• Tom down under
Currently traveling
Feb 2023 – Aug 2025

Australien

An open-ended adventure by Tom down under Read more
  • Last seen 💤
    Today

    Schlafen, Chillen, Saufen

    May 7, 2023 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Nachdem wir dann relativ spät im Bett waren, schliefen wir dementsprechend lange. Um 12 Uhr war jeder so mehr oder weniger wach. Es entstand eine kleine Grundfaulheit. Niemand hatte wirklich Lust aufzustehen. Lag wohl an dem Fakt, endlich wieder ein richtiges Bett zu haben, wo ich dann auch endlich meine Beine austrecken konnte und nicht in Embryonalstellung schlafen muss.
    Obwohl jeder schon wach war, blieben wir noch bis 14 Uhr im Bett. Dann war der Hunger irgendwann so groß, dass er uns aus dem Bett trieb.
    Wir stellten fest, dass das Leben im Hostel im Vergleich zum Van deutlich entschleunigt ist. Beim Van hatten wir immer den Zeitdruck etwas zu erleben, um die Zeit mit dem Van gut zu nutzen. Jetzt im Hostel war das irgendwie anders.
    An dem Tag hatten wir irgendwie nicht viel vor, außer wieder Party zu machen. Wir wussten, dass ein paar Leute die ich aus Melbourne kannte und die wir zufällig auch öfters entlang der Ostküste getroffen hatten auch in Cairns sind. Manche auch im gleichen Hostel. Echt sehr krass, dass wir die zufällig immer Mal wieder gesehen haben, wenn man bedenkt wie riesig Australien ist.
    Die Bekannten waren am Pool und wir chillten uns dazu um die Sonne zu genießen. Produktiver wird es irgendwie nicht mehr. Wir machten uns etwas über einen Typ im Pool lustig, der die Schwimmreifen auf sich stapelten und dann als Wurst versuchte zu schwimmen. Außerdem drehte er sich wie im Karussell tausend Mal um die eigene Achse. Jeder um den Pool war etwas verstört von dem eigentlich schon ziemlich alten Typ.😂

    Am Pool gab es einen DJ, der für entspannte Musik sorgte. Die Musik war tausend Mal besser als der scheiß aus den Clubs.
    Dann war es irgendwann Zeit für Abendessen und wir entschieden uns Wraps zu machen. Nach einem kurzen Einkauf hatten wir alle Zutaten.
    Zwischen 20 Uhr und 21 Uhr gingen wir dann ins Gilligan's, um die Happy Hour zu nutzen. Zwei Drinks für 7 $ das ist natürlich deutlich besser und man wird auch halbwegs gut besoffen, um dann die Musik besser ertragen zu können. Ab 22 Uhr wird es dann richtig voll und ein Azubi-DJ geht auf die Bühne und versucht zu "djn".
    Zusammen mit den anderen Leuten haben wir bisschen gechillt und Party gemacht, also eigentlich sehr entspannt.
    Sonst haben wir heute nicht viel geschafft, vielleicht schaffen wir es ja morgen mal uns bisschen die Stadt anzuschauen und bisschen früher aufzustehen mal sehen.

    Marcel war dann schon ziemlich kaputt und ist ins Bett gegangen. Leon und ich machten noch bisschen weiter Party, mussten uns dann aber auch vom vielen schlafen erholen und sind ins Zimmer.
    Marcel schien während dem Schlafen noch bisschen über den Tag nachzudenken bzw. irgendwas zu bereuen.
    Gegen 1 Uhr sind wir dann auch pennen gegangen.
    Read more

  • Das war's mit dem Roadtrip

    May 6, 2023 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir standen heute bisschen früher auf, weil wir das Auto abgeben müssen. Wir haben extra den spät möglichsten Abgabetermin gewählt damit wir noch etwas mehr Zeit haben. 15 Uhr mussten wir in Cairns beim Vanverleih sein. Der Wecker klingelte um 9 Uhr viel zu früh.

    Leon und ich bereiteten dann für Marcels Geburtstag ein kleines Geburtstagsfrühstück vor. Dafür hatten wir gestern bisschen spontan und in geheimer Mission versucht Sachen für das Frühstück einzukaufen. War aber nicht einfach die Sachen versteckt zu halten, während Marcel immer neben uns stand.😂 Also wusste er, dass ihn irgendwas erwarten wird.
    Nachdem wir dann wach waren, machten wir Marcel klar, dass er den Van erstmal nicht verlassen darf. Leon und ich begannen mit den Vorbereitungen. Wir machten Pancakes mit Obst. Dekoriert wurde der Pancakesturm dann noch mit einigen Kerzen (für 20 Kerzen war er aber zu instabil). Es war ein sehr leckeres Frühstück.
    Obwohl wir für unsere Verhältnisse früh aufgestanden sind, waren wir ziemlich die letzten Camper auf dem Campingplatz.
    Nach dem Frühstück packten wir dann schlussendlich alle Sachen und sortierten sie alle ganz ordentlich, so dass wir schon mal relativ gut vorbereitet sind und wissen wo unser Zeug ist, damit wir das Auto dann auch schnell und pünktlich abgeben können. Wir räumten dann eine Weile auf und fanden dann eine riesige fette tote Kröte neben unserem Van. Das Toilettehäuschen war ein gutes Stück weg und wir fragten uns deshalb andauernd wo dieser Gestank herkommt. Die Kröte war schon ordentlich aufgebläht und drohte bald wie ein Luftballon davon zu fliegen. Ihre letzte Ruhe fand sie dann neben uns...was eine Ehre.
    Als wir dann alles zusammengepackt hatten, fuhren wir unsere letzte Etappe nach Cairns. Dort war es dann schon echt ziemlich heiß, annähernd an die 40 Grad und die Klimaanlage lief auf hochtouren. Wir fuhren dann zu einer Tankstelle, um das letzte Mal voll zu tanken. Anschließend parkten wir dann dort in der Nähe, um dann noch mal unser Auto komplett auszuräumen und den ganzen Bestand des Autos anzuschauen und zu sortieren.
    Bei unserer Aufräumaktion fanden wir eine alte Tüte mit Karotten bzw. das was noch von ihnen übrig war. Die Karotten waren irgendwann mal auf unserem Trip verschwunden gegangen, so ungefähr vor zwei Wochen und tauchten dann komplett und mit Maden befallen unter der Rücksitzbank wieder auf. Ich wunderte mich schon die ganze Zeit woher die Fruchtfliegen kommen, die im Auto rumflogen. Wir hatten zwar ein paar Bananen und so, aber die waren noch frisch.
    Es gab ein paar Sachen, die wir weggeben wollten.
    Nachdem wir dann den Van einmal auf den Kopf gestellt hatten und auch jedes Fach überprüften, fuhren wir zu unserem Hostel nach Cairns rein.
    Das "Gilligan's" ist bei Backpackern ein sehr beliebtes Hostel. Es bietet neben dran einen Club. Das heißt, dass eigentlich alle Hostelmitglieder abends dann immer dort feiern gehen und sich dann gegen 3 Uhr auf den 2min-Heimweg begeben. Wenn man in dem Hostel pennt, bekommt man mit seiner Zimmerkarte Rabatt und kann auch bei den Happy Hours halbwegs günstig Alkohol kaufen. Das werden wir sicher häufig nutzen.

    Wir brachten all unsere Gepäckstücke in den Gepäckraum. Einchecken konnten wir noch nicht, weil wir noch zu früh dran waren. Also fuhren wir die letzten paar Meter zum Vanverleih. Dort war es dann schon ein bisschen komisch das Auto jetzt abgeben zu müssen. Wir haben in den 30 Tagen mit dem Van so viel erlebt und viele Erfahrungen und einige Kilometer gesammelt. Zum Schluss standen fast 4100km auf dem Tacho. Kam uns gar nicht so vor, als wären wir 4x dadurch komplett Deutschland gefahren.

    Tag und Nacht in der Schrottkiste verbracht, was dann natürlich auch seine Spuren hinterlassen hat (Türgriff, Steinschlag, Stoßstange...). Zum Glück hat das Auto auch vor Schotterpisten und Bergen nicht halt gemacht. Glücklicherweise sind wir ohne irgendeine Panne oder größere Probleme durchgekommen. Das einzige, was es also von Seiten des Verleihs zu bemängeln gibt, ist der Türgriff der nicht mehr dran.

    Wir versuchten irgendwie unsere restlichen Sachen loszuwerden wie Tisch, Stühle und Handtücher.
    Die Hoffnung war, einen Nutznießer beim Verleih zu finden. Es war nicht so viel los und die einzige Möglichkeit war es zwei älteren Herren in die Hand zu drücken. Die machen eine Relocation eines Vans nach Brisbane für 500 $ und können den Van in fünf Tagen runterfahren. Dabei können sie den Van dann normal nutzen. Das klang sehr verlockend. Vielleicht machen wir das auch. Denen haben wir dann unser Zeug gegeben.
    Meine Decke, die ich gekauft habe, als es in der Nacht so extrem kalt war, habe ich beim Verleih gelassen.
    Wir hatten immer noch die Sorge, dass die eventuell irgendwas bemängeln und es ausnutzen, dass wir keine vollständige Versicherung haben. Aber es ging alles gut, die haben sich das Auto nichtmal mehr angeschaut. Schließlich haben wir das letzte Mal "Tschüss" gesagt und sind dann wieder zurück zum Hostel gelaufen.

    Es war echt extrem heiß, also bestimmt 35 bis 38 Grad und extrem schwül. Wir waren uns einig, dass wir wieder in den Süden fahren, wenn es jeden Tag so heiß sein wird.

    Zurück beim Hostel könnten wir dann einchecken und schon unser Zimmer beziehen. Wir waren in einem Sechsbettzimmer, also relativ entspannt. Es sind auch zwei Deutsche in unserem Zimmer.
    Die fragten wir direkt, was es in Cairns so zu erleben gibt. Nach einer Minute waren sie fertig😂.
    Ob wohl Cairns bei Backpackern so beliebt ist und groß scheint, kann man es überhaupt nicht mit Sydney vergleichen. 150.000 Einwohnern gibt es hier. Keine Hochhäuser, alles kleine Häuser oder Gebäude. Hier gibt es viel ungenutzte Fläche, d.h. hier wird eher in die Breite statt in die Höhe gebaut.

    Wir erholten uns dann von der Außentemperatur und chillten im Bett. Zum Kochen waren wir zu faul, weshalb wir dann bei "Jimmy's Burger" Burger essen gingen. War sehr lecker und besser als Nudeln mit Pesto. Dann gingen wir noch in den Hostel-Club, um noch bisschen Marcels Geburtstag zu feiern und darauf anzustoßen.
    Die Musik war wie wir es erwarteten, nicht die beste. Also ziemlich grotten schlecht. So, wie wir es halt von Australien gewohnt sind. Nach 30 Sekunden wird wieder das Lied gewechselt, sodass man gar nicht richtig mittanzen/mitsingen kann.
    Keine Ahnung wieso die DJs hier so blöd sind.
    Lustig war, das im Club die Krönung von Prinz Charles live übertragen wurde. Eigentlich alle, die wir als Engländer identifizieren konnten, schienen überhaupt nicht begeistert. Sie schrien die Fernseher an und buhten den neuen König aus. Sehr unterhaltsam da zu zuschauen.

    Nach etwas Party machen und Geld ausgeben, sind wir dann um 2 Uhr ins Bett gegangen. Vielleicht sind wir dann morgen ein bisschen produktiver. Bisschen weniger trinken, damit wir mal mehr Geld haben für was anderes, klingt vernünftig.
    Read more

  • Letzter Tag im Van🥺

    May 5, 2023 in Australia ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute standen wir um 10 Uhr auf. Wir waren alle irgendwie noch ziemlich kaputt mussten aber langsam alles zusammen packen.
    Wir entschieden uns dann weiter Richtung Cairns zu fahren und zu gucken was noch auf dem Weg liegt. Es gab in der Nähe die Big Crystal Falls. Das ist ein Süßwasserpool, der von dem Wasser von den umliegenden Bergen gespeist wird. Da man hier im Norden nicht ins Meer kann, war der Pool genau das richtige, um sich bisschen abzukühlen. Trotzdem waren wir uns nicht so sicher, ob da Krokodile drin leben. Aber glücklicherweise haben wir keine gesehen und wir haben auch noch alle Gliedmaßen.
    Von ein paar Felsen konnte man ins Wasser springen.
    Echt schön. Es war sehr ruhig, wir waren die einzigen dort. Wahrscheinlich, weil wir für unsere Verhältnisse ziemlich früh dort waren.
    Nach eineinhalb Stunden fuhren wir dann weiter und besorgten uns in der nächsten Stadt erstmal was zu essen. Der Hunger war schon wieder sehr groß. Nach dem Snack fuhren wir dann zu dem größten Wasserfall Australiens. Der liegt etwas versteckt im Hinterland in den Bergen. Von der Stadt mussten wir ca. 30min ins Nichts fahren. Uns kamen kaum Autos entgegen und die Straßen waren manchmal sehr abenteuerlich. Dazu kamen dann noch Kühe, die auf der Straße standen. Wir stellten fest, der Van ist untauglich für die Slalomfahrt durch Kühe.
    Danach ging es den Berg hoch. Dafür ist unser Van auch nicht zu Gebrauchen. Er kam an seine Grenzen. Bei dreiviertel des Weges zum Wasserfall gab es eine Aussichtsplattform. Dort hielten wir kurz an und wunderten uns über einen etwa baugleichen Van, der vorne komplett kaputt war. Es sah so aus als wäre gegen Baum geknallt. Wir überlegen uns wie das passiert ist, denn der einzige Baum in Sichtweite sah unbeschädigt aus.
    Nach ein paar Minuten kam ein Mann die Straße runtergelaufen.
    Er fragte uns, ob wir ihn hoch zum Wasserfall fahren könnten, denn sein Van ist offensichtlich kaputt.
    Wir fragten natürlich wie das passieren konnte, aber er wollte uns das nicht so genau erzählen. Schien ihm peinlich zu sein. Jedenfalls hatte er sehr viel Glück. Er hat wohl vergessen die Handbremse zu ziehen und ist dann von der Aussichtsplattform den Abhang runtergefahren. Glücklicherweise ist er dem einzigen Baum dort nicht ausgewichen. Dieser stoppte ihn dann vorm sicheren Tod. Wäre er den Baum reflexartig ausgewichen, hätte er uns das nicht mehr erzählen können.
    Ein Typ zog ihn dann mit der Winde am Auto wieder hoch.
    Er lebt jetzt seit fünf Tagen hier und warte bis er irgendwie wieder von den Berg runterkommt. In der Zeit erkundigt er alle Wanderwege in der Umgebung. Also sind wir kurzerhand mit vier Leute in unserem Van das restliche Stück hochgefahren. Das war dann auch echt zu eng. Leon und ich saßen hinten zusammen auf der Rücksitzbank zwischen unserem Gepäck. Der Mann erzählte uns, dass er seit dem Unfall aus ein Gutachter der Versicherung wartet. Er sagte, dass er versucht den Unfall auf einen mechanischen/elektrischen Fehler zu schieben, damit er etwas Geld von der Versicherung bekommt.😂

    Wir haben den Mann dann rausgelassen und sind noch ein Stück weitergefahren. Von dem Parkplatz hatte man eine super Aussicht auf den kompletten Wasserfall. Er ist ca. 300m hoch. Das Becken, wo das Wasser landet, wurde von den Wassermassen 20m tief ausgegraben. Neben dem Ausblick auf den Wasserfall gab es auch einen überragenden Ausblick auf das Tal.
    Es gab auch eine Wanderung, die wir dann aber nicht machen wollten, weil wir leider nicht die Zeit und die Ausrüstung dafür hatten. Hinweisschilder deuteten auf eine anspruchsvolle Wanderung hin. Anscheinend sind schon einige Leute bei dieser Wanderung gestorben.
    Es fing dann sowieso an mit Regnen, weshalb das Thema Wanderung dann vom Tisch war.

    Anschließend fuhren wir wieder ins Tal. Wir haben versucht alles im Leerlauf runterzufahren, mussten dann aber einen kleinen Stopp machen, weil ein Igel die Fahrbahn kreuzte. Also machten wir noch etwas Tierbeobachtung aus dem Auto. Dann ging es weiter runter. Wir stellten fest, dass unser Schrottvehikel alles andere als ein Rallycar ist. Wir versuchten die Bremsen zu schonen und schalteten dann in den zweiten Gang. Klang nicht gut.
    Nachdem wir dann wieder einigermaßen heil unten angekommen sind und die Kühe auch im Slalom umkurvt haben, fuhren wir dann weiter Richtung Cairns, denn dort müssen wir das Auto morgen abgeben.
    Wir fuhren dann noch nach Mission Beach das war ein ganz kleines Städtchen direkt an der Küste soll sehr schön sein, deswegen hatten wir da noch ein ganz kleinen Stopp gemacht. Dann gab es erstmal wieder Brot mit Humus. Wir warteten dann am Strand auf den Sonnenuntergang und fuhren dann weiter. Es ging dann entlang der Küstenstraße mit perfekte Meerblick (wenn es hell ist😞) weiter zu unserem letzten Campingplatz.
    Dort waren bereits schon viele Leute angekommen und wir fanden gerade noch so einen kleinen Platz. Wir machten dort dann wieder Spaghetti mit Pesto und eine kleine Party mit den letzten Snacks und Bierchen.
    Wir gingen dann so um 23 Uhr ins Bett, denn morgen müssen wir dann etwas früher aufstehen und vor allem hat Marcel Geburtstag, d.h. noch ein paar kleine Vorbereitungen treffen und dann noch ein schönes Frühstück zaubern.
    Read more

  • "Magnetische Insel" wir kommen

    May 4, 2023 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C

    Die Nacht war sehr erholsam und doch sehr lang. Eigentlich wollten wir früh los, um möglichst viel Zeit auf "Magnetic Island" zu haben, aber wir waren alle noch zu platt. Wir frühstückten und bauten den Van wieder um, sodass wieder ein Platz auf der Rückbank war. Ich habe keine Ahnung wie vier Leute in den Van passen. Schon mit drei wird es so extrem eng.

    Wir kamen um 9:50 Uhr los. Auf der Fahrt zum Hafen buchten wir die Tickets für die Fähre zur Insel. Eigentlich war geplant mit dem Auto rüberzufahren. Das hätte allerdings 200 Dollar gekostet, also entschieden wir uns für die günstigere Variante. 30 Dollar pro Person.
    Zwischendrin hatten wir Stau, so dass wir schon die Befürchtung hatten, die Fähre nicht mehr zu bekommen. Wir parkten halblegal in der Nähe der Anlegestelle und rannten zur Fähre. 3 Minuten bis sie ablegt. Wir schafften es gerade noch auf die Fähre um 10:30 Uhr. Dann wurde es entspannter und stressfreier.
    Die Überfahrt war ziemlich schnell, ca. 10 min. Wir strandeten in Nelly Bay.
    Eigentlich hatte niemand von uns so wirklich einen Plan, was wir da machen können und sonst waren wir auch nicht vorbereitet. Ich hatte bisschen im Reiseführer gelesen, was man auf jeden Fall anschauen sollte. Allerdings können wir nicht alles anschauen, weil wir ja leider kein Auto haben. Die Busverbindung sind eher mau.
    Sowieso der Bus, wir wollten erstmal in den Nordosten der Insel fahren, stellten dann aber fest, dass die Insel noch auf Steinzeit aka Deutschlandstandard ist. Den Bus kann man nur mit Bargeld bezahlen. Keiner von uns hatte Bargeld dabei, wie gesagt, bestens vorbereitet. Aber selbst die Straßenmusiker haben hier ein Kartenlesegerät, also warum der Bus nicht. Die Busse aufm Festland kann man auch mit Karte bezahlen.
    Ich fragte den Busfahrer, ob man wirklich nur mit Bargeld bezahlen könnte und wo denn dann der nächste Geldautomat wäre. Er meinte, dass wir einsteigen sollen und dann bei unserem Ziel, der Horseshoe Bay, Geld abheben sollten. Einfach wieder die australische Freundlichkeit. Also sind wir schwarz gefahren.

    Bei der Horseshoe Bay angekommen, gab es eigentlich nicht sonderlich viel zu sehen. Einige Häuser mit kleinen Hotels, Cafés und Restaurants. Gegenüber der Strand in einer kleinen Bucht. Wir entschieden uns erstmal etwas zu baden. Es gibt dort extra ein großes Netz, was die Quallen stoppen soll, damit sie nicht bis am den Strand kommen. In einem kleinen Rechteck konnte man dann also ins Wasser und sich abkühlen. Anschließend sonnten wir uns eine Weile.
    Dann liefen wir die einzige Straße Richtung Inland entlang, um bei einem Hostel den Geldautomaten zu nutzen. Das Hostel war echt toll. Auf einem großen Grundstück verteilten sich mehrere Hütten und Stellplätze für Camper. Es gab eine Lounge und mehrere öffentliche Küchen. Echt ein Traum. Dort werden anscheinend auch Koalas und andere Tiere gehalten. Diese haben wir aber nicht gesehen.

    Die Mission "Geldabheben" funktionierte im zweiten Anlauf. Wir mussten dann auch schnell umdrehen, um den Bus zu bekommen, denn der fährt nur einmal in der Stunde.
    Ein Engländer, den wir aus dem Hostel in Arlie Beach kannten, empfahl uns einen Wanderweg.
    Wir stiegen also bei dem Wanderweg aus und machten uns bei Sonnenschein auf den Weg den Berg hoch.

    Magnetic Island ist bekannt für die Sichtung von wilden Koalas. Überall in Australien gibt es Auffangstationen für Koalas, also wie ein Zoo. Dort kann man die Koalas auch auf den Arm nehmen. Aber irgendwie will ich die australischen Tiere lieber in der Wildnis sehen und nicht irgendwo eingesperrt.
    Also war die Hoffnung groß endlich Mal einen Koala zu sehen.

    Auf der Wanderung trafen wir einige Leute von der Segeltour zu den Whitsundays, alle haben so ungefähr den gleichen Zeitplan, deswegen trafen wir einige Leute wieder.
    Nach ca. 20 min kamen wir dann zu einer Gruppe von Leuten, die alle nach oben schauten. Ein Koala, endlich. Der kleine Scheißer saß auf einem Ast über dem Weg und...kackte...
    Gleichzeitig war er mega schläfrig und bewegte sich nur wenige Male. Ein Wunder, dass die nicht von Baum fallen bei 20h Schlaf am Tag.
    Nachdem wir einige Bilder machten liefen wir weiter.
    Das Ziel der Wanderung waren "The Forts". Ehemalige militärische Stellungen mit großen Kanonen, die über 330° ca. 18km weit schießen konnten. Die wurden während dem zweiten Weltkrieg mithilfe der Amerikaner aufgebaut, um sich auf einen Angriff der Japaner vorzubereiten.
    Neben den Kanonenstellungen und den Munitionslagern gab es ganz oben auf dem Berg auch einen Kommandostand und einen Funkturm. Von beiden hatte man einen tollen Ausblick über die Insel.

    Auf dem Rückweg sahen wir ein Wallaby, was gerade an einigen Wurzel rumnagte. Eigentlich sehen Wallabies aus wie Kängurus, sind aber etwas kleiner, flauschiger und noch süßer. Wir schauten ihm eine Weile zu, bis die vielen Kameras dann doch zu viel für ihn wurden.

    Anschließend ging es bergab. Irgendwann sahen wir dann noch Mal einen Koala, der ganz entspannt im Baum döste und sich nicht um uns kümmerte.
    Mittlerweile hatten wir ziemlich Hunger und waren auch schon kaputt, aber das Ziel war leider nicht nicht in Sicht.
    Dann sahen wir noch ein Koala, eher einer der aktiveren in seiner Gattung. Zu erst saß er auf einem Baum und schaute uns an. Dann irgendwann entschied er sich für einen Baumwechsel und kletterte runter. Sehr elegant und sicher, die Krallen sind sehr scharf und spitz, können miese Verletzung machen.
    Dann lief er durch das Gras zum nächsten Baum. Gleichzeitig schien er so aufgeregt, dass er erstmal Wasser lassen musste.
    Plötzlich raste der Koala zu einem Baum und sprang mit einem Satz direkt ein Stück hoch. Wir waren alle sehr erstaunt, dass die doch so schnell sind, wenn sie wollen. Er klettere dann dort hoch und verspeiste zum Mittagessen ein paar Eukalyptusblätter.
    Wir schauten ihm sicher 15 min zu. Koalas sind einfach so goldige Kreaturen. Am liebsten hätten wir es streicheln wollen.

    Nach der Tierbeobachtung gingen wir zu einem kleinen Lookout, wo man tolle Aussicht auf eine kleine und wunderschöne Bucht hatte.

    Dann mussten wir noch eine ganze Weile laufen. Es zog sich ewig, vorallem weil es nur noch bergauf ging. Natürlich verpassten wir dann um 5 min den Bus und mussten dann eine Stunde warten.
    Wir versuchten es immer Mal wieder mit dem Daumen, vielleicht nimmt uns jemand mit, aber leider klappte das nicht.
    Als dann der Bus kam war es schon ziemlich spät und wir entschieden uns in den Südwesten der Insel zu fahren, um von dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Es gab dort ein kleines Pier, jedoch konnte man den Sonnenuntergang von dort nicht richtig sehen, also sind wir zurück zum Strand und dann über riesige Steine um die Ecke geklettert, so dass wir perfekten Ausblick auf die Sonne hatten. Wir chillten da zu dritt und machten uns dann eine halbe Stunde später auf den Rückweg, um den Bus zu bekommen. Der Bus kam zwar pünktlich, aber verspätete sich während der Fahrt. Es wurde schlussendlich sehr knapp mit der Fähre. Wieder mussten wir rennen, um die Fähre noch zu bekommen. Mittlerweile war es stockdunkel und die Wellen um einiges höher als auf der Hinfahrt. Das merkte ich im Bauch.

    Als wir zurück am Festland waren, hofften wir, dass unser Van noch dasteht. Tat er zum Glück. Dann gingen wir erstmal einkaufen. Wir hatten alle sehr großen Hunger. Brot und Humus waren die Rettung.

    Leon's Cousin wohnt in Townsville und studiert gerade Biomedizin. Wir fuhren zu seinem Studentenhaus und besuchten ihn. Ein übel netter Typ, alle anderen Mitbewohner waren auch sehr cool drauf. Wir fuhren dann mit seinem Auto zum Campus der "James Cook University". Die Uni hat "nur" 13.000 Studenten, aber ist flächenmäßig so viel größer als viele deutsche Unis. Ganz Townsville war einfach riesig. Extrem weitläufig. Die haben halt unendlich Platz sich auszubreiten.

    Dann fuhren wir noch auf den Hausberg von Townsville. Von dort hatte man einen tollen Ausblick auf die große Stadt. Leider soll es dort sehr viel Kriminalität geben, sogar schon bei Jugendlichen. Sie rauben Tankstellen aus, klauen Autos für eine Spritztour und zünden diese anschließend an.
    Ein riesen Problem in ganz Queensland.

    Gegen 21 Uhr fuhren wir dann weiter. Wieder in der Hoffnung keine Bekanntschaften mit Kamikaze-Kängurus zu machen. Tatsächlich wieder kurz vor dem Ziel, unserem Schlafparkplatz, war direkt eine ganze Herde Kängurus am Grasen. Glücklicherweise waren die neben der Straße. Wir bauten unser Van dann auf einer Wiese neben einem Spielplatz auf. Es gab noch etwas Cider mit Chips, bevor wir dann völlig erschöpft wieder ins Bett fielen.

    Magnetic Island war echt schön, aber mit einem Auto wäre es sicher nicht besser gewesen. Dann hätten wir noch mehr sehen können. Dort gab es auch tolle Hostels.
    Read more

  • Wieder zu dritt!

    May 3, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Nacht war gut und einschlafen war dann auch kein Problem. Als ich um 9:30 Uhr wach wurde, waren schon einige andere Camper verschwunden. Woher nehmen die die Energie so früh aufzustehen?😂
    Nach dem Leon dann auch wach war, machten wir uns Frühstück und genossen den Ausblick auf den See. Anschließend packten wir zusammen und bezahlten die Übernachtungsgebühr von 16 Dollar, voll okay.
    Dann fuhren wir zurück Richtung Alrie Beach. Auf dem Weg gibt es noch ein paar Sehenswürdigkeiten die wir noch abklappern wollten. Zuerst zu den "Cedar Creek Falls". Ein Wasserfall, der ein großen Pool speist, in dem man super Baden kann. Die Anfahrt war etwas abenteuerlich. Enge Straßen und über leicht geflutet Straßen.
    Am Parkplatz trafen wir wieder Ellen. Sie hatten wir in einem Hostel in Sydney kennengelernt. Sie wird in paar Wochen dann auch in Cairns sein, also trifft man sich wieder.
    Es war einiges los bei dem Pool. Viele saßen ums Wasser herum, anscheinend ist es kalt, sonst wären ja mehr drin.
    Leon und ich legten unser Zeug ab und versuchten über ein paar rutschige Felsen ins Wasser zu gehen. Man musste echt aufpassen sich nicht irgendwo was anzuschlagen. War gar nicht so kalt wie vermutet.
    Wir schwammen dann unter den Wasserfall und duschten uns. Es gab ein Seil von dem man sich ins Wasser schwingen konnte. Ich kletterte hoch. Leon blieb unten, er wollte sich nicht das Rückgrat brechen. Hätte ich Mal drauf hören können. Ich wusste, dass ich weit springen muss, um nicht auf den Felsen zu landen. Allerdings hatte ich nicht genug Schwung, sodass ich dann mit dem Hüftknochen auf einem Stein landete. Tat kurz weh, dann ging's.
    Als wir dann aus dem Wasser gingen tat es wieder etwas mehr weh. Es blutete leicht. Wahrscheinlich bisschen geprellt...ups.
    Es war aber aushaltbar. Wir gingen dann mit Flipflops einen matschigen Wanderweg hoch, um auf dem Plateau zu sein, von wo aus das Wasser "runterfällt". Das sah echt schön aus und erstaunlich wie viele Wege sich das Wasser bahnte. Irgendwann gingen wir wieder runter zum Auto. Mit Flipflops den unbefestigten steilen Weg runterzulaufen, war gar nicht so einfach.

    Anschließend fuhren wir weiter Richtung Arlie Beach. Auf dem Weg sollte es noch eine Abzweigung zu einem entlegenen Parkplatz geben, von wo man verschiedene Wanderungen machen kann. Die Straße war nicht abenteuerlicher als davor. Enge Kurven, schmale Straßen und keine Möglichkeit eventuellen Gegenverkehr frühzeitig zu sehen. Glücklicherweise kam kein Gegenverkehr.
    Beim Parkplatz standen nur drei Autos, eins davon war von Rangern.
    Auf den Infotafeln informierten wir uns über mögliche Wanderwege. Es gab ein 2km, 10km, 27km langen Weg. Bei letzteren kann man dann bei ausgewiesenen "Campingplätzen" mitten im Regenwald schlafen und dann am nächsten Tag weiterlaufen. Leon und ich entschieden uns für den 2km Weg. Der war aber eigentlich gesperrt. Wir liefen ihn trotzdem eine Weile entlang, bis der Weg so zu gewuchert war, dass wir eine Machete gebraucht hätten. Im Wald war es erstaunlich still. Ab und zu ein zwitschern, aber sonst echt leise. Nur der Wind und plätscherndes Wasser sorgten für Geräusche.
    Im Wald gab es viele alte Bäume in unterschiedlichster Form. Mehrere Bäume wuchsen schlangenlinienförmig gen Himmel. Spinnen hatten wir diesmal glücklicherweise keine gesehen. Auf dem Rückweg überholten uns dann irgendwann die Ranger mit einem Golfkart. Sie hatten wohl etwas Rasen gemäht.

    Danach ging es zurück nach Arlie Beach. Leon und ich hatten Hunger und kauften uns die typischen Snacks und verspeisten diese an dem öffentlichen Pool. Wir warteten auf Marcel, bis er von seiner Tagestour zu den Whitsundays zurückkam und am Hafen anlegte, damit wir ihn abholen können.
    Leon und ich fuhren erstmal zu falschen Hafen, fanden Marcel dann aber nach einer Weile bei einem anderen Hafen. Es ging dann zurück zum Hostel, wo wir uns alle nochmal duschen wollten. Leon und ich waren eigentlich keine Gäste mehr, aber das schien niemanden zu interessieren. Nach dem Duschen packten wir die Sachen und räumten das Auto so um, dass alle unsere riesigen Rucksäcke gut verstaut sind und trotzdem ein Sitz auf der Rücksitzbank frei bleibt. Gar nicht so einfach bei dem vielen Zeug.

    Dann ging es auf den Weg nach Townsville, die nächst größere Stadt in Queensland. Es war mittlerweile dunkel und nicht unbedingt angenehm durch die ländlichen Regionen zu fahren. Diesmal gab es zum Glück kein Kamikaze-Känguru, was sich überfahren lassen wollte. Dafür ein paar Frösche, die einfach auf der Straße chillen. Wenn man sie sieht ist es schon zu spät. Zwei Mal wurden die Frösche durch den hinteren Radkasten geschleudert, wie Wäsche im Schleudergang. Es hat ordentlich gescheppert.

    Bei uns drei machte sich dann irgendwann ein Hüngerchen bemerkbar. Entweder McDonald's in 20 min oder 1,5h. Wir entschieden uns für ersteres. Also fuhren wir in die Stadt Bowen. Kleines Dorf, kaum jemand auf der Straße. Normalerweise ist das Kaff überlaufen von Erntehelfern, die allmögliches Obst pflücken. Wir gingen also zu McDonald's.
    Die Franzosen, die ich in Melbourne kennengelernt hatte und dann vor zwei Tagen wieder getroffen hatte, waren auch in Bowen. Ich schrieb dem einen, wo sie gerade sind.
    Wir fuhren nach dem Essen dann zu ihnen auf den Caravan Park. Dort schliefen sie in ihrem Auto und einem Zelt. Sie waren gerade dabei Abendessen zu machen. Duftete besser als das Zeug von McDonald's. Wir unterhielten uns noch etwas über unsere Pläne und begutachten die Schrottkarren von denen. Fast besser ausgestattet, als unsere.
    Nach ca. 20 min fuhren wir dann weiter. Die sind einfach echt nett und cool drauf, vielleicht sieht man sie ja nochmal.
    Wir mussten dann noch ca. 2,5h weiterfahren.
    Die Fahrt verlief gut. Völlig müde und erschöpft kamen wir dann bei unserem Schlafparkplatz an. Eine BP-Tankstelle, die sowohl für LKWs, als auch für Campervans Stellplätze bot. Neben den Trucks war es aber ziemlich laut, weil die Fahrer meistens ihren Motor anmachen, deshalb stellten wir uns etwas abseits hin und bauten unser Dachzelt auf. Ein Mitarbeiter der Tankstelle kam dann und meinte, dass wir dort nicht übernachten dürfen. Wir sollten noch ein paar Meter weiter fahren. Wir hatten kein Bock das Dachzelt wieder einzuklappen, also sind wir so ein Stück rumgefahren. Das sieht so bescheuert aus mit offenem Dachzelt. Ein unförmiges Gebilde.

    Wir waren alle ziemlich satt, aßen aber noch ein paar Trauben zum Nachtisch. Ein Possum schaute uns zu wie wir essen und uns bettfertig machten. Die Viecher sind auf der einen Seite echt süß, auf der aber irgendwie gruselig.
    Schlussendlich waren wir dann gegen Mitternacht im Bett. Morgen müssen wir früh raus, weil wir einen Ausflug auf Magnetic Island machen wollen.
    Read more

  • Überall spinnende Spinnen!

    May 2, 2023 in Australia ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich war schon gegen 10 Uhr wach, während Leon Mal wieder wie ein Stein pennte. Heute sollte Marcel, beschter Freund und Reisepartner (Interrail war er auch dabei) in Arlie Beach ankommen. Er war die letzten Wochen in Australien unterwegs und ist mit dem Bus Richtung Norden gefahren. Leider waren Leon und ich ihm immer etwas vorraus, weshalb wir ihn nicht mitnehmen konnten. Jetzt dann aber hoffentlich für die letzten Tage.
    Als ich wach war schriebe ich Marcel, der von seinem ewig Bustrip ziemlich kaputt war. Und dann kam er aufeinmal zum Van gelaufen. Ewigkeiten nicht gesehen und dann trifft man sich in Australien. So cool.
    Marcel wollte den Tag verständlicherweise eher entspannt gestalten. Leon und ich wollten mit unserem Van bisschen die Gegend von Arlie Beach erkunden. Nach dem Frühstück packten wir die Sachen zusammen und fuhren zum Schutze Harbour. Eine relativ verlassene Bucht, trotzdem etwas Industrie und einige Boote dort. Richtung Inland steht der Mount Rooper, ein verhältnismäßig hoher Berg. Dort in der Nähe startet dann unsere Wanderung. Sie führt zu einem Lookout, wo man tolle Sicht über die Bucht und auf ein paar Inseln hat.
    Die Wanderung führte durch Wald mit einigen kleinen Bächen. Auf dem Weg trafen wir ein Mädchen aus dem Hostel, die uns vor einigen Spinnen warnte, die über dem Weg hängen.
    Wir passten also nochmal mehr auf, um nicht im Netz einer Handgroßen Spinne zu laden. Der Weg endete auf einem Strand, der voll von toten Korallen und Muscheln war. Leider darf man nichts mitnehmen.
    Über den Strand ging es dann zur Fortsetzung vom Wanderweg. Der Weg wurde deutlich enger und die Gefahr in ein Spinnennetz zu laufen wurde deutlich höher. Innerhalb von wenigen Metern sahen wir drei dicke Viecher. Eine verspeisten gerade einen frischen Fang.
    Es ging ein Stück bergauf und dann kamen wir am Aussichtspunkt an. Leon fande die großen Ameisen etwas interessanter, als den Ausblick.
    Einige trugen Baumaterialien für ihren Bau herum, andere irrten ziellos umher. Die Ameisen sehen echt gefährlich aus. Sie sind Daumennagelgroß und haben ein grünes Hinterteil. Brennt sicher bei einem Biss. Sußerdem fielen uns die komischen "Blattgebilde" auf. Spinnen spinnen mehrere Blätter zu einer Kugel zusammen und legen dann ihre Eier dort drinnen ab. Die Kugel sieht man häufig in den Bäumen.
    Nach der Tierbeobachtung machten wir uns auf den Rückweg. Wir hatten beide Hunger und mussten auf Klo. Also fuhren wir zum nächsten Picknickplatz und erledigten beides, wobei eine noch viel größere Spinne, als die anderen letzteres etwas erschwerte. Sie baute ihr Netz direkt über der Toilette.

    Im Reiseführer war ein Wanderweg von dem Parkplatz aus empfohlen. Anscheinend sollen dort Schluchten zu sehen sein. Leon und ich liefen 2 km durchs Nichts mit der realen Angst wieder einem Spinnennetz zum Opfer zu werden. Irgendwann wurde der Weg unwegsamer und schließlich endete er in einem Fluss. Es gab keine Brücke, so dass wir den weiteren Weg nicht laufen konnten, also alles wieder zurück. Wenigstens wussten wir jetzt so grob, wo die Spinnen waren. Schluchten gab es keine, richtige verarsche. Glaube die Australier müssen sich Mal richtige Schluchten bei uns anschauen. An einer Stelle begegneten uns einige Schmetterlinge, die fröhlich umherflogen. Leider waren alle eher schwarz und nicht bunt.

    Wir fuhren dann wieder nach Arlie Beach und kauften nochmal was zum Essen. Eine Metzgerei verkaufte deutsche Wurst und Leberkäse. Schon lustig, dass die die Begriffe so benutzen. Wir snackten dann Brot mit Humus zum Sonnenuntergang. Danach ging es tanken und anschließend zu einem Campingplatz ca. 1h von Arlie Beach. Der Campingplatz ist an dem "Lake Prosperine" benannt nach der Stadt, die aber ewig weit weg ist. Die Fahrt verlief gut, ich hatte Sorge, dass sich wieder ein Kamikaze-Känguru vors Auto wirft. Die Angst war nicht unbegründet 50m vorm Ziel hüpfte auf einmal ein Känguru von rechts nach links. Ich hatte zum Glück noch genügend Abstand.
    Wir parkten dann unseren Van mit Ausblick auf den See. Ein Mann vom Campingplatz kam noch vorbei und erinnerte uns ans Zahlen morgen.
    Der Mond war hell, sodass man den See und die Berge dahinter gut sehen konnte. Ein komisches Geräusch war die ganzen Zeit aus der Ferne zu hören. Mischung aus quakenden Fröschen und Baustellenlärm.
    Um ca. 20 Uhr ging ich ins Bett. Ich musste noch ein paar Berichte schreiben und sowieso war ich kaputt vom Party machen.
    Hoffentlich kann ich bei dem Lärm gut schlafen.
    Read more

  • Langer und erlebnissreicher Tag

    May 1, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Auch die Nacht war nicht wirklich lang. Um 7:30 Uhr war Schluss. Ich war aber etwas wacher und fitter als gestern. Das Frühstück habe ich diesmal auch mitgenommen. Direkt nach dem Frühstück fuhren wir zu einem weiteren Schnorchelspot. Um 8:30 Uhr waren wir dann im Wasser. Wir wurden mit dem Beiboot weit vom großen Boot abgesetzt. Die Strömung war heute sehr stark, sodass wir mit der Zeit wieder zum Boot geströmt werden.

    Auch hier war die Sicht sehr klar, aber der erste Spot war immer noch der beste. Hier gab es nicht so viele Korallen und Fische wie bei den ersten beide Spots. Wir schwammen wieder sehr nah an der Insel, hinter der die Sonne war. D.h. je näher Richtung Insel, desto mehr Schatten, desto kälter. Also blieb ich eher in der Sonne.
    Zwischendurch riefen immer Mal wieder jemand aus der Gruppe, dass er eine Schildkröte gesehen hatte. Aber bei mir kam leider keine vorbei.
    Die einzig krassen Tiere die ich gesehen habe, waren drei verwuschelte Ziegen, die am Strand chillten. Keine Ahnung wie die auf die Insel gekommen sind. Tatsächlich gibt es aber in Australien manche Inseln, wo mit Absicht Ziegen ausgesetzt wurden. Sie sollten als Nahrung für Schiffbrüchiger dienen, die dort an Land kommen. Ob das bei der Insel auch der Fall war...kein Plan. Mittlerweile sind die Ziegen auf den Inseln aber eher eine Plage.

    Während dem Schnorcheln tauchte immer Mal wieder eine Qualle vor meiner Maske auf. Ich versuchte die immer möglichst weitläufig zu umschwimmen. Weiß nicht, ob die jetzt giftig sind oder nicht, aber sicher ist sicher.

    Die Strömung war so stark, dass ich genauso schnell war, wie ich schwimmen würde. Ich konnte mich also einfach treiben lassen. Der Versuch gegen die Strömung anzuschwimmen und zu testen, wie weit ich komme und wie lange ich durchhalten kann scheiterte kläglich. Die Strömung war einfach zu stark.
    Irgendwann trieben wir am Boot vorbei Richtung Meer. Das erste Beiboot wurde gefüllt und die eine von der Crew meinte, dass wir jetzt gegen die Strömung schwimmen müssen, um nicht weiter rauszutreiben. Die hat leicht Reden.😂 Hatte eigentlich nicht mehr so viel Kraft durch mein Test davor, aber ich bin dann glücklicherweise nicht aufs Meer hinausgetrieben. Das zweite Boot holte uns dann und wir konnten erstmal wieder eine warme Dusche nehmen.
    Danach waren alle schon wieder ziemlich kaputt und legten sich irgendwo auf Deck.

    Wir nahmen dann anschließend Kurs auf Arlie Beach, also auf den Heimathafen. Allerdings erstmal wieder nur mit Motor. Irgendwann dann wurden die Segel hochgezogen. Das vorne komplett, aber das Hauptsegel aus irgendeinem Grund nicht. Wir mussten uns alle auf die Backbordseite setzen und zu sehen. Ich hätte gern Mal geholfen.
    Wir fuhren dann etwas weiter aufs Meer raus, wo die Wellen dann auch schon höher wurden und das Boot vorne ins Wasser eintauchte und wir dann folglich gut nass wurden.
    Es war echt erstaunlich wie "schnell" wir nur durch den Wind waren und was für enorme (mechanische) Kräfte das Boot aushalten muss. Außerdem hat sich das Boot extrem geneigt, sodass unten in der Küche und in den Kajüten alles rumflog und das Segelboot fast seitlich im Wasser lag. Bisschen beängstigend war es schon.
    Nach ca. 1,5h kamen wir dem Hafen von Arlie Beach näher. Die Segel wurden wieder eingezogen und der Motor angemacht.
    Leider haben wir nicht ein einziges Mal die Richtung geändert und das Segel gedreht.
    Ich habe mich ja eigentlich für das Boot entschieden um zu segeln und es etwas zu lernen, damit hatten sie geworben. Stattdessen saßen wir nur rum und haben zu geguckt.

    Im Hafen haben wir dann unsere Sachen gepackt. Wir waren etwas zu früh als geplant da, weil das Wetter wohl schlechter wurde. Aber es gab dann noch Mittagessen. Wir blieben dann also alle noch am Hafen und genossen die Burger.

    Dann holten wir den restlichen Alkohol aus den Gefriertruhen und gingen zurück Richtung Hostel. Auf dem Weg trafen wir eine Deutsche, die in Sydney in unserem Zimmer war. Sie ist auch auf der gleichen Route wie wir, also werden wir sie sicher nochmal sehen.
    Am Abend war die Aftershow von dem Trip geplant. Wir kriegen Rabatt und freien Eintritt in manchen Bars.
    Leon und ich entschieden uns dann die Nacht auch noch auf den Campingplatz in Arlie Beach zu verbringen, um am Abend nochmal Party machen zu können.
    Wir buchten also noch ne Nacht auf dem Campingplatz und stellten uns dann auf unseren Parkplatz. Wir mussten erstmal unsere Sachen aufräumen und die nassen Sachen aufhängen.
    Unser Campingnachbar war auch Deutscher. Er hatte drei Monate einen Roadtrip von Sydney bis nach Cairns gemacht. Er erzählte von seinen Erlebnissen und Erfahrungen. Auch von dem Abenteuer mit seinem Auto, was er sich in Sydney gekauft hatte. Er war immer alleine im Auto unterwegs hatte, auf dem Weg aber immer wieder neue Leute kennengelernt die dann auch mit ihrem Van unterwegs waren.
    Leon und ich wollten ihn überreden mit auf die Party zu kommen, aber er musste am nächsten Tag früh los.

    Es war immer noch früh, obwohl wir schon so viel erlebt hatten (Sicher der Vorteil vom frühen Aufstehen). Also gingen wir noch zur "Blue Lagoon" der öffentliche Pool am Meer. Dort war einiges los und wir trafen auch wieder einige Leute. Mit denen spielten wir dann Volleyball. Irgendwann rief jemand meinen Namen, ein Franzose auf Melbourne. Mit dem habe ich mich echt gut verstanden. Er war mit zwei weiteren Franzosen aus Melbourne da. So krass, wie man sich so zufällig, soweit weg von Melbourne wieder trifft. Ich unterhielt mich eine Weile mit den und fragte sie, ob sie Lust auf Party heute Abend haben. Sie sind eigentlich nur für ein Tag in Arlie Beach und mussten am Abend wieder zurück, hatten aber trotzdem Lust noch mitzukommen.
    Wir gingen dann zum Hostel, wo wir dann beim Volleyballfeld Volleyball spielten. Leider ging oft ein Ball daneben. Er rollte dann in einen Bach, der etwas komisch roch. Dazu war er dann nass und der Sand klebte an ihm fest. Es war also etwas kompliziert und mit einigen Hindernissen. Trotzdem hat es echt Spaß gemacht. Danach sind wir Duschen gegangen.

    Zum Abendessen machten Leon und ich dann Risotto. Anschließend machten wir uns fertig und gingen zur Bar vom Hostel. Dort gibt es auch bisschen Rabatt und heute Abend ist Bingoabend. Es ist eigentlich immer ganz lustig, weil viele Zahlen für irgendeine Aktion stehen. Wenn die dann aufgerufen wird, eskaliert es schnell Mal.
    Nach ein paar Runden traf ich dann eine Deutsche aus Melbourne, die auch auf den Weg nach Cairns ist. Wir hatten also zusammen mit den Franzosen eine Reunion mit den Leuten aus Melbourne. Das war auch echt die beste Zeit bisher. Einfach so coole Leute dort.
    Man wird sich also bestimmt in den nächsten Wochen nochmal sehen, weil jeder das Ziel "Cairns" hat.

    Das Bingo lief eigentlich echt gut bei mir. Zum Schluss haben mir auf Leon's und meinem Zettel jeweils nur noch eine Zahl gefehlt. Leider war trotzdem jemand schneller, sonst hätte ich ein 100 Dollar Bargutschein bekommen.
    Nach dem Bingo leerte sich die Bar schlagartig und wir gingen in eine weitere Bar.
    Dort war anfangs nicht viel los, aber irgendwann fühlte es sich. Es gab Live-Musik und 4 Drinks für 24 Dollar. Natürlich habe ich nicht vier Drinks getrunken.😋
    Die Live-Musik war gut, sobald der Typ aber Pause gemacht hat, kam Musik vom Band, die war echt scheiße.
    Wir tanzten also nur bei guter Musik.
    Auf Klo hatte ich dann ein Gespräch mit einem extrem besoffenen Australier. Er hat mich gefragt, wo ich herkomme und wusste wohl direkt, dass ich kein Australier bin, weil ich keine Flipflops trage. Dann hat er mich die ganze Zeit gefragt, wieso ich denn keine Flipflops anhätte, wäre viel gemütlicher.
    Etwas später wurde er dann von Security aus der Bar geworfen.😂 Wahrscheinlich hat er zu viele Leute gefragt, wieso sie keine Flipflops anhaben.

    In unserer Gruppe haben wir dann noch ziemlich lang Party gemacht und sind dann gegen 1 Uhr gegangen. Die Australier hören ja immer so früh auf.
    Auf dem Weg zum Hostel überholten wir die Glücksfee vom Bingo. Die war aber jetzt extrem besoffen und konnte kaum noch laufen. Unsere Hilfe wollte sie dann aber auch nicht. Also sind wir zum Hostel. Die zwei Schwedinnen wollten noch unseren Camper sehen. Sie fanden ihn echt gut, wahrscheinlich weil er einfach mit den Lichterketten so gemütlich aussieht.
    Anschließend redeten wir nicht über Deutsche Würste und Köttbullar. Wenn wir uns in Cairns wiedersehen, wollen wir Würste und Köttbullar essen.
    Das Gespräch über Essen zog sich über eine Stunde und am Ende hatten wir alle Hunger. Die beiden müssen zwar am nächsten Tag um 6 Uhr den Bus nehmen, hatten aber auch irgendwie keine Lust ins Bett zu gehen. Gegen 2:45 Uhr sind wir dann zu deren Zimmer gelaufen und haben uns verabschiedet. Ein in der Nähe geparktes Auto machte dann dir Alarmanlage an und weckte sicher einige aus dem Schlaf.

    Der Tag war echt sehr lang und Leon und ich waren dann auch sehr kaputt. Aber schon toll wie viel wir an dem Tag erlebt haben.
    Read more

  • Schnorcheln, Essen, Trinken, Chillen

    April 30, 2023 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Die Nacht war gut, bis zum Erwachen. Ich hatte kein Zeitgefühl, aber es war früh. In der Küche wurde das Frühstück vorbereitet und einige waren schon munter. Bei mir das Gegenteil. Mit ging's scheiße und mit war extrem heiß. Mein Bauch machte sich bisschen bemerkbar. Kurz bevor ich mich dann aus dem Bett quälen wollte, leerte ich schnell unsere Snacktüte aus und schaffte es gerade noch rechtzeitig mein Kopf reinzustrecken. Ich weiß nicht, ob es nur der widerliche Goon war, oder der Wellengang, oder einfach beides. Jedenfalls tat das ganz gut. Ich war aber trotzdem ziemlich müde und schaffte es zum Frühstück einen halben Pfannkuchen zu essen. Das war's. Hoffentlich habe ich zum Mittagessen mehr Appetit.
    Während dem Frühstück fuhren wir dann schon weiter. Von unserem Schlafplatz aus Richtung Süden zu einer weiteren Bucht. Dort soll man eine kleine Wanderung zu einem Lookout machen können. Wir waren die Testkaninchen, selbst die Crew war da noch nie.
    Wir wurden mit dem Beiboot wieder an den Strand gebracht, der von Muscheln und Korallen übersät war.
    Anschließend ging es ca. 15min den Berg hoch zu einem Aussichtspunkt. Der war jetzt nicht mega spektakulär aber ok. Paar Meter weiter gab es einen weiteren, wo wir dann ein Gruppenfoto machten.
    Dann liefen wir wieder zurück zum Strand. Der Ausflug war also nichts krasses und jetzt auch nicht unbedingt sehenswert.
    In der Bucht, wo wir waren, gingen wir schnorcheln. Es war nicht mal 10 Uhr und ich musste mich schon körperlich betätigen, ohne Frühstück.😂
    Ich hatte irgendwie schon die ganze Zeit Sodbrennen und das wurde dann leider auch während dem schnorcheln nicht besser. Spucken musste ich dann glücklicherweise nicht nochmal, aber es war einfach unangenehm.
    Fürs Schnorcheln bekamen wir wieder den Stinger-Suit und wurden dann mit dem Beiboot etwas näher an die Küste gefahren.
    Das Wasser war klar und die Sicht dementsprechend gut. Zum ersten Mal, habe ich da so richtig Korallen gesehen. In allen Formen und Farben, manche wie richtige Pflanzen, manche Steinharte Kugeln. Echt viele interessante Gebilde. Außerdem gab es einige Fische zu sehen. Die waren ebenfalls in unterschiedlichen Formen und Farben. Es gab schmale gelbe Fische, die immer nur zu zweit unterwegs waren. Dann ganz viele kleine, die mit ihrem riesigen Schwarm in uns reingeschwommen sind und Fische mit einem Regenbogenmuster. Wenn man genau hinhörte, hörte man, wie die Fische an den Korallen saugen, um Nährstoffe aufzunehmen.
    Ich hoffte die ganze Zeit noch auf einen Rochen oder eine Schildkröte, aber die kamen leider nicht vorbei. Nach einiger Zeit im Wasser kletterte ich auf das Beiboot, weil wir einfach zu kalt war.
    Zurück auf dem Schiff legte ich mich in die Sonne, die ab und zu durch die Wolkendecke schien und schlief bisschen. Irgendwann gab es dann das lang ersehnte Mittagessen. Hühnchen mit Kartoffeln und Tiefkühlgemüse. Weil es meine erste richtige Mahlzeit war, hat es doppelt so gut geschmeckt.
    Trotzdem ging das Sodbrennen nicht weg. Das Mittagessen war auch etwas zu fettig.
    Wir fuhren dann weiter an der Küste entlang, leider immer noch alles mit Motor. Ich würde so gerne Mal segeln. Der Wind ist da, aber die Crew hat wohl einfach kein Bock.
    Gegen Nachmittag kamen wir dann an einer kleinen Bucht an. Dort sind wir wieder ins Wasser um zu schnorcheln. Laut Crew sollte der Spot besser sein als der erste, aber irgendwie fanden alle den ersten besser. Man hat deutlich mehr gesehen, mehr Fische und auch mehr Farben. Trotzdem war es wieder echt schön. Manchmal sind unter Wasser riesige Felsen, die mit Korallen bewachsen sind und manchmal geht es 10-15m nach unten.
    Auch hier wurde es mir dann irgendwann zu kalt und ich war auch zu kaputt. Ich schwamm wieder zum Beiboot und zog mich hoch. Danach erstmal einfach liegen bleiben und durchschnaufen.
    Der Wind machte es so kalt. Beim Boot gab es eine Dusche, die glücklicherweise etwas wärmer war, sodass wir uns aufwärmen konnten. Anschließend schnell abtrocknen.
    Mit der Zeit wurde mir wieder so warm, dass ich ein kühles Getränk brauchte.

    Der Plan war dann, an dem Strand in der Bucht den Sonnenuntergang anzuschauen. Eine der wenigen Möglichkeiten an der Ostküste, wo die Sonne über dem Meer untergeht. Sonst sieht man den Sonnenuntergang nicht so schön.
    Wir wurden aufgefordert genug Drinks mitzunehmen und dann ins Boot zu steigen. Der Strand sah von der Ferne sehr Grau aus. Als wir dann da waren, stellten wir fest, dass dort nur abgestorbene Korallen liegen. Nicht ein einziges Sandkorn. Das machte es dann aber auch sehr unbequem zu laufen. Mit dem letzten Boot wurden dann unsere Schuhe und Nachos (mit Käse überbacken) vorbeigebracht. Es war sehr köstlich. Zwar auch nicht förderlich fürs Sodbrennen, aber das war dann egal. Kurz vorm Sonnenuntergang kam ein Boot von dem nahegelegenen Resort auf der Hayman Island. Die paar Passagiere waren mit Klappstühlen und Champagner ausgestattet. Dafür hatten wir Dosenbier, Goon und Nachos.😋 Als die Sonne dann langsam Richtung Horizont ging, sind Leon, Ich und einige andere aus der Gruppe auf einen großen Felsen geklettert, um einen besseren Ausblick zu haben. Den hatten wir. Echt traumhaft.

    Oben aßen wir dann ein paar Cookies und genossen den Ausblick. Das Meer war immer noch super ruhig und erinnerte eher an einen See. Die Sonne ließ die Wolken orange leuchten und verschwand dann aufeinmal in wenigen Sekunden.
    Danach ging es wieder zum Boot.
    Die ersten großen Fische ließen sich wieder am Heck blicken. Sie sahen aus wie Thunfische, waren es aber wohl nicht. Der Captain holte ein Burger-Patty und fütterte die riesigen Fische damit. Es kamen auch immer mehr, die sich dann zwischen die kleinen Fische mischten.
    Irgendwann gab es dann Abendessen, für manche schon wohl ersehnt, weil sie was im Magen brauchten, um nicht allzu besoffen zu sein.
    Nach gestern habe ich mir vorgenommen nicht so viel zu trinken, vorallem nicht Goon.
    Zum Abendessen gab es Wraps, sehr lecker und wohltuend. Danach bildeten sich kleine Gruppen, die entweder weiter die Fische bestaunten, oder so wie Leon und ich Karten spielten. Zwei Schwedinnen hatten ein schwedisches Kartendeck. Der Bube war "Kn", Dame und König wie gewohnt und Ass "E". Ich habe dort gelernt, dass man Bube "Knikt" ausspricht. Zusammen mit den Namen unterschiedlichster Möbel von IKEA, habe ich schon einen stabilen schwedischen Wortschatz.
    Wir spielten ein paar Kartenspiele, wobei es immer echt schwierig ist die Regeln festzulegen. Jeder hat eine andere und es dauert eine Weile, bis man sich wieder angepasst hat. Es hat aber sehr Spaß gemacht und war ein lustiger Abend.
    Ich wollte aber echt früh ins Bett gehen, weil ich einfach noch zu kaputt bin. Um 22 Uhr war es dann so weit und ich legte mich ins Bett. Hoffentlich geht's morgen nicht so früh los.
    Read more

  • Auf zum schönsten Strand der Welt!

    April 28, 2023 in Australia ⋅ 🌬 25 °C

    Leon und ich stellten uns einen Wecker auf 8:15 Uhr. Um 9:30 Uhr war Treffpunkt im Hafen, um 10 Uhr sollten wir dann in See stechen.
    Wir machten uns schnell Frühstück und packten unsere Rucksäcke für zwei Tage. Außerdem durften Snacks und Alkohol nicht fehlen. Julien holte dann sein Bier ab, was er in unserem Van zwischen gelagert hatte und ging schon Mal los Richtung Hafen. Leon und ich waren bisschen zu spät und liefen los, als wir bereits beim Treffpunkt hätten sein sollen.
    Es war um die Zeit schon extrem heiß, dazu Rucksack und Tüten mit Snacks und Alkohol. Wir kamen schnell ins schwitzen. Es wurde dann noch schlimmer, als der eigentliche Weg wegen einer Baustelle gesperrt war. Wir mussten dann einen Teil zurück laufen und dann einen riesen Bogen laufen, natürlich nur bergauf. Als letztes trafen wir dann beim Treffpunkt ein. Schien aber nicht zu stören, denn erst kurze Zeit später ging es mit dem Organisatorischen los. Wir mussten dann unseren 5l Wein aus dem Karton holen, damit er später besser gekühlt werden kann. Dann ging es auch schon zum Boot. Die Crew stellte sich kurz vor. Eine Mädel und zwei Jungs. Alle sehr jung. Der Captain sicher auch nur 28 maximal.
    Wir mussten dann unsere Schuhe ausziehen, "Barfußboot".
    Anschließend durften wir erstmal unsere Sachen in den Gemächern ablegen. Alles bisschen eng und überall wird mir die Möglichkeit gegeben den Kopf abzuhauen. Leon und ich teilen uns ein Bett. Glücklicherweise war das Bett lang genug. Endlich kann ich mich Mal wieder richtig ausstrecken.

    Wir gingen dann alle wieder auf Deck und fuhren aus dem Hafen. Ich war mir nicht sicher, ob ich eventuell Seekrank werde. Aber das Meer war extrem ruhig. Wie ein See, ohne eine Welle.
    Wir schipperten erstmal etwas mit dem Motor. Dann sollten wir uns alle auf die Backbordseite setzen, weil die Segel gehisst werden sollten. Zuerst aber nur das Segel vorne.
    Eine von der Crew zog dann das Segel hoch. Sah anstrengend aus. Es war noch nicht ganz oben als sie aufhörte.
    Dann machte die Crew erstmal nicht mit dem Segel und wir fuhren normal mit dem Motor weiter.
    Nach paar Minuten machten sie das Segel wieder runter, ohne das wir gesegelt sind. Anscheinend war ein kleines Loch im Segel was geflickt werden musste. Hätten die ja auch net im Hafen machen können😑.

    Das Wetter war bescheiden, der letzte blaue Himmel verschwand hinter uns und wir fuhren in Richtung großen graue Wolken. Irgendwann fing es dann auch anzuregnen, zum Glück aber nicht sehr stark.
    Es gab dann zum Mittagessen Sandwiches.
    Nach ein paar Stunden rumtuckern und die anderen Inseln bestaunen, kamen wir dann am ersten Ziel an.
    Wir parkten in der kleinen Bucht und wurden dann mit dem Beiboot an den Strand gefahren. Überall lagen Korallen und Muscheln.
    Wir machten dann einen kleinen Spaziergang. Als erstes ging es zu "Betty's Beach". Der Strand war extrem lang und flach. Der Sand ist unglaublich weiß. Er hat keine Pigmente und heizt sich deshalb auch nicht auf. Der Strand reflektiert die Wärme. Er hat einen Quarzgehalt von über 99% und kommt nur an sehr wenigen Stellen in Australien bzw. auf der ganzen Welt vor.
    Einige Strände auf den Whitsundays werden zu den weißesten Stränden der Welt gezählt. Glaube ich gern. Wenn man hier Sand mitnimmt, kann das teuer werden. 10.000 Dollar (= 6.500€).

    Leider hatten wir echt Pech mit dem Wetter. Die Sonne ließ sich kaum Blicken, sodass man das Weiß nicht so wahrnehmen konnte. Trotzdem war es ohne Sonnenbrille echt anstrengend für die Augen.

    Auf dem Schiff bekam jeder von uns ein "Stinger-Suit", eigentlich ein ganz normaler Neoprenanzug. Der ist aber lebensnotwendig. Der Anzug soll die Wahrscheinlichkeit senken, dass man von Daumen-große durchsichtige Quallen gestochen. Die können tödlich sein oder starke Symptome wie Erbrechen, Muskelzuckungen/-lähmungen und Herzstillstand hervorrufen. Gestochene erzählen, dass es sich wie "Sterben" anfühlt. Also hatten alle von uns mega Vorfreude ins Wasser zu springen.
    Einige aus der Gruppe haben ein Rochen gesehen, der nah am Strand schwomm. Nach etwas Baden und Aussicht-genießen gingen wir zum "Hill Inlet Lookout".
    Dort werden die berühmten Bilder geschossen, die es bei jedem Reisebüro usw. zu sehen gibt. Wenn die Sonne auf die weißen Sandbänke strahlt, erscheint das Wasser sehr türkis-blau und klar.
    Leider hatten wir keine Sonne, also konnten wir die krasse Aussicht nicht so genießen. Ein Crewmitglied erzählte uns, das jede Sekunde, jedes Bild von diesem Aussichtspunkt einzigartig ist. Die Strömung und die Wellen verändern die Sandbänke von Minute zu Minute, so dass es immer anders aussieht.
    Als Funfact erzählte sie uns, dass dort auf einer Sandbank eine Szene von "Pirates of the Caribbean" gedreht wurde. Die Szene dauerte ein paar Sekunden und das Filmteam war wohl für 8 Monate dort...für ein paar Sekunden im Film!!!
    Die Produzenten wollten ein paar Palmen, um den Vibe von der Karibik zu vermitteln. Allerdings gibt es dort natürlicherweise keine Palmen, also mussten sie welche Pflanzen. Das war aber schwierig, weil dort ein Naturschutzgebiet ist. Das Bundesland Queensland erlaubte die Bepflanzung für 8.000 Dollar pro Palme. Nach den Dreharbeiten mussten nochmal 8.000 Dollar für die Entfernung gezahlt werden.
    Jonny Depp hatte außerdem wohl Mal seine Hunde mitgebracht. Hunde sind strengstens Verboten, also musste er eine hohe Strafe zahlen.
    Es geht nicht weiter. Um keine ungewollten Passanten usw. im Bild zu haben, mieteten die Produzenten alle Reiseanbieter, wie Schiffstouren und Flüge über die Inseln. Für 3 Monate...
    Außerdem ließ die Filmcrew ihr Equipment für eine Raucherpause auf einer Sandbank stehen, also sie wieder kamen, war es schwimmen gegangen.
    Also eine unvorstellbar teure Produktion. Nach den lustigen Fakten und einigen Fotos gingen wir wieder zurück zum Strand, wo wir dann vom Boot abgeholt wurden.
    Wir schauten dann den Sonnenuntergang an und aßen die leckeren Snacks. Es gab Dips, Gemüse, Käse, Wurst mit Crakern. Das war sehr willkommen. Ich habe sooooooo Lust auf Käse, der ist hier aber sehr teuer und naja. Irgendwann gan es dann leckeres Abendessen. Die Crew gab sich sehr viel Mühe mit dem Essen und es war sehr gut.
    Schon den ganzen Tag über gab es einige, die sich schon ordentlich die Dosen in den Schlund kippten. Leon und ich warteten aber bis Abends. Am Heck vom Schiff war ein großer Strahler aufs Wasser gerichtet. Er lockte erst die kleinen Fische an, aber irgendwann kamen dann die großen Fische und Tintenfische.
    Wir spielten Karten und dann etwas später Trinkspiele. Ich wurde aus irgendeinem Grund das Ziel aller Mitspieler. Wenn sie Schlücke zu vergeben hatten, landeten die alle bei mir. Ich war dann also nach kürzester Zeit eindeutig am besoffensten. Es war noch nicht mal 22 Uhr.
    Ich musste dann irgendwann eine Pause machen, weil der Goon so unfassbar widerlich war.

    Der Weg ins Bett war dann ein kleiner Hindernispakour. Als erstes die schmale Treppe runter. Aufpassen, nicht den Kopf abzuhauen und dann in die Kajüte, wo auch alles so unfassbar tief war. Auf dem Weg warf ich noch ein paar Klamotten runter, die zum Trocknen aufgehängt waren. Nach einigen Versuchen, schaffte ich es sie wieder aufzuhängen.
    Das Bettzeug war etwas blöd. Es war ein Schlafsackinlett, was irgendwie komisch zusammengefaltet war. Nüchtern ist es schon schwierig da rein zu kommen. Besoffen dann unmöglich. Ich kämpfte ca. 5 min und war dann endlich im Bett. Hoffentlich wird es eine entspannte Nacht ohne starken Wellengang.
    Read more

  • Fallschirmsprung ✅

    April 28, 2023 in Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Die Nacht war erstaunlich entspannt und ich bin nicht aufgewacht. Ich war am Morgen sehr gelassen und nicht wirklich aufgeregt, obwohl der Treffpunkt für den Fallschirmsprung näher rückte.
    Wir machten uns Müsli, in der Hoffnung, dass es auch drin bleibt und klappten das Dachzelt ein.
    Anschließend mussten wir auschecken. Im Hostel kann man glücklicherweise sein Auto für $6 den ganzen Tag stehen lassen. Das haben wir dann also gemacht. Wir wussten nicht wie lange das dauert. Der Fallschirmsprung an sich dauert ja nicht lange, aber wir mussten irgendwohin mit dem Bus fahren.
    Um 10:15 Uhr war in der Nähe des Hostels der Treffpunkt. Ein ranziger Bus von der Skydive-Firma wartete auf uns. Es waren einige Leute da, sicher so 15-20. Liegt wahrscheinlich daran, dass der 6:15 Uhr Termin und der 10:15 Uhr Termin zusammen sind. Für Leon und mich war das nach letzter Nacht echt gut, dass wir noch etwas länger schlafen konnten.
    Es waren hauptsächlich junge Leute im Bus, also so 20-35, allerdings gab es auch ein älteres Paar, die wohl auch springen wollten. Die waren eher so im Altersbereich von "Oma & Opa". Das fande ich sehr erstaunlich, dass man mit dem Alter sich sowas noch zu traut.
    Im Bus war dann auch Julien, der zur selben Zeit deinen Fallschirmsprung haben sollte. Er freute sich sehr, nachdem er schonmal einen in Deutschland gemacht hatte.

    Im Bus stieg dann die Aufregung etwas, weil es jetzt nicht mehr viele Möglichkeiten für ein "zurück" gab.
    Die Fahrt dauerte ca. 40 min, obwohl es hieß, dass der Sprung in Arlie Beach ist. Wir fuhren allerdings in den Süden von Arlie Beach.

    Wir erreichten dann irgendwann den Standort von der Skydive-Firma. Der war irgendwo im Nichts. Keine befestigte Straße, stattdessen eine Schotterpiste, übersät von Schlaglöchern und eine lange gerade Wiese, die als Start- & Landebahn dient. Dazu stand dort ein schäbiger Container, wo die ihr Material drin hatten. Es hat also erstmal nicht ganz so den besten und sichersten Eindruck gemacht.
    Dann kamen die Gedanken, was wenn der Fallschirm nicht aufgehen will, wenn beim Absprung irgendwas schief geht,...
    Damit stieg dann logischerweise auch die Aufregung.
    Es ging dann relativ schnell los. Es wurden einige Namen genannt, darunter Leon und meiner. Wir wurden gefragt, ob wir unseren Skydive filmen lassen wollen. Kostete auch "nur" $160. Aber ich dachte dann, dass ich das wahrscheinlich eh nie wieder machen werde, also kann ich da dann noch das extra Geld ausgeben, um zu beweisen, dass ich gesprungen bin. Leon entschied sich auch dafür.
    Meine eigene GoPro, die ich dabei hatte, durfte ich leider nicht nutzen.

    Nach dem Bezahlen, stellten sich die erfahrenen Springer vor. Also an die wir uns dranschnallen und dann springen. Sie erzählten uns, dass sie das 5-6 am Tag machen. Also haben die auf jeden Fall einige Sprünge und gute Erfahrungen.
    Wir mussten dann ein Art Klettergurt anziehen und dann ging es auch schon los. Leon und ich waren die erste Gruppe an dem Tag, also für alle anderen die Testkaninchen.

    Auf dem Weg zum Flugzeug wurden wir dann "interviewt" und nach den letzten Worten gefragt. Aufeinmal saß ich dann im Flugzeug. Es ging alles viel zu schnell, sodass ich gar nicht wirklich hinterher kam.
    Das Flugzeug ging schnell in die Höhe und flog über die Küste. Der Ausblick war schon echt Klasse. Ich bekam dann noch eine kurze Erklärung von meinem Guide, wie ich mich während dem Sprung verhalten soll. Danach wurde die Tür für zwei einzelne Fallschirmspringer aufgemacht, die sich zusammen nach unten stürzten.
    Das war schon brutal zu sehen. Aufeinmal sind die Weg. Verschwunden in den Wolken.
    Ich war der dritte in der Reihenfolge, vor mir noch zwei Frauen. Die auch sichtlich geschockt von dem Sprung ins Nichts waren. Wir flogen noch eine Weile weiter, bis wir die 4,2 km über der Erde knackten.
    Wir erreichten den Absprungpunkt und eine Lampe schaltete von grün auf rot. Die Tür ging auf, spätestens da stellte sich mir die Frage "Was machst du hier eigentlich gerade?".
    Es war extrem windig und angenehm kalt. Die erste war weg, wir rutschten auf der Bank nach vorne. Die vor mir war weg. Das saß echt schlimm aus.
    Und dann musste ich mich an die Kante setzen. Meine Beine flogen nach links weg. Der "Flugwind" war extrem.
    Höhenangst hatte ich erstaunlicherweise in diesem Moment nicht. Ich habe aber glaube ich auch nicht runtergeschaut.
    Dann gab es den Schupser von dem Guide und dann flogen wir. Ich hatte eigentlich noch nie davor irgendwas mit freiem Fall gemacht.
    Im meinem Gesicht konnte man ablesen, dass ich erst kurz realisieren musste, dass ich gerade im Freien Fall bin, dann kam der Gedanke "Ach du scheiße, du bist im Freien Fall!" (Konnte man auch in meinem Gesicht ablesen) und dann hatte ich mich "drangewöhnt" und ich feierte es. Ein unbeschreibliches Gefühl.
    Es fällt schwer zu Atmen, weil die Luft so ins Gesicht bläst.
    Irgendwann wartete ich dann gespannt auf den Punkt, wo der Fallschirm aufgeht. Das war dann echt ein tolles Gefühl. Kann fast nichts mehr schief gehen. Der Fallschirm zog uns extrem nach oben und klemmte etwas im Schritt. Mit der Zeit ging es aber.
    Der Guide segelte etwas über die Küste und das Wasser. Danach durfte ich übernehmen. Das gleiten und den Ausblick genießen war echt toll. Ich würde also auf jeden Fall nochmal Gleitschirmfliegen. Das Fallschirm springen war glaube ich eher eine einmalige Sache, die auf der Bucket list stand.

    Um Höhe zu verlieren machten wir ganz enge Kurven. Es ging runter wie eine Spirale. Die G-Kräfte waren erstaunlich stark bei dem Manöver. Es verzog gefühlt mein Gesicht.
    Ich sah einige kleine Riffe im Wasser und einige kleine Wohnsiedlungen.
    Dann kam auch schon die Landung auf dem Strand. Dafür musste ich meine Beine nach oben ziehen und warten, bis der Typ als erstes steht. Hat gut geklappt. Dann Gurt anschnallen und kurz verarbeiten, was gerade passiert ist.
    Ich schaute dann Leon bei der Landung zu. Anschließend mussten wir uns erstmal ununterbrochen über das Gefühl und den Sprung austauschen.

    Nachdem alle unten waren und die Fallschirme zusammengepackt waren, fuhren wir mit dem Bus zurück zum Startpunkt.
    Ein gutes Gefühl die ängstlichen Gesichter aller anderen zu sehen, die nich springen müssen. Leon und mir ging es direkt nach dem Sprung so, dass wir am liebsten nochmal gesprungen wären. Bei mir hat sich die Laune dann aber irgendwann gelegt.

    Alle fragten dann wie es war, während sich die nächste Gruppe vorbereitete.
    Das war etwas blöd. Wir waren fertig mit unserem Sprung, mussten dann aber insgesamt noch vier weitere Gruppen abwarten, bis der Bus uns dann wieder zurück fahren würde. Wir saßen dann also noch über zwei Stunden dort rum und haben nichts gemacht.

    Nach der zweiten Gruppe dauerte es ziemlich lange, bis das Flugzeug zurückkam. Es hatte noch zwei Guides abgeholt. Die waren deutlich älter. Gingen Richtung 60, aber machten einen sehr fitten Eindruck. Die beiden waren dann direkt für die nächste Gruppe eingeteilt.
    Julien war in dieser Gruppe. Er bekam einen von den neuen Guides. Wie sich später herausstellte, hat der Guide unglaublichd 37.000 Fallschirmspringen hinter sich.
    Da der Bus immer zwischen dem Strand und der "Zentrale" im nirgendwo pendelte, fragten Leon und ich, ob wir mit an den Strand kommen könnten. Dort könnten wir dann die Landungen vom Boden sehen.
    Das klappte und wir warteten dann am Strand. Gespannt schauten wir in den Himmel und orteten das Flugzeug auf "Flightradar". Wir sahen dann das Flugzeug nach etwas warten. Man sah kleine Punkte im Himmel, gefolgt vom kleinen Bremsschirm, der die Fallgeschwindigkeit auf "nur" 200 km/h heruntersetzt.
    Irgendwann gingen dann alle Schirme auf und einer nach dem anderen landete.
    Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Arlie Beach.
    Wir waren um 15 Uhr wieder dort. Also war eigentlich der Tag gelaufen. Obwohl der Fallschirmsprung nur ein Sekunden ging, mussten wir schlussendlich 4h warten, bis wir wieder zurück konnten.
    Wir hatten dann Hunger und gingen erstmal zu McDonald's.
    Anschließend gingen wir zu einem Bottleshop um uns für den zwei Nächte-Trip zu den Whitsundays mit Alkohol einzudecken.
    Julien holte sich 24 Dosen alleine. Leon und ich 10 Dosen Cider und 5l Wein. Mal sehen, ob es reicht oder sogar was übrig bleibt.

    Danach verabredeten wir uns mit Julien an die "Blue Lagoon" ein öffentlicher Pool an der Promenade.
    Dort versuchten wir unseren Ball möglichst lange in der Luft zu halten, klappte aber nicht wirklich 😂.

    Wir gingen dann zurück zum Campingplatz und suchten uns den Angstschweiß vom Fallschirmsprung ab. Danach machten wir eine riesige Portion Nudeln, von dem mehr als die Hälfte übrig blieb.
    Eigentlich waren wir beide ziemlich müde, aber wir wollten noch nicht richtig ins Bett. Wir gingen nochmal die Hauptstraße Hochbund runter und schauten nach einer Bar oder einem Club. Wir stellten uns bei einem Club an, aber als wir dein waren, war es nicht so überragend und wir gingen nach 3 min wieder raus. Wir waren dann doch beide ziemlich kaputt.
    Also ging es ins Bett, um das erlebte zu verarbeiten.

    Der Fallschirmsprung an sich war echt Klasse, bin mir aber nicht sicher, ob ich das nochmal mache. Ich fand es allerdings etwas schade, dass der Ausblick enicht so war wie erwartet. Uns wurde versprochen, das man über die Whitsundays (Inselgruppe) fliegt und einen tollen Ausblick hat. Vom Flugzeug war der Ausblick gut, aber dann einfach nur naja. Da hätte ich mehr erwartet.
    Wenigstens habe ich das jetzt abgehackt und ich muss es nicht mehr machen.
    Read more

  • Nix-tun-Tag

    April 27, 2023 in Australia ⋅ 🌬 25 °C

    Endlich Mal eine gute Nacht. Das erste Mal seit langem habe ich ohne Unterbrechung gut geschlafen. Gegen 10 Uhr klingelte dann der Wecker. Denn um 11 Uhr ist Zeit zum Auschecken.
    Wir hatten erstmal für eine Nacht gebucht, denn wir wollten dann einen anderen Campingplatz finden, der vielleicht sogar gratis ist. So können wir uns die $30 sparen.
    Wir merkten aber schnell, dass es echt schwierig ist was in der Nähe zu finden. Dazu war der Campingplatz echt gut, weil es mit dem Hostel verbunden war. Wir hatten also auch wieder die Chance neue Leute kennenzulernen.

    Leon und ich gingen also nach dem Aufstehen erstmal zur Rezeption, um zu verlängern. Bei der Rezeption trafen wir dann aufeinmal wieder Julian. Den wir in Sydney kennengelernt hatten und der uns dann plötzlich auf Fraser Island über den Weg lief. Das ist so krass, dass man sich andauernd wieder sieht.
    Auf dem Rückweg zum Auto dann nochmal so eine Situation.
    Wir trafen Julien am Pool. Ihn hatten wir auf der Fraser Island Tour kennengelernt. Er lag auf einer Liege und chillte. Wir wussten, dass er zur selben Zeit wie wir die Tour zu den Whitsundays macht. Also mit einem Schiff da so rumfährt. Es stellte sich dann heraus, das wir zufällig auf der selben Tour sind. Man sieht sich also wieder.
    Das Land ist so riesig, es gibt so viel zu sehen und so viele Anbieter von solchen Touren und wir haben genau dem gleichen Anbieter, genau am gleichen Tag... Echt verrückt.
    Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass er morgen auch ein Fallschirmsprung macht... natürlich zur selben Zeit wie Leon und ich, was auch sonst.😂

    Leon und ich machten uns dann Frühstück und räumten bisschen unser Auto auf. Wir zogen unser Bett ab und füllten die Waschmaschine mit Dreckwäsche und dem Bettzeug. Die Wäsche roch dann auch endlich Mal wieder sauber. Die letzten Male stank sie nach der Waschmaschine mehr als davor. Die Kosten für den Trockner Sparten wir uns und hingen das Zeug auf einer fremden Wäscheleine auf.
    Anschließend gingen wir etwas in die "Stadt". An der Hauptstraße sind einige Cafés und Bars. Wir verabredeten uns mit Julien in einem Café. Für mich gab es ein Cappuccino und irgendein unbekanntes "Ess-Objekt". Es war mit Marzipan gefüllt. Also sehr lecker.
    Wir labberten etwas über den anstehenden Fallschirmsprung. Ich habe großen Respekt. Vorallem mit der Höhenangst wir das vielleicht ein Problem. Vielleicht ist es aber auch kein Problem, denn wenn ich aus dem Flugzeug schaue, habe ich keine Angst.
    Bisher habe ich auch immer so Zeug mit freiem Fall auf dem Rummel vermieden. Aber morgen komme ich dann nicht drumherum.
    Julien und ich bekamen dann eine Email, dass der Fallschirmsprung von 6:15 Uhr auf 10:15 Uhr verlegt wurde. Da hatten wir nicht dagegen. Können wir heute Abend noch bisschen Party machen statt früh ins Bett zu gehen.
    Leon ging dann zurück zum Hostel, um seine Jeans, die er ein zweites in die Waschmaschine warf und davor mit Fleckenentferner einschmierte, aufzuhängen. Seit dem Roadtrip kriegen wir beide es hin, an den komischsten Stellen Flecken auf unsere Klamotten zu machen. Die gehen dann auch meistens nicht mehr raus.
    Ich habe mehr Mals irgendwelches Schmierfett an meinen Hosen gehabt und Leon Matschflecken, die aber eher aussehen wie Rost. Die wollen auch nicht raus.

    Ich lief dann etwas an der Promenade entlang. Es gibt einen Strand, wo aber mit großen Schildern gewarnt wird, nicht ins Wasser zu gehen. Es gibt zu der Jahreszeit viele Quallen, einige nicht größer als ein halber Daumen, die bei einem Stich tödlich sein können. Die Schilder klären auf über das richtige Verhalten nach einem Stich, den man oftmals auch nicht direkt merkt.
    Bei einem Stich soll man Essig über die Stelle gießen. Wahrscheinlich um das Gift zu neutralisieren und die Tentakeln zu lösen. Also eigentlich kann man Arlie Beach (eigentlich auch schon etwas südlicher) bis in den Norden nicht mehr ins Wasser. Es gibt immer irgendein Tier, was dich töten möchte. Quallen, Krokodile und Haie...

    Auf einer Bank chillte ich dann bisschen und schrieb einen Bericht. Als Leon dann zurück war, liefen wir noch eine Weile Rum und entschieden uns dann später Burger essen zu gehen. Bei "Rip Curl" Surfshops schauten wir noch nach ein paar T-Shirts. Leon hatte eins gefunden, für mich gab es nicht den richtigen Blauton😂.

    Nach einer nötigen Dusche gingen wir dann ins "Little Vegas" gegenüber vom Hostel/Campingplatz. Der Burger war echt lecker. Mal mit Rote Beete. Ich habe ausnahmsweise auch kein Fleck gemacht.
    Danach gingen wir zur Bar von dem Hostel. Dort lief gerade das Bierpongturnier, Leon und ich kamen leider zu spät. Glück für die anderen.
    Wir spielten dann mit einigen Engländern bisschen Billiard. Ich war noch nie so schlecht, wie bei diesen Spielen.
    Zwischenzeitlich schaute ich immer Mal wieder beim Bierpong vorbei. Julien hatten mitgemacht und stand aufeinmal im Finale. Es war extrem spannend und Julien konnte schlussendlich den letzten Ball versenken. Es gab ein $70 Gutschein für die Bar. Also zwei Getränke.😂
    Sein Teamkollege und er holten dann aber für uns zwei große Krüge Bier und feierten mit uns den Sieg. Sein Teamkollege war ein lustiger Schweizer, der schon gut dabei war.
    In der Runde spielten wir dann nochmal Billiard, während sich die Bar schon leerte. Gegen 23:30 Uhr waren wir die einzigen die noch übrig waren. Eine nervige Barkeeperin kam dann voll unfreundlich zu uns und meinte, dass wir uns verpissen sollen. Ich hatte es nicht direkt verstanden und sie dann gebeten es dann nochmal zu wiederholen. Die Blöde wurde immer lauter und wir sind dann gegangen. Es war noch nicht Mal Schließzeit, aber trotzdem wollte sie, dass wir gehen.

    Wir gingen dann noch bisschen auf dem riesigen Hostelgrundstück rum und sprachen noch bisschen. Gegen 0:30 Uhr waren Leon und ich dann im Bett und sehr froh, dass der Fallschirmsprung nach hinten verlegt wurde.
    Read more

  • Regen im Regenwald😯

    April 26, 2023 in Australia ⋅ 🌬 24 °C

    Die Nacht war gut. Die Viecher draußen machten irgendwann auch ein Schläfchen und der Wind war auch nicht mehr so stark. Das Wetter war leider nicht das beste und es fing dann auch an zu regnen. Der Ausblick aus unserem geöffneten Dachzelt war trotzdem toll.
    Gestern verbrauchten wir unsere letzte Milch und da gestern der Feiertag war konnten wir auch nicht einkaufen. D.h. das wir ohne Frühstück zum nächsten Supermarkt gefahren sind, um dort alles notwendige einzukaufen. Als wir aus dem Laden rauskamen war es sehr stark am Regnen. Wir rannten zum Auto, griffen zwei Schüsseln, Messer, Löffel und Aufstrich und stiegen vorne ein. Wir aßen dann unser Frühstück im Auto und schauten eine Serie, während es draußen unter regnete.
    Ich habe das Gefühl, dass das Wetter immer schlechter wird, je weiter nördlich wir kommen.
    Wir überlegten dann, was wir bei dem blöden Wetter machen könnten und entschieden uns erstmal in ein Kunstmuseum in Mackay zu gehen. Die Ausstellung war naja. Nichts besonderes und wir waren schnell fertig. Im Auto studierten wir unsere Reiseführer. Auf dem Weg nach Norden gab es einen National Park an der Küste. Wir fuhren dann dort hin und machten eine kleine Wanderung durch den Regenwald. Diesmal fühlte es sich auch wirklich wie Regenwald an, weil es ja regnete. Es gab sehr viele Mangroven und Lianen. Allerdings hörten wir kaum Tiere. Es war einfach ziemlich still. Zwischenzeitlich hörte es auf zu regnen und es wurde warm. Wir waren dann in der Situation zwischen Jacke (wegen Regen) und T-Shirt (wegen Wärme) zu entscheiden. Schlussendlich zog ich alle paar Minuten die Jacke an oder aus.
    Nach der Wanderung fuhren wir ein paar Minuten weiter zu einem Strand, von dem man eine längere Wanderung durch den Regenwald zu drei Lookouts machen kann.
    Als erstes führte der Weg über den Strand. Wenn man Glück hat, lassen sich dort Kängurus blicken. Wir hatten kein Glück, sondern Pech, weil es stärker regnete. Die Weg ging den Berg hoch und über nassen Stock uns Stein. Dann fing es richtig an zuschütten und wir fanden glücklicherweise am Wegrand eine Höhle in der wir Pause machten.
    Nach dem starken Schauer ging es weiter zur nächsten Höhle, bis dann irgendwann keine mehr kam.
    Meine Jacke wae irgendwann so nass, da war es mir echt egal. Ich habe nämlich keine Regenjacke mitgenommen...
    Leon und ich machten dann eine Regenwanderung, war eigentlich ganz lustig so. Und deutlich besser als im Auto zu sitzen.
    Vom ersten Lookout hatte man Aussicht auf den Strand und die Berge im Hinterland.
    Die anderen Lookouts waren weiter oben auf dem Berg. Das steilste Stück hatten wir zu der Zeit geschafft, so dass es einfacher und entspannter wurde. Aber nur solange, bis Leon 10 cm vor einem Spinnennetz anhielt. Die Spinne dachte sich, dass es eine tolle Idee wäre ein riesen Netz direkt über dem Weg zu spinnen. Leon wäre mit dem Gesicht genau durchgelaufen. Zum Glück war das Spinnennetz durch den Regen besser sichtbar. Danach war es also vorbei mit der Entspannung, weil niemand von uns Bock hatte in so ein Spinnennetz mit so einer riesigen Spinne zu laufen. Die Spinne hat ca. ¾ meiner Handfläche ausgemacht.
    Die Aufmerksamkeit, wo wir hinliefen zahlte sich aus. Tatsächlich waren noch zwei weitere Spinnen auf die gleiche Idee gekommen und hatten ebenfalls ein großes Netz ber den Weg gewebt. Alle Spinnen waren innerhalb 20m, also vielleicht eine Familie.
    Vom Turtle Lookout konnten wir dann tatsächlich ein paar Schildkröten sehen, obwohl das Wasser ziemlich grau und dunkel war. Der letzte Lookout war etwas unspektakulärer. Es ging nochmal ein Stück durch den Regenwald und man konnte sehen, wie feucht es war. Es entstand ein kleiner Nebel. Zum Glück war es nicht allzu heiß, also aushaltbar.
    Auf dem Rückweg zählten wir die Spinnen, um ja nicht eine zu verpassen. Wir huschten immer schnell unter den Spinnennetz durch und hofften, das sich die Spinnen nicht bewegen oder zu einem Sprung ansetzten. Es ging alles gut. Bis auf einmal ein viertes Spinnennetz auftauchte. Auf dem Hinweg hatten wir nur drei gezählt. Also sind wir an einer Spinne vorbeigelaufen ohne das Netz zu sehen. Ich stellte fest, dass das Netz auf Höhe meiner Haare war, also eigentlich musste ich es auf dem Hinweg berührt haben.😵‍💫 In meinem T-Shirt krabbelte aber nichts.
    Uääääh, muss mich immer noch schütteln bei dem Gedanken. Leon geht es aus so, der hätte fast eine im Gesicht gehabt.
    Nach dem Schock machten wir uns auf den Rückweg. Es war alles ziemlich rutschig.
    Am Strand fand Leon eine Kokosnuss und wir versuchten sie zu öffnen, klappte aber leider nicht. Wir kamen aber heil am Auto an und tauschten erstmal gegen trockene Sachen.

    Dann fuhren wir nach Airle Beach. Dort haben wir am 28.04. unseren Fallschirmsprung und am 29.04. hoffentlich die Tour zu den Whitsundays.
    Die Straßen waren echt scheiße, zwischenzeitlich wieder Schotterpisten und dazu regen.
    Ein Highlight war aber der Kilometerzähler. Wir knackten die 3000km auf unserem Trip. Unvorstellbar, fühlt sich überhaupt nicht so an. Aber wir sind einfach fast dreimal durch komplett Deutschland gefahren.

    Irgendwann war der Regen so stark, dass ich nicht mehr viel sah. Dazu gab es extreme Spurrillen in der Fahrbahn, wo sich das ganze Wasser sammelte. Also immer kurz vor Aquaplaning. Es ging aber alles gut und wir kamen dann gegen 18 Uhr beim Campingplatz an. Der erste richtige Campingplatz, wo wir hingehen. Das coole hier ist, dass es sowohl Stellplätze fr Camper gibt, als auch Schlafsäle. D.h. Hostel und Campingplatz in einem. Vielleicht können wir hier dann Mal wieder bisschen Party mit anderen machen.

    Zuerst nahmen wir eine Dusche und machten dann Chili Con Carne. Die Küche war extrem voll, dreckig und heiß.
    Plötzlich tippte mich jemand von hinten auf die Schulter. Es war Tim, ihn habe ich im Hostel in Melbourne, also vor 2 Monaten kennengelernt. Auf einmal taucht er hier auf. So krass, das Land ist so riesig und trotzdem sieht man sich so oft.
    Er fragte uns dann, ob wir Bock haben auf einen Rave (= Art von Party) zu gehen. Da waren Leon und ich dabei.
    Das Chili musste noch etwas kochen, aber war dann echt lecker. Für Leon war es bisschen zu scharf, aber für mich genau richtig. Diesmal hatten wir deutlich mehr Gewürze zur Verfügung, sodass es insgesamt mehr Geschmack gab.

    Beim Essen lernten wir weitere Deutsche kennen. Wahrscheinlich werden wir die in Cairns in einem Hostel dann wieder sehen.
    Mit denen und ein paar anderen bestellten wir dann ein großes Taxi und fuhren etwas aus der Stadt. Bei einem Picknickplatz ging die Party ab. Es waren schon einige Leute da und tanzten hauptsächlich zu Techno. Nicht ganz meine "Musik" aber trotzdem cool. Mit der Zeit kamen immer mehr Leute und es wurde immer bessere Stimmung.

    Wie es dann halt zu Technopartys gehört, durften die Drogen natürlich nicht fehlen. Der Veranstalter schmeißt deswegen wohl die Party, um seine Drogen zu verticken. Er hatte Ecstasy im Angebot. Es gab einige Verrückte aus unserer Gruppe, die wohl 150 Dollar für ein halbes Gramm bezahlt haben. Am Ende haben die glaube ich nichtmal was gemerkt.

    Gegen Mitternacht kam bei mir die Müdigkeit und wir bestellten uns ein Taxi zurück zum Hostel-Campingplatz.
    Ein paar aus unserer Gruppe zeigten wir dann noch unseren kaputten mobilen Schrotthaufen. Leon wollte demonstrieren, wie man die Tür (nicht) aufmacht. Er hielt dann nach einem Knacken den Türgriff in der Hand. Ups.
    Der Chef Mechaniker in Sydney hatte ja damals gesagt, dass wir die Türen mit Gewalt öffnen müssen und er uns einen abgerissenen Türgriff nicht in Rechnung stellt... Dann hoffen wir Mal.
    Nach dem krachenden Erlebnis sind wir dann ins Bett. Ich hoffe auf eine angenehme und lange Nacht. Ich muss wieder bisschen Energie sammeln.
    Read more

  • Bester Schlafplatz bisher

    April 25, 2023 in Australia ⋅ 🌬 26 °C

    Die Nacht war erholsam, aber trotzdem wieder zu kurz. Leon schlief wieder eine halbe Ewigkeit länger, während ich versuchte wieder einzuschlafen. Der nahegelegene Highway war aber einfach zu laut.
    Gegen 10 Uhr machten wir dann Frühstück und genossen die Sonne. Direkt neben unserem Schlafplatz war eine Weide mit einigen Pferden. Kriegen die eigentlich auch ein Sonnenbrand?
    Nachdem wir uns darüber den Kopf zerbrachen, packten wir die Sachen und fuhren Richtung Mackay. Die nächst größere Stadt mit ca. 80.000 Einwohnern.
    Auf dem Weg dort hin, wollte ich in eine ganz kleines Dorf, um dort ans Wasser zu gehen. Auch Google Maps war die Bucht, wo das Dorf lag, mit türkis-blauen Wasser gefüllt.
    Als wir dann aber ankamen, fanden wir ein Geisterdorf und kaum Wasser, denn alles ist vertrocknet.
    Eine Stadt weiter, sah es dann etwas besser aus und in der Ferne sah man das türkisene Wasser. Sah aber nicht so spektakulär aus, wie auf Google Maps.
    Also fuhren wir dann weiter. Die Fahrt wurde noch zu einem kleinen Abenteuer, denn wir hatten genauso getankt, das wir nach Mackay kommen. Aber Leon's Gasfuß war zu schwer, sodass der Sprit knapp wurde.😂
    Ich versuchte dann sparsam zu fahren und wir kamen dann in einem Vorort mit 6l Sprit im Tank an. Hat alles gepasst. Wie bei jedem Tankstop habe ich wieder die Scheiben geputzt. Die Scheibenwischer von unserem Gefährt kann man vergessen, die machen die Scheibe nur dreckiger.

    Danach ging es noch ca. 20min nach Mackay. Das Wetter war nicht wirklich gut vorhergesagt und als wir dann gerade geparkt hatten fing es an zuschütten. Wir blieben dann erstmal sitzen und warteten bis der Schauer vorbei ging. Es dauerte nur ca. 15 min und danach war schon wieder blauer Himmel und Sonnenschein.
    Die Stadt war tot. Keine Menschen in den Gassen, nur vereinzelt ein paar Autos. Echt eine komische Stimmung. Wie eine verlassene Stadt halt. Das lag sicher auch am "Anzac Day", aber das wir überhaupt niemanden sehen, hätten wir nicht gedacht. Der Nationale Feiertag "Anzac Day" soll an die Soldaten von Australien und Neuseeland erinnern, die in allmöglichen Kriegen um den Globus gekämpft haben. In jeder größeren Stadt gibt es eine Militärparade für die ziemlich patriotischen Australier.
    Alle Läden haben zu, also müssen wir aus unserer Speisekammer leben und hoffen, dass das Essen reicht.

    Nach dem Regen sind wir dann in eine kleine Straße gelaufen, wo es Street Art gibt. Einige Kunstwerke konnte man mit einer App scannen und dann wurde mit Augmented Reality das Bild erweitert und es bewegte sich.

    Anschließend waren wir beide in einem Mittagstief und ich vorallem extrem müde. Wir fuhren dann zum nächsten Mc Donalds, der zum Glück auf hatte. Dort holte ich mir ein Kaffee und dann wurde es etwas besser.

    Danach machten wir eine kleine Sightseeingtour von Lookout zu Lookout. Als erstes ging es auf einem Hügel, wo wir dann einen tollen Ausblick auf Mackay hatten. Dann fuhren wir Richtung Meer und genossen die Aussicht auf das Weite Blaue bzw. Graue. Die Sonne stand schon ziemlich tief und verbesserte die Kulisse.
    Wir suchten uns dann eine Schlafmöglichkeit aus und fuhren dort hin. Es war nicht ganz klar, ob wir dort schlafen dürfen, aber der Platz wäre mega. Ein Parkplatz direkt am Meer. Zwar war es immer noch etwas windig, aber das war uns dann egal.
    Wir stellten unsere Campingstühle auf, aßen Cookies, tranken Limonade und schauten uns den Sonnenuntergang an. Danach machten wir Essen. Für mich gab es Pilzrisotto und für Leon Nudeln mit Tomatensoße.
    Wir parkten direkt unter ein paar Bäumen, die von Fledermäusen und Possums besetzt waren. Es war also ziemlich laut. Aber unsere einzige Sorge war, das wir mitten in der Nacht weggeschickt werden, weil Schlafen dort illegal ist. Hoffentlich wird das kein Problem. Mal sehen.
    Read more

  • Krokodilfarm und Höhlenexpedition

    April 24, 2023 in Australia

    Die Nacht war überraschend gut und ruhig. Es kam keine Polizei oder sonst wer vorbei, um uns wegzuschicken. Aber einige Leute sind trotzdem erstaunt an uns vorbei gefahren. Aber scheint sie nicht gejuckt zu haben.
    Wir haben einen Wecker auf 9 Uhr gestellt, um die Fähre auf die Insel um 10:30 Uhr zu erwischen. Allerdings überlegten wir kurz vorm Buchen der Tickets nochmal. Erstens waren die mit 55 Dollar sehr teuer und außerdem war das Wetter nicht so super. Immer noch starker Wind und viele Wolken. Wir wollten dort Schnorcheln gehen, bei dem Wetter aber wahrscheinlich nicht das beste.
    Also entschieden wir uns was anderes zu machen. Leon's "Halbtante" hatte uns noch eine Führung auf einer Krokodilfarm empfohlen. Wir buchten also die Tickets für die Farm und fuhren dort hin. Es waren einige Krokodile zu sehen, aber wir waren uns nicht ganz sicher, ob die noch lebten.😂 Die liegen da ohne sich überhaupt ein bisschen zu bewegen. Einfach tot.
    Die Führung begann mit einer Einleitung über die Farm und die unterschiedlichen Krokodilarten, die es in Australien gibt. Unterschieden wird zwischen Salzwasserkrokodilen, Süßwasserkrokodilen und Alligatoren. Die Salzwasserkroks leben tatsächlich hauptsächlich im Süßwasser, sie können aber im Gegensatz zu den Süßwasserkroks auch im Salzwasser leben. Sie haben eine Art Filter, mit dem sie das Salz aus dem Wasser trennen. Alle 3-4 Monate müssen die "Salties" dann ins Süßwasser, um den Filter auszuwaschen. Echt faszinierend.
    Außerdem haben alle Arten unterschiedliche Kopfformen an denen man sie erkennen kann. Die "Salties" sind am aggressivsten.
    Auf der Farm werden die Krokodile im Alter von ca. 6-8 Jahren getötet, um sowohl Fleisch als auch das bei der Modeindustrie beliebte Leder zu erhalten. Desweiteren werden beispielsweise Zähne zu Schmuck verarbeitet.
    Um zu demonstrieren wie robust das Leder bzw. der Rückenpanzer ist, durfte ein Junge mit einem Metallstab draufrum schlagen. Im Panzer selbst sind Knochen, die für die Stabilität, Reißfestigkeit und Steifheit sorgen.

    Anschließend gab es eine Fütterung. Die Guides gaben Infos zu den Tieren, während sie die Krokodile mit Fleisch anlockten. Die Krokodile blieben ganz ruhig im Wasser, bis sie plötzlich ruckartig mit offenem Maul aus dem Wasser schossen. Nach dem Fang zogen sie sich direkt wieder ins Wasser zurück.
    Bei einem weiteren Gehege sah niemand die Krokodile. Die Guides warfen das Fleisch direkt auf die andere Seite des Zauns und aufeinmal tauchten die zwei Dinger auf. Die können sich extrem gut verstecken bzw. sind einfach echt schwierig zu sehen. In einem etwas dreckigen Gewässer hat man also keine Chance. Am Ende der Führung durften wir ein kleines Krokodil halten. Ich war sehr gespannt, wie sich die Haut anfühlt, hatte mit einer harten und rauen Oberfläche gerechnet. Stattdessen war die Haut extrem weich und geschmeidig. Vielleicht liegt das aber auch nur am Alter, die bei Menschen.😂

    Nach der Führung fuhren wir zurück nach Yeppoon. Dort gab es ein öffentliches Schwimmbad direkt am Meer. Zwar war es eigentlich viel zu kalt zum Baden, aber Leon und ich wärmten uns danach mit einer heißen Dusche dort auf. Alles gratis.
    Danach picknickten wir und suchten in dem Ort nach einer Möglichkeit um unseren Wassertank aufzufüllen.

    Nach der Betankung fuhren wir weiter zu einem nahegelegenen National Park. Der Weg führte uns wieder über eine weitläufige flache Landschaft und dem Nichts.
    In der Nähe vom Ort "The Caves" sollte es erstaunlicherweise ein paar Höhlen geben. Wir machten eine kleine Wanderung in der Dämmerung, aber fanden keine Höhlen. Dafür stellten wir fest, dass es dort eine Pflanze gab, die verdächtig nach Grass roch. Wenn man sich dort zulange aufhält ist man sicher high.
    Paar Minuten Autofahrt weiter sollte es dann aber eine Höhle geben. Während die Sonne unterging liefen wir zum Höhleneingang. Der war offen. Man kann zu jeder Zeit die Höhle betreten.
    Wir gingen also nach dem Sonnenuntergang in die Höhle, was vielleicht nicht die schlauste Idee war. An einigen Stellen gab es Löcher, wo am Tag normalerweise Licht durchkommt. Wir hatten nur unsere Handytaschenlampen. Außerdem waren wir komplett alleine.
    Es hatte also etwas von einem Horrorfilm in die riesige verzweigte Höhle zu steigen.
    Bei einem etwas steileren Stück löste ich eine Lawine aus, nachdem ich auf lockere Steine getreten bin, die dann fast mit mir runter fielen. Danach war aber alles Safe.
    Die Höhle war echt groß und die Decke extrem hoch. Erstaunlicherweise schafften es einige Wurzeln bis auf den Boden der Höhle, also durch alle Gesteinsschichten bestimmt 15m unter die Erde.

    Es gab einige Falter und Fledermäuse, die rumflogen. Eine ziemlich große widerliche Spinne hing an einer Wand, die zu einem weiteren Raum führte. Nach etwas Überwindung und Hoffnung, dass die Spinne nicht auf uns krabbelt, sind wir in den kleinen Raum geklettert.
    Anschließend standen wir für ein paar Minuten in der stockdunklen Höhle und genossen die Stille. Nach ca. 20 min entschieden wir wieder hochzugehen. Wir wollten dann kein weiteres Risiko eingehen. Keiner von uns hatte Bock auf eine Verletzung, vorallem nicht in einer dunklen Höhle.
    Von unserer Höhlenexpedition kamen gesund und erleichtert am Auto an und fuhren dann los zu unserem Schlafparkplatz. Eine Raststätte auf dem Highway.
    Aus irgendeinem Grund führte uns der Navi über einen riesen Umweg auf die Autobahn. Fast ein verhängnisvoller Umweg. Denn wir mussten über eine Schotterstraße fahren. Dabei entkamen wir ganz knapp einem Frontalzusammenstoß mit einem Vogel, der fast durch die Windschutzscheibe flog. Anschließend waren ein paar Kröten im Weg und schlussendlich ein großes Possum. 5cm fehlten und wir hätten eine Trophäe auf der Motorhaube gehabt.
    Auf dem Highway ging dann zum Glück alles gut und kein lebensmüdes Tier sprang auf die Straße.

    Zum Abendessen gab es wieder Mal Pasta, diesmal mit Tomatensoße von Barilla, aber auch nur, weil die im Angebot war. Aufeinmal schmeckten Nudeln wieder.
    Komplett kaputt gingen wir dann ins Bett.
    Der Tag war sehr spontan geplant, hatte aber alles zu bieten.
    Read more

  • Tag der Lookouts

    April 23, 2023 in Australia ⋅ 🌬 26 °C

    Ich schlief bis ca. 8:30 Uhr. Leon war noch im Tiefschlaf, obwohl um uns herum alle ihre Sachen packten und losfuhren. Irgendwann war er dann auch wach und wir machten Frühstück.
    Der Plan war Verwandte von Leon zu besuchen. Er hatte uns vor paar Tagen angekündigt.
    Die Verwandten (Leon's "Halbonkel/Halbtante") wohnten in Rocky, es war also eine kurze Fahrt von unserem Schlafparkplatz zum Haus. Von außen sah es etwas älter aus, von innen war es aber wirklich toll. Große Fenster und eine große Terrasse mit Ausblick auf den grünen Garten und die weitläufige Landschaft. Hinten raus gab es dann noch ein Pool.
    Wir waren ca. 3,5h dort und sprachen über mögliche Ausflüge und Attraktionen in der Nähe. Im Inland, ca. 3h von Rocky, gibt es die "Gemfields". Dort kann man in den Städten "Emerald" und "Sapphire Central" nach Saphiren suchen, ganz auf eigene Faust. Ebenfalls kann man Führungen durch Minen besuchen. Das klang sehr interessant und wäre eine Überlegung wert. Das einzige Problem ist halt die lange Fahrt. Außerdem wäre das genau die falsche Richtung. Wir müssen weiter an der Küste bleiben.
    Desweiteren gibt es in der Nähe die Insel "Great Keppel Island" dort soll man super tauchen und schnorcheln können. Man kommt mit einer Fähre rüber. Das wäre also eine Möglichkeit für morgen.
    Ein weiteres Gesprächsthema war die australische Politik. Es ist doch vieles anders und auch schlechter als bei uns. Wusste gar nicht, dass das geht. Echt interessant zu hören, wie viel doch schief läuft. Beispielsweise mit Lobbyismus im Bereich Kohleenergie.

    Kurz bevor wir dann gingen, bekamen wir von Leon's Halbtante noch etwas Zutaten für Chili Con Carne und zwei Bier. Das war echt nett und willkommen.😋 Alles besser als Pasta.

    Nach dem Besuch machten wir erstmal Pause in einem Park und überlegten dann, wie wir den halben Tag noch nutzen.
    Wir fuhren dann nach Yeppoon, eine kleine Stadt an der Küste, kurz vor der Great Keppel Island und ca. 45 min Fahrt entfernt.

    Als wir dort ankamen war irgendwie nichts los. Im Hafen hatten alle Fähren angelegt und die Touris waren schon alle weg. Wir informierten uns zu den Fahrten auf die Insel, um morgen dann einen Ausflug dort hin zu machen. Hoffentlich wird das Wetter etwas besser.
    Wir wanderten dann zu zwei Lookouts von denen man dann eine tollen Ausblick auf den Hafen und das Meer hatte. Anschließend fuhren wir zu einem anderen Parkplatz, wo wir dann während dem Sonnenuntergang zu zwei weitere Lookouts wanderten. Von dort aus sollte man dann Schildkröten sehen können. Das Meer ist durch den Wind seit Tagen so rau, dass man leider nichts sehen konnte. Der Wind war so stark, dass ich mich in die Böen reinlegen konnte.
    Wir schauten uns dann noch etwas den Sonnenuntergang an und entschieden uns dann auf dem Parkplatz Abendessen zu machen.
    Der Wind machte es aber leider wieder sehr schwierig. Der Gaskocher kommt an seine Grenzen und wir auch. Das Wasser für die Nudeln braucht ewig, weil die Gasflamme vom Wind hin und her geschoben wird. Mit ein paar "Windschutzmauer" wurde es dann etwas besser, dauerte aber immer noch ewig. Es gab dann Nudeln, Bratkartoffeln und die restlichen Würstchen.
    Der Parkplatz war echt perfekt fürs Campen. Schön gelegen, mit Toiletten und Bänken, aber Campen war hier wie an vielen anderen Stellen verboten. Während dem Essen kam auch die Polizei vorbei und beobachte uns dann noch eine Weile, das wie bloß nicht unser Dachzelt aufschlagen.

    Wir hatten immer noch kein Schlafplatz und entschieden uns dann in eine Seitenstraße zu fahren. Die endete in einem Schotterweg in der Pampa, hier sollte uns niemand stören und die Polizei nicht sehen. Hoffentlich werden wir dann nicht irgendwann weggeschickt. Wenigstens konnten wir die Milchstraße wieder ansehen.
    Read more

  • Haufenweise leblose Städte

    April 22, 2023 in Australia ⋅ 🌬 27 °C

    Die Nacht war in Ordnung, aber durch die nahegelegene Straße sehr laut. Ich war bereits wieder deutlich vor dem Wecker wach. Ein richtiges und schallisoliertes Bett wäre echt Mal toll.
    Zum Frühstück gab es wieder Müsli und wir planten den Tag. Eigentlich wollten wir nach "Seventeen Seventy" oder auch "Town of 1770". Dort legte Cook das erste Mal in Queensland (dem Bundesstaat hier) an. Es gibt dort nicht all zu viel. Eher ein Dorf mit kleinem Strand und einer Bar. Aber trotzdem ein Besuch wert.
    Von unserem Schlafparkplatz dorthin wäre es 1h gewesen. Allerdings ein Umweg für unsere spätere Weiterfahrt. Deswegen entschieden wir uns gegen die Fahrt dort hin. Stattdessen fuhren wir dann Richtung Rockhampton, die nächst größere Stadt.
    Wir fuhren dann eine Weile auf dem Highway und entschieden uns dann in einem kleinen Küstenort zu halten, dort ins Meer zu springen und anschließend zu duschen. Es gab direkt einen Parkplatz am Meer. Auf dem Weg zum Strand warnte ein Schild vor Krokodilen und giftigen Qualen. Ich wollte aber trotzdem ins Wasser, vorallem weil viele andere auch im Wasser waren. Ein Krokodil hätte dann sicher eher ein kleines Kind genommen. An mir ist ja sowieso nichts dran.😂
    Das Wasser war erstaunlich frisch, aber trotzdem eine gute Abkühlung. Die Temperatur war nahe an die 30 Grad, trotz vieler Wolken.
    In den öffentlichen Duschen am Strand haben wir dann geduscht. Anschließend sind wir zum nächsten Supermarkt und haben uns wieder etwas zum Snacken gekauft.
    In dem Ort gab es auch einen großen Park mit Picknick Möglichkeiten und BBQ. Selbst in den kleinsten Dörfern findet man so Anlagen. Das ist echt super.
    Wir hatten dann Humus, Philadelphia, Brot und Ausblick auf das Meer.
    Nach dem Snack fuhren wir weiter nach Norden. Wir kamen an Gladstone vorbei, um zu tanken. Die Stadt hat 34.000 Einwohner, aber war tot. Es fuhren vereinzelt Autos rum, aber das war's. Es war niemand zu Fuß unterwegs und die Läden sahen auch alle verlassen aus. So bisschen "Weltuntergangsstimmung" am Tag.
    Nachdem wir tankten fuhren wir dann über die endlos langen geraden Straßen weiter Richtung Norden. Manchmal gehen die Straßen 6-7km einfach nur geradeaus. Dazu kommen viele Wellen, sodass es sich wie eine langsame Achterbahnfahrt anfühlt.
    Meistens auch sehr schöne Natur.
    Auf der Fahrt von Gladstone nach Rockhampton (Rocky) war es dann aber eher erschreckend. In der Umgebung von Gladstone gibt es viele Minen usw. Uns kamen zwei Güterzüge entgegen bestimmt 40 Waggons. Alle voll mit Kohle. Dazu immer Mal wieder alte Kraftwerke mitten im nichts. Echt scheiße, dass Australien die Solarenergie nicht nutzt.

    Als wir Rockhampton näher kamen, sahen wir unzählige riesige Weiden mit Rindern. Rockhampton soll die "Steak-Hauptstadt" von Queensland sein. In der Umgebung sollen über 2,5 Millionen Kühe und Rinder leben.
    Die Stadt hat 63.000 Einwohner und war etwas belebter als Gladstone.
    Wir kamen in der Dämmerung an und sind dann eigentlich ziemlich direkt auf unseren Schlafparkplatz gefahren. Der war schon gut besucht, aber wir fanden noch ein freien Platz.
    Zum Abendessen gab es Mal bisschen Abwechslung, wir machten Kartoffeln mit Würstchen und Spiegelei. Der Wind erschwerte, wie schon die letzten Tage, eigentlich alles. Der Gaskocher funktioniert bei Wind logischerweise nicht so und dazu fliegt andauernd irgendwas weg. Dafür hat das Essen dann echt gut geschmeckt. Der Nachteil ist, dass wir viel Geschirr benutzt haben, was wir anschließend abspülen mussten.

    Weil wir heute relativ viel gefahren sind waren wir auch dem entsprechend kaputt. Gegen 22 Uhr waren wir im Bett. Ich schrieb dann noch ein Bericht. Versuche die ganze Zeit die Berichte der letzten Tage aufzuholen, aber ich habe den ganzen Tag eigentlich keine Zeit.
    Read more

  • Bumdaberg Bier und Rum

    April 21, 2023 in Australia ⋅ 🌬 27 °C

    Die Nacht war wieder nicht allzu lang. Denn am frühen Morgen rasten schon wieder die ersten LKWs und Pickups über die Straße neben dem Parkplatz. Etwas müde kletterten wir dann aus del Zelt. Wir waren eigentlich schon wieder die letzten auf dem Parkplatz. Also alle anderen sind irgendwie nicht früher wach. Keine Ahnung wie die das machen.
    Zum Frühstück gab es wieder das übliche. Die Spinnen waren immer noch da und beobachteten uns beim Essen. Gefühlt haben die sich überhaupt bewegt. Vielleicht auch besser so.

    Nach dem Frühstück überlegten wir, was wir so in Bundaberg machen könnten. Ich wusste, dass dort das Ginger Beer und der Rum herkommt. Man könnte bei der Destillerie eine Besichtigung buchen, für $30 oder noch mehr. Deswegen entschieden wir uns bei der "Brauerei" ein Tasting zu machen. Kostete nur $18 pro Person.
    Trotzdem fuhren wir zu erst zur Destillerie, um uns dort einfach bisschen umzusehen. Es gab ein riesen Shop mit allem was das Herz begehrt. Von dem Rum bis zu T-Shirts und Grillsoßen. Der Rum ist, wie für Australien typisch, verdammt teuer. Es gab eine Flasche für $80 oder mehr. Also ca. 50€. Oftmals gab es auch mehrere Flaschen zusammen für min. 500€. Echt verrückt.

    Danach sind wir in einen nahegelegenen Park gefahren und sind dort bisschen rumgelaufen. An sich nichts besonderes, aber die Fledermäuse machten auf sich aufmerksam und wir hörten und schauten ihnen zu. Echt riesen Dinger und die machen so ein Lärm.

    Gegen 13 Uhr fuhren wir dann zur Brauerei von Bundaberg Beer. In einem überdimensionalen und begehbaren Holzfass konnte man ein Tasting besuchen. Wir hatten uns vorher ein Slot gebucht.
    Bei der Verkostung war jede Altersgruppe vertreten. Auch wenn es "Ginger Beer" heißt, ist kein Bier drin, also gab es auch für die Kinder etwas. Für uns war es auch gut, denn dann durften wir noch fahren.
    Die meisten Sorten hatten dann aber eigentlich nichts mit Bier zu tun, eher Limonade. Es gab viele verschiedene Sorten. Pfirsich, Blutorange, Grapefruit, Mango, Guave, Traube, Zitrone, Limette, Ananas-Kokusnuss... das beste war eigentlich Guave. Mit der Zeit war es dann aber auch genug. Es waren einfach zu viele verschiedene Sorten in zu kurzer Zeit. Wir hatten dann auch beide etwas Bauchschmerzen danach.😂
    Dort gab es dann noch eine kleine Ausstellung zu der Geschichte des Unternehmens und wie Ginger Beer produziert wird. Am Ende durfte man sich dann noch sein eigenes Sixpack aus den probierten Sorten zusammen stellen. Zufälligerweise hatten Leon und ich dann genau die gleiche Auswahl.

    Nach dem kleinen Tasting hatten wir Hunger und fuhren zum nächsten Supermarkt. Wir kauften das typische ein, also Brot mit Dip. Unser Ziel war ein kleiner Ort nördlich von Bundaberg. Da gab es einen Picknickplatz mit tollem Ausblick auf das Meer. Als wir dann beide fertig waren, fielen wir beide erstmal in ein Fresskoma. Wir hätten auf der Stelle einschlafen können. Nach einer Weile rafften wir uns auf und gingen noch etwas am Strand entlang.
    Gegen 16 Uhr fuhren wir dann weiter Richtung Norden, ohne genaues Ziel.

    Der Tag bis dahin war eigentlich echt toll, aber eher unproduktiv. Das mit der Produktivität änderte sich auch nicht mehr, dafür waren wir zu müde. Allerdings wurde der Tag dann noch besser, als wir ENDLICH die ersten Kängurus gesehen haben. Ich hätte ja schon zweimal fast welche überfahren, aber sonst habe ich bisher keine gesehen. Und plötzlich an der Straße hoppelten zwei rum. Wir hielten dann an und sahen, dass ein Golfplatz neben an von einem ganzen Rudel Kängurus erobert wurde. Während die Sonne unterging fraßen sie gemütlich ihr Abendessen. Die sehen echt irgendwie aus wie eine Mischung von Reh und Hase. Es waren auch einige kleine Kängurus am Start. Einige waren auch im Beutel. Echt sooo goldig. Wir blieben eine Weile stehen und beobachten die Kängurus. Irgendwann, als die Sonne dann unterging fuhren wir über die ewig langen geraden Landstraßen entlang, bis zu einem Rastplatz. Wir entschieden uns dort zu pennen. Es gab dann Uncle Ben's Risotto und dazu ein Cider. Etwas später traf dann ein weiterer Jucy Van ein. Wir stellten fest, dass wir die erst vorgestern in Hervey Beach auf dem Campingplatz gesehen haben. Deren Van war einer der drei, die in einer Reihe standen. Echt lustig, dass man sich so häufig begegnet. Die stellten sich mit genügend Abstand von uns auf, sodass wir nicht mehr in Kontakt kamen.
    Wir gingen relativ früh ins Bett, die Nacht wird wohl kurz. Der Parkplatz ist zu nah an der Straße, da hört man alles.
    Read more

  • Verrückte Welt der Tiere

    April 20, 2023 in Australia ⋅ 🌬 25 °C

    Die Nacht war glücklicherweise wirklich besser als die letzte. Ich war um 9 Uhr wach und hörte nur kurz, wie die anderen ihren Van packten und früh losfuhren.
    Während ich noch bisschen döste, war Leon schon auf den Beinen und baute unser Frühstück - Setup auf. Es kamen einige Australier vorbei, die einfach kurz plauderten und uns fragten, was unser Plan ist. Könnte man sich in Deutschland einfach nicht vorstellen. Da sind alle viel zu verklemmt, um zu einer fremden Person zu gehen und 5 min entspannt mit ihr reden.

    Beim Frühstück überlegten wir den Plan für den heutigen Tag und was man in der Nähe machen könnte.
    Als erstes gingen wir dann zur "Regional Art Gallery of Hervey Bay" ein kleines Museum. War auch nicht viel los. Gab eine Ausstellung zu Dingos und eine zu Vögel. Die zu Dingos war deutlich besser.
    Danach gingen wir einkaufen. Wir hatten schon wieder etwas Hunger und holten uns bisschen Brot und Dips.
    Dann suchten wir eine Auftankstelle für unseren Wassertank. Das ist manchmal gar nicht so einfach, weil man mit dem Auto nicht an jeden Wasserhahn kommen kann. Oft stehen die in einem Park oder so. Deswegen waren die ersten Wasserhähne auch Fehlanzeige. Stattdessen gab es in der Küstenstadt aber ein ca. 1 km langes Pier. Wir liefen bis ans Ende und schauten den Fischern zu. Wegen der Ebbe ist das Wasser extrem weit zurück gegangen. Fast über die ganze Länge des Piers war kein Meer unter unseren Füßen. Dafür sah man dann die Sandbänke und darauf ganz viele kleine Krabben. Sie liefen in einem Rudel über den Strand und es machte riesigen Spaß ihnen zuzuschauen.
    Anschließend liefen wir runter auf den Strand, um die Krabben nochmal aus nächster Nähe anzuschauen. Die Viecher sind echt interessant. Sobald man ihnen zu nahe kommt, graben sie sich im Sand ein und hinterlassen nur ein paar Sandkügelchen. Von dem ganzen Rudel ist also plötzlich nichts mehr übrig.

    Nach dem wir da wie kleine Kinder überglücklich den Krabben zuschaueten, gingen wir zurück zum Auto und machten ein kleines Picknick mit dem Humus und Brot.
    Danach suchten wir weiter nach einem Wasserhahn, um unseren Tank aufzufüllen. Tatsächlich hat es eine Weile gedauert und es ist auch alles andere als einfach.
    Wir fuhren dann ein Stück Richtung Norden und fanden dann einen Wasserhahn in einem kleinen Dorf.
    Wir füllten den Tank und putzten gleichzeitig unser Auto. So viel Staub und tote Fliegen. Denn Google Maps führte uns davor aufeinmal plötzlich auf eine Schotterstraße. Mega coooool...

    Unsere Fahrt durch das Hinterland ging dann weiter. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir halt in Childers. Auch eine Stadt, die sehr an eine gleichgroße Stadt im amerikanischen Westen erinnert. Hatte so ein Touch von Cowboys.

    Dort gab es aber sonst auch nicht viel. Einige Vögel, glaube es waren Papageien, machten ordentlich Krach. Wir blieben schon wieder faszinierend stehen.
    Im Reiseführer stand zu dem Ort nicht viel. Außer, dass es ein Memorial für 15 Backpacker gibt, die bei einem Brand in 2000 ums Leben gekommen sind. Das relativ alte Hotel hatte damals gebrannt.

    Es wurde dann dunkel und wir fuhren weiter.
    Wir fuhren dann durch einige weitere Dörfer. Wir kamen an eine dunkle Kreuzung. Das Auto vor uns hielt und machte Warnblinker an. Erst dann sah ich ein ziemlich kaputtes blaues Auto auf der Kreuzung stehen. Ich war kurz planlos und fragte mich vorallem, wie das blaue Auto so kaputt ist. Ich sah kein anderes Auto oder eine kaputte Leitplanke.
    Ich fuhr dann links über das Trümmerfeld an die Seite und sah dann ein weißes Auto, was davor von dem Auto vor uns verdeckt war.
    Beide Fahrerinnen der kaputten Autos saßen noch im Auto. Es ist also gerade erst passiert, als wir ankamen. Mein erstes Mal als "Ersthelfer". Ich war bisschen überfordert und merkte auch direkt, wie ich anfing zu zittern.
    Die Fahrerin vom Auto vor uns, war bereits ausgestiegen und bei den Unfallautos. Beide Fahrerinnen waren sichtlich geschockt und etwas trüb im Kopf. Der Aufprall war ziemlich heftig. Würde sagen, dass beide Autos ein Totalschaden sind.
    Es kamen schnell weitere Leute und wir versuchten die Frauen aus den Autos zu bekommen. Beide Türen waren ziemlich verbogen. Die Fahrerinnen sahen äußerlich unversehrt aus. Aber beide immer noch sehr geschockt.
    An der Kreuzung war viel Verkehr und wir waren dann beschäftigt die Leute umzuleiten.
    Bei Leon und mir kamen dann wieder die Deutschen durch. Wir fragten die anderen Helfer, ob sie zufälligerweise ein Warndreieck haben, denn es war ziemlich dunkel und die Autos und LKWs kamen mit ordentlich Schwung an. Keiner hatte eins. Ist wohl nicht so ein Ding hier.😂
    Leon und ich fuhren dann ein paar hundert Meter zurück in die Richtung, wo wir hergekommen sind. Wir stellten uns mit Warnblinker an den Fahrbahnrand und versuchten die kommenden Fahrer zu warnen und abzubremsen. Klappte mehr oder weniger. Die dachten wohl eher, dass wir in die Klapse müssen.

    Nach ca. 15 min, ziemlich spät eigentlich, kam dann der Rettungswagen. Er hielt erst bei uns und wir mussten den dann erklären, dass es uns gut geht. Dann kam irgendwann noch die Feuerwehr.
    Die Polizei schien an dem Abend frei zu haben, jedenfalls ließ sie sich die ganze Zeit über nicht blicken.

    Die Feuerwehrmänner klempten die Batterien von den Autos ab und räumten den Schrott auf. Außerdem streuten sie etwas Bindemittel.
    War schon interessant zu sehen wie die vorgehen.
    Wir fragten dann nochmal bei den Einheimischen nach, ob wir uns verdrücken können, oder ob wir noch irgendwas machen müssen. Den Unfall hatten wir nicht gesehen, also waren wir keine Zeugen.

    Wir fuhren dann also weiter. Ich war echt noch etwas auf 180, das Adrenalin war noch nicht weg. Mit der Zeit wurde es dann aber besser und wir kamen dann gegen 19:30 Uhr bei dem Ziel Parkplatz an. Der Parkplatz liegt in der Nähe von der "Großstadt" Bundaberg, die wollen wir uns morgen anschauen.
    Leider ist der Parkplatz auch wieder nah an der Straße, aber egal.

    Wir machten Nudeln mit Pesto. Im Beisein von einigen großen Spinnen. Die weben zu den normalen Spinnennetz ein ganz engmaschiges Kreuz in die Mitte. Ich weiß aber nicht wieso, vielleicht für mehr Stabilität oder Ertrag. Jedenfalls sah es krass aus. Nach dem Abwasch gingen wir ins Bett und der ereignisreiche Tag neigte sich dem Ende entgegen.
    Read more

  • Vanreunion

    April 19, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 25 °C

    Die erste Nacht im Van war leider nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich bin ziemlich früh aufgewacht, was wohl an den Motorsägengeräuschen im Umkreis vom Parkplatz lag.
    Leon blendete konnte das komplett ausblenden und schlief wie ein Stein.
    Um 10:30 Uhr machten wir dann Frühstück und packten dann unsere Sachen. Der Tag genauso blendend weiter wie er anfing. Beim Packen wollte ich den vollen 10l Plastikwasserkanister in den Fußraum stellen. Dabei dachte er sich "hehe, lass ich mich doch einfach aufschlitzen und laufe aus. Dann kann ich eine riesen Sauerei machen!".
    Der halbe Fußraum war unter Wasser. Ich war kurz davor, das halbvolle Ding mit genug Kraft auf den Boden zu werfen, damit es komplett kaputt geht.
    Anschließend überlegten wir, wie wir das restliche Wasser jetzt transportieren, weil der Kanister nicht mehr zu gebrauchen war. 2l kamen in eine leere Milchflasche und der Rest sehr umständlich in einen Wasserbeutel, den wir über den Auslass auffüllten. Es ging also die Hälfte daneben.

    Wir wollten uns wieder im Einkaufszentrum duschen. Außerdem mussten wir noch paar Sachen einkaufen, also passte das gut.
    Die Dusche war super und sorgte dafür, dass es sich nicht mehr so anfühlte, als wären immer noch die ganzen Krabbelviecher von Fraser Island auf mir.
    Anschließend fuhren wir zum Hostel. Dort hing ja immer noch unsere Wäsche auf den Wäscheleinen. Gestern Abend hatte es geregnet, also entschieden wir uns das Zeug hängen zu lassen.
    Erstaunlicherweise hing noch fast alles an der Leine und war sogar trocken.
    Am Pool im Hostel lagen einige von den Trip, sichtlich müde und kaputt. Wir gesellten uns dazu. Leon und ich hätten auch beide gleich einschlafen können.
    Es war uns dann beiden irgendwie klar, dass der Tag nicht mehr allzu produktiv wird.
    Einige aus der Gruppe verabschiedeten sich Richtung Melbourne und Leon und ich überlegten, was wir mit dem halben Tag noch anfangen.
    Wir waren uns nichtmal sicher, ob wir heute noch ein Stück Richtung Norden fahren sollten oder einfach nur ein Tagesausflug.

    Irgendwann stand dann fest, dass wir noch 2,5h nach Hervey Bay fahren.
    Ein Kumpel, den wir in Sydney kennengelernt hatten, ist auch mit dem baugleichen Van und seinem Freund auf einem Roadtrip in die Richtung. Wir wollten uns also treffen.

    Leon und ich fuhren als erstes nach Gympie, eine alte Goldgräberstadt. Es gab ein Goldgräbermuseum, das hatte aber schon zu, also fuhren wir weiter Richtung Maryborough. Die Bewohner dort schienen sehr stolz darauf zu sein, die Geburtsstadt der Macherin von Mary Poppins zu sein. Überall waren Schilder und Denkmäler.
    Auch hier gab es nicht viel. Außer einem McDonald's.
    Uns ist wieder nur aufgefallen, wie ähnlich Australien und Amerika sind. Die breiten Straßenzüge und die einfachen Pappmaschehäuser, dazu die vielen Pickups. Der einzige sichtliche Unterschied ist der Linksverkehr.
    Wir gingen dort dann noch halbwegs günstig tanken. Im Norden wird es leider immer teurer. Sind mittlerweile bei ca. $1,80 im Durchschnitt. Außerdem haben wir dann noch die Scheiben geputzt, so wie alle 5 km. Die Scheibenwischer funktionieren nämlich überhaupt nicht und machen alles nur noch schlimmer. Ein Typ, der gegenüber von uns tankte lief ans und vorbei uns wünschte uns noch einen schönen und sicheren Trip. Einfach nett die Leute hier.

    Wir verabredeten uns dann mit dem Kumpel auf einen McDonald's Parkplatz in dem Ort. Dort trafen wir uns dann und gingen erstmal essen.
    Schon lustig sich über zwei Wochen nicht zu sehen und dann aufeinmal irgendwo im nirgendwo sich wieder zu treffen.

    Anschließend fuhren wir in einer Kolone eine halbe Stunde zu unserem Schlafparkplatz. Dort stand bereits ein weiterer baugleichen Van und wir stellten uns dazu. Bei Leon und mir gab es Nudeln mit Tomatensoße und zwei Cider. Da haben wir ein Schnäppchen gemacht. 10 Dosen für $24 (15€). Sonst ist es immer viel teurer.
    Wir hörten bisschen Musik und tauschten uns über unsere bisherigen Roadtriperlebnisse aus. Echt schön mit anderen zu reden. Leon und ich vermissen es, dass man beispielsweise am Abend auf dem Campingplatz mit anderen Campern in Kontakt kommt. Irgendwie waren alle bisher voll zurückgezogen.

    Der Kumpel und sein Kumpel müssen morgen früh raus, weil sie ein Tagestrip nach Fraser Island machen. Also waren wir nicht allzu lang wach, was mir wegen der letzten schlechten Nacht entgegen kam.
    Wir gingen dann auch gegen 0 Uhr ins Bett. Hoffentlich wird es eine bessere Nacht.
    Read more

  • Akkus leer, trotzdem Party 🍻

    April 18, 2023 in Australia ⋅ 🌬 24 °C

    Der Tag ging wie erwartet früh los. Die Nacht war extrem schlecht. Ich habe kaum geschlafen und dann so früh aufzustehen war dann eine riesen Qual. Anscheinend ging es auch vielen anderen so, die meisten kamen erst gegen 6 Uhr aus ihren Zelten. In der Nacht hat es nochmal stark geregnet und gewindet. Der Regen war dann zum Glück weg, aber der Wind ist geblieben.
    Leon und ich packten dann unsere Sachen und fegten den Sand aus unserem Zelt. Anschließend suchten wir in den komplett voll gepackten Autos noch irgendwo Platz für unser Zeug. Dann gab es wieder einige Pancakes, Toasts und Müsli.

    Wir mussten dann noch einige Sachen aufräumen, damit die nächste Gruppe direkt nach uns kommen kann. Das ist alles ziemlich durch getaktet.
    Die Abfahrt verschob sich dann eine Weile, weil immer noch bisschen was zu tun war. Wir spielten dann aber lieber Schweinchen in der Mitte, um irgendwie wach zu bleiben.

    Irgendwann ging es dann endlich los. Vorher gab es von unserer Reiseführerin noch ein kleinen Lagebericht zum Wetter und den Fahrbedingungen. Ihr war wichtig, dass jetzt erfahrene Fahrer fahren, weil die Bedingungen nicht so einfach sind wie die letzten Tage.
    Als wir dann vom Camp runter zum Strand fuhren, wurde uns auch schnell klar, wieso.
    Die Wellen waren um einiges höher als die letzten Tage und rollten fast den gesamten Strand hoch. So blieb kaum noch Platz für eine "Fahrbahn". Die Gefahr im nassen Sand stecken zu bleiben war also relativ hoch, deshalb war Konzentration geboten.
    Leon fühlte sich sicher zu fahren und machte das auch echt super. Der Rückweg Richtung Fähre war echt ein Abenteuer, aber es klappte alles.
    Wir mussten öfter durch tiefere Bäche fahren, die aus dem Inland kommen. Einige hatten einen tiefen Graben in den Sand gespült, sodass wir mit dem Auto langsam durch das Loch fahren mussten.

    Nachdem wir unseren Müll auf einem Müllplatz entsorgt hatten, ging es weiter zu Lake Wabby. Wir mussten ca. eine dreiviertel Stunde laufen. Natürlich wieder durch Sand und hoch und runter, was es sehr anstrengenden machte. Das Ziel war ein kleiner See. Davon war aber erstmal nicht zu sehen, als wir aufeinmal auf riesigen Dünen standen. Überall nur Sand, keine Pflanzen und nichts. Sah aus wie in der Wüste. Als wir über die Dünen liefen und kamen wir zum See. Der See lag direkt an einer großen Düne und auf der anderen Seite war Wald.
    Im See schwammen einige Welse. Trotzdem sprangen wir rein und genossen die Abkühlung.
    Das war echt verrückt Wüste mit Wasser kombiniert passt sonst irgendwie nicht so.

    Auf der Wanderung zurück, kam uns plötzlich Julian entgegen. Ein Typ, den wir in Sydney bei der Poolparty kennengelernt hatten. Mit ihm haben wir uns dann noch paar Mal getroffen. Und er läuft uns dann aufeinmal auf der riesen Insel entgegen. Was ein Zufall.
    Für den restlichen Tag waren wir von den Zufällen erstaunt. Wir sehen auch immer wieder Camper von früheren Campingplätzen und das in dem riesigen Land.

    Anschließend sind wir zurück in das Dorf, wo auch unser Trip begann, um dort nochmal zu essen. Es gab wieder Wraps. Wir kamen nochmal alle zusammen und dachten an die tollen Momente auf der Insel. War echt eine coole Zeit, auch wenn Leon und ich beide finden, dass unsere Gruppe etwas langweilig war.

    Dann machten wir uns auf den Weg zur Fähre. Noch ca. 1h Fahrt. Wir genossen alle die letzten Kilometer auf der Insel. Ich war total müde. Trotz der unkomfortablen Fahrt konnte ich für paar Minuten die Augen zu machen. Ich glaube, dass es meinem Körper irgendwann egal ist, was die Schlafumstände sind. Da könnte ich auch im Stehen einschlafen.
    Ich war nicht der einzige, der fertig war. In jedem Auto waren alle kurz vorm einschlafen. Nur die Reiseleiterin war fit. Keine Ahnung wie die das macht. Wahrscheinlich Drogen.
    Wir fuhren durch eine kleines Dorf und dann wieder in den "Dschungel". Auf einer einspurigwn Straße kam uns dann eine andere Reisegruppe entgegen. Wir mussten dann unsere Kolone im Rückwärtsgang bis zum Dorf zurücksetzen. Hat alles erstaunlich gut funktioniert.

    Die Fähre ließ etwas auf sich warten. Wir standen dann sogar noch etwas im Regen. Nach 10 min Fahrt aufs Festland, war das Wetter dann wieder deutlich besser.
    Danach ging es zum Autowechseln. Wir quetschen alle unsere Sachen in die Vans und fuhren mit den dann nochmal 1,5h nach Noosa, zurück zum Hostel und unserem Van. Um 16 Uhr waren wir dann wieder zurück.
    Als erstes starteten wir zwei Waschmaschinen im Hostel.
    Das Hostel ist echt cool. Es gibt ein Pool, Volleyballfeld, Hängematten und ein Loungebereich. Es sieht sehr gemütlich aus.
    Wir versuchten dann unsere fertige Wäsche im Auto aufzuhängen, aber war zu wenig Platz. Wir haben dann also ohne Gast im Hostel zu sein, dort alle Möglichkeiten genutzt und uns Platz auf den Wäscheleinen gemacht.

    Einige aus der Reisegruppe berichteten von einem Bingoabend im Hostel. Anscheinend kann man bis zu $1000 gewinnen. Je nach dem wie fit wir am Abend sein sollten, würden Leon und ich dann hingehen.
    Wir haben wegen unserem Trip noch einen Rabatt bei der Bar im Hostel bekommen. Den wollten wir einlösen. Es gab dann Burger, Pommes und Cider für $10. Besser als Nudeln mit Pesto.

    Viele aus der Reisegruppe waren immer noch fit genug sich den Bingoabend zu geben. Also entschieden wir uns zu bleiben. Allerdings musste einer nüchtern bleiben, weil wir ja leider nicht beim Hostel pennen können. Die Rolle übernahm glücklicherweise Leon und ich konnte meinem Körper endlich Mal wieder was gutes tun.
    Die Reiseleiterin war auch da und verteilte einige Krüge Bier und Cider, von dem sich jeder bedienen konnte.
    Ihre Energie war noch mindestens genauso da wie am Morgen.

    Wir mussten eine Weile warten, bis das Bingo losging. Es waren schlussendlich echt viele Leute da. Mindestens 150.
    Beim Bingo gab es Bargeld, ein Trip zu den Noosa Everglades und einen Fallschirmsprung zu gewinnen. Die Moderatoren machten das echt gut und lustig. Der eine machte den DJ und baute immer Mal wieder ein paar Partybanger ein und alle gingen ab.
    Aus meiner Gruppe hatte leider niemand "Dirty Disco Fucking Bingo" gerufen. Trotzdem war es ein schöner Abend.
    Nach dem Bingo fertig war, wurde noch etwas die Tanzfläche geöffnet und wir versuchten mit der letzten Energie noch zu "tanzen".
    Gegen 0 Uhr wurden dann alle rausgeworfen. Die Australier machen nie so lang.
    Leon und ich mussten dann noch 20 min zu unserem altbekannten Parkplatz.
    Auf der Fahrt ging alles gut, obwohl der Alkoholtester bei Leon 0,13 anzeigte. Er hatte nichts getrunken, aber es war wohl zu viel Alkohol in der Luft.

    Wir bauten dort dann schnell alles auf und ich verschwand direkt im Dachzelt. Ich hoffe es wird eine lange und erholsame Nacht. Ich war lange nicht mehr so kaputt.
    Read more

  • Überall nur Sand(mann)!

    April 17, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Tag ging schon wieder viel zu früh los. Frühstück sollte es um 6:30 Uhr geben. Es gab eine Gruppe verrückter, die sich den Sonnenaufgang anschauen wollten. Zu der gehörten Leon und ich auch dazu. Deswegen klingelte unser Wecker um 5 Uhr.
    Am Strand war eine schöne Stimmung und so langsam wachten dann auch die Vögel auf. Bei mir umgekehrt, ich wurde immer müder.
    Am Horizont gab es einige Wolken, die uns den Sonnenaufgang etwas vermiesen wollten, trotzdem war es echt schön. Nach einer Stunde am Strand, sind wir dann wieder zurück ins Camp, wo die nicht-Verrückten wach wurden. Zum Frühstück gab es leckere Pancakes, Toast und Müsli. Ich haute mir ordentlich den Ranzen voll, damit es tagsüber gut reicht.
    Gegen 7:30 Uhr fuhren wir dann mit den Autos zur ersten Attraktion am heutigen Tag. Die "Champagne Pools" im Norden der Insel. Dort haben sich kleine Becken im Wasser gebildet, die bei großen Wellen mit frischen Meerwasser befüllt werden. Dabei schäumt das dann so wie Champagner.
    Die Fahrt dauerte eine ganze Weile, war aber echt toll. Wir fuhren an einigen Dingos vorbei und jagten die Autos mit musikalischer Begleitung über den Strand.
    Um 9 Uhr waren wir dort. Ein Großteil der Gruppe verschwand dann erstmal auf den Klos. Die Klos im Camp sind unbenutzbar.

    Die Sonne war zu der Zeit am Morgen schon extrem stark und die erste Eincreme-Runde folgte. Das Wasser in den Pools hatte genau die richtige Temperatur. Wir spielten Volleyball, schauten einem Krebs beim "Häusle-Baue" zu und redeten mit anderen Teilnehmern über ihre Erlebnissen in Australien.
    Mir vielen extrem interessante Pflanzen auf den Felsen im Wasser auf. Die hatten eine kleine Öffnung und dann einen runden Körper. Die Dinger spuckten einfach Wasser aus. Das sah echt lustig aus. Wenn man sie bei der Öffnung berührte, verschloss sie sich.

    Nach dem Bad, haben wir uns wieder vorbildlich eingecremt. Habe bisher immer noch kein Sonnenbrand, auch wenn es sich irgendwie immer so anfühlt.
    Dann ging es für die gesamte Gruppe zurück Richtung Camp bzw. zum Wasser auffüllen. Alle Kanister zusammen fast 300l mussten wir auffüllen.
    Wir legten zu erst eine kleine Mittagspause ein. Es gab Wraps. Alle aus meinem Auto mussten wieder Gemüse schnibbeln und vorbereiten.
    Ich fragte dann nochmal bei der Gruppenöeiterin nach, wie es mit dem Fahren aussieht. Sie meinte, machte mir klar, dass sie kein Bock hat mein Führerschein zu kontrollieren, aber dann einfach wegschaut, wenn ich fahren würde. Also let's gooooo. Ich "durfte" fahren. Es war echt krass. Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend ist zu fahren. Vorallem im lockeren tiefen San, wo tiefe Spuren sind. Da zieht das Auto einfach links oder rechts weg, auch wenn man dagegen lenkt.
    Um zum Camp zu kommen muss man mit genug Schwung ein Sandhügel hochfahren. Ich bin fast stecken geblieben und anschließend wegen den tiefen Spuren fast gegen ein Baum gefahren. Aber sonst lief alles super. Ich durfte knapp 20 Minuten fahren. War echt geil.

    Anschließend ging es zum Wrack des ehemaligen Kreuzfahrtschiffs "Mahoe". Das Wrack war gut besucht. 1935 wurde es abgeschleppt, als das Abschleppseil während eines Zyklons riss. Folglich trieb die Mahoe auf Fraser Island zu und lief dort auf Grund. Später wurde das Wrack dann für militärische Zwecke genutzt. Beispielsweise als Ziel für Bomber. Deswegen ist das Schiff auch ordentlich zerstört. Den Rest macht das Salzwasser.
    Dort gab es noch ein paar Gruppenfotos.

    Wir fuhren dann weiter zum Eli Creek, ein Süßwasser-Bach, der ins Meer fließt. Mit Schwimmreifen,... kann man dann den Strom abwärts schwimmen.
    Dort kühlten wir uns ab und spielten Volleyball. Außerdem schauten wir den kleinen Flugzeugen bei Start und Landung auf dem Strand zu. Es werden kleine Rundflüge um die Insel angeboten.

    Am Horizont waren dunkle Wolken zu erkennen, die immer näher kamen. Wir packten dann schnell alles ein und machten uns auf dem Weg zurück zum Camp. Es reichte gerade noch fürs Ausladen, bevor es anfing zu schütten. Einigen war der Regen egal und sie machten ein Regentanz. Der Regen hielt für eine ganze Weile an, weshalb wir dann erstmal in unserem Zelt blieben. Am Abend war es dann zum Glück nicht mehr am Regnen.
    Zum Abendessen gab es Gemüse, Kartoffeln und Bratwurst - und ein Haufen Alkohol.
    Einige spielten UNO oder spielten Trinkspiele. Leon und ich trichterten dann noch ein Bier, ehe wir alle auf den Bänken standen und wir alle Party machten. Das Problem war, dass wir vor dem Abendessen um ca. 18 Uhr mit Trinken anfingen. D.h. wir waren relativ früh am Abend besoffen und noch viel schlimmer, so früh am Abend ohne Alkohol - alles leer gesoffen.
    Ich war von dem Tag und den vorigen kurzen Nächten ziemlich kaputt, weshalb ich dann gegen 22:30 Uhr ins Bett ging. Morgen müssen wir wieder früh aufstehen, um "auszuchecken". 5:30 Uhr aufstehen, Zelt sauber machen und Auto einräumen. Wird ein Spaß. Weiß nicht wie ich das schaffen soll.
    Read more

  • Auf nach Fraser Island!

    April 16, 2023 in Australia

    Um pünktlich beim Hostel für den Treffpunkt zu sein, mussten wir um 5:20 Uhr aufstehen. Ich war dann sogar halbwegs fit, obwohl wir nur 5 h schliefen.
    Ich packe dann mene Sachen fertig und aß mein Müsli im Stehen. Anschließend noch schnell abspülen und das Dachzelt zumachen. Währenddessen genossen wir den Sonnenaufgang. Fast pünktlich, um 6:05 Uhr fuhren wir dann Richtung Hostel.
    Wir konnten unseren Van dort parken und haben alle Sachen aus dem Kühlschrank dann in die Kühlschränke vom Hostel geworfen.
    Es waren schon viele von der Tour startklar. Lange passierte nichts. Gegen 7 Uhr ging es dann langsam los.
    Es wurde gefragt, wer gerne mit den bereitgestellten Vans bis zum Abholpunkt der Geländewagen fahren wollten. Leon meldete sich. Anschließend durften wir uns auf die Autos aufteilen. Ich bin natürlich bei Leon ins Auto und habe mir direkt einen halbwegs Beinfreiheit-komfortablen Platz gesucht.

    Wir fuhren dann eine ganze Weile im Konvoi als letztes Auto hinter allen her. Die Reiseleiterin ist verrückt, aber auch sehr lustig und versuchte uns wach zu halten. Die Fahrt war echt still. Wir machten bisschen Musik, aber die meisten waren noch totmüde.
    Nach einiger Zeit machten wir eine Pinkelpause und fuhren dann weiter Richtung Rainbow Beach. Die Straßen führten uns ins Hinterland mit vielen Hügeln und haufenweise Nichts.

    Kurz vor dem Ziel bekamen wir dann von der Reiseleiterin den Auftrag mit allen Leuten aus dem Auto ein Lied zu üben, was wir dann später vorsingen sollten. Auf Karaoke hatte in unserem Auto irgendwie niemand Bock und es fehlten auch gute Vorschläge für ein gutes Lied. Während andere dann sehr vorbereitet erschienen, hatten unser Auto immer noch kein Plan, was wir singen sollten.
    Wir mussten dann eine Zeitlang warten und noch ein paar Sachen auffüllen.
    Ich fragte die Reiseleiterin, wie es mit dem Fahren mit 20 aussieht. Ich sollte morgen nochmal fragen.

    Anschließend musste jede Gruppe ihren Song vortragen. Es gab so Hits wie Wonderwall und dann kam halt meine Gruppe. Wir entschieden uns während dem "auf die Bühne gehen" "Tequila" zu performen. Also wir machten die "dööööödiiiitdiiiidööödiiiitdööödiiiit"-Sounds und sangen einmal "Tequila" das war's.
    Wir konnten noch etwas Eis kaufen, um unseren Alkohol dann später im Camp auszufüllen. Dann wurden wir endlich in die Geländewagen geschickt. Erstmal mit der gleichen müden Truppe, wie zuvor.
    Die Autos sind alle von Toyota. Richtige Schrottkisten gefühlt aus den 80er Jahren.
    In jedem hat es acht Plätze, also reichen vier Autos für die gesamte Gruppe.

    Leon war dann so mutig, um direkt das erste Stück zu fahren. Also von dem Zwischenstopp bei Rainbow Beach bis nach Fraser Island.
    Der Weg zur Fähre führte, zum letzten Mal für die nächsten Tage, über Asphalt. Die Fähre legte am Strand an. Die Überfahrt dauerte nichtmal 10 min. Auf dem Weg sahen wir ein paar Delfine.
    Auf der größten Sandinsel der Welt angekommen, fuhr Leon erstmal etwas weiter. Wir fuhren in einer Karawane und so langsam war auch jeder wach.
    Dadurch, dass wir so früh aufstehen mussten, fühlte sich der Tag bis hier schon so ewig und vorallem viel später an. Dabei war es erst 12 Uhr.
    Es ging weiter über Haufenweise Sand, fest und flüssig. Leon hatte sichtlich Spaß beim Fahren.

    Wir machten dann ein Halt in dem ersten großen Dorf. Es ist komplett umzäunt, dass die Dingos nicht reinkommen. Es gab dann Mittagessen. Alle Leute aus meinem Auto mussten bei der Vorbereitung helfen. Es gab Sandwiches. Nach dem dritten, zog ich mir meine Badehose an. Es ging ins Inland über sandige und anspruchsvolle Trails zu einem See. Lake McKenzie.
    Dee war echt schön. Das Wasser war sehr klar und der Anblick erinnerte an die Karibik.
    Wir nahmen alle ein ausführliches Bad in dem angenehmen Wasser. Anschließend gab es etwas Schweinchen in der Mitte und etwas sonnen. Dann fuhren wir wieder über die hügeligen Wege zurück zum Dorf.
    Bei den alten Schrottkarren mussten wir dann besonders auf die Motortemperatur achten. Ein Sensor machte Alarm, wenn der Motor zu warm wurde. Dann mussten wir immer in den zweiten Gang schalten, dann wurde es wieder besser. Ein Motorschaden wird nicht von der Versicherung übernommen.

    Nach unserem Rückweg vom See, ging es Richtung Camp im Norden der Insel. Es dauerte eine ganze Weile bis wir dann da waren. Oftmals muss man auf Inlandsstraße ausweichen, weil auf dem Strand dann Felsen sind. Und sonst halt mit maximal 80 km/h auf dem feuchten Sand rumbrettern.

    Im Camp haben wir dann erstmal unser Zelt bezogen. Unsere Nachbarinnen hatten Angst vor einer Spinne im Zelt, war aber alles sauber. Bei uns vermeintlich auch. Als ich dann mein "Bett" bezog, viel mir eine recht große Spinne in der Ecke auf. Folglich war dann unsere Aufgabe die irgendwie loszuwerden.

    Die Mitfahrer des zweiten Autos durften dann Abendessen machen. Es gab Bolognese. Hat echt gut geschmeckt. Dazu gab es ein gut gekühltes Cider und Bier.
    Je dunkler es wurde, desto mehr offenbarte sich uns ein unglaublicher Sternenhimmel. Besser, als Leon und ich ihn bisher gesehen haben. Im Camp gab es praktisch kein Licht. Wir gingen dann runter zum Strand, wo es dann stockdunkel war. Dort versuchte ich dann die Milchstraße zu fotografieren.
    Ein anderer Deutscher hatte ein Stativ dabei und zusammen mit einer Langzeitbelichtung von 4 min gelangen mir paar echt krasse Bilder.

    Unsere Reiseleiterin zeigte uns dann noch die glühenden Bakterien unter dem Sand. Mit den Füßen kratzten wir die oberen Schichten ab und manchmal leuchtete es dann kurz hellblau auf. Wenn man das dann in die Hand nahm, konnte man beispielsweise seinen Arm einreiben und der leuchtete dann kurz. Echt coole Dinger.
    Zurück im Camp waren einige schon im Bett verschwunden oder am Lagerfeuer mit einer anderen Gruppe. Ich entschied mich für ins Bett gehen. Ich versuchte noch etwas den Bericht zu schreiben, aber ich war so müde, das mir mehrmals das Handy runterfiel. Also bin ich pennen gegangen. Morgen müssen wir schon wieder so früh aufstehen. Frühstück um 6:30 Uhr.
    Einige wollten noch den Sonnenaufgang am Strand anschauen, also noch früher aufstehen.
    Read more

  • Mal nen entspannten

    April 15, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Nachdem wir gestern relativ lang wach waren entschieden wir uns etwas länger zu schlafen. Auf dem Parkplatz waren wir dann auch die letzten Camper. Wir machten uns entspannt Frühstück und planten, was wir heute machen können.
    Heute ist vorerst der letzte Tag in Noosa. Dann müssen wir für paar Tage Abschied von unserem Van nehmen. Für Leon und mich geht es auf Fraser Island für drei Nächte.

    Beim Frühstück haben wir unsere Buchung für den Trip bestätigt. Wir müssen um 18 Uhr in ein Hostel in Noosa, um dort nochmal ein paar Infos und Sicherheitsunterweisung zu bekommen.

    Die Zeit dazwischen wollten wir halbwegs sinnvoll nutzen. Unser Van sah nicht wirklich aufgeräumt aus, also haben wir erstmal etwas aufgeräumt.

    Danach fuhren wir zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum.
    Wir wollten unserer Leber Mal wieder was gutes tun und etwas Alkohol kaufen. Außerdem wollte Leon nochmal bei seinem scheiß Netzanbieter nachfragen, wieso eigentlich nichts funktioniert.
    Das Problem wurde dann so mehr oder weniger gelöst.
    Ich fragte den Typ dann noch nach den roten Punkten auf vielen meiner Bilder. Er meint, dass das ein Problem vom Display sei, wo es "Dead Pixel" gibt. Allerdings glaubte ich das nicht so. Das würde ja heißen, dass man das auf einem anderen Bildschirm nicht mehr sieht. Zur Überprüfung schickte ich dann Leon ein von roten Punkten befallenen Bild. Auch bei ihm waren die Punkte. Na super, also Kamera Schrott. Das Handy ist noch nicht Mal ein halbes Jahr alt. Mal gucken, ob ich irgendwie ein neues bekomme.

    Anschließend sind wir zum Strand nach Noosa gefahren. Dort war verdammt viel los. Alle Parkplätze waren überfüllt und auch zu teuer.
    Ein Auto machte einen Parkplatz frei, aber auf der anderen Straßenseite. Wir fuhren so schnell es ging zum nächsten Kreisverkehr um zu wenden. Glücklicherweise wollte kein anderes Auto vor uns den Parkplatz. Wir durften dort für 2h stehen.

    Auch hier gab es ein Coast-Walk. Er führte durch den National Park von Noosa. Ein subtropischer Regenwald. Regenwald habe ich mir irgendwie nass und schwül vorgestellt, aber es war sehr trocken und angenehm.
    Der Weg war auch sehr gut besucht. Der erste Strand an dem wir vorbei liefen, war sehr überfüllt.
    Bei einem kleinen Aussichtspunkt am Meer konnte man einigen Schnorchler beim Erkunden der Felsen zu schauen. Weiter draußen fuhren einige Boote.
    Auf den ersten Blick sah es so aus, als wären da weiter draußen weitere Schnorchler bzw. Taucher. Die hatten aber keine Boje, was mich sehr wunderte. Deswegen dachte ich das es vielleicht die Finnen einiger Delfine sein könnten. Tatsächlich waren es Delfine. Dort in der Bucht sollen auch einige Delfine leben. Es gibt viele Touritouren, die rausfahren, um die Delfine zu verfolgen. Aber so von Land ist es besser.

    Wir gingen dann nach einigen Minuten weiter zu einem kleinen aber feinen Strand. Auf einigen Schildern war der Hinweis, dass schwimmen hier nicht empfohlen ist. Trotzdem wollten wir uns etwas abkühlen. Wir waren auch nicht die einzigen, die dann im Wasser waren. Es war sehr angenehm warm.
    Auch wenn die Sonne sich heute nicht so blicken ließ.

    Anschließend genossen wir noch etwas die Aussicht bevor wir den Weg noch ein kleines Stück zum "Dolphin Point Lookout" weitergingen.
    Hier gab es aber keine Delfine zu sehen. Wir mussten dann den Rückweg antreten, um unseren Parkplatz frei zu machen.
    Weil unsere Füße noch sandig waren liefen wir barfuß. Das war echt angenehm.
    Unser Auto wurde zum Glück nicht abgeschleppt.

    Wir waren die letzten Tage zwar oft im Wasser und haben dann auch immer geduscht, aber eine warme Dusche mit Shampoo wäre echt toll.
    Die App zeigte einen Standort an, wo es eine gratis warme Dusche gibt. Die war lustigerweise genau bei dem Einkaufszentrum, wo wir heute morgen waren.
    Die Dusche war gut besucht.
    Wir waren um 17:30 Uhr fertig und fuhren dann zu dem Hostel, um die Infos über unseren Trip zu bekommen.
    Dort wurde dann eine DVD mit Tipps und Verhaltensregeln gezeigt.
    Leider darf man erst mit 21 mit einem der Geländewagen über den Sand der Insel brettern. Ich wäre echt gern gefahren. Aber anscheinend gibt es auf Fraser Island viel Polizei und dann ist das ein zu großes Risiko.

    Als die Veranstaltung vorbei war, fragten wir eine Deutsche vom Hostel, ob wir auf dem Parkplatz des Hostels campen könnten. Denn morgen geht es um 6:30 Uhr los und dann müssen wir nicht noch von unserem alten Parkplatz 20 Minuten zum Hostel fahren. Das Campen ist aber wohl sehr risikoreich, selbst auf dem Privatgrundstück des Hostels. Securities würden uns dann wohl wegschicken. Also entschieden wir uns wieder zu unserem alten Parkplatz zu fahren und dort dann Abendessen machen. Davor musste ich für unseren Trip noch etwas Geld abheben. Das funktionierte dann auch endlich. Beim letzten Mal wollte der Automat mir nichts geben, weil er meint, dass meine Karte gestohlen ist...
    Auf dem Weg zum Geldautomaten bin ich durch einige Straßen mit schönen und gut riechenden Restaurants vorbeigelaufen. Die Stadt hat auch echt ein lockeren und hippen Vibe.

    Als wir beim Parkplatz waren packten wir unsere kleinen Rucksäcke für den Trip.
    Anschließend machten wir Nudeln mit Tomatensoße und dem restlichen Schinken. Es war mega lecker. Sonst schmeckt das nie sooo gut.😂
    Mit dem warmen Nudelwasser wollten wir dann noch unsere restlichen Eier kochen, um Gas zu sparen. Das ging eigentlich ganz gut, allerdings hängt jetzt viel von der Stärke an der Eierschale.😑

    Nach dem Abspülen gingen wir ziemlich zügig ins Bett. Es war dann trotzdem 23 Uhr. Also hätte ich eigentlich auch noch VfB-BVB schauen können.
    Aber Schlaf war dann vielleicht doch etwas wichtiger. 5,5h habe ich noch.
    Read more

  • Tagestrip nach Brisbane

    April 14, 2023 in Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    In der Nacht war es verdammt warm. Kaum paar Meter weiter Richtung Norden gefahren, können wir aufeinmal wegen der Hitze nicht mehr schlafen. Um 10 Uhr klingelte wieder der erste Wecker, jedoch waren wir noch nicht "Aufsteh-bereit". Um 11 Uhr gab es dann wieder das übliche Frühstück.

    Joëlle war wie jeden Morgen bereits vor Leon und mir wach. Für sie hieß es Sachen packen. Leon und ich werden sie nachher in Brisbane absetzen.
    Dann sind fünf echt tolle Tage schon wieder rum.

    Es war wieder voll die Überraschung zu sehen, wo man als nächstes wieder aufwacht. Diesmal grenzte an den Parkplatz ein kleiner Schrottplatz. Wobei die Autos die da standen eigentlich alles andere als Schrott sind. Richtig coole und alte amerikanische Straßenkreuzer/Musclecars. Würde eins mitnehmen.

    Als dann alles gepackt war, fuhren wir nach Brisbane. Leider war auf dem Weg etwas Stau, sodass sich unsere Ankunftszeit verzögerte. Dazu kam dann die elendige Parkplatzsuche. Alle kostenlosen Parkplätze waren natürlich besetzt. In einer Seitenstraße fanden wir dann einen extrem kleinen Parkplatz. Ich übte dann, gefühlt das erste Mal seit dem ich den Führerschein habe, das parallel einparken.
    Ging zum Glück alles gut.

    Joëlle war dann unsere Reiseführerin für Brisbane, sie kannte sich gut aus, weil Verwandte von ihr in der Nähe wohnen. Wir liefen dann etwas durch das belebte Stadtzentrum. Ein ganz anderes Feeling als Sydney, obwohl beides Großstädte sind. Brisbane wirkte groß, aber auch irgendwie klein. Es gab nicht so riesige Kreuzungen und mehrspurige Straßen. Es war alles kleiner und übersichtlicher gestaltet. Wir gingen durch eine Fußgängerzone, links und rechts die Läden und in der Mitte oft kleine Restaurants und Cafés. Cafés gab es hier auffällig viele, also mindestens alle 50m eins. Echt krass auffällig.

    Viele Hochhäuser fielen uns wegen der besonderen Architektur auf. Sehr modern und offen gestaltet.

    Nach einer Weile kamen wir an einer alten Kirche vorbei. Ich wollte Mal eben reinschauen. Plötzlich saßen wir dann im Gottesdienst in Brisbane. Es lief das Abendmahl und wir schauten etwas überfordert zu. Anschließend gab es ein Gebet und wir mussten aufstehen. Habe leider nicht viel verstanden. Eigentlich nur "Amen". Danach war der Gottesdienst vorbei und wir konnten endlich unauffällig gehen.
    Nach der kleinen Verirrung gingen wir Richtung Schiffsanleger. Der Weg führte uns durch den Botanischen Garten. Er in Sydney und Melbourne war dann aber doch deutlich schöner.

    Mir machten kurz Pause und genossen mit ein paar Cookies die Atmosphäre im Park. Der Cookie-Konsum ist echt zu einem Problem geworden. Seit dem ich in Australien bin, habe ich gestimmt jeden Tag mindestens einen gegessen. Und seit dem Roadtrip ist das sicher noch schlimmer geworden.

    Mit der kostenlosen Fähre fuhren wir dann über dem Fluss zum Stadtteil "South Bank". Vom Schiff aus hatte man einen tollen Blick auf die Skyline.

    Mittlerweile war es extrem heiß und wir brauchten eine Abkühlung. In dem Stadtteil gibt es einen öffentlichen Pool, sogar mit künstlichen Sandstrand. Ein komisches Gefühl, Chlorgeruch/-geschmack und dazu Sand unter den Füßen. Hat irgendwie nicht so gepasst. Trotzdem war es eine gute Abkühlung.

    Danach gab es für Joëlle und Leon noch ein Eis bei "Ben&Jerry's". Es war dann schon kurz nach 16 Uhr und wir machten uns auf den Rückweg zum Auto. Leon und ich wollten heute noch etwas weiter Richtung Norden fahren.
    Wir setzten Joëlle dann am Bahnhof ab und fuhren los nach Noosa.
    Echt eine schöne Zeit mit unvergesslichen Momenten. Leon und ich sind aber auch froh, uns endlich wieder über den kompletten Van ausbreiten zu können.😂

    Bevor wir richtig losfuhren mussten wir erst noch tanken. Ich habe dafür eine Preisvergleich-Website. Die ist echt ratsam. In der Stadt kostet ein Liter meistens immer so $2,10. Über die Website findet man dann manchmal 50m weiter eine Tanke, die fast 40 ct pro Liter günstiger ist. Also kann man richtig sparen.

    Danach mussten Leon und ich noch ein paar Sachen fürs Abendessen und Cookies einkaufen.
    Wir gingen zu Aldi, ist hier auch sehr viel vertreten. Es gab einige "German Bratwurst" im Angebot.

    Uns überkam ein kleiner Hunger und wir gingen zu Burger King, der hier "Hungry Jack's", heißt.
    Danach kamen wir dann endlich los. Es war erstaunlich viel Verkehr und dazu kam die Sorge in jedem Moment wieder einem Känguru ausweichen zu müssen. Es ging glücklicherweise alles gut. Um 20 Uhr waren wir dann kurz vorm Ziel.

    In unserem Zielort Noosa, gab es keinen einzigen kostenlosen Parkplatz fürs Campen. Wir mussten dann etwas außerhalb unser Lager aufschlagen. Dort gibt es ein paar Bänke und öffentliche Grills. Wir nutzten die Grillplatten, um unsere Toasts zu toasten. Es sollte wieder Sandwiches geben. Die Spiegeleier dauerten auf der Grillplatte eine halbe Ewigkeit, aber es schmeckte dann echt gut.

    Nachdem Abwasch in dem Waschbecken der Toilette, chillten wie etwas in unserem Dachzelt und gingen dann wieder viel zu spät, um 2 Uhr, schlafen.
    Read more

  • 🪙-Coast und 🏄-Paradise

    April 13, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir wurden wieder gegen 9:30 Uhr von dem Lärm des Highways geweckt. Joëlle und ich machten uns das übliche Frühstück, während Schlafmütze Leon noch etwas weiter pennte. Danach war wieder Abwasch, Auto aufräumen und überlegen, was wir machen.
    Wir wollten den Tag noch etwas in Byron Bay verbringen. Die Stadt ist einfach echt toll.

    Auf dem Parkplatz war viel los. Ein älterer Mann fiel uns auf. Er stand am Kofferraum seines Autos und er wollte wohl zur Fahrertür laufen. Aber mit extrem wackligen und kleinen Schritten. Wir halfen ihm dann bei einsteigen. Er erzählte uns, dass er eigentlich kein Auto fahren darf, aber immer noch besser fährt als läuft. Aber das war wirklich sehr grenzwertig. Er hatte zwar Automatik, so wie es schien, war aber sein rechtes Bein das Problem. Aber er wird schon wissen, was er macht.

    Danach machten wir uns auf den Weg nach Byron Bay. Diesmal war noch mehr Stau vor der Stadt. Irgendwann wurde es besser uns wir fuhren wieder auf den Parkplatz von gestern.
    Wir entschieden uns für 2h, um heute noch genug Zeit zu haben, um weiterzufahren.
    Wir mussten ein Teil des Coast-Walks machen, um zum gewünschten Strand zu kommen. An der Aussicht habe ich mich immer noch nicht satt gesehen. So unglaublich.
    Der Strand war deutlich kleiner, als der von gestern, aber er war schöner.
    Es gibt dort, wie an vielen anderen öffentlichen Plätzen, die Möglichkeit zu Grillen. Also festinstallierte Elektroherde und dann kann man mit toller Aussicht grillen.

    Wir schlugen unser Lager auf und gingen direkt ins Wasser. Einige Schilder informierten über ca. 100 Delfine (und Buckelwale) in der Bucht.
    Der Deutsche, den wir vor zwei Tagen an den Süßwasserpools trafen, erzählte uns, dass man mit dem Surfboard etwas rauspaddeln muss und die Delfine dann schon kommen.
    Es gibt auch geführte Kajaktouren mit "Delfinegarantie", da ist aber Surfboard deutlich besser.

    Das Wasser war zwar warm, mit dem starken Wind wurde es dann aber echt kalt. Zusätzlich gab es, wie bei einigen anderen Strände zuvor auch, eine extrem starke Strömung.
    Ohne ein Delfine gesehen zu haben, gingen wir raus und wärmten uns in der Sonne auf. Der Wind war nervig und blies uns die ganze Zeit mit Sand an. Ich schaute dann etwas den Surfern zu und war etwas neidisch. Möchte auch wieder surfen.

    Unsere Parkzeit war dann sowieso abgelaufen und wir gingen zurück zum Auto.

    Anschließend fuhren wir mit dem Auto wieder zu dem Gratisparkplatz in der Stadt. Wir wollten noch etwas die lockere/coole/küstenstadt-Stimmung mitnehmen. Wir holten uns ein paar Sushi-Rollen und setzten uns an einen Strand. Es war dann bereits 15 Uhr und wir überlegten, was wir mit dem restlichen Tag anfangen sollten.
    Eigentlich war geplant noch nach Nimbin zu fahren. Eine kleine Stadt im Hinterland. Dort haben sich die Hippies vor einiger Zeit niedergelassen und haben die Stadt übernommen.
    Es soll viele kleine Läden geben und gechillte und zugedröhnte Leute.
    Klang also sehr interessant, aber wir hörten auch schon von komischen Leuten, die kurz davor waren dich auszurauben, um ihren nächsten Trip zu finanzieren.
    Da die Zeit dann sowieso etwas knapp war und die Fahrt zu lang gewesen wäre, entschieden wir uns Richtung Gold Coast zu fahren.

    Unser Ziel war es den Sonnenuntergang dort anzuschauen, jedoch hatten wir viel Stau, weshalb das nicht klappte. Wenigstens konnten wir "Die drei ???" hören.

    Die Stadt ist kleiner als Sydney, hat aber auch eine große Skyline, die hauptsächlich direkt am Strand liegt. Durch die Stadt ziehen sich unzählige Kanäle, also sicher mehr als in Venedig.
    Wir liefen eine halbe Ewigkeit auf dem Strand Richtung Innenstadt names "Surfers Paradise". Dort war sehr viel los. Am Donnerstag haben viele Läden deutlich länger offen, was viele Leute zum Shopping und Bummeln nutzen.
    Beispielsweise hat auch ein MCDONALD'S lange auf. Ein paar "M's" machten darauf aufmerksam, dass es da gerade wirklich ein MCDONALD'S gibt.

    Es waren viele Familien unterwegs und Straßenmusikanten sorgten für eine coole Stimmung. Wir liefen bisschen durch die belebten Fußgängerzonen, kauften für das Abendessen ein und machten und staunten über ein Fahrgeschäft zwischen den Häusern. Das Ding katapultiert einen in die Luft und anschließend gibt es freien Fall. Nichts für mich.

    Nach der abendlichen Stadtbesichtigung, gingen wir dann zurück zum Auto. Joëlle wollte noch ein letztes Mal fahren, bevor wir sie morgen in Brisbane absetzen.

    Ich war Fahrschullehrer und Navigator zu gleich und so kamen wir, nach nur einen kleinen "Fahrunsicherheit" auf unserem ausgewählten Parkplatz an.
    Der war nicht direkt am Highway, aber trotzdem hörte man die Autos. Der Parkplatz war schon gut gefüllt, aber es gab noch ein Platz, wo wir unsere Schrottkarre abstellen konnten.

    Wir hatten ziemlich Hunger und wollten unsere Reste verwerten.
    In die Pfanne kam eine Zwiebel und die restlichen Burger Patties, die ich dann zerhackte. Anschließend kochte ich Nudeln und wir hatten dann alles zusammen mit Pesto in die Pfanne. Hat echt erstaunlich gut geschmeckt.
    Anscheinend roch es auch gut, denn zwischenzeitlich bekam ich Besuch von einem Opossum mit Baby.🥺

    Danach war wieder Abspülen angesagt. Wir waren dann alle ziemlich kaputt und machten nichts mehr außer am Handy zu daddeln.
    Gegen 23:30 Uhr gingen wir dann ins Bett.
    Es war deutlich wärmer als die letzten Nächte. Ich wollte ohne Pulli und ohne zusätzliche Decke schlafen. Mal schauen wie es wird.
    Read more