Mexico
Ocosingo

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51 travelers at this place
  • Day52

    Badespaß am Bergsee

    May 28 in Mexico ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach unserem gestrigen Wandertag war heute erstmal Ausschlafen angesagt. Doch Petrus lockte uns nach 2 Tagen bewölktem Regenwetter mit Sonne satt aus den Federn. Nach einem schönen Frühstück vor unserer Blockhütte ging es runter zum See. Am Vortag hatten wir dort Kanus liegen sehen und wollten einen Trip damit starten. Schnell war der zuständige Verleiher ausgemacht und die Verhandlungen begannen. "200 Peso, 1 Stunde" hieß es. Wir wollten das Kanu aber den ganzen Tag. "Das geht nicht", hieß es. "Ok und was kosten dann 3 Stunden?" Er rechnete einige Zeit und antwortete 600 Peso. (Ca. 30 €) Viel zu teuer für uns arme Backpacker und er wollte auch nicht runter gehen. Provokant legten wir uns auf den tollen Steg, wo er seine Boote zu Wasser ließ und genossen die Sonne, das kristallklare Wasser und die günstigen Leckereien der vorbeikommenden Wald- und Wiesenhändler. Zur Kaffeezeit verdunkelte sich der Himmel mal wieder schlagartig und wir verkrochen uns in unsere super gemütliche Hütte auf eine Runde Blitz Mau Mau. Der Spako von Kanuvermieter hatte bis dato nicht ein Boot vermietet...Kein Wunder!
    Am Abend mussten wir uns dann nur noch entscheiden, welches der 3 "Restaurants" (steht zwar dran, aber sind eher Familienküchen) in unserem Bergdörfchen heute den Zuschlag kriegt. Hoffentlich ist unsere Kellnerin nicht wieder 8 Jahre alt, wie am ersten Abend. Das war ziemlich unangenehm, ist aber anscheinend normal hier...
    Bei Glühwürmchen und absoluter Stille ließen wir den letztenTag auf unserer Terrasse ausklingen.
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  • Day578

    Yaxchilan Ruins

    December 24, 2020 in Mexico ⋅ ☀️ 28 °C

    Mit dem Boot fahre ich von Frontera Corozal auf dem Rio Usumacinta, dem Grenzfluss zu Guatemala zu einer grossen Flussschlaufe. Dort befinden sich die Yaxchilan Ruinen der Maya. Nicht so gross, nicht so bekannt, aber absolut einen Besuch wert.Read more

  • Day848

    Wasserfall Chiflon & die blauen Seen

    November 14, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 24 °C

    120 Meter pure Wasserkraft. Der Wasserfall beeindruckt und der Weg ganz hinauf geht ganz schön in die Beine. Kleine Naturdusche gefällig?

    Nur einen Steinwurf von der Grenze zu Guatemala entfernt liegen die Lagunas de Montebello. Kristallklar und tiefblau laden diese Seen zu baden ein. Ist aber leider verboten.Read more

  • Day574

    Lago Tziscao

    December 20, 2020 in Guatemala ⋅ ⛅ 20 °C

    Ein wunderschöner Platz am Lago Tziscao, aus rund 1500 m. Etwas Nebelig und trüb, zwischendurch etwas Sonne, doch recht kühl bei 15 - 20 Grad. Einige schöne Seen wo ich auch mit Kollegen eine Flossfahrt mit anschliessender Wanderung gemacht habe.Read more

    Selma Simons

    Schone Weihnachten 🌲

    12/25/20Reply
    Markus Kuhn

    Ja recht schöne Weihnachten Ruedi

    12/25/20Reply
     
  • Day119

    El Chiflon, San Cristóbal (Chipas)

    February 28, 2020 in Mexico ⋅ ☀️ 23 °C

    Today we took a day tour to the nature surrounding San Cristóbal, with a totally and completely all Spanish speaking group, with nothing making sense except for a few words 😅😂 luckily there was a woman in our group that spoke alittle English enough to explain the important stuff, like what time to meet back at the bus and what the food options were at the available as there was no menu, as it was a traditional street food stop.... Which was absolutely yummy, and we loved trying the local dishes and paying the Yorkshire man's prices 😂😂. The first stop was at the nature park and waterfall called El Chiflon, it was about a 30min mini hike up to the top, nothing hard.. As it was mostly steps and a civilised path 😊 At the top was the amazing waterfall, the highest we've ever seen with the clearest blue water too. We had the option to swim at the bottom of the waterfall but the water was deceivingly cold ❄ and now we are used to the hot climates it was definitely too cold to swim in 😂 so we just paddled!Read more

  • Day49

    Ausblick & Adrenalin

    May 25 in Mexico ⋅ ⛅ 28 °C

    Da es Marcello heute bedeutend besser ging, starteten wir gegen 8 Uhr unseren Tagestrip zu den Cascadas El Chiflón.
    Wir erwischten direkt einen passenden Colectivo, der uns, aufgrund seiner rasanten Fahrweise, in der Hälfte der eigentlichen Fahrzeit zum Ziel brachte.
    Dort angekommen war gefühlt noch kein Mensch da. Geil - wir hatten den Aufstieg und die Wasserfälle vorerst fast für uns alleine!!!
    Der gesamte Weg erstreckte sich entlang des kühlen blauen Flusses, unterbrochen von einigen Aussichtspunkten zu kleineren Wasserfällen. Schon die waren beeindruckend!
    Von Bildern hatten wir aber schon eine Vorstellung von dem, was noch kommt. Also trabten wir weiter bergauf.
    Der Aufstieg wurde mehr als entlohnt mit einem gigantischen Ausblick auf den riesigen Wasserfall! Da wir noch ganz allein auf dem Terrain waren, konnten wir den Wasserfall aus allen Winkeln begutachten und holten uns auf der Plattform ne fette Dusche durch die Gischt ab. Das war echt mega und ne willkommene Abkühlung. Wir verspeisten hier noch unseren Frühstücks-Kuchen und beobachteten das, sich stetig mit Touris füllende, Arreal. Gut, dass wir so früh los sind!

    Eigentlich dachten wir, nun geht es wieder runter. Aber ein Schild versprach weitere 2 Wasserfälle nach nur 820 m. Leichte Übung!...dachten wir....
    Es ging nun etwas steiler bergauf, u.a. mit ätzenden Treppen! Marcello, die alte Raucherlunge, schlug sich wacker...ich hingegen kackte ganz schön ab und hechelte nach Luft. Aber aufgeben und umkehren is nicht...man könnte ja oben was verpassen.
    Fette Riesenameisen auf dem Weg lenkten gut von der Anstrengung ab und mit eins zwei Pausen zwischendurch, konnten wir auch die letzte Etappe schaffen. So richtig fürs bergauf bergab Wandern sind wir beide nicht geboren...wir machens nur wegen dem Ausblick am Ende und nicht weil es so unheimlich schön ist, sich abzuhetzen😀
    Und auch dieser Marsch hat sich absolut gelohnt! Wieder tolle, gewaltige Wassermassen! Man konnte nur dastehen und staunen!

    Nun haben wir hier alles abgegrast und traten den Rückweg an. Ein weiteres Highlight stand uns ja noch bevor. "Ziplining" hieß die Mutprobe des Tages. Mir war schon beim Anblick etwas mulmig zu Mute und ich haderte mit mir...aber wieder den Schisser geben und mit der Schmach leben war keine Option. Also nix wie los. Geschirr umgelegt, und hoch auf den Turm, von dem es dann 600 m lang über Baumgipfel und Wasserfälle gehen sollte. Mannomann, haben uns die Knie geschlottert😅 Dem harten Norddeutschen im Übrigen auch, auch wenn er es nicht so zeigt😉 Die Instruktionen auf Spanisch haben wir eher so lala verstanden...wird schon schiefgehen. Und ab gings - ich machte den Anfang und Marcello folgte.
    Hat richtig Laune gemacht und erstmal losgefahren, war es auch gar nicht mehr schlimm. Der Blick von oben war auch super👍
    Stolz über unsern Mut und glücklich über den schönen Tag, planschten wir am Ende noch im kalten Wasser, bevor es dann wieder heimwärts ging.
    Zum Abschluss des Tages probierten wir noch einen Chinaimbiss aus (war reudig...) und beobachteten auf dem Marktplatz das rege Treiben🤗
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    Paula Mittelstädt

    Ihr seid ja mutig, alle Achtung 👍

    5/26/21Reply
     
  • Day48

    Tschau San Cristóbal

    May 24 in Mexico ⋅ ⛅ 21 °C

    Es ist soweit - wir verlassen unsere neue Lieblingsstadt nach 2-maliger Hostelverlängerung. Zwar lief die letzte Nacht für Marcello und seinen Magen nicht so optimal, aber die 2h Busfahrt muss er aushalten. Also fix Hostel buchen und los. Am Busbahnhof angekommen, dann erstmal der Schock. Nach Comitán fährt heute nichts. Streik oder sowas... Toll. Jules parkte Marcello und das Gepäck in der Busstation und machte sich auf in den Regen, um einen Ersatzbus oder Colectivo für die Strecke zu finden. Kaum hatte sie die Halle verlassen, wurde ein Bus nach Comitán aufgerufen. WAS IST DEN HIER LOS HEUTE...???
    Zum Glück kam Jules schnell wieder und stürzte sich auf die Stationsleiterin, die uns auch sofort persönlich irgendwelche Tickets besorgte, uns in den alten Klapperbus setzte und allen 5 Fahrgästen nochmal viel Glück wünschte... Jetzt wurd uns doch etwas anders, aber ein Zurück gab es nicht. Es ging auch gleich in die falsche Richtung los. Norden?...wir wollten nach Süden. Irgendwann ging es dann auf eine Landstraße, um anschließend halsbrecherische Serpentinen hoch und runter zu kriechen. Und dann endlich eine von den viel gehörten Straßensperren. Vier Hanseln in Regencapes hatten ein dickes Seil über die Straße gespannt. Der Busfahrer hielt, reichte lässig 500 Peso aus dem Fenster und es ging weiter. Easy ;-)
    Nach über 4h erreichten wir Comitán und bezogen heilfroh unser Hostel. Abends schlenderten wir nur noch kurz durch das schöne Örtchen und witzelten über unsere heiße Fahrt.
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  • Day51

    Freeclimbing an der Laguna de Montebello

    May 27 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Juhu - kein Regen nach dem Aufstehen. Dann konnte unser Ausflug ja losgehen!
    Wir liefen früh morgens in den Ort, kauften noch ein wenig Proviant ein und trafen dort auch gleich unseren Kumpel Giovanni in seinem Mopedtaxi. Wir ließen uns von ihm zum Montebello-See kutschieren. Von da sollte unsere Tour starten.
    Erstmal frühstückten wir in Ruhe am Ufer des glasklaren Sees und besprachen die Route, ehe es losging.
    Da Marcello fast sein komplettes Angelequipment mit hatte und die Hoffnung auf nen fetten Fisch bestand, entschieden wir uns für nen Marsch an der Uferkante. Von da wollten wir uns entlang weiterer Wasserlöcher kämpfen bis zu nem anderen bekannten See hin. Frohen Mutes stiefelten wir also los. Anfangs alles easy peasy...Obwohl das Gelände flach war, statteten wir uns präventiv schon mal mit Wanderstöcken aus. Marci hatte da schon sowas im Gefühl, dass wir die noch brauchen könnten.
    Und kurz darauf war dem auch so. Es ging über Stock und Stein durch Geröll aus Sandstein und Gestrüpp. Doch das sollte noch die leichte Übung sein. Denn die Uferkante war nach einer Kurve plötzlich nicht mehr wirklich existent....
    Da musste man doch irgendwie lang kommen! Schließlich wollten wir wissen was danach kommt.
    Also hangelten wir uns entlang der Steinwand und fühlten uns wie richtige Kletterfritzen. Links das Wasser, rechts wir am steilen Hang. Durch die zerklüfteten Steine fand man aber immer nen ganz guten Tritt und Griffe.
    Geschafft! Jetzt konnte es ja nur noch leicht werden....naja...Pustekuchen. Denn schon kurz darauf steckten wir fest...Unser "Weg" den wir uns ausgesucht hatten, führte steil und matschig bergauf. Marci opferte sich und ging noch ein paar Meter weiter, um das Gelände zu prüfen...als er dann aber auf nem schmalen Kamm ankam und sich kein weiterer Pfad abzeichnete, mussten wir wohl oder übel wieder den Abstieg antreten.
    Unten checkten wir noch mal alle Möglichkeiten irgendwie anders durchzukommen. Aber keine Chance...wir mussten zurücklaufen😪 Also das ganze Kletterspielchen nochmal und den ewigen Weg wieder zurück. Aber wir wollen uns mal nicht beklagen! Immerhin hat das Kraxeln Spaß gemacht und der Blick auf das tolle blaue Wasser war auch mega.
    Erleichtert kehrten wir nach der Tour erstmal bei so nem netten alten Omchen in der Kneipe ein. Sie servierte uns köstlichen Kaffee und Quesadillas, die wir mit Genuss verspeisten.
    Entlang der Kurvenstraße traten wir dann den Weg zu dem anderen See an. Dann eben über die Straße und nicht am Ufer lang.... Der Weg zog sich ewig und wir waren mehr als froh als dann endlich ein Pickup anhielt und wir auf dessen Ladefläche springen durften für den restlichen Weg😀
    Wir schauten uns noch in Ruhe diesen See an und beobachteten die Touris, die sich auf eine überteuerte Floßfahrt einließen. Ist bestimmt ganz nett, dachten wir....aber für 20 Euro bei Wind und Niesel auf so nem Floß hocken? Neeee...da kann man sich Besseres vorstellen. Wir hatten trotzdem unsern Spaß beim Zugucken, wie Marke Eigenbau-Floße mit bis zu 7 Personen vollgekracht wurden und mit leichter Tieflage losschipperten. Na ob die alle wieder angekommen sind?😅
    Für uns war es dann auch an der Zeit zu gehen....wir kauften im Ort noch ein paar Dinge fürs Abendbrot ein und machten es uns nach einer heißen Dusche in unserem Häuschen gemütlich.

    PS: Fisch gab es leider keinen😪
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  • Day647

    Cascadas el Chiflón

    October 7 in Mexico ⋅ ⛅ 25 °C

    My first full day trip was going to some waterfalls followed my some border lakes between Mexico and Guatemala.

    It rained on the way there as well as on the way back to San Cristobal but during the sightseeing it was mostly dry but cloudy.Read more

  • Day116

    Zona Lacandona

    July 30 in Mexico ⋅ ⛅ 29 °C

    Insgesamt haben wir Chiapas jetzt nochmals 1 Woche lang bereist, um die Zeit zu "überbrücken" in welcher wir auf Kai's Kredit- und EC-Karte warten. Es hat sich aber überhaupt nicht wie Zeit totschlagen angefühlt, da Chiapas definitiv und mit Abstand der schönste und interessanteste Bundesstaat ist, und die allernettesten, wenn auch ärmsten Bewohner hat. Wir haben unter anderem vier sehr unterschiedliche Wasserfälle bestaunen dürfen, wovon z. B. der Chiflon-Wasserfall imposante 120m in die Tiefe stürzt. Und das ist nur eine von seinen fünf Kaskaden. Während die brachialen Wassermassen mit lautem Getöse hinabstürzen, komme ich mir sehr klein vor und spüre Ehrfurcht. Die Cascada de Agua Azul (Wasserfall des blauen Wassers) macht ihrem Namen alle Ehren, da die Wasserfallkaskade intensiv leuchtet. Dies ist im hohen Mineraliengehalt des Wassers begründet, aber trotz der wissenschaftlichen Erklärung, mag man kaum glauben, was man da sieht, da es wie Magie aussieht. Insgesamt besteht Agua Azul aus über 500 einzelnen Kaskaden in unterschiedlicher Höhe. Die Farbigkeit der Wasserfälle wandeln sich von Becken zu Becken. Es sind Farben von Azurblau bis hin zu dunklem Smaragdgrün zu sehen. Und so weiter und so fort. Aber ich will ja nicht nur von einzigartigen, in Regenwald eingebetten Wasserfällen schwärmen, denn da gibt es noch so viel mehr zu glorifizieren. Natürlich haben wir auch Wanderungen und Flusstouren im unwegsamen Lacandon-Urwald gemacht, da hier noch viele Wildtiere leben, die überall sonst zurück gedrängt wurden. Tapire haben wir leider nicht gesehen, jedoch die mittlerweile fast ausgerotteteten Ara-Papageien und Tukane und (schon wieder) Klammeraffen, Brüllaffen, Krokodile, Fledermäuse. An einem späten Abend stehen Kai und ich auf einer Uferwiese und wollen unser Nachtlager aufschlagen, da fangen unzählige, es war eigentlich ein ganzes Heer, von Glühwürmchen im Dunkeln an zu blinken. So weit das Auge reicht ein blinkendes Meer an Glühwürmchen. Und das besonders witzige daran war, dass diese Glühwürmchenart ihre Blinksignale synchronisieren, so dass das gesamte Ufer eine blinkende La-Ola-Welle imitierte. Wir haben ziemlich lange in der kühlen Nacht da gestanden und uns amüsieren und faszinieren lassen. Es ist bestimmt keine leichte Aufgabe für ein Glühwürmchenweibchen sich bei so einer grandiosen Auswahl den am schönsten leuchtenden Partner heraus zu suchen.
    Der für mich interessanteste Teil und vielleicht auch die bedeutsamste Erfahrung dieser Reise, war das Kennenlernen einer Lacandonen-Familie. Lacandonen sind ein, aus etwa noch 700 Menschen bestehendes indigenes Volk und direkte Nachfahren der alten Maya. Beide Geschlechter tragen ihre Haare lang, wobei die Männer sich das Pony schneiden. Und beide Geschlechter tragen ein gerade geschnittenes Leinenkleid. Die Leinenkleider der Männer sind weiß und die der Frauen mit Blumenmustern. Sie sprechen Mayathan und lernen Spanisch erst als Fremdsprache in der Schule, insofern sie überhaupt eine besuchen/ besucht haben. Lacandon bedeutet in Mayathan: wahre oder echte Menschen. Bis ins 20 Jahrhundert lebten sie ohne Kontakt zur Zivilisation als Dschungelnomaden. Sie widersetzen sich christlichen Missionierungsversuchen nach ihrer "Entdeckung" und haben so ihre traditionellen Bräuche und Glauben beibehalten können. In diesem Fall kann man sogar fast von einem glücklichen Ausgang für die Lacandonen sprechen (die Lebensbedingungen sind trotzdem extrem schwierig) da die mexikanische Regierung im Jahr 1972 ihnen 614.321 Hektar ihres traditionellen Siedlungsgebiets als Zona Lacandona überließ und sie somit zu rechtlichen Eigentümern ihres Landes machte. Die Holzfällerunternehmen, die hier zuvor gewütet hatten und die großen Mahagonibäume aus dem Urwald rissen, konnten damit (vorübergehend) gestoppt werden. Ja, nun waren wir hier zu Besuch, bei den sogenannten Indianern. Koh und ihre Familie hat uns während der Tage bei denen wir auf ihrem Grundstück gecampt haben, so herzlich und liebevoll behandelt, dass ich fast weinen musste, als sie mir dann als Abschiedsgeschenk auch noch eine selbstgemachte Kette geschenkt hat. Sie hat jeden Abend für uns gekocht (natürlich nicht kostenlos, aber das würde auch niemand von so bitterarmen Menschen annehmen wollen) und so haben wir schmackhafte und mir völlig unbekannte Nahrung aus dem Lacandonen-Urwald bekommen. Sie konnte lediglich Mayathan sprechen, aber trotz nicht vorhandener sprachlicher Kommunikationsmöglichkeiten, hatte ich das Gefühl, dass sie uns unbedingt an ihrem Familienleben teilhaben lassen wollte. So konnte ich ein ganz kleines bisschen von ihren noch praktizierten Maya-Bräuchen miterleben. Nun weiß ich z.B. das der mächtige Kapokbaum, in ihrer mythologischen Vorstellung der Weltenbaum ist, welcher im Zentrum der Kosmogonie steht. Die Achse des Weltenbaumes durchbricht die verschiedenen Ebenen der Realität und bietet so eine Möglichkeit, von einer Existenzform zur anderen vorzudringen. Mithilfe und entlang dieser Weltachse bewegt sich der Schamane, häufig Mithilfe des psychodelischen Peyotekaktus, zu anderen Ebenen des Seins, um im Dienste der Gemeinschaft mit dort über- und unterirdischen Wesen (Ahnen, Geistern) in Verbindung zu treten.
    Ich bin noch immer beseelt von den Eindrücken und Erlebnissen die ich bei den Lacandonen machen durfte. Und, aus obligatorischen Gründen, haben wir die dortigen Mayaruinen Bonampak und Yaxchilan auch noch besucht. Diesmal war es zumindest ein klein wenig interessanter für mich, da die Lacandonen gerade Yaxchilan noch als zeremoniellen Tempel für ihre Ahnengötter nutzten und dort noch (traurigerweise) Tiere geopfert werden.
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Ocosingo