Archeologischer Park San Agustín
21 de janeiro, Colômbia ⋅ 🌧 21 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück im Garten laufen wir zum Ausgrabungsgelände. Lukas, der Husky des Campingwirts begleite uns und will partout nicht zuhause bleiben. Es ist früh genug, dass wir zu den ersten Besuchern gehören. Wir schlendern durch den Wald und bewundern kleine und große Stählen. Dann kommen wir auf den Hauptplatz in dem eindrucksvolle Gräber mit steinernen Wächterfiguren stehen. Diese präkolumbianische Kultur ist sehr alt. Sie war zwischen 2.000 vor Christi bis 1.000 nach Christi. Zwischen Null und etwa 900 n. Chr. hatte sie ihre Blütezeit. Man kennt eigentlich nur die steinernen Figurfunde und kleine Relikte der Siedlungen, welche mehrere Tausend umfasst haben. Sonst ist nicht viel bekannt. Es gibt nicht mehr Funde als in der Gegend von San Augustin. Also alles noch sehr unerforscht und mysteriös. Wir wandern vorbei an Wasserfällen bis zur letzten Ebene auf der wieder die steinernen Grabwächter stehen. Von hier hat man eine tolle Sicht in die Berge, welche leider wolkenverhangen sind. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp und gönnen uns einen Kaffee. Es ist Nachmittag als wir auf unserem Stellplatz ankommen. Wir sind hungrig und müde gelaufen. Von dem Essen gestern haben wir uns Fleisch einpacken lassen. Es war eine solche Riesenportion, dass wir es nicht aufbekommen haben. Heute machen wir uns einen leckeren Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Gurke und Paprika Salat. Dazu gibt es das restliche Bratenfleisch kalt und als Nachtisch eine Grenadilla. Sehr lecker und ausnahmsweise gesund. Wir laufen noch ins Örtchen und holen uns Bargeld am Automaten für die noch restlich verbleibenden Tage in Kolumbien, welche überschlagsmäßig noch acht Tage sein werden. So schnell vergeht die Zeit. Wir schwatzen uns in der Bäckerei noch super frische Croissants direkt aus dem heißen Ofen ab und die obligatorischen Maiskringel. Zurück am Stellplatz gibt es diese zusammen mit einer Tasse Kaffee. Es ist super lecker. Das Croissant ist mit Käse und Guavenmarmelade gefüllt. Sehr lecker. So geht ein schöner und eindrucksvoller Tag zu Ende.Leia mais
San Agustín
20 de janeiro, Colômbia ⋅ ⛅ 17 °C
Die Nacht war ziemlich ruhig trotz der Nähe zur Hauptstraße. Wir frühstücken mit einem Regenbogen über dem Tal. Das sieht super aus, lässt uns aber schneller essen, da dunkle Regenwolken nahen. Wir fahren weiter nach San Augustin. In einer kleinen Stadt stoppen wir und besichtigen die eindrucksvolle Kirche. Bei einem fahrenden Händler erwerben wir Paprika und Avocado. Im Supermarkt noch ein paar leckere Tomaten und dann geht die Fahrt weiter nach San Augustin. Wir nehmen die steile, aber zum Glück gepflasterte Auffahrt zum Stellplatz. Dieser ist sehr schön und es gibt ein schönes Bad mit warmer Dusche. Da wir alleine sind, können wir auch alles alleine nutzen. Wir gehen gut Essen und laufen dann ins Örtchen. Die Kirche ist dominant und hat einen wunderschönen Altar. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen beobachten wir das Treiben auf dem Platz. Dann laufen wir zurück, da dicke schwarze Wolken aufziehen und schon Donner zu hören sind. Gerade rechtzeitig kommen wir am Buschen an und können die Dachfenster zumachen, damit es nicht reinregnet. Wir gönnen uns eine heiße Dusche und beenden gemütlich den Abend.Leia mais
Los Gigantes
19 de janeiro, Colômbia ⋅ ⛅ 29 °C
Eine weitere Nacht im Paradies. Heute haben wir Zeit ausgiebig zu frühstücken. Unser Blick schweift über den Horizont und bleibt an einem schneebedeckten Berggipfel hängen. Schneebedeckte Berge mitten in den Tropen. Wir versuchen herauszufinden um welchen Berg es sich handelt und finden heraus dass es der höchste Berg Kolumbiens ist. Ein aktiver Vulkan mit Gletscherkappe und 5364m Höhe. Sein Name ist Nevado de Huila. Phantastisch, man sieht ihn nur selten. Und nach einer Stunde ist das Schauspiel vorbei und dichte Wolken verhängen den höchsten Vulkan der Nordhalbkugel. Da hatten wir echt Glück. So beschwingt, fahren wir zu Edwin und verabschieden uns von ihm und seiner Mutter. Wir laden ihn zu uns nach Hause und nach Spanien ein. Dann fahren wir weiter nach Neiva und kaufen in einem riesigen Supermarkt ein. So gut bestückt geht es weiter Richtung San Augustin. Am Rio Magdalena machen wir eine Stop und essen einen leckeren frittierten Flussfisch. Etwas weiter finden wir einen Stellplatz hoch über dem Stausee und den Rio Magdalena mit grandioser Sicht. Es ist eigentlich ein Selfieplatz, aber wir bleiben hier über Nacht stehen.Leia mais
Villavieja und Rio Magdalena
18 de janeiro, Colômbia ⋅ ⛅ 32 °C
Wir haben wunderbar ruhig geschlafen. Nur das leise Muhen einiger Kühe und der Wind über der Wüstenlandschaft. Wir sind absolut geflashed. Heute müssen wir jedoch früh aufbrechen, da wir um acht Uhr in die Messe nach Villavieja wollen. Nach etwa 45 Minuten Fahrt sind wir da. Die Messe ist wie immer in Kolumbien gut besucht und der Pfarrer gut zu verstehen. Nach der Messe rufen wir Philipp an und gratulieren ihm zum Geburtstag. Das ist das eigentlich schlechte auf Reisen. Man verpasst diese Familienzusammenkünfte und vor allem die Kinder. Dann suchen wir ein Geschäft mit frischen Gemüse. Aber da fängt uns Edwin ab. Er ist mit dem Motorrad unterwegs und sucht uns. Wir waren nach der Messe zum Frühstück verabredet. Also parken wir unser Buschen vor seinem Haus und bekommen ein gutes Frühstück serviert. Eier mit Tomate, frittierte Bananen, Brot, Käse, Marmelade und Grenadillas, mein Lieblingsobst. Dann machen wir eine kleine Pause, da Edwin noch seinen Pool reinigen muss. Nachdem wir mit den Eltern telefoniert haben, laufen wir durch das Örtchen. Wir besichtigen die alte Kolonialkirche und laufen runter zum Rio Magdalena. Eine Fähre fährt bis auf eine Insel und dann rüber nach Aipe. Wir nehmen die Fähre und laufen etwas über die Insel. Da ruft Edwin an, wo wir seien. Wir fahren wieder zurück und machen dann zusammen mit Ihm, der Führerin und ein paar anderen Gästen eine einstündige Bootsfahrt über den Rio Magdalena. Wir sehen ein Krokodil, Schildkröten, Leguane, Flussadler und viele andere Vögel. Das Highlight ist der Sprung in den Fluß und das floaten abwärts in Schwimmwesten. Wir haben keine Lust in die braune Brühe zu springen. Angelika hat sich darin letztes Jahr eine veritablen Durchfall geholt. Darauf haben wir auch keine Lust. Also bleiben wir auf dem Boot. Edwin genießt es jedoch sichtlich. Nach der Bootsfahrt gibt es noch ein leckeres Spanferkelessen. Wir duschen bei Edwin und machen uns dann wieder zu unserem Traumplatz in der Wüste auf. Edwin hat Gäste und so hat unser Buschen keinen Platz in seiner Einfahrt. Wir sind nicht böse, denn eine weiter Nacht in der Wüste ist ein Traum….. Ruhe, Einsamkeit, der weite Sternenhimmel ….Leia mais
Tatacoa-Wüste / Sendero Xilopalo
17 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 30 °C
Wir haben phantastisch ruhig geschlafen mit einer schönen Brise. Nach einem gemütlichen Frühstück vor der Kulisse der roten Wüstenformationen, fahren wir weiter zur grauen Wüste. Diese schließt sich übergangslos an die rote Wüste an. Der Unterschied ist die graue Farbe der Felsformationen. Hier erinnern sie an die amerikanischen Bitsi Badlands. Wir fahren bis an das Ende der Straße und machen eine Wanderung runter in einen Canyon, welcher teilweise ein richtig schmaler Slotcanyon ist. Teilweise ist es noch schlammig von dem Regen von vor zwei Tagen. Dann verlassen wir den Canyon und laufen über eine Hochebene mit weiten B4lick durch das karstige Tal mit den Felsformationen. Zwischendurch gibt es riesige Kakteen. Es ist phantastisch und einsam. Wir genießen das Wüstenfeeling. Dann geht es wieder runter in das ausgetrocknete Flußbett. Teilweise ist es noch so matschig, dass wir uns an den Felswänden entlangschlängeln. Wegen des Wassers gibt es auch Ziegen und Kühe im Flußbett. Wieder oben angekommen ist es die Mittagshitze so auf ihren Höhepunkt. Wir setzen uns in den Schatten einer Restaurant Veranda und genießen ein kühles Bier. Danach bestellen wir noch Essen und beschließen, uns ein schönes Plätzchen für die Nacht zu suchen. Wir werden nach wenigen hundert Metern fündig. Der Platz ist ideal. Direkt am Sträßchen, schön flach und mit super Blick über die weite Ebene. Wir genießen den Sonnenuntergang und hinterher das wunderschön wolkenfreie Himmelszelt. Der Platz ist einzigartig und wir verlieren uns Herz daran. Das ist unsere Nummer eins hier in Kolumbien.Leia mais
Tatacoa-Wüste / Laberinto de Cusco
16 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 30 °C
Wir haben gut geschlafen und frühstücken wie gewohnt unser Müsli. Edwin steht spät auf und so verabschieden wir uns von ihm. Die nächsten beiden Nächste wollen wir in der Tatacoa verbringen. Wir fahren aus Villavieja raus und sind nach etwa 10 Kilometern an der roten Wüste angekommen. Der erste Aussichtsplatz lässt uns über die bizarren Steingebilde und Auswaschungen des Red Dessert schauen. Das sieht super aus. Sehr den Badlands von Dakota ähnlich. Wir parken unser Buschen an der astrologischen Sternwarte, nehmen uns jeder einen Liter Wasser mit und machen uns auf. Zunächst geht es steil bergab, bis wir mitten im bizarren und roten Steinwunderland stehen. Wir verlaufen uns auch prompt und Thomas will an einem Schlammloch vorbei und tritt mitten rein. Er versinkt tief bis zum Schienbein. Ich glaube, den Weg nehme ich nicht. Ich klettere über ein paar Felsen und habe so das Schlammloch umgangen. Thomas versucht mühsam, mit trockenen Sand die Füße und Schuhe zu säubern. Richtiges Wasser gibt es hier nicht. Dann laufen wir weiter rein. Wir verlaufen uns noch ein paar mal. Die Leute die wir treffen haben auch keine bessere Orientierung. Irgendwann finden wir zurück auf den Weg und laufen immer entlang der Holzpfähle welche als Wegmarkierung gemacht wurden. Nach schweißtreibenden drei Stunden sind wir wieder oben am Rand der Badlands. In einer kleinen Bar gönnen wir uns ein Bierchen, welches echt zischt. Zurück am Buschen spricht uns ein junger Mann aus Heidelberg an, welcher sich ein Auto ausgeliehen hat und drei Monate in Kolumbien unterwegs ist. Ihm fällt auf, dass unsere neuen Reifen von 2023 sind. Also nicht neu! Wir hatten bei Juan allerdings neue Reifen bestellt und er hat keinen Ton gesagt. Das ist schon echt eine Frechheit. Uns wäre wahrscheinlich sowieso nichts anderes übrig geblieben als die Reifen zu nehmen. Aber ehrlicherweise hätte ich schon erwartet, dass er es uns gesagt hätte. Er nennt sich Automechaniker und kann ganz bestimmt die Stempel an den Reifen interpretieren, so wie der junge Mann. Aber uns einfach für dumm zu verkaufen, weil wir das nicht wissen ist schon nicht so fair. Genau das werden wir jetzt auch in unseren Kommentar schreiben. Wir wollen heute Nacht noch zur astronomischen Sternwarte und fahren erst mal dorthin. Der Campingplatz daneben gefällt und nicht so und so lassen wir uns am Campingplatz direkt am Rand der roten Wüste nieder. Ein wirklich unübertrefflicher Blick. Wir drehen die Markise raus und kochen. Dann lassen wir es uns schmecken, genießen die Aussicht und unterhalten uns mit den verschiedenen Leuten die vorbeikommen. Am lustigsten sind zwei kleine kolumbianische Jungen. Ihnen gefällt unser Haus auf Rädern besonders. Kurz vor dem Dunkelwerden machen wir uns zu Fuß auf zur Sternwarte. Nach etwa 30 Minuten sind wir da. Der Professor hat aufgrund der Wolken das Programm umgestellt. Zunächst können wir durch das Teleskop den Saturn mit Ring, den Jupiter mit seinen Monden und die Plejaden durch die Teleskope betrachten. Sie sind fantastisch scharf. Wir sind absolut begeistert. Dann gibt es einen Vortrag über die Sterne auf spanisch. Wir liegen im Gras auf den Rücken und da schlafe ich doch fast ein. Ich kann den Vortrag leider nicht folgen, da mein Spanisch nicht gut genug ist. Thomas meint aber, es sei wirklich gut gewesen und fast so das Wesentliche für mich zusammen. Dann laufen wir im Dunklen mit der Taschenlampe zurück zum Buschen.Leia mais
Neiva und Villavieja
15 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 30 °C
Wir haben uns heute zum Mittagessen mit Edwin, Sophias Vater, in Neiva verabredet. Goggle sagt, dass wir etwa drei Stunden brauchen. Wir lassen uns von unserem Wirt einen guten Weg bis zum Highway beschreiben. Dieser ist tatsächlich einwandfrei zu befahren, obwohl er ungeteert ist und es heftig geregnet hat. Auf dem Highway läuft dann alles wieder rund. Wir geben Edward mehrfach unseren Fahrtverlauf weiter. Kurz vor Neiva entschließen wir uns dann, selber einen Restaurantvorschlag zu machen, da er uns keine Antwort schickt. Das wirkt und die Antwort kommt prompt. Er will uns vor einem Einkaufszentrum treffen. Auch gut. Wir suchen einen nahegelegenen bewachten Parkplatz raus und stellen das Buschen ab. Dann schlendern wir nochmal durch das Einkaufszentrum, welches noch immer weihnachtlich geschmückt ist. Dann treffen wir Edwin welcher uns herzlich begrüßt. Er gibt uns drei Restaurantvorschläge, da er nicht weiß was wir essen wollen. Wir entscheiden uns für das traditionelle Fischrestaurant. Der Fisch kommt frisch aus dem Rio Magdalena. Wir fahren mit dem Wohnmobil zum Restaurant. Dieses ist sehr hübsch traditionell eingerichtet. Die Kellner tragen Trachten und der Wandschmuck ist sehr folkloristisch. Die Fische sind gut, obwohl Thomas Fisch etwas zu matschig gegart ist. Aber vielleicht ist das auch die Fischsorte. Ansonsten schmeckt es ausgezeichnet und wir unterhalten uns lustig mit Edwin. Nach dem ausgedehnten Mittagessen geht es in die Innenstadt. Edwin will uns durch Neiva führen. Wir suchen wieder einen Bezahlparkplatz und laufen durch die Stadt. Sie ist ganz nett aber bestimmt kein touristisches Highlight. Edwin macht noch Besorgungen für Bekannte im Dorf und geht noch im Supermarkt für sich einkaufen. Dann machen wir uns auf den Weg zu ihm nach Villavieja. Wir sind spät dran und fahren mit dem Sonnenuntergang durch eine Tolle Landschaft. Gerade rechtzeitig vor der wirklichen Dunkelheit sind wir an Edwins Haus. Wir passen eben gerade so in seine Einfahrt und können dort sicher in der Nacht stehen. Die Angestellten und seine Mutter begrüßen uns freundlich. Er bietet uns ein Zimmer an, aber wir schlafen doch lieber im eigenen Bett. Dann sitzen wir noch nett zusammen in seinem schönen Innenhof und unterhalten uns bis spät in die Nacht.Leia mais

ViajanteVielen Dank, liebe Grüße zurück🙋🏼♂️🙋🏼♀️. Wir wandeln jetzt auf Euren Spuren
La Chamba
14 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 29 °C
Heute geht es weiter Richtung Tatacoa. Es ist etwas zu weit für einen Tag und so planen wir, heute Abend in dem kleinen Töpferdörfchen La Chamba am Rio Magdalena zwischenzuübernachten. Wir verabschieden uns herzlich von Juan, der alles wunderbar organisiert hat. Dann gibt es noch einen ausgiebigen Morgenplausch mit den kalifornischen Nachbarn. Wir werden uns im Verlauf unserer Reise bestimmt wiedertreffen. In einer Wasserfilterfabrik halten wir an und betanken das Buschen mit frischen Trinkwasser. Dann parken wir am Strassenrand mitten in Cota und kaufen Pflaster für Thomas in der Apotheke, Grundnahrungsmittel und Trinkwasser. So frisch ausgestattet geht es los. Der Verkehr rund um Bogota ist dicht. Gut, dass wir nicht in die Stadt müssen. Nachdem wir Bogota hinter uns gelassen haben wird der Verkehr deutlich ruhiger. Die Landschaft ist bergig und die große Bezahlstrasse in einem super Zustand. Wie eine deutsche Autobahn. Die Landschaft verändert sich. Wir kommen tiefer nach unten. Die Temperaturen steigen und die Vegitation wird tropisch. Wir fahren durch wunderschöne Berglandschaften und Täler. Obwohl wir die Strecke schonmal gefahren sind, sieht es in die andere Richtung ganz anders aus. Unten in der Flußebene des Rio Magdalena ist es brütend heiß und sehr feucht. Wir verlassen den Highway und fahren durch das kleine recht ärmliche Örtchen El Espinal und dann zu dem kleinen und ruhigen Töpferdörfchen El Chamba. Der von uns ausgesuchte Stellplatz auf einer Finca liegt inmitten eines tropischen Gartens. Ein etwas trüb aussehender Pool gehört auch dazu. Der Besitzer ist freundlich und schließt eine der Hütten auf, damit wir dort duschen können. Wir laufen etwa 10 Minuten zum Rio Magdalena. Dieser fließt reißend und braun durch eine saftig tropische Landschaft. Das ist sehr fotogen, aber auch sehr mückenreich. Wir werden mitten am Nachmittag heftig zerstochen. Dann gibt es Bratkartoffeln mit Gemüse und frischen Tomatensalat. So klingt der Abend gemütlich aus.Leia mais
Cota / Wartungsarbeiten am Buschen
13 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 14 °C
Wir haben herrlich, tief und fest geschlafen und wachen morgens gegen acht auf. Wir frühstücken gemütlich. Den Apfel für das Müsli haben wir von daheim mitgebracht. Dann begrüßen wir unsere Nachbarn. Es sind die Kalifornier aus Barrichara. Wir hatten ihr Wohnmobil nochmal in Medellin getroffen, aber da waren sie mit ihren Söhnen unterwegs. Wir unterhalten uns nett über ihren Reiseverlauf und tauschen uns etwas aus. Dann geht es mit Juan zunächst zum Reifenwechsel. Er hat die Reifen bestellt und bei sich zu Hause gelagert. Die Reifen werden gewechselt und die beiden linken Felgen gerichtet. Da haben die Schlaglöcher Unwuchten reingehauen. Nach dem Reifenwechsel kommen die Bremsbelege dran. Die beiden vorderen sind noch gut. Die haben wir in Guatemala gewechselt. Die beiden hinteren sind jetzt an der Reihe. Ein venezolanischer Automechaniker wechselt diese schnell und gekonnt. Dann hat Juan rumtelefoniert und das passende Motoröl in dem Nachbarort gefunden. Also nehmen wir zu dem 5 Liter Gebinde noch eine ein Liter Flasche. Also alles rein. Gut, dass sie hier unser Öl haben. Da nehmen wir doch nochmal zur Sicherheit sechs Liter für den nächsten Ölwechsel mit. Sicher ist sicher. Wer weiß ob man es in Peru bekommt. Wir fahren dorthin und warten erst Mal. Wir sind ja nicht angemeldet und kommen spontan, da sie hier unser benötigtes Motoröl haben. Nach etwa einer Stunde sind wir dran. Aufgebockt, altes Öl raus, neues Öl rein. Etwa 6 Liter, Thomas bezahlt alles und merkt, dass eine Liter-Flasche nicht die für uns benötigte Ölsorte ist. Also zurück und da merken wir, dass sie uns bereits die falsche 1 Liter Ölflasche in das Auto gekippt haben. Na klasse. Wir haben nur die fünf Liter Flasche geprüft. Das Öl haben sie nämlich nur in 5 Liter Flaschen. Da kippt man einfach mal ein so ähnliches rein. Der Kunde wird es schon nicht merken. Passiert ist passiert, das können wir jetzt nicht mehr ändern. Thomas meint es sei auch nicht so schlimm. Na hoffentlich. Jetzt haben wir alles geschafft. Wir gehen mit Juan noch etwas Essen. Dann kleben wir die Nummernschilder noch mit Spezialkleber fest, damit sie nicht entwendet werden können und fertig sind wir. In einem Obstgeschäft kaufen wir noch frisches Obst und Gemüse ein und stellen uns zurück auf unseren Stellplatz, machen noch einen Abendspaziergang und fallen zufrieden ins Bett.Leia mais
Zurück in Bogotá
12 de janeiro, Colômbia ⋅ ☁️ 14 °C
Jetzt geht es wieder los. Die drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Weihnachten mit den Kindern war sehr schön, so schön wie gewohnt. Es war schön, mal wieder zu Hause zu sein und die ganze Familie zu treffen. Die Eltern werden immer älter und gebrechlicher. Aber jetzt ist die Freude auch wieder groß, zurück auf die Panamericana zu fliegen und zurück zu unserem Buschen. Morgens gibt es Eisregen. Doch zum Glück hört es gegen 10 Uhr auf und Philipp bringt uns problemlos zum Flughafen. Wir hatten schon gestern eingecheckt und so geht es mit dem Boardingpass durch die Kontrolle. Wir erwerben noch eine Flasche Jägermeister als Geschenk für Sofias Papa, welchen wir in der Tatacoawüste besuchen wollen. Dann geht es fast pünktlich mit dem Boarding los. Der Flieger hebt ab und ich schaue die erste Staffel von Downtown Abbey zuende. Dann noch drei weitere Filme und dann landen wir auch schon in Bogota. Ich habe mich wachgehalten, damit ich nachher totmüde ins Bett fallen kann und kein Jetlag bekomme. Am Flughafen angekommen, geht es schnell durch die Migration und dann nach draußen. Wir warten noch etwas auf den Fahrer, den Juan uns geschickt hat. Er bringt uns nach Cota. Juan empfängt uns freundlich und da steht unser Buschen unversehrt und an der selben Stelle wie wir es vor drei Wochen verlassen haben. Wir freuen uns und fallen todmüde ins frisch gewaschene Bettchen.Leia mais
Bogota - Shopping Malls in der Neustadt
22 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C
Heute Morgen gibt es wieder frische Bonuelos zum Frühstück. Dass sind die Teigbällchen, welche im Fett ausgebacken werden und eine kolumbianische Weihnachtsspezialität ist. Dazu Rührei und frischen Mangosaft von den Mangos aus der Tatacoawüste. Danach fahren wir in die moderne Stadt, trinken guten Kaffee, durstöbern die Shopping Malls und gehen noch gut zum Abschluss essen. Dann beginnt es heftig zu regnen. Wir flüchten uns in ein Kaffee, genießen noch einen Kaffee und versuchen dann, einen Uber zu rufen. Wir versuchen es alle vier. Aber es kommt keiner, Bei dem Regen ist alles ausgebucht. Wir müssen aber heute zum Flughafen und unsere Sachen noch bei Sofias Eltern abholen. Also schafft es Thomas, mit einer anderen App ein Taxi zu ergattern. Weil sich ein heftiger Stau vor dem Kaffee gebildet hat, laufen wir die Straße hoch um die Ecke und suchen das Kennzeichen des Taxis. Nach einigem hin und her finden wir es und quetschen uns zu viert in das kleine Auto. Auf geht der Hasardeur-Ritt des Taxifahrers zu den Eltern. Er umfährt alles, gibt Gas wie der Wilde und nimmt besonders gerne die gegenüberliegende Straßenseite. Nichts für schwache Nerven, aber Felix gefällt es. Wir packen unsere Sachen und verabschieden uns herzlich bei Geraldine, Sofia und Felix. Sie haben uns wirklich einen ganz anderen Einblick in die Lebenswelt der Kolumbianer ermöglicht. Die Fahrt zum Flughafen ist dann gemütlich. Wir sind früh und machen uns einen netten Abend bevor es dann mit einer Stunde Verspätung auf zum Weihnachtsfest nach Deutschland geht. Wir freuen uns schon sehr und unsere Kinder haben alles wunderbar für uns vorbereitet. So vergeht die Zeit und tauschen sich die Rollen. Wir sind sehr dankbar für alles was wir in diesem Jahr erleben durften!Leia mais
Bogotá - Buschen parken, Usaquén
21 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C
Heute müssen wir unser Buschen um parken. Mit gemischten Gefühlen bestellen wir uns einen Uber raus nach Cota. Nach etwa anderthalb Stunden stehen wir am Parkplatz und fahren das Buschen zum neuen Campingplatz. Der ist am Stadtrand gelegen. Juan begrüßt uns und wir stellen uns als erster Kunde in die Ecke des nicht allzu großen Platzes. Hier haben etwa drei bis vier Fahrzeuge Platz. Der Platz ist gut, hier kann das Buschen gut stehen, solange wir in Deutschland sind.. Wir machen unser Buschen fertig für die drei Wochen, in denen es hier steht und packen das Gepäck für den Flug nach Hause. Alles klappt gut und so sind wir nach zwei Stunden wieder auf den Rückweg mit dem Uber zu Sofia. Im Apartment angekommen, stellen wir nur kurz unsere Sachen ab und fahren dann mit der Tante, den beiden Kindern, der Uroma mit 95 Jahren, der Oma, Geraldine, Sofia und Felix zu Essen nach Usaquen. Das ist der Stadtteil, in dem Sofia zur Schule gegangen ist, der eine quicklebendige Restaurant-Szene hat und aktuell auch einen Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone. Wir stehen etwa eine Stunde an bis wir ins Restaurant kommen. Alles kein Problem für uralte Damen und kleine Kinder. Das Essen ist dann aber gut. Wir schlendern über den Weihnachtsmarkt und lassen uns von den vielen bunten kolumbianischen Weihnachtslichtern verzaubern und von dem Weihnachtsmann auf dem Fahrrad.Leia mais
Bogotá - Taufe und Montserrate
20 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C
Heute morgen nehmen wir uns einen Uber zu der Wohnung von den Schwiegereltern meines Neffen Felix. Seine Frau stammt aus Bogota und ist hier aufgewachsen. Heute sind wir zu einer Taufe eingeladen. Felix und Sofia sind Taufpaten bei ihrer kleinen Nichte Alana, welche wir letztes Jahr auf ihrer Hochzeit kennengelernt haben. Sie wohnen in einem riesigen Gebäudekomplex in einer Gated Community. Wir lassen uns absetzen und gehen uns beim Pförtner anmelden. Dann kommen schon Felix uns Sofia runter und begrüßen uns. Wir fahren in den 11. Stock. Geraldine begrüßt und freundlich in der weihnachtlich geschmückten Wohnung. Sie gibt uns sogar ihr Ehebett als Gästebett. Wir sind sehr gerührt über so viel Gastfreundschaft. Doch dann brechen wir auf zur Taufe, bzw. erst mal zu der Kirche, wo diese stattfinden soll. Wir sind wie immer spät, aber der Täufling selber ist auch noch nicht da und so sind wir für kolumbianische Verhältnisse früh. Es kommen etwa 70 Personen zur Taufe. Der Gottesdienst wird von einem alten Pfarrer extra dafür abgehalten. Nach der Taufe geht es wieder etwa eine halbe Stunde mit dem Auto quer durch die Stadt bis zu einem Kulturzentrum in dem die Feier stattfindet. Es ist schon ein Tisch mit einer großen Tauftorte aufgebaut. Ein Caterer ist auch da, aber es wird erst mal gekocht. Die Kinder der Gesellschaft bekommen eine Hüpfburg aufgeblasen und zwei nette Frauen, welche sich um die Bespaßung kümmern. Wir lernen, dass in Kolumbien jeder Kindergeburtstag von professionellen Betreuern bestritten wird. So was könnten wir uns in Deutschland nicht leisten. Der Täufling wird herumgereicht und jeder bekommt das kleine und liebe Mädchen mal in die Hand gedrückt. Wir freuen uns auch nach so langer Zeit mal wieder ein kleines Kind im Arm zu haben. Dann gibt es Hotdogs für die Kinder und noch etwas später auch das Essen für die Erwachsenen. Dann gehen wir noch etwas um den Block spazieren und verpassen die Rede der Täuflings-Eltern. Dafür bekommen wir aber ein Stück super süße Torte. Sie schmeckt sehr nach Amerika. Diese Torte hätten wir auch in den USA serviert bekommen. Am späten Nachmittag löst sich die Feier auf und wir fahren mit Sofia, Felix und Geraldine noch zum Monserrate. Eine ganze Stunde stellen wir uns an der Zahnradbahn an. Als wir oben auf dem Berg ankommen, ist es schon dunkel. Überall strahlt die bunte und farbenfrohe kolumbianische Weihnachtsbeleuchtung. Wir wandern zur Kirche und wir frieren. Wir sind über 3.000 Meter hoch und der Wind ist eisig. So frieren wir so nahe am Äquator. Es soll noch einen speziellen Weihnachtsgesang geben, aber Thomas und mir ist es zu kalt und so fahren wir zurück. Es war ein wirklich schöner und ereignisreicher Tag.Leia mais
Bogotá - Free Walking Tour La Candelaria
19 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 19 °C
Wir haben eine Free Walking Tour durch die Altstadt Candelaria gebucht. Auf Englisch, und so ist es eine kleine Gruppe. Ein Päarchen aus Madrid, eine Australierin und ein Portugiese. Der Führer ist sehr nett und informiert und so erfahren wir Einiges über die Geschichte Bogotas und die noch wenigen erhaltenen alten Bauwerke. Wir machen einen Stop an einem Markt und bekommen eine Chicha Verkostung. Aber mir schmeckt das Zeug immer noch nicht, obwohl diesmal der Ananasgeschmack das Ganze etwas besser macht. Von dort geht es zum Gründungsplatz Bogotas. Es ist ein kleiner Platz mit vielen Restaurants und einer kleinen Kirche. Abends soll es nett sein, aber es werden auch bestimmt viele Taschendiebe unterwegs sein. Im Anschluss an die Tour nehmen wir uns einen Uber und lassen uns zum Hotel in dem nördlichen Stadtteil Chapinero fahren. Hier ist es gemütlich. Die kleinen zweistöckigen Häuser und kleinen Parks sehen aus wie mitten in England. Man könnte meinen, man sein in Cambridge, zumal auch noch ein Teil der Universität in diesem Stadtteil ist. Wir gehen Gastgeschenke im Supermarkt einkaufen, danach lecker essen und dann noch in einer Brauerei ein Bierchen trinken. So klingt der Tag doch noch ganz gut aus.Leia mais
Bogotá - Altstadt und La Candelaria
19 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ⛅ 17 °C
Wir haben erstaunlich ruhig auf dem Parkplatz geschlafen. Nach etwa 30 minütiger Suche haben wir auch einen Uber, welcher uns in die Innenstadt von Bogota fährt. Auf der Rückseite der Hauptkathedrale lassen wir uns absetzen und gehen erst mal in die „Puerta Falsa“, ein Restaurant in dem es die berühmte Schokolade mit Käse gibt. Es ist proppenvoll. Wir bekommen einen Platz und bestellen eine Portion. Mir ist Schokolade mit Käse nicht geheuer. Thomas ist da sehr viel experimentierfreudiger. Ich trinke etwas von der Schokolade ab und dann ist sie nicht mehr heiß genug um den Käse zu schmelzen. Schade, aber Thomas schmeckt es. Dann besichtigen wir die Kathedrale, den Plaza Bolivar, gehen die alte Straße steil den Berg rauf, vorbei am Theater und alten Kolonialbauten. Die Stadt ist nicht wirklich hübsch. Dann schauen wir uns das Parlament von außen an und den Präsidentenpalast. Wir schlendern die Fußgängerzone zur ältesten Kirche Francisco. Da wir Durst haben gehen wir in einen winzigen Supermarkt und kaufen zwei Flaschen Wasser und eine Cola. Und da ist es passiert. Mir wird unbemerkt im Gedränge des Geschäfts mein Handy aus der kleinen Umhängetasche entwendet. Es ist zwar nur mein altes Handy, aber trotzdem bin ich überrumpelt und geschockt. Das alte Handy habe ich in großen Städten immer in der Tasche um nach Googe Maps zu schauen und zu fotografieren. Das eigentliche Handy steckt in einem Bauchgurt und gibt einen Hotspot an das alte Handy. Das ist meine Versicherung, dass mir nie mein aktuelles Handy gestohlen wir. Hier hat genau diese Versicherung zugeschlagen. Dennoch sehr ärgerlich! Trotzdem es geht weiter. Wir haben eine Free Walking Tour durch die Altstadt Candelaria gebucht, aber die gibt's im nächsten Footprint...Leia mais
Waschtag in Guatavita, Fahrt nach Bogotá
18 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 19 °C
Heute wollen wir weiter nach Cota. Ich habe mir einen Waschsalon auf der Strecke ausgesucht, welcher Waschmaschinen zum Selberwaschen hat. Dies ist eine Seltenheit in Kolumbien und wohl auch nur aufgrund der Großstadtnähe gegeben. Daher checken wir aus und erzählen Camillo, dass wir heute noch Wäsche waschen müssen. Da bietet er uns seine Waschmaschine an. Na das nehmen wir gerne an. So können wir den schönen Campingplatz genießen und die Wäsche waschen. Besser als im Waschsalon sitzen. Wir waschen drei Wäscheladungen. Das Wetter ist uns hold. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und es gibt einen leichten Wind. Das ist ideal zum Wäsche trocknen. Nach drei Stunden sind wir mit der Wäsche durch und nach einer weiteren Stunde ist alles trocken und duftet gut. Ich habe Zeit, unseren Blog zu schreiben und Thomas bearbeitet seine Bilder. Wir fahren am Nachmittag ab und sind so gegen 17 Uhr in Cota. Wir halten mit Juan per WhatsApp Kontakt. Als wir vor seiner Haustür stehen, ist er jedoch nicht da. Er schickt uns einen Häuserblock weiter auf einen öffentlichen Bezahlparkplatz, wo wir auf ihn warten sollen. Wir stellen uns hin und gehen erst mal essen. Dabei erwischt uns ein Regenschauer. Was hatten wir doch Glück mit dem Wetter heute Morgen für unsere Wäsche. Kaum sind wir mit dem Essen fertig, ruft Juan an, er sei am Parkplatz. Er erklärt uns, dass er ein neues Haus mit Campingplatz gekauft hat, welches er allerdings erst am Sonntag beziehen kann. Wir können unser Buschen so lange auf dem Parkplatz stehen lassen und dann würde er es auf seinen Campingplatz fahren und abstellen. Na, so war das nicht ausgemacht. Zudem darf er laut Versicherungspolice gar nicht unser Auto fahren. Aber wir sind ja noch am Sonntag da und werden dann das Buschen selber auf den Campingplatz stellen. Sollte der Stellplatz nicht so sein, wie wir uns das vorstellen, beschließen wir, unser Buschen wieder zurück nach Guatape zu Camillo zu fahren. Also werden wir sehen, was am Sonntag rauskommt. Dazu kommt, dass Juan selber auch keine Autowerkstatt hat. Wir hatten mit ihm ausgemacht, dass er während unseres Aufenthalts in Deutschland den Ölwechsel macht. Er besorgt aber nur eine Werkstatt, die das macht. Auch dafür meint er, das Auto durch die Gegend fahren zu können. Das wollen wir aber nicht. Dann muss alles gemacht werden, wenn wir wieder da sind. Das war alles so nicht geplant. In iOverlander stand es so, als ob er selber Automechaniker sei und nicht Vermittler. Er selber hat diesen Eindruck in unseren WhatsApp Kontakt auch so aufrechterhalten. Wir haben jetzt so keine wirkliche Alternative. Aber das ist uns nicht so angenehm.Leia mais
El Dorado - Laguna de Guatavita
17 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 15 °C
Die Nacht war kühl und ruhig. Morgens überlegen wir, uns ob wir einen Uber zu der Lagune bestellen. Da jedoch keiner im Angebot ist und auch Camillo sagt, die Straße sei gut zu befahren, nehmen wir das Buschen. Erst verpassen wir den Abzweig, den Google uns anzeigt. Wir fahren zurück, biegen ab und fahren eine kleine unbefestigte Straße entlang. Zunächst an Häusern vorbei und dann an Wiesen mit weidendem Vieh. Wie in Österreich, nur die Straße ist eher ein Wanderweg. Teilweise haben wir super steile Anstiege auf unbefestigtem Geröll. Thomas gibt echt Gas, aber es ist grenzwertig. An dem Gasthof am Ausgang des Wanderweges zur Lagune gibt es einen großen Parkplatz. Wir stellen das Buschen ab und sind froh, nicht mehr weiter fahren zu müssen. Der Busfahrer des Kleinbusses meint, er würde in etwa 40 Minuten zum Eingang fahren. Wir können gerne mitfahren. Wir trinken noch einen Kaffee und beschließen dann doch zu laufen. Die Straße ist ziemlich schlecht, aber zum Wandern gut. Nach knapp einer Stunde sind wir am Eingang. Wir kaufen ein Ticket. Man kommt nur in geführten Gruppen an die Lagune und im Moment gibt es nur spanischsprachige Führungen von den Rangern. Das ist Pech. Wir gehen rein und da ist eine Gruppe mit einer lustigen Führerin, welche fließend Englisch spricht. Sie lädt uns freundlich ein, in der Gruppe mitzugehen. Das nehmen wir dankbar an. So bekommen wir einige Hintergrundgeschichten zur El Dorado Lagune mit. Die Lagune wurde von den Indianern als der Bauch ihrer Göttin Pacha Mama verehrt. Daher wurden viele goldene Figuren als Opfergaben in den Se geworfen. Als die Spanier auf der Suche nach dem legendären Indianergold an den See kamen, fanden sie tatsächlich viele goldene Figuren und dachten das sagenhafte El Dorado gefunden zu haben. Nun war die Frage, wie man an das viele Gold auf dem Grund des Sees kommen sollte. Man kam irgendwann auf die Idee, einen Teil der Seitenwand des Vulkansees zu sprengen und so den See auszutrocknen. Da man allerdings nicht wusste wie tief der See war, floss nur ein Teil des Wassers ab. An dem freigelegten Ufer fand man viele goldene Figuren, aber ganz konnte man den See nicht austrocknen. Daher liegt es bis heute in dem Bereich der Legenden, ob hier wirklich das sagenhafte Gold der Indianer liegt. Unser Weg hoch an den Kraterrand des Sees ist sehr steil und anstrengend. Die Führerin ist unterhaltsam und nett. Oben angekommen, bietet sich ein grandioser Blick auf die grün bis türkis schimmernde Lagune. Je nach Sonneneinstrahlung wechselt sie ihre Farbe. Wir laufen im Halbrund darum herum. Leider sind viele Touristengruppen unterwegs und so ist dieses wunderschöne Naturerlebnis sehr überlaufen. Wir sind mehr als 3.000 Meter hoch und haben einen genialen Blick auf das Umland. Wir lassen die Gruppen vorbeiziehen, bedanken uns bei der Führerin und genießen zum Schluss noch einige ruhige Minuten. Dann laufen wir zu unserem Buschen. Der Wirt des Restaurants verkauft Thomas einen teuren geräucherten Schweinebauch und die Information, den unbefestigten Weg noch einige hundert Meter entlang zu fahren und dann nach links auf eine geteerte Straße abzubiegen, welche an den aufgestauten See von Guatape führt. Das sei sehr viel komfortabler als der ungeteerte Schüttelweg, den uns der Google hochgeschickt hat. Sollen wir das glauben? Ich laufe den weg nochmal sicherheitshalber ein paar Meter ab. Ja, den ungeteerten Teil können wir schaffen. Thomas beschließt, dem Wirt zu glauben. Das war eine gute Entscheidung. Nach ein paar hundert Metern unbefestigten Weges entpuppt sich die Straße als tatsächlich voll geteert. Zu Anfang neu und glatt wie ein Kinderpopo, dann etwas älter mit Schlaglöchern und aufgerissenen Stücken. Aber kein Vergleich zu der unbefestigten Straße die wir gefahren sind. Diese Straße ist wirklich einfach. Es ist unglaublich, welchen Mist einen Google schickt und wenn man die Gegend nicht kennt, weiß man es nicht anders. So fahren wir recht entspannt zurück, gehen in den Ort superlecker Forelle essen und lassen den Abend gemütlich ausklingen.Leia mais
Die Salzmine von Nemocón
16 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C
Wir haben eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz verbracht, da wir ganz alleine waren und das Tor verschlossen war. Wir frühstücken gemütlich und sind pünktlich um neun Uhr an der Salzmine. Wir bekommen die erste Führung des Tages und das noch völlig exklusiv. Zusammen mit der netten Führerin Adriane geht es zu Fuß hinab in die Stollen. Alles ist noch so erhalten, wie die Mine vor 30 Jahren aufgegeben wurde. Hier wurde auch der Film 33 gedreht, welcher die reale Begebenheit von 33 verschütteten Bergleuten in einem Bergwerk in Chile erzählt. Den Film müssen wir uns zu Hause mal ansehen. Es geht weiter in den Stollen. Wir bewundern die Salze, welche teilweise weisse Wasserfälle bilden und auch Stalaktiten, welche von der Decke und den Wänden ragen. Im Zentrum gibt es eine kleine Marienkirche. Hier kann man sogar Hochzeit feiern. Ein wirklich exklusives Ambiente. Sie haben das Salzgestein hier verflüssigt und nach oben gepumpt. Die Salzwannen sind noch immer erhalten und bieten durch die farbige Beleuchtung besondere Lichtreflexionen. Man sieht das Gewöbe in den Becken gepiegelt tief nach untern. Ein wirklich fasziniereder Effekt. Die Führung dauert fast drei Stunden und hat uns wirklich gut gefallen. Es ist völlig anders als die Salzkathedrale gestern, aber mindestens genauso gut. Wieder am Tageslicht, brechen wir auf und fahren eine teilweise nicht geteerte Straße nach Guatavita. Die Straße war besser als befürchtet und so kommen wir nach etwas mehr als einer Stunde in Guatavita an. Es liegt an einem Stausee und wurde uns als besonders hübsch empfohlen. Wir hatten ein kleines Kolonialstädtchen erwartet, finden ber eine super modernes Retortendorf vor. Es ist ganz nett am See gelegen. Dafür finden wir einen Stellplatz bei einem super netten Musiker. Er hat am Abend noch eine Familie aus Bogota zu Gast und macht eine schönes Lagerfeuer. Der Mann der Familie ist Smaragdhändler und etwas skurril. Sein Freund ist aber sehr sympatisch und nett. Und so wird es ein sehr kühler aber unterhaltsammer Abend am Lagerfeuer.Leia mais
Catedral de Sal und Nemocón
15 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C
Die Nacht war erstaunlich ruhig. Kein Hundegebell, keine Motorgeräusche, keine Hahnenschreie früh morgens. Einfach ruhig und das mitten in der Stadt. Wir laufen den Berg zum Eingang der Salzkathedrale hoch. Um Punkt 9 Uhr öffnet der Ticketschalter und so kommen wir als einer der Ersten in die Kathedrale. Zunächst laufen wir den Kreuzweg entlang. Hier wurden die einzelenen Kreuzwegstationen in den Salzstein gemeißelt und wunderschön but beleuchtet. Dann kommen wir in die Kathedrale selber. Sie ist eine riesige Halle mit einem schwebenden vielfarbig beleuchteten Kreuz über dem Altar. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre, welche wir genießen können da noch nicht viele Besucher da sind. Auch die Seitenschiffe sind beeindruckend. Das ist wirklich einzigartig. Wir geben am Ausgang unseren Audioguide zurück und schlendern noch etwas durch das Örtchen. Von dort fahren wir weiter nach Nemocon, welches nur knapp 30 Kilometer entfernt liegt. Hier gibt es ein weiteres Salzbergwerk zu besichtigen. Noch ürsprünglich und nicht zu eine Kathedrale umgeformt. Der Weg gestaltet sich zum Schluß etwas holprig und voller Schlaglöcher. Im Ort tanken wir noch zwei Garafonen Trinkwasser. Man kann angeblich auf dem Parkplatz des Salzbergwerks stehen. Es stellt sich jedoch heraus, dass dies nur ein kleiner seitlicher Waldweg ist und völlig schief. Wir finden einen Bezahlparkplatz. Der alte Mann gibt uns sogar einen Schlüssel mit dem wir nachts das Haupttor verschliessen können. Wir laufen durch das schnuckelige Örtchen. Danach kochen wir uns ein Mangocurry, da die Mangos gegessen werden müssen. Abends bewundern wir die ausladenende Weihnachtsbeleuchtung. Ein Mann empfiehlt uns, auch noch zum Salzbergwerk zu gehen. Das sei auch schön beleuchtet. Wir laufen dorthin und finden ein langen Lichtertunnel vor, welcher hoch auf den dahinterliegenden Hügel führt. Auf dem Hügel ist eine ganze Wiese mit weißem Fliess ausgelegt, welches in der Beleuchtung wie Schnee wirkt und viele weihnachtliche Figuren und Tannenbäume. Sehr eindrucksvoll. Die Weihnachtsbeleuchtungen sind hier wesentlich extensiver als bei uns zu Hause.Leia mais
Von Pandi nach Zipaquirá
14 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 19 °C
Nach dem Frühstück gehen wir zur Messe. Wir hatten eigentlich vorher geschaut. Wir dachten sie beginnt um 8 Uhr, aber wir haben das falsch gesehen. Sie ist erst um 10 Uhr. Wir gehen beim Bäcker noch ein leckeres Stückchen essen, fritierte Yuccabälchen und natürlich einen Tinto. Die Messe ist gut besucht und es gibt eine Taufe. Danach fahren wir weiter Richtung Bogota. Wir können die Stadt schon sehen, da biegen wir ab und fahren den Stadtrand entlang bis nach Zipaquira. Hier wollen wir morgen die berühmte Salzkathedrale besichtigen. Es ist super voll. Auf dem Parkplatz dürfen wir auch nicht stehen bleiben, da derzeit die Feierlichkeiten zum 30ig-jährigen Bestehen der Salzkathedrale gefeiert werden. Wir haben Glück und finden ganz nahe dabei einen öffentlichen und bewachten Parkplatz. Wir dürfen auch über Nacht bleiben und so suchen wir uns eine halbwegs ebene Stelle. Wir schlendern durch das schöne alte Kolonialstädtchen, essen gut zu Abend und feiern in der Fiesta der Parkanlage der Salzkathedrale noch mit. Wir kommen sogar noch zum Tanzen, denn es wird Abend schon sehr kühl. Wir befinden uns auf 2.700 Meter Höhe. Aber die Bewegung des Tanzens hilft dagegen. Um Punkt 10 Uhr ist das Konzert beendet und wir legen uns schlafen. Da klopft die Besitzerin des Parkplatzes an und bittet uns diesen zu verlassen, da die Übernachtung nicht erlaubt sei. Thomas diskutiert, da uns dies vorher ausdrücklich erlaubt wurde. Im Dunklen werden wir nicht mehr fahren und uns etwas suchen. Es ist spät und alles geschlossen. Sie lässt uns dann großzügig doch stehen.Leia mais
Pandi und Mirador La Chapa
13 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 22 °C
Wir haben unruhig geschlafen. Die Hunde haben die ganze Nacht um unser Buschen herum gebalgt, gebellt und gespielt. Wir machen ein gemütliches Frühstück und organisieren uns im Örtchen ein Tuktuk, welches uns zu dem Aussichtspunkt oberhalb des Örtchens fahren soll. Der Weg dorthin ist für unser Buschen unbefahrbar. Der Señor unseres Stellplatzes besorgt uns ein Tuktuk und verhandelt auch den einheimischen Preis. Wir fahren hoch und wundern uns, was dieses kleine dreirädrige Gefährt alles schafft. Steile Steigungen, riesige Felsbrocken im Weg, schlammige Streckenabschnitte. Alles wird souverän gemeistert. Oben angekommen genießen wir den atemberaubenden Blick über die Bergwelt und das Tal. Leider ziehen schon wieder die ersten Wolken auf und verhängen den Fernblick. Wir machen eine kleine Wanderung um den Felsen und lassen uns wieder runter fahren. Der Tuktuk-Fahrer nimmt zurück einen besseren, aber längeren Weg. Unten lässt er uns direkt vor der Spanferkelbräterei in der Nachbarschaft unseres Stellplatzes raus. Wir bekommen ein saftiges Stück angeboten und beschließen spontan, dort zu essen. Es ist wirklich super lecker. Danach wandern wir zu einer nahgelegenen Schlucht und laufen noch runter zum Schwefelschwimmbad. Dort werden wir von dem wütenden Gebell einiger Hunde begrüßt. Einer fällt Thomas fast an und so kehren wir um. Den Abend verbringen wir mit einem Glas Rotwein vor unserem Buschen. Die Abende sind hier lauschig und angenehm. Wir sind ja auch nur knapp tausend Meter hoch.Leia mais
Pandi
12 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 25 °C
Wir haben gut und ruhig beim Rauschen des Baches geschlafen. Heute erwarten sie hier jedoch eine Hochzeitsgesellschaft. Alle sind sehr geschäftig damit, alles schön herzurichten und zu schmücken. Also ist es ganz gut, wenn wir heute weiter fahren. Wir frühstücken noch in Ruhe. Die frischen Mangos sind herrlich saftig und süß. Wir werden nie mehr welche zu Hause essen können, denn jetzt wissen wir wie sie wirklich schmecken müssen. Weiter geht es auf der Autobahn. Die Fahrt führ durch herrliche Berglandschaft und über eine riesiege zweispurige Autobahnbrücke, welche sich riesig über das Tal spannt. Also sie können doch Straßenbau, was man auf den Nebenstrecken sonst immer stark bezweifelt. Heute steuern wir das kleine Bergörtchen Pandi an. Das letzte in der Kette der Kaffee-Örtchen. Der Ort selber liegt auch nur bei knapp tausend Meter Höhe und ist wieder sehr heiß. Die Temperatur hier in Kolumbien ist eine Frage der Höhe und nicht der Jahreszeit. Sehr ungewohnt für uns als Europäer. Wir kommen in dem Örtchen an und suchen nach einem Stellplatz. Etwas außerhalb liegt wieder ein so multifunktionaler Campingplatz. Wir lassen das Buschen auf der Straße stehen und gehen die letzten Meter rauf um zu sehen wie die Zufahrt ist. Sie ist aber super steil und unbefestigt. Nichts für uns. Die Besitzerin ist auch super unfreundlich und sagt gleich, dass es heute keinen Service gibt. Also fällt der Stellplatz aus. Wir fahren an den Marktplatz, parken das Buschen und laufen durch den kleinen verschlafenen Ort. Am anderen Ende soll es noch einen Campingplatz geben. Die Zufahrt ist ok und gut befestigt und flach. Aber leider rührt sich keiner. Die Hunde bellen heftig. Thomas ruft die Rufnummer an, welche wir im iOverlander gefunden haben. Der Mann hebt ab und verspricht in fünf Minuten da zu sein. Er zeigt uns die verwilderte Wiese, welche zum Zelten sein soll und völlig desolate Duschen und Toiletten. Da kommen wir mit dem Buschen sowieso nicht hin. Wir können aber in der flachen Einfahrt stehen. Kein Problem und er bietet uns auch das Bad im Haus an, denn plötzlich ist auch eine Frau im Haus die uns freundlich begrüßt. Warum sie vorhin nicht aufgemacht hat wissen wir nicht. Wir holen also unser Buschen vom Marktplatz und stellen uns in die Einfahrt. Die Hunde sind freundlich, aber das Haus und das gesamte Gelände sind völlig verwahrlost. Das Häuschen von innen vermüllt und das Bad eine Katastrophe. Sowas haben wir selbst in Mexiko noch nicht gesehen. Wie können Menschen nur so leben, denn daran könnte man schon etwas ändern, das kann man nicht durch Armut entschuldigen. Naja, wir schlafen im Buschen und haben eine schöne ruhige und sicher Umgebung. Abends gehen wir noch mal auf den Marktplatz und bewundern die wirklich üppige Weihnachtsbeleuchtung. Wer bezahlt so was in einem so kleinen Ort. Er hat weniger Einwohner als Naurod und bei uns zu Hause gibt es gerade einmal einen beleuchteten Weihnachtsbaum. Ich trinke einen Tinto und Thomas ein Bierchen und so klingt der Abend weihnachtlich aus.Leia mais
Paso La Linea und Anaime
11 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 13 °C
Die Nacht war ruhig und eisekalt. Wir schmeißen morgens wieder die Heizung zum Frühstück an. Dann verlassen wir dieses eindrucksvolle Tal. Es geht zurück an Salento vorbei auf die Hauptstrasse und dann in Richtung Bogota. Unterwegs kaufen wir süße Granadillas und superreife Mangos. Wir fahren einen Pass, La Linea. Dieser Pass ist berühmt unter Radfahrern und eine besondere Herausforderung, da er teilweise mehr als 15% Steigung aufweist. Wir fahren an Lastern vorbei, welche sich vollbeladen hoch und runter quälen. Zum Glück nur in eine Richtung, da die andere Richtung durch einen Tunnel zu befahren ist. Leider spielt das Wetter nicht mit und die Passhöhe und die umliegende Bergwelt ist wolkenverhangen. Gegen drei Uhr beschließen wir, dass für heute Schluß ist. Wir fahren von der Hauptstraße ab in den Canyon de Anaime hinein. Die Hänge stehen voller Kaffee und Gemüse. Jeder Zentimeter, und sei er noch so steil, wird hier landwirtschaftlich genutzt. Wir finden ein schönes Plätzchen an einem Multifunktionsrestaurant. Wir dürfen uns auf dem weitläufigen Gelände ein schönes Plätzchen zum Hinstellen aussuchen. Natürlich gibt es Toiletten und Duschen. Auch essen können und sollen wir hier. Es ist nur Personal da, keinerlei andere Kunden. Also genießen wir die Ruhe und das Rauschen des Flusses. Die Frau bekocht uns lecker. Dann machen wir noch einen Abendspaziergang in das kleine völlig untouristische Örtchen Anaime. Dort trinken wir noch einen Tinto und essen ein süßes Stückchen. Tinto ist hier übrigens kein Rotwein, wie in Spanien, sondern ein kleiner schwarzer Kaffee.Leia mais
Valle de Cocora
10 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 17 °C
Die Nacht war noch kälter uns so macht uns Thomas zum Frühstück die Heizung an, damit wir nicht frieren müssen. Dafür ist der Himmel stahlend blau. Wir gehen früh los. Um acht Uhr macht der Park auf und so sind wir ziemlich pünktlich da. Wir machen zunächst mal ein Photoshooting vor knallblauem Himmel und den hoch aufragenden Wachspalmen. Den höchsten Palmen der Welt. So vor blauem Himmel kommen sie so richtig zur Geltung. Dann beginnen wir unsere Wanderung. Auf verschiedenen Höhen gibt es wunderschöne Aussichtspunkte über das gesamte Tal. Dann schieben sich langsam die ersten Wölckchen vor und dann mehr. Wir haben einen Rundweg geplant. Zunächst einen gut befestigten Weg bis zu einem der bewirtschafteten Bauernhöfe, welcher knapp auf dreitausend Meter Höhe liegt. Das ist auch der höchste Punkt unserer Wanderung. Von dort geht es schlammig und rutschig bergab. Zunächst zu einem Kolobri-Bauernhof. Mit Zuckerwasser locken sie die Kolibris an. Diese kommen in kleinen Schwärmen und sind schön zu fotografieren. Dann geht es einen kleinen Bergbach entlang über unzählige teilweise recht morsche Hängebrücken bis wir fast wieder zurück sind. Die Wanderung hat den ganzen Tag gedauert und wir haben jede Minute genossen. Wir kommen zum Schluß an einer Forellenfarm vorbei und beschließen, Forelle zu essen. Sie bieten fritierte Forelle an. Es gibt nur dieses eine Gericht, aber es ist sehr lecker nach einer solchen Wanderung. Zurück am Buschen legen wir die Füße hoch und genießen den Abend und die untergehende Sonne über dem spektakulären Palmental.Leia mais
Salento
9 de dezembro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 20 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück mit wunderschöner Kulisse geht es weiter. Wir verabschieden uns von dem französischen Backpacker Päarchen, mit dem wir uns gestern bis spät in die Nacht unterhalten haben. Sie sind auf Weltreise und haben sich eine einjährige Auszeit genommen. Das ging zu unserer Zeit nicht so einfach. Wir fahren also los und bleiben nach gut zwei Kilometern an der Baustelle stecken. Bei der Hinfahrt ging es bergab und es war trocken. Heute Nacht hat es heftig geregnet. Das Stück befahrbarer Straße ist völlig aufgeweicht und hat riesige, tiefe und matschige Spurrillen. Thomas nimmt Anlauf, aber die Strassenarbeiter wedeln heftig und so stoppt er und fährt rückwärts zurück. Sie bräuchten noch etwa drei Stunden um die Straße soweit für 2x2 befahrbar zu machen. Thomas muss also rückwärts bis zu einer Hofeinfahrt, wo er dreht. Wir finden eine Stelle in der Nähe wo Gestein für den Straßenbau abgeladen wurde. Hinter diesem Hügel parken wir am Straßenrand. Was sollen wir tun. Wir laufen zurück und schauen den Straßenarbeitern zu. Acht Männer bemühen sich nach allen Kräften, mit lediglich zwei Schubkarren und Schaufeln. Es geht vorran. Die tiefen Spurrillen werden zugeschüttet. Es stoppt ein Österreicher mit seiner kleinen Tochter und einem normalen Auto. Auch er kommt nicht durch. Wir unterhalten uns kurz. Er ist wegen der aus seiner Sicht chaotischen Zustände in Österreich mit seiner Frau und seinem Kind nach Kolumbien ausgewandert. Hier hat er eine Farm gekauft und will jetzt Austernpilze züchten und seine Tochter selber unterrichten. Hier gibt es wirklich schräge Vögel. Ihm wird das Warten zu lange und er kehrt mit seiner Tochter auf seine Farm zurück. Wir warten. Nach etwa drei Stunden erklären die Bauarbeiter die Straße für befahrbar. Thomas überredet sie, noch einen Holzpfahl zu entfernen, welcher die Fahrbahn am Hang sehr eingeengt hat. Ohne Pfahl braucht er nicht so präzise zu lenken, was bei der steilen und schwer befahrbaren Strecke nicht so möglich ist. Wir holen das Buschen. Thomas nimmt Anlauf um hochzukommen. Auf halber Strecke bleibt er stehen. Er versucht wieder anzufahren. Alle Bauarbeiter versuchen anzuschieben. Aber das klappt nicht. Das Buschen schlingert und schlägt mit dem Heck weit aus. Also nochmal zurück. Ohne Hilfe kommen wir nicht rauf. Thomas versucht es nochmal. Er kommt zwar weiter hoch, bleibt aber auf ungefähr zwei Drittel der Strecke stecken. Schnell legen wir dicke Steine hiner die Hinterräder, damit der Bus nicht mehr nach hinten rutscht. Wir brauchen aber jemanden, der uns das letzte Drittel hochzieht. Da kommt einer von den Jeeps, welche Personen und Lasten transportieren. Er erklärt sich bereit zu ziehen. Wir holen unser bewährtes Abschleppseil raus und dann geht es ruck zuck und wir sind oben. Was ein Glück. Das war mal wieder ein echt nervenstrapazierende Situation und für das Buschen materialverschleißend. Die Straßen in Kolumbien sind wirklich super schlecht (außer den Autobahnen, die sind sehr gut). Wir fahren eine kurze Strecke bis Salento und sind nach etwa einer Stunde da. Wir nehmen uns einen gut zugänglichen Parkplatz und besichtigen die kleine Stadt. Sie ist schön für den Tourismus rausgeputzt. Ein schicker Park in der Mitte, eine schöne Kirche und eine "Drosselgasse", wo sich ein Geschäft an das andere reiht. Wir laufen noch hoch auf einen Aussichtpunkt. Leider haben sich die Wolken so zusammengezogen, dass wir nicht in das Valle de Coco schauen können. Dafür gibt es eine schöne Aussicht über Salento. Wir gehen noch essen und nehmen dann noch einen Kaffee zum Abschluß. Dann beschließen wir, noch die kurzen 12 Kilometer in das Valle de Coco zu fahren. Das war eine gute Entscheidung. Wir finden einen Stellplatz mit Aussicht über das ganze Tal und eine hoch aufragende Palme direkt vor uns. Wir machen noch einen kurzen Abendspaziergang bis zum Parkeingang und gehen wieder in unser warmes Buschen. Es wird empfindlich kalt und so sind wir froh, im Warmen zu sitzen.Leia mais







































































































































































































































































































































































































