Brazil
Mato Grosso do Sul

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Top 10 Travel Destinations Mato Grosso do Sul

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38 travelers at this place

  • Day13

    RPPN Buracao das Arasas

    February 10 in Brazil ⋅ 🌧 28 °C

    We visited the phenomenal “Buraco das Araras”, one of the world's largest sink-holes and a natural aviary of macaws and toucans.

    Eigentlich hatten wir diesen Vogelpark und dieses gigantische “sinkhole” gar nicht auf dem Schirm. Aber als wir vor Ort waren, war das nur fantastisch. Auf beiden Seiten des “sinkhole” leben diese exotischen und bunten Vögel, die recht groß im Flug wirken. Wir haben Dutzende gesehen, wie sie immer wieder von einer Seite auf die andere Seite geflogen sind. Normalerweise sieht man diese prachtvollen Vögel nur im Zoo oder in einem Naturfilm von National Geographic. Selbst in Costa Rica haben wir solche tollen Vögel so elegant im Formationsflug nicht gesehen.

    Heidi:
    Ich war anfangs nicht von der Idee begeistert, zu dieser Felsgrube zu fahren.
    Es lag aber auf dem Weg zurück zu unserer Lodge und alle wollten dorthin.
    Es ist ein Karsttrichter, der durch einen Erdrutsch entstand. Die schroffen Wände sind 100 Meter tief und die Grube ist 160 Meter mal 150 Meter breit. Schaut man nach unten, kann man einen Tümpel sehen. Ringsum am Boden wachsen grüne Bäume.
    Hunderte Arakangas, hellrote Aras, leben in dem Loch und sammeln sich hier. Deshalb heißt der Platz hier auch „Buraco das Araras“ Es gibt zwei gegenüberliegende Aussichtsplattformen und von beiden konnten wir die Vögel beobachten. Meist leben sie in Paaren und kreischend fliegen sie über uns hinweg. Wirklich eine coole Sache. Wir sind begeistert.

    Die Begeisterung steigert sich, als wir zurück in unserer Lodge ein Zimmer (und noch dazu nur für uns beide) beziehen können.
    Ein schönes Gefühl, auch wenn aus der Dusche nur ganz heißes Wasser kommt und wir nicht wirklich wissen, wie wir es einstellen können.
    Das Zimmer ist groß (eigentlich für vier Leute gedacht).
    Nach dem „Abendessen“ regnet es in Strömen und das hält lange an.
    Wir schlafen und alles bleibt trocken.

    Editiert am ...
    Text von Wolfgang und Heidi
    ÖFFENTLICH
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  • Day14

    Bonito

    February 11 in Brazil ⋅ 🌧 28 °C

    Für die verbleibenden zwei Nächte konnten wir auf Kosten von “Kitty” in ein Zimmer upgraden. Heute haben wir abgegammelt; sind in den Pool des Hostels gegangen; haben Footprints editiert und veröffentlicht und haben diverse Videos nach YouTube und in die Dropbox hochgeladen. Ab 13:00 Uhr sind wir dann in den Ort Bonito geschlendert und haben dort auch ein späteres Mittagessen gehabt. Das Essen war ein toller Fisch und eine gute Flasche Weißwein in guter Atmosphäre und zu zivilen Preisen (43 Euro).

    Heidi:
    Ich habe es genossen, im Bett zu liegen und dem Regen zuzuhören.
    Wir haben gut geschlafen und ich erspare mir vor dem Frühstück die Dusche. Der Schweiß läuft bei der Hitze sowieso gleich den Rücken runter und der Pool wartet.
    Wir schlafen etwas länger, haben wieder das einfache Frühstück und entscheiden uns, trotz der vielen Aktivitäten, die man hier machen kann, einfach zu relaxen.
    Es gibt auf dem Weg nach Boa Vista noch vieles zu sehen.
    Also verbringen wir die Hälfte des Tages am Pool.
    Als sich der Hunger meldet, gehen wir in die Stadt.
    Unsere Lodge liegt am Ende, das „Zentrum“, wenn man von einem Zentrum sprechen kann, liegt am anderen Ende, ca. 3 km entfernt.
    Wir suchen ein Restaurant mit einer guten Fischkarte und ich bin etwas irritiert, als Wolfgang überlegt, in ein Büffet-Restaurant zu gehen.
    Ich mag diese Art Essen überhaupt nicht mehr.
    Wir finden ein schönes Restaurant mit Außenbereich und wir bestellen einen guten Fisch mit leckeren Beilagen. Dazu gehört eine gute Flasche Weißwein, die wir tatsächlich auch schaffen.
    Wir verlängern mit Dessert und guten Kaffee unseren Aufenthalt dort. Die Bedienung ist sehr, sehr freundlich und wir genießen es.
    Nach dem zweiten Versuch bekommen wir in einer Bank sogar Geld aus dem Automaten.
    Ich kaufe zwei einfache Kleider, die ich auf der Tour anziehen kann und glücklich schlendern wir zurück.
    Hier relaxen wir bis zum Schlafengehen.
    Morgen geht es „erst“ 8.00 Uhr weiter.

    Editiert am …
    Text von Wolfgang und Heidi
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  • Day52

    Pedro Juan Caballero

    October 24, 2019 in Brazil ⋅ ⛅ 32 °C

    Endlich in Pedro Juan Caballero angekommen (11 Uhr Abends) werde ich von Gabriel abgeholt, gehe duschen und dann gehts auf die Piste. 🍻
    Die nächsten Tage verbringe ich mit Gabriel und Jackson. Beide haben sich relativ kurzfristig im August dazu entschlossen Medizin in Paraguay zu studieren und ich darf sie in diesem wunderschönen Örtchen besuchen 😄
    Die nächsten Tage, essen wir zusammen und reden über Gott und die Welt. Es ist also wäre keine Zeit seit meinem letzten Besuch vergangen.
    Eines meiner Highlights ist der Besuch einer Anatomiestunde im Leichenschauhaus 😳
    Schließlich geht es für mich weiter nach Buenos Aires, doch zuvor lege ich noch einen Zwischenstopp in der Hauptstadt von Paraguay - Asunción - ein 😊
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  • Day30

    Fazit: Buenos Aires to Rio de Janeiro

    February 27 in Brazil ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich bin überrascht, wie modern sich Brasilien präsentiert. Das riesige Farmland wirkt fast so, als wenn man durch Deutschland im Juni reisen würde. Die Landschaft ist vergleichbar. Es fehlen aber kleine Ortschaften und Bauernhöfe, wie wir sie von großen landwirtschaftlichen Nutzflächen in Deutschland kennen. In Brasilien wird industrielle Landwirtschaft in gigantischem Ausmaß praktiziert.

    Die Infrastruktur ist sehr modern. Man hat irgendwie das Gefühl durch Europa zu reisen.

    Selbst junge Menschen sprechen in Brasilien kaum Englisch. Deshalb ist die Kommunikation nicht einfach.

    Die Temperaturen sind in diesem Teil Brasiliens sicher im Durchschnitt um 10 Grad höher als in Deutschland zur gleichen Sommerzeit. Das liegt an der Lage auf dem 20. Breitengrad Süd, was vergleichbar mit Mumbai im Norden von Indien auf der nördlichen Halbkugel unserer Erde.

    Das definitive Highlight auf diesem Reiseabschnitt waren sicher unsere zwei Besuche des “Sambódrom“ Alle Highlights im Überblick:
    - „Teatro Colon” Führung in Buenos Aires
    - Tango im Café de los Angelitos in Buenos Aires
    - Iguacu Falls in Brasil
    - Iguacu Falls in Argentina
    - Snorkelling trip in the Rio da Prata near Bonito
    - RPPN Buracao das Arasas near Bonito
    - Colonial town of Paraty
    - Pão de Açúcar or Sugarloaf Mountain in Rio
    - SAMBODROME sector 11 in Rio (Sunday)
    - SAMBODROME sector 05 in Rio (Monday)

    Editiert am ...
    Text von Wolfgang
    ÖFFENTLICH
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  • Day12

    Iguazu Falls to Bonito

    February 10 in Brazil ⋅ ☀️ 30 °C

    Dragoman Itinerary
    Day 7: Bonito (Sun 09 Feb)
    Today we have a full drive day north to the Brazilian eco-tourism capital of Bonito. In Bonito we will camp in the grounds of an excellent hostel with a pool and good facilities. Estimated Drive Time - 11-12 hours. About Bonito: The small town of Bonito in the southern Brazilian
    state of Mato Grosso do Sul is perfectly located in a beautiful and unique area. The area's main attractions are the crystal clear rivers, springs and the stunning caves, not to mention the abundant wildlife, which includes monkeys, alligators, anacondas, over 30 varieties of
    fish and tremendous birdlife. Unsurprisingly, the town is often described as the "eco-tourism
    capital of Brazil". There are endless activities on offer, from spectacular walks through the surrounding hills and forests, to caving, horse-riding, abseiling, and snorkeling. Many of the best attractions are on private land and the area is being very carefully managed in order to
    protect the wildlife and habitats found here.

    Gestern Abend gab es „ein wenig kreatives Abendessen“ zum Abgewöhnen von „cook group 2“. Auch das ist Teil von Overlanding: Abnehmen ist garantiert. Schlechtes Essen und extreme Hitze reduzieren meinen Appetit auf ein Minimum. Heute morgen sind wir bereits um 05:40 Uhr losgefahren. Wir haben den 24. Breitengrad Süd erreicht und fahren in nördlicher Richtung.
    Wir durchqueren endlose Weiten von Farmland. Diese Landschaft sieht aus wie Deutschland im Juni, nur viel größere Flächen. Kleinere Orte alle paar Kilometer - wie in Deutschland - gibt es hier aber nur nach langen Distanzen. Um 17:00 Uhr sind wir bereits auf dem 21. Breitengrad Süd und ca. 290 müN. Die Luft, die jetzt von draußen in unser Truck reinkommt, ist nicht mehr so warm wie ein Fön. Aber die kurzen Hosen werden die ganze Reise noch dominieren. Am Abend sind alle 3 Trucks im “Basislager” angekommen. Weil wir (ich) nicht schnell genug upgegradet haben, mussten wir die erste Nacht ins Zelt. Das Restaurant und das Essen ist eine Zumutung. Heidi hat sich zwanzig Minuten in einer Schlange angestellt, um Essen und Getränke zu bestellen. Ist eher eine Kantine ohne Niveau - eben Dragoman Standart!

    Heidi:
    Also zuerst: das Essen gestern Abend war nicht so schlecht, wie Wolfgang es hier darstellt.
    Nochmal, was für ein Essen soll man denn für 22 Leute kochen. Er übertreibt maßlos.
    Die Kochgruppe musste ausserdem den Lunch für den nächsten Tag für alle vorbereiten.
    Vielleicht sollte Wolfgang „Studiosus“ buchen, dass entspricht dann wohl eher seinen Ansprüchen. Muss er leider alleine fahren, sind mir zu viele Deutsche in einem Reisebus.

    Die Fahrt an diesem Tag ist die längste auf unserer 80-Tage Tour durch Südamerika.
    Sehr zeitig aufstehen, kurz Kaffee, denn Essen um diese Uhrzeit ist nicht wirklich was für mich.
    14 Stunden im Truck bei brütender Hitze müssen dann irgendwie überstanden werden.
    Trotz dem zeitigen Aufstehen bin ich tagsüber nicht müde.
    Ich habe mir gestern noch ein neues e-Book geladen und bin fleißig am Lesen.
    Leider haben wir nur ein Paar von unseren Bose-Kopfhörern mitgenommen und die benutzt Wolfgang, d.h. meine aus der ARD-Mediathek offline geladenen Teile von „Babylon Berlin“ müssen warten. Ist eine gute Sache, dass man aus der Mediathek die Filme offline laden kann, denn unterwegs hat man kein Wifi.
    Irgendjemand ist auf die Idee gekommen, ein Hörbuch im Truck abzuspielen. Gegen Musik habe ich nichts einzuwenden, aber ein englisches Hörbuch, in dem Fall „Harry Potter“ überfordert mich.
    Ich versuche dem Gelaber mit Ohrstöpsel zu entgehen, klappt nicht wirklich.
    Also, meine einfachen Sony-Kopfhörer drauf und Musik abspielen. Zusätzlich noch das Nackenkissen über die Ohren.
    Und jetzt können alle mal lachen:
    Ich wundere mich, dass ich nur eine geringe Lautstärke für meine „Queen-Album“ habe und versuche es lauter zu stellen. Keine Chance! Denke noch, dass ich vielleicht beim Laden der Musik Fehler gemacht habe und fluche über die Euro-Norm der Lautstärke (gibts es wirklich !).
    Kann sich jemand denken, was los war????
    Hier die Antwort: ich hatte noch meine Ohrstöpsel im Ohr. 😂😂😂
    Es ist noch hell, als wir auf unserem Campground ankommen.
    Wir hatten uns, und in dem Fall muss ich sagen: wir beide, gegen ein Upgrade entschieden, da es keine 2-Bettzimmer gab. Wir stellen dann fest, dass außer uns nur noch Bill im Zelt schläft.
    Nun gut, Zeltaufbau kein Problem und es ist ja trocken.
    Es gibt hier einen schönen Pool, die sanitären Einrichtungen sind ok.
    Gut, das Essen hier ist auch einfach, aber Wolfgangs Omelett und meine Pizza konnte man gut essen. Die Bestellung aufgeben und dann die Zubereitung hat aber ewig gedauert.
    Es gibt nur eine Frau, die sich um alles kümmern muss. Ich bewundere ihre Ruhe, die sie trotz allem ausstrahlt.
    Das scheint hier überall in Brasilien der Fall zu sein: nicht stressen lassen.
    Sehr vernünftig, wir müssen uns aber erst daran gewöhnen.

    Schlafenszeit, wir krauchen in unser Zelt. Ohrstöpsel rein, Schlafmaske drauf.
    Gute Nacht!

    Editiert am …
    Text von Wolfgang und Heidi
    ÖFFENTLICH
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  • Day17

    Campo Grande in Southern Pantanal

    February 15 in Brazil ⋅ ☀️ 33 °C

    Dragoman Itinerary
    Day 12: Campo Grande, Southern Pantanal (Fri 14 Feb)
    After our morning activities and one final lunch in our beautiful ranch, it is time to leave the Pantanal. We will start driving east towards Sao Paulo state, and wild camp towards the end of the day. Estimated Drive Time - 5-7 hours.

    Heidi hat noch am Morgen “horseback riding (separater Footprint) gemacht, ich habe lieber relaxed.
    Mittags fahren wir in östliche Richtung weiter. Um 17:30 Uhr haben wir erstmalig seit einigen Tagen angenehme Temperaturen. Das liegt offensichtlich daran, dass wir mittlerweile auf ca. 600 müN sind.
    Kurz vor Einbruch der Dunkelheit gegen 19:00 Uhr schlagen wir unsere Zelte ganz unromantisch an einer Fernstraße neben einer Tankstelle auf. Vorteil: Hier gibt es Toiletten...

    Heidi:
    ... die Wolfgang nachts natürlich nicht nutzen wird. Er geht dann lieber an den nächsten Baum oder Busch.😉
    Naja, der Platz ist nicht unbedingt idyllisch, aber wohl die einzige Möglichkeit unterwegs auf dem Weg Richtung Rio.
    Es gibt auch nicht viel zu erzählen. Wir haben unsere Zelte aufgeschlagen und da es nicht sicher ist, ob es nachts regnet, ziehen wir das Überzelt darüber.
    Dadurch ist es brütend heiß. Du liegst auf der Isomatte ohne Schlafsack und das Wasser läuft und läuft, der ganze Körper ist nass.
    Verrückt, aber man wünscht sich dann doch die Temperaturen von Alaska zurück. Lieber Skiunterwäsche und dicke Socken anziehen. Gegen Kälte hat man eine Chance, gegen diese Hitze kann man nichts tun.
    Irgendwann schlafe ich ein und bald wache ich trotz Ohrstöpsel wieder auf. Auch gegen Wolfgangs Schnarchen ist man machtlos.

    20°28′19″ S 54°5′40″ W
    Höhe: 530 müN

    Editiert am …
    Text von Wolfgang und Heidi
    ÖFFENTLICH
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  • Day79

    Mehr Moskitos, Taranteln und Kaimane

    December 17, 2017 in Brazil ⋅ ☀️ 22 °C

    Tag 2 im Pantanal startete früh. Um der Hitze ein wenig aus dem Weg zu gehen, starteten wir um 7:39 Uhr mit einer Exkursion in das Pantanal. Wir trugen trotz der gut 30 Grad lange Klamotten, die wir vorher mit unserem aus Deutschland eingeführten Moskitospray imprägnierten (ein spezielles Imprägnierspray). Wie sich zeigen sollte, war dies eine gute Idee. Und so ging es in die noch trockenen Sümpfe und den weiten Feldern, die immer wieder von dichter Bewaldung unterbrochen wurden. Bereits nach wenigen Metern konnten wir verschiedene Kaimane sehen, die wir aber verscheuchten, sobald wir zu nahe kamen. Wir gingen weiter und konnten weitere Aras, Macaue und andere bunte Vögel bestaunen. Auf den Bäumen tummelten sich Insekten und das Konzert aus Vogelgesängen, Insekten und Affengeräuschen war bereits in vollem Gange. Daneben gingen einen aber vor allem die Moskitos auf den Keks, da diese fleißig um uns herum schwirrten und bevorzugt um die Ohren summten. Wir sahen die Behausungen der Gürteltiere, die sich nunmehr aber schlafen legten und sahen Bäume in denen Fledermäuse, riesige Wespen und Bienen lebten. Alex meinte auch, dass bestimmte Bäume gerne von Schlangen aufgesucht werden, die dort Frösche oder Insekten vertilgen. Dies gilt gleichermaßen auch für Taranteln, die jedoch - wie auch Schlangen - bevorzugt in der Nacht herauskommen. Tiefer im Busch fand sich auch ein Kaiman, an den wir sehr dicht herangehen konnten, bis er sich gestört fühlte. Alex meinte hierzu, dass er wohl einen neuen Sumpf für sich suchte. Da die meisten Tiere jedoch nachtaktiv sind, fanden wir bis auf eine Schlangenhaut auch keine weiteren „aufregenden“ Tiere an diesen Morgen. Dafür konnten wir uns die Fauna genauer anschauen und die verschiedenen Baum- und Palmenarten anschauen. Dazwischen fanden sich auch immer wieder Büsche mit wildem Aloe Vera, von denen wir ein paar Blätter für später mitnahmen. Daneben zeigte uns Alex den Samen einer Palme, die ungefähr die Größe eines Footballs hat. Er nahm dann seine Machete und schlug es auf. Und da war unser Weihnachtsbaum. Denn es zeigten sich in dem Football dann die einzelnen Samen, die an kleinen Ästen hingen. Dann ging es weiter und in einiger Entfernung konnten wir dann auch Affen durch die Baumwipfel huschen und auch hier den südamerikanischen Ameisenbär in Aktion sehen. Dann ging es zurück zur Farm und wir legten uns wieder in die Hängematten, da es für alles andere einfach zu warm war. Neben kleinen Nickerchen und dem Schmöckern unserer Bücher bastelten wir schließlich mit Alex zusammen Armbänder aus den Aloe Vera Fasern. Am späten Nachmittag - es war noch immer nicht wesentlich kühler - stand jedoch unser Angelausflug an. Das Ziel war es, ein paar Piranhas für unser Abendbrot zu fangen. Wir bewaffneten uns mit langen Bambusangeln und ein wenig Rindfleisch und tapsten Barfuß in Richtung Sumpf. Da wir die Fische nicht vom Ufer fangen können, mussten wir in ein beinahe schwarzes Wasser, welches von Piranhas, Schlangen, Kaimanen und anderen Tieren wimmelte. Also gingen wir Schritt um Schritt in den dunklen Tümpel und wir tauchten unsere Füße in den matschigen Boden und den unzähligen Wasserpflanzen. Das Gefühl war zum Anfang ein wenig angsteinflössend, aber wir gewöhnten uns schnell daran. Wir gingen also bis über die Hüfte ins Wasser und versuchten unser Glück mit frischen und blutigen Rindfleisch. Und zack bemerkte man auch schnell, dass da etwas an der Route knabbert. Da die Piranhas sich jedoch nicht einfach auf das Fleisch stürzen, sondern immer mal wieder zubeißen, ist ein wenig Geschick gefragt. Erschwerend kommt um diese Jahreszeit noch dazu, dass die Sümpfe bereits ziemlich leergefischt bzw. leergefressen sind, da die Regensaison jetzt erst beginnt. Wir fingen am Ende zwei Piranhas und zwei andere Fische. Sagen wir mal so, die Zähne des Piranhas haben wir uns mal absichtlich erst nach dem Angeln angeschaut. Am Ufer konnten wir Pferde, Wildschweine und andere Tiere hören, während die Macaue über uns hinwegflogen. Das Bild war daher ziemlich malerisch und entspannend. Wir verbrachten am Ende zwei Stunden am Wasser und gingen zurück zur Farm. Dort angekommen, bereitete Alex die Fische soweit vor, dass sie auf den Grill konnten. Alex verwendende hierfür seine Allzweck-Machete und befreite die Fische in Rekordzeit von Flossen, Schuppen und Eingeweiden. Die Eingeweide wurden buchstäblich den Kaimanen zum Frass zugeworfen. Dann kam der Fisch auch auf den Tisch und schmeckte überraschend gut (mit Ausnahme des einen namenlosen Fisches, der so schmeckte wie der Sumpf roch). Die Piranhas empfehlen wir aber weiter. Nach dem Abendbrot sollte dann auch die Nachtwanderung losgehen. Und so bekamen wir für unsere Waden und Beine noch Überzieher, die gegen Schlangenbisse schützen sollten. Da Nachts einfach mehr Tiere unterwegs sind, war die Wanderung auch sehr aufregend. Das Szenario war atemberaubend: Über uns ein fantastischer Sternenhimmel und am Horizont ein weit entferntes Gewitter, welches den Himmel immer wieder erleuchtete. Aus den Sumpf kamen nunmehr unzählige Kaimane und wir leuchteten mit der Taschenlampe über den Sumpf und sahen viele spiegelnde Augenpaare von Kaimanen. Auch eines der riesigen Meerschweinchen entspannte am nächtlichen Sumpf (für Kaimane war es mittlerweile zu groß). Überall waren wieder Tiergeräusche zu hören, wobei aber der Klang anders war als am Morgen. Wir folgten einem Pfad und fanden riesige und giftige Frösche, Kakerlaken (die gerade von riesigen Taranteln gefressen wurden), Schlangen, sahen weglaufende Wildschweine (die einen stinkenden Geruch hinterließen), Fledermäuse (die die Moskitos frassen) und allerlei Insekten und Spinnen. Bei den Spinnen sind insbesondere die tellergrossen Taranteln zu erwähnen, die Nachts Jagd auf ihre Beute machen. Und diese Spinnen sind echt riesig und neigen dazu sich von den Bäumen fallen zu lassen, was uns dazu anhielt auch einfach unsere Hemden - trotz der Hitze - bis ganz oben zuzuknöpfen. Nach der Nachtwanderung sassen wir dann noch am Lagerfeuer und Alex zerschnitt mit seiner Allzweck-Machete (die bereits für den Weg im Busch, den Angelausflug und sonstwas genutzt wurde) die Limetten für den Caipirinha, den wir in einem Eimer zubereiteten (dies ist aber gar nicht so ungewöhnlich, da der Caipirinha oft in Eimern zubereitet und insbesondere gemixt wird und nicht erst Glas wie bei uns). Nachdem der Cachaça aufgebraucht war und sich die Stromausfälle aufgrund des nun nahenden Gewitters erhöhten, gingen wir dann auch auf die Hängematte und schliefen den Schlaf der Buschköniginnen und Buschkönige. Anacondas, Pumas und Jaguare liefen uns auch hier nicht über den Weg, was für alle Beteiligten sicherlich auch die beste Variante war. Dafür begrüßten einen bei einem nächtlichen Toilettengang dafür Frösche, Mücken und andere Insekten, die von dem Licht angezogen wurden (leider spülten wir auch versehentlich einen Frosch herunter).Read more

  • Day78

    Hitze, Sumpf und Moskitos - Pantanal

    December 16, 2017 in Brazil ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Fahrt bis ins Pantanal war noch gemütlich und gut klimatisiert. Nach den heissen Tagen in Bonito war es draußen aber auch schon wieder sehr warm und wir konnten uns schon ungefähr vorstellen wie heiss es im Pantanal werden kann. Am Straßenrand sahen wir bereits die ersten Schlangen und Gürteltiere, die es nicht schafften die Straße zu überqueren. Nach gut 5 Stunden kamen wir dann auch im Pantanal an, wo es dann mit dem Jeep weiterging. Es waren bereits knapp 35 Grad als wir den Jeep mit unseren Sachen bestiegen und bereits nach wenigen Metern schon die ersten Guinea-Pigs - also Riesenmeerschweine - erspähen konnten. Diese hatten ungefähr die Größe eines kleinen Hundes und werden u. a. von Jaguaren und Kaimanen auch gerne gefressen. Die Jagd ist jedoch verboten, wobei uns Alex - unser Guide im Pantanal - erklärte, dass er auch schon mal davon probiert hat. Auf dem Weg zur Farm begegneten uns vor allem verschiedene Vogelarten (Papageie, Macaue, Falken und Kanarienvögel). Die Gegend lässt sich am Besten mit einer riesigen Sumpflandschaft beschreiben, in der sich kleine Vegetationsoasen befinden. Derzeit ist Regenzeit und viele Bereiche sind in dieser Zeit überflutet und die Fischvegetation steigt in dieser Zeit massiv an, was dann wiederum die Kaimane und andere Raubtiere anlockt. Dementsprechend fuhren wir am Sumpf vorbei und die ersten Moskitos ließen nicht lange auf sich warten. Wir hatten uns hierauf so gut wie möglich vorbereitet und unsere Bemühungen noch erhöht, nachdem uns jeder erzählte, dass es unglaublich viele Moskitos gibt. Wir kamen unversehrt bei der Farm an, wo die Temperatur mittlerweile knapp 40 Grad betrug (am Vortag stieg die Temperatur hier auf knapp 47 Grad). Um die Farm herum ist auch bislang noch nicht soviel Regen gefallen, sodass es auch noch keine Abkühlung geben konnte. Die Farm selbst ist vor allem auf Rinder und Ochsen spezialisiert. Der Tourismus ist nur ein Nebenerwerb, den Jao (so der Eigentümer der São Jao) nachgeht. Wir gingen erstmal etwas essen (gute brasilianische Hausmannskost) und dann in unsere Baracke, wo wir uns eine Hängematte für die Nacht aussuchten. Unweit der Baracke fanden sich auch die ersten Kaimane, die sich unweit des Sumpfs in die Sonne legten. Wir wurden gewarnt, dass wir Nachts ein wenig aufpassen sollen, wenn wir auf Toilette gehen, da die Kaimane irgendwo rumliegen könnten (die Tiere sind tagsüber aber relativ schreckhaft gegenüber dem Menschen, können Nachts aber gefährlich werden). Die Baracke selbst war sehr einfach und das Badezimmer - wie man bereits erwarten konnte - fand sich außerhalb. Es gab keine Klimaanlage. Die Fenster selbst bestanden nur aus Moskitonetzen und waren daher durchsichtig. Da es für Mensch und Tier noch zu warm war, hieß es erstmal in der Hängematte ein Buch zu lesen. Am späten Nachmittag, als es auf vielleicht 32 Grad runterkühlte, bestand die Möglichkeit einen Ausritt vorzunehmen. Chris kam selbstverständlich nicht mit (er mag einfach keine Pferde). Steffi genoss den Ausritt durch den Sumpf und den Busch dafür umso mehr. Hier kam vor allem ein anderer Reitstil als in Neuseeland zum Einsatz. Während in Neuseeland der englische Stil mit beiden Händen anzuwenden war, wurde hier wie ein Cowboy mit einer Hand geritten. Auf dem Ausritt selbst konnte man dann Kaimane, Papageie und andere Tiere beobachten, während es über das savannenartige Land und die Sümpfe ging. Chris ging derweil entlang der Farm spazieren und beobachtete die Kaimane und die verschiedenen Vogelarten in dieser Zeit ganz genau. Abends hieß es dann den Sonnenuntergang zu bestaunen und in der Hängematte einen Platz einzunehmen. Während Chris bei lebendigem Leib kochte, da der Ventilator seine Hängematte nicht erreichte, konnte Steffi mit einer angenehmen Brise wieder in Rekordzeit einschlafen. Um uns herum konnte man alle erdenklichen Tiere hören und auf die Moskitonetze kletterten von Außen Reptilien, Spinnen und andere Tiere. Nur in die Baracke hinein kam kein Tier. Mit Ausnahme der Fledermäuse, die glücklicherweise die Moskitos in der Baracke frassen und über uns umherflatterten (und Steffi ein wenig bombardierten). Jaguare und Pumas sahen wir leider nicht, aber Alex erzählte uns, dass er vor ein paar Tagen sah, wie ein Jaguar einen Hund tötete und mitnehmen wollte. Die Geschichte war bereits spannend genug.Read more

  • Day77

    Wasserspass am See

    December 15, 2017 in Brazil ⋅ ☀️ 6 °C

    Wir standen gegen 8 Uhr auf, um im Hotel zu frühstücken. Dann hieß es in der „Stadt“ (ungefähr 4-5 Blocks weiter) ein paar Erledigungen zu machen. Es war bereits unglaublich heiß und die Sonne brannte unerbittlich. Wir bräuchten daher mal wieder Sonnencreme, die in der südlichen Hemisphäre unseres Planeten auch erst mit Faktor 20 oder 30 beginnt und sich bis Faktor 99 hochzieht. Wir blieben beim guten Faktor 50. Gegen Mittag mieteten wir uns dann ein paar Fahrräder (Frederico unser Gastgeber half uns dabei gerne, netter Typ) und mussten dann knappe 7 Km aus Bonito rausfahren, wo wir an einen See wollten. Da die Fahrräder hier jedoch teilweise älter als wir zu sein scheinen, erwischte Chris das Fahrrad mit einem Gang und Steffi das moderne mit 21 Gängen. Die 7 Km aus Chris Sicht fühlten sich ungefähr so an wie die Überquerung der Alpen, da es teilweise steil bergauf ging. Während Steffi gemütlich ca. einen halben Kilometer vorgefahren ist, strampelte Chris als wenn er ungedopt die Tour de France gewinnen wollte. Irgendwann war die Tortur bei 37 Grad auch vorbei und wir kamen an den See, wo wir uns dann erstmal stärken mussten. Wir hatten hier ein Tubbing gebucht und konnten daher alles, was die Location am See zu bieten hat auch nutzen. Und so stiegen wir auf die Bretter und machten Stand-Up-Paddling (was scheinbar im englischen nur als „Paddleboarding“ bezeichnet wird). Nachdem Chris es in Warnemünde noch nicht geschafft hatte auch auf dem Brett zu stehen, schaffte er es hier beim ersten Versuch (was wohl auch am ruhigem See lag). Wir drehten ein paar Runden und gingen auch ins Wasser, was aber keine wirkliche Abkühlung darstellte, da es super warm war. Dann ging auch irgendwann das Tubbing los. Auch hier mussten wir erstmal ein wenig durch den Dschungel laufen. Dabei erklärten uns die Guides auch immer, wo die erste Hilfe Kästen sind, die mit einem Zahlenschloss gesichert sind. Die Codes wussten die Jungs dann aber auch leider nicht. Wir bekamen die Technik erklärten und bestiegen einen kleinen Reifen. Dann ging es los. Bereits beim ersten Wasserfall lag Chris dann auch im Wasser, was scheinbar eine kleine Rache für das 7:1 vor drei Jahren war. Danach ging war dann weiter und wir durften eine Menge Blödsinn auf den Reifen machen. Während Steffi darauf Joga-Übungen und Surfbewegungen machte, blieb Chris eher auf der sicheren Seite. Daneben schmissen wir uns dann auch Gegenseitig ins Wasser und fuhren die Wasserfälle mit verschiedenen Stilen herunter (besonders beliebt war der „Kamikaze“). Heruntergefallen ist dabei aber keiner mehr von uns. Da wir vom Tubbing ein umherschaukeln auf dem Wasser ohne große Action erwarteten, war dies eine willkommene Überraschung. Die beiden Guides hatten aber scheinbar auch eine Menge Spaß und feixten auch kräftig mit rum. Nach dem Tubbing blieben wir auch noch ein wenig am See, wo wir wieder ins Wasser gingen, Kanu fuhren und das Zip-Lining ausprobierten. Dabei hält man sich mit den Händen an einem Griff fest und fährt dann über das Wasser. Unterwegs lässt man sich - wenn man möchte - dann einfach ins Wasser fallen. Der schwierigste Part ist aber aus knapp 5 Metern einmal abzuspringen und sich dabei gut festzuhalten. Gesagt getan, machten wir beide hier 1-2 Runden und dann hieß es auch wieder Rückfahrt mit dem Fahrrad. Unterwegs fanden wir dann auf der Straße noch eine Schildkröte, die unser Begleiter Keith dann über die Straße trug. Das arme Ding war von dem Verkehr so eingeschüchtert, dass es auf dem (provisorischen) Fahrradweg stehen blieb und Kopf und Gliedmaßen einzog. Während Chris die Tour de France das zweite Mal fuhr (so wie er schwitzte, kann es ein kein kleinerer Wettbewerb gewesen sein), entspannte Steffi schon ein paar Minuten bevor dann auch Chris und der Rest ankam. Morgen geht es nun in die Tiefen des Pantanals und wir werden drei Tage mit brasilianischen Cowboys, Piranhas und Kaimane abgeschattet von der Außenwelt überstehen müssen. Mit Glück schleicht sich vielleicht auch ein Jaguar oder Puma an uns heran.Read more

You might also know this place by the following names:

Mato Grosso do Sul, MS, ماتو غروسو دو سول, Мату-Гросу-ду-Сул, Мато Гросо до Сул, মাটো গ্রসো ডো সুল, Suda Mato-Groso, Mato Grosso del Sur, Mato Grosso do Suli osariik, Hegoaldeko Mato Grosso, ماتوگروسو جنوبی, Mato Groso do Sur, Matu Grosu du Sul, מאטו גרוסו דו סול, मातो ग्रोसो दो सुल, Մատու Գրոսու դու Սուլ, マットグロッソ・ド・スル州, მატუ-გროსუ-დუ-სული, 마투그로수두술 주, Silva Crassa Meridionalis, Pietų Mato Grosas, Matugrosu du Sula, Јужно Мато Грошо, Mato Grosso del Sud, Mato Gross dël Sud, ماتو گروسو دو سول, Urin Mato Grosso suyu, Мату Гросу ду Сул, รัฐมาตูโกรสซูโดซูล, جنوبی ماتو گروسو, Matu-Grosu-du-Sul, 南马托格罗索州

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