Von San Agustín nach Puerto Arista
27. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 31 °C
Frans hat uns gewarnt. Heute ist der Wind an der Küste noch moderat. Aber für morgen sind heftige Winde angesagt. Wir wollten heute eigentlich gemütliche 250 Kilometer zur Playa Azul fahren und morgen weiter nach Puerto Arista. Frans meint aber, morgen wären heftige Winde hinter Santa Cruz am Istmo, der engsten Stelle von Mexiko. Diese Winde werfen regelmäßig Lastwagen um und auch unser Wohnmobil sei beim Fahren diesen Winden durch den Aufbau sehr ausgesetzt und es kommt dann immer wieder zu schweren Unfällen und Straßensperrungen. Wir fragen, ob die Winde sowie der Mistral am Mittelmeer ist, aber Frans meint dieser sei ein laues Lüftchen gegen diese angesagten Winde. Also nehmen wir uns seine Warnung zu Herzen und fahren heute die doppelte Etappe um am Golf von Istmo morgen vorbei zu sein. Gegen Mittag kommen wir an der Playa Azul an. Wir stoppen und laufen an dem kilometerlangen weißen menschenleeren Strand entlang. Die Bucht endet an einer riesigen Sanddüne. Da Wasser eignet sich hier nicht zum schwimmen, da die langgezogene Bucht sehr der hohen Pazifikdünung ausgesetzt ist. Wellenreiten wäre hier bestimmt gut. Man bietet uns einen Platz zum campen an, aber zu essen gibt es nichts. Also fahren wir weiter. Wir haben ja nochmal 250 Kilometer vor uns. Am Golf von Istmo kommen wir an riesigen Windparks vorbei. Kilometerlang säumen Windräder die Straße. Hier werden die heftigen Winde gleich verstromt. Das ist geschickt. Die Straße wird immer schlechter und Thomas macht eine wahre Slalomfahrt um die Schlaglöcher. So wird es auch schon dunkel, als wir in Puerto Arista ankommen. Wir suchen den heutigen Stellplatz. Ein Campingplatz bei einem alten kanadischen Expat. Der kommt raus und meint, wir können uns überall hinstellen. Ein Restaurant in fußläufiger Nähe kennt er auch nicht und er muss schnell zurück zu seinem Sonnenuntergang auf der Dachterasse. Wir laufen im dunklen los und die Gegend wirkt echt ärmlich. Wir kaufen eine Zwiebel an einem kleinen Geschäft und gehen wieder zurück auf den Campingplatz und kochen uns ein gutes Mangocurry mit den super leckeren am Straßenrand erworbenen Mangos. Geht auch.Les mer
San Agustín
26. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 31 °C
Heute faulenzen wir, gehen schwimmen, am Strand spazieren und liegen einfach nur faul in der Hängematte. Ein entspannter Tag und eine nette Runde Abends mit den Kanadiern, Schweizern und dem Gastgeber Frans, welcher 20 Jahre in Indien gelebt hat und schon sehr spezielle Weltsichten vertritt.Les mer
Laguna Ventanilla
25. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C
Wir fahren weiter. Der erste Stop heute ist die Lagune Ventanilla. Hier buchen wir eine Bootsfahrt. Schon auf dem Weg zum Bootsableger begegnen wir den ersten Krokodilen, welche faul im seichten Brackwasser liegen. Das Boot wird voll gepackt mit mexikanischen Touristen und es geht duch die Mangroven. Das Boot hält an, um einige riesige grüne Leguane beobachten zu können. Ansonsten gibt es noch einige Vögel und eine schöne Mangrovenlandschaft zu sehen. Sehr nett, aber kein Vergleich zu den Okeefenokee Sümpfen in Georgia. Nach etwa 90 Minuten ist es auch schon vorbei und wir wandern am herrlich weißen Sandstrand zurück zu unserem Buschen. Weiter geht es nach Mazunte. Das Backpacker El Dorado am Pazifik. Die Bucht ist etwas geschützt vom Pazifik, so dass man dort auch schwimmen kann. Ein Restaurant neben dem anderen reiht sich am Strand auf. Wir stoppen und gönnen uns eine Kokusnuss am Strand. Da wir die Sonnenbrillen der beiden mitgenommenen Holländer doch in der Sitzheizung unseres Buschens gefunden haben. Zufall, denn Thomas hat nach dem Temperaturfühler geschaut und deswegen den Heizungskasten unter dem Sitz aufgemacht und ausgerechnet da rein sind die Brillen gerutscht. Da die beiden in Mazunte sind, wollten wir ihnen die Brillen vorbeibringen. Aber sie haben ausgerechnet die 1,5 Stunden Spanischunterricht wo wir in Mazunte sind. Wir hinterlegen die Sonnenbrillen in dem Restaurant, wo wir die Kokosnuß trinken und geben den beiden über Whatsapp bescheid, dass ihre Brillen in dem Restaurant sind. Sie bedanken sich abends bei uns über Whatsapp, dass sie die Sonnenbrillen im Restaurant abgeholt haben. Für uns geht es weiter nach San Agustín. Diese schöne Bucht liegt mitten im Nationalpark Huatulco und ist noch nicht so touristisch erschlossen. Wir sind begeistert, als wir ankommen. Die Bucht hat einen goldgelben Strand, welcher von ein paar Palapas gesäumt ist. Am Rand der Bucht liegen einige kleine Inselchen vorgelagert, welche die Wellen des Pazifika brechen und das türkisfarbene Wasser ideal zum schwimmen und schnorcheln machen. Ein richtiges Strandparadies. Wir bekommen einen recht engen Stellplatz bei Don Taco, dafür aber direkt am Strand. Der Campingplatz wird von dem Holländer Frans und seiner Frau betrieben, welche sich aus den Einnahmen ihren Lebensabend in Mexiko finanzieren. Neben uns stehen Kanadier und Schweizer. Nach einem guten Essen im benachbarten Strandrestaurant mit einem tollen Sonnenuntergang unterhalten wir uns noch mit einem schweizer Pärchen, welches mit dem gleichen Fiat Modell unterwegs ist, allerdings in der anderen Richtung, von Panama hoch. Es ist ein netter Erfahrungsaustausch und wir haben wieder ein ruhige Nacht mit Meeresrauschen.Les mer
Agua Blanca - toller Strand am Pazifik
24. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 30 °C
Uns gefällt unser kleines Strandparadies so gut, dass wir heute hier einen Strandtag einlegen. Wir faulenzen im Schatten der Palapa mit Blick auf das türkisfarbene Pazifikwasser. Zum Schwimmen sind die Wellen zu stark, aber man in einen kann in einem der kleinen Wasserpriele hinter den Felsen von der Brandung geschützt faul im Wasser liegen. Nicht zu lange, da die Sonne stark ist. Diese treibt uns auch bei unserem Strandspaziergang wieder zurück in den Schatten. Dann ist unsere schöne Einsamkeit zu Ende. Wir bekommen Nachbarn. Nette Kanadier aus Qubec stellen sich neben uns unter die Palmen an den Strand. Noch näher an den Strand wie wir, da sie mit ihrem 4x4 keine Angst haben, im Sand stecken zu bleiben. Abends laden sie uns zu ihrem Lagerfeuer am Strand ein. Wir genießen den Sonnenuntergang und dann gönnen sie sich ein Marihuanapfeifchen. Sie bieten uns auch davon an, wir bleiben aber lieber beim Bierchen. Da Gepräch wird dann auch sehr entspannt und flach und wir fragen uns, warum man sich an diesem herrlichen Strand so was reinpfeifen muss. Aber jeder wie er will.Les mer
Nach Agua Blanca - wieder zum Pazifik
23. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 30 °C
Heute wollen wir an den Pazifik. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es heute runter an den Pazifik. Wir stoppen bei einem Walmart, decken uns mit zuckerfreiem Joghurt ein und nehmen am Bankautomaten der Santanderbank noch etwas Bargeld mit. Im Randbereich von Oaxaca bestücken wir unseren Frischwassertank nochmal im Aqua Purificada. Dann geht die Fahrt über die eindrucksvolle Bergkette der Sierra Madre del Sur. Die trockene steppenartige Landschaft rund um Oaxaca wird schlagartig zur grünen Dschungellandschaft. Sehr schön fürs Auge. Wir fahren nicht nach Puerto Escondido, da es schon viel zu touristisch ist und wenden uns gleich südlich die Pazifikküste runter. In Aqua Blanca habe ich einen schönen Stellplatz direkt am Strand in einem Evento Gelände gefunden. Als wir ankommen sind sie noch dabei, die Reste der Party vom Wochenende wegzuräumen. Wir stellen uns neben die Palapa unter Palmen an den Strand. Nur nicht unter die Palmen, des es hängen dicke Kokusnüsse dran und die würden unserem Buschen nicht bekommen, wenn sie runterfallen. Wir freuen uns über diesen herrlichen Stellplatz, den wir ganz alleine für uns haben. Zum Abendessen geht es ein paar Meter weiter zu einem leckeren Strandrestaurant, von dem wir den Sonnenuntergang genießen. In der Nacht begleiten uns das Rauschen das Pazifiks und tropische Temperaturen.Les mer
Lazy Day in Santa Catalina de Sena
22. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 26 °C
Heute legen wir eine kleine Pause vom Reisen ein. Wir waschen zunächst einmal unsere Wäsche. Das ist dringend nötig und bietet sich an, da die Gastgeberin ihre Waschmaschine zur Verfügung stellt und wir so mit unserem eigenen Waschmittel die Wäsche waschen können. Sie wird auch schön sauber und trocknet schnell in der heißen Sonne. Wir machen einen kleinen Spaziergang in das Örtchen. Die Kirche ist fotogen aber leider geschlossen. Danach versuchen wir zu einem in Google gefundenen Restaurant zu laufen, welches allerdings nicht existiert. Wieder am Campingplatz kaufen wir bei einem vorbeifahrenden Händler etwas Obst und Erdnüsse. Hier bekommt man überall etwas zu Essen, selbst im letzten abgelegenen Dörfchen. Wir schreiben noch etwas an unserem Blog und fahren dann Abends zusammen mit unseren Gastgebern und den schweizer Nachbarn nach Oaxaca zum Essen in die Stadt. Es wird ein lustiger und interessanter Abend.Les mer
Tlacolula und die Ruinen von Mitla+Yagul
21. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 23 °C
Wir haben geschlafen wie Stein nach dem gestrigen Temazcal. Wir machen ein Frühstück im Buschen und brechen dann auf. Die alte Mexikanerin verabschiedet uns herzlich. Nach kurzer Fahr fällt uns auf, dass ich meinen Sarong dort vergessen habe. Thomas fährt zurück und er ist tasächlich noch da. Dann steuern wir Mitla an. Eine alte Zapoteken-Ausgrabung, welche mitten in einem kleinen Örtchen liegt. Wir waren auch dort schon vor 26 Jahren, erkennen aber nicht mehr sehr viel wieder. Jetzt ist es ein großer Ort, damals waren es nur ein paar Häuser und die Kirche. Wir sind früh und haben das erste Ausgrabungsfeld hinter der Kirche für uns. Die Steinmauern sind wieder aufgebaut und mit schönen Steinmosaiken verziert. Danach besuchen wir das Hauptausgrabungsfeld mit einem großen Palast im Zentrum. Die Gebäude sind rekonstruiert und sehr groß. Dann hoffen wir mal, daß es nicht alles nur die Phantasie der Archäologen war. Wir gehen im Örtchen unsere Telcel Karte aufladen und telefonieren mit den Eltern. Dann geht es weiter zur nächsten Ausgrabungsstätte in Yagul. Hieran können wir uns beide erinnern und es liegt noch immer inmitten einer unberührten Natur. Wir genießen den Spaziergang über die Ausgrabungsfelder und die weite Sicht über das Tal von Oaxaca. Hier sind viele Paläste, das Ballspielfeld, verschiedene Gräber und ein riesieges darüber trohnendes Fort erhalten. Dieses Ausgrabungsfeld lohnt sich definitiv mehr als Mitla. Von dort fahren wir wieder nach Tule und gehen wieder in der Markthalle lecker essen. Danach fahren wir zurück zu dem Campingplatz der Deutschen und tatsächlich ist derselbe Stellplatz wieder frei. Wir genießen den Rest des Abends bei einem Gläschen Wein.Les mer
Hierve el Agua und Temazcal
20. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 18 °C
Nach einer ruhigen Nacht genießen wir das Frühstück mit Blick. Dann geht es weiter zu den etwa 45 Kilometer entfernten Hierve el Aqua, den versteinerten Wasserfällen. Hier haben sich über die Jahre hinweg Sinterterassen mit kleinen Wasserpools gebildet. Diese sind übergelaufen und haben wunderschöne versteinerte Wasserfälle hinterlassen. Die Fahrt dorthin führt durch eine wunderschöne Berglandschaft und vorbei an Agaven und Bauernhöfen auf denen Mezcal gebrannt wird. An einem halten wir an. Ein Maultier dreht einen schweren Stein und zermahlt die gekochten Agavenherzen und presst den Saft raus. Der Saft wird vergoren und dann gebrannt. Thomas probiert und nimmt gleich eine halben Liter mit. Dann kommen wir an den Wasserfällen an. Wir wandern im Uhrzeigersinn um diese Naturwunder herum. Es ist sehr heiß und steil, also ziemlich anstrengend. Doch die Aussichten und die tolle Bergwelt sind wirklich einmalig. Danach gönnen wir uns noch ein paar Taccos und Quesadillas. Wir haben um 4 Uhr einen Temazcal-Termin vereinbart und sollen etwa zwei Stunden vorher nichts essen. Temazcal ist eine prä-hispanische Dampfbad-Zeremonie, ein bisschen wie eine Sauna, aber dann doch wieder ganz anders. Also essen wir für unsere Verhältnisse früh. Nichts besonderes, eben ein Stand am Straßenrand. Es geht wieder ein Stück zurück, an den Mescalbauern vorbei bis Santiago Matatlan. Dort suchen wir nach frischem Obst und werden nach einem kleinen Spaziergang an ein paar Marktständen fündig. Dann fahren wir zum Temazcal, welches auf einer Bergkuppe liegt. Ein netter Mexikaner winkt uns ein. Es ist etwas eng und tricky, da auch noch ein Baum am Eingang im Weg steht. Aber Thomas zirkelt uns einwandfei in die Einfahrt, wo wir nach dem Temazcal auch übernachten wollen. Es ist noch eine amreikanische Gruppe von etwa 10 Frauen dort. Diese ziehen sich umständlich an und brechen dann auf. Für uns ist eine kleine aus Backsteinen gemauerte Hütte für zwei Personen vorbereitet. Zunächt macht eine ältere Frau eine Rauchzeremonie mit verbrannten Kräutern mit uns. Dann bringt der Mexikaner die im Feuer erhitzten Vulkansteine mit einer Schaufel in die Hütte in die Ecke. Dann können wir diie Hütte betreten. Es ist angenehm warm und der Boden ist mit Bastmatten ausgelegt. Darauf nehmen wir Platz und das Schwitzen geht los. Ab und zu wird der warme Tee über die Steine gegossen, was zur Dampfentwicklung beiträgt. Wir werden gelegentlich mit dem kalten Tee übergossen und wir bekommen Kräutertee zum trinken angeboten. Der Mexikaner erklärt uns diese Tradition, welche in gesamt Mesoamerika verbreitet war. Im Temazcal wurden die Kinder geboren und die Krieger auf den Krieg vorbereitet. Wir genießen die Wärme und draußen bläst der abendliche Wind laut um die Ecken. Zum Abkühlen geht man nicht raus, sondern öffnet kurz die Saunatür. Nach etwa 1,5 Stunden ist das Zeremoniell vorbei und wir begeben uns in die danabenliegende Hütte zur Massage. Etwa 30 Minuten und wir sind tiefentspannt und fallen nur so in unsere Betten.Les mer
Monte Alban, große Stadt der Zapoteken
19. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 26 °C
Nach einer wirklich ruhigen Nacht nehmen wir uns heute Monte Alban vor. Wir wollen uns vorher noch ein passendes Motoröl für einen bevorstehenden Ölwechsel besorgen. Das wird hier in Mexiko besser zu haben sein als in Guatemala. Die Autozone gestern hatte es nicht und hat uns zu Mercedes Benz geschickt. Also steuern wir den an. Dort stellt sich heraus, dass sie auch nicht exakt das Motoröl haben, welches Fiat Ducato für seine Motoren empfiehlt. Für die Mercedes Sprinter sei das Öl ok. Wir wisssen nicht so genau, ob das auch für uns gut ist. Thomas meint wir seien gerade an einem Dodge (die gehören ja zu Fiat, bzw mittlerweile ztu Stellantis) vorbeigefahren. Vielleicht haben die das passende Öl. Ein Versuch ist es Wert. Wir laufen also 5 Minuten weiter und fragen nach. Tatsächlich haben die das passende Öl. Leider nur in Literflaschen, aber immerhin das, was wir benötigen. Der Preis ist wieder Mal 1,5 fache wie in Deutschland. Das scheint hier für alles für das Auto so zu sein. Wir schlagen zu, geben unser letztes Cash Geld ab, da sie für die Annahme der Kreditkarte unseren Originalpass verlangen. Den tragen wir nicht mit uns rum, also Bargeld. Wir bringen unser Motoröl ins Wohnmobil und gehen zur nahegelegenen Santanderbank, um unser Bargeld wieder auffüllen. Dann machen wir uns auf nach Monte Alban. Es ist bereits nach 12 Uhr. Das Ausgrabungsfeld ist dafür ziemlich leer. Wir sind wieder genauso beeindruckt wie vor 26 Jahren. Die Pyramiden sind rund um die riesige abgetragene Bergkuppe gebaut. Der Anblick ist wirklich riesig. Die Zapoteken, die hier zwischen 500 v.Chr und 1200 n.Chr. lebten und herrschten, kannten weder das Rad noch irgendwelche Tiere zum Transport. Wie sie diese riesigen Gebäude erschaffen haben, ist wirklich phantastisch und bis heute ungeklärt. Nach den Zapoteken kamen dann für kurze Zeit die Mixteken, danach wurden sie von den Azteken erobert. Das hielt aber dann nicht lange, denn kaum hatten die Azteken es geschafft, kamen die Spanier mit Hernan Cortes und eroberten ganz Mexiko und Mittelamerika. Das ging auch deswegen so schnell, weil die aztekischen Eroberungen gerade erst erfolgt waren und deren Macht sich noch nicht hatte konsolidieren können. So dachten die gerade Unterworfenen - nach dem Motto der Feind meines Feindes ist mein Freund - daß sie die Spanier benutzen könnten, um die unliebsamen Eroberer wieder loszuwerden. Das ging dann bekanntlich so richtig nach hinten los. Zudem haben wir heute auch Glück. Das Gelände wird nur von wenigen Besucher besichtigt. Wir genießen die weite Sicht über das Tal von Oaxaca. Es kommt Wind auf, und es sieht nach Regen aus. Dieser fällt aber zum Glück nicht hier. Als wir wieder am Eingang sind, ist es fast 17 Uhr und das Ausgrabungsgelände schließt dann auch. Wir fahren rund um die Stadt und gehen in dem kleinen Vorort Tule zu Abend essen. In dem Örtchen steht der größte Baum der Welt. Nicht von der Höhe, aber vom Umfang. Der Baum ist eindrucksvoll und die dahinterliegende bunte Kirche sieht hübsch aus. Rund herum sind schöne Parkanlagen, fast wie in einem deutschen Kurörtchen. Wir gehen in der Markthalle essen und es ist wirklich super lecker. Danach fahren wir zum nahegelegenen Camingplatz, der von zwei Deutschen betrieben wird. Der Platz hat eine wunderschöne Sicht über das Tal von Oaxaca. Eben nach deutschen Geschmack.Les mer
Oaxaca
18. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 28 °C
Wir wachen morgen auf dem stinkenden Parkplatz auf. Hier wollen wir nicht frühstücken. Also laufen wir in die Innenstadt und frühstücken erst mal gemütlich am Zocalo. Dann streunen wir durch die Stadt, welche wir so schön in Erinnerung haben. Hinter der Kathedrale werden die Straßen vorzeigbar. Die Dominikanerkirche ist eindrucksvoll und strotzt im strahlendem goldenen mexikanischen Barrock. Daran können wir uns selbst nach 26 Jahren erinnern. Wir stromern durch das schöne Viertel mit den bunten Häuschen bis zum Treffpunkt der Free Walking Tour der Locals. Auch ein Tip der französischen Kanadierin. Dieser entpuppt sich im Gegenzatz zum Parkplatz als sehr gut. Ein junger Mexikaner zeigt uns seine Stadt. Wir lernen viel Nützliches und viel Lustiges über die Stadt. Dazu kommen noch unzählige Restaurant- und Mezcalempfehlungen. Das hat sich gelohnt. Wir kehren in eine Bar ein und Thomas gönnt sich eine Pulque und ich ein kühles Bierchen. Da wir hungrig sind, laufen wir zum Markt. Das Angebot an Obst und allen Dingen des täglichen Gebrauchs ist groß und natürlich auch jede Menge Souvenirs. Wir bestellen uns an einem Stand Essen. Thomas hat Glück und bekommt eine vorzügliche Mole mit Hühnchen. Ich bekomme ein undefinierbares etwas mit gelber Sauce. Selbst die Kartoffel schmeckt widerlich. Ich hatte eigentlich Hühnchen bestellt. Was im Gericht schwimmt ist nicht zuzuordnen. Die Mexikanerin am Tisch hat Mitleid und gibt mir ein Stück ihrer vorzüglichen Tlayuda ab. Reklamation auch von ihrer Seite hilft nichts. Sie nehmen das Gericht zurück, stellen es aber nicht in Rechnung. Das ist großzügig. So etwas würde uns in Deutschland nicht passieren. Wir gehen zum nächten Stand und ich bestelle mir eine Tlayuda, welche sehr lecker ist. Sie ist fast wie Pizza. Unten ein dünner knuspriger Boden aus Maistortilla. Darauf Bohnenmus, Käse, Fleisch, Wurst, Salat, Tomate, Avocado und Zwiebel und ein Gewürz, was jeder Stand individuell hat. Daran kann man sich gewöhnen. Wir haben uns eigentlich heute Abend mit dem holländischen Pärchen verabredet, aber als wir unser Obst in das Buschen bringen, wird mir fast schlecht auf diesem ekeligen Parkplatz. Spontan beschließen wir, diesen zu verlassen und auf einen Campingplatz am Stadtrand zu fahren. Den Holländern sagen wir kurzfristig ab. Man muss eben Prioritäten setzen. Der Campingplatz ist schön. Sehr sauber mit Duschen und Pool. Die Nacht ist ruhig und ich bin so froh, nicht mehr auf dem Parkplatz zu sein.Les mer
Straßenblockade auf dem Weg nach Oaxaca
17. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 21 °C
Morgens spricht uns eine junge Holländerin beim Frühstück an, ob wir sie und ihren Freund bis zur Straße mitnehmen können. Sie wollen von dort mit dem Bus nach Oaxaca. Na klar, wir nehmen sie gerne mit und da wir auch nach Oaxaca fahren, können sie auch gerne mitkommen. Die beiden sind sehr sympathisch und unterhaltsam. Sie sind im Alter unserer Kinder und für ein halbes Jahr in Mittel- und Südamerika unterwegs. Sie sind die ersten Tage seit Mexiko Stadt in Mexiko und ganz begeistert vom Land. Wir halten noch an einem Tacostand, da die beiden seit gestern Mittags nichts gegessen haben. Die Bezahlautobahn geht glatt, bis es auf einmal einen Stau gibt. Die Autos fahren an den stehenden LKWs vorbei. Also sind wir auch ein Auto. An der nächsten Ausfahrt lasse ich von Google eine Alternativroute berechnen, da die Bezahlautobahn für die nächsten Kilometer gesperrt ist. Wir fahren ab und durch die nächste Stadt. Doch am Ausgang ist die Straße ebenfalls gesperrt. Demonstranten haben zwei Busse quergestellt und laufen laut skandieren mit Fahnen herum. Die Stimmung ist aufgeheizt. Thomas spricht einen der wartenden Fahrer an. Dieser meint das sei ein Streik und die Blockaden dauerten voraussichtlich bis 18 Uhr. Uff, das ist spät. Denn dann wird es dunkel und im dunklen wollen wir eigentlich nicht mehr fahren. Google zeigt uns noch einen Weg über die Berge. Also versuchen wir unser Glück. Die Straße ist auch erst sehr gut, aber schon bald landen wir auf einem kleinen Feldweg. Thomas hat Mühe, das Wohnmobil zu drehen. Also fahren wir wieder zurück in die Stadt und müssen uns dort wohl einen Stellplatz für die Nacht suchen und die Holländer ein Hotel. Wir fahren nochmal zur Blockade um zu sehen wie es da steht. Und, oh Wunder, die beiden Busse, welche die Straße blockiert haben kommen uns gerade in dem Augenblick entgegen. Die Straße wird von wem auch immer frei geräumt und die Autos werden durchgewinkt. Wir fahren auch durch. Die Stimmung ist aufgeheizt und einige von den Demonstranten tragen ihre Macheten offen zur Schau. Und da sind auch Feuer auf der Straße, welche wir mit mulmigen Gefühl umfahren. Da fällt Thomas auf, dass wir nicht mehr genug Diesel haben bis Oaxaca. Wir müssen also tanken. Es wird eine Reichweite von 60 Kilometer angezeigt und die nächste Tankstelle ist etwa 80Kilometer hinter den Bergen. Also müssen wir zurück und im Ort tanken. Echter Mist. Also wieder zurück an den Feuern vorbei und den wütenden Demonstranten. Zum Glück hat die Pemex dahinter Diesel. Wir tanken voll und fahren wieder durch die unheimliche Kulisse. Das reicht wirklich. Ich schau nach hinten und meine wir haben einen Platten. Thomas stoppt, zum Glück ist nichts. Wir fahren weiter durch eine wunderschöne Berglandschaft und erreichen Oaxaca kurz vor dem Dunkelwerden. Wir setzen die Holländer an einer Straßenecke ab, wo sie nur noch 3 Minuten zu ihrem Hotel zu laufen haben. Die beiden sind wirklich sehr sympathisch und wir haben uns während dieser abenteuerlichen Fahrt sehr nett mit ihnen unterhalten. Wir fahren auf einen Parkplatz in der Innenstadt welcher fünf Minuten vom Zocalo liegt. Dort können wir auch übernachten. Eine Französin hat uns diesen in Teotihuacan empfohlen. Als wir ankommen, ist es fast dunkel. Der Parkplatz stinkt erbärmlich und ist völlig heruntergekommen. Es stehen nur einige vergammelte Autos da. Der Besitzer bugsiert uns erst an die Seite. In einem Verschlag macht sich dort ein Mann ein kleines Feuer. Da wir dort nicht so richtig unter den Baum passen, stellt er ein anderes Auto weg und wir zwängen uns in die Parklücke. Neben uns steht ein Amerikaner, sonst nur Schrottautos. Aus dem Hinterfenster schaut man auf vergammelnde Melonen und Orangenschalen. Der Parkplatz ist gesäumt von Räumen mit einer Tür, vor der teilweise nur Stofffetzen hängen. In jeden dieser Räume leben ganze Familien mit mehreren Kindern. Das reinste Slum. Es ist Abends und wir haben keine richtige Alternative und wir sind fertig von der Fahrt mit den Blockaden. Also gehen wir in die Stadt etwas essen und ein Bierchen am Zocalo. Dann legen wir uns in unser Bett und machen die Augen zu. Was ein Tag.Les mer

ReisendeAuweia, was für ein Tag 😖😣😖 wenigstens hattet ihr mit dem jungen Pärchen eine nette Begegnung gehabt. Sie waren sicher auch sowas von froh, euch getroffen zu haben und auch, dass ihre Weiterreise noch geklappt hat.

ReisendeUnd wie sagt ein Reporterspruch „die schlechtesten Erfahrungen ergeben die besten Geschichten“ 🙃
Cactus Garden
16. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C
Da es Sonntag ist, haben wir uns einen 10 Uhr Gottesdienst ganz in der Nähe des Campingplatzes rausgesucht. Das ist nicht schwierig, da Cholula 365 Kirchen hat. Trotzdem ist der Gottesdienst gut besucht und der Pfarrer predigt sogar halbwegs verständlich. Danach machen wir uns auf Richtung Oaxaca. Da uns die mehr als 500 Kilometer als Tagesstrecke zu viel sind, haben wir uns in etwa auf halber Strecke einen kleinen Campingplatz in einem Kaktusgarden rausgesucht. In der Umgebung sind einige Salinen zu sehen und die Kakteen selber ragen hier 5 bis 10 Meter kerzengerade in den Himmel und bilden richtige Kaktuswälder. In einem dieser Kaktuswälder kommen wir am frühen Abend an und finden einen schönen Stellplatz inmitten der Kakteen. Nach dem Abendessen gehen wir zu den Aussichtstürmen um den Sonnenuntergang zu genießen. Und wieder ramme ich mir einige wirklich kleine Stacheln in den Oberarm. Irgendwie habe ich einen schwankenden Gang. Der Sonnenuntergang über den kakteenbestandenen Hügeln ist jedoch wunderschön.Les mer
Puebla
15. februar 2025, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C
Nach einem schönen Frühstück mit Blick auf den Pool und schöne Bougainvilleen, rufen wir uns einen Uber und fahren 12 Kilometer in die Innenstadt nach Puebla. Wir lassen uns am Zocalo direkt an der Kathedrale absetzen. Die Kathedrale ist eindrucksvoll und sehr spanisch. Danach besichtigen wir die Bibliothek, einige Kirchen und die Casa Azul (leider nur von außen). Dann genießen wir das Konzert einer Big Band im Haus der Kunst. Sehr schön. Von dort geht es entlang der baumbestandenen Fußgängerstraße und vorbei an dem Theater zu der Dominikanerkirche. Diese ist ein Meisterwerk der goldenen mexikanischen Barockarchitektur, die ganze Kirche ist innen mir goldenem Stuckwerk ausgeschmückt. Absolut erschlagend und beeindruckend. Dann suchen wir uns ein gutes Restaurant, denn wir wollen heute die gute Mole Poblano essen. Wir suchen uns ein schönes Restaurant mit Hilfe der Google Rezessionen raus und werden auch nicht enttäuscht. Das Essen ist super und zum Nachtisch gibt es frische Churros. Wir schlendern noch über den Zocalo und lassen uns dann von einem Uber zum Campingplatz bringen. Es ist diesmal noch hell und absolut kein Problem. Wir wollten nicht wieder das Problem vom Abend davor haben. Wir lassen den Tag mit einem Gläschen Wein an unserem Campingplatz ausklingen.Les mer
Cholula
14. februar 2025, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C
Morgens steigen wir nochmal hoch und genießen den Popocatepetl vor strahlend blauen Himmel mit seinen Rauchwolken. Super schön. Dann geht es weiter eine wirklich schreckliche unasphaltierte Straße bis runter nach Colula. Dort finden wir einen schönen Campingplatz mit Swimmingpool. Eigentlich ist es kein Campingplatz, sondern ein mexikanischer Multifunktionsplatz. Man kann Campen, Parken, Party feiern und noch vieles mehr. Eben mexikanisch. Wir laufen etwa eine halbe Stunde bis zu dem Hügel, unter dem die größte Pyramide der Welt liegt und auf dem eine Kirche gebaut wurde – die Pyramide hat das vierfache Volumen der Cheops-Pyramide, wow! Wir umrunden den Hügel und auf der Hälfte fängt die archäologische Ausgrabungsstätte an. Man hat den Fuß der Pyramide freigelegt, sowie einige darunterliegende Gräber und Tunnel. Die Ausmaße sind schon eindrucksvoll, aber der größte Teil ist ein überwachsener Hügel. Wir steigen noch einige steile Stufen der Teilausgrabung hoch und besteigen dann den Hügel. Oben erwartet uns eine schöne gelbe Kirche mit goldenem Altar. Die Aussicht über Cholula mit seinen vielen Kirchen ist super und man auch Puebla wunderbar erkennen. Leider hat sich der Popocatepetl wieder eingewölkt. Wir besichtigen noch ein paar Kirchen und gehen dann auf dem Markt essen. Es gibt eine gute Mole Poblano und gutes Obst. Abends kehren wir noch auf die Dachterrasse eine Mescalrestaurants ein. Da wir nicht durch das nächtliche Cholula laufen wollen, versuchen wir einen Uber zu rufen. Der erste sagt nach 20 Minuten ab. Den zweiten sagen wir nach 15 Minuten ab. Also laufen wir zum Taxistand. Der will mehr als das dreifache eines Ubers. Dann trinken wir doch lieber noch ein Bierchen und warten auf den nächsten Uber. Der schafft es tatsächlich nach 10 Minuten zu uns, und so müssen wir uns noch mit dem Bierchen beeilen. Wir kommen dann doch noch an unserem Campingplatz an und fallen müde in unsere Betten.Les mer

ReisendeNo worries, you can't get any closer than 12km anyway, which is the security "cordon sanitaire" they established for Popocatepetl's ongoing activity.
Popocatepetl
13. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 15 °C
Wir stehen heute etwas später auf, da wir von dem gestrigen frühen morgen doch noch müde waren. Nach einem gesunden Müslifrühstück in der Sonne und unseren vernachlässigten Hantelübungen, verabschieden wir uns sehr herzlich bei unserer Gastgeberin. Die alte Dame schenkt uns zum Abschluß sogar noch eine kleine Tequilaflasche in Form eines Ballons. Das nenne ich mal wirkliche Gastfreundschaft. Wir fahren mit vielen guten Tips beladen weiter Richtung Popocatepetl. Erst zockeln wir umständlich rund um Mexiko Stadt. Dafür benötigen wir schon 1,5 Stunden. Dann sehen wir den Popocatepetl. Doch leider wolkenverhangen. Nur ab und zu zeigt sich der majestätische Vulkan. Dann schieben sich immer wieder die Wolken davor. Die Straße ist gut bis zu dem Pass. Von dort darf man nicht weiter auf den Vulkan rauffahren. Er ist noch immer aktiv und jegliche Besteigung verboten. Also fahren wir weiter rund herum. Die Straße ist nun nicht mehr geteert und sehr holprig. Wir machen noch einen kleinen Abstecher zu einem kleinen Wasserfall. Ganz nett und richtig kalt hier oben. Wir sind auf 3300 Meter Höhe. Auf dem Popocatepetl liegt sogar Schnee. Wir fahren weiter zu einem kleinen Ausflugsziel der Leute aus Mexiko Stadt und Puebla. Hier haben sie einen kleinen Bergbach aufgestaut um Forellen zu halten und kleine Badebecken zu füllen. Nach baden ist uns in dem eiskalten Wasser nicht zumute, aber eine Forelle essen wir gerne in dem dazugehörigen Restaurant. Vor einem knisternden Kamin genießen wir diese fangfrisch und in einer leckeren Chipotle-Sauce. Super leckere Abwechslung zu den vielen Tacos. Wir dürfen hier auch übernachten und machen noch einen kleinen Abendspaziergang. Und siehe da der Popocatepetl liegt glänzend in der Abendsonne vor strahlend blauem Himmel und stößt kleine Rauchwölkchen aus. Das ist einer der magischen Momente dieser Reise, welche wieder eine märchenhafte Erinnerung hinterlässt.Les mer
Teotihuacan
12. februar 2025, Mexico ⋅ ☁️ 18 °C
Heute müssen wir sehr früh aufstehen, heute ist unser Ballonflug. Wir sollen kurz vor sechs Uhr am Haus unserer Campingwirtin sein, damit sie uns zu den Ballons bringen kann. Das ist schon sehr früh, auch wenn es schnell geht, da wir kein Frühstück brauchen, das gibt es nach dem Ballonflug dort. Wir sind zu sechst außer uns beiden noch zwei Paare in etwa unserem Alter, alle aus Quebec in Kanada. Wir fahren in zwei Autos, die Tochter der Campingwirtin, die eigentlich Zahnärztin ist, fährt das zweite Auto. Bei den Ballons angekommen, sind die Vorbereitungen in vollem Gang, sie blasen mit sehr großen Ventilatoren Luft in die Ballonhülle, allerdings erst noch kalte Luft. Wir werden ins Haus geleitet, wo wir gewogen werden, bezahlen und uns registrierern – incl. Notfall-Telefonnummer von jemandem, der nicht mit im Ballon dabei ist. Außerdem gibt es schon einmal einen guten Kaffee und auch ein paar Plätzchen. Es dauert allerdings noch eine ganze Weile, bis es für uns dann wirklich losgeht, da hätten wir auch glatt eine halbe Stunde länger schlafen können, sei’s drum. Dann geht es aber los, wir steigen in die Körbe der Ballons, und schau einer an, wir sind dann nicht zu sechst im Ballon, sondern zu zwölft, zzgl. Fahrer. Nun laufen auch die Flammenwerfer, so daß die Luft im Ballon heiß wird und zunächst die Ballonhülle sich über uns erhebt. Es hängen noch etwa vier Männer vom Ballonteam außen an der Gondel, bis der Ballon schließlich startklar ist, die außerhalb des Ballons stehend Gasflasche wird abgeschraubt und die erste der vier Gasflaschen in der Gondel wird angeschlossen. Die Männer außen springen ab, der Fahrer gibt Feuer und wir heben ab. Wieder ist es ein erhebendes Gefühl, so lautlos und sanft nach oben zu gleiten. Wir hatten ja schon einmal vor knapp neun Jahren einen Ballonflug zuhause in Deutschland, aber es ist immer noch sehr aufregend. Wir gleiten nach oben in die kalte Luft – wir sind allerdings nicht alleine, ich zähle etwa 50 Ballons, die alle in der aufgehenden Sonne über das Land gleiten. Unter uns liegt die Stadt und in recht naher Entfernung das Ausgrabungsfeld mit den Pyramiden. Herausragend darunter ist die Sonnenpyramide, die größte Pyramide in Teotihuacan und nach der Pyramide von Cholula (bei Puebla, auch in Mexiko, dahin kommen wir noch) und der Cheops-Pyramide die drittgrößte Pyramide der Welt. Die Sonne steigt hinter den Bergen herauf und wir haben ein phantastisches Wetter, blauer Himmel und keine einzige Wolke ist zu sehen. Leider treibt uns der Wind leicht weg von den Pyramiden, aber man hat immer noch eine tolle Sicht, ein einmaliges Erlebnis. Nach einer Weile dreht dann der Wind und wir schweben wieder etwas in Richtung auf die Stadt und die Pyramiden zu. Wir genießen jeden Augenblick dieser Fahrt, leise schwebend über die Felder und die Dächer hinweg. Nach etwa einer Dreiviertelstunde setzt unser Fahrer zur Landung an, unten ist das Team mit einem Kleinbus (für uns) und einem SUV mit Anhänger (für die Gondel und den Ballon). Wir landen in einem Feld, das dem Geruch nach erst vor kurzem natürlich gedüngt wurde, zum Glück am Rand, da ist es sauber. Die Gondel landet sehr sanft – das war damals in Eppstein deutlich rauer, allerdings waren wir da auch alleine und es gab kein Team von vier oder fünf Helfern, die sich an die Gondel hängen konnten. Wir steigen aus der Gondel aus und sind nach zwei Schritten auf der Straße, es war ein absolut tolles Erlebnis. Der Kleinbus bringt uns dann zu einen Restaurant, wo uns ein Frühstücksbuffet erwartet. Das Buffet ist OK, kein übermäßiger Renner, aber wir sind ja auch nicht wegen des Essens, sondern wegen der Ballonfahrt hier, und die war es allemal wert. Nach dem Frühstück bringt unsere Campingwirtin uns zurück zum Campingplatz. Wir bringen nur kurz unsere dicken Winter-Anoraks (die uns im Ballon sehr gute Dienste geleistet haben) ins Buschen und holen uns dafür die Hüte und etwas Wasser und fahren dann per Uber zu den Pyramiden. Nachdem wir sie nun von oben gesehen haben, müssen wir natürlich auch direkt dort hin. Wir streifen durch die gesamte Anlage, zuerst die „Zitadelle“, der Bereich der Priester, mit einer kleinen Pyramide mit Köpfen des Quetzalcoatl, der gefiederten Schlange, einem der wichtigsten Götter der Kultur von Teotihuacan, sowie des Regengottes Tlaloc. Die Kultur von Teotihuacan hatte ihre Zeit zwischen etwa 200 v. Chr uns 900 n. Chr, war also schon sehr lange um, bevor die Azteken (kurz nach 1300 n. Chr) in diese Gegend kamen. Sie hatten Handelsbeziehungen im gesamten Mittelamerika, auch mit den Maya. Warum diese Kultur dann unterging, ist nicht restlos geklärt, innere Zwistigkeiten müssen eine Rolle gespielt haben, aber die Pyramiden haben überlebt, auch die Azteken haben diese als religiöse Stätten angesehen. Nach der Zitadelle schlendern wir die „Allee der Toten“ entlang, immer wieder angesprochen von den vielen Souvenirhändlern, die gab es bei unserem letzten Besuch vor 26 Jahren nur außerhalb des Geländes. Auch ist es heute hier viel voller als damals, vor allem einheimische Touristen, aber auch Europäer (Deutsche und Franzosen), eher wenige US-Amerikaner und Kanadier. Da man die Sonnenpyramide nicht mehr besteigen darf, laufen wir drumherum und dann weiter bis zur Mondpyramide, sowie zu den Ausgrabungen, die dort in der Nähe gefunden wurden, Wohnbereiche der Priester und Adligen, die waren damals noch nicht zu sehen. Irgendwann sind wir dann erschöpft und schlendern langsam zurück, machen ab und zu halt uns sehen uns staunend diese gigantischen Bauwerke an. Schließlich kaufen wir noch bei einem der Souvenirhändler eine Decke, die wirklich schön gearbeitet ist und den großen Opferstein von Mexiko darstellt, nach etwas feilschen bekommen wir einen ordentlichen Preis, das ist ein schönes Souvenir. Wir fahren per Uber zurück zum Buschen und gehen dann in die Stadt. Heute wollen wir mal etwas anderes ausprobieren als das hervorragende Taco-Restaurant bisher, und außerdem brauche wir etwas Obst für das Frühstück. Nach einiger Lauferei kommen wir zum Markt, wo es wirklich gutes Obst gibt, aber das Restaurant, das wir uns ausgesucht haben, hat entgegen der Google-Information geschlossen. Also das nächste, was uns gefallen sollte. Das ist in der Nähe des Campingplatzes, so dass wir das Obst im Buschen lassen können. In diesem Restaurant gibt es eine interessante „all-you-can-eat“ Option. Man kann für umgerechnet 7,30€ soviel essen, wie man möchte, d.h. man kann alle Gerichte der Karte beliebig oft bestellen – allerdings mit einer wichtigen Randbedingung: Man muss alles aufessen, was man bestellt, ansonsten muss man die bestellten Gerichte alle a la carte bezahlen! Das machen wir mal nicht, wir stehen ohnehin eher zu gut im Futter. Wir werden auch so gut satt und gehen dann zurück ins Buschen – morgen klingelt kein Wecker, da können wir gut ausschlafen.Les mer
México - Museo Antropológico u. Cablebus
11. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 23 °C
Nach einem guten Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels checken wir aus und fahren mit der Metro zum großen Anthropologischen Museum von Mexiko Stadt. Hier werden die Highlights der alten mexikanischen Kulturen, neben den Azteken auch Tolteken, Olmeken,Zapoteken, Majas und noch viel mehr prähispanische Hochkulturen gezeigt. Die Metro endet an einem großen Park. Durch den wandern wir vorbei am großen Stadtschloß Kaiser Maximilians zum Museum. Der Besuch ist wirklich lohnenswert und man bekommt einen guten Eindruck von diesen Hochkulturen, welche hier in Mittelamerika vor den Spaniern gelebt haben. Bei einem solchen Museum kann selbst ich Begeisterung zeigen, obwohl ich sonst wirklich kein Museumsliebhaber bin. Es gibt sehr viele interessante Stücke zu sehen, sehr kunstvolle Keramiken, viele Skulpturen und als eines der Highlights der große Opferstein, der am Zocalo gefunden wurde. Er stell die azteksichen Gottheiten dar und auf diesem Stein wurden viele Menschenopfer ausgeführt. Der Priester schnitt ihnen bei lebendigem Leib den Brustkorb auf und holte das Herz als Speise zur Besnftigung der Götter heraus. Das war schon eine extrem blutige Kultur! Vom Museum fahren wir mit der Metro an die Endstation, wo der Bus nach Teotihuacan abfährt. Wir steigen dort jedoch nicht in den Bus, sondern in die Seilbahn. Mexiko Stadt hat in den letzten zwei Jahren zwei Seilbahnlinien gebaut, welche den Menschen aus den hügeligen Umland der Stadt die Möglichkeit bieten an das öffentliche Verkehrsnetz der Innenstadt angeschlossen zu werden. Die erste wurde vom österreichischen Unternehmen Doppelmayr gebaut. Mit dieser fahren wir. Die zweite hat ein italienisches Unternehmen gebaut. Es ist ein interessantes Konzept, da die Seilbahn nur Masten, welche sozusagen minimalinvasiv in ein bebautes Stadtgebiet gebaut werden kann. Außerdem ermöglicht sie den Einsatz in einem steilen und schwer zugänglichen Gelände. Die Seilbahn ist knapp 10 Kilometer lang. Wir fahren die komplette Strecke bis zum Ende und wieder zurück. Über große Straßen, über Autobahnen, über das Stadtgebiet mit Märkten, kleinen Gassen und Hinterhöfen. Man sieht alles von oben und hat eine weite Sicht bis in die Skyline der Innenstadt. Aber am eindrucksvollsten sind die kleinen bunten Häuser der Favelas an den hügeligen Hängen rund um die Innenstadt. Diese Seilbahn ist wirklich eine andre Dimension des innerstädtischen Nahverkehrs. Wir genießen die Hin- und Rückfahrt und suchen am Ende die Abfahrtplattform für unsren Bus nach Teotihuacan. Ein netter Polizist schickt uns zur Plattform J, ganz am Ende. Wir finden einen Bus der dahin fährt. Komischerweise verlangt er mehr als auf der Hinfahrt. Auf der Fahrt merken wir, dass er gar nicht über die Stadtautobahn fährt, sondern über jede Menge kleine Vorstadtörtchen. Bis er endlich bei Einbruch der Dunkelheit in Teotihuacan ankommt, ist es schon dunkel. Wir sind die letzten Fahrgäste im Bus und der Fahrer lässt uns am Hauptplatz raus. Wir bringen unsere Rucksäcke zum Campingplatz in unser Buschen und bestätigen bei unserer Platzwirtin nochmal unseren Ballonflug für morgen. Dann gehen wir nochmal zu dem leckeren Taco-Stand essen und ein Abschluß-Bierchen auf der Dachterrasse des darüberliegenden Restaurants. Heute gehen wir früh ins Bett, da der Ballonflug morgen bei Sonnenaufgang los gehen soll und wir daher schon um 6 Uhr losfahren müssen.Les mer
México - historisches Zentrum
10. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 25 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels geht es wieder zum Zocalo. Heute haben wir uns da Vierten hinter dem Präsidentenpalast vorgenommen. Um 12:30 Uhr haben wir eine Free Walking Tour durch die historische Altstadt gebucht. Wir schlendern also durch das Viertel hinter den Präsidentenpalast. Doch bereits nach zwei Blocks werden die Gebäude weniger repräsentativ und die Straßengeschäfte bieten den Standard Chinakram an. Die Wände sind mit schönen bunten Graffitis verziert und die Leute wirken merklich ärmer. Die Kirchen stehen etwas schief. Die Lagune als Untergrund trägt diese Stadt doch nicht so richtig. So sacken hier die alten Gebäude teilweise bedenklich zur Seite ab. In der einen Kirche wird mir im Innenraum ganz schwindelig, so schief ist alles. In Deutschland würde man solche Gebäude absperren. Da sieht vieles einsturzgefährdet aus. Hinzu kommen noch unzählige Erdbeben, da die Stadt am Fuße einer Vulkankette liegt. Aber die Mexikaner stört das alles nicht. Das Leben geht weiter. Eine halbe Stunde zu Beginn der Führung wird diese abgesagt und so buchen wir eine andere, welche allerdings erst um 3 losgeht. Also gehen wir auf eigene Faust weiter durch die Stadt. Diesmal in den neuen Teil mit den üblichen Hochhäusern mit Glasfasaden und riesig hoch. Diesen Teil gibt es in Mexiko Stadt auch. Wir gehen bis zum Revolutionsdenkmal und dann über den Plaza de Danza zurück in die Innenstadt. Auf dem Weg stolpern wir über eine kleine Brauerei. Thomas spricht den Besitzer an. Der lädt uns spontan ein, obwohl er Montags eigentlich geschlossen hat. Er gibt uns eine Bierprobe und wir unterhalten uns über des Bierbrauen, das deutsche Reinheitsgebot und die einzelenen Geschmacksrichtungen. Zum Schluß lässt er uns seine Eigenkreation probieren. Ein gesalzenes Bier, echt gewöhnungsbedürftig. Das war ein lustiger und unterhaltsamer Stopp. Nun müssen wir uns Richtung Innenstadt sputen. Thomas schmeißt noch unterwegs einen vorzüglichen Taco ein und dann sind wir Punkt drei an der Kathedrale. Kein Mensch mit rosa Shirt und Schirm zu sehen. Wir schauen nochmal in die Anmeldebestätigung um festzustellen, dass die Tour schon um 14:30 losging. Wir haben heute kein Glück mit den Touren. Wir beschließen zum 2. Punkt der Tour zu gehen und die Gruppe da zu treffen. Da ist aber auch keiner. Wir gehen zum 4. Punkt und warten. Und tatsächlich taucht der Mann mit rosa T-Shirt und rosa Schirm auf. Wir gesellen uns dazu und laufen eine Weile mit. Wir haben schon einige Free Walking Touren mitgemacht, aber diese gefällt uns gar nicht. Der Mann ist weder informativ noch hat er sonstwie Ahnung von der Stadt. Er versucht nur krampfhaft humoristisch zu sein. Also verabschieden wir uns von der Tour wieder und machen eine kleine Pause an einem schattigen Platz vor dem Nationalmuseum in einem schöne Cafe. Wir schlendern noch etwas durch die Altstadt und beenden den Abend wieder auf der Dachterasse des Gran Hotels am Zocalo.Les mer
México - Centro und Alameda
9. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 25 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels, schlendern wir zum Zocalo und besuchen die Sonntagsmesse in der eindrucksvollen Kathedrale. Danach besichtigen wir auf dem Plaza Major die Ausgrabungen der ursprünglichen Aztekenstadt. Die Azteken hatten hier nämlich schon ihre Hauptstadt errichtet, als die Spanier im Jahre 1519 ankamen. Gut geschützt auf einer Insellage innerhalb einer riesigen Lagune auf diesem Hochplateau auf knapp 2300 Metern über dem Meeresspiegel. Die Ausgrabungen sind eindrucksvoll, obwohl die Spanier viel davon abgetragen haben, um die Kirchen und die riesigen Paläste der Stadt darüber zu bauen. Das dazugehörige Museum zeigt einzigartige Funde aus der Aztekenstadt. Viele religiöse Gegenstände, Waffen, Schmuck und die riesigen Kultsteine mit feinen Steinmetzreliefs. Das gefällt uns ausgezeichnet, obwohl wir vor 26 Jahren schon mal da waren. Aber man vergisst ja doch ziemlich viel. Wir schlendern durch die Stadt mit ihren herrschaftlichen Häusern und unzähligen Kirchen mit goldstrotzenden Altären. In einer riesigen Bäckerei kaufen wir uns ein paar Stückchen und gehen damit in den Allende Park. Vorbei an dem Palast der schönen Künste. Ein wirklich prachtvolles Bauwerk. Ein wunderschönes Mädchen mit einem Cinderella-Kleid lässt sich davor fotografieren. Sie feiert ihre Quinze, ihren 15ten Geburtstag. Das ist das aufwändigste und am teuersten gefeierte Fest im Leben einer mexikanischen Frau. Dafür wird mehr Geld ausgegeben, als für die Hochzeit. Daher sind die Kleider super teuer und üppig. Hoffentlich hat das Mädchen ein schönes Fest. Wir schlendern in den Park. Am Sonntag Nachmittag ist hier wirklich was los. Jede Menge Essensstände, Kleinkünstler vom Musiker bis zum Clown und Leute, welche große Reden schwingen. Leider ist unser Spanisch nicht so gut um alles zu verstehen. Wir setzen uns auf eine Parkbank und genießen das Treiben und unsere leckeren Stückchen. Dann schauen wir uns das große, bunte und eindrückliche Wandgemälde von Diego Riviera an und stolpern dann über eine Pulqueria. Pulque ist der vergorene Saft von Agaven und wird in dem vergorenen Zustand getrunken, wie bei uns der Federweiße. Das Getränk war früher bei dem einfachen Volk sehr beliebt. In einer Pulqueria wird ausschließlich Pulque ausgeschenkt. Früher gingen auch ausschließlich Männer in ein solches Lokal. Doch mittlerweile ist das Publikum dieser Pulquerias sehr gemischt und das Getränk gilt heute unter jungen Leuten wieder als besonders angesagt. Wir nehmen also Platz und bestellen zwei Gläser Pulque. Erst mal die kleinsten Gläser, jeweils ein viertel Liter. Wir stoßen an und trinken. Es schmeckt etwas wie Federweißer, nur sehr viel süßer. Dazu ist die Konsistenz sehr dickflüssig, eher wie ein Smoothie. Mir schmeckt es überhaupt nicht, aber Thomas mag die Pulque und trinkt auch mein Glas aus. Hoffentlich geht das mal nicht auf den Darm. Aber die Mexikaner trinken alle kräftig. Wir kommen auch gleich mit einem Paar am Nachbartisch ins Gespräch und es wird gleich gelacht und fotografiert. Das war wirklich lustig. So gehen wir noch den Palast der schönen Künste besichtigen und danach in der Casa de los Azulejos essen. Der Innenhof ist wunderschön und es spielt sogar ein Stehgeiger zum Essen. Wirklich stilvoll. Danach steuern wir das Gran Hotel an und lassen den Abend auf der Dachterrasse bei einem Bierchen und den Blick über den Zocalo ausklingen.Les mer
México - San Andres, Coyoacan
8. februar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 24 °C
Heute geht es los nach Mexiko Stadt. Unsere Campingwirtin hat uns gestern mit Infos dazu eingedeckt. Also lassen wir unser Buschen auf dem Campingplatz stehen und packen unseren kleinen Rucksack für die nächsten drei Nächte in Mexiko Stadt. Zunächst fahren wir mit dem Bus bis an den Stadtrand von Mexiko Stadt, wo die Metro beginnt. Dann nehmen wir die Metro Richtung Innenstadt, fahren allerdings noch etwas weiter nach San Angel, wo heute am Samstag ein Kunstmarkt stattfinden soll. Wir steigen aus, orientieren uns kurz und laufen los, durch eine schöne Parkanlage und dann an einer großen Avenida entlang. Und prompt haben wir uns verlaufen. Der Stadtplan auf Papier vom Lonely Planet taugt wirklich nichts, denn es sind noch nicht mal alle Straßen eingezeichnet. Also dann doch besser der Google. Dann sind wir mitten auf dem Kunstmarkt. Es ist der Hauptplatz von San Angel. Ein großer Platz mit dem üblichen kleinen Pavillon in der Mitte. Unzählige Maler, Fotografen, Bildhauer und andere Künstler bieten hier ihre Kunst zum Verkauf. Der Stadtteil ist sozusagen der Montmartre von Mexiko Stadt. Wir genießen das bunte Treiben und die angebotene Kunst. Ich erwerbe sogar eine wunderschöne weiß und blau bestickte Bluse. Das freut mich sehr. Weiter geht es an einer schönen Kirche vorbei, welche wir natürlich besichtigen, zum angrenzenden Stadtteil Coyoacan, vorbei an schönen Parkanlagen und durch Straßen mit hübschen Kolonialbauten. Alles sehr kleinstädtisch. Meist nie höher als zweigeschossig. Man fühlt sich wie in einer Kleinstadt und nicht wie in einer der größten Städte Amerikas bzw der Welt. An einem Kunstpark machen wir eine kleine Pause und gönnen uns einen Cappuccino und eine Blaubeerschnecke. Sehr lecker. Dann laufen wir zum Hauptplatz von Coyoacan. Er ist von schönen bunten Kolonialgebäuden gesäumt. In der Mitte ist eine kleine Parkanlage mit einem Springbrunnen mit zwei Coyoten in der Mitte, welche die Namensgeber des Stadtteils sind. An der Stirnseite des Platzes prangt eine eindrucksvolle Kathedrale mit einer kunstvollen Steinmetzarbeit als Fassade. Bevor wir da hineingehen, hält uns eine Gruppe von Tänzern auf, welche eine wunderschöne Tanzvorstellung geben. Die Frauen haben weite weiße Kleider an, welche sie ausgiebig schwenken und die Männer haben weiße Anzüge an und klappern mit ihren Schuhen den Takt der Musik nach. Eine wirklich hinreißende Aufführung. Nach dieser Tanzeinlage geht es in die Kirche, welche wieder einen üppig vergoldeten Hauptaltar hat. Heute ist Samstag und diesmal findet hier eine Taufe statt. Oft haben wir an Samstagen schon Hochzeiten erlebt, aber eine Taufe ist mal was anderes. Wir schlendern weiter durch die hübschen Straßen dieses Stadtteils, vorbei an Plätzen, welche ebenfalls Kunsthandwerke verkaufen, hin zum blauen Haus von Frida Kahlo, einer der bekanntesten Künstlerinnen von Mexiko. Im Internet haben wir keine Eintrittskarte mehr bekommen, vielleicht geht es vor Ort. Leider nicht, da es gar kein Verkaufshäuschen mehr gibt. Da spart man sich die Kasse. Schade, wir müssen uns also mit der Außenfassade zufrieden geben, welche wirklich in einem schrillen Blau angemalt ist. Aber wir können noch das Haus von Leo Trotzki besichtigen, welches nur ein paar Straßenzüge weiter liegt. Dieses Haus wurde Trotzki von Frida Kahlo in seinem Exil in Mexiko Stadt zur Verfügung gestellt. Hier hat er mit seiner Frau die letzten Jahre verbracht, bis ihn ein Scherge von Stalin an seinem Schreibtisch mit einem Eispickel erschlagen hat. So weit reichte die Rache dieses unmenschlichen Diktators. Das Haus ist eher klein und unscheinbar. Es ist eine Eingangshalle vorgebaut, welche in einer kleinen Museumsausstellung das Leben Trotzkis darstellt. Dann geht es in das Haus selber, durch einen kleinen Garten. Das Arbeitszimmer selber ist in dem Orginalzustand erhalten, wie Trotzki damals erschlagen wurde. Die zerbrochene Brille liegt noch auf dem Schreibtisch und der Brief, den er gerade geschrieben hat. Es ist etwas unheimlich. Dann treffen wir einen riesigen Litauer, welchen wir fälschlich für einen Russen halten, welcher daraufhin fürchterlich böse wird und gegen den aktuellen Diktator in Russland wettert und in Trotzkis Tod an den Hals wünscht. Echt schräg. Dann gehen wir weiter bis zur nächsten Metrostation und fahren zum Zocalo. Dieser erwartet uns mit einer riesigen Menschenmasse. Dort gibt es viele Musikbands, Paraden von kostümierten, Gauklern, indianischen Wunderheilern und Tänzern und vieles mehr. Ein unheimlich buntes Treiben auf dem riesigen Platz, welcher von der Kathedrale, dem Präsidentenpalast, den Gerichtspalast und einigen Hotels in den riesigen mehrgeschossigen Kolonialgebäuden gesäumt ist. Der Platz ist wirklich eindrucksvoll und so toll, wie wir ihn in Erinnerung haben. Unser Hotel liegt nur zwei Häuserblocks entfernt und so checken wir ein und stellen dort unsere Rucksäcke ab. Dann gehen wir schräg unter dem Hotel in einem schönen Innenhof zu Abend essen. Danach schlendern wir nochmals über den abendlichen Zocalo und gehen dann auf die Terrasse des Majestic Hotels, wo wir vor 26 Jahren übernachtet haben und wo wir unseren ersten Abend am Zocalo verbracht haben. Es ist noch immer genauso schön diesen riesigen Platz von der Dachterrasse aus zu genießen und so beenden wir den Abend mit dieser tollen Aussicht bei einem Bierchen und einem Tequila.Les mer
Von Tolantongo nach Teotihuacan
7. februar 2025, Mexico ⋅ ☁️ 24 °C
Nach einer ruhigen Nacht beginnen wir den Tag mit einem erholsamen Bad in der Märchengrotte. Heute morgen ist noch nicht viel los. Aber das abendliche Licht von gestern fehlt, welches die Grotte so märchenhaft erscheinen ließ. Wir fläzen uns faul im warmen Wasser, lassen uns den Rücken von dem herabfallenden Wasser massieren und genießen so den Morgen. Dann marschieren wir zurück durch das sonnendurchflutete Tal. An unserem Buschen angekommen, springt Thomas nochmal in das warme Wasser des Flusses. Dazu muss er das recht steile Ufer vor dem Buschen runterklettern. Dafür kann er sich noch länger von dem warmen Wasser umspülen lassen. Dann machen wir uns auf nach Teotihuacan. Dort haben wir uns einen schönen Campingplatz in dem kleinen Örtchen ausgesucht. Bis nach Mexiko Stadt wollen wir nicht mit dem Wohnmobil fahren. Der Stellplatz hat zum Glück noch genug Platz und die Eigentümerin ist super nett. Sie empfiehlt uns einen Taco-Stand in der Stadt, welcher die besten Tacos hat. Uns schmecken sie auch sehr gut und wir lassen den Abend dann bei einem Bierchen auf der Dachterasse über dem Hauptplatz von Teotihuacan ausklingen.Les mer
Tolantongo
6. februar 2025, Mexico ⋅ 🌙 15 °C
Es war etwas komisch im Hotel und nicht im Bus zu schlafen, aber auch gut. Wir haben noch ein Frühstück dabei und holen dann das Buschen vom Parkplatz ab, bezahlen den auch und fahren aus der Stadt raus. Der Verkehr ist wieder heftig, aber danach läuft alles glatt und nach 3,5 Stunden kommen wir in Tolantongo an. Christian und Andrea haben uns in San Miguel de Allende erzählt, man könne direkt am grün schimmernden Fluß campen. Überall sind Absperrungen und es stehen nur Zelte dort. Wir quetschen uns durch eine Lücke und wollen uns an den Fluß stellen. Aber da kommt ein Aufseher und meint, wir dürfen da nicht bleiben und müssen auf den Parkplatz. Aber auf dem Parkplatz campen ist echt doof. Also fangen wir mit ihm eine Diskussion an. Wir zeigen ihm Bilder, wo Wohnmobile direkt am Fluß gestanden haben und fragen ihn wo das ist. Er ruft seinen Kollegen und dieser meint, wir könne da am Fluß stehen wo wir vorher gestanden haben. Na geht doch. Wir nehmen unsere Schwimmsachen und gehen zur Grotte. Entlang des Flußes sind unzählige Campingpläze leer. Aber es stehen nur Zelte dort. Mit dem Wohnmobil kommt man da nicht hin. Wir diskutieren noch etwas mit den Aufsichtspersonal, aber da ist nichts zu machen. Wir laufen zur Grotte. Zunächst geht Thomas alleine rein. Dann schließt er all unsere Wertsachen im Schließfach am Eingang weg und wir gehen gemeinsam rein. Es ist ein Tunnel, den man zunächst durch einen Wasservorhang betritt. Drinnen ist es schmulchig warm, wie in einer Sauna, und von den Wänden rinnt warmes Wasser. Mann tastet sich im Lichtkegel seines Handys voran. Manchmal muß man durch einen kleinen Abschnitt schwimmen, aber meistens geht es so. Das ist wirklich lustig. Danach gehen wir in die Grotte schwimmen. Das Wasser ist angenehm warm. Mitten von der Decke stürzt das Wasser in einem riesigen Duschstrahl nach unten. An den Wänden sind Stalaktiten und Stalakmiten. Es ist eindrucksvoll. So etwas haben wir noch nie gemacht. Wir stellen uns unter den Wasserstrahl und lassen uns unter ohrenbetäubenden Krach von den Wasser duschen. An den Wänden gibt es kleine Wasserfälle, deren Wasserstrahl nicht ganz so hart ist. Wir lassen uns vom Wasser tragen und gleiten durch die Grotte. Ein wirklich angenehmer Spaß. Dann laufen wir über eine Hängebrücke auf die andere Seite des Flußes. Hier kommt das Wasser über kleine Sinterpools nach unten. Man kann in den Pools baden. Wir laufen nach oben bis zum Ende, wo der Canyon beginnt. Dann ist Schluß und wir gehen nach diesem einzigartigen Naturerlebnis zurück zum Buschen und kochen nach langer Zeit mal wieder selber etwas Gesundes.Les mer
Querétaro
5. februar 2025, Mexico ⋅ 🌙 19 °C
Zum Frühstück hole ich heute morgen frische Brötchen direkt beim Bäcker um die Ecke. Das nennt man Luxus. Der Bäcker ist super voll. Die Schlange steht bis weit nach draußen, als ich ankomme. Ich stelle mich an, aber die ältere Dame bedient im Akkord. Alle in der Schlange sind Männer und sie spricht jeden mit Papa an. Und so bin ich rasch dran und bekomme meine 4 Brötchen und zwei frische Stückchen. Damit laufe ich zurück und Thomas hat schon den Kaffee und die Eier gekocht. Dann noch etwas Tomate und Avocado aufgeschnitten und wir genießen dieses Luxusfrühstück. Christian und Andrea, die wir schon in Gunanjuato getroffen hatten, sind wieder neben uns und so unterhalten wir uns wieder und stellen fest, dass die Andrea aus Hiesfeld kommt und in Dinslaken ebenfalls auf das THG gegangen ist, wie ich. Christian kommt aus Voerde und ist auf das OHG in Dinslaken gegangen. Die Welt ist echt klein. Andrea ist alleding fünf Jahre älter als ich und so haben wir uns wahrscheinlich doch nicht bewusst zur Schulzeit gesehen. Trotzdem ist so ein gemeinsamer Heimatort doch echt verbindend. Wir verabschieden uns und tauschen Whatsapp aus. So treffen wir uns vielleicht doch mal wieder. Weiter geht es nach Queretero. Die Stadt hat eine riesige Vorstadt, welche aufgeräumt und echt amerikanisch aussieht. Der Verkehr ist sehr dicht und mehrspurige Autobahnen kreuzen sich und gehen ineinander über. Thomas meistert den verrückten Verkehr souverän und so kommen wir in der Altstadt an und steuern einen vorher ausgesuchten Bezahlparkplatz an. Der Plaz ist ideal und hat viele freie Plätze. Wir müssen den Platzwart allerding überzeugen, dass wir mit unserem langen Wohnmobil in eine der Parklücken passen. Das funktioniert und so machen wir uns auf die Stadt zu besichtigen. Zunächst schauen wir uns das Aquaedukt an, welches mehrere Kilometer lang ist und ein Wahrzeichen der Stadt. Dann laufen wir durch die Fußgängerzone und steuern einige Kirchen an. Wir müssen allerdings feststellen, dass sie alle erst gegen 18 Uhr aufmachen. Also gehen wir erst mal lecker essen, in einem schönen Innenhof eines alten kolonialen Hotels. So gestärkt, besichtigen wir die Kathedrale und danach Santa Rosa de Viterbo, eine wunderschöne Barrockkirche. Die vergoldeten Altarwände erschlagen einen förmlich. So was habe ich vorher so noch nicht gesehen. Wir gönnen uns einen Cappuccino und beobachten dabei eine Schülergruppe, welche ihren Abschlußß feiert. Alle in schwarzen Roben mit dem Hut und Plommel. Genau wie in den USA. Dann besuchen wir noch zwei weitere Kirchen und das Theater in dem Kaiser Maximilian seinerzeit vor Gericht stand und zum Tode verurteilt wurde. Wir schlendern durch die wunderbar beleuchtete Stadt und lassen uns auf einem Platz in der nähe des Parkplatzes für ein Abschlußbierchen nieder. Der Tag in dieser wundervollen Stadt hat uns sehr gefallen. Zurück auf dem Parkplatz sagen wir den Wächter, dass wir dort nun schlafen und er uns ruhig über Nacht einschließen kann. Er wünscht uns eine gute Nacht. Doch nach einer halben Stunde klopft er und meint, dass sein Chef gesagt habe, wir können hier nicht übernachten. Thomas diskutiert noch etwas. Ich schaue auf Booking und finde keine 100 Meter entfernt ein kleines Hotel, wo ich kurzentschlossen ein Zimmer buchen. Besser als sich zu ärgern. Wir packen unsere Sachen und gehen ins Hotel. Der Besitzer sitzt am Empfang und ist super freundlich. Das Zimmer ist sauber und nett und so haben wir eine ruhige Nacht.Les mer
San Miguel de Allende
4. februar 2025, Mexico ⋅ 🌙 15 °C
Heute haben wir einen Termin in einer deutschen Werkstatt. Wir wollen gerne die Reifen rotieren, sind uns aber gar nicht so sicher, ob die Vorderreifen überhaupt noch gut genug sind. Außerdem ist das vordere rechte Licht kaputt. Das Lämpchen muß ausgetauscht werden. Also fahren wir los. Google führt uns quer durch die verwinkelte Stadt und so verfahren wir uns total. Als wie endlich auf der Umgehungsstraße einbiegen wollen, geht das nicht in die richtige Richtung. Thomas bekommt kurzentschlossen die Idee doch einfach in die andere Richtung aufzufahren.Und das vor der Nase eines Polizisten. Wir versuchen also eine Autobahnabfahrt als Auffahrt zu benutzen. Als wir es merken, ist es zu spät. Der Polizist lotst uns zurück und wir müssen anhalten. Dann verlangt er Ausweis und Wagenpapiere. Eigentlich haben wir Kopien, aber Thomas findet die in der Aufregung nicht. Nur die Passkopie. Der Polizist meint eine Kopie reiche ihm nicht. Die original Fahrzeugpapiere will Thomas auch nicht aus der Hand geben. Erst verlangt er laut Bußgeldkatalog 900 Pesos. Nach einigen Hin und Her schafft Thomas es, ihn auf 400 Pesos runterzuhandelt, bezahlt diese und wir fahren weiter. Puh, das ist nochmal gut gegangen, denn wir haben ja tatsächlich einen Verkehrsverstoß begangen. Das ist nichts für meine Nerven. Dann kommen wir natürlich zur spät in die Werkstatt. Die Leute sind allerdings sehr nett, nur der deutsche Besitzer ist weit und breit nicht zu sehen. Sie machen den ersten Reifen ab und inspezieren ihn. Er ist schon super abgefahren und das nach 38.tkm. Aber die Straßenverhältnisse sind hier in Mexiko auch sehr schlecht. Hinzu kommen unzählige Stellen mit kleinen Löchern und eingefahrenen Steinchen. Das hat keinen Zweck. Statt die Vorderreifen nach hinten zu rotieren, beschließen wir, vorne zwei neue Reifen zu kaufen. Die Mädels im Büro der Werkstatt versuchen, bei den Reifenhändlern in der Umgebung die Reifen zu besorgen. Michelin (die wir drauf hatten) gibt es leider nicht, aber Pirelli. Thomas meint die seien auch gut und so nehmen wir die. Die Mädels bestellen sie und wollen den Kaufpreis von uns in bar. So viel Bargeld haben wir nicht. Wir kratzen alles zusammen und können etwa 90% bezahlen. Für den Rest müssen wir in die Stadt und das Geld vom Automaten abheben. Die Reifen sind in Mexiko super teuer. Die Pirelli Reifen kosten etwa das 1,5 fache wie die Michelinreifen in Deutschland. Wenn wir die Michelinreifen bekommen hätten, wären die in Mexiko sogar doppelt so teuer gewesen. Wahnsinn, und dabei verdienen die Menschen hier deutlich schlechter als in Deutschland. Das ist wieder so ein Preisgefüge, was wir nicht verstehen. Einer der Kollegen aus der Werkstatt bringt uns in die Stadt. Und dann habe ich dummerweise meine Kreditkarten nich mitgenommnen, nur Thomas seine. Da er aber gestern abend abgehoben hat (was nach deutscher Zeit bereits heute war), ist sein Tageslimit ausgereizt. Mist, was sollen wir da tun. Erst malgehen wir auf dem Markt lecker essen und besichtigen noch ein paar Kirchen. Da fällt Thomas zum Glück ein, dass hier um 17 Uhr genau Mitternacht in Deutschland ist und der nächste Tag begint. Um genau 17 Uhr und 1 Minute kann Thomas den gewünschten Betrag vom Automaten abheben. Was ein Glück. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt und werden dann wieder abgeholt zurück zur Werkstatt. Die Reifen sind neu drauf und sehen mit ihrem Profil sehr gut aus. Das Licht brennt vorne rechts auch wieder. Sie haben das Lämpchen ausgetauscht. Sehr gut. Alles erledigt und viel Geld losgeworden. Aber das ist Verschleiß auf einer solchen langen Reise und da kann man nichts ändern. Wir fahren mit dem neubereiften Buschen zurück in die Stadt auf unseren Campingplatz und genießen San Migel de Allende nochmal imnächtlichen Glanz bei einem Bierchen auf einer Dachterasse.Les mer
Dolores Hidalgo u. San Miguel de Allende
3. februar 2025, Mexico ⋅ 🌙 13 °C
Heute wollen wir weiter über Dolores Hidalgo nach San Miguel de Allende. Wir halten nach dem Frühstück einen längeren Schwatz mit Christian und Andrea, unseren Nachbarn, welche diesmal ein Nummernschild aus South Dakota haben, aber auch Deutsche sind. Sie haben lange Zeit in den USA gelebt und gearbeitet. Das Wohnmobil haben sie in Florida erworben und in South Dakota zugelassen, da sie dort mit dem Fahrzeug zu keinem TÜV müssen. Ansonsten ist die Anmeldung des Fahrzeugs auch ohne Meldeadresse in den USA mit einer Postkastenfirma möglich. Was man so alles machen kann. Die Leute sind sehr nett. Dieses Jahr sind sie für drei Monate in Mexiko, da es ihnen letztes Jahr so gut gefallen hat. Wir schauen nicht auf die Uhr und so ist es nach 12, als wir endlich loskommen. Die Fahrt nach Dolores Hidalgo ist nur eine Stunde. Wir stellen uns auf einen großen Bezahlparkplatz und schlendern durch die kleine Kolonialstadt. Die Stadt hat einige hübsche Kirchen mit aufwendigen Portalen. Nach etwa einer Stunde haben wir die Highlights gesehen und beschließen, wieder auf dem Markt zu essen. Das ist diesmal nicht ganz so einfach. Ein junges Mädchen lotst uns an ihren Stand. Wir nehmen Platz und deuten auf das Essen in der Vitrine, welches wir uns ausgesucht haben. Nun dachten wir, dass sie das Essen auf den Teller geben würden und uns rüberreichen. Nein, sie beladen viele Teller, aber unsere Bestellung bearbeiten sie gar nicht. Nach einiger Zeit fragt Thomas nach und dann sind sie noch unfreundlich und meinen wir können ja gehen, wenn es uns nicht passt. Das machen wir dann auch und lassen uns an einem lecker duftenden Tacostand nieder. Unsere Bestellung reiht sich hier auch ein, aber nach ein paar Minuten haben wir die Tacos. Welche wirklich lecker sind. So gestärkt fahren wir weiter nach San Miguel de Allende. Nach einer weiteren Stunde Fahrt haben wir am späten Nachmittag den schönen Campingplatz mitten in der Stadt erreicht, welcher auch einen Tennisplatz beherbergt. Eine seltene Kombination. Da wir kein Tennis spielen, gehen wir in die Stadt, schlendern über den Zokalo, besuchen die Kathedrale und noch ein paar andere Kirchen und lassen uns dann zu einem Drink auf einer Dachterasse eine Hotels nieder und genießen ein Bierchen vor der herrlichen Kulisse dieser alten Kolonialstadt San Miguel de Allende ist so etwas wie das Rothenburg Mexikos. Das Städtchen ist super hergerichtet, hat ein geschlossesenes koloniales Stadtbild, viele kleine bunte Häuschen und viele amerikanische Touristen, welche sich hier für den Winter neiderlassen oder als Rentner ganz hier hingezogen sind. Uns gefällt es auch gut.Les mer





















































































































































































































































































































































































































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