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Panamericana Thomas Claudia

Unsere Reise durch die USA und über die Panamericana - als Auftakt fahren wir die ersten sechs Monate quer durch die USA. Von dort aus geht es dann weiter über die Panamericana ... Read more
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    🇨🇴 Cabecera Municipal Jericó, Kolumbien

    Medellín - Comuna 13

    November 25 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

    Wir haben schön ruhig in unserem Buschen hoch oben am Waldrand geschlafen. Wir frühstücken und bemühen uns, einen Uber zu rufen. Das gelingt uns leider nicht. Thomas installiert eine andere App (inDrive), die Markus uns eigentlich für Peru besonders empfohlen hatte, und siehe da, dort gibt es einen Fahrer, welcher uns in 10 Minuten abholt. Wir schnappen uns unsere Sachen und los geht es. In einer knappen Stunde hat uns der Fahrer bis zur Station San Javier gebracht, wo unsere Free Walking Tour um 13 Uhr beginnen soll. Da haben wir noch viel Zeit. Wir gehen gemütlich in einem Kaffee frühstücken und gönnen uns einen Panchocha. Das ist ein großes süßes Brot, welches mit drei Sorten Käse gefüllt ist. Eine Spezialität aus den Bergen rund um Medellin. Uns schmeckt es ausgezeichnet. Es ist jedoch sehr mächtig. Danach laufen wir zur Station San Javier zurück und fahren mit der Seilbahn auf einen nahegelegenen Hügel. Von Aurora aus hat man eine super Sicht über den gesamten Talkessel und auf die Comuna 13. Wir laufen noch etwas herum, aber der Stadtteil selber hat nichts zu bieten. Nur Hochhäuser mit Wohnungen und kleine Parkanlagen darum herum. Sehr gepflegt, könnte so auch in Spanien stehen. Wir sprechen mit den Eltern und fahren wieder mit der Seilbahn runter. Diese Seilbahnen sind schon ein wirklich bequemes Verkehrsmittel, um die steilen Ortsteile am Berghang mit der Innenstadt im Talkessel zu verbinden. Wir suchen etwas, bis wir eine Flasche Wasser bekommen. Hier gibt es jede Sorte Alkohol oder Softdrink, aber kein einfaches Wasser. Im dritten Geschäft werden wir endlich fündig. Kein Wunder, dass das Übergewicht unter den Kolumbianern so weit verbreitet ist. Wenn die nur Softdrinks trinken. Dann wird es Zeit, und wir gehen zum Treffpunkt der Free Walking Tour. Unser Guide heisst Christian und die Gruppe ist bunt gemischt. Ein älteres holländisches Ehepaar, zwei junge Mädchen aus Belgien, zwei mittelalte Frauen aus Deutschland und ein Amerikaner. Zunächst fahren wir mit einem lokalen Bus bis zum Haus von Christian in der Comuna 13. Hier ist er geboren und hier lebt er noch heute. Mittlerweile hat er selbst ein Kind und er liebt den Stadtteil und seine Bewohner. Er ist sehr stolz, was sie geschafft haben und dass sie die Drogenbanden überlebt und vertrieben haben. In seiner Kindheit in den 80er Jahren haben sich die Drogenbanden erbitterte Straßenkriege geliefert. Die Bevölkerung war ihres Lebens nicht mehr sicher im Stadtteil. Keine Polizei hat sich dahin gewagt, daher hat der kolumbianische Staat das Militär in den Stadtteil geschickt. Er selber hat in seiner Familie und seinem Freundeskreis unzählige Tote, welche Opfer dieser Auseinadersetzungen wurden. Aber seine Eltern wollten nicht fort, da sie sich ein schönes Haus aufgebaut hatten. Auch er wollte nicht fort. Nach und nach hat die Sozialarbeit in den Vierteln gegriffen. Die Drogenbanden konnten keine Jugendlichen mehr rekrutieren. Die jungen Leute hatten Möglichkeiten in der Straßenkuunst, in Graffiti und Rapp und sie hatten freien Zugang zu Bildung. Er selber ist Englischlehrer und arbeitet viel mit jungen Menschen. Das entscheidende sagt er, sei die Perspektive welche sich für die jungen Leute verändert habe. Es ist deutlich attraktiver ein angesehener Street Art Künstler zu sein, als in einer Drogenbande zu arbeiten. Das Viertel hat es geschafft, vom Drogenhotspot zum Touristenmagnet zu werden. Die Menschen aus aller Welt kommen in das Viertel und bewundern die Graffits auf den Häusern und die Rapper auf den Straßen. Es hat sich zu einem quirligen und lebendigen Stadtviertel entwickelt. Aus meiner Sicht immer noch nicht schön, aber quirlig, interessant und sehenswert. Am Ende der Tour bedanken wir uns und wandern noch alleine durch Viertel. Zum Sonnenuntergang setzen wir uns in eine Bar mit super Sicht über das Viertel und die gesamte Stadt. Dazu trinken wir ein Bierchen. Neben uns raucht ein junger Mann sein Marihuana und am anderen Tisch koksen drei junge Männer ganz offen. Einen so öffentlichen Drogenkonsum in einer Bar am hellichten Tag ist mir bisher auch nicht untergekommen. Aber das ist scheinbar auch die Realität von Comuna 13. Die Drogen beherrschen immer noch das Geschehen, entgegen dessen was uns Christian in der Tour erzählen wollte. Wir gehen noch zu Abend essen und rufen uns einen Uber, welcher uns quer durch die Stadt wieder zu unserem Campingplatz fährt. Wir sind voller neuer und interessanter Eindrücke. Aber Medellin reicht zumindest mir fürs Erste.Read more

  • Medellín - das Zentrum

    November 24 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

    Wir haben klasse geschlafen in dem kühlen Klima. Nach den Frühstück packen wir zusammen. Wir wollen zwei Nächte im Hotell in Medellin verbringen, um nicht jeden Abend und Morgen bis nach Santa Elena rausfahren zu müssen. Es ist nicht viel, dann gehen wir los. An der Hauptstraße soll ein Bus bis zur Seilbahn fahren. Wir laufen noch etwas die Straße entlang und fragen an einer Bar. Die Frau meint, der Bus müsse bald kommen. Also warten wir. Als sich nach 20 Minuten nichts tut, versuchen wir einen Uber zu buchen. Es dauert etwas, bis wir eine Zusage bekommen. Gerade in dem Moment fährt der Bus vorbei. Wir winken heftig und die Dame aus der Bar stürzt raus. Aber der Bus braust einfach vorbei. Aber der Uber kommt zum Glück fünf Minuten später und bringt uns zur Seilbahn. Es ist ziemlich unbelebt. Wir kaufen das Ticket, welches den Faktor 10 mehr kostet wie für die Einheimischen. Das nennen wir mal Ausländerzuschlag. Na gut, wir lassen uns die Laune nicht verderben und genießen die Fahrt runter nach Medellin. Erst geht es über wild wuchernden Regenwald, dann in eine Nebelwand rein, wir sehen gar nichts. Dann reißt der Nebel wieder auf und wir haben eine tolle Sicht über das Stadtgewirr von Medellin. Wir fahren über die Slums, steigen um und direkt hinein in die Stadt. Von dort nehmen wir eine U Bahn und sind nach 6 Stationen mitten in der Innenstadt. Wir stehen vor dem Palacio Nacional und müssen uns erst mal orientieren. Zunächst einmal suchen wir einen Claro Shop. Dort lassen wir mein Handy registrieren. Wenn in Kolumbien ein Handy mit kolumbianischer SIM-Karte nicht beim Anbieter registriert ist, wird es nach vier Wochen einfach gesperrt. Das stört die meisten Touristen nicht, da sie nicht länger in Kolumbien sind. Uns aber schon, wir würden gerne noch weiter das Handy in Kolumbien nutzen können. Im Claro Shop in der Innenstadt geht das wirklich einfach. Die Leute sind freundlich und wissen, was sie zu machen haben. Damit haben wir die Handysperrung hoffentlich abgewendet. Weiter geht es zu einem Cafe. Hier gibt es hervorragende Empanadas und wir können mit den Eltern telefonieren. Wir schlendern durch den Bolivarpark zu Hauptkathedrale und müssen feststellen, dass diese leider geschlossen ist. Macht nichts wir planen ja, nochmal hier her zu kommen. Dann gehen wir auf den Platz vor dem Nationalpalast und bewundern die großen Bronzestatuen von Bolero. Nicht schön, aber markant. Der Nationalpalast selber ist für die Öffentlichkeit geöffnet. Wir schlendern durch diverse Ausstellungen. Am besten hat uns am Ende die Sicht vom Dach gefallen und eine digitale Installation, welche einen 360 Grad Blick über eine Berglandschaft zeigte und sich mit einem Wetterverlauf veränderte. Dann geht es durch die quirlige Fußgängerzone an der ältesten Kirche Medellins, San Francisco, vorbei zur kolonialen Kathedrale La Candelaria. Diese ist tatsächlich geöffnet. Weiter geht es zur National Palace Mall. Es ist ein riesiges Gebäude und sehr eindrucksvoll. In den ersten drei Etagen sind Geschäfte. Die oberen drei Etagen sind von Künstlern mit Ausstellungen belegt. Das Ganze wird von einer freitragenden Glaskuppel überspannt. Wir gönnen uns eine Kaffee im Erdgeschoss im Hof und gehen dann zu den Galerien. Wir schlendern durch die Ausstellungen. Einiges gefällt uns, anderes ist schon ziemlich verrückt. Ganz oben gibt es Lokale innerhalb der Ausstellungen, offene Balkone mit toller Sicht über die Stadt und auch einige Life Künstler mit schrillen Installationen. Das ganze ist wirklich mal was anderes. Von dort laufen wir zum Salon Malaga. Eine Institution in Medellin. Eine alte Bar mit Bildern von berühmten Besuchern, alten Musikboxen und Möbeln aus den 70ern. Es wird Tango Musik gepielt von der Schallplatte, schön knisternd. Dazu gibt es ältere Herrschaften, welche ihr Tanzbein schwingen. Alles ab 80 aufwärts. Wir senken direkt den Altersschnitt des Publikums. Wir bestellen ein Bierchen und genießen die Atmospäre und die Musik. Es wird bereits dunkel, als wir einen Uber bekommen, welcher uns zum Hotel bringt. Die Stadt ist total vestopft. Wir brauchen mehr als eine halbe Stunde für noch nicht mal fünf Kilometer. Am Hotel angekommen, erwartet uns die nächste unangenehme Überraschung. Ohne Originalpass lassen sie uns nicht einchecken. Das ist Hotelpolitik und davon kann die Dame nicht abweichen. Hinter uns checken Kolumbianer ein. Ihre Pässe werden nur kopiert. Wir haben auch Kopien und sie könnten einfach Kopien davon machen. Das geht aber nicht. Zwei Mädchen, welche auch Gäste sind meinen, wir sollen uns ein Airbnb suchen. Diese prüfen die Pässe nicht. Hotels würden das alle in Medellin so machen. Da haben wir die Nase voll. Wir bestellen einen Uber, welcher in noch nichtmal fünf Minuten da ist, und lassen uns raus auf den Campingplatz fahren. Das dauert etwa eine Stunde, aber wenn wir noch woanders hin in Medellin gefahren wären, hätte das auch gedauert. Also fahren wir morgen mit dem Uber wieder in die Stadt. Der Trasfer selber ist relativ preiswert. Mit der Seilbahn heute morgen haben wir mehr bezahlt.Read more

  • Fahrt nach Medellín

    November 23 in Colombia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute morgen verabschieden wir uns von Daniel, welcher uns noch sein Appartment in Medellin anbietet, welches allerdings etwas weit draußen ist. Fast schon am Flughafen. Mit Markus und Gerlinde, den bayrischen Nachbarn, tauschen wir uns noch Whatsapp Nummern aus. Wir fahren nach Guatapé und sind dann doch etwas zu spät für den 10 Uhr Gottesdienst. Dafür ist dieser sehr schön und wir verstehen es so einigermaßen. Danach gehen wir noch zum Bäcker und gönnen uns ein Stückchen und zum Metzger und gönnen uns ein extra dickes Sonntagssteak. Markus hatte uns auf die Idee gebracht. Er meinte, die Metzger seien hier gut und preiswert. Die Fahrt nach Santa Elena bei Medellin ist unspektakulär. Es ist Sonntag Nachmittag und die Straßen sind fast alle frei. In Santa Elena angekommen, ist es sehr kühl und es fängt an zu regnen. Wir sind auch 2500 Meter hoch. Wir machen es uns in unserem Buschen gemütlich und genießen das Steak und die ersten kolumbianischen Bratkartoffeln.Read more

  • Lazy Day in Guatapé

    November 22 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute machen wir einen Lazy Day. Wir frühstücken lange und ausgiebig, telefonieren mit den Kindern, waschen Wäsche, schreiben unseren Blog und gehen natürlich gut kolumbianisch essen.

  • Guatapé und der Peñol

    November 21 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir lassen uns heute von Daniel, dem netten Besitzer zum Peñol fahren. Dort gehen wir die Treppe hoch. Es sind mehr als 700 Stufen. Aber von oben hat man eine super Sicht auf den zergliederten See. Der See ist künstlich aufgestaut, um Strom zu erzeugen. Dadurch sind viele kleine Seitenarme in die verschiedenen Täler entstanden. Von hier oben ähnelt es der Seenlandschaft in Finnland. Wir genießen die Aussicht und steigen wieder ab. Am Fuße des Peñol ist eine laute kolumbianische Disney Welt aufgebaut. Ein Souvenierladen neben dem anderen und teure Restaurants. Wir gehen nach unten und nehmen einen Bus in die Stadt. Dort besichtigen wir die schöne Kirche. Von außen ist sie rot und weiß gehalten und von innen ist sie mit Holz verkleidet und mit Gold bemalt. Sehr schön und ganz anders als alle bisher besichtigten Kirchen. Wir essen einen krapfenartigen Ballen. Thomas mit Käse gefüllt und ich ohne. Es schmeckt so wie unsere Quarkbällchen daheim, nur erstaunlicherweise ohne Zucker. Dann kaufen wir in einer venezolanischen Bäckerei wunderbar frisches Baguette für das morgige Frühstück. Wir schlendern noch etwas die Uferpromenade entlang und geben Daniel Bescheid, daß er uns abholt. Wieder am Buschen zurück, legen wir das Baguette und die Eier ab und gehen etwa 500 Meter bis zu einem guten kolumbianischen Restaurant mit Blick auf den Peñol. So endet dieser schöne Tag mit einem guten Essen.Read more

  • Weiter nach El Peñol de Guatapé

    November 20 in Colombia ⋅ 🌧 20 °C

    Wir haben wunderbar ruhig geschlafen nach dieser nervenaufreibenden Fahrt gestern über die Routa 60. So machen wir uns nach dem Frühstück auf. In der Nacht hat es heftig geregnet und gewittert. Was ein Glück, daß wir jetzt nicht die Straße von gestern fahren müssen. Nach dem Regen wäre das bestimmt nicht gegangen. So fahren wir schön die geteerten Straßen, umrunden die vielen Schlaglöcher und werden bestimmt keine ungeteerte Strasse mehr fahren. Wir stoppen an einem Supermarkt, um uns mit den Basics einzudecken. Dann fahren wir gemütlich weiter. Am Rande eines wunderschönen Tals gehen wir in einem Restaurant mit Panoramaterrasse essen. Wir genießen die Aussicht und das gute Essen. Weiter geht es Richtung des Peñol de Guatapé. Wir haben einen Stellplatz mit Blick auf den Peñol ausgesucht. Wir fahren von der Teerstraße auf die Schotterstrasse. Ein kleines Stück bis zum Stellplatz. Aber niergends sehen wir ein Schild für den Camingplatz. Nur ein Riesenkalb von Hund steht neben unseren Auto. Im Google ist der Platz noch ein bisschen weiter eingezeichnet. Also fahren wir noch ein paar Meter. Aber da ist kein Haus, sondern hoch über uns das Haus wo vorne der Riesenhund in der Einfahrt stand. Leider können wir nicht umdrehen. Es geht steil bergab. Das erste Haus, an dem man drehen könnte, hat einen Bogen über der Einfahrt, der zu niedrig für uns ist. Am nächsten Haus geht es etwas bergauf und die Einfahrt ist grasig. Thomas versucht es dennoch und fährt sich prompt fest. Hier muss uns einer rausziehen und drehen geht dann auch nicht. Ich gehe ganz steil nach unten. Da gibt es zwei gegenüberliegende Einfahrten. Dort könnte man drehen. Aber es ist super steil nach oben und loser Schotter mit tiefen Spurrillen. Na super. Also müssen wir jemanden finden, der uns rauszieht. In der App steht eine Telefonnummer. Also versuchen wir diese per Whatsapp zu erreichen. Der Besitzer geht ran und kommt uns in der Einfahrt entgegen. Es war tatsächlich da wo der große Hund war. Er ist freundlich und hilfsbereit. Mit seinem kleinen Suzuki Jeep zieht er uns problemlos rückwärts raus. Jetzt sind wir frei. Thomas fährt runter und wendet. Nun fährt er die steilen Passsagen mit viel Schwung und stetigem Gas nach oben. Alles hat geklappt und wir stehen auf einem wunderschönen Campingplatz mit Blick auf den Peñol. Herrlich. Wir legen die Füße hoch und genießen den Abend.Read more

  • Ruta 60 - tolles Panorama, üble Piste

    November 19 in Colombia ⋅ 🌧 22 °C

    Nach einer Nacht mit Musikbeschallung aus der Nachbarschaft fahren wir heute also weiter. Die Straße wird immer besser. Gestern gab es noch kleine ungeteerte stellen. Heute läuft es auf einer frisch asphaltierten Straße bis nach Otanche. Der Ort liegt auf dem höchsten Punkt der Strecke. Von hierausgeht es wieder runter. Doch ein paar Kilometer hinter dem Ort endet die geteerte Strecke und die Straße geht in Form eines besseren Wanderweges weiter. Kleine Bäche überspülen den Weg. Wir halten uns tapfer. Dann geht es bergauf. Zum Glück ist dort eine Betonstrecke, daß wir die Steigung schaffen. Hinter dem Beton geht es auf glitschigen und matschigen Weg steil nach oben. Irgendwann schaft es da Buschen nicht mehr und die Räder drehen durch. Ob wir das überhaupt schaffen. Thomas lässt sich zurückrollen bis zu dem betonierten Stück, da er es sonst nicht ohne Anlauf schaffft. Wir steigen aus und laufen die Strecke entlang. Das ist steil und ausgefahren. Das schaffen wir nie. Wir haben doch keinen 4x4. Wieder zurück am Buschen, schaut Thomas auf dem Handy auf ein der Wander-Apps, um die Höhenlinien der Karte zu sehen und so die Steigung abzuschätzen. Da fällt ihm auf, daß wir gar nicht mehr auf der Straße 60 sind. Wir sind die Betonstrecke falsch abgefahren und sitzen nun auf einer winzigen Straße, welche nach ein paar hundert Metern an einem Gebäude endet. Da dürfen wir gar nicht weiter. Also müssen wir zurück. Aber wie soll man mit einen 6,50 Meter langem Auto auf einer verschlammten Straße wenden, welche vielleicht drei Meter breit ist. Also gehen wir verzweifelt den Weg zu Fuß zurück. Nach etwa 200 Metern machen wir eine Stelle ausfindig, an der Thomas drehen könnte. Also setzt er sich ins Buschen und fährt im Rückwertsgang die 200 Meter schlechten Pfad zurück. Das Drehen klappt dann zum Glück problemlos ohne stecken zu bleiben. Wir fahren zurüch zu der Stelle, wo wir vom Hauptweg abgekommen sind. Da geht der Hauptweg in einer Kurve durch einen reißenden Bergbach. Daher hatten wir das nicht als Hauptweg erkannt. Wir sehen aber jetzt ein kleines Holzschild, welches in die Richtung zeigt. Das hatten wir vorhin nicht gesehen. Also prüft Thomas zunächst zu Fuß, wo er am besten durch den Bach fährt. Es ist gar nicht so tief und wir sind wieder auf der Hauptstraße, welche den Wanderweg-Charakter weiter beibehält. Es geht durch Abschnitte mit tiefen Schlamm, welche nur mit Vollgas zu bewältigen sind, an scharfen Felsabbrüchen vorbei, an kleinen ärmlichsten Hütten vorbei. Für 80 Kilometer Strecke brauchen wir dann fünf Stunden. Es wird Abend und wir sind froh, das zusammen mit dem Buschen überstanden zu haben. Thomas ist gefahren wie ein erfahrener Offroad-Fahrer in einem nicht geländegängigen Buschen. Das war sehr anstrengend und wir versprechen uns, das nicht wieder zu fahren. Heute Nacht übernachten wir wieder an einem Balneario und bekommen diesmal auch noch lecker gekocht.Read more

  • Moasterio de La Candelaria und Raquira

    November 18 in Colombia ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute haben wir Zeit und frühstücken gemütlich und genießen die schöne Aussicht unseres Stellplatzes. Dann fahren wir weiter. Wir wollen zuerst zum Kloster Candelaria und dann in das kleine Töpferstädtchen Raquira. Es stellt sich jedoch heraus, daß die Straße zum Kloster wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Es gibt noch kleine Sträßchen darum herum, welche wir uns allerdings nicht mit dem Buschen zu fahren trauen. Also lassen wir es auf einem bewachten Parkplatz in Raquira stehen und nehmen ein Taxi. Dieses bringt uns souverän über die ungepflasterten und ausgewaschenen Sträßchen und Waldwege zum Kloster. Das Kloster ist das erste Augustinerkloster auf dem Boden Südamerikas. Es liegt wunderschön in einem kleinen Tal eingebettet. Die Gebäude sind sehr gepflegt. Wir machen eine Führung mit einer jungen Frau mit und können die Kirche und einige Ausstellungsräume besuchen. Das Kloster wird noch von 15 Möchen und 5 Novizen betrieben. Es hat eine wunderschöne und friedliche Atmosphäre. Schade, daß wir nicht länger bleiben können. Unser Taxi wartet eine Stunde auf uns und bringt uns wieder zurück nach Raquira. Wir essen eine Kleinigkeit in einer duftenden Bäckerei und schlendern durch den kleinen Ort mit den wunderschön bunt angemalten Gebäuden. Ich lasse mich sogar dazu hinreißen, eine kleine Vase zu kaufen. Dann fahren wir weiter. Zunächst auf die 45 und dann müssen wir entscheiden, ob wir die direkte Linie über die Routa 60 fahren oder ein Dreieck über Bogota Richtung Medellin. Wir fragen an der Abbiegung der 60 an einer Tankstelle nach. Die Tankwartin meinte das sei kein Problem mit unseren Bus und lässt sich das auch nochmal von einen Fernfahrer bestätigen. Sie sei teilweise nicht geteert aber gut zu befahren ist die Auskunft. Also fahren wir los. Zunächst in den Nebel hinein. Dann klart es auf und wir haben ein tolles Bergpanorama. Es wird schon spät und wir sind über die kurvige Strasse nur langsam vorangekommen. Wir halten an einem Ballneario (Schwimmbad) an und fragen nach ob wir über Nacht stehen bleiben können. Die Angestellten können das wieder nicht entscheiden und rufen die Chefin an. Die will kommen und es entscheiden. Derweil bekommen wir einen stark gesüßten Kaffee angeboten und warten. Hoffentlich sagt sie ja, denn jetzt wird es bereits dunkel. Die Chefin kommt und hat nichts dagegen. Wir bekommen sogar eine Dusche in einem Zimmer zur Benutzung bereitgestellt. Da es dort auch ein Restaurant gibt, fragen wir, ob wir noch etwas zu essen bekommen können. Klar einen Burger git es immer. Nachdem wir den bestellt haben merken wir, daß sie das gar nicht selber machen sondern irgendwo im Dorf als Takeaway bestellt haben. Na klasse. Ich mache uns noch einen Tomatensalat dazu und dann gehen wir früh schlafen.Read more

  • Villa de Leyva

    November 17 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir haben heute eine Free Walking Tour gebucht, welche um 9 Uhr vor der Kirche losgehen soll. Also frühstücken wir zügig und laufen los. Wir sind nach etwa 15 Minuten mitten auf dem riesigen Hauptplatz von dem kleinen Örtchen. Er ist in seinen Abmassen 120 auf 120 Meter. Völlig unbebaut und mit Kopfsteinpflastern belegt. Sehr eindrucksvoll. Wofür braucht man einen so riesigen Platz in einer so kleinen Stadt, das ist die Frage. Wir treffen die Junge Frau, welche ein paar Minuten zu spät kommt. Es gibt nur noch eine andere Teilnehmerin, eine junge Französin. Die Führerin fragt ob wir die Führung lieber auf Spanisch oder Englisch machen wollen. Für mich ist Englisch definitiv besser verständlich und so machen wir es auch zum Glück. Sie erzählt viel über die Stadt. Der Ort ist von Spaniern gegründet worden, welche ein Erholungsgebiet für Militärangestellte bauen wollten. Daher auch der riesige Platz, damit dort Paraden abgehalten werden konnten. Wir schlendern fast drei Stunden durch den Ort und bekommen viele interessante Informationen. Danach wandern wir noch etwas ausserhalb des Ortes in die Richtung einer Jesusstatue, welche den Ort überschaut. Es ist sehr steil und glitschig. Daher machen wir den Weg nicht bis ganz nach oben, sondern nur bis dahin, wo wir eine schöne Aussicht über den Ort und die Umgebung haben. Das hat sich sehr gelohnt. Dann gehen wir noch lecker Abendessen und nehmen uns einen Uber zu unserem Stellplatz, da es schon dunkel ist.Read more

  • Guadalupe und Fahrt nach Villa de Leyva

    November 16 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir werden wieder früh geweckt. Heute geht Thomas im Ort frisches Brot holen, welches sich dann doch als ziemlich knatschig erweist. Dazu erstehen wir noch frischen Käse von unserem Padron, welcher eher ein Frischkäse ist, aber sehr lecker. Wir frühstücken gemütlich und laufen dann ins Örtchen. Heute gibt es einen Wettbewerb auf dem Hauptplatz. Dort bieten junge Leute die verschiedenen selbstgemachten Köstlichkeiten aus einzelnen südamerikanischen Ländern an. Wir gönnen uns noch einen kolumbianischen Kaffee und einen mexikanischen Käsekuche. Sehr lecker. Wir schlendern durch den Ort und kommen an einer Kaffee Cooperative vorbei. Hier liefern die Bauern säckeweise Kaffee ab. Wir erwerben eine kleine Packung. Mal sehen wie er schmeckt. Der Gottesdienst ist dann gut besucht und der Pfarrer predigt halbwegs verständlich. Danach verabschieden wir uns von unserem netten kolumbianischen Gastgeber, welcher uns noch aus seiner Einfahrt lotst. Wir hatten schon bedenken, da es Nachts wieder viel geregnet hat und die Wiese sehr matschig war, aber es hat gut geklappt. Wir fahren wieder zurück auf die Routa 45. So gegegen drei machen wir Mittagspause in einem Restaurant, welches einem Deutschen gehört. Er ist nicht da, aber seine Frau spricht etwas Deutsch und wir bekommen ein gutes Mittagessen serviert. Thomas Forelle und ich geräuchertes Rindfleisch. Sehr lecker. So gestärkt fahren wir weiter. Unser Wirt hat uns von der eigentlich geplanten Straße nach Villa de Leyva abgeraten. Wir sollen lieber etwas weiter die 45 entlang fahren und dann ab. Wir fragen an einer Tankstelle. Der Tankwart meint die geplante Straßße sei problemlos zu befahren. Erst meint Thomas, daß er den Gastgeber von heute morgen mehr vertraut. Dann sehen wir allerdings, daß seine vorgeschlagene Straße viel kleiner ist als die geplante und unser Gastgeber hatte ja auch gemeint, wir sollen uns vor Ort erkundigen. Also nehmen wir doch die vom Tankwart empfohlenen Straße. Sie entpuppt sich als völlig unproblematisch. Kurz vor dem Dunkelwerden kommen wir in Villa de Leyva an. Wir steuern den Stellplatz an den, wir uns ausgesucht haben. Er ist jedoch verlassen und nur ein paar wild bellende Hunde. Da kommt ein junger Mann angelaufen und meint wir könnten hinten bei ihm auf seiner Pferdekoppel stehen. Wir folgen ihm und die Wiese und die Aussicht sind wunderschön. Die Pferde werden zusammengetrieben und für die Nacht auf eine andere Koppel gebracht. Die jungen Leute bieten Reitausflüge in die Umgebung an. Nett, aber nichts für uns, da wir keine Reiter sind.Read more

  • Las Gachas de Guadalupe

    November 15 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Wir sind morgens früh vor dem Hellwerden von dem Melker aufgeweckt worden, welcher mit seinen Gerätschaften direkt an unserem Buschen vorbeiläuft. Macht nichts, dann fängt der Tag heute etwas früher an. Wir frühstücken gemütlich und lassen uns Zeit. Heute Nacht hat es viel geregnet und wir stapfen durchs sumpfige Gras, wenn wir aus dem Buschen rausgehen. Wir wandern heute durchs Dorf, vorbei an dem gestern zuerst angeschauten Stellplatz zu den Las Gatchas. Hierbei handelt es sich um Wasserlöcher in einem Bachbett eines kleinen Bergflüsschens. Das Wasser hat das Gestein so ausgewaschen, daß sich tiefe Löcher im Flußbett gebildet haben, welche vom fließenden Wasser überspült werden. In den Löchern kann man baden, da sie sehr tief sind. Man muss jedoch wissen, in welchen Löchern, da die Löcher mit dem unterirdischen Lauf des Flüsschens verbunden sind und teilweise mit heftigen Strudeln nach unten ziehen. Ich kaufe dem fliegenden Händler Socken mit Antirutschstoppern auf der Sohle ab. Diese erweisen sich als sehr hilfreich, da der Stein des Flusses sehr glitschig ist. Thomas hat seine Tevas und so stapfen den wir Fluss hoch. Viele Kolumbianer haben ihren Samstagsausflug an den Fluss gemacht und baden in den Löchern. Wir laufen bis an den Teil des Flusses, wo dieser in den unterirdischen Felsen verschwindet. Das Wasser ist kühl. Eben ein Bergbach. Aber Thomas will es doch einmal ausprobieren und springt in ein Wasserloch, wo wir vorher auch Kolumbianer drin gesehen haben. Es ist sehr erfrischend. Danach geht es wieder zurück. Auf dem Weg treffen wir den Kolumbianer, welchen wir gestern Abend im Restaurant fotografiert haben, mit seiner venezulanischen Begleitung. Sie empfehlen uns noch einen weiteren Flußlauf anzusehen, Las Glorias. Wir haben noch Zeit und wandern dahin. Leider ist es nichts Spektakuläres. Das hätten wir uns auch schenken können und ich wäre fast ausgerutscht. Auf dem Weg zurück kehren wir im Ort in ein Restaurant ein, welches gut von Kolumbianern besucht ist. Das Essen ist Hausmannskost. Vorsuppe, Hauptspeise mit Reis, einem Fleisch der Wahl und Salat. Alles sehr reichlich und sehr günstig. Dann schlendern wir noch durch den Ort, vorbei an Viehgattern und einer Arena, welche wie ein Rodeoplatz aussieht. Thomas kommt mit den Einheimischen ins Gespräch und diese erzählen ihm, daß es tatsächlich im Dezember Rodeos gibt. Schade wir sind etwas zu früh. Wir gehen noch in das Restaurant mit der tollen Aussichtsterasse und trinken einen Kaffee. Dabei können wir eine kolumbianische Hochzeit beobachten. Die Braut wird von ihren Vater in einem auf Hochglanz polierten Riesentruck mit Blumenschmuck vorgefahren. Das nenne ich mal etwas Besonderes.Read more

  • Fahrt nach Guadalupe

    November 14 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute gibt es wieder Müsli mit Mangos und Bananen. Wir haben noch so viel Obst, das gegessen werden muss, da kann man nicht immer frisches Brot essen. Wir machen uns einen gemütlichen Vormittag und schreiben am Blog und Thomas bearbeitet seine Photos. Dann gegen Mittag brechen wir auf. Wir verabschieden uns von Joep und Julia, welche wirklich nette und zuvorkommende Gastgeber waren. Von Birgit und Theo verabschieden wir uns auch und tauschen Whatsapp Nummern aus. Sie wollen auch gerne ihr Auto imSommer un Peru abstellen, so wie wir. Die Fahrt nach Guadalupe verläuft unspektakulär. Die Routa 45 ist stark vom Schwerlastverkehr befahren. Wir bleiben an einem Trucker Pub stehen und essen zu Mittag. Dann biegen wir nach Guadalupe ab. Die Straße wird schmal und ist teilweise nicht geteert. Wi kommen langsam aber recht gut voran. Die Landschaft erinnert an ein liebliches Voralpenland. Saftig grüne Wiesen mit Kühen darauf. Der erste Stellplatz, den wir anfahren, liegt etwas ausserhalb in Richtung Guadalupe, Richtung Las Gatchas, wo wir morgen hinwandern wollen. Es ist kein Mensch da und so richtig einladend sieht der Platz nicht aus. Also fahren wir ins Örtchen Guadalupe, denn am Ortsrand bietet ein Kuhbauer auch Stellplätze an. Das Örtchen mit seinem super schönen Hauptplatz und seiner riesigen Kirche gefällt uns auf den ersten Blick. Der Stellplatz entpuppt sich als Parkplatz vor dem Haus, welches Fremdenzimmer und auch Zelte unter einem Dach zur Übernachtung anbietet. Die Frau telefoniert mit ihrem Padron und lässt die Motorradfahrer ihre Machinen umparken, damit wir Platz haben,um uns hinzustellen. Wir stehen direkt neben den muhenden Kühen und haben einen schönen Blick über die hügeligen Weiden und das Dörfchen. Hier bleiben wir. Abends laufen wir noch ins Dorf und schlendern über den Platz. Alles wirkt friedlich, sauber und gepflegt.Read more

  • Wanderung nach Guane

    November 13 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einem tollen Frühstück, wieder mit frisch gebackenem Brot, geht es heute den Camino Real entlang zu dem nächsten kleinen Örtchen Guane. Der Weg ist schön mit alten Steinen ausgelegt und nicht zu verfehlen. Es geht durch Felder, Wiesen und Wälder. Es ist super schön, aber auch sehr heiß. In Guane angekommen müssen wir feststellen, dass dieses Örtchen deutlich kleiner ist als Barichara. Es gibt nur etwa vier Straßen waagrecht und senkrecht. In diesem Schachbrettmuster sind die kleinen weißen Häuser mit breunen Sockel angelegt und die Straßen haben auch alle schönes Kopfsteinpflaster. Nur alles viel kleiner als Barichara. Am Zocalo, dem Hauptplatz, gibt es eine kleine Parkanlage in der Arbeiter damit beschäftigt sind, die Weihnachtsdeko aufzustellen. Die örtliche Kirche ist klein, aber aus schönem bräunlichen Sandstein. Wir suchen ein Restaurant. Google sagt, es gäbe einige. Ich habe eins ausgesucht, aber es ist geschlossen. Eine alte Frau versucht uns, ihre gefundenen Fossilien zu verkaufen und empfiehlt ein Restaurant die Straße runter. Wir gehen rein und sind die einzigen Gäste. Es gibt das Tagesmenü. Als Hauptspeise gibt es etwas Auswahl. Ich nehme eine Forelle und Thomas wieder Ziege. Das Essen ist gut, wenn auch nicht so toll wie gestern in Barichara. Danach schlendern wir noch zwei Straßen entlang durch den Ort und sind schon am Ortsrand und zurück auf dem Camino Real. Wir laufen los und freuen uns, dass die Sonne schon tiefer steht und wir sehr viel mehr im Schatten laufen können. Eine französische Familie mit zwei Kindern überholt uns. Wir kehren noch in einem kleinen Cafe mit einer super Sicht über das Tal ein und sind dann auch wieder zurück an unsrem Campingplatz. Wir unterhalten uns noch mit dem Kolumbianer, der auf dem Campingplatz arbeitet und aus Cali kommt. Auch mit den beiden Bayern und mit Julia, unsrer Wirtin. Dann gönnen wir uns eine heiße Dusche und fallen müde und zufrieden ins Bett.Read more

  • Barichara - "Schönstes Dorf Kolumbiens"

    November 12 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute gibt es frisch gebackenes Brot von Julia. Roggenbrot, wohlgemerkt. Wir genießen es zum Frühstück zusammen mit zwei frisch gelegten und weichgekochten Eiern. Himmlisch. Heute wandern wir in den kleinen Ort Barichara. Direkt hinter dem Campingplatz geht ein Fußweg steil hinauf über einen Berg und dann wieder hinab ins Dorf. 40 Minuten sagt die Wanderapp. Wir lassen uns aber Zeit und sind nach fast 1,5 Stunden im Dorf. Das Örtchen ist super sauber und aufgeräumt. Die Straßen sind alle mit Kopfsteinpflaster belegt und die kleinen weißen Häuser mit braunem Sockel ergeben ein einheitliches Ortsbild. In der Mitte ist der große Zocalo mit alten und hohen Bäumen und Palmen. Eine wunderschöne sandsteinfarbene Kathedrale liegt auch am Platz. Der Altar ist reich vergoldet und die Seitenkapelle auch. Hier waren sie früher mal reich. Wir wandern weiter durch das Dorf bis zu einem Aussichtspunkt am anderen Ende. Dort gibt es einen rötlichen Felsabbruch, welcher senkrecht in das Flusstal runtergeht und eine herrliche Aussicht bietet. Wir genießen die Aussicht und gehen dann essen. Die Hauptmahlzeit der Kolumbianer ist das Mittagessen, das Almuerzo. Wenn das so ist, machen wir das auch mal so. Thomas hat ein Restaurant rausgesucht, was eigentlich eine Kochschule ist. Hier werden die jungen Leute zu Köchen und Kellnern ausgebildet. Das hört sich gut an. Wir sitzen schön in einem Innenhof und genießen das köstliche Essen. Thomas hat einen Ziegenbraten mit Rotweinsosse, der auf der Zunge zergeht. Ich habe ein Kalbssteak mit Chimichurrisosse. Das war wirklich das beste Essen, welches wir in Kolumbien hatten. Dazu Maracujasaft und Salat. Echt top. Wir schlendern noch durch das Örtchen, welches uns sehr gut gefällt und trinken noch ein Bierchen in einem Restaurant am Ortsrand mit herrlicher Sicht über das Tal. Zurück gehen wir auf dem Camino Real. Dieser Weg wurde schon vor hunderten von Jahren von Indianern gebaut, um die kleinen Dörfer miteinander zu verbinden. Er ist immer noch gut erhalten und so wandern wir auf diesem Weg Richtung Guane. Nach etwa 2,5 Kilometern biegen wir von dem Weg ab und gehen hoch zu unserem Campingplatz. Der Rückweg ging deutlich schneller als der Hinweg über den kleinen Pfad unmd den hohen Bergrücken. Wir genießen noch den Luxus einer heißen Dusche und fallen müde und voller neuer Eindrücke ins Bett.Read more

  • Chicamocha Cañón und Fahrt nach Baricha

    November 11 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir wachen auf und die grandiose Sicht vom Stellplatz über den Chicamoca Canyon ist von Wolken verhangen. Also frühstücken wir gemütlich und ich telefoniere noch ausgiebig mit meiner Schwester. In der Zeit hebt sich die Wolkendecke und mystische Nebelschwaden steigen auf, um die Sicht auf den Canyon freizugeben. Es ist ein herrliches Naturspektakel. Wir fahren wieder einen Teil des Weges von gestern zurück. Wir hatten gestern Abend zu wenig Zeit den Cayon ausgiebig zu bewundern. Das holen wir heute nach. Wir machen jede Menge Fotostops und fahren eine kleine Straße runter in Richtung Tal. Da uns der Wirt vor dem schlechten Zustand der Straße gewarnt hat, bleiben wir an einem hochgelegenen Parkplatz stehen und wandern noch ein paar Meter die Straße entlang. Die Blicke sind eindrucksvoll. Doch wir sehen riesige Kipplaster, welche sich offensichtlich von irgendwelchen Minen die kleine Straße hocharbeiten. Denen wollen wir nicht begegnen. Da passen wir nicht vorbei. Also wieder zurück auf die Hauptstrasse entlang der Canyon-Kante bis nach Sant Gil. Die Stadt ist etwas größer aber nicht zu groß. Wir halten am Straßenrand an und gehen im Supermarkt einkaufen. Weiter geht es über eine wunderschöne Berglandschaft nach Barichara. Wir haben uns einen Stellplatz hinter Barichara ausgesucht. Dort betreibt ein holländisches Päarchen einen Campingplatz. Dort angekommen, werden wir von zwei großen laut bellenden Hunden begrüßt. Kurz darauf erscheint Joep und begrüßt uns auch freundlich. Auf dem Stellplatz steht ein bayrisches Paar und ein kalifornisches Paar mit einem riesigen lasterartigen Expeditionsfahrzeug. Wir suchen uns einen schönen Platz und genießen den Abend und die tolle Sicht über die Berge.Read more

  • Fahrt zum Chicamocha Cañon

    November 10 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Morgens geht es los in Los Playa de Belen. Wir genießen noch ein letztes Frühstück mit dem genialen Blick über die Felsformationen des Tals und reißen uns dann schweren Herzens weg. Die Fahrt geht wieder über den Pass und vorbei an den vielen Obst- und Fleischständen. An einem stoppen wir und fotografieren die tolle Sicht in die Ebene. Dann noch einen Bund Bananen und ein paar Avocados gekauft und weiter geht es nach unten. Wir tanken noch mal voll, da es hier ultimativ preiswert ist. Umgerechnet 52 Cent für einen Liter Diesel. Das ist mit Abstand der günstigste Preis unserer Reise. Dann geht es entlang des Andenkamms immer in der Ebene. Wir kommen gut voran. Doch dann geht die Straße nach Bucaramanga ab in die Berge. Die Straßße wird steil, viele Schlaglöcher, sehr kurvenreich und viel Schwerlastverkehr. Wir kommen nur langsam voran und werden kräftig durchgeschüttelt. Bucaramanga ist eine Zweimillonenstadt. Große Hochhäuser erwarten uns auf den Bergrücken und bunte Favelas an den den Berghängen. Die Stadt ist ein Mix aus einer hochentwickelten US amerikanischen Stadt mit modernen Shopping Malls und breiten mehrspurigen Straßen und Stadtteilen mit Wellblech und ungeteerten Straßen. Ein Spiegel Kolumbiens. Super reich oder super arm. Thomas fährt souverän mitten durch das Stadtgewühl. Vor allem die vielen Motorräder sind schrecklich. Sie halten sich an keine Regeln und scheren einfach kreuz und quer irgendwo ein, ständig sind sie vor, hinter und neben einem, man muß wirklich aufpassen wie ein Luchs. Aber dann ist es geschafft. Wir wollen gerade aufatmen als es hinten einen riesen Knall gibt. Die Kühlschranktür ist aufgesprungen und alle Lebensmittel fallen im hohen Bogen in den Mittelgang. Unter anderem auch unsere 10 Eier. Die Eiermasse verteilt sich über alles. Was eine Riesenschweinerei. Thomas stoppt am Straßenrand und wir machen alles schnell sauber. Hoffentlich hat sich nicht zuviel Ei in die Ritzen unter die Schränke geschoben. Da kommen wir so leicht nicht dran zum sauber machen. Wir wischen alles weg und hoffen, dass wir alles so aufgewischt haben. Der Stopp hat uns eine halbe Stunde gekostet und so holt uns die Abenddämmerung ein, als wir in den Chicamocha Canyon einfahren. Es gibt ein eindrucksvolles Bild in der warmen untergehenden Sonne. Es sieht so faszinierend aus, dass wir uns doch noch ein paar Fotostops gönnen. Dann biegen wir zu unseren Stellplatz auf eine unbesfestigte Straße ab. Den letzten Kilometer fahren wir nun entgegen unserer guten Vorsätze im Dunklen und kommen dann wohlbehalten an. Wir müssen noch etwas nivellieren und die Blöcke unterlegen, damit wir halbwegs eben stehen und machen dann noch Abendessen, um dann todmüde ins Bett zu fallen. Das war schon eine anstrengende Fahrt heute für Thomas, der alleine fährt.Read more

  • Playa de Belen - Los Estoraces

    November 9 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir haben super ruhig und kühl geschlafen. Die Temperatur ist über Nacht auf 18 Grad gefallen. Das war wirklich erholsam. Wir frühstücken sogar im Buschen, da es mir draußen zu kühl ist. Danach wandern wir auf den Aussichtspunkt Los Pinos hinter unserem Stellplatz. Von dort hat man eine super Sicht auf den Ort und das ganze Tal. Wir haben herrliche Bergsicht und blauen Himmel. Dann wollen wir um 11 zur Kirche. Doch diese verschiebt sich um eine halbe Stunde, da es einen örtlichen Marathon mit Siegerehrung gibt. Danach legt der weiße Pfarrer los. Etwas lang und schlecht verständlich. Die Kirche ist jedoch voll und viele von den Marathonläufern sind sogar mit Sportsachen dabei. Danach wandern wir in das Tal der Los Estorakes. Hier sind die Felsenformationen des weichen Sandsteins von dem Regen und dem Wetter eusgewaschen, dass nur noch kaminartige Felsformationen zurückbleiben. Das ganze erinnert uns an eine Mischung aus den amerikanischen Badlands und den Palluduro Canyon in Texas. Wir genießen die Natur. Obwohl es Sonntag ist sind wir ganz alleine. Wir kriechen in die engen Felstäler und Höhlen und genießen die Aussichten. Abends gönnen wir uns noch einen Salat und unseren letzten mexikanischen Rotwein.Read more

  • Von Mompox nach Playa de Belen

    November 8 in Colombia ⋅ ☁️ 33 °C

    Die Nacht war super heiß und wir freuen uns schon auf die Berge, welche etwas Abkühlung verheißen. Wir frühstücken und betanken noch unseren Wassertank, da praktischerweise neben dem Hotel ein Wasserverkäufer ist. Dieser trägt uns die 20 Liter-Flaschen bis ans Buschen. Thomas muss nur noch das Wasser mit der Gießkanne in unseren Tank schütten. Das war praktisch. Trotzdem führt jeder Handgriff in der Hitze zum reinen Zerfliessen. Wir setzen uns also in unser wohlklimatisiertes Buschen und fahren Richtung Anden. Immer weiter den Rio Magdalena entlang bis sich am Horizont die ertsen Berge abzeichnen. Wir fahren mitten rein. Zunächst eine kurvenreiche Passstraße über 2000 Meter hoch und dann in ein kleines Seitental in dem La Playa de Belen liegt. Es ist ein süßes schnuckeliges Kolonialstädtchen mit kleinen weißen Häusern und roten Sockeln. Alle Straßen haben Kopfsteinpflaster und die Kirche hat schöne goldene Kuppeldächer. Wir finden einen schönen Stellplatz an einem Agrotourismo. Von dort haben wir eine tolle Sicht auf das Örtchen und die umgebenden Felsformationen, welche an die grauen Badlands Nordamerikas erinnern. Wir gehen ins Örtchen und wollen etwas Essen. Leider hat alles geschlossen. Wir könnten Eis essen, aber das machen wir hier grundsätzlich nicht, da wir Angst vor daraus folgenden Margen-Darm-Problemen haben. Wir gehen zum Friedhog hinauf und genießen den tollen Blicküber den Ort und die bizarren Felsen. Dann machen wir uns zur Pizzeria auf. Ums sechs bietet sie Pizza an. Und so sind wir froh, dass wir endlich um kurz nach sechs etwas zu Essen bekommen. Wir schlendern im Dunklen durch den Ort und rasu zu unserem Stellplatz. So richtig geheuer ist mir das nicht. Aber alles ist friedlich.Read more

  • Mompox und Ciénaga de Pijiño

    November 7 in Colombia ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach einer ruhigen Nacht weckt uns wieder der Hahn und der Hund. Wir frühstücken im Grünen mit Blick über die Berge. Dann geht es weiter nach Mompox. Diesmal stimmt die Zeitangabe von Google und wir sind in etwa zwei Stunden da. Es gibt ein Hotel im Ort, welches Platz für zwei Wohnmobile im Hof hat. Das steuern wir an und wir haben Glück. Wir sind die Einzigen. Wir stellen uns in den Hof und können das Bad von Nummer 107 benutzen. Wieder gleiches Arrangement. Der Innenhof ist gut verriegelt und somachen wir uns unbesorgt auf Erkundungstour in die Stadt. Das Örtchen ist wirklich niedlich. Es hat eine bunte aber vorwiegend gelbe Kolonialarchitektur mit unzähligen Kirchen. Wir können die Kirchenfassaden bewundern, die wirklich sehr schön sind, kommen aber leider nicht rein. Die Kirchen haben nur Sonntags zum Gottesdienst geöffnet. Wir beschließen eine Bootstour um drei Uhr zu machen und Abends essen zu gehen. Daher schlendern wir durch die Stadt, die Promenade entlang und essen ein trockenes Stückchen in einer Bäckerei. Der Ort ist sehr verschlafen aber das gefällt uns sehr gut. Dann fahren wir um 15 Uhr mit Chippy, einem alten kolumbianischen Mann, in das Flussdeltagebiet des Rio Magdalena. Dies ist der größte Fluss Kolumbiens und sein Deltagebiet ist riesig. Um drei Uhr ist weder das Boot da, es gibt noch andere Gäste. Chippy telefoniert eifrig und sagt, es kämen noch Gäste und das Boot. Und tatsächlich um zehn nach drei geht es los. Es ist noch ein älteres Ehepaar mit zwei jungen Mädchen dabei. Das eine Mädchen stammt aus Deutschland und wird von seiner kolubianischen Familie rumgeführt. Und noch ein junges Ehepaar aus Bogota. Chippi schreit in seine Flüstertüte und schon geht es los. Chippis Dialekt ist krass und so verstehen wir nicht all zu viel. Dafür genießen wir die Fahrt über den Fluß, durch die kleinen Seitenkanäle, auf die großen Seen. Wir sehen unzählige Vögel, viele Fischadler, Warane, ein kleines Krokodil und unzählige springende und fliegende Fische. Das ganze ist ein sehr eindrucksvolles Naturerlebniss. Wir sind begeistert. Bei einem kurzen Stop an einem See gehen die beiden Mädchen noch schwimmen. Dann fahren wir in den Sonnenuntergang und sehen noch eine Kletteraffenfamilie auf einem Baum. Sehr, sehr schön. Zurück un Mompox gehen wir lecker essen und lassen den Abend ausklingen.Read more

  • Los geht's, Südamerika liegt vor uns

    November 6 in Colombia ⋅ ☁️ 31 °C

    Wir haben super geschlafen und werden von den Hähnen geweckt. Das ist herrlich und so viel schöner als jedes Hotel. Wir machen uns unser erstes Frühstück und Alvaro hat Kaffee für uns gekocht. Das ist sehr lieb, da wir ja noch kein Gas haben. Für die Verschiffung mussten wir die Gassflasche komplett entleeren. Gestern haben wir noch herausgefunden, das es einen fahrenden Gashändler gibt, welcher unsere amerikanische Gasflasche befüllen kann. Wir haben ihn noch gestern abend angeschrieben. Er hat versprochen, heute morgen das Gas direkt an den Campingplatz zu bringen. Was ein Service. Aber auf den Service müssen wir auch waren. Gegen 9:30 ist es dann soweit. Thomas baut die Gasflasche aus und bringt sie zusammen mit Alvaro an den Eingang. Der Gasmensch kommt mit ein paar Minuten Verspätung und füllt dann sehr professionell die Flasche. Thomas ist auf jeden Fall begeistert und Alvaro hat den Gaspreis auch noch runtergehandelt. So sind wir nun also rundum versorgt und machen uns auf den Weg nach Mompox. Wir verabschieden uns von Alvaro, den wirklich super freundlichen Campingwirt. Die Fahrt geht duch kleine und große Städte und dan hoch auf eine Bergkette. Es ist so etwa 16 Uhr und wir beschließen, uns einen Nachtplatz zu suchen. Nach Mompox sind es noch zwei Stunden und dann kommen wir in die Dunkelheit. Das wollen wir vermeiden und zudem ist es hier in den Bergen einen hauch kühler. Also halten wir an einer kleine Herberge. Wir können davor stehen bleiben und die Dusche und das Bad des Zimmer Nummer 3 benutzen. Dazu gibt es noch ein Restaurant in dem wir ein einfache aber gute kolumbianische Truckermahlzeit bekommen. Danach setzen wir uns entspannt vor unser Wohnmobil und genießen den Abend.Read more

  • Endlich wieder in unserem Buschen!

    November 5 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute ist es soweit. Wir Frühstücken und fahren dann mit dem Uber zum Büro der Agentin. Dies liegt etwas ausserhalb Richtung Hafen. Der Fahrer quält sich durch den chaotischen Stau der Vorstadt. Wir fahren da ganz bestimmt nicht wieder rein. Am Büro angekommen, sind die Schweizer schon da und fertig. Wir bezahlen noch und dann wird das gesamte Gepäck in ein Auto verfrachtet und wir auch reingestopft. Kurz vor dem Hafen hält der Fahrer und lädt das Gepäck aus. Patricia und ich bleiben hier und warten auf die Männer, welche die Wohnmobile aus den Hafen holen. Thomas hat sich extra in ein langärmeliges Hemd, lange Hosen und geschlossene Schuhe gezwängt. Und das bei der Hitze. Das ist aber Vorschrift und so ziehen die sie los, ein Helm gehört auch noch dazu. Nach gut 2,5 Stunden stehen die beiden Wohnmobile wohlbehalten auf der Tankstelle. Was ein Glück. Nichts ist zerstört und auf den ersten Blick auch nichts geklaut. Wir sind glücklich und froh, dass alles so gut geklappt hat. Wir wollten eigentlich zu einem Campingplatz eines Engländers fahren, welcher Gas organisiert und auch einen Ersteinkauf. Aber ein anderer Schweizer, welcher sein Wohnmobil Richtung Norden verschiffen möchte, rät uns davon ab. Es sei alles durch den Regen matschig und der Engländer sei super unverschämt. Die Schweizer wollen unbedingt an den Strand. Wir wollen eigentlich zunächst einmal Einkäufe machen, alles durchschauen und Gas auftanken. Also beschließen wir, zunächst mal doch den englischen Campingplatz anzufahren um uns selber zu überzeugen. Wir verabschieden uns und fahren Richtung Landesinnere. Es stellt sich heraus, dass der Campingplatz des Engländers geschlossen ist. Also fahren wir direkt sieben Kilometer weiter nach Turbaco. In dem Örtchen gibt es auch einen Campingplatz, welcher von einem kolumbianischen Ehepaar betrieben wird. Im Ort angekommen fängt es heftig an zu regnen. Wir parken vor einem Supermarkt und gehen erst mal einkaufen. So die wichtigsten Grundnahrungsmittel. Weil es dann immer noch nicht aufgehört hat zu regnen, essen wir am Supermarkt. Die angeschlossene Cafeteria bietet ein gutes und günstiges Essen an. Nach dem Essen hat es aufgehört zu regnen und wir packen die Lebensmittel ein. Am Campingplatz angekommen, werden wir super freundlich und herzlich von Alvaro und seiner Frau Gloria begrüßt. Sie erklären uns alles und wir sind froh hier gelandet zu sein. Wir räumen das Buschen auf und finden fast alles wieder. Nur die Thermoskanne von Thomas, mein orthopädisches Sitzkissen und ein paar Kugelschreiber fehlen. Was ein Glück. Alvaro bringt uns einen Begrüßungskaffee raus und wir unterhalten uns noch ganz nett. Dann fallen wir müde in unser eigenes Bett. Endlich, wir sind so froh.Read more

  • Cartagena - endlich der Zolltermin

    November 4 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir haben heute ruhig und gut geschlafen. Das Frühstück ist eher mässig. Omlett mit Zwiebeln und Tomaten. Dazu einen ziemlich schrecklichen Kaffee. Und das obwohl es so guten Kaffee in Kolumbien gibt. Wir warten auf die Benachrichtigung der Agentin. Es dauert. Wir fragen immer mal nach aber es tut sich nichts. Also schlendern wir noch etwas durch die Stadt und genehmigen uns am Theaterkaffee ein Stück Kuchen und eine Espresso. Da plötzlich kommt die Nachricht. Wir sollen in einer halben Stunde am Zoll sein. Treffpunkt ist das Kaffee gegenüber. Wir bestellen einen Uber und sind fast pünktlich da. Dort wartet schon ein schweizer Ehepaar, welches ebenfalls mit uns aus Cartagena verschifft hat. Wir gehen zum Zoll und erhalten das TIP für das allerdings die drei Monate von unserem Eintritt in Kolumbien aus zählen und nicht vom Eintritt des Buschens in Mexiko. Das ist Schade, denn somit läuft unser TIP bereits am 19 Januar ab. Das ist tatsächlich nicht viel Zeit, da wir noch drei Wochen über Weihnachten nach Hause fliegen wollen. Also müssen wir das TIP verlängern. Aber mehr als das TIP haben wir nicht bekommen. Das Buschen können wir erst morgen im Hafen abholen. Also noch eine weiter Nacht in Cartagena. Wir bestellen uns zusammen mit den Schweizern einen Uber und fahren zurück in die Altstadt. Die Schweizer sind schon etwas läger unterwegs wie wir. Ursprünglich wollten sie gar nicht nach Südamerika. Aber die Stimmung in den USA sei so schlecht gegen Europäer geworden, dass sie doch lieber nach Südamerika reisen. Da muss die Stimmung sehr schnell gekippt sein, denn bei uns letztes Jahr waren die Menschen noch sehr freundlich uns Deutschen gegenüber. Sehr schade. Wir gehen zurück in unser Hotel und gehen noch ein leckeres Abschluss Chevice essen. Das ist sehr lecker und wir freuen uns schon morgen auf unser Buschen.Read more

  • Cartagena - weiter warten auf den Zoll

    November 3 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Das Warten geht weiter. Zuerst müssen wir wieder umziehen, wir haben uns für heute (und morgen, wie sich herausstellen wird) ein Hotel in einer etwas ruhigeren Umgebung gesucht. Es liegt an einem kleinen Park und hat einen Balkon mit schöner Sicht darauf, sowie eine Dachterrasse - die aber eher für heute Aband, wenn die Sonne nicht mehr drauf brennt. In einem der sehr bequemen Schukelstühle sitzt ein US-amerikanischer Tourist, der hier für zwei Wochen abgestiegen ist und uns sein Leid über Donald Trump klagt, sowie über die vielen Vorsichtsmaßnahmen, die er als Farbiger einhalten muss, wenn er mit der Polizei in berührung kommt. Hier Kolumbien vermitteln ihm die Polizisten ein Gefühl der Sicherheit, zuhause, so sagt er, hat er vor allem Angst. Wir unterhalten uns eine Weile und danach schlendern wir wieder durch die Altstadt, aber so richtig neues finden wir nicht mehr. Wir gehen an dem Haus von Gabriel Garcia-Marques vorbei, ein großes rotes Haus mit einer großen Mauer drumherum, besichtigen kann man es auch nicht. Das Haus gleich nebenan gehört Shakira, noch größer und imposanter, aber natürlich auch nicht zugänglich. Abends gönnen wir uns nochmels die Dachterrasse vom Crepes & Waffles, das Essen ist immer lecker und die Sicht ist wirklich toll.Read more

  • Cartagena - Sto. Toribio und Boca Grande

    November 2 in Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir machen heute morgen ein üppiges Eierfrühstück. 12 Eier für uns zwei ist schon wirklich viel. Wir machen Ommelettes mit Tomate und Zwiebel und dazu Avocado. Nach dem reichhaltiggen Frühstück geht es in die Kirche. Die erste Kirche mit Klimaanlage. Es geht fröhlich zu. Beim Singen wird kräftig geklatscht und die Stimmung ist gut. Der Pfarrer ist wie überall in Mittelamerika weiß und die Gemeinde dunkel. Wir chillen noch etwas im Hotel und fahren dann in einem Taxi zum Strand von Boca Granda in ein Restaurant, welches super Kritiken hat. Es stellt sich als nicht so toll heraus. Wir laufen noch etwas am Sonnenuntergang am Strand entlang und schließen uns einer Gruppe junger Leute an, mit denen wir zurück in die Altstadt gehen. Danach schlendern wir durch die Stadt und organisieren uns ein hoffentlich etwas ruhigeres Hotel für unsere hoffentlich letzte Nacht von Montag auf Dienstag. Kaum sind wir zurück in unserem Hotel, fängt es an wie aus Kübeln zu gießen. Kein schlechtes Timing. Jetzt schreiben wir etwas am Blog und Thomas bearbeitet seine Bilder.Read more

  • Cartagena - Convento de la Popa

    November 1 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir machen ein gemütliches Frühstück und lassen uns von einem Uber hoch auf das Catalinenkloster von Popa fahren. Dieses liegt auf einem Hügel hinter der Stadt. Der Fahrer warnt uns, dort nicht zu Fuß zu laufen, da das Slumgebiet gefährlich sei. Von oben hat man einen herrlichen Blick und das Kloster selber ist wunderschön. Der Innenhof ist blumenbestanden und die Hauptkirche hat einen schönen vergoldeten Altas. Wir lasen uns Zeit, um dann wieder mit einem Uber in die Innenstadt zu fahren. Dann kümmern wir uns um eine Claro Karte für mein Handy. Während der Händler noch meine Karte installiert, ruft Edwin auf Thomas' Handy an, Sofias Papa. Wir freuen uns über den Anruf, vereinbaren aber einen Rückruf in 15 Minuten. Wir lassen die Sim-Karte initialisieren und laden das Guthaben auf. Dann laufen wir zurück ins Hotel und telefonieren in Ruhe mit Edwin. Er hat noch eine ganze Reihe guter Reisetips für uns und lädt uns zu sich nach Bogota und in die Tatacoa Wüste ein. Wir freuen uns und werden ihn bestimmt besuchen, bevor wir Weihnachten nach Hause fahren. Dann gehen wir noch gut auf der Terassse von Crepes & Waffles essen und genießen einen Abschlusssdrink vor der Kirche von San Pedro Clavier.Read more