• Karin Gudehus
  • Karin Gudehus

Sabbatjahr

En 334-dags äventyr från Karin Läs mer
  • Grüezi miteinand

    27 januari 2022, Schweiz ⋅ ⛅ 1 °C

    Wie avisiert: Wir sind in der Schweiz. Der Weg hierher war jedoch ziemlich nervenaufreibend und anstrengend, für Martha sogar schmerzhaft.
    Aber der Reihe nach:
    Nach zwei Nächten am Achernsee sind wir ca. 150 km weiter nach Süden gefahren. Die Fahrt durch die Sonne war angenehm und kommod. Im Markgräflerland, direkt im 3-Länder-Eck, sind wir nachmittags auf dem Seebodenhof in Efringen-Kirchen angekommen. Wir haben einen wunderschönen Spaziergang durch die Weinberge gemacht und den Sonnenuntergang erlebt. Zwischen den Weinbergen werden dort Stachelbeeren gepflanzt und eine Schafherde "mäht" das Gras zwischen den einzelnen Reihen, sehr interessant. Auf dem Nachhauseweg hat Martha dann Bekanntschaft mit dem Hofhund gemacht. Da wir wissen, wie zickig Martha zu anderen Hunden sein kann, haben wir sie angeleint. Der andere Hund hatte Heimrecht, ganz klar, aber leider keine Leine. Lange Rede - kurzer Sinn, Martha wurde gebissen, was wir aber an diesem Abend nicht bemerkten. Sie humpelte zwar ein bisschen, sonst machte sie einen fidelen Eindruck.
    Nach üblichem Abendprogramm ging es ab in die Betten.
    Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht, weil es bitter kalt war. Ich dachte, wir hätten kein Gas mehr, deshalb habe ich Jens nicht geweckt. Vor lauter Sorge um Martha, die ganz ohne warmes Federbett und sehr nah über dem Boden schläft, bin ich nicht mehr eingeschlafen. Außerdem hat der Hofhund gefühlt die halbe Nacht gebellt. Als es dann endlich hell wurde, habe ich Jens geweckt, der mir ganz unumwunden erklärte, er hätte auch gefroren, war aber zu faul die 2. Gasflasche anzuschließen. Ist das zu fassen, ich war total sauer. Zu allem Unglück ist Martha kaum aus ihrer Höhle gekrochen gekommen (ich dachte zu dem Zeitpunkt, sie ist steifgefroren) und gegessen hat sie auch nichts. Und spätestens jetzt schrillten alle meine Alarmglocken. Für Jens waren die Ergebnisse der Australien Open wichtiger. Vielleicht wollte er sich auch einfach mein Geschimpfe nicht mehr anhören. So, nachdem ich mich etwas abgeregt hatte und es im WOMO auch wieder warm war, habe ich mit Luise homeschooling gemacht und Jens ist mit Martha spazieren gegangen. Sie humpelte zwar immer noch, das Abtasten ihres Beines durch Jens hat mich etwas beruhigt und so sind die beiden vondannen gezogen.
    Leider sprang mir bei ihrer Rückkehr eine klaffende und tiefe und lange Wunde an Marthas rechtem Vorderlauf ins Auge. Schnell war klar, dass das genäht weden muss. Dank Internet haben wir eine Tierärztin ganz in der Nähe gefunden, die uns auch direkt aufgenommen hat. Ich vergaß zu erwähnen, dass es 12.00 Uhr mittags war und natürlich Mittwoch.
    Martha wurde sofort sediert und genäht. Wir haben sie dann nachmittags noch etwas benommen abgeholt, mit dem nötigen Antibiotikum und einer Halskrause und um 350 € leichter. Ende gut - alles gut. Und so haben wir um 16.00 Uhr unsere Weiterfahrt gestartet. Seit gestern Abend stehen wir wieder auf einem Bauernhof in der Nähe von Luzern. Der Hofhund hier ist ein kleiner Havaneser, nicht zu vergleichen mit dem Berner Sennenhund von vorgestern. Auch sonst ist es hier sehr schön. Gerade eben kommen wir von unserem Spaziergang um den Wichelsee zurück.
    Morgen früh haben wir einen Termin bei einem hiesigen Tierarzt. Marthas Verband muss gewechselt werden. Danach gehen wir in eine Therme. Am Samstag sind wir bei Jens ehemaligen Arbeitskollegen zum Frühstück eingeladen. Danach fahren wir weiter, wohin auch immer.
    Liebe Grüße von der um Jahre gealterten Hundebesitzerin
    Karin
    Kall, mei Drobbe
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  • La dolce vita

    29 januari 2022, Italien ⋅ 🌙 5 °C

    Ich werde ja nicht müde unsere Flexibilität und Spontanität zu preisen, und das nicht zu Unrecht.
    Gestern waren wir noch in Kerns in der Zentralschweiz in einem kleinen aber feinen Hallenbad mit Dampfbad (Näbelhäusli) und heute Morgen waren wir bei Jürgen und Annette (der vielbeschriebene ehemalige Arbeitskollege mit Frau) zum Frühstück eingeladen. Die beiden wohnen in einem Vorort von Luzern in einem Reihenhaus mit Blick auf den See, sehr schön. Nach ausgiebigem Frühstück und auf Anraten von Jürgen haben wir uns ziemlich spontan entschieden, die Schweiz Richtung Lago Maggiore zu verlassen. Gesagt - getan, wir stehen seit heute Nachmittag auf einem schönen Stellplatz in Maccagno und laut Wettervorhersage erwarten uns 17 !!! Grad und Sonnenschein. Nach den verschneiten Tagen in der Schweiz genau das richtige.
    Da wir heute erst relativ spät ankamen, nehmen wir uns morgen Zeit für das schöne Städtchen und den herrlichen See drumherum, nach dem Motto: La dolce Vita!
    Die Fotos sind Dokumente unsere Reise hierher und das Winterbild entstand vorgestern auf dem Stellplatz auf dem Bauernhof in Sarnen am Wichelsee.
    Morgen möchte ich meine Lammfellstiefel "einmotten" und gegen die Birkenstock flip flops eintauschen, meine Füße sehnen sich nach Luft. Mal schauen.
    Einen lieben Gruß aus bella italia
    von bella madonna Karin et bella bambina Luise et bello marito Jens et bello bello (Martha)
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  • Bratkartoffelverhältnis

    1 februari 2022, Italien ⋅ ⛅ 7 °C

    Das mit dem Einmotten der Lammfellstiefel hat fast geklappt, aber nur fast.
    Wir haben, wie geschrieben, am Sonntag den Tag am Lago Maggiore in vollen Zügen genossen. Mit tatsächlich 17 Grad am Nachmittag. Wir haben morgens (für uns morgens bedeutet 12.00 Uhr mittags) draußen gefrühstückt und danach waren Luise und ich direkt am See. Wir haben uns an einen Treibholzstamm gesetzt, Luise hat gemalt und ich habe mir die italienische Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Am frühen Abend haben Jens, Martha und ich noch einen kleinen Spaziergang durchs Örtchen gemacht. Abends haben wir gespielt und sind früh ins Bett gegangen.
    Gestern Morgen haben wir alles wieder rutschfest verpackt und sind nach Como gefahren. Wir brauchten einen Stellplatz mit Strom, da Luise montags immer online Klavierunterricht hat. Die Fahrt hierher war unspektakulär und nicht zu lang. Wir stehen seit gestern Mittag auf einem super Stellplatz in Como, ganz nah am Ufer des Sees. Gestern Nachmittag war dann homeschooling angesagt und Jens hat einen Spaziergang mit Martha gemacht. Außerdem waren wir noch einkaufen.
    Seit gestern Abend schlafen Luise und ich im Alkoven und Jens im hinteren Teil des WOMO. Dort ist es deutlich wärmer als über der Fahrerkabine und Jens muss nicht mehr frieren. Luise und ich haben es auch schön warm, die jugendliche Hitze von Luise reicht für uns beide. Bettenwechsel also Montag, nicht wie üblich Samstag.
    Heute Morgen wieder unser übliches Programm mit homeschooling und Hundespaziergang, danach sind wir ins centro aufgebrochen. Wir sind mit der Standseilbahn auf den Berg gefahren und haben von dort den wunderbaren Blick auf den See genossen. Noch lange nicht müde, ging es dann eine knappe Stunde weiter steil bergauf zu einem Leuchtturm und einem Spielplatz. Ein wunderschöner Spaziergang bei strahlend blauem Himmel. Der Rückweg zu unserem Stellplatz von gestern war ein Klacks. Ich habe ganz vergessen zu berichten, dass gestern ein Schäfer mit seiner kleinen Schafherde direkt an unserem WOMO vorbeigezogen ist, und das wirklich direkt in der Stadt, irre.
    Jetzt gibt es Bratkartoffeln und Salat. Die Kartoffen liebevoll und mit persönlicher Ansprache geschält von Luise und Jens.
    Morgen wollen wir weiter Richtung Turin fahren. Nach dem Essen werde ich eine Unterkunft für uns recherchieren.
    Wir bleiben also noch eine kleine Weile in bella Italia,
    danach dachten wir an Frankreich, oui oui!
    Salute Karin
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  • Turin in 24 Stunden

    2 februari 2022, Italien ⋅ 🌙 9 °C

    Wir sind auf der Durchreise Richtung Ligurien und rasten für 24 Stunden in Turin auf einem Campingplatz in der Peripherie.
    Und da die Fotos und das Video alles sagen, was zu sagen ist, viel Spaß beim Anschauen und
    bis zum nächsten Eintrag, dann wieder ausführlich, versprochen.
    Bouna notte Karin
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  • Mailand - Sanremo

    4 februari 2022, Italien ⋅ ⛅ 11 °C

    Der Radklassiker schlechthin war gestern. Wir sind Turin - Sanremo gefahren, allerdings an zwei Tagen und auch nicht mit dem Rennrad, sondern mit unserem WOMO. Zwischenstop haben wir gestern Abend in der Nähe von Savona gemacht. Auf einem sehr schönen Stellplatz in der Mitte von etwas abenteuerlicher Gegend. Eine Mischung aus Zugtrasse, Industriegebiet und sehr gammeligem Gewächshäusern. Das Meer haben wir auf unserem Abendspaziergang zwar gefunden, war aber nicht besonders einladend.
    Nach ruhiger Nacht mit leichtem Regen war heute morgen beauty Programm für die ganze Familie angesagt, soll heißen, wir sind frisch geduscht. Danach hat Jens noch eine Gasflaschenbefüllung organisiert und wir haben neues Hundefutter gekauft. So sind wir gewappnet für die kommenden Tage, keiner muss hungern oder frieren.
    Guter Dinge ging es dann heute den ganzen Tag an der Küstenstraße entlang, quer durch Ligurien. Der Himmel war zwar bedeckt, durch unsere erhöhte Sitzposition hatten wir einen tollen Ausblick aufs Meer. So zogen die Stunden ins Land, wirklich weit gekommen sind wir nicht. Aber darum ging es heute auch nicht. Jetzt stehen wir kurz hinter Sanremo auf einem Stellplatz, wieder sicher, da videoüberwacht und hell erleuchtet aber in einer eher dubiosen Gegend. Für eine Nacht absolut okay.
    Morgen verlassen wir Italien und fahren nach Frankreich. Keine Ahnung, was uns erwartet. Wir sind offen und freuen uns auf leckeres Essen und Trinken und Jens freut sich darauf, seine Boulekugeln auszupacken.
    PS:
    Gestern auf der Suche nach einem Stellplatz hat uns das sonst sehr zuverlässige Navi in die Berge geschickt. Die Straße war nur eine handbreit breiter als das WOMO. Ich habe mal ein Video gedreht. Wir sind ohne Kratzer im Nichts angekommen, der Stellplatz existiert offensichtlich nicht mehr, macht nichts, wir haben ja einen Übernachtungsplatz gefunden.
    Liebe Grüße von uns an alle aus bella italia.
    Ich melde mich wieder aus Frankreich. Dann mit meinem Bericht, wie Jens einem französischen Tierarzt verklickert, dass Marthas Fäden gezogen werden müssen.
    Je suis gespannt!
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  • Im Land wo die Mimosen blühen

    7 februari 2022, Frankrike ⋅ 🌬 13 °C

    Je suis immer noch gespannt. Jens ist gerade beim Tierarzt hier in Bormes-les-Mimosas.
    Hoffentlich ist alles gut verheilt und die Fäden können gezogen werden.
    Wir haben 2 Nächte auf einem Stellplatz am Rande des Örtchens gestanden und gestern einen ausgedehnten Spaziergang ans Meer gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Unsere Mittagspause hatten wir in einer Strandbar direkt am Wasser. Luise hat im Sand gespielt und Jens und ich haben uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, savoir vivre nennen die Franzosen das, glaube ich.
    Jetzt gleich mache ich homeschooling mit Luise und heute Mittag fahren wir auf einen Campingplatz ganz in der Nähe, mit Strom, Wasser und allem anderen, was das Camperherz höher schlagen lässt.
    PS:
    Jetzt weiß ich auch endlich, welche Blumen in den Fassenachtssträußchen sind, es sind tatsächlich Mimosen. Am Baum gefallen sie mir allerdings besser als in den Sträußen.
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  • Cassis et Chocolat

    11 februari 2022, Frankrike ⋅ 🌙 8 °C

    Wir sind doch noch einen Tag länger auf dem Stellplatz bei den Mimosen geblieben. Martha brauchte noch einen Kontrolltermin am nächsten Tag, und den wollten wir natürlich wahrnehmen. So hatten wir Zeit in die Innenstadt zu schlendern, haben den Franzosen beim Boulespiel zugeschaut und Eis gegessen.
    Am nächsten Morgen ist Jens dann wieder zum Tierarzt marschiert, die Fäden wurden gezogen (bis auf einen, den haben wir heute gezogen) und wir wurden mit weiterem Verbandsmaterial und Medizin versorgt. Gegen Nachmittag sind wir dann zum nächsten Übernachtungsstop aufgebrochen. Ich bin gefahren und habe gefühlt 100mal die Naviansage vernommen: Nach 350 Metern im Kreisverkehr die 1. Ausfahrt nehmen. Kreisverkehr fahren kann ich jetzt, ich wurde nur einmal angehupt. Ziel war ein Campingplatz in der Nähe von Toulon. Wir haben unsere Wäsche gewaschen und Jens hat Luise und mich in die Kunst des Boulens eingewiesen. Leider sind wir beide völlig talentfrei. Spaß hat es trotzdem gemacht.
    Früh am nächsten Morgen gings schon weiter, diesmal auf der Autobahn, da wir 200 Kilometer voran kommen wollten. Keine Kreisel, dafür viele Mautstationen und ein großes gelbes M auf dem Weg.
    Seit vorgestern stehen wir auf einem Stellplatz in Saintes-Maries-de-la-Mer direkt am Strand. Das Meer ist so präsent, dass wir das Rauschen beim Einschlafen hören. Gestern war Luise schwimmen, als einzige Verrückte und nach einer heißen Dusche im WOMO noch reiten auf einem echten Carmague-Pferd. Jens ist auch mit ausgeritten, er auf Chocolat, Luise auf Cassis. Ich habe vorm WOMO gesessen und die Sonne, den Wind und das Meeresrauschen genossen.
    Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Homeschooling und eine kleine Shoppingtour ins Örtchen war unser tagesfüllendes Programm. Zum Schwimmen war es heute viel zu windig, der Mistral bläst uns kräftig um die Ohren.
    Morgen fahren wir weiter, zum nächsten hoffentlich schönen Stellplatz. Ich habe einen direkt am Hafen von Palavas-les-Flots rausgesucht.
    Au revoir et a bientot Karin
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  • Stellplatz vs. Campingplatz

    15 februari 2022, Frankrike ⋅ ⛅ 11 °C

    Wir sind jetzt seit 10 Tagen in Frankreich und haben unterschiedlichste Übernachtungsmöglichkeiten ausgetestet. Dabei stellte sich immer mehr heraus, dass ich eher der Stellplatztyp bin, Jens hingegen fühlt sich auf Campingplätzen oft etwas wohler. Rückblickend lässt sich sagen, dass es ein echtes Vergnügen war durch Frankreich zu reisen. Die Franzosen selbst sind begeisterte Wohnmobilisten und dementsprechend gut ausgebaut ist die Infrastruktur. Auf allen Plätzen war es schön, fast immer sehr gut besucht und immer wieder bin ich froh, in der Nebensaison reisen zu dürfen. Im Sommer wäre es mir definitiv zu voll und trubelig.
    Das letzte Wochende von Samstag bis heute standen wir am Hafen von Palavas-les-Flots und haben eigentlich nichts gemacht. Das Wetter war regnerisch, es war sehr windig und auch relativ kühl. Bei den täglichen Spaziergängen mit Martha sind wir an den "Etangs" entlangspaziert und dabei viele Flamingos beobachtet. Nur einmal sind wir dabei bis auf die Knochen nass geworden. Eine heiße Dusche wärmte uns wieder auf. Außerdem haben wir gelesen, gestrickt und natürlich auch Olympia geguckt (Jens in der Nacht von Sonntag auf Montag auch superbowl).
    Heute Morgen sind wir dann hierher gefahren. Wir stehen wieder auf einem Stellplatz in Gruissan direkt am Meer. Der Nachmittagsspaziergang ging folgerichtig am Strand entlang.
    Im Moment hat Jens "Rücken" und Luise hat Hunger. Ich werde mich um beide kümmern, hoffentlich mit Erfolg.
    Sollte der Rücken geheilt und Luises Hunger gestillt sein fahren wir morgen weiter nach Spanien, ole. Oder wir bleiben noch etwas hier und Jens legt sich in den warmen Sand und alles wird wieder gut, ole ole.
    Liebe Grüße von der Köchin und Krankenschwester der Kompanie Karin
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  • Vom Reisemobil zum Wohnmobil

    23 februari 2022, Spanien ⋅ ⛅ 11 °C

    Ja, wir stehen jetzt seit einer Woche am gleichen Platz und bleiben auch noch 6 weitere Tage. Unser Reisetempo tendiert gen Null.
    Letzte Woche waren wir noch in Frankreich. Ich berichtete von Jens Rückenschmerzen und Luises großem Hunger. Wir sind tatsächlich nur eine Nacht in Gruissan geblieben, Rückenschmerzen und Hunger waren verflogen und auch das Wetter hat uns zur Weiterfahrt motiviert.
    Jetzt sind wir in Roses an der Costa Brava und hier ist es super schön. Das Wetter ist sonnig, der Wind ist allerdings noch frisch und nur ganz verrückte Kinder planschen im Meer. Luise ist natürlich eine von diesen Verrückten. Ansonsten leben wir hier ein gemütliches Camperleben mit Ausschlafen, Baguette und Pastete zum Frühstück, Inlinern bzw. Federball spielen auf den Wegen, Shoppen im Ort und abends Grillen auf dem Gasgrill.
    Es bleibt auch noch genügend Zeit um Freundschaften zu schließen (Leni, 8 Jahre aus dem Saarland und in Faschingsferien sowie unsere Nachbarn Jürgen und Illi aus Simmern, er Arzt und sie nicht die hellste Kerze auf der Torte) und Sozialstudien zu betreiben.
    Hier ein kleiner Einblick:
    Der Platz ist bei Franzosen sehr beliebt, die mittags fürstlich speisen, oft mit mehreren Gängen und korrespondierendem Rotwein und/oder Ricard. Danach wird im WOMO der wohlverdiente Mittagsschlaf gehalten. Das ist die Zeit der nun auch ausgeschlafenen Deutschen. Noch bevor der Kaffee aufgebrüht wird, werden die Hunde Gassi geführt (gerne gleich zwei, gerne auch Dackel namens Kylie und Kimberley). Danach gibt's Frühstück mit Baguette und Worscht und Kees und danach wird sich in die Sonne gelegt oder besser gesagt gehauen. Natürlich mit freiem Oberkörper, sowohl bei Männlein als auch Weiblein. Ohne Rücksicht auf mein ästhetisches Feingefühl. Soviel nackte Haut will ich nicht sehen.
    Hier werden wirklich alle Klischees des Campers bedient, als weiteres Beispiel des nicht vorhandenen Niveaus unter Campern hier ein Spruch auf einem WOMO:
    Zum Reisen brauchst du Schuhe,
    zum Scheißen brauchst du Ruhe!
    Hilfe, wo bin ich hier gelandet?
    Und das schlimmste kommt zum Schluss: Mir gefällt es hier. Deshalb bleiben wir bis nächsten Dienstag. Am Wochenende feiern wir hier nämlich Carneval. Luise als Eiskönigin, ich als Lady Bug und Jens als Cat Noir.
    So long, Helau, Alaaf, Hall die Gail oder Hola, wir passen uns an die Gegebenheiten an
    und feiern und rufen
    was genau, werde ich berichten
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  • On the road again

    1 mars 2022, Spanien ⋅ ⛅ 13 °C

    Ich wollte schon viel früher berichten. Die Tatsache, dass Krieg mitten in Europa herrscht, hat mich jedoch in eine Schockstarre versetzt und ich konnte mir nur schwer vorstellen, weiterhin so locker-flockig von unseren Erlebnissen zu schreiben. Auch heute noch habe ich das Gefühl, dass die Leichtigkeit und Unbeschwertheit wie weggeblasen ist. Aber ich will mir und euch den Spaß nicht nehmen lassen, deshalb schreibe ich, trotz allem.

    Nach fast 2 Wochen in Roses an der nördlichen Costa Brava auf dem Campingplatz JoncarMar sind wir heute weitergereist. Ich liebe beides, sowohl fahren als auch stehen, jeweils zur rechten Zeit.
    Wir haben uns wunderbar erholt (von was eigentlich) und gerade Luise hat es sehr genossen fast täglich Inliner fahren zu können und Bekanntschaften zu knüpfen, zu Hunden, Katzen und auch Menschen.
    Den spanischen Carneval haben wir auch erlebt. Mit Umzügen ähnlich wie in Mainz am Rosenmontag, nur mit sehr viel lauterer Musik und vielen Tanzgruppen. Dabei fiel auf, dass auch sehr viele junge Männer tanzen, teilweise sogar in Frauenkostümen. Und das können die Spanier, sich bewegen. Zum Abschluss der Feierlichkeiten gab es am Montag ein riesiges Paella-Essen am Hafen. Die Paella wurde in wagenradgroßen Pfannen gebruzzelt. Dort haben sich bei Wein und Bier alle Beteiligten des Umzuges und halb Roses getroffen, und wir natürlich mittendrin. Ich musste an die "Fairy ultra"- Werbung in den 90er Jahren denken. Mit dem Spruch: Während in Vila Riva noch gespült wird, wird in Vila Bacho schon getanzt. Fairy ultra - gut gegen Fett" .So oder so ähnlich war der Spruch doch, oder. Wir sind gesättigt wieder nach Hause gegangen, bevor wir hätten spülen müssen.
    Heute Morgen haben wir uns dann von unseren liebgewonnenen Campernachbarn verabschiedet, auf deutsch und auf französisch und sind auf der AP 7 (AutoPista) Richtung Süden gefahren. Ist ja auch unsere bevorzugte Richtung. Für heute stehen wir wieder auf einem Campingplatz in der Nähe vonTarragona, direkt am Meer. Auf dem Foto mit dem Blick aufs Meer ist im Vordergrund Jens Fußzeh zu sehen. Das Bild ist wirklich direkt von unserem Stellplatz aus geknipst und wir hören das Meeresrauschen.
    Morgen früh hat Luise eine Videokonferenz mit ihrer Klasse, danach brechen wir auf. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
    Wir hangeln uns jetzt eine Woche an der Küste und durchs Landesinnere entlang nach Sevilla (sind glaube ich, noch schlappe 900 Kilometer). Dort findet am Mittwoch in einer Woche das Europa League-Spiel Eintracht Frankfurt gegen Betis Sevilla statt. Dass ich mit Verrückten unterwegs bin, habe ich bereits mehrfach erwähnt. Jens trifft sich für dieses Spiel mit seinen großen Kindern Melanie und Lars im Stadion von Sevilla. Und hofft natürlich auf einen Sieg seiner Eintracht bzw. auf eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel (O-Ton Jens).
    So, und wenn das alles erledigt ist, fahren wir ganz in Ruhe an der Küste entlang, Achtung: grobe Richtung Norden. Wir bleiben dort, wo es uns gefällt und cruisen durch Spanien, bis wir schließlich am 20.4. in Barcelona in die Fähre nach Genua steigen. Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit. Und viele Pläne und Reiserouten können evaluiert werden.
    Schon jetzt lässt sich sagen, dass Spanien, oder dieser kleine Teil davon, wirklich lohnenswert ist. Wir fühlen uns hier sehr wohl und Jens spricht nicht nur gut französisch, er palliert auch leidlich spanisch, ich habe ein echtes Sprachtalent geheiratet (mit einer klitzekleinen LRS), wen stört es hier im Süden?
    Ihr merkt, ich bin ganz verliebt in meine Familie. Das Sabbathjahr tut uns allen gut. Eine kleine Randnotiz am Ende, als Beweis dafür:
    Jens verhilft mir beim rummikub Spiel zum Sieg. Alle, die schon jemals mit Jens gespielt haben, wissen diese Info einzuordnen. Und auch Luise ist insgesamt entspannter. Den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein, tut einfach gut.
    In diesem Sinne verziehen wir uns jetzt ins WOMO, das Abendessen steht an. Es gibt Nudeln mit Pesto für Luise und Kartoffelpuffer mit Kräuterquark für Jens und mich. Spätestens, wenn wir alle drei das gleiche Essen essen, kommen wir nach Hause, versprochen.
    Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal
    Karin, Jens, Luise und Martha
    PS:
    Da fällt mir ein, bei den Faschingsumzügen wird nichts gerufen, dafür dröhnt die Musik zu laut und es gibt auch keine Bonbons.
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  • 3-lagiges Klopapier ...

    3 mars 2022, Spanien ⋅ ☀️ 12 °C

    ... ich bin im Paradies.
    Leider nur kurz, wir fahren nach dieser einzigen Nacht in Valencia weiter. Nicht, weil es uns hier nicht gefällt, ganz im Gegenteil, aber wir wollen ja weiter nach Sevilla. Und da es hier jetzt richtig schön warm ist, möchten wir nicht länger als 2 Stunden im Auto sitzen und fahren.
    Gestern sind wir um die Mittagszeit von dem Stellplatz direkt am Meer aufgebrochen und immer auf der AP 7 nach Valencia, grobe Richtung Sevilla, gefahren. Dabei sind wir kilometerlang an Orangenbaumfeldern und Olivenhainen vorbeigefahren. Zwischendurch haben wir auch blühende Mandelbäumchen gesehen. Auf einem Orangenfeld wurde sogar gerade geerntet.
    Gestern Nachmittag haben wir gemütlich vor dem WOMO gesessen und gespielt. Luise hat eine kleine Freundin (Leni, 4 Jahre) kennengelernt und abends haben wir mit Ruth und Bernd gechattet.
    So, jetzt steht so langsam der Rest der Familie auf und der Kaffee ist fertig.
    Nach dem Frühstück geht's weiter,
    ich werde in gewohnter Weise berichten.
    PS:
    Um das Ausmaß der Überschrift besser einordnen zu können, auch die Camper Toilette im WOMO darf nur mit wasserlöslichem und dementsprechend einlagigem Toipapier gefüttert werden.
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  • Oliva - Murcia - Granada

    6 mars 2022, Spanien ⋅ 🌧 10 °C

    Immer an vielen Orangenplantagen entlang sind wir am Donnerstag von Valencia nach Oliva gefahren. Dort standen wir 2 Nächte auf einem Campingplatz direkt am Meer. Am Ankommenstag war herrlichstes Wetter und wir sind 2 Stunden am Strand entlang spaziert. Zwischendurch mussten wir durch einen knietiefen Priel waten, das hat echt Spaß gemacht. In der darauffolgenden Nacht und am nächsten Tag hat es zum Teil heftig geregnet. Nachts haben wir geschlafen, tags gearbeitet und natürlich auch gechilled. Gegen Abend kam dann nochmal die Sonne raus, so konnten wir unseren Strandspaziergang machen. Diesmal in die andere Richtung und ohne Durchquerung eines Priels.
    Gestern Morgen sind wir 200 Kilometer weiter in die Nähe von Murcia gefahren. Wir haben die Küste verlassen und stehen jetzt auf einem Campingplatz im Landesinneren. Kein Meer mehr, dafür ein Thermalschwimmbad mit einer Wassertemperatur von 36°. Natürlich waren wir gestern alle gemeinsam schwimmen.
    Heute Nacht hat es wieder begonnen zu regnen und auch jetzt gerade tröpfelt es sehr beruhigend auf unser zum Glück dichtes WOMO-Dach. Jens und Luise haben sich vor einer Stunde nochmals in die Schwimmbadfluten gestürzt und wollen ein Wetttauchen veranstalten. Ich beschäftige mich gleich mit dem Abwasch, hat ja auch was mit warmem Wasser zu tun.
    Heute Nachmittag fahren wir weiter Richtung Granada. Wir wollen uns die Alhambra anschauen. Ob wir es tatsächlich bis dort schaffen ist noch unklar. Die Strecke beträgt fast 300 Kilometer, was mir eigentlich zu viel ist. Aber da es regnet und 95 % des Weges auf der Autobahn entlang führt, könnten wir es schaffen. Der Weg ist das Ziel und so fahren wir so lange, wie wir möchten.
    Wann und wo wir letztendlich ankommen beschreibe ich im nächsten Eintrag.
    Heute habe ich keine Fotos, sorry. Strandbilder hatten wir schon genug und die Campingplätze sind nicht wirklich fotogen. Im Thermalbad habe ich auch keine Fotos gemacht. Ich fühle mich bekanntlich nicht besonders wohl dort unter spärlich bekleideten Menschen und frage mich jedesmal, warum uns der liebe Gott kein Fell gegeben hat, Flächen an Haut hätte der menschliche Körper doch genug. In diesem Sinne,
    liebe Grüße an alle behaarten und weniger behaarten Freunde
    Karin
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  • Strohwitwe und -waise

    9 mars 2022, Spanien ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir haben es geschafft. 300 Kilometer Autobahnfahrt bei Regen in 4 Stunden von Murcia nach Granada am letzten Sonntag. Nachmittags sind wir auf dem Parkplatz der Alhambra angekommen. Das erste Foto zeigt den Sonnenuntergang vom Stellplatz aus. Abends haben wir nichts mehr gemacht, nur Kräfte gesammelt für den Kulturtrip am nächsten Morgen.
    Und so sind wir ausgeschlafen am Montag zu unserem Ausflug gestartet. Wir sind durch die wunderschöne Parkanlage geschlendert und haben uns natürlich auch den Nasridenpalast angeschaut und echt gestaunt. Nach 2 Stunden waren wir voll der Kultur und es ging zurück zum WOMO. Gegen Mittag ging es erneut weiter, Richtung Sevilla. Diesmal wollten wir 150 Kilometer weiter voran kommen, auf einen Stellplatz in einem Örtchen direkt an der Autobahn. Leider war bei unserer Ankunft der wirklich sehr schöne Platz komplett belegt. Wir haben uns an den Straßenrand direkt davor gestellt und bestimmt sehr unauffällig darauf gelauert, dass doch noch ein Plätzchen für uns frei wird. Kurz bevor es dunkel wurde hat Jens beherzt einen netten Camper gefragt, ob er ein kleines Stückchen rücken kann, dann haben wir uns noch hineinquetschen können. Viel Platz war nicht, war aber okay.
    Am nächsten Morgen starteten wir die vorerst letzte Etappe, wir stehen seit gestern Mittag auf einem, nein auf dem Campingplatz von Sevilla.
    Wir waren jetzt 8 Tage am Stück unterwegs, mit täglicher Weiterfahrt (nur in Oliva waren wir 2 Nächte), jetzt bin ich sehr froh hier für 3 Nächte zu stehen.
    Jens ist seit heute Mittag in Sachen Euroleague unterwegs, Luise und ich drücken uns in und ums WOMO herum. Heute haben wir den Tag genutzt um zu lesen und zu malen. Und es gab heute Abend das "verbotene" Essen, Tacos mit Käse überbacken.
    Morgen wollen wir hier im Vorort shoppen gehen und Eis schnabulieren. Außerdem ist homeschooling angesagt.
    Jens kommt entweder Morgen Abend oder erst am Freitag Vormittag zurück. Dann brechen wir wieder auf. Ich möchte gerne direkt nach Portugal an den Atlantik. Ist laut Navigation nur knappe 200 Kilometer entfernt. Und wenn wir schonmal sozusagen um die Ecke sind ...
    Liebe Grüße von Karin, Luise und Martha
    PS: Die Eintracht führt 2:1 Stand 70. Minute, weiter Daumen drücken!
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  • Bem-Vindo Portugal

    12 mars 2022, Portugal ⋅ 🌧 14 °C

    Jens ist am Donnerstag Nachmittag ziemlich abgekämpft aber sehr glücklich wieder auf unseren Campingplatz zurückgekehrt, die Eintracht hat gewonnen und er hatte eine schöne Zeit mit seinen großen Kindern. Und kaum angekommen hat uns eine nette Frau gefragt, ob wir die Leute im Sabbathjahr sind. Wir haben bejaht und ruckizucki waren wir auf ein Bier bei Frank und Yildiz aus Berlin und ihrer 8jährigen Tochter Tayla eingeladen. Die Mädels haben gemeinsam gespielt und wir Erwachsenen gequatscht. Relativ spät abends sind wir dann in unser WOMO zurückgekehrt und sind schnell ins Bett gekrochen.
    Am nächsten Morgen bin ich um 7.00 Uhr aufgestanden. Ich wollte früh aufbrechen zu einem Stellplatz an der Algarve, der sehr beliebt und daher ab nachmittags schon immer voll belegt ist.
    Erfahrungsgemäß benötigen wir 2 Stunden um abfahrbereit zu sein. Und so konnten wir um kurz nach 9.00 Uhr starten (die Zeit, zu der wir normalerweise aufstehen) und bei teilweise sehr starkem Regen nach Portugal fahren. Ziel war das Örtchen Praia de Manta Rota an der sogenannten Sandalgarve, nur 20 Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Wir waren früh genug vor Ort und konnten uns einen schönen Stellplatz aussuchen. Ich hatte bei meiner Planung nicht bedacht, dass wir ja auch noch eine Stunde Zeit "geschenkt" bekommen sobald wir in Portugal sind. Wir befinden uns seit gestern in der WEZ-ZEITZONE.
    Glücklich angekommen haben wir gefrühstückt und danach habe ich mit Luise homeschooling "rumgezackert". Manchmal geht es besser, manchmal schlechter. Gestern war es eher schlechter. Als wir völlig erschöpft endlich fertig waren ist die Sonne rausgekommen und wir sind natürlich am Strand entlang spaziert. Martha war sogar im Wasser, im Atlantik! Und prompt waren die Wellen höher als noch am Mittelmeer.
    Heute haben wir unseren Standort genossen, samt Brötchenlieferant und Erdbeeren- und Orangenverkauf direkt vom Transporter ins WOMO. Das Wetter war heute Vormittag so gut, dass wir draußen frühstücken konnten und danach mit Schaufel und Eimerchen am Strand waren. Luise hat schön gespielt und musste natürlich auch schwimmen gehen. Mich fragt sie schon nicht mehr, aber auch Jens war es zu kalt.
    Seit heute Nachmittag regnet es wieder und es ist recht windig. Wir machen es uns gemütlich mit leckerem Kaffee und super süßen leckeren Törtchen.
    Jetzt gerade kommen wir vom Abendessen in einem Fischrestaurant und trinken einen Sangria als Absacker.
    Morgen möchten wir an die westlichste Spitze von Portugal auf einen Campingplatz, den uns die Berliner wärmstens empfohlen haben, fahren. Die Wettervorhersage für die ganze nächste Woche sagt viel Regen voraus. Der Campingplatz ab morgen hat ein überdachtes und beheiztes Schwimmbad. Für mich ein Grund, genau nicht dorthin zu fahren. Für Luise und auch Jens aber das Argument für eine gute Schlechtwetteralternative.
    Also fröhlich vorwärts Richtung CP mit Schwimmbad, let's go and swim!
    Liebe Grüße von der einzigen wasserscheuen Person der Familie
    Karin
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  • Mama, ich habe Durchschlag

    17 mars 2022, Portugal ⋅ ⛅ 16 °C

    Glaubte Luise und meinte Durchfall. Hat sich zum Glück nicht bestätigt. Ein bisschen angeschlagen sind wir beide, mit Heiserkeit und Schnupfen und Kopfweh. Aber wir leiden still und heroisch und lassen uns den Spaß nicht verderben. Allein die letzten 2 Nächte waren unruhig und nicht besonders erholsam.
    Zurück zum Spaß: Wir stehen seit letzten Sonntag auf dem CP Turiscampo in Luz an der Felsalgarve mit allem Komfort, den man sich nur wünschen kann. Beheiztes Hallenbad, Fitnessraum und Sauna und Toiletten und Duschen schöner als zu Hause. Und das beste ist, dass Luise 2 Freundinnen gefunden hat, mit denen sie den ganzen Tag auf Achse ist und den Platz unsicher macht. Sehr zum Leidwesen der Silver-ager aus Deutschland, Frankreich und Holland, die hier in Ruhe überwintern wollen. Hier auf dem Platz sind wirklich viele Familien mit Kindern, von ganz klein bis jugendlich. Die kleinen Kinder haben Eltern in Elternzeit, die größeren und gleichzeitig schulpflichtigen Kinder stammen aus Familien, die Corona als Auszeit nutzen und jetzt sogenannte "Freilerner" sind. Sehr interessant, weil auf der einen Seite super alternativ und zottelig-langhaarig, auf der anderen Seite aber nicht abgeneigt, die ganzen spießigen Angebote mitzunehmen und auszukosten. Ich sehe uns irgendwo zwischen den Rentnern und den jungen Wilden, ein bisschen wie aus der Zeit gefallen.
    Aber jetzt zu unseren Erlebnissen. Das Wetter ist hier beständig wechselhaft mit wenig Sonne und vielen Wolken, aus denen es gerne auch regnet. Wir haben die Zeit genutzt um ins Schwimmbad zu gehen, ich war 2mal im Fitnessraum auf dem Laufband und mit Jens in der Sauna. Gestern haben wir uns ein Auto gemietet und haben einen Ausflug an den westlichsten Punkt von Portugal (Cabo de Sao Vicente) gemacht. Danach waren wir am Ponte da Piedade mit der tollen Steilküste und den wunderbaren Felsentorbögen und anschließend noch in dem Örtchen Lagos auf eine kleine Shoppingtour und zum Abendessen. Auch hier fiel auf, dass viele junge Familien aus Deutschland hier in Portugal Urlaub machen. Ist ja auch ein schönes Fleckchen Erde. Was haben wir eigentlich in der Elternzeit gemacht?
    So, gerade eben habe ich mein Ricardglas von der Armlehne gehustet. Lustigerweise ist es "richtigrum" auf dem Boden gelandet und ich kann weiter trinken. Danach gehe ich mit Luise ins Bett und lese ein neues Buch von den "3 !!!", Jens schaut die Eintracht in der Klotze und kriegt die Krise. Zur Halbzeit steht es unentschieden gegen Betis Sevilla.
    Morgen fahren wir wieder zurück Richtung Spanien. Wir wollen nochmal auf den Stellplatz in Manta Rota kurz vor der spanischen Grenze. Der Platz punktet mit seiner direkten Lage zum Meer. Hoffentlich erwischen wir Badewetter und können die Tage am Strand bei warmem Wetter genießen. Die Vorhersagen sind nicht so gut, schaun mer mal. Außerdem müssen Luise und ich gesund werden, dabei hilft gutes Wetter.
    Liebe Grüße von den Rotznasen Karin und Luise und von Jens, der sich einer stabilen Gesundheit erfreut
    PS: Luise hat fleißig Handstand geübt, im Wasser und auf dem Land (Spielplatz)
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  • Vejo voce em breve Portugal

    21 mars 2022, Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Auf baldiges Wiedersehen in Portugal. Schön war's! Wir kommen bestimmt wieder.
    Heute ist der letzte Abend in Portugal. Die vergangenen 10 Tage waren wir an der Atlantikküste. Erst genau hier an der Sandalgarve, danach für 5 Tage an der Felsalgarve und jetzt wieder in Manta Rota an der Sandalgarve. Ich hatte mir Badewetter gewünscht, zum Teil ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Vorgestern und auch heute war es heiter bis sonnig, allein der Wind ist noch recht kühl. Gestern hat es den ganzen Tag geregnet. Insgesamt waren die letzten 10 Tage im Süden von Portugal sehr wechselhaft mit viel Regen. Ach ja, gestern hatten wir sogar Gewitter und Hagel. Ich mag die Wetterkapriolen. Wenn es regnet, machen wir es uns gemütlich, wenn die Sonne scheint, genießen wir es draußen zu sein. Und gesund sind wir auch wieder.
    Morgen fahren wir nach Spanien. Über Sevilla wollen wir entweder nach Cadiz, oder noch weiter nach Gibraltar. An beiden Orten habe ich Stellplätze herausgesucht.
    Dank des schlechten Wetters hatte ich Zeit, unsere Reise etwas länger in die Zukunft zu planen. Die Idee ist jetzt, dass wir uns bis zum 14.4. immer an der Küste entlang nach Barcelona hangeln. Wir legen unseren Schwerpunkt ganz bewusst auf Strände und Wasser. Von Stadtbesichtigungen haben weder Luise noch Martha wirklich viel. Ausnahme soll Barcelona sein. Hier wollen wir eine Woche bleiben und uns alles ganz in Ruhe anschauen. Und ganz nebenbei kann Jens das Europa League Viertelfinale FC Barcelona gegen die SGE im Camp Nou Stadion mit noch anderen 99.999 Fußballverrückten anschauen.
    Am 20.4. geht unsere Fähre von Barcelona nach Genua. Wir verlassen die iberische Halbinsel zugunsten des italienischen Stiefels. Die nächsten Termine sind ein Magic Sound Bigband Konzert, die Kommunion von Emma und last but not least unsere Geburtstage.
    Und nach der ganzen Sause sausen besser cruisen wir weiter, nach Schweden. Die Ausgestaltung der Route hat noch Zeit und kann in Ruhe reifen. Ihr merkt, wir sind tiefenentspannt.
    Liebe Grüße und ola in Spanien
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  • 12 Stunden Sonne in Deutschland

    24 mars 2022, Spanien ⋅ 🌧 12 °C

    24 Stunden Regen in Südspanien, und keine Wetterverbesserung in Sicht.
    Wir stehen die 2. Nacht in Sanlucar de Barramada kurz vor Cadiz und würden heute gerne ins schöne Wetter fahren. Wir brauchten dies im Umkreis von 200 Kilometern, was leider nicht möglich ist. Der Wettergott ist Flörsheimer (beim Fassenachtsumzug im Februar ist immer bestes Wetter) und kein Spanier. Ich habe heute Nacht im Traum die Fähre von Cadiz nach irgendwo geplant, ist aber völliger Quatsch. Wir sitzen bzw. fahren die Schlechtwetterperiode stoisch aus, es wird auch wieder besser.
    Heute wollen wir nach Gibraltar zu den Affen, ich bin gespannt. Jens, der alte Weltenbummler, war schonmal dort und hat uns gestern erzählt, was uns erwartet. Ich habe für die nächsten Nächte einen Campingplatz gefunden, der einen beheizten Außenpool hat, als kleines Schmankerl bei diesen trüben Tagen.
    So, jetzt wecke ich Jens mit dem Pfiff des Wasserkessels, brühe den Kaffee auf und dann geht's los.
    Liebe Grüße von mir an alle, die sich heute die Sonne ins Gesicht scheinen lassen können, es ist euch von Herzen gegönnt.
    Da fällt mir wieder der blöde Spruch ein:
    Des Campers Fluch - schlechtes Wetter und Besuch!
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  • Die Nadel im Heuhaufen

    25 mars 2022, Spanien ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir stehen in La Linea de la Conception auf einem Stellplatz im Jachthafen mit direktem Blick auf den Felsen von Gibraltar. Der CP, den ich mir ausgesucht hatte, hat mir nicht gefallen und so sind wir hier gelandet. Bei unserer Ankunft gestern war der Himmel orange und wenig später hat es angefangen zu regnen. Regenwasser vermischt mit Saharastaub. Im kürzester Zeit war alles, wirklich alles, mit einem hässlichen bräunlichen Schmutzfilm überzogen. Wir mussten trotzdem eine Hunderunde drehen, unsere Regenschirme haben den schlimmsten Dreck von uns abgehalten.
    Heute Morgen sind wir wider Erwarten bei Sonnenschein erwacht. Ich habe meinen Kaffee auf einer Bank direkt am Steg des Hafens getrunken. Danach hat Jens den gröbsten Schmutz vom WOMO gewaschen, ich habe gespült. Gegen Mittag sind wir dann nach Gibraltar gelaufen. Der Fußmarsch war spannend und außergewöhnlich. Zu Fuß über die Grenze mit Passkontrollen der Spanier und der Gibraltarer und quer über die Start- und Landebahn des Flughafens. Dann noch durch 2 Fußgängertunnel und schon waren wir in "Klein-Großbritanien" inklusive Wechselstuben, Union Jack Flaggen und sehr blassen Briten in kurzen Hosen und wild tätowierten Waden. Wir schlenderten durch die Main Street immer Richtung cable car. Auf dem Weg zur Talstation ist Jens leider aufgefallen, dass er seinen Ehering verloren hat. Er hat ihn heute morgen kurz an den kleinen Finger gesteckt und dann vergessen ihn wieder an den Ringfinger zu ziehen. Jens und auch ich sind sehr zerknirscht.
    Wir sind etwas bedröppelt dennoch mit der Seilbahn on top of the rock gefahren um uns dort von den Affen unterhalten zu lassen. Luise war begeistert, bei Jens
    und mir hielt sich die Begeisterung in Grenzen.
    Auf dem Rückweg haben wir alles abgesucht, leider vergebens. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Auch im WOMO haben wir alles umgekrempelt, ich habe ein 10 Cent Stück gefunden aber nicht den Ring. Irgendwie habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben den Ring doch noch zu finden, diese stirbt bekanntlich zuletzt.
    Liebe Grüße von der hoffnungsvollen Ehefrau
    Karin
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  • Es gibt noch Wunder

    28 mars 2022, Spanien ⋅ ☁️ 16 °C

    Der Ring ist wieder da!
    Jesus, äh Jens hat seinen Ehering gefunden. Heute Morgen hat er unsere Wäsche in einer Campingplatz-Waschmaschine gewaschen. Nachdem die Maschine fertig war, schaute Jens in der Gummilippe der Tür nach eventuell versteckten Socken nach, und siehe da, genau dort lag der schmerzlich vermisste Ring. Jens hat vor Glück geweint.
    Was ich bei dem Verlust des Ringes nicht schreiben wollte, um die ganze Sache nicht noch mehr zu dramatisieren, kann ich jetzt voller Erleichterung berichten. Der Ehering ist nicht nur unser Ehering, die Ringe sind auch Erbstücke meiner Großeltern väterlicherseits. In Jens Ring steht die Gravur K.W. für Katharina Weyerhäuser, in meinem Ring steht W.B. für Willi Bornmann und das Datum 29.10.33. Die Ringe sind also fast 90 Jahre alt! Wie so oft bei uns:
    Ende gut, alles gut!
    Die Waschmaschine samt CP befindet sich in Cabopino, ein Örtchen an der Costa del Sol zwischen Marbella und Malaga. Hier stehen wir seit Samstag und bleiben noch bis morgen.
    Am Ankunftstag schien die Sonne, das 1. Mal seit drei Wochen laut einer auskunftsfreudigen
    Überwinterin aus HH. Jens und Luise haben sich im Pool des Platzes amüsiert, ich habe mich auf eine Sonnenliege drappiert und in Reiseführern geschmökert.
    Gestern, also am Sonntag und an der Costa del Sol war von der Sonne nichts zu sehen. Wenigstens blieb es trocken. Wir haben gelesen, waren am Strand spazieren und haben abends gegrillt. Außerdem hat Luise Klavier geübt und ein Plakat gestaltet. Das war das Äußerste zu dem sie am Wochenende bereit war. Sie beschwerte sich lautstark über diese Form von Kinderarbeit. Sie hat überlebt und mal wieder meine zum Glück recht guten Nerven strapaziert.
    Auch heute ist es stark bewölkt. Macht nichts! Die Tatsache, dass der Ring wieder da ist, hebt unsere Stimmung.
    Morgen fahren wir wieder weiter. Vielleicht nach Almeria oder noch ein Stückchen weiter. Das kommt aufs Wetter an und unsere Laune.
    Liebe Grüße von uns, immer auf der Suche nach dem Sommer (nicht mehr nach dem Ring)
    PS: Das 1. Foto stammt aus Gibraltar mit extra Saharasandregenspuren
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  • Flying Buffet

    2 april 2022, Spanien ⋅ ☀️ 11 °C

    Wir stehen seit 2 Nächten auf dem Campingplatz Playa de Mazarron in Mazarron und bleiben noch eine weitere Nacht.
    Davor waren wir 2 Tage auf einem tollen Stellplatz in Almerimar, Die Lage des Platzes war genial. Die "Schnauze" des WOMOS schaute zum Hafen, das Heck zum Strand. Die ersten Fotos sind dort entstanden.
    Hier auf dem CP verbringt Luise die Vormittage damit, Runde für Runde Inliner zu fahren. Meine bescheidene Aufgabe besteht darin, ihr bei den Boxenstops Apfel-und Karottenschnitzelchen bzw. Brot anzureichen, ein flying Buffet sozusagen. Und natürlich Tips zu geben, in der Theorie kann ich praktisch alles.
    So vergehen die Vormittag mit viel Bewegung an der frischen Luft für Luise und für Jens und mich mit Erholung pur. Nachmittags ist dann homeschooling angesagt bzw. Einkaufen/Kochen/ Waschen und Putzen. Heute morgen hat mich Luise direkt nach dem Aufwachen informiert, dass heute frei ist, wir haben Samstag. Habe ich bereits erwähnt, dass Luise krachend faul ist? Und gleichzeitig vergesslich, wir haben am Donnerstag nichts gearbeitet (Reisetag) aber davon will sie nichts wissen. Meine Überredungskunst ist gefragt, ich werde berichten, wer wen überzeugen konnte.
    Hier auf dem Campingplatz stehen wir in direkter Nachbarschaft zu Niederländern und Iren. Mir gefällt es, dass nicht "nur" deutsche Camper hier sind. Unsere irischen Nachbarn sind gesellig, sie bekommen nachmittags Besuch von 2 befreundeten Paaren. Ich liebe es, völlig unauffällig natürlich, der Unterhaltung zu lauschen. Als Tarnung stricke ich. Die Nachbarn zur rechten Seite sind Holländer. Weniger gesellig, dafür pfeift der Mann wo er geht und steht. Pfeifende Menschen habe ich schon lange nicht mehr getroffen, schade eigentlich.
    Am Dienstag, wir haben gerade umdisponiert, morgen, also am Sonntag, fahren wir weiter, wieder auf einen Campingplatz. Ich habe im Internet einen recherchiert mit einer riesigen Poolanlage mit mehreren "Themenbecken" (Thema Wasser, oder?) und Rutschen. Luise hat beim Anschauen des Werbefilms vor Freude gejuchtzt, ich nicht. Aber ich springe gerne über meinen Schatten und lasse mich überraschen. Alleine vor dem Wort "Animation" habe ich Angst. Da ich die Reiseplanung mache, kann ich mir danach ja wieder einen Stellplatz nach meinem Geschmack aussuchen. So kommt jeder auf seine Kosten.
    So, jetzt gehe ich pfeifend in den sonnigen, aber recht windigen Tag und sage
    liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Karin
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  • Ich bin gesprungen!

    10 april 2022, Spanien ⋅ ⛅ 16 °C

    Über meinen Schatten, jedoch nicht beim ersten Versuch.
    Mein letzter Eintrag ist über eine Woche alt, hier deshalb der aktuelle Bericht.
    Letzten Samstag, also gestern vor einer Woche, konnte ich Luise doch für eine Runde homeschooling überreden. Danach haben wir eigentlich nichts mehr gemacht, nur gefaulenzt.
    Am Sonntag sind wir dann nach La Marina zu dem super-duper Campingplatz aufgebrochen, den ich im Internet gefunden habe. Als wir dort ankamen empfing uns ein 5 Sterne Platz der mich atmosphärisch an eine Mischung aus Jahrmarkt und Centerpark Rutschen- und Spaßbadparadies erinnerte. Ich konnte mich leider nicht überwinden, dort auch nur eine Nacht zu bleiben. Und da es auch gerade nicht regnete, sind wir kurzerhand einfach weitergefahren. Auf einen Stellplatz in Calpe, genau nach meinem Gusto. Ein Stellplatz mit nichts, außer einer schönen Aussicht und sauberen Klos. Leider hat es ab Beginn unseres Besuches angefangen zu regnen und 2 Tage nicht aufgehört. Dieser Dauerregen hat mich doch mürbe gemacht und ich bin für unser nächstes Ziel über meinen Schatten gesprungen. Wir stehen seit letztem Dienstag auf einem riesigen CP mit Hallenbad, Freibad, Sauna und Animation, Schreck lass nach. Bis heute konnte ich mich noch nicht entscheiden, ob ich abends lieber line-dance tanze oder Bingo spiele. Beides könnte ich mit einem Teil der 500 Rentnerehepaaren tun, die hier überwintern, alles Deutsche. Am ersten Tag hat ein stramm gerufenes "Mahlzeit" mein letztes Fünkchen Hoffnung zerstört, dass wir hier nicht nur unter deutschen Rentner stehen. Bei genauerer Betrachtung haben wir aber tatsächlich 2 Familien mit Kindern gefunden, die zu wunderbaren Spielkameraden für Luise wurden. Seitdem ist sie mit Max, Leonie, Benno und Philipp im Schwimmbad, auf dem Spielplatz, beim Töpfern, auf der Hüpfburg oder bei der Kinderdisco und alles ist gut. Ich habe in dieser kinderfreien Zeit einen 500 Seiten Schmöker gelesen und herrlich entspannt. Jens hat 2 große Fahrradtouren ins Hinterland und am Strand entlang gemacht.
    Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir auf dem CP Bravoplaya in Oropesa del Mar etwas nördlich von Valencia stehen.
    Am Dienstag fahren wir weiter nach Barcelona. Da es dort keinen Campingplatz gibt, stellen wir uns auf einen Stellplatz ca. 30 Kilometer entfernt. Am Mittwoch werden wir dann alles erkunden, was für Jens am Donnerstag wichtig ist. Er hat tatsächlich eine Karte für das Europa League Viertelfinale Barcelona gegen die SGE ergattert. Gemeinsam mit Melanie und Lars möchte er seine Eintracht natürlich Siegen sehen.
    Apropos Eintracht: Es steht gerade 2:1 für Freiburg in der 89. Minute, nein, leider Endstand.
    Liebe Grüße von Karin und Co.
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  • Sie kam, sah und siegte

    16 april 2022, Spanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Unsere Eintracht!
    Letzten Dienstag sind wir von Oropesa direkt auf den Stellplatz Barcelona Beach gefahren, denn alles wollte gut vorbereitet sein für das Spiel der SGE gegen den FC Barcelona, dem Jens so sehr entgegen fieberte. Deshalb sind wir am Mittwoch mit der S-Bahn in die City gefahren und haben uns orientiert und informiert. So eine 5 Millionenstadt will verstanden werden. Für Jens, selbst aus der kleinsten Großstadt Deutschlands, kein Problem. Nach dem Besuch der Touristen Information sind wir bei strömendem Regen noch über die La Rambla geschlendert bis zum Monument von Christopher Kolumbus, ein Weltenbummler wie wir. Abends haben wir dann dem Regen in unserem WOMO zugehört und sind zeitig ins Bett gegangen. Am Donnerstag sind wir wieder gemeinsam in die Stadt gefahren, diesmal bei herrlichstem Wetter. Jens schon in Eintrachtkluft und ausgestattet mit Zahnbürste und Co.. Wir haben eine Stadtbesichtigung per Bus unternommen. Danach hat sich Jens auf den Weg ins Stadion gemacht und Luise und ich sind "nach Hause" gefahren. Im Gepäck die vielen tollen Eindrücke von Barcelona. Eigentlich wollten wir abends einen Barbie Film schauen (Luise mehr als ich), wir sind dann aber doch bei der Übertragung des Fußballspiels hängengeblieben, es war einfach zu spannend. Die 9minütige Nachspielzeit hat mich allerdings Nerven gekostet, aber zum Glück ist alles gut ausgegangen und die Eintracht hat 3:2 gewonnen. Jens hat mit den 35.000 anderen Fans, die in der Stadt waren, gefeiert, Luise und ich haben selig geschlafen. Am nächsten Morgen, Karfreitag, kam Jens glücklich und sehr müde und sehr heiser zurück zum Stellplatz, wir haben gemeinsam gefrühstückt und danach alles zusammengepackt. Um die Mittagszeit sind wir zu unserem nächsten Ziel aufgebrochen. Wir stehen seit Freitag Nachmittag auf dem CP La Gaviota an der Costa Brava. Während ich gefahren bin, hat Jens eine Mütze voll Schlaf genommen.
    Hier angekommen, ist uns sofort aufgefallen, dass die Atmosphäre grundlegend eine andere ist. Dies ist unser 1. CP, der nicht ganzjährig geöffnet hat. Und siehe da, keine Rentnerpaare, die überwintern, sondern viele junge Familien mit Kindern aus Spanien, der Schweiz und Deutschland. Wir gehören zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise nicht zu den jüngeren Urlaubern, nein, hier sind wir unter Unseresgleichen. Junge, dynamische, wassersportbegeisterte, tolerante und lässige Eltern mit einem wohlerzogenen Kind, was sich stundenlang alleine draußen beschäftigt und niemals nach dem Handy oder Tablet fragt, um was zu schauen. Ich habe direkt mein kürzestes und einziges Hippiekleidchen angezogen, um auch kleidungstechnisch voll dabei zu sein. Jens braucht sich nicht zu verkleiden. Dank seiner guten Figur (er hat bestimmt 3 Kilo abgenommen, dank mehr Bewegung und weniger Bier) kann er mit den Kitern in Neopren mehr als mithalten.
    Ich fühle mich hier super wohl. Das immer etwas spießig wirkende Campen der Überwinterer mit ihren durch kleine Zäune abgegrenzten Parzellen ist hier durch Camper mit Zelten und Hängematten ersetzt. Wir stehen auf einer echten Wiese, sogar mit Gänseblümchen statt auf Schotter und Vorzeltteppich, ist das nicht wunderbar? Luise gefällt es hier auch sehr gut. Sie genießt es andere Kinder zum Spielen zu treffen. Allein Jens hadert noch etwas. Als der Einkäufer der Familie bemängelt er, dass weit und breit kein Supermarkt ist. Am Samstag ist er alles in allem 40 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren, um ein paar läppische Schokoladenostereier zu kaufen. Ich habe es mir leichter gemacht. In dem kleinen Supermarkt am Platz habe ich für Ostern 2 Ü-Eier und flip-flops für Luise gekauft.
    Und noch etwas ist anders als die ganze Zeit: hier ist Sommer mit Sonnenschein den ganzen Tag und Temperaturen über 20 Grad.
    Hier verbringen wir also die Ostertage bis nächsten Dienstag, danach fahren wir zurück nach Barcelona, übernachten eine Nacht in der Nähe des Hafen, um am Mittwoch, den 20.4. mit der Fähre nach Genua überzusetzen. Einmal quer durchs Mittelmeer. Hoffentlich haben wir während der 20stündigen Fahrt gutes Wetter und eine ruhige See. Ich bin nämlich nicht "seefest" und von Luise wissen wir es noch nicht.
    Frohe Ostern und liebe Grüße von Karin und Jens und Luise
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  • Der Ritt auf dem Behördenschimmel

    20 april 2022, Spanien ⋅ ⛅ 14 °C

    Ostern ist vorbei mit erfolgreicher Eiersuche und Besuch in der Kirche.
    Gestern ging es dann von dem wunderschönen CP La Gaviota wieder nach Barcelona.
    Wir sind direkt zum Hafen gefahren, um für den Abreisetag am nächsten Morgen gut vorbereitet zu sein. Luise musste außerdem noch getestet werden und wir wollten nicht in Stress geraten. Nachmittags haben wir dann einen CP ca. 30 Kilometer außerhalb von Barna angefahren. Nach einem schnellen Abendessen mussten wir uns dann um die Einreisepapiere für Italien kümmern. Was für ein Ritt, das ganze dauerte bis in den späten Abend. Nach vielen Fragen hatten wir endlich einen QR-Code für uns. Völlig erschöpft sind wir schlafen gegangen, der Wecker war auf 6.30 Uhr gestellt.
    Heute Morgen sind wir um halb acht Richtung Hafen gestartet, alle sehr aufgeregt. Nach einem kurzen Stau waren wir pünktlich um 8.00 Uhr an unserem zugewiesenen Einfahrtstor. Hier mussten wir noch eine Stunde warten, jetzt stehen wir in der Abfertigungsschlange und warten aufs boarding. Den so mühsam ergatterten QR-Code hat hier niemand wirklich interessiert, hoffentlich beachten die Italiener ihn gebührend.
    Unsere letzten Stunden auf spanischen Boden sind angebrochen, beim nächsten Eintrag sind wir in Italien. Von dort werde ich von der Überfahrten berichten.
    Adios Espania, ciao Italia
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  • Genua 21. April

    21 april 2022, Italien ⋅ 🌧 9 °C

    Nach 20 Stunden gut in Genua angekommen.
    Jens hat diesen Eintrag noch schnell auf der Autobahn geschrieben, ich bin gefahren.
    Nun der etwas ausführlichere Bericht:
    Den Tag gestern und die letzte Nacht haben wir auf der Fähre verbracht. Leider war mir total schlecht und dementsprechend seekrank und sehr müde sind wir heute Morgen in Genua angekommen. So schnell brauche ich keine Schifffahrt mehr. Die Ausschiffung hat auch nochmal 2 Stunden gedauert, eine echte Geduldsprobe. Und den sch.... QR-Code wollte auch keiner sehen.
    Das Wetter in Genua war herbstlich mit leichtem Nieselregen und gut gemeinten 10 Grad. So sind wir nach einem kurzen Frühstücksstop schnell weiter gefahren und nach gut 3 Stunden hier in Borghetto in der Nähe des Gardasees angekommen. Wir stehen auf einem sehr schönen Stellplatz und haben gerade eben das kleine Dörfchen besichtigt und Pizza gegessen. Mir geht es immer noch nicht besonders gut, deshalb werde ich mich gleich ins Bett legen und hoffentlich gut schlafen.
    Im Laufe der nächsten Tage werde ich von unseren Aktivitäten rund um den Gardasee berichten. U.a. wollen wir eine Radtour machen und Jens möchte mit Luise ins Gardaland gehen und Achterbahn und andere schreckliche Sachen fahren.
    Liebe Grüße von Karin und ihrem Brummschädel
    Das Foto zeigt den Popo unserer Fähre.
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