Maracanã, Flamengo und Botafogo
Ontem, Brasil ⋅ ☀️ 27 °C
Früh nach Sonnenaufgang, bevor die Hubschrauber ab 8:30 Uhr starten, sucht sich Andreas einen Startplatz. Auf der Christusstatue ist heute am Ostersamstag schon einiges los. Wahrscheinlich findet eine Messe statt. Nach seiner Rückkehr frühstücken wir mit leckeren Brötchen, um danach zu starten. Die Metro bringt uns zum Maracanã-Stadion. Das Estádio Jornalista Mário Filho, im Volksmund als Maracanã bekannt, ist eines der bekanntesten und berühmtesten Fußballstadien der Welt. Es wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1950 gebaut. Bei seiner Eröffnung war es das größte Stadion der Welt mit einer Kapazität von 194.000 Zuschauern. Nach Modernisierungsarbeiten für die Weltmeisterschaft 2014 beträgt die aktuelle Kapazität etwa 78.000 Zuschauer. Es dient als Heimstadion für zwei der größten Vereine Brasiliens: Flamengo und Fluminense. Hier fanden die Endspiele der Weltmeisterschaften 1950 und 2014 statt, wo Deutschland 2014 Weltmeister gegen Brasilien wurde, sowie die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien der Olympischen Spiele 2016. Vor dem Ticketschalter ist eine lange Schlange. Aber es gibt wie fast überall einen zweiten Eingang für Schwangere, Mobilitätsbeeinträchtige und für"Alte" ab 60 Jahren. Und auch der Ticketpreis beträgt ab 60 Jahre nur die Hälfte, statt 94 R$ p. P. (15,80 €) zahlen wir nur 47 R$. Die Besichtigung findet mit einer Tour statt, wobei wir in unserem eigenen Tempo alles anschauen können, wie wir wollen. Es geht an den Kabinen vorbei und dann laufen wir über die Treppe der Spieler fast bis auf den heiligen Rasen, der natürlich abgesperrt ist. Aber die Trainerbank und ein Teil der Tribüne sind freigegeben. Dort nehmen wir Platz und lassen da ganze Stadion auf uns wirken. Morgen findet tatsächlich ein Spiel statt und zwar Flamengo gegen Santos, den Heimatverein der Fußball-Legende Pelé, aber 149 Euro für eine Karte ist uns doch zu viel. Mit der Metro fahren wir zurück bis nach Flamengo und gehen dort zum Strand und weiter bis nach Botafogo. Von hier haben wir den schönsten Blick auf die Bucht und den Zuckerhut. Ein Uber bringt uns nach Leme, am Ende der Copacabana. Über die Strandpromenade, die übersät ist mit fliegenden Händlern, gehen wir zurück zu unserem Appartement. Unterwegs sehen wir den Glutmond über den Meer aufgehen.Leia mais
Botanischer Garten von Rio de Janeiro
3 de abril, Brasil ⋅ ☁️ 26 °C
Da es heute am Strand wegen des Karfreitags unheimlich voll ist, suchen wir ein Alternativprogramm. Und das finden wir im Botanischen Garten. Im Gegensatz zur hektischen und lauten Copacabana ist der botanische Garten eine friedliche Oase mit üppigem Grün und üppiger Flora. Obwohl es heute etwas ruhiger ist, denn wie immer freiertags und sonntags wird die Strandseite der Avenida Atlantica für den Autoverkehr gesperrt.
Der Botanische Garten wurde bereits 1808 vom damaligen portugiesischen König João VI. gegründet. Die riesige Parkanlage beheimatet mehr als 40.000 Pflanzen, damit handelt es sich um eine der größten Ausstellungen von Pflanzen der Welt. Die Hauptattraktionen sind ein See mit der Seerose des Amazonas, der Victoria amazonica, sowie die Hauptallee Barbosa Rodrigues der 128 einhundert bis einhundertfünfzig Jahre alten und bis zu 48 Meter hohen Königspalmen. Der in der Mitte befindliche Springbrunnen Chafariz das Musas wurde in England gefertigt und 1895 aus London nach Brasilien verschifft. Die UNESCO erklärte den Park zum Biosphärenreservat. Im Gewächshaus befinden sich diverse Orchideen- und Bromelienarten. Zwischendurch erhaschen wir immer mal wieder einen Blick auf den Corcovado mit der Christusstatue. Nach dem Besuch fahren wir zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir einen schönen Blick auf den Strand von Leblon und Ipanema haben. Und jeden Abend ist am Strand das gleiche Spiel. Alle Stühle, Sonnenschirme und Pavillons werden wieder abgebaut und in diversen Transportern oder VW-Bussen verstaut, die permanent an Straßenrand parken. Die Metro bringt uns ans Ende der Copacabana in den Stadtteil Leme, wo wir den Abend im Restaurant Taberna Atlântica bei Livemusik ausklingen lassen.Leia mais
Arpoador, Ipanema und Lagoa
2 de abril, Brasil ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einem schönen Frühstück in unserem Appartment gehen wir die Copacabana entlang, an den Fischern vorbei bis zum Pedra do Arpoador. Diese Felsformation liegt zwischen Copacabana und Ipanema. Der Strand Arpoador ist weithin als idealer Strand für Surfer bekannt. Die Wellen können bis zu 10 Meter hoch werden. Hier wurden in der Vergangenheit Wale mit Harpunen erschossen. Das portugiesische Wort „arpoar“ bedeutet Harpune. Je weiter wir am Strand von Ipanema Richtung Leblon laufen, desto bewölkter wird es. Wir biegen nach rechts ab und wollen zur Lagoa Rodrigo de Freitas. Zufällig kommen wir in dieser Straße am Restaurante e Bar Garota de Ipanema vorbei. Hier entstand das weltberühmte Lied von Antônio Carlos Jobim "Garota de Ipanema" oder bei uns besser bekannt als "The Girl from Ipanema". Da diesen Mythos jeder erleben will, ist das Restaurant bis auf den letzten Platz besetzt. Also gehen wir weiter bis zur Lagoa und von dort zurück zu unserem Appartement. Kaum angekommen geht ein ordentliches Gewitter runter.Leia mais
Spaziergang an der Strandpromenade
1 de abril, Brasil ⋅ ☁️ 25 °C
Der Nebel verschleiert heute morgen das Meer, die Sonne kämpft sich langsam durch.
Damit sich der Verkehr am Morgen nicht staut, wird die Avenida Atlantica von 7 bis 10 Uhr zur Einbahnstraße und alle sechs Spuren führen Richtung Innenstadt. Nicht nur der Strand trägt den berühmten Namen Copacabana, das ganze Stadtviertel wird so genannt. In der Zeit der 1930er bis 1950er Jahre war hier das goldene Zeitalter als mondäner Badeort des Jetset. Danach wurden viele Villen durch Hochhäuser ersetzt. In unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Apartment steht ein neues markantes Gebäude. Nach mehr als vierzehn Jahren Bauzeit sollte dieses neue Gebäude des Museums für Bild und Ton (MIS) im ersten Quartal 2026 fertiggestellt werden. Finanzielle Schwierigkeiten waren ein entscheidender Faktor für die Verzögerung. Doch auch heute sieht es nicht so aus, als ob eine Eröffnung bevorsteht. Am Ende der Copacabana ist immer noch ein kleiner Fischmarkt, und die Fischer haben am Strand ihre Boote liegen, mit denen die früh morgens aufs Meer hinausfahren. Der Nachtreiher wartet wahrscheinlich, bis er morgen vielleicht einen Fisch abbekommt. Am Strand laufen immer noch diverse Händler auf und ab, um Getränke, Hüte, Tücher, Sonnencreme und Sonnenbrillen, Bikinis und vieles mehr zu verkaufen. Und selbstverständlich kann man auch bei diesen Verkäufern wie überall mit Kreditkarte bezahlen. Alle haben ihr Lesegerät dabei. Am Baden ist heute jedoch nicht zu denken. Die Brandung ist viel zu stark.Leia mais

Gisela HartmannSo etwas stört die Brasilianerinnen nicht und ziehen es trotzdem an. 🫣😱
Umzug an die Copacabana
31 de março, Brasil ⋅ 🌧 24 °C
Heute morgen ist mal wieder packen angesagt nach einem Frühstück mit leckeren Laugenbrezeln. Wir verlassen unsere schöne Unterkunft in Santa Teresa. Sogar der Zuckerhut versteckt sich deswegen hinter dicken Wolken. Für die nächsten Tage haben wir ein Appartement an der Copacabana gebucht. Bei Uber bestellen wir wegen unseres Gepäcks extra einen Comfortwagen, weil der größer ist. Doch als er den Kofferraum öffnet, befindet sich dort ein riesiger Gastank. Aber hier findet sich immer ein Weg, dann kommen unsere großen Rolltaschen eben auf dem Beifahrersitz. Das Appartement befindet sich direkt an der Avenida Atlantica in der 7. Etage mit Blick auf die Copacabana. Die Wolken sind mittlerweile immer dicker und es fängt an zu regnen. Wir erkunden erst einmal die nähere Umgebung und suchen eigentlich einen Supermarkt. Dabei kommen wir am einem Friseur vorbei. Beim Regen genau das Richtige, um die Frisur wieder aufzuhübschen. In den Seitenstraßen von der Copacabana sind diverse kleine Läden, Restaurants, Bars und auch Friseure. Nach unseren Friseurbesuchen finden wir schließlich auch einen Supermarkt.Leia mais
Ilha da Paquetá in der Guanabara-Bucht
30 de março, Brasil ⋅ ☁️ 27 °C
Um zum Fähranleger zu gelangen, können wir Dank unseres gestern gekauften Tickets die Bondinho bis zum Zentrum nehmen und von da die Straßenbahn zum Praça XV de Novembro, wo sich der Fähranleger befindet. Die Fahrt mit der Katamaranfähre zur Insel Paquetá dauert eine Stunde und kostet 0,85 Euro. Für Personen ab 65 Jahren ist sie kostenfrei, genauso wie der übrige Nahverkehr in der ganzen Stadt. Auf Paquetá wollen wir unsere Freunde Elma und Kalle besuchen. Ein deutsch-brasilianisches Paar, das auf der Insel lebt.
Die Insel Ilha da Paquetá ist ein Stadtteil von Rio der Janeiro. Außer einem Krankenwagen und den Müllautos ist die Insel autofrei. Alles und jeder wird hier entweder mit einem Golfcaddy oder per Fahrradrikscha transportiert. Im Gegensatz zum chaotischen Verkehr in Rio ist hier alles ruhig und sicher. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wurde die Insel zu einer Touristenattraktion und immer mehr wohlhabende Familien ließen hier Villen bauen, von denen die vielen Kolonialbauten noch heute zeugen. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geriet die unscheinbare Insel in Vergessenheit. Auch während der WM 2014 und den Olympischen Spiele 2016 kamen nur wenige Besucher. Denn Paquetá hat zwar schöne Strände, aber mit dem Ruf der Wasserverschmutzung zu kämpfen. Die Insel selbst ist nicht der Grund für die Wasserverschmutzung der Bucht, sondern die nahe Metropole Rio. Mehr als 50 Flüsse münden in die Guanabara-Bucht, in ihrem Umkreis leben etwa neun Millionen Menschen, mehr als die Hälfte von ihnen in Armenvierteln. Dort gibt es keine funktionierende Kanalisation oder Wasseraufbereitungsanlagen, sodass einige Flüsse zu offenen Abwasserkanälen werden. Die Medien beteuern jedoch immer wieder die gute Wasserqualität. Bei der Entdeckung der Guanabara-Bucht hatte Gonçalo Coelho die zweitgrößte Meeresbucht Brasiliens irrtümlich für eine Flussmündung gehalten, deshalb der Name Rio der Janeiro, Fluss des Januar.
Am Fähranleger werden wir von Elma und Kalle mit einer Fahrradrikscha empfangen, auch für uns steht eine bereit. Bei unserem letzten Besuch standen noch Pferdekutschen zur Verfügung. Wir fahren so über holprige Sandstraßen zu einem Restaurant. Die beiden laden uns zu einem leckeren Fischfilet mit Garnelen ein. Bei ihnen zu Hause trinken wir noch Café, bevor wir uns zu Fuß wieder zurück zum Fähranleger begeben. Beim Spaziergang kommen wir einem seltenen Exemplar des Affenbrotbaums Baobá Maria Gorda vorbei. Dieser hat einen Umfang von zehn Metern. Auf dem Schild vor dem Baobabbaum steht: „Ewiges Glück denen, die mich küssen und respektieren, aber sieben Jahre des Rückschlags für jedes Unrecht, das mir angetan wird.“ Dieser Baum wurde 1627 gepflanzt. Danach werfen wir noch einen Blick in die Praça Bom Jesus do Monte Kirche aus dem Jahre 1763. In der Dämmerung fahren wir nach Rio zurück. Zu Fuß landen wir noch im Stadtteil Lapa, wo diverse Musikkneipen zu Hause sind. Im Espaço Cultural Paulão Sete Cordas bleiben wir bei Livemusik hängen. Diverse Künstler treffen sich dort und spielen vor kleinen Publikum.Leia mais

ViajanteHabe euch gerade hier entdeckt! So aufregend und toll was ihr macht! Und mutig!! Ich habe immer im Kopf wie gefährlich Brasilien ist. Ich werde im November dort sein und frage mich was ich mich so trauen soll
Kultur und AquaRio
29 de março, Brasil ⋅ ☀️ 27 °C
Neulich hatten wir uns Karten für ein Konzert in Theater gekauft, das heute um 11 Uhr stattfindet. Eigentlich wollen wir bequem mit der alten Straßenbahn Bondinho zur Stadt runterfahren. Doch am der Haltestelle und in der Bahn besteht keine Möglichkeit, eine Fahrkarte zu kaufen. Die gibt es nur an der Station Estação de Bondes de Santa Teresa im Zentrum. Es wird davon ausgegangen, dass man nur von dort nach Santa Teresa hoch- und auch wieder runterfährt. Die Bahn fährt deshalb ohne uns leer runter, und uns bleibt nichts anderes übrig, als zu laufen. Trotzdem kommen wir pünktlich am Theater zum Konzert an. The Brazilian Tropical Violins ist eine Gruppe junger brasilianischer Geiger aus Rio de Janeiro im Alter von 9 bis 23 Jahren. Im Januar 2026 trat die Gruppe als Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Projekts Deutschland-Italien im Vatikan vor Papst Leo XIV. auf und gab auch Konzerte in Deutschland. Nach dem Konzert gehen wir zur Station der Bondinho und kaufen Fahrkarten für Santa Teresa hin und zurück, wobei wir heute Abend nur hochfahren und die Rückfahrt morgen nutzen wollen. Normalerweise geht das nicht, ausnahmsweise wird es aber auf unseren Fahrkarten vermerkt. Zum Glück wollen wir jetzt nicht hochfahren, die Wartezeit beträgt zurzeit zwei Stunden, denn es passen nur 36 Personen in eine Bahn und es sind nur drei Bahnen in Einsatz. Wir gehen zurück zur Haltestelle der "normalen" Straßenbahn, mit der wir bis zum AquaRio fahren. Im AquaRio leben 10.000 Tiere aus 350 Arten aus Brasilien und der ganzen Welt. Dieses Meerwasseraquarium ist das größte in Südamerika. Bei der Durchquerung eines Glastunnels schwimmen direkt über uns Haie, Rochen und viele andere Fische. Direkt neben dem Aquarium ist eine weitere Attraktion, ein Riesenrad. Allerdings finden wir 14 Euro p. P. dafür zu teuer. Mit der Straßenbahn fahren wir ins Zentrum zurück. Im Restaurant Amarelinho Essen wir eine Kleinigkeit und gehen wieder zur Estação de Bondes. Zum Glück haben wir unsere Fahrkarte, denn der Ticketschalter ist bereits geschlossen. So rumpeln wir mit der alten Straßenbahn über das Aquädukt nach Santa Teresa rauf.Leia mais
Sonnenaufgang auf dem Pão de Açúcar
28 de março, Brasil ⋅ ☀️ 27 °C
Mitten in der Nacht um 3:30 Uhr klingelt der Wecker. Pünktlich um 4:00 Uhr kommt der bestellte Uber, der uns zur Seilbahnstation des Pão de Açúcar, des Zuckerhuts, bringt. Bevor die Tour losgeht, gibt es Kaffee, Tee und Wasser. Wir haben eine exklusive Sonnenaufgangstour gebucht. Mit nur 30 Personen fährt die Seilbahn zur ersten Station auf den Morro da Urca, der 220 m hoch ist. Auf unserem Gang zur zweiten Station begleitet uns ein Saxophonspieler. Es beginnt die Dämmerung. Perfekt zur Morgenröte stoppt die Seilbahn auf halber Höhe zum Zuckerhut und wir genießen die Aussicht. Oben in 396 m Höhe angekommen werden wir durch den Regenwald geführt und können mit einem Glas Champagner auf den gelungenen Tag und den Sonnenaufgang anstoßen, wieder begleitet von Saxophonklängen. Danach gibt es im Restaurant Sunset Club Urca ein leckeres Frühstücksbuffet. Die Tour endet damit, aber noch nicht unser Aufenthalt auf dem Zuckerhut. Denn die ersten Touristen kommen frühestens 8:30 Uhr und bis dahin genießen wir die Ruhe. Gegen 10 Uhr wird es uns zu voll, zumal sich Passagiere von zwei Kreuzfahrtschiffen einfinden. In der Gondel nach unten sind wir ganz allein. Andersherum warten bereits viele, um mit der Seilbahn hochzufahren. Auch der Strand Praia Vermelha, der gleich neben der Seilbahnstation liegt, ist heute am Samstag gut besucht. Mit dem Uber fahren wir zurück zum Apartment und gönnen uns ein Mittagsschläfchen. Den Nachmittag bis in den Abend verbringen wir in unserem Stadtteil Santa Teresa. Fast aus jeder Bar oder jedem Restaurant erklingt Live-Musik. Im Restaurant do Minero essen wir das typische Samtagsgericht, die Feijoada (Schwarze Bohnen, Reis, Schweinefleisch, Würstchen, Farofa, Orangen).Leia mais

ViajanteDie Sonnenaufgangstour auf den Zuckerhut ist ja der Hammer - Hut ab - richtig cool.
Ausflug nach Petrópolis
27 de março, Brasil ⋅ ☀️ 27 °C
Nur 400 Meter, allerdings steil bergab, befindet sich die berühmte Treppe Escadaria Selarón. Der in Chile geborene Künstler Jorge Selarón (1947–2013) begann 1989 mit der Neugestaltung der Treppe als „Hommage an das brasilianische Volk“ und betrachtete sie als ein lebendiges, niemals vollendetes Werk, denn immer wieder werden Fliesen ausgetauscht und neue hinzugefügt. Die 215 Stufen der Treppe auf einer Länge von 125 Metern sind mit mehr als 2.000 kunstvollen Fliesen aus ca. 60 Ländern verziert. Die Treppe ist das weltweit größte bildhauerische Werk eines einzelnen Künstlers. Das Lieblingsmotiv von Selarón war eine schwangere Frau, die er sehr oft verewigt hat. Die Treppe ist natürlich ein Touristenmagnet mit vielen Menschen. Deshalb gehen wir extra heute morgen gegen 8 Uhr hin, doch auch um diese Zeit sind schon einige unterwegs. Wir gehen weiter durch den Ortsteil Lapa bis zur Kathedrale. Die pyramidenförmige Kathedrale, die bis zu 5.000 Besucher fasst, ist eine wahre Hommage an die Moderne. Aufgrund ihrer klaren Linien und kühlen Eleganz ist die Kathedrale von Rio de Janeiro nicht unumstritten. Besonders beeindruckend sind die bunten Glasfenster, welche sich über 64 Meter hinweg erstrecken. Mit der seit den Olympischen Spielen 2016 eröffneten Straßenbahn fahren wir zum Busbahnhof Rodoviaria und nehmen den Bus nach Petrópolis. Die Fahrt führt uns durch atlantischen Regenwald bis auf 850 m Höhe. Dieser Ort in den Bergen mit seinem angenehmen Klima beherbergt die Sommerresidenz von Kaiser Dom Pedro II., das Mausoleum der Kaiserfamilie, den Palast, in dem die Abschaffung der Sklaverei gefeiert wurde. Außerdem gilt sie als Geburtsort des brasilianischen Bieres. Deshalb steuern wir als erstes die Brauerei Bohemia an, die bereits 1853 gegründet wurde. Leider gibt es keine Führung durch die Produktion. Dafür erfahren wir bei einem Rundgang die Historie der Brauerei inklusive Verkostung von drei verschiedenen Biersorten. Dabei schmeckt uns das Pilsen am besten. Wir besuchen noch die Hauptattraktion des Ortes, den Kaiserpalast des ehemaligen brasilianischen Kaisers Pedro II, der heute ein Museum beherbergt, das Museu Imperial. Mit übergroßen Filzpantoffeln schlürfen wir durch die Räume. Ausgestellt sind neben Mobiliar und Gemälden auch die Kronjuwelen. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren mit dem Bus wieder zurück nach Rio. Vom Busbahnhof Rodoviaria fahren wir mit der Straßenbahn zurück ins Zentrum und mit einem Uber in unser Apartment.Leia mais
Cristo Redentor
26 de março, Brasil ⋅ 🌙 28 °C
Am Vormittag genießen wir die Aussicht von unserer Terrasse und kaufen online ein Ticket für die Zahnradbahn zum Corcovado, auf dem die Christusstatue schützend die Arme über die Stadt ausbreitet und das schon seit 1931. Die Zahnradbahn bringt uns durch den Tijuca-Regenwald in 20 Minuten auf 710 Meter nach oben. Der alte Holz-Wagen der ersten Bahn von 1970 dient als Ausstellungsstück. Andreas ist damals mit diesem zum Christus hochgefahren. Die Strecke verläuft eingleisig und besitzt einige Ausweichstellen, die teilweise als Haltepunkte verwendet werden. Ab der Endstation gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Gipfel zu erreichen, entweder bequem mit einem Aufzug oder über etliche Stufen, wo wir immer wieder einen fantastischen Ausblick auf die Lagoa und die Strände von Ipanema und Leblon haben. Die Idee, ein Denkmal auf dem Gipfel des Corcovado-Berges zu errichten, entstand bereits 1859 mit dem französischen Priester Pedro Maria Boss, doch erst 1922, zum Gedenken an den hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens, nahm das Projekt konkrete Formen an. Die Christusstatue wurde fast vollständig in Brasilien gefertigt, mit Ausnahme des Kopfes und der Hände, die in Frankreich geformt und hierher gebracht wurden. Seit 2006 ist die Statue auch ein Wallfahrtsort. Im Sockel der Statue befindet sich eine kleine Kapelle. Von der Plattform bietet sich ein spektakulärer Panoramablick auf Rio de Janeiro, den Zuckerhut und die Copacabana. Das haben außer uns natürlich auch viele andere erkannt. Trotzdem genießen wir die Aussicht, die bei einem Besuch von Rio einfach dazu gehört. Die Zahnradbahn bringt uns wieder hinab und wir fahren von dort zum Restaurant Majórica. Dieses Restaurant hat Andreas bereits in den 1970er Jahren mit seinen Eltern besucht. Unser erster gemeinsamer Besuch liegt mittlerweile 40 Jahre zurück. Und die Qualität ist in den Jahren genauso gut geblieben. Wir genießen ein Filet Mignon mit Reis, schwarzen Bohnen und Farofa (geröstetes Maniokmehl mit Eiern verfeinert). Ein schöner Abschluss eines gelungenen Tages.Leia mais
Stadtrundgang in Rio
25 de março, Brasil ⋅ ☀️ 31 °C
Der Sonnenaufgang von unserem Apartment ist beeindruckend. Über steile Straßen zieht es uns immer weiter bergab zum Aquädukt Arcos da Lapa. Das Mitte des 18. Jahrhunderts gebaute Carioca-Aquädukt, das die Bevölkerung von Rio einst mit frischem Wasser aus dem gleichnamigen Carioca Fluss versorgte, ist eine beeindruckende architektonische und technische Meisterleistung aus der portugiesischen Kolonialzeit. Es ist 270 Meter lang und besteht aus 42 doppelstöckigen Bögen mit einer Höhe von fast 18 Metern. Ende des 19. Jahrhunderts waren schließlich die Tage des Aquädukts gezählt und das Bauwerk bekam eine völlig neue Verwendung, die bis heute geblieben ist – und zwar als Viadukt für eine Straßenbahnlinie. Seit 1896 verbindet die Bonde de Santa Teresa, die Santa Terasa Straßenbahn, das Stadtzentrum von Rio mit dem auf einem Hügel gelegenen Viertel Santa Teresa. Wir gehen weiter bis zum Stadttheater, dem Theatro Municipal do Rio de Janeiro. Wir haben erfahren, das dort am Sonntag ein Konzert stattfindet. Dafür kaufen wir uns Karten. Danach lassen wir uns durch das Zentrum treiben, kaufen eine neue SIM-Karte (19 GB für 1 Monat, 6,60 €) und legen eine Pause im traditionsreichen Café Colombo ein. Das Café wurde 1894 von portugiesischen Einwanderern gegründet und mit riesigen Kristallspiegeln aus Belgien versehen, die vom Hafen mit Ochsenkarren in fünf Tagen zum Zentrum transportiert wurden. Anschließend suchen wir einen Supermarkt, den wir letztendlich im Stadtteil Gloria finden. Mit unserem Einkauf fahren wir erst einmal zurück zum Apartment und ruhen uns ein wenig aus. Ein Uber bringt uns am späten Nachmittag zum Largo do Machado, der ein lebhafter Platz mit vielen Bars, Restaurants und Einkaufspassagen ist. Um 1810 hat sich ein Metzger namens Machado an dieser Adresse niedergelassen. Er nutzte eine riesige Axt als Logo, das als großes Schild und Werbung für sein Fleischgeschäft diente. Seine Idee war so erfolgreich, dass der Platz den Namen Largo do Machado (Axtplatz) erhielt – ein Name, der sich bis heute gegen alle Versuche, den offiziellen Namen zu ändern, behauptet hat. In vielen Restaurants gibt es Happy Hour, ein gezaftes Bier für 1,30 Euro oder eine Caipirinha für 2,30 Euro. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren in unser Apartment zurück.Leia mais

ViajanteDie Drohnenaufnahmen sind toll. Braucht man dort eine Genehmigung oder kannst Du sie starten lassen wo Du magst?

Gisela HartmannHalte mich vom Flughafenbreich und Einflugschneise fern, sonst entspannt hier.
Bem vindo ao Rio de Janeiro
24 de março, Brasil ⋅ 🌙 28 °C
Bis zum Flughafen Salvador fahren wir fast eine Stunde. Die Zufahrt zum Flughafen ist einzigartig. Die Straße führt über 1,5 Kilometer durch einen Bambushain. Dieser "Tunnel" besteht aus über 50.000 Bambusstangen und wurde ursprünglich zwischen 1920-1940 zur Tarnung der Militärbasis gepflanzt und ist heute ein geschütztes Naturdenkmal. Bei der Mietwagenstation UNIDAS geben wir unseren Mietwagen nach 2.600 Kilometern zurück. Der Flug nach Rio dauert knapp zwei Stunden, der Transfer zu unserer Unterkunft in Santa Teresa eine halbe Stunde. Das Apartment liegt an einem Hang, von der Straße müssen wir zwei Etagen nach unten gehen. Vom Apartment und von unserer Terrasse blicken wir direkt auf den Zuckerhut. Zwischen 1808 und 1942 lebten hier auf den Hügeln die reichen Kaffeebarone und genossen die Aussicht, das milde Klima und das Quellwasser des Rio Carioca, welcher vom Corcovado bis zum Zentrum geleitet wurde. Nach dieser Zeit zogen immer mehr Familien weg aus diesem Viertel und ans Meer an die Copacabana, die Villen und Paläste verfielen zusehends. Durch die sinkenden Mietpreise wurden viele Hippies, Aussteiger und Künstler angelockt. Inzwischen gibt es viele Ateliers, Kunsthandwerksläden, Restaurants und urige Bars. Letztere besuchen wir noch am Abend. Es gibt einige wenige Restaurants, die von Deutschen geführt werden. In einem gibt es sogar Laugenbrezeln. In einem anderen kommen wir mit zwei älteren Herren ins Gespräch. Und natürlich sehen wir auch die kleine Straßenbahn "Bonde", die vom Zentrum hier den Berg hinauf rumpelt.Leia mais
Salvador da Bahia
23 de março, Brasil ⋅ ☁️ 28 °C
Uns lockt der Strand direkt vor unserer Unterkunft. Das Wasser ist herrlich warm und ruhig. Das Riff davor bricht die Wellen. Am Ende des Strandes steht auf einer Halbinsel der Leuchtturm am Eingang der Allerheiligenbucht und ist vom Forte de Santo Antônio da Barra umgeben. Zu lange halten wir uns nicht auf, kurz duschen und dann fahren wir mit einem Uber zum Mercado Modelo. Auf über 8.400 Quadratmeter befindet sich in dem Gebäude ein Kunsthandwerkermarkt auf zwei Etagen mit 263 Geschäfte. Neben Geschenken und Souvenirs aus Bahia gibt es außerdem zwei traditionsreiche Restaurants, die sich im selben Raum befinden und in perfekter Harmonie koexistieren. Salvador wurde auf verschiedenen Ebenen erbaut. So besteht die Stadt aus einer Cidade Alta, einer Oberstadt und einer Cidade Baixa, einer Unterstadt. Der Aufzug Lacerda in der Nähe des Mercado Modelo bringt uns in weniger als einer halben Minute von der Unterstadt in die Oberstadt. Dabei überwinden wir einen Höhenunterschied von über 70 m. Der Elevador Lacerda wird jeden Tag von tausenden Menschen benutzt und ist seit einem Jahr kostenlos. Als der Aufzug 1873 eingeweiht wurde, war ein so hoher Aufzug eine weltweite Einzigartigkeit. Seinen Namen verdankt der Aufzug dem Unternehmer, der ihn errichten ließ, nämlich Antônio Lacerda. Oben kommen wir auf einem großen Platz an, dem Praça Thomé De Souza, mit Blick auf die Unterstadt, den Hafen und Mercado Modelo. Nur ein paar Schritte weiter befindet sich am nächsten Platz Largo Terreiro de Jesus die beeindruckende Kathedrale von Salvador
Catedral-Basílica Primacial de São Salvador. Der Innenraum der Kirche ist mit viel Gold prunkvoll ausgestaltet. Sie ist bis heute Sitz des Kardinals von Salvador. Die Stadt Salvador da Bahia war bis zum Jahr 1815 Brasiliens Hauptstadt und verfügte über einen großen Hafen als Umschlagsplatz für Gold, Zucker sowie Diamanten. Dies bescherte ihr die historische Oberstadt und Altstadt Pelourinho mit ihren engen Gassen und vielen Kolonialbauten. In diesem Viertel hat bis zum Jahr 1835 der Sklavenmarkt stattgefunden. Mit Schiffen von Afrika nach Brasilien gebrachte Männer und Frauen wurden dort als Ware angeboten. Nach Abschaffung des Sklavenhandels siedelten sich in dem Viertel immer mehr Künstler und Musiker an. Von hier fahren wir zum Shoppingcenter da Barra, weil wir uns dort mit Daniela und Marcelo zum Essen treffen wollen. Den restlichen Tag verbringen wir gemeinsam auf der Terrasse ihres Apartments.Leia mais

ViajanteMoin ich finde Eure Bilder und Kommentare sehr schön ,Brasilien hat viel zu bieten.Diese schönen bunten Farben überall

ViajanteDas Land bietet sehr viel dagegen ist Deutschland ein Dorf.Leider zur Zeitmit Menschen die oft unzufrieden sind.

ViajanteTolle Bilder aus dieser Stadt, die uns vor einigen Jahren auch begeistert hat.

Gisela HartmannWir waren auch wieder begeistert von Salvador, hätten wir noch länger bleiben mögen.
Von Cachoeira nach Salvador
22 de março, Brasil ⋅ ⛅ 30 °C
Wie schon erwähnt, übernachten wir in Cachoeira im ehemaligen Karmeliterkloster Convento do Carmo, das zu einem Hotel umfunktioniert ist. Nebenan befindet sich die Kirche Igreja e Casa de Oração da Venerável Ordem Terceira do Carmo. Tradition ist, dass der Altar ab heute bis zum Ostersonntag verhängt ist. Die älteste Eisenbahnbrücke Brasiliens verbindet die beiden Orte Cachoeira und Sao Felix. Dort war der aus Bremen ausgewanderte Zigarrenunternehmer Gerhard Dannemann Bürgermeister. Leider ist eine Besichtigung nicht möglich. Allerdings konnten wir vor vierzehn Jahren, als wir schon einmal hier waren, den 12 Zigarrendrehererinnen bei ihrer Arbeit in dem 1873 erbauten Handelshaus zusehen. Die Zigarren sind hauptsächlich für den Export nach Europa bestimmt. Dann machen wir uns auf den Weg nach Salvador. Heute am Sonntag ist wenig Verkehr, allerdings sind die Strände sehr voll. Unser Apartment liegt direkt an der Strandpromenade, die nur für Fußgänger freigegeben ist. Aber es gibt eine Tiefgarage, die wir von der Parallelstraße erreichen können. Am Nachmittag treffen wir uns mit Daniela und Marcelo. Gemeinsam fahren wir in ein Restaurant mit Blick auf den Sonnenuntergang.Leia mais
Fahrtag Richtung Salvador
21 de março, Brasil ⋅ ☁️ 31 °C
Unser Tag beginnt wie gestern auch schon mit einem gigantischen Frühstück. Wir sitzen an einem großen Tisch, der eigentlich für alle Gäste ausreichend ist. Aber wir sind ja zurzeit die einzigen Gäste. Immer wieder kommt der gute Geist der Küche und legt die verschiedensten Dinge nach. Angefangen von einem riesigen Obstteller über Mangolassi, Minipizzen, Kokoskuchen bis zu gebackenen Bananen, Tapioca und Kaktusquiche. Alles können wir leider gar nicht probieren. Und jeden Tag gibt es verschiedene Variationen. Die Pousada Alcino Estalagem ist wirklich zu empfehlen. Alcino und seine Frau haben das Haus, das nach dem Diamantenboom ca. 1930 verlassen wurde und danach dem Verfall ausgesetzt war, ca. 1990 gekauft und zu einer Pousada um- und ausgebaut. Alcino selbst war diesmal nicht anwesend, aber wir wurden von seinem Sohn Cailapib genauso herzlich betreut. Trotzdem brechen wir heute auf, damit wir uns die Strecke nach Salvador in zwei Tagen aufteilen. Die Landstraße ist teilweise sehr gut, dann kommen plötzlich wieder riesige Schlaglöcher, verursacht von den vielen schweren Lastwagen mit ihren bis 30 Meter Länge. Und wenn es zu schlimm wird, fährt man halt auf der Gegenfahrbahn, wenn keiner kommt. In den kleinen Orten wird man immer ausgebremst durch sogenannte Quebra-molas (oder lombadas). Diese kleinen Hügel ragen über die ganze Fahrbahn und man kann nur im Schritttempo darüber hinwegfahren. Und zusätzlich gibt es dann noch Blitzanlagen, meistens mit Begrenzung auf 40 km/h, die vorher angekündigt werden. Nicht angekündigt war eine Polizeikontrolle, als wir gerade bergauf einen mit 15 km/h fahrenden Lkw bei durchgezogener Linie überholt haben. Der Polizist hat unser Kennzeichen gescannt und dadurch erkannt, dass es ein Mietwagen ist und wer es gemietet hat. Da kann sich unsere Polizei in Punkto Digitalisierung eine Scheibe abschneiden. Nachdem er unseren deutschen Pass gesehen hat, sprach er nur noch Deutsch mit uns. Er war drei Jahre in der Schweiz und konnte deshalb schwyzerdütsch sprechen. Darüber war er anscheinend so froh, dass er das normalerweise übliche Bußgeld von 1.500 R$ (knapp 250 Euro) nicht kassiert. "Heute ist es kostenfrei". Glück gehabt. Am Nachmittag erreichen wir den Stausee am Paraguaçu Fluss, an dessen Ufer der Ort São Felix liegt und am anderen Ufer über eine Eisenbahnbrücke zu erreichen der Ort Cachoeira. Dort übernachten wir im Kloster Convento do Carma.Leia mais

Gisela HartmannHier ist schlimmer. Die Löcher sind bis zu 30 cm tief. Wir sind durch zwei durchgefahren, dachten haben einen Achsenbruch oder der Airbag löst aus. Zum Glück nicht.
Grotte Lapa Doce und Pai Inácio
20 de março, Brasil ⋅ ☁️ 29 °C
Wir fahren am Morro Pai Inacio vorbei. Ein Stück weiter biegen wir auf eine Erdstrasse ab, um zum Aussichtspunkt Mirante do Camelo zu gelangen. Diese Felsformation sieht aus wie ein liegendes Kamel🐫. Danach halten wir an einem Truckstopp und beobachten die riesigen Trucks, die Soja für China zum Hafen nach Salvador transportieren. Kein Wunder, dass die Straße mit riesigen Löchern übersät ist und nur teilweise wie ein Flickenteppich aussieht. Zur Abwechslung schauen wir uns heute keinen Wasserfall an, sondern besuchen eine Tropfsteinhöhle, die Grotte Lapa Doce, die aus einem immensen und Millionen Jahre alten Gewölbe aus Kalkfelsen besteht. Es ist die zweitgrößte Höhle Brasiliens. Hier herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von 22 Grad. Auf dem ca. 1 km langen Weg durch die dunkle Höhle bestaunen wir die verschiedensten einzigartigen Felsformationen. Wir wandern zwischen gigantischen Felsformationen und Kalksteinkammern entlang, unser Guide Raimondo beleuchtet dabei die verschiedensten Gesteinsformationen, zum Schluss passieren wir an einem Löwen und an einer Eule vorbei. Über eine Steintreppe erreichen wir wieder das helle Licht. Und nun müssen wir uns schon fast beeilen, denn wir wollen noch zum Morro do Pai Inácio hinauf und dort oben auf dem Plateau den Sonnenuntergang erleben. Über einen steinigen Weg geht es bergauf, nur auf den letzten Metern gibt es mittlerweile eine Holztreppe. Wir bewundern wieder, wie hier zwischen den Felsen doch Bromelien, Orchideen, Kakteen und andere Pflanzen wachsen. Und natürlich ist die Aussicht auf die Tafelberge grandios. Die Ranger vom Nationalpark Chapada Diamantina sorgen dafür, dass alle noch in der der Dämmerung den Abstieg zu schaffen. Wir sind froh, dass wir eine Taschenlampe dabei haben. Es geht doch teilweise über einen steilen Steinweg hinunter. Zurück in Lençóis essen wir eine leckere Moqueca mit Garnelen und freuen uns dann noch in einer Bar am Hauptplatz über Live-Musik.Leia mais
Lençóis - Tor zur Chapada Diamantina
19 de março, Brasil ⋅ ☀️ 29 °C
Wir fahren am Anfang an dem Abzweig nach Lençóis vorbei, weil wir zuerst zum spektakulären Tafelberg Morro do Pai Inácio möchten. Dieser Berg ragt 250 Meter über der umgebenden Ebene hinaus und ist insgesamt 1050 Meter über Meeresspiegel. Am Aussichtspunkt Mirante do Pai Inácio lassen wir die Drohne die Umgebung erkunden, bevor wir zurück und nach Lençóis fahren. Man merkt, dass jetzt Nebensaison ist, in der Pousada Alcino Estalagem sind wir die einzigen Gäste. Hier waren wir bereits 2012 einmal zu Gast. Und auch diesmal sind wir wieder begeistert. Nach einer kurzen Pause erkunden wir den Ort zu Fuß. Die charmante Kleinstadt Lençóis ist das beliebteste Eintrittstor zur fantastischen Tafelberglandschaft Chapada Diamantina. Der Ort hat hat sich seinen Charme mit den bunten Kolonialhäusern in den engen Gassen, in denen sich Bars und Restaurants verteilen, bewahrt. Die Chapada Diamantina beeindruckt insbesondere durch die durch Winderosion in Jahrmillionen entstandenen gewaltigen Tafelberge, ebenso durch die reiche Pflanzenwelt mit über 300 verschiedenen Orchideenarten, Bromelien und Kakteen. Zudem haben mehr als 350 Vogelarten wie Papageien, Kolibris und Finken hier ihren Lebensraum, ebenso wie Nasenbären, Affen, Ozelot, Gürteltiere, Pumas, Jaguare und Kaimane. Davon werden wir vermutlich nur einige wenige zu Gesicht bekommen. Während des Diamantenbooms Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele Glücksritter hierher und hausten in improvisierten Zeltunterkünften, die aus der Ferne wie weiße Tücher in der Landschaft aussahen, daher auch der Name Lençóis, oder auf Deutsch: Bettlaken. Ab 1870 begann der wirtschaftliche Abstieg, da die Minen in Südafrika viel ergiebiger waren. Heute lebt Lençóis fast ausschließlich vom Tourismus.Leia mais
Von Mucugê nach Andaraí
17 de março, Brasil ⋅ 🌙 21 °C
Kurz hinter Mucugê befindet sich der Parque Municipal Mucugê. Im Park ist das Projekt Sempre Viva in einem Gebäude untergebracht, das sich dem Erhalt und der Vermehrung der vom Aussterben bedrohten Strohblume "Syngonanthus mucugensis" verschrieben hat. Unmittelbar hinter dem Gebäude befindet sich nach einem kurzen Weg der Cachoeira da Piabinha. Imposant stürzt er in mehreren Kaskaden in die Tiefe. Hier nehmen wir ein erfrischendes Bad, bevor wir weiterfahren. Nach 40 Kilometern schauen wir uns den kleinen Ort Andaraí an und wollen in der Pousada Ecological Andaraí auf der Terrasse mit Blick auf den Fluss Rio Paraguaçu etwas trinken. In diesem Augenblick verwerfen wir unseren Plan, heute bis nach Lençóis zu fahren. Wir schauen uns ein Zimmer an und bleiben spontan hier. Es ist noch früh am Tag und so machen wir noch einen Ausflug zum Dorf Igatu. Wegen der abgeschiedenen Lage und der schwierigen Erreichbarkeit hat sich in den engen Kopfsteinpflastergassen ein sehr ursprüngliches Flair erhalten können, denn allein dort hinzukommen ist bereits eine Herausforderung. Über den alten Steinweg benötigen wir mit den Auto für die sieben Kilometer vierzig Minuten und werden dabei ordentlich durchgeschüttelt. Als hier die ersten Diamanten gefunden wurden, war der Ort noch als Xique-Xique de Igatu bekannt. Bis zu 9000 Menschen lebten damals in Igatu in der Hoffnung auf schnellen Reichtum. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei, heute zählt das Dorf gerade mal 400 Einwohner. Der alte Steinweg, der hoch nach Igatu führt, ist ein Überbleibsel eines Abschnitts der Estrada Real, der einst die Chapada Diamantina mit Ouro Preto verband. Das Dorf hat sich seither kaum verändert. Noch heute besteht vieles aus Steinen und bizarren Felsformationen, sodass Igatu schon oft als Filmkulisse diente. Und dann müssen wir über denselben alten Steinweg wieder zurück. Nur einen Katzensprung von unserem Hotel entfernt ist ein weiterer Wasserfall, der Cachoeira Donana. Er wird vom Paraguaçu-Fluss gespeist. Von unserer Ecolodge führt ein Pfad hinunter zum Fluss und über einen Steinstrand gelangen wir zum Flussufer, wo wir uns ein Bad im kühlen Nass gönnen. Auch der Rio Paraguaçu ist wie viele Flüsse in der Chapada rötlich-braun gefärbt. Das braune Wasser entsteht durch hohe Konzentrationen von Tanninen aus zersetzter organischer Substanz (Blätter, Wurzeln) sowie Eisen aus dem Boden, die aus dem umliegenden Cerrado- und Mata-Atlântica in die Gewässer gespült werden. Am Anfang kostet es schon etwas Überwindung, in dieses dunkle Cola-Wasser zu steigen.Leia mais
Mucugê -Chapada Diamantina
17 de março, Brasil ⋅ ☀️ 26 °C
Als erstes kümmern wir uns um unseren Reifen. Bei der Borracharia steht der Reifen schon neu vulkanisiert bereit. Für 80 R$ (13 Euro) insgesamt wird er uns auch gleich montiert. Jetzt können wir beruhigt zum normalen Programm übergehen. Mucugê liegt über eintausend Meter hoch und hat ein angenehmes Klima. 1844 soll hier der erste Diamant gefunden worden sein. Entsprechend hoch ging es während des Diamantenbooms in der damals 30.000 Einwohner zählenden Stadt zu. Die im historischen Zentrum stehenden Häuser mit ihren bunten Fassaden wurden im 19. Jahrhundert im Kolonialstil errichtet. Heute kommen viele Touristen wegen der spektakulären Wasserfälle hier her. Das muss allerdings zu einer anderen Jahreszeit sein, denn es sind außer uns nur sehr wenige im Ort.
Wir besuchen den Friedhof Cemitério Santa Isabel , der malerisch vor dem Felsmassiv der Serra do Sincorá liegt und deshalb unter Denkmalschutz gestellt wurde. Ein paar Kilometer weiter beginnt eine Wanderung zum Cachoeira Moça Loira ( Wasserfall der blonden Jungfrau). Mit etwas Fantasie erinnert das herabstürzende Wasser an langes blondes Haar, das über den Felsen gleitet.
Der Weg führt durch üppige Vegetation und kleine Bachläufe bis zum Wasserfall. Wir sind völlig alleine dort und erfrischen uns erst einmal im kühlen Wasser. Es gibt leider keinen Rundweg, so dass wir auf demselben Weg wieder zurück müssen. Wir fahren nach Mucugê zurück und lassen den Abend am Platz
Praça Coronel Properçio ausklingen.Leia mais
Fahrtag nach Mucugê
16 de março, Brasil ⋅ ⛅ 22 °C
Unseren ersten Stopp legen wir in Itacaré ein. Denn in Ilheus hatten wir vergeblich versucht, am Bankautomaten Geld abzuheben. Bisher sind wir allerdings auch ohne Bargeld ausgekommen. Hier läuft alles per Kreditkarte, selbst an den kleinsten Verkaufsständen oder auf den Märkten. Jessy hat uns gesagt, dass es mehrere Bankautomaten in Itacaré gibt. Und tatsächlich funktioniert es. Wir sind wieder flüssig. Denn in der Chapada Diamantina, unserem Ziel für heute, soll manchmal nur Bargeldzahlung möglich sein. Aber erst einmal gefällt uns Itacaré sehr gut. Am Strand gibt es eine Promenade und ein Stück weiter eine kleine Fußgängerzone. Und wir finden eine Bäckerei, die fantastische Croissants und ein leckeres Körnerbaguette hat. Ein Geschmackserlebnis nach den vielen oftmals pappigen Weißmehlbrötchen. Dann müssen wir durchstarten, liegen doch noch fast 450 Kilometer vor uns. Und was wir nicht wissen, wir holpern über 50 Kilometer über Erd-/Schotterstraßen mit spitzen Steinen. Und die werden uns zum Verhängnis. Vorne links der Reifen ist platt. Der Kofferraum ist voll, also erst einmal unser gesamtes Gepäck auf die Rücksitzbank räumen, Reserverad raus, Wagenheber raus und Reifen wechseln. Nach 25 Minuten können wir weiterfahren. Im nächsten Ort nach 25 Kilometern kontrollieren wir an der Tankstelle den Reifendruck. Alles ok. Ab dort geht es zum Glück nur noch über eine Asphaltstraße bis nach Mucugê in der Chapada Diamantina. Leider kommen wir im Dunkeln an. Als erstes suchen wir einen Borracharia/Reifenreparaturdienst auf. Zum Glück nimmt er unserem Reifen um 19:30 Uhr noch entgegen. Morgen gegen 9 Uhr können wir ihm hoffentlich repariert wieder abholen. Jetzt müssen wir nur noch eine Unterkunft suchen. Gleich bei der ersten Pousada Café Preto sind wir erfolgreich. Sie haben für die nächsten zwei Nächte ein Zimmer frei. Nun schlendern wir noch durch den Ort, bevor wir müde ins Bett fallen.Leia mais

Viajante
Super Bilder schöner Strand tolles farbenfrohes Land.sehr schön ,ja heute hatte ich auch einen Platten in Hamburg.
Strandtag mit Freunden in Serra Grande
15 de março, Brasil ⋅ 🌙 27 °C
Der erste Weg heute morgen führt uns an den Strand. Dazu brauchen wir nur durch ein kleines Tor zu gehen, kurz durch den weißen Sand und schon sind wir im Meer. Zum Frühstück sind wir bei Jessy und ihren zwei Jungs eingeladen, die im Nachbarort Sargi nur zwei Kilometer entfernt wohnen. Nach einem erneuten Bad im Meer verbringen wir den Nachmittag gemeinsam und essen am Strand in einer Cabana eine Moqueca Misto. Das ist ein Fisch- oder Meeresfrüchtetopf. Er stammt aus der afro-brasilianischen Küche und besteht aus Fisch, Garnelen, Kokosmilch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Koriander und Palmöl (Azeite de Dendê). Dazu gibt es Reis und Salat. Den Abend lassen wir auf unserer Terrasse ausklingen.Leia mais
Fahrtag über Ilheus nach Serra Grande
14 de março, Brasil ⋅ 🌙 28 °C
Wir brechen früh auf, 350 Kilometer liegen vor uns. In Deutschland nicht viel, aber hier gibt es keine Autobahn, fast nur einspurige Straßen und viele überlange Lkws bis 30 Meter, die sich wegen ihres schweren Gewichts nur langsam die Berge hochquälen. Wieder fahren wir kilometerweit an Eukalyptusplantagen vorbei. Die schwer mit Baumstämmen beladenen Lastwagen haben die Cellulosefabrik als Ziel. An einer Baustelle müssen wir warten, der Verkehr wird nur im Wechsel daran vorbeigeführt. Gleich eilen eifrige Verkäufer herbei und wollen Getränke, Süßigkeiten oder Souvenirs verkaufen. Dann erreichen wir die Kleinstadt Ilheus, der der Kakaoboom großen Reichtum brachte. Mit Ankunft deutscher und schweizerischer Einwanderer Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die ursprünglich aus dem Amazonas stammende Kakaopflanze hier systematisch angebaut. Ilhéus, die drittgrößte Stadt Bahias, war ab 1890 Zentrum des Kakaobooms. Prächtige Bauten entstanden und dokumentieren heute die Epoche dieser wirtschaftlichen Blütezeit. Durch die Weltwirtschaftskrise, Dürren und einen Pilz, der sich ab den 1980er Jahren ausbreitete, ist der Boom vorbei. Dennoch ist die Region um Ilhéus nach wie vor das wichtigste Kakaoanbaugebiet Brasiliens. Auf unserer Strecke durch Ilheus sehen wir sogar einen kostenfreien Wohnmobilstellplatz, allerdings ohne Service. Und es parkt gerade ein Pärchen mit seinem Wohnmobil mit Autoanhänger ein. Von hier ist es nicht mehr weit bis Serra Grande, wo wir über booking.com für zwei Nächte ein kleines Ferienhaus gebucht haben mit direktem Zugang zum Strand. Der Sand ist hier wie Puderzucker so fein und fast weiß. Nach einem Bad im Meer fahren wir am Abend hoch in den Ort Serra Grande, wo einmal im Monat auf der Praca ein Fest stattfindet. Und die"Sarau" ist heute mit Musik, Essen und Trinken und vielen Kunsthandwerkerständen. Bei den silbernen Anhängern in Form einer Kakaobohne kann ich nicht widerstehen. Und Andreas macht sich gut als Verkäufer.Leia mais
Die Entdeckung Brasiliens-Porto Seguro
13 de março, Brasil ⋅ ⛅ 31 °C
Wir verlassen Trancoso wieder über eine Erdstraße und fahren bis zur Fähre über den Buranhém River nach Porto Seguro. Dieser Ort ist sehr touristisch, aber auch historisch, denn hier wurde Brasilien entdeckt. Schon auf dem Weg zum historischen Zentrum steht eine Statue des Entdeckers Cabral. Doch lange bevor der portugiesische Seefahrer Pedro Álvares Cabral am 22. April 1500 aus Versehen Brasilien entdeckte (schließlich war er auf dem Weg nach Indien), lebten schätzungsweise 8 bis 10 Millionen Indigene im Land, deren Lebensweise durch die Kolonisierung drastisch verändert wurde. Es begann eine über 300jährige portugiesische Kolonialzeit, die durch Ausbeutung (Zucker, Gold) und den Import afrikanischer Sklaven geprägt war. Das historische Zentrum ist schön restauriert, in den kleinen Gebäuden befinden sich mehrere Souvenir- und Kunstgewerbeläden. Am Hauptplatz steht die kleine Kirche Igreja Nossa Senhora da Pena von 1535, daneben ein kleines Museum. Gegenüber ist der Marco do Descobrimento (Markstein der Entdeckung); eine Säule, die wohl 1503 von Gonçalo Coelho und seiner Expedition errichtet wurde und auf der die portugiesische Krone und das Kreuz des Christusordens zu sehen sind. 1907 wurde hier der Leuchtturm eröffnet. Auf unserem weiteren Weg kommen wir am Museum Memorial da Epopeia do Descobrimento vorbei. Gern hätten wir uns den Nachbau der Karawelle von Cabral angeschaut. Doch dann hätten wir eine Stunde warten müssen, es ist gerade Mittagspause. Schade. Dann muss halt die Drohne von oben Fotos machen. In Santa Cruz Cabrália schauen wir uns die Kirche im historischen Zentrum an und nehmen die nächste Fähre nach Santo André. Diesen Weg musste auch unsere Nationalmannschaft bei der WM 2014 bewältigen, um in ihr Hotel Campo Bahia zu gelangen. Wir suchen zwar für heute noch eine Unterkunft, aber mit 1.482 R$ (250 Euro) sprengt das doch unserem Rahmen. Wir schauen sie uns deshalb nur von außen an. Ein paar Kilometer weiter finden wir in verschlafenen Ort Mogiquiçaba eine Pension, die allerdings schon bessere Zeiten gesehen hat. Dafür kostet das Zimmer inklusive Frühstück nur 200 R$ (33 Euro). Zum Sonnenuntergang spazieren wir zum Strand und genießen in einer Bar den Ausklang des Abends. Von unserer Pension sehen wir noch eine Prozession vorbeiziehen.Leia mais
Ein Tag in Trancoso
12 de março, Brasil ⋅ ⛅ 29 °C
Nach einem leckeren Frühstück lockt uns der strahlend blaue Himmel zum"Quadrado" mit der kleinen Kirche, die im Jahr 1586 erbaut wurde. Der Ort wurde in den 1970er Jahren von Hippies neu entdeckt. Zu dieser Zeit bestand der Ort noch aus einer Allee, mit Häusern auf jeder Seite der historischen Kirche im Hintergrund – und freiem Blick auf das Meer. Heute ist dieser Platz das historische Zentrum des Ortes. An dem feinen Sandstrand wurden 1989 die Filmaufnahmen zu dem Musikvideo des legendären „Lambada“-Hits von Kaoma gedreht. Aber auch das typische Kunsthandwerk und die Maler sowie Bildhauer haben sich in Trancoso gehalten. Hinter der Kirche eröffnet sich ein fantastischer Blick zum Strand mit Palmen und Meer. Den Mittag verbringen wir mit einem erfrischenden Bad im Swimmingpool. Anschließend gehen wir über einen Steg durch die Mangroven zum Strand hinunter und erfrischen uns im Meer. Am"Quadrado" genießen wir am Abend zu einem Bier eine Portion Filet Mignon.Leia mais
Weiter auf der BR 101 nach Norden
11 de março, Brasil ⋅ ☁️ 29 °C
In der Nacht hat es ordentlich geregnet und auch am Morgen gibt es immer wieder den einen oder anderen kräftigen Regenguss. Das hat den Vorteil, dass unser Auto wieder einigermaßen sauber ist von der gestrigen Erdstraße. Allerdings steht das Wasser auf den Straßen, weil es keine Kanalisation gibt. In einer Regenpause gehen wir durch die Dünen zum Strand, wo uns kräftige Wellen entgegenschlagen. Auf der Weiterfahrt gibt es einen Mix aus Regen, Wolken und Sonne. Und plötzlich taucht in der Ferne ein markanter Felsberg auf, der Monte Pescoço nahe der Stadt Itamaraju und von der Fernstraße BR-101 gut sichtbar. Es ist ein großer Granit-Monolith mit sehr steilen Felswänden. Bei Bergsteigern ist er sehr beliebt. Wegen seiner Form wird er von Kletterern manchmal „Dedo de Deus baiano“ („Finger Gottes von Bahia“) genannt. Mittlerweile sind wir im Bundesstaat Bahia. Der Name „Pescoço“ bedeutet auf Portugiesisch „Hals“, weil der Fels von bestimmten Blickwinkeln wie ein „Hals“ oder eine schmale Felsformation aussieht. Nach 340 Kilometern kommt im Ort Eunápolis endlich der Abzweig nach Trancoso, unserem Ziel für heute. In der Pousada Samambaia finden wir eine schöne Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Zu Fuß gehen wir das kurze Stück bis zum Hauptplatz, Quadrado genannt. Am Ende dieses rechteckigen Platzes befindet sich die kleine Kirche Igreja São João Batista (Igrejinha do Quadrado). Wir wundern uns über die Menschenmassen, bis wir sehen, dass vor der Kirche ein Konzert des Jugendorchesters von Trancoso stattfindet. Heute beginnt das Festival do Musica, das am Samstag endet. Trotz der vielen Menschen, die sich nach dem Konzert verlaufen, zieht uns die Stimmung in ihrem Bann.Leia mais





























































































































































































































































































































































































































































































































































































































Viajante
Andreas, du würdest auch gut in die Rolle des Clubpräsidenten passen 😅
ViajanteDas wäre mir zu stressig🤣
Viajante
Super Aufnahme! 👏🏻
ViajanteDanke, war ein besonderer Flug.