Flinders Discovery Centre 🦖
July 9, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C
Noch am selben Tag fahren wir die 115km östlich nach Hughenden, um zum letzten Eck des Dinosaurier-Dreiecks zu gelangen.
Wir finden kurz hinter der Stadtgrenze ein flaches Gravelpit, dass momentan für die Lagerung von Baustellenmaterial genutzt wird. Wir verstecken unser Auto etwas hinter dem Baustellenzaun, machen unser Abendessen und warten bis zum Einbruch der Dunkelheit, bis wir schließlich unser Dachzelt ausklappen.
Direkt morgens bei Sonnenaufgang stehen wir auf und bauen das Zelt ab. Wir begrüßen die Arbeiter bei ihrem Arbeitsbeginn, grinsen sie frech an und fahren vom Platz 😅.
Am anderen Ende der kleinen Gemeinde gibt es kostenlose Duschen, die unser erstes Ziel am Morgen sind. Danach fahren wir an den angrenzenden See, spazieren eine Runde deum herum und frühstücken dort frisch geduscht und in aller Ruhe an den Picknicktischen.
Gestärkt geht es nun in das „Flinders Discovery Centre“ im Herzen der Stadt.
Die Ausstellung beinhaltet neben dem Skelett eines eindrucksvollen, riesigen „Muttaburrasaurus“ vor allem geschichtliches aus der Region und ihre Bewohner, was auch sehr interessant ist. Insgesamt hätten wir hier aber doch mehr erwartet. Trotzdem finden wir, dass sich das Gesamtpaket „Australias Dinosaur Triangle“ sehr gelohnt hat, denn man erlebt uns sieht wirklich weltweite Einmaliges! 👌
Im Anschluss an die Ausstellung, es ist ja erst Mittagszeit, fahren wir nochmal an den See. Der Rundweg ist komplett asphaltiert und ebenerdig. Nach den Laufrunden durch das Outback über Stock und Stein ist die Zivilisation mit der Erfindung des Straßenbaus eine wahre Wohltat und so beschließen wir noch laufend ein paar Runden um den See zu drehen. Die Mittagshitze ist uns heute egal, denn im Anschluss geht es wieder zu den Duschen am anderen Ende der Stadt 🚿Read more
Prairie
July 9, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Von Hughenden geht es rund 50km östlich in die Prairie, bzw. nach Prairie, denn so heißt der nächste Ort.
Der Ort liegt direkt an der Landstraße und besteht im Grunde nur aus einer Grundschule, einem großen Windrad und einem Hotel mit Pub.
Der Pub hält sich bereits seit 1868 und auch der derzeitige Besitzer führt ihn schon seit 25 Jahren. Auf dem Hinterhof ist eine Rasenfläche, auf der man kostenlos campen darf. Im Gegenzug darf man natürlich gern im Pub das eine oder andere Bier bestellen, was wir natürlich machen 🍻
Beim zweiten Bier kommen wir auch mit dem Besitzer „Barfeoot Bill“ ins Gespräch, der tatsächlich die ganze Zeit nur barfuß herumläuft.
Er erzählt uns etwas von der Geschichte des Pubs und zeigt uns ein Fotoalbum aus vergangenen Tagen. Der Pub hat über die Jahre schon so einiges mitgemacht und stand unter anderem auch schon komplett unter Wasser.
Später auf unserem Campingplatz lernen wir auch noch Buffy, den Wasserbüffel kennen, der mit seinen langen Hörnern zwar bedrohlich aussieht, sich aber über jede Streicheleinheit freut. 😅Read more
Charters Towers
July 10, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Von Prairie geht es über den Flinders Highway rund 200km weiter östlich nach Charters Towers.
Auf dem Weg halten wir kurz am White Mountain Nationalpark Ausguck, ärgern uns aber sehr über den vielen Müll, den die Besucher hier hinterlassen haben. In den Nationalpark selbst fahren wir nicht, da wir momentan gefühlt etwas zu viel von Nationalparks haben. Wir könnten es momentan einfach nicht genießen.
Die Stadt Charters Towers ist wieder etwas größer, die Bevölkerungszahl von 27.000 zu Zeiten des Goldrausches Anfang des 19. Jahrhunderts besteht heute allerdings nicht mehr. Mittlerweile leben hier nur noch knapp 8.000 Einwohner. An vielen Ecken kann man anhand der Architektur und den historischen Gebäuden aber noch den einstigen Reichtum der Stadt erahnen.
In 2019 haben wir in Charters Towers auf den Showgrounds mitgewirkt 🥤🍟🌭, daher kennen wir die Stadt schon ein wenig und beschränken und heute auf das Lebensmittel einkaufen, tanken und besorgen uns als zusätzliche Polsterung für unsere dünne Matratze im Dachzelt noch 2 Yogamatten. 👌
Unsere Rücken schreien danach, denn auch wir werden langsam älter 🤓
Am Nachmittag fahren wir nach Norden raus, und finden am ausgetrockneten Burdekin River ein ruhiges Camp. 🏕️
Am nächsten Morgen steht der Wald voller Nebel, der sich aber schnell verzieht und die Sonne kommt heraus. Wir gehen über die staubigen Piste noch eine große Runde laufen und genießen anschließend eine erfrischende Dusche.
Eigentlich wollten wir auch noch den Geocache finden, der hier versteckt ist - aber leider campt eine Gruppe direkt daneben…
Aron wird unverhofft von einer Wespe gestochen, die aber auf frischer Tat ertappt und somit direkt zur Strecke gebracht wird. 🐝☠️
Nach dem Frühstück brechen wir wieder auf und fahren nach Nordwesten weiter.Read more
Heimlich im Wald 🏕️
July 12, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 13 °C
Vom Burdekin River fahren wir weiter nördlich. Wir schauen uns auf dem Weg verschiedene Camp-Möglichkeiten an, aber es ist nichts schönes dabei. Entweder sind die Plätze zu dicht an der Straße, bereits zu voll oder mit skurrilen Gestalten bevölkert oder einfach zu vermüllt…
Nach rund 160km entdecken wir auf einem Gravelpit schließlich eine kleine Lücke zwischen dem hohen Gras und fahren einfach mal rein. Der Weg ist total zugewachsen und schmal, zudem müssen wir nach ein paar Metern durch einen ausgetrockneten Fluss fahren - aber es ist wie für uns gemacht. Nach knapp 500m endet der Weg mitten im Wald und neben einem abgesperrten Zugang zu einer stillgelegten Bahnstrecke. Hier stehen wir ganz alleine, wir haben reichlich Feuerholz 🪵 und die Straße ist auch kaum zu hören.
Wir machen das Feuer an und genießen die abendliche Ruhe bei hausgemachten Känguru-Burgern vom Grill 🦘
Da wir uns jetzt wieder recht weit nördlich und bereits im tropischen Teil Queenslands befinden, steigt nachts die Luftfeuchtigkeit stark an.
Morgens ist es kalt, alles ist nass und klamm und der Wald ist voller Nebel. Wir machen gleich morgens das Feuer wieder an und wärmen uns.
🔥
Wir warten noch ein wenig, bis der Nebel
sich verzieht und die höher steigende Sonne auch das Zelt endlich trocknet. Das ist der Nachteil bei unserem Zelt: regnet es oder ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, so muss man entweder warten bis alles trocken ist, oder das Zelt möglichst früh am Tag wieder aufbauen, damit es noch vor der nächsten Nacht wieder durchtrocknen kann.Read more
Unfall im Outback 😱 🚨
July 12, 2024 in Australia ⋅ 🌙 22 °C
❌Vorwort: So dramatisch der Titel auch klingen mag, wir waren zum Glück nicht in den Unfall verwickelt! 😜❌
Vom unserem Wald-Camp fahren wir weiter nördlich und machen am Greenvale Roadhouse einen Halt zum Tanken und das selten gewordene Internet zu nutzen. Empfang haben wir auf den letzten Tausend Kilometern wieder meist nur in den Städten.
Wir fahren immer weiter nach Norden und biegen bei der Lynd-Junction nach Nordosten ab. Da es auf der Strecke nicht viel zu erkunden gibt, schauen wir uns am
Nachmittag wieder nur die kostenlosen Campmöglichkeiten an, aber es scheint wieder schwierig zu werden. Wir fahren weiter bis Mount Garnet und sehen auf der Karte eine abgeschiedene Gegend im Norden, mitten in den Wäldern. Die Anfahrtsroute, bzw. der Zustand der Straßen ist aber nicht daraus abzuleiten. Im örtlichen Roadhouse fragen wir uns durch, aber keiner hat Erfahrung auf der Strecke… 🙄 Man könne auch hier am Roadhouse im Hinterhof auf einer Rasenfläche gern kostenlos übernachten.
Wir haben also zwei Optionen und es ist bereits später Nachmittag mit knapp 2,5 Stunden bis Sonnenuntergang. Bis zu unserem abgelegenen Camp im Wald und am Fluss sind es etwa 75km über eine Schotterstraße unbekannten Zustands, andererseits könnten wir hier und jetzt das Zelt aufschlagen und hätten Toiletten und eine Dusche für umsonst.
Wir entscheiden uns natürlich für die Abenteuer-Variante, glauben daran, dass es schon klappen wird und fahren nördlich aus der Stadt heraus auf die Gravelroad. Die Straße ist in einem guten Zustand und wohl erst kürzlich wieder „gegraded“ worden. Das muss bei Schotterstraßen immer wieder gemacht werden um sie zu glätten. Die Fahrt ist also vergleichsweise ruhig und es sind nur wenige größere Steine auf dem Weg, denen wir ausweichen müssen. Es staubt aufgrund der Trockenheit aber gewaltig und wir hinterlassen hinter uns eine paar hundert Meter lange Staubwolke, die sich nur langsam legt. Auf solchen Strecken hat man übrigens immer das Abblendlicht an.
Nach ein paar Kilometern haben wir plötzlich ein Auto hinter uns. Es scheint deutlich schneller als wir unterwegs zu sein. Wir setzen den Blinker, lassen ihn überholen. Im Vorbeifahren grüßen wir, der Mann im anderen Auto bedankt sich. Wir warten bis auch seine Staubwolke sich gelegt hat, bis wir die Fahrt wieder aufnehmen. An diese Überholung werden wir uns später noch gut erinnern…. 😶
Nach weiteren wenigen Kilometern verändert sich wiederum das Straßenbild. Die Strecke ist immer noch im guten Zustand, ist nun aber nur noch einspurig und führt entlang an steilen Bergkuppen, mit malerischer Aussicht und immer wieder durch freigesprengte Korridore zwischen massiven Felswänden.
Ausweichbuchten für Gegenverkehr gibt es, aber sie sind selten. Wir nehmen deutlich an Geschwindigkeit raus.
Am Straßenrand sehen wir immer wieder Kängurus und müssen oft bremsen. Kommen wir zu nahe, springen sie immer wieder aufgeschreckt auf die Straße, weil sie es nicht besser wissen.
Wir passieren immer wieder in die Straße eingelassene Gitter, sogenannte „Grids“. Die sind dafür da, um umherwandernde Rinder in ihrem großen Gehegen zu halten. An einem dieser Gitter steht plötzlich ein rotes Warnschild mit dem Hinweis, das hier nun Privatgelände wäre und man nicht weiterfahren darf. 🛑
Wir halten kurz an und überlegen… Wir sind nun schon so weit gefahren und sollten eigentlich auf einer offiziellen Straße sein. Es macht keinen wirklichen Sinn, dass man hier nicht weiterfahren darf. Wir sehen niemanden und entscheiden uns dafür einfach weiterzufahren. Es wird schon klappen… 😅
Nach wenigen Metern müssen wir durch einen Fluss, der ist aber recht flach und somit kein Problem.
Wir sind mittlerweile definitiv mitten im Nirgendwo und haben immer noch knapp 25km Offroadstrecke vor uns, bis wir laut unseren Karten die nächste befestigte Straße erreichen. Zeitlich müsste es aber noch vor Sonnenuntergang klappen, um unser anvisiertes Camp zu erreichen.
Daraus wird leider nichts… !!
Nach ein paar Kilometern biegen wir um die nächste Ecke - es ist immer noch einspurig- da sehen wir plötzlich in der Kurve vor uns einen Mann auf der Pritsche seines Pick-up Trucks stehen und hektisch winken. Er deutet uns anzuhalten. Das müssen wir ohnehin, denn er blockiert mit seinem Wagen schließlich die einspurige Straße.
Wir fahren langsam und so ist es kein Problem rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Als wir näher sind, erkennen wir das Übel. 😳
Der Wagen, der uns ein paar Kilometer zuvor überholt hat, ist frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen. 🚙💥😱
Wir steigen aus und schauen ob wir helfen können. Die Vorderseiten beider Fahrzeuge sind jeweils stark beschädigt und das Auto aus dem Gegenverkehr hat sich dabei außerdem einen Reifen zerfetzt.
Der Fahrer aus unserer Richtung, der uns zuvor überholt hatte, ist ein Mitarbeiter der örtlichen Kreisverwaltung. Derjenige im Gegenverkehr ein Aborigine. Beide unterhalten sich, und helfen sich gegenseitig die Fahrzeuge wieder fahrbereit zu machen. Es ist offenbar Beiden nichts passiert! Zum Glück. 🍀
Vom Mitarbeiter der Kreisverwaltung bekommen wir im Gespräch noch hilfreiche Tipps über die Gegend, wissen nun auch sicher, wohin die Straße führt und wo Privatland ist, von dem wir uns fernhalten sollen. Unser anvisiertes Camp sei auf jeden Fall eine gute Wahl mit traumhafter Umgebung und viel Ruhe :)
Hinter dem Auto im Gegenverkehr steht noch ein weiteres 4x4. Eine Aboriginie-Frau mit 2 Kindern. Es stellt sich heraus, das die beiden Fahrzeuge gemeinsam in gleicher Richtung unterwegs waren. Die Kinder waren dabei im hinteren Auto mit der Frau, die zum Glück noch rechtzeitig bremsen konnte. Ihnen ist nichts passiert.
Es sieht so aus, dass beide Autos noch aus eigener Kraft weiterfahren können. Nachdem der kaputte Reifen gemeinsam gewechselt ist, und etwas Blech am Radkasten zurechtgebogen wurde, wird die Straße freigemacht und auch wir können schließlich weiterfahren.
Bremsspuren sehen wir übrigens auf beiden Seiten kaum… Da haben wohl gleich 2 Fahrer nicht aufgepasst. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten wir ihn nicht vorher überholen lassen! 🤔 Dann stünden wir vermutlich hier…
Wir können also endlich weiterfahren. Mittlerweile dämmert es allerdings und wir werden unser Camp nicht mehr im Hellen erreichen. Durch das Gespräch mit dem Ranger sind wir uns aber nun recht sicher, dass wir noch einen Platz finden werden, egal wie spät es wird.
Der Rest der Strecke ist nun tatsächlich einfach, wir erreichen nach einigen Kilometern die nächste befestigte Straße, nur um diese in der nächsten Ortschaft „Petford“ wieder auf eine Gravelroad zu verlassen.
Nun ist es aber nicht mehr weit. Unser Camp, bzw. die vielen Camps die es hier geben soll, liegen alle am „Emu Creek“ und sind etwas voneinander verstreut von der selben Straße zu erreichen. Es ist mittlerweile fast dunkel und die ersten paar Camps sind allesamt belegt.
Eigentlich kein Wunder; es ist schließlich Wochenende und wir sind nicht mehr weit von einer größeren Stadt entfernt (Cairns).
Da es mittlerweile komplett dunkel ist, entschließen wir uns nun einfach die nächste
freie Möglichkeit zu nehmen und morgen, am
nächsten Tag, nach einem schöneren Camp zu suchen. Wir sind nun den ganzen Tag gefahren und möchten eigentlich nur noch schlafen 😴.
Eigentlich war für heute noch etwas Sport und Laras leckere Larasagne geplant 🍝 Die wird eben auf morgen verschoben.
Wir fahren wieder einen einsamen Weg hinein, der zu Fluss führt. Leider entpuppt er sich als absolute Holperstrecke, mit starkem Gefälle und immer größer und spitzer werdenden Steinen. Wir drehen bei der nächsten Gelegenheit um und kämpfen uns wieder den steilen Hügel hinauf zurück zur Straße. Da wären wir mal lieber vorher ausgestiegen und den Weg abgelaufen.
Wir wagen es aber in der nächsten Einfahrt erneut. Diesmal ist der Weg besser und endet nach knapp 200m tatsächlich in einer kleinen Parkbucht am Fluss. Leider ist der Boden aber total uneben. 📉🤬
Uns jetzt auch egal… Wir fahren den Weg wieder ein Stückchen zurück und stellen das Auto mitten auf dem schmalen Weg ab. Hier ist sowieso nur Platz für 1 Auto und es wird um die Zeit keiner mehr kommen. Wir stehen immer noch in einer ekelhaften Schräge, die wir allerdings mit 2 Unterlegebrettern zumindest etwas ausgleichen können.
Das Zelt ist schnell aufgebaut.
Das Abendessen besteht heute ganz pragmatisch nur aus Pasta, Maggi und Käse! 🧀
Das geht dann auch mal.
-Gute Nacht- 💤Read more
Emu Creek
July 15, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 20 °C
Nach dem anstrengenden Tag schlafen wir wie kleine Babies. Der Platz, den wir in der Dunkelheit notgedrungen ausgesucht haben ist wirklich nicht schön, und so packen wir gleich nach dem Kaffee das Zelt ein und fahren etwas weiter. Nach nur ein paar hundert Metern werden wir schließlich fündig und finden im trocken Teil des Flussbettes einen tollen Platz, direkt am Flussufer des nun in der Trockenzeit verbliebenen Rest des Emu Creeks. Wir müssen hier zwar über lose Steine fahren, aber es sieht stabil genug aus und wir kommen gut durch.
An den Bäumen lässt sich gut erkennen, wie hoch der Wasserstand in der Regenzeit sein kann. Unser Auto, samt Aufbau des Dachzeltes wäre komplett im Fluss verschwunden. Der Fluss wäre von nun knapp 5m auch auf eine Breite von rund 100m angeschwollen und große Teile des Ufers überflutet.
Hier bleiben wir die nächsten 2 Tage und legen die Füße hoch. Okay, wir gehen natürlich mal wieder laufen 🏃♀️, aber ansonsten machen wir mal gar nichts! 😅
Die Larasagne, auf die wir am Vortag verzichten mussten, wird nun auch wieder im Cast Iron Topf auf dem Feuer gemacht. 🍝
Die Nächte werden von dem dauernden, beruhigenden Plätschern eines kleinen Wasserfalls im Flusslauf begleitet, aber einmal werden wir von dem polternden Traben und Galopp von Wildpferden geweckt, die zum Fluss herunterkamen.Read more
Irvinebank
July 16, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 17 °C
Nach 2 entspannten Tagen am Emu Creek geht es am Mittag die kurze aber holperige Straße nach Irvinebank weiter. Es sind zwar nur 35km, aber eben über eine staubige Gravelroad.
Irvinebank ist eine 1884 gegründete historische Stadt, einst aufgrund der Zinn-Vorkommen sehr florierend mit eigener Zinnschmelze und Eisenbahnanschluss. Viele der alten Gebäude sind heute noch erhalten. Heute leben nur noch rund 300 Einwohner in der Stadt.
Zur Bewässerung wurde damals ein hölzerner Staudamm errichtet, der heute zwar mit Beton befestigt ist, aber immer noch steht und funktioniert.
Am Stausee gibt es außerdem eine kostenlose Campmöglichkeit, für uns die letzte im Umkreis der Großstadt Cairns.Read more
Cairns 🎡🎠🏃♀️
July 21, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C
Über die Gravelroad geht es weiter bis Herberton. Hier haben wir schließlich wieder Asphalt unter den Reifen und fahren über Atherton und Mareeba weiter, bevor es über eine steile, sich stark windende Strecke, einige hundert Höhenmeter hinunter an die Küste geht. Immer wieder haben wir einen tollen Ausblick auf die vor uns liegende Küste.
Die Umgebung ist nun richtig tropisch und Grün wächst über anderes Grün und verdichtet sich am Straßenrand oft zu einem satten Regenwald.
Abseits der Straßen finden sich Bananen-, Mango- und Zuckerrohrplantagen. 🍌
Wir erreichen Cairns. Dies wird unser mittlerweile 4ter Besuch.
Wir fahren zu den Showgrounds, also dem Veranstaltungsgelände und Kirmesplatz etwas südlich vom Zentrum.
Hier treffen wir auf alte Bekannte, die wir 2019 bereits einige Zeit mit ihrem Foodtruck und Spielbuden über die Jahrmärkte und Rodeos an der Ostküste Australiens begleitet haben. Lara hat außerdem gern auch als Babysitter während der Shows gedient. Die Wiedersehensfreude ist auf beiden Seiten groß 🥹
Nun steht die 2024er Cairns Show an 🎡🎠
Auch diesmal lassen wir es uns nicht nehmen und stellen uns, der alten Zeiten wegen, hinter den Tresen und die Fritteuse. Die Familie kann jede Hilfe gebrauchen. Im Gegenzug können wir hier während Showtage auch kostenlos campen.
Wir haben viel Spaß dabei.
Nach der Show bleiben wir noch ein paar Tage auf den Showgrounds und sind viel in der Stadt unterwegs. An der Promenade lässt es sich prima Laufen und außerdem steht bei unserem Patrol mal wieder ein Ölwechsel an. Das machen wir natürlich selbst. Diesmal ist auch der Ölfilter mit dran.Read more
Tully ☔️
July 27, 2024 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C
Die Tage nach der Show in Cairns waren fast wie ein bisschen Urlaub vom Urlaub. Wir konnten weiterhin auf den Showgrounds kostenlos campen und waren jeden Tag in der Stadt und an der schönen Promenade unterwegs. Ein ungewohnter Luxus, dass man täglich frisch einkaufen kann und auch mal durchgehend guten Handyempfang hat. 🎩
Auch das Wetter spielte gut mit und es war meist sonnig und angenehm warm, aber nicht zu heiß.
Baden kann man an der Promenade übrigens nicht, denn auch hierhin verirren sich gerne Salzwasserkrokodile 🐊. Dafür gibt es aber eine durchgehend asphaltierte Laufstrecke und öffentliche Fitnessgeräte, derer wir uns gerne bedient haben.
Zwischendurch hat Aron auch wieder einen Friseurtermin bei Lara. ✂️
Nach einer ganzen Woche zieht es uns aber weiter. Wir verlassen die Stadt südlich über den Bruce Highway.
Entlang von Bananen- und Zuckerrohrplantagen führt der Highway durch viele Ecken und schöne kleinere Orte, an die wir uns noch gut von unseren vorherigen Reisen erinnern.
Wir fahren etwa 110km und machen im kleinen Örtchen Tully Halt.
Zentral im Ort steht ein 8m hoher Gummistiefel. Er markiert die Höhe des Wasserstandes, die die endlosen Regenfälle hier in Australiens regenreichster Stadt bereits erreicht haben. Momentan wird er renoviert, deshalb ist ein Bauzaun drumherum. Normalerweise kann man ihn über eine Wendeltreppe im Inneren erklimmen.
Die Aussicht fällt dann schnell auf den industriellen Motor der Stadt: Die Zuckerrohrfabrik und ihre 2 hoch in den Himmel ragenden Schornsteine. Die Fabrik läuft rund um die Uhr; 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Die Schornsteine produzieren unentwegt Rauch und ein wummerndes Geräusch und in der ganzen Stadt riecht es nach verbrannten Zuckerrohr. Kennt ihr den Geruch, wenn ihr eine Packung Kellogg‘s Frosties öffnet? Genau so🐯
Wir finden uns mal wieder zwischen großen Caravans auf den Showgrounds ein. Wir bleiben noch ein wenig bei unseren Freunden mit dem Foodtruck. Es herrscht wieder buntes Treiben mit allerlei Fahrgeschäften und Essensständen.
Auf dem zentralen Platz finden Reitturniere statt und in den Scheunen lassen die Züchter ihre Ziervögel und Hühner bewerten.
Das Wetter spielt leider nicht so mit und die Stadt macht ihrem Ruf alle Ehre. Es regnet kurz, dann regnet es etwas länger und hört kurz auf, nur um wieder dem nächsten Regenschauer Platz zu machen. ☔️
Aber es macht nichts, unser Zelt ist schließlich wasserdicht und wir haben unsere kleine Markise, die uns Schutz bietet.Read more
Nacht im Busch
July 28, 2024 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C
Glücklicherweise sind die Tage in Tully gezählt und wir können endlich dem Regen und Dauergrau entfliehen. Da sich alles einfach nur noch klamm oder nass anfühlt, freuen wir uns umso mehr endlich wieder in die Sonne zu kommen und das Zelt und die Markise wieder trocken zu bekommen.
Unser Weg führt uns zunächst ohne unsere Freunde nach Townsville, wo wir unsere Vorräte wieder aufstocken, bevor wir die Stadt Richtung Westen verlassen und uns einen ruhigen Platz für die Nacht mitten im australischen Busch suchen.
Wir sind irgendwie total gerädert von den letzten Tagen. Stundenlanger Dauerregen und laute Kirmesmusik sind doch ziemlich anstrengend.
So eine Nacht im Busch weckt einfach die Lebensgeister wieder.Read more
Charters Towers
July 31, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C
Ahja… weil es so schön war und wir ja sonst nichts zu tun haben, fahren wir einfach nochmal nach Charters Towers🙈
Ja, ihr habt richtig gelesen und Nein, wir haben uns nicht verfahren.
Wir waren auch vor 5 Jahren bereits hier:
https://findpenguins.com/1sehxvcmaxpnt/footprin…
Auf dem Weg machen wir noch eine Frühstückspause bei einem schönen Rastplatz am Fluss, über den 2 große Eisenbahnbrücken führen.
Am Nachmittag finden wir uns auf dem Showground von Charters Towers ein und treffen wieder unsere Freunde, die schon seit gestern hier sind. Der Foodtruck, der Slushie- und der Entenangelstand (hier liebevoll „Lucky-Duckies“ genannt) sind schon für die Show aufgebaut.
Die nächsten Tage in Charters Towers verbringen wir mit laufen und stöbern ausgiebig im Op-Shop, in dem Aron endlich fündig wird und sein nerdiges Dino-Tshirt bekommt.
Wir erkunden den Tower Hill, der direkt an die Stadt angrenzt. In den 1870er Jahren wurde an dieser Stelle zum ersten Mal Gold gefunden und somit der Grundstein für Charters Towers gelegt. Der Hügel gleicht einem Schweizer Käse, da er von unzähligen alten, teils ungesicherten Minenschächten durchzogen ist.
Zudem wurden dort im 2. Weltkrieg viele Bunker zum Schutz für die Bevölkerung vor einem Airraid durch Japan errichtet. Manche sind zugänglich, andere wiederum verfallen langsam und sind nur noch schemenhaft zu erkennen.
Die Abende auf dem Showground sind auf ihre eigene Art irgendwie gemütlich. Es wird oft ein Feuer inmitten der kleinen Caravanansammlung der Familie gemacht und wir gesellen uns immer wieder gerne dazu. Es werden Geschichten erzählt und viel gelacht. Das Feuer ist auch nötig, denn die Nächte sind recht frisch. Vor 5 Jahren waren wir ja zur selben Zeit hier und da brauchten wir aber eher eine Abkühlung und der Schweiß lief uns nur so die Stirn hinunter.
Die Kinder sind nun schon ein wenig älter und brauchen keinen Babysitter mehr, aber Lara springt ein und unterstützt die Tochter ein wenig mit ihren Schulaufgaben.
Als die Besucher der Show eines Abends in Scharen beinahe alles auf einmal im Foodtruck leer kaufen, sind wir sofort zur Stelle und helfen selbstverständlich aus.Read more
Die rauhe Seite des Outbacks
August 1, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Weil wir nicht genug von Dagwood-Dogs, Donuts und Pommes bekommen können, geht’s wieder zurück ins Outback im Landesinneren Queenslands. (im nächsten Beitrag mehr dazu!)
Auf dem Weg übernachten wir zunächst noch einmal auf den Showgrounds in Hughenden. (Hier hat Lara 2019 ihren Reisepass verloren 🤪)
Am nächsten Tag soll es weitergehen zur Outback Station der Schwester Fallon, kurz vor Cloncurry.
Der Reisetag hat es heute aber in sich und Fortuna ist absolut nicht auf unserer Seite.
Die Straßen im Australischen Outback sind rau, manchmal uneben und oft durch die schweren Roadtrains total kaputt gefahren.
Die Belastung für die Fahrzeuge kann enorm sein und das wird sich heute vielfach zeigen.
Nach einer kleinen Reifenpanne bei einem der LKWs, was recht harmlos ist, folgt direkt der Supergau: Die Deichsel eines der Wohnwagen gibt den Geist auf. Mit Funkenschlag und ordentlich Rauchentwicklung kratzt das Gespann über den Asphalt und kommt am Straßenrand zum erliegen. Es geht es keinen Meter weiter. Zum Glück ist niemandem etwas passiert.
Wir warten mit dem gesamten Konvoi etwa eine Stunde bis zum Glück ein Mechaniker aus dem nahegelegenen Richmond Zeit hat und helfen kann. Ein Landcruiser mit riesigem Generator versorgt sein Schweissgerät mit Strom und so wird unter der Mittagshitze am Straßenrand versucht die Deichsel zu schweißen. Damit kein Feuer im hohen Gras entsteht verteilen wir regelmäßig Wasser in einem großen Umkreis. Nach knapp weiteren 1.5 Stunden ist die Deichsel soweit provisorisch repariert, dass wir vorsichtig weiterfahren können.
Aber das soll es heute noch nicht gewesen sein: Für einen befreundeten Schaustellerbetrieb nehmen wir einen Anhänger bis Cloncurry mit. Die Chancen sind wahrscheinlich 1 zu 1 Million, dass so etwas am selben Tag noch einmal passiert, aber auch an dem Anhänger bricht nur wenige Kilometer weiter die Deichsel.
Hier lässt sich aber definitiv nichts mehr reparieren und so wird ein Abschlepper für
den Anhänger bestellt. Das wird einige
Tausend Dollar kosten…
Wir fahren endlich weiter und schließlich in den Sonnenuntergang hinein. In der Nacht kommen wir schließlich auf der Station an…Read more
Ratten im Outback
August 3, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C
Auf der abgelegenen Station von Fallon kümmert man sich um mehr als 5000 Rinder, die über etliche Hektar in mehreren Paddocks frei herumlaufen.
Wir legen für ein Paar Tage die Füße hoch. Wir verbringen die Zeit mit laufen und Lara hilft der Tochter wieder mit ihren Schulaufgaben. 📖
Von Fallons Partner bekommen wir nach einer erfolgreichen Jagd einen Känguru-Schwanz und ein Bein. Den Schwanz zerteilen wir direkt, das Bein lassen wir noch bis zur Abreise im Kühlhaus und werden uns später Steaks daraus schneiden.
Bei einem Spaziergang entdeckt Lara vor ihr auf dem Weg eine riesige Schlange, die gemütlich den Weg kreuzt. Vermutlich ist es eine ausgewachsene Inland-Taipan. Die giftigste Schlange Australiens. Leider hatte sie ihre Kamera nicht dabei, später halten wir aber die Spuren der Schlange fest. 🐍
Die Welt ist eigentlich in Ordnung hier im Outback. Bis plötzlich… ein Blick unter die Motorhaube uns erstmal laut aufschreien lässt! Es gibt auf der Station momentan eine Rattenplage 🐀. Eines der Biester muss in der Nacht unter die Motorhaube gekommen sein und hat sich nach Herzenslust ausgetobt. Die Ratte hat so ziemlich alles angefressen, was man anfressen kann.
Der Schaden an den Schläuchen ist immens und wir können mit Kühlwasserverlust und einer defekten Turboregelung nicht fahren. 🔨
Außerdem sind die Schläuche der Heizung und der Scheibenreinigungsanlage durchgenagt.
Aber man hilft sich gegenseitig. Schnell sind aus Cloncurry Ersatzschläuche für den Turbo besorgt und den Heizungskreislauf klemmen wir einfach kurzerhand ab. So ist der Kühlwasserverlust gestoppt. In der nächsten Stadt werden wir aber einige Dollars ins Auto stecken müssen.
Wir werden jetzt die Klimaanlage und Scheibenreinigung erst einmal nicht benutzen können, aber es sind zum Glück auch nur noch rund 200km bis zu unserem eigentlichen Ziel.
Der guten Laune gibt das Ganze natürlich aber erst einmal einen gewaltigen Dämpfer.
Den Tag über lassen wir die Motorhaube am Auto nun geöffnet, denn Ratten lieben es im Schutze der Dunkelheit herumzutollen. Am Abend legen wir uns auf die Lauer und tatsächlich, das Vieh hat sich im unteren
Teil des Motorblocks eingenistet und campt dort 🏕️. Es bewegt sich zwischen dem Motorblock und dem Getriebestrang hin und her.
Wir legen Mäusefallen mit Käse aus… 🪤
Tatsächlich können wir das Vieh anlocken. Unsere Stirnlampen haben auch ein Rotlicht, was die Ratte offenbar nicht stört und so kommt sie trotz unser Anwesenheit zur Falle. Dummerweise ist sie geschickt genug den Käse ohne Auslösen der Falle zu stibitzen 😫
Neuer Versuch; diesmal mit Messer und Zange bewaffnet. Wir verpassen sie nur knapp und verscheuchen sie aus dem Motorraum. Sie lässt sich danach noch einmal kurz blicken, dreht aber wieder um und verschwindet auf dem Getriebe unterm Auto. Aron legt sich also unter das Auto, Lara bewacht den Motorraum und tatsächlich überreden wir sie mit lautem, scheppernden Geklopfe auf dem Metall der Karosserie, dazu unser Auto zu verlassen. Hoffentlich kommt sie nie wieder.
In der folgenden Nacht bleibt die Motorhaube offen und ein 200W Spotlicht beleuchtet den Motorraum…Read more
Isa Rodeo
August 11, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Es geht weiter in Richtung Mount Isa zum größten Rodeo Australiens und der gesamten südlichen Hemisphäre 🏇🏻
Von Charters Towers sind es insgesamt fast 750km westwärts und eigentlich sind wir diese Strecke gerade erst gefahren. Unsere Freunde brauchen aber dringend Hilfe und so bekommen wir die Unkosten ersetzt :)
Wir freuen uns schon sehr auf dieses eigentlich einmalige Spektakel, was wir nun zum zweiten Mal erleben dürfen. Kennen wir es doch noch allzu gut, denn vor 5 Jahren waren wir schon einmal mit dabei. Damals nahm unser Chef Brock im Bareback Horseriding teil. Bei dieser Form des Rodeos sitzt man ohne Sattel auf dem bockenden Pferd und muss sich für mindestens 8 Sekunden oben halten. Klingt nach einer sehr kurzen Zeitspanne, was es aber absolut nicht ist, denn sobald die Pferde die Box verlassen, versuchen sie alles, um die locker um die Hüfte gespannte Lederschlinge loszuwerden. Ein weit verbreitetes Gerücht besagt, dass Pferden und Bullen beim Rodeo die Geschlechtsteile abgebunden werden um sie zum Bocken zu bringen. Das stimmt aber überhaupt nicht. Sobald der Reiter herunter ist, wird die Hüftschlinge übrigens auch schnellstmöglich von anderen Reitern entfernt.
Brock ist mittlerweile mehrmaliger australischer Champion und hat auch diesmal wieder gute Chancen.
Wir campen etwas abseits der Rodeoarena auf der Sideshow-Alley, wo die Foodtrucks und Fahrgeschäfte innerhalb einer Pferderennbahn stehen. Der Boden ist extrem trocken und der rote Sand wird ständig von Autos, Pferden und dem Wind aufgewirbelt und legt sich schließlich auf alles nieder. Unsere Campingausrüstung stauben wir täglich ab, aber wir kommen kaum hinterher. Auch unsere Lungen spüren wir abends und sind froh, wenn wir uns ins Zelt verkriechen können.
Als „Aussteller“ bekommen wir Zugangspässe und haben Zugang zu allen Bereichen des Rodeos.
Bevor es mit der Veranstaltung los geht, machen wir in der Stadt ein paar Besorgungen. Für das Auto besorgen wir vor allem die Ersatzteile, um auch die von der Ratte zerfressenen Schläuche auszutauschen. 🔨 Da geht leider einiges an Geld drauf…
Ansonsten gehen wir wieder viel laufen und sitzen abends mit der Familie zusammen am Lagerfeuer. 🔥
Nun haben wir auch Gelegenheit, das inzwischen gut abgehangene Känguru-Bein aufzuschneiden und haben davon an 2 Tagen sehr leckere Steaks.
Der Campingplatz selbst ist aber leider alles andere als ruhig, denn die Schausteller sind schon ein sehr spezielles Volk, und wir sind halt mittendrin. Da wird sich gerne mal angeschnautzt, viel Alkohol getrunken und auch die Hunde laufen permanent ohne Leine herum und erledigen ihr Geschäft, wo sie halt grad stehen. Unsere Familie ist da zum Glück noch anständig,
Als schließlich das Rodeo startet, wird natürlich auch überall von den Fahrgeschäften bis tief in die Nacht laute Musik gespielt. Die Nächte sind leider nicht sehr erholsam, aber das wussten wir vorher.
Zwischendurch haben wir aber immer wieder Gelegenheit auch in die Arena zu schauen und dem wilden Rodeotreiben zu folgen.
Am Samstag ist es schließlich soweit und auch Brock bekommt wieder die Chance beim Open Bareback sein Können zu zeigen. Er hält sich zunächst gut auf dem sattellosen Pferderücken, schafft auch die 8 Sekunden-Hürde, wird dann aber seitlich vom Pferd geworfen.
Er landet hart in dem Sand! Das Pferd bockt weiter, dreht sich über ihm und erwischt ihn mit dem Hinterhuf am Kopf…
Er steht noch selbst auf, wird aber sofort ins Krankenhaus gebracht und wird dort auch die Nacht verbringen 🏥🚑
Am nächsten Tag gibt es aber Entwarnung; er hat verdammtes Glück gehabt. Er hat sich zwar mehrere Rippen und das Schlüsselbein geprellt, das Gesicht ist voller blauer und schwarzer Flecken und ein Teil des rechten Ohres musste wieder angenäht werden - aber es hätte tatsächlich noch viel schlimmer enden können.
Die Finalrunde am Sonntag und somit die Chance auf das große Preisgeld fällt für ihn allerdings diesmal aus…Read more
Happy Birthday und Reisetag 1/2
August 13, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Nach einer langen Woche in Mount Isa brechen wir wieder auf. Während der Konvoi mit den Fahrgeschäften und Foodtrucks direkt früh morgens aufbricht, lassen wir es langsam angehen. Wir gehen noch eine Runde laufen, genießen die warmen Duschen und frühstücken erstmal in Ruhe. Anschließend machen wir noch ein paar Erledigungen in der Stadt. Ein Wasserhahn an einem unserer Kanister ist undicht - da brauchen wir Ersatz. Außerdem haben wir einen Gutschein für einen Whopper 🍔 gefunden, der natürlich bei Hungry Jacks, so heißt „Burger King“ in Australien, eingelöst werden will. Endlich normales Essen…
Die Reise geht wieder ostwärts. Bei Fallon und den Ratten werden wir diesmal aber nicht übernachten 😅, sondern wir biegen hinter Cloncurry wieder nach Winton ab.
Heute schaffen wir knapp 400km und fahren am späten Nachmittag wieder auf den schönen Platz zwischen den Hügeln mit den Regenbogen-Quarzsteinen 🌈. Wir sind etwa 70km vor Winton.
Außer uns steht nur ein weiterer Camper hier und wir freuen uns auf einen schönen Abend am Lagerfeuer 🔥 und eine ruhige Nacht im Outback ✨
Am frühen Morgen stehen wir einigermaßen erholt auf und feiern Arons Geburtstag erst einmal ganz alleine. 🎁🎈
Leider hat Aron sich in Mount Isa wohl eine Erkältung eingefangen, so können die neuen Laufschuhe noch nicht ausprobiert werden. Stattdessen gehen wir eine große Runde über den Platz spazieren und scheuchen ein paar Kängurus und Emus auf. Die ersten Geburtstagsgäste…Read more
Reisetag 2/2 -> Alpha
August 14, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C
Über Winton, dem Gründungsort der australischen Fluggesellschaft Quantas, geht es weiter nach Longreach, wo Quantas bereits kurz nach der Gründung seinen Hauptsitz hinverlegt hat. Heute kann man hier ein Museum besuchen, im dem u.a. auch eine Boeing 747 ausgestellt ist.
Wir gehen nicht ins Museum, aber wir stellen unser Auto davor ab und haben mal einen kleinen Größenvergleich zum Jumbojet ✈️ 😅
Heute fahren wir noch bis Alpha, es werden wieder knapp 400km auf der Straße.
In Alpha treffen wir unsere Schausteller wieder und können auf den örtlichen Showgrounds campen (normalerweise darf man dies hier nicht). Wir freuen uns über saubere Toiletten und eine heiße Dusche.
Am Caravan, bei dem auf dem Weg zu Mount Isa die Deichsel gebrochen war, wurde noch in Mount Isa eine komplett neue angeschweißt. So etwas machen die Schausteller alles alleine. Eine Werkstatt braucht es dafür nicht. Hier in Alpha wird nun der Rest der Verkabelung noch in Ordnung gebracht und die Deichsel wird wieder in Originalfarbe lackiert. Fertig! Der TÜV sollte wohl lieber nicht so genau hinschauen…
Da Aron noch krank ist, verkneifen wir uns das laufen und machen stattdessen einfach Spaziergänge. In Alpha selbst gibt es außer ein paar Stacheldraht-Skulpturen und einem
Geocache aber nicht viel zu sehen.
Wir freuen uns aber, dass es nun nicht mehr so laut wie in Mount Isa ist und wir einfach nur die Füße hochlegen dürfen und uns erholen können.Read more

Time for 2Gute Besserung Aron, pass bitte gut auf dich auf ❤️liebe Grüße aus Thailand 🇹🇭
Capella
August 19, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 13 °C
Unsere Schausteller fahren am zweiten Abend überraschend weiter, um sich im nächsten Ort einen Platz auf den Showgrounds zu sichern. Dort können sie in einer Woche auch wieder den Foodtruck eröffnen.
Wir bleiben aber noch eine weitere Nacht in Alpha und werden erst am nächsten Morgen weiterreisen. Wir vermeiden es in der Dunkelheit zu fahren, denn nachts werden die Straßen gern auch von allerlei Tieren wie Kängurus, Wildschweinen und auch Rindern gekreuzt.
Von Alpha geht es am nächsten Tag nach einem Morgenspaziergang weiter ostwärts. Über den bergigen Capricorn Highway kommen wir der Küste ein Stück näher, aber wir sind noch immer knapp 300km im Inland Queenslands und haben momentan auch noch keine Pläne an die Küste zu fahren. Dort kennen wir ja auch bereits vieles.
In Emerald gibt es wieder große Supermärkte, in denen wir für die nächsten Tage unseren Kühlschrank füllen.
Von Emerald geht es wieder ein kurzes Stück nach Norden, bis in das kleine Städtchen Capella, wo wir wieder auf die Schausteller treffen. Wir campen hier wieder ein paar Tage zusammen. Am zweiten Tag helfen wir nochmal auf dem Jahrmarkt im nahegelegenen Clermont aus.
Ansonsten erkunden wir die nähere Umgebung, machen den ein oder anderen Fund im örtlichen Op-Shop (Das sind Second-Hand Läden), helfen einer kleinen Schildkröte bei ihrem Versuch die Straße zu überqueren und probieren wieder etwas neues in unserem Campoven aus. Die Hähnchenschenkel werden kurz in der Pfanne angebraten und danach im gusseisernen Topf direkt in der Glut des Lagerfeuers fertig gegart. Damit auch von oben Hitze kommt, legen wir auch etwas Glut auf den Deckel. Das kommt einem echten Backofen schon sehr nah :) 🍗
Leider gibt es an einem Abend einen Unfall bei einem der Angestellten der Schausteller.
Er erleidet starke Verbrennungen am Oberkörper. Zum Glück ist ein Krankenwagen unmittelbar in der Nähe und auch innerhalb von 5 Minuten vor Ort. Er alarmiert schließlich noch einen Rettungshubschrauber, der auch einen Arzt mitbringen soll. In der Dunkelheit wird mit unseren Fahrzeugen der Platz ausgeleuchtet, damit der „Chopper“ einen sicheren Landeplatz finden kann. Schließlich wird der Verletzte noch am Abend in ein knapp 1.000km entferntes Krankenhaus geflogen…
Wir stehen alle etwas unter Schock, sind aber froh, dass es hier in einer Stadt passiert ist und nicht irgendwo draußen im Outback…Read more
Kleine Rundreise
August 23, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 19 °C
Von Capella fahren wir westlich raus und besuchen den kleinen Ort Rubyvale. Die Gegend wird auch die „Gemfields“ genannt, denn hier lassen sich Rubine und andere Edelsteine finden. Zahlreiche Minen und Schürfstätten laden Touristen aus aller Welt ein, ihr Glück zu versuchen.
Wir suchen uns für die erste Nacht ein ruhiges Plätzchen an einem See ganz in der Nähe
Fische gibt es hier leider nicht, obwohl Aron fleißig die Angel in das Wasser hält.
Dafür gibt es sehr viele Wasservögel, unter anderem schwarze Schwäne und Pelikane und nachts dürfen wir tatsächlich ein Platypus (ein Schnabeltier) im Wasser beobachten. Eine sehr seltene Entdeckung! Fotografiert bekommen wir es aber leider nicht.
Etwas später bekommen wir Besuch von einer anderen Seltenheit, ein kleines Rattenkänguru. Das haben wir bisher auch noch nie gesehen. Wir schleichen uns heran und können tatsächlich Aufnahmen aus nächster Nähe machen. 📸
Das Abendessen genießen wir beim aufgehenden Vollmond. 🌕
Am nächsten Morgen sind wir komplett vom Nebel eingedeckt, der sich auch erst am späten Nachmittag verzieht. Wir müssen so lange warten, denn auch das Zelt ist klatschnass und so wollen wir es nicht einpacken.
Gegen Mittag fahren wir hoch nach Clairmont, kaufen hier ein paar Lebensmittel ein und stöbern uns durch die örtlichen Op-Shops. Wir sind immer auf der Suche nach gebrauchten Büchern und was man sonst noch so an Firlefanz gebrauchen kann. 🎊
Für die nächsten Nächte fahren wir etwas östlich von Capella in das größte Kohlenabbaugebiet Australiens. Bei Lilyvale, einer ehemaligen Siedlung, gibt es ein kostenloses Camp. Es gibt zwar keine Duschen und Toiletten, aber dafür viel Rasenfläche. Für alles andere haben wir einen Wasserkanister und einen Spaten 🧻.
Jetzt, wo es Aron wieder besser geht, können wir auf dem großen Flat super ein paar Runden laufen 🏃♀️. An den Abenden machen wir ein Lagerfeuer und probieren das erste Mal einen Braten in unserem Campofen zu backen. Die Silverside vom Rind (Corned Beef) brauchte etwa 2.5 Stunden auf heißer Glut und kam prächtig saftig und zart heraus 😋🤤 Sehr lecker!
Am Ende dieser kleinen Rundreise kommen wir wieder in Capella an 🚙Read more
🚛 Im Truck…
August 27, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 14 °C
Durch den Unfall des Mitarbeiters in Capella ist unseren Freunden leider auch ein Truckfahrer ausgefallen. Irgendwie haben wir grad ein Deja Vù an 2019….
Wir springen spontan ein und Aron wird den Slushie-Truck bis nach New South Wales zur nächsten Show bringen. Lara wird den Patrol fahren.
Die knapp 1.250km werden wir mit den insgesamt 5 Fahrzeugen in Kolonne fahren und auf 3 Tage aufteilen.
Mit einem normalen PKW oder SUV fällt es kaum auf, aber die Straßen sind auf dieser Strecke im Landesinneren für einen Truck ziemlich rauh. Jede Unebenheit macht sich sofort bemerkbar und bringt die Gespanne ordentlich zum Schaukeln. Wir erinnern uns an die gebrochenen Deichseln auf dem Weg nach Mount Isa vor einigen Wochen!
Entsprechend fahren wir nicht die erlaubten 100km/h, sondern müssen teilweise bis auf 40km/h abbremsen und geben die Gefahrenstellen dabei per UHF Funk weiter durch.
Am ersten Tag starten wir früh und schaffen über 500km bis zum kleinen Ort Surat, wo wir uns etwas abseits vom Highway auf ein FreeCamp stellen.
Die Statue am Stadteingang zeigt einen Angler, der grad einen Fisch am Haken hat. Leider haben wir fürs Angeln aber kaum Zeit und sind total gerädert… 😴
Wir gehen in der Dunkelheit noch in den Ort hinein, wo wir die kostenlosen Duschen nutzen, danach fallen wir nur noch müde ins Bett.Read more
Wieder mal Drama im Outback…
August 27, 2024 in Australia ⋅ 🌙 20 °C
Am zweiten Tag starten wir etwas später, Zeit zum Angeln bleibt uns aber leider nicht, denn auch heute wollen wir im Convoy wieder einige Kilometer hinter uns bringen.
Wir erreichen den Bundesstaat New South Wales.
Aber wir kommen nicht so weit wie geplant…
Nach knapp 400km zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wie auf dem Weg nach Mount Isa. Dieses mal reißt die Anhängerkupplung des Trucks ab und der Caravan knallt während der Fahrt auf den Asphalt, wird nur noch von der Sicherheitskette gehalten. Zum Glück wird es sofort bemerkt und der Caravan gerät nicht ins Trudeln. Ein paar Meter Highway werden von der Deichsel aufgekratzt, der Asphalt fliegt links und rechts, aber das Gespann kommt auf dem Seitenstreifen sicher zum stehen. Wie sagt der Australier: Back to Drama…. 🎭
Mit einem anderen Truck wird der Caravan kurzerhand bis in den nächsten Ort gebracht, wo wir die Nacht auf den Showgrounds verbringen werden. Mick, unser Mechaniker, schweisst am nächsten Morgen bei Tageslicht alles wieder zusammen und die Reise kann weitergehen!
Wir nutzen die unfreiwillige Pause am Morgen für einen Lauf und erkunden dabei ein wenig den kleinen Ort Walgett. Wie es scheint, sind auf unserer Laufstrecke öfters mal Sportler unterwegs, so dass für die Autofahrer extra ein Schild aufgestellt wurde, was zur Rücksichtsnahme mahnt :)Read more
Tag 3 und Ankunft in Narromine
August 28, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 20 °C
Mit reparierter Anhängerkupplung geht es von den Walgett Showgrounds auf die letzte Etappe, weitere 300km nach Süden.
Die Fahrt verläuft diesmal ohne größere Zwischenfälle. Wir müssen mit den Trucks immer wieder Schwertransportern oder überbreitem Landwirtschaftsgerät ausweichen und auf den holprigen Straßen entsprechend langsam fahren, aber Mensch & Maschine kommen schließlich wohlbehalten in Narromine an.
Auf den Showgrounds stehen wir mit dem Patrol wieder in der Nähe der Showleute. Wir freuen uns am kühlen Abend über ein warmes Lagerfeuer. 🔥
Ist es tagsüber zwar schon knapp 25 Grad warm, gehen die Temperaturen in der Nacht aber teilweise noch auf 5 Grad herunter. Es ist halt erst noch Frühling in Australien, und je südlicher wir kommen, um so mehr steckt das Land noch im Winter. 🥶
Zum Glück hat Lara vor der Abfahrt in Capella im örtlichen K-Mart noch 2 warme kuschelige Zusatzdecken gekauft, über die freuen wir uns nun sehr.Read more
Narromine Show 🎊
September 1, 2024 in Australia ⋅ ☀️ 21 °C
Wir wachen morgens mit den ersten Sonnenstrahlen auf und wollen gar nicht aufstehen oder uns bewegen. Die Innenwände des Zeltes sind richtig nass, alles fühlt sich klamm und kalt an. Die Temperatur ist nachts wieder mal auf bloß knapp über null Grad gefallen und überall hängt der frühlingshafte Morgentau. Besonders hilfreich ist es nicht, dass wir auf knöchelhohem Gras stehen, denn so sind nach den ersten Schritten aus dem Zelt heraus die Füße klitschnass und kalt.
Naja, der erste Kaffee im Sonnenaufgang mit der anschließenden heißen Dusche werden es schon richten.
Heute werden wir wieder viel im Foodtruck hinterm Tresen stehen und alle Hände voll zu tun haben. Es gehen wieder viele Dagwood-Dogs, Donuts und Pommes über die Theke, es wird viel mit den Australiern geplaudert und immer wieder hören wir die Wortfetzen des Dagwood-Dog-Songs in Dauerbeschallung.
Zwischendurch haben wir zusammen eine Stunde Pause, bis wir wieder im Foodtruck rotieren und erst spätabends müde ins Bett fallen.
Die Narromine Show ist kein Rodeo, sondern eine Agriculture Show. Hier geht es also um Landmaschinen, Hühner, sowie Schafs-und Pferdezucht. Auch mal ganz interessant!
Zwischendurch basteln wir wieder mal am Auto und nutzen die Pferderennbahn, um eine Runde um die Showgrounds zu laufen.Read more
Mendooran
September 2, 2024 in Australia ⋅ ☁️ 14 °C
Nach einer sehr kurzen und lauten Nacht wachen wir ein wenig gerädert auf, denn wir waren am Abend zuvor doch recht lange auf den Beinen. Die Showleute selbst haben bis spät in die Nacht ihre Fahrgeschäfte und Foodtrucks abgebaut, um am Morgen direkt zur nächsten Show aufzubrechen.
Hier werden sich unsere Wege jedoch trennen…vorerst. Wir sind schon ziemlich weit und schnell in den Süden Australiens gekommen, um unseren Freunden zu helfen. Es wird uns nun aber einfach zu kalt und wir möchten noch ein paar Freunde an der Gold Coast besuchen, die wir auch vor 5 Jahren kennengelernt haben.
Wir sind aber sehr sicher, dass sich unsere Wege in ein paar Wochen wieder kreuzen werden und wir werden es uns nicht nehmen lassen, noch den ein oder anderen Dagwood-Dog zu verkaufen😅
Aber trotzdem fällt uns Abschied nehmen sehr schwer. Haben wir doch einiges in den letzten anderthalb Monaten zusammen erlebt und wurden so herzlich aufgenommen. Es fühlte sich so an, als wenn wir nie weg gewesen wären.
Wir verlassen Narromine in Richtung Dubbo, um dort noch unsere Vorräte aufzustocken.
Heute werden wir aber nur noch knapp 70km weiter bis nach Mendooran fahren. Dort schlagen wir unser Nachtlager auf einer weitläufigen Restarea direkt im Ort auf. Kaum ist das Dachzelt aufgebaut, bekommen wir Besuch von einem ortsansässigen Farmer, der uns noch für ein paar Dollar ein Duzend Eier verkauft. Was für ein Service und Glück noch dazu. In Dubbo gab es nämlich kein einziges Ei mehr zu kaufen.
Wir lassen den Tag am Lagerfeuer mit selbst gemachten Känguruburgern ausklingen, bevor wir nur noch müde ins Bett klettern. Gute Nacht😴Read more
Sculptures in the Scrup
September 4, 2024 in Australia ⋅ ☁️ 10 °C
Wir haben so ein Gefühl, dass wir hier vor 5 Jahren schon einmal in der Nähe waren. Ein Blick ins Handy und einer Erinnerung von „Find Penguins“ sei Dank, fällt es uns auch schnell wieder ein. Wir sind nicht weit vom Timmallallie Nationalpark (ja, ihr habt richtig gelesen: viele Orts- oder Parknamen bestehen hier aus mehreren gleichen Buchstaben und Vokalen hintereinander) entfernt.
Hier waren wir vor 5 Jahren und einem Tag genau!- auf einem schönen Freecamp direkt in der Dandry Gorge, den Sculptures in the Scrub.
Uns kommen direkt wieder viele Erinnerungen an den Ort in den Sinn. Wir müssen nicht zweimal überlegen und beschließen dort gleich zwei Nächte zu bleiben. Mittlerweile ist der Platz aber nicht mehr umsonst, sondern man muss eine Buchungsgebühr von 6 AUD bezahlen, kann dann aber bis zu 7 Tage dort bleiben.
Die Anfahrt erfolgt zunächst über asphaltierte Straßen, die restlichen 34km führen uns über eine Schotterpiste durch den Nationalpark hindurch. Es kommt uns nicht einziges Auto entgegen und als wir ankommen sind wir alleine.
Wir freuen uns über ein paar ruhige Tage mit wenig anderen Menschen, weniger Luftfeuchtigkeit aber viel Sport und am Lagerfeuer sitzen. Handyempfang gibt es hier auch nicht. Die Wanderung durch die Schlucht und zu den Skulpturen machen wir gleich am ersten Tag und freuen uns, dass sich hier nichts verändert hat.
Wir bekommen täglich Besuch von einer Kängurufamilie, die uns sehr neugierig beobachten. Jeden Morgen und Abend inspizieren verschiedene Vögel unser Camp und auch zwei große Goannas jagen sich gegenseitig aus territorialen Gründen über unseren Platz. Von Scheu absolut keine Spur.
Im Camp Oven probieren wir uns diesmal an einem Stück Rinderkamm, der nach knapp 2 Stunden herrlich saftig heraus kommt. 🥹Read more
Salt Caves und Bushcamp
September 4, 2024 in Australia ⋅ 🌩️ 16 °C
Am nächsten Morgen verlassen wir die Dandry Gorge über die Schotterpiste. Unser nächstes Ziel sind die Salt Caves etwa 35km weiter im Nordosten des Nationalparks.
Auf dem Weg finden wir eine leider soeben überfahrene Schlange 😕. Eine Eastern Brown Snake - die weltweit zweitgiftigste Schlange.
Leider werden hier nicht so oft Schilder für Straßensperrungen aufgestellt und so müssen wir ein kleinen Umweg fahren, weil die tatsächliche Verbindungsstraße einfach mal gesperrt ist. Die Ersatzstraße ist nicht einmal auf der Karte verzeichnet, und wir folgen einfach der richtigen Himmelsrichtung und finden zum Ziel :)
Bei den Salt Caves gibt es neben den Höhlen auch einen modernen hohen Aussichtsturm, der einen tollen Überblick über die Region bietet. An ihm ist sogar ein Blitzzähler befestigt, leider konnten wir dort aber nichts mehr ablesen. Naja, Blitze scheinen wohl öfter in den Turm einzuschlagen und haben vielleicht den Zähler kaputt gemacht.
Der ursprüngliche Turm existiert nicht mehr, wurde aber früher als „Fire Watch Tower“ genutzt, um Waldbrände so schnell wie möglich zu erkennen.
Wir nutzen bei der Gelegenheit noch kurz das wieder vorhandene Internet. Anschließend vertreten wir uns noch ein bisschen die Beine und wandern zu einem nahegelegenen Damm, bevor wir wieder aufbrechen.
Die ruckelige Gravelroad führt uns nun ohne Umleitungen ostwärts zurück zum Highway und zum nächsten Schlafplatz, schön abgelegen, mitten im Busch des National Forrest.
Wir werden von einer Redback-Spinne begrüßt, danach genießen wir wieder eine ruhige Nacht ✨Read more













































































































































































































































































































































































































































