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WELTREISE 2025/26

Un’avventura di 398 giorni di LKuppers Leggi altro
  • Ein Tag zu dritt

    15 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 18 °C

    Die Seenlandschaft um Queenstown war super sehenswert und gerne wären wir bei gutem Wetter noch ein paar Tage geblieben, auch um mehr wandern zu gehen. Doch wir haben noch was vor und wollen weiter.

    ​Ein paar Hundert Kilometer durch das Inland bis zur Küste und dann weiter in den Norden. Ungefähr 370 sollten es an diesem Tag werden. Doch unterwegs gab es einiges zu sehen und wir sollten nicht zu zweit bleiben. Nach den ersten etwa 50 km im Örtchen Makarora nahmen wir die Anhalterin Joanna aus Jena mit. Sie ist seit über zwei Monaten mit dem Rucksack per Anhalter oder zu Fuß in Neuseeland unterwegs und wollte in die gleiche Richtung, wie wir – letztendlich begleitete sie uns den ganzen restlichen Tag.

    ​Unterwegs hielten wir einige Male an und gingen ein bisschen spazieren oder kurze Strecken wandern, um tolle Orte zu sehen.

    ​Los ging es mit den Blue Pools. Das ist eine besonders klare Flussmündung mit einer Hängebrücke darüber. Silas und ich konnten es uns nicht entgehen lassen, hier ein Eisbad zu nehmen. Das blaue Gletscherwasser aus den umliegenden Bergen hat anfangs auf der Haut gebrannt, bis man sich einigermaßen daran gewöhnt hatte. Einmal bis unter die Brücke schwimmen und ein paar Steine flitschen war trotzdem drin. Joanna war das zu kalt, dafür bekamen Silas und ich ein Bild von uns, wie wir im Wasser glühen.

    ​Wir hielten danach noch an den Fantail Falls, den hohen Thunder Creek Falls und den Roaring Billy Falls, welche in einem weiten, kiesigen Tal lagen. Der Wald dahin hatte mal wieder fantastische Farn-Pflanzen in allen Größen und Formen.

    ​In Haast an der Küste fanden wir einen Foodtruck, dann ging es weiter bis zum Franz Josef Gletscher. Es gibt einige Gletscher in Neuseeland, doch viele davon sind nur per Wanderung zu erreichen. Dieser hier sollte unser erster werden. Es regnete am Nachmittag zwar wieder, aber trotzdem gingen wir vom Parkplatz zu zwei Aussichtspunkten. Die Berge um den Mount Gunn drum herum, sind die Ered Nimrais: Die sieben Leuchtfeuer, die entlang des Weißen Gebirges von Rohan nach Gondor verlaufen und entzündet wurden.

    ​Abends fanden wir das Beach Read Freedom Camping. Joanna entschied sich nicht, statt wie üblich im Wald unter ihrer Plane zu übernachten, diese heute neben unserem Camper aufzuspannen. Es regnete zwar leicht, aber da ist sie etwas extremer unterwegs als Silas und ich. Wir kochten ein einfaches Abendessen und gingen mit einem Bierchen zum Strand. Dort fanden wir die Überreste des Lagerfeuers unserer Campnachbarn und entfachten es mit reichlich Treibholz vom Strand neu.

    ​Ich bin echt froh darüber, dass wir Joanna getroffen haben und sie ein Stück mitnehmen konnten. Sie war eine echte Bereicherung für den Tag. Super interessant, spannend und inspirierend waren ihre Geschichten und unsere vielen Gespräche, die den ganzen Tag lang und abends anhielten, bis das Feuer etwas niedergebrannt war und der Regen zu viel wurde.
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  • Ein regnerischer Tag

    16 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 15 °C

    Unser 16. Januar war so gut wie durchgehend von Regen geprägt. Morgens nahmen Silas und ich die am Vortag aufgesammelte Anhalterin Johanna noch bis in das nächste Örtchen Hokitika mit. Hier machten wir uns den Plan für diesen Tag, an dem es viel, beziehungsweise konstant Regen geben sollte – dementsprechend entschlossen wir uns, viele Kilometer im Auto zu machen, sodass wir am nächsten Morgen da sein würden, wo man wieder wandern könnte. Dennoch gab es interessante Haltepunkte unterwegs.

    Zuerst besichtigten wir die historische Brunner Mine, etwas abseits der Küste von Greymouth, ein kurzes Stückchen aufwärts des Grey River. Es nieselte leicht, aber den etwa 45-minütigen Rundweg inklusive vieler gut gemachter Schautafeln zur Erläuterung und Geschichte der Mine gingen wir trotzdem an.

    Die Brunner Mine Historic Area ist so besonders, weil sie ein Relikt des einstigen sehr prägenden Kohlebergbaus darstellt und an Neuseelands schlimmstes industrielles Unglück erinnert. In dieser Kohlemine kamen durch Gasansammlung und Explosion im März 1896 etwa 65 Bergleute ums Leben.

    Als wir durch Reefton im Landesinneren fuhren, goss es weiter, teilweise sehr stark, und so beschlossen wir, das Wetter auszusitzen und bei der Gelegenheit einen Waschsalon aufzusuchen. Hier schmissen wir eine Maschine Wäsche an. In der örtlichen Bibliothek warteten wir und ergötzten uns am gratis Wifi und der kleinen Ausstellung über lokale Geschichte, inklusive des Bergbau-Booms und des ersten Wasserkraftwerks Neuseelands.

    Am Nachmittag wanderten wir über die längste Hängebrücke des Landes (Buller Gorge Swing Bridge) und die dahinter liegenden Wanderwege zu den Ariki Falls, die mehr Stromschnellen als Wasserfall sind. Es regnete weiter leicht bis mittelstark.

    Abends und zur Übernachtung parkten wir bei den Maruia Falls. Ein kleines Lagerfeuer beim Fluss auf den Steinen aus Treibholz war möglich, kochen und draußen sitzen beim Camper auf Grund des später wieder stärkeren Regens und der vielen Sandmücken leider nicht.
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  • Wasser im Berg

    17 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 14 °C

    Eigentlich wollten wir heute Morgen einen längeren Wanderweg am Mount Owen, nicht unweit unserer letzten Übernachtung, zu einem Filmort von "Der Herr der Ringe" angehen. Aufgrund des Regens in den letzten Tagen waren schon die Wiesen vor dem Wanderweg mehr schwammig als begehbar. Den Wanderweg selbst fanden wir sehr matschig vor, daher verging uns in nassen Schuhen nach zwanzig Minuten die Lust.

    Stattdessen fuhren wir weiter in Richtung des nördlichen Endes der Südinsel.

    Vom Hawkes Aussichtspunkt hatte man eine grandiose Aussicht ins darunter liegende Tal bis in die Golden Bay.

    Die etwa 45-minütige Führung durch die Ngarua Cave war sehr lohnenswert. Vor Millionen von Jahren lag dieser Berg, genau wie der Rest von Neuseeland, noch unter dem Meerespiegel, und so formten sich hier dicke Kalkstein-Schichten, die das Wasser schon damals aushöhlte. Dann erhob sich die heutige Insel aus dem Meer. Die gesamte Gegend in diesen Bergen ist von Höhlensystemen durchzogen, in die das Regenwasser fließt, bis es in der Tiefe verschwindet. Die Ngarua Cave ist neben ihren beeindruckenden Steinformationen deshalb interessant, weil vor der Ankunft der Maori mehrere der hier damals dominierenden flugunfähigen Moa-Riesenvögel in die Höhle fielen und deren Knochen bis heute durch die konstanten Klimabedingungen in der Höhle konserviert wurden. Einer der mehr als zwanzigtausend Jahre alten Knochen wurde vom Guide sogar durch die Gruppe gereicht.

    Bei der Riuwaka Resurgence (Wiederauftauchen) tritt dann das unterirdische Wasser der unzähligen kleinen und großen Höhlen wieder an die Oberfläche, sodass der gesamte Riuwaka Fluss komplett aus der Erde zu kommen scheint.

    Wir stoppten noch bei den Te Waikoropupū Quellen, die durch unterirdische Wasserflüsse im marmoriertem Kalkstein gespeißt werden. Regenwasser sickert durch Risse und Höhlen ein, fließt unterirdisch durch das poröse Gestein, wird natürliche gefiltert und tritt wieder an die Oberfläche. Es ist das klarste Wasser der Südhalbkugel, mit einer Sichtweite von über 60 Metern – vergleichbar mit destilliertem Wasser. Es gibt zwei Haupt-Quellen, bei der kleineren der beiden kann man vom Ufer des entsteheden Flusses aus erkennen, wie der Sand am Grund aufgewirbelt wird.
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  • Archway Islands und Abel Tasman Park

    18 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 17 °C

    Die vorletzte Nacht auf der Südinsel verbrachten wir an ihrem nördlichsten Strand, dem Wharariki Beach. Die hier im Wasser stehenden Archway Islands sind den meisten vermutlich als Standard-Hintergrundbild von Windows 10 bekannt. Ich habe diesen Ort schon auf vielen Bildschirmen gesehen, ähnlich ikonisch wie die grüne Wiese unter blauem Himmel von Windows XP. Am Strand entlang spazierend verschiebt sich die Perspektive auf die Felsen langsam in die gewohnte Position. Aus der kleinen Höhle am Strand herausfotografiert ist das Bild dann perfekt.

    Kurz danach, Silas und ich unterhielten uns gerade mit ein paar radreisenden Franzosen, die sich hier ein Abendessen kochten. Robbte sich eine Neuseelöwin mit gelegentlichem Aufheulen aus dem Wasser, direkt auf uns zu. Dann erklang die Antwort ihres Babys von hinter uns. In der kleinen Höhle gibt es links einen schmalen Seitengang, der weit bis unter den Fels führt. Ich hatte zuvor noch überlegt, hier rein zu krabbeln, da man am Ende Licht sehen konnte. Besser nicht, denn das Seelöwenbaby hatte sich hier versteckt.

    Am nächsten Tag fuhren wir, wie am Vortag auch, durch das Örtchen Takaka. Fish'nChips, Supermarkt, Wasser auffüllen und Müll wegbringen. Hier entdeckten wir im Vorbeifahren die Labyrinth Rocks - ein etwa 2 Hektar großes Gelände mit beeindruckenden Landschaften aus Kalkstein, welches durch jahrmillionenlange Regenwassererosion entstanden ist. Es sind begehbare, labyrinthartige, enge Pfade mit tiefe Spalten, welligen Wänden, vertikalen Rissen, Unterführungen und skulpturartigen Felsformationen.

    Dann ging es in den Abel Tasman Nationalpark. Über unbefestigte Straßen einige Kilometer in den urwaldähnlichen Wald. Den Totaranui Campground hier nutzen wir nur zum Parken. Nach einem kurzen Sprung ins sehr angenehme Salzwasser, der Wind am Strand war etwas zu viel, um dort lange entspannt zu sitzen, wollten etwas wandern gehen. Die etwas mehr als 5 km bis in die Awaroa Bucht und zurück sollten ein toller Wander-Abschluss für die Südinsel werden.
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  • Abreise Süd Insel

    19 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 16 °C

    Ein kleiner Post zur Abreise von einer großartigen Insel!

    Die letzte Nacht auf der Südinsel verbrachten wir auf dem Parkplatz der Bibliothek von Motueka. Morgens hatten wir auf dem Weg zur Fähre in Picton noch ein letztes Mal die Gelegenheit für einen Sprung ins kalte Wasser eines schönen Flusses bei der Pelorus Bridge.

    Am frühen Nachmittag ging es mit der Fähre zurück nach Wellington. Anders als auf dem Hinweg war es hell und das Aussichtsdeck geöffnet. Die erste Stunde führte durch die fjordartigen Schluchten vor Picton mit schöner Aussicht.

    Die ziemlich genau zwei Wochen auf der Südinsel haben sich für mich länger angefühlt. Jede Nacht standen wir mit unserem Camper woanders. Silas und ich sind viel gefahren, allerdings nicht so viele lange Strecken. Jede einzelne davon war ein Träumchen für sich. Es gab immer etwas zu sehen: gewundene Straßen durch majestätisch-epische Landschaften, tolle Aussichtspunkte, goldene Strände, saftige Wiesen mit Schafen und Kühen, luftige Farnwälder, feuchte und schattige Regenwälder, endlose Kiesbetten der Flüsse – immer mit Bergen im Hintergrund. Ganz viel Wandern, jeden Tag im Meer, Fluss oder See schwimmen, Fish'n'Chips, Pies, abends am Camper etwas kochen und nur Bierchen und Snacks. Abgerundet durch die immer sehr freundlichen Begegnungen mit Einheimischrn und das gelegentliche Mitnehmen eines Anhalters.

    Beim nächsten Mal würde ich gerne noch mehr Zeit für mehrtägige Wanderrouten durch die Berge mitbringen.
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  • Māori-Zentrum Te Puia

    20 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 16 °C

    Die Gegend im zentralen Inland der Nordinsel Neuseelands kann als kulturelles Zentrum der Māori angesehen werden – hier lebten vor Ankunft der Europäer die meisten Māori-Stämme relativ nah beieinander.

    Wenn man schon mal hier ist, muss man sich auch ein bisschen damit auseinandersetzen, dachten Silas und ich uns. Also buchten wir eine Tour durch das Te Puia Māori-Zentrum, welches mitten im geothermalen Tal Te Whakarewarewa liegt. Es war etwas preislich, aber die Kombination aus aktiven Geysiren, brodelnden Schlammbecken, Kiwis, Einblicken in die Māori-Kultur und Mittags-Buffet waren es wert.

    So gut wie alle hier arbeitenden Menschen stammen aus dem Volk der Māori, wie auch unser Guide. Die typischen Tattoos sind allgegenwärtig. Oft im Gesicht – bei Frauen unter dem Mund am Kinn und bei Männern manchmal sehr intensiv über den ganzen Kopf.

    Wir haben die geführte Tour durch die drei Schulen gemacht: Das New Zealand Māori Arts and Crafts Institute beherbergt die nationalen Māori-Schulen für Stein- und Knochen-Schnitzerei, Holzschnitzerei sowie Flachs-Weben. Man kann Schülern und Lehrern bei der Arbeit zusehen – echte Traditionen werden hier weitergegeben und für kommende Generationen lebendig gehalten.

    Im Kiwi Conservation Centre kann man die scheuen Kiwi-Vögel aus nächster Nähe sehen. Sie sind nachtaktiv und super selten in der Natur anzutreffen. Im Ausstellungshaus hat man für drei Tiere den Tag-Nacht-Rhythmus umgestellt, sodass man als Besucher tagsüber welche sehen kann – Fotos waren in dem dunklen Inneren nicht erlaubt. Es gibt hier auch ein für Besucher nicht zugängliches Zuchtprogramm zur Aufzucht und Aussetzung von Kiwis, um die Population in freier Wildbahn zu steigern und dem Aussterben entgegenzuwirken.

    Die Geothermal-Landschaft auf dem gleichen Gelände war stinkig interessant. Brodelnde Schlamm-Pools und der berühmte Pōhutu Geysir – der größte aktive Geysir der Südhalbkugel. Etwa ein bis zwei Mal pro Stunde entlädt sich unterirdischer Wasserdruck in die Höhe. Manchmal konzentrierter und höher, manchmal flacher, dafür breiter.

    Dann sahen wir die kulturelle Performance: Traditionelle Begrüßung (pōhiri) zwischen zwei Stämmen vor dem typischen Haupthaus. Darauf folgte die formale Einladung ins Innere mit Gesang, Tänzen, Poi-Spiel und natürlich dem Haka. Der Haka ist der intensive Kriegstanz mit den berühmten Grimassen, weit aufgerissenen Augen und der herausgestreckten Zunge. Er ist eine Demonstration der eigenen Stärke und Einschüchterung der Gegner mit der Botschaft „Ich werde dich besiegen und danach essen“.

    Im Paket haben wir uns das traditionelle Buffet dazu gebucht. Im Hāngī (Erdofen) werden Fleisch und Gemüse stundenlang gegart – saftig, rauchig, üppig und sehr lecker.
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  • Hobbingen

    20 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 17 °C

    Auf das letzte große Highlight dieser Neuseelandreise haben Silas und ich uns sehr lange gefreut! Schon vor über einem halben Jahr kauften wir uns Tickets für die normale Führung durch Hobbingen, aber mit Banquet im Green Dragon Inn und anschließender Nachtwanderung.

    Auf dem etwa 500 Hektar großen Farmland der Alexander-Familie für Schafe und Rinderzucht in der Nähe von Matamata steht ein großer Baum direkt neben einem kleinen See, umgeben von sanften, saftig grünen Hügeln. Die perfekte Verwirklichung des Paradieses im Auenland – fern vom Rest des großen und oft schrecklichen Mittelerdes. Idyllisch friedlich zurückgezogen, bewohnt von einem längst vergessenen Völkchen, das Beständigkeit, Geselligkeit und gutes Essen zu schätzen gelernt hat. In Hobbiton auf dem Beutelsend steht Bag End, eine durchaus größere und luxuriösere Hobbit-Höhle, die das kleine Tal überblickt und in der Bilbo und Frodo leben. Natürlich mussten Silas und ich diesen Ort als Übergang von Neuseeland zu Mittelerde und Ausgangspunkt legendärer Abenteuer besuchen.

    Für die Dreharbeiten zu Der Herr der Ringe
    wurden 1999 lediglich die Fassaden, Schornsteine und Gärten des Dörfchens aus einfachen Materialien, wie Sperrholz/Styropor, angelegt und nach den Dreharbeiten größtenteils wieder abgerissen. Fans der Trilogie begannen in den darauffolgenden Jahren ungefragt bei der Alexander-Familie aufzutauchen und Touren über ihr Grundstück zu verlangen. Die belustigte Bauernfamilie machte das auch mit, obwohl ja nichts außer den schönen, aber leeren Hügeln zu sehen war.

    Zu den Dreharbeiten von Der Hobbit verlangte die Alexander-Familie eine dauerhaftere Bauweise der Filmkulisse – und so steht Hobbingen heute noch. Die meisten Höhlen, wie auch Bag End, sind zwar immer noch nur Fassaden, aber mit richtigen Materialien gebaut. Die Fenster und Türen haben kleine Räume dahinter, die das Hineinschauen und Herauskommen ermöglichen. Zwei Höhlen sind komplett ausgebaut und begehbar. Das ganze Set ist von ikonischen Orten aus den Filmen geprägt: der schmale Weg, über den Gandalf auf seiner mit Feuerwerk beladenen Karren das Dorf genau zur richtigen Zeit betritt, die Gärten, durch die Bilbo den Zwergen hinterherrennt, die zentrale Wiese für die Party zu Bilbos 111. Geburtstag, die Mühle am Wasser und natürlich das Green Dragon Inn als echter Pub und Restaurant.

    An diesem Tag war es leider etwas regnerisch, zum Glück gab es Regenschirme vor Ort. Die Guides der Tour waren wirklich unterhaltsam und gaben viele Hintergrundgeschichten zum Besten. Etwas am Ende der Gruppe, immer darauf bedacht Fotos ohne Menschen darauf zu machen – die gehören eigentlich nicht ins Auenland – war ich von der Kulisse einfach nur hingerissen. Es war nicht nur super detailverliebt aufgemacht, sondern auch lebendig. Überall gab es Kleinigkeiten zu entdecken – Wäsche auf den Leinen, Werkzeuge im Garten, Verkaufsstände vor den Häusern, Kinderspielzeug im Gebüsch, Kuchen und Blumen auf den Fensterbänken und dann sieht man einen Schornstein, aus dem Rauch aufsteigt, Kohlen unter einem Kessel, die noch glühen, flackernde Kerzen, Obst und Gemüse in den Gärten und noch so viel mehr. Das Einzige, was gefehlt hat, waren die Hobbits, dann hätte man direkt losfilmen können... mich hat es verzaubert. Das Innere der Hobbit-Höhlen hat alles übertroffen... Hobbit-Möbel, Dekorationen, Familienfotos und -Stammbäume, echtes Feuer im Kamin, volle Speisekammern, fließendes Wasser aus den Hähnen, dampfende Töpfe auf dem Herd.... aber seht selbst im Video.

    Das Bier im Green Dragon Inn war herrlich gut. Silas und ich hatten den besten Platz am Lagerfeuer bis das Banquet los ging. Alle hier aufgetischten Speisen waren hervorragend und luden zu mehrfachem Nachschlag ein, das ist bei Hobbits so üblich und wird gern gesehen.

    Zurück ging es mit Laternen durch die bei Nacht erleuchtete Kulisse. Fotos waren schwer zu machen und ich hatte schon viel zu viele gemacht... aber glaubt mir! Nun hatte man wirklich den Eindruck, in jeder der Höhlen lebt eine Familie Hobbits ihr friedliches Leben.
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  • Abreise Neuseeland

    22 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 24 °C

    Den letzten Tag mit dem Camper hat es wieder nur geregnet. Eigentlich wollten wir zum Hot Sands Beach fahren – das ist ein Thermalstrand und der Regen wäre egal gewesen. Leider war die einzige Straße von Süden aus gesperrt und es gab Unwetterwarnungen. In dieser Gegend hat sich am nächsten Morgen das Unglück des Erdrutsches auf einem Campingplatz ereignet… also vielleicht doch ganz gut, dass es für uns hier gar nicht weiter ging. Einmal mit der Idee eines heißen Bades infiziert, verschlug es uns stattdessen nördlich von Auckland in ein normales Thermalbad, was sich sehr gelohnt hat.

    Nachdem wir den Camper zurück gebracht hatten, ging es die letzten beiden Tage nochmal nach Auckland. Silas und ich sind ausgiebig durch die Stadt gelaufen, haben zwei neue Parks entdeckt und ein paar unserer Lieblingsorte nochmal besucht. Ich bin in das örtliche Büro meiner Firma gegangen. Hier gab es das Accenture-Logo im Māori-Stil zu sehen, nette Kollegen kennenzulernen und guten Kaffee.
    Dann waren wir noch im Weta Workshop Unleashed, das ist das Spezialeffekt-Studio, das für die Hobbit- und Herr-der-Ringe-Filme Masken, Kostüme, Modelle und vieles mehr gemacht hat. Die Tour war ganz nett, aber nicht ganz mein Fall. Es ging eher um ein eigens dafür ausgedachtes Universum mit zwei sich bekriegenden Völkern. Es gab einiges zum Anfassen und Ausprobieren, aber ich hatte mit mehr Artefakten aus Mittelerde gerechnet – das wäre in den Studios in Wellington gewesen, hab ich dann gelernt. Ein weiterer Punkt auf der langen Liste der vielen Gründe, eines Tages wiederzukommen.

    Neuseeland hat meine durchaus hohen Erwartungen noch übertroffen. Diese letzte große Landmasse wurde vom Menschen vor nicht viel mehr als 800 Jahren besiedelt, als die Māori ankamen. Teil der polynesischen Seefahrerkultur aus Jägern und Sammlern und Kriegern. Dann vor 250 Jahren die Engländer auf der Suche nach Lebensraum, Gold und anderen Ressourcen. Heute sehen Städte, Straßen und kleine Orte für mich nach einer Mischung aus England, den USA und so, wie ich mir Australien vorstelle, aus – mit einer Prise Wildem Westen und Skandinavien darin. Stürmische Küstenlandschaften mit Fischerdörfern, ewiges Farmland mit weiten Wiesen und einzelnen riesigen Bäumen. Milde Hügel- und raue Berglandschaften durchzogen von steinigen Flussbetten. Ein Land, das zum Erkunden, Erleben und Treibenlassen einlädt.

    Mit Silas ging das richtig gut! Dabei haben wir unseren Rhythmus gefunden. Alle Tage mit dem Camper haben relativ ähnlich begonnen und wurden jedes Mal aufs Neue anders, aufregend und abenteuerlich. Um 8 Uhr ging der Wecker, Zähneputzen, Bett machen, Zeug von der Sitzbank vorne aufs Bett hinten verladen. Ein großer Schluck Wasser und dann Abfahrt. Musik, Hörbücher, manchmal Radio und immer neue Landschaften. Ohne Ende bildhaft schöne Aussichtspunkte entlang der Strecken. Hier und da mal einen Anhalter mitnehmen oder sehr netten Einheimischen begegnen. Lange Wanderungen durch unwirkliche Landschaften voller seltsamer Pflanzen, in weiten offenen Flächen mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Pfade, Hügel und manchmal auch Treppen rauf und wieder runter durch verschiedenste Wälder, durch kleine Bäche zu immer neuen Wasserfällen. Jede Tag baden im Meer, Fluss oder See. Tagsüber Fish’nChips oder abends was kochen. Mehr epische Musik aus Mittelerde, Bierchen dazu und Sterne gucken oder Schutz im Camper suchen, während der Regen auf das Dach prasselt und starke Böhen das Auto zum Wackeln bringen. Wir haben sogut wie alles gesehen und gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und was das Wetter mit gemacht hat. Insgesamt sind wir über 5.500 grandiose Kilometer mit dem Camper unterwegs gewesen.

    Es hat mich richtig gefreut, mal wieder mit Silas zu reisen. Nach so langer Zeit weg von zu Hause mal wieder einen der besten Freunde sehen. In Südamerika war ich ja meistens alleine unterwegs gewesen – den Abschluss dieses Kapitels musste ich anfangs auch noch verarbeiten. Und nun ein so anderes, neues Land, wie ich es noch nie gesehen habe, mit Silas zu entdecken… immer in bestens gelaunter Gesellschaft zu sein, alle diese Eindrücke zu teilen und sich dazu auszutauschen, ganz viel lachen über unseren dummen Humor und immer die gleichen alten Sprüche.

    In den letzten Jahren haben Silas und ich schon viele Reisen zusammen unternommen und ich glaube, das sage ich jedes Mal, aber wir haben uns mit dieser Reise mal wieder selbst übertroffen. Mal gucken, wo es uns beide als Nächstes hin verschlägt.
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  • Roadtrip nach Cairns mit Axel

    25–28 gen, Australia ⋅ ☀️ 36 °C

    Das nächste Land mag für viele oben auf der Wunschliste stehen, und mit Sicherheit wäre ich auch eines Tages hierhergekommen, aber auf der Weltreise wollte ich mich eher auf günstigere Länder konzentrieren. Aber ich habe nunmal meine Freunde eingeladen, mich unterwegs zu besuchen, wo sie möchten. Zuerst hat das keinen interessiert, vielleicht weil es zu spontan in 2025 war, aber im Jahr 2026 kommen jetzt einer nach dem anderen und ich finde es toll!

    Australien mit Axel. Was ich mir darunter vorstellen soll, weiß ich noch gar nicht so richtig, auch weil mich Neuseeland noch immer in Bann hält und ich noch nicht an das nächste Land denken konnte. Australien selbst ist ja ziemlich berüchtigt und weit weg, doch Neuseeland nicht fern, ebenfalls modern und in mancher Hinsicht etwas ähnlich. Mit Axel zu zweit reisen? Das habe ich noch nie gemacht, aber wenn man sich unter guten Freunden etwas vornimmt, warum sollte es auch nicht gut werden?

    Weil ich eine Nacht vor Axel in Sydney ankam, verbrachte ich den Abend bei dem Cousin eines Freundes aus der Heimat – immer praktisch, wenn man Leute kennt.

    Am nächsten Morgen traf ich Axel am Flughafen, wo wir unseren netten kleinen Suzuki Swift Hybrid abholten. Mehrere tausend Kilometer Roadtrip erwarten uns in den kommenden drei Wochen – und die sollen richtig gut werden!

    Axel wollte nach den über 24 Stunden im Flieger unbedingt eine Runde Sport machen - in einem Studio der berühmten Kette GOLD’S GYM, ich war dabei! Anschließend kurz zum ALDI in vertrauter Umgebung einkaufen und erst mal ein paar Stunden in den Norden fahren.

    Am Strand bei Anna Bay genossen wir zum ersten Mal in diesem gemeinsamen Urlaub das noch erfrischend kühle, salzige Wasser und spazierten durch die dahinterliegende Dünenlandschaft.

    Die erste Nacht mit dem Auto fuhren wir durch, denn wir wollten so zügig wie möglich bis ans nördliche Ende unseres Roadtrips gelangen, um von dort aus langsam zurück nach Sydney zu fahren. Axel, der zuvor noch nie im Linksverkehr unterwegs war, stellte sich ziemlich gut darauf ein. Na klar, jeder landet mal kurz beim Abbiegen oder im Kreisverkehr auf der falschen Seite, ganz normal. Etwas länger dauert es, bis man auch wirklich den Blinker aktiviert, wenn man das will und nicht den Scheibenwischer. Als Beifahrer ist das besonders lustig anzusehen.

    Als es dunkel wurde, schlief ich etwas, um übernehmen zu können, doch nach einem Kaffee um zwei Uhr morgens war Axel weiter hochmotiviert und fuhr letztendlich die ganze Nacht durch. Wir unterhielten uns den Rest der Fahrt sehr viel und sehr gut, denn es gab vieles aufzuholen.

    Am Morgen des zweiten Tages kamen wir kurz nach Sonnenaufgang an einem Strand nahe der Sunshine Coast an. Unter einem Baum schliefen wir ein paar Stunden im Sand. Dann ging es noch zu einem anderen Strand und abends in ein Hostel in Hervey Bay. Hier sahen wir bei unserer Ankunft einen Fledermausschwarm... wow, wahrscheinlich habe ich in meinem ganzen Leben nicht so viele Fledermäuse gesehen, wie in diesen paar Minuten. Viele hundert, wenn nicht tausende Tiere müssen es gewesen sein, von denen die meisten wirklich große Exemplare waren und auch, wenn sie weit oben waren, konnte man die typische Siluette gut erkennen.

    Dass die Australier den Tag mit der Sonne früh beginnen und auch früh beenden, ist uns schon aufgefallen, doch heute war Australia Day. Trotzdem klappte man in diesem Örtchen die Bürgersteige um Punkt acht Uhr abends hoch. Keine Bar, kein Restaurant mehr – alles hatte geschlossen. Auf den allerletzten Drücker machte man uns in einer Fish’n’Chips-Bude noch eine Portion, dann gingen wir früh ins Bett.

    Am nächsten Tag weiter in den Norden. Ein paar Stunden am Rainbow Beach mit unserer neuen Plane im Schatten genossen wir, dann ging es in die dritte Nacht mit dem Auto, welche wir auch durch fuhren. Um etwa zwei Uhr übernahm ich, Axel hatte schon verunglückte Kängurus oder vermutlich Wallabies, die sind kleiner, am Straßenrand liegen sehen und warnte mich. Dann sah ich mein erstes wildes Wallaby – leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, denn das Tier wäre mir fast vors Auto gehopst. Ein ordentlicher schreck und zum Glück ist das noch mal gut gegangen.

    Die ersten drei Tage hatten es schon ordentlich in sich. Es waren letztendlich 2700 km, die wir direkt bis nach Cairns am Morgen des vierten Tages schafften. Nun soll der ruhige Teil des Urlaubs beginnen... oder auch nicht?
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  • Länger in Cairns als gedacht

    28 gennaio, Australia ⋅ 🌧 31 °C

    Cairns ist eine bekannte Stadt an der nördlichen Ostküste Australiens. Viele Reisende besuchen von hier per Schiff das Great Barrier Reef oder wandern in den umliegenden Nationalparks. Axel und ich hatten nur das Tauchen geplant und waren ziemlich überrascht davon, wie viel es dann noch auf dem Festland zu entdecken gab.

    Morgens suchten wir uns am Hafen eine Tauchschule und buchten uns für den nächsten Tag auf dem Boot ein. Axel, der keinen Tauchschein hat, wollte schnorcheln. Dann gingen wir ins Summer House Hostel, um hier für zwei Nächte zu bleiben. Ein tolles Hostel mit guten Anlagen, Pool und bequemen Betten. Über den ein oder anderen Pitcher Bier oder Cider hinweg machten wir schnell neue Freunde, die wir später auf unsere Touren mit dem Auto mitnehmen sollten.

    Mit einer Unterbrechungsnacht blieben wir letztendlich fünf Nächte hier – viel mehr als gedacht, doch es hat sich richtig gelohnt. Die Erlebnisse aus diesen Tagen folgen in den kommenden Posts.
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  • Tauchen am Great Barrier Reef

    29 gennaio, Australia ⋅ ☁️ 29 °C

    Wenn man als Taucher schon mal in Australien ist, muss man einen oder drei Tauchgänge im größten Riff der Welt machen. Gerne auch mehr, aber so wie fast alles ist auch dieser Spaß hier sehr, sehr teuer. Für den Preis bekommt man allerdings auch einiges geboten. Das Schiff, mit dem wir morgens um 8 Uhr vom Hafen in Cairns ausliefen, war dreistöckig und bot Platz für über 80 Passagiere – die meisten keine Taucher, sondern Schnorchler. Eigentlich ein bisschen zu viel für meinen Geschmack. Da wir das einzige Schiff an unserem Riff waren, verteilte man sich ganz gut. Die Crew und die Dive Master waren sehr gut, und das Mittagsbuffet würde ich jederzeit wieder nehmen.

    Axel, der keinen Tauchschein hat, freute sich aufs Schnorcheln – im flachen Wasser bis fünf Meter sind die Farben sowieso am besten. Und er hat tatsächlich auch etwas mehr gesehen als ich: mehrere Schildkröten (ich nur eine), mehrere Riff-Haie (ich nur einen) und sogar eine Riesenmuschel – ich leider gar keine.

    Trotzdem war es ein absolut magisches Erlebnis, mal wieder mit den Fischen zu schwimmen. Die Vielfalt war gigantisch und die Anzahl ganz gut bis sehr viel.

    Ich sah Sepien (echte Tintenfische/Kuttelfische), große Zackenbarsche, Schwarzflecken-Kugelfische, Trompetenfische, viele Thunfischvarianten in Schwärmen, Gartenaale, Seefächer, gestreifte Süßlippenfische, Napoleon-Lippfische, Kartoffelzackenbarsche, Rote Schnapper, Plattwürmer, Tarnzackenbarsche, Seesterne, Regenbogenläufer, Schwarze Anemonenfische, Muscheln, Nacktkiemer, Titan-Drückerfische, Bleistift-Doktorfische, Paddelschwanz-Schnapper und natürlich die üblichen verdächtigen aus Nemo: Clownfische, Paletten-Doktorfische und Halfterfische.

    Zum ersten mal habe ich Weihnachtsbaumwürmer gesehen. Diese wachsen aus Korallen heraus und ziehen sich augenblicklich bei einem leichten Wasserstrom oder fingerschnipsen zurück. Im Video davon hat sich auch ein recht großer Schwarzspitzen-Riffhai im Hintergrund vorbeigeschlichen, das habe ich erst in der Nachbearbeitung gesehen. Den anderen oder vielleicht auch gleichen Hai, den ich sah, habe ich in diesem Moment nicht schnell genug filmen können.

    Bei an die 15 Meter Sicht im 29 °C warmen Wasser (unten war es dankenswerterweise etwas erfrischender) gab es Felsformationen und Korallen ohne Ende zu bestaunen – aber seht selbst. Die Sicht kann hier um eines Besser sein, doch in den letzten Wochen gab es einige Stürme und viel Regen, das sorgt immer dafür, dass viele kleine Partikel im Wasser treiben und die Sicht mindern.

    Die Farben sind auf den Fotos und Videos einigermaßen akkurat – sie waren tatsächlich oft recht trüb und blau-gräulich. Das Absterben von Riffen, Massenbleichungen oder auch Korallenbleichungskrise genannt, ist ein globales Phänomen, dessen Ausmaße wir als Menschheit noch um einiges unterschätzen.

    Meine Tauchpartnerin Michelle aus Dänemark schoss ein kleines Video mit meiner Unterwasserkamera von mir. Ebenfalls in meiner Tauchgruppe an diesem Tag war Marc Payne – einer der vielleicht erfahrensten Taucher Australiens mit tausenden von Tauchgängen. Er wurde bekannt durch seine Arbeit mit Weißen Haien, arbeitet als Unterwasserfotograf und Filmemacher, moderierte die Fernsehsendung Shark Week (aus den USA) und war Dive Supervisor bei Shipwreck Hunters Australia. Aktuell arbeitet er an einer Art neuem Nemo-Film mit echten Fischen. Heute war er mit seiner Frau nur zum Spaß dabei und nachdem ich verstand, was für einen Menschen ich da vor mir hatte, konnte ich überhaupt nicht mehr aufhören, Fragen zu stellen … Wirklich spannende Dinge hat er Axel und mir berichtet und wir lauschten den Schilderungen seiner Faszination und Leidenschaft gespannt.
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  • Mason's Swimming Hole

    30 gennaio, Australia ⋅ ☁️ 28 °C

    Im Hostel in Cairns lernten Axel und ich Holly aus Großbritannien schon am ersten Abend kennen. Sie ist seit ein paar Monaten alleine in Australien unterwegs und hatte bis vor Kurzem noch Besuch von ein paar Freunden aus der Heimat. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und sie gab uns die Idee, von Cairns aus noch weiter in den Norden zu fahren, um den Daintree-Regenwald zu sehen. Holly hat das mit ihren Freunden gemacht, wäre aber auch nochmal dabei, meinte sie. Also nahmen wir sie spontan auf einen zweitägigen Ausflug mit.

    Entlang der Küste nördlich von Cairns gibt es den Great Barrier Reef Tourist Drive, eine 125 km lange Straße, die sich direkt entlang der Küste windet und in den Daintree-Regenwald führt.

    Beim Mason's Swimming Hole gingen wir im frischen blauen Wasser ausgiebig baden, bevor wir am Abend zu unserer Unterkunft im Örtchen Cape Tribulation fuhren. Im Nachbarresort aßen wir eine erstaunlich gute Pizza und machten dann eine Nachtwanderung zum Strand.

    Ein entspannter Tag zum Verarbeiten der Eindrücke und zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers, denn richtigen Dschungel hier zu finden hatte ich gar nicht erwartet.
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  • Daintree-Regenwald

    31 gennaio, Australia ⋅ ⛅ 29 °C

    Am zweiten Tag im Daintree-Regenwald verbrachten Axel, Holly und ich natürlich mehr Zeit in der Natur und am Strand.

    Zuerst gingen wir wieder zum Myall Beach, wo wir in der Nacht zuvor schon waren, nur dass man nun bei Tageslicht den Boardwalk durch den Mangrovenwald zum Strand richtig genießen und viel mehr von den verrückt wachsenden Bäumen und den Krabben im Schlamm sehen konnte.

    Die Ausmaße des natürlichen, wilden Strands konnte man in der Nacht nicht so richtig abschätzen, nun bot sich uns ein einladender Anblick, der allerdings etwas täuschte, denn hier gibt es Salzwasserkrokodile und man geht besser nicht ins Wasser. Wir liefen den Strand entlang bis zum Ende und kletterten über die Felsen bis zum Myall Lookout. Hier saßen wir eine Weile und dann, wie aus dem Nichts, gab es einen kurzen, aber heftigen Tumult im Wasser. Das Tier selbst konnten wir nicht sehen, doch es war mit Sicherheit sehr groß und wirbelte mit kräftigen Schlägen das Wasser knapp unter der Oberfläche nahe des Ufers auf - vielleicht beim Versuch einen Fisch zu fangen. Hier sind definitiv Krokodile im Wasser …

    Auf der anderen Seite der Landzunge gingen wir nochmals durch den Mangrovenwald zum Kulki Beach und saßen auch hier eine Weile. Anscheinend sind an diesem Strand Krokodile nicht so ein Thema wie Quallen, gegen deren Stiche am Eingang zum Strand Essig bereitstand. Dank der Drohnenaufnahme sieht man, wie sich der Regenwald vom Meeresufer aus bis in die Berge erstreckt.

    Auf dem Rückweg nach Cairns am Nachmittag hielten wir noch bei Mossman Gorge, einer breiten Stelle eines Flusses, um hier über den Skywalk durch die Baumkronen zu laufen und eine Runde schwimmen zu gehen.
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  • Wasserfälle zu viert

    1 febbraio, Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach dem Ausflug in den Daintree-Regenwald kehrten Axel und ich wieder ins Summer House Hostel in Cairns für zwei Nächte ein, denn hier in der Ungebung wollten wir einen Tagesausflug machen, um mehr Natur zu sehen – und es sollte sich richtig lohnen. Holly war natürlich wieder mit dabei und dank unserer Suzuki-Swift-Superkraft schloss sich Sarah, ebenfalls aus England, uns an.

    Zuerst ging es zu den Crystal Cascades, eine Runde baden, dann zu den Old Weir Falls, kombiniert mit einer kleinen Wanderung den Fluss hoch durch den Dschungel.

    Die hohen Barron Falls führten an diesem Tag recht wenig Wasser, waren aber trotzdem toll anzugucken.

    Die Fahrt zu den Davies Creek Falls führte die letzten Kilometer über eine Schotterpiste. Axel, der auf der Rückbank saß, nahm das Durchgeschütteltwerden entspannt. Holly daneben umso mehr, denn sie schlief mit dem Kopf auf Axels Schoß. Sarah war um ehrlich zu sein eine eher unentspanntere Beifahrerin, aber damit kann ich umgehen. Etwas verständlich, denn sie musste alles mitansehen und die unbefestigte Straße war teils schmal und daneben ging es steil den Berg hinunter. Oberhalb der Wasserfälle am Fluss machten wir ein Picknick und ich ließ meine Drohne zum ersten Mal an diesem Tag fliegen.

    Es war schon später Nachmittag und wir hatten nicht mehr lange Tageslicht, dennoch wollten wir auch die Emerald Creek Falls sehen und fuhren wieder auf die Hauptstraße etwas weiter in den Süden und dann wieder einige Kilometer über eine sehr wellige Schotterstraße. Hier sprangen zwei Wallabys vor uns über die Straße, vermutlich Mutter und Kind, denn das zweite war kaum größer als eine Katze. Bei etwa 25 km/h und viel Abstand eine risikofreie und tolle Begegnung - viel besser als auf dem Highway in der Nacht. Die Wasserfälle selber haben sich richtig gelohnt. Der Fluss fließt hier über große helle Granitfelsen, die er über die Zeit glatt geschliffen hat. Im Licht der untergehenden Sonne glitzerte die weiß-gelbe Struktur der Steine. Ein Sprung ins kühle Wasser und ein paar Drohnenflüge, dann ging es in der Dämmerung zurück. Auf dem Weg zur Hauptstraße kreuzte noch ein Wallaby die Straße vor uns.

    Ein wirklich schöner Tag mit ganz viel fantastischer Natur und Schwimmen in einer coolen Truppe zu viert.
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  • Richtung Süden

    2 febbraio, Australia ⋅ ☀️ 32 °C

    Eigentlich wollten Axel und ich ja nur nach Cairns, um das Great Barrier Reef zu sehen und dann zurück. Letztendlich waren wir fünf Nächte hier und sogar noch ein bisschen weiter nördlich im Daintree-Regenwald. Es war eine schöne Zeit mit neuen Freunden und voller neuer Eindrücke, vor allem für Axel, der den Dschungel noch nie gesehen hat und aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen ist. Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, solche Landschaften hier vorzufinden, und habe es genossen, wie sich Axel sichtlich an der wilden Natur erfreut hat. Nun muss es langsam wieder Richtung Süden gehen, doch ein paar coole Regenwald-Stopps haben wir noch vor uns.

    Nachdem wir das Hostel in Cairns verlassen hatten, fuhren wir entlang unserer Route einen kleinen Umweg, um den Cathedral Fig Tree zu sehen. Ein wirklich überwältigend riesiger Feigenbaum, der mit seinen vielen Luftwurzeln, die bis zum Boden gewachsen waren und neue Nebenstämme bildeten, und der riesigen Krone über dem Blätterdach der anderen Bäume schon sehr an den Großen Baum aus Avatar erinnert.

    Eine kurze Autofahrt weiter fanden wir spontan die Yungaburra Platypus Viewing Platform, einen sumpfigen Fluss, in dem es Schnabeltiere gibt, doch wir sahen bei unserem kurzen Aufenthalt hier leider keines. Man hätte eine Wanderung entlang des Flusses machen können, doch wir wollten an diesem Tag noch ein paar Kilometer weiter fahren.

    Bei dem wunderschönen Millaa Millaa Wasserfall gingen wir eine Runde schwimmen. Es war zunächst noch recht leer hier gewesen, doch sobald ich aus dem Wasser war, kam eine große Reisegruppe mit Bus an und es fing ordentlich an zu regnen – Axel hat ein tolles Zeitlupenvideo vom Wasserfall im Regen gemacht, das ich hier dazu packe. Auch ein paar kleine Wasserschildkröten sahen wir am Fluss neben der Liegewiese.

    Wir fuhren wieder ein paar Stunden bis zum Strand, nicht weit von unserer Unterkunft. Hier wollten wir eigentlich etwas grillen – leider hat der öffentliche Elektrogrill ausnahmsweise mal nicht funktioniert und so saßen wir am Strand, als sich die Dämmerung in tiefes Blau verwandelte. Dann erschien ein helles Licht am Horizont im Westen. Zuerst wussten wir nicht, was wir da sahen, doch dann wurde es uns klar. Es war ein Mondaufgang über dem Meer. Dazu war heute Vollmond. So etwas habe ich noch nie gesehen und obwohl der Tag mehrere dieser Momente brachte, war dieser hier mein liebster.

    Im Jackaroo Treehouse Rainforest Retreat kehrten wir ein und kochten unser Grillgut in der Gemeinschaftsküche, bevor wir nach diesem langen Tag zeitig ins Bett gingen.
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  • Mehr Wasserfälle und Dschungel

    3 febbraio, Australia ⋅ ⛅ 29 °C

    Auch dieser Tag auf unserem Weg Richtung Süden verlief in etwa wie viele der letzten. Ein bisschen Autofahren und ein paar super coole Stopps.

    Der erste war beim Cardwell Spa Pool. Schönes türkis-blau-milchiges Wasser mit ein paar Verwirbelungen, darunter auf etwa zwei Meter ein kreisrunder natürlicher Jacuzzi, in dem ich eine Weile lag und mit den Ohren unter Wasser dem Sprudeln des Wassers lauschte.

    Kurz dahinter machten wir eine kleine Wanderung zu den Attie Creek Falls, die nicht so groß waren, aber flussabwärts über die einzelnen Becken zwischen den Wasserfällen eine coole Aussicht ins Tal boten.

    Dann fuhren wir zu den Wallaman Falls, welche der mit Abstand größte Wasserfall in diesem Urlaub waren. Beeindruckende 270 Meter stürzt das Wasser des Stony Creek hier in die Tiefe. Eine gute Gelegenheit, die Perspektive mit einem Drohnenflug auf das nächste Level zu heben.

    Abends fuhren wir in ein Hostel in Airlie Beach. Das Hostel war nichts Besonderes und auch der Ort war zwar ganz nett, aber sehr touristisch und hat uns nicht so überzeugt, wie es sein Ruf vermuten lässt. Ohnehin kamen wir spät an und wollten am nächsten Morgen früh weiter, daher war uns das relativ egal.
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  • Kängurus im Outback

    4 febbraio, Australia ⋅ ☁️ 31 °C

    Das Outback ist das große abgelegene Inland von Australien. Größtenteils Wüste, Halbwüste und Savanne. Abseits der Städte bedeckt es etwa 70 % des Landes. Axel und ich wollten wenigstens ein bisschen davon sehen, denn eine Fahrt bis zum Ayers Rock oder gar bis zur Westküste wäre einfach zu viel für unsere Zeit hier gewesen. Im Thriftstore bei Hervey Bay etwa eine Woche zuvor hatten wir eine tolle Unterhaltung mit einer ausgewanderten Deutschen, die uns Emerald als kleinen Ausflug in das Inland nahe der Ostküste empfahl – als Mini-Outback-Erfahrung.

    Hier gibt es den Fairbairn-Staudamm und den dazugehörigen Lake Maraboon. Wir hatten vor, hier die Nacht im Auto zu verbringen und am nächsten Morgen wieder an die Küste und weiter in Richtung Brisbane zu fahren.

    Die Fahrt über den Tag war recht lang, aber Landschaftlich genau wie wir erwartet hatten, als der Dschungel langsam der Steppe wich. Einmal in Emerald angekommen, füllten wir den Tank und unsere Vorräte wieder auf, dann ging es zum Staudamm. Hier wurden wir mit der Sichtung mehrerer grauer Riesenkängurus belohnt - ein absolutes Highlight der gesamten Australien-Reise.

    Von der Straße auf dem Damm aus hatten wir eine gute Sicht in die Ebene dahinter, wo sich etwa 15 Tiere aufhielten. Es ist immer richtig toll, egal welche Tiere in freier Wildbahn zu finden – und Kängurus wirken einfach nur anders komisch, wenn man sie beobachtet. Sie sind wie eine seltsame Mischung aus Reh, Hund und Hase: friedlich grasend mit einer lang gezogenen Schnauze und einem Gesicht auf dem man alle Emotionen ablesen kann. Dazu kommen die sich ständig drehenden Ohren, das schreckhafte Verhalten und vor allem diese absolut putzige Art, sich fortzubewegen. Aus der Ferne haben wir eine ganze Weile zugeschaut, wie sie teils grasend da standen oder hockten und sich kurze Strecken hüpfend fortbewegten. Das war viel besser, als wenn sie einem in der Dämmerung oder Nacht plötzlich vor das Auto springen und man Angst um die eigene Gesundheit, die der Tiere oder die Stoßstange des mitlerweile lieb gewonnen Susuki Swift haben muss.

    Mit der Drohne bin ich recht nah dran geflogen, ohne die Tiere aufzuscheuchen, auch wenn sie sich teils verwirrt umgeschaut haben, um zu sehen, woher die komischen Geräusche kommen.

    Bis zum Sonnenuntergang waren wir dann am Picknickplatz des Maraboon Lake. In der Nacht wollten wir Sterne gucken, doch es war bewölkt und die Mücken machten das Entspannen außerhalb des Autos unmöglich. Im Auto war es einfach zu warm und so entschieden wir uns spontan, die Nacht mal wieder durchzufahren – so würden wir am nächsten Tag auch mehr Zeit am Strand verbringen können.
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  • Wieder am Strand

    5 febbraio, Australia ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Nacht fuhren wir durch, bis wir morgens wieder an die Küste gelangten. Im Noosa National Park gingen wir an den Granite Bay Beach, wo wir den Surfern zusahen, ein bisschen badeten und mit kleinen und großen Steinen am Strand ein spontanes Krafttraining machten.

    Am Nachmittag ging es nach Caloundra ins Cali Backpackers Hostel. Am Bulcock Beach gönnten wir uns zwei Flaschen Weißwein zu guter elektronischer Musik aus der Box. Holly hatte eine Playlist mit unseren und ihren Songs zusammengestellt, die wir uns gegenseitig gezeigt haben. Die Mischung ist zu unserem Urlaubssoundtrack geworden und wir bekamen gar nicht genug davon.

    Im matschigen Schlamm der Ebbe entdeckten wir blaue Soldatenkrabben, ein kurioser Anblick – die knallige Farbe und dann die Art und Weise, wie sie sich in den Schlamm einbuddeln, wenn man ihnen zu nahe kommt.

    Am nächsten Tag ging es weiter nach Brisbane und weil wir im Hostel sowieso erst nachmittags einchecken konnten, suchten wir uns morgens auf dem Weg dorthin spontan einen schönen Strand, an dem wir eine Weile schnorchelten, schwammen und schöne Muscheln im Sand fanden.
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  • Brisbane

    6 febbraio, Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Brisbane als große Stadt an der Ostküste Australiens wollten Axel und ich uns auch zwei Tage angucken. Wir hatten ein schönes Hostel mit Dachterrasse und Aussicht auf die Innenstadt. Am ersten Abend sind wir ausgegangen und fanden in einem Irish Pub spannende Leute für ziemlich angeschwippste Gespräche, bis der Laden zumachte. Wir liefen noch etwas durch die Innenstadt, doch es ging nicht wirklich weiter, da um drei Uhr nachts nirgendwo mehr Alkohol ausgeschenkt wird – außer im Casino, und da hatten wir keine Lust drauf.

    Am zweiten Tag fuhren wir mit einem Schiff zu einer vorgelagerten Insel – hierzu mache ich einen separaten Post.

    Am Sonntag sollten wir Holly erneut treffen, die sich uns noch einmal für ein paar Tage bis Sydney anschließen wollte. Sie war in Cairns geblieben, um ihren Tauchschein zu machen, und holte uns nun mit einem Inlandsflug ein. Bevor wir sie mittags am Flughafen von Brisbane einsammelten, hatten wir noch etwas Zeit, durch das schön angelegte Parkgelände der South Bank des Brisbane River und einen Teil der Innenstadt zu schlendern, die wir bis hierher ja nur nachts gesehen hatten. Außerdem waren wir auf ein Picknick noch im Botanischen Garten des Mount Coot-tha und an dessen Aussichtspunkt. Spannende Vögel, Echsen, Spinnen und Schmetterlinge sahen wir hier zusätzlich zur tollen Aussicht aus dem Grünen auf die Hochhäuser der Stadt.
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  • Moreton Island

    7 febbraio, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Insel Moreton ist eine der beiden größeren Inseln vor Brisbane und aufgrund ihrer Natur mit schönen Stränden, Campingplätzen und den Schiffswracks vor dem Strand ein beliebtes Ziel für Tages- oder Wochenendausflüge. Um auf der Insel mit dem Auto unterwegs zu sein, braucht man Allradantrieb, denn es gibt zwischen den kleinen Urlaubsorten keine Straßen und man kann nur bei Ebbe außen herum von Strand zu Strand über den Sand fahren. Axel und ich entschieden uns, mit der Fähre morgens hin- und nachmittags zurückzufahren.

    Wir waren etwas knapp dran und schafften es gerade noch so, auf die Fähre zu huschen – allerdings ohne vorher ein Ticket zu kaufen, was in der Hektik auch keiner Kontrollierte. Wenn man so wirkt, als würde man irgendwo hin gehören, wird das oft von anderen auch so gesehen und nicht hinterfragt. Auf dem Rückweg fiel unser kleiner Schwindel auf und zum Glück durften wir noch ein Ticket nachkaufen, ohne ernsthaften Stress zu bekommen, was wir vielleicht verdient hätten.

    Auf der Insel selbst blieben wir den ganzen Tag am gleichen Strand, von wo die Fähre anlegte, und nüchterten die Vornacht langsam im Schatten eines Baumes aus. Das Wasser war erfrischend bis angenhem warm und eine willkommene Abkühlung.

    Die hier im flachen Wasser liegenden die 15 Tangalooma-Wracks, welche ab 1963 absichtlich als Wellenbrecher zum Schutz von kleinen Booten versenkt wurden. Heute sind sie zu großen Teilen weggerostet, korallenüberwachsen und zu einem künstlichen Riff mit vielen vielen bunten Fischen geworden. Leider hatte ich meine Unterwasserkamera nicht dabei und kann euch daher keine Fotos hier zeigen – das Schnorcheln hier hat sich richtig gelohnt, das müsst ihr mir nun einfach glauben.

    Abends haben wir das Hostel nur für einen kleinen Snack verlassen und obwohl andere Gäste Musikboxen und ein Mischpult aufgebaut hatten und recht gute Töne kombinierten, war uns nicht mehr nach Party für diese Nacht. Ich arbeitete an meinem Blog – heute am letzten Post zu Neuseeland – irgendwie hänge ich mehr hinterher als sonst, seitdem ich mit Freunden unterwegs bin, weil ich schneller reise, als alleine, und wir sooo viel erleben. Dann ging es zeitig ins Bett. Axel und ich freuten uns darauf, Holly am nächsten Tag wiederzusehen.
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  • Gold Coast

    8 febbraio, Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Die nächste Stadt südlich von Brisbane, die wir uns angucken wollten, hat den für eine Stadt irgendwie ungewöhnlichen Namen Gold Coast. Von dieser Art Städtenamen gibt es hier einige, wo man erst einmal wissen muss, dass damit die Stadt selbst gemeint ist. Hostels sind in Australien generell ziemlich teuer und gleichzeitig leider oft echt schlecht – zu einfache Betten ohne eigene Lampe oder Steckdose. Klimaanlage gibt es nur manchmal, dafür aber einen kleinen Ventilator in einem 10-Bettzimmer. Nun, da Axel und ich nicht mehr zu zweit, sondern mit Holly zu dritt unterwegs sind, können wir uns für den Preis von drei Betten im Dorm auch eine Ferienwohnung gönnen. Das taten wir im Stadtteil Surfers Paradise in zweiter Reihe hinter dem Strand der Stadt auch.

    Die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen wir im warmen Salzwasser und saßen dann noch eine Weile im Sand. Dazu ein günstiger Wein aus dem Tetrapak. Anschließend kauften wir ein paar Lebensmittel ein und Holly, die für uns kochen wollte, zauberte ihre Variante von „Spaghetti Carbonara“. Ein simples Gericht, für das man etwas Übung braucht, wie ich finde. Als Zutaten wie Hühnerbrühe, Sahne und Tomatenmark ins Spiel kamen, wusste ich, dass es keine Carbonara wird - sehr lecker war es trotzdem.

    Am nächsten Morgen standen wir früh auf, denn wir wollten uns den Sonnenaufgang am Strand angucken. Es war schön, allerdings schwebten ein paar Wolken am Horizont und statt Fotos zu machen gingen wir ins Wasser. Kurz darauf ließ ich meine Drone fliegen, um das goldene Glitzern der Morgensonne auf dem Panorama der Hochhäuser am Strand einzufangen, und ich war selber überrascht von diesem schönen Anblick.
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  • Byron Bay

    9 febbraio, Australia ⋅ ☁️ 27 °C

    Von der Gold Coast ging es zunächst zum Springbrook National Park, der für eine hier so genannte Natural Bridge bekannt ist. Es handelt sich um eine natürliche Felsbrücke oder eher einen Bogen, welcher durch Erosion eines kleinen Flusses in einer Basalt-Höhle entstanden ist. Hier führt ein kurzer Rundweg etwa einen Kilometer durch dichten, uralten Regenwald vorbei an spannendem Grün zu diesem Highlight. Tagsüber sieht man den kleinen Wasserfall, der durch die Öffnung im Felsbogen direkt in die Höhle darunter stürzt. In der Höhle leben kleine Fledermäuse die auch Tagsüber hier aktiev sind. Besonders bekannt ist die Höhle aber nachts wegen der Glow-Worms: Tausende leuchtende Fliegenlarven, die ich aus Neuseeland kenne.

    Bis zur Dunkelheit wollten wir ohnehin nicht bleiben, denn unser Tagesziel war Byron Bay, ein für Reisende bekanntes Örtchen, unter anderem wegen des schönen Strandes. Holly suchte uns ein tolles Hostel. Von der Rückbank betreibt sie generell sehr proaktiv Internetrecherche und hat immer gute Vorschläge parat, sei es zu interessanten Orten auf dem Weg oder der nächsten Unterkunft.

    Heute war es die Arts Factory by Nomads, ein richtiges Hippi-Hostel voller cooler Leute. Tagsüber saß immer irgendwo einer mit einer Gitarre und abends entstand sogar eine spontane Band mit verschiedenen Instrumenten und tollen Stimmen. Mein Schlafsal war ein Tipi, recht warm, aber trotzdem komfortabel.

    Nachmittags trieb es uns zum breiten Sandstrand direkt beim Ort. Der Sand hier ist so fein, dass er ganz witzige, quietschende Geräusche macht, wenn man darüber geht. Auf dem Weg zurück sahen wir wieder einen riesigen Schwarm großer Fledermäuse.

    Neben dem Hostel gab es eine Bar, in der heute gute elektronische Klänge aufgelegt wurden. Mir war zunächst nicht danach, doch die Musik zog uns auf ein Bierchen herein. Ein bisschen Spaß beim Tanzen hatten wir, viel länger wollten die anderen beiden auch nicht bleiben.

    Am nächsten Morgen fuhren wir zunächst einen Second-Hand-Store an und dann noch zwei weitere Läden, um uns einfache Campingausrüstung zu holen, denn Holly war schon mal in den Blue Mountains bei Sydney und überzeugte uns mit ihren Schilderungen der Natur und einem wunderschönen Gratis-Campingplatz. Billige Zelte, Luftmatratzen, Kochbesteck und etwas Feuerholz sollte uns für drei Nächte ausreichen.

    Tagsüber waren wir noch am Turners Beach bei Yamba. Zuerst ein kleiner Spaziergang auf dem Wellenbrecher, dann brachen wir selber ein paar Wellen mit den mini Styropor-Surfbrettern, welche wir in der lokalen Strandbibliothek fanden – ein geniales Konzept, wie ich finde, aber seht selbst auf dem Foto.

    Abends ging es in eine Nachtfahrt, denn wir wollten ein bisschen Strecke machen, nicht so viel tagsüber fahren und dafür etwas mehr Zeit zum Campen haben. Axel war hochmotiviert und fuhr mal wieder ziemlich lange, bis er mir um halb drei das Lenkrad überließ.
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  • Blue Mountain Camping

    11–14 feb, Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Die Blue Mountains sind ein Sandstein-Plateau und Gebirge, etwa 100 km westlich von Sydney. Das Besondere an diesem Gebirge, es steigt nicht aus einer Ebene auf, sondern gräbt sich von einem Plateau zu vielen Richtungen in die Tiefe – ähnlich wie bei einem Canyon. Aus den hier wachsenden Eukalyptus-Wäldern verdunsten Eukalyptusöle in die Luft, welche der Region ihren typisch blauen, leicht nebligen Schimmer und Namen verleihen.

    Die Nachtfahrt beendeten wir etwas eine halbe Stunde vor dem zentralen Örtchen Katoomba, weil die Geschäfte noch nicht geöffnet hatten und wir noch einkaufen wollten. Holly und Axel schliefen ein paar Stündchen im Auto, ich auf einer Picknickbank in der Nähe. Als wir aufwachten, sahen wir, dass wir von Kakadus belagert waren, die ziemlich aufdringlich Essbares von uns verlangten – in der Vergangenheit war diese Strategie offensichtlich erfolgreich gewesen. Putzige Papageien, die durch ausdrucksreiche Körpersprache und witzige Schnabel- und Fußgesten ganz schön clever rüberkommen.

    Um 8 Uhr morgens deckten wir uns beim ALDI mit Vorräten ein, dann fuhren wir zum Old Ford Reserve Campingplatz. Dieser ist einer von mehreren kostenlosen Campingplätzen in der Region. Holly war hier schon gewesen, diesmal allerdings besser ausgerüstet und vorbereitet. Es gibt lediglich eine Toilette – mit Papier dankenswerterweise, dafür kein fließendes Wasser oder Strom. Weil wir früh da waren, hatten wir eine gute Auswahl an Campingplätzen mit Feuerstelle und Picknicktisch im Schatten der großen Eukalyptusbäume. Wir entschieden uns für einen direkt neben dem Megalong Creek, der an einer Seite den Campingplatz eingrenzt.

    Richtig schön entspannend waren die drei Tage und Nächte, die wir hier verbrachten. Im flachen Bach konnte man sich jederzeit herrlich erfrischend abkühlen, wir lagen in der Sonne, im Schatten unter unserer Plane, die wir zwischen den Bäumen und über den Zelten aufspannten, oder in meiner Hängematte. Einfach den Geräuschen des Waldes lauschend oder Musik hörend entschleunigten wir uns von den vielen, vielen Kilometern des Road Trips. Wir hatten uns schon auf das Sternegucken gefreut, das ging gut, allerdings nur in der ersten, klarsten der drei Nächte.

    Über der Glut des Lagerfeuers kochten wir Wasser für Kaffee oder Nudeln auf. Am zweiten Tag fuhren wir kurz zurück in den Ort, um Grillgut zu besorgen und den Echo Point Lookout bei der Felsformation der Three Sisters, eine der bekannten Sehenswürdigkeiten hier, zu sehen.

    Den zweiten Tag verbrachten wir einfach nur am Campingplatz. Als ich so in der Hängematte lag landete ein herabfallendes Eukalyptusblatt direkt auf meinem bauch. Ich rupfte es in kleine Stücke und roch daean. Der Geruch war zunächst so intensiev, dass ich kurz zusammenzuckte - reiner, natürlicher Eukalyptus, ganz ohne die chemische Beinoten, wie man sie zum Beispiel von Süßigkeiten kennt. In der letzten Nacht hörten wir ein Rascheln hinter uns ins der Dunkelheit. Es war einen Gewöhnlichen Ringbeutler, der auf einen Baum kletterte. Mit der Taschenlampe erhaschten wir einen kurzen Blick auf das niedliche Tier, bevor es höher in den Baum kletterte. Etwas später hörten wir einen dumpfen Aufschlag auf dem Boden, als das Tier wieder vom Baum herab sprang und zurück in den Wald verschwand.

    Am Abreisetag hielten wir auf dem Weg nach Sydney bei den Wentworth Falls. Das ist ein dreistufiger Wasserfall mit einer Gesamthöhe von etwa 180 Metern. Der Bushwalk führt zunächst vom Plateau in die Schlucht hinab. An einer flachen Stelle durchquert man den Wasserfall und geht dann durch natürliche oder teils in den Fels geschlagene Wege entlang. Innerhalb der Felsen geht man ein Stück weiter, bis sich beim Fletchers Lookout der Blick auf einen Teil des Wasserfalls eröffnet, an dem er 100 Meter tief hinabstürzt. Der Panoramablick in das Jamison Valley bis hin zum Mount Solitary erinnert an die fliegenden Berge aus Avatar, da der blaue Nebel der Berge und die Gischt des Wassers die Sicht auf die gegenüberliegenden Berge, oft mit großen Felsüberhängen, mal mehr, mal weniger ermöglichen. Einfach nur beeindruckend!
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  • Sydney und Abreise Australien

    14–17 feb, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Den Leihwagen hatten wir am Vortag spontan um eine Nacht verlängert, damit wir eine entspanntere Abreise aus den Blue Mountains haben und unser Gepäck direkt zum Airbnb in Sydney fahren könnten, wo wir die letzten drei Nächte in Australien verbrachten. Das im Auto über die Zeit ziemlich auseinandergepflückte, unsortierte Gepäck, die restlichen Lebensmittel und vor allem die leicht nassen Zelte – am Morgen der Abreise hatte es leicht geregnet – in der Bahn transportieren zu müssen, wäre ziemlich unentspannt gewesen.

    Das schicke Airbnb, von Holly gefunden, war nicht weit vom Flughafen und auch günstig gelegen, um nicht allzu lange in die Innenstadt zu fahren. Es hatte eine offene Küche mit Wohnbereich, zwei Schlafzimmer und einen großen Balkon. Sehr modern, aber irgendwie etwas lieblos. Egal, die gute Energie brachten wir mit.

    Von Anfang an war es der Plan gewesen, an diesem Samstag in Sydney auszugehen und ein bisschen Party zu machen. Holly hatte schon ein gutes Event gefunden und war dabei, online Tickets zu kaufen. Vom Camping war ich zunächst dermaßen entschleunigt, dass mir irgendwie nicht so danach war. Der leckere große Nudelteller, den Holly servierte, half da auch nicht wirklich und brachte mich eher dem Bett näher als der Tanzfläche. Letztendlich wollte ich die Chance aber auch nicht auslassen und entschied mich im letzten Moment doch dazu, ein Ticket mit zu kaufen. Eine Dusche und ein bis drei Gläser Wein später ging es los. Es war eine Art underground Rave der Church of Techno – selbstverständlich habe ich dort keine Fotos oder Videos gemacht, es war aber verdammt gut. Die Tickets waren nicht so günstig, dafür durfte, beziehungsweise musste man sich Getränke selber mitbringen, denn es gab keine Bar. Beim dritten DJ des Abends war ich richtig in Fahrt, da fiel Axel und mir auf, dass Holly vielleicht ein bisschen zu viel Wein hatte, und gegen halb 4 machten wir uns auf den Rückweg. Irgendwie fand ich die Ironie hier lustig – Holly war von Anfang an hoch motiviert gewesen und stieg dafür abee sozusagen als erste an diesem Abend aus. Ich musste ein bisschen überzeugt werden und wäre dann doch gerne länger geblieben... na ja, so ist das manchmal.

    Sonntag schliefen wir entsprechend lange, na ja zumindest bis Axel und ich kurz den Leihwagen zurückbrachten und uns danach noch mal ins Bett fallen ließen. Da wir gar nicht so viel in der Stadt vorhatten, wurde direkt der ganze Tag zum Gammeln abgeschrieben, wir bestellten Pizza und gingen nicht mehr raus.

    Montag war dann das Zentrum von Sydney dran. Ich brach etwas früher auf und besuchte das örtliche Accenture-Büro. Ein sehr modernes, schönes Holzhochhaus, wo ich mich hauptsächlich nahe der minimalistischen Kaffeemaschine, die hervorragende Kaffeespezialitäten zaubern konnte, aufhielt.

    Die anderen beiden traf ich beim Opernhaus, und wir fuhren mit der Fähre auf die andere Seite der Bucht nach Manly Beach, auch um vom Wasser aus eine gute Sicht auf die Innenstadt zu bekommen. An der Strandpromenade saßen wir eine Weile in der Sonne, bis wir Joe kennenlernten und uns ziemlich gut mit ihm unterhielten.

    Später saßen wir noch im Royal Botanic Garden und schauten uns die St Mary's Cathedral an, dann war der Tag schon wieder rum und wir fuhren zurück, packten und gingen nicht all zu spät ins Bett, da Axel schon in der Nacht zum Flughafen aufbrechen musste. Mein Flieger ging etwas später, sodass ich noch entspannt mit Holly frühstücken konnte und wir zusammen zum Flughafen aufbrachen. Nachdem auch dieser Abschied gemeistert war, endete meine Zeit in Australien.

    Es waren schnelle und aufregende 3,5 Wochen voller neuer und unerwarteter Eindrücke entlang der Ostküste. Australien ist ein riesiges Land, das zum Entdecken einlädt, und ich komme bestimmt eines Tages wieder, um mehr davon zu sehen. Die Leute sind nett und hier und da ein bisschen verrückt drauf. Es gibt unzählige wunderschöne Strände. Wir sahen Unterwasserwelten, wie man es vielleicht erwartet, die aber dennoch überwältigen. Wir fanden Regenwald, schöne Flüsse und jede Menge Wasserfälle, wie ich es überhaupt nicht erwartet habe. Einzigartige Tier- und Pflanzenwelten, die es nur hier zu finden gibt. Wir haben wirklich alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, und noch so vieles mehr. Über 7.300 km ist dieser Road Trip lang geworden, und ich konnte jeden einzelnen davon genießen. Ob beim leichten Wegdösen, tief schlafend, als Beifahrer vielleicht mal mit einem Bierchen in der Hand oder als Fahrer, der Axel den Linksverkehr erklärt, Musik hörend, mitsingend und besonders viel mit Axel unterhaltend. Dieser hat mich am aller meisten überrascht. Noch nie hat er so einen großen Urlaub in ein weit entferntes Land gemacht, und ich wusste vorher ja auch nicht so richtig, was ich zu erwarten habe, doch er hat meinen Optimismus noch übertroffen. Offen und neugierig, abenteuerlustig, witzig, dumm verspielt, gut gelaunt und lebensfroh. Mehr hätte ich mir nicht wünschen können, besser hätte es nicht laufen können, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sieht er auch so.
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  • Kleine Schreibpause und neue Pläne

    24 marzo, Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Die Abreise von Australien ist nun mittlerweile etwas über einen Monat her und natürlich geht die Reise weiter, doch zum Posten komme ich nicht so richtig.

    In Kürze: Ich hatte eine unfassbar gute Zeit mit meinem Bruder auf den Philippinen, wo wir tauchen waren, mehrere Inseln besucht, eine mehrtägige traumhaft schöne Bootstour gemacht und am Ende noch Manila besucht haben.

    Dann ging es direkt in schnellem Tempo weiter, auch wenn ich mental langsam mal eine kleine Pause zum Verschnaufen und Verdauen gebrauchen könnte, doch die Pläne stehen schon. Mit meinem Vater bin ich nun seit 1,5 Wochen in Vietnam unterwegs und wir haben ebenfalls eine richtig tolle Zeit. Ein wahnsinnig anderes Land als alles, was ich bisher gesehen habe – sehr überraschend im positiven Sinne. Wunderschöne Landschaften und Natur, eine faszinierende Kultur und Geschichte, das Essen, vor allem das richtig günstige auf der Straße, neue Früchte und die Freundlichkeit der Menschen – sehr sehr erlebenswert.

    Nun komme ich aufgrund der vielen schnellen Eindrücke in so kurzer Zeit leider nicht wirklich dazu, diesen Reiseblog aktuell zu halten. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich möchte und werde all die tollen Geschichten hier noch erzählen – ausführlich und mit Fotos und Videos, so wie ihr das bisher kennt. Dafür werde ich nach Vietnam Zeit haben, denn dann reise ich erstmal nicht so schnell weiter, sondern bleibe etwas länger an einem Ort.

    Ursprünglich wollte ich im Anschluss eigentlich nach Japan … auch wieder mit Freunden und dann weiter in Zentralasien. Es war echt eine schwierige Entscheidung, doch ich habe es vom Plan gestrichen.

    Stattdessen reise ich nach Thailand auf die Insel Ko Tao, wo ich vor sechs Jahren schon einmal war. Dort werde ich voraussichtlich die letzten etwa drei Monate meiner Weltreise verbringen, ganz viel tauchen und mich zum professionellen Taucher ausbilden lassen. Das ist ein neuer Traum, der sich seit den Philippinen bei mir entwickelt hat – mehr Details folgen, wenn es so weit ist.

    In dieser Zeit nehme ich mir vor, den Blog für die Philippinen und Vietnam nachzuholen. Bestimmt kommt auch der ein oder andere Post zum Tauchen in Thailand dazu. Ab etwa der zweiten April-Woche dürft ihr euch also auf neue Beiträge freuen!

    P. S.: Wer Lust hat, Vietnam schon mitzuverfolgen – mein Vater hat FindPenguins auch für sich entdeckt und postet schon fleißig: https://findpenguins.com/061bxswqo5d2w/trip/69b…
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    Fine del viaggio
    31 luglio 2026