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  • Reisefreude

Transafrika

Wir reisen von Deutschland entlang der Westroute Afrikas nach Südafrika und im Osten von Afrika in Richtung Norden. Læs mere
  • Von Zagora nach Daklha

    2. november 2024, Marokko ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere Reise führt uns von Zagora entlang der algerischen Grenze nach Guelmim. Die Strecke überrascht uns mit ihrer atemberaubenden Landschaft: Mondlandschaften, ausgewaschene Lehmfelsen, Oasen und weite Steinwüsten wechseln sich ab, und immer wieder sehen wir Kamelherden, die teils auf der Straße unterwegs sind. Diese Vielfalt zeigt uns Marokkos Schönheit bei jeder neuen Aussicht.

    In Guelmim kommen wir am Freitagabend an und übernachten auf dem Marktplatz, um am nächsten Morgen den bekannten Viehmarkt zu besuchen. In der Nacht herrscht jedoch wenig Ruhe – Händler parken, bauen laut ihre Stände auf, und der Ruf des Muezzins erklingt in der Dunkelheit. Am Morgen tauchen wir in den lebendigen Markt ein, der ursprünglich ein reiner Kamelmarkt war, heute aber auch Rinder, Schafe und Ziegen bietet. Ein Nomade aus der Westsahara, der uns erzählt, dass er teils monatelang mit seinen Kamelen unterwegs ist, führt uns durch den Trubel.

    Nach einem Einkauf und einem kurzen Halt auf einem Spielplatz für Marie machen wir uns auf den Weg zur Küste nach Tarfaya. Diese Stadt liegt nur 100 Kilometer von den Kanarischen Inseln entfernt, und die Landschaft wird zunehmend karger. An der Küste der Westsahara bemerken wir die strenge Überwachung: Alle 500 Meter gibt es Militärposten, die die Region kontrollieren. Eine Nacht am Strand bringt uns Besuch von einem Wachposten, der unsere Ausweise sehen will und unsere Daten notiert – eine Routinekontrolle, die wir entlang der Küste mehrfach erleben.

    Eine besondere Station auf unserer Reise ist Laâyoune (La Jona), eine Stadt im Aufbau in der Westsahara. Marokko hat hier viel investiert, und überall entstehen neue Gebäude und Infrastruktur. Besonders Marie freut sich über die modernen Spielplätze, die abends voller Leben sind. Viele Kinder sind unterwegs, ebenso wie ihre Mütter, die sich sehr für uns und unsere Reise interessieren. Marie findet schnell Anschluss und spielt begeistert mit den anderen Kindern. Es gibt ein Trampolin und kleine Fahrautos, die sie besonders liebt. Auch die Mütter sind interessiert und möchten Fotos mit uns machen, also posieren wir für ein paar Erinnerungsbilder. Es ist schön, diese herzlichen Begegnungen zu erleben und ein Stück Alltag mit den Einheimischen zu teilen.

    Die endlosen, geraden Straßenabschnitte durch die Wüste überraschen uns immer wieder mit wechselnden Tempolimits. Leider werden wir dabei dreimal geblitzt und zahlen jedes Mal eine Strafe. Trotz der Herausforderungen genießen wir die Weite der Sahara, die einzigartige Landschaft und die Begegnungen mit den Menschen. Die Reise entlang Marokkos südlicher Küste wird für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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  • Sahara Wüste Merzouga und Zagora

    30. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir erreichen Merzouga nach einer langen Fahrt von der Todra-Schlucht und kommen abends um 21 Uhr an. Unser Schlafplatz liegt direkt an den Dünen, doch in der Dunkelheit sehen wir die Offroad-Piste kaum und fahren nach GPS. Kurz vor unserem Ziel teilen sich die Wege, und wir nehmen die falsche Abzweigung. Der Versuch, zur richtigen Piste zu wechseln, endet im Sand, und unser Fahrzeug bleibt stecken. Wir beschließen, die Nacht abzuwarten und uns am Morgen zu befreien.

    Zum Sonnenaufgang stehen wir früh auf, steigen mit Marie auf eine Düne und genießen die ersten Strahlen, die die rote Wüste erleuchten. Danach lassen wir Luft aus den Reifen und fahren problemlos rückwärts aus dem Sand heraus. Unser neuer Platz inmitten der Sahara bietet uns den perfekten Ausblick auf die Dünen. Wir sehen Kamele, Quads und andere Overlander vorbeiziehen, während Marie in den Dünen spielt.

    Am Abend erleben wir einen spektakulären Sonnenuntergang, der die Wüste in tiefes Rot taucht, und bewundern später den klaren Sternenhimmel mit zwei Sternschnuppen.

    Am nächsten Tag fahren wir nach Zagora, um die Öle in einer Werkstatt zu wechseln. Dabei gibt es Probleme mit der Getriebeschraube, was eine aufwendige Reparatur erfordert. Nach fünf Stunden sind wir startklar und setzen unsere Reise fort.

    Auf dem Weg nach Guelmim zwingt uns ein lautes Geräusch zum Anhalten: Ein falsch montiertes Stützlager am Federbein hat sich gelöst. Jens kann den Schaden vor Ort beheben, und zwei Overlander halten an und leisten Gesellschaft. Nach einer kurzen Pause geht es weiter Richtung Küste – voller unvergesslicher Eindrücke aus der Wüste Marokkos.
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  • Dardes und Todgha Schluchten

    29. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 11 °C

    Unsere Reise führt uns heute von Agadir aus in Richtung der Dardes-Schlucht, mit dem Ziel, danach weiter zur Todgha Schlucht, Merguza und schließlich nach Zagora zu gelangen. Von dort planen wir, die Küste anzusteuern und entlang Richtung Süden zu fahren. Der Weg ist herausfordernd, aber die Landschaft und die Abenteuer, die wir erleben, machen alles mehr als lohnenswert.

    Schon auf dem Weg zur ersten Etappe, zur Dardes-Schlucht, erleben wir eine überwältigende Vielfalt an Landschaften. Wir fahren entlang des Atlasgebirges und erleben weite Wüstenlandschaften, karge Steppen, und schließlich kommen wir in die tiefen Schluchten mit den rot leuchtenden Felsformationen. Eine Kulisse, die uns immer wieder staunen lässt.

    Doch die Schönheit dieser Gegend hat ihre Tücken: Die Straßen sind stellenweise überschwemmt. Während wir nachts fahren, treffen wir auf mehrere Überschwemmungen, die uns immer wieder vorsichtig werden lassen. Beim ersten Mal übersehen wir die Überschwemmung der Straße und fahren mit 70 Stundenkilometern hindurch. Für einen Moment sehen wir gar nichts mehr – das Wasser spritzt so hoch, dass wir glauben, in eine Wand zu fahren. Doch wir haben Glück, kommen sicher hindurch und atmen tief durch. Ab da sind wir deutlich achtsamer.

    Wir suchen uns schließlich einen Parkplatz für die Nacht. Der erste Platz, den wir ansteuern, liegt direkt am Fluss. Doch das Risiko, dass das Wasser hier weiter ansteigt, ist uns zu hoch. Also machen wir uns auf, über einige Umwege einen anderen Platz zu finden, der weiter oben auf einem Hügel liegt. Diese Mühe lohnt sich: Als wir schließlich ankommen, finden wir eine wunderschöne Stelle mit freiem Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Atlasgebirges. In dieser friedlichen Umgebung schlafen wir ein und wachen am nächsten Morgen mit einer grandiosen Aussicht auf.

    Frisch erholt brechen wir zur Dardes-Schlucht auf, um eine der eindrucksvollsten Felsformationen der Region zu sehen: die „Fünf Finger“. Diese Felsen, die wie eine Hand in den Himmel ragen, sind beeindruckend. Hier starten wir eine kleine Wanderung. Eigentlich wollen wir die Schlucht entlanglaufen, aber das Wasser steht so hoch, dass wir nur den Eingang erkunden können. Der Rest des Weges durch die enge Schlucht bleibt uns leider verwehrt.

    Stattdessen entschließen wir uns, außen herumzugehen. Der Aufstieg über den Kamm ist anstrengend, aber die Ausblicke, die sich uns von oben in die Schlucht bieten, sind jede Mühe wert.

    Diese Reise durch Marokko ist voller Überraschungen und Herausforderungen, aber genau das macht sie so lebendig und intensiv. Mit jedem Schritt, jeder Etappe lernen wir dieses Land und seine Landschaften ein bisschen besser kennen – und wissen jetzt schon, dass diese Erinnerungen uns sehr lange begleiten werden.
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  • Imsouane und Surffestival in Taghazout

    26. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    Taghazout an Marokkos Atlantikküste ist ein Paradies für Surfer und ein perfektes Reiseziel für alle, die den entspannten Vibe der Surfkultur genießen möchten.

    Auf dem Weg nach Taghazout legen wir einen Stopp im malerischen Surferdorf Imsouane ein. Das kleine Dorf liegt idyllisch auf einer Klippe über einem breiten Sandstrand, und hier finden Surfer aller Könnensstufen ideale Bedingungen. Anfänger können an ihren Skills arbeiten, während erfahrene Wellenreiter die langen Wellen entlang des Kaps genießen. Imsouane hat außerdem einen kleinen Fischerhafen, der dem Ort eine authentische, ruhige Atmosphäre verleiht. Kitesurfen ist heute zwar nicht möglich, da der Wind ablandig ist, aber von einem der kleinen Restaurants auf der Klippe beobachten wir dennoch einen Kitesurfer, der nach einem schwierigen Start schließlich ins Wasser fällt und von einem Wellenreiter gerettet werden muss.

    Auf der Strecke von Imsouane nach Taghazout erleben wir eine unerwartete Begegnung mit der marokkanischen Verkehrspolizei. Kurz nach unserem Aufbruch werden wir geblitzt – statt der erlaubten 60 km/h sind wir mit 68 km/h unterwegs, was ein Bußgeld von 15 Euro nach sich zieht. Jens versucht noch, den Betrag zu verhandeln, doch nach etwa 30 Minuten Diskussion geben wir schließlich auf und zahlen die 15 Euro – eine kleine Lektion auf unserem Roadtrip, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!

    In Taghazout angekommen, fällt unser Besuch genau mit dem jährlichen Surfer-Festival zusammen – ein Highlight, das die lokale Surfszene und viele Besucher zusammenbringt. Es ist schon abends und wir machen einen kleinen Strandspaziergang und genießen die warme Brise und das sanfte Rauschen des Meeres. Plötzlich bleibt Jens stehen und bückt sich – direkt vor uns liegen tatsächlich 100 Euro im Sand! Ein echter Glücksfund, den wir am Ende unseres ersten Abends bei einem entspannten Drink feiern. Da können wir ja noch ein paar Mal geblitzt werden😉.

    Am nächsten Morgen nimmt Regina an einer Yoga-Session am Strand teil, eine Praxis, die den entspannten Surf-Lifestyle hier perfekt ergänzt. Leider stören diverse Geräusche, wie der Soundcheck auf der Bühne für die abendliche Band oder auch Marokkaner, die sich laut neben den Praktizierenden unterhielten. Naja, Yoga ist hier auch nicht so verbreitet. Den Tag verbringen wir am Strand mit Baden und Wellen abtauchen.
    Abends sorgen bekannte Reggae-Bands aus Frankreich für die passenden Vibes. Selbst Marie tanzt begeistert zu den Klängen mit, während die Sonne über dem Atlantik untergeht und die Atmosphäre unvergesslich macht.

    Taghazout ist eine harmonische Mischung aus aktiven Surf-Möglichkeiten und entspannter Strandatmosphäre. Die kleine Stadt bietet das Beste aus beiden Welten: erstklassige Wellen für Surfer und eine unbeschwerte Umgebung für alle, die sich einfach treiben lassen wollen.
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  • Essouira die Surfcity

    25. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    Bevor wir nach Essaouira aufbrechen, erledigen wir einen großen Einkauf im Carrefour in Marrakesch. Das ist ein französischer Supermarkt, der wirklich alles bietet, was man sich wünschen kann – sogar Schweinefleisch, was in Marokko eher selten ist. Auch Alkohol gibt es dort, allerdings muss man dafür einen speziellen Bereich, die sogenannte "Cave", betreten und getrennt vom restlichen Einkauf bezahlen. Die strenge Regulierung des Alkohol ist für uns ungewöhnlich.

    Nachdem wir alles Wichtige besorgt haben, fahren wir endlich weiter nach Essaouira. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden, und unterwegs durchqueren wir sogar einen Sandsturm. Trotz des Sturms kommen wir gut in Essaouira an und lassen uns in einem kleinen Häuschen in Strandnähe nieder. Es ist wirklich schön hier, und wir fühlen uns sofort wohl.

    Unser erster Ausflug führt uns zum Strand und in die Medina, die Altstadt. Die engen Gassen, gesäumt von kleinen Läden und Cafés, laden zum Erkunden ein. Es gibt so viel zu entdecken – von traditionellen Handwerkskünsten bis zu den lebhaften Märkten, auf denen Händler ihre Waren anbieten. Die Waren gleichen denen der anderen besuchten Märkte.

    Unser Vermieter lädt uns ein, einen Tag mit ihm und seiner Frau in seiner Villa mit Pool zu verbringen. Leider ist der Himmel bedeckt, so dass es uns zum Baden im Pool zu kühl ist. Uns wird ein typisches, sehr leckeres Couscous mit Hähnchen und Gemüse serviert. Nach einem gemeinsamen Spaziergang geht es weiter mit Tee, Kaffee und Keksen. Von den Gastgebern erfahren wir viel über ihr Leben und die marokkanische Kultur. Die intensive Gastfreundschaft erschwert uns das "Entkommen" von diesem gemütlichen Ort. Wenige Tage später werden wir zur Besichtigung der Baustelle seines Strandhauses eingeladen. Dieses liegt an hinter einer Sanddüne an einem wundervollen Strand. Auch hier werden wir wieder großzügig mit gegrillten Sardinen und köstlichem Gemüse bewirtet.

    Ein besonderes Highlight in Essaouira ist für uns das Kitesurfen. Die Stadt ist eine beliebte Destination für Wellenreiter, Wind- und Kitesurfer. Wir kiten am Stadtstand und etwas südlich von Essouira am sogenannten 2. Strand. Am besten gefällt uns aber der Spot in Sidi Kaouki wo die Wellen besonders schön zum spielen einladen. Hier verbringen wir auch einen Tag zu siebend mit unseren Reise Freunden Dani und Eva, die wir bei ihrem Besuch in Essouira in unser Haus eingeladen haben.

    Nach knapp 14 Tagen in Essaouira reisen Maria und Peter wieder zurück nach Hause. Für uns war es wie ein Urlaub während unserer Reise. Wir genießen die Zeit mit der Familie und den Freunden. Die Stadt hat eine ganz besondere Atmosphäre – entspannt und gleichzeitig lebendig.
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  • Oma und Opa kommen, Uroma geht

    8. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute ist ein ganz besonderer Tag! Oma und Opa, also Maria und Peter – Reginas Eltern – besuchen uns in Marrakesch. Wir holen sie vom Flughafen ab, und Marie kann es kaum erwarten. Als sie Oma und Opa endlich in die Arme schließen kann, strahlt sie über das ganze Gesicht. Die Freude über das Wiedersehen ist riesig, und es ist wunderschön zu sehen, wie glücklich sie ist.

    Mit Maria und Peter werden wir zunächst vier Tage Marrakech verbringen, bevor wir anschließend noch knapp zwei Wochen in Essaouira entspannen wollen. Maria und Peter haben ein traditionelles Riad im Herzen von Marrakesch gebucht. Das Riad ist wunderschön, mit einem ruhigen Innenhof, einem kleinen Pool und hübsch verzierten Mosaiken und Holzvertäfelungen. Wir selbst schlafen in unserem Rocky auf einem nahe gelegenem Parkplatz. Das Frühstück nehmen wir gemeinsam im Riad ein.

    Leider bekommen wir am zweiten Tag in Marrakech die Information, dass Jens Oma Gisi verstorben ist, nachdem sie in der Woche zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Wir hatten uns bereits vor unserer Abreise von ihr mit einem letzten Besuch im Krankenhaus verabschiedet. Oma Gisi ist stolze 93 Jahre alt geworden und wir werden Sie in allerbester Erinnerung behalten.

    In den folgenden 2 Tagen erkunden wir die Medina von Marrakesch. Die bunten Souks, die exotischen Düfte der Gewürzmärkte und die verwinkelten Gassen ziehen uns in ihren Bann. Marie freut sich darüber, mit Oma und Opa auf Entdeckungstour zu gehen. Am dritten Tag fahren wir gemeinsam zum Campingplatz, an dem wir uns bereits vor einigen Tagen erholt hatten. Hier genießen wir den schönen Pool und die entspannte Atmosphäre.
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  • Entspannen auf einem Campingplatz

    7. oktober 2024, Marokko ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute haben wir uns im Norden von Marrakesch auf einem schönen Campingplatz niedergelassen, um noch einmal etwas Ruhe zu genießen, bevor wir in den Trubel der Stadt eintauchen. Der Platz ist wirklich idyllisch gelegen und bietet alles, was wir für eine kleine Auszeit brauchen – sogar einen Pool! Marie war ganz begeistert, als sie den Pool sah, und wir haben ihn ausgiebig genutzt. Sie konnte es kaum erwarten, ins Wasser zu springen, und hat sich richtig darauf gefreut, mit uns zusammen zu planschen.

    Der Campingplatz hat auch noch einen kleinen Spielplatz, der in gutem Zustand ist. Besonders toll: Hier sind die Schaukeln intakt, und es gibt sogar Trampoline! Marie fühlte sich sofort wohl und hat es in vollen Zügen genossen, sich auf dem Spielplatz auszutoben. Zwischen Pool und Spielplatz gab es für sie heute kaum Pausen, und es war wunderschön zu sehen, wie glücklich und ausgelassen sie war.
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  • Töpferkunst in Safi

    6. oktober 2024, Marokko ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute erkunden wir die Küstenstadt Safi in Marokko. Die Stadt liegt direkt am Atlantik und ist für ihre reiche Geschichte und ihre kunstvolle Töpfertradition bekannt. Während wir durch die schmalen Gassen der Medina, der Altstadt von Safi, schlendern, fallen uns die zahlreichen Töpfereien und Geschäfte auf, die mit bunten Töpferwaren gefüllt sind. Überall sehen wir kunstvoll verzierte Schalen, Vasen und Teller – jede ist mehr oder weniger einzigartig, da sie von Hand gefertigt ist.

    Während wir die Auslagen betrachten, spricht uns ein freundlicher Marokkaner an, der uns mit einem breiten Lächeln auf Deutsch begrüßt. Achim, so stellt er sich vor, hat einige Jahre in Deutschland gelebt und freut sich, mit uns in unserer Sprache sprechen zu können. Er bietet uns an, uns mehr über die Geschichte von Safi und die Töpferkunst zu erzählen, und wir nehmen dankbar an.

    Achim führt uns in eine der vielen kleinen Töpferwerkstätten, die sich in den verwinkelten Gassen der Medina verstecken. Dort dürfen wir beobachten, wie die Töpferwaren von Hand geformt, bemalt und schließlich in einem traditionellen Ofen gebrannt werden. Hier wird noch fast genauso gearbeitet wie vor 100 Jahren. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus einem einfachen Tonklumpen Schritt für Schritt ein kunstvolles Stück Keramik entsteht. Achim erklärt uns, dass die Töpferware aus Safi weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und einen wichtigen Teil der Geschichte und des Handels der Stadt ausmacht.

    Neben der Töpferkunst ist Safi auch eine bedeutende Handelsstadt, wie Achim uns erzählt. Der große Hafen spielt eine zentrale Rolle im marokkanischen Handel. Der Wirtschaftszweig der Sardinenfischerei ist aufgrund von Überfischung stark geschrumpft. Stattdessen wird in der Region über den Seeweg Schwefel angeliefert und hier in der größten Industrie Marokkos zu Schwefelsäure und anderen Chemikalien verarbeitet und exportiert. Safi verbindet somit traditionelles Handwerk mit moderner Industrie und Handel.

    Nach diesem spannenden Einblick in die Töpferkunst und Geschichte Safis machen wir einen kurzen Abstecher zu einem nahegelegenen Spielplatz. Leider stellen wir fest, dass der Spielplatz, wie viele in Marokko, ziemlich heruntergekommen ist. Die Schaukeln sind kaputt und viele der Spielgeräte sind marode. Doch Marie entdeckt dennoch einige Geräte, auf denen sie spielen kann, und freut sich über ihren kleinen Spielplatz-Moment.

    Am späten Nachmittag machen wir uns schließlich auf den Weg, um unsere Reise in Richtung Marrakesch fortzusetzen.
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  • Von Casablanca nach Safi

    4. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 25 °C

    Auf unserem Weg von Casablanca nach Safi suchten wir einen gemütlichen Übernachtungsplatz und folgten einer Empfehlung: ein kleiner Parkplatz direkt am Strand. Als wir ankamen, waren wir das einzige Reisemobil, und nachdem wir uns eingerichtet und etwas gegessen hatten, kam noch ein französisches Paar dazu. Ein kleiner Hund lief hier als „Wachhund“ umher und schien auf uns aufzupassen. Wir verbrachten eine ruhige Nacht und freuten uns am Morgen über den schönen, weiten Strand.

    Nach dem Frühstück wagten wir uns sogar ins Wasser, und Marie hatte sichtlich Spaß. Ein besonderes Highlight war der freundliche Hund, der uns zum Abschied die Pfote reichte – eine charmante Geste, bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Campingplatz machten, der ebenfalls sehr empfohlen wurde.

    Der kleine, familiäre Campingplatz übertraf unsere Erwartungen. Unter schattigen Bäumen und mit einem Blick auf eine große Sanddüne, hinter der sich der Atlantik erstreckt, fühlten wir uns sofort wohl. Marie fand hier eine Schaukel und genoss den Platz ebenso wie wir. Der Strand ist sauber und ruhig, geschützt durch ein Riff, das die Wellen abhält und die Küste wie eine Lagune erscheinen lässt.

    Nur wenige Minuten entfernt liegt ein kleines Fischerdorf, und aus der Ferne sahen wir die bunten Boote. Uns gefiel es so gut, dass wir beschlossen, zwei Nächte zu bleiben. Im Schatten der Bäume bauten wir unsere Hängematte auf und ließen die Seele baumeln. Den ersten Abend verbrachten wir mit unseren neuen Bekannten Daniel und Eva, einem französisch-argentinischen Paar, das uns von früheren Reiseerlebnissen erzählte. Ein wunderbarer Zwischenstopp, bevor es weiter Richtung Marrakesch geht!
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  • Die größte Moschee Afrikas

    2. oktober 2024, Marokko ⋅ 🌙 22 °C

    Heute besuchen wir die beeindruckende Hassan-II.-Moschee in Casablanca. Direkt am Atlantik gelegen, raubt uns dieses Bauwerk schon beim ersten Anblick den Atem. Mit ihrer imposanten Größe ist sie nicht nur die größte Moschee Marokkos, sondern auch die größte in ganz Afrika und die siebtgrößte weltweit. Wir sind überwältigt von der prachtvollen Architektur und der schieren Größe, die sich vor uns erhebt.

    Bevor wir die Moschee betreten, kaufen wir zwei Tickets für umgerechnet 26 Euro. Kurz darauf schließen wir uns einer deutschen Reisegruppe an. Der Reiseleiter spricht detailiert über die Architektur die Geschichte der Moschee und den Islam, während wir die kunstvollen Mosaike die weiten Bögen und die unzähligen Details bewundern.

    Als wir den Innenraum betreten, sind wir völlig fasziniert. Der gigantische Gebetsraum bietet Platz für bis zu 25.000 Gläubige, und das Minarett, mit seinen 210 Metern das höchste der Welt, ragt eindrucksvoll in den Himmel. Der Raum strahlt eine unbeschreibliche Ruhe aus – zumindest bis Marie auf die Idee kommt, die Stille mit ein wenig Lebendigkeit zu füllen. Ohne Vorwarnung beginnt sie, mitten im großen Gebetsraum Purzelbäume zu schlagen und ein paar Turnübungen zu machen. Ihre kindliche Freude steckt uns an, und obwohl wir zuerst etwas perplex sind, zaubert uns ihre Ungezwungenheit ein Lächeln ins Gesicht. Sogar die Reisegruppe und der Führer können sich ein Lachen nicht verkneifen.

    Dieser magische Ort, wo Spiritualität, Geschichte und architektonische Meisterwerke aufeinandertreffen, bekommt für uns heute durch Maries spontane Einlage eine besondere Note. Es zeigt uns, dass selbst an ehrwürdigen Orten wie diesem Leichtigkeit und Spaß nicht zu kurz kommen müssen – ein perfekter Abschluss für einen Tag in der Hassan-II.-Moschee.
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  • Erste Reparatur in Rabat

    1. oktober 2024, Marokko ⋅ ☀️ 26 °C

    Seit kurzem fällt uns bei Rocky ein leichtes Vibrieren auf, vor allem auf Landstraßen. Anfangs führen wir es auf die schlechte Straßenbeschaffenheit zurück, doch mittlerweile ist klar, dass es nicht am Straßenbelag liegt, sondern unser Wagen eine Unwucht im Antriebsstrang hat. Eine erste Sichtprüfung bestätigt ein defektes Kardanwellengelenk. Am nächsten Tag fahren wir nach Rabat zu Mercedes-Benz. Leider ist spontan kein Termin frei, und wir müssten über eine Woche auf einen Diagnosetermin warten – obwohl wir die Diagnose bereits selbst gestellt haben. Das macht für uns wenig Sinn, also versuchen wir das benötigte Ersatzteil zu besorgen. Leider ist es hier nicht erhältlich. Das ist für einen Premium-Fahrzeughersteller, der mit einem weltweiten Servicenetz wirbt, ziemlich enttäuschend. Unsere Recherche zeigt, dass Mercedes-Benz in Deutschland nur komplette Kardanwellen für etwa 1.000 Euro anbietet.

    Immerhin kann Jens den etwas langsamen Mitarbeitern eine Werkstattempfehlung entlocken. Wir fahren weiter zur nächsten Station. Der Chef der kleinen Werkstatt und seine Helfer sind freundlich und bemüht. Schnell kommen weitere Personen hinzu, und zack, ist die hintere Hälfte der Kardanwelle mit dem defekten Kreuzgelenk bereits ausgebaut. Der Kostenvoranschlag beläuft sich für drei veranschlagte Arbeitsstunden auf umgerechnet 30 Euro (Bei Mercedes-Benz hätte man uns 27 Euro pro Arbeitsstunde berechnet – vorausgesetzt, sie hätten uns helfen können). Witzig war, dass jede Konversation über den Google Translater immer der Schluss „In schāʾa ʾllāh“ (dt. „so Gott will“) stand.

    Während Regina mit Marie im Sprinter bleibt, fährt Jens mit dem Chef und einem Mechaniker, in eine kleine Motorenwerkstatt, die über das nötige Werkzeug zum Auspressen des Kreuzgelenks verfügt. Auch bei dieser Werkstatt arbeiten zeitweise fünf Leute am Problem, obwohl eigentlich immer nur zwei beschäftigt sind, während die anderen zuschauen, Ratschläge geben oder Witze machen. Nachdem das beschädigte Teil ausgebaut ist, fahren wir zu dritt durch die Stadt und suchen bei verschiedenen Ersatzteilhändlern. Schließlich finden wir ein scheinbar passendes Ersatzteil. Jens kauft direkt zwei davon für ca. 36 Euro.
    Zurück in der Motorenwerkstatt haben die spezialisierten Schlosser bereits Feierabend, und der Einbau des Ersatzteils gelingt leider nicht mehr. Es passt nicht richtig und rutscht in den Halterungen des Kardanwellengelenks hin und her. Obwohl es laut einer bebilderten deutschen Reparaturanleitung mit Meißelschlägen verpresst werden sollte, versuchen die Mechaniker, es festzuschweißen. Das führt zu Unbehagen bei Jens und endet schließlich mit einem kaputten Ersatzteil. Zum Glück hat Jens zwei Kreuzgelenke gekauft. Jens kommt mit den Mechanikern nach ca. 4 Std. zurück. Unsere Stimmung ist am Abend natürlich schlecht, da wir auf eine funktionierende Kardanwelle angewiesen sind, um weiterzukommen. Also müssen wir hier übernachten und hoffen, dass das Kreuzgelenk am nächsten Tag repariert wird.

    Die Einladung des Werkstattchefs, bei ihm zu essen und zu übernachten, lehnen wir freundlich und dankend ab, da wir erschöpft von dem Tag sind. Er begleitet uns jedoch noch zum nahegelegenen Fleischer, wo uns ein Grillteller mit Gemüse serviert wird. Als wir zum Sprinter zurückkehren, spielen viele kleine Kinder mit Rollern und Inlineskates auf der Straße, und Marie gesellt sich zu ihnen. Wenigstens kann sie ein wenig spielen und sich auspowern. Jedoch mag sie nicht mit den Kindern spielen. Sie ist etwas schüchtern.

    Am nächsten Morgen geht es weiter. Die Mechaniker sind wieder einsatzbereit, und alle rätseln gemeinsam, wie sie das Teil einbauen sollen. Der Einbau verläuft abenteuerlich, ist aber schließlich erfolgreich. Jens ist die ganze Zeit dabei und gibt mit Google Translate seine Kommentare ab. Es wird auch wieder geschweißt, aber diesmal professioneller als am Vortag. Anschließend geht es zurück zum Sprinter. Vor der kleinen Werkstatt wird die reparierte Kardanwelle noch schwarz lackiert, um sie vor Korrosion zu schützen. Dafür kommt extra ein cool aussehender Mann, der eine regelrechte Spraydosen-Show abzieht.

    Mittags, nach weiteren 3 Std., ist die Kardanwelle wieder im Auto verbaut, und die Probefahrt zeigt: Die Arbeit hat sich gelohnt, die Vibrationen sind verschwunden. Nun machen wir uns auf den Weg zum Sightseeing in die Innenstadt der Hauptstadt von Marokko. Wir besichtigen den Hassan-Turm, ein Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert, und die ehemals größte Moschee der Welt, das Mausoleum von König Hassan V., sowie die Altstadt. Die Stadt wirkt auf uns sehr modern und aufstrebend. Wir sehen viele moderne Gebäude, Alstom-Straßenbahnen, grüne Rasenflächen und ein neues, im Bau befindliches Sportstadion.
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  • Schöner Platz am See

    29. september 2024, Marokko ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute geht es für uns von Fès nach Rabat, wo wir uns mit Eva und Dani an einem See treffen wollen. Die Fahrt ist alles andere als gewöhnlich. In Marokko läuft der Straßenverkehr anders ab, als wir es aus Europa kennen. Busse fahren zum Beispiel mit offenen Heckklappen und Türen, und Lastwagen sind völlig überladen unterwegs. Sie sind so hoch beladen, dass wir uns fragen, wie sie überhaupt noch unter Brücken hindurchpassen. Hier wird bei Rot über die Ampel gefahren, von der rechten Spur links abgebogen und nachts oft ohne Licht gefahren. Außerdem lernt man das schnelle und energische Hupen offenbar schon in der Fahrschule. Normal ist es auch, dass Menschen auf den Ladeflächen der Lastwagen transportiert werden. Wir sehen unterwegs bereits einige Unfälle. Auf dem Weg nach Chefchaouen zählen wir an einem einzigen Tag fünf Unfälle – zum Glück meistens nur Blechschäden. Wir sehen aber auch einen schwereren Unfall, bei dem ein Lastwagen umgekippt ist. Ein Mann, der wohl auf der Ladefläche saß, liegt blutend am Straßenrand.

    Wir erreichen den See zum Glück unversehrt und sind froh, endlich eine Pause einzulegen. Der Platz ist idyllisch, und wir stehen unter Bäumen. Was für eine willkommene Abwechslung nach den oft heißen und schattenlosen Stellplätzen der letzten Tage. Eva und Dani sind schon da, und wir machen es uns gemeinsam gemütlich. Leider ist das Wasser des Sees so verschmutzt, dass Schwimmen keine Option ist. Überall liegt Müll herum. Es ist wirklich schade, dass Marokko offensichtlich ein erhebliches Müllproblem hat.

    Trotzdem verbringen wir hier einen entspannten Abend. Ein älterer Mann, der nebenan von seinem Traktoranhänger Tee und kleine Snacks verkauft, zeigt sich sehr gastfreundlich. Er schenkt uns sogar eine Art Nüsse und marokkanischen Tee. Wir sitzen lange zusammen, unterhalten uns und genießen die friedliche Atmosphäre.
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  • Lost in Fés

    28. september 2024, Marokko ⋅ ☀️ 29 °C

    Am Morgen am Stausee trafen wir das reisende Paar Eva und Dani, die mit ihrem Landrover Defender neben uns geparkt hatten. Wir erfahren, dass sie ebenfalls auf dem Weg nach Kapstadt sind. Eva ist Französin, Dani kommt aus Argentinien, und wir verstehen uns auf Anhieb gut. Nachdem wir unsere Nummern ausgetauscht haben, fahren wir weiter nach Fès, wo wir die beiden auf dem Parkplatz wiedersehen. Die Stadt erkunden wir jedoch getrennt.

    Unser erster Halt ist ein wunderschöner Garten mit Teichen, Springbrunnen und prachtvollen Pflanzen. Auf merkwürdige Weise weisen uns die Wachleute mit Trillerpfeifen den Weg. Anschließend begeben wir uns in die Medina, die älteste und verwinkelste Altstadt Marokkos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier funktioniert das GPS kaum, und als wir hungrig werden, führt uns ein junger Mann in ein Restaurant. Leider stellt sich dieses als Touristenfalle heraus: Die Preise sind hoch, die Portionen klein und das Essen eher mittelmäßig. Da alles scharf gewürzt ist, kann Marie leider nichts davon essen. Zum Glück hat Regina ein paar Snacks für sie dabei.

    Nach dem Essen erkunden wir weiter die verwinkelten Gassen und verlaufen uns schließlich. Ein unbehagliches Gefühl macht sich breit. Ein Junge erkennt unsere Orientierungslosigkeit, ist aber freundlich und hilft uns gegen ein wenig Kleingeld, den Weg zurück zur Hauptstraße zu finden. Die Menschen sind hier sehr nett, aber sie wissen auch, dass weiße Touristen Geld haben – und davon wollen sie alle ein Stück abhaben. Zurück am Auto gönnen wir uns eine Pause. Regina geht noch einmal zu Eva und Dani hinüber und unterhält sich eine Weile mit ihnen.

    Am Abend möchte Marie etwas spielen. Da es keine Spielplätze gibt, suchen wir eine freie Fläche und kicken ein bisschen mit dem Ball. In der Nacht bekommt Regina kaum Schlaf, da die Straße lauter ist als erwartet. Marie und Jens schlafen glücklicherweise tief und fest.

    Trotz kleiner Hindernisse war es ein spannender Tag in Fès, und wir sind gespannt, was Marokko noch für uns bereithält.
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  • Ein Tag in der blauen Stadt Chefchaouen

    27.–30. sep. 2024, Marokko ⋅ ☁️ 23 °C

    Unsere Reise führte uns in das 560 Meter hoch gelegene, malerische Bergdorf Chefchaouen, das im Norden Marokkos inmitten des Rif-Gebirges liegt. Als wir am Vormittag ankommen nieselt es, klarte aber rasch auf.

    Die „blaue Stadt“ beeindruckt uns sofort mit ihren in verschiedenen Blautönen strahlenden und verwunschenen Gassen und der ruhigen, entspannten Atmosphäre. Überall sind kleine Läden, in denen kunstvolle Handwerksprodukte und bunte Stoffe verkauft werden.

    Zum Mittagessen kehren wir in ein kleines einfaches Straßenrestaurant ein, das idyllisch an einem Bachlauf liegt. Für nur 3,50 Euro essen wir Schawarma mit Pommes und freuen uns am Blick auf das plätschernde Wasser. Regina war besonders angetan vom marokkanischen Minztee. Die Mischung aus kräftigem Grüntee und frischer Minze, gesüßt mit Zucker, ist erfrischend und belebend. Der Tee ist eine Spezialität der Region, die man unbedingt probieren sollte.

    Unser Ziel für die Nacht ist ein Stausee, der sich unweit von Fès befindet. Die Fahrt führte uns durch eine atemberaubende Landschaft, vorbei an kargen Hügeln und armen Dörfern. Den kleinen See erreichen wir schließlich gegen 23 Uhr und stellen uns neben ein weiteres Reisemobil, welches vor uns hier eingetroffen ist.
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  • Eine Entdeckungstour durch Tanger

    26. september 2024, Marokko ⋅ ⛅ 24 °C

    Unsere Reise führt uns in die malerische Stadt Tanger, die uns sofort mit ihrem besonderen Charme verzauberte. Die historische Altstadt ist ein echtes Juwel – ein Labyrinth aus engen Gassen, das zum Erkunden einlädt. Überall gibt es kleine, liebevoll eingerichtete Geschäfte und gemütliche Cafés, in denen man verweilen kann. Die Atmosphäre ist angenehm ruhig, fast meditativ, und überall wird man von den verschiedensten Gerüchen umgeben – der Duft von Räucherstäbchen, gemischt mit dem herben Aroma von Leder und, wie in vielen alten Städten, einem Hauch von Abwasser, der in der Luft liegt.

    Die Menschen in Tanger sind freundlich und zurückhaltend. Sie empfangen uns mit einem stillen Lächeln, das den Respekt ihrer Kultur widerspiegelt. Die Stadt ist tief in der muslimischen Religion verwurzelt, was man sofort an den traditionellen Kleidern erkennt. Viele Männer tragen Gewänder, während die Frauen Kopftücher tragen. Es ist eine friedliche, ruhige Gemeinschaft, die sich in den Straßen Tangers widerspiegelt.

    Nach einem ausgiebigen Stadtspaziergang haben wir einen wunderbaren Stellplatz gefunden – direkt am Strand. Der Parkplatz ist perfekt für eine Übernachtung, und der beruhigende Klang der Wellen bietet die ideale Kulisse für eine erholsame Nacht.

    Allerdings wird rund um die Altstadt viel gebaut. Überall sieht man neue Gebäude, die nach westlichem Standard errichtet werden. Tanger befindet sich im Wandel, und es ist spannend zu sehen, wie die alte Welt mit der modernen verschmilzt. Diese Dynamik spürt man überall, und sie verleiht der Stadt eine besondere Energie.

    Am nächsten Morgen entschieden wir uns, den Tag sportlich zu beginnen. Marie nutzte ihr Fahrrad, während wir eine Runde joggten. Die frische Meeresluft und die ruhigen Straßen machten die morgendliche Aktivität zu einem Vergnügen und boten uns einen weiteren, erfrischenden Blick auf diese faszinierende Stadt.

    Tanger ist eine Stadt der Gegensätze – traditionell und modern, ruhig und lebendig.
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  • Marokko wir kommen

    26. september 2024, Spanien ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach intensiver Vorbereitung ist es endlich soweit: Wir setzen nach Marokko über! Die Vorfreude steigt weiter an, als wir in Algeciras den Hafen erreichen und in die Fähre für die Überfahrt nach Tanger einfahren. Die Tickets hatten wir bereits vor zwei Tagen bequem online gebucht, und die letzten Vorbereitungen getroffen.

    Gestern stand ein großer Einkauf an. Uns wurde mehrfach empfohlen, genug Lebensmittel und Alkohol zu bunkern, bevor wir Europa verlassen. Beim Lidl füllte sich der Einkaufswagen schneller als erwartet und wir haben das Gefühl, nicht genug Stauraum im Camper zu haben. Aber mit unserer geballten Tetris-Erfahrung haben wir das Stauraum-Puzzle schließlich gelöst!

    Anschließend haben wir noch eine Kofferwaage gekauft um damit den Füllstand unserer Gasflasche zu ermitteln. Schließlich sind wir noch zur Tankstelle gefahren, um die Flasche mit LPG Gas aufzufüllen. Nun musste nur noch die Wäsche im Waschsalon gewaschen werden. Als Belohnung für unseren Fleiß gab's einem tollen Kaffee im Surla Caffe. Das super WLAN nutzten wir, um uns für die bevorstehende Offline-Zeit zu rüsten. Alles Wichtige wurde heruntergeladen, während wir in aller Ruhe die letzten To-dos abhaken konnten.

    Zurück an unserem Standparkplatz haben wir gemütlich gegessen und uns von den anderen Reisenden verabschiedet, die wir auf unserem Weg getroffen haben. Ein bisschen Wehmut schwang mit, aber die Aufregung, was uns in Afrika erwartet, überwog.

    Am Abend sind wir nach Algeciras gefahren, um am Morgen pünktlich um 10 Uhr die Fähre nach Tanger Med zu nehmen.

    Die 90 minütige Fährfahrt verlief ruhig und entspannt, während wir an Bord bereits mit den Einreiseformalitäten begannen. Wir mussten ein Formblatt mit unseren persönlichen Daten ausfüllen, das später von den marokkanischen Behörden kontrolliert wurde. Nach der Ankunft im Hafen von Tanger Med (40 Autominuten von Tanger entfernt) wurde unser Fahrzeug noch einem gründlichen Scan unterzogen. Dabei fuhr ein LKW mit einem großen Scanner an den Autos vorbei.

    Im Anschluss kauften wir direkt vor Ort eine Autoversicherung, bevor wir be Zoll unser Zollpapier für das Fahrzeug erhielten. Mit allen notwendigen Papieren in der Hand, konnten wir schließlich die Fahrt nach Tanger antreten. Unser Abenteuer in Marokko nahm nun endgültig Fahrt auf!
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  • Die Zeit in Tarifa

    21. september 2024, Spanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Seit drei Wochen genießen wir das entspannte Leben in Tarifa – Sonne, Meer und viel Kitesurfen bestimmen noch unseren Alltag. Wir haben viele nette Menschen getroffen, die ebenfalls mit ihren Campern hier sind, um für eine Weile eine berufliche Pause einzulegen oder remote zu arbeiten.

    Leider hat uns eine Erkältung erwischt, die sich hartnäckig hält. Besonders Marie hatte einen Tag zu kämpfen, jetzt geht es ihr aber wieder gut.

    Unser Tagesablauf verläuft meist entspannt: Wir schlafen aus, frühstücken gemütlich und spielen. Dann ist meistens schon Mittag. Dann geht es zum Strand, während wir uns abwechseln beim Kitesurfen. Das Meer ist mit etwa 20 Grad zwar frisch, aber Marie trotzt der Kälte tapfer in ihrem Neoprenanzug. Mittags macht sie ein Schläfchen im Schatten. Geduscht wird abends im Camper oder unter der nahegelegenen kalten Strand Dusche. Abends wird dann gekocht oder gegrillt. Nach dem Sonnenuntergang geht's für Marie dann ins Bettchen ausklingen lassen.

    Letzte Woche haben wir das Red Bull Event "Ride the Sky" in Kitesurfen besucht. Bei rund 40 Knoten Wind sprangen die jungen Kiter mit ihren Kites über 10 Meter in die Luft und legten beeindruckende Tricks hin. Es war wirklich faszinierend, diese Action hautnah mitzuerleben!

    Vor ein paar Tagen haben wir die 11 km lange Wanderung auf den Berg La Peña unternommen. Obwohl wir uns nicht ganz fit fühlten, war die Aussicht auf die weite Bucht von Tarifa ein echter Genuss. Marie ist beeindruckende 4 km selbst gelaufen, der Rest ging dann bequem in der Kraxe.

    Trotz Erkältung genießen wir jeden Moment hier und lassen den Alltag einfach vorbeiziehen, bevor es dann in ein paar Tagen nach Marokko geht.
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  • Happy Surftime Tarifa

    9. september 2024, Spanien ⋅ ☀️ 23 °C

    Tarifa zeigt sich während der letzten Tage nicht von seiner windigsten, aber von einer sehr schönen Seite. Mit Robert und Paule verbringen wir viel Zeit am schönen Strand und beim Kitesurfen auf dem Wasser. Zum Windsurfen reicht der Wind für Jens leider nur ein Mal.
    Marie spielt häufig mit Regina im Meer mit den Wellen oder buddelt Löcher in den Sand, die voll Wasser laufen, wo Marie reinspringt. Das macht ihr am meisten Spaß.
    Wir haben Glück. Die Feria, dem alljährlichen Fest in Tarifa, die eine Woche andauert, beginnt, als wir nach Tarifa kommen. Hier gibt es eine Menge Fahrgeschäfte, die Maries Augen zum Leuchten bringen. Marie testen natürlich auch mal das ein oder andere.
    Jens feiert mit seinen Kumpels in den Festzelten der Feria, dem alljährlichen Fest in Tarifa bis 6:30 Uhr morgens. Das Abschlussfeuerwerk, dass um 24 Uhr stattfindet, schauen wir uns auch noch an. Sogar Marie schafft es so lange wach zu bleiben.
    Die Altstadt von Tarifa schauen wir uns ebenfalls an. Die kleinen Gassen sind sehr schön. Wir kehren hier und da zur Nahrungsaufnahme ein. Nach 10 schönen Tagen verabschieden wir die Jungs wieder, bevor sie ihre Heimreise antreten.
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  • Ankunft in Tarifa

    29. august 2024, Spanien ⋅ ☀️ 28 °C

    Tarifa begrüßt uns mit strahlend blauem Himmel, gutem Wind und vielen bunten Kitesurfern auf dem Wasser. Unsere Freunde Robert und Paule sind überrascht, dass wir schon da sind. Wir haben die 2.500 km von Köln in nur 46 Stunden geschafft. Mit dem fahren haben wir uns abgewechselt und in den beiden Nächten nur jeweils 4 Std. geschlafen. Zwischendurch waren wir mit Marie auf Spielplätzen und im Skatepark. Marie ist eine tolle Mitfahrerin.

    Nun sind wir sehr erschöpft, aber glücklich angekommen. Robert und Paule sind bereits eine Woche hier und wir werden noch gute 10 Tage Surfurlaub zusammen machen. Nach dem gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag gemütlich mit einem Bierchen ausklingen.
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  • Abschied in Köln

    26. august 2024, Tyskland ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Fahrt nach Köln verlief reibungslos. Wir sind die 600km durchgefahren und Marie hat die 6,5 std. fahrt super gemeistert. Das gibt schonmal ein gutes Gefühl für die bevorstehende Reise.

    In Köln geht die Arbeit am Sprinter noch weiter. Der Van bekommt einen chicken Boden und
    während Regina das Wochenende mit ihren Freundinnen auf Tour geht, erneuert Jens die Bremsen Stoßdämpfer und den Klimakondensator vom Sprinter. Regina‘s Eltern kümmern sich derweil um Marie. Sie hat die Veränderungen ganz schön mitgenommen (Abschied Kita, Untervermietung der Wohnung, Verkauf einiger ihrer Spielsachen) und, dass Mama nun nicht da ist, ist das i-Tüpfelchen. Als Regina wiederkommt, geht es ihr wieder etwas besser.
    Auch am letzten Tag wird noch am Auto gebaut. Anschließend wird alles schnell in den Camper geräumt. Am 28.8.24 um 20 Uhr verabschieden wir uns von Regina’s Eltern. Der Abschied fällt ihr schwer. Aber die Vorfreude ist auch groß. Die Reise beginnt …
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  • Abschied in Berlin

    20. august 2024, Tyskland ⋅ ☀️ 27 °C

    Vor Reisebeginn verabschieden wir uns von unseren Familien und Freunden.
    Die Verabschiedung von Jens Mama an die Ostsee dient zugleich als Testfahrt.

    In Berlin laden wir Freunde und Familie zum fröhlichen Beisammensein inkl. kleiner Fahrzeugpräsentation ein. Wir sitzen camperlike vorm Bus auf der Straße und die Kinder toben begeistert im und um den Van herum.

    In der Kita verabschiedet sich Marie mit einer Safari Party, während wir die Wohnung an unsere Untermieter übergeben. Bevor wir in Berlin abfahren wird Marie von den Kitakindern nach Hause gebracht und die kleinen nehmen Herzergreifend abschied.

    Dann geht's auch schon los in Richtung Kölle.
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  • Vorbereitung

    19. august 2024, Tyskland ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Vorbereitungen auf unseren Transafrikatrip beginnen bereits 1 Jahr vor dem Reisestart. Den Reisezeitraum haben wir so gewählt, dass wir ca. zum 5. Geburtstag von Marie zurückkehren, um sie dann auf die Schule vorzubereiten und anzumelden. Unsere Jobs haben wir für die Reise gekündigt.

    Für den Trip benötigen wir natürlich das passende Reisemobil. Nach gefühlt ewiger Suche findet Jens im Internet einen passenden Allrad-Sprinter als Basis für unser Reisemobil. Der Wagen entspricht unseren Anforderungen, befindet sich aber leider in Österreich. Jens zögert nicht lange und fliegt kurzerhand dorthin und kommt mit dem leeren Kastenwagen zurück. Dann beginnt die Ausbauplanung des Transporters.

    Zuerst wird die Karosserie in Schuss gebracht und über den Winter Fenster und Dämmung und Elektrik eingebaut. Im Frühjahr beschäftigten wir uns mit dem Möbelbau, der sich bis zum Start der Reise hinzog. Viel Zeit und etliche Nachtschichten hat Jens in die den camperausbau gesteckt. Regina half, so weit es die Kinderbetreuung zuließ.
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    Start på rejsen
    20. august 2024