Peru
Yavari

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Top 10 Travel Destinations Yavari
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Travelers at this place
    • Day32

      Bom dia Letícia!

      June 7 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

      Gut ausgeschlafen begebe mich ohne große Erwartungen in den Frühstücksraum. Dort empfängt mich eine freundliche Dame, erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden und erklärt mit Leidenschaft, was ich so alles erwarten kann. Ich entscheide mich für ein Omelett mit Tomate und Toastbrot, zu lange Zeit gab's nur diese geschmackslosen Milchbrötchen.
      Im Ort ziehe ich weitere Erkundungen bezüglich einer Amazonas-Flußfahrt ein. Resultat: In Leticia ist eine Einschiffung nicht möglich, ich muss in den PUERTO VOYOGER. Klingt interessant, liegt aber wieder auf der brasilianischen Seite.
      Tuck Tucks sind überall auf Kundenfang, also ab in den Hafen.
      Das Büro ist geöffnet und eine einzige Angestellte erklärt mir die Möglichkeiten:
      Dienstags für 5 Tage, und Mittwochs für 3 Tage nach MANAUS. Kabinen sind ausverkauft, Platz für Waren jeglicher Art ist fast unbegrenzt vorhanden (ich hätte ein Container mitnehmen können), ansonsten ist noch Platz für Hängematten. Pro Person mit Vollverpflegung für sage und schreibe gerade mal 240 R$.
      Jetzt komm'st: Abfahrt in 1,5 Stunden!
      Aber wo liegt der Dampfer meiner Träume? Nicht im PUERTO VOYOGER, sondern außerhalb des Geländes, landeinwärts über eine Brücke zum Eingangsportal, ca. 3 km. Der Blutdruck steigt, wie auch die Außentemperatur.
      Auf halber Strecke hält ein MOTO-TAXI, unbehelmt nähere ich mich meinem Ziel?
      Reges Treiben auf einmal, ich bin wohl richtig?
      Ich habe Zeitdruck, also schnell einen Rundumblick, und tatsächlich kann ich einen vermutlich Deutschen ausmachen. Seine Frau aus Venezuela wird meine Beraterin und wir können in Erfahrung bringen, dass wir erstens eine Stunde durch Zeitverschiebung gewonnen haben und noch Platz für mich vorhanden ist.
      Ich möchte in diesem 3-Ländereck nicht eine ganze Woche warten, also muss es HEUTE sein. Restzeit immer noch 1 Stunde! Der Blutdruck, ihr wisst schon....
      Ich muss außerdem 1 Teller, 1 Gabel und 1 Tasse mitbringen. Und Bargeld, mit Plastik geht hier 1 Woche garnichts.
      Wo ist das nächste Taxi??
      Eine Moped erklärt sich bereit, mich zu begleiten.
      Wieder über die Grenze zum Hotel: Auschecken mit Karte muss nach mehrfachen Versuch abgebrochen werden, ich muss meine letzten R$ opfern. Blutdruck!
      Zum Glück kann im 3-Ländereck überall mit R$ gezahlt werden.
      Jetzt nur noch zur Bank, und in eine Hartwarenabteilung.
      Eine Bank ist gleich gegenüber des Hotels. Und welch ein Wunder, der Automat funktioniert.
      Teller- und Gabelbeschaffung ist schwieriger. Ich entscheide mich für 2 Plastikmaßbecher á 500 ml, und einen Löffel... Blut...
      Die Stoßdämpfer des MOTO-TAXIS ächzen unter der Last, aber wir erreichen ohne Unfall das Terminal und der Dampfer ist auch noch vor Ort! Die gesamte Fahrt, inklusive Wartezeit für 30 R$, ich bin zufrieden und wieder etwas ruhiger.
      Die Fahrt ist schnell bezahlt, ich runde großzügig auf 250 auf. Als Dankeschön werde ich direkt zur Immigrationbehörde vorgeführt, kann mir eine lange Schlange in der Mittagssonne ersparen.
      Der junge Grenzbeamte kann nicht glauben, daß ich außer meinen Paß keine weiteren Papiere habe. Begutachtet lange jeden brasilianischen Stempel, fotografiert alle Seiten und mein Konterfei. Lächelt freundlich und lässt mich passieren. Meine sportlich trainierte Pumpe stellt wieder Richtung Normaldruck.
      Nun ist noch Zeit meine freundliche Helferin näher kennenzulernen, dazu später mehr.
      Mit nur 30 Minuten Verspätung startet das Checkin. Das Gepäck wird gründlich geprüft, vor mir wandern verschiedene Alkoholitäten auf den Tresen. Es scheint eine Mindestgrenze zu geben.
      Mein Rucksack bleibt unbeachtet, der Zöllner begutachtet aber wieder meine Stempel im Reisepass.
      Wie sich herausstellt möchte der Beamte dem Schiffskapitän sein (Geheim-)Wissen übermitteln.
      So lerne ich den Kapitän schon mal kennen und der Zöllner darf ein Foto von uns machen.
      Im eines der nächsten Prints werde ich das Schiff mal vorstellen...
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      Traveler

      Was für eine Geschichte - gute Fahrt, das nächste Mal mit Container im Gepäck 😅😅🙋‍♂️

      6/11/22Reply
      Traveler

      Sensationell geschrieben! 😀👍 das klingt alles unfassbar spannend. Gute Fahrt

      6/11/22Reply
       
    • Day32

      SANTA ROSA DE YAVARI

      June 7 in Peru ⋅ ⛅ 24 °C

      PERU für wenige Stunden, aber es ist nur ein Steinwurf, oder besser nur ein Paddelschlag, entfernt. Es sind keine Grenzformalitäten zu erledigen, aber der Planet brennt schon wieder auf den Pelz. Die Bootsanlegestellen sind fast vor der Tür.
      Santa Rosa liegt auf einer Insel und außer der verkehrsgünstigen Lage ist der Bretterbudenort auch schön übersichtlich. Einmal den Modderweg hoch und runter, dann aber schnell zurück zum "Flußhafen".
      PERU werden wir später wohl besser vom Landesinneren in Augenschein nehmen.
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      Traveler

      Sieht nach Abenteuer aus - gut so ☺️☺️☺️!

      6/10/22Reply
      Traveler

      Peru lohnt sich!

      6/11/22Reply
       
    • Day4

      Aventure en Amazonie : l'arrivée

      September 14, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 28 °C

      Nous avons décidé de partir cinq jours dans la jungle amazonienne. Après trois heures de bateau vers le sud, nous sommes arrivés dans notre lodge paradisiaque. Et oui, nous ne sommes pas des Indiana Jones en puissance, sur place il y avait la douche, des lits avec moustiquaire, des très bons cuisiniers, notre guide Raul qui était un peu fou et avait beaucoup d'humour et... des araignées de compagnie dans la chambre.
      Les cinq jours de découverte de la nature ont été intenses, à pied, à la nage ou en bateau, avec ou sans pluie et un peu, beaucoup ou passionnément de la boue. Quant aux moustiques, ils étaient nombreux en journée, et attaquaient par escadrilles entières dès la tombée de la nuit... mais on était bien préparés : l'anti-moustique (on a passé tout notre stock), les capes de pluie et les vêtements longs nous ont bien aidés. Mais du coup bonjour la chaleur... On perdait des litres de sueur chaque jour.
      Raul vient du village voisin, qui comptait il y a quelques années encore 400 personnes et avait une école... et une prison. Aujourd'hui il n'y a plus que 27 habitants de sa famille qui vivent du tourisme et de l'agriculture (une récolte par an de maïs, bananes, manioc et yucca). Les autres sont partis à cause des inondations de la saison des pluies qui sont devenues imprévisibles et beaucoup plus fortes ces dernières années (hivers plus froids en montagne donc plus de neige, et étés plus chauds qui font fondre de grandes quantités très rapidement). Les maisons sont donc plus fréquemment et fortement endommagées et il n'est plus possible de faire plusieurs récoltes par an.
      Petite anecdote, aujourd'hui les chefs de village doivent être élus, les candidats sont choisis selon... le nombre de bateaux qu'ils possèdent.
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      Un peu de confort pour commencer l'aventure, vous avez raison, il faut savoir se ménager ! Juliet.b

      9/20/19Reply
      Traveler

      Très intéressant... bravo et merci aussi pour les commentaires aussi.... je me régale 😊

      9/20/19Reply

      splendide ^^^maé

      9/21/19Reply
      Traveler

      De l'eau, encore de l'eau... Et de temps en temps "une petite averse" au cas ou on aurait tendance à oublier que l'Amazonie est une forêt tropicale humide".. 😂 ! Merci pour ces belles photos.

      9/25/19Reply
       
    • Day70

      Jungel 3, back to leticia

      March 14, 2020 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

      Nachere ruhige nacht under em mugenetz hani en duschi gno. De simmer all zäme go zmorge neh. Vo dem chline dörfli mit öppe 50 lüt simmer de weder zrug uf puerto nariño gfahre.

      Vo det us simmer de go fuultier aluege, zu de iguanas gfahre und denn bim delfin beobachte nomal is wasser ghüpft.

      In puerto nariño heds de zmittag geh und mer sind no ines hostel i de nöchi mitemene halb zahme äffli go fötteli mache.

      Nach dem isch euses jungelabentür leider scho weder verbi gsie und mer sind zrug uf leticia.
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    • Day123

      Piranhas fischen und Kaimane streicheln

      June 8 in Peru ⋅ ☁️ 27 °C

      Heute haben wir einen Ausflug mit dem Kanu in den Regenwald gemacht um den „Flooting Forest“ kennen zu lernen. 6 Monate lang steht der Regenwald hier unter Wasser und die anderen 6 Monate ist das Wasser verschwunden.
      Danach haben wir die Angel ausgeworfen und Piranhas gefischt. Am Abend gab es noch eine Nachttour bei der wir auf die Suche nach den Kaimanen gegangen sind.
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      Traveler

      Ein Babykrokodil wie niedlich 🐊das ist ja in Peru 🇵🇪

      6/11/22Reply
      Traveler

      Sind das Fledermäuse 🦇 🦇 ?

      6/11/22Reply
      Traveler

      Ja kleine Junglefeldermäuse 😊

      6/14/22Reply
       
    • Day93

      Amazonas

      January 2 in Peru ⋅ ☁️ 30 °C

      Wie bei vielen anderen Reisenden, stand auch bei uns der Besuch des Amazonas-Regenwald ganz weit oben auf der Wunschliste. Die Vorstellung, fernab von der nächsten Siedlung den Geräuschen des Urwaldes zu lauschen, die riesigen Bäume aus nächster Nähe zu betrachten und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, faszinierte uns 🌳🌴🐒🐆🐊.

      Unsere viertägige Dschungeltour führte uns in die mehr als 80 Kilometer von Leticia entfernte Zacambu-Lodge. Diese idyllisch gelegene, rustikale Lodge befindet sich bereits auf peruanischem Boden und wird von einer sympathischen jungen Familie geführt. Zwei Cousins aus dieser Familie erwarteten uns am Anreisetag an der Mündung eines kleinen Nebenflusses des Amazonas. Von dort aus fuhren wir in einem kleinen Boot durch enge und teilweise fast zugewachsene Kanäle zur Lodge 🛶. Unterwegs begegneten wir bereits den ersten wilden Tieren. Diverse Insekten, Spinnen und sogar ein kleiner Frosch fielen zu unserer Freude beim Streifen des dichten Unterholzes in unser Boot und boten sich uns als Fotosujets an 🪲🕷🐸. Aber nicht nur kleine, sondern auch grosse Tiere erwiesen uns bei der Anreise die Ehre. Neben zwei Faultieren (darunter ein junges 🥰🦥) sahen wir auch einen Tukan, viele weitere Wasservögel und unseren ersten Flussdelfin.

      Weitere graue und rosa Flussdelfine sahen wir am Nachmittag, als wir uns mit Jordan, unserem Guide, und Nicola, dem Bootsführer, auf Entdeckungstour begaben 🐬🤩. Wir hätten diesen erhabenen Tieren noch stundenlang zusehen können, wäre diese tropische Hitze nicht gewesen. Der anschliessende Sprung ins kühle Flusswasser kam uns deswegen völlig gelegen und die direkt vom Boot aus gepflückten säuerlichen Camu-Camu-Früchte waren eine wilkommene Erfrischung 💦.

      Nach dem Abendessen ging es nochmals raus. Dieses Mal mit dem Ziel, Kaimane zu finden 🐊. Aufgrund des hohen Wasserpegels ist dies während der Regenzeit kein leichtes Unterfangen und unsere Suche blieb letztlich ergebnislos. Dennoch genossen wir die nächtliche Ausfahrt, den sich im Wasser spiegelnden Mond, das Leuchten der Sterne und die Geräusche unzähliger Insekten, Frösche und Kröten 😃.

      Am zweiten Tag ging es wiederum früh raus. Jordan wollte uns diverse Pflanzen in einem nahegelegenen Waldabschnitt zeigen. Nach einer kurzen Bootsfahrt führte er uns durchs Unterholz und mit einer Machete "bewaffnet" tiefer in den Regenwald rein. Er zeigte uns verschiedene Bäume, Sträucher sowie Dschungelfrüchte 🌴🌱🌸🍈. Einige davon verbreiteten einen süssen Duft, andere rochen leicht nach Vanille. Aus dem weissen Saft des Gummibaums konnten wir selbst ein kleines Gummiarmband herstellen und ein paar Mal flogen sogar handflächengrosse blaue Morphëus-Schmetterlinge direkt vor unserer Nase vorbei 🦋. Dass Jordan ein durchaus geübtes Auge hat, bewies er spätestens, als er hoch oben in den Bäumen einen Ameisenbären entdeckte😯.

      Der nächste Höhepunkt stand am Nachmittag auf dem Programm. Ausgestattet mit einfachen Angelruten und Hühnerhäuten brachen wir zum Piranha fischen auf 🐟🎣. Während Dani von Anfang an Spass hatte, die gefrässigen Fische aus dem Wasser zu ziehen, fand Martina die zappelnden Viecher am Hacken etwas makaber. Die Ausbeute konnte sich aber sehen lassen und zum Schluss reichte es für einen leckeren "Znachtschmaus" mit je einem roten und einem weissen Piranha 😋🍽.

      Wie schon am Vorabend, ging es auch am zweiten Tag nach dem Abendessen nochmals raus. Zuerst mit dem Boot und danach zu Fuss drangen wir immer weiter ins Dickicht vor, auf der Suche nach nachtaktiven Tieren. In der Dunkelheit durften wir dem Tanzen der Leuchtkäfer zusehen, die gelb und hellgrün blinkend herumschwirrten🪲. Auch auf dem Boden war einiges los. Überall entdeckten wir Spinnen in allen Grössen: haarige Taranteln, Skorpion-Spinnen und eine Spinne mit grossen Klauen, die gerade einen Frosch verspiess 🕷🕸.

      Am dritten Tag erhielten wir erstmals Zimmernachbarn. Nachdem wir die vorangehenden Tage die einzigen Gäste der Lodge waren, stiessen nun drei junge Schweizer und zwei Deutsche dazu, welche frühmorgens von Jordan und Nicolas in Leticia abgeholt wurden. Wir durften derweil mit Michael, einem weiteren Familienmitglied, einen anderen Dschungelabschnitt erkunden und waren schockiert, welche Auswirkungen der illegale Holzschlag auf das Ökosystem des Regenwaldes hat. Beinahe alle grossen Bäume wurden in diesem Teil des Dschungels gefällt und über Peru und Brasilien nach Asien verschifft 😢😡. Wie uns Michael erzählte, ist der Dschungel schlichtweg zu gross und die Wasserwege zu weit verzweigt, um das Gebiet mit den vorhandenen Ranger richtig zu schützen. Hinzu kommen Korruption und lasche Gesetze, welche den Handel mit Edelhölzern begünstigen.

      Da inzwischen Danis Magen rebellierte, verzichteten wir an diesem Tag auf die Nachmittagsaktivität und machten es uns stattdessen im traditionellen Rundhaus in zwei Hängematten bequem. Bereits seit November plagten Dani in regelmässigen Abständen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall 🤮🧻. Am Essen in der Lodge konnte es nicht gelegen haben, wurden wir doch bestens umsorgt und täglich mit einem anderen frischen Fisch aus dem Amazonas und Früchten aus dem Garten verwöhnt. Vielmehr vermutete Dani dieses Mal die in Leticia verspiessenen Rühreier als Übeltäter. Auf jeden Fall wollte er der Sache nach der Rückkehr in die Zivilisation ein für alle Mal auf den Grund gehen und den lästigen "Käfer" endlich loswerden.

      Bioflorin und Urwald-Tinktur sei Dank, durfte sich Dani dann wenigstens auf die Nachtexkursion freuen. Ein weiteres Mal machten wir uns auf die Suche nach Kaimanen 🐊. Die grösseren Exemplare der bis zu fünf Meter langen Tiere verschwanden beim Nähern des Bootes in der Tiefe, weshalb uns Nicolas immer tiefer in die Kanäle hinein navigierte. Michael musste dabei kräftig die Machete schwingen und eine Schneise im zugewachsenen Flussbett schlagen 🔪🌱🌿. Nach und nach näherten wir uns so einem verborgenen kleinen See mit dichtem Schilf und Seerosen. In dieser Vegetation halten sich in der Regel die Jungtiere auf, bis sie gross genug sind, sich im offenen Gewässer zu bewegen.

      Tatsächlich ging es dann dort nicht mehr lange und Michael hievte mit einem geübten Griff ein Jungtier ins Boot. Er erzählte uns ein paar wichtige Fakten zu Kaimanen und erklärte uns die Unterscheidungsmerkmale zwischen Männchen und Weibchen sowie Kaimanen und Alligatoren. Auf dem Rückweg kamen wir in den Genuss eines richtigen Dschungelgewitters ⛈. Der heftige Regen durchnässte uns bis auf die Unterhosen und das offene Boot füllte sich derart schnell, dass Nicola mit einem Kessel Wasser aus dem Rumpf schöpfen musste 💦.

      Am vierten und letzten Tag durften wir mit Michael nochmals einen Hike in einem anderen Teil des Regenwaldes unternehmen. Michael wollte uns unbedingt noch eine Anakonda zeigen und lief mit uns kreuz und quer durch den Regenwald 🐍. Mal mussten wir auf Baumstämmen kleine Bäche überqueren, mal durch Schlammlöcher waten. Zum Glück hatte Michael uns vorgängig mit Gummistiefel ausgerüstet. Leider sahen wir an diesem Tag keine Schlangen, sondern konnten den penetranten, leicht modrigen Duft der Anakonda lediglich riechen 🤢. Dafür waren wir fasziniert, wie Michael auch nach drei Stunden und in unseren Augen gleichbleibender Vegetation die Orientierung behalten konnte 🧭💪. Und wenn schon auf dem Boden nichts los war, dann wenigstens in den Baumkronen. Meistens verriet das laute Rascheln die flinken Kapuzineräffchen, die sich hoch oben von Ast zu Ast angelten 🐒. Da waren die vier kleinen Nachtaffen viel schwieriger zu entdecken. Dicht aneinander gedrängt und mucksmäuschenstill sass das Grüppchen in einer Astgabel und beobachtete uns mit grossen Augen 🤩.

      Wir genossen unsere Dschungelauszeit in vollen Zügen. Die auf hohen Pfählen gebaute und wunderbar gelegene Lodge mit den beiden "Hängemattenhäusern" war für uns ein richtiger Sehnsuchtsort. Die ersten zwei Tage als einzige Touristen in der Anlage verbringen zu dürfen, war für uns ein absolutes Privileg und ein Glücksfall. Auch die deutsch-schweizerische Reisegruppe fanden wir sehr angenehm. Wir schätzten die spannenden Gespräche und die interessanten Reisetipps. So etwas hätten wir uns für die Überfahrt von Panama nach Kolumbien gewünscht 😀.
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    • Day12

      Zacambu Rainforest Lodge - Teil II

      July 14 in Peru ⋅ ⛅ 30 °C

      Am nächsten Morgen steht eine Dschungelwanderung auf dem Programm.
      Wir fahren ein Stückchen mit dem Boot und erkunden die Natur anschließend zu Fuß.

      Es gibt verschiedene Arten von Dschungel. Die Vegetation und die vorhandenen Tiere können entsprechend der Art des Dschungels deutlich voneinander abweichen.

      Auf der peruanischen Seite, südlich von Leticia, befinden wir uns in einem Überschwemmungsgebiet. Das Wasser hatte im März seinen Höchststand erreicht und man kann die Wassergrenze vom Frühjahr ca drei Meter höher erkennen. Der Boden hier ist dauerhaft matschig und feucht. Selbst in der Trockenzeit trocknet dieser niemals ab. Also gehören die Gummistiefel auf diesem Boden hier zur Grundausstattung.

      Es gibt in Überflutungsgebieten in der Regel keine größeren Säugetiere, die am Boden leben. Alles Leben hier muss in der Lage sein, sich bei Hochwasser in die Bäume zurückziehen zu können.

      Es gibt in diesem Gebiet fünf verschiedene Schlangenarten, Affen, Schildkröten, riesige Schmetterlinge und Tausendfüssler (die hier übersetzt Hundertfüssler heißen).

      Termiten bauen ihre Nester hoch oben in den Bäumen. Wir können einige Ameisenstraßen beobachten. Die Ameisen tragen Blätter auf dem Rücken, die in Größe und Gewicht die eigentliche Ameise um einiges überragen. Unser Guide erklärt uns, dass die Ameisen hoch oben in den Bäumen damit Nester bauen. Bei Hochwasser können die Tiere in dem Nest, wie auf einer schwimmenden Insel überleben.

      Wir lernen Bäume kennen, die sich vorwärts bewegen können. Der Baum lässt aus dem Blätterwerk eine Liane zum Boden. Die Liane schlägt Wurzeln und verhärtet sich zu einem neuen Stamm. So kann sich der Baum horizontal nach vorne bewegen und „wandert“.

      Andere Bäume haben zwei Arten von Wurzeln gleichzeitig. Die „normalen“ Wurzeln im Boden und dann noch einen Wurzelballen, der seitlich am Baumstamm in der Luft hängt. Der Baum ist bei Hochwasser damit in der Lage Nährstoffe aus dem Wasser zu filtern.

      Die Natur findet irgendwie einen Weg, die Planzen und Tiere für die jeweilige Lebensumgebung auszustatten. Alles im Dschungel ist riesig. Viele Planzen und Insekten werden hier gigantisch groß.

      Wir entdecken ein kleines Faultier im Blätterwerk. Diese Tiere lieben eine bestimmte Pilzart von abgestorbenen Bäumen. Bei einem toten Baum mit Pilzbewuchs sind auch die Faultiere meistens nicht weit.

      Anacondas (Länge 10 Meter oder mehr) - jagen hauptsächlich im Wasser, aber auch an Land. Das langsame Faultier im Baum hängend wäre eine leichte Beute. Anschließend bräuchte die Anaconda für 4 Monate nichts mehr fressen. Am Anfang ist die Anaconda aufgrund des Volumen des Beutetieres nicht mal mehr in der Lage zu tauchen und muss sich auf der Wasseroberfläche treiben lassen. Das Beutetier im Inneren der Anaconda wird komplett verdaut. Selbst die Knochen werden gebrochen, pulverisiert und am Ende bleibt nur eine flüssige Ausscheidung übrig.

      Unsere Guides sprechen leider kein Englisch. Glücklicherweise haben wir Jan in der Gruppe. Er ist Journalist bei der „Zeit“ in Hamburg und macht gerade ein 3-monatiges Sabbatical. Er spricht fließend Spanisch und übersetzt für uns.

      Über die Qualität der Informationen kann ich nur mutmaßen. Ich lese gerade ein sehr bewegendes Buch „Der letzte Herr des Waldes“ von Thomas Fischermann. Es geht um die wahre Geschichte eines indigenen Volkes im südlichen Amazonas und das Buch gehört zu den „Spiegel-Bestsellern“. Gemäß den Schilderungen des Ureinwohners kann eine Anaconda nicht in Bäume klettern. Die Anacondas wären im Wasser, wie an Land so schnell, dass ein Mensch nicht einfach davonlaufen kann. Bereits die Kinder der Indigenen lernen, dass die einzige Chance eine Anaconda zu überleben ist - genau- in einen Baum zu klettern.

      Egal wer hier Recht hat, es muss sich um unglaublich faszinierende Tiere handeln. Die Anacondas können gemäß Schilderungen der Indios bestimmte Laute von Tieren nachahmen und locken sie damit an. Hochintelligente, gewiefte Tiere. Die Indigenen erkennen Anacondas an einer bestimmten Schmetterlingsart, die den Geruch dieser Schlange lieben und den Aufenthalt dieses Tieres in der Umgebung verraten.

      Mittags fängt es auf einmal an wie aus Kübeln zu schütten an. Mein erster Regen im Regenwald und dann aber richtig. Nach einer Stunde hört der Regen ebenso schlagartig auf, wie er begonnen hatte.

      Am Nachmittag geht es anschließend zum Piranha angeln. Wir dürfen heute unser eigenes Abendessen fangen. Die gebratenen Piranhas landen anschließend auf dem Teller und schmecken übrigens hervorragend.

      Piranhas haben einen schlechteren Ruf, als sie in Wirklichkeit sind. Es gibt verschiedene Gattungen von Piranhas. Wenn wir in Deutschland von Piranhas sprechen, dann meinen wir die kleineren, fleischfressenden Biester. Selbst bei den Kaimanen kann man teilweise fehlende Zehen beobachten, da Piranhas von unten angreifen und zuschnappen. In der Regel ernähren sich die Piranhas aber von toten oder verletzen Tieren im Wasser und sind für das Gleichgewicht im Fluss sehr wichtig.

      Es gibt sogar vegetarische Piranhas, die viel Größer werden. In der Dschungellodge haben wir jeden Tag eine andere Fischart serviert bekommen und da gab es mehrere Arten von Piranhas auf der Speisekarte.

      Der nächste Tag beginnt frühmorgens um 05.00 Uhr mit einer Bootstour zum Sonnenaufgang. Nebel hat sich über den Fluss gelegt und erzeugt eine mystische Atmosphäre. Es sind die Geräusche des Dschungels, die mich am meisten faszinieren. Der eigentliche Sonnenaufgang war dabei eher unspektakulär.

      Unsere letzte Wanderung in den Dschungel war eine Enttäuschung. Der kompetente Guide vom Vortag ist heute mit den Österreichern unterwegs, die noch zwei Tage länger bleiben. Wir übrigen 10 Gäste reisen heute Nachmittag ab und wie in einer Karawane stampfen wir durch den Dschungel. Der heutige Guide scheint unmotiviert, viele in der Gruppe quatschen oder machen Witze. Da ist es kein Wunder, dass die Tiere uns bereits einen Kilometer vorher hören und sich zurück ziehen. Wer Tiere beobachten möchte, der sollte vielleicht einfach mal die Klappe halten.

      Unsere Ausbeute von einer 2,5 stündigen Wanderung war ein einziger Guapo-Affe.
      Außerdem haben wir „Copal“ kennengelernt. Die Rinde eines bestimmten Baumes wird angeritzt. Anschließend gibt dieser eine stark riechende, durchsichtige Flüssigkeit ab.

      Die durchsichtige Flüssigkeit trocknet ein und bildet eine weiße Kruste. Diese Kruste hat leuchtende, fluoriziernde Eigenschaften in der Nacht. Sie wird gesammelt und dient im Dunkeln als eine Art Laterne. Die Leuchtstärke ist stark genug, um den Boden im Fußbereich ausleuchten zu können.

      Mit dem Schnellboot werden wir am Nachmittag wieder zurück nach Leticia gefahren.

      Ein letztes Highlight erwartet uns bei Sonnenuntergang. Jeden Abend in der Dämmerung kommen tausende Papageien aus dem Dschungel in den zentralen Park geflogen und setzen sich für die Nacht in die Bäume. Riesige Scharren von Vögeln fliegen über uns und erzeugen einen ohrenbetäubenden Lärm. So etwas lässt sich nicht in ein Foto packen und ich werde eine Videosequenz über Instagram hochladen.

      https://www.instagram.com/reel/CgK-Shzlc5E/?igs…

      Morgen werde ich dann versuchen, ein Schiff nach Manaus zu bekommen.
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      Andre Müller

      Faultier im Baum

      7/18/22Reply
      Andre Müller

      Die seitliche Wurzel am Baumstamm kann bei Flutungen Nährstoffe aus dem Wasser filtern.

      7/18/22Reply
      Andre Müller

      Sonnenaufgang am Rio Javari

      7/18/22Reply
      2 more comments
       
    • Day340

      Auf der Suche nach Flussdelfinen

      November 9, 2021 in Peru ⋅ ☁️ 26 °C

      Nach dem leckeren Mittagessen geht es mit dem Boot zurück auf den Fluss. Jetzt sind wir auf der Suche nach rosa und grauen Flussdelfinen. Ja tatsächlich, es gibt hier so viel Wasser, dass sogar Delfine im Fluss leben. Wir müssen nicht lange suchen, schon nach kurzer Zeit finden wir die ersten rosa Exemplare. Leider sind diese enorm schwer vor die Linse zu bekommen, da sie wahllos irgendwo kurz aus dem Wasser auftauchen und dann wieder spurlos verschwinden. Etwas weiter flussaufwärts entdecken wir dann graue Delfine. Die sind deutlich spielfreudiger und tauchen oft und weiter aus dem Wasser. Eine lange Zeit "verfolgen" wir die Tiere entlang des Flusses, ehe wir umkehren.

      Auf der Rückfahrt machen wir dann einen weiteren Stopp, dieses Mal an einem kleinen Strand. Und unser Guide meint tatsächlich, wir können hier schwimmen gehen und ehe wir uns versehen hüpft er schon ins Wasser. Ein kritischer Blick ins braune trübe Nass und wir folgen ihm. Erst im Wasser erzählt er uns von den bis zu 6 Meter langen Kaimanen und den bis 12 Meter langen Anakondas, die hier im Fluss leben. Außerdem gibt es wohl auch Piranhas, die allerdings nichts tun, solange man keine offenen blutigen Wunden hat. Wir schauen uns in der Tourgruppe alle etwas skeptisch an, und verharren im Bauchnabel tiefen Wasser. Unser Guide hat offensichtlich Spaß daran gefunden uns zu ärgern und packt nun alle Geschichten über Riesenschlangen, Kaimanen etc. aus, die ihm so einfallen. Erst vorgestern hätten sie im Nachbardorf ein enorm großes Exemplar einer Anakonda gesichtet. Er formt mit seinen Armen den Durchmesser der Schlange vor seinem Bauch. Die Länge der Schlange habe man im Gegensatz zum Durchmesser nicht ganz sehen können. Wenigstens bezüglich der Kaimane kann er uns "beruhigen". Diese tauchen nämlich im Gegensatz zu Anakondas bei Angriffen vorher aus dem Wasser auf, um das Maul zu öffnen, dadurch sieht man wenigstens, was auf einen zukommt. Etwas erleichtert sind wir wohl alle, als es endlich wieder zurück ins Boot geht.

      Einen abschließenden Stopp machen wir in einem anderen Flussarm, um den Sonnenuntergang zu genießen, bevor es Abendessen gibt. Und tatsächlich sind die Farben und Spiegelungen im Wasser spektakulär.
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    • Day8

      Ab auf den Amazonas

      June 8 in Brazil ⋅ ⛅ 27 °C

      Auf zum Herzstück dieser Reise, die mich überhaupt erst in diese Gegend gebracht hat. Die 4-tägige Fährt auf einer öffentlichen Amazonasfähre von Tabatinga nach Manaus. Das Ticket für eine Kabine hatte ich bereits 4 Tage zuvor, vor meinem Aufenthalt in der Reserva besorgt ohne allzuviel verstanden zu haben, was die Ticketverkäuferin von sich gab. Zum Glück hatte ich aber genau das gebucht, was ich mir erhofft hatte.
      Abfahrt war um 12 Uhr, man sollte aber auf jeden Fall bereits um 10 Uhr im Hafen eintreffen. Dabei schien es sich um einen Sicherheitspuffer für die lokale Bevölkerung zu handeln, als ich um kurz nach 10 eintraf, war ich nämlich unter den allerersten. Gegen 11 trudelten mehr Menschen ein und gegen 11.30 begann sich die Wartehalle schließlich richtig zu füllen. Das Gepäck wurde über die ganze Wartezeit in 4 Linien aufgereiht, die Logik der verschiedenen Linien erschloss sich mir aber nicht. Um 12.30 ging es dann endlich aufs Boot und ich stellte schnell fest, dass ich der einzige Passagier war, der eine Kabine gebucht hatte. Alle anderen hatten die Fahrt in der selbstmitgebrachten Hängematte auf dem Zwischendeck gewählt, was etwa ein Viertel der Kabine kostet. (Die Kabine ist allerdings auch für 2 Personen, Einzelkabinen gibt es nicht)
      Die Kabine war deutlich besser ausgestattet, als alles was ich zuvor gelesen hatte. Statt nur einem Bett gab es in der Kabine noch einen Fernseher mit einem Programm, einen sehr hilfreichen Kühlschrank und sogar Klimaanlage. Das Bad bestand aus einer Toilette und einem Duschkopf, dessen zur Verfügung gestellten Wasser in ein Loch im Boden abfloss.
      Noch bevor wir abgelegt hatten, machte ich Bekanntschaft mit Anna und Tom, zwei jeweils alleinreisenden Backpackern aus England, die beide Südamerika schon seit mehreren Monaten bereisen und von unzähligen spannenden Orten vom Kontinent berichten konnten. Wie üblich unter Backpackern bildeten wir schnell eine Schicksalsgemeinschaft und da ich den beiden anbot ihr Gepäck sicher in meiner Kabine zu verstauen, verwandelte sich diese schnell in ein Gepäcklager.
      Da sich die nächsten Tage zwar als schön und kurzweilig gestalteten, aber es nicht viel Neues zu berichten gab, folgen weitere Erläuterungen in den nächsten Footprints.
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    • Day341

      Dschungelwanderung

      November 10, 2021 in Peru ⋅ ☁️ 28 °C

      Nach dem Frühstück in der Lodge wird es Zeit, dass wir mal so richtig in den Amazonas Dschungel abtauchen. Dazu fahren wir mit dem Boot entlang des Yavari Flusses bis zu einer geeigneten Einstiegsstelle. Für uns als Laien nicht wirklich erkennbar, aber unser Guide weiß schon wo es lang geht. Mit der Machete geht er voran und schlägt uns einen Weg durch das Dickicht, bis wir weit genug vom Ufer weg sind und sich der Wald langsam verändert. Von all dem Dschungel, den wir auf unserer Reise schon gesehen haben, ist dies hier mit Abstand der spektakulärste. Die Vegetation ist ganz anders, als was wir bisher kennen. Auf dem Weg zeigt uns unser Guide spannende Pflanzen, wie zum Beispiel die größten Wasserrosen des Amazonas, Kautschukbäume, einen giftigen Baum, der von Einheimischen für Giftpfeile genutzt wird und vieles mehr. An einem Fikus erkennt man den Wasserstand während der Regenzeit, die bald beginnt. Kaum zu glauben, dass hier bald alles Meter hoch unter Wasser stehen soll.

      So richtig viele Tiere bekommen wir zwar nicht vor die Nase, aber bei der Vegetation hier spielt das erstmal keine große Rolle. Nach über 2 Stunden im Wald kommen wir bei unserer Abholstelle an und fahren zurück zur Lodge, wo das Mittagessen auf uns wartet.
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    You might also know this place by the following names:

    Yavari

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