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Spiti Valley / Indien

Das wenig bekannte Spiti-Valley im indischen Nordosten (Himachal Pradesh) wird in ca 14 Tagen per Bus, Anhalter und zu Fuß erkundet.
Route:
Delhi-Chandigarh-Shimla-Peo/Kalpa-Tabo -Dhankar-Demul-Kaza-Key-Kibber-Manali-Delhi
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  • Good Morning Kibber (@4200m)

    September 29, 2023 in India ⋅ ☀️ -2 °C

    Die Nacht war wieder eine Wohltat - nur Ruhe. Ich bin mal wieder der einzige Gast im Gästehaus mit seinen 7 Zimmern. Die Kälte konnte mir auch nichts antun - T-Shirt + Sweatshirt + Kapuzenshirt und als Krönung, 'ne lange Unterhose 😅.
    Gestern Abend gab es noch Momos zum Abendessen und Stromausfall für längere Zeit. Bin froh, meine Stirnlampe dabei zu haben. Wie der Angestellte da bei Dunkelheit kochen kann, ist mir ein Rätsel. Geschmeckt hat es gut. Es fehlte nur noch der Dip. Meine Filter-Wasserflasche kam auch wieder zum Einsatz, abgefüllte Wasserflaschen gibt es hier nicht.

    Heute soll es ins 6 km entfernte Gette gehen, dass nur 300 m höher liegt, als Kibber - also kein Ding 😅. Die Aussicht auf das Spiti Valley soll spektakulär sein👍👏.
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  • Kibber -> Gette (@4400m) -> Kaza

    September 29, 2023 in India ⋅ ☀️ 6 °C

    Um 8 Uhr bin ich fertig für meinen Wanderung nach Gette. Das Frühstück spare ich mir - wenn das mal kein Fehler war!
    Ich wollte eigentlich auf den Bus warten, der mich in Richtung Gette bringen soll. Fällt aber heute aus 🤔.
    Also geht es zu Fuß die knapp 6 Kilometer zum Dorf Gette - dort soll es eine super Aussicht auf das Spiti Valley geben.
    Die ersten 1,3 km geht's etwas bergab die Kaza-Kibber-Road entlang bis zur Abzweigung "Kibber-Tashigang-Road". Danach wird es für mich anstrengend, obwohl nur 300 m Höhenmeter zu bewältigen sind. Es strengt mich mehr an, als gedacht - das fehlende Frühstück macht sich bemerkbar!
    Die erste Mitfahrgelegenheit eröffnet sich endlich nach knapp einer Stunde Wandern - ein Pick-up. Ich nehme zusammen mit einem einheimischen Jungen auf der Ladefläche platzt, die "Fahrerkabine" ist schon voll. Der Pick-up fährt die Serpentinen nicht aus, sondern nimmt den direkten Weg nach oben - wenn möglich. Das schüttelt ohne Ende.
    Als wir uns auf ca 4400 m befinden und das Dorf Gette in einem weiten Bogen umfahren haben, entscheide ich mich zum Aussteigen. Per Hand- und Klopfzeichen mache ich mich beim Fahrer bemerkbar - der Junge auf der Pritsche hilft bei der Kommunikation 👍.
    Ich bin froh, als ich nach 20 min aussteigen kann 😏.
    Die Aussicht vom Dorf Gette (konnte nur 4 Häuser zählen 😅) auf den schneebedeckten 6303 m hohen "Chau Chau Kang Nilda" lassen die "Strapazen" vergessen!
    Von der nicht weit entfernten Abbruchkante hat man einen phantastischen Blick auf das 350 m unter mir liegende Kloster von Key - es wirkt wie Spielzeug 😏. Der Spiti schlängelt sich 500 m tiefer durch das Tal. Der Aussichtspunkt ist nichts für Leute mit ausgeprägter Höhenangst - ich muss an vereinzelten Stellen schwer kämpfen.

    Die 6 km zurück zur Kreuzung Kibber-Gette muss ich zu Fuß absolvieren. Geht aber fast alles bergab - dieses Mal nehme ich auch die direkten Abkürzungen und bin in einer Stunde an der Kreuzung. Keine 5 Minuten später, sitze ich recht luxuriös in einem Wagen, direkt nach Kaza. Der Typ hat wohl einen Kunden nach Kibber gebracht und hätte gerne 200 INR für die Fahrt 🤔. Der hat da wohl etwas falsch verstanden mit dem Begriff "per Anhalter" 😂.
    Er scheint auch Alphaville-Fan zu sein. Im Radio dudelt auf endlos-Schleife eine Cover-Version von "Forever Young". Ich kläre ihn mal kurz auf, woher der Original-Song stammt. Er meint nur, I know, I know! Ich bin da etwas skeptisch 🤔.
    Gegen 11 Uhr sind wir in Kaza, ich gebe ihm 100 INR und alle sind zufrieden.

    In Kaza checke ich nochmals im "Ösel Rooms" für 1500 INR ein und relaxe etwas, die Wanderung von Kibber nach Gette und zurück nach Kaza war anstrengender, als gedacht! Das nächste Mal muß ich unbedingt das Frühstück mitnehmen!
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  • Good Morning Kaza (@3700m) - Take 2

    September 30, 2023 in India ⋅ ⛅ -2 °C

    Gestern Abend habe ich noch ein kleines Juwel in Kaza gefunden - das "Café Piti" in der ersten Etage. Es ist eine kleine Oase vom hektischen Treiben auf der Straße. Alles ist sehr gepflegt - ich habe mir ausnahmsweise "French Fries" mit einer "Lemon Soda" bestellt. Das musste mal sein 😉.
    Heute verlasse ich das Spiti Valley mit dem 5 Uhr Bus. Das Ziel ist das 190 km entfernte Manali. Von Kaza geht es erst 800 m hoch auf den Kunzum La Pass (4500 m) und dann wieder runter in das auf 2050 m gelegene Manali. Das alles in 10 Stunden, so der Ticketverkäufer in Kaza! Die Fahrt ist nicht ohne - hoher Pass, z.T. erbärmliche Straßen und man weiß nie, was noch kommt.
    Das Ticket habe ich gestern Abend schon gekauft, damit ich wenigstens einen Sitzplatz habe. Die Reservierung für die schnellere Fahrt mit einen Jeep (die nennen Dinger Sumo), die ich am Nachmittag vorgenommen habe, wurde um 18 Uhr telefonisch gecancelt, da sich weniger als 9 Fahrgäste gemeldet haben. - dann fährt er halt nicht 🫣.

    Heute also Aufstehen um 4 Uhr nach einer mäßigen Nacht (Hunde und neue Gäste bis 1 Uhr - immer das gleiche 🤔) und ab durch die menschenleeren Gassen von Kaza zum Bushof. Mein Bus steht schon startbereit und wird vom Vollmond angeschienen.
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  • Kaza -> Manali: Losar/Schnee-Einbruch

    September 30, 2023 in India ⋅ ☀️ 3 °C

    Mein schon etwas überfüllter Bus fährt pünktlich gegen 5 Uhr los. Schon nach 15 km schraubt sich der Bus über schmale, in den Felsen gehauene Straße wieder in die Höhe. Die Absicherung vor dem Sturz in die Tiefe hat man vernachlässigt - unnötiges Teufelszeug 😅. Bei der Gramphu-Bridge hat die Erosion seltsame Muster im Fels freigegeben bzw. erzeugt. Die Straßen werden zunehmend schlechter, aber da gewöhnt man sich so langsam dran 😅.
    Nach gut zwei Stunden ist der erste Stopp in Losar - Frühstück in einer Dhaba. Losar ist gleichzeitig auch ein Checkpoint für nicht-indische Staatsbürger und die müssen dann ihren Pass vorzeigen - warum, ist mir unklar 😕.
    Kaum ausgestiegen, kommt es zum Wetterumschwung. Es fängt an, zu schneien. Nicht sonderlich stark, aber ausdauernd. Als die Pause länger als 20 Minuten dauert, wird klar, da stimmt etwas was nicht. Aus dem Conductor kann ich herauskitzeln, das der Kunzum La (Kunzum Pass) auf 4500 m von der Polizei, wegen mehreren 10 cm Schneefall geschlossen wurde, da zu gefährlich! Verstehe, die haben ja alle "Slick-Reifen" mit fast keinem Profil. Alle hoffen aber, daß er wieder aufmacht, sobald die Sonne den Großteil abgeschmolzen hat. Die andere Option wäre zurück nach Kaza zu fahren 😕🫣.
    Das Warten zieht sich. Die Menge an Autos, Bikes und Transportern nimmt zu. Der Ort ist eine einzige Fahrzeug-Schlange 🫣.
    Ich nutze die Zeit mit ein wenig Fotografieren - die Landschaft ist ein Traum - und Smalltalk. Ich komme mit einem asiatisch-stämmigen US-Bürger, der mit einer kleinen Biker-Truppe durch das Spiti Tal fährt ins Gespräch und einer wortkargen Russin, die mit mir als einzige Westler im Bus sitzt und seit 15 Monaten durch Indien reist - sie wirkt auf mich etwas konfus und seltsam 🤔.
    Um 13 Uhr kommt dann, nach 6 Stunden warten, vom Polizei Checkpoint das erlösende "Go". Es geht weiter in Richtung Kunzum Pass 👏👍.
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  • Kaza -> Manali: Kunzum Pass (@4550m)

    September 30, 2023 in India ⋅ ☀️ 2 °C

    Die Weiterfahrt vom Checkpoint in Losar in Richtung Manali versprüht merklich gute Stimmung im Bus. Die Landschaft wird zunehmend karger, leicht depressiv - Mad Max Stimmung kommt auf 😉. Das Wetter mit seinen z.T. tiefstehenden Wolken trägt würdevoll dazu bei.
    Kurz vor dem Pass überquert unser Bus den Spiti das letzte Mal - natürlich ohne Brücke. Mittlerweile ist er zum weniger Meter breiten Bach geschrumpft - was für unseren Bus und andere Fahrzeuge keine Problem darstellt. 👍. Von der aus früheren Zeiten bestehende Brücke, stehen nur noch die Pfeiler - ein Opfer früherer Schmelzwasserfluten.
    Nach einer Stunde sind wir am Kunzum Pass auf 4550 m, der das Spiti und Lahaul Tal verbindet. Unweit vom Pass steht eine kleine Tempelanlage (Kunzum Mata), die den Pass und die Reisenden beschützen soll. Jeder macht den kleinen Abstecher dort hin und umfährt die Anlage im Uhrzeigersinn - so auch unser Busfahrer und sucht seinen Segen für die nicht ungefährliche Weiterfahrt u.a. die 15 Haarnadelkurven nach Batal runter 👍. Dadurch ist genug Zeit für Fotos vom Tempel und seinen unzähligen Gebietsfahnen. Im Inneren des Tempels liegt ein schwarzer Stein, auf den die betenden Gläubigen eine Münze legen. Die Legende besagt, bleibt die Münze auf dem Stein kleben, geht der Wunsch bzw. das Gebet in Erfüllung, wenn nicht, dann nicht 😔.
    Wir sind natürlich nicht alleine am Pass bzw an der kleinen Tempelanlage. Ich denke alle, die in Losar im Stau standen und auf das "Go" für die Weiterfahrt gewartet haben, sind auch da.
    Dennoch, der Tempel hat ne tolle Lage und der Schneefall der letzten Stunden macht es noch schöner. Zum Glück liegt kein Schnee mehr auf der Straße 👏.
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  • Kaza -> Manali: Batal @4000m

    September 30, 2023 in India ⋅ ⛅ 1 °C

    Vom Kunzum Pass geht es steil über unzählige Haarnadelkurven hinab nach Batal, dass auf knapp unter 4100 m liegt - ein ordentlicher Sprung vom Kunzum Pass!
    Ein paar mal muss der Busfahrer zurück stoßen, weil die Kurve einfach zu eng ist - das ist immer eine kritische Sache! Aber, der Busfahrer macht seine Sache gut!
    Batal ist eine winzige Siedlung, die an der Kreuzung zum 12 km entfernten Chandrataal liegt - dem Mondsee, der auf knapp 4300 m liegt. Einen geplanten Besuch des Sees muß ich aus Zeitmangel und wegen ungünstigen Wetterbedingungen absagen. Die Zelt-Camps wurden wegen zweistelliger Minusgrade in der Nacht geschlossen. Bekannt ist Batal für das Chandra Dhaba (oder Chacha Chachi), das von einem älteren Pärchen seit 2 Jahrzehnten in den Sommermonaten betrieben wird und Reisende mit Essen und Trinken versorgen. Manchmal müssen diese auch über Nacht bleiben - dafür gab es vor ein paar Jahren den "brave award", als sie Touristen bei widrigen Wetterbedingungen aufgenommen und ihnen so daß Leben rettet haben 👍.

    Kurz vor Batal geht es über die "Batal Bridge" - ziemlich bruchfällig das Teil. Einen Stopp in Batal legt unser Bus leider nicht ein. Wir haben ja auch schon mindestens 6 Stunden Verspätung 😉.
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  • Kaza -> Manali: Bus-Panne/Per Anhalter

    September 30, 2023 in India ⋅ ⛅ 9 °C

    Ab dem Pass bzw. Batal folgen wir dem Chanab - den Spiti haben wir jetzt hinter uns gelassen. Die Straße ist ab hier in einem katastrophalen Zustand. Ab Batal folgt die Straße fast parallel dem Flussbett des Chanab - wahrscheinlich hat man nur die großen Steine weggeräumt und fertig 😉.
    Das Wetter wird zusatzlich schlechter. Ab dem kurzen Stopp in Chhatru, fängt es ordentlich an zu regnen. Zwei Israelis, die den Hampta-Trek von Manali aus in 2 Tagen - Respekt, üblich sind 3 Tage - gemacht haben, stoßen zu Fuß zu uns und wollen mit nach Manali. Sie sind komplett durchnässt, haben Regen und Schnee in den 2 Tagen mitgemacht, strahlen dennoch eine Zufriedenheit aus 👍.
    Was jetzt kommt, entbehrt jeglicher Logik! Die Straße kann eigentlich als solche nicht mehr bezeichnet werden. Dass da überhaupt Fahrzeuge ohne Vierradantrieb fahren dürfen, ist grob fahrlässig! Es geht wieder ein paar Spitzkehren hoch - wir knacken wieder die 4000 m. Hier liegt am Straßenrand Schnee und auf der Fahrbahn etwas Matsch! Wie das Mensch und Maschine aushalten soll, ist fraglich!
    Und es kommt, wie es kommen musste.
    Es gibt einen lauten Knall! Der Fahrer hält, schaut aus dem Fenster in die Richtung, wo der Knall herkam und plaudert etwas auf Hindi mit seinem Conductor und den Fahrgästen - fährt aber weiter. Nach zwei Minuten ein weiterer Knall, als ob ein Stein ans Blech geknallt ist. Jetzt schaut der Fahrer kritischer und stoppt sofort und bewegt sich besorgt zur Stelle, wo der Knall herkam. Jetzt ist Schluss für ihn. Hektisches telefonieren beginnt. Alle bleiben ruhig und scheinen sich der Sache hinzugeben.
    Mir reicht's, frage den Conductor, wo das Problem liegt und bekomme die Antwort, das hier Schluss ist, wegen "safety". Ein neuer Bus soll kommen. Was sicherlich 3 - 4 Stunden dauert, bis der da ist. Ganz zu Schweigen von der noch mind. 3 stündigen Fahrt nach Manali 🤔. Wir haben jetzt 16 Uhr und Sch....wetter! Die Nacht wird definitiv frostig und ich habe kaum noch was zu trinken und essen.
    Da hilft nur eins, raus aus dem überfüllten Bus und versuchen, per Anhalter weiter zu kommen!
    Beim ersten Pkw werfe ich mich förmlich vor den Wagen und bettle um eine Mitnahme, fasle etwas von Rückflug am Dienstag usw! Das Pärchen ist einverstanden 🫢👍 und es geht mit einem schicken Hyundai in Richtung Manali weiter 🤔🙋🏻‍♂️.
    Es stellt sich heraus, dass das indische Pärchen auf honeymoon-Fahrt vom Spiti Valley zurück kommt und nach Manali will. Die 2,5 h bis dahin ziehen sich aber dennoch. Einige Wagen stecken in Mega-Pfützen fest und müssen heraus geschoben werden. Währenddessen mischt der Typ am Steuer "etwas" Baccardi in seine Wasserflasche und wir nehmen abwechselnd ein paar kräftige Schlücke. Seine Begleitung meint nur, das ist illegal!
    Kurz vor Manali fahren wir in den ca. 9 km langen Atal-Tunnel - anscheinend der höchst gelegene "highway single-tube tunnel" über 10,000 feet (3048 m) auf der Erde.
    Um 20:30 Uhr sind wir endlich in Manali. Die honeymooner steigen in einem Guesthouse eines Freundes ab und nehmen mich einfach mit. Ich bekomme ein tolles Zimmer für 1200 INR.
    Ich bestelle mir noch was zum Essen und falle platt ins Bett!
    Was für ein Tag 🙋🏻‍♂️.
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  • Manali (@2050m)

    October 1, 2023 in India ⋅ 🌙 12 °C

    Die Nacht in Manali war ein Traum! Totale Ruhe. Um 9 Uhr lass ich mir Frühstück auf mein Zimmer bringen und checke gegen 10 Uhr aus. Die honeymooner sehe ich nicht mehr 🫢.
    Manali ist ganz nett, zwar ziemlich touristisch, dennoch schöner als gedacht und wie andere beschreiben. Die sog. "Mall-Road", eine Fußgängerzone" ist wohl eine Attraktion unter den indischen Gästen. Dort besorge ich mir ein Ticket für einen Nachtbus nach Delhi für sagenhafte 2000 INR (ca. 23 €). Um 18 Uhr soll es losgehen vom sog. Volvo-Bushof, der ca. 1 km vom Zentrum entfernt ist.
    Für den restlichen Tag streune ich ziellos durch die Stadt und lass mich mit dem Tuk-tuk in das 1 km entfernte "Old Manali" fahren, das malerisch am Hang liegt. Dort ist es richtig entspannt, es herrscht schon ein leicht Goa-ähnliches Lebensgefühl. Es gibt viele Cafés am Flussufer und ein paar kleine Tempel. Bei einem Bäcker kann ich dem Duft der Zimtschnecke nicht widerstehen 😅.
    Zum Abschluss lass ich mir ein "Aloo Mutter" servieren - lecker!
    Gegen 17 Uhr geht's zum sog. Volvo-Bushof. Dort angekommen, herrscht wildes Treiben und ein local hilft mir, den Bus zu finden. Der Fahrer meint aber, der fährt heute nicht 🫣, ich soll doch bei der Reiseagentur nachfragen, wo ich das Ticket gekauft habe 🤔. Also wieder zurück im Sauseschritt zur Mall-Road, wo mir verkündet wird, dass der Bus erst um 19:30 Uhr fährt, mit neuer Busnummer - puuh, geht ja noch!
    Um 19 Uhr geht's dann wieder zum Volvo-Bushof, wo der neue Bus schnell ausfindig gemacht werden kann.
    Um 19:30 Uhr geht's dann los im total bequemen und bis jetzt noch halb leeren Luxusbus in Richtung Delhi!
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  • Manali -> Delhi

    Oct 2–3, 2023 in India ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Bus ist der Hammer. Man hat eine Art Schalensitz, den man auf 145° neigen kann, ohne das der Hintermann groß in Bedrängnis kommt. Die Beinfreiheit ist ausreichend und es besteht kein Schulterkontakt zum Nachbarn, wie bei den Bussen im Spiti Valley. Ich bin begeistert!
    Die Abfahrt ist pünktlich um 19:30 Uhr und jeder bekommt noch eine Flasche Wasser. Der Bus schnurrt leise ohne Geklapper 😅, was für eine Wohltat!
    Am Staudamm von Pandoh gibt's einen Stau. Die Straße wird einspurig und ist eigentlich nur ein besserer Feldweg. Die Schäden wurden durch massive Erdrutsche verursacht, während des starken Monsunregens in den letzten Monaten. Unser Busfahrer meistert das aber prima. Er fährt mit viel Gefühl und schafft die Haarnadelkurven runter zum Staudamm mit viel Geschick!
    Gegen 23 Uhr gibt es die erste und letzte große Rast - Essen fassen, Pippi machen usw. Danach herrscht Ruhe, die letzten Fahrgäste sind eingestiegen, der Bus ist voll und man versucht zu schlafen. Das gelingt überraschend gut. Ich wache gegen 5 Uhr auf - wir sind Delhi schon ziemlich nahe und die Sonne geht langsam auf!
    Nach knapp über 11 Stunden und 500 km ist Endstation am "Kashmer Gate" in Delhi. Alle kramen ihre Sachen zusammen und verlassen den Bus. Ich auch!
    Willkommen in Delhi ..👍👏🙋🏻‍♂️.
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  • Welcome to Delhi

    October 2, 2023 in India ⋅ ☀️ 22 °C

    Im "North Delhi District" von Delhi (einer von insgesamt 11 Distrikten) ist Endstation meines Nachtbusses aus Manali. An der Brücke zum "Kashmere Gate ISBT", steige ich aus und atme erschreckend klare Delhi-Luft ein - kein Smog!
    Das "Kashmere Gate" ist ein großer Verkehrs-Knotenpunkt in Old Delhi. Neben dem Interstate Bus Terminal (ISBT), gibt's hier eine große Metro-Station, wo sich 3 Linien kreuzen.
    Das Gewusel ist der Hit. Nach fast 14 Tagen im abgelegenen Kinnaur-Distrikt/ Spiti-Valley, wird man fast erschlagen von der Menschenmenge. Ich bin noch keine 5 s aus dem Bus und der erste Inder hängt mir an den Fersen, um mir seine Dienste anzubieten. Ich winke mehrmals ab und gehe über eine Fußgänger-Überführung zum ISBT-Gebäude, dass ich erst durch Nachfrage finde. Es gibt einen fragwürdigen Röntgen-Scan. Anfangs ist im Gebäude alles gut beschriftet, verliert sich dann aber. Das Gebäude muss dann auf der anderen Seite verlassen werden 🤔, um anschließend in das benachbarte Metro-Gebäude zu gelangen. Wieder ein Sicherheits-Check! Dann bin ich drin 👍. Am Ticket-Schalter gibt's nach anfänglichem Gerangel, was die Inder irgendwie mögen, ein Ticket zum "New Delhi Station" für 10 INR. Die "Yellow Line" ist die meine! Ich brauche ziemlich lange, um zu kapieren, dass die Wegweiser zum Bahnsteig nicht an der Decke hängen, sondern am Boden. Große gelbe Fußabdrücke weisen den Weg! Alles sieht top modern aus. Dann bin ich in der sehr sauberen Metro, die mich zum Bahnhof in New-Delhi bringt. Wenn man bedenkt, dass die erste Metro-Linie schon 2005 in Betrieb genommen wurde, ist alles super gut erhalten - Lob an das "maintenance team"!
    Am Ausgang der Metro muss nochmals das Ticket am Drehkreuz gescannt werden, dann darf man raus.
    Am Bahnhof überquere ich die unzähligen Gleise über eine Fußgänger-Überführung. Dann bin ich auf der Straße vor dem Bahnhof - was für ein Chaos! Jeder will mir seinen Fahrservice anbieten. Ausländer sind ein heiß begehrtes Ziel, um gutes Geld zu verdienen 😅.
    Ich habe es aber nicht weit und gehe zu Fuß. Die "Main Bazar Road" im Paharganj-Viertel ist mein Ziel für die Zimmersuche. In einer etwas dunklen Seitengasse finde ich zufällig das "SmyleInn" und checke für 1500 INR inkl. Frühstück ein. Das Zimmer ist gut, das Bad mit seiner Breite von ca. 1 m ist dann eher der Knackpunkt, wie fast überall in Indien 😉. Dafür ist der Wasserdruck gewaltig - beste Dusche in Indien 👍. Das Zimmer hat kein Fenster nach draußen, sondern nur zum Flur. Für Europäer gewöhnungsbedürftig, aber in Indien nicht selten. Dadurch hat man deutlich weniger Straßenlärm und kann besser schlafen 😉👍.

    Delhi, 7:30 Uhr - läuft heute, Leute 👍👏🙋🏻‍♂️.
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  • Delhi: A Walk to Mantar Jantar

    October 2, 2023 in India ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach dem Check-in im "SmyleInn" geht's nach etwas Ruhe, ins Getümmel, was um diese Zeit noch nicht sonderlich ausgeprägt ist. Anscheinend ist heute ein Feiertag - Mahatma Gandhi Jayanti (Mahatma Gandhi's Geburtstag).
    Mein erstes Ziel ist das "Jantar Mantar", ein astronomisches Observatorium aus dem 18. Jhd, das auf Befehl des Großmoguls Mohammed Shah erbaut wurde. Auf dem Weg dahin, werde ich von drei verschiedenen Indern angesprochen, die mich jeweils ein Stück begleiten und mich zu einem Shop führen wollen. Ich bin dankbar für die Konversation, lehne dann aber bestimmend ab und sie gehen ihrer Wege 😉. Der Weg führt vorbei am "Connaught Place", der wegen des Feiertags fast menschenleer ist. Am Observatorium werden stolze 300 INR fällig, um die verschiedenen "Geräte" zur Bestimmung der Uhrzeit, Sonnenstand usw., zu bewundern. Indische Gäste bezahlen im übrigen 25 INR. Ein wenig spiele ich Fotograph für indische Pärchen und genieße die Ruhe im Schatten. Beim Verlassen der Anlage muss das Ticket wieder abgegeben werden, warum auch immer - also nicht in der Anlage wegwerfen 😉.
    Zum Schluss gibt's noch ein Eis am Ausgang - keine Sorge, kein frisches, sondern abgepacktes a la "Magnum". Man will sich ja nicht den Rest des Tages versauen 😅.
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  • Delhi: Agrasen ki Baoli (Stufenbrunnen)

    October 2, 2023 in India ⋅ ☀️ 30 °C

    Einen knappen Kilometer entfernt vom Mantar Jantar, findet man den Stufenbrunnen "Agrasen ki Baoli" vor. Da es keine historischen Überlieferungen gibt, ist nicht klar, wer ihn erbaut hat und wann. Die Architektur weißt aber auf das 14. Jhd. hin. Man glaubt, das der legendäre König Agrasen den Bau beauftragt hat.
    Obwohl einiges los ist, kann man die Ruhe des 60 m langen und 15 m breiten Brunnens im Schatten der großen Bäume genießen!
    Mir gefällt's! Es ist ein schöner, nicht so bekannter Spot 👍.
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  • Delhi: Old Delhi / Jama Masjid

    October 2, 2023 in India ⋅ ☀️ 33 °C

    Von New Delhi fahre ich mit der Metro nach Old Delhi zur Jama Masjid, mit der gleichnamigen Station. Dieses Mal kostet die Fahrt 20 INR - warum auch immer 🤔.
    In Old Delhi ist das Chaos auf den Straßen ausnahmslos anstrengend. Man hupt andauernd und muss sehr auf der Hut sein, nicht von Tuk-Tuks, Radfahr-Rickshaws oder Mopeds angefahren zu werden.
    Ich brauche erst mal was zu Essen was hier kein Problem ist. Auf Grund der Sprachbarriere aber schon. Ich suche mir in einer der zahllosen Garküchen am Straßenrand etwas vom Grill aus, nennt sich "Kebab bla bla" - nehme ich. Dabei wird das Fleisch um ein Eisen gepresst und anschließend gegrillt. Optisch sieht der Läden semi aus - also Mut zur Lücke!Schmeckt alles prima, leicht scharf und etwas Fladenbrot dazu für 110 INR.
    Frisch gestärkt, erklimme ich die Freitreppe der Jama Masjid - der größten Moschee Indiens, die bis zu 25.000 Gläubige aufnehmen kann - die direkt gegenüber meiner 'Imbissbude" liegt. Am Eingang wollen die Jungs stolze 300 INR, die aber auf Nachfrage nur für nicht-indische Staatsbürger fällig werden 😕. Alle anderen zahlen nichts! Finde ich etwas "diskriminierend" und lehne dankend ab. Wenn man bedenkt, dass man nur auf den fast quadratischen Platz von ca. 90x90 m darf und nicht in die Moschee selber.
    Ich schlendere noch durch die Gassen in der Nähe der Moschee und mache es mir dann auf den Stufen der Moschee im Schatten bequem, um die Szenerie zu beobachte. Durch den Feiertag ist viiiel los.
    Langsam überkommt mich die Müdigkeit - wenig Schlaf im Bus.
    Bevor es mit der Metro zurück geht, gibt es noch einen Mandarinen-Saft von der Straße für 20 INR - direkt um die Ecke der Moschee. Lecker, inkl. Smalltalk! Natürlich will mir dabei wieder ein Inder seinen Spezial-Service anbieten, mit Sightseeing und spektakulärem Shopping Erlebnis - sorry, zu müde 😉.
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    Old-Delhi, immer wieder ein Knaller - da tobt das Leben! Würde es nie auslassen, wenn man in Delhi ist - am besten auf eigene Faust 👌.
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  • Good Morning Delhi

    October 3, 2023 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Mega geschlafen! Das Zimmer ohne Fenster scheint sich bezahlt zu machen. Frühstück gibt's im Nachbarhaus, ein paar Meter weiter in der immer enger werdenden Gasse. Dafür aber aber auf dem Dach! Es gibt eine Mischung aus indischem und kontinentalem Frühstück und ein Kaffee, der sich sehen lässt. Dem Geräusch nach, stammt er aus einem Vollautomat 👍😅.
    Im großen und ganzen halten sich hier vor allem Westler auf, außer einem Inder, der sich ungefragt an meinen Tisch setzt. Manieren haben die 😅😉.
    Zum Schluss gibt's noch einen Café gratis drauf - normalerweise müsste der bezahlt werden, so daß Personal, aber ausnahmsweise gibt's den auf's Haus 👍.
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  • Delhi: Daily Life in Paharganj

    October 3, 2023 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Nachdem Frühstück checke ich kurz vor 11 Uhr aus und deponiere mein Rucksack an der Rezeption bis heute Abend.
    Ich erkunde etwas die nähere Umgebung und das wilde Leben drum herum. Schon irre, was da so auf und an der Straße abläuft 🤔. Gleich neben meiner Unterkunft entdecke ich eine alte Moschee, die wohl "out of order" ist 😅.
    Daneben wird auch gleich ein alles-in-allem Markt betrieben. Ohne "Hello Sir, try try" geht hier gar nichts. Jeder will mir etwas verkaufen.
    Dennoch herrscht eine "entspannte" Atmosphäre, zumindest für indische Verhältnisse 😉. Wenn da nicht immer das Gehupe wäre 😕.
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  • Delhi: Regierungsviertel / India Gate

    October 3, 2023 in India ⋅ ☀️ 34 °C

    Weiter geht's über fast unüberwindbare Straßen. Ich aber den "Dreh" raus - abgeguckt, von locals 😉. Einfach los laufen, sobald eine Lücke da ist und bestimmend die Hand heben und zügig weiter laufen - bloß nicht stehen bleiben 😅. Klappt, bis zu 4-spurigen Straßen, die schnell mal 6-spurig werden.
    So komme ich unbeschadet über den heute vielbefahrenen "Connaught Place" ins Regierungsviertel.
    Das neue Parlament wurde erst vor ein paar Tagen in Betrieb genommen. An der riesigen Außenmauer, die bis zu 15 m hoch ist + 2 m Stachelzaun, wird noch gearbeitet. Das hat etwas von der "Innerdeutschen Mauer", fehlen nur noch die Selbstschussanlagen und der Todesstreifen. Modi arbeitet da sicherlich noch dran 🤔. Sieht auf jeden Fall nicht volksnah aus!
    Danach geht's zur offiziellen Residenz des Präsidenten. Da hat man aber nur Zugang nach vorheriger Online-Registrierung. Die Verbindungsstraße führt direkt zum "India Gate", ein 42 m hoher Triumphbogen zu Ehren der gefallenen indischen Soldaten im Ersten Weltkrieg.
    Danach ist Schluss mit lustig. Ich gehe wieder zurück in das Paharganj-Viertel und mache es mir in einem roof-top Restaurants gemütlich. Zum Abschluss gönne ich mir noch ein Lassi, Vegie- Pakoras (frittierte in Teig gehülltes Gemüse) und ein Bierchen.
    Dann ist Schluss für heute und Indien 👍.
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  • Delhi -> IGI Airport: Showtime 😄

    Oct 3–4, 2023 in India ⋅ 🌙 24 °C

    Um 17 Uhr geht's zurück zum SmyleInn, um meinen Rucksack zu holen. Und man glaubt es kaum, da liegt mein T-Shirt auf meinem Rucksack, dass ich eigentlich absichtlich im Zimmer liegen gelassen habe, um es der Belegschaft zu "schenken" 🤣.
    Der Weg zum New Delhi Bahnhof kenne ich mittlerweile auswendig und auch das überqueren mehrspuriger Straßen klappt prima. Am Bahnhof erfolgt der erste Röntgen-Scan meines Rucksacks und von mir. Es piept, keiner kümmert sich drum - sieht nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aus! Die gefühlt 2 Millionen Gleise überquere ich wieder über die Fußgänger-Brücke, dann geht's in die Metro-Station - natürlich nicht ohne Scan meines Rucksackes und mir. Auch interessiert das Piepen niemand!
    Ich folge den orange-farbenen Fußabdrücken, die für den Airport-Express stehen, kaufe ein Ticket für 60 INR und stehe dann auch schon am passenden Bahnsteig.
    Nach 20 Minuten bin ich am Airport. Vor dem Eingang zur Abflug-Halle erfolgt ein Check meines online Boarding Pass. Der Punjabi in Uniform ist leicht überfordert. Der Scan zeigt nix auf seinem Bildschirm an. Er überprüft meinen Reisepass und versucht meinen Boarding Pass auf meinen Smartphone hin und her zuschieben. Ich versichere ihm, es ist nur diese eine Seite gibt. Dann lässt er mich ins Gebäude 🤭🫣😅🤣. Der Typ hatte Null Ahnung 👍. Wieder eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, dieses Mal in Uniform!!
    Für die Ausreise geht's zur "Immigration". Dort angekommen, erklärt mir der Offizielle, dass ich ein Hardcopy Boarding Pass brauche! What?? Delhi, Hauptstadt braucht noch ausgedruckten Boarding Pass? Willkommen in der Steinzeit!
    Also wieder zurück und warten, bis der LH Schalter um 21 Uhr aufmacht, sagt mir eine nette LH Mitarbeiterin. Ich habe ja Zeit!
    Nach einer halben Stunde kommt ein junger Mann im Konfirmanten-Anzug auf mich zu und bittet mich mitzukommen - er hilft mir den Boarding Pass am Automaten auszudrucken! Ja geht doch. Dann schwafelt er etwas von Password. Häää? Verstehe nur Bahnhof. Ich antworte Passport? Er: yes, Password! 🤣😅👏👍.
    Könnten die mal etwas an ihrer Aussprache arbeiten??
    Danach brauche ich nur einen Stempel auf meinem ausgedruckten Boarding Pass, warum auch immer! Das dauert natürlich wieder Minuten! Der andere Kollege übernimmt das und drückt dann einen Stempel der SWISS Air drauf 🤔.
    Ganz großes Kino hier!!! So vergeht die Zeit wenigstens schnell 😅.
    An der Immigration geht es mit dem ausgedruckten und gestempeltem Boarding Pass zack-zack. Jedoch muss noch ein Foto von mir gemacht werden und die Kamera ist beim Anblick meines Gesichts in Streik getreten 🫣. Das System muss neu gestartet werden, dann klappt es auch! Bin raus aus Indien 👍👏.
    Jetzt noch "schnell" den Security Check. Die Schlange ist moderat, bin nach 5 min schon dran. Ich gehe durch den Scanner, piepst wie Teufel. Special Control! Es piepst am linken Knie. Zipper erwähne ich. Der Typ mit seinem Zauberstab nickt. Rechtes Knie piepst auch. Zipper wiederhole ich mich. Er nickt wieder. Meine Schuhe piepsen auch, warum auch immer. Ich bin ratlos, der Typ mit seinem Zauberstab auch und lässt mich durch 👌🤭😄.
    Ganz, ganz großes Breitwand-Kino! Jetzt bin ich beruhigt um meine Sicherheit.

    Ich werde mit den Indern nicht so richtig warm 😕😓. Indien ist und bleibt für mich eine dritte Welt Bananenrepublik - Schade eigentlich 😔.

    So, jetzt zu Gate 15. Aber wo ist das? Zu Gate 1 - 14 geht's nach rechts, Gate 17 - 26 nach links? Ich frag mal nach. Ganz einfach, gerade aus! Wozu braucht man da ein Wegweiser 😅!
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  • DEL -> FRA

    October 4, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Die 747-400 ist um 1 Uhr aus Frankfurt kommend in Delhi gelandet - 10 min Verspätung. Das ist die Maschine, die uns nach Frankfurt bringen soll. Alles weißt auf einen pünktlichen Start hin. Die Crew steigt schon mal ein, danach sind wir dran - alles sehr gut organisiert hier, besser als in Frankfurt!
    Um 3:20 Uhr heben wir ab und verlassen indischen Boden.
    Sobald wir die Flughöhe erreicht haben, gibt's ne Kleinigkeit zu Essen und Trinken. Danach ist Schlafenszeit, die auch ich ausgiebig nutze. Ich werde nach 4 Stunden wieder wach - hatte ich schon lange nicht mehr 👍.
    Kurz vor der Landung serviert man uns ein ausgiebiges Frühstück. Touch down in Frankfurt ist gegen 8:10 Uhr 👏👌.
    Das Aussteigen verläuft ruhig und ich bin in 5 min bei den Grenzschützern. Die Passkontrolle für EU Bürger verläuft voll automatisch und reibungslos. Um 8:25 Uhr stehe ich an der S- Bahn. Das ist - glaube ich - Rekordzeit! Da ist sie wieder, die deutsche Gründlichkeit 😄🙋🏻‍♂️.

    Willkommen zurück, was für ein Trip 👌👍👏😄.
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  • Fazit: Spiti Valley / Spiti Loop

    October 4, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Was für ein Trip - 1500 km und unzählige Höhenmeter in 14 Tagen!

    Delhi - Shimla - Reckong Peo/Kalpa - Tabo - Dhankar - Demul - Kaza (Langza, Komic, Hikkim) - Key - Kibber (Chicham, Gette) - Kaza - Manali - Delhi.

    Kann ich allen empfehlen, die gerne individuell reisen und sich auf das Ungewisse einlassen möchten/können.

    Den Loop mit den öffentlichen Bussen zu machen, war für mich eine gute Entscheidung. Wenn auch manchmal etwas anstrengend, wegen den engen Sitzen (5 Sitze in einer Reihe) und Verzögerungen durch Pannen oder temporäre Straßensperrungen infolge Erdrutsche oder plötzlichem Schneeeinbruch. Dennoch bin ich immer am gewünschten Tag ans Ziel gekommen. Einen Puffertag zu Verfügung zu haben, ist trotzdem kein Fehler!
    Mit kleinem Gepäck zu reisen, ist in den Bussen von großem Vorteil, da man eh nicht viel Platz in den 5er-Sitzreihen hat.

    PROs:
    ======
    >> "Langsame" Anreise mit lokalen Bussen, die eigentlich für die Einheimischen da sind und nicht für Touristen. Deshalb fahren sie auch eher selten oder zu ungünstigen Zeiten. Man hat vom Bus eine spektakuläre Aussicht auf die Berge und Schluchten, vorausgesetzt man sitzt am Fenster. Die durchschnittliche Geschwindigkeit von geschätzten 25 km/h entschleunigt ein wenig und man kann die Landschaft gut genießen!

    >> Die Berge und Schluchten sind atemberaubend. Im Kinnaur-Tal überwiegt noch das Grün der Bäume. Im Spiti-Valley übernimmt dann der Fels die Dominanz!

    >> Zimmer vor Ort zu finden, ist sehr einfach und man braucht nicht vorab zu " buchen". Viele Homestays haben dennoch ihre Telefonnummer in Google Maps hinterlegt, so dass man sie über WhatsApp anschreiben kann - es ist kein Booking.com notwendig 👍. Die Betreiber der Gästehäuser melden sich in der Regel sehr schnell.

    >> Das Essen ist eine Geschmacksexplosion! Der Schärfegrad ist für meinen Geschmack eher "mild", was mich sehr gewundert hat. Entweder wird im Norden von Indien weniger scharf gewürzt oder ich habe mich einfach daran gewöhnt bzw das Alter stumpft ab 😉.

    >> Wer wandern möchte, ist im Kinnaur- und Spiti-Valley gut aufgehoben. Im Spiti-Valley kann man in Tagestouren von einem zum anderen Bergdorf auf 4000+ Höhenmeter wandern. Wer eine Pause einlegen möchte, kommt mit den Einheimischen gut per Anhalter weiter.

    CONs:
    ======
    >> Plastikmüll ist ein riesen Problem! Sogar in den Bergdörfern oberhalb 4000 m findet man Plastikflaschen und Chipstüten herumliegen. Oft von den Einheimischen selbst achtlos weggeworfen - leider mehrmals mit eigenen Augen gesehen! Müll wird auch in großem Maßstab in Schluchten entsorgt.

    >> Die Akklimatisierung kann länger dauern, als gedacht, wie ich schmerzlicherweise während meiner Wanderung von Dhankar nach Demul feststellen musste 😓.

    >> Die Kommunikation mit den Einheimischen ist schwierig, da sich mein Hindi auf Namaste beschränkt und deren Englisch in der Regel sehr rudimentär ist

    Mit einer Reisezeit von 14 Tagen ist es mit den öffentlichen Bussen, meiner Ansicht nach, nicht zu schaffen, alle interessanten Spots auf dem "Spiti Loop" zu entdecken. Sangla und Chittkul, die in einem Seitental in der Nähe von Reckong Peo (Kinnaur-Distrikt) liegen, habe ich gleich von Anfang an gestrichen. Ebenso das Pin-Valley, das in der Nähe von Dhankar vom Spiti-Valley abzweigt.
    Die Wanderung auf den knapp 6000 m hohen Kanamo-Peak war nicht mehr drin. Die Akklimatisierung (ohne Hilfsmittel) dauerte länger, als der Laie so dachte 😉.
    Chandrataal, der sagenumwobene See auf 4400 m, wäre möglich gewesen, jedoch hätte ich dann keinen Puffertag mehr gehabt. Außerdem kam es zum Schneeeinbruch, so daß das Camp am See geschlossen werden musste.
    Alles in allem, wären 3 Wochen für mich optimal gewesen - aber eben nicht möglich 😉!

    Wie kam ich auf dieses etwas "off the beaten track" Destination?
    "Natürlich" über Umwege anderer "off the beaten track" Blogs. So findet man zwei Inder 😏, die über das Tal berichten und Tipps geben, wie man es bereisen kann.
    Links:
    https://devilonwheels.com/spiti-valley-faqs-pla…
    https://vargiskhan.com/log/tag/spiti-itinerary/
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  • Tödlicher Straßenverkehr in H.P. / India

    January 25, 2024 in India ⋅ ☁️ 14 °C

    Der indische Straßenverkehr, der zu den verkehrsreichsten der Welt gehört, ist sicherlich nicht der sicherste auf unserem Planeten. Auf meiner knapp über 1000 Straßenkilometer langen „Rundreise“ mit öffentlichen Bussen und per Anhalter, sind mir immer wieder verunfallte Autos, Lkw und Busse aufgefallen, die am Straßenrand abgestellt oder in Schluchten gestürzt sind. Involviert war ich glücklicherweise in keinen Unfall - nur Pannen!
    Dabei habe ich mich immer wieder gefragt, wie hoch die Unfallquote im Bundesstaat Himachal Pradesh ist. Deshalb war ich auf die ersten Zahlen der Polizei "gespannt". Der offizielle Bericht des entsprechenden Ministeriums wird noch eine Weile dauern - die Mühlen drehen sich da deutlich langsamer 😉.

    Indischer Straßenverkehr 2022: -------------------------------------
    Reg. Neuwagen ...ca. 3.8 Millionen
    Straßennetz ……... ca. 5 Millionen Km
    Unfälle: .................. 461.000
    Verletzte ……....….. 443.000
    Tote …………............. 168.000

    D. h., alle 3,5 min stirbt in Indien ein Mensch durch einen Verkehrsunfall 🫢 - unglaublich! Der Bundesstaat Tamil Nadu ist seit mehreren Jahren Spitzenreiter bei der Zahl an Verkehrsunfällen. Uttar Pradesh beklagt 2022 die höchste Zahl an Verkehrstoten in Indien. Überhöhte Geschwindigkeit ist in ¾ aller Fälle die Hauptursache.

    Himachal Pradesh:
    ----------------------
    Im Jahr 2023, registrierte die Polizei im Bundesstaat Himachal Pradesh, mit seinen knapp 7 Millionen Einwohner, 2.255 Unfälle, mit 3.542 Verletzten und 882 Todesfällen. Das ist zwar ein Rückgang von ca. 13% zum Vorjahr, aber immer noch beachtlich.
    Im Vergleich dazu erwartet Deutschland, mit seinen 80 Millionen Einwohnern, für das Jahr 2023 (die Zahlen sind noch vorläufig) ca. 2,5 Millionen Verkehrsunfälle mit ca. 2.800 Verkehrstoten. D.h., grob gerechnet und bezogen auf die Einwohnerzahl, sind das ca. 100% mehr Verkehrsunfälle und ca. 360% mehr Verkehrstote im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh im Vergleich zu Deutschland.

    Ehrlich gesagt, da hätte ich einen größeren Unterschied erwartet!

    Und ja, ich weiß, man muss noch die Zulassungszahlen und die Straßenkilometer mit rein rechnen, die sich in Indien im knapp 2-stelligen Prozentbereich jährlich erhöhen können. Aber grob gibt es einem ein Gefühl, wie die Lage vor Ort ist.

    Also, Augen auf im Straßenverkehr und bleibt gesund 🙋🏻‍♂️!

    Quellen:
    :: https://theprint.in/india/road-accidents-declin… - https://www.statista.com/topics/5982/road
    - accidents-in-india/#topicOverview
    :: https://www.indiatoday.in/india-today-insight/s…
    :: https://www.business-standard.com/india-news/13…
    :: https://www.statista.com/topics/5982/road-accid…
    :: https://www.dw.com/en/why-are-indias-roads-so-d…
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    Trip end
    October 4, 2023