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Zentralamerika 2025/26

Un’avventura a tempo indeterminato di Annundjoachim Leggi altro
  • Grenze Nicuragua - Costa Rica

    1 gennaio, Costa Rica ⋅ 🌬 24 °C

    Die Fahrt durch Nicuragua bis zur Grenze war sehr entspannt und wunderschön. Zum einen waren keine LKW unterwegs und zum anderen unterscheidet sich das Land sehr von den anderen Zentralamerikanischen Ländern.

    Die Fahrweise ist eher defensiv, da wo man 80 fahren darf, wird meistens nur 60 gefahren, was für uns schon mal was zu langsam ist. Vor allem sind die Straßen in einem erstaunlich guten Zustand.

    Leider finden wir am Nicaraguasee, dem größten Binnensee Mittelamerikas nur einen einzigen Aussichtspunkt, da der Straßenrand sehr bewaldet ist. Der See hat über 400 Inseln, von unserem Haltepunkt sehen wir die Insel Ometepe, die aus zwei Vulkanen besteht, dem Vulkan Concepción mit 1.610 m und dem Vulkan Maderas mit 1.340 m Höhe. Ausbrüche beider Vulkane haben dazu geführt, dass die ursprünglich zwei Inseln durch die Lavaströme zu einer einzigen Insel zusammengewachsen sind.

    Die Überlegung, die Grenze heute zu passieren, war: 1. heute ist Feiertag und keine LKWS, 2. Insgesamt vielleicht etwas ruhiger. Dagegen stand 3. nicht so viel Personal beim abfertigen.

    Und alle drei Punkte stimmten. Für die Ausreise benötigen wir knapp 2 Stunden (es war jeweils nur 1 Schalter bei Immigration und Aduana besetzt)
    und für die Einreise Costa Rica 30 min (da war fast garnichts los)

    Und schon sind wir in COSTA RICA !!!

    15 km hinter der Grenze halten wir bei Agi und Guido, einem Schweitzer Paar, die hier eine wunderschöne Ranch bewirtschaftet. Hier bleiben wir zwei Nächte, morgen ist Waschtag.
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  • Hotel Paradiso, ein neues Jahr beginnt

    1 gennaio, Nicaragua ⋅ ⛅ 26 °C

    Hier am See gab es nur wenig Feuerwerk und um kurz nach Mitternacht war es auch schon wieder sehr ruhig.

    Den Übernachtungsplatz konnte man mit und ohne Frühstück buchen. Für 2$ mehr nehmen wir das Frühstück (3 Pancakes und Kaffee) natürlich mit.
    Und zum Start ins neue Jahr geht es vor dem Frühstück nochmal ins Wasser.

    Beim Frühstücken überlegen wir, wie wir weitermachen. Der aufmerksame Leser fragt sich vielleicht, warum wir so schnell durch Zentralamerika unterwegs sind. Wir haben am 1.Februar einen Termin in Guatemala-Stadt. Somit bleibt uns bis Costa Rica und den Rückweg genau 1 Monat. Und in Costa Rica wollen wir auf jeden Fall ein paar Nationalparks machen. - und wie immer: man kann nicht alles machen -

    Das Ergebnis unserer Überlegungen ist: Wir gehen heute nach Costa Rica und werden dort 2 Wochen bleiben, bevor es wieder zurück Richtung Guatemala geht. Für die Fahrt haben wir dann auch 2 Wochen Zeit, also genug Zeit für die ein oder andere Sehenswürdigkeit.

    Auf jeden Fall hat der Aufenthalt hier sich gelohnt. Und für 58,-€ kann man zu Hause kein Sylvester mit Menü und Frühstück feiern.
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  • Hotel Paradiso

    31 dicembre 2025, Nicaragua ⋅ 🌙 27 °C

    Die Suche nach einem Übernachtungsplatz ist wieder etwas schwierig. Eigentlich wollten wir ja beim Vulkan stehen, aber der macht ja früh zu.

    Nach einigen überlegen fahren wir zur Laguna de Apoyo zum einem Hotel, wo man auch über Nacht stehen kann.

    Es ist sehr schön angelegt und wir können uns sogar noch für das Sylvester Menü anmelden. Nachdem wir einen Platz für uns gefunden haben geht es erstmal in den See zum erfrischen. Inzwischen ist es fast dunkel, aber der Mond scheint hell.

    In Deutschland ist jetzt schon 2026 und wir schwimmen hier im Kratersee, unglaublich.

    Um 19:09 Uhr beginnt das Essen und wir sitzen an einer langen Tafel mit anderen Gästen. so entwickelt sich ein sehr netter Abend mit leckerem Essen und netten Gesprächen.

    Euch allen in nah und fern, ein glückliches und friedliches neues Jahr
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  • Nationalpark Vulkan Masaya

    31 dicembre 2025, Nicaragua ⋅ 🌙 25 °C

    Managua, die Hauptstadt durchfahren wir nur, evtl ein Halt auf der Rücktour, um dann zu Nationalpark Vulkan Masaya zu kommen.

    Wir dachten Sylvester auf, bzw. an einem aktiven Vulkan hat doch was. Was wir nicht einkalkuliert hatten, Öffnungszeiten an Sylvester?
    Tja, heute und morgen nur bis 16:00 Uhr.

    Das schaffen wir dann gerade so, und lohnt sich auf jeden Fall. Auch wenn keine Lava mehr zu sehen ist, da nach einem Erdbeben nur noch schwefeliger Rauch aus dem Krater kommt.

    Und somit wird auch niemand mehr reingeworfen.
    Wikipedia:
    „Im präkolumbischen Zeitalter wurde er von den Ureinwohnern verehrt und seine Eruptionen wurden als Zeichen verärgerter Götter gesehen. Deswegen brachte die einheimische Bevölkerung ihm Menschenopfer dar, die häufig kleine Kinder oder Jungfrauen waren.

    Möglicherweise wurden während der Diktatur von Anastasio Somoza Debayle politische Gegenspieler und nach dem Ende der Diktatur seine Schergen von den Sandinisten in den Krater geworfen. Während der Diktatur wurde die nahe Festung Coyotepe als Foltergefängnis genutzt, von der unter Umständen mit Hubschraubern Insassen zum Vulkan geflogen wurden. Wie viele Personen, von wem und unter welchen Umständen in den Krater geworfen wurden, ist unbekannt. Eine Aufarbeitung der Geschichte wird vom amtierenden Präsidenten Nicaraguas, Daniel Ortega nicht gewünscht.“
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  • Leon

    31 dicembre 2025, Nicaragua ⋅ ☀️ 30 °C

    Nun sind wir schon mal in Leon gestrandet, also schauen wir uns auch die Stadt ein wenig an. In Zentrum sind es 20 min zu Fuß und wir gehen gerade los, da hält schon die erste Fahrradrikscha an.

    Für 40 Córdoba (~1€) pro Person fährt er uns. Es gibt hier keine Elekrto-Unterstützung. So muss der arme Kerl ziemlich in die Pedale treten.
    Vor der „Fußgängerzone“ setzt er uns ab. Vom Geldautomat haben wir aber nur 500 Córdoba Scheine und Wechseln will er anscheinend nicht. Dollar nimmt er aber auch.

    Es ist 8:30 Uhr und die Stände rund um die Kathedrale machen gerade auf. Es ist eine sehr ruhige und relaxte Atmosphäre hier, im Gegensatz zu gestern Abend.

    Die um 1860 nach über 100-jähriger Bauzeit fertiggestellte Kathedrale von León Basilica de la Asunción gilt als die größte und älteste Mittelamerikas. Und besonders toll ist die Aussicht von oben, wobei man auf dem Dach die Schuhe ausziehen muss.

    Wir schlendern noch einmal um die Kathedrale und suchen uns dann ein Café zum Frühstücken.

    In solchen Diktatorisch geführten Ländern ist es immer wieder interessant welche Artikel es zu kaufen gibt und welche nicht. So gibt es nur bestimmte Automarken auf der Straße. LKWs und Busse sind uralt. Der Drang der Bevölkerung nach amerikanischen oder Europäischen Marken ist groß ( insbesondere bei der Kleidung).

    Eine spezielle Sache ist uns durch Zufall aufgefallen. Wir wollten Zahnprothesen-Reiniger kaufen. Selbst in der Apotheke gibt es keinen. Obwohl Corega Taps kennen Sie alle. Auf die Frage wie man die Prothesen reinigen soll, war die Antwort: mit Backpulver.
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  • Grenze Honduras - Nicaragua

    30 dicembre 2025, Nicaragua ⋅ 🌙 28 °C

    Bevor es zur nächsten Grenze geht, machen wir noch ein kleine Bootstour in die Mangroven Lagune.

    Eigentlich hatten wir uns um 8:00 Uhr verabredet, in Honduras ist man nicht so genau und es wird 8:45 Uhr bis es los geht. Wir sind die einzigen auf dem Boot und es dauert 30 min. Viele Tiere sehen wir nicht, aber wir sehen den einzigen Pazifik-Hafen für Container Schiffe in Honduras.

    Dann sind es noch 80 km bis zur Grenze. Und es bewahrheitet sich mal wieder, jeder Grenze hat ihre Besonderheiten.

    An der Honduranischen Seite bedrängten uns recht aggressive sogenannte Helfer. Da die Ausreise normalerweise recht einfach ist, lehnen wir dankend ab. Es geht zuerst zur Immigration für den Ausreisestempel, dann zur Aduana für das Auto anzumelden. Fertig.

    Wieder geht es über eine Brücke zur Nicaraguanische Seite. Was haben wir für Chaotische Dinge darüber gehört, und es ist mal wieder ganz anders. Als erstes bekommen wir einen Zettel, den wir ausfüllen müssen mit den Angaben was wir wertvolles dabeihaben. Wir geben 3 Kameras, 1 Fernglas und 2 Computer an.

    Dann geht es zur Immigration.
    Nach einer kurzen Wartezeit (ein Reisebus war vor uns) kommen wir an einen sehr nette jungen Beamten. Nach den üblichen Fragen geht es noch um unsere Photoausrüstung und unser Fernglas. Wir hatten schon gelesen das man sich besonders für Ferngläser interessiert, insbesondere ob sie eine Nachtsichtfunktion haben. Ich hole die Kameras und unser Fernglas aus dem Auto und das Fernglas wird mehrfach begutachtet. Dann heißt es kein Problem. Noch 6 $ Einreisegebühr bezahlt und wir dürfen zur Aduana.

    Hier wird als erstes nochmal das Fernglas kontrolliert. Zum Glück haben wir keine Drohne dabei. Dann geht es zur Fahrzeugkontrolle. So was haben wir noch nicht erlebt. Die Beamtin war irgendwie schlecht gelaunt und ging systematisch alle Schränke durch. Bei unserem Reisebuch-Schrank wollte sie alle Bücher und Zeitschriften sehen. In alle Bücher und Zeitschriften wurde kurz reingeschaut und dann zählte Sie alle Bücher und trug die noch aus den Einfuhrzettel hinzu. Da Sie zu klein war um an alle Schränke zu kommen musste ich die Schränke öffnen. Ihre Laune wurde immer schlechter, da Sie nichts fand.
    Dann ging es zu den Hecktüren und ich musste jede Kiste aufmachen. Auch hier fand sie nichts.

    Zurück im Gebäude zeichnete Sie den Zettel ab und wir durften zum Autoschalter gehen. Hier wurden die Daten noch in den Computer eingegeben, nochmal 6$ bezahlt und wir sind nach 2,5 Stunden durch.

    Außerhalb der Grenze gibt es ein Café andem man noch eine Versicherung für Auto abschließen muss. Im Gegensatz zu Guatemala, El Salvador und Honduras, gibt es hier Versicherungspflicht fürs Auto. Und zwar nur bei einer Staatlichen Versicherung.

    Nun sind wir tatsächlich in Nicaragua!

    Da es schneller ging als gedacht überlegen wir bis kurz hinter Leon auf eine Ranch zu fahren. Allerdings hatten wir nicht mit dem langsamen Verkehr gerechnet und dazu hat uns Goggle Maps mal wieder fehlgeleitet. Irgendwann standen wir vor einer Schranke zu einem Privatgrundstück. So mussten wir 20 min zurück zur Hauptstraße.

    Um 17:30 Uhr wird es langsam dunkel und wir wollen eigentlich nicht so spät noch fahren. In Leon an einem Baseballstadion ist für heute Schluss.
    Hier gibt es einen Wachmann und es soll ganz ruhig sein.

    Allerdings wird wie wild getrommelt als wir ankommen. Vielleicht üben sie für morgen, mal abwarten.
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  • San Lorenzo

    29 dicembre 2025, Honduras ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach ein paar Kilometern halten wir an einer Tankstelle und gönnen uns einen Kaffee. Bezahlen geht unproblematisch mit Karte.

    Hier treffen wir John aus Ontario. Er ist mit einem Jeep unterwegs nach Costa Rica. Die Motorhaube ist auf und hinten liegt ein Mechaniker unterm Auto.

    Er erzählt uns dann seine Horror Story: Auf der Brücke zwischen El Salvador und Honduras ist das Auto stehen geblieben. Nichts ging mehr.
    Problem, er war aus El Salvador ausgereist aber noch nicht in Honduras eingereist. Nach viel hin und her haben Sie Ihn vor zwei Tagen hierhin an die Tankstelle abgeschleppt. Seitdem schläft er hier und nun ist ein Mechaniker da, der das Auto repariert. Als wir unseren Kaffee ausgetrunken haben, läuft sein Auto auch wieder. Mal sehen wann wir uns nochmal treffen.

    Für uns geht es bis San Lorenzo, einer kleinen Stadt am Pazifik. Von dem sieht man nicht viel, da vorgelagert riesige Mangrovenwälder liegen.

    Wir halten an einem Hotel, wo wir sicher im Innenhof stehen können. Es gibt ein schönes Restaurant mit kleinen Terrassen und Blick auf die Lagune. Zum Abendessen gibt es Fisch und als besonderen Setvice dürfen wir in einem Zimmer duschen, den um 20 Uhr ist es immer noch 31 Grad im Womo.
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  • Grenze El Salvador - Honduras

    29 dicembre 2025, Honduras ⋅ ⛅ 29 °C

    Um 6:00 Uhr kommt ein LKW zum See um seinen Wassertank zu füllen. Die Pumpe lässt uns nicht mehr schlafen.

    So gehen wir erstmal schwimmen und machen uns langsam fertig. In einem Supermarkt holen wir noch ein paar Sachen und ab geht es zur Grenze nach Honduras.

    Um kurz vor 11 erreichen wir die Grenze von El Salvador. Die Ausreise geht ruckzuck und dann geht’s über eine Brücke auf die Honduranische Seite. Direkt beim ersten Beamten schaltet sich ein Mann ein, der uns bei den Formalitäten helfen will.
    Es ist immer so eine Sache, aber oft auch hilfreich.

    Als erstes hilft er uns einen Parkplatz zu finden. Bis auf den TIP mit dem Ausreisestempel habe ich schon alle Kopien dabei. So geht es als ersten zur Aduana (für Auto Einreise). Hier sitzt eine genervte Beamtin zwischen Unmengen von Papier vor ihrem Computer. Er legt Ihr unsere Kopie auf den Tisch und sagt wir soll Ihm folgen, er würde sich um den Rest kümmern.

    Es geht in eine große Halle die voller Menschen ist.
    Auf einer Seite geht es durch einen Durchgang zu den Schaltern. In der Halle stehen etliche Stuhlreihen. Auf der einen Seite für ü60 und auf der anderen Seite für ü60. Wir sollen uns bei den ü60 anstellen sagt unser Guide und verschwindet. Es dauert etwas bis wir glauben das System verstanden zu haben. Eigentlich sollen Abwechselnd die beiden Seiten dran kommen.

    Allerdings kommen von der Seite der u60 (da stehen 5x so viele Menschen wie bei ü60) viel mehr Personen dran wie bei ü60. Das führt irgendwann zu Unmut, doch die Beamtin lies sich nicht beirren.

    Nach gut einer Stunde in der total überhitzten Halle kommen wir endlich zu dem Durchgang zu den Schaltern. Hier sehen wir warum die andere Seite viel häufiger dran gekommen ist. Es gibt 14 Schalter, aber nur zwei für ü60 und davon ist nur einer besetzt.

    Hier müssen wir auch nochmal 15 min warten bis wir dran kommen. Der Beamte möchte 3 $ pro Person haben, also 6. Ich habe aber nur 3 klein und gebe Ihm ein 20$ Schein. Er steht auf und kommt nach 5 min wieder mit den Worten, „er kann nicht wechseln.
    Ich soll es Ihm passend geben. Draußen gäbe es Leute die wechseln.“

    Okay, ich raus aus der Halle, doch die Geldwechsler wollen nur Umtauschen und nicht wechseln.
    Da hilft nur der Gang zum Auto, dort habe ich noch ein paar 1$ Scheine. Dann wieder zurück und es kann weitergehen. Fingerscannig und Photo und es gibt den gewünschten Stempel in den Pass.

    Wo ist unser Guide? Wir gehen erstmal zur Aduana, da ist er aber nicht, doch kurze Zeit später kommt er und bringt uns den Ausgefüllten und gestempelten TIP. Der kostet 40 $ plus ein Gebühr fürs helfen.

    Und das beste, wir sind fertig mit allem und dürfen einreisen. Für soviel Chaos in der Halle waren dann etwas über 2 Stunden gar nicht so schlecht.

    Welcome Honduras
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  • Laguna de Aramuaca

    28 dicembre 2025, El Salvador ⋅ 🌙 24 °C

    In San Salvador gibt es noch ein paar Sehenswerte Sachen, aber unser Favorit hat zu. Somit heben wir uns den Besuch der Hauptstadt für den Rückweg auf.

    Durch San Salvador müssen wir trotzdem, denn der Pan-American Highway geht durch die komplette Stadt. Wir sind überrascht, wie gut das geht: zweispurig, frisch geteert und gar nicht so viel Verkehr. Am Sonntag sind nicht viele Lastwagen unterwegs.

    So schaffen wir heute einiges an Strecke. Zwischen durch ein bisschen Obst am Straßenrand gekauft und beim Starbucks gestärkt.

    Ach ja, fast wären wir nach Berlin abgebogen,

    Um 17:00 Uhr kommen wir am der Laguna de Aramuaca an. Das ist ein kleines Maar, an dessen Ufer ein Picknick Platz ist, auf dem man für 4 $ die Nacht stehen bleiben kann. Zusätzlich gibt es einen super Blick auf den Vulkan Chaparrastique.

    Erstmal ab ins Wasser, heute waren es 32 Grad und tut eine Abkühlung gut. Nur ist das Wasser nicht kalt. Egal, tut trotzdem gut.

    Zuerst sind noch einige Lokal‘s da, die aber mit Anbruch der Dunkelheit nach Hause fahren. Mit uns stehen noch zwei Overlander hier zum Übernachten, ein Paar aus New Zealand und eins aus Californien.
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  • Jardin Botanico La Laguna, Teil 1

    28 dicembre 2025, El Salvador ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Nacht war erstaunlich ruhig mit den vielen Menschen um uns drumherum. Um 4 Uhr war nochmal ein bisschen Musik und ein paar Böller, aber sonst. Ab 6:00 Uhr ging es dann los. Viele wollten dann zum Vulkan hoch. Wir sehen aber zu das wir wieder runter kommen, den die 700m bis zur Hauptstraße haben es in sich. Super eng und steil.

    Aber wo die großen Busse durch passen, sollte es auch für uns kein Problem sein. Allerdings kann nicht jeder gut fahren, das ist dann schon mal ein Problem. Aber irgendwie ging es dann doch.

    Es geht nach San Salvador in einen Botanischen Garten.

    Aus Atlas Obscura:
    „Der Jardín Botánico La Laguna liegt versteckt im Becken eines alten Vulkankraters in der Nähe eines Industriegebiet.

    Der Garten entstand aus der Privatsammlung der Familie Deininger, Naturliebhabern, die exotische Pflanzen aus aller Welt sammelten, um ihr Zuhause zu verschönern. Ihr Vermächtnis lebt in diesem botanischen Schutzgebiet weiter, das 1978 offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

    Neben Leguanen, Schildkröten und anderen exotischen Wildtieren gibt es mehr als 3.500 Pflanzenarten (gewöhnliche und gefährdete), die auf 32 Zonen des Botanischen Gartens verteilt sind und fast jeden Kontinent abdecken.“

    Es ist unglaublich schön und ruhig hier, über 2 Stunden laufen wir durch den Garten. Ein ganz besonderer Ort.

    Teil 1 - die Pflanzen
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  • Helvetica Cerro Verde

    27 dicembre 2025 ⋅ 🌙 21 °C

    Nächster Halt sollte für heute auch unser Stop werden, aber irgendwie gefiel er uns nicht.

    Der angeblich schönste Kratersee El Salvadors ist der „Lago de Coatepeque“. Zu bestimmten Zeiten schimmert er in unterschiedlichen Farben.

    Auf der Hinfahrt konnten man ihn kaum sehen, die Straße war zugewachsen und unten angekommen ist fast alles mit Hütten zugebaut. Wir halten an einem Restaurant, wo uns schon laute Musik entgegen schallt. 20$ für den Parkplatz und 10 $ Mindestverzehr. Vor dem Restaurant knattern die Jet-boote und baden geht auch nur im Minipool und nicht im See.

    Was machen? Es ist Samstag, somit Wochenende und die Temperaturen nähern sich der 30 Grad. Entweder Richtung San Salvador, oder in die Berge.

    Wir entscheiden uns für Berge, auf 1800 m gibt es einen Platz zwischen zwei Vulkanen: Den Volcán de Santa Ana und den Volcán de Izalco. Der ist der jüngste Vulkan El Salvador. Er war bis 1958 aktiv.

    Cerro Verde heißt das Gebiet und es hat hier zwei Campingplätze. Laut Beschreibung in IOverlander waren wir davon ausgegangen, mehr oder weniger alleine hier zu stehen,aber weit gefehlt.

    Der erste Platz ist mit einer privaten Gruppe belegt und beim zweiten ist es Rappel voll mit Bussen und Autos. Dennoch dürfen wir auf den Platz.

    Okay, erstmal einen kleinen Rundgang machen.
    Hier stehen bestimmt über 100 Autos und 10 große Busse. Daneben und dahinter überall kleine Igluzelte. Hier ist richtig was los.
    Dazu gibt es eine tolle Ausicht auf die Vulkane und man kann auch Führungen hoch zum Kraterrand machen. Muss aber sehr anstrengend sein.

    Wir begnügen uns bei einem Kaffee mit der Aussicht und schauen dem Kommen und Gehen zu.
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  • Santa Ana

    27 dicembre 2025, El Salvador ⋅ ☀️ 30 °C

    Nächster Halt ist Santa Ana, die zweitwichtigste Stadt in El Salvador.

    Hier wollen wir zur großen Kathedrale, doch vorher geht es durch einen Straßenmarkt. Es ist nicht so hektisch wie befürchtet, da alle Rücksicht nehmen und so kommen wir gut durch.

    Wir hatten uns einen Parkplatz in der Nähe des Zentrums ausgesucht, aber kurz vor der Kathedrale sehen wir einen freien Platz. Wir sehen uns fragend um, warum dort niemand parkt, da winkt uns schon ein Eisverkäufer: wir sollen dort parken.

    Super, wir halten dort und schon kommt er zu uns, er spricht sogar ein paar Brocken deutsch. Dann präsentiert er uns stolz seine Münzensammlung, die er gesammelt hat, es sind sogar ein paar Euro dabei.
    Als Dank für seine Hilfe gibt es noch ein paar Cent dazu.

    Neben der Kathedrale und dem Theater ist der Zentraleplatz Weihnachtlich geschmückt.
    Die Kathedrale ist erstaunlicherweise im gotischen Stil gebaut, lt Wikipedia die einzige in Lateinamerika.
    Die äußere Fassade ist beeindruckender wie der Innenraum.

    Wir drehen noch eine Runde um den Block und kommen an einer Markthalle vorbei, so sah es von außen jedenfalls aus. Die Stände waren aber nur mit Tourikram bestückt. Allerdings waren die Verkäuferinnen so leicht bekleidet, das es vielleicht noch was anders zu kaufen gab. Vor lauter Schreck gibt’s kein Photo dazu.
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  • Tazumal

    27 dicembre 2025, El Salvador ⋅ ☀️ 27 °C

    In Chalchuapa liegt die bedeutendste Maya Stätte in El Salvador. Eigenartiger Weise gibt es keinen Parkplatz, sondern man muss sich irgendwo an die Straße stellen. Zum Glück winkt uns ein Mann und zeigt uns einen Platz.

    Über die Geschichte von Tazumal ist nicht viel bekannt – wahrscheinlich wurde die Stadt um 100 n. Chr. erstmals besiedelt.

    In den 1940 und 1950 Jahren wurden die ersten Ausgrabungen gemacht und dabei sind die Außenmauern mit Zementputz stabilisiert. Dadurch sieht das ganze nicht so schön aus, aber Interessant ist es trotzdem, da die Pyramide nach und nach immer größer gebaut wurde.

    Das Gelände ist überschaubar und es gibt noch ein kleines Museum, das war’s.
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  • Auf nach El Salvador

    26 dicembre 2025, El Salvador ⋅ ☀️ 25 °C

    Zügig geht es weiter Richtung El Salvador. Auf dem Rückweg nehmen wir uns dann mehr Zeit für Guatemala.

    Doch erstmal suchen wir noch jemanden, der unsere Gasflasche auffüllt. Hier in Guatemala sind die Flaschenanschlüsse etwas anders. So konnte die erste Füllstation uns auch nicht helfen. Aber sie gaben uns einen Tip, 8 km entfernt.

    Dort stehen wir vor einem verschlossenen Tor, doch nach etwas rütteln, geht das Tor auf und es ist kein Problem unsere Kanadische Gasflasche zu füllen.
    Wir stehen auf der anderen Straßenseite und schon kommen ein paar Jungs und interessieren sich für unser Auto. Auch ohne Spanisch-Kenntnisse können wir uns ein wenig unterhalten.

    Einen Platz zum frühstücken zu finden, ist garnicht so einfach und so halten wir an einem Restaurant und gönnen uns ein letztes Guatemalisches Frühstück.

    Nach 60 km erreichen wir die Grenze. Wie die letzten Tage auch, waren die Fernstraßen in einem guten Zustand.

    Zuerst müssen wir uns die Ausreise mit einem Stempel im Reisepass bestätigen lassen. Für das Auto kommt der Stempel auf TIP. Nur fürs Kopieren der Dokumente müssen wir 30Cent bezahlen, sonst nichts.

    Weiter gehts über eine Brücke und dort warten die Salvotorischen Grenzbeamten. Dort wird uns sehr freundlich erklärt wo wir als nächstes hinmüssen.
    Erstmal zur Immigration und den Einreisestempel abholen. Der Grenzbeamte spricht sehr gutes englisch und ein paar Minuten später muss noch das Auto registriert werden. Das geschieht über einen QR-Code, den wir scannen und dann unsere Daten online eintragen. Ein kleines Problem hatte ich beim der Eingabe des Herkunftsland. Weder Germany noch Deutschland war dort in der Auswahl zu finden. Nach durch scrollen der Auswahl stoße
    Ich auf Alemania. Das hatte ich noch nie. Dann bekommen wir eine Kopie des Ausgefüllten Tip und wir dürfen einreisen.

    Die ganze Aus und Einreise hat knapp eine Stunde gedauert. Da kann man nicht meckern.

    Nun sind wir in El Salvador, unglaublich!

    Nicht weit von der Grenze stehen wir nun an einem Restaurant am See. Und weil wir hier stehen dürfen gehen wir noch etwas essen.
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  • Antigua

    25 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 16 °C

    Der nächste Stop ist Alt-Guatemala.

    Hier finden wir einen wunderschönen Platz in einem privaten Park. Wieder sind wir die einzigen Gäste.

    Vom Platz sind es nur 10 min zu Fuß in die Stadt. Der Platz ist mit einem großen Tor verschlossen und um später wieder hinein zu kommen, bekommen wir einen Schlüssel.

    Je näher man dem Zentrum kommt, um so touristischer wird es. Antigua ist einer der Hotspots in Guatemala.

    Einen tollen Blick über die Stadt hat man vom Dach der Kirche. Sehr beeindruckend sind die drei Vulkane, die nicht weit entfernt sind. Fuego, den wir schon heute Morgen gesehen haben ist zuerst noch in Wolken, doch dann zeigt er sich mit seinen 10 minütlichen Ausbrüchen.

    Wir gehen noch was die Hauptstraße entlang, aber hier sind sehr viele Menschen und so geht es zurück zu unserem Platz.

    Von unserem Platz aus können wir auch die Spitze vom Fuego sehen und als es dunkel wird, sehen wir sogar wie er die glühende Lava auswirft.

    Noch ein paar Infos zu Antigua:
    Antigua war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika.

    Am 29. Juni 1773 wurde die Stadt durch ein schweres Erdbeben völlig zerstört. Zunächst plante man einen Umzug der Hauptstadt ins etwa 150 km östlich gelegene Jalapa, dann entschied man sich für die nur 45 km entfernte Ermita-Hochfläche, wo sich heute Guatemala-Stadt befindet.

    Antigua wurde als Stadt aber nie aufgegeben. Die Kolonialstadt wurde 1944 zum Nationaldenkmal von Guatemala erklärt, 1965 erfolgte die Anerkennung zum Kulturerbe Nordamerikas und seit 1979 gehört Antigua laut UNESCO-Beschluss zum Weltkulturerbe der Menschheit.

    Im Jahr 1976 richtete ein weiteres Erdbeben in Antigua, wie auch in anderen Städten Guatemalas, erneut schwere Schäden an.

    Übrigens ist Antigua die Avocado-Hauptstadt. Von wurden die Pflanzen in die Welt exportiert.
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  • Back to Pan-American Hwy

    25 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ☀️ 17 °C

    Der 1.Weihnachtstag begrüßt uns mit einem großartigen Blick auf den Vulkan Fuego.
    Der ist noch aktiv und man sieht seinen Rauch aufsteigen.

    Um vom Campingplatz runterzukommen ist es nicht nur eng, sondern auch steil. Es ist sehr knapp, aber wir schaffen das.

    Nun müssen wir wieder zum Pan-American Highway zurück, sprich 800m höher. Die 18 Haarnadelkurven haben es in sich, gefühlt die steilste Strecke die wir bis jetzt gefahren sind. Und in der letzten Kurve kommt uns einer entgegen, Mist, wir müssen bremsen. Die Straße ist an der Stelle so steil, das die Räder keinen Grip mehr haben. Hinter uns ist zum Glück keiner und so rollen wir zurück, bis es nicht mehr so steil ist und die Räder wieder greifen.

    Der Rest der Strecke bis zum Highway ist zum Glück nicht mehr so steil.

    Da 1.Weihnachten ist, fahren heute fast keine LKW und Busse sehr angenehm.
    Am Straßenrand stehen wieder viele Kinder, diesmal häufig mit ihren Eltern. Dann sehen wir wie häufig Autos anhalten und den Menschen Pakete und Beutel schenken. Sobald wieder ein Auto hält, laufen alle schnell dorthin, um noch was abzubekommen.

    Anscheinend ist auch hier zu Weihnachten die Hilfsbereitschaft größer.
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  • Lago de Atitlán, Heiligabend

    24 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 22 °C

    Erst mal wünschen wir Euch allen ein friedvolles und schönes Weihnachtsfest. Fiert schön mit Euren Lieben oder alleine, ganz wie Ihr mögt und wir senden euch ein paar Blumen zum aufwärmen.

    Wir lassen es heute ruhig angehen:
    Um 10:00 Uhr können wir unseren Platz beziehen, was aber gar nicht so einfach ist. Der Versuch rückwärts auf den Platz zu kommen, scheitert weil es zu schräg ist. Dabei leidet die Kupplung und wir stinken erstmal die anderen Camper ein.

    Vorwärts ist es dann kein Problem. Die Temperatur pendelt sich heute bei etwas über 20 Grad ein und so kann man gut die Zeit draußen verbringen.

    Unter uns stehen 2 sehr nette Schweizzer Paare mit einem Unimog und einen Toyota Landcruser. Beide sind auch schon länger unterwegs.

    So vergeht der Tag mit etwas erzählen und die Umgebung genießen.

    Zum Abend gibt es unglaublich leckere Avocado- Brote. So was braucht man zuhause garnicht probieren, hier schmeckt die Avocado ganz anders.
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  • Lago de Atitlán

    23 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 15 °C

    Bevor es auf dem Highway weitergeht, halten wir noch an einer Mall um noch Wasser zu kaufen. Der Kontrast zu dem Markt ist schon riesengroß.

    Unser nächstes Ziel liegt nur 63 km entfernt. Und der Highway ist zweispurig! Aber erstmal geht es hoch auf über 3000 m. Bei 2400 Höhenmeter biegen wir ab, noch 24 km, der Lago de Atitlán liegt auf 1600 m. Dafür brauchen wir gut eine Stunde und das geht auf die Bremsen!

    Unten angekommen halten wir erstmal in San Marcos La Laguna. Als erstes kommt uns ein Mopedfahrer mit Bayer 04 Trikot entgegen. Mit sowas rechnet man hier eher nicht.

    Im Ort gibt es eine deutsche Bäckerei und die Chance für Heiligabend leckeres Brot zu bekommen. Was uns in dem kleinen Dorf aber sofort auffällt, hier gibt es viele junge Touristen und etliche Geschäfte haben einen alternativen Flair. So auch das Café, sehr nett gemacht und Brot bekommen wir natürlich auch.

    Wir haben uns ein Platz in IOverlander ausgesucht, der mit einer der schönsten hier sein soll. Ob wir dort für Heiligabend noch einen Platz bekommen?

    Die letzten 800m sind mal wieder Schotterpiste und dann stehen wir vor einem verschlossenen Tor. Und nun. Keine Telefonnummer, keine Klingel.

    Mal kräftig geklopft und tatsächlich macht jemand auf. Pierre ist Franzose und lebt seit 1979 hier.
    Eigentlich ist alles belegt, aber wir könnten auf dem Weg für eine Nacht stehen bleiben, morgen wird ein Platz frei. Puh - Glück gehabt.
    Es ist zwar alles recht steil und eng hier, aber wunderschön angelegt … und eine grandiose Sicht über den See auf 3 Vulkane.
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  • Iglesia del Calvario

    23 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 17 °C

    Die erste Nacht in Guatemala, bzw. in Huehuetenango war ruhig und entspannt.

    Es geht den Pan American Highway weiter nach Süden bis San Cristóbal Totonicapán.
    Für die 77 km benötigen wir 2,5 Stunden. Meistens geht es nur mit 40-50 km/h vorwärts. Viele LKW‘s und Busse, aber auch langsam fahrende PKWs können nicht überholt werden, da die Strecke sehr kurvig und nur einspurig ist.

    Was schwer zu ertragen ist, sind die vielen Kinder an der Straße, die winken um ein Almosen zu bekommen.
    Wikipedia:
    „Rund 54 Prozent der Bevölkerung lebten in Armut, 13 Prozent in extremer Armut. In den zehn Jahren von 2006 bis 2016 hatte sich die Armutsquote gar von 51 auf 59 Prozent erhöht und die Hälfte der Kinder sind chronisch mangelernährt.“

    In San Cristóbal Totonicapán biegen wir ab um nach
    San Andrés Xecul. An einer Kreuzung verpassen wir einen Abzweig, okay nicht so schlimm, nehmen wir halt eine der nächsten Straßen.
    Doch das funktioniert in Guatemala nicht so einfach. Zum einen sind nur 43 % der Straßen hier asphaltiert und Goggle Maps zeigt nicht den Zustand der Schotterpiste an. Zum anderen enden die Schotterstraßen auch mal so einfach, obwohl laut Navi sie weitergehen sollten.

    In unserem Fall fahren wir 300 m schlechte Piste, um dann diese dann rückwärts (drehen ging nicht) zurück zu fahren, da sie nicht weiter befahrbar war.

    Man lernt ja jeden Tag dazu. So ging es dann zurück zu unseren Ursprünglichen Abzweig und dort ist die Straße auch ok.

    Die Kirche ist mit ihrer bemalten Fassade schon was besonderes, sowohl christliche als auch indigene Einflüsse sieht man hier. Leider ist die Kirche geschlossen.

    Gegenüber der Kirche ist noch ein kleiner Markt, wo wir noch was einkaufen. Hier leben überwiegend Nachkommen der Quiché-Maya. Es ist so schön, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen hier sind.
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  • Welcome to Guatemala

    22 dicembre 2025, Guatemala ⋅ ☀️ 21 °C

    Es gibt so viele verschiedene Berichte über die Grenze in La Mesilla, insbesondere sollte man bloß nicht Montag,wenn Markt ist, über die Grenze fahren. Andere beschreiben das als besonders Erlebnis.

    Das ist doch was für uns. Wir stehen um 5:30 Uhr auf, den zuerst muss man 5 km vor der Grenze den Ausreise-Stempel sich abholen. Und die machen laut Goggle um 7:00 Uhr auf.

    Um 7:10 Uhr geht die Tür auf und 10 Minuten später haben wir unseren Stempel.
    Dann kommen wir in die Stadt rein und die ganze Straße ist der Markt. Weil nicht ganz klar ist, welche Straße wir nehmen sollen, fahren wir erstmal falsch. Als wir es merken, müssen wir eine recht steile Querstraße fahren um wieder auf die richtige Straße zu kommen. Natürlich alles sehr eng, aber das erspart uns ein Drittel des Marktes.

    Plötzlich gibt es einen kleinen Bereich, wo kein Markt ist, das muss die Grenze sein. Freundlich winkt uns ein Mann zu, wo wir halten sollen.
    Als erstes bezahlen wir 68 Quetzales (7:55€)(die wir für einen schlechten Kurs hier wechseln mussten) fürs desinfizieren. Dazu läuft ein Mann mit einer Sprühpistole einmal ums Auto.

    Dann geht es zum Stempeln der Pässe.
    Keine 5 Minuten später geht es weiter, dazu dürfen wir auf der anderen Straßenseite fahren, wieder werden wir freundlich eingewiesen. Der Schalter für die Einfuhr des Autos öffnet erst um 8:00 Uhr. Also noch was warten.

    Pünktlich öffnet der Schalter und Führerschein, Zulassung und Reispässe werden in den Computer eingegeben und dann kopiert. Kurzer Check der Fahrzeugnummer und wir dürfen 160 Quetzales (17,80€) bezahlen um einen blauen Aufkleber für Auto zu bekommen.

    Den klebt der Beamte selbst ins Auto. Dann geht die Schranke auf und wir dürfen auf der Guatemalischen Seite durch den Markt weiter fahren.

    Alles sehr easy und die Beamten super freundlich und hilfreich, obwohl wir kein Spanisch und Sie nur ein paar Worte Englisch konnten.

    Nun sind wir in Guatemala, nach 77.700 km in Nordamerika kommen wir in das ersten Land in Zentralamerika an. Und man merkt sofort den Unterschied zu Mexico. Der Verkehr, die Geschäfte, die Menschen, alles etwas bunter und chaotischer.

    Eine neu geteerte Straße schlängelt sich durch die kleinen Orte und Berge und es geht immer höher. Huehuetenango, unser Ziel heute, liegt auf 1800m. Wir haben uns eine Mall ausgesucht, um erstmal Geld zu bekommen. Wir hatten aber nicht daran gedacht, das 2 Tage vor Weihnachten auch hier der Kaufwahnsinn tobt. Der Parkplatz vor der Mall platzt aus allen nähten und wir drehen erstmal zwei Runden bevor wir einen Tipp bekommen, an der Ausfahrt wäre es eher möglich.

    Beim McDonald’s haben wir Glück, zwar stehen wir einen Meter im Fahrweg, aber es gibt keine andere Möglichkeit.

    In der Mall gibt es alle bekannten Geschäfte, wie bei uns auch. Geld bekommen wir dann am zweiten Automaten. Noch kurz was einkaufen und erstmal Richtung unseres Übernachtungsplatz. In dessenn Nähe soll es auch Maya-Pyramiden geben, aber die sind mit Beton überrestauriert. Ne, dann lieber früher zum Campingplatz.

    Doch die Anfahrt ist etwas schwierig, es geht neben einem Fuß durch den Wald über Stock und Stein. Ein paar Bäume stehen so eng, das wir gerade durchpassen, schließlich kommen wir dann doch an. Eher ein Picknick Platz, aber für die erste Nacht okay.
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  • Ruinas el Lagartero

    21 dicembre 2025, Messico ⋅ ☀️ 28 °C

    Morgens sind wir immer noch alleine hier und wir gehen erstmal ins Wasser. Herzlich erfrischend zum 4. Advent!

    Nach dem Frühstück erkunden wir die Gegend:

    Die Lagunen von Colon bestehen aus 44 Seen und 11 Inseln. Auf der größten befindet sich die archäologische Stätte Lagartero. Im 10 Jahrhundert n. Chr. war der Ort bekannt für seine Töpferkunst.

    5 Gebäude wurden 1993 und 2003 freigelegt, die beiden Pyramiden sind 6,5m und 7,5m hoch.

    Wie alle Ausgrabungen die wir bisher gesehen haben, ist auch diese sehr sauber und gepflegt.

    Als wir zum Womo zurück kommen, sind einige Mexikaner eingetrudelt. Sie haben Unmengen von Essen dabei und sitzen gemütlich im Wasser. Alle sind freundlich und von der der Familie direkt neben uns bekommen wir sogar Melonen Stücke geschenkt. Ein schöner 4.Advent.
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  • Lagos de Colón

    20 dicembre 2025, Messico ⋅ 🌙 24 °C

    Nun müssen wir uns aber noch sputen um zu unserem ausgewählten Übernachtungsplatz zu kommen.

    Lagos de Colon ist eine Seenlandschaft mit kristallklaren Wasser.
    Es wird schon langsam dunkel und wir müssen 3 mal über eine überschwemmte Straße fahren. Auch scheint es kräftig geregnet zu haben. Auf dem Platz, den wir uns ausgesucht hatten, ist Campen verboten. Schade. Also wieder etwas zurück, direkt am Wasser gibt es Palapas zu mieten und laut IOverlander darf man hier auch stehen.

    Es ist kein Menschen weit und breit, somit suchen wir uns einen Platz und warten mal ab, bis einer vorbei kommt.
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  • Tenam Puente

    20 dicembre 2025, Messico ⋅ ☀️ 18 °C

    Nun ist Guatemala nicht mehr weit, und wir überlegen wann wir über die Grenze gehen. Morgen ist Sonntag und wahrscheinlich nicht der beste Tag, da die Geschäfte um eine Autoversicherung abzuschließen geschlossen haben. Besser Montag. So haben wir morgen noch einen Tag zum ausruhen.

    Heute wollen wir uns eine Maya-Stätte anschauen. Bis dorthin sind es nur 110 km, die sich aber als sehr zäh erweisen. Die MEX 190 ist nicht mehr als Autobahn ausgebaut und so geht es durch viele Dörfer und über unzähligen Topes (Bodenschwellen). So erreichen wir Tenam Puente erst um 14:30 Uhr. Das liegt 4 km von der Hauptstraße entfernt und von einem Parkplatz muss man noch ein Stück in den Wald laufen, bevor man auf einmal vor der ersten Pyramide steht.

    Das eigentliche Gebiet umfasst etwa 60 Objekte, von denen aber nur wenige ausgegraben wurden.
    Das war in den 70er Jahren. Dabei hat man viele Bäume stehen lassen, an denen jede Menge Bromelien und Farne wachsen. so das alles sehr mystisch aussieht.

    Zum Glück gibt es auch einen Weg nach ganz oben, ohne das man die ganzen Stufen hochsteigen muss.

    Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt.
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