South Africa
Nelson Mandela Bay

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66 travelers at this place:

  • Day12

    Addo National Park

    September 8 in South Africa

    Heute Morgen ging es für uns um 9 Uhr los zu unserer allerersten Safaritour.🚌 Trotz regnerischem Wetter hatten wir mega Glück und haben viele Elefanten, Zebras, Sträuße, Warzenschweine und vieles mehr gesehen und konnten sogar einen Löwen beim Schlafen beobachten obwohl in dem riesigen Park (so groß wie Belgien) nur neun leben. Wir hatten einen wirklich unvergesslichen Tag. 🦁🐘🐃🦓🦌

  • Day21

    Addo Elephant National Park

    October 22 in South Africa

    Der frühe Vogel wird mit lauter wilden Tieren belohnt🐘🦓🐃🐍🐢.
    Bisher nur zwei aus den Big 5, dafür aber eine Menge anderer Tiere aus 5-10 Metern Entfernung zu Gesicht bekommen :)
    Danach wurden wir beim Spaziergang am Strand vom Winde verweht. 💨
    Morgen gehts nach Johannesburg ✈️

  • Day22

    Safari im Addo

    March 1 in South Africa

    Den ganzen Tag auf Safari mit Lunch im Park. Einfach genial! Löwen, Büffel, Elefanten, Kudu, afrikanische Wildschweine, Zebra, Antilopen und zu guter Letzt noch eine Puffotter vor dem Esssaal! Nicht gerade beruhigend!

  • Day11

    Port Elizabeth

    August 25, 2017 in South Africa

    Der Tag fing so schön an. Wir hatten seit Tagen mal wieder ein richtig schönes Frühstück mit Ei und Müsli und haben uns danach in Richtung Strand aufgemacht. Wir hatten oft gelesen, dass East London keine schöne Stadt sei, deswegen machten wir uns auf zum Strand um zumindest das Meer zu sehen. Wir kamen mit niedrigen Erwartungen am Strand an und waren mehr als überrascht bei dem Anblick, der sich uns bot. Riesige grüne Dünen, ein felsiger Strand und meterhohe Wellen. Wir hatten Glück und durften der Weltspitze bei den Surfmeisterschaften zuschauen, denn in East London finden grade die Meisterschaften statt.
    Gegen Mittag machten wir uns auf nach Port Elizabeth. Auch diese nicht als besonders tolle Stadt angepriesen, aber dafür der offizielle Ausgangspunkt für den Addo Elephant Park und die Garden route. Vorab hatten wir uns Fotos von unserer heutigen Airbnb Wohnung angeschaut und hatten uns schon gefreut.Schon als wir von der Autobahn abfuhren, merkten wir, dass wir in ein Armenviertel kamen und hofften, dass wir nur da durchfahren mussten. Angekommen schwand diese Hoffnung und mit ihr jegliche Vorfreude auf unsere Unterkunft. Mitten zwischen Obdachlosen, Müll und zerfallenen Häusern können wir den Morgen gar nicht schnell genug erwarten. Ab dem Moment, wo wir das Auto verliessen, hatten wir ein ungutes Gefühl im Bauch, auch da die Vermieterin momentan im Ausland ist und wir alleine in der Wohnung sind. Zwar ist unsere Unterkunft mit einem Alarmsystem gesichert, zu allem Überfluss ist dieses aber vor einer halben Stunde angegangen. Ob selbstverschuldet oder nicht wissen wir nicht ganz, es trägt aber nicht gerade zur beruhigung unserer Nerven bei.
    Eigentlich hatten wir vor für 2 Nächte in Port Elizabeth zu bleiben, doch die eine Nacht reicht uns vollkommen und so ziehen wir morgen weiter nach St. Francis Bay.
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  • Day85

    Elefant, Zebra und Co

    November 13, 2017 in South Africa

    Heute ging es wieder früh raus zum Addo Elefanten Park.

    Auf der Hinfahrt kamen wir an einigen Townships vorbei. Unser Guide berichtete, dass es viele soziale Unruhen gäbe, da die Bewohner der Townships nun das Versprechen auf bessere Verhältnisse, welches man ihnen vor 24 Jahren gegeben hätte, einfordern würden.

    Das ist die weniger schöne Seite von Südafrika.

    Auch Port Elizabeth als Stadt ist nicht besonders schön. Hier gibt es die gleichen 70er Jahre Sünden wie bei uns, außerdem viel Industrie, vor allem Autos werden hier gebaut.

    Aber nun endlich zu den Elefanten. 🐘

    In Jeeps ging es durch das riesige Gelände, vor allem auf unbefestigten Wegen. Anfangs sahen wir wenig Tiere. Mal ein Warzenschwein oder zwei, dann auch mal einen Elefanten, und unser Fahrer rief bei einem entgegenkommenden Bus immer “Oh, look! Tourists!“ Hahaha! 🚌🙃

    Der Jeep holperte also im Schweinsgallopp durch die Pläne, ein Schlagloch schleuderte mich hoch, und als ich wieder landete, saß ich bei Susanne auf dem Schoß. Sie hat's überlebt. 😁

    Und dann waren sie plötzlich da!

    An einem Wasserloch hatten sich unheimlich viele Elefanten versammelt. Sie kamen aus allen Richtungen und grummelten ungehalten, wenn ihnen ein Auto den Weg zum Wasser versperrte.

    Dort standen wir lange und schauten und fotografierten, was das Zeug hält. 📷📹

    Das war ein echtes Highlight. Diese fremde, schöne Landschaft und dann diese riesigen Tiere dort im und am Wasserloch. Auch Elefanten-Babys waren dabei, gerade mal zwei Wochen alt.

    Einfach nur “wow“!

    Jetzt entspannen bei einem Cocktail an Deck. 🍹
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  • Day8

    Letzter Tag im Süden

    February 27, 2017 in South Africa

    Huhu✌🏼
    Der heutige Tag begann sehr durcheinander, denn unser Reisebus hat den Geist aufgegeben, sodass wir leider 2h auf den neuen Bus warten mussten, zum Glück noch im Hotel in Knysna, hieß im Klartext, die gesamte Gruppe lag den Vormittag am Pool 😂 man kann schlimmer warten. Mit Verspätung losgefahren haben wir heut auf dem weg nach Port Elisabeth einen kurzen Stopp an einem "yellow big tree" gemacht u ein leckeres Mittag im Freien genossen. Im Anschluss ging es auf ein der größten Protea-Blumenfarmen weltweit. So eine wunderschöne Pflanze, die bis zur Blüte ca 3jahre brauch. Das war schon interessant. Vor allem, weil die ca 1mio Blumen, die im Jahr exportiert werden, alle von Hand gesäht, gepflückt, bearbeitet u versandfertig gemacht werden. Nach tollen Landschaften sind wir in Port Elisabeth angekommen u haben dort einen kleinen Fotopoint gehabt,bis wir im Hotel ankamen. Für einen Spaziergang am Strand war die Zeit durch die Verspätung leider zu knapp. Nach Anbruch der Dunkelheit ist hier ein Spazierengehen absolut keine Empfehlung. Unser letzter Abend an der Küste - morg früh gehts mit dem Flieger in die Nordprovinz 🛫 wir sind alle sehr aufgeregt,was uns da erwartet. Wir wissen leider aktuell nicht, inwieweit wir beim Nationalpark WLAN haben,dementsprechend kann ich für keine Meldungen garantieren. Sorgt euch dann nicht, uns geht es gut u wir sind nur offline 🙈 oder reiten auf wilden Tieren, mal sehen... bis baaaaaaaald 😎✈️🦁Read more

  • Day44

    weltwärts - was ist das?

    October 18 in South Africa

    weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der seit 2008 Freiwillige in alle Welt verschickt. Bedingung dabei ist, dass es sich um ein Entwicklungs / Schwellenland handeln muss. Finanziert wird weltwärts durch das BMZ, das sich für die Umsetzung der Unterstützung seiner Tochtergesellschaft Engagement Global bedient. Die Projekte, in denen die Freiwilligendienste stattfinden, werden von deutschen Nicht-Regierungsorganstaionen und deren lokalen Partnern umgesetzt.
    Für wen ist weltwärts? weltwärts ist für junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren, Qualifikationen spielen im Allgemeinen keine Rolle, sondern jeder darf mitmachen.
    Was genau macht man als Freiwilliger bei weltwärts? Als Freiwilliger bei weltwärts arbeitet man in einem sozialen Projekt unterschiedlichster Ausrichtung: Gesundheit, Recht, Bildung, Kultur und Sport, ...
    Wie lange dauert so ein Einsatz? Die Einsätze dauern immer ein halbes oder ein ganzes Jahr, was je nach Organisation unterschiedlich ist und wen es richtig packt, der kann auch noch um ein weiters Jahr / halbes Jahr verlängern, aber Achtung, man kann nur einmal mit weltwärts ins Ausland, auch wenn man bei der zweiten Bewerbung auf einen neuen Einsatz noch im vorgegebenen Altersrahmen ist.
    Was bringt mir ein weltwärtsjahr? Ein weltwärts Jahr hat viele Vorteile und für jeden sind es andere. Für die meisten ist es einfach die super spannende Erfahrung, in einer ganz anderen Kultur zu leben und mal von Zuhause rauszukommen. Man hat eine Entsendeorganisation, die einem bei allem Organisatorischen unterstützt, wie etwa beim Visumsantrag etc, man leistet (zumindest einen kleinen) Beitrag um den Menschen vor Ort zu helfen und im Lebenslauf macht es sich auch nicht schlecht .
    Wie funktioniert der Berwerbungsprozess für weltwärts? Nachdem du dich auf der Website von weltwärts umgesehen und für ein Projekt entschieden hast, bewirbst du dich bei der entsprechenden Organistaion. Nach erfolgreicher Aufnahme, bei der sich das exakte Projekt in Absprache mit dem Bewerber eventuell nochmal ändern kann, wird die Organisation, welche das Projekt in dem jeweiligen Land letet kontaktiert. Gibt es auch von dieser ein OK, so startet die Vorbereitung, mit einem circa 10-tägigen Vorbereitungsseminar, danh folgt der Visumsantrag etc und (meist im Spätsommer) dann die Ausreise.
    Hier ist der Link weltwärts-website, falls Interesse vorhanden: https://www.weltwaerts.de/de/
    Seit einiger Zeit stand für mich fest, dass ich nach dem Abitur ins Ausland möchte. Besonders interessiert haben mich dabei für Südamerika und Afrika. Die Idee eines Freiwilligendienstes existiert tatsächlich schon fast genauso lang, denn ich hörte erstmals in der neunten Klasse von meinem Vater davon, welcher beruflich selbst in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist. Er riet mir, mich einmal bei weltwärts zu informieren und ein bisschen durch deren Website zu surfen, um zu schauen, ob das nicht vielleicht auch etwas für mich ist. Damals war ich mir schon sicher, wie ich mein Gap-Year zwischen Schule und Uni füllen wollte, allerdings begann ich erst Ende der elften Klasse mit der intensiven Recherche.
    Das erste Projekt das ernsthaft mein Interresse weckte, war die Kooperation eines Startups mit der Uni in Windhuk, Namibia. Leider musste ich schnell feststellen, dass dieses Projekt ab 2018 eingestellt wurde, sprich genau zum Zeitpunkt meiner Ausreise. Als nächstes stieß ich auf ein Projek, dass sich mit Mikrokrediten in der ländlichen Region Tansanias beschäftigte, alerdings wurde mir hier zügig abgesagt, da die allermeisten Plätze schon vergeben waren und es höchstens ein Kennenlerntreffen geben würde, falls spontan Leute absprangen.
    Die Wochen verstrichen und ich konnte mich für wenig wirklich begeistern, bis ich schließlich gleich auf zwei Organisationen stieß, die mich interessierten. Die erste operierte haupsächlich in Uganda, Tansania und Malawi und auch wenn mir das Kennenlernseminar sehr gut gefiel, konnte ich ziemlich zügig feststellen, dass die Projekte nicht zu mir passten. Bei der zweiten Organisation handelte es sich um SAGE Net. Ich hatte mein Vorstellungsgespräch ziemlich spät, erst im März, aber das Projekt, dass man mir vorschlug, gefiel mir ziemlich gut und ich sagte zu. So kam ich schließlich zu Masifunde nach Port Elizabeth.
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  • Day19

    Sandboarding und Chillen am Pool

    October 25 in South Africa

    Unser letzter Tag, bevor wir uns ab morgen langsam auf den Weg zurück nach Kapstadt machen!
    Nach dem vielen Safari-Autofahren gestern wollten wir heute etwas mit weniger Auto machen. Zugegeben schwierig, da zumindest die Anfahrt natürlich ein Auto erfordert, aber schlussendlich haben wir uns für eine kleine Bootsfahrt zu den Dünen am Sunday River Mouth mit Sand Sledding entschieden.
    Wir brechen leider etwas spät auf, sind nach 45 Minuten Fahrt aber doch in Colchester. Auf einem kleinen Boot tuckern wir gemächlich in etwa 10 Minuten zu den Sanddünen, wo der Guide die Boards auspackt. Böse Überraschung: Gebucht hatten wir ja Sand Sledding, wo man mit einer große Matte mit Festhaltemöglichkeit die Sandberge hinuntersaust - das erschien uns für die Kinder geeigneter als die snowboardähnlichen Sandboards. Durch einige Missverständnisse in der Kommunikationskette stehen wir jetzt aber trotzdem mit Sandboards da, und sind darüber nicht gerade begeistert. Aber nun sind wir ja schonmal da und auf einem Snowboard kann man ja auch im Sitzen runterrutschen.
    Die Kinder sind zunächst begeistert bei der Sache und haben ihren Spaß, es sieht auch echt witzig aus! Ich versuche mich dann notgedrungen auch mal an einem Sandboard und fahre im Stehen da runter, es ist einfacher (und lustiger!) als gedacht. Schließlich überwindet sich auch Felix und findet ebenfalls Geschmack an der Sache. Der Minuspunkt ist das Hochlaufen auf die Dünen durch den weichen, rutschigen, heißen Sand, auch insgesamt ist die Hitze enorm und der leichte Wind bringt zwar Abkühlung, aber weht natürlich auch Sand herüber und überzieht uns mit einer feinen Sandkruste. Das alles macht den Kindern dann auf die Dauer doch ganz schön zu schaffen und so kürzen wir die eigentlich dreistündige Tour etwas ab. Zurück beim Touranbieter, die auch ein wirklich schönes Cafe betreiben, sprechen wir nochmal die fehlenden Schlitten an. Es herrscht große Betroffenheit und man bietet uns immerhin an, uns 50% des Preises zurückzuzahlen. Mit so viel Entgegenkommen hatten wir gar nicht gerechnet, zumal wir ja trotzdem eine Menge Spaß hatten!
    Im Restaurant gibt es noch eine Runde kühler Getränke sowie Pizza, ein Sandwich mit Salat sowie die unervermeidlichen Chicken Nuggets (dass das den Kindern nicht schon zu den Ohren raushängt?!).
    Den Rest des Tages verbringen wir am und im Pool, Lea schafft schon eine halbe Bahn ohne Schwimmhilfen!
    Abendessen gibt es, das muss man wirklich namentlich erwähnen, im Riverfront Restaurant in Addo. Von all den tollen Restaurants war dies das Beste, da sind wir uns einig. Es liegt am Ufer des Sunday River und bietet spektakulärste Sicht von der Terrasse auf den Sonnenuntergang, tolles Spielzeug für die Kinder, auch Malzeug bringt die nette Kellnerin und das Essen ist die absolute Wucht! Die Kinder kriegen Kartoffelbrei zu ihrem Hühnchen und sind absolut selig, ich habe das vegetarische Menü, Gemüse einmal quer durch den restauranteigenen Garten mit Couscous und Feta, Felix versucht sich am Wildebeest-Filetsteak (es handelt sich um Gnu) - alles simpel, frisch und so so so lecker! Dazu versinkt die Sonne in verschwenderischer Farbenpracht hinterm Horizont - wirklich ein gelungener Abschluss des Tages!
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  • Day65

    Kriminalität in Südafrika

    November 8 in South Africa

    Heute mal ein kleiner Blogeintrag über eine nicht so liebenswerte Seite des Landes: Die Kriminalität.
    Bedauerlicherweise ist das Thema besonders in der Großstadt fast allgegenwärtig. Südafrika ist zwar drittstärkste wirtschaftliche Kraft in Afrika (nach Ägypten und Nigeria), aber dennoch lebt ein großer Bevölkerungsteil in Armut. Hinzu kommen Nachwirkungen der Apartheid und Rassismus, welche das Konfliktpotenzial enorm verstärken. PE gilt im Vergleich zu Kapstadt oder Johannesburg aufgrund seiner übersichtlichen Größe noch als ziemlich ungefährlich, dennoch gibt es einige Vorsichsmaßnahmen bei einem längeren Aufenthalt in der Stadt zu beachten.

    Grundregel Nummer 1 dabei: Niemals allein im Dunkeln draußen rumlaufen.

    Seit unserer Ankunft wurden uns so viel Sicherheitshinweise eingebläut, dass wir lange Zeit dachten, eigentlich wäre es gar nicht so wild hier und die Leute würden nur versuchen uns etwas Angst zu machen, damit wir nicht unvorsichtig werden. Zudem sind die meisten Menschen, denen wir bisher begegnet sind sehr freundlich und bemüht zu uns gewesen, ihr erinnert euch vielleicht noch an meinen anderen Blogintrag „Die Reise“, als ich festgestellt habe, dass Südafrika so voller Lebensfreude ist. Das täuscht etwas, denn bei Nacht verändert sich die Stadt. Bekannte Ecken können gefährlich werden und es müssen andere Regeln beachtet werden. Auch das konnten wir uns lange nicht vorstellen und ich laufe gelegentlich immernoch abens von der etwa 800 Meter entfernten Mall Nachhause. Man kann es sich ungefähr wie in dem PC-Spiel Minecraft vorstellen, tagsüber ist alles super und sobald die Nacht hereinbricht sucht man einen Unterschlupf, weil Zombies etc sichherauswagen. So ungefähr fühlt es sich an.

    Dennoch ist es kein Muss, dass etwas passiert, wenn man im Dunkeln herumläuft, die Gefahr ist nur deutlich erhöht. Zudem kommt es stark auf die Gegend an, im Township beispielsweise, ist die Wahscheinlichkeit abgezogen zu werden je nachdem wie lange man darin herumläuft gefühlt 110 Prozent, während wir im Suburb leben, wo nachts niemand herumläuft und wenn doch direkt von Hundegebell auf den Grundstücken verraten wird. Hunde findet man bei uns in der Gegend im Übrigen in fast jedem Haushalt, manchmal sogar mehrere. Diese sind aber nicht nur als geliebtes Familienmitglied da, sondern sollen in erster Linie das Haus vor Einbrüchen schützen, weshalb man auch nicht so vielen süßen Hunden begenet, sondern vorwiegend Rottweilern, Bulldoggen oder Schäferhunden. Unser Haus ist auch schon fast eine kleine Festung, die Eingangstür hat ein Extragitter, zwei Schlösser, zwei Riegel und ein Schnappverschluss, jedes Fenster hat ein Gitter davor und das ganz Haus ist mit Bewegungssensoren alarmgesichert.

    Für uns war es am Anfang eine relativ große Umstellung, mehr auf Sicherheit zu achten, aber wir konnten bis zu mehrern Erlebnissen Anfang Oktober noch nicht so wirklich glauben, dass es in PE tatsächlich gefährlich sein kann.

    Eine Mitbewohnerin, Toni, hatte am 14 Oktober Geburtstag und wir wollten reinfeiern. Zu Besuch waren einige Freunde von der Arbeit, mit welchen wir um zwölf noch feiern gehen wollten. Der Plan sah vor, dass wir in einen bekannten Club in Strandnähe fahren wollten. Aus unerfindlichen Gründen ging es dann aber nicht zum „White Tiger“, sondern wir fuhren alle zusammen nach Central, eine etwas unsichere Gegend, aber mit vielen Clubs. Kaum hatten wir die Location betreten, verflog meine Lust aufs Feiern enorm, denn es war ziemlich eng, überall war dieses unseriöse Rotlicht und eine Nebelmaschine verpestete die Luft. Damit hätte ich soweit noch leben können, denn so sind etwas gammelige Clubs halt, ich kann auch immernoch nicht sagen, ob ich Kabelbinder als Eintrittsbändchen ne gute Idee finde oder nicht, aber was mich wirklich störte waren zum einen die Musik, welche nur aus rhytmischen unglaublich lauten Bässen ohne jegliche Melodie geschweige denn mit Gesang war, sowie die Tatsache, dass mich alle fünf Minuten jemand fragte, ob es mir keinen Spaß machen würde, weil ich wohl etwas unbegeistert am Tanzen war.

    Dafür war der Eintritt sehr günstig. Für 10,00 Rand (ca. 60 Cent) p.P. kamen wir in den Club.

    Nach etwa drei Stunden hatten die Ersten von uns keine Lust mehr aufs Feiern und wir fuhren im kleinen Kreis zu KFC um uns was zu Essen zu organisieren. Zwei von uns blieben noch im Club mit unseren Freunden, selbst Locals, weshalb es Ok war, sie zurückzulassen.
    Als wir sie ca dreißig Minuten später wieder einsammeln wollten, war die Straße dermaßen verstopft von falschparkenden Autos, dass wir gezwungener Maßen ans Ende der Straße zurückfuhren und dort zwischen anderen Autos am Straßenrand parkten.
    Wir dachten uns nichts dabei, da es eine belebte Straße direkt neben einer großen Kreuzung war. Da es bereits nach drei Uhr Nachts war, dämmerten wir vier (eine Freundin aus einem anderen Projekt war noch mit dabei) langsam ein, bis die anderen uns ca 20 Miunten später kontaktierten, dass wir sie abholen müssten, weil sie sich, bereichtigter Weise, nicht trauten, allein durch Central zu laufen. Wir hatten jedoch keine Möglichkeit sie aufzusammeln, weshalb ich entschied, sie abzuholen.

    Warum schreibe ich erst von Sicherheit und Kriminalität in Südafrika und erzähle dann, wie wir nett Geburtstag feierten?

    In den knapp zehn Minuten, die ich tatsächlich unterwegs war, was schon leichtsinnig an sich war, als weißer Junge Nachts durch Central zu laufen, sind die Mädchen im Auto größtenteils eingeschlafen, bis urplötzlich eine Scheibe zerschlagen wurde. Ein Mann drängte sich in das kleine Auto und war beinahe mit seinem ganzen Oberkörper im Wagen und griff nach allem was er in die Hände bekam. Die anderen fingen natürlich an um Hilfe zu schreien, aber auch wenn viele Menschen auf der Straße rumliefen, kam niemand. Stattdessen kam ein zweiter Mann dazu und griff ebenfalls nach Wertsachen im Auto. Eines der Mädchen fing an auf die Männer einzuschlagen. Nach wenigen Sekunden verschwanden diese zusammen mit einem Handy, dass gestohlen wurde. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt, bis auf ein paar wenige Schnittwunden von den Glassplittern. Der psychische Stress hingegen war bei allen hoch.

    Ich selbst war zu dem Zeitpunkt auf der Straße unterwegs, wo mich ein Mann ansprach, welcher mir helfen wollte den Club zu finden, an dem die anderen warteten, vermutlich wollte er aber einfach nur Geld. Ich wimmelte ihn mit ein paar flüchtigen Sätzen ab, aber er folgte mir, bis ich schließlich anhielt und ihm die Location beschrieb. Von ihm erfuhr ich, dass ich nicht weitergehen solle, da ich im nächsten Abschnitt der Straße wohl ausgeraubt werde würde, woraufhin ich entschied, zurück zum Auto zu laufen.

    Insgesamt lässt sich also sagen, dass der Abend nicht ganz so verlaufen ist, wie wir es uns vorgestellt hatten, ich würde also wegen der schlechen Musik und der Unfreundlichkeit der Leute in unserem Auto maximal 3 von 10 Sternen geben und in nächster Zeit nicht mehr nach Central fahren. Aber immerhin haben wir alle die ziemlich wichtige Lektion gelernt, dass die vielen Warnungen nicht unberechtigt sind.

    Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nochmal für alle, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, nach Südafrika zu reisen, betonen, dass das für normale Touris nicht üblich ist und wir uns einfach leichtsinnig verhalten haben. Und wer aus Angst jetzt nicht nach Südafrika fährt, der wird sein Leben lang spannende Sachen verpasen, denn eine hundertprozentige Garantie gibt es nirgendwo und ich kann es nur jedem ans Herz legen, auch nach dieser Erfahrung, sich einmal Südafrika anzusehen. Wenn man ein paar Regeln beachtet und sich mit Locals über Gefahren unterhält und ihre Warnungen ernst nimmt, dann wird man auch ziemlich sicher unbeschadet durch’s Land kommen. Und noch ein kleiner Tipp, es ist nicht peinlich jemanden nach Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen zu fragen, denn Sicherheit ist hier ein großes Thema und sogar die Leute aus dem Township sehen die Kriminalitätsrate in ihrer Wohngegend kritisch.
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Nelson Mandela Bay

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