Palo Duro Canyon - Lighthouse Rock
May 6, 2024 in the United States ⋅ 🌬 29 °C
Am nächsten Morgen ist das Wetter tatsächlich so perfekt wie angesagt, wolkenloser Himmel und Sonnenschein laden uns ein, nach einem guten Frühstück auf die für heute geplante Wanderung zum Lighthouse, dem Wahrzeichen des Palo Duro Canyon loszuwandern. Der Ranger hatte uns empfohlen, auch hier über einen weiteren Wanderweg, den Givens-Spicer-Lowry-Trail zu gehen, der besonders schön sein soll. Wahrscheinlich hätten wir das ohnehin gemacht, da dieser direkt am Campground startet. Auch hier startet es zunächst eher flach und steigt dann langsam an. Das Wetter ist optimal, kein Wölkchen am Himmel, Sonnenschein, nur ein relativ starker Wind – der aber den Vorteil hat, daß wir nicht so sehr ins Schwitzen geraten. Der Weg geht diesmal an der Südwand des Canyon entlang, wieder bieten sich wunderbare Ausblicke auf den Canyon und immer geht es ganz eng an den roten, weiß geaderten Felswänden entlang, einfach klasse.Unterwegs kommen wir an einem Abzweig vorbei, der in den Little Fox Canyon führt, den heben wir uns für den Rückweg auf. Weiter geht es und nach etwa drei Meilen (auch hier wieder gut ausgeschildert) geht es dann etwas steiler bergan. Das letzte Stück vor dem Lighthouse geht es dann ziemlich steil bergan, aber es lohnt sich. Der Lighthouse Rock steht vor uns, er sieht tatsächlich aus wie ein Leuchtturm: Eine hohe Säule aus Sandstein, auf der oben nochmals eine kleinere Säule draufgestellt ist, wir ein Leuchtturm mit breitem Turm und oben dem Lampenhaus. Wir gehen einmal drumherum, machen viele Fotos und setzen uns dann in den Schatten der gegenüberliegenden Felswand, um unsere mitgebrachten Pausenbrote und den Tee zu genießen – diesmal habe ich mir am Abend vorher einen grünen Tee gemacht, der nun kalt in der Thermoskanne ist und nicht nur sehr gut schmeckt, sondern auch noch Mineralien liefert, die man sonst so ausschwitzt. Claudia hat kühles Wasser in der Thermoskanne, das trotz des heißen Wetters immer noch angenehm frisch ist. Neben uns sind zwei junge Männer, die auch ihre Pause machen. Einer von ihnen fragt, ob es uns stört, wenn sie hier ihre Bibelandacht halten – ganz und gar nicht, wir finden das sehr gut. Sie lesen die Geschichte vom verlorenen Sohn. Danach kommen wir ins Gespräch. Joe und Tim, so heißen sie, sind beide unabhängig voneinander losgelaufen, um die USA von Ost nach West zu durchwandern und dabei für das Land zu beten. Sie haben sich unterwegs getroffen und beschlossen, nun gemeinsam weiter zu wandern. Wir bekunden unseren Respekt, das ist eine echte Leistung und sie tun damit tatsächlich etwas für ihr Land. Wenn es mehr solcher Menschen gäbe, wären viele der aktuellen Probleme sehr viel leichter zu lösen. Sie fragen, ob sie auch für uns beten können, was sie dann auch machen, bevor sie dann weitergehen. Wir wünschen uns gegenseitig Gottes Segen und sie gehen los. Das war tolles Erlebnis, eine echte Krönung eines bereits so schon eindrucksvollen Wandertages. Wir bleiben noch ein Weilchen und genießen die Aussicht, bevor wir dann auch den Rückweg antreten. Wir machen tatsächlich den Abstecher zum Little Fox Canyon. Der Weg ist über weite Teile in dichtem Gebüsch, mehr am Talgrund entlang. Kurz vor dem Ende erhebt sich ein Felsbrocken aus dem Tal, etwa 10-15m hoch, der „Petit Teton“. Wir gehen hinauf uns die Aussicht ist einfach klasse. Das war toll, hat sich richtig gelohnt. Wir wandern zurück und kommen geschafft, aber glücklich am Buschen an. Der Schrittzähler ist auf über 26.000 geklettert, und jeder einzelne davon war es wert, ein wirklich eindrucksvoller Canyon. Wir sind froh, daß wir den doch eher langen Umweg gemacht haben. Wieder machen wir uns ein gutes Abendessen und wieder wird es eine ruhige Nacht.Read more
Palo Duro Canyon - Wanderung zur Rim
May 5, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 21 °C
In der Nacht regnet es, aber am Morgen hört es dann auf. Der Himmel ist bewölkt, aber es bleibt trocken. Wir besuchen den Gottesdienst, in dem wir – neben dem Priester, der aus Indien kommt – die einzigen nicht-spanischen Besucher sind; trotzdem ist diese Messe bis auf eine spanische Lesung in Englisch. Wir fahren weiter zum Palo Duro Canyon, dem Ziel dieses langen Abstechers, dem größten Canyon in Texas, dem zweitgrößten der USA – nach dem Grand Canyon, der natürlich alles übertrumpft. Diesmal haben wir unseren Aufenthalt im Voraus gebucht, gegen Mittag kommen wir an. Wir halten am Eingang, zeigen unseren Jahrespass für die Texas State Parks (der hat sich wirklich bezahlt gemacht) und die Reservierungsbestätigung für den Campground und fragen nach den Wanderwegen. Der Rancher ist sehr auskunftsfreudig, er gibt uns ein Faltblatt mit den Wanderwegen und seine persönlichen Empfehlungen. Das klingt sehr gut und ergibt ein rundes Programm für die gut 1½ Tage, die wir hier haben werden. Zunächst aber fahren wir bis zum Ende des Canyons. Da es hier auch am Vortag stark geregnet hat, ist die Straße an einigen Stellen sogar noch überschwemmt, wir müssen durch fast knietiefes Wasser fahren, aber es geht gut – nur ein bisschen schmutzig wird das Buschen von unten. Wir stellen unser Buschen an einen Parkplatz am Eingang des Campgrounds am Ende des Canyons, das ist zwar nicht unser Campground, aber hier startet unsere Wanderung. Heute Nachmittag wollen wir über den Lower Comanche Trail zum Rock Garden wandern, eine ganze Strecke an der Nordwand des Canyons entlang und dann durch ein Seitental nach oben. Bei der Einfahrt in den Canyon war der Himmel noch bedeckt, aber nun reißt es mehr und mehr auf. Der Palo Duro Canyon ist deutlich kleiner als der Grand Canyon, aber immer noch sehr beeindruckend. Vor allem ist er sehr viel farbenprächtiger. Die Felswände leuchten so richtig rot, mit weißen Maserungen darin, was den verschiedenen Gesteinsarten zu verdanken ist. Zudem ist der Talgrund bewachsen, und dank der Regenfälle der vergangenen Tage ist nun der ganze Boden des Canyons leuchtend grün, ein unglaubliches Farbenspiel. Wir wandern los, die Wege sind – wie eigentlich immer – exzellent in Schuss und sehr gut ausgeschildert, da kommt unsere Offline-Navi kaum zum Einsatz. Es gibt viele säulenförmige Felsformationen, die in den Himmel ragen, aus Sandstein mit den Maserungen aus Kalkstein und oft oben mit einer meist schrägen Platte aus Schiefer, das sieht aus, als hätten sie quasi eine Baskenmütze auf, sehr malerisch. Zunächst geht es eher flach los, aber nach etwa zwei Meilen (alle 0,1 Meilen ist ein Pfahl mit der Längenangabe vom Trailhead zum Ziel in die Erde gesteckt) biegen wir dann vom Comanche Trail auf den Rock Garden Trail, da geht es dann etwas steiler bergauf. Teilweise stehen hohe Büsche links und rechts, aber meist haben wir freien Blick auf den Canyon, der sich unter uns ausbreitet, das ist schon ein wunderbarer Wanderweg. Oben angekommen machen wir eine kurze Pause und genießen den Blick über den Canyon in beide Richtungen, das war eine wirklich gute Empfehlung des Rangers. Auf dem Rückweg bläst der Wind die letzten Wolken immer mehr weg und es wird zunehmend sonniger, die Farben kommen dadurch noch intensiver heraus, wunderbar. Am Buschen angekommen, steigen wir ein und fahren zu unserem Campground, der eher in der Mitte des Canyons liegt und stellen unser Buschen auf den gebuchten Platz. Es war der letzte Platz, der noch zu buchen war. Der ist sehr schön, ein bisschen schief, aber wir haben ja Unterlegkeile, das passt dann schon. Wir haben eine tolle Aussicht auf die Wände des Canyons, großartige Perspektive. holen wir Tisch und Stühle raus und stellen sie in den Schatten vor unserem Buschen, nun haben wir uns ein gutes Abendessen wirklich verdient. Am späten Abend wird es dann kühl, aber das ist OK, da kann man dann auch gut schlafen ohne zu schwitzen. Wir freuen uns bereits auf Morgen, da ist das Wetter dann perfekt angesagt.Read more
Fahrtag zum Palo Duro Canyon
May 4, 2024 in the United States ⋅ 🌬 16 °C
Am nächsten Morgen fahren wir Richtung Palo Duro Canyon. Wir müssen uns um unsere Wäsche kümmern und stoppen in Carlsbad an einem Waschsalon. 30 Minuten, 2 Wäscheladungen und nochmal 30 Minuten Trockner und wir sind wieder sauber. Weiter geht es. Wir müssen noch einkaufen und stoppen an einem Walmart. Thomas kauft sich noch eine Shorts und so wird es später. Wir haben uns einen City RV Park rausgesucht und stoppen beim einzigen offenen mexikanischen Restaurant in dieser kleinen Stadt. Wir sind die einzigen Gäste. Das Essen ist vorzüglich und der Restaurantbesitzer sehr nett. Dann fahren wir noch auf den RV Platz und machen Schluß für heute.Read more
Guadalupe Peak, höchster Berg von Texas
May 3, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 27 °C
Am nächsten morgen beschließen wir, den Mount Guadalupe zu besteigen. Die höchste Erhebung von Texas, fast 2700 Meter. Wir fahren eine gute Stunde zurück zum Visitor Center und parken unser Buschen dahinter, neben dem Campingplatz, der – wie wir feststellen können – nur ein Parkplatz ist auf dem die RVs stehen bleiben dürfen. So etwas hässliches haben wir in einem Nationalpark noch nie gesehen. Was ein Glück, dass die keinen Platz für uns hatten. Dann lieber eine etwas längere Anfahrt. Wir legen also los. Von Anfang an ist der Anstieg steil. Langsam aber stetig wandern wir Richtung Gipfel. Die Landschaft verändert sich. Je höher wir kommen, desto mehr Bäume wachsen und spenden Schatten. Doch unterhalb des Gipfels wird der Bewuchs wieder buschartig und sehr felsig. Wir erklimmen den Gipfel und haben eine wundervolle Sicht über die Weite der Prärie-Ebene. Vor uns liegt ein ausgedehntes Salzbecken, dahinter die Prärie und zwischendurch immer wieder landwirtschaftliche Nutzung in Form von kreisrunden Feldern. Sehr interessant. Und natürlich auf der anderen Seite den Blick über das gesamte Gebirgsmassiv und auf den vor uns liegenden El Capitan. Wir fotografieren, machen ein Picknick und genießen die Aussicht. Dann geht es wieder runter zu unserem Buschen in der Ebene. Der Rückweg geht ganz schön in die Knie und fast zum Schluß rasselt es auf einmal direkt neben Thomas. Er stoppt und weicht zurück. Da liegt doch tatsächlich eine kleine Klapperschlange im Gras neben den Weg. Wir machen aus sicherer Entfernung ein paar Photos und gehen im weiten Bogen um die Schlange herum. Unten angekommen sind wir geschafft, aber wir freuen uns auch, dass wir es geschafft haben. Wir fahren wieder eine Stunde zurück zu unserem nun zum dritten Mal besuchten selben Campingplatz und fallen nach dem Abendessen todmüde in unsere Betten.Read more
Carlsbad Caverns
May 2, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 31 °C
Am nächsten Morgen fahren wir zu den etwa 30 Minuten entfernten Carlsbad Caverns. Wir haben am Vorabend ein Ticktet reserviert und kommen nun ohne große Wartezeit rein. Auf dem Weg zum Höhleneingang lernen wir ein älteres amerikanisches Ehepaar kenne, welche in ihrem Rentnerdasein in einem großen Wohnmobilbus mit angehängtem PKW leben. Sie haben alles verkauft und leben nun seit 3 Jahren so und kurven quer durch die USA. Auch ein Lebensmodell. Wir sind vom Höhleneingang beeindruckt. Er ist riesig und es scheint wie in einem Trichter tief hinein zu gehen. Fledermäuse umflattern uns und es riecht nach deren Exkrementen. Die Luft wird kühl und feucht. Der Weg nach unten in die Höhle ist etwa 4 km lang und windet sich über einen asphaltierten Pfad runter in die Tiefe. Wir kommen an eindrucksvollen Steinformationen vorbei. Natürlich gibt es die Tropfsteinformationen, aber auch riesige Felsbrocken, welche von eingestürzten Deckenbereichen zeugen und feine Felsformationen, welche wie versteinerte Korallen aussehen. Das gesamte Bergmassiv ist nämlich ursprünglich ein Meeresriff gewesen, welches vor Billionen von Jahren ausgetrocknet und zu Festland geworden ist. Ein absoluter Wahnsinn, allein die Ausmaße der Höhle. Am Höhlengrund angekommen verläuft der Pfad durch zwei riesige Hallen mit Felsformationen, welche an Mordor vom Herr der Ringe erinnern oder einfach nur an außerirdische Mondlandschaften. Tief beeindruckt fahren wir nach mehr als 3 Stunden mit dem Aufzug wieder nach oben. Wir sind eigentlich keine Höhlenfans, aber diese hat uns echt umgehauen. Oben treffen wir nochmal das amerikanische Ehepaar vom Eingang und bekommen von ihnen noch Tipps für unsere weitere Reise und eine App, welche private Gastgeber listet, die Camper kostenlos bei sich übernachten lassen. Interessant. Wir beschließen den Nachmittag gemütlich auf einen Picknickplatz des Guadalupe Mountains Nationalparks zu verbringen. Dort angekommen, spricht uns ein älterer Mann an (er heißt tatsächlich auch Thomas), welcher alleine im Auto durch die Wüsten Amerikas unterwegs ist. Er kommt aus Kentucky, bezeichnet sich als HillBilly und ist sehr unterhaltsam. Wir setzen uns mit ihn in den Schatten und plaudern über Amerika, die Wahlen und die Gesellschaft. Es ist ganz interessant und er besteht darauf, dass wir uns den kleinen See im hinteren Teil des Picknickplatzes ansehen müssten. Also wandern wir mit ihm dahin. Der See ist klein und rundherum grün bewachsen. Das Wasser wird auch über Kanäle landwirtschaftlich genutzt. Eine kleine Oase mitten in dem wüstenartigen Gelände. Wir essen, können ihn aber leider nichts anbieten, weil wir ihn nicht eingeplant haben. Er isst seine Wurst und seinen Käse und unterhält uns weiter. Dann düst er ab, nachdem wir ihm eine nahegelegene Badestelle empfohlen haben. Wir machen uns wieder zurück zu dem Campingplatz des Vorabends und genießen den Sonnenuntergang. Heute gibt es noch ein zweites deutsches Wohnmobil auf dem Platz. Wir sprechen das Ehepaar aus der Pfalz an und es stellt sich tatsächlich heraus, dass sie ihr Expeditionsmobil auf dem selben Schiff wie wir verschifft haben, nur nach Baltimore. Wir setzen uns auf ein Bierchen zusammen und es wird ein unterhaltsamer Abend.Read more
Guadalupe Mountains - McKiddrick Canyon
May 1, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C
Nach einer ruhigen Nacht haben wir ein gutes Frühstück und wir fahren etwa vier Stunden über die sich verändernde Steppenlandschaft in die Berge von Guadalupe, welche unvermittelt aus der Ebene ansteigen. Der erste ist eine steile Felswand, welche El Capitan benannt wird. Wirklich eindrucksvoll. Am Guadalupe Visitor Center wollen wir zum Campingplatz und müssen feststellen, dass dieser ausgebucht ist. Wir dachten, es wäre First Come First Served, aber er ist mit Vorreservierung und voll. Wir ärgern uns und beschließen Richtung Carlsbad Cavern zu fahren und auf einem BLM Campground zu übernachten, welcher gute Rezessionen bei Google hat. Auf dem Weg dahin machen wir eine Abstecher zum McKiddrick Canyon Trailhead. Etwa 4 km von der Hauptstraße in Richtung Bergmassiv geht der Trail los. Über ein Flußbett, welches sogar noch etwas Wasser führt geht es in den Canyon. Die Vegetation verändert sich, von steppenartigem Bewuchs geht es über in grüne Nadel- und Blätterbäume. Es wirkt fast wie in den Alpen. Es ist ein Wunder, daß dies so schlagartig anders ist im Canyon, obwohl wir noch nichtmals hoch hinaus gehen. Wir dringen immer tiefer in den Canyon vor bis zu einer kleinen halboffenen Höhle mit Stalagmiten und Stalaktiten. Am Rande der Höhle stehen Natursteintische und Bänke und ein dichter Blätterwald davor. Wir rasten und genießen die Kühle. Doch ein Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir uns auf dem Rückweg sputen müssen, da der Park um 17 Uhr das Gate schließt. Wir schaffen den Rückweg in 1,5 Stunden, für den wir auf den Hinweg zwei Stunden gebraucht haben. Wir sind ganz schön geschafft, aber dieser Canyontrail war wirklich super. Wir fahren noch eine gute halbe Stunde bis zu dem angepeilten Campground, der ausgesprochen schön liegt. Nach einem guten Abendessen genießen wir den Sonnenuntergang über der Rim des Gebirgsmassivs.Read more
Bamorhea und das MacDonald Observatorium
April 30, 2024 in the United States ⋅ ⛅ 29 °C
Nach einer wunderbar ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück fahren wir hoch zum Mac Donald Observatorium. Dieses öffnet erst um 12 Uhr und so fahren wir hoch zu zwei Hügeln und genießen den Blick über die weiten Prärieebenen und schauen uns die die weißen Kuppeln von außen an. Um 12 Uhr buchen wir nach langem Hin und Her die Sternenshow für den Abend und beschließen einen gemütlichen Nachmittag in dem Quellpool des Bamorhea Parks zu machen, welcher etwa 80 km entfernt liegt. Zurück nach Fort Davis und durch ein wunderschönes Tal mit tollen roten Felsformationen, welche an Südfrankreich erinnern, geht es zum kleinen State-Park, welcher eigentlich ein besseres Freibad ist. Die Quelle ist von einem künstlichen Becken umschlossen. In dem Wasser schwimmen jedoch unzählige Fische und sogar eine Wasserschildkröte. Wir springen in das erfrischende Nass und genießen den Nachmittag mit Schwimmen und Faulenzen. Auf dem Rückweg machen wir in Fort Davis halt und gehen bei einem Food-Truck aus El Salvador essen. Es gibt köstliche Fajitas für mich und Thomas Essen ist auch super lecker. Dazu genehmigen wir uns jeder eine Horchata, welche für meinen Geschmack etwas zu süß ist. Zurück am Mac Donald Observatorium stellen wir uns in die hinterste Ecke des Parkplatzes unter einen schattigen Baum. Dort wollen wir heute Nacht stehen bleiben, da die Sternenparty bis 23 Uhr geht und wir nicht mehr im Dunklen weiterfahren wollen. Wir treffen den Kanadier von heute Morgen bei der Anmeldung wieder und trinken ein Bierchen zusammen mit ihm. Er ist sehr nett und unterhaltsam, aber auch sehr auf Selbstinzenierung aus. Dann beginnt die abendliche Party. Wir gehen in das Amphitheater und nehmen Platz während es richtig dunkel wird. Die ersten Sterne blitzen am Himmel auf und schon beginnt die unterhaltsame Erklärung. Heute Abend stehen 5 Teleskope bereit, welche 5 verschiedene Sternbilder zeigen. Wir bekommen die Sternbilder und Galaxien erklärt und begeben uns dann zu den Teleskopen. Das erste Teleskop zeigt einen Sternenebel, welcher nur schwer zu erkennen sind. Die nächsten Teleskope sind besser eingestellt und man sieht wirklich wunderbar glitzernde Sternformationen unglaublich hell, nah und beeindruckend. Wir machen die Runde zweimal und schauen uns alle genau an. Das hat sich wirklich gelohnt. Der kleine Film über die Entfernungen war typisch amerikanisch und nicht so super gut. Alles in allem war es ein lohnender Abend und wir gehen zufrieden in unser Buschen und fallen müde in unser Bett.Read more
Über Marfa nach Fort Davis
April 29, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 27 °C
Am nächsten Morgen verlassen wir den so lieb gewonnenen Stellplatz und dann auch den Big Bend Ranch State Park nach einer mehr als dreistündigen Fahrt über die ruckelige Wellblechpiste. Zurück auf der geteerten Straße besuchen wir noch das historische Fort Leaton, eine alte Handelsstation aus den Gründertagen und fahren nach Presidio. Wenn wir so nah an der mexikanischen Grenze sind, müssen wir auch mexikanisch essen gehen. Wir steuern das erste Restaurant an, aber es hat Montag geschlossen. Gegenüber dem Rathaus hat jedoch ein mexikanisches Restaurant auf und wir essen vorzügliche Buritos und Tortillas. Dann wollen wir in die Bäckerei unsere Schulden bezahlen. Aber sie hat Montags auch geschlossen. Wir laufen drum herum, aber keiner ist da. So schieben wir einfach den von uns errechneten Betrag in bar unter der Türe in die Bäckerei, mit einer Entschuldigungsnotiz. Mehr geht leider nicht. Da wir völlig abgebrannt sind, gehen wir noch zum Supermarkt und decken uns mit frischen Lebensmitteln ein. Weiter geht es über Marfa, was völlig verlassen wirkt und Fort Davis, welches sehr einladend und schnuckelig daher kommt, Richtung MacDonalds-Observatorium. Wir bleiben an einem kleinen Solarpark an einer kaum befahrenen Straße stehen und genießen den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier. Wir sind immer noch beeindruckt von der unglaublichen Landschaft der Big Bend Parks und freuen uns schon auf die Guadeloupe Mountains, unserem nächsten Ziel.Read more
Big Bend Ranch Park, Ojos Escondidos
April 28, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C
Nach einer super ruhigen Nacht beschließen wir beim Frühstück, noch eine Nacht zu bleiben und den Tag heute auf diesem tollen Platz zu genießen. Wir machen noch eine kurze Wanderung um den hinter uns liegenden Berg herum zur Rangerstation, um unsere zusätzliche Nacht zu buchen und genießen dem herrlich freien Tag mit chillen in der Hängematte, Lesen und einem Reste-Abendessen.Read more
Big Bend Ranch State Park - Los Ojitos
April 27, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 31 °C
Bei einem guten Frühstück mit den Brötchen aus der mexikanischen Bäckerei fällt uns plötzlich ein, dass wir diese gestern gar nicht bezahlt haben. Wir haben uns so herzlich mit den Leuten unterhalten, dass wir das vergessen haben und die Frau hat es offensichtlich auch vergessen einzufordern. Peinlich. Wenn wir weiterfahren, wollten wir da ohnehin nochmal anhalten und Stückchen kaufen, da müssen wir das dann nachholen. Wir gehen dann zu einer Wanderung, welche uns zunächst über die Straße zu unserem ursprünglich gebuchten Platz führt. Die Straße hat tatsächlich zwei Stellen, welche für unser Buschen sehr schwierig geworden wären. Thomas meinte, dass sei zu schaffen gewesen, aber ich finde, dass das das Risiko wirklich nicht wert sei. Von dort geht es über die eindrucksvolle Ebene durch zwei verschiedene Canyons und durch den losen Sand der Bachbetten. Erst ist das sehr einfach, aber mit der Zeit ist der lose Sand sehr kräftezehrend zu laufen. Wir machen eine Rast unter einem Baum und genießen eines der unbezahlten mexikanischen Stückchen. Dann wird der Canyon eng und Thomas klettert akrobatisch über eine glattgespülte Felskante und ein tiefes Wasserloch mit abgestandenem Wasser. Das schaffe ich nicht. Dafür sind meine Beine zu kurz. Also suche ich mir einen Weg darum herum. Das bedarf nicht so viel Krakselei, da ich immer den Kuhfladen folge. Kühe können ja bekanntlich nicht so gut klettern. Auf der anderen Seite der Canyonspalte angekommen, sehe ich eine zweite glattpolierte Spülkante und eine noch tiefere Pfütze mit schmutzigen Wasser. Da kommt Thomas niemals rüber. Ich rufe ihm das zu, aber er hat es schon selber bemerkt und klettert zurück. Was sich als noch schwieriger erweist als hin. Der Umweg entlang der Kuhfladen hingegen ist einfach. Man merke, immer den Kühen folgen, die sind gar nicht so blöd. Auf dem folgenden Weg durch das Flußbett treffen wir einige dieser Kühe mit Jungtieren. Müde und ausgepowert kommen wir am ursprünglichen Campingplatz an. Wir trinken das Wasser aus und machen im Schatten des Schutzdaches eine Pause. Vor uns liegt noch etwa 1 Stunde Fußmarsch zu unserem Campingplatz durch die sengende Mittagssonne. Aber wir schaffen auch das und legen uns erst mal in der Hängematte zur Ruhe. Doch schon nach kurzer Zeit treffen auf dem Gruppencampingplatz unter uns in Sichtentfernung mehrere Campingbusse ein. Es werden dann fünf und wir haben keine Lust, heute Nacht bei denen zu stehen. Also verlassen wir den Platz und fahren zu dem Platz Nummer drei, den wir ursprünglich gebucht hatten. Diese Entscheidung entpuppt sich als Glücksgriff. Der Platz ist nur 1,5 km von der Hauptstraße entfernt, aber etwas erhöht mit einem bombastischen Blick über die ganze Ebene. Wir verlieben uns augenblicklich beide in dieses schöne Fleckchen Erde. Unser Buschen können wir direkt neben dem Schutzdach mit dem Picknicktisch parken, nachdem Thomas den schweren Stein am Eingang etwas zur Seite gewälzt hat. Wir verbringen wieder einen herrlichen Abend unter einem tollen Sternenhimmel, bis uns der plötzlich aufkommende starke Wind ins Buschen treibt.Read more
Presidio und Big Bend Ranch State Park
April 26, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C
Am nächsten morgen suchen wir die Toilette auf und begegnen einer Frau, welche wild in ihrem Auto nächtigt und nun das Bad des Campingplatzes für ihre Morgentoilette benutzt. Wir kommen ins Gespräch und sie erzählt uns, dass sie eigentlich von der Krim stammt und in den 90er Jahren in die USA ausgewandert ist. Sie hat einen Amerikaner geheiratet und hat einen Sohn und liebt die tolle und freie Landschaft des Big Bend Ranch State Parks. Interessante Geschichte. Wir fahren weiter und halten noch an einem tollen Aussichtspunkt an dem wir in einen von bizarren Bouldern geformten Canyon schauen können. Diese Straße 170 ist wirklich einzigartig. Sie endet in Presidio, einer kleine Grenzstadt direkt an der mexikanischen Grenze. Wir suchen eine mexikanische Bäckerei auf, welche super Rezessionen im Internet hat. Es duftet herrlich, die Frau ist freundlich und wir suchen uns mehr Stückchen und Brot aus als geplant. In der Theke sind Geldscheine aus aller Welt ausgestellt. Interessant und so kommen wir auf spanisch ins Gespräch. Da zeigt sie uns eine Mappe mit losen DINA4 Blättern in der alle möglichen Kunden aus aller Welt einen netten Gruß hinterlassen haben. Thomas schreibt etwas nettes auf Spanisch und Deutsch. Sie freut sich und holt ihren Man aus der Backstube, der es auch lesen muß. Der freut sich auch und schenkt uns noch einen Schlüsselanhänger. Wir verabschieden uns von dieser netten Bäckerei und essen unter einem Baum vor der Türe gleich den frischen Donut. Der schmeckt super. Auf der Weiterfahrt in den State Park verspeisen wir noch einige andere Stückchen und sind begeistert. Besonders die Empanada schmeckt genial. Der Park ist nur über eine Schotterstraße befahrbar welche zu einem ausgefahrenen Waschbrett mutiert ist. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und auch das Buschen ächzt. Zwischendurch gibt es noch einen Stopp um einen Canyon zu erwandern. Der Canyon führt noch etwas Wasser und so ist der Bewuchs grün und saftig und hebt sich gegen die vertrocknete Steppenlandschaft richtig ab. Am Visitor Center angekommen, erklärt uns die Rangerin, dass der für heute Nacht gebuchte Campingplatz mit unserem Buschen nur schwer zu erreichen ist. Es seien sehr ausgewaschene, steile und steinige Stellen davor. Sie würde es definitiv nicht empfehlen und schimpft auf die Kollegin, welche uns den Platz gebucht hat. Dafür bietet sie uns mehrere freie Plätze an, welche besser zu erreichen sind. Wir nehmen den Platz der vor dem eigentlich gebuchten liegt. Nach einer langen Erklärung über die im Park lebenden Schlangen begeben wir uns zu unserem Platz, der wirklich schön gelegen ist. Hinter uns die halbrunde Felswand und vor uns die Weite der Prärie. Wir genießen wieder einen tollen Sonnenuntergang und einen einzigartig klaren Sternenhimmel.Read more
Big Bend NP - Eleonora Canyon
April 25, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 33 °C
Heute geht es recht früh los zum Eleonora Canyon. Der Canyon ist ein markanter Einschnitt in die senkrechte Uferwand des Rio Grande nach Mexiko hin. Der Einstieg und auch der Canyon selber, welcher etwa 2 km weit zu erwandern ist, ist sehr fotogen. Im Canyon selber führt der Fluss sogar noch etwas Wasser, so dass wir nicht weiter rein können. Diese etwa 1,5 stündige Wanderung hat sich wirklich sehr gelohnt und da wir noch früh sind ist, es nicht so voll und noch nicht so heiß. Wir fahren den Ross Maxwell Scenic Drive zurück. Wir machen nochmal an dem ein oder anderen Aussichtspunkt halt und genießen die Aussicht. Und schon sind wir aus dem Big Bend Nationalpark raus. Es war ein wirklich schöner und eindrucksvoller Nationalpark. Vorbei an Terlingua, einem verschlafenen Straßendorf, geht es zum Big Bend Ranch State Park. Am Visitor Center am Eingang ist eine nette junge Frau, welche uns zu den Campingplätzen und ihrer Zugänglichkeit mit unserem Buschen berät. Wir buchen die erste Nacht am Rio Grande an einem Campingplatz nicht weit von der Straße 170 und die zwei anderen im Herzen des Nationalparks. Wir fahren also zunächst die 170 entlang und die Straße entpuppt sich als ein landschaftliches Highlight. Links von uns windet sich der Rio Grande und es tun sich riesigen Canyons auf und schroffe Felswände welche in tiefe Täler und Schluchten führen. Der Campground hat 4 Stellplätze, aber wir belegen als einzige einen Platz für diese Nacht. Also haben wir die freie Wahl und nehmen den Platz Nummer 1, welcher eine tolle Sicht auf eine steil abfallende rote Felswand bietet und auf der anderen Seite auf ein bizarr geformtes Tuffgestein. Wir haben einen wunderbaren Abend unter einem einzigartigen Sternenzelt, nur von kleinen Fledermäusen umschwirrt. Ein wirklich toller Platz.Read more
Big Bend NP - Mule Ears und Tuff Canyon
April 24, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 35 °C
Nachdem wir den nächsten morgen gemütlich und langsam angehen lassen, dumpen wir noch, befüllen das Buschen neu mit Wasser und fahren los. Heute steht der Ross Maxwell Scenic Drive auf dem Programm. Es gibt viele schöne Stopps. Zunächst eine verlassene Ranch, dann ein toller Aussichtspunkt über die ganze Ebene und eine kurze Wanderung in den Lower Burro Mesa Canyon. Wir können bis ans Ende wandern. Dort sollte eigentlich eine Wasserfall von dem Upper Burrow Mesa Canyon herabfallen, aber zur Zeit ist alles ausgetrocknet. Der Canyon erinnert an einen Western Film und man meint, John Wayne gerade um die Ecke reiten zu sehen. Weiter geht es zu den Mule Ears. Das sind Felsformationen, weche an einen Maultierkopf mit Ohren erinnern. Und zum Schluß stoppen wir noch am Tuff Canoyn, welcher sehr helles ausgewaschenes Tuffgestein hat. Jeder Canyon sieht anders aus. Wir treffen ein Paar aus Florida. Die Frau hat länger in Deutschland gelebt und gerade erst Freunde in Dinslaken besucht. So klein ist die Welt. Am Visitor Center gibt es Internet und dann fahren wir zum Cotton Wood Campground direkt am Rio Grande. Es gibt hohe Bäume, deren Blätter angenehmen Schatten spenden. Nach dem Abendessen gehen wir zum Fluß. Doch dieser ist komplett ausgetrocknet und so gelangen wir trockenen Fußes nach Mexiko und wieder zurück. Abends spricht uns eine nette ältere Fraus aus dem Staat Washington an, welche neben uns zeltet. Wir bieten ihr an bei uns Platz zu nehmen und so kommt ein angeregter Informationsaustausch zustande. Sie war als junge Frau für ein Jahr in Titos Jugoslawien, um den Kommunismus kennenzulernen. Sie ist etwa 10 Jahre älter als wir und noch so richtig Flower Power affin. Aber sehr nett und auch sehr interessant, was sie uns über die Wahlen und die politische Situation in Amerika erzählt. So geht ein schöner Tag zu Ende und nach einer warmen Nacht in der wir alle Türen des Buschens offen lassen geht es recht früh los zum Eleonora Canyon.Read more
Big Bend Nationalpark - Pinnacle Trail
April 23, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 35 °C
Am nächsten Tag haben wir uns den „Pinnacle-Trail“ vorgenommen, einen Wanderweg an den Rand der Caldera. Wenn wir ober noch fit sind, werden wir den höchsten Punkt der Caldera umrunden und den „Laguna Meadows Trail“ zurückgehen. Es ist ein wunderbarer Wanderweg. An diesem Hang gibt es Bäume, so daß wir über weite Strecken im Halbschatten laufen können. Die Blicke auf die umliegenden Bergwände sind wunderbar und wir genießen die Wanderung sehr. Wir gehen mitten durch die Pinnacles, steile Felsspitzen hindurch, sehr nahe und sehr eindrucksvoll. Wir überqueren den Paß und beschließen, den ganzen Rundweg zu laufen. Ein sehr lohnenswerter Wanderweg, ein Ausblick auf die Berge schöner als der andere. Am frühen Abend kommen wir zurück. Wir gehen nicht bis zum Campground, sondern steuern die etwas höher gelegene Lodge an, um dort im Restaurant die Wanderung ausklingen zu lassen. Das Essen ist vorzüglich und so geht ein wunderbarer Tag zu Ende.Read more
Big Bend Nationalpark - Window Trail
April 22, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 23 °C
Es wird eine sehr ruhige Nacht und am nächsten Morgen kommen wir auch gut die steile Stelle wieder hoch. An der Registrierung ist immer noch keiner da, also fahren wir weiter zu unserem heutigen Ziel, dem Big Bend Nationalpark. Es ist ein gutes Stück zu fahren, aber gegen Mittag sind wir da. Wir sind im „Chisos Basin“, einem hoch gelegenen Teil des Big Bend Parks, der in einer Caldera, dem Rest eines explodierten Vulkankegels gelegen ist. Es ist eine atemberaubende Landschaft. Ringsum steile hohe Berge, mit rotbraunen Felsen, die in der heißen Sonne liegen. Die Kulisse ist genial, aber der Platz selbst ist winzig, wir können gerade mal unser Buschen am Rand der Straße parken. Eigentlich wäre das eher ein Platz für Zelte. Es gibt – wie immer in der USA – einen Grill und eine Sitzgruppe, aber anders als bei den meisten anderen Plätzen keine Überdachung, die etwas Schatten spenden könnte. Nun wissen wir, warum gerade nur noch dieser und der nebenan gelegene gleich ausgestattete Platz zu buchen waren. Macht aber nichts, wir sind ja nicht wegen der Campsite hier. Heute Nachmittag wollen wir den Window Trail wandern, einem Wanderweg bergab zum Rand der Caldera entlang eines Bachlaufs, der am Ende – am „Fenster“ – mit einem weiten Blick in die Ebene endet. Hier wäre eigentlich ein hoher Wasserfall aus der Caldera heraus in die Ebene, aber aktuell ist hier alles so trocken, daß da gar nichts ist. Wir genießen den Blick und gehen noch einen weiteren Abstecher etwas weiter nach oben, wo wir unser mitgebrachtes Picknick (das Graubrot von gestern) genießen. Dann geht es wieder hinauf zum Campground. Als es in einem Schotterfeld am gegenüberliegenden Hang zu rascheln beginnt, schauen wir hin und sehen eine Herde von Steinböcken, etwa 12-15 Tiere, sehr imposant, wenn auch weit weg. Wir gehen weiter, zurück zum Platz und machen unser Abendessen. Danach gehen wir noch ein Stück bergauf zum Visitor Center und zur Lodge, da ist noch ein kleiner asphaltierter Loop-Trail („Window View Trail“), an dem schon viele andere Gäste sind, um den hier besonders schönen Blick auf dem Sonnenuntergang über dem Window zu sehen. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende. Wenn nicht heute Vollmond wäre, könnte man einen der eindrucksvollsten Sternenhimmel sehen (hier ist ein sog. „Dark Sky Park“), aber der Vollmond macht natürlich alles hell.Read more
Gottesdienst am Pecos, Langtry, Marathon
April 21, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 20 °C
Die Nacht wird ruhig und am nächsten Morgen fahren wir nach einem gemütlichen Frühstück nach Langtry zur Touristeninformation. Die Damen sind sehr nett und geben uns eine ganze Tüte Prospekte mit Infos zum Big Bend Nationalpark mit. Hinter der Touristeninfo sind zwei alte Gebäude nachgebaut. Der Ort bestand eigentlich aus diesen beiden Gebäuden, der Kneipe und dem Haus des Langtrygründers, einem offenbar etwas skurrilen Richter, der gleich in der Kneipe die Gerichtsverhandlungen abgehalten hat. Echt urig. Wir fahren weiter und versuchen, in einer nahegelegenen Baptistenkirche in einer kleinen Geisterstadt unser Glück. Thomas hat ein Photo im Internet gefunden laut dem um 11 Uhr ein Gottesdienst stattfinden soll. Die Damen in der Touristeninfo wußten gar nichts. Wir kommen pünktlich an und tatsächlich findet auch der Gottesdienst statt. Der Pfarrer begrüßt uns mit Handschlag und auch die anderen 14 Gottesdienstbesucher sind sehr freundlich. Nach einer schönen Predigt und vielen Gospelgesängen, welche auf zwei Klavieren von zwei Damen begleitet werden, welche ähnlich klingen wie unser Klavier zu Hause. Eben wie direkt aus einem Cowboysaloon. Zwei der Gottesdienstbesucher haben ganz selbstverständlich einen Revolver im Gürtelholster stecken. Das passt dazu. Die Atmosphäre ist super. Nach dem Gottesdienst werden wir herzlich eingeladen, an dem sonntäglichen Lunch der Gemeinde teilzunehmen. Die Frauen haben alle etwas mitgebracht und so ist ein großes Bufett auf einem Tisch in einem Raum hinter der Kirche aufgebaut. Frauen und Männer sitzen getrennt an zwei Tischen. Wir als Gäste sollen uns als erstes am Buffet bedienen. So viel Gastfreundschaft ist schon fast peinlich. Ich setze mich zu den Frauen und Thomas zu den Männern. Wir wollen die Sitten ja nicht unterwandern. Die Damen sind alle Rancherinnen von den umliegenden Höfen. Die nächste wohnt 14 Meilen entfernt und die weiteste 50 Meilen. Man trifft sich nach dem Gottesdienst, weil man die Woche über keinen sieht auf den einsamen Ranches. Nur eine hat eine klassische Ranch mit Kühen, alle anderen haben Schafs- und Ziegenfarmen. Das Land ist zu trocken und spärlich und gibt nicht viel her für das große Vieh. Das Essen ist sehr abwechslungsreich und ich habe mir von jedem einen Löffel genommen um alles gleichmäßig probieren und loben zu können. Die Frauen freuen sich und wir kommen schnell ins Gespräch. Sie sind neugierig was wir so machen und berichten von ihrem Farmleben, was so ganz anders ist als ich es kenne. Zum nächsten Supermarkt müssen sie 150 Meilen fahren in die nächste Stadt nach Del Rio. Das gleiche gilt für Arztbesuche. Alles ist sehr weitläufig und andere Menschen treffen sie nur selten. Die Kinder der meisten leben in den Städten. Nur wenige übernehmen die Farmen, welche wirklich harte Arbeit sind. Die Frauen beeindrucken mich. Die Herren an Thomas Tisch sind nicht so gesprächig. Hier geht es mehr um das Wild, was man so jagt, um Pumas und Klapperschlangen. Der eine ist der Lehrer der schon etwas herumgekommen ist. Der mit dem Revolver ist Ingenieur und der Pfarrer kommt eigentlich aus North Carolina. Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns herzlich. Man wünscht uns eine gute Weiterreisen und wir versprechen über Facebook in Kontakt zu bleiben. Wir fahren weiter nach Marathon so etwa 200 km entfernt durch eine weite unbesiedelte Prärie. In Marathon gehen wir in die French Bakery, trinken einen Kaffee und erstehen ein richtiges deutsches Graubrot. Ein Gruppe deutscher Harleyfahrer ist am Nachbartisch. Sie sind total schräg aufgemacht, so Easy Rider mäßig. Das ist eher peinlich. Danach besuchen wir das berühmte Gage Hotel in dem James Dean, Elisabeth Taylor und noch andere Hollywood Größen übernachtet haben, als sie den Film „Giganten“ gedreht habe. Ist sehr rustikal und sehenswert. Wir gönnen uns noch ein Bierchen unter einem großen weißen Büffelkopf und fahren weiter. Unser Ziel heute ist die Black Game Wildlife Management Area, ein großes Gebiet, in dem einige wenige Campsites verstreut liegen, das verspricht eine einsame Campsite, ohne daß man vom Nachbarn alles mitbekommt. Schon der Weg dahin führt durch halbwüstenartige Steppenlandschaft mit grandiosen Felsformationen am Horizont. Dort angekommen, fahren wir zunächst zur Registriertung. Der Aufenthalt als solcher ist kostenfrei, man benötigt aber ein Jahrespermit, entweder incl. Jagdschein oder excl. Jagdschein (die günstigere Variante, die bräuchten wir). Wir hatten versucht, das im Internet zu kaufen, aber die Webseite ist immer wieder abgebrochen. Allerdings sind wir vor Ort auch nicht erfolgreich, in der Registrierung ist natürlich keiner da, man muß sich nur in einer Liste eintragen. Das machen wir dann, mehr können wir hier nicht tun. Wir suchen uns auf der dort ausgehängten Karte einen Platz, der nicht allzu weit von der Straße (alles Schotterpiste) entfernt ist. Es ist ein sehr weitläufiges Gelände, aber irgendwann kommt dann tatsächlich unser Abzweig. Die Piste wird immer holpriger – ob das unser Buschen noch schafft? An einer etwas steileren Stelle gibt es dann die Diskussion, ob wir oben bleiben (was hieße rückwärts zur nächsten ebenen Stelle zu fahren und dort zu übernachten) oder hinunterzufahren, der Platz ist fast schon zu sehen. Wir fahren weiter, es ist eine schwierige und holprige Piste, aber es geht gut. Der Platz ist klasse, wirklich einsam und mitten in der Wildnis. Fast schon Namibia-Qualität.Read more
Seminole Canyon und Rio Grande
April 20, 2024 in the United States ⋅ 🌬 20 °C
Wir werden von Stimmen auf dem Spielplatz nebenan geweckt. Doch als wir aus den Fenster schauen sehen wir mindestens 10 Autos stehen und bestimmt 30 Personen auf dem Spielplatz und der angrenzenden Picknick-Site herumwuseln. Ein Wunder, dass wir nicht früher wach geworden sind. Wir frühstücken mit dem fantastischen Blick auf die Brücke und fahren weg zum nächsten Aussichtpunkt unterhalb der Brücke. Eine Gruppe junger Leute begegnet uns, welche zuvor neben unserem Campingplatz am Spielplatz waren. Wir schießen einige Photos und fahren zum Seminole Canyon. Wir haben ja einen Jahres-State-Pass und holen uns daher nur den Sticker für den Tagesaufenthalt. Dann wandern wir am Campingplatz los. Wir entscheiden uns für den Canyon Rim Trail. Es geht entlang dem Seminole Canyon, bis dieser auf den Rio Grande trifft. Das Flussbett ist trocken. Erst am Ende, wo der Canyon auf den Rio Grande trifft, steht etwas Wasser im Flußbett. Die Aussicht ist super und das Wetter bewölkt und so um die 20 Grad. Ideal zum wandern. Der Canyon des Rio Grande ist voll mit grünen Bäumen und der Rio Grande selber ist ein kleines Flüsschen, eher ein Rio Peqeño. Die steil aufragenden Felswände sind beeindruckend und ein Amerikaner erzählt uns, dass der Rio Grande vor 20 Jahren noch fast bis zum Rand des Canyons reichte und ein reißender Strom war. Die Wolken werden immer dunkler und es beginnt zu regnen. Nicht stark, aber es setzt ein starker Wind ein, der den Regen so richtig vor sich her peitscht. Wir werden so richtig naß und der starke Wind kühlt nochmals mehr aus. Wir wandern sturmesschrittes zurück zu unserem Buschen und gönnen uns einen heißen Tee zum Aufwärmen. So hatten wir uns den Süden von Texas nicht vorgestellt. Wir fahren aus dem State Park und bis zu einem Picknikplatz oberhalb des Rio Pecos. Man hat eine super Sicht auf den Canyon und die Brücke. Leider stehen wir auch sehr windexponiert und so werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Sollen wir bleiben? Neben uns stehen zwei uralte Wohnmobile mit Südamerikanern. Sind das Illegale? Als sie sehen, dass wir stehen bleiben wollen, fahren sie weiter. Das wollten wir auch nicht. Es ist ja genug Platz für alle. Wir essen zu Abend und genießen die unglaubliche Sicht. Der Wind nimmt ab und so beschließen wir, zu bleiben.Read more
Weiter in den Westen von Texas
April 19, 2024 in the United States ⋅ ⛅ 31 °C
Am nächsten morgen machen wir uns auf nach Fredericksburg und gehen erst mal groß beim Wallmart einkaufen. Das ist der letzte große Einkaufstop vor dem Big Bend, also muss viel mit. Nach fast einer Stunde kommen wir wieder raus und verstauen alles, da spricht uns ein Man an, der in Hanau stationiert war und freut sich uns zu treffen. Sehr freundlich, doch dann geht es weiter. In Rocksprings tanken wir noch mal voll. Das Kühlwasser ist nahe dem Minimum und so kaufen wir in einer Autoladen eine Flasche zum nachfüllen. Sicher ist sicher. Das ist jedoch nicht so einfach das richtige zu finden. Aber mit Hilfe des Verkäufers gelingt das auch. Wir fahren bis hinter Del Rio und finden einen schönen Stellplatz in einer Marina der Air Force. Der Stausee ist sehr leer und die Boote stehen alle im trocknen. Der See liegt viel tiefer. Der Herr am Empfang ist sehr nett und zeigt uns einen Stellplatz ohne Wasser und Strom aber mit hervorragender Sicht. Er fährt uns tatsächlich mit seinem Caddy zu dem Platz, weil wir ihn sehen wollten. Dann stellt er uns noch einen Firepit hin. Holz gibt es gratis. Nach dem Abendessen laufen wir noch runter zum See und lassen den Abend beim Bierchen ausklingen. Texas unbewohnte und aride Halbwüsten empfangen uns auf die beste Art. Wir freuen uns schon sehr auf unsere kommenden Abenteuer.Read more
Texas Hill Country
April 18, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 31 °C
Morgens wachen wir inmitten einer Blumenwiese auf und frühstücken in dieser tollen Umgebung. Wir machen uns schon abfahrbereit und fahren durch die dichten Blumenteppiche, Eigentlich ist das zu schön um wegzufahren. Wir beschließen, noch einen Tag im Hill Country zu verbringen. Wir besuchen den Ink State Park, springen in den See und sehen zum Glück erst hinterher die Wasserschlange. Wenn wir das gewusst hätten, wären wir nicht baden gegangen. Ich spreche eine Frau an, deren kleiner Junge auch baden war. Ja Texas sei wild, aber die meisten Schlangen seien harmlos. Aber es gäbe auch angriffslustige. Ihr Mann sei gestern von einer im Kanu attackiert worden. Wupps, und dann lässt sie ihr Kind so schwimmen? Sie sind schon seltsam die Texaner. Wir laufen noch etwas am See entlang und dann fahren wir zurück zur Oxford-Ranch. Wir stellen uns unter einen schattenspendenden riesigen Baum auf der Blumenwiese und essen gemütlich zu Abend. Doch es kündigt sich ein Gewitter an. Es blitzt gewaltig. Dann parken wir unser Buschen doch besser neben dem Baum als darunter. Ein wunderschön entspannter Tag im Hill County geht zu Ende und der Regen bleibt auch aus.Read more
Willow Loop und die Blumen in Texas
April 17, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C
Am nächsten Tag fahren wir zur Willow City Loop. Die Strecke ist unglaublich. So viele Wildblumen auf einmal habe ich noch nie gesehen. Es gibt die Blume von Texas die Bluebonnet aber auch unzählige gelbe, rote, weiße, pinke und sonstwie Blumen. Es sind Blumenteppiche, welche die Straßen säumen. Ein wunderschöner Anblick. Wir sind zur rechten Zeit da. Wir fahren durch diese Blumenpracht zum Enchanted Rock State Park. Der Ayers Rock von Texas. Drei rötliche Granitberge ragen aus dem Blumenland. Wir besteigen den höchsten und genießen den Blick über das weite Land. Nur die Geier kreisen noch über uns und nutzen die Thermik der Berge. Wir gehen noch durch einen Canyon und um die Berge herum. Tolle Blicke und bunte Blumen. Selbst die Kakteen blühen. Was für ein blühendes Land. Wir essen zu Abend und besteigen den Berg nochmal für den Sonnenuntergang. Leider ist dieser durch eine dicke Wolkendecke verdeckt. Nur ab und zu blitzt das Rote hervor und färbt den Himmel streifig. Wir fahren zur nahegelegenen „Oxford-Ranch“ zum übernachten.Read more
Fredericksburg und die Texas Wineries
April 16, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 29 °C
Am nächsten morgen besichtigen wir Fredericksburg, die Stadt, welche von Deutschen gegründet wurde. Der Ratskeller ist immer noch da, hat aber nicht auf. Auch der Rest hat sich nicht geändert. Die große Hauptstraße mit den vielen Geschäften und Restaurants. Wir besichtigen noch die Kirche in der eine Mittagsgottesdienst stattfindet. Gut besucht an einem Mittwoch Mittag. Danach gehen wir noch etwas shoppen und dann auf Weinprobiertour. Unsere erste Probe machen wir in der Winzerei Texas Heritage. Die Frau ist sehr freundlich und empfiehlt uns den Willow City Loop zu fahren, da seien so viele Blumen zur Zeit. Wir beschließen, das für morgen einzuplanen und auch noch einen State Park zu besuchen. Der Wein ist sehr gut aber völlig überteuert. Da wir für die Weinprobe bezahlen, haben wir auch keine Hemmung so ohne Einkauf zu gehen. Wir gehen in die nächste Winery. Super Aufmachung aber nur Wein aus Argentinien und Chile. Merkwürdig, wer will schon in Texas Wein von woanders. Also suchen wir uns die nächste lokale Winery raus. Das ist nicht so einfach, da viele heute geschlossen haben. Wir landen bei einer edlen Winery mit tollem gläsernen Tasting Room. Die Lady präsentiert professionell die Weine, aber es ist hier wirklich teuer. Unter 50 Dollar bekommt man keine Flasche. Wir gehen noch etwas rum und stellen fest, dass nur wenige Hektar Wein angepflanzt wird. Wo kommt dieser Texas-Wein her? Bei der nächsten Winery dasselbe Bild. Einige Weinreben und eine riesige Probierhalle. Der Herr dort ist sehr gesprächig und erzählt uns, dass der meiste Wein im Norden im Panhandle angebaut wird und mit dem wenigen Wein aus den Texas Hills verschnitten wird. Aha, wer weiß, welche Weine von woher sie noch verschneiden. Der Wein ist gut und wir nehmen eine Flasche mit. Wir stellen uns an dem Park von Linden B. Johnson und genießen den Sonnenuntergang am Fluss.Read more
San Antonio und Luckenbach
April 15, 2024 in the United States ⋅ 🌬 28 °C
Den nächsten morgen fahren wir wenigstens zum Frühstück an den See. Zum Glück gibt es eine frei zugängliche Bootsrampe mit einem schönen Parkplatz. Unser Ziel ist „The Alamo“ in San Antonio. Wir fahren in die Stadt und finden am Straßenrand einen Parkplatz. Wir brauchen jedoch Münzen oder die Kreditkarte. Also kaufe ich bei einem Mexikaner eine Kaffee und wir können die Parksäule füttern. Bis kurz nach drei reicht unser Kleingeld, aber das müsste passen. Wir besichtigen The Alamo. Es erscheint mir viel kleiner als vor 16 Jahren. Dafür ist viel Park drum herum gemacht. Dann laufen wir am Fluß entlang den Riverwalk. Er ist so schön und ruhig wie früher. Leider gibt es kein einziges Café. Man kann nur essen und trinken. So sind sie in Texas. Also holen wir uns in der Stadt ein Stückchen und einen Kaffee und setzen uns an den Fluss auf eine Bank. Geht auch. Wer will schon wieder Mittags um 12 ein Bier. Wir besuchen noch die schöne Kathedrale San Fernando und machen uns zu unserem Buschen zurück. Wir verschenken noch 50 Minuten Parkzeit und fahren zum japanischen Garten. Der soll sehr sehenswert sein und er enttäuscht uns auch nicht. Mit einem schönen Wasserfall über einer Steinwand ist er gut für schöne Fotos. Wir machen uns weiter nach Luckenbach. Auf dem Weg dahin machen wir in einem Weinkeller bei den „Sisters“ halt. Es erinnert mich sehr an die Winery, welche wir vor 16 Jahren besucht haben. Als Thomas die Flaschenetiketten sieht, sind wir uns sicher, dass wir hier schon mal waren. Die Frau gibt uns eine interessante Weinprobe. Als wir auf Mexiko zu sprechen kommen, wird sie geradezu panisch und rät uns dringend von einem Besuch ab. Sie kenne jemanden der dort entführt und erschossen wurde. Mhh, das macht schon nachdenklich. Weiter geht es nach Luckenbach, der kleinen Poststation, welche seit 175 Jahren dort steht und nun als Kneipe und Country Musik Kulisse dient. Wir stellen unser Buschen neben einen Camper auf den Parkplatz und beschließen dort zu übernachten. So können wir uns ein Bierchen mehr gönnen. Die Countryband spielt und die Besucher sind richtige Texaner. Wir wippen mit und genießen die Atmosphäre. Doch dann wird es laut. Horden von jungen Leuten fallen ein und die gute Band ist neben deren lauten Musik auf der Nachbarbühne gar nicht mehr zu hören. Die Band hört auf und wir gehen erst mal etwas im Buschen essen. Danach fragen wir wegen der Übernachtung und wie lang die Party der Kids geplant ist. Um neun sei alles zu Ende. Na denn, wir nehmen noch ein Bier und schmeißen uns in die Menge. Die Band spielt echt gute Musik und das Publikum ist elektrisiert. Alle tanzen und singen mit. Super. Um neun ist es tatsächlich vorbei und wir haben eine ruhige Nacht.Read more
Austin
April 14, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 29 °C
Nach einem ausgiebigen Sonntagsmorgenfrühstück gehen wir in Lockhart zur Kirche. Wir sind wie immer zu spät und bekommen gerade so einen Platz. Die katholische Kirche bietet 4 Gottesdienste am Sonntag an. Wir sind in dem um 10:30, wir bekommen gerade noch einen Platz, so voll ist die Kirche – und diesmal nicht nur alte Leute, sondern ein sehr gemischtes Publikum. Das ist eindrucksvoll und in Deutschland würde sich das jeder Pastor wünschen. Nach dem schönen Gottesdienst fahren wir nach Austin und bekommen einen Parkplatz direkt vor dem Kapitol! Wir besichtigen das riesige Gebäude von Innen. Es ist größer als das Kapitol in Washington. Die Kuppel hat drei Emporen auf verschiedenen Stockwerken. Eine nette Dame gibt eine Führung und wir können den Texas State Kongress, die Bibliothek und den Texas Supreme Court besichtigen. Leider ist natürlich kein Abgeordneter da und auch keine Sitzung. Es ist ja Sonntag. Nachdem wir das eindrucksvolle Gebäude umrundet haben, gehen wir in die Stadt. Die sechste Straße ist die Hauptmeile. Wir trinken in einer Bar ein Bier in der ein einsamer Musiker seine Lieder klampft. Ein kurzer Abstecher an den Fluß und die schöne Parkanlage rund herum und schon landen wir auf dem Craw Fish Festival in der Stadt. Wir schmuggeln uns mit einer Gruppe rein. Es gibt Live Musik und natürlich Craw Fish. Alle sitzen mit ihren Schälchen herum und pulen. Es ist heiß und es mieft daher ziemlich; außerdem sind vor allen Essens-Ständen ewig lange Schlangen. Wir verlassen das Fest und beschließen, die Nacht an einem Stausee außerhalb zu verbringen. Zunächst fahren wir zu einer kleinen Brauerei, deren Weißbier wirklich gut ist, welche aber schon um sieben Uhr schließt. Dann in eine urige Kneipe mit Dancehall, in der heute Abend eine Hochzeit stattfindet. Super Location. Der See entpuppt sich als komplett vom Militär vereinnahmt. Es ist schon dunkel bis wir einen RV Park gefunden haben.Read more
Texas BBQ Capital - bestes BBQ der Welt
April 13, 2024 in the United States ⋅ ⛅ 28 °C
Wir hatten eine gute und ruhige Nacht am Lake Livingston. Wir frühstücken draußen am See. Nur eine alte Dame führt ihren Hund Gassi und natürlich ein morgendlicher Angler. Wir fahren los. Unser erster Besuch soll uns in die Hauptstadt von Texas führen, nach Austin. Ich telefoniere auf der Fahrt herum, aber alle Campingplätze rund um Austin sind belegt. Also beschließen wir, nach Lockhart zu fahren, etwa 40 km von Austin entfernt. Wir bekommen einen schönen Campingplatz mit Sicht auf einen See. Die Wirtin ist sehr freundlich und empfiehlt uns gleich das beste BBQ- Restaurant des Ortes, Terry Black’s BBQ. Wir relaxen noch etwas in der entspannten Atmosphäre und Thomas hüpft in den noch recht frischen Pool. Dann fahren wir in die Stadt zum BBQ. Es ist erst 5 Uhr und so ist das Restaurant nicht so voll. Gleich am Eingang kommen wir an einer offenen Halle mit einigen riesigen Smokeröfen vorbei, welche mit Holz beheizt werden. Es duftet verführerisch. Im Restaurant stellen wir uns an. Wie in der Kantine, erst die Beilagen, dann das Fleisch. Natürlich nehmen wir das berühmte Brisket, zwei Scheiben für jeden, Schweinerippe und pulled Beef. Der Preis ist dann nicht kantinenmäßig sondern eher wie in einem gehobenen Restaurant. Nur dafür auf Papptellern mit Plastikbesteck. Aber das Fleisch ist ein echtes Geschmackserlebnis, es schmilzt förmlich auf der Zunge. Es ist hervorragend gewürzt. Das Brisket ist ein Gedicht, die Rippe fällt förmlich vom Knochen und das pulled Beef schmeckt zart und etwas süßlich. Das hat sich wirklich mehr als gelohnt. Wir fahren auf den Square in der Stadt, der sich rund um ein schönes Rathausgebäude gruppiert. Wir parken im Schatten unter zwei Bäumen und suchen nach einer Musikkneipe. Ich hatte eine in Google gesehen, welche Livemusik im Innenhof hat. Bei unserer Ankunft packen drei Frauen zwei Ukulelen und eine Sitz-Trommel aus und fangen kurz darauf an. Die Musik im Country Style ist selbst komponiert und sehr schön. Nach dieser Gruppe tritt eine schrill geschminkte Lady mit ihren drei Jungens auf. Sie ist nicht schlecht, aber die Instrumente sind viel zu laut eingestellt und die Bässe wummern. Also ziehen wir weiter. Unsere Campingwirtin hat uns noch einen Musikkeller empfohlen, doch leider gibt es da heute keine Musik. Also fahren wir zurück. Neben dem Campingplatz gibt es noch eine Brauerei. Das probieren wir aus. Wir kommen kurz vor neun an, doch leider haben sie um neun schon geschlossen. Die Amerikaner trinken eben früh :) Also gehen wir auch früh ins Bett.Read more
Willkommen in Texas
April 12, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 26 °C
Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit. Wir sind noch immer geschafft von gestern und schlafen erst mal richtig aus. Zum Frühstück fahren wir an die nördliche Bootsrampe (immer eine Top Location), mit tollem Blick über den See. Heute wird ein Fahrtag werden, wir wollen am nächsten Tag nach Austin, das ist ein ganzes Stück Weg. Das Wetter ist wieder gut und so fahren wir weiter nach Westen. Eine wunderbare Landschaft, immer wieder Wasser - Flüsse, kleinere Seen, dazwischen Ackerland - entspricht so gar nicht unserem Klischee von Louisiana oder Texas. Am Nachmittag kommen wir dann nach Texas. Wir fahren bis zum Lake Livingston, einem etwas größeren Stausee, und wieder ist die Bootsrampe unser bester Freund. Wir parken unser Buschen mit Blick auf den See, es wird eine angenehme ruhige Nacht, willkommen in Texas!Read more





































































































































































































































































































