• EinJahrFärjen
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Chile

A 29-day adventure by EinJahrFärjen Read more
  • Trip start
    February 4, 2024

    Chile - Nächstes Abenteuer

    February 4, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 31 °C

    So nun beginnt der nächste Reisestep. Aber erstmal den Abschied verknusen und dann gucken wir wie mir die Stadt so alleine gefällt. Komisches Gefühl plötzlich alleine in der Bude zu sitzen und zu frühstücken auf den geschädigten emotionalen Magen. Aber nützt ja nix und morgen kommt ja die nächste Reisebegleitung hierher geflogen. Aufregend!
    Dann habe ich mir also das Sandwich reingeschoben und mir dann noch eine Walking Historical Tour gebucht. Alles rauslatschen und diese Touren sind ja immer ein Knaller.
    Und so war es auch. Wir haben ja schon eine Stadterkundung gemacht, aber was Leonardo da alles erzählt hat - ultraspannend. Gott sei Dank hat die Hitze kurz ein bisschen Dampf da aus ihrem Kessel genommen. Puh!
    Dann kam die nächste Challenge - alleine essen gehen. Noch nie gemacht, aber auch das war dann sehr fein. In Andenken an Wiebke gleich mal die vegane Version beim präferierten Asiaten einverleibt und dann ab ins Bett. Okay, ich habe mich mit Dokus etwas betäubt. Aber das ist ja hier auch alles eine surreale Chose.
    Am nächsten Tag hab ich dann nur meine Wäsche waschen lassen. Was für ein unfassbar großartiger Effekt, wenn da alles duftet und so fein zusammengelegt ist! Und die nette Dame der Wäscherei hat mir noch ein Weg-Eis mitgegeben. Also diese Menschen hier. Zu freundlich.
    Die letzte Aufgabe bestand nun darin weitere Stunden mit lesen und abhängen rumzukriegen bis ich endlich ins Uber zum Flughafen springen konnte, um Mark abzuholen. Time goes by so slowly ;-)
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  • Santiago - Durch und Hinauf

    February 6, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 18 °C

    Gestern wurde irgendwie die Warterei am Flughafen überlebt. Nichts ging dabei, keine Musik, kein Lesen. "Wär halt einfach schön, wenn diese f...Tür aufginge". War dann ja auch irgendwann so. Das ist schon eine schöne Sache sich nach 4 Wochen einfach wieder zu sehen, dann halt in Südamerika. Warum nicht?!
    Durch meine Stadtkenntnis konnte ich am nächsten Tag die wunderbare Reiseleitung übernehmen und klugscheißen - zumindest das, was ich mir in meinem Sabbatjahrhirn merken konnte ;-)
    Und für mich war es wunderbar, denn ich konnte die ganze bunte, schranzige Trubeligkeit nochmal aufsaugen, beim zweiten Mal hat man ja noch mehr Detail-Auge!
    Dann wurde fein gespiesen und der Wahnsinn mit alkoholischen Softgetränken und PiscoSour, dem hiesigen Volksgetränk untermalt - gut haben wir das abgehakt. Ist auch egal, ob Chile oder Peru das besser macht, braucht kein Mensch, meine Meinung!
    Am nächsten Tag mussten wir auf den Corre San Cristóbal - wie immer rauf auf den Hausberg. Dem Motto 'Schweißegal' wurde hart gefolgt. Man hätte auch abends sich da hoch manövrieren können, aber 'Scheißegal', mittags ist doch super. Aber diese Aussicht!!!
    Kriegst die Füße nicht hoch!
    Und dann war wirklich alles egal. Cola rein und weiter ab ins nächste Viertel. Schön alles rauslaufen. Und es lohnt sich einfach. So eine spannende, vielfältige, hipsterige, (un)spektakuläre, fantastische Stadt. Gut, dass wir nochmal wiederkommen, aber morgen geht's dann erstmal ans Ende der Welt. Diesmal halt auf der chilenischen Seite. Vorfreude ohne Ende!
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  • Punta Arenas - Wieder am Ende der Welt

    February 8, 2024 in Chile ⋅ 🌬 12 °C

    Weiter geht's. Ich war so gespannt, wie es sein wird wieder im Süden zu sein.
    Also Sachen in den Rucksack, noch ein wunderbares Tostado rein beim Haus und Hof Café und dann ab zum Flughafen in die Horrorschlange.
    Wer Ungeduld in seiner Persönlichkeitsstruktur stark verankert hat, dem empfehle ich sich in Südamerika an den Flughafen zu stellen! Aber der Flug mit dieser Aussicht - unbezahlbar!
    Angekommen, waren wir verwundert, dass die Sonne schien und es so warm war, herrlich! Und dann kamen wir an im TinyHouseTraum mit dieser krassen Aussicht über die Magellanstraße und überhaupt ums Haus herum. Noch schnell eine Runde die Füße vertreten, was eingekauft, ein paar Snacks rein und ab dafür. Am nächsten Tag mussten wir früh hoch für die Pingüinos!
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  • Boot und Pingüinos am Morgen

    February 9, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 20 °C

    Wecker 5.30 Uhr - kein Problem. Pinguine stehen auf dem Programm. Anders als in Ushuaia konnten wir wirklich vom Boot runter auf die Isla Magdalena und dort herum spazieren. Diese Bootsfahrt war schon magisch in dem Licht und dem Wellengang.
    Aber dann 1 Stunde über die Insel zu laufen mit diesen zuckersüßen, dabbeligen Eumeln war ein absolutes Highlight. Selbst der Möwenschwarm und der Leichenschmaus überall in Form von totem Federvieh waren faszinierend. Über dieses Licht und diese Farben brauche ich keine Worte verlieren - im übrigen habe ich auch keine dafür. Und auch diesen Klischee-Leuchtturm über den will ich gar nicht sprechen.
    Das war mal alles ein sehr touchiger Vormittag. Da waren wir uns einig, jetzt hilft nur zurückfahren auf dem Weg von weitem noch eine Walfontäne sehen und Walrösser und dann später was weglatschen. Aber vorher schön 'ne Pause zu Hause. Irgendwie wurde einem mal wieder komplett der Stecker gezogen. Das war zu schön!!
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  • Nachmittags-Rauslatschung

    February 9, 2024 in Chile ⋅ 🌬 13 °C

    Kurze Pause und dann nochmal raus. Wir mussten irgendwie klarkommen mit der Übermüdung und den Eindrücken. Da hilft es immer am Wasser langzugehen. Kurz durch den 'Ort' und dann Richtung Wasser.
    Irgendwie ist dies eine der skurrilsten Promenaden, an der ich je langgeschlendert bin. Schöne Boote - Ausnahme bildet dabei ja immer der KreuzfahrtAparillo - absurde Statuen (oder ist das Kunst?), Graffiti überall (warum gibt es das bei uns nicht!!??), Sportanlagen vom anderen Planeten (Basketballfeld ohne passende Linien) und dieser Kieselstrand. Alles in allem wie immer schranzig, bunt und schön.
    Dann gab es noch einen Bogen über die Plaza de Armas und unser Schaufensterspiel "Wenn du ein Deko Objekt aufstellen musst, welches nimmst du?". Dieses Spiel kann man hier zu Hauf durchjuckeln.
    Aber dann gab es wieder Stecker-Wackelkontakt. Schnell noch einkaufen, Pasta kochen und dann danieder legen. Morgen brauchen wir ja Energie fürs Kayak fahren. Auch schon wieder ein absolutes Vorhaben mit Riesen-Vorfreude. Enorm :-)
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  • Ort-Schlenderung und Kayaktour

    February 10, 2024 in Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    Die gestrige Nachricht, dass die Kayaktour nicht wie geplant um 8 Uhr startet, sondern erst um 15 Uhr wegen der besseren Witterungsbedingungen war wieder eine reine Fügung. Wir konnten ausschlafen, Müsli und getoastetes Brot mit Käse essen und uns Matschbrot vorbereiten.
    Es war super windstill und unfassbar warm. So gab es noch eine entspannte Schlenderung durch den bunten und verkabelten Traum von Puerto Natales.
    Es ist einfach eine der schönsten Dinge sich in einem anderen Land einfach durch die Straßen treiben zu lassen und an jeder Ecke neu zu entscheiden, was man fühlt und wo man lang gehen möchte. Von den Farben und dem blauen Himmel geflasht sind wir zurück, um uns fürs Nachmittagsprogramm fertig zu machen. "Alter, wir gehen gleich paddeln auf der Magellanstraße, wie konnte das wieder passieren!?"
    Egal los geht's. Wir wurden abgeholt und dann sind wir immer weiter Richtung Pampa gefahren zum Kayakzentrum. Die Gruppe war schon sehr ulkig. Das nervige Renterpaar aus Kanada ('Don't go there, there are so many hippies you die!) der 20jährige Schnösel aus Seattle but Living in Los Angeles und das chilenische Pärchen, das noch nie Paddeln war, aber es war nunmal das Geburtstagsgeschenk von der einen für die andere, da war schon Skepsis und Unsicherheit mit bei.
    Die Guides waren ultrasympathisch und hatten genauso Bock wie wir. Jetzt mussten wir nur noch rein in die unsexy regendichte Kleidung. Kurz vor Lachanfall und Schweißattacke ging es dann aber los zu den Booten - in ein 2er Kayak (nun sollte sich zeigen wie harmonisch die Sache hier laufen wird, it's all about Teamwork - Zitat Ende...).
    Und dann saß man da mit seinem Talent auf der Magellanstraße. Bizarrerweise war das Wasser ruhiger, als ich es jemals auf der Kieler Förde oder auf dem Plöner See erlebt habe ("Today is an ordinary summer day!"). Und ja es war ein ordinary day, da so tranquilo langzupaddeln auf diesem Wasser, unter den tieffliegenden Vögeln vor dieser Traumkulisse. Gut wir hätten schon mehr Power haben können, aber so konnten wir wirklich alles tranquilo aufsaugen. Unfuckingfassbar. Dachten wir, aber auf dem Rückweg wurde es dann noch schlimmer, als Delfine hinter dem Begleitboot hinterher sprangen - Salto inklusive.
    Was will man machen, da gab es einfach nur Tränen in die Augen!
    "Ich krieg nen Flipper!" Vermutlich habe ich mir diesen Spruch schlussendlich doch nur für diese Szene ausgedacht! Mal gucken, ob der Spruch wie ursprünglich verwendet wird, wenn ich wieder arbeiten muss ;-)
    Danach gab es noch Kaffee, Snacks und Smalltalk mit den ulkigen Leuten (immer wichtig sich auszutauschen, was man arbeitet), nachdem wir über einen abgeschlachteten, toten Teppich-Biber gestolpert sind. Dieses Tier war vielleicht der Kontrast, den wir brauchten, um wieder in der Realität anzukommen. Verkraftet ja wieder keiner hier diese ganze großartige Chose.
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  • Reserva Nacional Magallanes

    February 11, 2024 in Chile ⋅ 🌬 10 °C

    Okay, es ist Sonntag. Auch, wenn das Zeitgefühl Hops gegangen ist, war ein Sonntagsgefühl vorhanden. Nach den letzten zwei großartigen Tagen war es ohnehin egal, was heute passiert. Wir haben alles erlebt!
    Aber es gab da diesen feinen Nationalpark um die Ecke. Kann ja auch nicht schaden sich mal ein bisschen warmzuwandern für das Vorhaben übermorgen. Dann Outdoorklotten an, Regensachen und Snacks dabei und dann in den Nationalpark.
    Das Uber hat uns dort rausgeschmissen. Die Roaming-Daten sind verbraucht (Problem vom Zukunfts-Ich) und ob es da Empfang gibt? Keiner weiß es. Egal, zu Fuß sind es 2 Stunden zurück, das kann man noch hinten dran packen und wir wollen ja auch nicht zu viel da im Park laufen. Ist ja auch schon später. Vernunft und so.
    Und was soll man wieder sagen? Dieser Park war unfassbar schön. Durch den Zauberwald hoch zu einem Ausblick Deluxe. Und dieses Farbspiel. 1 a. Und was waren das für bepuschelte Bäume (wobei das hellgrüne Schleiergelöt viel weicher aussieht als es ist)?? Egal - wie so oft, nicht hinterfragen, sondern erfreuen!
    Nach 2 1/2 Stunden durch den Park stand fest, wir sind noch nicht fertig mit Sonntag, wir gehen wirklich zu Fuß zurück! Und dann kam sie die patagonische 180-Drehung. Auf der einen Seite knalleblauer Himmel, auf der anderen Seite Verdunklungsmodus und dann bekommt man plötzlich Regen ab, obwohl man eigentlich unter keiner Wolke geht!? Naja egal, nur die falsche Kleidung und so, da ist man ja stets vorbereitet.
    Es war ein skurriler Weg zurück zur Hauptstraße und die dunklen Wolken passten sehr gut zu dem Bus-Mülleimer-Areal, das sich zur linken auftat.
    Erstmal Pause an der Buhalte, wie sich das gehört bis der Regen vorbei war. Nun gut, und dann kam da am Ende hinten am Wasser über dem Boot der kleine Regenbogen. Astreines Zeichen weiterzugehen.
    Und dieser Weg war sehr fein und skurril - dieses kleine Häuserarreal mit den Seidenblumen da am Straßenrand haben wir nicht verstanden. Dafür fand ich aber den absoluten Häusertraum mit Spitzdach im Colorblockingstyle rot-pink. Mehr geht nicht.
    Dann nochmal schnell Brainstorming für morgen (Matschbrot und Klimbim) und was essen wir heute? Kochen kein Bock. Aber der Sonntag schien hier doch sehr heilig hier zu sein. Einfach nichts offen. Aber wie es so ist, als wir gerade Gas gegeben haben, um im Supermarkt noch etwas ess- und kochbares zu ergattern, tat sich die Esquina 21 auf. Ein ParadiesAreal mit Bier, bunten Getränken, Ceviche und Scampis. Nennt man dann wohl einen runden Tagesabschluss :-)
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  • Punta Arenas > Puerto Natales

    February 12, 2024 in Chile ⋅ 🌬 12 °C

    Heute stand Reisetag an. Mit dem Bus nach Puerto Natales. Aber meine Reisetag-Erfahrung in Südamerika bis jetzt hat mir ja gezeigt, dass diese sogenannten Panorama-Lines einen auch unfassbar catchen. So auch dieses Mal. Es tut einfach so gut durch diese Landschaft zu juckeln, dabei Musik zu hören und zu lesen. Und ich habe dabei eine neue Pferdeleidenschaft entdeckt. Sie machen sich einfach unfassbar gut, so als Fotomotiv zumindest ;-)
    Wir kamen nachmittags in unserer Unterkunft an (natürlich wieder entzückend und so gemütlich), sodass wir noch genug Zeit hatten etwas umherzuschlendern. Und dann haben wir das Wasser entdeckt mit dieser Bergkulisse! Was ist also passiert? Rein in den Foto-Otto-Modus. Klar fährt da noch kitschig dieses rote Boot längs.
    Und diese Skateanlage in diesem Setting. Das hält ja keiner aus. Faszinierend wie sich dann innerhalb von Minuten dieser Zauberhimmel verändert hat. Traum!
    Dann mussten wir noch einkaufen und uns ein bisschen mit stärkenden Snacks eindecken für die Wanderung. Logischerweise kamen wir nicht alleine auf die Idee. Aber das kennt man ja schon - im Supermarkt läuft die Zeit halt anders ab. Einfach stehen und stehen und ab und an schieben.
    Egal, was hatten wir schon noch vor und 'dann ist es eben so'.
    Dann noch ein Restaurant auftun und rein da mit der Ceviche - bestes Essen ever und dieser Bierhumpen. Da musste ich mit beiden Händen arbeiten. Aber alles machbar, der Einsatz lohnte sich :-)
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  • Puerto Natales > Torres del Paine

    February 13, 2024 in Chile ⋅ 🌧 15 °C

    Heute ging es los zum W-Track-Abenteuer im Torres del Paine Nationalpark. 4 Tage Zelten und Wandern im Outdooreumel-Modus. Riesenvorfreude. Aber erstmal gab es noch ein feines Frühstück am Eck im besten Laden (Rührei for president!).
    Dann noch schnell sich mit der Installation der E-SIM abgeeselt, aber alles Just in Time!
    Dann ab in den Bus und wieder die Schönheit in der Panoramaline aushalten. Kriegt man einfach nie genug von! Allein der Blick in die Landschaft vom Eingang aus des Nationalparks hat uns schon umgehauen. Dann ging es zum WelcomeCenter. Handtuch, Seideninlet und TouriTrinkFlasche in die Hand, einchecken und dann waren wir da in diesem wundervollen Zeltambiente. Erstmal rein, liegen und auf die Berge glotzen! Kriegst die Zelttür nicht zu!
    Dann sind wir in diesem magischen Campingareal umhergestriffen, bevor es Dinner gab (da haben wir uns nicht lumpen lassen und uns die Luxus-Variante gegönnt - gut hatte dann was von Klassenfahrt mit der Tischzuteilung, aber egal).
    Das Essen war fein, aber ewig laut - was ist mit diesen Amerikanischen Bürger*innen dieses Planeten? Geht das auch in leise?? (Diese Frage sollte uns ab heute jeden Tag beschäftigen...).
    Aber es gab ja einen 'Welcome Drink". Den haben wir uns vorm Regenbeginn noch vor dieser Traumkulisse gegönnt.
    Dann ab dafür in die erste Zeltnacht. Für einen von uns sollte dies ja eine neue Erfahrung sein. Man durfte gespannt sein :-)
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  • Tag 1 - Aufstieg zum Torres del Paine

    February 14, 2024 in Chile ⋅ 🌧 17 °C

    In der Nacht hat es etwas geregnet und die Vorhersage für den heutigen Tag war auch nur so la la. Aber diese Wettervorhersagen sind hier eigentlich ohnehin nur Schall und Rauch und ändern können wir das ja auch nicht.
    Also aufstehen, in den JugendherbergsSpeisungssaal - "Bitte einen Außenplatz ohne Amis, am Morgen halt ich das nicht aus!" (Wunsch ist aufgegangen und Müüüüüsli sorgte für Glückseligkeit!) und dann Lunchpaket abholen. Okay, diese Ration haben wir unterschätzt. Gut, dass wir heute die dicken Rucksäcke im Zelt lassen und nur mit einem Beutel losziehen konnten! Auch das Snackthema sollte einen hohen Stellenwert während der Wanderung einnehmen! "Wie zur Hölle sollen wir das jemals alles aufessen???"
    Wie so oft "Das sehen wir dann!"
    Aber dann erstmal los. Heute stand schon direkt ein Highlight (eine lächerliche Aussage wie sich zeigen wird!) auf dem Tableau. Hoch da zum See am Fuße des Torres del Paine - 22 km.
    Ekelhafterweise ging es direkt unter einem Regenbogen los (kurzer Flashback zum Tag am Fitz Roy), wie magisch war das denn? Dann kam auch die Sonne raus, direkt am steilen Stück hoch. Aber die erste Luft muss raus (alte Weisheit) und das war sie dann auch, aber dann waren wir eingelatscht. Knaller diese Aussichten bis hier schon, und klar reiten da auch noch die Gauchos lang, wäre auch sonst nicht schön genug gewesen.
    Dann ein kurzer Halt am Paso de los Vientos. Dieser Blick da ins Tal auf den Fluss. Man man man.
    Nächster Step, ab durch den Zauberwald. Das war zu absurd, dann plötzlich so ein anderes Ökosystem zu betreten. Aber für das Hirn tat das gut, hatte man kurz mal keine Aussicht und keine krassen neuen Eindrücke!
    Und dann wurde es wirklich wild. An der letzten Etappe verschwamm der Weg für fast 2 km in einem Gebiet voller großer Felsbrocken. Und natürlich schoben sich hier alle wie ein riesen Tausendfüßler hoch. Aber gut, leiden dann halt alle zusammen (Und die Wut über die lauten Amerikaner*innen - da haben wir es wieder - konnten wir wunderbar in Energie umwandeln).
    Aber wie das so ist oben angekommen, bleibt einem die Sprache weg. Zwar war die Sicht nicht klar, aber diese grandiose Wolkenschleierung über den Bergzipfeln traumhaft. Dieses Türkis im Kontrast, das ist wirklich unbeschreiblich.
    Wir haben so lange ausgeharrt, bis wir kalt geköttelt waren und dann ging es zurück. Und das war einfach nur herrlich, nochmal alles aus der anderen Perspektive in einem wieder völlig anderen Licht aufzusaugen. Und dann kam noch die Sonne raus und wir konnten auf das gelbe Tal gucken mit den blauen Bergen im Hintergrund.
    Heute ist es dann passiert, ich habe mich in diese roten Blumen verliebt, der chilenische Feuerstrauch! Großartiges Teil!
    Zurück im Camp gab es dann nur noch eine Option - Dosenbier. War sehr teuer, aber nach so einer Wanderung geht da eh nicht viel rein in den Aparillo. Dann ab in die Dusche, ab zum Essen, ab ins Bett. Das war dann mal wieder so eine reine 12/10 Bewertung - "über das Maß hinaus!"
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  • Tag 2 - Lago Nordenskjöld

    February 15, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Heute stand die entspannteste Route auf dem Programm. Zwar mussten wir alle unsere Sachen (inklusive der nicht leer werdenden Snacks) tragen, aber es waren wir nur 13,2 km.
    Es war super bewölkt, aber irgendwie passte das gut zu dieser kargen Landschaft, die sich da vor uns aufgetan hat. Das Ziel war alles entspannt zu machen, denn wir hatten ja wirklich Zeit, ständig anzuhalten und uns an diesem wundervollem Nordenskjöld-See entlang zu bewegen.
    Dieser türkise Kontrast mal wieder und dann diese schottisch anmutende Hügelkulisse. Irgendwie sah es so aus, als hätte man diese Hügel auf diesen spiegelglatten See raufgeklebt.
    Irgendwann haben wir dann einen wunderbaren Ausguck und ein Sitzholzbrett entdeckt. Dort haben wir dann so lange verharrt, bis der nächste Ami-Trupp hinter uns war.
    Es war einfach zu krass, als sich dann der Himmel allmählich auftat und man wieder wusste, dass man auf der rechten Seite eigentlich eine traumhafte Bergkulisse hatte - war halt in den Wolken versteckt.
    Auf dem letzten Teilstück haben wir noch David aus Kolumbien kennengelernt, der auch ständig angehalten hat und mit Tränen in den Augen immer wieder gesagt hat "hermoso", und wie Recht er hat.
    Dann sind wir im nächsten Camp angekommen. Wieder erschlagen von den Eindrücken, kam dann noch die Schippe obendrauf. Wir haben den Welcome-Drink genossen und dann ging der Himmel auf und alle Berge wurden nach und nach sichtbar.
    "Wenn Engel reisen" ist ja einer meiner Lieblingssätze über den ich mich selbst wegpacke, aber konnte man nichts gegen sagen. Dieser Tag!
    Und dieses Camp und die Menschen und die Stimmung. Wirklich einer der schönsten Orte!
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  • Tag 3.1 - Cuernos > Francés

    February 16, 2024 in Chile ⋅ ☀️ 8 °C

    Der dritte Tag begann mit dem Weckerklingeln, Frühstück und einem Kaffee mit Blick auf die Berge. Allein das schon ging schon wieder tief rein. Dieses ist einfach das schönste Campingareal auf der ganzen Welt (gut wissen, wir ja nicht, aber es schien einfach untoppbar zu sein!)
    Heute sollte die längste Etappe anstehen, 27 km bis zum höchsten Ausguck. Aber egal, hier ist alles so schön, zur Not wird das halt geskippt.
    So sind wir erstmal mit Sack und Pack 5,5 km durch und an dieser Traumkulisse mit dem SeeBergPanorama vorbei. Da musste man schon immer tief durchatmen, weil man diese Schönheit nicht verkraften konnten. Was für ekelhafte Glückskinder wir sind, dass wir das alles mit dieser Sonne aufsaugen konnten.
    Während dieser kleinen Etappe und 1 Million Fotos war schon klar, wir stellen die Rucksäcke beim nächsten Camp ab und gucken dann wie weit wir hochkommen und wenn wir nicht bis zum Mirador Británico kommen, dann halt nur bis zum Mirador Francés davor. Hier kann man ja nun wahrlich nichts verpassen.
    Und so haben wir weiter das Ambiente aufgesogen. Was diese Natur da alles zusammengebastelt hat, das geht echt auf keine Kuhhaut.
    "So jetzt kurz Pause, Sachen abstellen, Wasser und Snacks rein in den Sack und dann hoch da, wir wollen noch mehr!"
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  • Tag 3.2 - Mirador Francés

    February 16, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 16 °C

    Natürlich begann auch diese Strecke wieder in einem Zauberwald. Muss ja.
    Dieser Aufstieg war einfach atemberaubend, denn egal wie man den Blick gedreht und gewendet hat, es war zu krass!
    Das Gute an so einem wunderschönen NaturSetting ist ja, dass man erstens unfassbar dankbar ist die ganze Zeit und zweitens die Anstrengungen des Aufstiegs überhaupt nicht wahr nimmt. Beste Kombination :-)
    Beim Mirador Francés angekommen waren wir unfassbar geflasht!
    Dann kurze Einordnung ob der vorangeschritten Zeit - wir gehen nicht ganz hoch.
    Das deutsche Pärchen, das wir schon auf der Anreise im Bus vor uns hatten, gehörte zur langsamen Sorte, früh aufgestanden und schon wieder auf dem Rückweg, um es rechtzeitig ins gleiche Camp zu schaffen. Die hatten aber noch einen Geheimtipp links am Fluss für uns. Da haben wir dann 15 Minuten später auch noch gesessen und wieder alles nicht fassen können.
    Dann ging es zurück, ein zweites Mal durch die zauberhafte Umgebung. Diesmal mit dauerhaften Blick auf den türkisen SeeTraum. Hält man im Kopp nicht aus!
    Unten angekommen dann wieder Snacktime, denn es standen ja nochmal 9 km mit Sack und Pack an!
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  • Tag 3.3 - Lago Skottsberg

    February 16, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir wussten ja nun, dass Höhenmeter nicht mehr auf dem Programm standen, aber das hat der Flashigkeit keinen Abbruch getan. Immer noch diese Traumkulisse im Rücken, kamen wir dann in einen Bereich, der vor einigen Jahren von einem Brand betroffen war. Und diese Baumstämme haben eine derartige Landschaft erschaffen, die mich emotional anders komplett gepackt hat. Ist das düster, morbide, melancholisch - schwierig ein passendes Adjektiv zu finden.
    Gut, dass dann irgendwann der See vor einem auftauchte und eine unfassbar beruhigende Wirkung hatte. Da konnten dann mal wieder Tränen getrocknet werden.
    Was war das denn bitte wieder für ein abgefahrener Abschnitt?
    Angekommen in Camp Paine Grande am Pohoé-See ging emotional nichts mehr. Kurzer Schock, so viele Zelte, so viele Menschen (die Amerikaner haben wir schon einfach weg ignoriert). Aber egal, dieser See. Und die wissen schon warum sie einem immer einen Welcome-Drink feilbieten. Irgendwie war wieder der Stecker-Wackelkontakt da. Wir hatten den besten Sitzplatz gefunden und wer sagt, dass es bei einem Drink bleiben muss. Heute ist so ein Tag. Duschen überbewertet, bis zum Essen ist noch Zeit, dann also her mit der BierDosenEinverleibung. Was soll denn morgen nach diesem Tag noch kommen?
    Und so saßen wir auch nach dem Essen noch ewig, haben super viele nette Gespräche geführt und uns über die Musik und der guten Laune sämtlicher Guides gefreut, die neben uns ihren Feierabend genossen haben.
    Natürlich gab es noch eine sternenklare Nacht - hatten wir ja auch noch nicht.
    Was morgen passiert, das sehen wir dann!
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  • Tag 4 - Lago Grey & Glaciar Grey

    February 17, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 6 °C

    Letzte Etappe. Bedeckt, leichter Niesel, Wind und natürlich mit der Weisheit im Nacken, dass das letzte Bier schlecht war, sind wir früh losgezuckelt. Ohne schweres Gepäck, das war wieder ein Glücksfall. Wir hatten also bis 18.30 Uhr Zeit so weit wie möglich an den Gletscher ranzukommen. 11 km bis zu dem Mirador Glaciar Grey und dann halt 11 wieder zurück. Nun gut. Aber irgendwie haben wir uns dann eingelatscht. Okay, der Gegenwind war übel, aber man war ja nicht in Patagonien, wenn man mit dieser Brise nichts zu tun gehabt hat. Isso.
    Dann also mal wieder vorbei an einem See, aber es war ja natürlich kein normaler See, sondern er musste ja mit türkisen Gletscherstücken dekoriert sein. Logisch! Der Regen hatte sich verzogen, blieb uns nur der Wind und diese Aussichten. Aber wir haben immer mal wieder Halt gemacht. Zeit hatten wir genug und es war ja auch die letzte Wanderung. Beim Aussichtspunkt - natürlich vorher mit Waldsstückdurchquerung - angekommen, da ganz oben mit Blick auf den Gletscher, das war wieder so ein Moment - ich war froh, dass ich meinen ersten Gletscherschock schon in Argentinien überwunden hatte. Das ist einfach unfassbar darauf zu schauen!
    Alles sehr emotional und überwältigend. Wir waren einfach platt vom Gletscher und überhaupt von der ganzen Tour durch diese Natur.
    Hilft ja nichts, Snack rein und dann wieder runter, obwohl keiner von uns gefühlt hat jetzt nochmal 11 km zu latschen, denn die Strecke zurück war auch die mit dem höheren Anstieg.
    Die Sonne kam dann aber immer mehr raus und der Cerro Torre war ständig im Blickfeld. Wir wurden das Gefühl nicht los, dass diese ganze schöne Natur uns hier absichtlich fertig machen wollte.
    Also Hebel umlegen und latschen. Aber dann ist das ganze gekippt. Irgendwann hab ich einfach angefangen zu laufen (Berg runterlaufen lieben wir!) und so haben wir uns da in einen richtigen Rausch gerannt und damit das Hirn betäubt. Das hat so mega Bock gemacht - Aufhören? Langsamer machen? Keine Option. So haben wir für den Hinweg also 3 Stunden gebraucht und für den Rückweg 2. Guter Schnitt :-)
    Das Feine daran war, wir hatten locker Zeit bis die Fähre zurück ging, konnten noch ein letztes PatagonienBier genießen und erschöpft und glücklich auf diesen blau-türkisen See gucken im Sonnenlicht versteht sich.
    Was da gerade und heute passiert war? Keiner weiß es.
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  • Katamaran und Wolkeninferno

    February 17, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Okay wir mussten es einsehen. Diese Wandertour ist vorbei. Traurige Nummer. Das war wirklich das beeindruckendste WanderBergErlebnis, das ich je hatte (sorry Tour de Mont Blanc du bist geschlagen).
    Uns fehlten wirklich die Worte. Es war einfach der Outdooreumel Traum Deluxe.
    Dann mussten wir ab in die Schlange zum Katamaran. Das war unfassbar arschkalt und windig, aber dieser Blick da wieder auf den Zauberberg und diesen See! Und was diese Wolken da veranstaltet haben. Surreale Geschichte.
    Diese Katamaranfahrt war ja an sich wieder noch ein Highlight, das wir ertragen mussten. Ernsthaft, wir waren so full-loaded mit Naturschönheit. Wir wollten nur noch in den Bus, lesen und nichts mehr sehen müssen ;-)
    Aber gut, das hat ja dann auch so semi gut geklappt. Das Wolkeninferno war so unfassbar schön. Was für ein Abschluss dieser krassen Tage.
    Irgendwann wurde es ja dunkel und wir sind in der altbekannten Unterkunft in Puerto Natales angekommen. Tür zu, Licht aus! Nun ging wahrlich nichts mehr.
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  • Zwischenstopp Vorort Santiago

    February 18, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 16 °C

    Gut, dass heute ein Reisetag anstand zur Entspannung. Vor dem Flug nach Santiago de Chile hatten wir ordentlich Zeit für ein ausgiebiges Frühstück - oder nennen wir es ehrlicherweise doch Brunch?
    Unser Traum-Café vom letzten Mal hatte leider am Sonntag zu, sodass unsere Wahl auf ein klassischen Hipstertempel gefallen ist, aber die hatten Omelette und das musste sein. Da das Abendessen ausgefallen ist, die Snacks nicht mehr zu ertragen waren und es abends wohl auch nichts mehr geben würde, haben wir gleich mit einem süßen Traummahl inklusive Eiskugel nachgelegt. Was für ein guter Laden und es tat gut mal 'nichts' zu tun.
    Dann ab zum Flughafen (danke lieber Uber-Fahrer für diese Panoramatour nochmal am Wasser vorbei).
    Und dann waren wir plötzlich wieder am Flughafen von Santiago und dann in diesem Vorort Pudahuel in diesem HolzhüttenAreal inklusiver Holzwanne mit heißem Wasser aus dem Ofen. Besser hätte es für die geschundenen Körper nicht laufen können und widerlich kitschig war es auch unter diesen Lichterketten. Und ein Willkommensprosecco wurde uns auch dargereicht. Da hat man es wieder - ein Reisetag ist halt in Südamerika auch immer ein Tag voller irrer Eindrücke. Gut, dass wir am nächsten Tag in die Atacamawüste wollen... Es muss ja weiter gehen!
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  • Calama und SUV-Traum

    February 19, 2024 in Chile ⋅ ☀️ 28 °C

    Dann also nächster Step die Atacamawüste. Völlig absurd jetzt wieder in ein Flugzeug zu steigen und in die Wüste zu fliegen. Aber die Vorfreude auf was Neues ist natürlich ungebremst. Der Flug war kurz - die Aussicht aber natürlich ohne Worte.
    Sowas hab ich noch nie gesehen, diese Farben, diese Weite. Das sollte spannend werden.
    Dann also Rucksäcke vom Band nehmen und das Mietauto holen. Ja wir haben einen SUV, in der Wüste ein probates Mittel, um sich fortzubewegen - im Wendehammer vor der Schule eher fragwürdig.
    Wir hatten eine Stunde Fahrt vor uns bis San Pedro de Atacama - der zentrale Anlaufpunkt für Touristen. Aber wir waren ja Füchse und haben uns in einer Lodge 4 km außerhalb eingebucht. Aber erstmal aus dem Staunen rauskommen bei dieser unfassbaren Landschaft. Hilft ja nichts, Musik laut aufdrehen und laut singen. Danke DJ Bobo und Vengaboys, wenn der Wahnsinn knallt, seid ihr ne Bank!
    Unterwegs wollten wir noch etwas Essbares ergattern, haben aber vergessen Geld zu wechseln und auch nicht darüber nachgedacht, was ein Ort in einer Wüste bedeutet. Das ist nicht mal eben schnell gemacht ;-)
    Egal, das ist ein Problem von morgen und zur Not haben wir ja noch Energieriegel und Snacks, dann ist es so.
    Und diese Unterkunft. Herrje! Wir wurden unfassbar freundlich begrüßt und es sah so weitläufig und gemütlich aus! Direkt Wohlfühlfaktor 10 von 10.
    Uns wurde noch ein Kiosko empfohlen uns Eck. Aber der hatte dann doch zu, aber so hatten wir einen ersten Eindruck von Wärme und Staub und dieser unfassbaren Weite. Dann also eben Snacks und gut war es. Zum Trost konnten wir den Sonnenuntergang genießen und den Hasen, der den Mond anguckt und den Schweinemann, der dort auch hauste.
    Achso und eigentlich sind dann da die Anden in den Wolken zu sehen wurde uns mitgeteilt. Okay, dass konnte so eindrucksmäßig wieder eine Herausforderung werden. "Aber gut, das sehen wir morgen"!
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  • San Pedro de Atacama

    February 20, 2024 in Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Der erste richtige Tag in dieser Wüstenumgebung. Aufwachen und es ist warm? Herrlich. Und dann guckt man raus und sieht dieses fantastischen blauen Himmel und überall diese Bergkette.
    Einen richtigen Plan für den Tag hatten wir nicht, also erstmal in dieses San Pedro. Es Stadt zu nennen, wäre übertrieben, also nannten wir es passend 'Ort'.
    Dieser Ort wäre schon sehr entzückend und niedlich, wenn da nicht 18.000 Touri-Ausflug-Köppe vor ihren kleinen Läden stehen würden, um einen die Klassiker der Umgebung feilbieten zu können - die Restaurant-Rufer mit den einlaminierten Menü-Karten gibt es selbstverständlich auch. Die reine Herbertsstraße der Wüstenausflüge.
    Aber es ist ein absurder Ort mit dann wieder viel grün und süßen Lehmbutzen. Eine Oasenstadt halt, hat man das auch mal gesehen. Und wie gut, dass wir uns nicht im Ort eingetütet haben - Hölle! Aber natürlich ist alles schön bunt, wie wir es lieben!
    Noch 'ne kalte Cola rein untermalt von einem traurigen Gitarreneumel und endlich einen Supermarkt entdeckt - rares Gut logischerweise hier. Dann erstmal die Ware auf der Lodge verstauen und die Hitze und die Eindrücke verarbeiten!
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  • Valle de la Luna

    February 20, 2024 in Chile ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach der Mittagspause im Lodgetraum hatten wir wieder Energie und dann ging es ins Valle de la Luna - ein Klassiker hier, und was soll man sagen zu recht!
    Diese skurrile Mondlandschaft war nicht zu fassen. Natürlich mussten wir uns mit diversen Touris aus ihren Tourbussen den ersten Spaziergang teilen, aber wie es so ist in so einem weiten Areal, es verläuft sich ja ganz gut.
    Der bedeckte Himmel über diesen Stein- und Sandformationen war schon sehr ergreifend! Unfassbar wie es hier aussah! Das können Bilder wahrlich nicht einfangen, aber man knippst sich ja trotzdem in einen bescheuerten Rausch!
    Es gab drei Wege, die man laufen konnte und da war alles dabei! Mondlandschaft, ein sandseeartiges Areal, Dünen, Schluchten und dann am Ende noch dieses abgefahrene Salzgebiet, indem man das Gefühl hatte man ginge über Schnee.
    Irgendwie war das schon wieder zuviel des Guten. Da half dann nur noch ein gutes Glas Wein und den Schweinemann angucken. Gut, dass es diese Lodge schafft, einen sofort wieder runterzufahren.
    Und man dachte mal wieder, wenn die Reise jetzt vorbei ist - auch kein Problem! Das war wieder zu schön!
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  • Leben auf der Lodge - Urlaub

    February 21, 2024 in Chile ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach zwei Wochen reisen und vollem Programm, körperlicher Anstrengung ('Was haben wir bitte schon erlebt?!) sowie dem Mondlandschaftsflash, kamen wir einfach nicht mehr hinterher.
    Wir sind aufgewacht, haben dieses Bergpanorama gesehen und es war so schön warm.
    Also war das Feeling 'Lass mal heute langsam machen... und wenn wir gar nichts fühlen, außer lesen und später was kochen, dann ist das auch okay... also man kann ja auch mal nix machen... also quasi Urlaub!'
    Das haben wir uns dann ein bisschen in den Köpfen hin und her gespielt und gerechtfertigt. Und dann war es so.
    Wir haben einfach diesen wunderbaren Ort genossen, gelesen, Podcast gehört, uns am Schweinemann und den Hühnern erfreut, Fotos geguckt und irgendwie versucht zu begreifen und zu realisieren wie gut wir es haben!
    Absolut richtige Entscheidung. Wir lieben diese Lodge!! Und diese Leute, die hier arbeiten!
    "Wollen wir eigentlich wirklich noch 10 Stunden hoch bis ins Altiplano fahren?! Schon auch ein großes Gehuzzle! Und hier gibt es so viel zu sehen! In mein Hirn geht auch nichts mehr rein!" Der Fall war also dann klar, wir verlängern hier erstmal drei Tage und gucken dann. Man muss ja auch lernen, nicht zu viel zu wollen :-)
    Dann gab es noch eine feine zusammengebruzelte Speisung und dann war es das für heute gewesen.
    Auch 'Urlaub' ist ein großartiger Tag, augenscheinlich!
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  • Laguna Chaxa - Salar de Atacama

    February 22, 2024 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem Tag kompletter Pause waren die Akkus wieder voll. Wir wollten was erleben!
    Dann sind wir also Richtung Salzwüste von Atacama gefahren. Salz hatten wir ja schon vorgestern gesehen, aber das war hier nochmal wieder eine Schippe (gefühlten Schnee) draufgesetzt.
    Angekommen bei einer - wie soll es hier auch anders sein - kleinen Wellblechhütte, haben wir Eintritt gezahlt und uns stark gewundert, dass hier wieder kein Schwein war. Gut, es war Mittagszeit, aber trotzdem. Umso besser, keine Arschgeigen die langsam vor uns hertrotten oder laute Amis, die die ganze Atmo versauen würden.
    Und dann haben wir uns nur gefreut - über den Himmel, die Farben, die Weite, die Unterschiedlichkeit des Bodens, den Salzgehalt ('ja komm muss man jetzt schon dran lecken!') und am Ende natürlich über diese hübschen Flamingos, wie sie da in ihrem Panaromareal grazil umherschreiten. Und klar flogen sie da auch von A nach B über unsere Köpfe rüber. Unfuckingfassbar. Das war alles schon recht magisch - irgendwie gehen einem hier die Adjektiv-Variationen aus...
    Dann noch die Echseneumel vor die Linse gekriegt. Und immer wieder die Pastellberge da am Horizont.
    "Dann erstmal ein Matschbrot rein da mit Aussicht, dann gucken wir weiter."
    Viel viel schöner als gedacht! Aber das scheint ja hier ein gängiges Phänomen zu sein.
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  • Lagunas Miscanti y Miñeques

    February 22, 2024 in Chile ⋅ ⛅ 8 °C

    Matschbrotmäßig gestärkt sind wir dann weitergefahren. Nicht so richtig mit Plan, aber war ja auch egal, man bekommt ja vor Begeisterung allein beim Durchfahren die Kinnlade nicht hoch. Dann wollten wir mal die umliegenden Oasen ansteuern - 'Kommen wir ja eh dran vorbei'. Vorher sind wir dann aber noch ewig durch die Salzlandschaft gefahren, gleichzeitig gab es die Anden-Fototapete der Unendlichkeit.
    Als wir dann bei Toconao angekommen waren, hatten wir keinen Impuls da rum zu laufen. Also nochmal weiterfahren - die Berge kamen ja auch immer näher und sie haben ihre magische Anziehungskraft ja auch zu recht. Dann haben wir uns immer höher da geschraubt im SUV-Traum und die Lagunas, zu denen wir ja auch nochmal wollten, waren schon ausgeschildert. Also kurzer Uhrencheck und dann war klar, Jacken sind ja im Auto, dann gucken wir uns das doch jetzt an. Dann sind wir durch Socaire, die nächste Oase bzw. die letzte vor den Lagunen, gefahren. Ein Glücksfall, dass ich noch die TouriBude erkannt habe - manchmal wäre es doch hilfreich sich vorher komplett zu informieren... Egal. Die Tickets mussten 'eigentlich' online gebucht werden. Eigentlich ist hier ein passendes Wort, denn die Menschen hier sind so freundlich - es geht ja immer irgendwie. Eine halbe Stunde später hatten wir die Tickets und dann wurde die Fahrt absolut irre da über die Schotterpiste mit den Schneekuppeln und den Vicuñas, die uns da vor die Karre gelaufen sind.
    Und dann kamen wir an, haben eine Einweisung in das Areal bekommen.
    Daunenjacke an und dann fehlten uns einfach nur die Worte vor Schönheit und der Körper war nur noch in der Lage die Lieblings-Emoji-Geste abzurufen.
    "Was soll man machen?"
    Die Fotos können es nicht einfangen und zum Beschreiben oder Erklären fehlen einem halt die Worte.
    Auf jeden Fall war dies einer der schönsten Orte überhaupt. Aber wie oft haben wir bis jetzt in Südamerika gesagt "Das war aber nun wirklich das Schönste!" Eben, also machen wir uns nix vor.
    Ein probates Mittel ist dann, wenn man es nicht rauslatschen kann - Fahren und Singen. Das lief dann ganz gut. Letztes Mittel waren dann Cola, Snacks und das feine Glas Wein vorm Schweinemann.
    Ein sich wiederholender Segen, dass diese Lodge sofort die nötige Ruhe ausstrahlt, um runterzufahren und sich zu sortieren. Fantastisch!
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  • Roadtrip in die Anden

    February 24, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Nachdem wir noch einen Tag Pause eingeschoben haben, weil man im 'Urlaub' ja auch mal rasten und die Seele baumeln lassen soll, war der Hummeln-im-Arsch-Modus wieder an. Also war heute der passende Tag, um in die Anden zu fahren. Das stand ja nun noch absolut auf der Liste. Wir wollten Salz-Lagunen und Höhe und vor allem so nah wie möglich an die beiden Vulkane ran, die wir ja immer von der Lodge aus sehen können.
    Also ab in Richtung Reserva Nacional Los Flamencos auf der Ruta 27 - so viele Möglichkeiten gibt es hier ja nicht ;-)
    Wir hatten mal wieder Schwein wie sonst was und sind unter strahlend blauem Himmel und mit bester Playliste auf die beiden Eumel Cerro Licancabur und Cerro Juriques zugefahren und konnten sie ohne Wolken feiern. So so schön.
    Wie es einfach so ist, man kann dieses Wüstenfeeling nicht beschreiben. Es ist einfach eine unfassbare Schönheit.
    Außerdem war einfach niemand außer uns unterwegs bis auf ein englisches Rentnerpaar, was da aber derart durchgeheizt ist, sodass man davon ausgehen konnte, dass sie entweder nicht so sehr an ihrem Leben hingen oder sie in der Wüste leben und dies ihr 'Sonntagsritual' ist.
    Das war natürlich aber nochmal ein Erlebnis drauf, da so einsam in der Wüste, während man sich immer höher durch die Berge manövriert und ständig an diesen abgefahren Miradores hält, um mal wieder auf Lagunen zu schauen. Und nirgendwo schmeckt ein Matschbrot besser, als in diesem Wahnsinn.
    Es wurde immer bedeckter, aber es war so ein feines absurdes Licht und die Farben kamen trotzdem so gut raus.
    Und dann kam da noch der Salzsee auf 4500 Meter Höhe und ja da ist die Luft doch bannig dünn geworden, aber es führte kein Weg daran vorbei. Wir mussten da rauf (spätestens heute war klar, next Ding Bolivien, wo man schonmal am Grenzübergang stand!).
    Das war alles unfassbar beeindruckend! Dann nur noch emotional voll gepackt die Schönheit von der anderen Seite auf dem Rückweg verkraften. Und dann hatten wir kein weiteres Mittel, als am Ende des Tages mit Drinks in Form von hochprozentigem Irgendwas zu arbeiten.
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  • Spontan-Oase im Valle de Jere

    February 25, 2024 in Chile ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute stand erstmal der Versuch des Ausschlafens an. Der hochprozentige Drink musste ja gestern noch mit Wein unterspült und nur mit Snacks untermauert werden, sodass man schon besseren Schlaf ergattert hatte, als diese Nacht ('Aber diese Morgensonne ist ja auch immer ein Traum!').
    Daher musste vor allem meinerseits erstmal langsam in den Tag gestartet werden. Hauptsächlich mit Liegen, dann Podcast hören und als es besser wurde auch mit Lesen.
    In der Küche habe ich ein Fotobuch über die Anden von National Geographic gefunden, in dem ich immer mal wieder die kleinen Geschichten zu den Bildern gelesen habe. So auch an diesem Tag. Es gab Geschichten über Maler, Frauen, das harte Leben der indigenen Bevölkerung, Riten, Feste und so weiter. Und auch einen Bericht über Erdbeben, was ja in Chile keine Seltenheit ist. Und just als ich diesen Artikel gelesen habe, trug sich wirklich ein Erdbeben zu - dies waren nicht die Nachwirkungen des Vorabends, das passierte wirklich! Gott sei Dank war dies nur minimal und die Mitarbeitenden auf der Lodge hat es auch wenig gestört, dennoch war es für uns schon unheimlich und ich hatte zurecht den Spitznamen 'Hexenweib' weg, aber Humor hilft ja bekanntlich in absurden, unbekannten Situationen.
    Es ist also nichts weiter passiert und am Nachmittag, nach der zweiten Cola Zero, war noch ein Ausflug drin. Also ab in die Oase über die wir in einem Blog gelesen haben - 'Ist ja auch ums Eck'. Das Tier des Tages war heute übrigens der Esel plus die sogenannte HSV-Ente (blauer Schnabel okay, gibt's wohl!)
    Wie immer hatten wir keine großen Erwartungen, aber was uns da schon wieder feilgeboten wurde. Man man man. Es hörte einfach nicht auf. Eine wirklich wunderschöne, skurrile Szenerie, da hinter den trockenen Steinen im Tal dieses Oasenareal zu sehen. Also sind wir da immer weiter am Hang rumgekraxelt und im Tal zurück, haben 8000 Bilder gemacht und wieder keine Tür zubekommen.
    Diese Oase hätte ich wirklich gerne ums Eck, da würde ich ständig mein Abendbrot zu mir nehmen und da drauf schauen.
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