man zu den heißen Quellen geht.
    Patrick ist sich sicher, dass das noch nie ein Tourist vor uns gefunden hat.
    Wir packen alles zusammen, ziehen unserer dryrobes an - jetzt schüttet es richtig - und laufen Richtung heiße Quelle. Micky freut sich, spürt schon die heilende Wirkung des Thermalwassers….
    Man kann Patrick die Erleichterung ansehen, als er erkennt, dass die heißen Quellen im Moment vom danebenlaufenden Fluss - dem Mino - überschwemmt sind.
    Tja, sagt er, leider verboten…..🤷🏻‍♂️
    Wir laufen wieder zu unserem Bully zurück und fahren jetzt auf direktem Weg nach Porto.
    Gegen 15.00 Uhr kommen wir im Hotel an und das ist nun wirklich keine Klosterkammer…😜 . Wir sind völlig erschöpft von der Fahrt und beschließen erst einmal in dem kleinen, aber feinen Wellnessbereich des Hotels zu entspannen.
    Wir lassen uns aber nicht lange hängen und sind schon gegen 18.00 Uhr wieder bereit, Porto zu entdecken.
    Micky ist begeistert. Porto ist wirklich eine ausgesprochen schöne Stadt.
    Sie liegt am Nordufer des Douro und bildet zusammen mit Vila Nova de Gaia auf der anderen Douroseite, den Kern der Metropolregion Porto in der fast 1,8 Millionen Menschen leben. In Porto selbst, leben aber nur 238.000 Einwohner.
    Besonders hübsch sind die Gebäude, die mit den Azulejos verziert sind, denen für Portugal so typischen Fliesen. Die Aussenfassade der Igreija Sto. Ildefonso, zum Beispiel, ist komplett mit diesen Azulejos verkleidet.
    Jetzt hat Patrick Hunger. Sightseeing können wir morgen weitermachen….
    Wir suchen uns eine kleine Bar am Hafen, Bar do Binho. Um dort hinzukommen, müssen wir über viele Treppenstufen zum Douro runtersteigen. Der Blick, den wir dabei auf die Ponte Dom Luis I haben, ist atemberaubend.
    Patrick ist so begeistert, dass er gleich seine Höhenangst vergisst und ganz nah am Abgrund entlangbalanciert…😜.
    Leider müssen wir das alles wieder rauf…aber zum Glück hat Micky ihre Highheels im Hotelzimmer gelassen…
    Wir essen portugiesische Tapas und unterhalten uns mit unserem Kellner Pedro. Er ist froh, dass er mit jemanden sprechen kann, denn es ist erst kurz nach 20.00 Uhr und wir sind die einzigen Gäste. Als wir gegen 22.00 Uhr gehen, wird es langsam voll…..🙈
    Ach ja, bei uns ist’s ja jetzt früher als bei Euch. Portugal befindet sich in der west-europäischen Zeitzone. Patrick kümmert das nicht, er schläft schon!😜
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  • Das Portotrauma überwunden?

    1. december 2023, Portugal ⋅ 🌙 9 °C

    Es ist der 27. Mai 1987. Patrick ist auf der Schulparty in der Aula des katholischen Familienwerks (ja, da waren wir wirklich in der Schule) und feiert. Es läuft bereits das Europapokalfinale der Landesmeister. Bayern spielt im Wiener Praterstadion gegen den FC Porto. In der Aula steht ein kleiner Fernseher (Beamer gab es eher noch nicht) und so kann Patrick sehen , wie ein gewisser Rabah Madjer in der 77. Minute mit der Hacke den Ausgleich zum 1:1 schiesst. 3 Minuten später gibt er den Assist zum Siegtor für Porto. Seitdem steht Porto auf der Liste von Patrick. Der Negativliste! Als der FC Porto dann Mourinho als Cheftrainer anheuert und mit ihm die Champions League gewinnt , kommt Porto auf die Feindesliste - und zwar ganz nach oben.
    Und ausgerechnet hier soll Patrick jetzt Spaß im Urlaub haben ? Undenkbar.
    Dann startet der Tag auch noch mit Regen. Wir gehen im Hotel frühstücken und dann ändert der Tag auf einmal seine Richtung und durchkreuzt Patricks Mieselaunetrip.
    Das Frühstück ist extrem lecker , der Service aufmerksam und freundlich , der Regen endet und die Sonne kommt raus. Wir laufen mit unserer Schnitzeljagdapp durch Porto und sind begeistert. Die Stadt ist voll von Hotspots 🔥 und gefällt uns.
    Porto hat 238.000 Einwohnern. Die Stadt, deren Name im Deutschen wörtlich Hafen heißt, liegt an der Atlantikküste am Nordufer des dort mündenden Douro. Zusammen mit Vila Nova de Gaia am gegenüberliegenden Ufer des Douro bildet sie den Kern der Metropolregion Porto. Das historische Zentrum gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und genau das überrascht nicht. Man glaubt , durch ein Museum zu laufen, wenn man hier auf der Straße spazieren geht.
    Unsere Schnitzeljagd führt uns an allen Hotspots vorbei.
    Nach den ersten 3 Stunden beschließen wir, die alte Trambahn entlang des Douro zu nehmen und zum Strand zu fahren. Das dauert ca 15 Minuten und ist durchaus abenteuerlich. Die Schienen führen meistens direkt an Restaurants, Geschäften, parkenden Autos und Fußwegen vorbei. Zwischen die Tram und die potentiellen Hindernisse passt manchmal nur noch ein Löschblatt. Das ist für den Zugführer aber kein Grund langsamer zu werden. Meistens wird nur wild geklingelt und drauf los gefahren. Wir vermuten , dass es wöchentlich mehrere Opfer (Menschen, Autos, Sonnenschirme usw) geben muss, unsere Fahrt bleibt aber unfallfrei.
    Am Strand ist die Brandung ordentlich. Der Atlantik lässt die Muskeln spielen. Wenn Du hier nicht aufpasst, wirst Du nass oder sogar weggespült- vor allem, wenn Du, wie wir, über die Absperrung geklettert bist und verbotenerweise auf der Mole stehst. Aber wir passen ja auf 🙃.
    Dann will Micky unbedingt ins Restaurant Vinum. Es hat angeblich einen tollen Blick über Porto und das Essen soll toll sein. Das Problem: es liegt etwas außerhalb und man muss die alte Brücke Dom Luis überqueren. Die ist 60 Meter hoch und Patrick hat Höhenangst. Eine interessante Kombination. Die Fotos sind daher alle von Micky , Patrick hat sich in der Mitte Brücke mitten auf den Zugschienen aufgehalten. Er fand das sicherer.
    Wir laufen die 2,5 Kilometer zum Vinum, mit gefühlten 300 Höhenmetern und essen hervorragend. Mit Blick auf Patricks Todesbrücke. Beim Betreten des Restaurants gab es noch kurz Stress, weil der Kellner meinte, dass Patrick etwas tun müsse. Muss er übrigens nicht und das wird dann eben auch erklärt. Sogar entgegen der Regel, dass man Menschen, die einem das Essen bringen sollen, nicht beleidigen darf.
    Es sieht so aus, als ob Porto aus der Feindesliste gestrichen werden kann, ja sogar muss 🤣🤣🤣.
    Wenn da nicht um 18:30 Uhr noch der Besuch der Harry Potter Bücherei angestanden hätte.
    Dazu muss man sich frühzeitig ein Ticket kaufen und einen Zeitslot für seinen Besuch reservieren. Ohne das geht hier gar nichts. Jede Portotourist will auf die berühmte Treppe inmitten der Bücherei. Für die 8 Euro Eintritt bekommt man aber einen Einkaufsgutschein. Hört sich halbwegs fair an.
    Inzwischen regnet es wieder und wir müssen natürlich bis exakt zur gebuchten Zeit um 18:30 Uhr warten. Im Freien. Im 🌧️ Regen.
    Dann werden wir eingelassen und bekommen nochmals den Hinweis, dass wir nicht vergessen sollen , dass wir ja für 16 Euro Gutscheine haben. Die Bücherei ist sehenswert und macht Spaß. Wir suchen dann ein Buch , gar nicht so leicht in einer portugiesischen Bücherei. In der Englischabteilung werden wir fündig und finden etwas für 15,90 Euro. Perfekt. Die Kasse hat ein eigenes Logiksystem und wir müssen mehrfach etwas in unserem Anstehmodus ändern. Hört mal zu ihr Vollpfosten, wir müssen einen Scheissdreck. Wir sind trotz eures zwielichtigen Geschäftsmodells Kunden , also bittet uns, den Anstehmodus zu ändern oder fragt uns, ob wir ihn bitte ändern können. Mit dieser Vorgeschichte wird der eigentliche Kaufvorgang, dann hässlich. Der Kassierer schaut Patrick nicht an, Patrick schaut dafür auf ihn herab. Und als Patrick, dann nicht 10 Cent zurück bekommt ( 2 Voucher a 8 Euro - 15,90 Euro für ein Buch), sondern 7,90 Euro nachzahlen soll, ist Porto wieder auf der Negativliste drauf. Für die Feindesliste reicht es nicht , dazu ist Stadt einfach viel zu schön 😁.
    Patrick will eigentlich gar nichts mehr kaufen, Micky will eine Eskalation verhindern und kauft das Buch für 7,90 Euro, weil man eben pro Buch nur EINEN Voucher einlösen kann.
    Später stellt sich noch heraus , dass das Buch bei Hugendubel in Versand 4,90 Euro kostet. Inklusive Versandkosten. Ist also kein Bestseller gewesen 😀😀😀😀😀.
    Der Regen hört auf, wir laufen nochmals am Douro entlang und stellen fest: einen ersten Dezember im Café im Freien mit Weihnachtsmusik zu feiern, hat was. Porto , Du bist runter von der Negativliste.
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  • Auf der Suche nach den Monsterwellen

    2. december 2023, Portugal ⋅ 🌙 10 °C

    Heute Morgen öffnet Micky das Fenster und sieht…nix!
    Der Nebel liegt schwer über Porto und somit fällt es uns leicht, Porto zu verlassen.
    Leider ist Micky schon wieder 🤧….aber das wird jetzt erst einmal weggedopt….
    Wir fahren heute nach Lissabon. Eigentlich wollten wir eine Nacht in Nazaré übernachten, aber leider ist die Wellenvorhersage eher mau und deswegen haben wir uns entschieden, einfach nur einen kleinen Zwischenstopp dort einzulegen.
    Kaum sind wir aus Porto raus, lichtet sich der Nebel und die Temperaturen steigen schnell auf 15 Grad.
    Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle und wir sind um kurz nach 14.00 Uhr in Nazaré.
    Patrick findet schnell einen Parkplatz und schon laufen wir zu dem Hotspot in Nazaré, dem Fort São Miguel, heute auch bekannt als Farol de Nazaré (Leuchtturm von Nazaré).
    Trotz der ausbleibenden Riesenwellen, ist hier eine Menge los. Patrick ist bisserl enttäuscht wegen der fehlenden Wellen, aber Micky findet, dass der Blick über die Bucht auch ohne Wellen besonders hübsch ist.
    Als wir bei dem Fort ankommen, zahlen wir sogar 2 Euro Eintritt pro Person - nicht um die paar vergammelten Surfbretter anzuschauen, sondern um den Ausblick von der obersten Etage des Forts aus zu genießen. Wir wissen nicht, dass wir uns bereits beim Besteigen der Treppe in Lebensgefahr begeben. Von Verkehrssicherungspflichten hat man wohl in Portugal noch nie etwas gehört…loose Stufen, fehlende Absturzsicherungen und wirklich nicht fachgerecht reparierte Gebäudeschäden….und die Elektrik…🙈
    Allerdings hat Micky jetzt eine Idee, wie Sissi Ihre Terrassenabsicherung ohne Geländer bauen kann….😜 Einfach einen gelben Strich auf dem Boden anzeichnen, über den man nicht hinaustreten darf….😂😂😂
    Auch von oben sehen wir heute nicht, die für die Wintermonate typischen Monsterwellen.
    Der Tiefseegraben Nazaré Canyon, nur wenige hundert Meter vor der Küste der Stadt, ist ca. 170 m lang und 5.000 m tief. Er kanalisiert die Energie des Wassers nach heftigen Stürmen auf See. Mit den perfekten Windgeschwindigkeiten und - Richtungen entstehen hier bis zu 30 m hohe Wasserwände.
    Wir sehen ein paar Surfer und ein paar Wellchen, gehen aber trotzdem nicht enttäuscht zu unserem Auto zurück.
    Jetzt sind es nur noch 1,5 Stunden nach Lissabon. Die Fahrt verläuft ruhig, weil Micky schläft. Patrick ist entspannt, bis es in die Innenstadt geht. Die Stadt versinkt im absoluten Verkehrschaos. Wir sind froh, als wir unser Auto endlich abstellen können.
    Wir checken ein und befinden uns nun mitten im belebten Bairro Alto (Danke Ina!😘). Unser Wilkommensdrink ist ein Ginja….i love it! Likörsche….mmmh, lecker!
    Nach dem Besuch der Rooftopbar unseres Hotels, machen wir uns auf den Weg, ein Restaurant zu suchen, dass um 18.00 Uhr schon geöffnet hat. Das ist ja bekanntlich nicht so leicht, wir stellen uns aber auch dieser Herausforderung und sitzen schon wenig später ganz allein im Gastraum…😂
    Nach dem Essen wollen wir noch ein wenig durch die Gassen schlendern. Es ist die Hölle los.
    Gestern war Feiertag in Portugal. Die Portugiesen feiern das ganze Wochenende ihre Unabhängigkeit von Spanien….(seit 1640)…..Und wir haben wirklich das Gefühl, dass alle auf der Straße unterwegs sind. Crazy!
    Wir sind schon sehr gespannt auf Morgen.
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  • Lissabon - willst Du dope kaufen?

    3. december 2023, Portugal ⋅ ☁️ 16 °C

    Lissabon scheint irgendwie selten zur Ruhe zu kommen - heute Nacht haben die Portugiesen auf jeden Fall bis 4 Uhr früh Party gemacht. Auf den Straßen wurde dazu gesungen, gelacht, Musik gehört und dazwischen sind immer mal wieder die Auspuffklappenproleten ( wir haben schon aus Malmö darüber berichtet 😉) lautstark durchgecruised. Wäre eigentlich unkritisch, wenn Micky nachts die Klimaanlage zulassen würde , dann müssten wir nämlich unser superdichtes Schallschutzfenster nicht aufmachen.....
    Wir gehen so gegen 9 Uhr frühstücken. Von der Restaurantterrasse hat man einen tollen Blick über die Stadt, bis zum Wasser. Vermutlich essen deswegen ein paar ganz Harte auch draußen. Wir schauen mal runter und lassen uns dann drinnen im Warmen mit frischem Gebäck und Eiern verwöhnen.
    Es ist frisch heute morgen. Lissabon liegt unter einer Wolkendecke und vom Meer kommt eine frische Brise. Wir wollen heute weniger laufen und nehmen einen Touristenhoponhopoffbus. Der ist natürlich extrem kalt und leider auch echt langweilig. Unsere Route haut uns jetzt nicht vom Hocker, aber so kommen wir zum Torre de Belem. Der Turm zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und ist eines der Wahrzeichen von Lissabon. Der Turm wurde 1521 erbaut und hat gemeinsam mit einem zweiten Turm auf der anderen Uferseite gebetene Gäste begrüßt und ungebetene Gäste durch Beschuss direkt wieder verabschiedet. Lissabon wurde im Jahr 1755 von einem sehr schweren Erdbeben erschüttert und nahezu vollständig zerstört. Der Torre von Belem hat das Beben überstanden, der Zwillingsturm ist seitdem Geschichte.
    Wir wollen zurück in die Stadt und laufen zuerst am Ufer entlang. Bei uns gibt es eine klare Rollenverteilung. Navigation und Orientierung fällt ganz klar in Patricks Aufgabenbereich. Das hat zwei Gründe: 1 ) Patrick hat einen ausgeprägten Orientierungssinn und 2) Micky biegt auf dem Weg vom Aufzug zum Hotelzimmer auch am zweiten Tag immer noch falsch ab.
    Heute kommt es zu einem überraschenden Rollenwechsel. Patrick stolpert den ganzen Tag über Stufen , Randsteine usw (neue Gleitsichtbrille) und Micky findet tatsächlich auf Anhieb die richtige Trambahn, die nach 3 Stationen genau vor unserem Hotel anhält. Patrick sorgt sich kurz, dass er seine Kernkompetenz an Micky verliert und ist dann sehr beruhigt , als Micky aus dem Aufzug kommend wieder falsch abbiegt und fast an die Wand läuft. Alles wieder gut.
    Wir machen eine kleine Pause und starten dann erneut in die Stadt. Das erste Ziel ist der Elevador de Santa Justa, ein kunstvoll gestalteter Aufzug mitten in Lissabon, der zwei Stadtteile miteinander verbindet: Baixa (Unterstadt) mit Chiado und Bairro Alto (Oberstadt). Der Elevador de Santa Justa ist ein 45 Meter hoher Turm aus Eisen, reich verziert im neugotischen Stil.
    Man muss natürlich dafür anstehen und der Prozess "Einlasskontrolle, Kartenverkauf, Aufzugbedienung" hat noch Schwächen. Er wird von einer Person alleine durchgeführt und es ist nur Barzahlung möglich. Das hat zur Folge, das nur alle 10 Minuten ungefähr 12-15 Personen die 28 sekündige Auffahrt erleben können. Heute war noch der portugiesische TÜV zur absoluten Rushhour da und hat sich so sicherheitsrelevante Dinge, wie Absperrgitter im Zugang zeigen lassen . Von wem ? Natürlich von der Personalunion Kontrolleur, Fahrkartenverkäufer, Bediener. Das hat nicht zur Beschleunigung beigetragen. Wir haben also 30 Minuten brav gewartet, um dann oben möglichst schnell von der Brücke herunterzugehen, weil Patrick wieder Höhenangst hatte.
    Wir gehen auf den Weihnachtsmarkt und auf dem Weg dorthin wird Patrick erstmalig ganz unauffällig von einem offensichtlichen Dealer gefragt, ob er Stoff kaufen will. Will er nicht , jetzt ist ja gerade Weihnachtsmarkt 😃. Die Portugiesen legen den Weihnachtsmarkt rein musikalisch deutlich anders aus, als wir. Die Buden sind sich aber ähnlich. Es gibt überteuerten Krimskrams zu kaufen und natürlich Glühwein, Leckereien und Wenigerleckereien.
    Wir laufen noch zum Wasser, um den Food Court, in dem wir zu Abend essen wollen, zu erreichen, als Patrick wieder Dope zum Kauf angeboten wird. Micky ist schon etwas genervt , dass sie nie gefragt wird, weil sie der Meinung ist, dass sie ja viel gefährlicher aussieht als Patrick, der doch eher der Typ Teddybär wäre und mit dem Dope gar nichts anzufangen wisse. Wir essen im Time Out Food Market Fisch und Pizza und machen uns auf den Heimweg. Ihr ahnt es - Patrick wird wieder Dope angeboten. Micky ist fast am Durchdrehen, Zurückgehen und dem Dealer zeigen, wie gefährlich sie wirklich sein kann und fragen , warum ihr nie etwas angeboten wird. Patrick lockt sie mit dem Versprechen auf ein Eis weg und stellt eine These auf: die Dealer haben Mitleid mit ihm und wollen ihm das Dope verkaufen, damit er Micky leichter erträgt. Wir essen das Eis dann eher schweigend auf dem Heimweg ins Hotel. Jeder für sich.
    Unser erster ganzer Tag in Lissabon war schön, die Stadt hat ein paar nette Ecken und zugleich ist sie ganz schön abgerockt. Das hat übrigens auch einen Grund. Kevin und Ricarda, Ihr solltet jetzt besonders aufpassen, man kann jetzt etwas lernen. Lernen ist das, was Ihr mangels Ausbildung noch nicht gemacht habt: hier war es bis 2012 verboten, die Mieten zu erhöhen. Die Mieteinnahmen konnten also auch nicht mehr an die Inflation angepasst werden. Die Gebäudeeigentümer haben nichts mehr in den Unterhalt der Gebäude investiert und die Gebäude sind wirklich einfach verfallen. Jetzt hat jeder eine günstige Wohnung, aber eben ohne Heizung, Fenster, dichtes Dach und Wasserversorgung. In Lissabon sieht wirklich jedes 3 Haus aus, als ob es nicht mehr bewohnt würde. Hier kann man also die Folgen vom Mietpreisbremsen schön sehen - Verfall und Verknappung zugleich .
    Lissabon macht durchaus Spaß, aktuell reiht es sich in unserem Städterranking trotzdem eher hinten ein . Mal sehen , was der morgige Tag so bringt ....
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  • Von oben ist Lissabon am schönsten

    4. december 2023, Portugal ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute Morgen scheint die Sonne in Lissabon. Micky entscheidet, dass wir heute wieder eine selbstgeführte Schnitzeljagd durch Lissabon machen. Nachdem wir gestern an einer äußerst langweiligen hop on/ Hop off Tour teilgenommen haben, die das alte Kaufhaus aus den 70 er Jahren als Sehenswürdigkeit anpries, sind wir von derlei Touristenfallen geheilt. Wir laufen los und bald schon müssen wir die Jacken ausziehen. Das richtige Setup ist schwer. In der Sonne hat es 20 Grad, im Schatten 14 mit Wind eher 9…und natürlich wechselt das ständig….Sonne…Schatten….Wind…..Sonne….
    Patrick sieht aus, als würde er Aerobic machen…sozusagen Sydney Rome mit dunklem kurzen und leicht angegrautem Haar….er ist so erschöpft von diesen ständigen an und ausziehen, dass er natürlich bereits bei der dritten Frage patzt. Toll wieder keine volle Punktzahl!!!!!
    Aber der Reihe nach.
    Wir starten am Praça Dom Pedro. Früher wurden hier Hinrichtungen und Stierkämpfe durchgeführt, heute tanzen hier die Elfen auf dem Weihnachtsmarkt…der Name des Platzes erinnert an König Pedro IV, verewigt in Bronze auf einer Säule inmitten des Platzes
    Die nächste Station ist die Praça dos Restauradores.
    Der Platz und das Denkmal in der Mitte erinnern an die militärische Auseinandersetzung, in der Portugal seine Unabhängigkeit von Spanien erkämpfte.
    Unser nächster Stopp ist der Miradouro São Pedro de Alcantara. Die alte Standseilbahn Elevador da Gloria, die seit 1885 fährt, ist leider voll und wir müssen nach oben laufen…..Und so können wir ein kleines Video der alten Straßenbahn machen…alles ist für was gut!😜
    Oben angekommen wird klar, warum das einer der schönsten Aussichtspunkte Lissabons ist. Wir setzen uns auf eine Bank in die Sonne und genießen den Blick über die Stadt.
    Unsere nächste Station ist der Praça do Comércio. Das ist nun wirklich der schönste Platz der Stadt. Nahe dem Tejo gelegen und noch immer unter seinem alten Namen bekannt Terreiro do Paço (Palastgelände), da sich bis zu dem verheerenden Erdbeben 1755 hier das königliche Uferschloss befand. Auch die gesamte Unterstadt Lissabons wurde damals komplett zerstört. Unter José dem I. wurde die Unterstadt und der Platz umgestaltet und neu aufgebaut. An ihn erinnert eine Statue in der Mitte des Platzes.
    Obwohl Patrick sich geweigert hat, noch eine Kirche anzusehen, hat Micky ihn in die Kathedrale gezwungen. Für 2 Euro haben wir dann noch vier Kerzen angezündet…wir hatten es nicht passend…😜
    Jetzt wollte Micky nur noch eine Sache sehen das Castello des São Jorge.
    Der Weg dorthin natürlich wieder bergauf…
    Und dann ist da dieses kleine Café…und diese chillige Livemusik….wir setzen uns, trinken Cappuccino und Gingha und freuen uns an der schönen Stimmung.
    Genug gechillt, wir wollen ja noch ins Castello. Wir diskutieren noch, ob es sich wohl lohnt, gehen aber dann hinein, weil wir schon da sind.
    15 Euro pro Person sind nicht gerade wenig und wir erwarten nicht viel…
    Aber wie es manchmal so ist, wir werden überrascht. Es ist wirklich schön hier und Patrick ist froh, dass Micky das Castello unbedingt sehen wollte.
    Eindeutig der schönste Blick über Lissabon und auch noch bisserl Abenteuer.
    Die Chance, die Besichtigung der Burgruine zu überleben liegt bei 70 %…
    Patrick kämpft sich trotz Höhenangst auf die oberste Mauer und braucht dann Hilfe von Micky beim runtersteigen.
    Was würde er nur ohne sie tun?😇
    Wir gehen ins Hotel und ruhen uns ein bisserl aus, zumindest bis zum Abendessen.
    15.639 Schritte haben uns müde gemacht - wir sind fertig mit Lissabon.
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  • Gibraltar - vorherragend

    5. december 2023, Gibraltar ⋅ 🌧 15 °C

    Lissabon verlassen wir heute morgen mit gemischten Gefühlen. Die Stadt hat wunderbare Ecken und zugleich ist sie eben so dreckig und zerfallen - das fällt schon auf. Hervorragend war unser Hotel, in dem wir heute nochmals ein tolles Frühstück genießen und uns dann fast im Zeitplan auf die 700 Kilometer nach Gibraltar machen. Wir hatten überlegt , noch einen Zwischenstopp einzubauen , aber da ist einfach nichts mittig zwischen Lissabon und Gibraltar.....
    Die Fahrt verläuft ganz gut , die Autobahn in Portugal ist leer - kein Wunder bei den Mautpreisen - und die Straße ist trocken.

    Das ändert sich ab Spanien. Ab hier ist die Autobahn eine bessere Holperpiste und es fängt abwechselnd an zu regnen und zu stürmen. Irgendwann sind die Elemente sich einig und es stürmt mit Starkregen. Auf der Holperautobahn. In der absoluten Dunkelheit. Spaß ist das keiner , wir kommen dann leicht angestrengt um 20 Uhr in Gibraltar an.

    Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel. Es steht nach dem spanischen Erbfolgekrieg seit 1704 unter der Souveränität des Königreichs Großbritannien bzw. des Vereinigten Königreichs und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten, wird jedoch seitdem von Spanien beansprucht. Und alles das merkt man hier.
    Es gibt eine Grenze mitten in der Stadt und wir werden auch ordentlich kontrolliert. Auf der Grenze steht auch ein echter Grenzzaun, so dass man wirklich die Kontrollstelle passieren muss. Vertrauen geht anders.
    Wir werden eingelassen und sind vom markanten Felsen von Gibraltar schon beeindruckt. Der Felsen ragt über 400 Meter hoch und nimmt einen Großteil der Landfläche Gibraltars ein. Das Erscheinungsbild prägt er natürlich ohnehin sehr stark.
    Wir haben noch kein Hotel und die Auswahl ist auch sehr überschaubar. Die besten Empfehlungsquoten hat das Haus "the Rock" und es liegt auch noch dazu fast ideal .
    Also fahren wir hin und werden sehr freundlich empfangen. Der Bulli kann vor der Türe stehen , das ist in Gibraltar ein extrem wichtiges Kriterium. Platz ist Mangelware und Parkplätze erst recht. Also buchen wir das Zimmer fest und werden dann beim Anblick des Zimmers auch ordentlich enttäuscht. Unten ist das Hotel gepflegt , die Zimmer sind einfach abgewohnt und wir erinnern uns mit Freude an die Klosterkammer in Santiago de Compostela. Das hier ist wirklich ein vorherragendes Zimmer. Wir haben es aber schon gezahlt , sind hungrig, müde und es ist inzwischen 20:30 Uhr, also bleiben wir . Sicherheitshalber holen wir den Schlafsack aus dem Bulli. Die Decke mit nur 1,60 Meter Breite für uns beide könnte sonst zum Problem werden.
    Am Hafen essen wir noch sehr lecker zu Abend. Micky schwört, dass das heute die besten Garnelen seit Beginn unserer Reise waren. Und sie muss wissen, weil sie beinahe jeden Tag Garnelen bestellt 😁.

    Jetzt liegen wir im Bett und denken darüber nach, was wir bereits alles gesehen haben, seit dem wir am 03.08. gestartet sind. Das Motto der Reise ist ja "Vom Nordkapp nach Gibraltar" und genau das haben wir jetzt wirklich gemacht. Gibraltar ist also der Wendepunkt, ab jetzt gehts wieder nach Norden, in Richtung München. Das ist irgendwie alles Wahnsinn. So viele Eindrücke, Hotels, unterschiedliche Landschaften. Europa ist toll .
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  • 1,345 Euro

    6. december 2023, Spanien ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute Morgen wachen wir in unserem 4 - 2 Sterne Hotel auf und sind erstaunlicherweise gut ausgeruht.
    Micky hatte gestern noch ihren Schlafsack aus dem Auto mitgenommen, damit sie die Deckensituation (eine einzige 1,60 m Decke🤪) ein wenig entschärft.
    Wenn man den Schlafsack komplett schließt, liegt man ja auch relativ bewegungslos rum…quasi wie eine Mumie.
    Unser Zimmer bei Tag betrachtet war noch ein bisserl schäbiger, als am Abend zuvor und - unabhängig davon, ob Winston Churchill hier tatsächlich übernachtet hat oder nicht, wollten wir einfach schnell weg.
    Micky war sich nicht sicher, was passiert, wenn die freundliche Dame an der Rezeption nachfragt, ob wir denn zufrieden waren….wir schätzen, sie hat die Frage nicht gestellt, weil sie die Antwort kennt…
    Das Wetter ist heute Morgen leider ziemlich katastrophal. Deswegen fahren wir nicht mit der Gondel auf den Affenfelsen und auch nicht mit der Fähre nach Afrika.
    Lediglich den Europapunkt wollen wir noch sehen - sozusagen als Endpunkt unseres Trips, bevor wie wieder in die andere Richtung nach Hause fahren.
    Warum der Punkt Europapunkt heißt, wissen wir nicht. Es handelt sich hierbei lediglich um die Spitze der Landzunge. Aber hier huldigen wir feierlich unserer letzten Station.
    Generell fahren wir mit gemischten Gefühlen aus Gibraltar weg.
    Der Endpunkt unserer Reise lässt ein bisserl Wehmut aufkommen, gleichzeitig rekapitulieren wir, was wir alles gesehen haben und sind sehr dankbar dafür.
    Doch dann sieht Micky eine Tankstelle, an der man für 1,345 Euro den Liter Diesel tanken kann und Patrick wendet auf der Autobahn mit Handbremse.
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Freude Patrick das Billigtanken macht….
    Der Tag ist gerettet…..möchte man meinen…🤣
    Wir fahren vorbei an Estepona, Marbella und Málaga und sehen wie sich Tausende Ferienanlagen aneinanderreihen und den Blick aufs Meer versperren…Wer dachte, dass das am Atlantik schon nicht schön war, bekommt hier eine neue Dimension von Hässlichkeit präsentiert.
    Wir erreichen Alicante gegen 18.00 Uhr. Das Hotel, das Patrick gebucht hat, liegt leider direkt an der Autobahn. Micky will da nicht hin, sie will in ein anderes Hotel.
    Patrick fährt los und befindet sich wenig später mitten in der Fußgängerzone. Und damit nicht genug: mitten in einer Parade.
    Das Billigtanken wirkt nun leider nicht mehr. Die Laune ist im Keller.
    Irgendwie schaffen wir es raus, ohne jemanden zu überfahren und gehen ins nächstbeste Hotel. Dort müssen wir dann wieder etwas…..und auch noch einen Deposit leisten….Micky ist fix und fertig, bis sie endlich mit Patrick im Hotelzimmer sitzt.😅
    Dort bleiben wir aber nicht lange, schließlich haben wir Hunger.
    Wir laufen zur La Taberna del Gourmet und essen dort leckere Tapas-besonders empfehlenswert Burratasalat mit Birnen, Nüssen und Honig…mmmhhh!!!
    Heute schaffen wir nur 4200 Schritte. Patrick ist nun leider auch krank und wir gehen nach dem Essen sofort zurück ins Hotel. Morgen gehts weiter nach Barcelona…
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  • Willkommen daheim

    7. december 2023, Spanien ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir sind heute von Alicante nach Barcelona gefahren. Das sind etwas über 500 Kilometer und dauert 5,5 Stunden reine Fahrzeit. Aber wir machen ja Pausen und deswegen ist das ein Tagestrip.
    In Barcelona sind wir wieder im NH Podium Hotel. Das liegt sehr günstig zu den Iberian Porc Ribs, die wir unbedingt heute bei Tapeo essen wollen und wir wissen , dass der Bulli in die Garage passt. Knapp, aber er passt.
    Aber Reihe nach: wir wachen in Alicante auf, die Sonne scheint, es hat um 09 Uhr schon fast 20 Grad und wir suchen als erstes eine Apotheke. Patrick ist jetzt wirklich krank - nein, kein Männerschnupfen- und wir vermuten dass es Corona sein könnte. Also kaufen wir einen Test, der ist aber negativ.
    Immerhin sehen wir jetzt den Hafen und die Uferpromenade von Alicante noch bei Tageslicht. Alicante ist mit fast 350.000 Einwohnern eine nennenswerte Stadt in Spanien und landestypisch wird natürlich alles mit Hochhäusern zugebaut.
    Wer Gera bisher hässlich fand, soll einmal hier her kommen - da stellt sich dann heraus, dass Gera durchaus pittoreske ist. 😉
    Alicante lebt vom Tourismus und seinem Hafen. Hier startete diesen Januar auch bereits zum 5. Mal das Ocean Race. Das ist die härteste Segelregatta der Welt, die auf 32.000 Seemeilen einmal um die Erde führt.
    Wir starten gegen 11:00 Uhr und die Autobahn führt uns entlang des Mittelmeers mit dem Blick auf die Hochhäuser, die wirklich in jeden noch so kleinen Ort gebaut wurden und werden.
    250 Kilometer vor Barcelona stoppen wir, um Tee zu kochen und bei der Gelegenheit bei einem Bauern Orangen zu kaufen. Die kommen wirklich direkt vom Baum - sieht man daran, dass der halbe Baum noch dran hängt 😄.
    Wir treffen ein Rentnerpaar aus Starnberg, die mit einem alten Bulli unterwegs sind und sich auch Gedanken über die Reifensituation und die Heimfahrt machen. Wir haben ja einen Plan, den haben die Starnberger noch nicht, aber es soll ja tauen und die beiden haben Zeit .....
    Ab hier fährt Micky weiter und daran sieht man, dass es Patrick tatsächlich nicht gut geht. Es gibt bei uns eine klare Rollenverteilung im Auto. Patrick fährt und Micky schläft - so sind wir es gewöhnt und auf unserer Reise haben wir das auf den letzten über 21.000 Kilometern so gemacht. Micky ist bisher genau 48 Kilometer gefahren. Wir glauben, dass ist damals im Norden Finnlands im Streit passiert. Genau wissen wir es nicht mehr. Egal.
    Kurz vor Barcelona wechseln wir dann doch wieder und wir erreichen das Hotel gegen 18:30 Uhr. Bulli schnell in die superenge Garage fahren und auf zu Tapeo. Die machen um 19 Uhr auf und um 19:08 Uhr ist es dort voll. Wir kommen um 19:07 und 42 Sekunden im Tapeo an und bekommen den letzten Platz. Läuft bei uns. Das Essen ist wieder sensationell gut. Wir schlendern zufrieden heim, ins Hotel, und stellen fest, dass Barcelona sich irgendwie vertraut für uns anfühlt. Die Stadt gefällt uns extrem gut. Wir waren hier nicht das letzte Mal.
    Patricks Tante Gaby und sein Onkel Ulli haben ein Haus eine Stunde südlich von Barcelona. Die beiden wissen es noch nicht , aber da machen wir demnächst mal Urlaub und verbinden das mit Barcelona 🤣🤣🤣. War nur Spaß liebe Gaby, wir besuchen Euch nur und gehen ins Hotel .....
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  • Noch einmal Monaco

    8. december 2023, Monaco ⋅ ☁️ 9 °C

    Wir wachen noch einmal in Barcelona auf und - wie sollte es anders sein - es scheint die Sonne. Patrick ist leider immer noch krank. Wir beschließen uns noch schnell den Arc de Triomf anzusehen; den haben wir nämlich beim letzten Mal vergessen und er steht ganz nah bei unserem Hotel.
    Der Arc de Triomf ( ja, man schreibt ihn wirklich so…🤪), war 1888 das Haupteingangstor der Weltausstellung und ist, wie wir finden, ganz nett anzusehen.
    Wir kaufen anschließend noch schnell einen Coronatest, weil wir nicht glauben können, dass das kein Corona sein soll. Wieder negativ.
    So gegen 10.30 Uhr fahren wir los; heute haben wir knapp 700 km vor uns.
    Wir wollen wegen der Bettwanzen Frankreich meiden und deswegen wieder in Monaco übernachten. Ok, eigentlich will Micky im Café Milano nur wieder den Thunfisch mit Ingwer und Mango essen….
    Die Fahrt ist übel.
    Der erste Stau kurz nach Barcelona…5 km vor dem Mauthäuschen….beim Ticketziehen🙈
    Zum Glück gibt es in Europa doch noch größere Deppen in Bezug auf die Digitalisierung…
    Dann wirklich viel Verkehr, immer wieder Unfälle und die letzte Stunde Starkregen bei einsetzender Dunkelheit.
    Aber zwischendrin haben wir auch mal einen Regenbogen gesehen und einen schönen Sonnenuntergang.🥳
    Ein reiner Transfertag geht zu Ende in unseren monegassischen Lieblingsrestaurant Café Milano .
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  • Physikabitur gerade so bestanden

    9. december 2023, Italien ⋅ ☁️ 5 °C

    In Monaco hat es die ganze Nacht geregnet - merkt Euch das, es wird nochmals wichtig. Mit dem Anbruch des Tages, verschwinden die Wolken und die Sonne kommt heraus. Auf dem Weg zu Mickys Morgenkaffee müssen wir die Jacken schon ausziehen, weil es in der Sonne einfach zu warm ist. Ein Sweatshirt reicht vollkommen aus. Wir sind beide nicht so richtig fit, der gestrige, lange, Trip steckt uns beiden noch in den Knochen. Also schlendern wir wirklich nur noch einmal am Port Hercule entlang und machen uns dann auf den Weg nach Bardolino. Die Sonne spielt uns in die Karten. Wir fahren noch auf Sommerreifen und müssen auf Höhe Genua über eine Bergkette fahren. Die Autobahn führt dort genau am Treffpunkt der Ligurischen Alpen und des Apennin von der Riviera nach Norden. Es ist jetzt dort nicht superhoch , aber immerhin steigt man auf über 600 Meter und das ist höher, als München. Und in München liegt Schnee. Gut, unsere Engstelle liegt fast 1.000 Kilometer südlich, aber ein Versicherungsangestellter geht unnötigen Risiken gerne aus dem Weg .....außerdem spielt Bayern um 15:30 Uhr gegen die krisengeplagte Eintracht. Das will Patrick gerne sehen. OK, wollte er . Spoileralarm: hat er nicht und bekanntlich war das dann doch ganz gut.
    Die Autobahn im Süden Italiens bietet wirklich einen tollen Blick auf die Küste. Und da stehen keine spanischen Hochhäuser. Es ist schön hier. Gut, die maroden Brücken machen Patrick Angst ( Höhenangst und Versicherungsangestellter!), aber das geht schon irgendwie.
    Bis wir in den Stau kommen. Nicht irgendwo, sondern wir kommen auf der Todesbrücke zu stehen. Patrick nennt die Brücke zumindest so, weil sie (er ist sich sicher ) mind 894 Meter hoch ist und die Leitplanken italienisch verrostet sind. Jetzt wird er immer stiller , während Micky wieder einmal "genervt" ist. Gut, das ist sie öfter und was ist ihr Genervtsein schon gegen Patricks Todeskampf. Patrick versucht auszurechnen, bei welchen Abstand der Fahrzeuge im Stau die Resonanzkatastrophe eintreten wird. Das ist immerhin eine italienische Brücke und wer schon mal in einem Fiat gefahren ist, weiß, warum Patrick rechnet. Nascha hatte übrigens mal einen Fiat Panda, dessen klappernden Auspuff haben Patrick und Nonno mit einer alten Coladose repariert, das hat besser gehalten, als die Originalkonstruktion der italienischen Ingenieure. Patrick scheitert mit der Berechnung, zu lange ist das Physikabitur schon her und zu schlecht war sein Abschneiden schon damals. Aber die halbe Stunde Stau auf der Todesbrücke ist so schneller vergangen und es geht weiter.
    Immer noch bei strahlender Sonne und 16 Grad. Kurz vor Genua kommen dann Wolken auf, der Himmel wird dunkel und wir fahren in Richtung Norden. In Richtung Berge. Die Temperatur fällt schneller als eine Aktie nachdem Patrick sie gekauft hat und das "Ping" des Eiswarners zeigt an, dass es jetzt weniger als 4 Grad hat. Dazu hätten wir kein Ping gebraucht, wir sehen es am Schnee auf der gesperrten Fahrspur direkt neben uns. Als es gestern Nacht in Monaco geregnet hat, hat es hier geschneit. Die Temperatur fällt auf 1 Grad und alle 5 Kilometer macht uns ein Schild darauf aufmerksam, dass aktuell Winterreifenpflicht besteht. Alternativ können Schneeketten genutzt werden. Das würden hier zwar nicht einmal die Holländer machen, aber auf Sommerreifen ist es jetzt trotzdem uncool. Wir fahren wie auf rohen Eiern und vergrößern den Abstand zum Vordermann. Das fordert die Italiener heraus. Wir werden angehupt, es wird von hinten aufgeblendet und riskanten Überholmanövern, folgt der Austausch von Höflichkeiten mittels Zeichensprache. Patrick will eigentlich durchfahren, weil ein Stopp das Risiko birgt, dass wir mit den Sommerreifen auffliegen. Micky besteht dann aber auf die technische Pause und sie wird durchgeführt. Dabei stellen wir fest. Es ist wirklich richtig glatt. Gut, dass es jetzt in tiefere Regionen geht. Richtig warm wird es heute nicht mehr , dazu liegt der Nebel zu bleiern über der Poebene. Aber wir bekommen 5 Grad angezeigt und damit fühlen wir uns sicher.
    Nach 6 Stunden kommen wir in Bardolino an. Die erste Halbzeit ist vorbei und Patrick stimmt einem Besuch des Weihnachtsmarkts in Bardolino zu. Fußball wird ja überbewertet.
    Es ist klamm am See, die feuchte Kälte geht wirklich bis auf die Knochen durch und deswegen sitzen wir um 18:15 Uhr schon am Kamin und essen sehr lecker zu Abend.
    Morgen kommen Anna und Georg mit unserem Reifen zu uns und wir stellen den Bulli auf geeigneteres "Schuhwerk", um am Montag die letzte Etappe unserer unglaublichen Reise anzutreten.
    Jetzt haben wir einen Tag zum Durchschnaufen und wir freuen uns auch auf Anna und Georg und einen gemeinsamen Abend.
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