Van See
13–14 set 2025, Turchia ⋅ ☀️ 23 °C
Der Van See ist der größte See der Türkei und der größte Sodasee der Erde, das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Rob will sich morgens erst noch eine weitere Fundstätte in der Nähe eines Stausees anschauen. Wir sind Nahe der syrischen Grenze und kommen wieder an einer Polizeikontrolle unterstützt vom Militär vorbei. Davon haben wir die letzten Tage einige passiert. Meist mit einem gepanzerten Fahrzeug davor. Aber auch jede Polizeistation ist mit Zäunen und Stacheldraht gesichert. Ein ungewohntes Bild.
Wir starten bei 36° C. Richtung See geht es irgendwann wieder hoch in die Berge, hier ändert sich das Landschaftsbild schlagartig. Die Felsen schimmern teilweise in grün und rot. Am See angekommen ist es angenehme 26°C. Wir denken an einem traumhaften Stellplatz zu sein, allerdings hat man von Weitem den ganzen Müll nicht gesehen. 😣
Als wir gerade weiterfahren wollen, läuft uns eine Schildkröte über den Weg. Rob will sie vor dem entgegenkommenden Auto retten, dabei entdecken wir zwei weitere, die allerdings gerade beschäftigt sind 😆
Ein Stück weiter scheint es sauberer zu sein... aber wir irren uns. Hier kommt gerade ein offener Transporter mit vielen Frauen auf der Ladefläche angefahren, die mitsamt ihrer langen Kleidung in den See gehen und diese teilweise auswaschen. Dafür ist der See ja bekannt. Die Einheimischen stört der Müll jedenfalls nicht. 🤷🏻♀️
Rechts von uns spaziert eine Kuhherde die Böschung runter Richtung Sonnenuntergang. Ein schönes Bild.
Wir fahren auf die andere Seite der Landzunge und finden dort zumindest ein ruhiges und ungestörtes Plätzchen. Der See wirkt aufgrund seiner Größe wie ein Meer. Die Idylle meint es aber nicht gut mit uns. Mit solchen Massen an Mücken haben wir nicht gerechnet... schnell ab ins Fahrzeug. Am nächsten Morgen eben noch ein paar Dinge am LKW erledigen (nach über 7.000km braucht unser Dusty dringend Öl) und wir fahren weiter.
So schön der Ausblick ist, der ganze Müll und die Mücken treiben uns davon 🤷🏻♀️
Wir fahren noch die ganze Westseite hoch und genießen den Ausblick, bevor es uns weiter in Richtung des Berges Ararat zieht. Eine schöne Strecke auf 1.700 bis über 1.900 Metern Höhe, bis wir endlich einen Platz für die Nacht finden. Diesmal mit Sonnenuntergang auf der einen und Blick zum höchstem Berg der Türkei auf der anderen Seite 😊Leggi altro
Den Berg Ararat stets im Blick
15–16 set 2025, Turchia ⋅ ☀️ 17 °C
Als wir am Morgen weiterfahren, werden wir noch von einem Hirtenhund begrüßt. Ein Schäfer hatte sich ein Stück von uns entfernt niedergelassen. Mit den kupierten Ohren kann man die Körpersprache der Hunde gar nicht richtig deuten. 😣
Unser Weg geht zunächst ein Stück Richtung Iran, bevor wir vor dem Ararat links abbiegen. An einer Stelle mit freier Sicht auf den Berg fahren wir für einen kurzen Halt ein paar Meter einen Weg hinein und machen ein paar Fotos. Wir bemerken gar nicht, als plötzlich zwei Soldaten vor unserem Fahrzeug stehen. Zwar wissen wir, dass der Ararat Militärgebiet ist und man dort ohne Erlaubnis und Begleitung nicht wandern darf, aber hier so nah an der Landstraße gab es keinerlei Hinweis. Wir werden nach unseren Ausweisen gefragt und darauf hingewiesen, dass es hier gefährlich sei. So nah an der Straße... merkwürdig. Aber wir fahren natürlich direkt weiter. Während uns der Berg an diesem Tag noch lange begleitet, wird das nicht die einzige Kontrolle bleiben. Entlang der armenischen Grenze passieren wir noch einige Straßenkontrollen.
Der Weg bleibt größtenteils auf um die 2.000 Meter und ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und schön. Von Weitem sieht man, wo genau sich die Flüsse langschlengeln, weil meist nur dort Bäume zu sehen sind und es etwas grüner ist. Genauso wenn die nächste Stadt naht. Plötzlich tauchen inmitten der kahlen Landschaft Bäume auf. Während wir vorher meist nur ein paar wenige Kühe sehen, wandern hier ganze Kuhherden mit ihrem Hirten durch die Landschaft... und des öfteren auch einfach über die Landstraße.
Dieses Mal haben wir einen offiziellen Stellplatz an einem Restaurant am See Çildir rausgesucht und kommen gegen Nachmittag hungrig dort an. Der ältere Besitzer und sein Sohn sprechen zwar kein englisch, aber wir kriegen schnell raus, dass es hier nur ein Tagesgericht gibt: Forelle.
Richtig idyllisch gibt es ein paar Sitzbänke direkt am Wasser und so genießen wir noch vor Sonnenuntergang frittierten Fisch mit Tomatensalat und Brot, während wir von den Hofhühnern und Möwen ganz genau beobachtet werden. Wir gehen davon aus, dass der Fisch direkt hier aus dem See ist. Der Besitzer hat zumindest ein Boot und ein Fischbecken direkt hinter dem Haus. Bereits um 19 Uhr Ortszeit ist es hier schon stockduster, dafür gibt es einen schönen Sternenhimmel zu sehen. Es ist frische 6°C als wir am nächsten Morgen aufstehen. Rob will einmal kurz Fischen, bevor wir frühstücken und weiter nach Georgien fahren...Leggi altro
Auf nach Georgien
16–20 set 2025, Georgia ⋅ ☀️ 22 °C
Wie sehr man sich doch täuschen kann. Der See Çildir wirkte auf Google Maps gar nicht so groß. Da haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir ihn bei der Weiterreise umfahren. Die Landschaft und die Weite sind in der Höhe unglaublich schön. Unser höchster Punkt soll an dem Tag auf 2550 Meter liegen. Irgendwie fühlen wir uns teilweise wie in Schottland (obwohl wir da noch nie waren 😅) Am späten Nachmittag kommen wir an der Grenze an. Hier ist kaum was los. Allerdings darf hier nur der Fahrzeughalter das Fahrzeug aus der Türkei rausfahren, ich muss alleine durch ein Gebäude 'ausreisen' und warte auf der anderen Seite auf Rob und wundere mich, warum es so lang dauert. Wir hatten in der Türkei extra noch eine Post angefahren, um unsere Mautschulden zu bezahlen. Das hat wohl nicht geklappt und so müssen wir hier nochmal bezahlen. 🙈 Jetzt noch über die georgische Grenze. Die Grenzbeamten kommen direkt zu fünft, um sich neugierig unser Fahrzeug anzuschauen, machen Fotos und übersetzen alle Aufschriften, die sie finden können. Wir bleiben natürlich freundlich und üben uns in Geduld. Es wird telefoniert... wir müssen warten. Erst dann fängt irgendwann die offizielle Kontrolle an, einmal überall reingeschaut und wir können endlich rüber. Leider ist es mittlerweile dunkel und wir müssen noch ein Plätzchen für die Nacht finden 😒 So sehen wir noch nicht viel von Georgien. Am nächsten Morgen fahren wir durch die schöne grüne zunächst von Wolken getrübte Landschaft Georgiens, bevor doch noch die Sonne rauskommt. Wir sehen aber auch heruntergekommenene Betonklötze, die teilweise noch an die Sowjetzeit erinnern. Die Schrift ist für uns ziemlich ungewohnt. Straßenschilder sind Gott sei Dank aber in georgischer und lateinischer Schrift. Uns begegnen hier einige LKW, die mindestens so alt sind wie unser Oldie.
Unser Ziel ist zunächst ein Campingplatz mit Dusche und Waschmaschine. Die brauchen wir noch einer Woche freistehen unbedingt. Die Dusche ist dort sehr kreativ, aber hat zumindest warm Wasser.
Am nächsten Tag hängen wir uns an unsere Stellplatznachbarn Monika und Ernst aus der Schweiz und fahren gemeinsam mit einem Taxi in die Stadt Gori. Eine nette Abwechslung. Nur die Taxifahrt werde ich so schnell nicht vergessen. Der Fahrer kreuzigt sich und gibt Vollgas, überholt was das Zeug hält und hält das Tempo, so dass mir schon ganz schlecht wird und ich mich an die Sitze krall. Ein zweites Mal wird sich gekreuzigt, bevor wir am Ziel ankommen. Ich frage noch, ob die Fahrer hier nach Geschwindigkeit bezahlt werden und bin einfach nur froh, aus dem Auto rauszukommen..
Wir kaufen ein wenig in einer Markthalle ein. Später essen wir traditionelles georgisches Brot gefüllt mit Bohnenmus. Richtig lecker 😋 Lange noch unterhalten wir uns in einem Café, bevor es etwas gemächlicher mit dem Taxi zurückgeht. Bei 14° bis 17° C wird es windig und regnerisch. Wir nutzen dies für eine kleine Pause und um zu überlegen, wohin es als nächstes geht, denn ganz einig sind wir uns nicht.Leggi altro
Wie soll's weitergehen...
21–22 set 2025, Georgia ⋅ ⛅ 20 °C
Die Pläne, schnell noch über den Iran Richtung Nepal zu kommen, hatten wir bereits verworfen, stattdessen haben wir überlegt über Russland zu fahren, was jedoch einige Kilometer mehr bedeuten würde. Neben vielem anderen sitzt uns auch die fortgeschrittene Jahreszeit im Nacken, die eine rechtzeitige Rückreise sehr wahrscheinlich unmöglich macht. Wir hatten trotzdem noch probiert ein E-Visum zu beantragen, hier scheinen sich jedoch die Bedingungen geändert zu haben. So entscheiden wir, nicht weiter Richtung Nord/Ost zu fahren. Die Stimmung ist erstmal im Eimer.... und passend dazu haben wir wieder undichte Stellen und Wasser im Fahrzeug. Daher heißt es noch auf dem Platz bei Gori trockenlegen und undichte Stellen finden. Zumindest hat sich das Wetter gebessert, so dass die Wischtücher halbwegs trocknen können. Wir wollen stattdessen zumindest noch hoch in den großen Kaukasus.
Erst einmal heißt es jedoch Wasser auffüllen an einer der vielen Dorfquellen und dann geht es zunächst Richtung schwarzes Meer, bevor wir in den Norden abbiegen. Die Landschaft ist in Georgien noch ziemlich ursprünglich. Es gibt wenig Landwirtschaft bzw. nicht im großen Stil, sondern eher kleinere Flächen, die noch händisch angebaut werden. Unzählige Kühe, aber auch Schweine, die frei herumlaufen, teilweise sogar mitten auf dem Mittelstreifen stehen oder auf dem Bürgersteig laufen 😆 Durch den Regen der letzten Tage fahren wir an voll gelaufenen Flüssen und etlichen Häusern vorbei, deren Grundstücke komplett unter Wasser stehen. Die Landstraße ist Gott sei Dank frei, aber für einen Stellplatz fahren wir lange bis in die Dunkelheit, bis wir ein trockenes Plätzchen an einer ehemaligen Tankstelle finden. Hier werden wir direkt freudig von einem Straßenhund begrüßt, an diesem Tag bereits der dritte, dem wir etwas geben.
Am nächsten Morgen brechen wir Richtung Berge auf. Unser erster Stopp ist am Enguri Stausee mit seiner gewaltigen Staumauer.
Auf dem Parkplatz begrüßen uns die nächsten Hunde, darunter eine Hundemama mit zwei Kleinen.Leggi altro
Kühe und der Kaukasus
22–23 set 2025, Georgia ⋅ ☀️ 15 °C
Der Weg hoch ist sehr abwechslungsreich. Die Straße größtenteils gut ausgebaut und fahrbar, nur einige Stellen sind heikel. Es dauert, eh wir die ca. 80km bis nach Mazeri, ein kleines Dorf in der oberen Svaneti-Region Georgiens, geschafft haben. Dafür werden wir mit atemberaubenden Ausblicken auf die Schneegipfel und Landschaft insgesamt belohnt. Wir machen unzähligen Kühen Platz und sehen auch immer mehr Straßenhunde. Am Ziel angekommen finden wir einen tollen Platz am Ende aller Dörfer. Von hier führt nur noch ein Weg zum Hikers Inn, von dem aus man hoch zu einem Wasserfall oder dem Gletscher wandern kann. Der Weg ist für die fortgeschrittene Zeit jedoch zu weit und so verweilen wir dort lieber für ein Abendessen. Wir sind auf ca 1400m, tagsüber ist es um die 10°, die sich in der Sonne aber wie über 20° anfühlen. Nachts geht es dafür bereits unter 0°. Rundherum blicken wir auf die Berge und die ursprünglichen schönen Mischwälder. Der hier höchste Berg mit einer Doppelspitze ist der Uschba mit 4737 Metern. Auf dem Kamm verläuft die Grenze zu Russland.
An unserem Stellplatz kommen morgens Kühe, Wildpferde und Reiter sowie der ein oder andere Wanderer vorbei. Sehr idyllisch 😊 Unter unserem LKW haben es sich zwei Hunde gemütlich gemacht. Einige sehen wir mit den Reitern mitlaufen.Leggi altro
Wehrtürme, Hunde und der Gletscher
24–26 set 2025, Georgia ⋅ ☀️ 15 °C
Ca. 50 km weiter östlich auf über 2.200 Metern liegt der Ort Ushguli, der aufgrund der vielen mittelalterlichen Wehrtürme zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Auf dem Weg dorthin machen wir in dem größeren Ort Mestia Halt beim Bäcker, um frisch gebackenes Lobiani zu kaufen. In der ganzen Region sehen wir die alten Wehrtürmer. Einen besichtigen wir. Den sogenannten Tower of Love. Hier hatte jemand eine gute Marketing Idee. 😆
Auch in Ushguli parken wir weit hinter dem Dorf mit Blick Richtung Gletscher. An uns vorbei fahren zig LKW, erst am nächsten Tag erfahren wir warum. Auf dem Weg zum Gletscher wird unten am Fluss an einer Stelle Kies abgebaut. 🤔
An diesem Abend machen wir an unserem Stellplatz zum ersten Mal ein Feuer. Hier liegt schon einiges an Holz bereit, da bot es sich förmlich an. So bleiben wir trotz der kühlen Temperaturen noch etwas länger draußen sitzen. Erst gesellt sich eine liebe kleine schwarze Jagdhündin (ich nenn sie Molly) zu uns, später noch ein großer blonder Kerl (Knut). Beide bleiben bis zum Morgen am Feuer liegen. Wir haben extra nochmal nachgelegt, damit es die beiden noch etwas länger warm haben. Die Nacht sollte es bereits -3°C werden. Als wir später nochmal kurz die Tür öffnen, hat sich noch ein dritter Hund dazu gesellt.
Leider wird dies keine ruhige Nacht, da die Hunde ständig anschlagen, als ob sie unser 'Haus' hüten wollen.
Als wir am nächsten Morgen rauskommen, ist die kleine Molly bereits mit dem ersten Wanderer mitgelaufen. Nur noch der große Knut ist da, so bekommt auch nur er ein wenig Frühstück. Molly treffen wir kurz vor dem Shkhara Gletscher auf 2.557 Metern wieder. Sie nutzt jede Gelegenheit, um Menschen auf ihre ganz freundliche Art nach Futter zu fragen. Ob sie an diesem Tag etwas erhaschen konnte, wissen wir nicht. Wir hatten leider nichts mehr dabei.Leggi altro
Französischer Adel & das Schwarze Meer
26–30 set 2025, Georgia ⋅ ⛅ 21 °C
Auf dem Rückweg aus den Bergen sind wir zu einem etwas ungewöhnlichen Stellplatz gefahren, der sich unter Campern schon rumgesprochen hat. Prinz Murat, ein französischer Adeliger, dessen Familie mit Napoleon verschwägert war, hat das ehemalige Jagdschloss seines Großvaters, das auf einer Anhöhe liegt, zu einem kleinen "Schloss" und Gästehaus hergerichtet und empfängt hier seit ein paar Jahren auch Camper. Ein total idyllischer Ort mit allerhand Tieren: Pferde, ein Esel, Schafe, Enten, Hühner, Tauben und Hunde. Abends wurden wir zu einer Führung zur Familiengeschichte und zum Abschluss auf ein Glas Wein eingeladen. Mit seinen über 80 Jahren ein wirklich sehr weltoffener, gastfreundlicher und liebenswerter Mensch.
Weiter ging es für uns Richtung Schwarzes Meer nach Anaklia. Dort mündet der Fluss Enguri ins Meer, dem wir von der Quelle an gefolgt waren. Einst ein Urlaubsparadies ist Anaklia leider zu einem Lost Place geworden.... schade.
Nachdem wir die Nacht auf einer ehemaligen sowjetischen Kolchose verbracht haben, ging es am nächsten Tag zum Nationalpark Saptalia, in dem es Fußabdrücken von Dinosauriern sowie einige Höhlen gibt. Im Anschluss sind wir für einen kleinen Stadtbummel nach Kutaissi, bevor es am nächsten Tag wieder Richtung Schwarzes Meer ging. Eine ziemliche Zickzack-Route, aber von Anaklia führte leider kein Weg am Schwarzen Meer entlang.Leggi altro

ViaggiatoreLeider nein, der war die ganze Zeit mit den Pferden unterwegs... Gras fressen
Batumi
29–30 set 2025, Georgia ⋅ ☁️ 21 °C
Unser letztes Ziel in Georgien ist die Stadt Batumi, die mit ihren Wolkenkratzern ein krasser Gegensatz zum restlichen Land ist. Zwischen Poti und Batumi hatten wir noch Halt an einer Flussmündung zum Schwarzen Meer gemacht. Schön idyllisch mit Meerblick frühstücken war die Idee. Die Realität sah leider wieder anders aus. Eine Menge Müll, vorallem natürlich Plastikflaschen. Da vergeht einem der Appetit.
Dafür überraschte uns Batumi mit seiner tollen sauberen Strandpromenade, schönen Skulpturen, schicken Altbauten und außergewöhnlichen Wolkenkratzern. Anstatt Flaniermeile mit Geschäften gibt es an jeder Ecke Casinos. Wir sind die Promenade weit hochgelaufen... Einige Wolkenkratzer sind noch im Bau, dazwischen auch einige heruntergekommene Hochhäuser. Was fehlt sind gute Restaurants oder Cafés. Trotz der Größe der Stadt gibt es nicht viele, aber insgesamt lohnt sich ein Besuch. Für uns war es eine nette Abwechslung. Übernachtet haben wir auf einem großen Parkplatz direkt an der Promenade. Dafür war es überraschend ruhig. Und im Vergleich zum Kaukasus haben wir mal richtig gutes Internet, so dass der Abend für uns mit einem Filmabend endet 😆Leggi altro
Zurück in der Türkei
30 set–2 ott 2025, Turchia ⋅ 🌧 18 °C
Wir fahren über die Grenze am Schwarzen Meer zurück in die Türkei. Es ist nach wie vor wolkig und regnerisch. Unser nächstes Ziel ist Trabzon, eine geschichtsträchtige Stadt, die im Mittelalter und bis zum Ersten Weltkrieg geschäftige Handelsstation an der Seidenstraße war. Früher hieß sie einmal Trapezus. Heute ist sie Umschlagplatz für den Export von im Umland angebauten Haselnüssen, Tee und Tabak. Davon bekommen wir allerdings nichts mit. Wir wollen hier vorallem ins archäologische Museum und Lebensmittel einkaufen. Das Stadtzentrum ist größer als erwartet, liegt zwischen Schwarzem Meer und den Bergen und hat einige Geschäftsstraßen. Lediglich das Museum ist in einem tollen alten Herrenhaus untergebracht.
Zu Trabzon gehört auch das Kloster Sumela, ein ehemals griechisch- orthodoxes Kloster aus byzantinischer Zeit. Das Kloster liegt 45 km südlich von Trabzon im Altindere Nationalpark im Zigana-Gebirge in 1071 m Höhe.
So fahren wir am Tag darauf in die wolkenumhüllten Berge. Ganz hinauf kann man nur mit Shuttlebussen. Die letzten paarhundert Meter zu Fuß. Überall tropft es vom Gestein hinunter. Die Klosteranlage selbst war ziemlich verfallen ist heute teilweise restauriert. An der Hauptkapelle gibt es noch einige alte Fresken zu sehen, ansonsten nur noch vereinzelte Reste alter Wandbemalungen. Die ganze Anlage ist in eine natürliche Aushöhlung in die Felswand gebaut.
Leider erhaschen wir nur einen kurzen Blick von der Außenfassade, als es mit dem Bus wieder hinunter geht.Leggi altro

ViaggiatoreAch, dann sind wir ja gar nicht soooooo weit voneinander entfernt! Wir sind gerade in Cirali. Wie geht es denn bei euch weiter bzw wieso seid ihr zurück in die Türkei?

ViaggiatoreWir wollen noch einiges erkunden in der Türkei und fahren grad Richtung Süden..
Wieder Richtung Süden
2–5 ott 2025, Turchia ⋅ ☀️ 29 °C
Wir fahren vom Kloster aus im leichten Regen direkt weiter Richtung Süden durch den Yeni-Zigana-Tunnel, dem längsten Tunnel der Türkei. Puh.. der kam uns aber auch lang vor. Alle paar Kilometer kam ein Abschnitt mit blauem Licht, wofür wohl? 🤔
Auf der anderen Seite des Tunnels bestes Wetter 🌞 Schon beeindruckend wie schnell sich das Bild verändern kann. Wir wollen nochmal bis kurz vor Sanliurfa, uns eine weitere historische Stätte anschauen, die wir auf dem Hinweg ausgelassen haben.
Als wir am nächsten Tag gegen Mittag kurz rechts anhalten für eine Pause, hält direkt ein netter junger Polizist neben uns, um uns auf einen türkischen Kaffee einzuladen. Wir fahren mit zu seiner Unterkunft (ein Container) an der Polizeikaserne. Trotz dass er kaum englisch spricht, unterhalten wir uns per Übersetzer gute drei Stunden bei Kaffee, Keksen, Obst und Tee. Wir freuen uns total über die nette Gastfreundschaft und für Bilal waren wir in der Einöde wahrscheinlich eine willkommene Abwechslung 😊 Er warnt uns noch, dass dies eine gefährliche Gegend sei. Trotzdem wollen wir am Nachmittag noch weiter fahren, solange es hell ist.
Tatsächlich sind wir hier direkt wieder durch einige Militärkontrollen gefahren.
Wir bekommen den Tipp, dass es mit der Fähre über den Keban-Stausee schneller geht und kommen zum Einbruch der Dunkelheit am Fähranleger in Pertek an. Die Fähre fährt zwar bis morgens um 4 Uhr durch, wir wollen uns das Ganze aber lieber erst im Hellen anschauen und übernachten auf einem Hotelparkplatz. Morgens staunen wir nicht schlecht, als selbst schwer beladene LKW mit uns auf die kleine Fähre fahren. Die Überfahrt dauert knapp 15 Minuten und unsere Reise kann weitergehen. Mitten auf dem Stausee ragt die Pertek Burg auf einem Felsen aus dem Wasser.
Wir fahren durch die Stadt Elazig, vorbei an dem See Hazar, bevor es lange weitergeht durch eine tolle felsige Landschaft. Wäre der Straßenrand nicht durchweg mit Müll gesäumt, eine traumhafte Kulisse. Auch eine Haltebucht zu finden, die nicht zugemüllt ist, ist schwierig. So werden die Pausen nur kurz und unsere Fahrt endet für den Tag am Euphrat-Stausee, an der Nissibi Euphrat Brücke. Bei 30°C freuen wir uns auf die Pause im Schatten.Leggi altro
Der Götterberg
6–7 ott 2025, Turchia ⋅ ☀️ 27 °C
Unser Ziel ist der Nemrut Daği, auch Götterberg genannt. Ein Berg im Taurusgebirge im Südosten der Türkei. Er ist mit 2150 Metern eine der höchsten Erhebungen des nördlichen Mesopotamiens, von dem aus man die Durchgänge und Ebenen des Euphrat sehen kann. König Antiochos I. hat vor über 2000 Jahren auf der Spitze des Berges ein Heiligtum erschaffen lassen. Auf der Ost- und Westterrasse des Hügels sind große Götterstatuen zu sehen, die König Antiochos zusammen mit Zeus, Herakles, Apollo, Kommagene, einem Adler und Löwen zeigen. Wahrscheinlich durch Erdbeben und Unwetter sind die Köpfe und Teile der Statuen heruntergefallen. Trotzdem eine noch immer beeindruckende Szenerie, die meist zu Sonnenauf- oder -untergang besucht wird, da die Terrassen entsprechend ausgerichtet sind. Das haben wir leider nicht geschafft, dafür waren wir die meiste Zeit ganz alleine. Unvorstellbar wie die Anlage errichtet worden ist. Mit all den tollen Eindrücken wollen wir an dem Tag noch weiter zu den Überresten der antiken Stadt Arsameia. Dort gibt es weitere Reliefs mit König Antiochos sowie Inschriften auf einer Felswand und einen Tunnel zu sehen. Eine in den Fels gehauene Halle kann aufgrund eines Erdbebens leider nicht mehr besichtigt werden. In diesem Komplex soll sich das Grab vom Vater Antiochos befinden. Der Weg runter nach Arsameia ist für uns einer der bisher schönsten Wege, auch wenn wir mittendrin eine Zwangspause einlegen müssen, da die Bremsen heißgelaufen sind und anfangen zu qualmen. 😅
Nach der Besichtigung der Anlage trinken wir einen Tee im anliegenden Café und unterhalten uns mit Orhan, einem der Besitzer, der gut englisch spricht. Er lädt uns ein, die Nacht auf seinem Campingplatz zu verbringen. Eine gute Entscheidung, denn der Platz ist ein Parkplatz mit einer grandiosen Aussicht auf die felsige Umgebung. Nachdem wir von ihm noch Gemüse, Brot und Eier geschenkt bekommen, genießen wir nach dem Abendessen einen tollen Sonnenuntergang. Später lädt er uns nochmal zu einem Tee ein und fährt uns in der Dunkelheit zu der römischen Brücke Cendere, die aus Steinen der Grabbauten entstanden ist, sowie zur Burg Kahta, die im Dunkeln schön beleuchtet ist. Der Vollmond an dem Abend lässt alles zudem in einem tollen Licht erscheinen.Leggi altro
Rumkale am Euphrat
8–9 ott 2025, Turchia ⋅ ☀️ 27 °C
Wir wollen uns die römische Brücke Cendere noch einmal im Hellen ansehen. Im Dunkeln konnte man die kleine Schlucht dahinter nur erahnen. Bis in die 1990er Jahre sind noch Fahrzeuge über die Brücke gefahren. Heute sind die Straßen über eine neue Brücke umgeleitet. Der Wasserstand ist sehr niedrig und als ich sehe, wo Einheimische durch das Wasser unter der Brücke durchlaufen, will ich mir die Schlucht auch einmal von unten anschauen. Also Hose hochgekrempelt und ab durch den knöchel- bis kniehohen Fluss auf die andere Seite der Brücke. Das hat sich gelohnt... ein toller Blick auf die Felswände und Höhlen. Neben mir trifft sich die Familie zum Picknick. Auch mit einem Auto sind sie hier durchgefahren. Während Rob oben noch die Brücke selbst und die großen Säulen betrachtet, kommt ein Reisebus an. Gerade noch gut abgepasst. Es ist einfach schöner, wenn kaum jemand da ist und man alles in Ruhe auf sich wirken lassen kann.
Wir wolllen weiter in die antike Stadt Perre, machen kurz noch Halt bei Karakas Tümülüsü. Ein mit Säulen umrahmter Steinhügel, vis-à-vis zum Nemrut Daĝi. Hier hat der Sohn Antiochos eine Grabanlage für seine Mutter und Schwestern errichtet. Zwischen der chinesischen, spanischen und türkischen Reisegruppe mogeln wir uns um den Hügel 😅 Die antike Stadt können wir erst am nächsten Tag besichtigen. Also erstmal ab in ein Einkaufszentrum zum Essen und Lebensmittel besorgen, danach parken wir an einer Parkanlage von Adiyaman, bevor es morgens in den Osten der Stadt zum antiken Teil Perre geht. Perre war eine der fünf größten Städte des Königreichs Kommagene und verband während der byzantinischen Zeit den alten Westen mit Persien. Die antike Stadt beherbergt die größte Nekropole der Region. Bemerkenswert sind die in den Felsen gehauenen Grabkammern. Außerdem gibt es eine Zisterne und Mauerstrukturen aus byzantinischer Zeit zu sehen. Ausgrabungen brachten zudem Mosaikflächen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. zutage. Dort kommen wir mit unserem Fahrzeug jedoch leider nicht hin.... schade.
Unser nächstes Ziel ist an dem Tag Rumkale. Eine Burgruine auf einem steilen Felsen an der Mündung des Merzimen-Baches in den Euphrat. Heute sieht das Ganze aus wie eine Halbinsel, da es auf drei Seiten von einem Stausee umgeben ist. Die Ruinen aus der Römerzeit beherbergten in der Geschichte viele Zivilisationen. Es wird gesagt, dass sich während der Römerzeit der Apostel Johannes in Rumkale niederließ und in einem in den Fels gehauenen Raum Kopien der Bibel anfertigte.
Als wir nachmittags ankommen, erhaschen wir noch eines der letzten Boote für eine rund 1 1/2-stündige Rundfahrt bei teilweise übermäßig lauter türkischer Musik um die Halbinsel hin zu teils versunkenen Stadtteilen Halfetis. Wir bleiben über Nacht oberhalb des Hafens von Yavuzeli und genießen vom Parkplatz aus den Blick auf die Halbinsel, während ich abends noch ein paar Straßenkätzchen füttere. Zwei Hunde huschen nur scheu vorbei. Am nächsten Morgen werfen wir noch einen Blick von der Glasterasse oberhalb auf den Fluss und die Halbinsel.Leggi altro
Gaziantep und Tarsus
9–13 ott 2025, Turchia ⋅ ☀️ 24 °C
Es geht wieder nach Gaziantep, diesmal außerhalb der Stadt auf einen städtischen Karavanstellplatz mit Waschmaschine 😉
Auf dem Weg dorthin entdecke ich am Straßenrand eine Hyäne. Wir hatten keine Ahnung, dass es hier Streifenhyänen gibt. Ich staune nicht schlecht, wie groß sie ist. So ein schönes Tier, leider totgefahren 😥 Die letzten Tage hatte ich schon vermehrt vorallem tote Kangalen am Straßenrand gesehen. Auch ein Wildschwein war mal dabei.
Auf dem Platz in Gaziantep angekommen, begrüßen uns zwei Hunde, die ich so schnell nicht vergessen werde. Zunächst dachte ich, es sei eine Hündin mit ihrem Jungen, aber die beiden konkurrieren ganz schön um die Aufmerksamkeit der Besucher. In den kleinen blonden Jack habe ich mich schockverliebt. Er ist wahrscheinlich der erste Hund, der mich an unsere Hündin erinnert, als sie erst ein paar Monate alt war. Schon total selbstständig und noch so verspielt genießt er es, an den Stellplätzen in der Wiese zu liegen, mit dem Nachbarshaushund (ein Pudel) Leo zu spielen und sich Streicheleinheiten abzuholen. Die ausgewachsene Hündin knurrt er mutig an, wenn auch sie zu uns kommt und um Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten buhlt. Beide sind total lieb und zutraulich. Immerhin bekommen sie dort Trockenfutter und es geht ihnen ganz gut. Trotzdem fällt mir der Abschied nach zwei Tagen schwer und es fließen ein paar Tränchen. Der kleine Jack ist das jedoch gewohnt... Kurze Zeit später sehe ich auf der Fahrt am Straßenrand, wie ein älterer Mann einen toten Kangal in einer Schubkarre wegbringt. Erst da realisiere ich, dass auch der kleine Jack wohl ein Kangal ist. 😯
Von unseren Stellplatznachbarn, Deutsch-Türken aus Dortmund, die jetzt in Izmir leben, bekommen wir den Tipp, dass es in Tarsus auch einen städtischen Stellplatz gibt. Wir wollen weiter Richtung Mittelmeer, da liegt die Stadt sehr praktisch auf dem Weg. Dort angekommen lassen wir den Abend in dem angrenzenden Restaurant ausklingen. Das Personal ist sehr bemüht, mir etwas Vegetarisches anzubieten, so bekomme ich gebratene Pilze, Pommes und Salat. Immerhin 😅 Das Restaurant ist von Wasser umgeben und wirft abends eine Dachberegnung an, wahrscheinlich als Abkühlung. Jedenfalls sieht es schön aus, als rundherum Wasserfäden vom Dach hinunterlaufen. Am nächsten Tag gehen wir zu Fuß in die Altstadt. Wir schauen uns alte Herrenhäuser an, von denen wir bisher noch keine in der Türkei gesehen haben. Hier wurden im Erdgeschoss früher Getreide und andere Dinge gelagert, oben waren die Wohnungen. Die Häuser sind leider kaum restauriert, lediglich ein Komplex, früher einmal das Justiz- und Gemeindezentrum, in dem sich heute ein Wyndham Hotel befindet.
In unmittelbarer Nähe ist der bekannte Paulus-Brunnen, der angebliche Geburtsort von Paulus, sowie weitere römische Ausgrabungen. Wir besuchen einen Bazar im Kırkkaşık Bedesten Gebäude, 1579 als Suppenküche erbaut, und entdecken ein Stück weiter einen Slow Food Markt, der uns wie gerufen kommt. Hier probieren wir viele selbstgemachte Leckereien, unter anderem Kaktusfeigeneis... mhhh 😋
Nebenan steht eine alte Moschee, die auf römischen Mauern gebaut wurde. Die römischen Teile sind freigelegt und begehbar. Das wollen wir uns noch anschauen, bevor es zurück geht. Der Mitarbeiter bittet mich, ein Kopftuch umzulegen und bedankt sich positiv überrascht, als ich ihm sage, dass ich selbst etwas dabei habe. Also einmal mein neues Halstuch umgewickelt und rein geht es... Wir sind immer wieder beeindruckt von der massiven Bauweise der Römer, aber auch davon, wie viele unterschiedliche Völker mit der Zeit eine Region bewohnt haben.
Gerade hier in der Türkei folgten auf die Hethiter die Griechen, später die Römer, dann das byzantinische Reich, das osmanische und seit knapp 100 Jahren die Türkei.Leggi altro
Mit der Fähre nach Zypern
14–16 ott 2025, Turchia ⋅ ☀️ 24 °C
Unser nächstes Ziel ist Zypern. Dafür fahren wir zum Fährhafen von Taşucu. Der Weg führt schnurstracks Richtung Mittelmeer und dann am Meer entlang. Unterwegs sehen wir einige antike Ruinen am Straßenrand und machen spontan Halt. Es sind die Überreste der antiken Stadt Elaiussa Sebaste. Wir sehen Reste einer Agora und eines antiken Theaters aus der byzantinischen und römischen Zeit mit schönen Mosaiken, Teilen von Säulen und Scherben alter Tongefäße. Viele zerbrochene Teile liegen verstreut herum, teilweise gibt es Geländer. Als wollte man alles touristisch zugänglich machen, hat das aber nicht abgeschlossen. Wir sehen von Weitem weitere Teile. Später lese ich, dass man auch einen alten Hafen, eine Nekropole und ein Aquädukt gefunden hat.
Wir setzen jedoch unsere Fahrt nach Taşucu fort, da wir dort im Hellen ankommen und Tickets für die Fähre besorgen wollen. Im Vergleich zu Mersin gibt es in Taşucu keine Hochhäuser und Hotelburgen. Ein kleiner beschaulicher Hafenort mit Promenade und Palmen.
Die Fähre fährt leider nur nachts. Wir entscheiden uns, erst am nächsten Tag bzw. Nacht überzusetzen. So können wir noch in Ruhe schauen, wo wir hin müssen. Gut, wenn man keinen Zeitdruck im Nacken hat 😊 Wir übernachten auf einem Parkplatz am Hafen, direkt neben dem kleinen Strand.
Insgesamt dauert es 12 Stunden mit Wartezeit, Auf- und Abladen, eh wir auf Zypern anlegen. Die Fahrt auf dem alten Schiff war unglaublich laut, der Passagierraum ziemlich voll, zu hell und ungemütlich, so dass wir uns während der Fahrt in unser Wohnmobil zurückziehen und bei dem Lärm versuchen zu schlafen.
Auf Zypern herrscht Linksverkehr. In Girne angekommen zudem viel Verkehr. So ist es erstmal stressig aus der Stadt raus und ein ruhiges Plätzchen zu finden. Für die Nacht schaffen wir es jedoch zu einem Platz ganz allein an der Küste.Leggi altro
Von Nord- nach Südzypern
16–20 ott 2025, Cipro ⋅ ☀️ 25 °C
Von der Küste Nordzyperns, der Türkischen Republik Nordzypern, wollen wir an dem Tag über den südlichsten Grenzposten in den griechischen Teil Zyperns und hier einen alten Freund von Rob treffen. Bis auf die Hafenstadt Girne ist der türkische Teil nicht so modern und entwickelt wie der Rest. Die Insel ist seit Mitte der 70er Jahre in zwei Teile geteilt, wobei der südliche Teil seit Anfang der 2000er Jahre auch Mitglied der EU ist. Da es bis heute keine international anerkannte Lösung für Nord-Zypern gibt, besteht die Grenze noch heute aus der sogenannten green line, einer UN-Pufferzone. Zudem gibt es zwei Britische Militärbasen im Süden der Insel.
Wir fahren durch Gazimağusa, vorbei an der ehemaligen Kriegszone, einem mit Zäunen abgegrenzten Sperrgebiet mit leerstehenden verfallenen Häusern, während auf der anderen Seite bewohnte Häuser stehen. Ein skurriles Bild. Fotografieren ist dort strengstens verboten. Unweit an der Küste befindet sich die berühmte ehemalige Touristenhochburg und heutige Geisterstadt Varosha, die wir auf dem Rückweg vielleicht noch besuchen wollen. Jetzt soll es erst einmal bei Deryneia über die Grenze gehen.
Dort angekommen macht uns der Zoll allerdings Probleme. Für den Notfall hatten wir noch immer 40l Diesel in zwei Kanistern auf dem Dach. Die Einfuhr von Sprit ist in den südlichen Teil allerdings verboten. Das hatten wir jedoch nicht auf dem Schirm. 🙈 Vor Ort dürfen wir die Kanister nicht umfüllen. Die strenge Zollbeamtin telefoniert mit ihrem Chef und so 'dürfen' wir wieder ausreisen, anstatt eine Strafe von um die 600 Euro zahlen zu müssen. Dies tun wir natürlich auch und wollen den Diesel im türkischen Teil umfüllen. Allerdings hatten wir kurz vorher erst noch vollgetankt... mist. Ziemlich ratlos stehen wir am Straßenrand, als uns ein Anwohner anspricht und fragt, ob wir Hilfe brauchen.... wie es das Schicksal will, kauft er uns den Diesel ab und Rob füllt ihn direkt in sein Fahrzeug 😅 Seine Frau Pınar lädt uns noch auf einen Kaffee und Tee ein. Beide sprechen etwas englisch, teilweise hilft ein Übersetzer. Auch sie wollen gerne verreisen und haben bereits einen Wohnwagen. So verstehen wir uns auf Anhieb gut, zudem sind wir auch noch genau gleich alt. Nach dem netten Pläuschchen geht es dann erneut zur Grenze. Es dauert, eh die Zolldokumente für unser Fahrzeug ausgestellt sind, aber danach dürfen wir zeitlich befristet rüber.
Am späten Nachmittag treffen wir bei Marcus und Katrin in Perivolia ein und verbringen den Abend bei den beiden.
Am nächsten Tag wollen wir irgendwo in Strandnähe parken und dort ein, zwei Nächte bleiben. Der Platz entpuppt sich als Nachbarschaftstreff. Auch einige Harpunentaucher gehen dort ins Wasser. Und natürlich sprechen uns dort zwei Zyprioten an, die unsere Fahrzeugmarke kennen und auch einen alten Pinzgauer haben, den sie ausbauen wollen. Meropi und ihr Mann aus Limassol. Wie ungewöhnlich manche Begegnungen doch sind 😁
Das Klima im südlichen Teil macht mir leider zu schaffen, obwohl es nur 26° Grad sind.
Bevor wir nach der kleinen Pause weiter in den Westen der Insel fahren, zeigt uns Marcus noch sein Segelboot und die Stadt Larnaka. Wir gehen lecker indisch Essen und freuen uns total über die kulinarische Abwechslung 😋Leggi altro
Paphos und die Lara-Bucht
20–23 ott 2025, Cipro ⋅ ☀️ 24 °C
Es geht über die Autobahn durch Limassol bis nach Paphos. Hier wollen wir uns den archäologischen Park an der Küste anschauen. Paphos hat aber auch eine schöne Strandpromenade. So gehen wir erst einmal schlendern, bevor wir den Abend in einem Pub an der Promenade ausklingen lassen. Zuvor sehen wir vor einem gleichnamigen Restaurant einen Pelikan. Es dauert einen Moment ehe wir realisieren, dass er lebendig ist. Es wirkt so, als hätte er Stress und könnte nicht weg. Aber das täuscht wohl. Bereits in den 60ern ist hier der erste Pelikan zufällig gestrandet. Diese Pelikandame namens Koko ist bereits der vierte Pelikan und aus einem Zoo in den Niederlanden. Sie soll sich hier frei bewegen können und zur Familie des Restaurants zugehörig fühlen. Echt verrückt.
Am nächsten Morgen geht es früh in den archäologischen Park. Auch wenn wir schon einige Stätten gesehen haben, sind wir hier einmal mehr von den Motiven und Größen der ganzen Bodenmosaike römischer Villen begeistert. Aber auch die ganzen Echsen an den Steinmauern haben es uns angetan. Zudem treffen wir auf einen schwarzen Kuschelkater, der mich gar nicht mehr gehen lassen will 😆😊
Noch am selben Tag fahren wir die Küste entlang weiter hoch in den Nordwesten der Insel, bis zur Lara-Bucht. Hier nisten Meeresschildkröten, daher steht der Bereich unter Schutz. Wir sehen viele verlassene Nester mit den Überresten der Eier, aber auch einige Hinweisschilder an wohl (noch?) nicht geschlüpften Nestern.
Die letzten Kilometer des Weges hierhin sind eine reine Offroadpiste 😅 Deshalb sind auch so viele Quads unterwegs. Bis auf zwei kleine Restaurants gibt es keine Häuser.
Am Ende des Tages tut die Abkühlung im Meer richtig gut, bevor wir von der Landzunge aus den Sonnenuntergang genießen.Leggi altro

ViaggiatoreDer Sonnenuntergang war wirklich schön.... nur die Mücken haben uns dann leider schnell nach drinnen vertrieben.
Avakas-Schlucht und das Schiffswrack
23–24 ott 2025, Cipro ⋅ ☀️ 26 °C
Ebenfalls auf der Akamas-Halbinsel, ganz in der Nähe des Turtle-Beach, befindet sich die Avakas-Schlucht. Nachdem Rob am Meer Gelegenheit hatte zu Angeln, freue ich mich auf eine kleine Wanderung. Der Weg zur Schlucht ist erst einmal wieder Offroad pur 😅
Auf dem Fußmarsch zur Schlucht kommen wir an einem 800 Jahre alten Olivenbaum vorbei. Und natürlich gibt es auch wieder eine Begegnung mit einer Katze 😊 Straßenhunde sind uns hier bis jetzt nicht begegnet.
Die beeindruckende Kalksteinschlucht ist etwa 3 Kilometer lang und bis zu 30 Meter tief. An der engsten Stelle ist sie nur 3 bis 4 Meter breit. Entstanden ist sie durch jahrtausendelange Erosion des Avgas-Flusses. Der Weg führt über große und kleine Steine, immer wieder durchs Wasser, wobei der Wasserstand sehr niedrig ist, und ist teilweise ganz schön rutschig. In der Schlucht ist es angenehm kühl und so macht die Wanderung richtig Spaß.
Uns begegnet ein Ziegenpärchen und gleichzeitig hören wir von oberhalb der Schlucht ein Junges rufen, Echsen flitzen die Steine entlang und umso weiter man hineinläuft, umso mehr Geröll begegnet einem. So, als wären die Felsen gerade erst eingestürzt. Im engsten Teil der Schlucht haben es sich Tauben gemütlich gemacht. Der Ausflug tut gut und hat sich gelohnt. Praktischerweise gibt es am Parkplatz der Schlucht eine Wasserquelle, so dass wir unsere Kanister endlich wieder auffüllen können.
Wir begegnen vielen deutschen, englischen, aber auch lettischen Urlaubern. Und natürlich fragt eine Deutsche überrascht, ob wir tatsächlich von Duisburg aus bis hierhin gefahren sind 😆
Nach der Wanderung wollen wir wieder zurück nach Paphos und uns auf dem Weg noch ein Schiffswrack an der Küste anschauen.
Die Edro III ist bereits 2011 bei einem heftigen Novembersturm hier gestrandet und liegt an einer Kalksteinbucht mit einigen Meeres-Höhlen. Ziemlich beeindruckend. Direkt an der Bucht gibt es ein total schönes Restaurant, von dem aus man den Ausblick genießen kann. Wirklich traumhaft. 🤩
Den Abend verbringen wir wieder im Pub an der Promenade von Paphos bei Vier-Gewinnt und Domino. Hier ist jeder Tisch mit einem Spiel ausgestattet. Eine gute Idee finden wir 👍Leggi altro
Königsgräber & die Geisterstadt
24–28 ott 2025, Cipro ⋅ ☀️ 26 °C
Da wir ein zweites Mal in Paphos übernachtet haben, sind wir am Morgen noch zu den Königsgräbern und von dort ein Stück an der Küste entlang zurückspaziert. Auf dem Rückweg haben wir die Agia Solomoni Katakombe entdeckt. Ein kleiner unterirdischer Grabkammerkomplex aus der hellenistischen Epoche mit einem kleinen Innenhof. Die Stätte galt im Mittelalter als beliebter Wallfahrtsort. In einer der Höhlen sieht man Überreste christlicher Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert. Am interessantesten ist allerdings der heilige Baum, der zwischen den Felsen empor wächst und über der Anlage herausragt. Viele bunte Stoffreste sind zu Ehren der Heiligen Solomoni an die Äste gebunden. Diese haben uns erst aufmerksam gemacht auf die kleine Stätte.
Es geht von Paphos zurück Richtung Perivolia. Dieses Mal zu einem Stellplatz am Meer bei Mazotos. Hier scheint einmal ein Gebäude gestanden zu haben. Der Bereich vor dem kleinen Strand ist betoniert und auf einer Seite entlang der Küste stehen einige Wohnwagen und Wohncontainer, die hier ansich verboten sind, aber geduldet werden. Hier werden wir einige Tage bleiben, denn der Platz ist für uns optimal 😊 Auch zum Angeln ist er bestens geeignet und ich kann endlich auch mal wieder Yoga machen.
Am nächsten Tag werden wir von Marcus abgeholt und fahren anschließend zu viert zu der erst vor 5 Jahren für Touristen geöffneten Geisterstadt am Meer, Varosha. An dem Tag sind richtig viele Besucher dort. Man sieht die Zerstörung und den Verfall der ganzen Gebäude und Hotels, die seit den 70ern unbewohnt sind. Teilweise hängen noch die alten Reklameschilder, so z.B. beim ehemaligen Café Edelweiß. In den 60ern und Anfang der 70er Jahre haben hier Hollywoodstars wie Brigitte Bardot und Elisabeth Taylor Urlaub gemacht, bevor der Teil nach der Türkischen Invasion als militärisches Sperrgebiet erklärt wurde... das er bis heute ist. Ziemlich skuril fühlt es sich an durch die Gassen zu laufen.
Im Anschluss fahren wir noch in die geteilte Hauptstadt Nikosia, gehen hier lecker libanesisch essen, bevor wir uns den Grenzposten mitten in der Fußgängerzone anschauen.Leggi altro
Kurzurlaub vom Reisen
28 ott–6 nov 2025, Cipro ⋅ ☀️ 29 °C
Wir entscheiden uns mindestens bis Robs Geburtstag an dem Platz am Meer zu bleiben. Nur einmal müssen wir nach ein paar Tagen los Wasser auffüllen und einkaufen. Die restlichen Tage genießen wir den Kurzurlaub vom Reisen. Nach ein paar Tagen an einem Ort lebt man sich direkt ein, lernt die Nachbarn (und Nachbarskatze) kennen und fühlt sich heimisch. So heißt es meist angeln, frühstücken, spazieren, schwimmen, schnorcheln und lesen. Oder einfach nur entspannen und endlich mal wieder mit guten Freunden telefonieren. Auch zum Kochen nehme ich mir mehr Zeit. Wir werden nochmal abgeholt für einen Ausflug zum Stavrovouni-Kloster und nach Lefkara, gehen lecker essen und genießen es, mal nicht ständig unterwegs zu sein.
An unserem Stellplatz hören wir morgens das Geknalle der Jäger, die nur ein paar Meter entfernt Vögel oder Wachteln jagen, dafür ist spät abends nur noch das Rauschen des Meeres zu hören. Und mit zunehmendem Mond kann man im Dunkeln das Wasser glitzern sehen. Einen Abend sehen wir den Kopf einer Meeresschildkröte aus dem Wasser ragen. Sie ist wohl zum Fressen an die Seegraswiesen bei uns am Strand gekommen und taucht zum Luft holen immer mal wieder auf.
An Robs Geburtstag backe ich zum ersten Mal in unserem Wohnmobil Muffins. Abends gehen wir ein letztes Mal mit Marcus und Katrin Essen. Bis auf ein, zwei Tage ist es hier durchweg sonnig. Das tut gut, auch wenn wir meist im Schatten sitzen... Das erste Mal in den mittlerweile 90 Tagen, dass wir nicht weiter wollen. Aber unsere Zeit auf Zypern ist begrenzt. Und hier an dem Platz am Meer soll in ein paar Tagen eine Militärübung stattfinden. Zwei Soldaten haben uns darauf hingewiesen.Leggi altro
Karpaz Region und die Esel
6–10 nov 2025, Cipro ⋅ ☀️ 26 °C
Unser letztes Ziel auf Zypern soll die Karpaz Region sein, eine schmale, rund 80 Kilometer lange Halbinsel im Nordosten Zyperns, die für ihre unberührte Natur und die Wildesel bekannt ist. Auf dem Weg dorthin treffen wir zunächst noch einen Bekannten an der Ayia Napa Marina. Rob kennt Dinos von einer Angelmesse in Wien. Es folgt daher ein Fachgespräch im Le Deli Robuchon, zu dem ich nicht viel beitragen kann 😅 Der kleine Marina-Hafen sieht noch sehr neu und nobel aus. Wir gehen dort später noch Essen und übernachten dann auf dem Parkplatz dahinter. Am nächsten Tag geht es zunächst über die Grenze und dann nach Girne, um schonmal die Fährtickets für die Rückfahrt zu reservieren. Dann fahren wir weiter bis zum Ayfilon Strand in der Karpaz Region. Direkt am Restaurant Oasis stehen die Überreste einer griechisch-orthodoxen Kirche. Nebenan gibt es alte Bodenmosaike. Insgesamt eine traumhafte Kulisse, so entscheiden wir uns, hier Essen zu gehen und zu übernachten. Bei der Ankunft haben wir bereits den ersten wilden Esel etwas weiter weg gesehen.
Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche und fahren zunächst die Westseite der Halbinsel hoch. Hier ist die Natur größtenteils noch unberührt, dafür wird der Weg immer abenteuerlicher. Die scheuen Wildesel sehen wir hier nur von Weitem. Der Weg wird immer steiniger, wir schleichen uns weiter voran und entscheiden irgendwann, auf die andere Seite zu fahren. Dort sollen die Esel Touristen gewöhnt sein und auch an der Straße stehen. Der Weg führt ein Stück hinauf und ist ziemlich herausfordernd, bis es irgendwann dann leider unmöglich wird weiterzufahren, da unsere Gaskästen hinten nicht viel Spiel zulassen. Also heißt es, den ganzen schmalen Weg rückwärts zurück... puh. Ich laufe zu Fuß vor und versuche mit aufzupassen. An einer Stelle finden wir dann eine Möglichkeit zu wenden. Gott sei Dank. Nun heißt es, den ganzen Offroad-Weg wieder zurück. Was für ein Abenteuer... das sich landschaftlich auf jeden Fall gelohnt hat.
Die Ostseite ist fast bis zum Ende mittlerweile geteert. Hier warten die Esel tatsächlich schon auf Möhren oder Carob der Touristen. Wir lassen es uns nicht nehmen und steigen aus, um die Esel zu füttern 😊 Später machen wir Rast an einem Restaurant, auch hier treffen wir auf einen Esel. Beim Salatessen dann werden wir von insgesamt 7 Katzen genauestens beobachtet. Bevor es dunkel wird, wollen wir schon näher Richtung Girne zurück. Am übernächsten Tag werden wir die Insel nach knapp 4 Wochen verlassen. Der letzte Halt ist inmitten einer mondähnlichen Küstenlandschaft. Als wären die Felsen einst Meeresboden gewesen. Rob geht hier noch einmal angeln.Leggi altro
Anemurium und die Bananen
10–15 nov 2025, Turchia ⋅ ☁️ 24 °C
Zurück auf dem Festland machen wir nur ein paar Kilometer vom Fährhafen entfernt auf einem Campingplatz Halt zum Wäschewaschen. Wäre der Lärm der Straße nicht, ein absoluter Traumplatz. Wir stehen ganz allein direkt am Wasser, werden sofort von den Hofhühnern begutachtet und haben durchweg Gesellschaft durch die Hofkatzen, den Hund, die Hähne oder die Hühner mit ihren Küken. Für den übernächsten Tag ist Regen angesagt, die Wäsche trocknet Gott sei Dank schnell. Es bleibt zunächst aber doch trocken, lediglich Wetterleuchten sehen wir in der Ferne über dem Meer.
Unser nächstes Ziel ist die antike Stadt Anemurium. Sie bestand aus einer Oberstadt auf dem Kap Anamur und einer Unterstadt mit Theatern, einem Odeon und Bädern. In der Nekropole direkt nebenan stehen an die 350 zweistöckige, tonnengewölbte Gräber. Aufgrund seiner Nähe zu Zypern diente Anemurium vorallem in der Römerzeit als wichtiger Zwischenstopp. Es war über eine Straße mit Germaniopolis, einer der bedeutendsten römischen Städte, verbunden und war eines der wichtigsten Wirtschafts- und Politikzentren in der Region.
Als wir dort ankommen, sind wir von der Größe des Areals beeindruckt. Auch wenn vieles aufgrund von Erdbeben eingestürzt und zerstört ist, hat man das Gefühl, eine ganze römische Stadt zu sehen. Die Nekropole ist jedoch kaum begehbar, wir krachseln den mit Dornenbüschen bewachsenen Hang hoch. Das es hier einmal Wege gegeben hat, ist kaum vorstellbar. Die Kirchenbauten und Überreste der Stadt selbst sind besser zugänglich, offizielle Wege gibt es aber auch hier nicht. Die einzigen gut restaurierten Bereiche sind jedoch geschlossen. Der Rest wird, wie an vielen archäologischen Stellen in der Türkei, sich selbst überlassen. Wirklich schade, dennoch hat sich der Besuch gelohnt. Wir übernachten in unmittelbarer Nähe am Strand. Dieses Mal zusammen mit ein paar anderen Campern. Rechts von uns liegt die heutige Stadt Anamur, die für ihre Bananenplantagen bekannt ist. Am nächsten Tag fällt uns noch rechtzeitig vor der Weiterfahrt auf, dass die Radmuttern dringend nachgezogen werden müssen. Anschließend geht es dann Richtung Antalya an weiteren unzähligen Bananenplantagen, größtenteils in Gewächshäusern, vorbei. Bis Manavgat erstreckt sich hier der Bananenanbau 200km die Küste der Türkei entlang. Da machen wir doch direkt einmal Halt, um welche zu kaufen. An diesem Tag regnet es dann eine kurze Zeit während der Fahrt. Wir fahren bis zu einem Waldcamping in Avsallar.Leggi altro
Alle guten Dinge sind...
15–19 nov 2025, Turchia ⋅ ☀️ 20 °C
Nach mittlerweile 12.000 gefahrenen Kilometern wollen wir in Antalya einen Ölwechsel machen lassen. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass uns eine Werkstatt nach der anderen abweist. Zu dem Ölwechsel sollen auch zwei Keilriemen getauscht werden, Öl und Teile haben wir alles dabei, aber trotzdem werden wir weiter geschickt. Irgendwann entdecken wir dann zufällig eine 4x4 Werkstatt für Geländewagen. Also nochmal rein und fragen. Ja klar, kein Problem... bekommen wir zu hören. Damit haben wir gar nicht mehr gerechnet. Es ist mittlerweile viertel nach vier am Samstagnachmittag. Wir sollen direkt vorfahren. Was ein Glück. Bei Çay und heißer Schokolade beobachte ich anschließend wie mal zwei, mal drei, mal vier Mechaniker gleichzeitig an und unter unserem Fahrzeug sind. Das Öl hat nicht ganz gereicht, schnell wurde noch welches besorgt, ebenso ein passender Keilriemen, da unser Ersatz zu klein war. Am Ende sind wir total dankbar, dass alles geklappt hat. Was für ein toller Service! Da es mittlerweile dunkel ist, fahren wir nur noch bis zum städtischen Stellplatz in der Nähe. Nun ist unser Dusty wieder fit für die nächsten 10.000km!
Am nächsten Tag bekommen wir dann noch Überraschungsbesuch vom Werkstattmeister Semih samt Familie. Wie nett 😊 Von Stellplatznachbarn mit einem Mercedes hören wir, dass auch sie Probleme hatten, eine Werkstatt zu finden und insgesamt sogar bei zehn angefragt haben.
Anders als geplant bleiben wir drei Nächte in Antalya. In der Stadt hat man gutes Internet und so können wir ein paar Dinge online erledigen. Außerdem gibt es nur ein paar Meter entfernt eine schöne Promenade 😊
Unweit von Antalya findet man die ewigen Feuer von Chimaera. Das wollen wir uns anschauen. Auf einem Felsplateau im Yanartaş Nationalpark entweichen Erdgase aus Spalten und kleinen Löchern, die schon seit 2.500 Jahren brennen sollen und früher auch den Seefahrern als Orientierung dienten. Man nimmt an, dass Yanartaş der antike Berg Chimaera ist, an dem das olympische Feuer zum ersten Mal entzündet wurde. Der Aufstieg hat es in sich und während Rob oben sichtlich Spaß mit den Flammen hat und einige erloschene nochmal entzündet, werde ich währenddessen von einem Schmusetiger belagert. Außer den Flammen gibt es noch Ruinen eines Tempels und einer alten Kirche zu sehen.
Nach dem Abstieg verbringen wir die Nacht an der nahegelegenen Bucht im Schatten der ganzen Ausflugsboote, die zu Saisonende an Land geholt wurden.Leggi altro

Viaggiatore
Ach krass!!! Unterhalb von den Chimären liegt direkt Cirali- dort wo wir oft Urlaub machen und u.a. auch die Brutstätte der Caretta Caretta-Schildkröten ist 🥰 Ein Stückchen weiter liegt auch noch das antike Dörfchen Olympos
Pamukkale und Troja
20–23 nov 2025, Turchia ⋅ ☀️ 22 °C
Wir wollen Kilometer machen und fahren daher landeinwärts, bis wir irgendwo am Straßenrand auf knapp 1000m übernachten. Hier ist es für uns morgens ungewohnt kalt. Das hatten wir zuletzt nur in Georgien. Aber es ist ja auch schon Mitte November, was man bei den wärmeren Temperaturen irgendwie total vergisst.
Am nächsten Tag biegen wir Richtung Kalksandstein-Terrassen in Pamukkale ab. Auf den ersten Blick sieht das Naturphänomen aus wie eine Schneelandschaft. Den Kalkstein darf man nur Barfuß betreten, was ein sinnliches Erlebnis auf dem Weg nach oben wird. Die großen natürlichen Terassen sind längst nicht mehr mit Wasser gefüllt, nur noch die künstlich angelegten. Schade. Oben auf dem Plateau, wo einst die griechische Stadt Hierapolis stand, wimmelt es nur so von Touristen. Von der antiken Stadt schauen wir uns nur einen Teil an. Das Areal ist einfach riesig. Dann geht es die wellenförmigen Kalksteinfelsen auch schon wieder hinunter. Im Seitenspiegel sehen wir noch eine zeitlang die weißen Felsen von Pammukale, die in der Landschaft so ungewöhnlich aussehen.
Die nächste Nacht verbringen wir auf einem Rastplatz im Schutz großer LKWs, bevor es Richtung Izmir geht. Wir wollen das letzte Stück dann doch nochmal an der Küste entlangfahren und werden dafür an einem kurzen Stopp bei Kücükkoy mit wilden Flamingos überrascht. Hier noch welche zu sehen, damit haben wir nicht mehr gerechnet 😊
Unser letztes Ziel in der Türkei ist Tevfikiye, genauer gesagt die Stadt Troja bzw. deren Überreste. Wir fahren fast 400km und übernachten zwischen großen Kiefern, bevor es am nächsten Tag ins Museum und zu der archäologischen Stätte geht. Am Eingang steht ein großes Holzpferd, das mittlerweile selbst in die Jahre gekommen ist und daher nicht mehr begehbar. Die Überreste der Stadt Troja werden in zehn Zeitspannen zwischen ca. 3000 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr. unterteilt, wobei der Trojanische Krieg schätzungsweise um 1300 v. Chr. stattfand. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Troja archäologisch wiederentdeckt, nachdem die Stelle erstmals bereits in den 1820er Jahren identifiziert wurde.
Das original Holzpferd aus dem Film Troja steht in Cannakale, direkt an der Meerenge, die die Ägäis mit dem Marmarameer verbindet und Europa von Asien trennt. Das sehen wir jedoch nur im Vorbeifahren, da parken hier für uns leider unmöglich ist.
So geht es direkt weiter bis über die Cannakale Brücke, bevor wir ein letztes Mal in der Türkei übernachten.Leggi altro

Viaggiatore
Sieht echt aus wie Schnee, voll schön ☃️ Als ich mal dort war, war das total gelb und gar nicht schön

ViaggiatoreOh, das war einmal Mitte der 90er, da war es richtig hässlich, und dann nochmal 2008, glaube ich. Da ging es dann. Die haben damals gesagt, dass es an den Hotels lag, die das ganze Wasser weggenommen haben 😒
Greece again..
23–29 nov 2025, Grecia ⋅ 🌧 15 °C
Auf dem Weg zurück nach Griechenland fahren wir kurz vor der Grenze durch starken Regen, bevor der Himmel kurze Zeit später auch schon wieder die Sonne durchblicken lässt. Die Blätter der Bäume zeigen uns, nun sind auch wir im Herbst angekommen.
Erstmal zurück auf den einzig noch offenen Campingplatz in Nea Karvali, den wir auf dem Hinweg schon als letzten Stopp genutzt haben. Als wir ankommen tost das Meer, danach hält sich das Wetter aber noch ganz gut. Zeit zum Tauschen der Wasserfilter und Reinigen des Abwassertanks. Von hier geht es am übernächsten Tag dann erstmal zum nächsten Lidl, bevor wir nur ein paar Kilometer weiter eine Zwangspause einlegen müssen. Die Frau hat Migräne und so stapft der Mann in einer Stunde zur nächsten Apotheke im nahegelegenen Dorf zu Fuß hoch. Zumindest haben wir schnell ein ruhiges Plätzchen gefunden. Am nächsten Tag geht es dann für einen kurzen Stopp zu einem Angelladen in Thessaloniki. Wie immer kostet uns die Stadt ein wenig Nerven. Auch danach fahren wir jedoch nicht allzuweit. Aufgrund der Unwetterwarnung suchen wir uns kurz hinter dem Olymp auf einem Parkstreifen hinter den verlassenen Anlagen am Meer ein sicheres und ruhiges Plätzchen für zwei Nächte. Die Heizung läuft, es wird gekocht und gepuzzelt. Für einen kleinen Herbst-Strand-Spaziergang reicht die Regenpause sogar noch aus. Die Küstenregion wirkt nach der Saison wie ein Lost Place und die mächtigen Regenwolken gepaart mit ein paar Sonnenstrahlen sehen beeindruckend aus. Wir harren der Dinge, wie sich das Wetter entwickelt - das Unwetter bleibt Gott sei Dank aus, die Warnung aber weiter bestehen. Als nächstes geht es dann zu einem Reifenhändler, denn unser linkes Vorderrad hat ordentlich Luft verloren.
Da Parkmöglichkeiten rar geworden sind, fahren wir auch an dem Tag nicht allzuweit, denn ein großer Rastplatz kurz hinter Vasiliki mit wolkenverhangener Wasser- und Bergkulisse lädt uns zum Verweilen ein. Am nächsten Morgen werden wir hier unerwartet von den Sonnenstrahlen geweckt 😊Leggi altro
Das Orakel von Delphi
29 nov–1 dic 2025, Grecia ⋅ ⛅ 10 °C
Vom Rastplatz geht es in Richtung Berge - wir wollen nach Delphi, die Stadt die in der Antike vorallem für ihr Orakel bekannt war. Die Sonne lässt sich immer mehr blicken und so fahren wir durch eine tolle felsige Landschaft, vorbei an einer bis zur Küste reichenden Olivenbaumplantage und am Ende die Serpentine hoch zur alten Stadt Delphi. Eine Stunde vor Schließung kommen wir an der Anlage an. Aber wir sind nicht die letzten. Nach uns folgen noch Gruppen aus China, Indien und weitere. Auch wenn wir in Eile hoch bis zum alten Stadion steigen, so haben wir beim Abstieg Zeit, die Überreste der Stadt eingehüllt in eine tolle Bergkulisse des Pleistos Valleys auf uns wirken zu lassen. Das im 5. Jahrhundert v. Chr. erbaute Stadion von Delphi war u.a. Austragungsort der Pythischen Spiele, eines der vier panhellenischen Sportturniere, die im antiken Griechenland stattfanden und nach den Olympischen Spielen die zweitwichtigste Veranstaltung waren.
Ansich waren wir nach der Türkei gesättigt von antiken Stätten 😅, aber hier sind wir einmal mehr beeindruckt. Können anscheinend doch nicht genug bekommen.
Ins angrenzende Museum schaffen wir es leider nicht mehr und an Parken im neuen Ort Delfi ist nicht zu denken. Also fahren wir in die Dämmerung hinein ein ganzes Stück bis zu einer kleinen Bucht am Golf von Korinth, die nur im Sommer bewohnt scheint. An einem Gebäude finden zwar Bauarbeiten statt und hier stehen bereits zwei andere Camper, aber wir finden ein Eckchen für uns zum Stehen. Es ist windig, das Meer aufgewühlt, aber wir schlafen prima. Am Abend wurden wir noch von einer lieben Hundedame begrüßt, die unser letztes Hundefutter bekommen soll. Dem Ziegenpfad folgend spazieren wir am nächsten Tag bis zu einer kleinen leeren Nachbarsbucht. Die Bewegung tut richtig gut. Doch wo sind nur die Ziegen?
Zurück im Wohnmobil hören wir Kuhglocken, die sich als Ziegenglocken entpuppen. Die ganze Herde kommt samt Herdenhunde direkt bei uns vorbei... und wandert am nächsten Tag auch wieder zurück.
Am zweiten Abend, es ist der 1. Advent, fällt Rob zufällig auf, dass unsere Dachträger auf einer Seite alle komplett gebrochen sind. Schreck lass nach. Was ein Glück, dass uns das aufgefallen ist, bevor uns die Dachterrasse noch während der Fahrt eingekracht wäre. Immerhin lagert dort das über 100kg schwere Ersatzrad. Empfang haben wir in der Bucht nur gegenüber von unserem Stellplatz und so folgen einige Spaziergänge, um Kontakt mit dem bekannten Griechen aus Athen aufzunehmen. Wir müssen eine Werkstatt finden, die uns Aluminium schweißen kann. Das wird nicht leicht...Leggi altro






















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































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