Colombia
Barichara

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38 travelers at this place:

  • Day276

    Tranquilo

    September 29, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Während der Fahrt frage ich mich mehrmals, ob unser Ziel abseits der meisten Touristenrouten die anstrengende Reise wert ist. Wir reisen mal wieder auf Empfehlung. Franzi und Martin, mit denen wir einige Zeit in Mexiko verbracht haben, schwärmten so sehr von diesem kleinen Örtchen, dass wir nie in Frage stellten, dorthin zu wollen.
    Als wir im quirligen Bucaramanga umsteigen, hält sich unsere verschlafene Vorfreude noch in Grenzen. Die Fahrt von hier nach San Gil jedoch, verspricht uns pure Natur. Wir fahren durch die Anden und ich kriege meine Nase nicht von der Fensterscheibe vor lauter Staunen. Als Seb tatsächlich bei diesem Anblick einschläft, wecke ich ihn an der nächsten beeindruckenden Schlucht mit Blick auf ein idyllisches Tal mit breitem reißenden Fluss und die Bergkette.
    Die Berge erstrecken sich mächtig gewaltig vor uns und die Serpentinenstraße ruft nochmal eine ganz andere Art Adrenalin in mir hervor.
    Die Fahrtweise kolumbianischer Busfahrer ist nun nicht grad deutsch, manche schimpfen sie sogar als die aggressivste der Welt. Ich hoffe einfach, dass wir genug Glück haben, dass beim Überholen kein Auto um die nächste Kurve geschossen kommt und das Übergewicht der Passagiere nicht auf der Abhangseite liegt...lieber konzentriere ich mich weiter auf die geniale Aussicht.
    Als wir in Barichara einfahren, sind wir sofort entzückt. Weiße Häuser mit roten Ziegeldächern säumen die ruhigen Gassen, in denen Hunde es eiliger zu haben scheinen als Menschen. Auch unsere Unterkunft strahlt eine magische Ruhe aus. Wir werden von einer netten Argentinierin begrüßt, die seit einigen Wochen hier arbeitet und ein gut verständliches, aber schnelles Spanisch plappert. Ein 200 Jahre altes Haus mit gemütlichem Innenhof voller Pflanzen, Hängematte, Couch und Büchern lädt zum Verweilen ein. In unserem Zimmer schauen wir auf den grünen blühenden Innenhof und werden früh von ganz vielen unterschiedlichen Vogelstimmen geweckt. Uns wird klar, dass wir die nächsten Tage einen Gang herunter schalten und alles von dieser Stimmung für uns mitnehmen wollen. So schlendern wir tagtäglich durch die Gassen, beobachten Menschen, schauen uns die vielen kleinen Silber-/Papier-/ und Bastelwerkstätten an und werden selbst kreativ. Ich lerne verschiedene Arten, wie man Traumfänger herstellt und würde am liebsten sofort hunderte machen.
    An einem Tag wandern wir den “Camino Real” nach Guane über Stock und Stein immer entlang der Berge und treffen lediglich eine Handvoll anderer Wanderer, ein paar süße Kälber, eine Ziege und ein paar Hunde. Die alte “königliche Straße” wurde von der indigenen Bevölkerung gebaut, seitdem schon mehrmals wieder hergestellt und 1988 zum nationalen Denkmal erklärt. Auf dem Weg sollen sich wohl einige Fossilien in den Steinen verstecken, doch wir finden die Aussicht um einiges interessanter.
    Lediglich ein paar Kuhglocken unterbrechen die Stille und das Vogelgezwitscher. Guane wirkt noch verschlafener und ruhiger als Barichara. Ziegenmilch wird in allen Verarbeitungsformen in 2-3 Lädchen verkauft und der Rest des Dorfes scheint eine Siesta zu machen.
    Der Ausflug war so schön, dass wir es am Folgetag unserer Argentinierin gleich machen und ihr, einer Freundin und dem kleinen Hund Pantuflo nach Villanueva folgen und so eben Tag für Tag in das Dorf und seine Umgebung hinein leben. Wir bestaunen sagenhafte Aussichtspunkte und genießen hervorragendes Essen.
    Ich könnte zwar noch wochenlang hier bleiben, aber vor allem Seb zieht es weiter und er sehnt sich wohl nach ein bisschen mehr Aktion.
    So verbringen wir noch zwei Tage in San Gil, der Sporthauptstadt des Landes, gehen Wildwasserraften (was aufgrund meiner Wahl zur weniger gefährlichen Strecke doch etwas langweiliger ist als erwartet), besuchen den wunderschön angelegten “Parque Gallineral” am Rio Fonce, kriechen unter Baumbrücken hindurch und staunen über die riesigen moosbedeckten Bäume, die fast die Mystik von “Herr der Ringe”-Filmen widerspiegeln.
    Außerdem gönnen wir uns hier mal wieder Massage und Friseur. Während ich enttäuscht bin von den zwei Schnitten mit einer Bastelschere, kommt Seb begeistert und wie ein neuer Mensch vom Barbier wieder. 1,5 Stunden wurde er von einem Venezolaner bearbeitet, der vor einer Woche erst sein Geschäft hier eröffnete. Er ist selbst begeisterter Radfahrer und wurde in Bogota inmitten der Stadt mit Messern angegriffen und erpresst, sein teures Rad abzugeben. Da er im Anschluss nicht mehr in der Hauptstadt leben wollte, kam er hierher...
    Da wir noch genug Zeit vor der Abfahrt haben, besuchen wir die “Cascada de Juan Curi”, einen 75 Meter hohen Wasserfall 25 Gehminuten in den Dschungel hinein. Wir sind hier ganz allein. Um in das Becken zu springen, ist es uns heute jedoch etwas kalt und so machen wir einfach ein kleines Picknick und genießen die kleine Erfrischung durch die Wasserspritzer.
    Am Abend dann treten wir völlig entspannt von den letzten Tagen die Nachtfahrt Richtung Küste nach Santa Marta an, um in den Dschungel nach Minca zu gelangen.
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  • Day15

    Durch die Gassen von Barichara

    October 6, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    In der Nähe von San Gil liegt die kleine Kolonialstadt Barichara, welche heute unser Ausflugsziel war. Ebenfalls wie Villa de Leyva zeichnet sie sich durch ihre Pflastersteinstraßen und weißen Häuser aus. Durch etwas Farbe glänzte sie allerdings in einem ganz anderen Charme und wirkte sehr einladend auf uns. Nach einem leckeren Mittagessen in einer der schmalen Gassen machten wir eine kurze Wanderung bergab zu einem weiteren kleinen Kolonialdörfchen, Guane. Der Weg ließ uns auf den Suarez im Tal und die gegenüberliegenden Berge blicken. Es war neben den vielen Pflanzen eine herrliche Aussicht. Unsere Füße taten allerdings nach einigen Metern weh, da wir mit Sandalen nicht das beste Schuhwerk für diese spontane Wanderung trugen. Bis zum Marktplatz von Guane gingen wir durch verlassene Gassen und wurden ab und zu von einheimischen Frauen aufgehalten, die uns frische Säfte anboten. Nachdem wir rausgefunden hatten, wann unser Bus fahren sollte, genossen wir in der Nachmittagssonne einen Lulosaft. Lulo ist eine typisch südamerikanische Frucht, die süß-säuerlich schmeckt und damit sehr erfrischend-lecker nach der Wanderung war. Den Tag ließen wir, wieder im Hostel angekommen, in einer gemütlichen Runde ausklingen.Read more

  • Day31

    Next stop: Barichara - Teil 1 NATUR

    August 16, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    DIE HINFAHRT
    Okay, also ich muss mit der Hinfahrt starten als ein Bsp. für das Verkehrssystem hier - abenteuerlich, und doch hat alles reibungslos funktioniert. Busverbindungen? Gibt es, das wusste ich ;) Abfahrzeiten? Auch Google hat keine Antwort. Also: ab zum Busterminal von Bogotá & ein Ticket kaufen, erstmal nur bis nach San Gil - und da muss man ein nächstes Ticket holen. Achso. Also, Ticket gekauft, Abfahrtzeit 10Uhr. Nen Stündchen abhängen am Bahnhof, ok, geht ja. Bus fährt pünktlich los, eher gemütlich - nach 8Std bin ich dann in San Gil. Wie komme ich jetzt nach Barichara? Eine super nette Dame am Ticketschalter gibt mir ein Ticket, bittet mich hier kurz zu warten. OK, spannend.. :) dann werde ich nach ein paar Minuten mit noch zwei Touris ins Taxi gebeten - Shuttle zum eigentlichen Abfahrtsort, ok. Von da dann Umstieg in einen kleineren Bus - und auch der fährt sofort los, sammelt immer irgendwo irgendwelche Leute auf, eine Std später bin ich in meinem Hostel. Großartig :)
    Was ich damit sagen will - es gibt keine genauen Abfahrtspläne, keine genauen Auskünfte, alles wirkt total chaotisch, und doch geht es immer wieder auf. Ein Hoch auf das Verkehrsnetz hier..:) Im Übrigen für sehr kleines Geld - die gesamte Fahrt hat mich ca. 14€ gekostet.

    DER TAG
    Hab eine zweistündige Wanderung bis ins nächste Dorf gemacht - die Stadt liegt ohnehin noch auf 1.200m, daher: so so schöne Aussichten :)

    Hab die Wanderung alleine gemacht, und es ist glaube ich der erste Tag, seitdem ich los bin, den ich weitestgehend alleine verbracht hab. Hier sind halt auch kaum Touris - und ich muss sagen, dass tat auch m ziemlich gut :)
    Konnte mir so viel Zeit nehmen, alles zu erkunden. Abends viel gelesen, viele Bilder gemacht.
    Aber seht selbst :)

    Nach zwei Nächten geht's gleich zurück nach San Gil, wo ich auch nochmal bleibe und nen Mädel, Carly, von der San Blas Tour, wieder treffe - mit das wars dann auch wieder mit der Ruhe, es rufen Wasserfälle, Rafting und Co. ☺️

    Ciao :)
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  • Day31

    Next stop Barichara - Teil 2 DORF

    August 16, 2019 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Man kann immer nur 10 Bilder hochladen - daher zwei Einträge, und in diesem noch Bilder von dem wunderschönen Örtchen mitten im Nirgendwo von Kolumbien.

  • Day153

    Barichara y Guane

    January 17, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich wache auf mit einem ordentlichen Muskelkater, mache mich aber trotz der Schmerzen mit dem Bus auf den Weg nach Barichara. Das ist ein kleines, gemütliches Kolonialstädtchen und besticht durch seine schönen weißen Fassaden, mit den braun-roten Ziegeldächern und seinem Kopfsteinpflaster. Frühstück mache ich dort in einem Kaffe direkt am Plaza - allerdings merke ich hier langsam, dass ich nicht ganz fit bin. Ab diesem Moment quälen mich Bauchschmerzen, Durchfall und Gliederschmerzen - na prima. Ich ruhe mich noch ein wenig aus in dem Café und mache mich dann auf einen langsamen Rundgang durch das wunderschöne idyllische Dörfchen - ich besuche Aussichtspunkte, den Cementerio, Kirchen und kleine Parks. Eigentlich wollte ich heute noch den Camino Real laufen, eine alte spanische Straße, die teilweise einem indigenen Handelsweg folgt. Der teils noch original erhaltene Steinweg führt vorbei an Feldern und Viehweiden durch eine wunderschöne Landschaft. Ich trinke also noch einen Tee, entspanne ein wenig im Schatten und mache ich dann gegen 14 Uhr auf den Weg nach Guane. Wirklich ein Wunder, wie ich es geschafft habe, denn meine Beine fühlten sich wirklich wie Brei an, einfach energielos. Guane ist ähnlich wie Barichara, nur noch viel viel kleiner :). Von hier nehme ich den Bus wieder nach San Gil. Zurück im Hostel gehe ich noch duschen und nehme gemeinsam mit Melody, Joelle und Florian den Bus um 19 Uhr über Santa Marta nach Riohacha - 700km (115.000 Pesos).Read more

  • Day4

    Auf dem Weg nach Barichara.....

    May 4, 2019 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

    Zwischenstop in einem kleinen Dorf. Curiti....mit Besichtigung einer kleiner Werkstatt für hangemachte Teppiche,Taschen, Espadrillos.......nix Shopping.....unsere Koffer gehen jetzt schon kaum zu....
    Dafür aber noch kleine Schlemmerei aus Dorfbäxkerei genossen....yammi

  • Day35

    Barichara and Camino real

    August 27, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    One of the most beautiful colonial small towns ,Barichara. From there the old camino real connects to neighboring villages from the 16 and 17th century. We got a beautiful campsite at the finca of a dutch couple, Joep and Julia.

  • Day404

    Die Anden - der Film

    September 16, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Viele Monate sind wir der Andenkordillere nach Norden gefolgt. Das war manchmal kalt, harsch und ungemütlich. Oft aber auch einfach nur wunderschön!

    Jetzt stehen wir auf den letzten Ausläufern im Norden, kurz bevor das Gebirge in der Karibik versinkt. Zeit für einen Rückblick in bewegten Bildern... 😊 🎥

    https://vimeo.com/carlaboris/andes
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  • Day144

    Cemetery Barichara

    February 20, 2018 in Colombia ⋅ ☀️ 18 °C

    This site is noted for its carved stone tombs, many of them adorned with iron crosses. Here lie dozens of patiamarillos (“yellow feet”); that’s what the people of Barichara are called, because of the yellow color of the streets. Its a beautiful place to stop when in the town.

You might also know this place by the following names:

Barichara

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