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- Day 1
- Thursday, September 14, 2023 at 6:47 AM
- 🌧 25 °C
- Altitude: 9 m
Sri LankaPrice Park6°56’19” N 79°51’15” E
Frankfurt - von hier aus in die Welt.

Wie schön, dass es auf den Langstreckenflügen neben Tomatensaft und warmen Essen auch die Boardunterhaltung gibt. Hier kann man sich berieseln lassen, von Action über Komödie oder doch ein Drama. Und meistens entscheide ich mich für die etwas anstrengende Kost. Und diesmal war es der Film "Der vermessene Mensch" - eine Erzählung über den Genozid an den Ovaherero und anderen Volksstämmen in der ehemaligen Kolonie Südwestafrika geführt durch die Deutschen zwischen 1904 und 1908. Noch immer befinden sich dutzende Schädel und andere Raubkunst aus dieser Zeit in unseren Archiven. Die Auseinandersetzung mit der/unserer Kolonialgeschichte ist mir durch diesen beeindruckenden Film nochmal bewusst geworden und ich habe einen kleinen Einblick bekommen, dass dieses gesellschaftliche Erbe hier und dort aufgearbeitet werden muss und nicht einfach vergessen werden darf.... eine klare Empfehlung dieses Filmes!Read more
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- Day 2
- Friday, September 15, 2023
- ⛅ 30 °C
- Altitude: 10 m
Sri LankaEttukala7°14’16” N 79°50’36” E
15.9.23 Negombo für eine Nacht

15.9.23, Ankunft in Negombo
Hallo ihr Lieben alle,
Schön, dass ihr dabei seid.
Wir sind heute morgen um 4.35 Uhr gelandet und hundemüde ins Bett gefallen. Zum Glück gab's den Early Check in. Nun sortieren wir uns ein bisschen, schlendern ein bißchen durch die Straßen, genießen frische Säfte und die warm-tropische Luft. Der Schlachtplan für die nächsten Tage wird bald entwickelt. Den Nachmittag/Abend werden wir mit einer kleinen Erkundungstour durch Negombo ausklingen lassen.
Wer ist eigentlich "wir"?
Julia und ich :)
Wir haben uns vor einigen Tagen über Facebook kennengelernt, Julia genießt ihr Sabbatical und startete vor 3 Wochen in Indien mit einer traditionellen Hochzeit. Nun steht das nächste Reiseland an und wir werden mal schauen, wie wir die kommende Zeit miteinander verbringen. Wird es einen Tripp in den hohen Norden (Jaffna)? Erklimmen wir den Adams Peak? Finden wir einen Ort zum Meditieren oder für eine Ayurveda Behandlung? Lernen wir Surfen? Sehen wir Leoparden? Von wo nach wo fahren wir mit dem Zug durchs Hochland? Welche Teeplantage machen wir zu erst unsicher?
Die Planung läuft ...Read more
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- Day 3–4
- September 16, 2023 - September 17, 2023
- 1 night
- ☀️ 33 °C
- Altitude: 170 m
Sri LankaDambulla Rock7°51’34” N 80°38’35” E
16.9.23 Von Negombo nach Dambulla

Bei tropischen Temperaturen haben wir gut geschlafen und wollten morgens unsere Route planen. Doch ist es von Negombo gar nicht so einfach Anuradhpura anzusteuern, sodass wir nach einigem Hin- und Herüberlegen uns den Luxus eines privaten Tuktuks nach Dambulla gönnten (Ab morgen muss ich wieder sparen 🫣). Der 63jährige Stanly fuhr mit uns 160km knatternd durchs Land, vorbei an Reisfelder, Kühen am Straßenrand, Obsthändlern rechts und links sowie Affen. Kleine Städte waren auch dabei. Anders als man es vielleicht erwarten würde, geht es hier bis jetzt sehr gemächlich zu, das Land ist angenehm sauber und die Menschen sehr freundlich. Am ehesten ist es noch gewöhnungsbedürftig immer und immer wieder die vielen Angebote von Taxifahrten bis Ausflugszielen und Kleinigkeiten zu Essen abzulehnen. Eigentlich ist man den ganzen Tag damit beschäftigt immer nur "nein/nein danke/später/wir haben schon/kein Interesse" o.ä. zu sagen. Vielleicht muss man aber auch irgendwann aufs Ignorieren übergehen. Das ist aber nicht so mein Ding.
Dambulla ist bekannt für seine Felsen-Höhlen, in denen sich zahlreiche Buddha Figuren befinden. 20 Minuten stapften wir in der untergehenden Sonne hinauf und bestaunten die Höhlenmalereien, die die goldenen Buddha Figuren umgeben. Der größte liegende Buddha (15 Metern Länge) wurde besonders angebetet.
Von hoch oben des Felsens hat man einen wunderbaren Ausblick auf das umliegende Land. Es scheint grün, saftig, Seen dazwischen, Hügelreich und in der Ferne sieht man sogar den berühmten Felsen von Sigirya. Vielleicht geht es dort morgen zum Sonnenaufgang hin.
Nun werden wir uns in unserem Guesthouse ersteinmal mit einem Sri Lankanischen Abendessen verwöhnen lassen...Read more
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- Day 3
- Saturday, September 16, 2023
- ☀️ 25 °C
- Altitude: 274 m
Sri LankaDambulla Rock7°51’24” N 80°38’55” E
16.9.23 Dambulla Cave Tempel

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- Day 4–6
- September 17, 2023 - September 19, 2023
- 2 nights
- ☁️ 30 °C
- Altitude: 278 m
Sri LankaSigiri Rock7°57’26” N 80°45’37” E
17.9.23, Sigiriya, Lions Rock u.v.m.

Die Nacht war kurz; um 4.30 Uhr haben wir uns aus dem Bett geklingelt, um die aufsteigende Sonne von dem berühmtesten Felsen Sri Lankas zu bestaunen. Der Monolith trohnt über dem grünen Umland, in der Ferne zeichnen sich andere Bergmassive ab.
Anfangs noch im Dämmerlicht durchqueren wir den Wasser- und den Felsengarten von Sigiriya (=Lions Rock) und erklimmen in Windeseile ca. 1200 Stufen bis auf den Gipfel. Die steile Eisentreppe wird von 2 Löwenklauen gesäumt, welche der Ärchäologischen Stätte den Namen gibt. Bereits ca. 400 nach Christus wurde die ehemalige Buddhistische Pilgerstätte von dem damaligen König zu seinem Palast erklärt. Auf (!) dem Felsen sind noch immer die Ruinen seines Palastes und Thrones zu erkennen. Von hier aus muss er jeden Morgen diesen imposanten Ausblick über saftig grüne Dschungel gehabt und seine Stadt zu Füßen kontrolliert haben. Auf halber Höhe des Felsen haben wagemutige Künstler in frühen Epochen die Haremsfrauen barbusig (Mit sehr wohlgeformten Brüsten!) In die Felsenwand gemalt. Fotos dürfen nicht gemacht werden. Gilt das bereits als Pornografie? Unter diesen beeindruckenden Malereien (vorallem ist mir unklar wie mehr als 600 Jahre zuvor dort jemals ein Mensch hingekommen sein soll) liegt die Mirror-Wall, die den Namen wegen ihren hochpolierten Putzes trägt. In ihr spiegelt sich die Sonne und die gegenüberliegende bemalte Felsenwand wieder. Es wurden auf der Felsenwand Inschriften aus dem 4. Jhd. Entdeckt, wie die Menschen den fantastischen Blick auf die umliegenden Landschaft wahrnehmen. Mit einem Umweg über die Kobra-Höhle, die Audience Halle und das Museum erreichten wir wieder das Auto von unserem Gastgeber (Rock View Guesthouse, Name: Uppu, Beruf: Lehrer, Fach: Buchführung für die 10. Bis 13. Klasse), der uns den ganzen Tag die Umgebung zeigen wollte.
Kurze Frühstückspause um 10 Uhr morgens (es kam uns vor wie 13 Uhr) mit traditionellem Kottu, Abstecher zur Schule unseres Gastgebers und weiter gings zu einer von mir befürchteten Touristenfalle: eine Dorftour. Nach einem kurzen Ritt auf der Kutsche mit einem Bullen vorne dran, dachte ich noch, dass das ein Reinfall wird. Doch der nette, kaum englisch sprechende Dorfbewohner schipperte uns noch über einen See, band eine Kette aus einer Wasserlilie für uns und brachte und zu einer Cooking-Class. Wir konnten der Dorfbewohnerin über die Schultern schauen, wie sie ein Linsendahl, eine Kokosnuss-Sambal-Sauce, Roti und kleine Küchlein für uns zubereitete. Sie zeigte uns, wie wir eine Kokosnuss von ihren Fasern befreien, wie diese ausgehöhlt wird, wie daraus Kokosmilch wird, wie wir Kokos mit Chilli und Tomaten zum Sambal zermörsern und wie der Vollkornreis enthäutet wird, um sauberen weißen Reis zu erhalten. Zudem erlernten wir eine ganz neue Technik, wie man ein Messer benutzen kann. Als wäre das nicht genug tischte sie zum Mittag bestimmt 8 verschiedene Gerichte auf und unbekannte Früchte auf - neben Guave auch Wood Apple (google!).
Eine kurze Überlegung, ob uns das für den Tag reicht, führte uns dazu, den benachbarten Hügel Pidurangaia (und Kloster) zu erklimmen/erklettern, um von dort aus den Monolithen Sigiriya zu bestaunen.
Zu guter Letzt stoppten wir an einem Kräuter- und Gewürzgarten und wurden fast 1,5 Stunden über die ayurvedische Kräuternaturkunde und Medizin aufgeklärt. Leider ist nicht so viel hängengeblieben wie gewünscht. Doch in Erinnerung ist mir geblieben, wie lecker die Blätter des Ceylon Zimt-Baumes und das Vanille Extrakt sind (beides ist von Natur aus süßlich). Wir kauten auf Curry-Blättern, besonderen Kirschen, tranken Gewürztee, wurden mit natürlicher Haarentfernungscreme beschmiert und erhielten als krönenden Abschluss eine Kopf, Nacken und Beinmassage mit ayurvedischen Cremes, Gelen und Ölen (Die nervigen Verkaufsgespräche im zugehörigen Shop ignorieren wir einfach). Was für eine Belohnung nach den vielen Stunden Erkundungstour.Read more
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- Day 4
- Sunday, September 17, 2023
- ☁️ 30 °C
- Altitude: 189 m
Sri LankaSigiriya7°56’37” N 80°45’23” E
17.9.23, Sigiriya Lions Rock

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- Day 5
- Monday, September 18, 2023
- ☁️ 30 °C
- Altitude: 68 m
Sri LankaPolonnaruwa7°56’33” N 81°0’3” E
18.9.23, die Ruinen von Polonnaruwa

In den kühlen Morgenstunden wagen wir die erste Busfahrt der Reise 1,5h von Dambulla nach Polonnaruwe. Mit viel Reiseerfahrung verzeichnen wir, dass es alles halb so schlimm, die laute BollywoodMusik aushaltbar ist, schnell einen Sitzplatz ergattert und den anderen Fahrgästen beim Stehen zugeschaut und selbst sehr froh, dass wir bei dem rasanten Fahrstil nicht durch den Bus geflogen sind.
Mit einem Guide und Tuktuk Fahrer machen wir uns kurzer Hand auf, die weitläufige Anlage des ehemaligen Königreiches Polonnaruwe zu entdecken (1000 n. Chr.). Das ganze angehäufte Wissen kann nur schwer wiedergegeben werden, gleichzeitig sind wir von den vielen in den Fels geschlagen Reliefs beeindruckt, von den großen Stupas, von der Baukunst der damaligen Zeit und von den vielen Buddhastatuen, die die Tempel säumen.
Mit den Buddha Figuren haben wir uns heute aber auch angelegt, denn es gilt als unhöflich, Buddha den Rücken zu zu kehren und als wirkliches Fehlverhalten, dies auch noch zu fotografieren.
Eine sehr bereichernde ärchologische Tour, die wieder einmal nur davon getrübt wird, dass man zum Ende immer das Gefühl bekommt, dass einem noch was aufgeschwatzt werden soll und gleichzeitig wenig Dankbarkeit für ein uppiges Trinkgeld entgegen gebracht wird.Read more
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- Day 6–8
- September 19, 2023 - September 21, 2023
- 2 nights
- ☁️ 30 °C
- Altitude: 11 m
Sri LankaAlesgarden8°36’23” N 81°13’8” E
19+20.9.23, Strand und Sonnenbrand

19.9.23
Mit einem kurzen Zwischenstopp im Handyladen fahren wir an die Ostküste der Insel. Hier im Norden und Nordosten der Insel ist im September beste Reisezeit, bevor im Oktober langsam der Monsun beginnt. Die Gegend rund um Trincomalee ist touristisch noch ein Kleinod, nur wenige Touristen finden den Weg hier her, obwohl einsame Strände, Blauwale und Schnorcheltouren einladen. Wir steigen in einer kleinen Hütte ab, haben hart für unseren Übernachtungspreis verhandeln, sind zum Ende happy, bis dann der Eigentümer irgendwann mit einem überheblichen Grinsen verkündet, was er für nen guter Geschäftsmann ist und auf der anderen Straßenseite bessere Hütten für weniger Geld hat. Aber er bescheinigt mir auch, dass ich auch eine gute Businessfrau sei, die knallhart verhandeln kann ... naja, man sieht ja, wo das hinführt.
Der Strand ist groß und weitläufig, der Sand fühlt sich gut an zwischen den Zehen und die Wellen kühlen die Füße etwas runter. In einer schönen Touri-Bar lassen wir den Nachmittag ausklingen, bis ein kräftiger Sturm aufzieht und wir uns statt dessen lieber einer ayurvedischen Öl-Massage hingeben. Die Massage ist ganz anders als die Thai-Massage - weniger hart, aber dafür mit so viel Öl, dass man noch viel Stunden später "nachfettet".
20.9.23
Die letzten Tage haben uns bei tropischen Temperaturen, mit Ruinen und Tempeln und der vielen Reiserei geschlaucht, sodass wir heute einen richtig entspannten Strandtag eingelegt haben. Noch in den Morgenstunden ist das Glück immer gaaaaanz dicht mit uns: erst wird Julia fast von einem Affen, der auf der Stromleitung über ihr sitzt, angepinkelt; später zielt eine kackende Krähe auf mich, verfehlt mich jedoch nur um wenige Millimeter. Jay!
Etwas Sonnenbaden wird gleich mal mit einem schönem Sonnenbrand belohnt, zur Abkühlung bleibt uns dann nur in die Wellen im Meer zu hüpfen. Ein großer Wasserspaß. Pünktlich zum Abendbrot schüttet es aus Eimern und gibt uns schonmal ein Vorgeschmack, was der Monsun so bringen kann. Drücken wir die Daumen für besseres Wetter morgen - denn dann wollen wir Roller fahren.Read more
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- Day 8
- Thursday, September 21, 2023
- ☁️ 32 °C
- Altitude: 12 m
Sri LankaMadua Kulam8°43’21” N 81°7’13” E
21.9.23, Scootertour rund um Trincomalee

Schön, dass die Reiserei viel Platz für Spontanität lässt. So hängen wir nämlich noch einen Tag hier an der Ostküste ran, verhandeln mit unserem Host sehr hart um den besten Deal für eine Verlängerungsnacht und einen Roller zu bekommen (zum Ende springt für uns "nur" eine Flasche Wasser als Verhandlungserfolg bei raus) und schwingen uns auf den Roller, um abgelegene Strände, das ursprüngliche Hinterland und ggf. Auch Elefanten zu sehen.
Morgens müssen wir jedoch ersteinmal Julias Sim Karte und die Registrierung erneuern lassen (das gleiche Problem hatte ich auch 2 Tage zuvor) und statten daher Trincomalee's Hinduistischem Tempel einen Besuch ab. Wir sind sprachlos. Im Innern eröffnet sich eine Farbenpracht, besondere Klänge von Glocken, Trompeten und Trommeln sowie bizarre Figuren. Je mehr wir die Skulpturen in den Innenräumen betrachten realisieren wir die vielen sexualisierten Elementen/Bilder/Figuren. Wir müssen noch rausfinden, was es mit diesem Hindu-Tempel auf sich hat.
Mit unserem Roller erkunden wir das Fort Frederick, was auf einem Felsen vor der Stadt trohnt. Wir Schlängeln uns an den Ticketschaltern vorbei und können daher den überteuerten Eintrittspreis umgehen. An der Spitze befindet sich ein weiterer Hindu-Tempel, der von der Pracht und dem Extremen des ersteren nichts hat. Jedoch ist der Ausblick auf das türkisene Wasser und die Wellen jeden Besuch wert. Zudem versüßt ein schlafender Affe auf einer Hindu-Figur uns den Tag.
Kurzer Zwischenstopp am Trincomalee Beach zum Schnorcheln (echt nicht lohnenswert), Mittagspause bei Dr. Smoothie und dann geht's weiter zum ruhigen Nilaveli Strand im Norden. Die Wellen sind stark und so halten wir es nur kurz aus. Gleichzeitig erhielten wir den Tipp für ein geheimes Wasserloch, an denen zum Nachmittag Elefanten, Wasserbüffel und Krokodile zu sehen seien. Auf geht's über Schotterpisten dort hin, vorbei an trockenen Reisfeldern mit zahlreichen Pfauen. Ich wusste gar nicht, dass Pfauen so frei lebend sind. Für mich gehören sie sonst doch immer nur in Schlossgärten oder Zoos. Zum Abendlicht erreichen wir das Wasserloch, an denen viiiiiiele Wasserbüffel baden. Ein phänomenaler Anblick, der mich an meine Botswana Reise 2021 erinnert. Krokodil- und Elefantenexperten sind wir nicht, sodass wir keine entdecken. Aber auch halb so wild - denn ich wüsste nicht, was ich gemacht hätte, wenn ein Elefant auf meinem Weg gestanden hätte.
Julia unternahm auch einen (gescheiterten) Versuch Roller zu fahren. Ich muss noch an meinem Fahrlehrerskills üben ;)Read more
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- Day 9
- Friday, September 22, 2023
- 🌧 31 °C
- Altitude: 10 m
Sri LankaAlesgarden8°36’23” N 81°13’7” E
22.9.23, Strand und Kakerlaken-Kampf

Im Süden soll es auf Grund des Monsuns noch recht ungemütlich sein und so hängen wir noch einen (nun aber letzten) Tag am Strand ran. Beim Strandspaziergang beobachten wir die sich im Sand versteckenden Muscheln, ebenso wie sie ihren Rüssel zum Atmen aus dem Sand nach oben Strecken, selbst aber nicht zu sehen sind. Die bunten Fischerboote liegen im Hafen. Eine Idylle mit Baden, Sonne, Wellen und Smoothiebowl bis uns zum späten Nachmittag ein heftiger Regen einholt. Das müssen bereits die Anfänge des Monsuns sein. Über uns blitzt und donnert es heftig und die sandigen Straßen stehen ordentlich unter Wasser. Zum Glück ist auf die Tuktuks auch im Regen Verlass und wir werden halbwegs trocken nach Hause kutschiert. Unsere weitere Reiseplanung wird von einem lauten Kreischen von Julia unterbrochen: "Ist das eine kakerlake? Können Kakerlaken fliegen?" Ein ziemlich fettes Vieh segelte über unserem Kopf und setzte sich auf unserem Spiegel ab. Wir sind uns uneinig, welche Technik wohl am besten hilft. Entweder mit dem Besen rausfegen (aber dann könnte sie ja wegfliegen) oder mit einem großen Glas einfangen (aber sind wir schnell genug?). Unser Equipment steht bereit, um je nach Reaktion der Kakerlake auf das ein oder andere Mittelchen zurückzugreifen. Als ich ihr für ein Foto zu nahe komme, spreizt sie nocheinmal die Flügel und steuert Schnurstraks auf Julia zu, die mit ihrem Pappbecher in der Hand nur hysterisch wedelt und sich in die Ecke zurück zieht. Unterm Fernseher versteckt sich nun das Insekt, wo ich es dann mit unserem Bad-Wischer auf der Wand von A nach B Jage, bis es der Tür erstaunlich nahe ist und dann freiwillig verschwindet. #tschaker
(Der Kampf mit der Kakerlake erinnert mich an meine erste Begegnung mit einer in der Toskana im Badezimmer. Mor blieb damals auch nichts anderes übrig, als mitten in der Nacht einen AngstSchrei loszuwerden und Papa mich vor der Kakerlake retten musste. #Papassindhelden
Zudem gibt es noch eine weitere Kakerlaken-Story imaus Mexiko. Jana erinnert sich bestimmt auch noch gut.)Read more
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- Day 10
- Saturday, September 23, 2023
- ☁️ 27 °C
- Altitude: 511 m
Sri LankaSri Dalada Maligawa7°17’38” N 80°38’28” E
23.9.23, Vogelschiss und Autopannen

Der Tag ging gut los: alle Frühstückswünsche von Julia waren der reinste Flop - Julia wurde hangry ;) und dabei stand ein langer Reisetag vor uns, für den man gut gestärkt sein sollte. Von Trincomalee nach Kandy wollten wir den öffentlichen Bus nehmen, 5h Wegstrecke. Rein in den roten Bus, für die halbe Strecken hatten wir sogar einen Sitzplatz ergattert und langsam die sich verändernde Landschaft wahrgenommen. Die trockenen Reisfelder wurden immer saftiger, mehr Palmen und Bananenstauden säumen den Weg. Alles in allem ein Land, was sich wirklich schön angucken lässt. Am liebsten würde man an jeder Straßenecke ein Foto machen.
Doch schon auch kurzer Zeit viel auf, dass unser Bus verdächtig ruckelte. Er war auch deutlich langsamer als die anderen Verkehrsteilnehmer. Zwischendurch hielt er auch an und es wurde hier und da geschraubt. Wir hielten zur Mittagspause, dachten uns nichts dabei, wurden dann aber kurzerhand alle aus dem Bus gescheucht (wegen eines Schaden am Bus kommt es zu Ausfällen. Wir entschuldigen die Unannehmlichkeiten - wie bei der deutschen Bahn. Keine Informationen sind auch eine Information ;). und in einen anderen Bus verfrachtet. Und da begann das Drama: von nun an hieß es stehen! So einen vollen Bus hab ich noch nie erlebt. Es ist voller als in der ersten Reihe bei den Toten Hosen. Jeder verbleibende Quadratmilimeter wird mit einer neu zustehenden Person gefüllt. Und so standen wir für weitere 2h wie in einer Sardinendose im Bus. Auf den Kurvigen Straßen war diese Enge ganz hilfreich, um aufrecht stehen zu bleiben.
In Kandy angekommen ließen wir uns von einem Tuktuk in unsere Unterkunft bringen. Und was passiert? Das Tuktuk bleibt mitten auf einer großen Kreuzung stehen. Der Fahrer drückte auf diversen Knöpfen, zog Hebel, öffnete den Tankdeckel, schloss ihn wieder und mit einmal sprang das Gefährt wieder an. Kurios.
Zum Späten Nachmittag zogen wir nochmal los und fotografierten die untergehenden Sonne über dem Kandy Lake - wirklich schön! Wenn da nur nicht die vielen stinkenden und lauten Autos wären. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist in einem Talkessel gebaut, die schönen Hotels befinden sich auf den umliegenden Hügeln. Soweit ein schöner Anblick, aber einfach zu laut, zu dreckig, zu anstrengend.
Wir ließen den Abend in einem kleinen Café ausklingen, mit dem Julia ihre erste Instagramkooperatiom gegen eine kostenlose Smoothiebowl arrangierte. Wir schlenderten noch durch die Straßen, erkundeten den Supermarkt und fallen nun tot müde ins Bett.
Ach, nicht zu vergessen: Vogelschiss bringt Glück. Urgs. Heute hatte ich ihn gleich 2x im Haar, Julia 1x auf der Tasche, 1x auf dem Arm. Wir haben also nun die 4 fache Menge Glück. Somit kann der morgige Tag ja nur super werden!Read more
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- Day 11
- Sunday, September 24, 2023
- ☁️ 26 °C
- Altitude: 1,018 m
Sri LankaAmbulawa7°9’43” N 80°32’50” E
24.9.23, Tuktuk-Sightseeing in Kandy

Endlich mal ein vernünftiges Frühstück. Jippi. Eigentlich wollten wir ja zu Fuß Kandy unsicher machen, aber da man jeder Ecke von Tuktukfahrern und Guides angesprochen wird, sind wir doch schwach geworden. Und es hat sich gelohnt. Mahroof begleitete uns nun über den Tag. Zu erst schauten wir von einem Aussichtspunkt und kurz darauf vom großen weißen Buddha über die Stadt. 150.000 Einwohner leben in dem einstigen Königreich, was bis zur Besetzung durch die Briten Anfang 1800 bestand. Diese Einwohner haben sich rund um den See und auf den angrenzenden Bergen angesiedelt und bilden nun die zweitgrößte Stadt des Landes.
Bei einem Besuch in einem Edelstein-Museum und -Schmuckfertigung lernen wir, wie mühsam es ist, die ca 15m tiefen Stollen in den Dschungelboden zu schlagen, um dann die Edelsteinhaltige Kiesschicht auszuwaschen - immer mit der Hoffnung, einen besonderen Stein zu entdecken. Sri Lanka ist für seine Saphire in verschiedenen Farben bekannt. Die Steine werden per Hand geschliffen und in verschiedene Schmuckstücke eingearbeitet. Manche Teile könnten auch in einem Königshaus zu finden sein. Doch leider reicht das Kleingeld nicht aus, um die Krone, den Ring oder einfach nur ein paar Ohrringe mitzunehmen.
Hingegen finden wir bei einem Straßenkünstler ein Gemälde als Erinnerung für Zuhause. Hoffentlich überlebt es den Transport.
Unser Abstecher zum Ambuluwawa-Turm ist wie im Märchen. Anfangs ist der Turm in eine dicke Wolke gehüllt, sodass wir ihn nicht sehen können. Doch binnen weniger Minuten klart der Himmel auf und es eröffnet sich ein Blick auf einen weißen Zuckerwatte-Turm, wie ihn auch Hundertwasser hätte entwerfen können. Eine spiralförmige Treppe windet sich Außenseitig entlang und wird wie bei einem Schneckenhaus immer enger. An den schmalsten Stellen ist die Treppe kaum mehr als 20cm breit und es ist eine kleine logistische Meisterleistung, wie Besucher sich aneinander vorbeiquetschen. Bei dem Rundumblick auf das Hochland kann einem schon schwindelig werden. Ein Erlebnis - und definitiv ein Geheimtipp!
Weiter gings zur Storefield Tea Company, wo wir einen Einblick in die Teeherstellung erhielten. Wir wurden über die Unterschiede zwischen weißem, grünem und schwarzem Tee aufgeklärt. Weißer Tee: die jüngsten Blätter des Teebusches, 12h Sonnengetrocknet, koffeeinfrei, mit 70 Grad warmem Wasser übergießen, kann bis zu 5x aufgegossen werden. Grüner Tee: anderer Teebusch, selber wie beim schwarzen Tee, die Mittelaltem Blätter, 20 Prozent Koffeein, 70 Grad warmem Wasser. Schwarzer Tee: aus den großen/alten Teeblättern gewonnen, in 7 Prozessschritten entsteht der fertige Tee inkl. Fermentation der kleingeschnittenen Blätter, 40 Prozent Koffeein. Es wird danach unterschieden, wie groß die Teeblätter in Verkauf sind. Die groben Teeblätter sind aus dem asiatischen Raum/China (OP, Pekoe) bekannt und die mildesten im Geschmack. Je kleiner die Blätter zerkleinert werden, je intensiver wird der Tee. Die mittlere Größe bildet der English Breakfast tea (FBOP). Der kräftigste und damit auch feinste Tee ist in der arabischen Küche und hier in Sri Lanka weit verbreitet. Da er sehr bitter und streng ist, wird er vorwiegend mit Zucker und Milch konsumiert. Bei der zugehörigen Verkostung hat es uns besonders der weiße Tee und der English Breakfast Tee angetan.
Zum Abendessen statten wir dem Banana Chill Cafe einen Besuch ab und lernen mal wieder einen jungen Geschäftsmann kennen, der mutig ist, seine Idee umzusetzen und mit einem Hostel und einem Cafe mit guten Smoothiebowls Touristen Glücklich zu machen. Es ist toll zu sehen, dass hier die Menschen einfach ihren Business-Ideen folgen und sich ausprobieren. Drücken wir ihm und den anderen Gründern die Daumen!Read more
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- Day 12
- Monday, September 25, 2023
- ☁️ 26 °C
- Altitude: 993 m
Sri LankaKandetenna Wewa7°9’59” N 80°42’6” E
25.9.23, Wandern auf dem Pekoe Trail I

Wanderschuhe an, Wanderstock in die Hand und Rucksack auf. Und wenn man all das nicht hat, dann reichen für die Locals auch Flipflops - Rucksack und Wasserflasche werden überbewertet ;) doch wir sind etwas nervös vor den vor uns liegen 2 der 22 Fernwanderweg-Etappen des Pekoe-Trial. Was wird uns wohl erwarten auf den gut 2x 14km Wanderungen entlang von Felswänden, hoch hinauf auf die Berge rund um Kandy und durch die diversen Teeplantagen?
Der neu errichtete Pekoe-Trail (Pekoe = Tee) verbindet die zahlreichen kleinen Wanderwege der Region zu einem 330km Wanderweg (22 Etappen) von Kandy bis nach Ella - den 2 berühmtesten Orten von Sri Lankas Mitte. Und so ziehen wir los: anfangs sind wir noch verzweifelt auf der Suche nach Wegmarkierungen oder einer Wanderkarte, doch Dank komoot und den Einheimischen, die wir immer wieder fragen, finden wir uns bald zurecht. Es eröffnen sich Panaroma-Ausblicke auf das saftig grüne Umland, mal Wald, mal Tee. Wir wandern vorwiegend auf befestigten Wegen, kämpfen aber auch mit dem ein oder anderen Blutegel, der unser schwarzes Blut saugen will. Die Einheimischen (alten) Frauen, die den Tee pflücken, gehen damit etwas lässiger um und Schnipsen die fiesen Gesellen einfach weg. Sie sind fleißig auf den Teeplantagen und zupfen Blatt für Blatt in ihren großen um den Kopf gehangenen Beutel. Vor ihren Pausen gehen sie zur Wiegestation und lassen sich auf ihrer Pappkarte vermerken, wieviele Kilo sie geerntet haben. Wieviele Kilo frische Blätter wohl benötigt werden, um 100gr schwarzen Tee zu produzieren? 25 kg Tee müssen sie pro Tag pflücken
Regenjacke an, Regenjacke aus, vorbei an kläffenden Straßenhunden, die uns immer wieder einen Schreck einjagen, erreichen wir unser Endziel des heutigen Tages: Galaha - ein kleines Städtchen ca 60 Fahr-Minute außerhalb Kandys. Hier spricht niemand mehr English, kein Tourist mehr zu entdecken und wir stehen inmitten von Obsthändlern, lauten Autos, alten Häusern und kleinen Geschäften. Nicht der einladenste Ort für die Nacht. Nach einigen Überlegungen, zahlreichen Telefonaten und beinahe unsere Tour hier abbrechend, überlegen wir uns, in einem Bungalow in den Teeplantagen abzusteigen - eigentlich ist das außerhalb unseres Reisebudgets, aber so können wir die Wanderung am Folgetag fortsetzen. ... -> FortsetzungRead more
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- Day 12
- Monday, September 25, 2023
- ☁️ 25 °C
- Altitude: 1,003 m
Sri LankaDeltota7°10’22” N 80°41’46” E
25.9.23, Wandern auf dem Pekoe Trail II

... Wir denken uns gar nichts besonderes dabei, staunen bei unserer Ankunft aber nicht schlecht: neben einer alten wellblechernden Teefabrik eröffnet sich ein lieblich angelegter englischer Garten mit 150 Rosenarten mit Blick auf ein alt-englisches Teehaus. James Taylor (der den Tee nach Sri Lanka brachte. Vorher wurde hier Kaffee angebaut) residierte hier in diesem "Bungalow" mit 5 Schlafzimmern, 2 Wohnzimmern, Veranda, englischem Garten und Snooker-Raum. 7 Angestellte benötigt es, um dieses Haus und die Gäste zu versorgen. Und wie sollte es anders sein - Dieser Bungalow gehört ganz alleine uns. Keine anderen Gäste, "nur" 11 Angestellte und wir. Wir können unser Glück gar nicht fassen, werden mit feuchten Tüchern und einer Tasse Tee begrüßt, erhalten einen Rundgang über das 200 Jahre alte Anwesen und staunen nicht schlecht, als wir uns eines der Schlafzimmer aussuchen dürfen. Wir flanieren durch Garten und Haus, lassen uns beim Abendessen verwöhnen und stellen uns vor, wie es wohl James Taylor hier erging. Für diesen gehobenen Standard sind wir klamottentechnisch nach unserer Wanderung gar nicht ausgestattet, aber dank des Bügelservices müssen wir keine zerknitterte Stoffhose zum Abendessen tragen. Noch eine Runde Snooker auf dem 178 Jahre alten Billiard-Tisch, Glühwürmchen Flughunde und Sternegucken inklusive, bevor wir in einem himmlischen Schlaf fallen. Wäre es nicht schon so spät gewesen, hätten wir noch im Infinity Pool baden, Tennis spielen oder Kricket spielen können.Read more
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- Day 13
- Tuesday, September 26, 2023 at 10:15 AM
- ☁️ 22 °C
- Altitude: 1,365 m
Sri LankaLulkaodutawatta7°8’57” N 80°42’2” E
26.9.23 Pekoe-Trail und die Bluteg(k)el

Wir haben himmlisch geschlafen! Was für Traum im Taylors Hill Boutique Hotel. Draußen singen die Vögel und in der Küche wird unser leckeres Frühstück vorbereitet. Wir werden mit Rottis, einem Zwiebel-Sambal, frischem Gemüse, einem Obstteller mit Mangos aus dem Garten, Sri Lankischem Omlette, Linsendahl und anderen Leckerein in der Veranda verwöhnt. Hinter uns erwärmt die Sonne die grüne Landschaft.
Leider müssen wir uns etwas ranhalten, denn es zieht mal wieder Regen auf, was die Wanderung unnötig erschwert.
Los geht's, diesmal aber mit unserem Gastwirt und Guide Ayesh, der uns den Weg zeigt und noch so einiges über die Geschichte des Tees erzählt. Mit Sicherheit wären wir ohne Guide nach einigen Metern umgedreht und hätten die Wanderung abgebrochen, denn durch Gestripp und hohes Gras war der Weg kaum zu erkennen.
Wir hätten spätestens aufgegeben, als wir die ersten Blutegel entdeckt haben. Wir wussten, dass diese nach dem Regen kommen mögen. Aber soooo viele? Die kleinen glibschigen Dinger winden sich am Schuh entlang, bis sie sie eine nackte Hautstelle erreichen oder versuchen zwischen Hose und Socken in die Schuhe zu kriechen. Das alles ist mehr eklig, als wirklich gefährlich. Da sie aber nicht einfach zu entfernen sind (weil sie sich immer winden und glibschig sind und sich mit ihren beiden Enden festsaugen), lösen sie eine kleine Ekel-Panik aus. Ständig kamen Schreie und schrille Töne von Julia, die einen neuen Blutegel entdecke, ich wiederum litt still und dachte mir "weiter, weiter, weiter". Die Viecher werden von unserem Geruch angelockt und sobald man stehen bleibt, attakieren sie einen erneut. Im Nachhinein muss ich über unseren Blutegel-Kampf schmunzeln, in dem Moment war uns aber nicht mehr zum Lachen zu Mute 🫣
Die Stimmung trübt sich durch die Quälgeister aber nicht, denn die Teeplantagen von Loolkandura, in denen die Pflückerinnen arbeiten, sehen aus wie ein Postkartenmotiv. Ein ganz anderer Anblick als in Malaysias Cameron Highlands.
Loolkandura ist ein großes Areal und die älteste Teeplantage des Landes. James Taylor (Schotte) wurde als junger Mann hier hergebracht, um den Kaffeenanbau zu managen. Ein Pilzbefall bedrohte jedoch die Kaffeeplantagen im gesamten Land. Taylors Aufgabe war es, eine Lösung zu finden und so reiste er nach Indien, wo zu diesem Thema geforscht wurde. Zum gleichen Zeitpunkt rief der königliche Garten in Kandy aus, dass dort jede Person etwas pflanzen dürfe und so dachte Taylor sich, er könne eine Teepflanze mitbringen. Wenige Jahre später ist diese Pflanze zu einem großen Busch herangewachsen und Taylor versuchte sich in seinem Garten an einem kleinen Teefeld. Schon bald wurde sein Tee berühmt. Die Queen verkostete auf einer ihrer Reise den Tee und erfreute sich an dessen Qualität. Aus einem kleinen Garten wurden große Teeländereien; der Kaffeeanbau verschwand hingegen. Heute ist Sri Lanka bekannt für seinen Ceylon Tea (Ceylon stammt vom alten Namen des Landes und ist damit eine Herkunftsbeschreibung, keine Sorte) und exportiert in die ganze Welt.
Eine holprigen Busfahrt bringt uns zurück nach Kandy (und maltretiert meinen Nacken), dort Bummeln wir noch etwas durch die Straßen und müssen jedem Straßenhändler wiederstehen, wenn wir nur eine Sekunde zu lang etwas anschauen.
Für diese Nacht hostet uns Chiller in seinem Banana Chill Cafe, was schon bald zu einem Hostel werden soll. Als wir vor 2 Tagen hier zum Smoothiebowl-Essen vorbeikamen, entstand spontan die Idee, dass wir doch seine ersten Gäste sein könnten. Während wir auf Wanderung waren, richtete er mal eben ein Zimmer für uns her. Nun brainstormen wir, was noch benötigt wird und wovon junge Reisenden in einem hippen Hostel so träumen. Chiller ist ein echt cooler Typ, mit den Lieblingswörtern "cool" und "chill", herzlich, gastfreundlich, hat ein Blick für die kleinen Details, liebt es mit uns inspirierende Gespräche zu führen und sendet ganz viele Liebe, Good Vibes und Ruhe in die Welt. Und dazu macht er verdammt leckere Smoothiebowls, Avocadoshakes und andere Leckerein aus frischen Zutaten und mit ganz viel Liebe. Wir fühlen uns hier im vegan/vegetarischen Food-Heaven.Read more
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- Day 13
- Tuesday, September 26, 2023
- ☁️ 25 °C
- Altitude: 957 m
Sri LankaSirangahawatta7°33’20” N 80°42’50” E
Dies und Das

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- Day 14
- Wednesday, September 27, 2023
- 🌧 26 °C
- Altitude: 504 m
Sri LankaKandy Lake7°17’35” N 80°38’6” E
27.9.23, Kandy Bummel & Businessideen

Heute wollen wir es ruhig angehen, ein wenig durch die Stadt schlendern, anlässlich des World Tourism Days unserem Guide Ayesh auf der Messe einen Besuch abstatten und den berühmten Zahntempel besuchen. Das klingt alles nach einem lockeren Programm, doch zum Ende ist selbst so ein "ruhiger Tag" ein anstrengender Tag.
Wir erkunden die lokalen Märkte und müssen leider diesmal die gestern erworbene und vom Schneider gekürzte Hose zurückgeben, da sie krumm und schief ist. Die Verkaufsgespräche drum herum sind wir langsam leid. Ebenso, dass uns ständig jemand auf der Straße anquatscht und mit einer dubiosen Masche uns zum nächsten Shop führen will. Hingegen sind die Schulkinder und die "normalen" Sri Lankaner super freundlich, winken uns gerne zu und kommen mit uns ins Plaudern. Und so geschieht es auch, dass wir auf der Tourismusmesse durch Ayesh netten Frauen vorgestellt werden, die wiederum ihre Region Panwila gerne dem Tourismus öffnen möchten. Kurzerhand laden sie uns ein, morgen eine geführte Tour nach Panwila zu unternehmen. Da wir den Adam's Peak aufgrund der regnerischen Verhältnisse auslassen, hängen wir also noch einen Tag hier ran und freuen uns auf ein ganztägigen Sightseeingprogramm morgen.
Ayesh nimmt uns zusätzlich mit auf eine Führung durch den Heiligen Zahntempel - einer der wichtigsten Orte für Buddhisten. Hier wird der Zahn Buddhas als Relikt in einer goldenen Stupaspitze aufbewahrt. Der Tempel ähnelt eher einem Palast. Hier wird täglich 3x in verschiedenen Zeremonien diese goldene Spitze der Öffentlichkeit vorgeführt. Zahlreiche in weiß gekleidete Menschen kommen und verehren Buddha. Zudem werden zu diesen Zeiten auch die alten Texte, die über Buddha schreiben, vorgeführt. Wir erfahren mehr über seine Lebensgeschichte und wie nach seinem Ableben das Relikt nach Sri Lanka kam. Innerhalb der verschiedenen Königreiche wurde der Zahn mehrfach verlegt, bis er nun in Kandy verweilt.
Diesmal statten wir dem Cafe Sweet Beans einen Besuch ab und kommen mit Meenu ins Plaudern. Sie führt das Café und bereitet die leckerste Smoothiebowls Sri Lankas zu - zumindest hat Julia dieses Zertifikat ausgesprochen. Abends hängen wir mit Chiller im Cafe Banana Chill ab, und überlegen, wie eine Businesspartnerschaft aussehen könnte. Wlr scheinen als Deutsche gerngesehende Teilhabende zu sein. Es gibt hier so einige Unternehmen, die jeweils durch einen Ausländer und einen Sri Lankaner geführt werden.Read more
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- Day 14
- Wednesday, September 27, 2023
- ☁️ 24 °C
- Altitude: 957 m
Sri LankaSirangahawatta7°33’20” N 80°42’50” E
Dies und Das

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- Day 15
- Thursday, September 28, 2023
- ☁️ 25 °C
- Altitude: 698 m
Sri LankaKaludella7°24’5” N 80°44’32” E
28.9.23, deutsche Delegation in Panwila

Wir dachten, auf der Promotion-Tour für die nahe von Kandy gelegene Tamil-Region Panwila, erwarten uns Wanderungen, Wasserfälle und eine Besichtigung von Reisfeldern und einer Teefabrik. All das und nichts davon passierte. Denn mit einmal standen wir in mitten von (scheinbar) hochrangigen Politikern aus Sri Lanka und Indien. Wir (mal wieder ganz tourilike in bunter Flatterhose mit Turnschuhen und Regencape) wissen gar nicht, wem wir da die Hand schütteln und versuchen ganz unverbindlich auf die Frage zu antworten, was wir hier so machen und gleichzeitig rauszufinden, wer die andere Person so ist. Anlässlich des Tourismus Days und des hundertjährigen Bestehens einer staatlichen Teeplantage soll die Region dem Tourismus mehr geöffnet werden. Sie kann sich gut sehen lassen, denn die Szenerie zwischen Tee, Reis und Wasserfällen ist wie immer traumhaft. Eine etwas andere Kultur ist hier zu spüren, denn hier leben überwiegend Tamilen, also indisch stimmige Hindus, die auch im 18. Jhd als Arbeiter auf die Teeplantagen geschickt wurden. Auch heute übernehmen sie noch die meisten Tätigkeiten auf den Plantagen. Das Gelände ist noch etwas abgelegen, die Straßen schlecht, aber die Menschen sehr gastfreundlich. Mit einem Tourguide lässt sich hier ein abwechslungsreicher Tag verbringen.
Im Rahmen unseres Programms werden uns klangvolle Tänze in schönen kunstvollen Kostümen vorgeführt und wir werden in dem Teebungalows des Teeplantagen-Managers zum Lunch empfangen. In einer Rede werden wir als erste Touristen der Region willkommen geheißen und werden sicherlich auch in Regionalnachrichten auftauchen. Auch die indische Botschafterin war da. Überall waren Medien und Presse und nen kurzes Interview mussten wir auch geben. Nur Schade, dass wir keinen blanken Schimmer haben, wo das ganze auftauchen wird 🫣 wir wissen nicht genau, wem wir die Hand geschüttelt haben und was eigentlich sonst so erzählt wurde. Hehehe. Aber wir haben so viel wie möglich versucht, "diplomatisch" den kulturellen Austausch zu fördern ;)Read more
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- Day 15
- Thursday, September 28, 2023
- ☁️ 26 °C
- Altitude: 776 m
Sri LankaKaludella7°24’10” N 80°44’34” E
Panwila

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- Day 16
- Friday, September 29, 2023
- ☁️ 19 °C
- Altitude: 1,881 m
Sri LankaNuwara Eliya6°58’26” N 80°46’2” E
29.9.23, Zug von Kandy nach Nuwara Ellya

Nun verabschieden wir uns von Kandy. Aus einem Tag wurden zum Ende sechs. Einfach, weil wir tolle Menschen kennenlernen durften und diese Begegnungen so viele Überraschungen für uns bereithielten.
Jetzt heißt es aber Zug fahren! Ich bin aufgeregt, ob wir überhaupt Zugtickets bekommen. Denn wir sind mal wieder in ein Feiertagswochenende reingerutscht, Sitzplätze lassen sich eh nur mit 2 Wochen Vorlauf buchen und manche Einheimischen meinten schon, dass es auch keine Stehplätze mehr gäbe. Das ist für Sri Lanka eher ungewöhnlich, denn durch Drücken, Schieben, Drängeln passt eigentlich immer noch jemand in einen Bus oder Zug. Und so ist es dann auch. Wir ergattern ein Ticket für die 2. Klasse, kämpfen uns mit den Rucksäcken und meinem großen Bild in den Wagen, Positionieren uns an der Tür und staunen nicht schlecht, dass immer noch jemand, noch jemand, noch jemand reinpasst. Gemütlich ist etwas anderes. Aber schon bald vergessen wir, dass wir über 5h stehen, denn die Fahrt ist eine der schönsten, die wir je erlebt haben. Die Landschaft ist abwechslungsreich, bergig, verschiedene Grüntöne durch Wälder, Teeplantagen, Reisfelder, Wasserfälle, an den Schienen winkende Menschen, kleine Städte und Dörfer... besonders gut lässt sich das Spektakel beobachten, wenn man die Chance hat, sich in die Tür zu setzen. Netterweise wird dieser Platz auch immer wieder durchgetauscht. Nur auf seine Handys und Knie muss man aufpassen. Das Gras ist sehr hoch und Tunnel sind nur sehr knapp ausgeschlagen. In Deutschland würde wohl nie ein Zug mit offener Tür fahren. Doch hier ist das Standard. Menschen springen auch auf den halb fahrenden Zug hinauf. Auch im Inneren schaffen es Händler immer noch durch den übervollen Zug zu wandern und Snacks anzubieten.
5 Stunden später landen wir in Nuwara Ellya, dem Urlaubsdomizil für die Sri Lankaner. Denn hier ist es angenehm kühl, sehr regnerisch und damit ein Erholungsort, wenn es im Sommer sehr heiß ist. Am langen Wochenende haben wir aber vergessen,vorher zu buchen und so können wir nur in einem Hostel unterkommen. Zum Glück liegen hier dicke Wolldecke für uns bereit. Bei 14 Grad und Regen ist das nötig. Das Klima passt zum britischen Lebenstil hier oben. Alter englischer Stil zieht sich überall durch: Architektur, Golfclubs und High Tea. Nobel geht die Welt zu Grunde.
Der Kontrast könnte wieder nicht größer sein. Wir trinken ganz vorzüglich Tee im Nobelrestaurant, gehen im Anschluss in sehr einfachen Verhältnissen, aber dafür unfassbar lecker und authentisch indisch essen.Read more
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- Day 17
- Saturday, September 30, 2023
- ☁️ 20 °C
- Altitude: 1,881 m
Sri LankaNuwara Eliya6°58’26” N 80°46’2” E
30.9.23, Nuwara Ellya

Hier oben in Nuwara Ellya ists echt frisch. In den doppelten Wolldecken fühlen wir uns wie auf einer Österreichischen Berghütte: kaltes Wasser, aufsteigende Wolken, Bergpanorama und Sportklamotten fürs Wandern. Ich trage sogar mein klassisches Bergojtfit ;)
Zum Glück ists am Morgen trocken und so schlendern wir ein bisschen an den britischen Häuser und Villen vorbei. Das Postamt und die Polizeistation sind mehr als 150 Jahr alt, so wie viele andere Häuser hier auch.
Im Jetwing St. Andrews (ein schickes Hotel) gönnen wir uns ein paar Scampis, einen Schokokuchen und einen Tee mit Ausblick auf den englischen Garten. Doch dann müssen wir uns schon sputen, Sachen holen und uns von unserem Hostel-Chef wie beim Formel 1-Rennen zum Bahnhof bringen lassen. Es geht weiter nach Ella. Die Ausblicke sind bestimmt genauso berauschend wie gestern, doch die Wolken hängen tief. Der Zug ist hingegen nicht so voll. Es gelingt uns also auch ein paar der berühmten Fotos zu machen.
In Ella liegt gleich ein ganz anderer Vibe in der Luft. Mal sehen, was der Abend noch so bringt ...Read more
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- Day 17
- Saturday, September 30, 2023
- ☁️ 22 °C
- Altitude: 1,425 m
Sri LankaHaputale6°45’60” N 80°57’23” E
30.9.23, Zug von Nuwara Ellya nach Ella

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- Day 18
- Sunday, October 1, 2023
- 🌧 24 °C
- Altitude: 1,037 m
Sri LankaElla6°52’25” N 81°2’49” E
1.10.23, Ella

Das Städtchen Ella, inmitten des Sri Lankanischen Hochlandes, ist touristisch schlecht hin. Die hippen Restaurants, Spa- und Massagesalons und kleinen Geschäfte mit Schnickschnack, Tees und Klamotten könnte es in jedem anderen Südostasiatischen Touristen Hot Spot auch geben. Und dennoch ist es schön. Zum Beispiel bekomme ich hier endlich mal wieder ein richtig gutes Eis (veganes Cashew Caramel Sorbet auf Kokosmilchbasis und ein Almond Mocchachino (Mandeln, Schokoeis mit einem Hauch von Kaffee)) und bei Burger, Falafel und mit Käse gefülltem Omlette werden wir schwach.
Den großen Adams Peak mit seinen 5200 Stufen haben wir auf Grund des Wetters übersprungen. Über Ella trohnt jedoch der LITTLE ADAMS PEAK. Nur eine knappe halbe Stunde hinauf und es eröffnet sich ein 360 Grad Blick über die bergig grüne Landschaft. Wie schade nur, dass eine dicke Wolke über uns hängt und wir eigentlich NICHTS sehen 🫣 Doch die Geduld lohnt sich: langsam klart es wieder auf und wir lieben die unterschiedlichen Farbschattierungen von Palmen, Kiefern, Tee und Gemüseanbau. Dazwischen blitzen immer wieder gelbe oder rote Blüten hervor, Bungalows sind an den Hängen errichtet oder eine weiße Stupa oder ein goldener Buddha ist irgendwo auszumachen. Auch die bunten Autos Schlängeln sich die Bergstraßen hinauf und bilden mit den aufsteigenden Wolken ein ganz besonderes Bild.
Der Rawana Pool Club hat rund um den Gipfel einen richtigen Amusement-Park aufgebaut. Gegen ein heiden Geld kann man hier ein Sonnenbett mieten, im VIP Pool baden, sich ein Flatterkleid für Instagram Pictures ausleihen, auf der passenden Schaukel über den Tee schaukeln, eine Kletterwand Beklettern (maximal eine 3+) und mit einer Zip Line ins Tal rauschen. Der passende DJ beschallt auf jeden Fall das ganze Areal.
Neben dem Sigiriya Rock, ist die Nine Arches Bridge wohl eines der bekanntesten Fotomotive des Landes. Somit wollen wir auch diesen Schnappschuss ergattern. Wir sind von nun an mit Leeches-Socks (Anti Blutegel Socken) ausgestattet, da das Trauma noch wirklich sehr tief sitzt. Wir sind also bereit Instagram-Fotos in den Teefeldern unterhalb der Brücke zu machen. Außerdem haben wir es durch Zufall richtig abgepasst und der Zug kommt jeden Augenblick. Trotz der vielem Menschen, die es uns gleich tun, ist es ein besonderes Erlebnis und die Fotos sind einfach nur spektakulär.
Zum Abend essen wir zum 3. Mal im gleichen Restaurant: das Chill Cafe ist einfach das Beste!Read more
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- Day 18
- Sunday, October 1, 2023
- 🌧 24 °C
- Altitude: 1,023 m
Sri LankaElla6°52’28” N 81°2’50” E