Der Winter
7 avril 2025, Suisse ⋅ 🌙 1 °C
Rückblick September 2024:
Wir sitzen im Wolkenkratzer in Vietnam und zerbrechen uns den Kopf, wie es für uns nach der Hochzeit im Dezember aussehen soll.
Ein Mix aus Abenteuerlust, aufkommendem Heimweh, ein Blick in die Reisekasse und zu viel "SRF Hüttengeschichten", brachte uns auf die Idee, nach einer Saisonstelle in den schweizer Bergen zu suchen.
Nach dem Motto "probieren geht über studieren" haben wir uns beworben und eine Saisonstelle in einem Berghotel angenommen.
So startete am zweiten Weihnachtstag für uns ein Abenteuer der etwas anderen Art.
Für vier Monate tauschten wir Palmen gegen Schneestürme, Sommerkleider gegen Thermounterwäsche und Gehupe gegen Stille. Chantal arbeitete am Buffet, schenkte unzählige Getränke aus, wusch und trocknete die vielen verschiedenen Gläser ab, half im Service aus, putze stundenlang und checkte die überwiegend freundlichen Gäste ein.
Philipp arbeitete unterdessen in der Küche, wo er Berge von Geschirr abgewaschen hat, Gemüse geschnippelt und Speisen vorbereitet hat.
Er hatte aber auch draussen viel zu tun und hat fast täglich mit einem Fahrzeug Material von der Bergbahn geholt oder hat in der Garage Holz gehackt.
An unseren freien Tagen haben wir uns warm angezogen und sind bei jeder Witterung zu der einstündig entfernten Bergbahn gestampft und ins Tal gefahren.
Leider war das Arbeitsklima frostiger als das Wetter draussen, was dazu führte, dass drei Angestellte vorzeitig gekündigt haben.
So haben wir tolle Arbeitskollegen verloren und viel Arbeit gewonnen.
Trotz allem sind wir nun um viele Erfahrungen reicher und wissen nun besser, was wir in Zukunft wollen - und was nicht.En savoir plus
Wiedersehen 💛
12 décembre 2024, Suisse ⋅ ☀️ 3 °C
Nach fast einem Jahr durch Asien landeten wir schliesslich wieder in der Schweiz. Schon am Flughafen in Bangkok überkam uns ein seltsam surreales Gefühl, als wir uns zwischen all den Schweizern wiederfanden.
Die Vorstellung, bald wieder "zu Hause" zu sein, fühlte sich fast unwirklich an und die Schweiz empfing uns nach einem angenehmen Flug mit eiskalten Temperaturen. ⛄️
Was uns wärmte, war das Wiedersehen mit unseren Familien und Freunden.
Wir freuten uns riesig als wir unsere Liebsten nach so langer Zeit wieder in die Arme schliessen konnten.
Wir hatten auch den Anzug und das Kleid nicht umsonst schneidern lassen: Wir durften unsere Freunde Milena und Manuel als Trauzeugen begleiten und eine traumhaft schöne Hochzeit im Schloss Thun feiern.
Auch Weihnachten erlebten wir nach langer Zeit wieder in der Schweiz, was sich gleichzeitig vertraut und besonders anfühlte. 🎄
Doch wer uns kennt, weiss, dass Stillstand nicht unsere Stärke ist. Am 26. Dezember packten wir wieder unsere Rucksäcke, bereit für ein neues Abenteuer, von dem wir euch berichten werden. 🚀En savoir plus
Bangkok
12 novembre 2024, Thaïlande ⋅ ☁️ 34 °C
Schon bald geht es für uns wieder nach Hause, doch die letzte Woche verbrachten wir in Bangkok. Bangkok ist für uns stets mit einem besonderen Anfang oder einem schönen Abschluss unserer Reisen verbunden. Dieses Mal jedoch hatten wir noch etwas Besonderes vor, bevor es weiterging.
Nach unserer Ankunft bezogen wir ein ruhiges Zimmer am Ende der Rambuttri Road. Am ersten Abend genossen wir die lebhafte Atmosphaere der Khao San Road und gönnten uns ein köstliches Pad Thai.
Der nächste Tag stand im Zeichen des Shoppings: Unsere Kleidung hatte durch das vergangene Reisejahr ziemlich gelitten, und so machten wir uns auf den Weg in einige Einkaufszentren, um uns neu einzudecken. Leider trübten unsere geringe Shopping-Laune sowie die asiatischen Grössen – insbesondere die Länge der T-Shirts – unsere Mission. Am Ende kehrten wir mit leeren Händen zurück, belohnten uns aber mit einem weiteren Pad Thai und einem kühlen Bier.
Der darauffolgende Tag stand ganz im Zeichen unseres eigentlichen Ziels: den Besuch verschiedener Schneidereien.
Wir hatten im Vorfeld einige herausgesucht, die wir nun abklapperten. Manche waren hektisch und versuchten, uns so schnell wie möglich einen Anzug zu verkaufen, andere zeigten kaum Interesse. Schliesslich fanden wir jedoch genau die richtige Schneiderei.
Dort wurde Chantal mit Stoffbahnen umwickelt, um Farben und Materialien für ein Kleid auszuwählen.
Leider war keine Farbe dabei, die sie überzeugte. Bei Philipp war die Auswahl nicht minder schwierig: Aus einem winzigen Farbmusterkatalog mit Stoffproben von gerade mal 5x5 cm wählten wir schliesslich die passenden Farben.
Doch wie das Kleid genau aussehen sollte, wusste Chantal noch nicht. Also beschlossen wir, am nächsten Tag mit konkreten Ideen zurückzukehren.
Den Abend liessen wir entspannt ausklingen, tranken ein Bier auf der Strasse und trafen nette Leute. Gemeinsam zogen wir um die Häuser und landeten schliesslich in einem lauten Club, wo wir fast die ganze Nacht durchtanzten. Als wir später in unserem stillen Zimmer lagen, dröhnten unsere Ohren noch so laut von der Musik, dass wir kaum einschlafen konnten.
Am nächsten Morgen suchten wir im Internet nach Inspirationen für Ärmel, Ausschnitt, Rocklänge und Schnitt. Mit etwa 20 Bildern im Gepäck kehrten wir zur Schneiderei zurueck.
Wir zeigten dem Schneider unsere Ideen, und er skizzierte daraufhin Chantals Kleid. Danach begann das Vermessen – eine erstaunlich gründliche und durchaus lustige Angelegenheit.
Schon am nächsten Tag konnten wir zur ersten Anprobe zurückkehren. Chantals Kleid war halb fertiggestellt und wurde mit Nadeln auf ihre Masse angepasst. Philipp durfte seinen Anzug anprobieren, der noch keine Knöpfe, Ärmel oder einen Kragen hatte. Auch hier wurden Ärmel und Schulterpartie mit Nadeln fixiert, um die Passform perfekt abzustimmen.
Am Abend trafen wir eine junge Deutsche Namens Yasi, die wir kurzerhand "Strawberry" tauften. Gemeinsam mit ihr und einer Gruppe Jungs aus Braunschweig erkundeten wir erneut die Khao San Road. Leider verlor Philipp während der wilden Tanzeinlage das Smartphone von Chantal. Doch ein aufmerksamer Security-Mitarbeiter fand es, und dank des Sperrbildschirms mit Foto von Philipp konnte es ihm schnell zurückgegeben werden. Zum Glück! Auch in dieser Nacht dröhnten unsere Ohren noch lange von der Musik.
Am nächsten Morgen schlenderten wir wieder zur Schneiderei. Chantals Kleid war mittlerweile ein echtes Kleid, und auch Philipps Anzug nahm Gestalt an. Es gab noch kleine Anpassungen: Die Ärmel von Chantals Kleid waren noch etwas zu weit, und die Hemden von Philipp hatten an den Schultern zu viel Stoff. Der Tag der Abreise rückte näher, doch Louis, unser Schneider, versicherte uns: "Kein Problem, das nähen wir noch rechtzeitig um."
Währenddessen unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, besuchten eine wunderschöne Mall und genossen den Sonnenuntergang. Am Tag der Abreise packten wir schliesslich unsere Rucksäcke, gingen ein letztes Mal zu Louis und probierten im warmen, kleinen Raum die finalen Kleidungsstücke an. Alles passte perfekt. Wir bedankten uns herzlich und machten uns auf den Weg zum Flughafen – mit wunderschönen Erinnerungen und neuen Outfits im Gepäck.En savoir plus
Phuket
28 septembre 2024, Thaïlande ⋅ ☁️ 28 °C
„Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen.“
Oder in unserem Fall: „Footprints sollte man sofort verfassen, nicht bis Dezember liegenlassen.“
Lieber spät als nie, legen wir los:
Nach Ho-Chi-Minh-Stadt wollten wir eigentlich über Kambodscha nach Laos reisen. Doch Mutter Natur hatte andere Pläne: Heftige Regenfälle und Überschwemmungen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns stattdessen für Thailand und flogen kurzerhand nach Phuket.
In den letzten Wochen haben wir verschiedene Orte erkundet und fast immer in Airbnbs gewohnt. Dabei haben wir viel Sport gemacht, selbst gekocht und ausgedehnte Strandspaziergänge genossen. Die Footprints sind dabei leider etwas auf der Strecke geblieben. 😅
Die von uns besuchten Gegenden waren sehr touristisch, und so hörten wir auch häufig deutschsprechende Menschen.
Die Regenzeit brachte uns manchmal eine spontane Dusche, doch bei den warmen Temperaturen war das halb so schlimm. Die beeindruckenden Gewitterwolken, die sich oft abends am Himmel türmten, sorgten zudem für atemberaubende Sonnenuntergänge.
Unterwegs trafen wir immer wieder interessante Menschen, mit denen wir spannende Gespräche führten und lustige Momente teilten.En savoir plus
Ho Chi Minh
20 septembre 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 26 °C
Unsere letzten Tage in Vietnam verbrachten wir in der Grossstadt Ho Chi Minh, welche unter den Einheimischen auch Saigon genannt wird.
Die Tage waren sehr verregnet und so liessen wir uns während der wenigen trockenen Phasen durch die Stadt treiben, wo wir uns die Sehenswürdigkeiten ansahen und bei Kaffee oder Bier die Stadt auf uns wirken liessen.
Die Abende verbrachten wir in der langen Partystrasse von Ho Chi Minh, die tagsüber schläft und nachts einen Ausgehwahnsinn zeigt, wie wir ihn bisher nur im asiatischen Raum gesehen haben.
Vor den dröhnenden Clubs tanzen halbnackte Frauen (und ab und zu ein Mann) gelangweilt auf Tribünen, vor den Bars reihen sich die Plastikstühle bis auf die halbe Strasse raus, welche jedoch in Sekunden weggeräumt werden, wenn die Polizei ihre Runden dreht.
Männer stehen vor den "Massagesalons" Schlange und so einige dröhnen sich mit grossen Lachgasballons zu. Mittendrin versuchen Mütter mit Kindern Früchte zu verkaufen, Taxifahrer Kokain unter die Läute zu bringen und Barbetreiber aufdringlich neue Kunden anzuwerben.
Mittendrin haben wir ein slowenisches Pärchen kennengelernt, mit denen wir zwei Nächte verbracht haben. So lernten wir in Vietnam auch gleich einiges über Slowenien, was auch sehr interessant war.
Adieu Vietnam! Im Norden gefällst du uns besser als im Süden, wir hatten dennoch eine geniale Zeit und werden dich in guter Erinnerung behalten. 🇻🇳❤️En savoir plus
Mũi Né
15 septembre 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 27 °C
Weiter ging es für uns in die Küstenstadt Mũi Né, wo wir lange nach einer bezahlbaren Unterkunft gesucht haben. So buchten wir ein kleines Kämmerchen, erhielten aber von der hochschwangeren Dame an der Reception ein Upgrade und fühlten uns in unserem neuen Reich wunderbar. Mit unseren Mitbewohnern (den Ameisen) lebten wir in stillem Einvernehmen: Leben und leben lassen.
Wir widmeten uns der Reiseplanung und drückten uns erfolgreich vor dem Footprint schreiben. Die Nachmittage und Abende verbrachten wir im nahegelegenen Foodcourt, wo man in verschiedenen kleinen Restaurants essen bestellt und in einem gemütlichen Gemeinschaftsbereich im Freien essen und trinken kann. Wir haben jeden Tag fröhlich dasselbe gegessen und stundenlang Spiele gespielt.En savoir plus
Đà Lạt
11 septembre 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C
Ein Minibus fuhr uns ins Landesinnere auf 1500 m.ü.M, in die Stadt Đà Lạt.
Die kleine Stadt wird auf vielen Reiseblogs erwähnt und als sehr idyllisch und schön dargestellt.
Uns hat der Ort nicht gerade begeistert. Das Stadtbild, der Lärm, die Baustellen, der Verkehr und das Landschaftsbild, welches von Treibhäusern dominiert wurde, entsprach nicht unseren Erwartungen.
Wir haben uns einen Scooter gemietet und sind damit zu der Linh Phuoc Pagode gefahren, wo es plötzlich aus Strömen geregnet hat. So sahen wir uns die "18 Ebenen der Unterwelt" an, eine Ausstellung im Keller der Pagode.
Jede Höllenstufe wurde unter lauten Schreien sehr anschaulich dargestellt. Herausgerissene Zungen, zerstückelte Sünder, frittierte Körperteile und vieles mehr. Am Anfang war es nur absurd, dann ein bisschen lustig und bald waren wir froh wieder draussen zu sein, da es mit der Zeit ehrlich gesagt wirklich ein wenig furchtflössend war und der Weg durch die Hölle lang war. Da waren uns die vertrauten Buddhastatuen draussen viel lieber.
Wie überall in Vietnam gab es auch hier viele vegetarische Restaurants, sogenannte "quán chay", da die buddhistische Tradition und religiöse Feiertage eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen spielen. Viele essen am 1. und 15. Tag jedes Mondmonats vegetarisch.
Etwas weiteres was wir mittlerweile als typisch vietnamesisch ansehen: Pudel. Man findet sie in jeder Stadt, wo sie schön herausgeputzt an der Leine Gassi gehen. Wie viele andere Hunde fahren sie auch problemlos auf dem Scooter mit, was sie anscheinend sogar sehr geniessen. Uns entzücken sie immer wieder.En savoir plus
Nha Trang
8 septembre 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 33 °C
Mit einem eleganten Minibus fuhren wir in den Ferienort Nha Trang. Dort checkten wir in einem gigantischen Bunker im 17. Stock ein - eigentlich im 16. Stock, da es keinen 13. Stock gab.
Die riesigen Betonbunker gefallen uns eigentlich nicht besonders, doch hier genossen wir den Rooftoppool im 22. Stock und das üppige Frühstücksbuffet.
Die Stadt ist sehr gross und besonders am Strand sehr touristisch. Es gibt unzählige Seafood-Restaurants (besser nicht in die Aquarien sehen), Bars (vor dem Bestellen die Preis kontrollieren) und eine lange Strandpromenade, wo viele Einheimische Sport machen und Cờ tướng (chinesisches Schach) spielen.
Wir waren oft zu Fuss unterwegs und besichtigten den Tempel Po Nagar.
Der hinduistische Tempelkomplex wurde im 7. bis 12. Jahrhundert erbaut und ist der Göttin Po Nagar gewidmet, die für Wohlstand und Schutz der Region steht.
Der Duft der Räucherstäbchen schwängerte die Luft, während wir durch die Anlage schlenderten und Fotos machten.
Am Abend gingen wir unserem neuen Hobby nach - Bún đậu essen. Für einen Franken pro Person drehten wir bald gekonnt Frühlingsrollen und tranken ultrasüssen Eistee.En savoir plus
Tuy Hòa
2 septembre 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 30 °C
Mit einem ziemlich komfortablen Zug fuhren wir ein paar Stunden in die südlich gelegene Küstenstadt Tuy Hòa.
Von unserer Unterkunft waren wir positiv überrascht, denn die Auswahl an Unterkünften hielt sich in Grenzen, da der Unabhängigkeitstag gefeiert wurde.
💡Am 2. September 1945 erklärte Ho Chi Minh (ja, wie die Stadt 😉) der damalige Führer der vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung, in Hanoi die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Vietnam. Dieses Ereignis markierte das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Vietnam. 💡
Wir erkundeten die Stadt zu Fuss und landeten abends in einem Bún đậu-Restaurant. Wir wussten nicht, was dort gegessen wird und baten mit dem Google-Übersetzer um etwas vegetarisches.
So bekamen wir zwei grosse Teller mit Gemüse, Tofu, Nudeln und Reispapier. Verstohlen schauten wir den Einheimischen beim Essen zu und kapierten dann, dass wir Frühlingsrollen "do-it-yourself" bestellt haben.
Diese werden dann übrigens unfritiert gegessen. Wir stellten uns beim Rollen etwas ungeschickt an und hofften, dass uns niemand beobachtete, während uns beim Essen die Rollen auseinander gefallen sind. 😅
Auf der Suche nach der Nationalfeier landeten wir in einem grossen Biergarten, wo auch schon kräftig getrunken wurde. Wir setzten uns auch an einen Tisch und sahen dem geselligen Treiben zu. Zu lauter Popmusik wurde in grossen Gruppen gegessen, getrunken und gelacht.
Der Abfall landet übrigens in grossen Mengen immer unter dem Tisch, was in unseren Augen schon etwas befremdlich erscheint, hier allerdings sein eigenes System zu haben scheint.
Ein interessierter Vietnamese hat uns auf ein Bier eingeladen und wir versuchten ins Gespräch zu kommen. Für uns ist der englische Akzent der Vietnamesen sehr schwierig zu verstehen, besonders bei den Buchstaben 's' und 'r'.
Unser neuer vietnamesischer Freund hatte allerdings auch einiges zu lachen, als wir unser Vietnamesisch ausgepackt haben.
Um 23:00 Uhr ging leider schon die Musik aus und die Menschen stiegen, unter wachsamen Blicken der Securitas, auf ihre Scooter.
Am nächsten Tag versuchten wir erfolglos einen Scooter zu mieten. Als wir vor einem weiteren geschlossenen Laden standen, hat ein netter Herr für uns den Besitzer angerufen, der allerdings leider gerade auf einem Ausflug war.
So wanderten wir unter der gleissenden Sonne zu den Sehenswürdigkeiten.
Ein sehr grimmigaussehender Mann hat Chantal mit Pantomimen erklärt, dass sie sich wegen der Sonne einen Hut anziehen solle. Unter der grimmigen Maske hat sich wohl ein besorgtes und freundliches Gesicht versteckt. 🥰En savoir plus

Voyageur
🥰 Drückt der Rucksack nach so vielen Monaten der Reise noch oder spürt Ihr das Gewicht fast nicht mehr vor lauter Übung? Und Ihr habt sicher nicht mitgezählt, wie oft Ihr auf einen Zug gewartet habt…

VoyageurDen Rucksack spüren wir zwar noch, da er ein gewisses Gewicht hat, aber es ist längst nicht mehr so belastend wie zu Beginn. Es hängt stark davon ab, wie weit wir von unserem Transportmittel bis zur Unterkunft laufen müssen.
Hội An
31 août 2024, Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C
Wir wohnten etwas ausserhalb von Hội An in einem kleinen Hotel, wo wir uns tagsüber herrlich im Pool abkühlen konnten. Am späten Nachmittag radelten wir mit den kostenlosen Fahrrädern aus dem Hotel in die Altstadt.
Die Stadt war früher ein wichtiger Handelshafen der alten Seidenstrasse und ist nun für seine guterhaltene Architektur, schönen Tempel, bunten Laternen und Schneidereien bekannt.
Die Stadt ist wohl auch auf dem Reiseprogramm jedes Vietnamtouristen und dementsprechend touristisch ist die Altstadt. Leute werden auf Fahrrädern durch die Gassen kutschiert, lassen sich Bug an Bug in Schwimmwesten in Booten auf dem Fluss treiben und lassen kleine, mit Kerzen versehene, Lampions ins Wasser. Zauberhaft treiben diese zwei Minuten im Fluss, bis sie lichterloh in Flammen aufgehen und der Müll am Flussufer kleben bleibt.
Wir lassen uns mit dem Menschenschwarm durch die Gassen treiben und essen leckeres Banh Mi. Das ist ein leckeres Baguette-Sandwich, das seinen Ursprung in der französischen Kolonialzeit hat und man in Vietnam an jeder Ecke findet.
Abends gingen wir lecker in die Strassenrestaurants essen und beobachteten anschliessend das Gewusel auf den Strassen und im Fluss.En savoir plus
Đà Nẵng
26 août 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 34 °C
Wir standen im Flugzeug von Kuala Lumpur nach Vietnam und versuchten uns auf unsere Plätze zu setzen. Dies gestaltete sich als ganz schön kompliziert, da sich gefühlt jeder auf einen beliebigen Platz seiner Wahl platziert hat. Die Stewardessen versuchten unterdessen lächelnd die verwirrten Leute auf ihre zugewiesenen Plätze zu verweisen.
Nach einem ruhigen Flug landeten wir in Vietnam, in Đà Nẵng.
Zwei streng wirkende Unifomierte knallten uns einen Stempel in den Pass und so konnten wir uns über unsere Visa freuen.
Đà Nẵng ist die viertgrösste Stadt Vietnams und kennen wir bereits von unserer Nordvietnam-Reise von 2019.
Vietnam erschien uns nach der langen Zeit durch konservative und von Religionen geprägten Ländern wie ein anderer Planet.
Wir sehen Spanferkel statt Halal-Restaurants, und trinken Bier statt Tee, während aus den vielen Bars laute Pop-Musik dröhnt.
In den Restaurants liegen nun auch wieder Essstäbchen und Sojasauce bereit.
Morgens werden wir nicht mehr vom Muezzin aus dem Schlaf gerissen, sondern von lautstarken vietnamesischen Nachbarn geweckt.
Nach über neun Monaten herrscht auch wieder Rechtsverkehr, an den wir uns komischerweise wieder gewöhnen müssen.
Als Schutz vor Sonne und Smog, tragen hier die meisten Rollerfahrer Ganzkörperanzüge oder Pullies, Maske oder Sturmhaube, Handschuhe und Sonnenbrillen, während sich nach Sonnenuntergangen die meisten wieder sehr leichtbekleidet zeigen, was uns auffallend oft irritiert.
Sehr präsent im Strassenbild sind die vielen kleinen Garküchen und die wehenden Flaggen. Letztere zeigen entweder die offizielle Flagge Vietnams (gelber Stern auf rotem Grund) oder die Flagge der einzigen legalen Partei im Land, der Kommunistischen Partei Vietnams (gelbe Sichel und gelber Hammer auf rotem Grund).
Wir mieteten uns für 3.50 CHF einen Scooter, düsten in die Natur und sahen uns die Küste an. Am Tag darauf machten wir einen Ausflug zu einer Gruppe von Kalksteinfelsen, den Marble Mountains. Im Innern befinden sich verschiedene Höhlen, Tempeln und Pagoden und da gerade Feiertage waren, auch sehr viele einheimische Touristen. 😅
Wir genossen ausserdem den kleinen Hotelpool und tauchten mittels Fassbier und Nudelsuppe in die neue Kultur ein. 😉En savoir plus

Tina u. Uwe auf Womo-Tour"... wie ein anderer Planet... " Ist schon echt interessant und für mich persönlich erschreckend, wie sehr Religion ganze Länder und jede einzelne Lebensgewohnheit prägt.
Kuala Lumpur
22 août 2024, Malaisie ⋅ ☁️ 32 °C
Bewaffnet mit Podcasts in den Ohren ging es für uns weiter nach Kuala Lumpur. Leider haben wir trotz Kopfhörern gehört, wie sich der Passagier hinter uns pausenlos übergeben hat, so dass die Fahrt über die engen Serpentinen nicht mehr ganz so idyllisch war.
Unser Hotel lag im schönen Little India, wo wir ein Zimmer ohne Fenster gebucht haben, was den Vorteil hat, dass man keinen Verkehrslärm hört und es immer schön dunkel ist. Ein Fenster zum Lüften wäre allerdings von Vorteil gewesen. 😅
In Kuala Lumpur sind wir bereits 2019 gewesen und so kannten wir die Stadt schon ein wenig.
Neu für uns war hingegen der Wolkenkratzer Merdeka 118, der mit seinen 678,9 Metern das zweithöchste Gebäude der Welt ist.
Uns hat die blaue Fassade, in denen sich die Wolken und der Himmel spiegeln, unheimlich gut gefallen. Ausserdem sieht das Gebäude für uns wie ein blaues Einhorn oder eine blaue Garnele aus, was wir doch schon witzig fanden.
Jeden Abend gingen wir in ein benachbartes indisches Restaurant "Banana Leaf" essen.
Für 1.70 CHF wird auf einem Bananenblatt Reis, drei Gemüsecurrys, Papadam, Chutney und Saucen serviert - all you can eat. Es ist uns ein Rätsel wie sie so Umsatz machen können und sind dankbar, dass sie uns kein Hausverbot erteilt haben, obwohl wir so viel gefuttert haben. 😅
Zu Fuss erkundeten wir die Quartiere der Stadt, besuchten das interessante Nationale Kunstmuseum und einen heruntergekommenen Park, kühlten uns im Shoppingcenter ab und organisierten unsere Weiterreise nach Vietnam.
Für Vietnam benötigen Schweizer ein Visa, welches wir schon frühzeitig beantragt haben und Chantal innert drei Arbeitstagen für 90 Tage bekommen hat. Philipps Antrag auf ein E-Visa wurde wegen seinem Foto vorerst abgelehnt und er musste ein neues Foto nachreichen.
Trotz tagelangem Warten, unseren E-Mails und einem Besuch auf der vietnamesischen Botschaft war sein Visaantrag immer noch "in Bearbeitung".
Das stimmte uns dann doch etwas unruhig und stellte uns vor ein Dilemma. Soll Chantal alleine nach Vietnam reisen, während Philipp weiter auf das E-Visa wartet und später nachfliegt? Kommunizieren wir dann per E-Mail da Philipp immer noch kein Smartphone hat? Oder kauft sich Philipp ein teures Notfall-Visa über eine Visaagentur?
Wir entschieden uns für das Notfallvisa, welches wir bis am Mittag bezahlen mussten und wir auch so lange hinausgezögert haben, in der Hoffnung, dass wir doch noch einen positiven Bescheid erhalten, was jedoch nicht der Fall war. Lustigerweise traf Philipps langerwartete E-Visa zwei Stunden später ein. 🙈En savoir plus
Cameron Highlands
17 août 2024, Malaisie ⋅ ☁️ 21 °C
Nach einer gefühlt endlosen Busfahrt, die mehr Kurven hatte als ein Achterbahnpark, kamen wir endlich in den Cameron Highlands an. Unsere Erwartungen an ein friedliches Bergparadies wurden jedoch schnell von der Realität in Form von Hochhäusern und Souvenierläden zerschmettert.
Wir waren von dem touristischen Ort nicht begeistert. Unsere Unterkunft lag etwas abseits, aber auch sie war ein weiterer grauer Betonklotz.
Wir erkundeten das Dorf, das auch beim zweiten Versuch nicht wirklich an Charme gewann.
So suchten wir Trost im indischen Essen, marschierten noch vor dem einsetzenden Regen zurück und legten uns ins Bett. Nachdem Chantal das Licht ausgeschaltet hatte, sahen wir uns tief in die Augen und warfen uns verblüffte Blicke zu. Die hauchdünnen Vorhänge liessen so viel Licht vom Nachbarklotz herein, dass wir einander problemlos sehen konnten. Das führte zu einer Lachorgie, bei der besonders Chantal nicht mehr aufhören konnte.
Am nächsten Tag beschlossen wir, uns von der enttäuschenden Atmosphäre des Dorfes nicht unterkriegen zu lassen und machten uns auf zur ersten Wanderung. Der verwurzelte Weg führte uns steil hinauf zu einem Aussichtspunkt mit Rundumsicht. Danach ging es weiter in einen mystischen Nebelwald, der die grauen Hochhäuser für einen Moment vergessen ließ. Es war still, neblig und wunderschön. Doch die nächste Wanderung brachte weniger Freude. Der Anfang war noch in Ordnung und wir kamen gut voran, wobei wir einige interessante Pflanzen wie Kannenpflanzen und Orchideen entdeckten. Dann allerdings wurde der Weg steil, eng und vor allem schlammig.
Philipp fand sich plötzlich unfreiwillig mit schmerzenden Rippen auf dem Boden wieder. Etwas später beschloss ein riesiger Blutegel, dass Chantals Bein ein idealer Kletterplatz sei, während sie am Bach ihre Schuhe wusch.
Das war ganz schön eklig und anschliessend kontrollierten wir uns von Kopf bis Fuss auf weitere Artgenossen.
Am Ende dieser mühsamen Wanderung kamen wir zu einer Teeplantage, die jedoch nicht besonders beeindruckend war. Der Hype um die Gegend ist für uns ein Rätsel geblieben.
Was uns wirklich in Erinnerung geblieben ist? Das indische Essen bei einer lieben Inderin im Busbahnhof. Diese hat sich riesig gefreut, dass wir immer wieder gekommen sind und uns jeden Tag grössere Portionen serviert.
Der Ort hat uns zwar nicht verzaubert, aber hat uns einige Geschichten beschert. Und manchmal ist genau das, was eine Reise ausmacht.En savoir plus
Ipoh
12 août 2024, Malaisie ⋅ ☁️ 32 °C
Weiter ging es für uns mit dem Bus in die Stadt Ipoh. Dort wohnten wir ausserhalb der Altstadt in einem ruhigen Wohnquartier in einer Wohnung mit sechs Schlafzimmern und einer Küche, die uns sehr glücklich gemacht hat.
Dank dem Fahrdienst "Grab" kommen wir in Malaysia einfach und günstig von A nach B und so sahen wir uns die Altstadt an.
Dort trafen wir auf schöne Wandmalereien und viele andere Touristen, die sich die vielen Souveniers ansahen.
Ipoh ist unter anderem für seine starke chinesische Präsenz und dessen kulturelles Erbe bekannt.
Im 19. Jahrhundert wurden viele chinesische Arbeiter durch den Zinnbergbau angezogen. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung liessen sich viele Arbeiter dauerhaft nieder und gründeten erfolgreich Restaurants und Geschäfte. Die Kultur und Traditionen wurden bewahrt und spiegeln sich heute im Stadtbild wieder.
So wurde auch der berühmte Perak Tong Höhlentempel von einem Chinesen 1926 gegründet. In der kühlen Höhle sahen wir uns verschiedene Buddha-Figuren und Wandmalereien an, bis uns ein netter Mitarbeiter auf die Öffnungszeiten hingewiesen hat. Uns blieb nur noch eine Stunde Zeit, um uns den oberen Bereich anzusehen und so stiegen wir zügig die 400 Stufen hoch.
Die Aussicht war eher ernüchternd. Die Landschaft wäre bestimmt mal schön gewesen, doch ist es uns eher schwer gefallen, über die Industriegebiete und Arbeiterviertel hinwegzusehen.En savoir plus
George Town
8 août 2024, Malaisie ⋅ ☁️ 31 °C
Nach knappen drei Wochen nahmen wir am 1. August Abschied von Langkawi.
Papa Mas fuhr uns früh morgens zu dem Fährhafen, wo wir uns herzlich und ein wenig betrübt umarmten, um Abschied zu nehmen.
Via Fähre ging es auf das Festland und mit dem Bus pünktlich weiter nach Butterworth.
Nach der verhältnismässig kurzen Fahrt stiegen wir noch mal in eine Fähre um nach Georgetown zu gelangen.
Weil unser Zimmer noch nicht bereit war, entschieden wir uns erstmal was zu essen. Wir lösten gleich den Tipp von Mandana & Robin ein und verdrückten ein paar Dumplings mit Gemüse.
Wir bezogen unser Zimmer, am Boden lag ein kratziger blauer Teppich, darunter verbargen sich lückenhafte knarzende Holzbretter, welche über den ganzen Stock verliefen. Drei der vier Wände waren aus schwarzem Glas, welche an die anderen Zimmer angrenzten. Unsere Zimmernachbaren werden uns die folgenden Tagen noch ein paar Mal auf Trab halten.
Im Gemeinschaftsbereich gönnten wir uns die kühle Klimaanlagenluft und einen Kaffee, anschliessend stampften wir auf dem lauten Boden in die Freiheit.
Wir liefen quer durch die Strassen, bis sich an dem feierlichen Schweizer Nationalfeiertag die Bäuche meldeten. Beim Herumschlendern haben wir bereits ein Plakat gesehen, welches Fondue angepriesen hat. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, wenn nicht heute, wann dann? Kulinarisch fehlt uns der Käse der Heimat auf jeder Reise am meisten.
Der Besitzer (ein Schweizer) erzählte uns, dass es Gruyere Käse sei, da lief uns vollends das Wasser im Mund zusammen.
Nach kurzem Warten kam auch schon das mit Käse gefüllte Caquelon, zusammen mit Salat und getoastetem Weissbrot🤯🤣.
Wunderbare Menschen aus der Heimat gaben uns digital ein Bier aus und so war das Brot nicht mehr ganz so hart.
Mit käsegefüllten Bäuchen legten wir uns ins Bett und bemerkten wie unzählige Drähte gegen unsere Haut drückten. Als unsere Blicke sich trafen endete das Ganze in einer Lachsalve. Günstig ist fast immer ausreichend aber nicht immer bequem. Ein hartes Leben von zwei Arbeitslosen.
Die nächsten Tage war der Schlaf sowie der das Wetter eher schlecht.
So besuchten wir ein Kulturelles Zentrum, wo wir einen Nachmittag lang den schiefen Tönen einiger Geiger lauschten, während wir versuchten die Moderne Kunst der Künstler zu interpretieren.
Durch die tolle Einrichtung der Unterkunft, namentlich Schüsseln und Wasserkocher, hebten wir unser Improvisationkochen auf ein neues Niveau.
Gemüse, Tofu und Pilze klein schnippeln, zusammen mit Nudeln in verschiedene Schüsseln geben, mit Wasser übergiessen, ziehen lassen, abgiessen, vermischen, fertig. Lecker.
Die nächsten zwei Tage gingen wir auf Wanderschaft.
Die erste Tour startete beim Kek Lok Tempel, was soviel wie "Tempel des höchsten Glücks" bedeutet. Dieser buddhistische Tempel hat als Hauptattraktion eine 30 Meter hohe Statue der Göttin der Barmherzigkeit, Kuan Yin.
Nach der Besichtigung liefen wir Richtung Tiger Hill los. Auf einer schlecht asphaltierten Strasse liefen wir durch den üppigen Wald. Nachdem wir fast oben waren versperrten uns angriffslustige Hunde den Weg.
Vorsichtig liefen wir wieder zurück und entschieden uns für einen anderen Weg. Runter und wieder hoch, diesmal ohne Asphalt und ohne Wegpflege. Wir kämpften uns bergauf durch das Unterholz, bis wir schliesslich den Tiger Hill erreichten.
Gesehen haben wir bis auf Bäume und Pflanzen übrigens nichts.
Am nächsten Tag starteten wir unsere Wanderung vom Botanischen Garten aus. Über eine steile lange Treppe erreichten wir den Waldpfad. Ein schöner, abwechslungsreicher aber strenger Weg führte uns hoch zum Penang Hill. Diesesmal sahen wir nicht nur Natur, auf einer grossen Lichtungen sahen wir in die Ferne und auf die Stadt.En savoir plus
Langkawi
1 août 2024, Malaisie ⋅ ☁️ 28 °C
Chantals Magen machte immer noch Faxen und so entschieden wir uns gegen den öffentlichen Bus und genehmigten uns sehr gediegen einen Privatfahrer, der einerseits deutlich schneller ist und gegebenenfalls für Chantal anhalten würde, was wir dann zum Glück nicht in Anspruch nehmen mussten.
Die letzte Nacht verbrachten wir in Medan. Beim Abendessen verdrückte Chantal endlich wieder Mal ein bisschen Reis, welcher aber rebellierte. Wir nahmen es jedoch beide gelassen, denn abgesehen vom Magen ist unsere Stimmung sehr gut.
Via Shuttlebus ging es am Morgen zum Flughafen, ein kurzer Flug brachte uns nach Penang, wo wir offiziell und unkompliziert nach Malaysia einreisten. Nach einem noch kürzeren Flug trafen wir auf der Insel Langkawi ein.
Mama Yati, die gute Seele der gebuchten Unterkunft, holte uns am Flughafen ab und machte mit uns gleich eine kleine Rundfahrt in dem Ort. Sie gab uns reichlich Tipps zum Essen gehen und zeigte uns viele Einkaufsmöglichkeiten.
Wir nahmen alles sehr gemütlich. Chantal ging es endlich von Tag zu Tag besser.
Wir schlenderten durch die Strassen, kauften günstiges Bier in den Duty-free-Shops und sahen uns die eben so günstigen Süssigkeiten an.
Philipp spielte stundenlang Schach gegen den Herrn des Hauses Papa Mas.
Zu Beginn unseres Aufenthalts dominierte Papa Mas immer, doch mit jedem Tag wurde es spannender und am Schluss gab es fast nur noch den Vorteil von Weiss.
Mama Yati organisierte für die Gäste des Hauses einen Nachmittag mit Batik-Malerei, so fuhren wir gemeinsam mit anderen aus der Unterkunft zu einem Verkaufsladen. Im hinteren Bereich hatte es lange Tische, wo wir uns setzten und gespannt warteten. Alle suchten sich ein Motiv zum bemalen aus, anschliessend kriegten wir eine kleine Einführung. Chantal gefiel die Malerei so gut, dass sie den ganzen Nachmittag strahlte.
Mama Yati und Papa Mas nahmen uns auch zweimal mit zum Essen und zeigten uns ihre Lieblingsrestaurants mit den dazugehörigen Lieblingsspeisen. So bekam Philipp eine Ochsenschwanzsuppe, welche sehr lecker und knorpelig war.
Während dieser Zeit verlängerten wir unseren Aufenthalt dreimal. Nicht weil uns die Insel so den Atem geraubt hätte, sondern wegen den sehr netten Umständen.
An einem leicht windigen, bewölkten Tag nach der grossen Mittagshitze, hatten wir ein Blind Date mit 'theworldsheartandsoul'. Wir folgen einander schon eine lange Zeit auf FindPenguin und waren von ihren Abenteuern immer begeistert.
So sassen wir leicht aufgeregt und neugierig an einem Tisch und warteten auf die beiden.
Als Mandana und Robin sich dazugesellten legte sich die Aufregung. Wir tranken gemütlich ein Bier in der Bar und tauschten uns reichlich aus.
Wir waren unabhängig voneinander an den gleichen Orten dieser wunderbaren Welt und so hatten wir reichlich Gesprächsstoff. Weil wir alle doch sehr auf unser Budget schauen, entschieden wir uns im Duty Free Shop einzukehren, um anschliessend in unsere Unterkunft zu gehen.
Die nächsten Tage verbrachten wir reichlich Zeit miteinander.
Wir machten eine Tagestour mit dem Roller über die halbe Insel, dabei stigen wir einen kleinen Hügel hinauf, welcher als Highlight einen Wasserfall und eine winzige Lagune hatte.
Am Abend spielten wir zusammen verschiedene Spiele, gingen essen und tauschten uns aus.
Die Zeit verging leider viel zu schnell. Bei der letzten Umarmung und viel es uns schwer Abschied zu nehmen und Tschüss zu sagen.
Es war eine sehr schöne Zeit mit euch und hoffentlich begegnen wir uns an einer anderen Ecke der Welt wieder. Macht’s gut. ♥️En savoir plus
Bukit Lawang Teil 2
6 juillet 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 30 °C
Am folgenden Morgen schulterten wir unsere Rucksäcke und wechselten in eine andere Unterkunft im Dorfzentrum. Da wir sehr spät gebucht haben, waren viele Zimmer schon ausgebucht und so stand ein kleiner Umzug auf dem Programm.
Im "Thomas Retreat" legten wir unsere Rucksäcke ab und warteten, bis unsere lang ersehnte Tour in den Gunung Leuser Nationalpark losgeht. Die beiden jungen Guides namens Dino und Randy stellten sich uns vor und machten uns mit den anderen Tourmitglieder bekannt.
Bei den meisten Veranstaltern finden die Touren nicht in Gruppen, sondern nur paarweise statt. Da wir uns bei privaten Führungen leider etwas unwohl fühlen, haben wir uns nach einer Gruppentour umgesehen. 😅
Nach einem Gruppenfoto wanderten wir mit einer alleinreisenden Deutschen, einem deutschen Pärchen und den beiden Guides los.
Schon nach den ersten Metern zeigte uns Dino die ersten Pflanzen und unterhielt uns prächtig. Nach einem kurzen Marsch durch eine Kautschukplantage, fanden wir uns im Dschungel wieder, wo uns Dino auch schon eine Viper in einem Baum zeigte.
Weiter ging es über einen ausgetrampelten Weg und ziemlich vielen Leuten weiter ins Grüne.
Dann zeigte Dino in den Dschungel und grinsend sahen wir uns die Orang-Utans an.
Lange haben wir uns auf den Moment gefreut und waren überrascht, dass wir das Glück hatten, bereits nach 15 Minuten eine Orang-Utan-Mama und ihr Junges zu sehen.
Die Mama wurde früher als Haustier gehalten, dann von einer Schweizerin gerettet und in den Nationalpark ausgewildert. Deshalb lies sie sich von Menschen unter ihr kaum beeindrucken und hat aus Blättern und Ästen weiter an ihrem Nest gearbeitet.
Orang-Utans bauen sich übrigens jeden Tag aufs Neue ein Nest, um darin zu schlafen und sich auszuruhen.
Erst als ein paar Leute zu nah kamen, schwang sie sich beeindruckend schnell nach unten, so dass die Leute schon fast panisch durcheinander gerannt sind.
Wir sind dann weitergezogen und bei 80% Luftfeuchtigkeit und über 30°C ganz schön ins Schwitzen gekommen.
Die beiden Guides haben uns zügig weiter ins Dickicht geführt und so konnten wir die Menschenmassen hinter uns lassen. So trafen wir bald auf ein junges Orang-Utan-Männchen, welches gemächlich in den Ästen turnte.
Bei einem Snack mit vielen Früchten lernten wir einen neugierigen 'südlichen Schweinsaffen' kennen, den man häufig am Boden vorfindet.
Kurz darauf trafen wir auf eine Gruppe Thomas-Languren, eine sehr schöne Affenart, die wir bereits von Streifzügen durch das Dorf kannten.
Während einer Trinkpause scheuchte uns unser Guide Dino auf, denn er hat per Funkgerät von einem befreundeten Guide eine tolle Meldung erhalten. Schwitzend rannten wir Dino hinterher und versuchten dabei nicht über die vielen Wurzeln zu stolpern.
Aprupt hielten wir an und schlichen uns zu einem dominaten männlichen Orang-Utan.
Unsere Guides waren aus dem Häusschen, männliche dominante Orang-Utans sehen selbst sie sehr selten. Diese erkennt man übrigens an dem sehr breiten, flachen Gesicht, welche von den sogenannten Wangenwülsten gebildet werden. Ausserdem haben sie einen gut ausgebildeten Kehlsack mit dem sie auf sich aufmerksam machen können. Auch unser Mänchen hat laute Rufe ausgestossen, worauf es in den Büschen raschelte und sich ein Weibchen blicken liess. Diese schien nicht sonderlich interessiert zu sein und schwang sich wieder davon.
Wir hingegen waren schwer beeindruckt und liessen ihn nicht mehr aus den Augen, bis uns Dino weggeschickt hat.
In einem Wahnsinnstempo sind wir die steilen Hügel hoch- und runtergeklettert, wobei wir uns teilweise zur Sicherung an Lianen festhalten mussten.
Die Kletterei hat sich jedoch gelohnt, unterwegs sahen wir einen Rhinozerosvogel und einen Argusfasan.
Am Nachmittag haben uns die beiden Ananas und andere Früchte auf einer Plane am Boden serviert. Während sie noch am schneiden waren, hörten wir es in einiger Entfernung rascheln. Gemeinsam gingen wir etwa hundert Meter weiter und bestaunten einen grossen Orang-Utan in den Bäumen.
Die "Oooohs" und "Aaaahs" verstummten, als sich der Orang-Utan in Richtung unserer Früchte schwang. Die Guides ruften: "RUN!! RUN!!! Jeder schnappt sich jetzt Früchte und isst sie im Laufen!!!"
Wir rannten, schnappten uns die Früchte vor dem Orang-Utan, rannten in verschiedene Richtungen, lachten hysterisch und stopften uns voll, während wir uns nach dem hungrigen Männchen umsahen.
Der hat sich zum Glück verzogen und wir beruhigten uns langsam wieder.
So kletterten wir weiter, schwitzten wie wild und hielten nach Tieren Ausschau.
Die Guides haben uns unterwegs wunderbar unterhalten, wobei der Ausdruck "verarschen" besser passen würde. Nach jedem geglückten Versuch hat Dino laut gelacht und "Bullshit Lawang" geschrieen, in Anlehnung an den Namen des Ortes "Bukit Lawang".
So hat er uns die bittere Rinde von einem Baum zu essen gegeben, von dem er behauptet hat, es würde nach Früchten schmecken. Bei einem Markierungsstein einer Quelle hat er mit traurigem Gesicht erzählt, hier sei sein Freund bei einem Orang-Utan-Angriff gestorben. Jawohl: Bullshit Lawang.
Am Nachmittag sind wir bei unserem Nachtlager an einem Fluss angekommen.
Wir bezogen unseren einfachen Unterschlupf, der mit Matratzen, Schlafsäcken und Moskitonetzen ausgestattet war.
Es gab auch ein kleines Klo, das man mit einem Messbecher spülen musste. Wenn der Messbecher nicht da war, war er in der Küche zu finden. 😅
Endlich konnten wir auch wieder unsere Flaschen auffüllen, was jedoch nicht sehr erfrischend war. Das Flusswasser wurde auf einem Topf über dem Feuer abgekocht, so dass es doch sehr nach Rauch geschmeckt hat. 😅 So haben wir wenn möglich Tee getrunken.
Nach einer Früchteplatte und einem Bad im Fluss schüttete es wie aus Kübeln.
Wir verzogen uns ins Gemeinschaftszelt, wo auch das Abendessen stattfand. Dino spielte mit uns viele Spiele, darunter Dschungel-Schach, das mit Steinen gespielt wird.
Dann folgten einige knifflige Rätsel, die stets mit "Bullshit Lawang" endeten. 😅
Wir hatten Spass, legten uns dann aber doch nach einem langen Tag früh schlafen.
Wir haben trotz des laut prasselnden Regens gut geschlafen und uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg gemacht. Auf ein Neues ging es die Hügel hoch und runter, über Wurzeln und Laub, Chantal landete ab und an auf Po, Knie oder Nase.
So wurde es nie langweilig, obwohl wir keine Orang-Utans mehr gesehen haben.
Auf dem höchsten Punkt unserer kleinen Reise hatten wir Riesenglück und sichteten eine Horde Weisshandgibbons und Schwarzhandgibbons. Da hat sich besonders Philipp sehr gefreut, da er diese Affen unbedingt sehen wollte.
Nach einem langen, sehr rutschigen Abstieg erreichten wir wieder einen Fluss und viele anderen Menschen.
Nach einem kurzen Bad im Fluss setzten wir uns in breite Gummiringe, die vorher zusammengebunden und in den Fluss gelassen wurden.
So kamen wir über den Fluss zurück ins Dorf, wobei wir bei den Stromschnellen ordentlich durchgeschüttelt und vollgespritzt wurden. 😂
Zurück in der Unterkunft genossen wir das Mittagessen, die Dusche und erholten uns von den tollen Eindrücken und der Wanderung.
Zusammen mit den drei anderen aus unserer Gruppe haben wir noch zu Abend gegessen.
Chantal wurde schon während des Essens übel, ist jedoch aus Höflichkeit sitzen geblieben, bis alle aufgegessen haben.
So kam es zu einer langen und schlimmen Lebensmittelvergiftung, die Chantal mit Fieber ins Zimmer gefesselt hat.
Unterdessen wurde Philipp von den Einheimischen adoptiert, die ihn zu Barbecue, einer Geburtstagsfeier und allabendlichen Gitarrespielen und Singen eingeladen haben.
Wohl oder übel mussten wir abreisen, da unser Visa am nächsten Tag abgelaufen wäre und so verabschiedete sich Philipp schweren Herzens von seinen neuen Freunden.En savoir plus
Bukit Lawang Teil 1
5 juillet 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einer schönen Zeit am Lake Toba schipperten wir mit der Fähre zurück zum Festland, wo wir auf ein Sammeltaxi warteten. Aufgrund fehlender Fahrgäste waren wir die meiste Zeit alleine unterwegs und bewältigten den Horrortrip alleine. Der Fahrer fuhr wie ein Irrer und schaffte es, die zweispurige Strasse in eine dreispurige zu verwandeln. Nach einigen höchstinteressanten Stunden kamen wir lebendig und erleichtert bei strömenden Regen in Bukit Lawang an. Dieses touristische, aber erstaunlich kleine und ursprüngliche Dorf, liegt am Rande des Dschungels des Gunung Leuser Nationalparks.
Wir wurden überraschenderweise von einem Mitarbeiter unseres Homestays abgeholt, da sich viele Gäste auf dem Weg zu der Unterkunft im Dschungel verlaufen und dann ohne Signal im Nirgendwo stehen.
Nach einer halben Stunde kamen wir im "Kupu Kupu Guesthouse" an, das direkt am Fluss im Grünen liegt. Wir waren mega happy mit unserer Wahl und nahmen uns drei Tage Zeit, um das Dorf und die Umgebung zu erkunden.
So besuchten wir im Nachbardorf den Wochenmarkt, wo Gemüse, Früchte und Kleider angeboten wurden.
Auf dem Weg zum Markt liefen wir durch Palmölplantagen, die uns schon auf der Fahrt vom Lake Toba nach Bukit Lawang während über zwei Stunden Fahrt ein trauriger Begleiter waren. Ölpalmen in Reih und Glied wohin das Auge reicht, Ölraffinerien und Lastwagen voller Palmfrüchten.
Schätzungsweise 40% des weltweiten Palmöls wird auf Sumatra angebaut und ist für die örtlichen Bauern viel lukrativer als der Kautschuk- oder der Gemüseanbau.
Nach diesem tristen Anblick freuten wir uns wieder zurück in den Dschungel zu gehen. Dort schauten wir uns mit zwei Neuseeländern und einem Einheimischen in einer Bar die erste Halbzeit der Fussball-EM an. Doch wir gingen früh schlafen, da am nächsten Tag einiges auf dem Programm stand. 😊En savoir plus
Lake Toba
25 juin 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 27 °C
Abends um sechs Uhr warteten wir an einem kleinen Busstand auf unseren Nachtbus. Nach geduldigen 1.5 Stunden kam dieser, bereits mit einigen Passagieren beladen, angebraust. Wir fuhren stolze fünf Minuten, bis wir bereits eine halbstündige Pause einlegten. Mit einem ausgeruhten und sattem Busfahrer ging es in der Finsternis über unzählige Kurven weiter. Chantal wurde es enorm übel, zum Glück wurde sie doch noch vom Schlaf übermannt und musste nicht die ganze Zeit aus dem Fenster starren.
Mittags glitzerte uns endlich unser Ziel entgegen: der Lake Toba. Dieser ist mit einer Länge von 100 Kilometer und einer Breite von 30 Kilometer der grösste Vulkansee der Welt. In der Mitte des Sees befindet sich die Insel Samosir, die übrigens fast so gross wie Singapur ist. Eine kleine Fähre fuhr uns bis zum Romlan Guesthouse, wo wir unseren Aufenthalt auf zehn Tage verlängern werden.
Wir fühlten uns im Guesthouse unglaublich wohl und genossen die Zeit unter den anderen westlichen Touristen. Keine Selfies machen, keine Aufmerksamkeit erregen, kurze Hosen tragen, baden im Bikini und Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Versteht uns bitte nicht falsch: Fremde Kulturen sind wahnsinng interessant und bereichernd, doch ab und zu eine kurze Auszeit davon nehmen finden wir doch auch schön.
Täglich wurden wir von der vorbeifahrenden Fähre geweckt, frühstückten eine Nudelsuppe und erkundeten anschliessend die Insel. Besonders das Innere der Insel hat uns mit seinen Reisfeldern und Palmen in den tieferen Lagen und den Nadelwäldern, kleinen Seen und Wasserbüffeln in den höheren Lagen gepackt.
Am Seeufer machten wir einen Spaziergang und wurden um Fotos gebeten, wobei (wie in ganz Indonesien) alle Personen auf dem Bild jeweils dieselbe Handgeste machen. ✌️🤙🤘👍
Nachmittags genehmigten wir uns gerne ein Apero und schauten den einheimischen Touristen beim "Jetski fahren" zu. Das sind keine echten Jetskis, denn am Heck wurde ein Aussenbootmotor angebracht, mit dem ein Helfer Gas gibt und steuert. So müssen sich die Touris nur noch festhalten und kreischen
😂 Abends spielten wir Schach, assen im leckeren Restaurant und plauderten mit einem pensionierten Schweizer namens Jürg. Dieser hat bereits als junger Mann die halbe Welt bereist und uns viele tolle Geschichten erzählt.En savoir plus
Bukittinggi
20 juin 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 26 °C
Unsere Reise begann in einem PKW, den wir uns mit anderen Fahrgästen teilten, auf dem Weg nach Bukittinggi. Nach einer angenehmen Fahrt erreichten wir die Stadt, bezogen unser Zimmer und machten uns auf, um die Stadt zu erkunden. Unser erster Halt war der Jam Gadang, ein markanter Uhrturm und das Wahrzeichen von Bukittinggi. Der Uhrturm steht im Zentrum der Stadt und wurde während der niederländischen Kolonialzeit erbaut. Er ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Von dort aus versuchten wir, den nahegelegenen Vulkan zu erspähen, aber das Wetter war leider nicht klar genug, um den Vulkan komplett zu sehen. Wir hofften jedoch, ihn in den nächsten Tagen besser beobachten zu können.
Am nächsten Tag wollten wir den Canyon besichtigen. Der Weg führte uns steil hinab zum Flussbett. Zu unserem Bedauern hatten starke Regenfälle vor einigen Wochen das Flussbett ausgespült und einige Häuser zerstört. Wir sahen Arbeiter und Bagger bei den Aufräumarbeiten und entschieden uns, aus Respekt vor den Betroffenen, zurück in die Stadt zu gehen.
Zurück in Bukittinggi besuchten wir die Japanese Tunnel. Diese Tunnel wurden während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg von Zwangsarbeitern gebaut. Das Tunnelsystem erstreckt sich über mehrere Kilometer unter der Stadt und diente als Lagerraum, Bunker und Fluchtweg. Der Eingang und Ausgang liegen an verschiedenen Stellen, sodass wir direkt in der Stadt wieder herauskamen. Einige Zeit verbrachten wir im Café unseres Hotels. Beim Abendessen bestellten wir immer bei Grab und genossen es auf einem kleinen Balkon. Auch unseren morgendlichen Kaffee tranken wir dort. Philipp hatte ein kleines Missgeschick: Einer seiner In-Ear-Kopfhörer fiel aus der Schatulle und landete auf einem Dach, etwa drei Meter unter uns. In echter MacGyver-Manier befestigte er einige Nadeln an einem dünnen Faden und schwang diese zu den Kopfhörern, die leicht magnetisch sind. Nach mehreren Versuchen gelang es ihm, den Kopfhörer wieder zu sich zu ziehen. Er war überglücklich. Unsere Weiterreise musste organisiert werden. Der Weg zur Busstation führte uns über einen beeindruckenden Markt. Hier wurden ausschliesslich lokale Produkte angeboten: frische Früchte und Gemüse, zahlreiche Fleischsorten, wobei die Hühner und Fische noch lebendig waren und erst bei Bestellung geschlachtet und ausgenommen wurden. Die lebendige Atmosphäre und die Vielfalt war faszinierend.En savoir plus
Padang
18 juin 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 29 °C
Wir verliessen unsere liebgewonnene Box und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Am Check-in-Schalter kriegten wir keine Bordkarte, dafür mussten wir mit dem Smartphone einen QR-Code abfotografieren, der uns an den folgenden Stationen als Bordkarte diente.
Nach zwei Stunden landeten wir sanft auf der Insel Sumatra, in Padang.
Wir erkundeten gleich das Dorf, respektive eine Bar, in der sich anscheinend alle westlichen Touristen aufhielten und wir uns angenehm unbeachtet fühlten.
Im Dorf besuchten wir ein "staatliches Museum für Geschichte und Kultur", in dem allerlei Dinge ausgestellt waren. Wir freuten uns, dass wir denselben Preis wie die Einheimischen bezahlen konnten, sagenhafte 20 Rappen pro Person.
Tagsüber schlenderten wir durch das Dorf und wurden oft von vorbeifahrenden Einheimischen mit einem laut zugerufenen "heeeellooo" begrüsst.
Der Hunger trieb uns abends in ein leeres chinesisches Restaurant, mit einer grauenhaften Inneneinrichtung. 😂 Nach einigen Kommunikatiosproblemen kriegten wir dann doch noch zwei Mahlzeiten serviert.En savoir plus
Jakarta
12 juin 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 31 °C
Die Hauptstadt Indonesien ist nicht gerade für ihre Schönheit bekannt, doch da wir gerne durch Hauptstädte streifen, buchten wir gleich fünf Nächte in unserer neuen Lieblingshotelkette - der Bobobox. Da wir immer die untere Box buchen und alles haargenau gleich aussieht und Dank dem leckeren Lufterfrischer gleich riecht, fühlten wir uns wie Zuhause.
Wir übernachteten im Kuningan-Viertel, welches ein wohlhabendes und wichtiges Geschäftsviertel im Süden der Stadt ist.
Uns hat besonders die Skyline und die Shoppingmall gegenüber gefallen, wo wir japanisch und vietnamesisch gegessen haben. 😅
Um wieder an Vitamine zu kommen, haben wir übrigens angefangen in der Mikrowelle Gemüse zu kochen, was zu unserem täglichen kulinarischen Highlight geworden ist.
Als das erste Spiel der Fussball-EM der Schweiz vor der Tür stand, haben wir uns lange den Kopf darüber zerbrochen, wie wir uns das gratis ansehen können.
Wir fanden keine Lösung und kauften uns ein VPN-Abo. Das Bild war öfters grob verpixelt, doch der Ball war immerhin erkennbar und Sascha Ruefer deutlich hörbar. 😉
Die Schweiz gewann gegen Ungarn 3:1 und wir freuten uns riesig.
Einen Tag haben wir in der Altstadt an der Küste verbracht und haben uns das Schiffsfahrtmuseum angesehen.
Als wir durch die Altstadt geschlendert sind, mussten wir die kolonialen Gebäude aktiv suchen, direkt ins Auge gestochen sind sie uns nicht. Augenfällig hingegen ist die stetig wandernde Blechlawine, die in Jakarta ein Problem geworden ist.
Um den Verkehr etwas zu beschränken, gilt hier das "Ganjil-Genap-System": An Tagen mit geraden Kalendertagen (z.B. 2., 4., 6., etc.) dürfen nur Fahrzeuge mit geraden Endziffern auf ihren Nummernschildern (z.B. 0, 2, 4, 6, 8) auf bestimmten Strassen fahren. An Tagen mit ungeraden Kalendertagen (z.B. 1., 3., 5., etc.) dürfen nur Fahrzeuge mit ungeraden Endziffern auf ihren Nummernschildern (z.B. 1, 3, 5, 7, 9) auf diesen Strassen fahren.
Ein weiteres Problem Jakartas: Die Stadt sinkt bis zu 25cm pro Jahr ab, was zu schweren Überflutungen führt.
Die Hauptursache dafür ist die exzessive Grundwasserwasserentnahme der Stadt mit ihren über 10 Millionen Einwohnern.
Der Meeresspiegelanstieg, die schlechten Entwässerungssysteme und der Bevölkerungswachstum verschärfen dieses Problem.
Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb der Staat auf der Insel Borneo eine neue Hauptstadt baut, auf welche bis im Jahr 2045 sämtliche Regierungsfunktionen und Verwaltungsstrukturen umgesiedelt werden sollen.
Mitten im Regenwald werden neue Gebäude, Schulen und einen Staudamm gebaut. Ein unvorstellbar gigantisches Projekt für die neue Haupstadt namens Nusantara, welche im August eingeweiht werden soll.
Aber zurück nach Jakarta. Auf dem Weg zu einer Bar durchquerten wir ein riesiges Quartier, wo sich die einstöckigen Häuser eng aneinanderreihten. Wir hatten nicht mehr das Gefühl in einer Haupstadt zu sein, als wir uns einen Weg durch das Gassenlabyrinth suchten und uns die Kinder aufgeregt "Bule" hinterherriefen.
Ein ungewohnter Anblick waren für uns die Kühe und Ziegen in den Gassen, die von den Kindern gestreichelt und gefüttert wurden.
Wir hoffen sie genossen ihre letzen Stunden, denn am folgenden Tag wurde das Opferfest gefeiert.
Nach einem längeren Marsch landeten wir in einer schönen Bar und bestellten uns zwei köstliche Indian Pale Ale, welche wir ganz vergnügt tranken. Wir haben eigentlich geplant essen zu gehen und uns dann in derselben Bar ein Spiel der Fussball-EM anzusehen. Nach der astronomischen Rechnung haben wir den Plan jedoch wieder verworfen.
So verdrückten wir nur eine 50cm Pizza und schauten uns das Spiel im Bett an. 😅En savoir plus
Semarang
6 juin 2024, Indonésie ⋅ ☀️ 31 °C
Unsere Reise nach Semarang begann auf dem Dieng Plateau, von wo aus wir mit einem Shuttle starteten, das unsere Gastgeberin Theresia für uns organisiert hatte. Nach einer etwa dreistündigen Fahrt erreichten wir Semarang, eine Stadt, die uns mit ihrem besonderen Charme sofort in ihren Bann zog.
Da wir Philipps Geburtstag noch nicht richtig gefeiert hatten, beschlossen wir, in einem schicken Café einzukehren.
Dort gönnten wir uns ein kühles Guinness Stout und köstliches Tiramisu.
Doch der kleine Hunger meldete sich bald wieder, und so bestellte Chantal noch eine Pizza, die wir gemeinsam genossen.
Unsere Unterkunft in Semarang war schon wieder eine Bobo Box, gelegen in der malerischen Altstadt.
Diese Gegend gefiel uns auf Anhieb sehr gut.
Die historischen Gebäude, die kleinen Gassen und die lebendige Atmosphäre luden zum Flanieren ein. Wir schlenderten durch die Strassen, liessen uns von den Eindrücken treiben und probierten die lokalen Köstlichkeiten an den kleinen Ständen.
Am Abend suchten wir eine gemütliche Bar auf, um bei einem Bier den Tag ausklingen zu lassen.
Dort trafen wir auf zwei Deutsche, die gerade einen Zwischenstopp einlegten, bevor sie am Abend mit dem Zug nach Bandung weiterreisten.
Die Begegnung hat uns sehr gefreut und wir verbrachten eine lange Zeit in angeregter Plauderei. Die zwei waren auch die einzigen Touristen, die wir in der Stadt gesehen haben, zudem waren wir vier auch die einzigen Gäste in der Bar. Was für ein Zufall😉
In den folgenden Tagen liessen wir uns weiter durch Semarang treiben. Wir erkundeten verschiedene Viertel der Stadt, bewunderten die Architektur und tauchten in die lokale Kunstszene ein. Dabei genossen wir das entspannte Flair der Stadt und sammelten viele Eindrücke.
Während wir durch die Quartiere schlenderten, riefen uns die Kinder lachend "Bule" hinterher, die indonesische Bezeichnung für weisse Ausländer. Laut dem Internet ist das tendenziell kein beleidigender Ausdruck. 😅
Die Mischung aus Geschichte, Kultur und dem lebendigen Stadtleben gefiel uns jedenfalls sehr.En savoir plus
Dieng Plateau
3 juin 2024, Indonésie ⋅ ☁️ 21 °C
Ziemlich planlos standen wir in Yogyakarta am Busbahnhof und fragten uns durch die Menge, welcher Bus nach Wonosobo fahren würde. Die Leute diskutierten ein wenig auf indonesisch und rieten uns, erst Mal nach Magelang zu fahren. Nach einigen Stunden stiegen wir in eine rostige löchrige Klapperkiste um, die uns nach Wonosobo tuckerte.
Wir fuhren durch sehr ländliche Gebiete und unsere Mitreisenden waren oft Bauern, die riesige Gemüsesäcke transportierten oder Musiker, die ein paar Minuten mitfuhren und im Bus sangen. Fast alle Fahrgäste spendeten jeweils ein paar Münzen.
In Wonosobo liefen wir zu einem Rollerverleih, wo wir erst Mal aufgefordert wurden, auf einem grossen Teppich Platz zu nehmen und Tee zu trinken.
Da wir müde waren, hätten wir gerne alles fix erledigt, doch ohne plaudern, Tee trinken und Kekse essen läuft hier gar nichts.
Wir hatten grosses Glück und konnten den allerletzten Roller mieten, ein neues, glänzendes Modell mit nur wenigen Kilometern auf dem Kilometerzähler.
Der Vermieter hat lange als Grabfahrer gearbeitet und sich nun ein kleines Unternehmen aufgebaut. Nach der Bezahlung hat er ganz oft "take care, take care" gesagt, ob er sich um uns oder den Roller gesorgt hat, wissen wir noch heute nicht. 😅
Mit dabei: zwei Helme und Läuse. 🤮 Chantal hat eine schlaflose Nacht verbracht und sich am nächsten Morgen nach reiflicher Überlegung gegen eine Kahlrasur und für eine Apotheke entschieden.
Von Wonosobo aus erkundeten wir das Dieng-Plateau, wo wir leider etwas Pech mit dem Wetter hatten. Auf 2100 Meter über Meer war es ziemlich kalt und leider sehr neblig.
Ab und zu konnten wir doch über die steilen, schottrigen Strassen entlang von grünen Reisfeldern und üppige Gemüseplantagen fahren.
Leider hat uns eines Nachmittags ein Gewitter kalt erwischt, so dass wir nass und frierend Schutz in einer Garage suchten. Nachdem wir eine Stunde gewartet haben, gaben wir uns geschlagen und fuhren eine Stunde durch den kalten Regen nach Hause.
In Wonosobo wohnten wir in einer Bambushütte bei einer lieben Indonesierin namens Theresia und ihren süssen Katzenbabys. Theresia hat uns jeden Tag umsonst Frühstück gemacht und dem immernoch angeschlagenen Philipp mit indonesischem Kräuterpulver versorgt.
90% der Bevölkerung in Java gehören dem Islam an und so riss uns der Muezzin täglich um etwa vier Uhr aus dem Schlaf. Das ist für uns nichts Neues, die Lautstärke und die Dauer von einer Stunde hingegen schon.
Am 3. Juni klingelte unser Wecker schon vor dem Ruf des Muezzin, denn Philipp hatte Geburtstag und wir wollten uns den Sonnenaufgang auf dem höchsten Punkt des Plateaus ansehen.
Wir stiegen in die klammen Kleider und hörten dann den Regen auf das Dach trommeln.
Optimistisch warteten wir eine halbe Stunde und gaben dann schliesslich auf. Wir legten uns wieder ins Bett und schliefen aus.
Theresia erwartete uns schon mit einem Reisbrei, den wir nur anstandshalber aufgegessen haben.
Den regnerischen Tag verbrachten wir in Wonosobo, wo wir durch die Stadt brausten und versuchten am Busbahnhof unsere Weiterreise zu organisieren. Dort erhielten wir von verschiedenen Personen nur vage und unsichere Hinweise, wo und wann ein Bus fahren würde.
In vielen asiatischen Kulturen wird es vermieden "ich weiss es nicht" zu sagen, um sein Gesicht zu wahren und so interpretierten wir aus den "irgendwo dort" und "irgendwann morgens", dass es schlicht niemand weiss.
Um niemanden in Verlegenheit zu bringen, ist es dann sensibel sich einfach zu bedanken.
Zurück in der Unterkunft konnte uns dann Theresia weiterhelfen.
Als sie am Tag zuvor erfahren hat, dass Philipp am 03.06 Geburtstag hat, hat sie uns gleich zum Abendessen eingeladen.
Gemeinsam mit ihrem Bruder hat sie für uns und einen Belgier namens Olivier ein leckeres Abendessen gekocht.
Bei Tofu, Tempe, Salat, Eier und Erdnusssauce haben wir uns über Indonesien und unsere Reisegeschichten ausgetauscht.
Theresia sorgt sich besonders über die vielen Ausländer, welche sich in Bali niederlassen. Viele verdrängen dort mit Restaurants und Rollerverleihern die Einheimischen aus dem Markt.
Mit dem alleinreisenden Olivier haben wir noch lange geplaudert und Reisegeschichten ausgetauscht.En savoir plus
Yogyakarta
29 mai 2024, Indonésie ⋅ ☀️ 30 °C
Mit dem Zug fuhren wir weiter in die Stadt Yogyakarta, was "Tschogtschakarta" ausgesprochen wird.
Philipp fühlte sich im Zug hundeelend und war sichtlich erleichtert, als die siebenstündige Zugfahrt vorbei war.
Am ersten Tag hütete Philipp das Bett, während sich Chantal um die Wäsche kümmerte. Um Philipp kümmerte sich unterdessen die Homestay-Mama, welche ihm frischen Ingwer-Zitronengras-Honig-Tee kochte.
Nach zwei weiteren Tagen Bettruhe konnten wir uns den Borobudurtempel ansehen.
Das war ein teurer Spass, als Ausländer bezahlt man das zehnfache des einheimischen Preises. Dass man als Ausländer mehr bezahlt, ist in asiatischen Ländern normal, was wir einerseits nachvollziehen können, uns aber je nach Faktor dennoch ab und zu ein wenig nervt.
Für 25 CHF kriegten wir Sandalen und einen Guide. Beides ist obligatorisch um auf den Tempel zu klettern. Die Sandalen waren ziemlich hässlich und kratzig, der Guide war freundlich und informativ, insofern man sein Englisch verstanden hat.
Zu zehnt folgten wir unserem Guide, der uns zu der buddhistischen Tempelanlage führte, welche im 8. Jahrhundert erbaut wurde.
Er erklärte uns die Bedeutung der Stufenpyramide, die verschiedenen Buddha-Statuen und machte Fotos von allen, während wir seine bereits erklärten Handgesten nachmachten.
Der Tempel war interessant und schön anzusehen, wir haben uns das alles im Vorfeld jedoch zehn Mal grösser vorgestellt. 😅
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Roller zum Hindutempel Prambanan.
Da mussten wir keine merkwürdigen Sandalen anziehen und durften solange bleiben, wie wir wollten. Das Gelände war sehr weitläufig und merkwürdig eingezäunt. So bewegten wir uns unabsichtlich und zum Erstaunen der Parkwächter mal innerhalb, mal ausserhalb, der Anlage.
Alle Einheimischen mieteten sich für die weiten Distanzen einen Tretroller oder ein Tandemfahrrad. Zwei Damen haben uns so lange angelacht und gewinkt, dass sie uns beinahe angefahren hätten. 😅
Auf Chantals Wunsch haben wir an drei Abenden in Folge Pizza gegessen. Philipp hat leider seinen Geschmackssinn in Malang verloren und so die vielleicht beste Pizza in Java verpasst.En savoir plus












































































































































































































































































































































































































Voyageur
Gids nid no me Fotos wo du am bügle bisch!? 😍😜
VoyageurNei für das müesstme ja bügle 😛😘
Voyageur
Dir machet öich sehr guet 🥰