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Weltreise ab 2022

●Ikigai●
Ikigai kommt aus dem japanischen und beschäftigt sich mit dem Sinn des Lebens und wofür es sich lohnt, morgens in den Tag zu starten. Nun folgen wir unserer Passion dem Reisen und haben dafür unseren Rucksack gepackt. Auf gehts.
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  • Tschau Südamerika!

    14. februar 2023, Brasilien ⋅ 🌧 26 °C

    Liebe Leserinnen und Leser

    Wir sitzen in Brasilien am Flughafen, Philipp und Chantal fliegen heute nach 347 Tagen zurück in die Schweiz. Wir fragen nach.

    Was war denn jetzt euer Lieblingsland?
    Das können wir so nicht beantworten, wir hatten viele Highlights und jedes Land hatte seine Vorzüge.
    Die herzlichsten Leute trafen wir in El Salvador und Brasilien, das beste Essen assen wir in Mexiko und Nicaragua, die Vulkanlandschaft in ganz Mittelamerika war beeindruckend.
    Aber auch Kolumbien war fantastisch! Die Natur, die Kolonialstädte, die Kultur und unsere Kaffee-und-Kuchen-Zeremonien.
    Die Galapagosinseln in Ecuador waren wundervoll.

    Was waren eure schönsten Momente?
    Der erste Vulkanausbruch, als wir auf dem Acatenango standen und die unheimliche Kraft der Erde auf uns wirkte.
    Als wir gemeinsam in der Silvesternacht angekleidet ins Meer gesprungen sind.
    Der Gleitschirmflug, als wir über Kolumbien in die Höhe gestiegen sind.
    Der Moment, als in Costa Rica die riesige Meeresschildkröte aus dem Meer gelaufen ist.
    Natürlich gibt es noch viele mehr, doch das würde in diesem Interview den Rahmen sprengen.

    Was hat euch beim Reisen am Besten gefallen?
    So viel Zeit draussen zu verbringen. Die Unbeschwertheit. Die Natur zu erkunden und Tiere zu entdecken. Nicht zu wissen, was der Tag und der neue Ort für Überraschungen bereithält. Das satte Grün überall. Jeden Tag nach Lust und Laune zu gestalten.
    Die grosszügigen Menschen. Zum Beispiel Timmy, der uns in Mexiko tagelang durchgefuttert hat, obwohl er uns nicht mal kannte. Fremde im Bus, die uns ihre Süssigkeiten angeboten haben oder uns in einer Bar ein Bier spendiert haben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
    Alle Einheimischen, die unserem schlechten Spanisch (zumindest zu Beginn) zugehört haben und uns immer geholfen haben, die nächste Busstation oder dergleichen zu finden.
    Was uns zu Beginn noch Mühe bereitete, hat sich gelohnt: Mit den Leuten die Landessprache sprechen zu können, hat uns Spass gemacht.

    Was werdet ihr vermissen?
    Alles. Die freundlichen Leute, die Wärme, die Früchte und vieles mehr.

    Hättet ihr etwas anders gemacht?
    Nichts was uns besonders in Erinnerung geblieben wäre, bis auf die Nächte in den Gruselhotels Bluefields und Valladolid.

    Hattet ihr prägende negative Erlebnisse?
    Chantal: Nein. Meine Sorgen in der Schweiz waren unbegründet. Kein Diebstahl, Raub, Entführung, Verkehrsunfall, Tropenkrankheit und was frau sich beim Nicht-einschlafen ausmalen kann, ist nicht eingetroffen.

    Habt ihr etwas gelernt?
    Die grosse Erleuchtung hatten wir jetzt nicht. Wir haben etwas Spanisch gelernt, sind aus unserer Komfortzone raus gekommen und haben ein wenig mehr von der Welt gesehen.

    Heute fliegt ihr nach Hause, wie fühlt ihr euch?
    Philipp: Super, ich freue mich!
    Chantal: Ich freue mich auch, bin aber traurig.

    Auf was freut ihr euch denn?
    Familie, Freunde, Raclette, Fondue, der ganze andere Käse, Berge, Berndeutsch, pünktlicher ÖV, trinkbares Leitungswasser, Barillapesto (Chantal), Tartar-Mayo & Rivella & Sauerkraut (Philipp)

    Wars das jetzt?
    Nein! Seit längerem planen wir ein Abenteuer in der Schweiz, auf welches wir uns sehr freuen. Wenn es soweit ist, halten wir euch auf dem Laufenden.

    Habt ihr letzte Worte vor dem Flug?
    Wir haben uns immer sehr darüber gefreut, dass ihr unsere Berichte gelesen, gelikt und kommentiert habt. Wir hoffen, dass ihr ein wenig Geduld habt, bis der nächste Beitrag erscheint.

    Bis bald!
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  • Belém

    13. februar 2023, Brasilien ⋅ ⛅ 26 °C

    Unsere schöne Zeit in Jeri neigte sich dem Ende zu und so fuhren wir vier Stunden nach Sobral. Dort übernachteten wir eine Nacht, worauf wir eine 26-stündige Busfahrt in Angriff nahmen. 🌝
    Wir haben uns einen tollen Bus gebucht und unsere Lieblingsplätze zuoberst in der ersten Reihe waren auch noch frei. Der Gegenverkehr hat uns doch ein paar Mal Angst eingejagt, doch unser Busfahrer konnte jedes Mal gekonnt Richtung Strassengraben ausweichen. 🙈
    In Belém erkundeten wir ein wenig die Stadt, wo es uns bei den Docks am Besten gefallen hat. Ausserdem entdeckten wir eine geniale Pizzeria mit sehr herzlichem Personal, welche sich über unsere wiederkehrende Besuche sehr gefreut hat. ☺️
    In einer Shoppingmall liefen wir auf das oberste Parkdeck, um uns die Aussicht anzusehen. Kaum haben wir jedoch den Boden berührt, wurden wir von einem Sicherheitsmann angehalten. 👮🏽‍♂️
    Als wir unser Vorhaben erklärt haben, erlaubte er uns noch zwei Minuten zu bleiben. 😄
    Über Belém können wir leider nicht viel Positives berichten, wie so oft bewegt man sich in zwei Welten: von der wohlhabenden Welt (die Restaurants an den Docks mit europäischen Preisen, die Shoppingmalls, die goldenen Kirchen) zu der armen Welt (Armut, vermüllte Strassen, Bettler, Ratten).
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  • Jericoacoara

    5. februar 2023, Brasilien ⋅ ⛅ 26 °C

    Der Traum einer jeden Busfahrt: In der vordersten Reihe, im oberen Stock vor der riesigen Panoramascheibe sitzen und die Landschaft an sich vorbei ziehen zu lassen. Wohlfühlregel Nummer 1: Den Gegenverkehr, der gerne auf die Gegenfahrbahn fährt, nicht beachten und nicht über die Knautschzone der vordersten Reihe nachdenken. 🚌
    So fuhren wir glücklich nach Jijoca, von wo uns noch 28 Kilometer von unserem Ziel Jericoacoara trennten.
    Die Strecke kann man nur mit einem Allradfahrzeug zurücklegen und so setzen wir uns hinten auf einen Jeep, hielten uns gut fest und fuhren 45 Minuten durch die Sanddünen. ☀️
    Jeri liegt am Meer in einem Nationalpark und ist von unzähligen riesigen Dünen umgeben. 🏖️
    Wir haben sieben Nächte in einem tollen Airbnb gebucht, hatten ein kleines Häuschen, eine grosse Küche und einen gemütlichen Sitzplatz fast ganz für uns alleine. ☺️
    Der einzige Nachteil: Unsere Vermieterin Brenda war ein Schatz, aber leider unglaublich laut.
    Von allen Ländern, die wir bis jetzt besucht haben, sprechen die Brasilianer wahrscheinlich am lautesten und Brenda gehörte wohl zu den Lautesten im ganzen Land.
    Dazu kam die Baustelle im Häuschen nebenan, von irgendwo beschallte uns ein Lied in Endlosschleife und ein Esel schrie die ganze Nacht. 🤫😂🙉
    Uns gefiel es irgendwie trotzdem, so dass wir noch drei Nächte verlängert haben.
    Obwohl Jeri sehr touristisch ist, hat es seinen Charme behalten und es gefiel uns sehr.
    Im Dorf gibt es keine befestigten Strassen, alles ist auf Sand gebaut und uns gefielen die vielen hübschen Restaurants, Bars und Esel.
    Wir verbrachten unsere Zeit mit lesen, Musik hören, Schach spielen, kochen, baden und einer Dünenwanderung.
    Bis auf einen sehr schmerzhaften Quallenangriff auf Chantal hatten wir eine tolle Zeit. 🥰
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  • Fortaleza

    28. januar 2023, Brasilien ⋅ ☀️ 30 °C

    In der fünfgrössten Stadt Brasiliens genossen wir die riesige breite Strandpromenade und spazierten durch die Gassen.
    Langweilig ist uns generell selten bis nie, doch bringt Brasilien in letzter Zeit eine ziemlich faule Seite von uns zum Vorschein.
    In Fortaleza wurde die Vorkarnevalszeit gefeiert, wobei wir besonders die Kostüme feierten. Umzüge zogen laut durch die Strassen und es wurden massenhaft Kondome verteilt.
    Am breitesten Strand, den wir jemals gesehen haben, fand ein Konzert statt. Dort trafen die Meisten mit einer riesigen Kühlbox voller Bier ein oder tranken den Schnaps direkt ab der Flasche und tanzten Barfuss im Sand.
    Jeden morgen frühstückten wir auf der Dachterrasse die liebgewonnene Papaya.
    Wir genossen die Sonne, welche uns jeden Tag anschien und uns zum Schwitzen brachte.
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  • Natal

    24. januar 2023, Brasilien ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir würden euch, trotz unseren unspektakulären Aufenthalts, gerne etwas interessantes über Natal erzählen.
    Na gut los gehts. Wie unsere Recherchen für diesen Eintrag ergeben haben, gehört Natal zu den gefährlichsten Grossstädten der Welt. 2017 lag sie sogar auf Platz 4. Das haben wir nicht gewusst und haben uns daher auch sehr sicher gefühlt. 😅🙈

    Ein kleiner Exkurs über unsere "Verhaltensregeln" in Städten Mittel -und Südamerikas, die wir mehr oder weniger einhalten: 👨‍🏫👩‍🏫
    -keine Abkürzungen nehmen. Was nach einer verführerischen Abkürzung aussieht, endet oft in einer dunklen Sackgasse oder Nebenstrasse.
    -Keinen Schmuck tragen.
    -Nicht reich aussehen. In unseren abgetragenen Klamotten, ist das auch keine Herausforderung.
    -Uber statt Taxi nehmen, das ist sicherer. Jeder kann sich ein gelbes Auto kaufen und noch Taxi drauf schreiben. Uberfahrer sind elektronisch erfasst und die Fahrt wird von Fahrer und Fahrgast per GPS aufgezeichnet. 🚕

    In den brasilianischen Nachrichten wird man auch immer wieder an die Gewalt und Kriminalität erinnert. So zeigen sie oft die Bilder von Tötungsdelikten der Überwachungskameras oder wie tote Bandenmitglieder aufgefunden werden. Die Gesichter werden dabei schon verpixelt, würden in unseren Medien so bestimmt trotzdem nicht gezeigt werden.

    Zurück zu Natal. Philipp war ein bisschen krank, wir verbrachten viel Zeit am Strand und in einem grandiosen Buffetrestaurant. 🙃
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  • Pipa

    19. januar 2023, Brasilien ⋅ ☁️ 29 °C

    Ein bisschen genervt warteten wir vor dem Metalltor des neuen Airbnbs. Der Schweiss lief uns nach den zwei Kilometern bei 37°C, mit dem Gepäck auf dem Rücken und vor der Brust, nur so zwischen den Brüsten runter. 💦
    Die Besitzerin meldete sich noch immer nicht und so kamen wir nicht hinein, zum Glück kam dann die Putzfrau, welche uns schliesslich hinein lies und uns zum kleinen Häuslein führte. 🛖
    Zur Begrüssung bekamen wir je eine Schüssel Popcorn, als eine Mango vom Baum fiel, durften wir auch diese essen. 🥭
    Auf dem Gelände stehen verschieden Obstbäume und Palmen, alles was zu Boden fällt durften wir essen, so dass wir fleissig durch den Garten streiften.

    Guten Morgen Sonnenschein. ☀️
    Den Vormittag verbrachten wir im wilden Wechsel zwischen Sonne und sehr starkem Regen. 🌈
    Irgendwann machten wir uns zum Strand auf, wo wir uns unter einen Sonnenschirm setzen und in der Hitze ein Bier und eine Portion Pommes bestellten. 🍟🍻
    Als der Keller mit dem Bier kam, war der Sonnenschirm doch eher ein Regenschirm und wir waren froh am Trockenen zu sitzen. ☂️
    Wir gingen einkaufen und kehrten zurück zu der Unterkunft, wo wir von unseren neuen Nachbaren lautstark begrüsst wurden. 👋🏽
    Nach kurzem Wegräumen der Einkäufe wurde Philipp eingeladen zu ihnen zu kommen, Chantal folgte kurz darauf.
    Die Kommunikation war schwierig, die brasilianische Familie, welche aus einer Grossmutter (welche Geburtstag hatte) und einem Elternpaar mit Kind bestand, sprach nur portugiesisch. Die Google Spracheingabe war wieder einmal die Rettung. 👍
    Es stellte sich heraus, dass Fabio doch ein bisschen englisch sprach und mit zunehmendem Alkohol, sprach er auch mehr. 😉
    Er fragte, ob wir schnell auf seine Schwiegermutter und seine Tochter aufpassen können, denn er wolle mit seiner Frau die Schwester abholen, welche beim Busbahnhof angekommen sei. Sie seien in 30 Minuten zurück.
    Natürlich willigten wir ein, denn schliesslich sind es nur zwei Kilometer und sie haben ein Auto. 🚗

    Die Zeit verging, der Google Übersetzer lief auf Hochtouren und die Situation wurde etwas unangenehm. Die Mutter von Fabio erzählte uns allerhand über ihre neue Liebe aus dem Oman, welche sie noch nie gesehen hat, jedoch sehr verliebt ist. Dazu wollte sie unsere Meinung wissen, während wir einen Bärenhunger hatten und lieber gekocht hätten. 😗
    Nach über zwei Stunden kamen die anderen mit einem Bier in der Hand zurück, worauf wir dann endlich kochen gingen.
    Mit vollen Bauch quatsche es sich dann besser und wir verbrachten noch viel Zeit bei ihnen.

    Die folgenden Tage verbrachten wir am Meer, ständig auf der Suche nach Delfinen. 🐬
    In der Delfinbucht suchten wir das Meer vergebens ab und so verbrachten wir unsere Zeit am Praya do Madeira. Dort konnten wir uns für einen Mindestkonsum von 9 CHF den Luxus von zwei Liegestühlen gönnen, vor uns hin grinsen und uns die Delfine ansehen. Ja, richtig gelesen! 🐬🥰
    Während der Ebbe kamen die Delfine nahe an den Strand und sprangen, wie auf einem kitischigem Poster, aus dem Wasser.
    Chantal sprang natürlich gleich ins Meer, wo sie den Delfinen auch sehr nahe kam, welche in den hohen Welle schwammen.
    Es war fantastisch. 😍
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  • Joao Pessoa

    16. januar 2023, Brasilien ⋅ ⛅ 28 °C

    Joao Pessoa ist für uns, wie viele Wörter auf portugiesisch, schwierig auszusprechen. 🇧🇷 Nichtsdestotrotz haben wir einen Bus zu der Küstenstadt gefunden und uns in einem Hostel einquartiert. 🛌
    Zwischen uns und dem feinen Sandstrand mit seiner hübschen Strandpromenade lagen nur fünf Minuten und so waren wir sehr glücklich.
    Unsere nennenswerteste Tat war ein Spaziergang zum östlichsten Punkt von Südamerikas Festland. 🌎
    Dort steht auch die östlichste Palme, die eher etwas lädiert aussieht. 🌴
    Vielleicht hat sie durch die vielen Selfies und dem Posieren schon viel durchgemacht.
    Sonst haben wir schlicht und einfach das Leben genossen und jeden Tag im selben Restaurant zu Mittag gegessen. Dort kann man sich an einem Buffet für 3.50CHF einmalig einen Teller füllen. Es war sehr unterhaltsam zuzusehen, wieviel manche Leute strategisch auf einen Teller stapeln können und anschliessend noch überall Pommes in die freien Stellen quetschen. 🍟
    Philipp hat auch eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Hier sieht man sehr viele hochgesteckt Daumen. 👍
    Sei es als Geste zum Tschüss sagen 👍, Nein Danke an Strandverkäufer 👍, als Danke zu einem Autofahrer 👍 oder „alles klar“ 👍 im Hostel.
    Anpassungsbegeistert wie wir sind, haben wir da gleich mitgemacht. 👍 Lass auch du einen Daumen da 👍
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  • Olinda

    10. januar 2023, Brasilien ⋅ ⛅ 29 °C

    Im Nachtbus wurde schon um 20:00 Uhr das Licht ausgeschaltet, der Bus brummte vor sich hin und so fielen alle im Bus in einen Dornröschenschlaf. 😴
    Wir kamen ausgeschlafen in der Grossstadt Recife an und fuhren mit einem Uber ins nah gelegene Städtchen Olinda, welches eine der ältesten Städte Brasiliens ist.
    Dort haben wir für vier Nächte ein Airbnbzimmer bei Inga gebucht. 👩‍🦰
    Inga ist eine 60-jährige deutsche Auswanderin, lebt seit 35 Jahren in Brasilien, wohnt in einem wunderschönem Haus mit grossem Garten mit Pool und ist ein wahrer Schatz. 🥰
    Sie hat jeden Morgen ein riesiges Frühstück für uns gezaubert, unsere Wäsche gewaschen und sich herzlich um uns gekümmert.
    Chantal hat sich seit langem wieder Mal wie Zuhause gefühlt und ist nur ungern wieder gegangen.
    Aber zurück zu Olinda. Aus Verteidigungsgründen wurde die Stadt 1535 auf den Hügeln über dem atlantischen Ozean gebaut. Sie war als „Klein-Lissabon“ bekannt und galt im 16. Jahrhundert als reichste Stadt Brasiliens. 🌴
    Wir liefen die schönen Gassen ab, genossen die Aussicht und besuchten ein Karnevalmuseum, wo die riesigen Karnevalpuppen aus Olinda ausgestellt sind.
    Es muss lustig aussehen, wenn sie mit den riesigen Figuren durch die Strassen ziehen. 🎎
    Einen Tag verbrachten wir in der Grossstadt Recife, wo es uns ehrlich gesagt nicht gefallen hat. Im Meer baden darf man wegen dem grossen Vorkommen an Haien an vielen Orten nicht, so dass wir doch lieber in Ingas Pool gehüpft sind. 🦈
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  • Die bunte Bude

    5. januar 2023, Brasilien ⋅ 🌧 23 °C

    Im riesigen Nationalpark Chapada Diamantina, liessen wir uns in Lencois, der kleinen Diamantenhauptstadt nieder. 💎
    Mittlerweile ist es verboten, Diamanten zu schürfen, doch war im 19. Jahrhundert die Region im Landesinneren im Gold -und Diamantenrausch. 💰
    Als dann die Minen in Südafrika gefunden wurden, ging die Produktion zurück und übrig geblieben sind ein paar kleine Dörfer, welche sich nun auf den Tourismus konzentrieren. 🧑‍🤝‍🧑
    Wir kamen nachmittags an und waren positiv überrascht. Uns erwarteten bunte Fassaden, gepflasterte Gassen, viele Kaffees und Restaurants. Letztere deutlich über unserem Budget, aber immerhin sehr schön anzusehen.🙂
    Zum Glück haben wir vorausschauend ein kleines Hotel mit Frühstück gebucht, wo wir uns am Buffet die Bäuche vollgeschlagen haben. 🫃🏼
    An unserem ersten Tag machten wir uns zu einer Wanderung zu einem Wasserfall auf, welche wir leider kurz vor Ende abbrechen mussten. Der „Weg“ am Fluss entlang wurde uns zu gefährlich, da unsere Wanderung zu einer Kletterpartie ausgeartet ist. 🫣
    Den zweiten Tag verbrachten wir an einem Fluss, wo sich das eiskalte Wasser wunderbar in tiefen Wasserbecken angesammelt hat. Zum Temperaturausgleich zu den heissen Temperaturen, haben wir unsere Füsse ins Wasser gesteckt, wo wir sie uns unbemerkt verbrannt haben. So sind wir mit verbrannten Füssen zu einer Reiseagentur gelaufen und haben für den nächsten Tag eine Tour gebucht.

    Die Tour am dritten Tag hat Spass gemacht. Zusammen mit sieben Brasilianern und unserem Tourguide Dodo, haben wir uns auf den Weg zu einer Höhle gemacht. 🔦
    Dort wurden wir einem anderen Guide übergeben, welcher uns rumgeführt hat. Dodo hat uns alles auf englisch übersetzt, so dass uns nicht langweilig wurde. 🙌🏽
    Am Schluss haben wir uns alle weit unten, in die hinterste Ecke der Höhle gesetzt und die Taschenlampen ausgeschaltet. Dunkel, dunkler, Höhle. 🫣
    Während der Tour lernten wir die anderen Brasilianer kennen, welche fast alle englisch gesprochen haben. Sie waren total nett, haben uns typische brasilianische Süssigkeiten gekauft (steinhart und süss) und uns auf allerlei in der Landschaft aufmerksam gemacht. 🥰
    Nach dem Mittagessen liefen wir zum Tafelberg Morro do Pai Inacio, von wo wir eine grandiose Aussicht über das Hochplateau hatten. Dodo kochte uns Kaffee und erzählte uns die Legende von dem Berg, welche hier jedoch den Rahmen sprengen würde. 📖
    Natürlich durften auch die unzähligen Fotos nicht fehlen, wo wir jedoch unsere „Ich-bin-Schweizer-posieren-ist-peinlich-Scham“, nie ganz ablegen, wohingegen die Brasilianer manchmal alles geben, um Po und Gesicht auf ein Foto zu kriegen. 😂
    Anschliessend machten wir noch einen Stop an einem Fluss um zu baden, was wir eher langweilig fanden. 🥱
    Am Abend gingen wir, wie fast jeden Abend, Falafeldürüm einer ausgewanderten Syrerin essen und anschliessend in einen Acai-Shop. In diesen Selbstbedienungsshops kann man sich aus einer grossen Anzahl Eis bedienen, einen Becher füllen, Streusel, Kekse, Nüsse oder Smarties darüber streuen, wiegen lassen und anschliessend per Kilo zahlen. Ein Kilo kostet 10CHF und so wurden wir schnell Stammgäste. 😉
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  • Neujahr im Meer

    31. december 2022, Brasilien ⋅ 🌙 25 °C

    Nach der zweiten Nacht im Gruselkabinett, freuten wir uns ernsthaft auf unsere 27-stündige Busfahrt. Leider wollte uns der Besitzer der Unterkunft noch Schäden an der Wohnung anhängen, doch das ist eine andere Geschichte. 📚
    Die lange Fahrt begann am Nachmittag, die Nacht verbrachten wir im Schönheitsschlaf und auch die übrigen Stunden waren sehr gemütlich und entspannt. 🚌😴
    Wir kamen am späten Nachmittag in Salvador an. Die Stadt liegt an der Ostküste und hat stolze 2.9 Millionen Einwohner. 🌇
    Wir wohnten in einem Airbnb bei einer sehr freundlichen Familie zu Hause, wo wir auch die Küche, Wohnzimmer und das Badezimmer teilten. So lernt man Land und Leute noch Mal besser kennen.
    Die liebe Mama Vera hat mit uns sehr, sehr langsam portugiesisch gesprochen, wir haben auf spanisch oder mit dem Smartphone geantwortet. So konnten wir uns ziemlich gut unterhalten. 🙂
    In Salvador liefen wir bei brutaler Hitze zur historischen Altstadt, welche uns sehr gut gefallen hat. Wir sahen uns die Kirchen an (welche leider nicht so kühl wie gewöhnlich waren), liefen durch die Gassen, sahen uns die bunten Fassaden an und tranken ein Bier im Schatten. 💒🍻
    Am Abend dinierten wir günstig in der Shoppingmall bei Kentucky Fried Chicken, für Chantal gab es Vegiburger bei einer anderen Fastfoodkette. 🍔🫄

    Schon stand der letzte Tag des Jahres vor der Tür und wir setzten uns abends (nach einem Burger aus der Mall) in eine Bar an die Strandpromenade. Es war öde. 🥱 Rund um uns war so gar nichts los, obwohl uns Vera und das Internet versicherten, dass hier am zweitmeisten in der riesigen Stadt los ist.
    Nach 301 Tagen ging uns anscheinend auch noch der Gesprächsstoff aus und uns war ziemlich langweilig. 🙈
    Doch dann freundete sich Philipp mit einem brasilianischem Paar vom Nachbartisch an, die zum Glück englisch sprachen. 🇧🇷
    Wir plauderten mit Manaia und Adriano über alles Mögliche, sie erzählten viel über ihr Leben und über Brasilien. Die Stimmung war super und die Promenade und Bars doch noch voller Menschen. 🥳 Die Meisten waren in Weiss gekleidet. Die Beiden erklärten uns dann auch weshalb.
    Wer weiss trägt, wünscht sich Frieden und Reinheit, wer z.B hingegen gelb trägt, wünscht sich für das neue Jahr Geld. 🕊️💸

    Ein kleiner Dialog, aus dem Abend:
    Adriano: „Chantal, soll ich den Mann am Tisch da drüben fragen, ob du ein Foto mit seinem Ballon machen darfst?“
    Chantal: „Nein, vielen Dank“
    Adriano: „Bist du sicher? Er gibt ihn dir sicher gerne kurz.“
    Chantal: „Nein, bitte nicht. Ich mag Fotos von mir nicht besonders.“
    Adriano steht auf und bittet den Mann um den Ballon, damit Chantal ein Foto machen kann.
    Mann: „Natürlich, selbstverständlich, ich mache am Ballon noch das Licht an.“
    Das Ergebnis findet ihr weiter oben.

    Um kurz vor Mitternacht öffnete Manaia ihre Tasche und präsentierte eine Flasche Sekt und zwei Gläser, von denen sie uns eines in die Hand drückte. 🍾🥂
    Um Mitternacht stiessen wir gemeinsam an und tranken die Flasche leer.
    Kurz darauf standen wir vier, gemeinsam mit vielen anderen, am Meer um gemeinsam „über 7 Wellen zu springen“. 🌊
    Dabei springt man über sieben (nur sieben!) heranrollende Wellen und zählt dabei laut mit. Anschliessend kann man sich etwas wünschen, was wir aber erst später erfahren haben. 😅
    Manaia und Roberto gingen dann ins Meer baden, um das alte Jahr abzuwaschen. Als sie rausgekommen sind, haben sie uns so lange animiert, bis wir auch ins Meer gerannt sind.
    Sie hatten recht, es war nicht kalt und hat irre Spass gemacht. 😂
    Lustig war auch, dass es dann wie aus Kübeln geschüttet hat und wir ganz entspannt im Regen stehen konnten.
    Um etwa 01:00 trennten sich unsere Wege, wir gingen nach Hause, um zu duschen und uns trockene Sache anzuziehen.
    Wieder zurück am Meer, lernten wir vier junge BrasilianerInnen kennen, mit denen wir noch durch die Strasse gezogen sind. 🥳
    Sie waren von uns genauso entzückt, wie wir von ihnen und der Google-Übersetzer hat uns alle vereint. 🥰
    Leider hat Leticia zu tief in die Wodkaflasche geschaut, worauf wir sie dann auf einen Hocker gesetzt haben und ab und zu jemand nachgeschaut hat, wie es ihr geht.
    Plötzlich war ein Catador bei ihr und hat aufgepasst, dass sie nicht vom Hocker kippt und hat sie gefragt, wie es ihr geht.
    Catadores sind „Müllsucher“, das heisst sie sammeln Unmengen an recyclebaren Sachen, um sie später zu verkaufen. Sie sammeln 90% von allem, was in Brasilien recycelt wird.
    Chantal hat dann dem Catador beim Betreuen geholfen und ihm 50 Real (9 CHF) in die Hand gedrückt, um Danke zu sagen und weil die Leute unglaublich arm sind.
    Dann hat er so etwas gerufen wie „pass auf meine Sachen auf“ (zwei riesige Säcke Aludosen) und ist blitzschnell weggerannt. 🏃🏾
    Etwa zehn Minuten später, kam er mit einer Kokosnuss für Leticia wieder angerannt. Er drückte Chantal das Wechselgeld in die Hand und half Leticia beim Trinken. 🥥
    Chantal hat ihm dann das Geld wieder zurückgegeben, worauf er dann auch sichtlich irritiert war. Chantal hat seit dem noch oft an ihn gedacht.

    Bei Sonnenaufgang haben wir uns dann alle ganz oft umarmt, Nummern ausgetauscht und uns verabschiedet. 🥰
    Und so wurde aus einem langweiligen Silvester, eine ganz grosse Nacht.
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  • Vitoria

    27. december 2022, Brasilien ⋅ ☁️ 29 °C

    Nach einer langen Busfahrt assen wir im Subway, wurden von einem Taxifahrer abgezockt und landeten in unserem Airbnb, das Potenzial für einen Tatort in einem Horrorstreifen hätte.
    Vitoria diente uns nur als Zwischenstop für unsere Weiterreise und so erkundeten wir am nächsten Tag nur ein wenig die Stadt, um am nächsten Tag wieder weiter zu ziehen.Læs mere

  • Rio de Janeiro

    25. december 2022, Brasilien ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir kamen bei strömendem Regen unter einem Regenbogen in unserem Airbnbzimmer an, wo uns der Gastgeber auf portugiesisch alles erklärte, wobei wir einfach ab und zu genickt haben.
    Schon Mal vorneweg: Nun, da wir kein Wort mehr verstehen, wissen wir unser Spanisch doch sehr zu schätzen und realisieren, dass wir uns doch gut verständigen konnten. ☺️
    Die ersten zwei Tage verbrachten wir hauptsächlich an der Copacabana, wo wir den Strand und die knapp bekleideten, durchtrainierten BrasilianerInnen bewunderten. 👙
    Die Nachmittage verbrachten wir in einer Bar, wo wir uns das WM-Spiel um Platz drei, sowie das grosse Finale Argentinien vs Frankreich ansahen. ⚽️
    Die Stimmung war grandios und wir freuten uns über jedes Tor, da der Jubel riesig war, egal welche Mannschaft das Tor geschossen hat. 🥳
    Die folgenden drei Tage waren von starkem Dauerregen geprägt, wir waren unmotiviert und kamen auch bei der Reiseplanung nicht vom Fleck. Wir sahen uns ein wenig die Stadt an und gingen Kaffee trinken. 😒
    Schliesslich entschieden wir uns, unseren Aufenthalt in Rio zu verlängern, da wir uns viele Attraktionen wegen dem Dauerregen und der beiden WM-Spiele gar nicht angesehen haben.
    Für uns beide war jedoch klar, dass wir aus unserem Preishit-Zimmer raus müssen. 🏃‍♂️🏃‍♀️
    Beim Buchen haben wir auf der Karte gesehen, dass die Wohnung an der hintersten Strasse des Quartiers liegt. Ein Blick auf die Satellitenkarte hätte uns aber gezeigt, dass dahinter eine Favela (ohne Strassen) liegt, was das Schlafen ziemlich schwierig machte. 🥱
    So buchten wir uns zu Weihnachten ein schönes Hotel in einem anderen Quartier, wo wir uns gleich viel wohler fühlten. Das Wetter wurde besser und auch in unseren Herzen schien wieder die Sonne. ❤️☀️

    Glücklich und froh, sahen wir uns die Touristenattraktion Nummer 1 an:
    den Zuckerhut. Wir liefen bis zur Mittelstation durch den Wald, entdeckten Äffchen und eine riesige Menge an Touristen. 🐒
    Mit der Bahn fuhren wir bis nach oben und genossen die Aussicht über die Stadt.

    Am nächsten Tag folgte die Touristenattraktion Nummer 2: Cristo Redentor.
    Die 30 Meter hohe Christusstatue aus dem Jahr 1931 liegt auf dem Berg Corcovado und so liefen wir zu der Talstation. Dort mussten wir eine Stunde anstehen und fuhren mit der Zahnradbahn den Berg hoch.
    Dort beeindruckte uns die Statue, die Aussicht, aber auch der Massenandrang an Besuchern. Auf kleinstem Raum versuchte jeder ein Selfie mit Jesus zu machen, was ziemlich absurd aussah. 🤳🤳🤳

    Am 24. Dezember liefen wir zum botanischen Garten und holten uns unterwegs Verpflegung in einem Supermarkt, wo Philipp mit einem Einheimischen ins Gespräch kam. 🇧🇷
    Später rief uns dieser zu seiner Self-Scanning Kasse, wo er unsere Einkäufe (zwei Dosen Bier & eine Cola) einscannte, uns diese wieder in die Hände drückte und uns mit einem herzlichen Lachen schöne Weihnachten wünschte. So ein netter Kerl! 😍
    Der botanische Garten war leider schon geschlossen und so stiessen wir an einem kleinen See auf den Fremden und Weihnachten an. 🍻
    Den Nachmittag verbrachten wir mit den Füssen im Sand an der Copacabana. 🏖️Nach einer Dusche im Hotel, suchten wir uns etwas zum Abendessen. 🍴
    Wir suchten, suchten und suchten.
    Wir fanden uns plötzlich in einer feuchten Umarmung eines betrunkenen Obdachlosen wieder, Hunger hatten wir immer noch. 🙈
    Rio war wie ausgestorben, sogar der Burger King und der Subway war geschlossen. Schliesslich fanden wir ein etwas heruntergekommenes Buffetrestaurant, wo wir noch die Reste zusammenkratzten. 😬

    Der 25. Dezember verlief etwa gleich wie der Tag zuvor, bloss hatten wir einen deutlich schöneren Abend. Im Viertel war wieder etwas los und so teilten wir uns in einer Bar eine Pizza. 🍕
    Dort lernten wir Fabienne aus der Schweiz und Jean Pierre aus Frankreich kennen. Fabienne gründete das Unternehmen Bora Bora Seasalt und gemeinsam leben sie nun auf Tahiti. 🏝️
    Fabienne hat Chantal spontan ein kleines Glas von ihrem Salz geschenkt. Ein wunderschönes und überraschendes Weihnachtsgeschenk! 🎄🥰
    Wir quatschten lange und tranken einige Caipirinhas, ein typisch brasilianischer Cocktail, der es in sich hat. 🍸
    Wir zogen gemeinsam in einen kleinen Club weiter, fühlten uns unsterblich und ignorierten, dass wir am nächsten Tag um sechs Uhr aufstehen müssen. ⏰
    Wir fielen um halb vier ins Bett und verpennten glatt den Wecker, den wir nicht gestellt hatten.
    Zum Glück wachte Philipp um halb neun auf, worauf wir innerhalb von sieben Minuten aufstanden, packten und in ein Taxi hasteten.
    So schafften wir es haarknapp auf unsere zehnstündige Busfahrt, welche pünktlich um zehn nach neun startete. 🥴
    Da fühlten wir uns alles andere als unsterblich.
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  • Schwierige Entscheidungen

    14. december 2022, Peru ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir baten die nette Dame am Schalter für Wlan, wir sind wie in allen Länder zuvor ohne Sim-Karte unterwegs. 📵
    Wir suchten vergeblich nach Transportunternehmen, welche doch noch irgendwo in irgendeine Richtung fahren. ⛔️
    Nach einigen Momenten des Nichtstun, beschlossen wir uns eine Unterkunft zu suchen, denn uns war klar, dass wir so schnell, nirgendwo hinkommen werden.
    Wir buchten uns im selben Haus wie die Tage zuvor, ein anderes Airbnb, beim gleichen Host, für eine Nacht. 🏘
    Schweigend trottelten wir zurück.
    Informationsbeschaffung, welche Möglichkeiten haben wir, was ist realistisch, was könnte noch passieren.
    Nach einigen Stunden der Recherchen und des Kopfkinos, beschlossen wir uns zu bewegen. Wir liefen quer durch Trujillo, assen etwas zu Mittag und kauften Lebensmittel fürs Abendessen.
    Zurück in dem Zimmer schauten wir gemütlich das Halbfinal Spiel Argentinien gegen Kroatien, welches Argentinien klar gewann. ⚽️

    Uns wurde klar, dass die Situation länger bestehen wird, als nur für einen Tag und so verlängerten wir das Zimmer für eine weitere Nacht.

    Immer den Newsticker lesen und darauf warten, etwas Positives zu lesen, macht die Situation bekanntlich nicht besser. 📰
    So liefen wir schon früh los, um die Pyramiden Sol y Luna zu besichtigen. Der Weg war alles andere als schön, doch tat es gut, die Beine zu bewegen. 🏃‍♂️
    Wir kauften uns Tickets für eine tolle Tour in der Mondpyramide und gemeinsam mit zwei Franzosen besichtigten wir die Anlage.
    Die zwei erzählten uns, dass sie am Vortag nach Lima reisen wollten. Sie haben es jedoch nicht geschafft, denn nach 14 Stunden des Wartens vor einer Strassenblockade, hat der Bus umgedreht. 🚎
    Da waren wir das erste Mal froh, dass der Bus doch nicht gefahren ist.
    Wir fuhren zurück, assen zu Mittag und sahen uns das zweite Halbfinale an, wo Frankreich Marokko geschlagen hat. ⚽️
    Zuhause lasen wir, dass einige Busse seit drei Tagen vor den Barrikaden der Demonstranten stehen.
    Den Leuten in den Bussen geht das Geld aus, sie können sich nichts mehr kaufen, zudem werden die Lebensmittel rund um die Strassensperren teurer.

    Wir verlängerten das Zimmer erneut für eine Nacht. 🌙

    Die Demonstranten werden immer mehr zu Vandalen, in den Nachrichten laufen kuriose Videos, hauptsächlich vom Süden Perus.
    Zu lesen gab es auch nichts Erfreuliches.
    Chantal führte Philipp durch die Stadt, wir besichtigten den grossen Markt auf der Strasse, den botanischen Garten, welcher nicht sehr sehenswert ist und eine Shoppingmall, wo wir im H&M Socken kauften. 🧦
    Den ganzen Tag kam immer wieder das Thema auf: Wie soll es weiter gehen?
    Abwarten?
    Wird die Situation besser? Wenn Ja, wie lange könnte es dauern? Falls es wieder möglich wird in Peru zu reisen, wie wird es dann sein?
    Oder werden wir es bereuen, wenn wir das Land nicht schon früher verlassen haben?
    Wird der Flughafen in Trujillo auch noch geschlossen?
    Falls wir Peru verlassen, wohin?
    Nach viel diskutieren und den neusten Nachrichten, buchten wir kurz nach Mitternacht einen Flug nach Lima und einen Weiterflug nach Rio de Janeiro. 🇧🇷
    Wir buchten noch schnell eine Unterkunft und gingen endlich schlafen. 😴
    Um vier Uhr klingelte schon der Wecker, wir packten unsere Sachen und schon ging es los.
    Wir sind traurig, Peru so zu verlassen, wissen jedoch, dass wir noch einmal zurückkommen werden.

    Nun sitzen wir 11’884 m.ü.M im Flugzeug, in Richtung Rio de Janeiro und wissen nicht, was uns erwarten wird.
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  • Trujillo

    11. december 2022, Peru ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir sind wieder einmal Bus gefahren und kamen glücklich und gesund in Trujillo an. Trotz der kurvigen Strecke, hat sich kein Passagier im Bus übergeben, was doch eher eine Seltenheit geworden ist.
    Unser erster Tag stand ganz im Zeichen des Fussballs. Das erste Spiel, sahen wir uns im Airbnb an, dann ging es für uns in die Stadt, um eine gemütliche Bar zu suchen. ⚽️
    Das war gar nicht so einfach, doch pünktlich zum Anpfiff (England vs Frankreich) fanden wir einen gemütlichen Innenhof, wo wir bald am Tisch bei einer Gruppe Einheimischer sitzen durften. 🍻
    Die lustige Truppe hat ganz fest mit uns mitgefiebert, da sie dachten, dass wir von England kommen würden. Wir konnten dann aber erklären, dass wir „für“ England sind und nicht „von“ England. 😄
    Die Stimmung war feuchtfröhlich und wir diskutierten über Gott, Kinder, Politik und die Welt.
    Als wir auf Nachfrage erklärten, dass wir weder an Gott glauben, noch Kinder möchten, trafen wir auf grosses Unverständnis an, doch sie wünschten uns trotzdem alles Gute (und Kinder). 😅
    Politisch waren wir uns einig, dass wir uns glücklich schätzen können, aus einem politisch stabilen Land ohne Korruption zu kommen.
    Öfters mussten wir auf Googletranslate zurückgreifen, da unser Wortschatz nicht ausgereicht hat und lallendes spanisch etwas schwierig zu verstehen ist. 😂
    Wir hatten viel Spass zusammen und lösten unsere Begegnung mit Umarmungen auf, wobei Chantal auch ein paar Küsse auf die Stirn bekam. 😗

    Am nächsten Tag besuchten wir die Ruinen von Chan Chan. Das Chimu-Volk, baute zischen dem 13. und 15. Jahrhundert an der Pazifikküste die grösste Stadt präkolumbianischer Zeit Südamerikas.
    Wir wanderten durch das riesige Areal und sahen uns die alte Ruinenstadt und die Pyramiden an.
    Der Untergang von Chan Chan läuteten die Inkas ein. Diese wollten die Stadt einnehmen und leiteten dazu den Fluss um, so dass die Stadt regelrecht austrocknete. 70 Jahre später fielen die Spanier über die Stadt her.

    Am Montag wollten wir die Mond -und Sonnenpyramiden besuchen, die leider geschlossen waren. Dann liefen wir zum botanischen Garten, welcher leider auch geschlossen war. So landeten wir schliesslich in einem Einkaufszentrum, was ziemlich langweilig war. 🤷‍♀️🤦🏻‍♂️
    So spazierten wir ohne viel Zuversicht zum Meer, wo unsere Erwartungen erfüllt wurden. Viel Abfall, grosse Armut und graues Meer.
    Wieder zu Hause im Airbnb, kam eine Nachricht von unserem Airbnb-Gastgeber rein, dass es Strassensperren und Unruhen im ganzen Land gibt.

    Was ist passiert?
    Der Präsident Castillo wurde vom Kongress aus dem Amt enthoben, da er versuchte, diesen aufzulösen. Innerhalb weniger Stunden, scheiterte sein Versuch, illegal das Land zu übernehmen. Der Selbstputsch scheiterte, er wurde verhaftet.
    Seine bisherige Stellvertreterin Dina Boluarte wurde als seine Nachfolgerin vereidigt.
    Die Sicherheitslage eskalierte, es folgten Proteste, ein Flughafen wurde von Randalierern lahmgelegt und Strassensperren wurden errichtet.
    Die Protestanten fordern den Rücktritt Boluartes, baldige Neuwahlen und die Freilassung von Castillo.

    Wir liefen jedenfalls am nächsten Morgen zum Busbahnhof und trafen dort nur zwei Leute, aber viele Busse vor. Ein Gang zum Schalter und dann wussten wir, dass unser Bus wegen den Strassensperren nicht fahren wird. Wann die Strassensperren aufgelöst werden, wusste niemand.
    So setzten wir uns erstmal hin und besprachen unsere Möglichkeiten.🤷🏽‍♂️🤷‍♀️
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  • Cajamarca

    7. december 2022, Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    - wer suchtet, der findet (manchmal)

    Mit einem Minivan fuhren wir 11 Stunden nach Cajamarca. An die langen Reisetage sind wir bestens gewöhnt und schauten uns jede Menge Folgen der Netflixserie „Dark“ an. 📺
    Wir bezogen unser Airbnbzimmer, gingen ausgehungert Pizza essen und liefen noch schnell zu einem Aussichtspunkt hoch. 🍕

    Tags darauf, suchten wir ein Colectivo, um zu der Cumbemayo zu fahren. 🚐
    Das ist eine archäologische Stätte, die auf 3500 Meter Höhe liegt und Aquädukte, eine Grotte und Petroglyphen (in Stein gearbeitete Felsbilder) umfasst. Sie wurde um 1500 v. Chr. erbaut und liegt innerhalb von tollen Felsformationen. 💡
    Soweit so gut, doch ein Colectivo fanden wir nicht.
    Auch eine grosse Umfrage in der Bevölkerung hat nicht geholfen („Vielleicht gibt es (k)eins“, „wartet hier“, „wartet dort“) und so haben wir uns entschieden, einfach mal loszulaufen, das Colectivo wird uns schon einholen. 👆🏼
    Nach einigen Kilometern und vielen Höhenmetern, sind wir dann zu Fuss angekommen. Der Himmel wurde rasch dunkelgrau, es begann zu regnen und so joggten wir durch die Anlage. Die Felsformationen waren toll und wir saugten den Anblick im Blitztempo auf. ⚡️
    Wir fragten einen Polizisten am Eingang, ob es ein Colectivo in die Stadt geben würde. „Vielleicht, vielleicht nicht“. 👮🏽‍♂️
    Wir liefen wieder los, dieses Mal in Begleitung eines freundlichen Hundes, welcher uns nie aus den Augen liess, sich weigerte zurück zu laufen und sich zwischen uns versteckte, wenn sich andere Hunde näherten. 🐶
    Als wir uns nach vielen Kilometern der Stadt näherten, versuchten wir ihn zu überzeugen zurück zu laufen, was er jedoch so gar nicht verstand.
    Wir konnten ihn dann zum Glück auf einer Treppe (mit Hilfe einiger Hunde) doch noch vor der Stadt abhängen.
    Nach den zurückgelegten 30 Kilometern, kochten wir uns 500 Gramm Pasta, welche wir mit gutem Gewissen alle verdrückt haben.

    Am nächsten Tag, fanden wir schon nach sechs Kilometern Umherirren ein Colectivo, wobei wir noch ein Ticket für die Weiterfahrt für den nächsten Bus kauften.
    Wir fuhren zu den „Ventanillas de Otuzko“. Diese Steinformationen sehen wie kleine Fenster aus, waren früher aber Gräber. In denen wurden früher über 3000 Menschen, vor allem Adlige, begraben.
    Das Bizarre dabei ist, dass sie zuerst an einer anderen Stelle beigesetzt wurden und erst einige Jahre später, nachdem die Verwesung weit fortgeschritten war, in die Fenster umgelegt wurden.
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  • Chachapoyas

    5. december 2022, Peru ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach zwei Plaudereien am Busbahnhof, fuhren wir mit einem superbequemen Nachtbus nach Chachapoyas.
    Für fünf Franken Aufpreis, haben wir uns einen VIP-Platz gebucht, was sich definitiv gelohnt hat. Chantal kam auf über acht Stunden Schlaf, für Philipp lagen leider nur drei Stunden drin. 😴
    Wir konnten zum Glück schon um morgens um acht Uhr einchecken und waren darüber sehr froh. 🙂
    Was uns in Peru sehr gefällt: Ein bescheidenes Doppelzimmer kostet etwa 12CHF pro Nacht.
    Wir liefen gleich frühmorgens im Stechschritt zum Mirador Huanca Urco, denn wir hatten am Nachmittag noch einen dringenden Termin.
    Nach 13 Kilometern kamen wir am Aussichtspunk an und hatten einen wunderschönen Ausblick auf das Tal. ☀️
    Wir assen schnell unser neues Lieblingsmittagessen (Brötchen mit Schokolade) und liefen wieder zurück. 🍫
    Auf dem Rückweg mussten wir ziemlich Gas geben, um pünktlich zu unserem Date zu kommen: Dem WM-Spiel Schweiz gegen Serbien. ⚽️
    Um das Spiel sehen zu können, mussten wir uns etwas einfallen lassen, denn parallel zum Schweizspiel, spielte Kamerun gegen Brasilien, was auf dem Hauptsportsender ausgestrahlt wurde.
    Schliesslich setzten wir uns in ein Wettbüro, wo auf einem von acht Bildschirmen, unser Match ausgestrahlt wurde. 👍
    Die Schweiz gewann gegen Serbien 2:3. Das freute uns sehr, doch das Rundherum in so einem Wettbüro, war aber auch ganz interessant. 🧾

    Am nächsten Tag besuchten wir den Wasserfall Gocta. 💦 Mit mehr als 770 Meter Höhe gehört er zu den Grössten der Welt.
    Den Anblick wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so wanderten wir los, den Wasserfall sahen wir schon von Weitem. Der Weg führte ziemlich steil bergauf, unterwegs hörten wir uns Podcasts an und plötzlich standen wir vor dem Wasserfall.
    Irgendwie hatten wir mehr erwartet, bis wir bemerkten, dass uns der Weg sehr weit oben ausgespuckt hat. 😅 So liefen wir weiter und bestaunten den Wasserfall dann von unten und von weiter weg erneut. 😊
    Nach 25 Kilometern stiegen wir in ein Colectivo und fuhren zurück nach Hause. „Nach Hause“ definieren wir immer als den Ort, wo der grosse Rucksack liegt. „Nach Hause“ klingt im Alltag doch immer schöner und heimeliger, als „Hostel“.

    An Tag zwei, fuhren wir fast zwei Stunden nach Karajia und ein Spaziergang führte uns zu den Sarkophagen in den Felsen. ⚰️
    Diese Sarkophagen sind über zweieinhalb Meter hoch, weit Oben über den Klippen platziert und im Innern, befanden sich früher Mumien und Opfergaben, welche jedoch von Plünderern schon längst entfernt wurden.
    Wir sahen uns also die fünf Sarkophagen an, wobei wir dann doch ziemlich schnell genug gesehen haben und uns wieder an den Rückweg machten. 🤗

    Unseren letzten Tag verbrachten wir wieder mit einer kleinen Wanderung zum Canyon, wo das neutraditionelle Schokoladenbrötchen nicht fehlen durfte. 😊
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  • Hola Peru 🇵🇪

    1. december 2022, Peru ⋅ ☁️ 19 °C

    Mit dem allerersten Nachtbus unserer Reise, fuhren wir nach Chiclayo, in den Norden Perus. 🇵🇪
    Der Grenzübergang verlief zum Glück reibungslos und wir konnten sogar ein paar Stunden schlafen. 😴
    Die Stadt diente uns als erster Stop in Peru, es schien, als würden hier nicht viele Touristen einen Halt machen. Die Stadt lebt sehr von kleinen Märkten und vielen kleinen Geschäften. Oftmals ist der Gehsteig der Vorplatz der Geschäfte, wo Metall geschliffen, geschweisst und poliert wird, Schuhe genäht, Holz zugeschnitten, Farbe gemischt und vieles mehr gearbeitet wird.
    Wir waren von den Leuten sehr angetan. 🥰
    Alle waren sehr freundlich, viele wollten mit uns plaudern und haben Chantals Augen bewundert. Jemand hat auch aus einem Auto heraus rausgeschrien und gefragt, von wo wir kommen würden. 😁

    Nach einer erholsamen Nacht fuhren wir mit einem Colectivo zu den Pyramiden von Túcume.
    Diese erstrecken sich über ein Areal von 220 Hektar und sind die grösste bisher bekannte Ansammlung von Pyramiden dieser Art aus vorkulumbianischer Zeit.
    Wir liefen durch das riesige Areal und versuchten uns vorzustellen, wie es hier früher ausgesehen haben könnte. Das Museum hat uns dabei zum Glück weitergeholfen, denn dazu braucht man sonst schon einiges an Vorstellungsvermögen. 😅
    Am nächsten Tag besuchten wir das Museum der Königsgräber von Sipan. In dem sehr dunklem Museum, sahen wir uns das reproduzierte Grab des Herrn von Sipan an. 🪦
    Das dreistöckige Grab war sehr beeindruckend. Neben dem Herrn von Sipán, wurden sechs weitere Personen begraben: drei junge Frauen, zwei Männer (wahrscheinlich Krieger) und ein Kind im Alter von etwa neun Jahren. Die Überreste eines dritten Mannes (möglicherweise auch eines Kriegers) wurden auf dem Dach der Grabkammer gefunden, der in einer Nische mit Blick auf die Kammer sass. Den Kriegern, die mit dem Herrn von Sipán begraben wurden, wurden die Füsse amputiert, als wollten sie sie daran hindern, das Grab zu verlassen. Neben den Menschen fanden Archäologen in dem Grab insgesamt 451 zeremonielle Gegenstände und Opfergaben, sowie die Überreste mehrerer Tiere, darunter ein Hund und zwei Lamas.
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  • Ruhige letzte Tage in Ecuador

    28. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 18 °C

    Angekommen in Cuenca, bezogen wir unser Airbnb bei einer Familie. Das Zimmer war sehr schön eingerichtet und hatte super Internet. 💻
    Somit konnten wir die nächste Zeit unserer Reise weiterplanen. Auf den Galapagos war das Internet immer so schlecht, dass wir keine Lust hatten und beim Recherchieren fast verzweifelt sind.
    Wir verbrachten die Tage hauptsächlich mit kleineren Spaziergängen, Fussball schauen und der weiteren Routenplanung. 🗺
    Die Wäsche musste auch wieder mal gewaschen werden, denn Chantals Badetuch roch sehr stark nach Seelöwen. 🦭
    Bei einem Spaziergang liefen wir einer Parade entgegen, wo alle kostümiert am tanzen oder am laufen waren. 💃
    Es handelte sich um verschiedene Schulen, wobei die Schüler und Schülerinnen mehr oder weniger motiviert waren. 😅
    Wir sparten uns jeweils den Hunger fürs Abendessen auf, denn wir gingen jeden Tag indisch Essen. Dem Inder Nummer 3 blieben wir dann auch treu, er verstand es auch richtig scharf zu kochen und so wurde er unser Favorit.
    Die Familie hat uns sogar zum Geburtstag ihrer Tochter eingeladen, jedoch mussten wir ablehnen, denn wir reisten noch am selben Tag ab.
    Wir hatte sehr entspannte Tage in Cuenca, was wir sehr genossen haben. Nun freuen wir uns auf das neue Unbekannte. 🌎
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  • Vom Auf- zum Untergang

    22. november 2022, Ecuador ⋅ ☁️ 20 °C

    Kurz vor fünf Uhr morgens packten wir unsere letzten Sachen zusammen und liefen in Richtung Pier los.🚶🏼‍♀️
    Auch die Sonne guckte langsam über Südamerika hinweg Richtung Galapagos, so zeigte sich der Morgenhimmel von seiner schönsten Seite.🌅
    Wir fuhren mit der Fähre zurück nach Santa Cruz und von dort aus mit dem Bus in den Norden. Anschliessend fuhren wir mit der Fähre über die Meerenge, um wieder Bus zu fahren. 🚌🛥
    Angekommen am Flughafen gaben wir unser Gepäck auf und setzten uns zum Warten in die Lobby.
    Philipp wurde über die Lautsprecher ausgerufen und musste sich am Gate melden.
    Es stellte sich heraus, dass das Feuerzeug, welches er von seinem Vater hatte, ein Problem darstellte.
    Dieses ist seit Beginn der Reise in der Seitentasche des Rucksackes, nun gehört es dem Gepäckkontrolleur.
    Anschliessend flogen wir zurück nach Guayaquil.🛫

    Als wir um fünf Uhr ankamen, liefen wir zum Ende der Startbahn, denn dort war unser Zuhause für eine Nacht.
    Die Sonne hat den Tag auch überstanden und versank irgendwo zwischen Gebäuden und Autos. 🌇

    Wir assen eine leckere Pizza zu Abend und genossen den Schlaf unter den Flugzeugen.🍕
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  • Santa Isabela

    21. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C

    Ein kleines Boot schipperte uns frühmorgens auf unsere dritte und letzte Insel auf den Galapagos. 🛶
    In Santa Isabela setzten wir an einem ruhigen Steg an und liefen zu unserem Hostel. Schon unterwegs präsentierte sich das Dörfchen von seiner schönsten Seite. ☮️ Es ist verschlafen, ruhig und friedlich. Auf dem Weg entdeckten wir einen Flamingo und nach dem Einchecken machten wir uns gleich auf die Suche nach seinen Gefährten. 🦩 So liefen wir auf einem Holzsteg an kleinen Lagunen vorbei, wo wir auch ein einige entdecken konnten.
    Am Ende des Stegs tauchte eine Schildkrötenaufzuchtsstation auf und da wir uns neu im Club der Schildkrötenfans befinden, traten wir ein. 🐢
    Der Eintritt kostete uns je 10$ und ein Guide hetzte mit uns durch die Anlage. Der ganze Spass dauerte nur 15 Minuten und alleine durften wir nicht wieder rein. Wow, was für ein Reinfall.
    Dafür entdeckten wir kurz darauf noch ein paar Flamingos und bei diesen Beinen, kann Mann/Frau nicht lange böse sein.
    Am nächsten Tag liefen wir einen 8 kilometerlangen Weg zu der „Wall of Tears“. Unterwegs trafen wir auf Riesenschildkröten und an einem Strandabschnitt entdeckten wir sogar sich bekämpfende männliche Meerechsen. Wir waren wieder einmal sehr beeindruckt.
    Philipp sammelte unterwegs eine Kaktusfrucht auf, um sie der nächsten Schildkröte als Geschenk anzubieten. An die vielen haarfeinen Stacheln hat er erst gedacht, als sie schon in der Hand gesteckt haben. 😓
    Chantal hat sich dann bemüht sie von Hand raus zu ziehen und Philipp hat versucht sie am T-Shirt abzustreichen. 👕 Am Schluss waren gefühlt mehr Stacheln im Umlauf, als auf dieser kleinen Frucht Platz haben sollten.
    Chantal hat sich ein paar Kilometer später ihren persönlichen Stachel, in Form eines Wespenstichs, geholt. 😣
    Ohne Tränen, kamen wir bei der „Wall of tears“ an. Isla Isabela war früher eine Sträflingsinsel und dort mussten die Gefangenen eine Mauer bauen. Diese war ohne Sinn und Zweck, sie diente lediglich als Bestrafung.
    Am Abend machten wir einen Abstecher zu einem Reisebüro und Dank unserer bewährten Taktik (diskutieren und schweigen, bis alle im Raum unruhig auf den Stühlen hin und her rutschen) organisierten wir zwei preiswerte Ausflüge.
    Wir haben die Tour „Los Tuneles“ gebucht und dazu liefen wir um 10:00 zum Reisebüro. Unterwegs in der kleinen Hauptstrasse, sassen die meisten schon in, oder vor, einer Bar und schauten das WM-Auftaktspiel Ecuador-Katar an. ⚽️
    Wir guckten auch kurz zu und der Jubel war gross, als Ecuador 1:0 in Führung ging. Auch im Reisebüro wurde natürlich das Spiel geschaut und während wir uns in Neoprenanzüge quetschten, schoss Ecuador das 2:0. 🥳
    Eine Halbestunde später, sassen wir zu zehnt in einem kleinen Boot und der gut gelaunte Javier erklärte uns den Plan des Tages, wobei er jeden Satz mit „okey my beautiful friends“ startete.
    1. Stop: Felsen mit Grünfusstölpel, wobei man ihre Füsse kaum gesehen hat, da sie erhöht auf dem Felsen sassen.
    2. Stop: Spaziergang über die Lavafelsen, wo uns Javier die Blaufusstöpel gezeigt hat. Anschliessend kollektives Gucken in den „Turtle-Highway“, eine Felsspalte, wo angeblich viele Meeresschildkröten vorbeischwimmen. Wir haben keine einzige gesehen, die haben wohl alle Fussball geguckt.
    3. Stop: Weiterfahrt und anhalten bei einem Felsen. Wow! Da warteten zwei Galapagospinguine auf uns. 🐧 Diese sind die seltenste Pinguinart der Welt und sind unglaublich süss. 😍 Dort ging es für uns dann ins kalte Wasser und wir schnorchelten um den Felsen rum, um uns die Pinguine von ganz nah anzusehen.
    Zurück im Boot haben wir vor Kälte geschlottert, die Pinguine waren es aber wert.
    4. Stop: Eine kurze Bootsfahrt führte uns ins seichte Wasser von eingestürtzten Lavatunneln. Javier führte uns, mit einem Schwimmring bewaffnet, durch das Wasser und wir sahen sehr viele von den unglaublich riesigen Meeresschildkröten. Dann führte Javier seine beautiful friends zu den Weissspitzenhaien, welche am Boden schliefen oder träge vor sich hin schwammen. 🦈
    Ausserdem hatte es sehr viele bunte Fische, wir waren jedoch eher von den Haien und Schildkröten abgelenkt. 🙂
    Wir hatten dann aber so kalt, dass wir froh waren, als wir wieder zurück zum Boot konnten. 🥶 Dort gab es dann auch Mittagessen und Tee. Nach einer heissen Dusche im Hostel fühlten wir uns wie neu.

    Am nächsten Tag startete unsere Vulkantour früh morgens bei Nieselregen. 💧Wir liefen zu zehnt unserem Guide Pablo nach, welcher sich für seine Stimme entschuldigte, er habe gestern den Sieg zu laut gefeiert. 😅
    Wir wanderten zügig los und liefen bald sogar im Sonnenschein. Nach etwa einer Stunde erreichten wir den gigantischen Vulkankrater, mit seinem Durchmesser von acht mal zehn Kilometern. Die Aussicht war fantastisch und gut gelaunt liefen wir weiter, dem Kraterrand entlang. 🌋 Bald liefen wir auch über die erkalteten Lavamassen, welche von drei verschiedenen Ausbrüchen stammen, die letzte von 2018. „Etwa so stelle ich mir den Mond vor“ meinte Philipp und besser kann man es wohl nicht beschreiben. Nach einem Sandwich machten wir uns auf den Rückweg und nach 17 Kilometern freuten wir uns aufs Füsse hochlegen. 👣
    An unserem tourfreien Tag, spazierten wir zur Concha de Perla.
    Der Steg ist bekannt dafür, toll zum Schnorcheln zu sein und so sprang Chantal ins Wasser, als sie die Seelöwen im Wasser entdeckte. 🦭
    Die Galapagos sind bekannt dafür, dass man mit Seelöwen schnorcheln kann, da sie nicht scheu sind, gerne um einen rum schwimmen und spielen.
    Das stand natürlich auf Chantals To-Do-Liste.
    Kaum im Wasser, kam auch schon der erste, schwamm elegant um sie herum und biss ihr ins Bein. Der selbe Seelöwe drehte eine Schraube, flitze unter ihr durch, drehte einen Looping und biss ihr in den Bauch. Keine Ahnung ob das zum Spiel gehört, aber Chantal hat die Flucht ergriffen und ist schnell wieder an Land gehüpft. 🤭
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  • Santa Cruz

    15. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach fünf Tagen war es an der Zeit eine neue Insel zu entdecken.
    Wir kauften uns bereits am Vortag ein Ticket für die Fähre. Am frühen Morgen standen wir fast alleine am Pier und schauten aufs und ins Meer, dabei sahen wir den Tieren zu. ☀️
    Hinter uns kamen langsam mehr Leute an, welche sich zu einer Schlage bildeten, während wir immer noch weiter aufs Meer schauten. 👩‍❤️‍👨
    Als wir endlich bemerkt hatten, was vor sich ging, stellten wir uns auch an. Somit sicherten wir uns die Plätze in der Schlage, welche am Schluss in die Fähre zusteigen konnten.
    Am Pier lag aber nicht die Fähre an, sondern ein Taxiboot, welches uns über eine Distanz von knappen 20 Meter Luftlinie zur Fähre transportierte. Dies kostete natürlich noch einen Dollar pro Person. 💸
    Dank dem geschickten Anstehen, sassen wir ganz zuvorderst und ohne Fenster, zum Glück war das Meer ruhig und so die Überfahrt angenehm. 👍
    Angekommen in Santa Cruz, lief das Prozedere umgekehrt. Das Taxiboot holte uns an der Fähre ab und brachte uns zum Pier: - 2$.
    Wir liefen zu unserem neuen Zuhause, nisteten uns ein und machten uns auf den Weg zur Futtersuche. 🐥 Auf die Empfehlung unserer Gastgeberin, assen wir nicht weit entfernt ein Mittagsmenü.
    Nach dem Essen marschierten wir im Gleichschritt in Richtung Strand, der Weg führte durch einen trockenen Wald, welcher voll mit alten Kakteen ist. Wir bestaunten die Kakteen und die Vögel, welche die Früchte assen. 🌵
    Wie wir später herausfanden, kann man das Alter der Kakteen ablesen: In der Höhe des Stammes erkennt man alle 40 bis 50 cm Ringe, diese entsprechen jeweils zehn Lebensjahre.
    Am Strand angekommen, genossen wir das schöne Wetter, welches jedoch die Ausnahme, während unseres gesamten Aufenthalts, sein wird. ⛅️
    Wir sahen wieder viele Echsen, einige am Schwimmen und andere am Essen.
    Nahe am Strand entdeckten wir noch ein kleiner Hammerhai. 🦈
    Am Abend assen wir Empanadas und genehmigten uns ein Bier. 🥟🍺

    Am ersten Tag liefen wir zum Fishing Pier, dort war aber überhaupt nichts los, so gingen wir gleich weiter zum Darwin Center.
    Das ist ein Forschungszentrum, wo viele Riesenschildkröten vermehrt und anschliessen wieder ausgewildert werden. 🐢
    Dort kamen wir leider nur über eine Tour rein, was uns am Anfang nicht gerade erfreut hat. 😕 Die englischsprachige Führung war jedoch wirklich toll und war sehr interessant.
    Wir trafen dort auch auf das Schildkrötenmännchen Lonesome George. Bevor wir zu ihm durften, mussten wir einige Minuten in eine eiskalte Schleuse stehen, um unsere Körpertemperatur runter zu kühlen.
    Dann durften wir zu ihm rein.
    Im Halbdunkeln stand er stolz da, nur eine Glasscheibe trennte uns von seinem riesigen Panzer. George ist tot und ausgestopft.
    George ist als letzter seiner Art gestorben. Über Jahre hat man versucht, ihn mit verschiedenen Weibchen zu „verkuppeln“. Viele hat er abgelehnt (da sie zu artfremd waren), bei anderen waren die gelegten Eier leer. Bei seiner Obduktion hat man erfahren, dass George steril war.

    Weiterhin von Schildkröten begeistert, besuchten wir die El Chato Ranch im Hochland.
    Dazu fuhren wir, gemeinsam mit 50 Schulkindern im Teeniealter, im öffentlichen Bus los. Die kichern gleich rum wie zu Hause.
    Von der Bushaltestelle aus, mussten wir noch etwa 30 Minuten zur Ranch laufen und hatten dabei einen Riesenspass. Weshalb? Weil wir viele freilebende Riesenschildkröten entdeckt haben. Auf den Feldern, auf der Strasse und sogar auf der Kuhweide. 🐢🐄
    Im Park kamen wir wieder nur mit einem Guide zu den Schildkröten und so liefen wir bald mit einem Herrn durch die Riesen. 🐢
    Die Schildkröten leben auch frei und es steht ihnen frei, zu bleiben oder zu gehen.
    Die Tour war gut und endete bei den Lavatunneln.
    Die Galapagosinseln entstanden (und entstehen noch) durch Vulkanausbrüche. 🌋Lavatunnel gibt es hier viele. Diese entstehen, weil die Lava nach dem Ausbruch fliesst, aussen abkühlt, innen aber weiterfliest. Das Ergebnis ist ein hoher, beeindruckender Tunnel und durch den, liefen wir mit unserem Führer.

    An einem verregneten Tag liefen wir noch Mal zum Playa de la Tortuga, wo uns zwei Blaufusstölpel erwarteten. Die zwei beobachteten wir eine ganze Weile und 2000 Fotos später, machten wir uns an den Rückweg.
    Wir machten wieder einen Abstecher zum Fishing Pier und da war gewaltig was los. 🐠🪶
    Die Fischer kamen gerade vom Fischen zurück und zerlegten dort ihre Beute. Das Gemetzel liessen sich die Pelikane, Fregattvögel und ein Reiher nicht entgehen. Die Fischer warfen ihnen ihre Abfälle zu, um welche sie sich vehement stritten. Wer einen Fisch ergattern konnte, watschelte mit ihm weg, so dass sich eine regelrechte Strasse von Pelikanen bildete.
    Nach zwei Stunden purer Unterhaltung liefen wir nach Hause und kochten wie jeden Abend in der Unterkunft. 🍽
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  • Teil 3

    12. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach dem herrlichen Frühstück, machten wir uns in Richtung Playa Baquerizo auf, welcher sich nördlich vom Hostel befindet. 🥞
    Auf dem Weg liegt auch der Playa Mann, wo wir einen kurzen Halt einlegten, da wir von den Seelöwen immer noch sehr fasziniert waren. 🦭
    Wir verpassten den richtigen Weg und stolpern ein Stück durch den Wald, bis wir wieder auf den offiziellen Weg trafen.
    Der führte uns zu der Bucht Bahia Tijeretas, welcher ein super Schnorchelspot ist, dafür muss man aber auch das Equipment einpacken. 🤿
    Deswegen ging es für uns eifach weiter. Auf dem Weg zum Strand sahen wir wieder unzählige Tiere. 🦎🪶
    Auf dem Rückweg kam Chantal beim Hochsteigen über die Lavasteine mit dem rechten Fuss ins Trudeln, machte eine unelegante Pirouette um 165° nach links, knickte mit dem linken Fuss ein, schoss mit aller Kraft nach hinten und fiel mit ihren Pobacken in einen Dornenstrauch hinein. 😓
    Mit Schmerzen im Gesicht und zerrissenen Hosen, stand Chantal auf, wobei sie bemerkte, dass viele Dornen in der Haut steckten.
    „Ayyyy“, (spanisch für „Aua“ 😉) und runter waren die Hosen.
    Mit einem gewissen Grad an Belustigung spielte Philipp den Doktor, zog die langen Dornen aus der Haut und stillte die Blutungen. 👨‍⚕️

    Zurück im Dorf kauften wir uns Gemüse in der grossen Markthalle fürs Abendessen, bevor wir wieder den Sonnenuntergang am Playa Mann anschauten.
    Die Tage sind eifach zu kurz. ☀️

    Wir würden uns nicht als besonders Wasser affin bezeichnen, versuchten es aber trotzdem mit Schnorcheln, für irgendetwas ist ja der Schnorchel samt Maske immer im Rucksack. 🤿
    So liefen wir zur Bucht Bahia Tijeretas, zogen uns an und wagten uns in das kühle Nass.
    Kühl ist nicht ganz das richtige Wort, das Wasser war für unser Geschmack viel zu kalt. ☃️
    Wir blieben aber tapfer und schwammen in der Bucht umher. Wir sahen viele tolle Fische, Seeigel, aber auch Quallen.
    Nach zehn Minuten war der Spass vorbei. Die Quallen haben uns jeweils beide Arme, und Philipp sogar den Bauch, verbrannt. 😣

    So flüchteten wir an Land, wärmten uns in der Sonne wieder auf und schauten den Blaufusstölpeln beim Fischen zu. Immer wieder streckte auch eine Schildkröte den Kopf aus dem Meer. 🐢
    Zurück im Dorf, schlenderten wir durch die Strassen, bis das Wetter schlechter wurde und wir nach Hause gingen.

    Am letzten Tag auf dieser Insel machten wir eine Highland Tour. Eigentlich hätten wir die zu viert geplant, jedoch hatten die beiden anderen dann keine Lust darauf. So zogen wir alleine mit dem Taxi davon. 🚖
    Der erste Spot war die El Juno Lagos, dies ist ein Süsswassersee. Die Fregattvögel kommen hier her um sich das Gefieder vom Salz zu befreien und sich zu reinigen.
    Wir spazierten gemütlich rund um den See herum, während uns die nebelgetränkte Luft ins Gesicht schlug. 😶‍🌫️
    Weiter ging es zum zweiten Spot, dem Galapaguera de Cerro Colorad. Dies ist eine Schildkrötenaufzuchtstation, welche die endemischen Galapagoschildkröten beheimatet.
    Das Hauptproblem, weshalb der Mensch eingreifen muss, um das Überleben der Riesenschildkröten zu sichern, ist der Mensch selbst.
    Mit den ersten Menschen, kamen allerlei Tiere wie zum Beispiel Ratten auf die Insel, welche die Eier der Schildkröten fressen, aber auch Katzen und Ziegen sind ein grosses Problem. 🐀🐐
    Es gab eine grosse Säuberungsaktion, wobei 40`000 Ziegen aus Hubschraubern heraus abgeschossen wurden. Seither ist vieles einfacher geworden.

    Der Park ist in einem Rundweg angelegt, den man nicht verlassen darf. Jedoch sieht man genügend Schildkröten. Überall liegen sie herum, fressen, ruhen sich aus, laufen umher oder strecken sich ein bisschen.
    Es ist aber auch nicht schwer sie zu finden, denn sie haben eine Panzerlänge von bis zu 130 cm, werden bis zu 250 kg schwer und können schätzungsweise über 170 Jahre alt werden.
    Wir kamen fast nicht mehr aus dem Staunen raus die Tiere von so nahe zu sehen. Eine lief uns sogar immer hinter her und schien so gar nicht scheu zu sein.

    Der dritte Spot war noch ein eher unspektakulärer Strand, danach ging es wieder zurück ins Dorf.
    Nach einer kurzen Pause, liefen wir erneut zu dem gestrigen Schnorchelspot. Mit langen Neoprenanzügen bewaffnet, wagten wir einen erneuten Versuch. Quallen haben wir ironischerweise keine mehr gesehen, aber der Anzug hat auch ein wenig gegen die Kälte geholfen.
    Vor uns im Wasser drehte ein Seelöwe seine Runden, ausserdem sahen wir einen Blaufusstölpel vor uns in einen Schwarm Fische schiessen. Zur Krönung kämpften wir gemeinsam mit einer Wasserschildkröte gegen die Strömung an.
    Nach einer knappen Viertelstunde, waren wir dann jedoch schon wieder durchgefroren und wärmten uns am Land auf.
    Philipp quetschte sich dann noch ein zweites Mal in den Neoprenanzug, für den wir ja schliesslich unser hart erarbeitetes und gespartes Geld ausgegeben haben.
    Nach starrköpfigen drei Minuten kam er halb erfroren aus dem Wasser. 😂
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  • Gefangen in einer Tierdokumentation

    9. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach einer sehr erholsamen Nacht machten wir uns zum Frühstück Pancakes mit Bananen. 🍌🥞
    Im Hostel sind gestern auch zwei Kanadier angereist, welche uns die Küche ordentlich schmutzig hinterlassen haben. Schon vorweg, das wird jetzt jeden Morgen und jeden Abend so sein, da die beiden Schweinchen immer vor uns kochen. 🐷
    Sie werden auch jeden Tag das Zimmer wechseln, weil sie immer was auszusetzen haben. Die beiden werden für alle Anwesenden sehr unterhaltsam sein, ausser für den Besitzer Pepe. 👨🏽‍🦳

    Mit guter Laune und Flipflops an den Füssen, liefen wir in Richtung Süden, zum Strand La Loberia. 🩴
    Wir sassen in den warmen Sand und schauten den Tieren zu. Einige Fregattvögel kreisten über den Strand, andere waren mit fischen beschäftigt.
    Die Seelöwen lagen wie üblich am Strand, sowie auf den Steinen herum, dabei mieften sie vor sich hin. 🤭
    So lustig und amüsant die Seelöwen sind, genau so fest schwängern sie die Luft mit ihrem fischigem Geruch.
    Lustig ist auch das ununterbrochene Gegrunze, welche sie von sich geben. „Sich übergebende Schafe“ trifft den Klang wohl am Besten.
    Sehr unterhaltsam ist auch der riesige Bulle, welcher im Meer seinen Strandabschnitt patrouilliert. Er schwimmt fleissig im Meer hin und her, hebt regelmässig den Kopf, checkt den Strand ab und brüllt laut rum. 😄

    Beim genaueren Hinsehen bemerkten wir, dass die Fregattvögel nicht eifach nur so kreisten, denn auf den Felsen war eine Seelöwin mit ihrem Jungen, welche das Licht der Welt erst vor kurzem erblickt hatte. 🙂
    Die Plazenta lag zwischen den Steinen versteckt und die Fregattvögel konnten es kaum erwarten sie sich zu schnappen.
    Die Vögel tauchten immer wieder ab und versuchten die Plazenta zu erwischen, jedoch ohne Erfolg.
    Es sah so aus, als dachte die frischgebackene Mutter, dass die Vögel das Junge fressen wollten. 😱
    So versuchte sie jeden Vogel anzugreifen, der dem Neugeborene zu nahe kam.
    Die Mutter verlies mit dem Neugeborenen die Felsen langsam in Richtung Strand und schleuderte mit ihrem Maul jedes andere Seelöwenbaby weg. Die Vögel kamen dann endlich zu ihrem Festmahl. 🩸
    Nach stundenlangem Zuschauen, spazierten wir weiter zu der Bucht Las Negritas, auf dem Weg entdeckten wir hunderte von Meerechsen.
    Über Jahrhunderte der Anpassung ist die Meerechse so weit, dass sie bis zu 45 Minuten lang tauchen kann und dabei bis in eine Tiefe von 30 Meter abtaucht. Sie fressen ausschliesslich Seegras aus dem Meer, daher ihr Name. 💡
    Das Salz des Seegrases scheidet sie während des Niesens über die Nase wieder aus, weshalb alle Meerechsen einen Salzverkrusteten Kopf haben, da sie einander anniesen. 😅
    In der Bucht angekommen, sahen wir im Meer viele Wasserschildkröten, Blaufusstölpel, Fregattvögel, Pelikane, Darwinfinke, Lavareiher und sogar vier Rotschnabel-Tropenvögel, welche in den Klippen genistet haben.
    Leider waren sie für die Kamera viel zu schnell.
    Zurück an unserem Hausstrand, dem Playa Mann, genossen wir wieder den Sonnenuntergang. Anschliessend kochten wir uns pseudo-asiatisch, Nudeln mit Gemüse und Ei, an einer Limetten-Ingwer-Sojasauce. 🥰
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  • Endlich hat der neue Tag begonnen☀️

    7. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Endlich reisten wir in das Galapagos Archipel, genauer gesagt starteten wir diesen Reiseabschnitt auf der Insel San Cristobal. 🏝

    Zu früh am morgen fuhren wir an den Flughafen und kauften uns als erstes ein Kontrolldokument für die Einreise, welches wir erstaunlich oft zeigen mussten. 🛂
    Kurz Gepäck scannen zur Vorkontrolle, Gepäck plombieren, Pass zeigen, Rucksäcke wiegen und einchecken, Sicherheitskontrolle. 👮🏽‍♂️
    So standen wir zwei Stunden vor Abflug am Gate.
    Wir setzten uns in ein Kaffe, genehmigten uns einen mittleren Americano und schauten dem Treiben gespannt zu. ☕️
    Wir diskutierten über Galapagos und erzählten einander unsere Erwartungen. Hoffentlich sehen wir Schildkröten, Seelöwen, Blaufusstölpel, Echsen und vieles mehr, die Vorfreude auf die verschieden Tiere war greifbar. 😊
    Der Flug dauerte 1:50 h, mit einem spannendem Podcast im Ohr genossen wir den Flug mit Fensterplatz. ✈️
    Nach einer harten Landung, Sicherheitskontrolle und 200 Dollar ärmer, ging es weiter.
    Vom Flugplatz aus liefen wir zu unserer Unterkunft, auf dem Weg dahin genehmigten wir uns ein Mittagsmenü. 🍽
    In unserem neuen Zuhause auf Probe, trafen wir auf Pepe, den alten Herrn des Hauses. Der kleine, schlanke Mann erinnerte uns irgendwie stark an einen Italiener. 🤔
    Wir bemerkten schnell, dass das kleine Hostel sein Lebensprojekt ist, denn er erklärte uns sehr genau und ausführlich, wie alles zu handhaben ist.👆🏼
    Zimmer beziehen, Küche inspizieren und dann ging’s endlich los.
    Wir liefen zum Playa Mann, hatten den Strand noch nicht mal richtig im Blick und da lagen schon zwei Seelöwen am Boden. 🦭
    Drei, vier, sieben, zehn, dreissig. 🦭🦭🦭
    Am Strand, im Pavillon, auf einer Parkbank, vor dem Restaurant. 🦭
    Überall Seelöwen, wir konnten uns nicht satt sehen und kriegten das Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht. 😀
    Jeder Seelöwe wurde so gut es geht fotografiert, bis wir bemerkten, dass es zu viele sind.
    Nach langem Staunen, rumsitzen und zuschauen, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Strand.
    Der Weg führte ein kleines Stück durch den trockenen Wald, bevor wir auf die Bucht mit einem kleinen Leuchtturm trafen.
    Wieder bestaunten wir die lustigen Seelöwen, während wir über den Sand in Richtung Leuchtturm schlenderten, der inmitten von Felsen thront.
    Wir hörten etwas niesen, wussten zuerst gar nicht was es war und von wo es kam,
    bis wir sie auf einem Felsen entdeckten: Eine Meerechse, die Schnauze voller Salz und den Kopf hoch gegen die Sonne gestreckt.

    Wir bewunderten sie, bis wir bemerkten, dass es nicht nur eine ist, sondern dass gleich 20 Echsen sich in unserer Nähe im Sonnenschein wärmten. ☀️
    Leider konnten wir nicht auf den Leuchtturm hoch, da vier Seelöwen vor dem Eingang lagen. 🦭🚷
    Dafür wartete noch ein Pelikan und ein Blaufusstölpel auf uns, was uns riesig freute. 🥰
    Beide hatten keine Angst vor uns und blieben ruhig, schliesslich setzten sie sich sogar hin.
    Zurück am Playa Mann genossen wir umgeben von vielen Seelöwen den Sonnenuntergang.
    Wir fühlten uns wie in einer völlig anderen Welt, als wären wir in einer Tierdokumentation von BBC gelandet. Der Tag war einfach grossartig. 👩‍❤️‍👨
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  • Anders als erwartet

    6. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir genossen das Frühstück im Hotel, um uns danach in aller Ruhe in Richtung Busbahnhof aufzumachen. 🚎
    Leider war Sonntag, was wir nicht wirklich auf dem Schirm hatten. Schon wieder.🙈 Somit waren sehr viele Leute unterwegs und das vor allem mit den Ellenbogen.
    Die Schlange vor dem Ticketschalter wurde weder kürzer noch länger, jedoch immer breiter.
    Als wir auch endlich vorne ankamen und unser Ticket kaufen wollten, hatte es natürlich keine mehr, so kauften wir eines für den nächsten Bus.🎫
    Wir setzten uns auf eine Parkbank in der Mitte der Hauptstrasse, welche die Form eines grossen J hatte. Vor uns setzte sich ein Mann im besten Alter (pensioniert), ass irgendetwas aus einer braunen Tüte, das er kaum kauen konnte und liess uns keine Sekunde aus den Augen.👨🏽‍🦳
    Als das zweieinhalbstündige Warten vorbei war, stiegen wir in den Bus und fuhren nach Guayaquil.
    In Guayaquil mussten wir noch etwas Wichtiges erledigen, denn am Morgen nach dem Frühstück haben wir eine E-Mail der Fluggesellschaft erhalten, dass unser Flug auf die Galapagosinseln storniert wurde.🏝
    So liefen wir vom Busterminal zum Flughafen und suchten den Schalter der Fluggesellschaft auf.✈️
    Nach langen Hin und Her, was hier zu viel Platz benötigen würde, buchte die nette Dame am Schalter uns einen Hin- und Rückflug, mit der richtigen Gepäckgrösse und nicht mit der super All-inclusive-Version.🛄
    Etwas genervt und doch sehr glücklich, dass doch alles geklappt hat, fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel in die Stadt.
    Wir machten uns zu Fuss auf in die Stadt, eigentlich hatten wir Hunger und wollten bloss was essen, denn seit dem Frühstück hatten wir nichts mehr gegessen. Die Sonne machte sich auch schon langsam auf dem Weg den Himmel zu verlassen. Aber wir besuchten zuerst noch einen Park, danach die Flusspromenade und kauften Sonnencreme. 👙🧴
    Endlich gab es was zu essen, ein grosses Teller Nudeln beim Chinesen.
    Ganz klar Quantität vor Qualität.🍜
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