Colombia
El Centenario

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68 travelers at this place

  • Day40

    Cali

    February 6 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    Kurz gesagt :
    Wer nicht unbedingt nach Cali muss, der lässt es 😅
    Die drittgrößte Stadt Kolumbiens ist nämlich gar nicht so pralle und wird nicht von vielen Reisenden angesteuert.
    Man hört auch die ein oder andere Geschichte, die nicht unbedingt sehr einladend ist.
    Ob kleinere Überfälle oder Probleme mit der Polizei, meist endete es mit dem Verlust von nicht unerheblichen Mengen von Bargeld.
    Obwohl man dazu sagen muss, dass im Vorfeld meist Drogen bzw. deren Erwerb im Spiel waren...

    Aber wir hatten hier nur ein Ziel :
    Salsa! 💃🕺
    Cali ist die Hauptstadt dieses Tanzes und war deswegen ein absolutes Muss auf unserer Reise.
    Eine Tanzschule war schnell gefunden und wir schwungen das Tanzbein.
    Besser gesagt, wir versuchten es 😅
    Aber mit etwas Übung hat man schnell ein paar Moves drauf, den Beweis sieht man im Video 😜

    Mittwoch ist hier der kleine Samstag und zusammen mit einer kleinen Gruppe Dänen und Belgiern machten wir uns in unserer Tanzschule bei einer kleinen Salsaparty etwas warm.
    Denn anschließend gingen wir nebenan in einem der berühmtesten Salsa- Clubs um dessen Tanzfläche zu erobern.
    Im "La Topa Tolondra" finden sich alle Altersklassen zum Tanzen ein und wir waren sofort Feuer und Flamme.
    Die gute Laune war ansteckend und wir versuchten, so gut es ging mitzuhalten 🙈
    Aber selbst wenn nicht jeder Schritt sitzt, Salsa macht einfach unglaublich viel Spaß!

    Ansonsten haben wir ein wenig die Stadt erkundet und haben Jesus einen Besuch abgestattet.
    Er hat unsere Reise gesegnet und wir ziehen erstmal weiter 🏜️
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  • Day187

    Cali, Colombia

    July 6, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Vorerst der letzte Tag in Colombia ist gekommen!
    Es ist Sonnig und sehr heiß als wir zu unserer letzten Tanzstunde um 10 Uhr früh gehen!
    Wie versprochen machen wir auch einige Videos (es werden natürlich nur die besten Momente zusammen geschnitten😉😋). Heute klappen die Drehungen überraschenderweise ganz gut ... doch nach 1,5 Stunden lässt die Konzentration nach und es wird immer schwerer den schritten zu folgen!
    Bereits mittags geht es mit dem Uber und Bus zum Flughafen. Es geht tatsächlich gegen meine ursprüngliche Reiserichtung in den Norden zurück ... und zwar nach Panama City. Wir waren dort zwar schon mal, aber nur auf Durchreise! Panama dient dieses mal für einige Tage als "zuhause" für die Weiterreise weiter in den Norden ... Costa Rica warten auf uns!
    Der Reisetag entwickelte sich zu einem sehr langen Tag! So ging der Flug von Cali nach Bogota und anschließlich nach Panama City. Erst vor Mitternacht erreichten wir endlich den Flughafen von Panama City. Leider liegt der Flughafen echt weit abseits von Zentrum so gab es eine Möglichkeit ein Abhollservice des Hostel zu nutzen welcher 30 USD gekostet hätte ... aber nix da. Wir nutzen wie die Einheimischen die öffentlichen Busse. Garnicht so einfach weil man unbedingt eine Plastikkarte braucht. Aber die Einheimischen Busfahrer waren so nett und haben uns immer unter der Hand mitgenommen!😀👍
    Am Ende mussten wir doch noch ein Taxi nehmen weil wir warscheinlich falsch verstanden wurden, und so kam und die ganze Anreise zum Hostel nur 10 USD.
    Es hieß nur noch Zähne putzen und ab ins Bett .... ein 12 Bett Dorm!
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  • Day62

    Hot, hotter, Cali

    August 12, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Die Fahrt nach Cali hat sich dann doch noch ziemlich gezogen, sodass wir erst gegen Mittag nach mehr als 20-Stunden Busfahrt ankamen. Was sofort auffällt: Hier ist es lauter, günstiger und vor allem heißer - fast schon zu heiß, aber wir wollen uns nach den kalten Wochen mal lieber nicht beschweren ;) Da die Fahrt ziemlich anstrengend war, sind wir nach dem Einchecken in unserem schönen Air Bnb (mit Blick auf die San Francisco Kirche) nur noch zum Supermarkt, um noch etwas fürs Abendessen und Frühstücken zu besorgen.Read more

  • Day63

    Re-Energizing in Cali

    August 13, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach der super anstrengenden Busfahrt und angesichts der Hitze haben wir es heute sehr ruhig angehen lassen. Ausschlafen, dann Pancakes selber gemacht, ein bisschen entspannt und dann noch ein wenig hier spazieren gewesen und uns Cali angeschaut. Da unsere Straße abends abgesperrt wird und keine Taxis durch dürfen und laufen auch nicht empfohlen wird, sind wir auch heute Abend zu Hause. Morgen fahren wir dann weiter nach Salento.Read more

  • Day38

    Cali - Salsa every damn day

    April 15, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    "be sexy" - one of the first things my amazing teacher Jennifer told me. To be honest I don't feel sexy and what I saw in the mirror didn't felt sexy at all. But you know what. In the end it was kind of therapeutic. Looking at yourself for round about two hours a day, changes how you feel about yourself. My hips are still horrible compared to her, but I learned a lot. And dancing with my other teacher Ivan was just FUN. We laughed a lot and he gives you a really good feeling about yourself. I'm really sad I couldn't stay longer. But after 6 days Peru is calling. I have to make my way to Bogotá to get my flight to Lima. Oh and the food was amazing :DRead more

  • Day30

    Cali

    April 9, 2019 in Colombia ⋅ 🌧 29 °C

    Cali ist eine sehr lebendige Stadt in die es nicht ganz so viele Touristen verschlägt. Es gibt dort keine bekannten Sightseeing Attraktionen, die man gesehen haben muss.

    Gerade deshalb hat es aber ein besonders authentisches Flair. Die Menschen sind besonders offen und hilfsbereit.
    Es gibt viele Grünflächen, Streetart und geniales Streetfood. Da Cali die "Salsa Hauptstadt" ist kommen viele auch nur um das Tanzbein zu schwingen.
    Ich war auch zweimal Salsa tanzen und hatte wirklich eine tolle Zeit.
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  • Day256

    Hasta la próxima, Colombia!

    February 21 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Gestern habe ich mich von Kolumbien verabschiedet. Ein bisschen schweren Herzens, da ich mich wirklich wohlgefühlt habe und über die gesamte Zeit beeindruckt von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen war!
    Zum Schluss reichte es aber mit der Hitze (auch in Cali hat es nicht abgekühlt) und dem etwas ungünstigen Reiseplan. Auf Cali hatte ich ohnehin keine große Lust, dazu kam, dass ich müde war und mich ein bisschen krank fühle. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, hatte ich mich zumindest für eine Stadtführung angemeldet, die dann aber mangels anderer Teilnehmer ausgefallen ist. ;) Also bin ich Freitagmorgen um 6 zum Flughafen, nach 5 1/2 Stunden in Santiago gelandet und warte nun seit 8 Stunden auf meinen Anschlussflug nach Punta Arenas. Wach seit inzwischen 22 Stunden. 😴
    Ich freue mich, jetzt hoffentlich 7 Wochen lang kein Flugzeug mehr von innen zu sehen! Die Distanzen werde ich Stück für Stück mit dem Bus zurücklegen, da meine Route (mit Abstecher) von Süd nach Nord führt, und nicht so kreuz und quer durchs Land wie in Kolumbien. Allerdings sind die Entfernungen nicht zu unterschätzen. Von Ushuaia (was übrigens zu Argentinien gehört) im Süden bis Santiago sind es 2400km Luftlinie, auf der Straße noch mal 1000 mehr. Also mal sehen, wie weit gen Norden ich es schaffe...
    Erst mal freue ich mich darauf, die nächste Nacht im Bett statt am Flughafen verbringen zu können!
    Und dann gibt es auch wieder bessere Beiträge hier. ;)
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  • Day101

    Cali

    November 26, 2018 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Wir sind wieder mit Velotax gefahren, aber diesmal war der Bus echt furchtbar! Keine Beinfreiheit, Schwitzwasser von der Decke tropft auf uns und die sitze gehen nur minimal nach hinten verstellen. Um 8 Uhr kommen wir zum Glück nach 10 Stunden Fahrt in Cali an. Mit dem Taxi (das Miniauto ist bis oben hin gefüllt mit Rucksäcken und mit uns) geht es zum Hostel Caelum - ein süßes Haus mitten im Zentrum, zwei Hunde begrüßen uns und der nette Mitarbeiter führt uns einmal durch den Garten und zeigt uns unser Zimmer. Es ist ein hoher Raum mit 3stöckigen Bambus-Betten - von oben bekommt man echt ein bisschen Angst so ohne Begrenzung. Zum Frühstück gibt es leckere Schokocrossaints und einen guten Kaffee in der Bäckerei direkt unter dem Hostel. Danach mache ich mich mit Mo und Maren im Regen auf den Weg zur Iglesia La Ermita - dort soll eigentlich 10 Uhr eine Free Walking-Salsa-Art-Tour starten. Als um 10:20 Uhr immer noch keiner zu sehen ist, gehen wir zurück auf den Platz mit der Trompete und treffen dort Fernando, der eine Free-Walking-History-Tour mit uns macht. Außer uns nimmt noch die Tunesierin Jasmin teil. Fernando erzählt uns die Geschichte von Cali von Beginn an (1536) und von der Salsa-Band Niche, nach der dieser Platz benannt ist und deren Song „Cali“ aus den vier Trompeten ertönt :) Schulkinder hüpfen aufgeregt darunter rum und singen lautstark den Song ihrer Stadt mit! Sehr süß anzuschauen. Danach laufen wir durch die Stadt, probieren die Cali-typische Frucht Chontaduro (super hart, wird gekocht und geschält und mit Salz und Honig gegessen, schmeckt nach Kartoffel/Mais), trinken Zuckerrohrsaft mit Limette (viel besser so als der pure Saft in San Agustín!), naschen zuckersüße Mango und Ananas und besichtigen das älteste Gebäude der Stadt - eine Kirche mit zwei Altaren. Am Ende der Tour schenkt uns Fernando noch ein Armband in den Farben Kolumbiens und nimmt uns mit nach San Antonio, ein schönes Viertel hier in Cali. Dort laufen wir noch auf einen kleinen Hügel, sehen die Stadt von oben uns gönnen uns auf dem Rückweg ein Eis und frittierte Bananen. Zurück im Hostel legen wir uns erschöpft nach einer heißen Dusche ins Bett, lesen ein bisschen, schreiben Tagebuch, ich beginne die Serie Narcos (Kolumbiens Drogengeschichte), sehr zu empfehlen) und schlummern. Später gehe ich mit Mo noch was essen und abends gibt es gratis Salsastunden auf der Terasse im Garten von zwei jungen Kolumbianern. Nach ein paar Bier und Aguadiente geht es noch in einen Salsaclub um unsere Sklills zu zeigen :). Wahnsinn wie die Kolumbianer tanzen können, es sieht aus als wenn sie schweben würden und als wären ihre Beine aus Gummi! Wahnsinn!Read more

  • Day39

    Cali

    November 15, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    I spent more time then expected in Cali. Haven't seen much from the City but experienced an amazing hostel with many great people and crazy Salsa parties. I also took some Salsa lessons ;)

  • Day64

    Cali(ente)

    February 4 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    Von der Pazifikküste ging es zusammen mit den drei Briten nach Cali, wir haben auch gleich das gleiche Hostel gebucht.
    Cali selbst ist ja berühmt berüchtigt, zum einen als Hauptstadt des Salsa, zum anderen aber auch als eine der gefährlichsten Städte, zumindest statistisch. Deswegen ist Cali auch nicht besonders beliebt bei Touristen und leider bestätigten viele Gespräche und Berichte von anderen Reisenden auch dieses Bild.
    Selbst bei Tag sollte man einige Teile der Stadt meiden, und längere Touren wie auf die benachbarten Berge und Aussichtspunkte möglichst sehr früh starten, so gegen 6/7, damit man den Rückweg durch die angrenzenden Viertel möglichst zeitig antreten kann. Sonstige geführte Touren durch die Stadt gibt es eigentlich nicht, zumindest hab ich von keiner gehört. Es gab eine Free Walking Tour, die aber lediglich eine Stunde dauerte und sich auch nur im unmittelbare Umfeld des Hostels, dem Altstadt-Viertel San Antonio, bewegte. Das liegt aber evtl auch daran, dass Cali jetzt nicht soo extrem viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Auch
    obwohl die meisten bekannten Clubs und Bars in unmittelbarer und fußläufig erreichbarer Nähe lagen, sollte der Rückweg immer per Taxi durchgeführt werden, auch wenn es nur 5 Minuten Fahrt waren. Laut den Einheimischen ist die Gefahr ausgeraubt zu werden sonst nicht nur hoch, sondern sogar sehr wahrscheinlich.
    Das waren alles so Sachen die einen nicht extrem motiviert haben auf große Erkundungstour durch die Stadt zu gehen. Natürlich sollte man sich aber allgemein nicht von solchen Geschichten zu sehr beeinflussen und abschrecken lassen.

    Da es sonst gar nicht so viel aus Cali zu erzählen gibt dachte ich mir, ich teile mal meine Top 3 Stories, die mir von anderen erzählt wurden. .

    Platz 3:
    Mein Roommate in Cartagena, mit dem ich auch auf dem Musikfestival war, erzählte mir, dass er in Cartagena mit ein paar Kolumbianern auf eine Aftershow-Party gehen wollte. Dort angekommen kamen kurz darauf gleich zwei Typen auf ihn zu, einer sagte: Ich gehöre zum Kartell und wenn du mir nicht 500.000 Pesos (ca. 140€) gibst töte ich dich und alle deine Begleiter. Meiner Meinung nach ist schon alleine die Summe das entscheidende Indiz dafür, dass dieser einfach gelogen hat und nicht zum Kartell gehörte, da deren Geschäftsgebaren sich in anderen Geldsphären bewegen als 140€ und diese so etwas nicht nötig hätten. Das lässt sich jetzt aber natürlich aus der Hängematte leichter beurteilen als wenn man sich selbst in der Situation befindet. Jeder kann sich ja selbst hinterfragen wie er/sie in dieser Situation reagieren würde.
    Er bezahlte das Geld. Kurz darauf erzählte er es seinen Begleitern, diese waren entsetzt und sagten er solle sofort die Polizei holen. Diese kam dann auch, nahmen den Typen mit, erfassten die Daten und sagten sie vernehmen ihn. Auf die Frage, ob er denn sein Geld wieder bekommt zuckten sie bloß mit den Schultern. Seine Begleiter machten ihm aber nicht viel Hoffnung, da auch die Polizei nicht immer die vertrauenswürdigste Institution sein.

    Platz 2:
    Ereignete sich auch gleich in meiner Zeit in Cartagena.
    Zwei junge Belgier, so um die 20 glaube ich, aus meinem Dorm hatten am Wochenende das dringende Verlangen mach etwas Gras. Sie kamen daraufhin auf die glorreiche Idee einen offensichtlichen Dealer anzusprechen und etwas zu kaufen. Nachts, in einem Park, in einer der gefährlichsten Städte Kolumbiens. Faktoren, die die meisten wohl zumindest darüber nachdenken lassen würde, ob das der beste Plan ist und man nicht doch lieber erstmal beim Alkohol bleibt.
    Vorerst lief es normal, der Dealer bestätigte den Handel, entfernte sich dann, um das ersehnte Produkt zu holen. Allerdings sagten sie auch, dass er dann kurz telefonierte. Er kam zurück, hab ihnen eine Art Glasflasche, gefüllt mit einigen vorgefertigten Joints. Anschließend Geld gegen Ware und die beiden machten sich auf den Rückweg.
    Keine Minute später hielt ein Transporter neben ihnen, ein Polizeibus. Sofort stiegen Beamte aus, riefen laut, durchsuchten sie und fanden natürlich sofort die Ware. Die zwei mussten sich dann in den Bus setzten, einer der Beamten machte ihnen klar, dass sie jetzt ein Problem haben. Sie werden auf die Wache fahren und sie können dort einmal telefonieren. Allerdings ging die Fahrt nicht auf eine Wache, sondern auf einen abgelegenen Hof. Dort kamen dann zwei Motorräder und ein Mann in zivil stieg in den Bus. Er machte ihnen das Angebot, dass man das jetzt auch anders lösen könne. Für 1000€ ist die Sache erledigt. Sie machten ihnen klar, dass es gar nicht möglich ist so viel Geld auf einmal abzuheben. Sie wurden dann schließlich am einen Geldautomaten eskortiert und mussten abheben was ging. Am Ende ware es so 700€.
    Sie fragten die Polizisten auch noch, wie sie sie so schnell fassen konnten. Die Polizisten meinten, es seien Kameras im Park, was aber ziemlicher Quatsch ist. Die Sache mit dem Typ vom Motorrad und dass der Dealer noch kurz vorher telefonierte legen ziemlich nahe, dass die Polizei in diesem Fall gemeinsame Sache machte. War eine Win-Win-Situation, der Dealer hatte sein Geld und die Polizisten hatten ihr Geld.

    Platz 1:
    Ist meinen britischen Freunden ebenfalls in Cartagena passiert und ist eigentlich eine Symbiose aus den ersten beiden.
    Die zwei, ein Pärchen, waren abends etwas trinken und lernten zufällig einen Kolumbianer kennen. Dieser muss wirklich nett und sympathisch gewesen sein und er lud sie dann in einen Club ein, der wohl einem Freund von ihm gehörte oder so ähnlich. Dort angekommen begann es das erste Mal strange zu werden, als sie vom Eingang in eine Art VIP-Bereich von dem Securities eskortiert wurden. Dort wurde ihnen dann auch regelmäßig Getränke aller Art gereicht.
    In dieser vertrauensvollen Atmosphäre dachten sie sich dann, sie fragen mal nach der Möglichkeit evtl. etwas Koks zu kaufen. Das sollte kein Problem sein und nach einer Weile ging der Kolumbianer mit dem Brite aufs Klo. Dort war bereits eine Line vorbereitet und außerdem ein großes Päckchen, der Brite meinte es Ware bestimmt 25/30 Gramm. Er war daraufhin etwas verwirrt und fragte den Kolumbianer ob das alles für sie sei. Sie wollten ja nur ein bisschen zum feiern und keinen Einzelhandel aufmachen. Der Kolumbianer bejahte wie selbstverständlich und meinte für 600.000 können sie es haben. Der Brite war jetzt etwas nervös und versuchte ihm zu vermitteln, dass sie weder Bedarf an so viel Kokain haben, noch so viel Geld bei sich haben. Daraufhin erschien dann auch der vermeintliche Freund/Chef des Kolumbianers und war gar nicht amused. Er sagte ihnen, normalerweise verkaufen sie nur im Kilo-Bereich und das ist schon ein Gefallen für sie. Außerdem ging er mit dem Preis auf 400.000 herunter (jeder der weiß wie viel Kokain in Europa kostet, weiß wie wenig das eigentlich ist). Der Brite versuchte weiterhin den Mann davon zu überzeugen, dass das Gut sie nicht möglich ist. Dieser wurde dann langsam ziemlich sauer und sprach dann auch immer mehr spanisch. Und man weiß, wenn jemand in die Muttersprache verfällt ist es meistens vorbei mit der Diplomatie. Wenn sie nicht bezahlen werden sie Probleme bekommen und sie werden jetzt zusammen zum Geldautomaten fahren etc.
    Da sie aber auch keine Kreditkarten dabei hatten war der erste Stop ihr Airbnb. Dort konnte der Brite noch verhindern, dass die Kolumbianer mit in die Wohnung kommen, da der eigentliche Besitzer auch dort lebte und eine weitere Partei in dieser bereits komplexen Situation hat es wohl nicht gebraucht. Außerdem waren er und seine Freundin immer getrennt voneinander, was ihn zusätzlich nervös machte. Schließlich holten sie das Geld und waren schließlich im Besitz eine größeren Menge eines illegalen Rauschmittels, welche sich wohl nicht mehr mit Eigenbedarf entschuldigen ließe.
    Damit aber noch nicht das Ende. Denn das nächste Ziel war Medellín, per Bus, und alle Strecken von und nach Medellín sind ziemlich streng überwacht, eben gerade aufgrund dieser Substanzen.
    So wurde auch ihr Bus auf dem Hinweg von der Polizei gestoppt, was sie aber unbeschadet überstanden, nur ein paar Liter Schweiß weniger.
    Als sie dann aber für die Weiterreise aus Medellín im Bus Terminal standen und der Brite sah, dass das Gepäck wie auf dem Flughafen geröntgt wird, wurde es dem Briten zu viel. Er suchte panisch einen Mülleimer abseits der ganzen Securities, Polizisten und Kameras und warf das Päckchen hinein.

    Jeden dürfte jetzt natürlich aufgefallen sein, dass die Geschichten fast immer mit Drogen zu tun haben. Und wer diese Grenze natürlich bewusst (und oft auch sehr naiv) übertritt darf sich dann nicht beschweren, wenn er selbst zum Opfer wird. Meiner Meinung rechtfertigt das allerdings nicht die teilweise starke Korruption der Polizei hier. In Medellín zum Bsp. hat man viele Geschichten von willkürlichen Durchsuchungen von augenscheinlichen Touristen auf der Straße oder auch in Taxis gehört. Allerdings tun sie das meistens nicht um das Drogenproblem zu bekämpfen, sondern um dann Geld zu verlangen. Ich habe auch schon von Fällen gehört, dass derjenigen anschließend seine Drogen sogar wiederbekommen hat, der Polizist hatte ja dann was er wollte.
    Ich denke, dass ist auch ein bisschen das Pillen von Cali. Die Stadt ist mit Sicherheit ziemlich aufregend und schön, wenn man sich nur auf sie einlassen kann. Allerdings ist das nicht so einfach, wenn man von den Risiken hört ausgeraubt zu werden und gleichzeitig von einer Polizei, die einem evtl. gar nicht, wenn man sie braucht.

    Außerdem nochmal zur Betonung: das sind alles Einzelfälle und wie erwähnt meistens immer im Zusammenhang mit Drogen. Man fühlt sich in Kolumbien allgemein recht sicher und alle Kolumbianer die ich bisher kennen gelernt habe waren super freundlich und hilfsbereit, und immer bemüht, dass man sich in ihrem Land wohl fühlt.
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El Centenario

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