• Franca Schiffmann
  • Kaspar Schiffmann
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Süd-/Zentralamerika

Wir bereisen während 4 Monaten Teile von Süd- und Zentralamerika. Die Reise beginnt Anfang Oktober in Quito, Equador und endet Ende Januar in Panama. Read more
  • Trip start
    October 3, 2023

    Abreise

    October 3, 2023 in Switzerland ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Reise beginnt.
    Nach vielen Stunden Wohnung räumen, alles in Kisten verstauen und die Rucksäcke packen sind wir am Dienstagabend nach einem guten Znacht Richtung Basel gestartet. Wir werden morgen früh nach Quito fliegen und dort drei Wochen Spanisch lernen.Read more

  • Ankommen in Quito

    October 5, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einer ungeplanten Nacht am Flughafen Basel (da beim Hotel falsches Datum gebucht..) flogen wir zuerst nach Amsterdam und anschliessend 11.5 Stunden bis Quito. Trotz fehlender Ausreisebestätigung konnten wir ohne Probleme einreisen und wurden in unser Airbnb gefahren. Bei den 119 Stufen zur Wohnung bekamen wir die Höhe (Quito liegt auf 2‘800 Meter) ein erstes Mal zu spüren. Aber für die Aussicht hat es sich gelohnt!
    Nach einer erholsamen Nacht mit viel nachgeholtem Schlaf wurden wir am Vormittag in der Sprachschule willkommen geheissen und Mario machte uns auf Spanisch eine Führung durch das umliegende Centro Historico.
    Anschliessend gönnte sich Chäspu ein erstes traditionelles Mittagessen mit Kartoffeln, Fleisch und Mote (traditioneller weisser Mais) und für Franca gab es ein Sanduche de pollo y aguacate (Sandwich mit Poulet und Avocado). Gestärkt stiegen wir zur eindrucksvollen Basilica del Voto Nacional hoch und erkundeten das Angebot eines ecuadorianischen Supermarktes.
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  • Erstes Wochenende in Quito

    October 8, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 17 °C

    Die freien Tage vor Beginn der Sprachschule nutzten wir um Quito noch etwas besser kennenzulernen. Wir stiegen auf die Türme der bereits besuchten Basilica del Voto Nacional hinauf und genossen von dort die Aussicht über Teile der Stadt. Von hier aus und auch von den anderen Aussichtspunkten die wir bisher besucht haben, sind jedoch meist nur das Zentrum und Teile des nördlichen Stadtteils ersichtlich. Der ganze südliche Stadtteil hinter dem Panecillo (der Hügel mit der Statue) ist kaum ersichtlich und auch der nördliche Stadtteil erstreckt sich noch viel weiter. Wir konnten jedoch unser Apartment erkennen (roter Kreis).
    Am Samstag verliessen wir das Centro Historico und liefen durch den Parque El Ejido ins Quartier La Mariscal, welches moderner und als Restaurants- und Ausgangsquartier bekannt ist. Jedoch war da am Samstagmittag noch nichts los und auch die meisten Restaurants waren noch geschlossen. Zum Glück war zumindest der Handwerker Markt offen, wo es Pullis, Schals, Ponchos, Schmuck, Taschen und viele bunte Souvenirs gab. Da es in unserer Wohnung bei unter 10 Grad in der Nacht, ohne Heizung und kaum abgedichteten Türen am Morgen und Abend recht kühl ist, kauften wir uns Pullis aus Alpakawolle. Am Abend kochten wir uns eine Kürbissuppe, da wir die Kürbissaison in der Schweiz ja leider verpassen.
    Am Sonntag war Entspannung von diesen ersten Tagen angesagt. Dank dem Sonnenaufgang um 6 Uhr war zwar nichts mit Ausschlafen, aber gemütlich konnten wir es trotzdem angehen. Am Nachmittag spazierten wir zum Parque Itchimbia, gleich oberhalb von unserer Wohnung und genossen dort wiederum die Aussicht und staunten über die Grösse dieser Stadt oder zumindest die Teile die ersichtlich sind.
    Nun sind wir gestärkt und ausgeruht für die Sprachschule und freuen uns aufs Spanischlernen. :D
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  • Papallacta und Casa Museo Guayasamín

    October 12, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 10 °C

    Die neue Woche haben wir mit viel Spanischlernen begonnen. Wir haben jeden Vormittag 4 Stunden Unterricht, diese Woche mit Roberto. Da aktuell nur ca. 8 SchülerInnen an der Sprachschule sind, sind wir nur zu zweit in der Klasse. Wir gehen recht zügig und mit viel Humor durch die Basics und haben am Mittwoch bereits das erste Niveau abgeschlossen. Am Mittag gehen wir mit einigen aus der Sprachschule ein typisches Almuerzo (Mittagessen) essen, welches jeweils aus einer Suppe, einem Teller mit Reis, Fleisch, Fisch oder vegi, Gemüse und teils noch Kartoffeln oder Frites, einem kleinen Dessert, meist eingekochten Früchten, und einem Saft besteht. Für am Nachmittag haben wir mehrere Seiten Hausaufgaben aus dem Lehrmittel plus sollten wir noch Wörtli lernen.
    Umso dankbarer sind wir für die Auszeit am Mittwochnachmittag in Papallacta. Dort machen wir nach dem Almuerzo eine kurze Wanderung durch einen kleinen Teil des Nationalparks. Wir befinden uns hier bereits im Amazonas, jedoch auf 3‘300 m.ü.M. Bereits auf der Hinfahrt sehen wir am Strassenrand ein Bär und auch auf der Wanderung ist am gegenüberliegenden Hügel ein Bär zu sehen. Ausserdem hat es viele Kaninchen, Lamas und auch einen Kolibri konnten wir erblicken. Nach der Wanderung, welche vom Direktor der Sprachschule Elgenio geleitet wurde, gibt es Entspannung pur im Thermalbad. Papallacta hat aufgrund umliegender Vulkan heisse Quellen und dadurch etliche Thermalbäder, wofür das kleine Städtchen bekannt ist. Wir konnten in einem dieser Bäder während knapp drei Stunden baden, entspannen und uns mit den anderen SchülerInnen austauschen. Océane aus Frankreich, sowie Nils, Andreas und René aus Deutschland waren mit dabei. Das Highlight des Tages für Franca war die anschliessende heisse Dusche mit viel Wasser, welche in unserem Airbnb etwas dürftig und kühl ausfällt.
    Am Donnerstag nahmen wir nach dem Unterricht und etlichen unregelmässigen Verben an der Cooking Party teil. Es gab Volquetero, eine Art Ceviche aber mit weissen Bohnen anstatt Fisch. Viel kochen mussten wir jedoch nicht, das meiste wurde von Mario, dem Mitarbeiter der Sprachschule vorbereitet und anschliessend wurde uns erklärt wie es zubereitet wird und wir halfen beim Fertigstellen und durften es anschliessend geniessen. Das Gericht konnte mit typischen ecuadorianischen Zutaten garniert werden, wie Chifles (Chips aus grünen Bananen), Maíz tostado (geröstete Maiskörner) und Canquil (Popcorn). Anschliessend gingen wir mit Océane und Nils ins „Casa Museo Guayasamín“. Wie der Name schon sagt, ist dies das Haus und nebenstehende Museum vom berühmten ecuadorianischen Maler Oswaldo Guayasamín. Zuerst konnten wir durch Teile des Hauses, wie sein Schlafzimmer und Atelier gehen, sowie die hauseigene Galerie im Untergeschoss bestaunen. Anschliessend gingen wir ins nebenstehende Museum, welches aus zwei riesigen Räumen besteht und sehr grosse und imposante Gemälde beinhaltet. Die Aussicht von diesem Anwesen wäre atemberaubend gewesen, jedoch war es bedeckt und zwischendurch wurden wir von einem Gewitter zum Tee trinken und Abwarten gezwungen. Zurück in unserem Airbnb erkannten wir, dass im Wohnzimmer eine Kopie eines Gemäldes von Guayasamín an der Wand hängt.
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  • Otavalo und Umgebung

    October 15, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 17 °C

    Am Freitagabend wollten wir die Spanischwoche gemütlich ausklingen lassen und einige von der Sprachschule verabschieden. Da es gewitterte und aufgrund der Präsidentschaftswahl an diesem Wochenende kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, war DIE Restaurant- und Ausgehstrasse im Centro Historico (Calle la Ronda) kaum besucht. Wir assen in einem Restaurant, wo wir die einzigen Gäste waren typische ecuadorianische Speisen und tranken Canelazo (heissen Naranjillasaft, halt ohne den Alkohol). Auch in der anschliessenden Bar hatte es kaum Leute und wir tranken Tee und heisse Schokolade um uns aufzuwärmen. Als nicht weit von der Bar ein Blitz einschlug war es uns auf der nur mit einer Plane bedeckten Dachterrasse aber auch nicht mehr so wohl und wir liessen uns von einem Taxi durch den Regen nach Hause fahren.
    Für am Samstag hatten wir eine Tour gebucht und wurden um 7:15 Uhr an der Plaza San Blas abgeholt. Schon beim auf den Transport warten trafen wir auf Nadina und Dennis aus Winterthur und unterhielten uns auf dem Ausflug mit ihnen über die bisherigen Reiseerfahrungen und kommenden Reisepläne. Der erste Halt auf der Tour war Cayambe, ein kleines Städtchen nördlich von Quito. Dort probierten wir einige Spezialitäten, wie Bizcochos mit Dulce de leche und Käse belegt, Schokolade die in der gegenüberliegenden Fabrik hergestellt wird und verschiedene Produkte aus Agave, wie Agavensirup und der Schnaps den sie daraus produzieren. Franca probierte ausserdem einen typischen Tee der Indigenen, welcher mit diesem Schnaps ergänzt wird. Alkoholausschank war hier also am Tag vor den Wahlen kein Problem. Anschliessend ging es weiter über den Äquator Richtung Lago San Pablo. Vom Aussichtspunkt auf den See sah man jedoch vor allem die Autobahn, die Lamas waren die grössere Attraktion als der See. Weiter ging es nach Otavalo, dort hat es einen berühmten Markt mit allem was man sich so vorstellen kann. Viele Indigene verkaufen dort ihre Waren. Auf dem Weg nach Otavalo erklärte uns im Bus eine Indigene ihre traditionelle Kleidung und sang ein Lied auf Quechua vor. Eine Stofftasche, einen Hut für Chäspu, ein Münzportemonnaie, farbige Apéroschälchen und einige Mitbringsel haben wir in den knapp zwei Stunden auf dem Markt ergattert, um alle Stände zu besichtigen hat es in dieser Zeit nicht gereicht. Mit dem Bus fuhren wir dann eine von unserem Guide so genannte „Bumpy Road“ Richtung Laguna de Cuicocha. „Cuy“ heisst Meerschweinchen und „Cocha“ Lagune, Meerschweinchen gibt es dort schon länger nicht mehr, aber die Insel in der Lagune erinnert an ein Meerschweinchen. Wir liefen kurz oberhalb der Lagune entlang und erfuhren einige Dinge über die Bräuche der Indigenen in dieser Region. Ausserdem wären von dort aus fünf Vulkane ersichtlich gewesen, jedoch hatte es zu viel Nebel um sie vollständig zu erblicken. Endlich ging es dann nach Cotacachi zum Mittagessen in einem schönen Innenhof. Cotacachi ist bekannt für Leder, also konnten wir uns nach dem Essen etliche Läden mit Lederprodukten anschauen, bevor es zurück nach Quito ging.
    Am Sonntag schliefen wir endlich mal wieder aus. Anschliessend gingen wir in den Parque Metropolitano Guangüiltagua im Norden von Quito. Der Park ist ein grosser Wald mit Spielplätzen, Grillplätzen und Aussichtspunkten, welcher sich zum Spazieren, Joggen und Biken eignet. Wir machten einen 7 km langen Rundweg im Park und genossen anschliessen mit Aussicht auf weitere Teile der Nordstadt Tacos und Burritos.
    Der Wahlsonntag ging in Quito scheinbar ruhig von statten und nun sind wir gespannt wer zukünftig dieses Land regieren wird und hoffen auf positive Auswirkungen.
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  • Mitad del Mundo, Panecillo und Pichincha

    October 22, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 9 °C

    Diese Woche haben wir nebst viel Spanischlernen, teilweise etwas Augenrollen über unsere Lehrerin, vielen Jugos (Fruchtsäften), ein paar Stromausfällen, Einkaufen in der Markthalle und Ausprobieren der Wäscherei, einige Sehenswürdigkeiten besucht. Am Dienstag waren wir mit der Sprachschule auf dem Äquator am Mitad del Mundo. Uns wurden einige Phänomene präsentiert, wie dass auf dem Äquator das Wasser gerade nach unten abfliesst, während es auf der Süd- und Nordhalbkugel jeweils mit oder gegen den Uhrzeigersinn abfliesst. Ausserdem konnte man probieren ein Ei auf einem Nagel zu balancieren. Interessant waren auch die Fahrten mit dem öffentlichen Bus zum Mitad del Mundo und zurück.
    Am Donnerstag wieder Cooking Party, diesmal gabs Locro Quiteño, eine Kartoffelsuppe, die mit Käse und Avocado ergänzt wird. Anschliessend trafen wir Dave aus Port, den wir vom Musiklager kennen und gingen mit ihm auf den Panecillo, den Hügel mit der grosse Maria Statue . Wir genossen die Aussicht und gönnten uns anschliessend eine Glace auf dem Plaza Grande (Naranjilla!). Am Abend trafen wir uns nochmals mit ihm zum Pizzaessen in der wohl kleinsten Pizzeria Quitos, wo ein Kolumbianer vor den Augen der Gäste hervorragende Pizzen bäckt. Wenn eine Flasche Wein oder Wasser bestellt wird, springt der Mitarbeiter kurz zum nächsten Laden um das Gewünschte zu kaufen und manchmal muss man ihm auch mit Wechselgeld aushelfen. Anschliessend gingen wir noch in ein Pub wo live Musik gespielt wurde und die Einheimischen Salsa tanzten. Wir probierten uns währenddessen durch die lokalen Biere.
    Am Freitag waren wir froh als endlich Wochenende war und gingen mit Peter und Chris aus der Sprachschule ein Encebollado, eine sehr leckere Fischsuppe, essen. Anschliessend ging Franca endlich zum Coiffeur und liess sich für 7 Dollar die Haare schneiden. Am Abend gingen wir in der Nordstadt noch etwas trinken mit einigen aus der Sprachschule.
    Am Samstag standen wir früh auf und gingen mit Océane und Dave auf den Hausberg von Quito, den Rucu Pichincha. Mit dem Teleférico, also der Gondelbahn, fuhren wir bis auf 4’000 m.ü.M. und wanderten anschliessend in 2.5 Stunden auf den Gipfel auf 4’696 m.ü.M.. Was zu Beginn ein guter Weg und fast eine Völkerwanderung war, endete im Klettern durch den aufkommenden Nebel. Um so mehr waren wir stolz und glücklich als wir den Gipfel erklommen hatten! Auf dem Rückweg holte uns nach kurzem, waghalsigen Hinunterklettern über die Felsen und Hinunterrutschen auf dem Sand, fast der Regen ein. Er kam dann aber zum Glück erst als wir zurück bei der Bergstation im Café sassen. Die Höhe haben wir erstaunlich gut weggesteckt, natürlich mussten wir stark Atmen, aber mit viel Wasser trinken konnten wir Kopfschmerzen und Schwindel vermeiden. Wir konnten von da oben nun endlich sehen, wie weit sich die Süd - und Nordteile von Quito noch erstrecken und staunten einmal mehr über die Grösse dieser Stadt.
    Am Sonntag tauchten wir mit etwas Muskelkater in eine weitere, andere Seite von Quito ein. Wir gingen noch mehr in die Nordstadt, in den Stadtteil La Carolina. Dort gab es ein spätes Frühstück in einer Oase zwischen den Hochhäuser, einen Spaziergang durch den Park, welcher die Leute von Quito zum Spielen und Sportmachen anzieht, und eine Runde durch ein Shopping Center, wo es von H&M über North Face bis zu Michael Korps alles gab. Hier sind eindeutig andere Leute unterwegs als im Centro Historico.
    Nun freuen wir uns auf unsere letzte Woche Spanischunterricht.
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  • Botanischer Garten und Wochenende Mindo

    October 30, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 21 °C

    In der letzten Woche an der Sprachschule war Patricia unsere Lehrerin. Zuerst hat sie uns mit ihrem roten Korrekturstift und ihrer etwas forschen Art etwas verunsichert, aber sie ist dann etwas aufgetaut und wir haben uns mit ihr viel auf Spanisch über die unterschiedlichen Kulturen in denen wir leben ausgetauscht, was sehr bereichernd war. Ausserdem hat sie erkannt, wann jeweils unser Tageslimit an Grammatik ausgeschöpft war.
    Am Dienstag besuchten wir mit der Sprachschule den botanischen Garten von Quito. Besonders die vielen verschiedenen Orchideen, die fleischfressenden Pflanzen und die Bonsais waren eindrücklich. Es war ein regnerischer Tag und so hat sich ein kleiner Frosch am Abend in unser Apartment verirrt. Chäspu hat ihn zum Glück wieder hinausbefördert.
    Am Donnerstag war wieder Cooking Party, diesmal mit Burritos auf ecuadorianische Art, welche je nach Vorlieben mit verstampften roten Bohnen, Hackfleisch, Tomaten, Guacamole, Käsesauce und Salat gefüllt werden konnten. Am Abend haben wir uns noch mit einigen aus der Sprachschule in einem Restaurant oberhalb der Stadt getroffen. Da es kühl und regnerisch war, tranken wir Glühwein und Canellazo.
    Am Freitag haben wir unsere Spanischdiplome erhalten und mit Mario, dem Helfer und für uns auch Herzstück der Sprachschule, ein Erinnerungsfoto gemacht. Er hat uns nebst einer privaten Führung durch das Centro Histórico, auch sonst auf die Ausflüge begleitet, für die Cooking Party alles vorbereitet und versucht auf Spanisch mit uns Konversationen zu führen. Am Abend gingen wir mit den anderen der Sprachschule noch etwas trinken und essen, bevor es am Samstagmorgen fürs Wochenende nach Mindo ging. Die Pläne haben sich mit denen von Dave gekreuzt, also sind wir mit ihm zuerst an den nördlichen Busbahnhof und anschliessend 2 Stunden nach Mindo gefahren. Schon unterwegs sind wir durch eine wunderschöne Natur mit exotischen Bäumen gefahren. Dies war dann auch Programm in Mindo. Nebst dem kleinen Städtchen, welches aus einer Restaurant- und Lädelistrasse bestand und vielen Hostels hat es vor allem einen wunderschönen Nebelwald. Dieser kann nebst zu Fuss durchwandert, auch mit 10 Ziplines von oben betrachtet werden. Dies liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Und dank unseren Guides konnten wir ein Tukanpaar beobachten und das Tukanbaby aus dem Nest schreien hören. (Franca‘s neuester Buketlist Punkt: ein Tukanbaby sehen!)
    Anschliessend hatten wir beim Mittagessen einen tollen Blick auf die Bäume und Dave und Chäspu probierten sich im Vögel beobachten und fotografieren, wofür Mindo sehr bekannt ist.
    Nach einer durchzechten Nacht, was nicht an den Cocktails lag, sondern an der Partymusik in der ersten Hälfte und dem Krähen eines Hahns in der zweiten Hälfte der Nacht, wurden wir mit einem Frühstück in Anwesenheit von Kolibris belohnt. Anschliessend machten wir eine Schokoladentour wo wir in einer Manufaktur die traditionelle Schokoladenproduktion sahen und beim Rösten, Schälen und Mahlen der Kakaobohnen helfen konnten. Heute werden diese Schritte natürlich von Maschinen übernommen. Als die Schokoladentafel abgefüllt war, konnten wir den Rest als Gesichtsmaske auftragen, damit auch unsere Haut alle Vorzüge der Schokolade erfahren konnte. Zum Schluss gab es die verschiedenen Schokoladensorten von ihnen zu probieren, wie Lemongras, Minze, Tropical und Chili mit Salz. Ausserdem gab es ein selbstgemachte Brownie und Eistee aus den Schalen der Kakaobohnen.
    Am Nachmittag zog sich Chäspu in unser Bungalow zurück und erholte sich von Magen-Darm Problemen. Franca ging mit Dave nochmals Richtung Nebelwald. Zuerst mit einem Sessellift hoch, dann mit einer sogenannten Tarabita über die Schlucht um anschliessend in die Schlucht runter zu wandern und einer der vielen Wasserfälle zu bestaunen. Zurück in Mindo fuhr Dave zurück nach Quito und liess uns netterweise noch etwas Geld da, da in Mindo mit ausländischen Karten kein Geld abgehoben werden kann. Wir blieben noch eine Nacht länger, welche ruhiger war und Chäspu ermöglichte, sich grösstenteils auszukurieren. Am Montag trafen wir beim Frühstücken, nebst wieder einigen Kolibris auch ein Paar aus Biel an. Anschliessend fuhren wir zurück nach Quito und nach einem Halt in einer Schoppingmall, direkt an den Flughafen um Nathalie und Sebastian abzuholen. Mit ihnen werden wir die nächsten drei Wochen den Amazonas, die Anden und die Galapagosinseln erkunden.
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  • Letzte Tage Quito und ab in den Amazonas

    November 4, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    In zwei Tagen haben wir versucht Nathi und Sebi unsere Highlights von Quito oder zumindest dem Centro Historico zu zeigen. Am Mittwochmorgen früh mussten wir mit Chäspu einen Abstecher in die Notaufnahme machen. Er hat es irgendwie geschafft, durch einen Muskelkrampf im Arm sich die Schulter auszurenken. Nach 2 Stunden Notaufnahme mit Röntgen, Einrenken und wieder Röntgen wurde er entlassen. Die Behandlung, inklusiv Medikamente war gratis, aber Franca musste die Armschlinge selber in der Apotheke kaufen gehen und ins Spital bringen. 2 Wochen muss er diese nun tragen. Nach dem nachgeholten Frühstück und verdauten Schock machten wir uns auf zur Markthalle in La Mariscal, damit Nathi und Sebi auch noch die obligaten Souvenirs kaufen konnten. Am Abend gab es nochmals Pizza in der besten Pizzeria und wir verabschiedeten uns von Dave.
    Zum Glück sind Nathi und Sebi nun mit uns unterwegs, somit konnten wir weiterreisen, obwohl Chäspu sein Rucksack nicht selber tragen kann. Am Donnerstagmorgen machten wir uns auf in Richtung Amazonas. Eine 7,5 stündige Busfahrt brachte uns nach Nueva Loja. Der Bus war erstaundlich komfortabel und wir konnten die vorne gezigten Filme schauen, Podcast/Musik hören oder etwas Schlaf nachholen. In Nueva Loja haben wir den Sommer gefunden mit 30 Grad und Sonnenschein. In unserem Hotel kühlten wir uns daher erstmal im Pool ab. Am nächsten Morgen trafen wir dann unseren Tourguide und machten uns auf ins Cuyabeno Reservat. Nach einer 2,5 stündigen Busfahrt, wechselten wir ins Motorboot und genossen eine erste wunderschöne Fahrt auf dem Fluss. Dabei konnten wir bereits etliche Vögel sehen und auch einige Affen beobachten. Nach weiteren 2.5 Stunden auf dem Boot kamen wir in der Bamboo Lodge an und genossen ein sehr leckeres Mittagessen. Anschliessend konnten wir unsere Zimmer beziehen und uns in der Hängematte erholen. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir uns auf zu einem Padelausflug zur Laguna Grande und genossen die Stille auf dem Fluss. Die Lagune ist durch die extreme Trockenzeit nicht vollständig mit Wasser bedeck und allgemein ist der Wasserstand aktuell etwa 3 Meter tiefer als in der Regezeit. An der Laguna Grande durften wir sogar ins Wasser springen, laut unserem Guide ist es dort "safe". Plötzlich kamen etliche Boote zu diesem Platz und Touristen aus allen umliegenden Lodges schauten sich den Sonnenuntergang an. Zurück in unserer Lodge machten wir noch einen Spaziergang in der Dunkelheit um Insekten zu betrachten. Wir sahen viele Zikaden, Ameisen und Käfer, sowie etliche Spinnen, wie grosse Taranteln, Skorpionspinnen und einige giftige Arten. Unser Guide konnte uns zu jedem Insekt etwas erzählen. Zurück in der Lodge gab es ein noch leckereres Abendessen und wir fielen kurz darauf müde in unsere Betten.
    In der Nacht wechselten sich die Zikaden mit starken Regengüssen ab. Am Morgen regnete es zum Glück nicht mehr und wir genossen ein reichhaltiges Frühstück, bevor wir uns zu unserem Paddelausflug aufmachten. Chäspu konnte gemütlich im Kanu sitzen, während wir gemächlich über den Fluss paddelten und die Vögel auf den Bäumen beobachteten. Schon von Weitem sahen wir den Regen und waren dann nicht überrascht, als wir unsere Regenponchos montieren mussten. Als es dann aber immer heftiger regnete und sich das Wasser immer mehr im Kanu sammelte, entschied unser Guide, dass wir bei einer Lodge Schutz vor dem Regen suchen. Zum Glück kam bald eine und wir durften dort in den Hängematten chillen und dem Regen zuschauen. Da dieser nicht nachliess, assen wir auch dort unseren Lunch und wagten uns, als die Gewitter vorbeigezogen waren, zurück Richtung unserer Lodge. Es hörte unterwegs zum Glück auf zu regnen und in der Laguna Grande wurden wir von Amazonasdelfinen überrascht, welche sich während einiger Zeit immer wieder kurz zeigten. Zurück in der Lodge kam dann wieder die Sonne raus und wir konnten uns etwas erholen, bevor wir uns vor dem Sonnenuntergang nochmals mit dem motorisierten Boot zur Tierbeobachtung auf machten. Nebst etlichen Vögel sahen wir ein Faultier und nochmals Delfine und als es dunkel wurde, konnten wir mehrere Kaimane erblicken. Dank der Taschenlampe fand der Guide die leuchtenden Augen der Kaimane und wir konnten uns dann mit dem Boot nähern. Einige waren dann direkt neben unserem Boot. Anschliessend sind wir hungrig zurück zur Lodge gefahren.
    Wir freuen uns auf die nächsten Tage im Amazonas und sind gespannt was wir noch alles für Tiere sehen werden.
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  • Amazonas

    November 9, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 29 °C

    Am dritten Tag im Amazonas machten wir uns mit dem motorisierten Boot auf zu einer indigenen Community des Siona Stammes. Auf dem Weg dorthin sahen wir wieder einige Tiere, unteranderen zwei Schlangen und eine grosse Echse. Im Dorf der Indigenen angekommen, genossen wir erstmals ein Apéro mit frischen Orangen und Papayas, sowie hausgemachten Kochbananen- und Yucachips. Ausserdem konnten wir Zuckerrohr probieren. Anschliessend machten wir uns auf zur Yucaernte. Zuerst wird dass Bäumchen gefällt, dann kann die Yucawurzel aus dem Boden gezogen werden. Direkt vor Ort wird sie geschonten und ein Stück des Bäumchen wird wieder in der Erde vergraben, damit eine neue Pflanze wachsen kann. Anschliessend wurden die Wurzel gewaschen, geraffelt und in einem speziellen Geflecht ausgedrückt, bis nur noch eine Art Mehl übrig bleibt. Dieses wurde dann direkt auf einer heissen Platte auf dem Feuer verstreut und festgedrückt, durch die Hitze hat sich ein Rest Stärke aus dem Yucamehl gelöst und somit entstand eine Yucatortilla. Diese konnten wir mit Tunfisch- oder Avocado-Seviche geniessen.
    Am Nachmittag konnten wir uns etwas erholen, bevor es auf ging zu einer kurzen Wanderung, welche wir in der Abenddämmerung starteten um das Dunkelwerden im Dschungel zu erleben. Als es dunkel war, wurde mit den Taschenlampen wieder fleissig nach Insekten Ausschau gehalten.
    Jeden Tag konnten wir beobachten, wie der Wasserspiegel etwas höher war als am Tag davor. So konnten wir am nächsten Morgen direkt vor unserer Lodge ins Boot einsteigen und nicht erst am Fluss 100 Meter weiter unten. Auch die Laguna Grande war nun wirklich eine grosse Lagune und nicht mehr von kleinen Inseln unterbrochen. Das Boot brachte uns zum Anfang unserer heutigen Wanderung. Während 3 Stunden liefen wir durch den Dschungel und betrachteten die unterschiedlichen Pflanzen und Tiere. Unser Guide zeigte uns verschiedene Bäume die von den Indigenen als Medizin genutzt werden. Ausserdem sahen wir wieder viele Insekten und einige Frösche, die Farbigsten sind natürlich die Giftigsten. Zum Schluss liefen wir noch durch den Sumpf, wo wir sehr dankbar waren für die Stiefel, die wir hier eigentlich immer trugen, nebst den Flipflops. Den Weg zurück zur Lodge machten wir mit dem Kanu und in der Mitte der Laguna Grande durften wir uns im kühlen Wasser erfrischen. Nach einer Pause am Nachmittag und Ausruhen in der Hängematte hing es nochmals mit dem motorisierten Boot raus zum Sonnenuntergang und anschliessenden Kaiman suchen. Da es nun mehr Wasser hat, war es schwieriger diese zu erblicken, wir konnten aber doch einige sehen und auch eine weitere Schlange haben wir gesehen.
    Am letzten morgen im Amazonas ging es bereits vor dem Frühstück auf zur Vogelbeobachtung. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns auf zu unserer letzten Fahrt auf dem Fluss zurück zur Cuyabeno Brücke. Eine Gruppe Totenkopfäffchen sprang direkt über unseren Köpfen von Baum zu Baum um auf die andere Flussseite zu gelangen, dies war unser Abschied von diesen 5 unglaublichen Tagen im Amazonas.
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  • Cotopaxi und Quilotoa

    November 11, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach einer langen Fahrt von Nueva Loja nach Latacunga haben wir dort erstmals einen Erholungs- und Anklimatisierungstag eingelegt. Hier sind wir nämlich wieder auf 2‘800 m.ü.M. und in den nächsten Tagen wollten wir noch höher gehen! Nachdem wir ein herrliches Frühstück genossen haben, gingen wir zum Busbahnhof um die Tickets für die nächsten Tage zu organisieren. Auf dem Weg dorthin wurden wir von der „Mama Negra“-Parade aufgehalten. Vor allem Jugendliche tanzen und machten Musik, verteilten Süssigkeiten und Blumen und zum Schluss wurden wir auch noch Paarweise umtanzt und gesegnet (oder für was es auch gut sein soll, wenn einem in den Nacken gespuckt wird...). Am Nachmittag erkundeten Nathi und Sebi die Stadt, während wir uns im Hostel erholten. Chäspu versuchte seine Erkältung auszuschlafen und Franca hat Fotos sortiert und Kontakt zur Heimat gepflegt.
    Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück mit einem kleinen Bus los Richtung Cotopaxi, der zweithöchste Vulkan Ecuadors und der höchste aktive. Wir fuhren mit dem Bus auf einer immer schlechter und holperiger werdenden Strasse bis zum Parkplatz auf 4‘500 m.ü.M.. Danach wanderten wir bis zum Beginn des Gletschers und knackten dort die 5‘000er Marke. Was für ein Gefühl! Chäspu meisterte dies trotz Erkältung und Arm in der Schlinge. Anschliessend ging es zum Refugio um einen Coca Tee zu trinken. Höher als die 5‘000 kann man aktuell nicht gehen wegen der Aktivitäten des Vulkans. Auf dem Weg nach unten konnten wir einen grossen Teil einfach auf dem Gestein und der Asche runterrutschen. Zurück im Hostel war erstmals erholen angesagt, für Chäspu war es wohl doch etwas zu viel und er bekam Fieber und verbrachte den Abend im Bett.
    Auch am nächsten Tag ging es ihm leider noch nicht gut genug und Franca machte sich mit Nathi und Sebi auf Richtung Quilotoa. Nach fast 2 Stunden Fahrt kamen wir beim kleinen, hübschen Städtchen an und gönnten uns erstmals Tee, Jugo, Sanduche und Empanadas mit fantastischer Aussicht auf die Quilotoa Lagune. Wir entschieden uns den Kratersee nicht zu umrunden, da dies 4-5 Stunden gedauert hätte. Wir liefen jedoch etwas dem Krater entlang, dann runter in den Krater und am See entlang zurück zum Touristen Hotspot unten am See, wo man sich sogar mit dem Maultier wider in nach oben bringen kann. Uns taten die Tiere leid und wir nahmen den steilen Weg und die 300 Höhenmeter selber auf uns. Auf dem Rückweg nach Latacunga wollten wir im Städtchen Zumbahua noch den Markt besuchen, jedoch war dort um 14:00 Uhr bereits Aufbruchstimmung und wir fuhren nach einem geteilten Almuerzo mit dem Bus zurück nach Latacunga. Chäspu ging am Nachmittag in die Stadt und besuchte die Markthalle von Latacunga.
    Morgen reisen wir weiter nach Guayaquil, von wo wir am Dienstag dann auf die Galapagosinseln fliegen werden. Wir freue uns auf die Wärme!
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  • Guayaquil und Galapagos

    November 17, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Von Latacunga ging es mit dem Bus nach Guayaquil. Wir haben nicht die direkteste Strecke erwischt, konnten dafür unterwegs viele schöne Aussichten auf bis 4‘000 m.ü.M. bestaunen und die vielen Einheimischen die unterwegs ein- und ausgestiegen sind beobachten. In Riobamba hielten wir für ca. 30 Minuten und etliche VerkäuferInnen kamen in den Bus und boten uns von Glace über Brot bis zu Elektronikzubehör alles Mögliche an. Auch draussen war einiges los, es hatte viele kleine Essensstände, Menschen die prall gefüllten Säcken auf dem Kopf oder Rücken transportierten, Kinder die bespasst werden oder eine Glace wollten und Busmitarbeitende die Fahrgäste anlockten. Auf der Brücke von Duran tauchte plötzlich die grosse, moderne Stadt Guayaquil vor uns auf. Wir wollten ursprünglich nur eine Nacht in Guayaquil übernachten, bevor wir auf die Galapagosinseln fliegen. Schon nach kurzer Zeit in Guayaquil waren wir aber froh, dass wir die vielen negativen Stimmen über diese Stadt ignoriert und zwei Nächte gebucht haben. Am Abend schlenderten wir am Pier entlang und genossen Cocktails auf einer Terrasse direkt am Fluss. Am nächsten Tag steigen wir die 444 Stufen zum Hügel von Las Peñas hoch und genossen die Aussicht über die Stadt. Anschliessend gingen wir in einen Park um Iguanas zu betrachten und besuchten die Catedral Católica Metropolitana. Zum Schluss ging es noch auf den Mercado Artesanal um weitere Souvenirs und eine Tasche zu kaufen, die wir Nathi und Sebi dann in die Schweiz zurück geben können, mit allem was wir nicht oder nicht mehr brauchen. Nach einer Pause im Hotel fuhren wir eine Runde mit den Gondeln über die Stadt und über den Fluss nach Duran und wieder zurück.
    Am nächsten Morgen flogen wir auf die Galapagosinseln, genauer nach Baltra. Dort bezahlten wir pro Person 100 Dollar Einreisegebühr und mussten unser Gepäck auf Früchte und Pflanzen untersuchen lassen. Um vom Flughafen auf Baltra nach Puerto Ayora, Santa Cruz zu gelangen mussten wir einen Bus (15 min.), ein Boot (5 min.) und ein Taxi oder Bus (45 - 60 min.) nehmen. Nach dem Einrichten im Airbnb erkundeten wir die Stadt und buchten unsere erste Tour für am nächsten Tag nach Bartolomé.
    Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und fuhren mit einem Bus wieder an den Kanal, den wir bereits am Vortag überqueren mussten. Dort stiegen wir auf unsere Yacht für diesen Tag um. Wir waren sehr überrascht über den Luxus an Bord, hatten dadurch aber auch sofort das Gefühl, dass sich die Kosten für diese Tour schon gelohnt haben. Nach 2 Stunden auf dem Meer sind wir auf Bartolomé angekommen. Dort gab es eine kurze Wanderung, viele Infos vom Guide und eine atemberaubende Aussicht auf strahlend blaues Meer und mondartige Landschaften. Wir konnten am Strand bereits Seelöwen sehen und kurz sogar zwei Galapagospinguine im Wasser erblicken. Anschliessend schnorchelten wir eine Stunde vor der Insel. Schon bald erblickt unser Guide einen Hai und später konnten wir unter einen Felsen tauchen, wo sich 5 Haie versteckt haben. Diese waren natürlich ungefährlich und „nur“ ein bis zwei Meter lang. Plötzlich gesellten sich drei Seelöwen zu uns und spielten mit uns, indem sie immer wieder vor unseren Gesichter auftauchten und zum Schluss konnten wir auch noch eine Gruppe Meeresschildkröten erblicken. Das war sehr beeindruckend! Zurück an Bord fuhren wir etwas weiter zu einem Traumstrand mit weissem Sand und türkisblauem Wasser. Dort konnten wir baden, sünnelen und nochmals schnorkeln. Bevor es zurück ging, gab es an Bord das Mittagessen. Auf der Rückfahrt waren alle etwas geschafft und nahmen trotz Wellengang einen Powernap.
    Den Donnerstag verbrachten wir auf Santa Cruz. Zuerst liessen wir uns mit einem Taxi zu zwei Krater fahren. Anschliessend fuhr der Taxifahrer uns zu einer Ranch mit Riesenschildkröten die bis 200 Jahre alt werden können. Die Ranch ist offen und die Tiere können dort selber rein und raus. Nach einer kurzen Führung im Regen und einer Stärkung mit Jugo und Empanadas durchquerten wir zu Fuss einen 400 Meter langen Lavatunnel. Die Führung im Tunnel übernahm spontan Sebi. Anschliessend brachte uns der Taxifahrer wieder zurück und wir packten unsere Badesachen, inklusive Schnorchelzeug. Bepackt liefen wir ca. 30 Minuten durch den Nationalpark bis zur Tortuga Bay. Leider war die rote Flagge draussen und die Wellen sehr hoch, so dass wir nicht baden konnten, geschweige dann schnorcheln. Wir liefen etwas am Strand entlang und machten die obligaten Meerfotos. Franca konnte es natürlich nicht lassen und musste sich doch kurz im Meer abkühlen. Viele Iguanas lagen am Strand und auch ein Pelikan kam vorbei. Zurück in Puerto Ayora buchten wir noch die Touren für die restlichen Tage, die wir auf Galapagos verbringen und genossen ein ausserordentlich gutes Abendessen, das sogar Sebis Augen strahlen lies. 😉
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  • Galapagosinseln

    November 21, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Am Freitag fuhren wir mit der sogenannten Fähre auf die Isla Isabela. Die Fähre entpuppte sich als Speedboot und die 2,5 stündige Fahrt war eine der schlimmsten die wir je erlebt haben. Der Wellengang war recht stark und es schlug uns immer wieder in den Sitz. Dank Medikamenten gestellten wir uns nicht zu den vielen Leuten die kotzen mussten. Kaum waren wir auf Isabela hatten wir die Fahrt aber schon fast vergessen. Die Insel ist ein Traum, der lange Sandstrand wirkt hier noch weisser und das Meer noch türkisfarbener. Schon am Pier lagen etliche Seelöwen und Iguanas herum und Pelikane fischten im Meer. Nach einer Stärkung in einem Restaurant direkt am Strand, gingen wir in der Concha La Perla schnorcheln. Wir sahen nebst vielen Fischen Meeresschildkröten und Nathi sah sogar einige Rochen. Am Nachmittag spazierten wir, gestärkt durch eine erfrischende Kokosnuss, einer Laguna mit Flamingos entlang bis zur Riesenschildkröten-Aufzuchtstation. Jede Insel hat hier seine eigenen Riesenschildkrötenarten. Bei einem Vulkanausbruch starben sehr viele Riesenschildkröten von Isabela, daher wurden einige Tiere zur Reproduktion eingefangen. In der Aufzucht leben die Babys für einige Jahre, bevor sie in die Freiheit entlassen werden. Erwachsene Riesenschildkröten haben eigentlich keine natürlichen Feinde (ausser Naturkatastrophen), die Eier und die Babys sind aber sehr bedroht durch Tiere wie Ratten, Hunde oder Wildschweine. Wir konnten in der Aufzuchtstation sogar frisch geschlüpfte Schildkröten sehen. Zurück am Strand bestaunten wir aus der „Pink Iguana Bar“ den Sonnenuntergang und genossen Cocktails. Wir hatten nun definitiv das Gefühl im Paradies angekommen zu sein.
    Am nächsten Morgen ging es auf eine geführte Tour zu den „Los Tuneles“. Der erste Stopp war ein geführtes Schnorchelerlebnis. Wir sahen wieder Weissspitzen-Hochseehaie riesige Meeresschildkröten und sogar ein Seepferdchen. Auf einem Stein entdeckten wir einen Galapagospinguin und näherten uns langsam um Fotos zu machen. Die Tiere sind stark vom Aussterben bedroht, es gibt nur ca. 1‘500 dieser Art und sie sind die zweitkleinste Pinguinart auf der Welt. Vor allem Ratten, welche eingeschleppt wurden, sind ein grosses Problem für die Pinguine, sie fressen die Eier und da Pinguine pro Jahr jeweils nur ein Ei legen, ist es schwierig die Population zu vergrössern. Weiter ging es dann zu den Lavatunneln (oder eher Brücken), welche durchschnorchelt werden konnten, aber auch vom Schiff aus konnten durch das klare Wasser Fische und Meeresschildkröten erblickt werden. Nach dem Lunch auf dem Boot liefen wir über die Lavabrücken und suchten Nester der Blue-footed Boobies, auf deutsch Blaufusstölpler, welche für die Galapagosinseln bekannt sind. Es gibt auch noch Nazca Boobies und Red-footed Boobies auf den Inseln. Wir konnten leider auf den Tunneln nur leere Eierschalen finden, denn auch für diese Vögel sind die Ratten ein grosses Problem. Vom Schiff aus konnten wir dann nochmals zwei Pinguine auf einem Stein erblicken, sowie einige Boobies betrachten. Auf der Rückfahrt stoppte plötzlich das Boot und unsere Reiseleiterin zeigte uns im Wasser eine ca. 4 Meter lange Roche. Am Nachmittag mussten wir wieder mit dem Speedboot zurück nach Santa Cruz. Dank weniger Wellengang und gut ausgewählten Plätzen war die Fahrt viel angenehmer. Zurück in Puerto Ayora war ein Event mit einigen Markstränden direkt am Pier und wir kauften ein paar Souvenirs abseits der Touristenfallen.
    Für am Sonntag hatten wir eine Tour nach Floreana gebucht, was wieder 1.5 Stunden Speedboot bedeutete, aber auch diese Fahrt war angenehmer. Wir sassen oben direkt hinter dem Captain mit toller Aussicht und konnten kurz vor Floreana Delfine durchs Wasser springen sehen. Auf Floreana gab es zuerst einen kurzen Schnorcheltrip und einen Spaziergang über den Black Beach zurück ins Dorf. Floreana ist die kleinste der bewohnten Inseln und besteht wirklich nur aus einigen einzelnen Häusern, Restaurants und Herbergen. Nach dem Mittagessen ging es in die Highlands. Wir besuchten auch da die Riesenschildkröten. Auf Floreana ist die Rattenplage so gross, dass aktuell mit Helikoptern Rattengift gestreut wird. Die jüngeren Schildkröten werden alle in einem Park auf Floreana gehalten und die reproduktionsfähigen Schildkröten sind auf Santa Cruz in der Aufzuchtstation. Erst wenn die Rattenplage besiegt ist, werden die Schildkröten wieder auf Floreana freigelassen. Danach ging es zu den Piratenhöhlen, wo einst Piraten und dann die ersten Bewohnenden von Floreana gelebt haben. Unser Guide erzählte uns Geschichten von verschiedenen deutschen Familien, die Floreana besitzen wollten und sich hier bekämpft haben. Schliesslich hat sich die Familie Wittmer hier festgesetzt und Rolf Wittmer war das erste Kind, das auf Floreana geboren wurde. Die Familie besitzt grosse Teile der Insel und seine Schwester Floreana lebt immer noch auf der Insel. Wir genossen den spektakulären Ausblick auf die Insel und das Meer, bevor es wieder an den Hafen und zurück nach Puerto Ayora ging.
    Auch für am Montag haben wir eine Tour gebucht und auch dafür ging es wieder aufs Schiff. Diesmal nur 20 Minuten bis zur Insel Daphne, diese darf nur zu Forschungszwecken betreten werden. Wir konnten aber entlang der Insel schnorcheln, was atemberaubend schön war. Es hatte Unmengen von Fischen in allen Grössen und Farben. Zurück an Bord und Richtung nächste Station tauchten plötzlich Delfine hinter dem Boot auf, sie spielten mit den Wellen die das Boot verursachte. Es kamen immer mehr dazu bis es um die 100 Tiere waren. Wir hatten alle das Badezeug noch an und die Flossen und Taucherbrille lagen bereit, also sprangen wir Mitte auf dem offenen Meer zu den Delfinen ins Wasser. Während etwa einer Viertelstunde schwammen wir mit ihnen und genossen ihren Anblick, das war wirklich einmalig! Auch unser Guide war völlig aus dem Häusschen und erzählte uns anschliessend, dass er dies in 30 Jahren als Guide bisher nur 4-5 Mal erlebt hat. Völlig geflasht von dieser Erfahrung fuhren wir weiter an einen kleinen, wunderschönen Strand. Dort waren die Meeresschildkröten gerade in der Paarungszeit und es hatte sehr viele im knietiefen Wasser. Wir konnten schnorcheln, baden oder uns am Strand erholen. Anschliessend gab es Lunch an Bord und wir fuhren weiter zur Insel Pinzon. Dort war nochmals schnorcheln angesagt. In einer Bucht konnten wir einige Seelöwen sehen und Nathalie wurde fast vom Seelöwen-Boss angegriffen, der sein Revier und seine Weibchen verteidigte. Wir sahen zuerst nur einzelne Weissspitzen-Hochseehaie, plötzlich tauchten vor uns im kaum zwei Meter tiefen Wasser jedoch fast 20 schlafende Haie auf. Wir mussten aufpassen, dass wir ihnen nicht zu nahe kamen und als einige erwachten schwammen sie ganz nahe unter uns durch. Wie bereits erwähnt, sind diese für den Menschen völlig ungefährlich. Nach diesem krönenden Abschluss genossen wir den letzten Abend in Puerto Ayora.
    Sechs Tage, Sieben Inseln, etliche Schnorchelausflüge, wunderschöne Strände, eine unglaubliche Anzahl Seelöwen, Iguanas, Meeresschildkröten, Fische, Vögel, Krebse, Delfine und Haie, etwas zu viele Bootsfahrten, aber 1000 einmalige Erinnerungen an einem einmaligen Ort auf dieser Welt.
    Während Nathi und Sebi nun wieder in die Schweiz zurück fliegen, gehen wir uns in Montañita an der Küste Ecuadors erholen und geniessen noch etwas mehr Sonne und Strand (und einige Tage ohne Bootsfahrten!).
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  • Montañita

    November 25, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach den intensiven Tagen auf den Galapagosinseln sind wir mit dem Bus nach Montañita gefahren. Der Plan hier: entspannen, geniessen und weiter planen. Dafür ist Montañita perfekt. Im Hostel „Casa del Sol“ wurden wir jeden Morgen mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt. Von Pancakes über Avocado Toast zu Fruchtsalat mit Granola, jeden Tag erwartete uns etwas anderes. Ausserdem konnte Franca die Yogastunden besuchen und das Meer war nur ca. 100 Meter entfernt. Wir genossen die Sonne am Strand und badeten im wellenreichen Meer (was die vielen Surfer*innen natürlich freute), wuschen unsere Kleider, chillten in der Hängematte und planten unsere Weiterreise. Am 18. Dezember haben wir ab Quito den Flug nach Costa Rica. Wir werden bis dahin nochmals ins Landesinnere, etwas südlicher reisen, um dann langsam zurück nach Quito zu gelangen. Am Strand entlang waren wir in etwa 10 Minuten im Zentrum von Montañita. Da dies für lange Partynächte bekannt ist, haben wir eine Unterkunft etwas ausserhalb gebucht. Unter der Woche und in der Nebensaison ist hier aber nicht viel los und die Restaurants buhlten regelrecht um uns.
    Am Freitag machten wir einen Ausflug zu den Cascadas Dos Mangas. Mit dem Taxi wurden wir zum Eingang des Gebietes gebracht und von dort aus von einem Guide durch die Umgebung geführt. Die Region ist geschützt und darf nur begleitet betreten werden. Eine Gemeinschaft lebt dort und hat eine eigene Schule und betreibt Landwirtschaft, vor allem mit Kochbananen. Eine Person aus dieser Gemeinschaft war unser Guide. Beim Eingang bekamen wir Gummistiefel zum Anziehen und waren zuerst etwas überrascht, wieso wir diese wohl für die Wanderung brauchen. Doch schon bald überquerten wir den kleinen Fluss zum ersten Mal und das sollte nicht das einzige Mal bleiben. Wir liefen diesem kleinen Fluss entlang durch teilweise sehr Amazonas ähnliches Gebiet. Wir konnten eine Affenfamilie auf den Bäumen beobachten und sahen einige Vögel. Nach ca. 1.5 Stunden sind wir beim kleinen Wasserfall angekommen. Der grosse Wasserfall ist wegen zu wenig Wasser aktuell nicht vorhanden. Da es sehr heiss war, sprangen wir sofort ins Wasser und genossen die Abkühlung. Auf dem Rückweg machte Franca nach langem wieder einmal die Erfahrung wie es ist ihre Knie aufzuschlagen als sie auf einem rutschigen Stein ausrutschte. Zurück in Montañita suchten wir sofort etwas zu Essen, da der versprochene Snack unterwegs leider ausblieb.
    Auch am Samstag machten wir uns direkt nach dem Frühstück auf, diesmal Richtung Strand „Los Frailes“. Dazu standen wir an die Hauptstrasse und warteten auf einen grünen Bus, der auch schon bald kam. Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir am Rand des Naturschutzgebietes und mussten wie immer Passnummer, Name, Alter und Nationalität angeben. Wir liefen dann ca. 3 Kilometer mit nicht ganz passendem Schuhwerk (Flipflops) durch extrem dürre Landschaft bis zum Strand. Unterwegs kamen wir an mehreren Aussichtspunkten und wunderschönen Buchten, wo man leider nicht baden darf, vorbei. Die dürren Bäume gaben leider kaum Schatten, daher waren wir froh um die Abkühlung anschliessend im Meer. Der Strand „Los Frailes“ zählt zu den schönsten von Ecuador und war etwas besser geeignet zum Baden, als der in Montañita. Nach einigen Stunden sünnelen und baden nahmen wir ein Tuktuk zurück an die Strasse und von dort wieder den Bus zurück nach Montañita. Am Abend trafen wir uns noch mit Andreas und René, die wir in der Sprachschule in Quito kennengelernt haben, auf ein paar Cocktails. Wir sahen nun, dass Montañita am Wochenende wirklich zum Partystädtchen mutiert. Sogar in der Nebensaison ist die „Calle de los Cócteles“ am Samstagabend mit Menschen gefüllt und aus den Clubs dröhnt die Musik.
    Den letzten Tag verbrachten wir nochmals gemütlich, organisierten einige Dinge und bereiteten uns auf die Reise am Montag nach Cuenca vor.
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  • Halbzeit in Cuenca

    November 30, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 21 °C

    In einer siebenstündigen Busfahrt fuhren wir über Guayaquil nach Cuenca. Die Busfahrten nehmen wir mittlerweile gelassen und kaufen auch die Tickets nicht mehr schon Tage im voraus, sondern eifach direkt vor dem Einsteigen am Schalter. Auch in Guayaquil finden wir, dank immer hilfsbereiten TicketverkäuferInnen, recht schnell den richtigen Schalter und Bus. Die Busse sind immer sehr unterschiedlich ausgestattet, einige haben eine Toilette, manche WLAN, oft läuft ein Film, manchmal auch einfach Musik und die meisten haben USB Ladeanschlüsse. Einige Busse machen auf der Fahrt eine Pause, einmal sogar eine 45-minütige Mittagspause, der Bus von Guayaquil nach Cuenca fährt aber die vier Stunden mehrheitlich durch und hält nur damit die Leute ein- und aussteigen können.
    Am Dienstag schlafen wir nach einer etwas unruhigen Nacht lange aus und gönnen uns dann Pancakes zum Frühstück/Mittagessen. Unser Hotel ist sehr schön und hat eine tolle Lage, aber unser Zimmer befindet sich direkt über dem Restaurant mit einem Fenster ins Restaurant. Da dieses gut besucht und manchmal mit Live Musik unterhalten wird, ist schlafen vor Mitternacht unmöglich. Nach den Pancakes gehen wir zum Hauptplatz vom Centro Historico und besichtigen die „Catedral de la Inmaculada Concéption“. Anschliessend nehmen wir den Sightseeing-Bus um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Die Fahrt führt durch die schöne Altstadt, dann über den Fluss in den modernen Teil der Stadt und den Hügel hinauf zum Aussichtspunkt, wo wir Sicht über die ganze Stadt haben. Zurück im Hotel telefonieren wir mit Jonas und Seraina und lernen Nora, das 3 Wochen alte Göttimeitschi von Chäspu, zumindest schonmal online kennen und freuen uns jetzt schon sie dann auch persönlich kennenzulernen. Nach dem Abendessen verbringen wir noch etwas Zeit in der Bar vom Hotel, damit wir nicht zu lange schlaflos im Bett liegen.
    Am Mittwoch ist es so weit und wir sind in der Halbzeit unserer Reise angekommen. Vor 8 Wochen sind wir in Quito gelandet und am Mittwoch in 8 Wochen fliegen wir ab Panama City zurück in die Schweiz. Unglaublich dass wir schon so lange unterwegs sind und wie viel wir schon erlebt haben und jetzt folgen nochmals 8 Wochen!
    Nach dem Frühstück besuchen wir das „Museo Pumapungo“.
    Dort sehen wir wie die verschiedenen Urvölker von Ecuador wohnen, sich kleiden, jagen oder fischen, respektive dies in der Vergangenheit taten und welche Bräuche sie haben oder hatten. Im Garten befinden sich Inka Ruinen und wo früher Felder waren, wurde der Garten neu angepflanzt. Am Nachmittag gönnten wir uns eine Entspannung und fuhren mit dem Taxi ca. 20 Minuten nach Baños de Cuenca. Auch in Ecuador gibt es Black Friday Angebote und wir haben uns eines ergattert, um ein SPA zu besuchen. In einem Rundgang mit Dampfbad, verschiedenen Peelings und Kalt-Warm-Bäder können wir uns entspannen und die letzten 8 Wochen etwas verarbeiten.
    Am Donnerstag besuchen wir verschiedene Markthallen und Marktstände, fahren mit dem Tram, sehen den StrassenkünstlerInnen zu, kaufen Souvenirs und geniessen ein Apéro auf der Rooftop-Terrasse vom „Negroni“. Überall können wir nun langsam die Weihnachtsbeleuchtungen erblicken, uns ist aber noch gar nicht nach Weihnachten zu mute. Obwohl es auch zwei Mal kurz geregnet hat, hatten wir sehr sonnige Tage in Cuenca und konnten oft im T-Shirt unterwegs sein.
    Mit Cuenca haben wir, nach dem riesigen und sehr gegensätzlichen Quito, sowie dem modernen und internationaleren Guayaquil, nochmals eine ganz andere Stadt kennengelernt. Cuenca ist für uns klar die schönste Stadt von den dreien, viel grüner, sehr schöne Bauten in der Altstadt, sowie der Neustadt und lädt wirklich zum Verweilen und Geniessen ein.
    Wir ihr vielleicht schon bemerkt habt, hat es uns Ecuador sehr angetan und wir wollen hier fast nicht mehr weg. Daher haben wir uns vor einigen Wochen entschieden bevor wir nach Costa Rica reisen kein anderes Land mehr zu besuchen. Eine Reise nach Peru (nur schweren Herzens haben wir das gestrichen) oder Kolumbien hätte mehrere Tage Busfahren oder einen Flug bedeutet und gerecht hätten wir diesen Ländern in den paar Wochen eh nicht werden können. Daher wollten wir lieber noch weitere Teile von Ecuador, wie die Küste, Cuenca und weitere Teile der Anden entdecken. Dadurch konnten wir uns in Montañita und Cuenca immer wieder Zeit nehmen für uns, Ausschlafen, mal ein Buch lesen, einen ganzen Tag am Strand liegen oder eine Serie schauen, alltäglich Dinge erledigen und die vielen Eindrücke verarbeiten. Wir werden nun in den nächsten zweieinhalb Wochen durch die Anden zurück nach Quito reisen, um dann am 18. Dezember nach Costa Rica zu unsern nächsten Gästen zu fliegen.
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  • Ingapirca und Riobamba mit Chimborazo

    December 4, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 19 °C

    Von Cuenca fuhren wir nach Tambo und warteten dann dort auf den Bus nach Ingapirca, die Einheimischen stellten sicher, dass wir den richtigem Bus nahmen. Der kam schon bald und wir fuhren durch eine wunderschöne Umgebung bis auf 3‘200 m.ü.M. ins kleine Dorf Ingapirca. Dort werden wir mit Sonnenschein und einem ersten Blick auf die Inkastätte empfangen. Für diese Inkastätte ist Ingapirca bekannt und wird vor allem tagsüber von etlichen Tourist*innen besucht. Da es aber praktisch auf unserem Weg Richtung Norden liegt, entschieden wir uns 2 Nächte hier zu übernachten. Nach dem Zimmerbeziehen machen wir einen Spaziergang durch das kleine Dorf, welches einige kleine Lädeli und minimalistische Restaurants enthält. Unsere Unterkunft liegt etwas ausserhalb, jedoch sehr nahe von der Inkastätte. Als es dann ans Abendessen geht, stellen wir fest, dass weder beim Restaurant von unserer Unterkunft, noch bei den danebenliegenden Licht brennt. In einer Garage sitzen einige Einheimische und unterhalten sich. Als wir fragen, ob es denn da noch irgendwo etwas zu essen gibt, steht eine Frau, welche sich als die Besitzerin unserer Unterkunft hinausstellt, auf und öffnet das Restaurant für uns. Wir können sogar aus einigen Menus wählen und bekommen dann „Locro de Papa“ und „Arroz con Pollo“. Das Essen wärmt uns auf, es ist nämlich hier recht kalt sobald die Sonne weg ist und im Zimmer können wir nur mit einem Elektroöfeli heizen. Für die Nacht bekommen wir Bettflaschen und dicke Decken, so lässt es sich gut schlafen.
    Am nächsten Morgen machen wir uns nach dem Frühstück, was hier wie fast überall aus einem Brötchen (für Chäspu mit Käse), Rührei, Tee, Saft und Früchten besteht, auf zur Inkastätte. Zuerst schauen wir uns im Museum viele Gegenstände aus Stein, Ton, Keramik oder Metall an, welche bei der Stätte ausgegraben wurden. Anschliessen besuchen wir mit einem Guide die Stätte. Dieser spricht schnell und undeutlich, so dass wir kaum etwas verstehen, aber die Stätte ist sehr eindrücklich und wir behelfen uns mit den Infotafeln. Anschliessend machen wir noch eine kurze Wanderung durch die Umgebung und zum „Face of Inka“ (ein in den Fels gemeisseltes Gesicht). Viele Leute hier betreiben Landwirtschaft und haben Tiere. Auf den Wiesen grasen viele Kühe, Pferde, Lamas, Schafe und Schweine. Bevor wir uns in der Unterkunft etwas erholen, fragen wir bei einem Restaurant, ob wir am Abend dort essen können. Die Frau stimmt zu und wir machen 18:00 Uhr aus. Einige Minuten, wie es sich in der Schweiz gehört, warten wir dort, aber es ist alles noch dunkel. Wir machen noch einen Spaziergang und gehen später nochmals vorbei. Als wir anklopfen, erklärt uns der Sohn, dass das Restaurant geschlossen sei und die Mutter gerade noch im Dorf sein, so in 20 Minuten sei sie zurück. Wir entscheiden uns bei einer Unterkunft etwas weiter oben nachzusehen. Auch dort scheint es keine anderen Tourist*innen zu haben, aber wir können etwas essen.
    Am Sonntag machen wir uns dann auf den Weg nach Riobamba. Nach ca. 4 Stunden kommen wir dort an. Die erste Runde in der Stadt ist etwas ernüchternd, das Centro Historico ist sehr ausgestorben. Wir finden dann den alten Bahnhof und die Restaurantstrasse, sowie den Parque Guayaquil. Dort läuft einiges und wir geniessen eine Glace und ein Crépes und schauen uns eine kleine Ausstellung eines Künstlers an. Auch der zweite Anlauf abseits der Hauptstrasse etwas ansprechendes zu finden gelingt nicht. Also nehmen wir ein Apéro auf einer Terrasse und machen eine Pizzeria fürs Abendessen ausfindig.
    Am nächsten Morgen geht es um halb acht los zum Chimborazo. Wir werden von unserem Guide abgeholt, scheinbar sind wir nur zu dritt unterwegs. Als er erfährt, dass wir in Quito Spanisch gelernt haben, bietet er uns an mit ihm Spanisch zu üben und wir versuchen auf dem Ausflug möglichst viel Spanisch zu sprechen. Obwohl uns noch oft die Worte fehlen um die Sätze zu vervollständigen, lobt er unser Spanisch und wir merken, dass wir vielleicht doch mehr können als wir dachten und dass wir immer mehr verstehen. Wir fahren mit dem Auto bis zum Refugio auf 4‘900 m.ü.M und laufen nach einem Becher Cocatee langsam zum 2. Refugio und dann einer kleinen Lagune auf 5‘100 m.ü.M. Unser neuer Rekord! Die Anklimatisierung bisher hat sich gelohnt und wir schaffen die Höhe in dem langsamen Tempo gut. Der Chimborazo ist der höchste Vulkan von Ecuador und der nächste Punkt an der Sonne. Da wir hier so Nahe am Äquator sind und die Erde beim Äquator breiter ist, ist der Chimborazo eigentlich der höchste Berg der Welt, aber eben vom Erdkern aus gesehen und nicht vom Meeresspiegel. Der Chimborazo kann bis zur Spitze bestiegen werden, müssten dafür aber im Refugio oder Basecamp übernachten und dann nachts los um die etwa 9 stündige Wanderung auf sich zu nehmen. Wir sind aber mit unsere Wanderung ganz zufrieden und machen uns auf den Rückweg. Unser Guide zeigt uns noch einen Wald mit nur Polylepis (Papierbäumen) auf 4‘200 m.ü.M., das sind die einzigen Bäume die hier noch wachsen. Von hier können wir auch einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung geniessen.
    Am Nachmittag gingen wir noch ins Centro Historico und sahen, dass es belebt doch etwas sympathischer ist. Wir geniessen in der Markthalle einen Saft mit Eis vom Chimborazo, eine Spezialität, und besuchen den kleinen Markt im alten Bahnhof. Unser Guide erzählte uns, dass die Bahnstrecke in Ecuador früher viel von den Einheimischen genutzt wurde. Die Regierung entschied dann, sie nur noch für Tourist*innen zugänglich zu machen, verbunden mit einem ziemlich hohen Fahrpreisen. Da dies zu wenig genutzt wurde, stellten sie den Betrieb schliesslich ein. Projekte für die erneute Inbetriebnahme seien aber im Gange.
    Morgen geht es weiter nach Baños.
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  • Baños

    December 10, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 19 °C

    Baños war uns auf Anhieb sehr sympathisch mit seinen Parks, vielen Restaurants und Cafés, Rooftop Terrassen und wir sind nicht die einzigen Touristi*innen. Am Mittwoch gingen wir nach einem leckeren Frühstück auf eine Wanderung. Ziemlich steil ging es direkt von Baños nach oben mit einer tollen Aussicht auf Baños. Nach etwa 2 Stunden und 800 Höhenmeter kamen wir zu einem Park mit Schaukeln und einer kleinen Seilbahn. Von dort konnte man die Aussicht auf die umliegenden Berge geniessen. Nach kurzem hin und her entscheiden wir uns auch wieder nach unten zu laufen. Diesmal ging es einen noch steileren Weg nach unten und wir kamen noch beim Aussichtspunkt und derer Statue „La Virgen“ vorbei. Wieder unten nahmen wir auf einer Rooftop Terrasse ein Apéro und erholten uns anschliessend im Hostel. Die Motivation nochmals weg zu gehen war nicht so gross, daher holte Chäspu eine Pizza und es gab Pizza im Bett.
    Am Donnerstagmorgen machte sich Chäspu auf um in einer Bäckerei, die uns empfohlen wurde, Brot zu holen. Und das Brot war wirklich sehr lecker, wie Zuhause. Dazu gab es Avocado. Anschliessend liefen wir zu einem SPA etwas ausserhalb. Wie es der Name sagt, ist Baños für seine Bäder auf Thermalquellen bekannt. In Baños selber hat es einige kleine Bäder, welche draussen sind und nur ca. 3 Dollar kosten. Da wir aber den ganzen Nachmittag baden wollten und es eher kühl war, entscheiden wir uns für ein etwas luxuriöseres Innenbad. Das Bad war wunderschön und wir waren ausser einem anderen Päärchen die einzigen. Nach etwas Baden und Sprudeln gingen wir noch ins „Baño de Cajon“. Dies ist eine Holzkiste, wo man sich hineinsetzt und dann den Deckel schliesst, durch eine Aussparung im Deckel bleibt der Kopf draussen. Von unten wird dann Dampf mit ätherischem Öl zugefügt. Was zuerst etwas ungewohnt war, erwies sich aber als sehr entspannend. Zwischen den Durchgängen wurden wir von einer Mitarbeiterin mit kaltem Wasser abgespritzt. Beim zurücklaufen sahen wir auf der Strasse eine kleine Schlange (laut Internetrecherche eine Pliocercus euryzonus, wer mehr weiss bitte melden!) Franca rettete sie trotz ihrer Angst auf die andere Seite der Strasse, damit sie nicht überfahren wird.
    Am Freitag ging es mit den Velos los auf die „Ruta de las Cascadas“, wo man 7 Wasserfälle besichtigen kann. Leider ist diese alles der Strasse entlang, aber mit diesen Velos vielleicht auch besser. Schon beim ersten Wasserfall begann es zu regnen und wir machten eine Pause mit einem Jugo. Später fuhren wir weiter bis es wieder regnete und schlussendlich kamen wir, durchnässt bis auf die Unterhose, beim grössten Wasserfall an. Trotz der Nässe steigen wir noch ich den Wasserfall hinunter, wir konnten ja nicht noch nässer werden. Für zurück entscheiden wir uns für das Taxi. Zuerst wurden die Velos in einen kleinen Camion verfrachtet, wo wir auch hinten rein sitzen konnten. Wir warteten noch etwas ab, ob noch andere mitfahren wollten, es waren aber kaum Leute mit dem Velo unterwegs. Wir entscheiden uns dann für 10 Dollar uns zurückfahren zu lassen. Wir fuhren kurz mit dem Camion, dann wechselten wir in einen Pick-up. Als wir auf der Hauptstrasse waren steigen schon bald noch zwei Einheimische zu und später hüpft noch einer zu unseren Velos auf die Ladefläche. Als wir nach Baños rein kamen wechselte dieser dann zum anderen Mann auf den Beifahrersitz. Sogar die Einheimische neben uns musste etwas lachen. Am Abend assen wir sehr leckere Tacos. Anschliessend war noch ein Fest, anlässlich von 79 Jahren Kantonalisierung von Baños. Es gab Bier und Canelazo auf der Strasse und ein Konzert.
    Am Samstag war nochmals Ausschlafen und Ausruhen angesagt. Chäspu ging zum Barber und wir schlenderten durch das Städtchen und auf einen kleinen Markt auf dem Sportplatz.
    Am Sonntag ging es dann weiter, zuerst 2 Stunden nach Latacunga zurück. Dort erfuhren wir, dass der Bus nach Isinliví am Sonntag nicht fährt, das erste Mal wo uns „Rome to Rio“ (wo wir immer die Busstrecken auschecken) im Stich lies. Also nahmen wir den Bus nochmals 2 Stunden in die Höhe nach Sigchos und von dort noch 30 Minuten ein Taxi. Die Strasse nach Isinliví war sehr abenteuerlich und wir können uns nicht ganz vorstellen, wie da ein Bus rauf kommen soll. In der schönen „Llu Llu Llama Lodge“ waren die Strapazen aber schnell vergessen und wir genossen das Upgrade in ein Privatzimmer. Morgen geht es von hier aus für 4 Tage los auf den Quilotoa Loop. Wer gut aufgepasst hat, weiss, dass wir schon beim Quilotoa waren, Chäspu dies aber verpasst hat weil er krank war. Da der Quilotoa aber wirklich atemberaubend schön ist und der Quilotoa Loop zu den schönsten Wanderungen in Ecuador zählt, wollen wir das noch nachholen. Der Quilotoa Loop sind mehrtägige Wanderungen in der Umgebung des Quilotoas. Wir werden in 4 Etappen von Isinliví nach Malingua Pampa dann Quilotoa und Chuchilan wieder zurück nach Isinliví wandern. Wir sind sehr gespannt!
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  • Quilotoa Loop: Isinliví - Malingua Pamba

    December 11, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 16 °C

    1. Etappe: Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns um 9:00 Uhr bei schönstem Wetter auf für die erste Etappe. Die Lodge rüstete uns mit Wegbeschreibungen und Lunch-Bags aus. Wir folgten zuerst einer Naturstrasse, wo uns ab und zu Autos entgegenkamen, meist Pick-ups oder kleine Camions, welche die Ladefläche mit Menschen, Tieren oder sonstiger Fracht beladen hatten. Alle hupten sie uns freundlich zu. Nach einer Weile lotste uns die Wegbeschreibung von der Strasse weg auf eine Art Wanderweg den Berg hinauf. Immer wieder trafen wir auf Schafe, Kühe, Pferde und bellende Hunde. Auf 3‘200 m.ü.M. hatten wir etwa die Hälfte unserer Strecke erreicht und machten kurz darauf eine kurze Pause. Anschliessend ging es die Strasse wieder hinunter in ein kleines Dorf, welches nur aus wenigen Häusern, aber einer Schule, einer kleinen Kirche und dem obligaten gedeckten Sportplatz bestand. Da sich unser heutiges Ziel Malingua Pamba auf 3‘290 m.ü.M. befindet, ging es nochmals während einigen Kilometer aufwärts. Es hätte laut der Wegbeschreibung noch ein paar Abkürzungen abseits der Strasse gegeben, wir waren aber jeweils nicht ganz sicher und blieben daher auf der kaum befahrenen Naturstrasse. Wegweiser gibt es abseits der Strasse keine. Nach 4 Stunden (mit Essenspause und Drohne fliegen) und fast 11 km kamen wir in Malingua Pamba an. Hier gibt es keine Hostels, daher hat die Llama Lodge für uns hier eine Übernachtung in einer Familie organisiert. Wir werden herzlich empfangen und können unsere Sachen im Zimmer deponieren. Das Haus ist sehr einfach und minimal eingerichtet, so dass wir zuerst nicht ganz sicher waren, ob die Familie auch in diesem Haus wohnt. Dies scheint jedoch der Lebensstandard hier oben zu sein. Die Schulkinder, die draussen spielten, begrüssen uns mit „Hello“, waren aber noch sehr zurückhaltend bis sie uns schlussendlich zum Fussballspielen einluden. Nach einer Partie Fussball sahen wir uns noch etwas im Ort um, welcher wiederum fast nur aus der Schule, dem Sportplatz und einer kleinen Kirche bestand. Die Aussicht von hier ist jedoch atemberaubend. Später luden uns mehrere Kinder auf einen Spaziergang zu einem kleinen Bach ein und quetschten uns aus. Wir versuchten sie so gut wie möglich zu verstehen und antworteten in knappen Sätzen.
    Wieder zurück im Haus gab es für uns ein Abendessen aus Suppe, Reis und Gemüse, die Familie hatte scheinbar schon gegessen. Es war wirklich eine einmalige Erfahrung hier so nahe an den Einheimischen zu sein und die Kinder boten uns sogar an, dass wir auch hier bleiben und süsse ecuadorianische Kinder bekommen könnten.
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  • Quilotoa Loop: Malingua Pamba - Quilotoa

    December 12, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 11 °C

    2. Etappe: Nach einer etwas unruhigen Nacht, das Haus ist sehr ringhörig und draussen windete es stark, gab es um 7:00 Uhr Frühstück und um 8:00 Uhr liefen wir los. Der Himmel war wiederum strahlend blau. Die erste Abzweigung von der Strasse mussten wir etwas suchen, dann ging es einen steilen Weg hinuter in das Tal zu einem kleinen Dörfchen auf 3’000 m.ü.M. (natürlich) mit einer Schule, einem Sportplatz und einer kleinen Kirche. Anschliessend ging es eine Naturstrasse im zick zack hinauf, entgegen kam uns hier nur zwei Mal ein Töff. Als wir die Höhe wieder erreicht hatten, konnten wir immer wieder rüber nach Malingua Pamba und auf den Weg der ersten Etappe blicken, alles eingebettet in eine wunderschöne Kulisse der Anden. Nach einem weiteren Dörfchen ging es dann auf einem Wanderweg weiter steil nach oben. Wir brauchten jeweils eine Weile um die Wegbeschreibungen zu identifizieren und um beispielsweise herauszufinden, ob da wohl mal ein Baum stand, der auf dem Foto ersichtlich ist. Wir folgten einem Weg steil hinauf und wussten dank Google Maps, dass wir in die richtige Richtung unterwegs sind. Irgendwann wurde uns bewusst, dass wir wohl eine Abzweigung verpasst hatten, die Richtung stimmte aber weiterhin. Wir folgten also der Strasse immer weiter nach oben und waren dann sehr froh, als wir den Quilotoa Kratersee erblickten. Es war bereits seit dem Aufstieg bedeckt und windete immer stärker, je höher wir gingen. Nach ca. 7 km waren wir nun von 3‘000 auf 3’800 m.ü.M. hinaufgestiegen, es war herausfordernd aber die Aussicht auf das Panorama und den See definitiv wert. Zwischendurch stärkten wir uns mit Cookies oder Bananen-Chips. Nun mussten wir noch etwa den halben Krater umwandern, manchmal führte der Weg direkt über die Krete, manchmal drumherum. Wir waren für jedes flache und windstille Stück dankbar und kämpften etwas, wenn es wieder hinauf ging. Aber der Ausblick auf den See war jedes Mal einzigartig. In diesem Teil kamen uns nun auch das erste Mal zwei Wanderinnen entgegen, sonst sahen wir bisher nur Einheimische. Dann endlich im Städtchen Quilotoa auf 3‘900 m.ü.M. angekommen, gönnten wir uns erstmals ein Mittagessen und einen Jugo. Später checkten wir in unserem Hostel ein und genossen die heisse Dusche und das Chillen in der Hängematte. Heute war die herausforderndste Strecke mit fast 1‘100 Höhenmeter auf 13.5 km, wir waren fast 6 Stunden unterwegs. Ab morgen geht es dann mehrheitlich wieder abwärts, in zwei Etappen zurück nach Isinliví.Read more

  • Quilotoa Loop: Quilotoa - Chugchilán

    December 13, 2023 in Ecuador ⋅ 🌫 17 °C

    3. Etappe: Um 8:00 Uhr haben wir gefrühstückt, es gab wie fast immer ein Brötchen, Rührei, Früchte und Marmelade, ausserdem ein Tee um uns aufzuwärmen, die Nacht war ziemlich kühl. Um 9:00 Uhr liefen wir dann los. Zuerst ging es wieder am Krater entlang ein Stück zurück von wo wir gestern gekommen sind. Plötzlich merkten wir, dass wir den Beitrag von der 2. Etappe noch nicht hochgeladen hatten und taten dies noch schnell, dank Hotspot unterwegs. Da wir die Beine und Schultern von gestern doch recht spürten, gingen wir es gemütlich an und versuchten so viel wie möglich hinter den Felsen durchzulaufen, anstatt darüber. Es war immer ein kleiner Weg sichtbar dem wir folgten, plötzlich landeten wir aber im Kartoffelfeld und etwas weiter vorne war auch eine Absperrung aus Ästen. Da wir aber schon relativ weit gelaufen sind, wollten wir nicht umkehren und durchquerten vorsichtig das Feld und die Abschrankung. Der Weg ist wohl eher für die Einheimischen die hier Felder besitzen gedacht, als für uns. Irgendwann kamen wir dann wieder auf den richtigen Weg und schon bald ging es dann vom Krater weg abwärts. Wir liefen eine sandige Strasse hinunter und konnten ab und zu Abkürzungen nehmen bis wir ins kleine Dorf Guayama Grande (keine Ahnung wieso es „Grande“ heisst, es ist sehr klein) kamen. Wir merkten auch bereits in den letzten Tagen, dass in der Nähe von der Zivilisation sehr viel Müll rumlag. An der Strasse in diesem Dörfchen war es wieder extrem. Auch die Kinder in Malingua Pamba warfen Papiere von Süssigkeiten eifach auf den Boden. Ausserdem wird oft in den Feldern Müll verbrannt, wir sahen heute viele verbrannte Flächen, wahrscheinlich werden so auch ungewünschte Pflanzen vernichtet. Von Guayama Grande ging es dann ein Wanderweg zuerst in eine Art Schlucht hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch. Chäspu versuchte bei einem Aussichtsplatz mit der Drohne einige Aufnahmen zumachen, wegen der Höhe und dem Wind stürzte sie aber ab, zum Glück nicht weit vom Boden weg und landete in einem Gebüsch. Hier waren wir etwa in der Hälfte unserer heutigen Strecke und kreuzten hier auch einige andere Wanderer*innen. Die Strecke vom Quilotoa über Chugchilán nach Isinliví und Sigchos (oder in die andere Richtung) ist ziemlich beliebt und wird von vielen Leuten gewandert, anders als die beiden Strecken der letzten Tage. Daher war hier der Weg auch gut beschildert, ausserdem ist die Route in der „All Trail“-App aufgezeichnet. Wir brauchten also unsere papierene Wegbeschreibung nicht und fanden den Weg ohne Probleme. Nach der kurzen Steigung kamen wir ins nächste Dorf „La Moya baja“ von dort ging es noch mehr nach unten bis wir wieder auf fast 3‘000 m.ü.M. waren. Nun mussten wir die letzten Kilometer eine Naturstrasse wieder nach oben bis nach Chugchilán. Für den allerletzten Teil nahmen wir noch eine kleine Abkürzung, welche steil hinauf ging. Im Hostel angekommen duschten wir kurz und gingen dann ins Dörfchen um etwas zu essen, unterwegs gab es heute nur Knäckebrot. Chugchilán ist vergleichsweise ein grosses Dörfchen und hat einige kleine Läden, mehrere Hostels und es fährt mehrmals täglich ein Bus. Anschliessend chillten wir noch in der Hängematte und bekamen sogar noch etwas Sonne ab, nachdem es den ganzen Tag recht bewölkt war. Und vor dem Abendessen genossen wir noch die holzeingefeuerte Sauna und das Dampfbad im Hostel, auf welches wir uns schon den ganzen Tag (oder die letzten drei Tage) gefreut haben.Read more

  • Quilotoa Loop: Chugchilán - Isinliví

    December 14, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 15 °C

    4. Etappe: Wir sind wieder mit einem leckeren Frühstück und blauem Himmel in den Tag gestartet und liefen um 8:30 Uhr los. Zuerst ging es durchs Dorf Chugchilán und dann steil hinunter in ein Tal. Dort war es sehr grün und die Sonne schien auf uns herab. Später kamen wir an den Rio Toachi und liefen den grössten Teil von heute diesem entlang. Es war fast alles flach und obwohl unsere Beine müde waren von den letzten Tagen, waren wir zügig unterwegs. Bei einer Brücke und einem Wegweiser über die Brücke nach Isinliví trafen wir auf zwei Schweizer und unterhielten uns kurz mit ihnen. Sie empfahlen uns noch weiter dem Fluss zu folgen und erst die nächste Brücke zu überqueren und auch die All Trail-App zeigte dies an. Also liefen wir weiter den Fluss hinunter und es schien heute eine entspannte Abschlussetappe zu werden. So entspannt und in Diskussionen vertieft verpassten wir dann jedoch die Abzweigung für zur nächsten Brücke und merkten erst viel weiter vorne, dass wir eigentlich auf der anderen Seite des Flusses laufen sollten. Wir überlegten kurz ob wir durch den Fluss auf die andere Seite laufen wollen, entschieden dann aber noch etwas weiter zu gehen und hofften noch auf eine Brücke, laut google Maps sollte noch eine kommen. Als diese nicht kam und der Weg auf der anderen Seite schon viel weiter oben am Hang war, zogen wir dann doch unsere Schuhe aus und liefen durch den Bach. Auf der anderen Seite mussten wir zwei Mal einen Stacheldraht Zaun überwinden um dann auf einen kleinen Weg zu kommen, der auf der Karte wieder ersichtlich war. Dieser führte sehr steil den Berg hinauf und war teils mit Pflanzen überwachsen und sumpfig. Nach ca. einer halben Stunden waren wir dann oben und kamen endlich wieder auf den grossen Weg. Der letzte Kilometer kämpften wir uns noch hinauf und waren sehr froh, als wir nach rund 5 Stunden und 12.5 km (mit unserem Umweg wohl eher mehr) bei der Llu Llu Lama Lodge ankamen. Auch diesmal bekamen wir nochmals ein Upgrade und durften in eine Cabaña mit eigenem Bad und Balkon. Wir stärkten uns mit einem Hamburger und genossen anschliessend das SPA mit Dampfbad, Sauna und Jacuzzi mit Blick auf den Nebel der sich draussen gebildet hatte.
    In den vier Tagen sind wir nun ca. 50 km gelaufen und haben dabei etwa 2’550 Höhenmeter gemacht. Dabei waren wir immer zwischen 3’000 und 4’000 m.ü.M. unterwegs. Es war streng, aber sehr schön und entspannend so viel draussen in der Natur zu sein und die wunderschönen Landschaften zu betrachten. Wir hatten Glück, dass es uns nie verregnet hat und die Blasen an den Füssen sind auch erst bei der letzten Etappe aufgeplatzt. Wir freuen uns nun morgen zurück nach Quito zu gehen und sind gespannt, wie es sich anfühlt nach 6 Wochen wieder dort zu sein. Ob wohl die Metro schon in Betrieb ist?
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  • Zurück in Quito

    December 17, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 17 °C

    Am Freitag machten wir uns auf Richtung Quito. Zuerst konnten wir von Isinliví nach Sigchos beim Milch-Transport auf der Ladefläche mitfahren. Dann nahmen wir den Bus bis an die Panamericana und von dort der nächste Bus nach Quito. Anschliessend noch ein Uber vom Südbahnhof bis zu unserem Hostel, wieder in der Nähe vom Centro Historico. Dort gingen wir dann als Erstes auch hin und assen etwas. Es regnete stark, also entschieden wir, es uns in einem Café gemütlich zu machen. Wir gingen ins Republica del Cacao und genossen dort eine heisse Schokolade und lasen in unseren Bücher. Am Abend gab es Pizza in unserer Lieblingspizzeria.
    Am Samstag fuhren wir nochmals nach Otavalo auf den Markt. Zuerst ging es aber mit dem Uber an den nördlichen Busbahnhof. Es fahren recht viele Busse nach Otavalo, also fragten wir bei einem Transportunternehmen wann der nächste Bus von ihnen nach Otavalo fährt. Er antwortete in einer Viertelstunde, also kauften wir die Tickets und gingen zum Abfahrtsort. Plötzlich sahen wir auf den Tickets, dass die Abfahrt erst in 45 Minuten ist. Wir gingen nochmals zurück an den Schalter und beklagten uns, aber er meinte, der Bus käme in 10 Minuten und weichte uns aus. Wir warteten also auf den Bus und natürlich fuhr er tatsächlich erst nach 45 Minuten ab. Wir erwischten auch nicht den direktesten Bus, aber kamen dann doch in Otavalo an. Wir versuchten uns auf dem riesigen Markt wieder zu orientieren, aber hatten Mühe herauszufinden, wo wir das letzte Mal waren. Also liefen wir durch die verschiedenen Strassen und staunten wiederum ab den vielen Ständen. Wir kauften vor allem viele Mitbringsel. Als es dann stark zu regnen begann, kauften wir noch die letzten Sachen und machten uns dann wieder auf zum Busbahnhof. Durchnässt kamen wir dort an und erwischten einen Bus der 2 Minuten später abfuhr. Als wir zurück in Quito und in unserem Hotel waren, war es schon dunkel und wir waren einerseits ziemlich erschöpft und hatten durchnässte Regenjacken und Schuhe. Also bestellten wir uns Indisch und genossen dies in unserem Hotelzimmer.
    Am Sonntag schliefen wir aus und probierten dann die Metro von Quito aus, welche seit Ende Dezember endlich in Betrieb ist. Wir fuhren nach Mariscal Sucre und gingen auch dort nochmals in die Markthalle und kauften, was wir in Otavalo nicht mehr geschafft haben. Anschliessend nahmen wir die Metro wieder zurück, direkt ins Centro Historico. Wir wissen nicht ob das hier am Sonntag immer so ist oder ob auch hier alle im Weihnachtseinkaufsstress sind. Auf jeden Fall hatte es sehr viele Menschen und es liefen mehrere Veranstaltungen. Nach einer kurzen Runde entscheiden wir uns noch ins Wassermuseum oberhalb vom Centro Historico zu gehen. Von dort hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und wir lernten einiges über die Wassergewinnung und -versorgung in Ecuador und die Wichtigkeit der Vegetation „Paramo“. Ausserdem hatte einen Seifenblasenraum, wo man Seifenblasen in verschiedenen Grössen machen kann. Anschliessend gingen wir nochmals ins Republica de Cacao um eine heisse Schokolade zu trinken und dann zurück ins Hostel um zu packen und einige Dinge zu erledigen. Am Abend gingen wir noch mit Chris, den wir in der Sprachschule kennen gelernt hatten, und seiner Freundin zu Abend essen und genossen den letzten Abend in Quito und in Ecuador.
    Über 10 Wochen haben wir nun in Ecuador verbracht und waren sehr überrascht ab der Vielfältigkeit dieses Landes, mit den Städten, dem Amazonas, den Anden, der Küste und natürlich den Galapagosinseln. Wir haben die 10 Woche sehr genossen und werden morgen mit einem weinenden Auge und unzähligen schönen Erinnerungen das Land verlassen. Wir haben hier, trotz vielen Warnungen und teilweise etwas Unsicherheiten, nie schlechte Erfahrungen gemacht und hatten nie das Gefühl in Gefahr zu sein. Natürlich ist es anders als in der Schweiz, man kann sich nicht ganz so frei bewegen, vor allem abends, und muss seine Sachen im Auge behalten. Aber wenn man sich an die Empfehlungen hält und etwas aufmerksam ist, gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen. Auch wenn der Abschied etwas schwer fällt, freuen wir uns jetzt auf Costa Rica. Wir sind auf die neuen Eindrücke dort gespannt, können die Wärme und das Meer kaum erwarten und freuen uns auf Sandro und Monika.
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  • La Fortuna

    December 23, 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    Am Montag flogen wir von Quito nach San Jose und warteten am Flughafen auf Sänä und Möni, die aus der Schweiz angereist sind. Dann holten wir das Mietauto ab und fuhren Richtung La Fortuna. Da auf der Autobahn viel Feierabendverkehr angezeigt wurde, fuhren wir Überland. Es wurde schon bald dunkel, aber die Fahrt verlief gut. Einfach an die Bodenwellen mussten wir uns noch etwas gewöhnen und dem Waschbär konnten wir zum Glück ausweichen.
    Am Dienstag schliefen wir aus und gingen dann Frühstücken. Das Wetter war eher kühl, aber trocken. Wolken verdeckten die Sicht auf den Vulkan Arenal, den wir von unserer Wohnung aus sehen sollten. Wir entscheiden uns zu Fuss los zu gehen und den Wasserfall La Fortuna zu besuchen. Beim Laufen merkten wir, dass die Temperaturen doch ziemlich tropisch sind. Zum Schluss mussten wir noch 500 Treppenstufen zum Wasserfall runterlaufen, aber das hat sich gelohnt. Viele Leute badeten unten am Wasserfall, uns war es zu kalt und wir liefen die Treppenstufen wieder nach oben und gönnten uns ein Bier. In einem Baum konnten wir nochmals zwei Tukane erblicken. Eigentlich wollten wir nicht wieder zurücklaufen, da es auch schon bald wieder dunkel wurde. Wir konnten aber kein Uber oder Taxi bestellen über die Plattformen, aslo liefen wir doch zurück bis in das nächste Dörfchen und nahmen dort dann kurz vor der vollständigen Dunkelheit noch ein Taxi zurück nach La Fortuna. Am Abend gab es Burritos und Live-Musik. La Fortuna ist klein, hat aber sehr viele Restaurants und Touristen und überall Live-Musik.
    Franca war jeweils am Morgen etwas früher wach als die anderen und holte Brot, bereitete das Frühstück vor und machte ab und zu Yoga. Da es in ganz La Fortuna nur Baguette gab, war dies jeweils auf dem Speiseplan, zusammen mit frischen Früchten, Avocado und Guave-Konfi. Am Mittwoch machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Arenal Vulkan, der aber auch heute noch etwas in den Wolken war. Wir fuhren etwa 20 Minuten zu einem Parkplatz und machten dort eine Rundwanderung am Fusse des Vulkans. Wir sahen viele farbige Vögel und einige Affen. Am Schluss der Wanderung konnten wir vom Restaurant aus einen tollen Blick auf den Vulkan und den Arenal See geniessen. Auf dem Rückweg stoppten wir mit dem Auto noch bei einem Bach, welcher heissen Quellen entspringt und konnten dort gratis SPA geniessen. Wir waren natürlich nicht die einzigen, aber es verteilte sich recht gut im Bach.
    Am Donnerstagmorgen war es dann endlich so weit und wir konnten bereits am Morgen den Vulkan in seiner vollen Pracht erblicken. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder mit dem Auto auf und fuhren zu einem Hängebrückenpark. Dort machten wir im Regenwald eine kleine Wanderung, wo wir über einige Hängebrücken gehen konnten. Obwohl wir aktiv Ausschau hielten, sahen wir nebst Vögel leider keine Tiere. Auf dem Rückweg kamen wir jedoch noch an einem Platz vorbei, wo sich Nasenbären aufhielten und konnten diesen eine Weile zuschauen.
    Für den letzten Tag in La Fortuna hatten wir noch einen Besuch in einer der vielen Hot Springs reserviert. Es gab verschiedene Becken, die alle untereinander angeordnet sind und das Wasser verläuft von oben nach unten, von Becken zu Becken. Unten ist das kühlste Becken, dann kann man sich nach oben in immer wärmeres Wasser begeben. Von oben wurden wir immer wieder von Regen nass. Perfektes Wetter für den SPA-Tag. Zwischendurch bestellten wir einen Jugo und assen Chips auf dem Parkplatz, da man auf dem Gelände nicht essen durfte. Am Abend genossen wir Fajitas und Burger wieder mit Live-Musik und gingen dann noch in einer Bar etwas trinken.
    Am Samstagmorgen hiess es packen und auf Richtung Meer und Sonne! In etwa 3.5 Stunden fuhren wir nach Potrero. Den einzigen Stopp machten wir, als wir von einer Brücke aus am Fluss unter uns einen grossen Kaiman sahen und mussten diesen natürlich fotografieren. Kurz vor dem Ziel kamen wir auf eine kleine Strasse und mussten dann tatsächlich zwei Mal einen Fluss durchqueren. Wir hatten etwas Respekt, aber Chäspu meisterte das ohne Probleme. In Potrero bezogen wir unser Bungalow und liefen ca. 20 Minuten zum Strand, genossen etwas zu Essen und einen ersten Sprung ins Meer bei ca. 30 Grad.
    Wir sind gespannt wie unsere Feiertage hier ablaufen werden und wünschen euch allen „Feliz Navidad“!
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  • Navidad en la playa

    December 28, 2023 in Costa Rica ⋅ ⛅ 30 °C

    Unsere Feiertage standen ganz im Zeichen von Sonne, Strand und Meer, was will man auch anderes bei über 30 Grad. Am 24. machten wir uns, nach dem Ausschlafen und einer erste Abkühlung im Pool, mit dem Auto auf zur Playa Conchal. Das letzte Strassenstück war sehr holperig und voller Schlaglöcher, erst später sahen wir, dass es auch eine andere Zufahrtsstrasse gegeben hätte. Dafür sahen wir auf dem Weg einen Leguan. Am Strand suchten wir etwas Schatten unter den Bäumen und verbrachten den Nachmittag mit sünnelen, baden und lesen. Auf der Rückfahrt gingen wir noch einkaufen. Wir hatten die Idee an Weihnachten ein Filet im Teig zu machen, leider konnten wir aber in keinem Laden Blätterteig finden. Zurück beim Bungalow machten wir ein Apéro und gingen am Strand Abendessen. Es gab Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen: Ceviche, Fish and Chips, Crevetten mit Kokossauce und Thunfisch mit Ingwer. Zumindest einige Weihnachtsbeleuchtungen brachten etwas Weihnachtsstimmung auf.
    Am 25. starteten wir mit Pancakes in den Tag. Meistens wurden wir am morgen von der Hitze oder dem Tier auf unserem Dach (vielleicht ein Siebenschläfer) geweckt. Sänä und Möni schliefen meist länger, während wir in den Pool gehen und das Frühstück vorbereiten. Später machten wir uns dann zu Fuss auf zur Playa Penca. Auch hier wieder sünnelen, baden und lesen und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Am Abend gingen wir bei einem Italiener Pizza essen. Pizza an Weihnachten, für uns alle eine Premiere.
    Am 26. machte sich Chäspu mit Sänä und Möni auf zu einem Katamaran Ausflug. Franca blieb im Bungalow, da sie sich nicht so gut fühlte. Vom Katamaran aus konnten wir in einer Bucht schnorcheln, verglichen mit den bisherigen Schnorcheltouren jedoch etwas enttäuschend: man konnte einige Fische und einen Haufen Seeigeln sehen. Wer gute Augen und etwas Glück hatte, entdeckte noch einen Tintenfisch. Das Highlight war aber der Sonnenuntergang vom Boot aus, den wir bei einem Drink geniessen konnten.
    Am 27. ging es am Nachmittag mit dem Auto an den Playa Flamingo. Einmal mehr sünnelen, baden und lesen. Die Wellen waren relativ gross, so dass man sich auch mit diesen die Zeit gut vertreiben konnte. Nach dem Sonnenuntergang genossen wir in der Nähe in einem Restaurant im Hafen das Abendessen.
    Es tat sehr gut diese Tage ruhiger anzugehen und uns viel zu erholen. Wir sind nun schon 12 Wochen unterwegs, viel gereist und haben sehr viel erlebt. Die letzten Wochen werden wir nun noch viel Sonne und Energie tanken für den Alltag zurück in der Schweiz.
    Heute geht es weiter nach Santa Teresa. Dort wird sicher weiterhin viel Meer und Strand auf dem Programm stehen. Das Städtchen ist aber etwas grösser, so dass wir hoffentlich eine Silvesterparty finden um ins neue Jahr zu rutschen.
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  • Santa Teresa

    January 2, 2024 in Costa Rica ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir hatten eine abenteuerliche Fahrt von Potrero nach Santa Teresa. Die ersten 2 Stunden waren auf der Hauptstrasse, dann ging es die letzten 55 km grösstenteils auf Naturstrassen weiter. Als der erste kleine Fluss zum durchqueren kam, belächelten wir diesen, er war wirklich nur sehr klein. Auch der zweite war klein, beim dritten wurden wir schon etwas unsicher. Da niemand vor uns war und gerade niemand entgegen kam, sahen wir nicht wie tief der Fluss ist, also steigen wir mal aus. Als wir sahen, dass flussaufwärts Leute baden, also wohl keine Kaimane in der Nähe sind, ging Franca ins Wasser. Das Wasser kam nur bis zu den Knien, also fuhren wir ohne Probleme durch. Es folgten noch 4 weitere Flüsse, teils recht tief. Es hatte aber jeweils Leute vor uns denen wir folgen konnten. Wir waren dann doch froh heil in Santa Teresa anzukommen. Wir genossen den Sonnenuntergang am Strand und gingen fein essen. Bereits am Abend begann es stark zu regnen und auch als wir am Freitag erwachten regnete es noch stark. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie die Flüsse heute aussehen nach all dem Regen. Wir blieben also lange im Bett, frühstückten gemütlich und machten uns erst am Nachmittag als der Regen nachliess auf ins Städtchen. Santa Teresa ist klein, hat aber einige Lädeli und viele Restaurants und Bars, zudem an jeder Ecke einen Surf Shop und Yoga Studios. Wir gehen in einige Lädeli und laufen dann am Strand entlang bis wir eine Bar fürs Apéro finden. Einige Mutige sind auch heute am Surfen.
    Am Samstag scheint wieder die Sonne und die Hitze drückt durch die Fenster rein. Wieder ein spätes Frühstück und dann geniessen wir Zeit am Strand und im wellenreichen Meer. Den Sonnenuntergang geniessen wir bei einer Piña Colada im Banana Beach Club und informieren uns über deren Silvester Party. Obwohl wir etwas leer schlucken über den Eintrittspreis von 50 Dollar, kaufen wir die Tickets, es soll schliesslich die beste Silvesterparty hier sein.
    Am Sonntag machen wir wieder einmal einen Ausflug. Wir fahren ca. eine halbe Stunde nach Montezuma um von dort zu den Wasserfällen zu laufen. Uneinig über das richtige Schuhwerk gehen wir mit Turnschuhen (Franca und Möni), FlipFlops (Sänä) und Sockenschuhe (Chäspu) los. Nach etwa 5 Minuten durchqueren wir einen Bach und Franca und Möni müssen ihre Turnschuhe erstmals ausziehen. Aber der weitere Weg ist schlammig und rutschig, also auch mit FlipFlos nicht optimal. Chäspu hat mit seinen Schuhen wohl die beste Wahl getroffen. Auf dem Weg kreuzt uns eine Gruppe Affen und wir können sie von ganz nahe betrachten. Nach ca. einer halben Stunden kommen wir zum ersten Wasserfall, das Wasser ist von den Regengüssen noch braun, wir wagen aber doch einen Sprung ins Wasser zur Abkühlung. Nach etwas Suchen finden wir dann auch den weiteren Weg, müssen dafür aber nochmals den Fluss durchqueren und dann steil hoch für zu zwei weiteren Wasserfällen. Chäspu macht einige Drohnenaufnahmen, nur knapp kann er sie wieder aus einem Baum rausfliegen und wir müssen sie zum Glück nicht aus dem Wasser bergen. Danach geht es zurück zum Parkplatz und nach Santa Teresa. Als ihr in der Schweiz bereits im Jahr 2024 angekommen seid, geniessen wir ein Apéro Zuhause und gehen dann asiatisch essen. Um 23:00 Uhr startet dann die Party im Banana Beach Club. Wir sind froh, dass wir es mit Anstehen am Eingang und an der Bar schaffen, pünktlich um Mitternacht mit einem Drink am Strand das Feuerwerk geniessen und auf das neue Jahr anstossen können. Anschliessend tanzen wir uns durch die Nacht bis wir Müde in die Betten fallen, als ihr in der Schweiz teilweise schon wieder auf der Skipiste seid.
    Am 1. schlafen wir aus und gehen nach ausgiebigem Frühstück an den Strand, baden und erholen uns und geniessen noch den letzten Sonnenuntergang in Santa Teresa.
    Am Dienstag machen wir uns früh auf, da wir eine lange Fahrt vor uns haben. Eigentlich möchten wir die Fähre von der Halbinsel aufs Festland nehmen, am Vorabend waren aber alle Tickets schon vergeben und auch vor Ort haben wir kein Glück. Also fahren wir rundherum. Dank noch etwas Stau kommen wir dann nach 8 Stunden endlich in Quepos an und gehen nach dem Wohnungsbezug Znacht essen.
    Wir hoffen ihr seid auch alle gut ins 2024 gestartet und wünschen euch ein frohes neues Jahr!
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  • Quepos und Manuel Antonio Nationalpark

    January 5, 2024 in Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Am Mittwoch haben wir so lange geschlafen, dass wir kein Frühstück mehr bekamen, also gab es halt Sandwich, Wrap und Fajita zum Frühstück/Mittagessen. Anschliessend versuchten wir eine Tour für den nächsten Tag in den Manuel Antonio Nationalpark zu buchen. Die Tour war schnell online gebucht, aber das zusätzliche Eintrittsticket in den Park erwies sich als grössere Herausforderung. Scheinbar kaufen einige Touranbieter die Tickets auf um sie dann mit ihren Touren zu verkaufen. Wir entschieden uns kurz beim Park vorbei zu fahren, doch auch vor Ort ist nichts zu machen und wir canceln schliesslich die Tour wieder und buchen eine andere, wo die Tickets inbegriffen sind. Den Rest des Nachmittag verbringen wir am bisher überloffensten Strand, finden aber eine ruhige Ecke. Plötzlich nähern sich Kapuzineraffen und durchsuchen den nahegelegenen Abfall nach etwas essbarem, sie scheinen nicht scheu zu sein. Über das Schild weiter hinten, welches auf Kaimane hinweist schmunzeln wird zuerst nur. Beim Sonnenuntergang entdecken wir dann im seichten Wasser doch einen Kaiman und sind nur wenige Meter von ihm entfernt.
    Am Donnerstagmorgen ist die zweite Tour die wir gebucht haben immer noch nicht bestätigt, wir gehen gleichwohl pünktlich um halb acht zum Eingangstor, werden aber nicht abgeholt. Wir können dann beim offiziellen Anbieter vom Park noch eine Tour buchen, bis zum Start reicht es sogar noch für ein Frühstück. Zusammen mit einem Paar aus der Schweiz gehen wir mit einem Guide los. Es hat nun auch viel weniger Leute als noch um halb acht. Auf einem breiten Weg laufen wir durch den Nationalpark und der Guide entdeckt immer wieder Tiere, die wir selber nie entdeckt hätten. Wir sehen Faultiere (Zwei- und Dreifinger), einen schlafenden Brüllaffe, Kolibris im Nest, eine Fledermaus, ein Stachelschwein, Echsen und Iguanas und später noch ein Aguti.
    Ausserdem sehen wir wieder viele Kapuzineraffen, hier im Park werden sie die Mafia genannt. Früher haben sie den Tourist*innen das Essen gestohlen, nun darf kein Essen mehr in den Park genommen werden und nur in der eingegitterten Cafeteria konsumiert werden. Die Affen zerstören aber auch sonst alles im Nationalpark und attackieren andere Tiere, beispielsweise die Brüllaffen und verspeisen diese. Als wir am Strand vom Park angelangen, können wir sogar noch ein Faultier mit Baby auf dem Rücken sehen.
    Wir kühlen uns dann im strahlend blauen und klaren Wasser ab und chillen am weissen Strand. Zum Sonnenuntergang gehen wir in ein etwas höher gelegenes Restaurant mit Blick aufs Meer, anschliessend gibt es wieder einmal Pizza.
    Als letzter Stop in Costa Roca geht es nun weiter nach Uvita.
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