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Spurensuche E9 / Portugal

Eine Woche auf den portugiesischen Spuren des Europäischen Fernwanderweges E9. In 5 Etappen geht's von Cascais nach Peniche. Immer entlang der Küste. Ein ausgebautes Wegenetz mit vernünftigen Markierungen, gibt es hier noch nicht! Les mer
  • Reisens start
    3. mars 2026

    Fernwanderweg E9 / Portugal

    3. mars, Portugal ⋅ ☁️ 13 °C

    Geh' doch mal wieder wandern 😉. Schon vom E9 gehört?

    Im Jahr 1969 wurden von der Europäischen Wandervereinigung (EWV) die E-Fernwanderwege initiiert, auch um ein völkerverbindendes Netz von Wanderwegen in Europa zu schaffen. Im Laufe der Jahre wurden zwölf dieser Wanderwege "eingerichtet" und verbinden 30 Nationen auf rund 60,000 km!
    Einer davon ist der E9. ein europäischer Küstenwanderweg, der sich über eine beeindruckende Gesamtlänge von etwa 12.000 Kilometer erstreckt - immer möglichst nahe an der Küste Europas entlang. Der nördöstlichste Endpunkt liegt in Estland, unweit der russischen Grenze. Es gibt Überlegungen, den Endpunkt nach Sankt Petersburg zu verlegen. Jedoch sind die Differenzen zwischen Russland und Europa im Augenblick unüberwindbar!
    Durch die baltischen Staaten - Estland, Lettland und Litauen - weißt der E9 ein zusammenhängendes Netz von stattlichen 1420 km auf. Die russischen Exklave Kaliningrad verhindert jedoch ein weiterkommen. An der polnisch-russischen Grenzstadt Braniewo fängt der E9 wieder an und führt auf rund 5,000 km zusammenhängend durch Polen, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Jedoch ist nach dem Durchwandern der Bretagne Schluss.
    Danach ist der E9 ein Flickenteppich!
    Viele Teilstücke südlich der Bretagne, Spanien und Portugal sind nicht ausgebaut. Die genaue Route wird oft noch diskutiert. So z. B. auch, wo der süd(westlichste) Endpunkt auf dem europäischen Festland sein soll. Je nach Quelle ist es entweder der südwestlichste Punkt, das Cabo de São Vicente in Portugal oder der südlichste Punkt in Tarifa (Spanien) - nicht weit von Gibraltar entfernt.

    Im südlichen Teil Portugals folgt der E9 auf einer Länge von ca. 220 km dem "Rota Vicentina ", der aus dem "Historischen Pfad" und dem "Fischerpfad" besteht. Beides gut ausgebaute und markierte Wege, die von Lagos bis nach Santiago de Cacem bzw. Sao Torpes bei Sines führen.
    Möchte man weiter in Richtung Norden wird es unübersichtlich. Die Wege muss man sich selbstständig über Karten "zusammen bauen" und hoffen, das sie begehbar sind.
    Wir werden sehen, wie weit ich komme und ob ich von meinem Startpunkt "Cascais" mein Ziel "Peniche" in fünf Tagen schaffe.

    Quellen:
    - https://www.wandern.de/tipps/estland/der-europa…
    - https://en.wikivoyage.org/wiki/E9_European_Coas…
    - https://www.europas-fernwanderwege.com
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  • Es geht los ...

    3. mars, Tyskland ⋅ 🌙 4 °C

    Die Nacht war kurz. Um vier Uhr klingelt schon der Wecker 😞. Ohne Frühstück geht's mit den "Övis" zum Flughafen Köln-Bonn. Mein Flug nach Lissabon möchte schon um 7 Uhr abheben.
    Die Fahrt mit der S-Bahn verläuft unspektakulär. Mit 10 minütiger Verspätung fahren wir gegen 5:45 Uhr im Untergeschoss des Flughafens ein. Ein paar Treppen höher bin ich schnell an der Sicherheitskontrolle mit einer mega Schlange. Wo wollen die alle hin um diese Zeit 🫣.
    Die nette Stimme aus dem Lautsprecher verkündet nur 15 Minuten Wartezeit. Ich kann's kaum glauben! Bin dann tatsächlich nach der vorgegebenen Zeit durch alle Scans durch - ohne Probleme! Uhrzeit 6:10 Uhr!
    Die Anzeigetafel verkündet auch schon das Boarding, obwohl wir erst in 50 Minuten abheben sollen. Zum Gate sind es nur ein paar Minuten und tatsächlich, Ryanair hat das Boarding schon begonnen. Sehr zeitig die Jungs.
    Der Flieger ist komplett ausgebucht, verkündet das "flight desk" mit leicht osteuropäischen Akzent. Mein beim Check-in zugewiesener Mittenplatz erweist sich als angenehm geräumig. Die Beinfreiheit ist für einen Durchschnitts-Ausgewachsenen gut, obwohl noch mein kleiner Rucksack unter den Vordersitz muss. Ryanair hat im übrigen die Maße für die kleine Tasche etwas angehoben. Jetzt darf sie 40x30x20 cm nicht überschreiten. Hab gelesen, das die EU die Maße für das Handgepäck generell standardisieren möchte, so dass das Durcheinander bei den verschiedenen Airlines aufhört. Ein Hoch auf Ursula und die EU 👍🏽.
    Pünktlich um 7 Uhr hebt die 20 Jahre alte Boeing 737-800 mit 189 Fluggästen und guter Laune im Gepäck ab!
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  • CGN -> LIS / Cascais

    3. mars, Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Der Flug von Köln nach Lissabon verläuft vorbildlich! Alle Passagiere verhalten sich ruhig und dösen vor sich hin - iss ja auch früh! Sogar unser Youngster mit nur ein paar Monaten Lebenserfahrung, steckt den Flug schlafend weg 👍🏽.
    Von der obligatorische Kulinarik, die etwas lustlos durch den Gang geschubst wird, will keiner etwas wissen. Auch die neusten Düfte und von der Lotterie nimmt heute keiner Notiz 🫣.
    Nach einer sensationellen Flugzeit von 2h 40min, berühren wir portugiesischen Boden und nach weiteren 5 Minuten sind wir am Gate des Lissaboner Airports - na, das war mal ein Flug!
    Mit dem Bus geht es zum Terminal und nach 10 Minuten stehe ich schon in der frischen Luft vor dem Flughafengebäude. Die Metrostation ist gleich links am Ende des Gebäudes. Das Ticket für die Metro kauft man am Automaten, wobei zuerst eine "Navegante-Karte" für 0,50€ fällig wird, auf die dann das eigentliche Ticket "gebucht" wird. Danach geht's zum Drehkreuz, scannt seine aufgeladene Navegante-Karte und ist drin. Seit 2024 kommt man aber direkt am Drehkreuz mit einer kontaktlosen VISA-Karte in die heiligen Hallen der Lissaboner Metro. Sehr praktisch und man spart sich das Anstellen am Automaten. Jedoch ist das Ticket teurer. Anstatt 1,90€ (für 1 h fahren) kostet es jetzt ungeheure 1,92€ - VISA will ja auch was verdienen 😉.
    Mit der "Roten Linie" geht es dann vom "Aeroporto" bis "Alameda", wo man in die "Grüne Linie" umsteigen muss, um direkt bis zur Endstation*Cais do Sodre" zu kommen. Nach 40 Minuten im Untergrund sehe ich endlich wieder die Sonne, als ich im Bahnhof "Cais do Sodre" die unzähligen Stufen hochkomme. Am Drehkreuz wird dann wieder die VISA-Karte fällig, damit man den richtigen Betrag abgebucht bekommt.
    Für das Zugticket nach Cascais brauche ich jetzt doch die Navegante-Karte für 0,50€, um mein Zugticket für 2,55€ zu erwerben - kontaktlos zahlen hört am Ausgang der Metro auf. Der Touchscreen am Automaten macht jedoch nicht das, was ich will. Ein junger Bahnangestellter hilft und nach 4 Klicks habe ich meine Navegante-Karte inklusive Ticket nach Cascais.
    Keine 8 Minuten sitze ich im 10 Uhr im Schrabbelzug nach Cascais - natürlich auf der linken Seite, da soll die Sicht auf den Rio Tejo am besten sein - wenn da nicht die zerkratzten Fenster wären.
    Nach 50 Minuten bin ich endlich in Cascais - es ist kurz vor elf, TOP👍🏽. Ich genehmige mir erst mal einen Galao inkl. ein "Pastel Nata" im Bahnhofskaffee für 3,50€. Das tut gut nach der langen Reise 🫣🙋🏽.
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  • Cascais Sightseeing / LJmonade Hostel

    3. mars, Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach meiner kleinen Stärkung im Bahnhofskaffee geht es zum "LJmonade Hostel". Goggle meint, in 10 Minuten wäre ich da! Da ich früh dran bin, bummle ich noch durch die nette Fußgängerzone von Cascais. Cannabis und Ronaldo scheinen hier der Hit zu sein 😉.
    Viel los ist im Augenblick nicht im Strandbad der portugiesischen Oberschicht und vieler reicher Ausländer. Angezogen wurden diese wohl durch die königliche Familie, die seit dem 19. Jhd. hier öfters ihre Sommerferien verbringen.
    Gegen 11:30 Uhr checke ich im "LJmonade Hostel" ein, was um diese Zeit unerwartet möglich ist. Wir haben Nebensaison!
    Das Einzelbett im 6er Schlafsaal gibt es für 28€. In der Küche gibt es Brot, Marmelade, Kaffee und Tee gratis dazu. Das Bad ist mal wieder das "bottleneck" 😔. Außer mir sind nur zwei weitere Gäste im Hostel. Den Schlafsaal habe ich für mich alleine. Ich kann dann mal Bett-Hoping machen 😆. Was will man mehr!
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  • Cascais: Trilho das Vinhas

    3. mars, Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Da heute alles prima geklappt hat, ist noch genügend Zeit für eine kleine Wanderung, wie den "Trilho das Vinhas". Ein ca. 7 km langer Pfad auf gut ausgebauten Wegen. Er verbindet Cascais mit Qinto do Pisao und ist somit kein Rundweg. Man muß also die gleiche Strecke wieder zurück laufen.
    Der Starpunkt ist ganz in der Nähe des Supermarktes "My Auchan" in Cascais. Man folgt dem Bachlauf des "Rio da Mula", der weiter oben aufgestaut wird.
    Es ist sehr idyllisch! Die Blumen sprießen auf den Wiesen und der Pfad schlängelt sich sehr schön den Wasserlauf entlang. Die Bebauung von Cascais rückt dem Tal jeden sehr auf die Pelle und nach ca. 4 km kreuzt man auch zwei dicke Straßen, dessen Lärm man noch weit hört. Natur pur geht anders!
    Nach 5,5 km ist der schmale Weg von den letzten Regenfällen weggespült worden. Ein Durchkommen ohne Blessuren scheint für mich unmöglich zu sein. Meine Karten-App zeigt mir einen anderen Weg, der aber nach 300 m in einer Sackgasse enden soll. Ich wage es dennoch und werde mit einem tollen Pfad durch einen Eukalyptushain belohnt. Ein paar 100 m weiter mündet der Weg wieder in den offiziellen ein. Danach geht's auf breiten Wegen weiter. Bei Pisao de Baixo überquere ich die Nationalstraße 247 und folge dem "Riviera dos Marmeleiros". Der Weg ist weniger spannend, so dass ich nach ca. 8 km den Rückweg nach Cascais antrete.
    Einen kleinen Abstecher mache ich noch am Aussichtspunkt bei "Penhas do Marmeleiro" mit einem tollen Blick ins Tal.
    Gegen 16 Uhr bin ich nach 4 Stunden wieder in Cascais und merke, wie der Hunger nagt. Ich steuere das erst beste "Restaurant" an - ein Nepalese! Das Thukpa schmeckt und die zwei "Imperial" im Superbock-Glas zeigen ihre Wirkung.
    Ich bin zufrieden und etwas ausgelaugt 🙋🏽.

    TOUR-DATEN:
    Schritte ........................ 32k (gesamter Tag)
    Distanz ......................... 16,3 km
    Auf / Ab ....................... 186 / 195 m
    Gesamtzeit ................. 4h 06min
    Zeit in Bewegung .... 3h 17min
    Fitness Level .............. ziemlich schlapp 😔
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  • Cascais: Zitadelle, Jetset & Sunset

    3. mars, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Zum Abschluss des Tages gibt es noch einen Abendspaziergang zur Zitadelle "Fortaleza de Nossa Senhora da Luz". Erbaut irgendwann im 16 Jhd., sind heute nur noch die dicken, aber beeindruckenden Mauern zu sehen. Im Inneren haben sich Restaurants, ein Hotel und Kunst angesammelt. Alles picobello in Schuss gehalten.
    Gleich dahinter ist die Marina des "Jetsets" 😉 und der "Farol de Santa Maria", ein imposanter Leuchtturm mit chilliger Lounch.
    Am "Punta da Insua" lasse ich den Tag bei herrlicher Brandung und untergehender Sonne ausklingen. Due Luft ist diesig, es scheint eine Menge Sahara-Sand in der Atmosphäre zu sein.
    Es war ein langer Tag. Bis morgen 🙋🏽.
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  • Cascais ... Good Morning

    4. mars, Portugal ⋅ ☀️ 14 °C

    Um es vorweg zu nehmen, dass Bett-Hoping musste ich abblasen, da kurz vor 22 Uhr noch ein Gast in meinem Schlafsaal einzog. Gesprochen haben wir, außer einem "Hello", nix. Ich war schon leicht am Dösen.
    Ansonsten war die Nacht im hellhörigen Hostel ruhig. Die alten Holztüren sind nur mit viel Geräusch zu schließen, was im ganzen Haus spür- und hörbar ist.
    Gegen 7:30 Uhr gibt's ein selbstgemachtes, spartanisches Frühstück mit Marmeladenbrot, Spritzgebäck ohne Geschmack und Tee im Garten. Es ist zwar noch recht frisch, aber ich will ja auch keine Wurzeln schlagen. Meine erste Wander-Etappe steht heute an.
    Ich fülle noch meine Wasservorräte auf und checke problemlos aus. Die junge Dame an der Rezeption schenkt mir noch ein Regencape, dass ehemalige Gäste hier gelassen haben. Toll, ab morgen könnte Regen aufkommen.
    Um 8:40 Uhr stehe ich wanderbereit vor dem Hostel.
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  • E9: Cascais -> Azoia (I)

    4. mars, Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Um 8:40 Uhr starte ich meine erste Etappe von Cascais nach Azoia. Es liegen knapp 20 km von mir, mit mäßigen Anstiegen.
    Vom "LJmonade Hostel" geht's schnurstracks zum Atlantik, nicht weit vom Leuchtturm "Farol de Santa Maria" entfernt. Die ersten 6 km verlaufen mehr oder weniger an der wenig befahrenen Straße. Man kommt nur ganz selten an die Klippen vor. Einzige Abwechslung ist der "Boca do Inferno" (Höllenmund). Das Wasser des Atlantiks hat hier Zugang zum tiefen Grund der kleinen Schlucht. Bei Flut werden die Wellen in die senkrechten „Felsschlote“ gepresst und weit nach oben an Land geschleudert. Ich kann da leider nicht viel erkennen. Wahrscheinlich ist Ebbe oder zu wenig Wellengang 😔.
    Am "Forte de São Jorge de Oitavos" - die ersten 6 km habe ich abgespult - kann man endlich an den Klippen entlang gehen. Der Weg am Schlangenlinien-förmigen Küstenverlauf "kostet" etwas Zeit und zusätzliche Kilometer. Die Landschaft ist dafür deutlich spektakulärer. Das Fort selber ist - naja, kann man meiner Meinung nach links liegen lassen.
    Dafür wird es zunehmend ruhiger und wilder. Der Atlantik drück mit richtig Wumms an die Felsen und lässt die Gischt 20 - 30 m in die Höhe schießen.
    Nach 2 Stunden erreiche ich das "Cabo Raso" mit seinem verschlossenen Leuchtturm. Knapp die Hälfte ist "geschafft". Die Küste macht hier eine 90° Wendung und es geht jetzt immer Richtung Norden.
    Den "Praia da Arriba" erreiche ich nach ca. 10 km. Der erste richtig schöne Sandstrand! Dahinter kommt gleich der "Praia da Cresmina" und der fast 1 km lange "Praia do Guincho". Alle drei sind eine richtige Augenweite! Am letzteren mache ich erst mal Pause und schiebe mir drei kalorienträchtige Snickers-Nachahmerprodukte hinein.
    Es ist kurz nach halb zwölf und mein Zuckerhaushalt ist in den letzten drei Wander-Stunden auf einem Tiefststand gefallen. Das Frühstück war doch eher "mau" und ich fühle mich etwas schlapp! Aber Kopf hoch, die ersten 12 km habe ich schon "erwandert". Sieben Kilometer warten noch auf mich.
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  • E9: Cascais -> Azoia (II)

    4. mars, Portugal ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach meiner kurzen Snickers-Pause am "Praia do Guincho", geht es direkt wieder die Klippen hoch zum verfallenen "Forte do Guincho". Die Lage ist toll, mit grandiosem Blick zurück zum "Praia do Guincho" im Gegenlicht. Kurz danach passiert man den steinigen "Praia do Abano". Dafür muss man wieder auf Meereshöhe absteigen und einen kleinen Bachlauf überqueren. Das ganze wiederholt sich auf den nächsten 3 km noch drei Mal, wobei man immer ein Stück höher kommt. Nach der dritten Bachüberquerung, am "Praia da Grota", ist man dann 60 m über dem Atlantik.
    Nach der vierten Bachüberquerung verlässt man so langsam die Küste des Atlantiks und bewegt sich in höhere Gefilde. Nach 4,5 h und 16 km erreiche ich den kleinen Ort "Figueira do Guincho", der sich auf 170 hm befindet. Die Blumen blühen hier schon recht kräftig. Bis zu meinem Ziel Azoia sind es jetzt nur noch 3 km. Der Weg wird immer öfter eine Straße und die Zivilisation holt mich wieder ein. Nach 5h 20min erreiche ich meine Unterkunft "O Mohino da Roca" etwas außerhalb von Azoia. Ein kleines Juwel!

    TOUR-DATEN:
    Schritte ........................ 25,5k
    Distanz ......................... 19,4 km
    Auf / Ab ....................... 302 / 92 m
    Gesamtzeit ................. 5h 20min
    Zeit in Bewegung .... 4h 20min
    Fitness Level .............. ziemlich kaputt 😔
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  • Azoia: Mühle, 70er & Dinner

    4. mars, Portugal ⋅ 🌙 13 °C

    Meine Unterkunft "O Mohino da Roca" in Azoia befindet sich in einer alten, kleinen Mühle und ist wirklich ein kleines Juwel unter all meinen gebuchten Unterkünften. Bei BookingDotCom gibt es die Unterkunft für 66€/Nacht inkl. Frühstück - in der Nebensaison!
    Der Check-in verläuft problemlos über eine Schlüsselbox, um in die heiligen Hallen der Mühle zu gelangen. Groß darf man nicht sein. Mit meinen 1,85 m habe da schon Probleme. Auch die Treppe ist seeehr schmal. Ich würde mal behaupten -> Trittsicherheit ist hier gefragt!
    Die Ausstattung ist sehr extravagant. Es gibt einige Geräten aus den 1970ern, wie z.B. einen Philips Plattenspieler, Röhren-TV & ein Grundig Radio.
    Das Bad befindet sich im Untergeschoss, der Wohnraum im EG und das Schlafzimmer unterm Dach. Feuchtigkeit ist wohl ein kleines Problemchen. Als ich einchecke, läuft ein kleines Trockengerät, um die Feuchtigkeit aus den Kissen, Decken und Sitzgelegenheiten zu bekommen. Das funktioniert prima und der zusätzliche, kleine elektrische Heizkörper wärmt den Raum ohne Probleme.
    Im Gemeinschaftsraum und Küche gibt es gratis Kaffee, Tee und Kekse. Mit Blick auf den Pool kann man es hier super aushalten und von der Wanderung regenerieren.
    So, das soll keine Werbeveranstaltung werden und nein, ich bekomme keine Provision!

    Essenstechnisch sieht es in dem kleinen Dorf gar nicht so schlecht aus. Ich kann drei geöffnete Restaurants ausfindig machen. Meine Wahl fällt auf das "3Gomes". Warum? Keine Ahnung, es war das erste, dass mir über den Weg lief.
    Ich bin der einzige Gast und die Küche hat um kurz vor 16 Uhr AUF! Ich bestelle mir eine Gemüsesuppe, Bitoque und ein Superbock vom Fass, dass auch im Superbock-Glas serviert wird 😆.
    Alles schmeckt prima und ich bin für 20€ papp satt!
    Azoia begeistert mich, auch wenn es keine offiziellen Sehenswürdigkeiten gibt 🙋🏽.
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  • Azoia ... Good Morning

    5. mars, Portugal ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Nacht war seeeehr ruhig. Man hört hier in der Abgeschiedenheit so gut wie nix. Der Blick aus dem Fenster lässt Ungutes vermuten. Das Wetter hat auf bewölkt umgeschaltet. Vermutlich steht heute etwas Regen an, wie schon die Angestellte im LJmonade Hostel in Cascais angedeutet hat.
    Gegen 8 Uhr gibt es Frühstück - und was für ein Frühstück! Regina, die Besitzerin, tischt einiges auf. Einfach der Knaller! Alles wird in Glas- oder Porzellanschälchen serviert. Keine Plastikbergpackung! Einziger, klitzekleiner Wermutstropfen sind die Erdbeeren und Ananas. Die müssen um diese Jahreszeit nicht sein. Außerdem schmecken sie nach fast nichts.
    Ich versuche alles auf zu essen, auch wegen des Wetters 🫣. Den Nachschub von Regina muss ich abweisen, ich bin papp satt.
    Die Haushündin Shaona - oder so ähnlich - ist außerdem zum Klauen.
    Ich verabschiede mich etwas wehmütig und stehe gegen 8:45 Uhr bereit zu meiner 2. Etappe nach "Praia das Macas". Outdooractive sagt: ca. 600 hm rauf und knapp 800 hm runter. Für die rund 14 km peile ich mal 5 Stunden an.
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  • E9: Azoia -> Praia das Macas (I)

    5. mars, Portugal ⋅ 🌬 13 °C

    Um Viertel vor neun starte ich von Azoia zu meiner 2. Etappe nach "Praia das Macas". Den landeinwärts verlaufenden E9 verlasse ich bis zum "Capo da Roca" und folge den schmalen Pfaden direkt am Küstenverlauf. Es erwarten mich deshalb einige Auf's und Ab's, da mehrere Seitentäler durchlaufen werden müssen.
    Zuerst geht es wieder Richtung Küste. Die 1,5 km von Azoia sind easypeasy. Es geht nur bergab bis zum ersten Tal, wo ein kleiner Bachlauf überquert werden muss und anschließend wieder hoch. Es wird nicht das einzige Tal für den heutigen Tag sein. Das "Cabo da Roca" ist jetzt schon gut zu sehen. Jedoch liegen noch zwei tiefe Täler dazwischen.
    Die Aussicht aus knapp 150 m Höhe ist grandios. Die Klippen fallen z.T. sehr steil in den Atlantik. Das grau-braune Gestein, die grünen Wiesen und der blaue Atlantik geben ein tolles Bild ab.
    Der Pfad ist sehr schmal und oft nur auf eine Distanz von 5 m auszumachen. Der kniehohe Bewuchs verdeckt alles sehr schnell. Man muss aufpassen, sich nicht in einer vom umliegenden Gebüsch versteckten Wurzel zu verfangen. Ein Stolperer könnte fatal enden.
    Die nächsten beiden Täler sind schon sportlicher! Es geht steil runter und ich bin froh, meine zwei Bambus-Stangen zu haben, die in dieser Gegend zu Hauf rumliegen. Bergab ist immer noch meine Achillesferse, besonders bei rutschigem Untergrund aus Sand und feinen Steinen. Oft geht es nur auf allen Vieren weiter.
    Die Überquerung der zwei kleinen Bachläufe ist kein großes Problem. Mit einem Hüpfer ist man drüber ohne nasse Füße zu bekommen.
    Kurz vor halb elf nehme ich den letzten Anstieg zum "Cabo da Roca" in Angriff. Ich sehe schon das Fussvolk am Aussichtspunkt, das mich skeptisch beäugt 🫣.
    Um 10:30 Uhr stehe ich am westlichsten Punkt von Kontinental-Europa und lasse mich dort von anderen Reisenden fotografieren - wenn ich schon mal da bin (und wenn es auch schon das zweite Mal ist) 😉.
    Das Wetter ist semi und Euphorie will nicht wirklich bei mir aufkommen. Die ersten vier anstrengenden Kilometer sind zwar geschafft. Elf weitere kommen noch!
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  • E9: Azoia -> Praia das Macas (II)

    5. mars, Portugal ⋅ 🌬 13 °C

    Das "Cabo da Roca" verlasse ich nach einer kurzen Pause und biege kurz danach links ab auf den offiziellen E9 in Richtung "Ursa Beach". Das Gelände ist nun sanft gewellt und saftig grün. Entspannung pur nach dem 3-Täler-Auf-und-Ab 😉.
    Kurz vor dem "Ursa Beach" geht es wieder steil auf allen Vieren runter. Ich verpasse dazu noch eine Abzweigung und lege noch ein paar Höhenmeter extra drauf. Dennoch, die Landschaft und Steilküste ist fantastisch und lässt alle Strapazen vergessen. Am nördlichen Ende des "Ursa Beach" steht Tal 4 mit einem kernigen Abstieg an, inkl Bachquerung. Nach dem darauffolgenden Anstieg bleibt man für 2 km auf den Klippen und kann die Aussicht genießen. Beim "Praia Adraga" geht's wieder runter ans Meer.
    Während des Abstiegs bekomme ich Gesellschaft von einem vierbeinigen Wanderfreund. Er scheint den Weg zu kennen und läuft immer etwas vor - wieder die Klippen auf der anderen Seite des Tales hoch. An jeder Weggabelung bleibt er kurz stehen, dreht sich um und läuft den richtigen Weg weiter. Der nächsten Kilometer verläuft wieder auf den Klippen. Gemeinsam mit meinem Vierbeiner genießen wir die Aussicht und laufen über eine halbe Stunde zusammen den Weg.
    An den steilen Stufen runter zum "Praia Grande" verlässt ihn wohl der Mut oder die Lust und verlässt mich 😔. Danke, es waren zwei schöne Kilometer mit dir.
    Eigentlich sind die Treppen wegen Steinschlag gesperrt. Große Felsbrocken liegen auf den Stufen, die nur mit Mühe umklettert werden können. Nach langen 10 Minuten, in denen ich 75 Höhenmeter absteige, bin ich dann um Viertel nach eins auf dem "Praia Grande". So, das meiste ist geschafft 👍🏽.
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  • E9: Azoia -> Praia das Macas (III)

    5. mars, Portugal ⋅ 🌬 11 °C

    Als ich gegen 13:15 Uhr am "Praia Grande" ankomme, verfinstert sich der Himmel zunehmend. Es sieht nach Regen aus. Ich suche schleunigst ein Café am Strand auf, schaffe es aber nicht mehr rechtzeitig vor dem gewaltigen Schauer. Durch den aufkommenden Atlantik-Wind, bin ich in Null-Komna-Nix auf der linken Seite klatsch nass. Im "Mindset Cafe" finde ich Unterschlupf und entspanne etwas bei zwei Galao und einer Pastel Nata. Ein Stück Kuchen wird auch noch fällig, dass ich heute Morgen beim Frühstück eingesteckt habe. Ein Dank noch an Regina 👍🏽.
    Gegen 14 Uhr hat der Regen aufgehört und ich mache mich auf den restlichen Weg zu meinem Ziel "Praia das Macas". Es sind nur nur noch rund 3 km, jedoch sieht das Wetter nicht sonderlich vielversprechend aus. Der Wind bläst jetzt vom Atlantik so stark, daß ich kaum noch gerade aus gehen kann - oder war Alkohol im Kaffee?
    Nach 20 Minuten bin ich trotz ungeheurem Seitenwind schon am "Ribeira de Colares", der direkt am Strand von "Praia das Macas" ins Meer fließt. Der Wasserstand ist jedoch so hoch, dass ich die "Steinbrücke" zum überqueren nicht nutzen kann. Da hilft nur Schuhe ausziehen und knietief durch den Bach waten - zum Glück habe ich noch meine Bambusstöcke für mehr Halt 🫣.
    Kurz vor Erreichen der anderen Strandseite, kommt wie aus dem Nichts ein erneuter kräftiger Schauer und ich bin jetzt komplett nass 😭.
    Bis zu meiner Unterkunft, dem "Residencial Real Guest House", ein etwas sperriger Namen, sind es nur noch 100 m und ich beiße die Zähne zusammen.
    Komplett nass checke ich kurz vor 15 Uhr ein und lasse mir geduldig den Aufenthaltsraum und die Gemeinschaftsküche zeigen. Es gibt im übrigens kostenlosen Rot- und Weißwein aus dem 5-Liter-Tetrapack. Der ist mir im Augenblick aber egal - ich muss erst mal trocken werden.
    Eine heiße Dusche mit ordentlich Druck auf der Leitung, wirkt Wunder, um warm zu werden. Das Zimmer ist im übrigen ganz nett und für 44€ auf b.c zu haben gewesen. Frühstück gibt es keines 😔.
    Danach ziehe ich mir einen Kaffee als Gruß aus der Küche und genieße etwas die Aussicht vom schön gestalteten Aufenthaltsraum auf den tobenden Atlantik.

    Nachdem ich meine Hose mit dem Fön einigermaßen trocken bekommen habe - ich habe nur die eine dabei - geht's in den "Macas Club" zum Burger essen. Schmeckt ganz ordentlich, aber ich bin kein Experte. Außerdem weiß ich nie so richtig, wie man so ein 10 cm hohes Teil essen soll. Wo sind hier die Burger-Spezialisten?
    Zurück in meiner Bleibe probiere ich noch die Weine. Der Weiße ist semi, der Rote trinkbar. Dazu gibt es noch eine Art Apfelmuffin, den ich mir hier vom Supermarkt besorgt hat - seeehr leckt!

    Eine gute und trockene Nacht 🙋🏽.

    TOUR-DATEN:
    Schritte ........................ 21,7k
    Distanz ......................... 14,3 km
    Auf / Ab ....................... 589 / 790 m
    Gesamtzeit ................. 6h 10min
    Zeit in Bewegung .... 4h 10min
    Fitness Level .............. ziemlich nass 😔
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  • Praia das Macas ... Good Morning

    6. mars, Portugal ⋅ 🌬 11 °C

    Die Nacht war etwas unruhig. Das Bett einen Ticken zu weich. Um 6 Uhr ist für mich die Nacht zu Ende. Für meine heutige Etappe stehen rund 22 km auf dem "Papier", um nach Ericeira zu kommen. Dafür aber nur 400 hm rauf und wieder runter.
    Das Frühstück fällt heute spartanisch aus. Es gibt eine von zu Hause mitgebrachte Fertigpackung Porridge, Tee & Kaffee aus der Küche und ein kleines Snickers. Also kein Vergleich zu gestern 🫣.
    Das Wetter sieht noch ziemlich trübe aus. Der Wind und Atlantik tobt um die Wette 😔. Es werden hohe Windgeschwindigkeiten vorhergesagt.
    Um halb acht checke ich aus. Den Schlüssel legt man einfach in eine.Box. Das war's!
    Ich bin bereit für meine 3. Etappe.
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  • E9: Praia das Macas -> Ericeira (I)

    6. mars, Portugal ⋅ 🌬 12 °C

    Als ich um 7:30 Uhr das "Residencial Real Guest House" verlasse, werde ich fast vom Wind weggefegt! Die Windböen sind heute enorm. Auch die Brandung am "Praia das Macas" ist am Brodeln, als ob das Wasser kocht. Man sieht kaum blaues Wasser, fast nur weißen Schaum.
    Das Wandern direkt an den Klippen ist durch die aus nördlicher Richtung kommenden Windböen seeeehr anstrengend und herausfordernd. Geradeaus laufen schaffe ich kaum mehr und man muß höllisch aufpassen, nicht umgeweht zu werden. Meine beiden Bambusstöcke haben mir anfangs geholfen, das Gleichgewicht zu halten, sind dann bei einem "Fast-Sturz", durch den starken Wind, beim Abstützen gebrochen. So etwas habe ich noch nie erlebt!
    Ich kämpfe mich im Schneckentempo vorbei an dem hübschen Ort "Azenhas do Mar", dem "Praia da Aguda" und "Praia do Magoito". Nach knapp 2 Stunden habe ich gerade mal weniger als 7 km geschafft und bin wegen des Gegenwindes ziemlich alle! Ich entscheide mich um, und verlasse den Küstenweg in Richtung Landesinnere, um den starken Böen zu entkommen. Der offizielle E9 zweigt im übrigen ebenfalls hier ab und führt bis "Carvalhal".
    Ich folge jetzt dem "Trilho das Areias", ein Pilgerpfad von Lissabon bis nach Porto, wo er in den portugiesischen Jakobsweg übergeht.
    Es geht nun durch ländlich geprägte Regionen, vorbei an den Orten "Lugo di Baixo" und "Catribana" mit viel Grün und sanften Hügeln.
    Die Wege sind z.T. sehr matschig und oft mit riesen Pfützen überschwemmt. Meine Schuhe sind jetzt sicherlich 1 kg schwerer vom vielen Matsch, der an der Sohle und drum herum klebt.
    Bei Assafora geht's wieder in Richtung Küste, die ich nach ca. 17 km erreiche - mit Blick auf den "Virgia Beach".
    Der Abstecher ins Landesinnere hat mich drei extra Kilometer und etliche Zeit gekostet. Wir haben jetzt schon 11:45 Uhr, eigentlich Zeit für ein Paar Snickers.
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  • E9: Praia das Macas -> Ericeira (II)

    6. mars, Portugal ⋅ 🌬 12 °C

    Vom "Virgia Beach" geht es weiter in Richtung Norden, immer dem Wind entgegen. Ein wenig hat er gefühlt nachgelassen oder ich habe mich dran gewöhnt 😉. Ich folge weiterhin dem "Trilho das Areias", der mit zwei gelb-roten Streifen markiert ist.
    Nach 2 km kommt der "Praia da Sao Juliao" mit einem steilen Abstieg. Mit meinen zwei neuen Bambusstöcke alles kein Problem. Am Strand mache eine kleine Pause in einer kleinen Cafeteria mit einen Galao inkl. Süßkram.
    Den letzten Strand vor meinem Ziel Ericeira erreicht man nach ca. 2 km. Am "Praia do Foz Lizandro" stehe ich nach dem einfachen Abstieg vor einem großen Problem. Der "Rio Lizandro" ist so mächtig breit (und tief?), dass ich nicht weiß, wie ich da rüber kommen soll. Ich suche mind. 15 Minuten nach einem günstigen Platz für die Überquerung. Eine Brücke gibt es weit und breit nicht. Jetzt wird mir auch klar, wieso hier kein offizieller E9 verläuft.
    Nach langem hin und her entscheide ich mich für die Überquerung ganz in der Nähe des Meers, das durch den starken Wind enorme Mengen in die Mündung des Flusses drückt. Aber auch wieder heraus transportiert, wenn die Welle zurück fließt.
    Also Schuhe, Socken und die Zipper-Hose ab Knie ausgezogen und gut am Rucksack verstaut. Mit den Bambusstöcken ertaste ich den weichen Sand. Sofort sinke ich auf Bauchnabel-Niveau ab. Ich hätte mir die ganze Hose ausziehen sollen, ich Depp! Die Strömung der abfließenden Welle ist gewaltig. Ich kann mich gerade so halten und schaffe die rund 10 m durch den Fluss ohne komplett reinzufallen. Auf der anderen Seite beginnen die Trockenarbeiten, damit ich meine Schuhe wieder anziehen kann. Den Rest muss der Wind erledigen. Ich bin irgendwie froh, aber auch fix und alle 🫣. Das braucht's nicht jeden Tag.
    Die restlichen 3 km sind easypeasy und der Wind fängt an, meine Hose, Jacke und T-Shirt zu trocknen. Ich schaue aus, wie der letzte Penner! Zum Glück sind nicht viele Menschen unterwegs.
    Gegen 14:45 Uhr laufe ich, noch ziemlich nass unten rum, in Ericeira ein. Ein Blick auf mein Handy soll mir den genauen Standort meines Hostels zeigen. Doch der Bildschirm bleibt schwarz. Ja holy shit, was ist heute nur los! Ich bekomme mein Handy nicht mehr an. Zum Glück habe ich die Buchung nach "old school style" ausgedruckt. In einem Kiosk frage ich nach der genauen Lage und der Typ hinterm Tresen meint in gebrochenem Englisch: 5 minutes, left.
    Und tatsächlich nach 5 Minuten bin ich gegen 15 Uhr an der Rezeption vom "Chill Inn Ericeira Surf House" und bekomme, glitsch nass, meinen Schlüssel für den 4er Schlafraum inkl. kleiner Führung.

    Was für ein Tag!

    TOUR-DATEN:
    Schritte ........................ 36,5k
    Distanz ......................... 24,1 km
    Auf / Ab ....................... 363 / 335m
    Gesamtzeit ................. 7h 24min
    Zeit in Bewegung .... 5h 37min
    Fitness Level .............. Vom Winde verweht 😉
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  • Ericeira: Trocknen, Sightseeing & Dinner

    6. mars, Portugal ⋅ 🌬 12 °C

    Nach dem Check-in im "Chill In Ericeira Surf House" lass ich in meinem Zimmer zuerst einmal meine restlichen Klamotten auf dem Mini-Heizkörper trocknen. Das funktioniert überraschend gut.
    Mein Handy hat auch wieder "Hallo" zu mir gesagt und zeigt seinen gewohnten Sperrbildschirm. Keine Ahnung, was da war. Vielleicht gefiel ihm die Flussüberqerung nicht? Nicht auszudenken, wie ich ohne Handy für meinen Rückflug einchecken hätte können bzw. wie das Boarding verlaufen wäre. Ryanair akzeptiert ja nur noch elektronische Bordkarten über ihrer App 🫣.

    Gegen 16 Uhr späziere ich in das schmucke Städtchen Ericeira, was unter Surfern wohl sehr beliebt ist. Mit seinen 13.000 Einwohnern ist es schon recht groß und hat einiges an bis zu 10-stöckigen Gebäuden aufzuweisen. In den Sommermonaten plazt hier sicherlich alles aus seinen Nähten. Im Zentrum ist eine nette Fußgängerzone mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Ich suche mir das "Pinta" aus und bestelle eine Gemüsesuppe und Veggie Lasagne. Dazu gibt es ein "San Miguel". Alles schmeckt prima und macht einen frisch zugebreiteten Eindruck.
    Mit 18€ weniger in der Tasche, gibt es noch etwas Sightseeing. Viele Gebäude sind liebevoll restauriert. Nicht auszumalen, wie hübsch das alles bei Sonnenschein wirkt! Es ist immernoch stark bewölkt und der Wind pfeift um die Ecken. Um 17:30 Uhr zeigt das Außenthermometer auf dem Marktplatz nur noch 11°C!

    Zurück im Hostel mache ich Bekanntschaft mit meiner Zimmergenossin. Ein Chinesin, die kauernd vor Kälte vor dem Mini-Heizkörper sitzt - wir haben sicherlich 20°C im Zimmer. Sie studiert "Accounting & Financing" in UK und möchte hier in den Semesterferien etwas Surfunterricht nehmen. Eine der wenigen Chinesen, mit denen ich schnell "warm" werde.

    So, ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Bulis morgen 🙋🏽.
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  • Ericeira ... Good Morning

    7. mars, Portugal ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Nacht war überraschend ruhig. Spät Abends gesellte sich noch ein weiterer Schlafgenosse:In ins Zimmer. Ob weiblein oder männlein, ist mir unbekannt.
    Ich stehe um 6 Uhr möglichst leise auf und mache mir mein Frühstück im Haupthaus, auf der gegenüberliegende Straßenseite.
    Der Aufenthaltsraum im ersten Stock ist sehr gemütlich. Im Augenblick schläft noch alles und ich genieße meine Frühstück mit Meerblick. Das Frühstück beginnt hier erst im 9 Uhr! Ich durfte mir aber gestern schon ein paar Sachen aus dem Kühlschrank bei Seite legen. Es gibt Joghurt, Apfel, Orange, Porridge und Tee 👍🏽.
    Der Wind hat deutlich nachgelassen und etwas blauer Himmel kann man schon erkennen. Mal schauen, was das Wetter heute macht.
    Den Check-out mache ich heute selbstständig, da alles schläft, der Schlüssel kommt unters Kopfkissen.
    Um 7:45 Uhr stehe ich wanderbereit auf der Straße. Heute geht es nach Santa Cruz, knapp 30 km entfernt. Das wird heute also etwas länger dauern.
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  • E9: Ericeira -> Santa Cruz (I)

    7. mars, Portugal ⋅ 🌬 14 °C

    Ich stehe um 7:45 Uhr in den Startlöchern für meine 4. Etappe von Ericeira nach Santa Cruz. Es werden so rund 28 km, je nachdem welche unvorhergesehenen Umwege ich gehen muss.
    Nach den ersten 3 km, habe ich die Bebauung von Ericeira hinter mir gelassen. Danach kommen einige kleine Strände, mit schönem Blick von den Klippen. Die tiefstehende Sonne taucht sie in ein besonderes Licht! Ja, die Sonne scheint ein wenig 👍🏽.
    Beim "Praia Ribeira d'Ilhas" muss ich über viele Holztreppen knapp 60 m runter zum Strand und den "Ribeira d'Ilhas" überqueren. Alles kein Hexenwerk, es gibt eine intakte Brügge 😄.
    Auf der anderen Seite geht es gleich wieder hoch und man läuft an sattgrüner Natur vorbei👍🏽. Am "Praia dos Coxos" kann ich den direkten Weg über den Strand nicht nehmen - Steinschlag hat große Teile des Weges zerstört. Es geht deshalb hoch oben an den Klippen durch dichtes Bambusgehölz und matschigen Pfaden um die Bucht - kein echter Spaß!
    Nach ca. 9 km kommt am "Praia da Sao Lorenco" die nächste Herausforderung. Von den Überresten des "Forte Santa Susana" hat man zwar einen tollen Blick auf den Strand, aber auch auf den Weg über sehr große Felsbrocken direkt an den Klippen. Die Brandung peitscht zusätzlich gefährlich nah an die Felsen ran. Für die ca. 100 m über die Felsen brauche ich 20 min, bis ich wieder auf sandigem Boden stehe. Immer die Brandung im Blick gehabt. Ich will nicht wieder nass werden! Als Belohnung für meine geglückte Kraxelei, gönne ich mir am Strandkiosk ein Galao & Pastel Nata. Wir haben immerhin schon 10:15 Uhr und ich bin jetzt 2,5 Stunden unterwegs.
    Danach folgt der Weg über die Fußgängerbrücke und anschließend wieder hoch auf bis zu 80 hm. Die nächsten 4 km bis zum "Praia da Calada" sind etwas eintönig. Viel Straße, Felder und Bambusgehölz! Am Strand sind große Teile der Klippen mit Fangnetze abgesichert, damit kein Sonnenanbeter vom Steinschlag erschlagen wird. Runter an den Strand kann man nicht, da die Straße gesperrt ist - wegen Steinschlag 🫣. D.h., ich wandere oben auf den Klippen weiter! Die ersten 15 km sind nach ca. 4 Stunden geschafft - Uhrzeit 11:45 Uhr!
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  • E9: Ericeira -> Santa Cruz (II)

    7. mars, Portugal ⋅ 🌬 14 °C

    Die restlichen Kilometer nach Santa Cruz sind etwas mühselig. Die ersten 4 km vom
    "Praia da Calada" verlaufen auf rund 80 hm sehr nah an den Klippen mit toller Aussicht auf die Steilküste. Doch dann geht es für rund 4 km ins Landesinnere, da nur noch Zufahrtsstraßen zur Küste vorhanden sind, die als Sackgasse enden. Verbindungswege zwischen den Zufahrten längs der Küste gibt es nicht.
    In Cambelas mache ich in der Dorf-Bar mit den "locals" eine Galao-Pause, inkl. zwei Snickers. Ein bisschen Zucker kann nicht schaden!
    Kurz nach meiner Pause bin ich schnell zurück auf den Klippen. Der kühle Nordwind ist wieder aufgefrischt und pfeift mir unablässig um die Ohren.
    Bis zum letzten Strand, "Praia da Foz do Sizandro", sind es knapp 4 km schöner Küstenweg. Der Abstieg auf Meereshöhe ist easy und eine Brücke über den mächtigen "Rio Sizandro "gibt es auch. Unten angekommen, stelle ich, fest, dass sie gesperrt ist. Warum, weiß ich zu dieser Zeit noch nicht. Ein paar Portugiesen tummeln sich auch herum und studieren die Warntafel. Ich steige spontan einfach über die Absperrung und laufe entspannt über die fast 100 m lange Brücke. Die endet jedoch abrupt. Es gibt keine Verbindung zwischen den Holzblanken und dem Strand. Es scheint irgendwie weggespült worden zu sein. Die Höhendifferenz von ca. 1,50 m überwinde ich mit einem Sprung in den weichen Sand. Klappt doch!
    Der 2 km lange Strand zieht sich wie Kaugummi. Ich brauche eine gefühlte Ewigkeit, um im tiefgründigen Sand ans andere Ende zu gelangen.
    Der Aufstieg der Klippen gestaltet sich sehr schwierig. Starke Regenfälle haben tiefe Furchen in den Boden gegraben und ganze Felspartien abgelöst. Im großen und ganzen geht es ohne ersichtlichen Weg nach oben.
    Auch das schaffe ich - nur leicht genervt! Das war mein letzter Anstieg vor Santa Cruz. Die nächsten 2 km verlaufen wieder auf den Klippen. Bevor es runter geht, hat man am Aussichtspunkt "Alto da Vela" eine tolle Sicht auf Santa Cruz. Das beflügelt und die letzten 2 km bergab vergehen wie im Flug. Um 15:30 Uhr stehe ich vor meinem Hostel "Santa, Sea & Sun" und checke mit der PIN vom Betreiber ein.
    Geschafft!

    TOUR-DATEN:
    Schritte ........................ 43,3k
    Distanz ......................... 29,6 km
    Auf / Ab ....................... 413 / 425m
    Gesamtzeit ................. 7h 54min
    Zeit in Bewegung .... 6h 29min
    Fitness Level .............. Steinig 🫣
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  • Santa Cruz: Hostel, Felsen & Dinner

    7. mars, Portugal ⋅ ⛅ 11 °C

    Das "Santa,Sea & Sun Hostel" ist echt der Knaller! Für 30€ im 8er Schlafraum inkl. Frühstück ist es sicherlich nicht günstig, aber alles wirkt sehr neu und gepflegt! Piedro, der Betreiber schaut auch noch vorbei und zeigt mir alles. Die Haus- und Schlafraumtür lässt sich nur mit einem Zahlencode öffnen. Ich, in meinem Alter, hatte anfangs etwas Schwierigkeiten, die Türen zu öffnen, da nach der Eingabe des Zahlencodes noch mit einem Sonderzeichen bestätigt werden muss 🫣. Offensichtlich bin ich heute der einzige Gast. Den Schlafraum habe ich alleine für mich 👍🏽.
    Auf dem Balkon vor der Gemeinschaftsküche, genieße ich noch ein wenig die Sonne, bevor es zu einem geöffneten Restaurant geht - die meisten haben zu! Die Wahl fällt auf das "Santa Come", ein Selbstbedienungs-Restaurant, dass mir aber erst auffällt, als ich drin bin. Egal! Die Auswahl an Essen ist begrenzt. Es gibt Bitoque. Okay, nehme ich, inkl. die obligatorische Gemüsesuppe und ein "Sagres" für 16,30€ - kann man nicht meckern. Alles ist reichlich und schmeckt, auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht 😁.
    Frisch gestärkt, erkunde ich den Ort. Besonders die "Sea Front" ist sehr beeindruckend mit dem wilden Meer, dem Strand und den Klippen, die ich noch vor kurzem abgestiegen bin. Tolle Sache hier, mir gefällt es!
    Im "Café Veleiro" genehmigt ich mir noch einen letzten Galao und ein Pastel Nata zum Nachtisch und Sonnenuntergang!

    Toller Ort mit vielen Einheimischen - ist aber auch Samstag!
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  • Santa Cruz ... Good Morning

    8. mars, Portugal ⋅ ⛅ 11 °C

    Ich habe geschlafen, wie ein Stein - als alleiniger Gast im 8er Schlafraum! Im Hostel sind wohl noch zwei weitere Gäste abgestiegen, die ich aber nicht zu Gesicht bekommen habe. Sie haben wohl ein Doppelzimmer gebucht.
    Um 6 Uhr wird aufgestanden. Das offizielle Frühstück ist leider erst ab 8:30 Uhr. Zu spät für mich, da ich spätestens ab 7:30 Uhr unterwegs sein will. Pedro hat mir aber ein Packet mit ein paar Leckereien in die Küche gestellt. Dazu gibt's Tee - für Kaffee zu kochen bin ich jetzt zu faul 🫣.
    Mein Rucksack ist schnell gepackt und ich stehe dann tatsächlich um 7:20 Uhr vor der Tür vom "Santa, Sea & Sun Hostel". Das Wetter scheint prima zu werden. Die Sonne geht schon hinter den Hügeln auf und die letzten Wolken werden sich sicherlich auch schnell verziehen.
    Heute geht es nach Peniche. Zu Fuß wäre das ein gewaltiger Marsch von rund 40 km.
    Deshalb stoppe ich in Lourinha, was die Route auf ca. 23 km verkürzt. Ab Lourinha nehme ich mir den Bus von "Rede Expressos". Das Ticket habe ich mir für 3,95€ vor ein paar Tagen online über ihre App gekauft. Abfahrt ist 14:40 Uhr in Lourinha. Ich muss also pünktlich sein - heute bitte keine unvorhergesehene Umleitung, Abkürzung oder Überschwemmung 😆.
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  • E9: Santa Cruz -> Peniche (I)

    8. mars, Portugal ⋅ ⛅ 13 °C

    Startbereit für meine letzte Etappe nach Peniche stehe ich heute schon um 7:20 Uhr vor meinem Hostel und verabschiede mich etwas wehmütig. Tolle Bleibe, netter Betreiber! Bleibt in Erinnerung!
    Die Sonne bahnt sich so langsam ihre Strahlen durch die paar Wolken. Santa Cruz schläft noch zu dieser Zeit - es ist ja auch Samstag! Am Strand stehen schon die ersten Fischer mit ihren langen Angelruten und hoffen wahrscheinlich auf einen tollen Wochenend-Fang.
    Vom südlichen Ende des Ortes, dauert es 40 Minuten, bis ich Santa Cruz hinter mir gelassen habe. Der Blick von der leicht erhöhten Uferpromenade auf den Ozean bei aufgehender Sonne ist fantastisch! Danach geht's wieder etwas hoch auf die rund 50 m hohen Klippen, mit einem sehr schönen, aber schmalen Naturpfad. Oft ist er komplett mit abfliessendem Wasser bedeckt und recht schlammig. Ein Ausweichen ins kniehohe Gestrüpp ist dann zwingend notwendig, was das Wandern aber nicht einfacher macht. Meine Schuhe sind in kurzer Zeit bis zum Knöchel "verschlammt". Man hat tolle Ausblicke auf die schon fast unzähligen Strände.
    Kurz vor dem Abstieg zum "Praia de Santa Rita", dreht ein Paragleiter entspannt und lautlos seine Morgenrunde. Was für ein toller Sport, wenn man es sich traut.
    Über eine Dünenlandschaft geht es im lockeren Sand runter an den Strand, mit einer "einfachen" Bachüberquerung - ich bleibe trocken!
    Bei "Porto Novo" wird es etwas unübersichtlich auf dem z.T. wilden Pfad hoch auf die Klippen. Umgestürzte Pinien und herabfliessendes Wasser erschweren das Gehen.
    Oben angekommen, bin ich etwas kaputt und genehmigen mir eine kurze Pause!
    Die Aussicht von den 70 m hohen Klippen belohnt mich aber wieder und läst den Anstieg schnell vergessen! Ich kann mich gar nicht satt sehen.
    Wir haben jetzt Viertel vor zehn und der erste Teil der Etappe ist toll! Die ersten 10 km habe ich hinter mir gelassen.
    Jetzt geht's in Landesinneren.
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  • E9: Santa Cruz -> Peniche (II)

    8. mars, Portugal ⋅ ☁️ 14 °C

    Am "Praia de Valmitao" verlasse ich die Küste in Richtung "Lourinha". Es gibt hier keinen direkten Wege mehr an der Steilküsten. Nur noch Stichstraßen vom Landesinneren ermöglichen den Zugang zum Meer.
    Es ist eine angenehme Abwechslung, nach so viel Meeresrauschen - und der Atlantik ist LAUT! - auf ruhigeren Wegen zu laufen. Man passiert viele Felder und ein paar überdimensionierte Gewächshäuser. Wahrscheinlich für alle, die im nördlichen Europa mit weniger Sonne verwöhnt sind und auf ihre Tomaten und Sommerfrüchte im Januar nicht verzichten wollen.
    Eine frisch renovierten Mühle lädt zu einer Pause ein. Ein Snickers und der Müsli-Riegel vom "Santa, Sea & Sun Hostel" müssen dran glauben 😆.
    Nach 12,5 km ist der größere Ort Ribamar erreicht und ein etwas längerer Marsch an der Straße steht an. Nicht unbedingt mein Favorit! Danach kommt noch "Santa Barbara" und nach 17,5 km bin ich in "Atalaia", wo ich mir im Supermarkt eine Packung Chips und eine warme Cola hole. Ich fühle mich etwas ausgelaugt und verdrücke das gekaufte an der Dorfkirche, die für den Mobilfunk herhalten muss 😁.
    Einen letzten Abstecher mache ich noch zum "Miradouro Praia da Peralta", ca. 1 km von Atalaia entfernt, um ein letztes Mal die Steilküste zu sehen.
    Danach geht's schnurstracks den Hügel runter nach Lourinha über breite Schotterwege. Man kommt "automatisch" an der wichtigen und sehenswerten "Igreja de Santa Maria do Castello" vorbei. Hier ist es dann auch an der Zeit, sich von meinen
    Bambusstöcken zu verabschieden. Sie haben mir gute Dienste geleistet. Ich lasse sie an einem Busch liegen. Vielleicht braucht sie ja noch jemand.
    Von der Kirche geht's leicht bergab und man ist nach ein paar hundert Metern im Ortskern von Lourinha, dem Endpunkt meiner Wanderung "Spurensuche E9". Aus Zeitmangel nehme ich für die restlichen 18 km den Bus nach Peniche.
    Gegen 13:15; Uhr bin ich am Bushof von Lourinha. Mein Bus fährt eigentlich erst um 14:40 Uhr, hoffe aber, dass ich auf den 13:40 Uhr Bus wechseln kann.
    Am Bushof und im Ort selber ist fast alles geschlossen, so dass ein kleines Mittagessen ausfallen muss.
    Um 13:50 Uhr fährt der Bus von "Rede Expressos" ein und nach etwas Verhandeln und Vermittlung mit Hilfe von einheimischen Fahrgästen (die Sprachbarrieren ist groß!), darf ich mit meinem Online-Ticket mitfahren 👍🏽!
    Der Bus ist halb leer und braucht nur 20 Minuten bis Peniche. Um 14:10 Uhr ist der etwas außerhalb gelegene Bushof von Peniche erreicht!
    Fünfzehn Gehminuten später stehe ich vor der verschlossenen Tür des "O Forte Guesthouse".

    TOUR-DATEN (ohne Bus)
    Schritte ........................ 31,3k
    Distanz ......................... 22,6 km
    Auf / Ab ....................... 250 / 281m
    Gesamtzeit ................. 5h 54min
    Zeit in Bewegung .... 4h 44min
    Fitness Level .............. Gut
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