Es zieht uns wieder in den Norden. Diesmal andersrum, also entgegen dem Uhrzeigersinn.
  • Day50

    🎶 what a joy, what a life 🎶

    June 20 in Sweden ⋅ 🌧 14 °C

    (Hi Ke) Die letzte Woche unserer Tour hat begonnen. Sie wird ganz im Zeichen der Sommersonnenwende stehen 🥳 Kalendarisch ist das schon morgen. Hier in Schweden wird midsommar immer samstags gefeiert, also dieses Jahr am kommenden Samstag bzw. in der Nacht vorher. Die umliegenden Länder in Nord- und Osteuropa feiern eher das Johannesfest am 24. Juni, also diesen Freitag. Und eben die Nacht davor. Wir wollen uns kulturell angemessen benehmen und feiern also besser jeden Abend diese Woche. Das wird viele „Nubbe“ geben 🤪 Skål!

    Weil wir nur etwa 250km vor uns und auch schon einen Platz reserviert haben, lassen wir uns morgens Zeit. Bei der Debatte, ob wir noch vor Abfahrt frühstücken oder unterwegs einkehren, fließen schon wieder die Lachtränen. Es vergeht kaum mal ein Tag ohne Lachkrampf 🤣

    Unterwegs treffen wir immer mal auf eher größere Autos, die sehr langsam fahren. Sie alle sind am Heck mit einem großen roten Dreieck markiert. Eine kurze Recherche ergab, dass es hier in Schweden Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren erlaubt ist, mit auf maximal 30kmh gedrosselten Autos auf Straßen zu fahren. Auf dem Land hat sich daraus eine Art Kult entwickelt, die Autos werden liebevoll geschmückt und als Statussymbol vorgezeigt. Offenbar steckt darin auch etwas Provokation gegenüber älteren, schnelleren Verkehrsteilnehmern. Entsprechend gibt es auch in der Öffentlichkeit immer mal wieder Diskussion um diese Regelung. Aber ich finds lustig. So Langsamkeit zu zelebrieren, ist doch eigentlich ziemlich sympathisch.

    Was uns in den letzten Tagen und insbesondere heute auch auffällt, sind viele Autos mit einem Baltic Sea Circle Rallye Logo. Zum Glück hat in der morgendlichen Diskussion die Variante “Einkehr” gewonnen, und so kommen wir in den Genuss einer Mittagsrast in einer Pizzeria, irgendwo unterwegs. Dort treffen wir zwei Teilnehmer:innen und plaudern über die Rallye. Die vielen Sichtungen haben tatsächlich damit zu tun, dass in der Nähe eine der Rallye-Aufgaben zu absolvieren ist - ein ehemaliger ABBA Tourbus soll auf einem Autofriedhof gefunden werden. Den Spaß lassen wir uns natürlich nicht entgehen und fahren auf unserem Weg nach Süden einen kleinen Umweg. Anlassbezogen hören wir unterwegs die Setlist der ABBA Voyage Show und singen selbstverständlich lauthals mit.

    Und dann kommen wir endlich an der Ostsee an. Der Platz in Karlskrona ist riesig, aber irgendwie haben sie es trotzdem geschafft, die Anlage ruhig und gemütlich zu gestalten. Hier werden wir bis Freitag bleiben. Ich bin begeistert!
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  • Day49

    Zum Vättern

    June 19 in Sweden ⋅ ⛅ 16 °C

    (MR) Heute wollten wir in etwa die halbe Strecke zur Ostsee schaffen. Um keine bösen Überraschungen am Zielort zu erleben, also dass der Campingplatz voll ist oder so, sind wir dann auch für unsere Verhältnisse zeitig los. Freie Stellplätze zu finden, ist hier im Süden zu dieser Zeit schwierig, vor allem mit Gespann. Wir brauchen ja nun doch ein bisschen mehr Stell- und Rangierfläche, da kann Matti sich noch so klein machen. 😄 Deshalb konzentrieren wir uns nun auf offizielle Campingplätze.

    Bei unserem Übernachtungsplatz am Vättern kamen wir dann auch rechtzeitig an. Bisschen laut von der Schnellstraße her, aber nah am See. Der hat einen schönen Sandstrand, der zum Abend hin ziemlich belebt ist. Hier gab es für uns ein Feierabendbier und ansonsten passierte nicht mehr viel an diesem Abend.

    ☀️ ⬆️ 03:50 ⬇️ 22:10

    Tagesetappe: 302 km - Gesamtdistanz: 7577 km
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    Biggi

    Am Vättern waren wir vor Jahren schon mal, ich meine, in Gränna. Aber am Bolmen hat es mir am Besten gefallen. 🥰🥰

    6/19/22Reply
    Traveler

    🤣🙉🕺🏻

    6/20/22Reply
    Mattis Reisen

    Der Elton John Song ist noch der am wenigsten nervige Song 🙈

    6/20/22Reply
    Traveler

    Stimmt!

    6/20/22Reply
     
  • Day49

    In Småland (Kinderlärm und Popsuppe)

    June 19 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C

    (Hi Ke) Heute geht Woche 7 zuende. Was waren das für aufregende Wochen! Ein Highlight nach dem anderen, jedes seine eigene Reise wert. Da bin ich gar nicht so unglücklich, dass es grad etwas unspektakulär zugeht. Obwohl ich damit natürlich der Landschaft im südlichen Schweden klar unrecht tue. Es ist schon sehr schön hier ☺️

    Wir fahren nun durch flacheres Land, allenfalls hügelig zu nennen. Auch sehen wir viel mehr Zivilisation, nicht nur einzelne Gehöfte, sondern auch größere - ich sage mal - Städtchen. Die Häuser haben üppige Rasenflächen drumherum, die gepflegt werden von Menschen auf Aufsitzrasenmähern oder diesen putzigen Mährobotern. MR ruft dann oft spontan „Akkurat!“, begeistert vom Anblick des getrimmten Grüns. Das anhaltend schöne Wetter lässt alles sprießen, am Straßenrand leuchten die Lupinenblüten in der Farbpalette von weiß bis lila. Der andere große Unterschied ist die Landwirtschaft. Aus dem Autofenster bietet sich mir ein hübscher Mix aus Feldern, Wiesen, Wäldern. Ich sehe sogar erste Rehe. Fast wie in Deutschland.

    Ich muss leider eine kleine Kritik am Radioangebot in Skandinavien äußern. Wir schnappen ja gerne unterwegs neuere lokale Musik auf, um sie in unsere Spotify Reiseliste aufzunehmen und potentiell für die Audiospur unserer Filmchen zu verwenden. Aber alle erreichbaren Sender hier in Schweden scheinen eine fast identische Rotation von wenigen eher nervigen Popsongs zu haben, da ist kaum Glanz dabei für unsere Ohren. Es gibt sehr viel Ed Sheeran und schon mindestens hundert Mal cold cold heart von Elton John & Dua Lipa. Ich kann mich gar nicht entscheiden was weniger gut ist - in Norwegen gab es überhaupt kaum Radioempfang unterwegs, und jetzt nur diese kurze Playlist aus kaum unterscheidbarer Popsuppe 🙄 Hach ist das schön, wenn der größte Aufreger des Tages das schwache Radioangebot ist 😂

    Wir übernachten auf dem Campingplatz in der Nähe von Jönköping, in Habo, am Vätternsee. Der Platz und die Umgebung geben mir schon starke Ostseebad-Vibes, vermutlich wegen dem Sandstrand am großen Wasser, der Sommerstimmung, dem Duft nach Kiefern auf dem Campingplatz. Morgen kommen wir dann wirklich an die Ostsee, ich freu mich schon riesig!
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    Mattis Reisen

    Dafür sind wir von allen am nächsten dran am Servicegebäude. Ist auch wichtig!

    6/20/22Reply
     
  • Day48

    Bullerbü ist deutsch

    June 18 in Sweden ⋅ ⛅ 18 °C

    (MR) Hatten wir in den letzten Wochen noch eine gute Mischung verschiedener Nationalitäten angetroffen, so können wir für Südschweden bzw. das südliche Mittelschweden eindeutig feststellen, dass ausschließlich deutsche Touristen unterwegs sind. Also außer den paar schwedischen.

    Heute war ein richtig fauler Tag, warm, trocken, aber windig. So war an Paddeln oder Angeln nicht zu denken. Ab und an kamen Paddler:innen beim Umtragen vorbei. Anscheinend liegt der Platz an einer beliebten Paddelroute. Ich muss das bei Gelegenheit mal genauer recherchieren. Jedenfalls hatten die Kanuten Mühe, bei dem Wind aufs Wasser zu kommen. Manche machten eine ausgedehnte Pause, in der Hoffnung, dass der Wind irgendwann nachlassen würde. Den Gefallen tat er ihnen aber nicht.

    Nach der Erfahrung gestern in Arvika haben wir den Tag heute genutzt, unsere letzten Reisestationen festzulegen und, wo möglich, zu reservieren. Mittsommer naht und an der Küste wird es entsprechend voll werden. Das war eine knifflige und zeitintensive Angelegenheit. Aber am End sind wir doch fündig geworden.

    Also ganz so faul war der Tag heute doch nicht. 😉

    ☀️ ⬆️ 03:50 ⬇️ 22:30
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  • Day47

    NO ➡️ SE

    June 17 in Sweden ⋅ 🌧 14 °C

    (MR) Der kurze Ausflug nach Norwegen ist beendet. Heute gings wieder zurück nach Schweden. Inzwischen hat spürbar die Sommersaison begonnen. Außerdem naht Mittsommer. Wie schon in Lillehammer ist auch in Moelv, wo wir zum Frühstück anhielten, sowie in Arvika, wo wir eigentlich auf den Campingplatz wollten, irgendeine Veranstaltung. Camping voll! Eine halbe Stunde weiter ist aber alles wieder gut. In Sölje ist massig Platz auf der großen Wiese. Hier bleiben wir über's Wochenende.

    ☀️ ⬆️ 03:39 ⬇️ 22:28

    Tagesetappe: 262 km - Gesamtdistanz: 7275 km
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    Torres on Tour

    So bin ich Zelter geworden. Der anvisierte Camping in Schweden war voll, da blieben nur die Verkehrsinsel auf einem Parkplatz für uns 8 Motorradfahrer. Diese Flexibilität hat mich beeindruckt. 😀 Viel Erfolg mit den weiteren Plätzen.

    6/18/22Reply
     
  • Day47

    Sölje

    June 17 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    (Hi Ke) Nun sind wir wieder in Schweden, in Värmland. Wir wollen in Richtung Ostsee und machen unterwegs Station in der Nähe von Karlstad. Auf dem ersten angesteuerten Campingplatz können wir nicht bleiben, da es zu voll ist. Schon lustig - zu Beginn unserer Reise waren Plätze teilweise noch zugeschneit oder zumindest saisonbedingt noch nicht geöffnet. Nun sind wir im Sommer und riskieren (insbesondere am Wochenende), keinen Platz zu bekommen. Letztendlich landen wir auf einem Campingplatz in Sölje, schön gelegen an einem See und offenbar vorrangig von Schwedischen Familien im Dauercamping genutzt. Sehr gemütliche Atmosphäre.

    Das kann man über das Wetter leider nicht sagen. Unterwegs hatten wir Sonnenschein und 22°, aber kurz nach Ankunft am Platz fängt es an zu tröpfeln und steigert sich dann in Regen. Und es ist auch ziemlich windig. Egal, wir müssen Wäsche waschen. Wir werden wohl zwei Nächte bleiben. Morgen soll es trocken sein und vielleicht lässt der Wind nach und wir können nochmal die Angeln rausholen und auf den See…
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  • Day46

    Lilyhammer

    June 16 in Norway ⋅ ⛅ 17 °C

    (MR) Warum wollte ich nochmal nach Lillehammer? Ach ja, wegen der Serie "Lilyhammer". Wer das nicht kennt, sollte vielleicht mal reinschauen (läuft gerade bei Netflix). Frank Tagliano, ein Mafioso aus New York, muss untertauchen und landet ausgerechnet in Lillehammer, wo er schnell mit Hilfe seiner Mafiamethoden eine Bar eröffnet, die Flamingo Bar. Diese Bar existiert tatsächlich, allerdings heisst sie Bryggerikjelleren und ist eher ein gutes Restaurant. Hier hatten wir für heute Abend einen Tisch reserviert.

    Aber zunächst mussten wir die Stadt erkunden und vor allem die olympische Skisprungschanze. Letzteres war ein absolut tolles Erlebnis. Auf beiden Schanzen trainierten Skispringer:innen und wir konnten hautnah dabei sein. Wir kamen praktisch überall hin und konnten so die Sprünge in allen möglichen Perspektiven sehen und auch hören. Dass Anlauf und Landung einen gewissen Geräuschpegel haben, ist ja aus dem Fernsehen bekannt. Aber auch in der Flugphase gibt es Geräusche. Wann kommt man dem schon mal so nahe, dass man das hören kann? Aufregend!

    Irgendwann konnten wir uns aber losreissen und liefen weiter hinunter in die Stadt. Hier war ein munteres Treiben, dieses Wochenende findet wohl ein Musikfestival statt. Bei den Souvenirs, die wir hier erstehen wollten, wurden wir zwar nicht fündig. Dafür haben wir jetzt einen guten Überblick über die Lillehammersche Pub-Szene und das Essen abends in der Flamingo Bar war auch richtig gut!

    ☀️ ⬆️ 03:40 ⬇️ 22:58
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    Traveler

    sieht total super aus....

    6/17/22Reply
     
  • Day46

    Lillehammer!

    June 16 in Norway ⋅ ⛅ 18 °C

    (Hi Ke) Ich dachte, die letzten 10 Tage dieser Tour werden so lockeres Ausrollen, durch Schwedens Süden, mit Bullerbü-Romantik, ganz nett eben. Aber da sind wir noch lange nicht!

    Der Tag in Lillehammer war unbeschreiblich schön. Von unserem Campingplatz im Skistadion sind wir zu den beiden Sprungschanzen spaziert, durch den Wald, auf asphaltierten Wegen, die Teil der Langlaufstrecken im Winter sind. Entlang der Schanzen führten dann Treppen hinab. So konnten wir hautnah Skispringer:innen beim Trainieren bewundern. Das Skispringen ist auch im Sommer, mit bewässertem Anlauf, Teppichbelag im Hang und Gras im Auslauf sehr sehr spektakulär. Auch der Blick auf die Stadt war atemberaubend!
    Von den Schanzen ging es dann weiter bergab bis in die Stadt. Alle Anlagen sind in Laufentfernung, insgesamt waren es von unserem Stellplatz bis zur Haupstraße nur 5 Kilometer.
    Lillehammer ist ein süßes, gemütliches Städtchen. Nach etwas Rumschlendern und Ausruhen im Pub waren wir zum Abschluss noch super lecker im Restaurant der Lillehammer Brauerei essen. Den Rückweg, immer bergauf, haben wir uns dann satt und glücklich von einem Taxi bringen lassen ☺️
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  • Day45

    NO ⬅️ SE

    June 15 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    (MR) Das mit der frühen Abfahrt haben wir heute gleich nochmal probiert. Wir hatten uns aber auch ein ordentliches Stück Wegstrecke vorgenommen. 462 km sollten es immerhin werden. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Erst ging es vorbei an schwedischen Skigebieten und dann in Norwegen am Rondane Nationapark entlang. Endlich mal Serpentinen fahren. Das war ein Spaß für Matti!

    Unser heutiges Ziel Lillehammer erreichten wir trotz der langen Fahrt noch vor 18 Uhr. Hier stehen wir nun mitten im alten Skistadion. Man sieht aber keine Tribünen oder so. Es ist einfach eine große Wiese mit alphaltierten Wegen. Im Sommer wird die Fläche als Stellplatz genutzt. Ab und an kommen Sportler:innen auf Rollerskates vorbei und nebenan wird fleissig Schießen geübt, denn da befindet sich der Biathlon Schießstand. Der etwas andere Stellplatz eben, erinnert mich ein wenig an die Pferderennbahn in Karlovy Vary, wo ich letztes Jahr mit der Schwester war.

    ☀️ ⬆️ 03:02 ⬇️ 22:57

    Tagesetappe: 462 km - Gesamtdistanz: 7013 km
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  • Day45

    Olympiapark Lillehammer

    June 15 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    (Hi Ke) Wir sind wieder in Norwegen! Auf dem Weg nach Süden gönnen wir uns einen Schlenker, um Lillehammer zu besuchen. Hier waren 1994 Olympische Winterspiele. 1994 - klingelt da was? Ja! Das ist Matti’s Geburtsjahr! Um das Feeling von damals auszukosten, campen wir im über der Stadt im Berg gelegenen Skistadion, heute noch eine viel genutzte Anlage für Biathlon, Skilanglauf, Nordische Kombination. Die Anlage ist frei zugänglich, wir sehen Leute beim Joggen und Trainieren auf Rollskiern oder am Schießstand. Das hier ist kein vollausgestatteter Campingplatz, eher ein paar improvisierte Stellplätze im Sommer. Reservierung und Check-in gehen nur online, es gibt Toiletten und die Möglichkeit, die Duschen auf der Sportanlage zu nutzen. Aber das reicht ja auch. Im Olympiapark zu übernachten, finde ich sehr besonders und aufregend. Und ich freue mich schon auf morgen, da wollen wir die Schanze besichtigen und natürlich auch die Stadt.

    Die Fahrt nach Lillehammer war wieder von der spektakulären Sorte. Wir nehmen die Route über Funäsdalen, passieren viele Wintersportgebiete, fahren durch die Nationalparks Femundsmarka und Rondane. Eigentlich schade, dass wir hier nicht länger verweilen. Aber selbst mit unserem großzügigen Zeitbudget können wir nicht alle schönen Ecken Skandinaviens schaffen.
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