Staunend reisen mit Edith
Wir sind Reisende. Nachdem wir bis vor ein paar Jahren die Welt bereist und erwandert haben, wollen wir jetzt unseren Reisefokus auf Europa von Ost nach West und von Nord nach Süd legen. Balù, unser Wohnmobil, begleitet uns dabei. Les mer🇦🇹Innsbruck
  • Es ist wie heimkommen

    17. september 2023, Hellas ⋅ ☀️ 22 °C

    Ja, jetzt sind wir endlich da. Hier in Griechenland. Ja, endlich daheim, so fühlt es sich an. ❤🧡💛
    Bei Kakavjia haben wir die Grenze nach Griechenland überschritten und sind jetzt in Nordgriechenland mitten im Pindos-Gebirge am Rande der angeblich tiefsten Schlucht der Welt, der Vikos - Schlucht. Die Angaben über die Tiefe der Schlucht schwanken zwischen 600 und 1000m. Den Titel "tiefste Schlucht der Welt" bezieht sich auf den entsprechenden Eintrag im Guiness-Buch.
    Die Gebirgskette von Pindos, mit einer Länge von 230 Kilometern und einer Breite von 70 Kilometern ist das Ende des Alpenbogens in Griechenland.
    Wir stehen gerade in Mikro-Papigo, am Eingang zu Schlucht, in die wir morgen hinabsteigen werden.
    Der Weg hierher führt über eine spektakuläre Serpentinenstraße. Am Anfang dieser Straße sind wir am Voidomatis Badeplatz vorbeigekommen, einem Flussbadeplatz mit Kiesstrand, den der Fluss Voidomatis hier geformt hat. Hier haben wir unser erstes kaltes Flussbad genommen, was bei 30 Grad höchst erfrischend war. Und hier haben wir Erika und Ulli aus Oberösterreich getroffen, mit denen wir dann einen feinen, interessanten Abend in Micro-Papigo verbracht haben. Wir aber fuhren dann zunächst weiter nach Megalo Papigo, wo wir zunächst die erste griechische Taverne besuchten und dann weiter wanderten zu den Papigo Felsquellen, die tatsächlich wunderschön sind, aber deren Wasserstand derzeit sehr niedrig ist und daher auf uns nicht sehr einladend wirkte. Auf dem Rückweg haben wir in einem netten Restaurant ein paar griechische Kleinigkeiten gegessen.
    Dann fuhren wir weiter auf unseren heutigen Stellplatz neben der Kirche in Micro-Papigo. Nach einem Spaziergang durch den Ort trafen wir wieder auf Ulli und Erika. Der Abend wurde lang und interessant.
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  • Auf dem Weg der Besserung

    16. september 2023, Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute ging es mir schon wieder besser und ich habe am Vormittag den Strand so richtig genossen.
    Am Nachmittag brachen wir dann auf nach Gjirokastër auf einen Campingplatz in Stadtnähe. Gjirokastër besuchen wollten wir nicht, weil wir die Stadt schon vor 2 Jahren ausführlich besucht haben. Der Campingplatz liegt aber auf unserem Weg nach Griechenland in angemessener Entfernung zwischen unserem Standort und der griechischen Grenze.
    Gjirokastër wird auch die Steinstadt Albaniens genannt.
    Man sieht sie schon aus der Ferne mit den steinernen Häusern, die steil die Hänge des Mali i Gjerë emporklettern, einem Gebirge, dessen imposante Gipfel sich auf 1800 Metern Höhe erheben. Steil ist auch die Straße, die ganz nach oben in die Altstadt führt. Nur an bestimmten Stellen ist die Hauptstraße breit genug, um zwei Fahrzeuge gleichzeitig passieren zu lassen. Gjirokaster wird auch die "Stadt der tausend Stufen" genannt und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie diesem Namen alle Ehre macht. Keine der engen Gassen führt einfach geradeaus. Sie führen hoch und herunter, um Kurven und Ecken - Gjirokaster eben, die etwas andere Stadt. Die Straßen und Gassen bestehen aus kunstvoll gelegtem Kopfsteinpflaster - Gjirokaster, die "Stadt der Steine"

    Hoch oben, wie ein Wächter, thront die beeindruckende Burg von Gjirokaster. Von dort hat man einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt, das Drinostal und die umliegenden Berge.
    Der frühere albanische Diktator Enver Hoxha wurde 1908 in Gjirokaster geboren.
    Über ihn redet absolut niemand in Albanien. Nur die vielen Ein-Personen-Bunker, die über ganz Albanien verstreut sind, erinnern an ihn und an seine Paranoia. Sein ehemaliges, wiederaufgebautes Geburtshaus ist nun die Heimat des Ethnografischen Museums.
    Soviel zur Stadt, die wir diesmal nur streifen, die aber ein absolutes Muss für jede*n Albanienreisende*n ist.

    Am Campingplatz wurden wir gleich mit Raki empfangen, der unserer gestörten Darmflora guttat. Essen gab es heute noch nicht. Morgen versuchen wir es wieder.
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  • Fischvergiftung

    15. september 2023, Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern am schönsten Strand Albaniens lagen wir beide sterbenselend mit Fischvergiftung im Bett. Das war der Meeresfrüchterisotto von vorgestern, den ich aus angeblich frischen Meeresfrüchten zubereitet habe.
    Nach 24 Stunden geht es heute wieder besser. Etwas schwach auf den Beinen, aber alle unappetitlichen Begleiterscheinungen sind vorbei.
    Jetzt noch ein paar Stunden den Strand genießen und dann weiter auf einen Campingplatz um uns und alles andere wieder zu reorganisieren.

    Trotzdem: Ein paar Bilder vom Traumstrand in Zenec
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  • Noch ein paar Tage Albanien

    14. september 2023, Albania ⋅ ☁️ 25 °C

    Es stimmt: Auf dem Campingplatz lernt man die netten Leute beim Geschirrspülen kennen. So auch in Orašac. Sabine und Gerald aus Bayern, auf dem Weg nach Albanien. War noch ein netter Abend vorgestern mit interessantem Erfahrungsaustausch.
    Gestern dann weiter über Montenegro bis Shkodra in Albanien. Die Küstenstraße durch Montenegro ist verkehrstechnisch mühsam, man fährt zu 70 %staubedingt im Schrittempo. Außerdem ist der Küstenteil von Montenegro einfach nur schrecklich. Wunderschöne Küste verheerend verbaut. Unvorstellbar, was da alles herumsteht.🤦
    Eigentlich wollten wir gestern noch bis nach Zvernec fahren, aber die mühsamen 218 km bis nach Shkodra haben gereicht. Dort gelang es uns noch einzukaufen und eine albanische SIM Karte zu erstehen.
    Übernachtet haben wir dann am Parkplatz beim Hotel Buna-Park, auf dem wir schon vor 2 Jahren gestanden sind.
    Heute Früh wollten wir im dortigen Restaurant Frühstücken. Aber offensichtlich gab es ein Missverständnis und der Kellner hat uns ins Restaurant für Hotelgäste geschickt. Das Frühstück, war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Und als wir zahlen wollten, meinte der Kellner, dass wir das mit der Hotelrechnung zahlen sollten. Wir hatten keine Lust darauf, das Missverständnis aufzuklären, denn das hätte zwangsläufig einen Rattenschwanz von albanischen Formalitäten nach sich gezogen. Und so machten wir uns zechprellend aus dem Staub.
    Jetzt sind wir am schönsten Strand Albaniens, den wir so gut aus 2021 kennen. Damals waren max. 6 Wohnmobile hier, jetzt dürften es um die 50 sein. Der Strand ist immer noch wunderschön, der Weg dorthin ist schlechter geworden, aber irgendwas fehlt und lässt dieses romantische Gefühl nicht so recht aufkommen. Außerdem tummeln sich hier viel zu viele Hunde für meinen Geschmack.
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  • Sarajevo und Mostar

    11. september 2023, Bosnia og Herzegovina ⋅ ☀️ 28 °C

    Gestern also Sarajevo. Der Weg dorthin ist relativ öde. Teilweise Autobahn, ein anderer Straßenabschnitt muss erst zur Autobahn ausgebaut werden. Ich bin zum ersten Mal in Bosnien-Herzegowina. So ganz anfreunden kann ich mich mit diesem Land noch nicht.
    Am frühen Nachmittag erreichen wir Sarajewo. Der Parkplatz, den uns Park4Night vorschlägt, liegt genial nahezu mitten in der Stadt. Und er ist leer. Gibt es ihn noch? Wird er noch bewirtschaftet? Darf man hier überhaupt stehen? Egal, wir stellen uns hin und harren der Dinge, die da kommen sollen.
    Wir machen uns dann auf den Weg in die Altstadt mit ihren Basaren und Märkten, Moscheen und Kirchen und viel kunterbuntes Getümmel. Hier trifft man Menschen verschiedenster Kulturen, Religionen und Hautfarben, Teesalons, Sishabars und moderne Cafès. Alles scheint friedlich und harmonisch. Wenn man bedenkt, dass sich hier vor nicht allzulanger Zeit Moslems und Christen die Schädel eingeschlagen haben. (1991 -1995)
    Am Abend sind wir noch in einem netten Restaurant essen gegangen. Gutes Essen, guter Wein, super Preise. 20 € für beide.
    Die Währung in Bosnien-Herzegowina ist übrigens KM (konvertible Mark) 1€ =2KM.
    Man kann aber fast überall mit Euro zahlen.
    Heute sind wir dann noch 120km weitergefahren nach Mostar.
    Mostar liegt im Süden von Bosnien und Herzegowina am Fluss Neretva und ist die Hauptstadt der Herzegowina. Die Stadt hat etwa 100.000 Einwohner. Im Bosnienkrieg wurde Mostar schwer beschädigt. Vor allem die bekannte Brücke über die Neretva, die Stari Most, wurde vollkommen zerstört., aber 2004 bis 2005 mit Geldern einiger EU-Staaten wieder aufgebaut und 2005 zum Weltkulturerbe erklärt

    Wir haben uns hier nur zwei Stunden aufgehalten, weil der Rummel in den kleinen engen Gassen unerträglich war.
    Am Nachmittag sind wir dann weitergefahren bis nach Orašac bei Dubrovnik auf den kleinen sympathischen Campingplatz Peça, den wir schon von unserer Albanienreise 2021 kennen.
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  • Eine lange Anreise

    9. september 2023, Østerrike ⋅ ☀️ 24 °C

    Seit einer Woche sind wir unterwegs.
    Auf dem Weg haben wir viele nette Menschen besucht. Mit Sonja und Klaus im Leoben haben wir angefangen und mit Gerti und Helmut in Limbach aufgehört. Dazwischen gab es ganz tolle Begegnungen mit Freund*innen aus unserer alten Heimat im Südburgenland.
    Aber hauptsächlich haben wir gegessen und getrunken. Viele Einladungen bei großartigen Köch*innen oder bei tollen Heurigen.
    Gestern sind wir also weitergefahren. Über Berge und Täler zunächst Südburgenland, dann Slowenien und schließlich Kroatien bis kurz vor Zagreb. Die haben hier auch ganz echte Bergstraßen, toll ausgebaut. Auf einer Anhöhe oberhalb von Zagreb, bei der Jakov Kirche, haben wir dann übernachtet.
    Und heute haben wir bei strahlendem Wetter und 30 Grad Zagreb besucht. Da gibt es einen super Parkplatz nur einen km vom Stadtzentrum entfernt gefunden.
    Ein paar Worte zu Zagreb:
    Zagreb ist die Hauptstadt und die größte Stadt Kroatiens. Sie liegt im nordwestlichen Teil des Landes am Fuße des Medvednica-Gebirges und an der Save, dem größten Fluss Kroatiens. Zagreb hat etwa 800.000 Einwohner und ist ein wichtiges kulturelles, wirtschaftliches und politisches Zentrum.

    Die Stadt hat eine lange und reiche Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Im Jahr 1093 wurde Zagreb zum Sitz des Erzbistums ernannt und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handelszentrum. Im 16. Jahrhundert wurde Zagreb Teil des Osmanischen Reiches, aber im 17. Jahrhundert eroberten die Habsburger die Stadt zurück.
    Im Jugoslawienkrieg von 1991-1995 war Zagreb die Hochburg des kroatischen Widerstandes.
    Heute ist Zagreb eine eine moderne, lebendige, durch und durch europäische Stadt.

    Nachdem wir die Stadt ausführlich durchstreift haben, sind wir am späten Nachmittag noch weitergefahren Richtung Sarajevo.
    Heute übernachten wir auf einem kuscheligen Platz kurz vor der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Und zum ersten Mal selber gekocht haben wir auch. Pasta geht immer.
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  • New Lanark und weiter Richtung Süden

    2. juli 2023, Skottland ⋅ 🌬 14 °C

    Gefahrene Strecke: 236 km
    Heute haben wir New Lanark besucht. Das ist eine sehr spannende Geschichte

    New Lanark in Schottland, südlich von Lanark in der Grafschaft South Lanarkshire gelegen, ist ein ehemaliges Baumwollfabrikationszentrum am Fluss Clyde, das 1785 vom Textilkaufmann David Dale als neuartige Industriesiedlung gebaut wurde.
    Die Industrialisierung nimmt Fahrt auf, die Highland Clearences treibt die Landbevölkerung in die Städte oder gar auf neue Kontinente. Die Situation der neuen Arbeiterschicht ist schlimm. Sie leben meist in kleinen Wohnungen in Glasgow oder Edinburgh – dreckig, dunkel, ausgebeutet. Doch hier sollte sich das ändern. Denn hier wollten Visionäre eine bessere Welt schaffen für die Arbeitenden mit ihren Familien. Hier in den Mühlen von New Lanark.
    Kinderarbeit war normal. Für Bildung keine Zeit – und kein Geld. Die Arbeit in den Fabriken war hart und der Feierabend in den Wohnungen der Citys dreckig und stinkend. Als David Dale und Richard Arkwright unterhalb der Royal Burgh von Lanark neue Baumwoll-Webereien gründeten, hatten sie eine revolutionäre Idee im Sinn: freie Bildung für die Kinder!

    In der Tat war das großzügig für damalige Verhältnisse. Allerdings mussten die Kinder dennoch elf Stunden pro Tag malochen, ehe sie dann zwei Stunden lang Lesen, Schreiben und Rechnen lernen durften. Doch mit Dale und Arkwright begannen die Verbesserungen erst.
    Dales Schwiegersohn Robert Owen ging noch weiter. Er setzte die Arbeitszeit für alle Arbeiter weiter herab, bis später sogar auf nur acht Stunden. Kinder unter zehn Jahren durften gar nicht mehr arbeiten. Es gab medizinische Versorgung, sowas wie eine Krankenversicherung und für damalige Verhältnisse gute Wohnsituation für alle.

    Heute sind die Hallen und Straßen leer, die Häuser aber renoviert und mittlerweile haben sich wieder ein paar Unternehmen angesiedelt. Und vor allem kommen Reisende, denn im Jahr 2001 wurde New Lanark zum UNESCO Weltkulturerbe erhoben.
    Für Besucher*innen gibt es einen ganz tollen Rundgang und sowas wie eine "Geisterbahn", die sehr anschaulich das Leben hier im 19. Jhdt. darstellt.
    Ein wirklich gelungenes Projekt, dessen Besuch ich Schottlandreisenden unbedingt ans Herz lege.

    Wir sind heute noch weitergefahren über Schottland hinaus in den Norden von England, wo wir heute in der Nähe von Kendal am Lancasterkanal übernachten. Morgen geht's dann nach Dover und auf die Fähre, also wieder aufs Festland.
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  • Edinburgh

    1. juli 2023, Skottland ⋅ 🌬 17 °C

    Gefahrene Strecke: 64 km
    Der heutige Tag galt einem ausführlichen Besuch von Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Von unserem Übernachtungsplatz bis ins Zentrum von Edinburgh sind es ca. 4 km, die wir fein zu Fuß bewältigen konnten.
    Vorher aber mussten wir noch unser Auto verstellen, das dort, wo wir parken plötzlich Schilder hingen, dass parken verboten sei und zwar von heute bis kommenden Donnerstag wegen einer Zeremonie. Zeremonie? Das Königspaar, Charles und Camilla, kommt zu Besuch und die Stadt wird Ihnen zu Ehren auf Hochglanz gebracht.
    Edinburgh ist unbedingt einen Besuch wert, hat sowohl kulturell als auch kulinarisch einiges zu bieten. Leider ist auch diese Stadt völlig überlaufen. Ich habe, wie üblich in für mich neuen Städten, eine Fahrt mit dem Seightseeingbus unternommen und konnte mir so eine guten Überblick verschaffen. Thomas mag das nicht und er hat die Stadt auf eigene Faust erkundet. Der Tag in Edinburgh war ziemlich anstrengend. Trotzdem sind wir dann weitergefahren nach New Lanark, wo wir auf einem Parkplatz zum Eingang zur Mühle und zu den Waterhouses übernachten. Morgen wollen wir New Lanark besuchen. Dazu morgen mehr.
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  • Von Perth nach Edinburgh

    29. juni 2023, Skottland ⋅ ⛅ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 73 km
    Nach einem Frühstück im Lokal von gestern und einer ausgiebigen Wanderung rund um Perth, sind wir heute nach Edinburgh gefahren. Dort haben wir uns auf einem Parkplatz in der Nähe des berühmten Fettes Colleg eingerichtet. Heute sind wir nicht mehr in die Stadt gegangen, weil wir die Zeit zum Reorganisieren nutzen mussten.Les mer

  • Blair Castle und Perth

    29. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 60 km
    Also heute Morgen vom Campingplatz gerade mal 500 m zum Blair Castle. Zuerst machen wir unser Auto reisefertig. Am Parkplatz vor der Rezeption könnte es den ganzen Tag stehen.
    Der Eintritt ins Burggelände kostet 17£ pro Person, für uns als Gäste des Campingplatzes nur 5£.
    Blair Castle zu besuchen lohnt sich auf jeden Fall, schon weil alles sehr liebevoll gestaltet ist. Besonders auch der dazugehörige Garten ist einfach wunderschön.
    Die Burg gehört zu den ältesten noch bewohnten Burgen in Schottland und ist eng verknüpft mit der stürmischen, schottischen Geschichte.

    Schon die berühmte Maria Stuart besuchte das herrschaftliche Anwesen und auch Bonnie Prince Charlie war zu Gast, bevor er in die blutige Schlacht von Culloden zog.

    Das auch als "weißes Schloss" bekannte Blair Castle ist Sitz der einzigen legalen Privatarmee Europas, den Atholl Highlanders, ein Überbleibsel aus alten Clan-Zeiten. Ihr Oberhaupt ist der Clan-Chief Duke of Atholl. Zu seinen Ehren findet jährlich am letzten Maiwochenende eine Parade der Atholl Highlander statt, sowie Atholl Gathering & Highland Games.

    Und endlich sind wir zum ersten Mal auf unserer Reise einem waschechten Dudelsackspieler begegnet.

    Dann sind wir heute noch weitergefahren nach Perth, wo wir nach einem Stadtbummel in einem wirklich einladenden Lokal gut und günstig gespeist haben.
    Perth, die einstige Hauptstadt Schottlands, liegt am Fluss Tay, der die Stadt in der Mitte teilt. Drei große Brücken verbinden aber wieder. Durch den Fluss Tay hat Perth aber schiffbaren Zugang zur Nordsee. Die Stadt hat nichts Besonderes zu bieten, aber viele Grünflächen, viele Wanderwege und sie macht einen rundum sympathischen und entspannten Eindruck.
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  • Von Culloden nach Blair Castle

    28. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 211km
    Das war heute aber ein anstrengender Tag. Zuerst haben wir Culloden Battlefield besucht, einen Ort, der sich bis heute ins schottische Gedächtnis eingegraben hat und um den viel Tamtam gemacht wird. Hier stellte sich die schottische Armee 1746 den britischen Regierungstruppen und erlitt eine herbe Niederlage. Das war das Ende der schottischen Unabhängigkeit und des schottischen Clanwesens.
    Der Ort ist heute Gedenkstätten und wird von Tourist*innen und von schottischen Nationalist*innen gleichermaßen begeistert besucht.
    Wir blieben nur ganz kurz und fuhren dann weiter nach Balmoral Castle, der Sommerresidenz der Royals.
    Interessant ist der Weg dorthin, weil wir wirklich über zwei Pässe und ein großes Schigebiet, The Lecht Ski Centre, gefahren sind. Sieht jetzt natürlich genauso aus, wie die Skigebiete am Arlberg im Sommer aussehen, halt ohne Hotels.

    Balmoral Castle ist enttäuschend. Sehr teuer, 15£ pro Person und dafür kann man halt einen Spaziergang durch den Park machen und das Schloss von außen fotografieren.
    Wir fuhren dann heute noch weiter auf den Campingplatz bei Blair Castle, ein richtig toller, gut organisierter Campingplatz, der alle Stücke spielt und in unmittelbarer Nähe zu Blair Castle steht. Kostet 30£.
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  • Inverness

    27. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 149 km
    Von Golspie fuhren wir heute nach Dornoch, wo es auch ein Castle gibt. Aber das brauchten wir heute nicht. Ein Spaziergang mit Frühstück in Dornoch und basta.
    Weiter ging's dann nach Nigg, das ist ein kleiner Ort mit kleinem Industriehafen und Bohrtürmen. Von dort soll eine kleine Fähre nach Cromerty gehen. Das wär ganz lustig und würde die Fahrt nach Inverness vielleicht abkürzen. Die Fähre gibt es, aber unser Balù passt nicht drauf.
    Also fahren wir über die A9 nach Inverness.
    Inverness ist eine Stadt an der Nordostküste Schottlands. Hier fließt der Ness in den Moray Firth. Dies ist die größte Stadt und das kulturelle Zentrum der schottischen Highlands.
    Außerdem ist Inverness eine Hochburg für Bergwanderer*innen, weil man von hier aus bequem viele Wandergebiete erreicht. Wir verschieben allerdings das Bergwandern wieder auf zu Hause.
    Und heute in Inverness ein Fest für uns. Wir gehen endlich wieder mal Essen. Nachdem ich gefühlte 20 Lokale kontaktiert hatte, gelang es mir heute früh doch noch einen Tisch im Restaurant Prime zu ergattern. Und es war ein schöner, teurer Abend mit sehr gutem Essen. Teuer heißt 120£ für zwei.

    Nach dem Essen fuhren wir nach Colloden, wo wir unter einem ganz tollen Viadukt mit noch zwei anderen Campern übernachten.
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  • Von Rosal Forest nach Little Ferry

    26. juni 2023, Skottland ⋅ ☀️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 128 km

    Über die A836 sind wir im Landesinneren Richtung Lairg gefahren, wo wir in einem netten Cafè mitten in der Pampa am Loch Shine ein ganz tolles Frühstück bekommen haben. Dann wollten wir weiter zum Dunrobin Castle an der Ostküste Schottlands, also an der Nordsee. Aber natürlich fahren wir nicht auf der Straße auf der alle fahren, sondern auf einer wunderschönen Single Track Road, auf der niemand fährt. Google Maps will uns da überhaupt nicht fahren lassen. Nach zwanzig km und fast schon am Ziel wissen wir dann auch, warum. Da gibt es nämlich eine Bahnbrücke und wir kommen da auf gar keinen Fall durch. Also: Alles wieder zurück und doch über die normale Straße nach Golspie, wo Dunrobin Castle steht.
    Hier ist die Gegend ganz anders als auf der Westseite. Weite Fläche reine Moorlandschaft und sonst absolut nichts.
    Dunrobin Castle ist ein Schloss an der Ostküste von Schottland, knapp zwei Kilometer nördlich von Golspie. Es ist der Stammsitz des Clan Shutherland und damit auch des Earl of Shutherland. Mit 189 Zimmern ist Dunrobin Castle das größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands.
    Das Schloss ist wirklich beeindruckend und ein Besuch auf jeden Fall empfehlenswert.
    Wir fahren dann noch weiter ans Meer. Da gibts in Little Ferry einen feinen Übernachtungsplatz. Litten Ferry, die kleine Fähre soll auf die andere Seite der Bucht übersetzen. Aber offensichtlich gibt es die schon lange nicht mehr.
    Die Gegend bietet sich zum Spazierengehen an. Vom Wanderweg aus kann man draußen auf der Sandbank viele, viele Robben sehen. Leider kommt man nicht nah genug heran, um gelungene Bilder machen zu können.
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  • Nach Rosal Clearance Village

    25. juni 2023, Skottland ⋅ 🌧 16 °C

    Gefahrene Strecke: 110km
    Heute geht es zu einem großen Teil an der Nordküste Schottlands entlang, bis wir bei Bettyhil nach Süden fahren. Von Durness fahren wir noch an zwei wunderschöne Strände und dann weiter nach Tongue und Bettyhill, immer auf Single Track Roads. Die ganze Strecke bis Bettyhill ist öd und leer und, dass es Orte gibt, erkennt man nur daran, dass ab und zu eine Ortstafel steht.
    Von Bettyhill geht eine Single Track Road, die A 871, Richtung Süden. Bei Syre zweigt ein kurzer Waldweg ab, der zum Rosal Clearance Village führt, einer Erinnerung an schottische Profitsucht. Um 1814 wurde das kleine Dorf Rosal mit brutalsten Mitteln geräumt (cleared), um Weideland für die Schafherden zu schaffen. Zu sehen sind die Grundmauern von Longhouses, Ställen und Räucherkammern. Zahlreiche Schautafeln erklären den Zusammenhang.
    Wir machen hier eine kleine Rundwanderung und übernachten in einer Parkbucht in der Nähe.
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  • Cape Wrath und Durness

    24. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 19 °C

    Gefahrene Strecke: 35 km
    Heute sind wir nach Cape Wrath, dem Nordwestende Schottlands, gefahren. Das Lighthouse von Cape Wrath erreicht man mit einem kleinen Passagierschiff über die Meerenge von Durness.
    Die kleine Fähre startet bei Keodale und bietet Platz für ca. 22. Personen. In der Regel geht die erste Fähre um 9.15, das hängt aber vom Gezeitenstrom ab. Die Überfahrt dauert keine 10 Minuten. Auf der anderen Seite wartet dann schon ein Minibus, dessen routinierter Fahrer uns über einen holprigen Schotterweg von 18km -ununterbrochen redend- zum Lighthouse bringt. Die Fahrt führt durch komplett unbewohntes Gebiet, links und rechts der Schotterstraße nichts als Moorflächen.
    Das Gebiet wird von der Royal Air Force als militärisches Übungsgebiet für Bombenabwürfe genutzt, weshalb die Fahrt zum Kap in gewissen Zeiten des Jahres untersagt ist. Am Kap selbst steht das Cape Wrath Lighthouse, der 1828 von Robert Stevenson erbaut wurde und bis 1998 bemannt war. Weiter finden sich die Ruinen der Lloyd’s-Signalstation, die benutzt wurden, um die Schifffahrt zu überwachen.
    Spannende Tour, die ich jeder Schottlandreisenden nur ans Herz legen kann.

    Wir sind ca. 4 Stunden insgesamt unterwegs und fahren dann weiter nach Durness. Durness ist ein kleiner Ort mit ca. 400 Einwohnern. Der Ort ist ausschließlich über zwei Single Track Roads zu erreichen, hat aber ein recht gut sortiertes kleines Spar Geschäft und einen sehr schönen Campingplatz. Hier bleiben wir heute
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  • Von Loch Nedd nach Oldshoremore

    23. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 68 km
    Gefahren wurde heute ausschließlich auf Single Track Roads und der Verkehr am Vormittag war durchaus stressig. Jetzt, in dieser Gegend, sind hauptsächlich Tourist*innen unterwegs, die meisten mit Campern. Entsprechend fordert die Straße unsere ganze Aufmerksamkeit. Da kommt doch glatt ein Franzose im Personenwagen daher und erklärt uns, dass hier keine Wohnmobile fahren dürfen. Aha! Und das erzählt er jedem oder jeder, der oder die ihm mit dem Wohnmobil begegnet?! Außerdem gibt es gar keine andere Straße und ein Campingplatz ist auch da oben.
    Wir fahren zunächst zum Parkplatz in Blairmore, dort ist die Straße zu Ende.
    Von dort wandern wir zur Sandwood Bay, dem angeblich schönsten Strand Schottlands. Und tatsächlich: Der Strand ist atemberaubend. Ein Dünenstrand, im Besitz des John Muir Trust, einer gemeinnützigen Organisation,die sich dem Schutz und dem Erhalt von außergewöhnlich schönen Naturräumen verschrieben hat.
    Dieser Strand ist dermaßen verlockend, aber leider hat das Meer nur 12 Grad u d das ist definitiv nichts für mich.
    Nach diesem Hochgenuss fahren wir nach Oldshoremore, wo es einen feinen Stellplatz gibt, der 5£ kostet und neben einem Parkplatz für den Friedhof liegt. Der Stellplatz liegt auch an einem wunderschönen Strand, kann aber nichts.
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  • Nähe Ullapool bis Loch Nedd

    22. juni 2023, Skottland ⋅ ⛅ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 88 km
    Hier ist es einfach nur wahnsinnig schön.
    Wir fahren fast immer an der Küste. Heute z. B. von unserem Übernachtungsplatz
    über Lochinver zum Lighthouse Stoer. Aber zuerst machen wir Halt am Ardvreck Castle, eine wunderschön gelegene Burgruine. Gibt ein schönes Fotomotiv her, daher nur kurzer Aufenthalt.
    Am Hafen von Lochinver gibt es sogar eine V/E Station gegen Bezahlung. Die nutzen wir aber nicht. In einem netten Cafè gibt's Frühstück und ein lustiges Gespräch mit dem völlig hyperaktiven Steven.
    Am Lighthouse ist viel Parkplatz und wir machen uns auf zu einer wunderschönen Klippenwanderung.
    Die Suche nach einen Übernachtungsplatz nervt heute ein bisschen, aber schließlich landen wir auf einem schönen Platz am Loch Nedd.
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  • Dachlukencrash

    21. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 104 km

    Jetzt sind wir definitiv dort, wo Schottland am schönsten ist, wo es aber absolut nichts mehr gibt.

    Von Ullapool sind wir zunächst eine wunderschöne Strecke Richtung Lochinver gefahren, vorbei an verschiedenen Löchern und durch herrliche Natur. In einem kleinen Dorf namens Reiff machten wir Halt und wollten eine kleine Wanderung machen. Leider ist hier aber alles Moorlandschaft und es ist unmöglich, abseits der Straße zu gehen. Also zurück zum Auto und eigentlich wollten wir dann weiterfahren nach Lochinver. Aber dann hatten wir wirklich ein Problem. Wir Vollkoffer hatten nämlich vergessen, die Dachluke zuzumachen und sind fröhlich bei relativ stürmischem Wind durch die Gegend gefahren. Auf einem Viewpoint - wir wollten gerade die Aussicht genießen- fliegt uns plötzlich das Fenster um die Ohren. So: Das Wetter ist schlecht, der Wind pfeift durch die Gegend und genau über unserem Bett ist das Fenster weg.
    Dem Universum sei Dank, kommt ein hilfsbereiter Schotte vorbei, der uns zumindest hilft, die nächste Werkstatt ausfindig zu machen. Uns war das unmöglich, weil kein Internet. Das heißt, zurück nach Ullapool, Fenster provisorisch mit Spanngurten festgemacht. In besagter Werkstatt konnte man uns auch nur den Rat geben, das Fenster irgendwie mit Plastik und Klebeband zu befestigen. In Ullapool gibt's einen sog. Hardware Markt. Wir brauchen nämlich eine Plastikfolie und wetterfeste, starkklebende Klebebänder. Es gibt zwar keine Plastikfolie, aber die nette Verkäuferin besorgt uns Plastiksäcke aus dem Magazin. Und Klebeband gibt's sowieso genauso, wie es auch für Schiffe gebraucht wird.
    Also suchen wir uns einen Übernachtungsplatz und reparieren unseren Balù. Das sind die Momente, an denen die langen Tage mit Helligkeit bis Mitternacht ein Segen sind.
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  • Inverewe Garden und Ullapool

    20. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 19 °C

    Gefahrene Strecke: 93 km
    Heute Früh, das Wetter ist bescheiden, holen wir zuerst noch Eier beim Bauern nebenan. 6 Eier für 1,50£.
    Dann noch schnell das Geld für den Stellplatz in das verrostete Briefkastl am Eingang. Und dann fahren wir in diesen wunderschönen und berühmten Garten.
    Der Inverewe Garden in Poolewe ist einer der nördlichst gelegenen botanischen Gärten der Welt. Durch seine klimatisch begünstigte Lage an der Nordwestküste Schottlands, direkt am warmen Golfstrom, kann er mit einer für diesen Breitengrad völlig untypischen und vielfältigen Bepflanzung aufwarten.
    Dort konnten wir zunächst noch frühstücken und dann genossen wir den Garten in vollen Zügen. Absoluter Traum, absolute Empfehlung. Obwohl genau diese Wochen nicht gerade die optimalen für diesen Besuch sind. Denn die Blüttenpracht des Frühlings ist schon fast zu Ende und die des Sommers hat noch nicht begonnen.
    Danach fahren wir auf der A835 nach Ullapool, wo wir uns noch regenerieren wollen, bevor es richtig an die Nordküste geht. Regenerieren heißt Ver- und Entsorgen, Volltanken, Einkaufen, Wäsche waschen, Essen gehen.
    Alles gelingt uns, teilweise am Campingplatz, teilweise im Ort. Nur Essen gehen funktioniert nicht. Wie haben das System nicht wirklich durchschaut: Auf jeden Fall muss man in Restaurants immer reservieren. Selbst wenn man hinkommt und noch viele Tische frei sind und auch frei bleiben bekommt man ohne Reservierung keinen Platz. In einem netten indischen Lokal hätten wir Essen bekommen, aber die hätten nur Bargeld genommen und davon hatten wir nicht genug dabei.
    Also zurück zum Campingplatz, jetzt im strömenden Regen und selber kochen. Pasta geht immer.
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  • Halbinsel Applecross und Firemore Beach

    19. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 137km
    Gestern waren wir also noch auf der Halbinsel Applecross.
    Zunächst also wieder den Pass auf der anderen Seite hinunter. Die Straße hier ist zwar auch sehr eng, aber weniger steil und ohne nennenswerte Schlaglöcher.
    Wir fahren bis Applecross, ein winziger verschlafenen Ort mit nichts, außer einem Hotel, ein paar B&Bs und einer Tankstelle. Nach einem 10 minütigen Spaziergang haben wir alles gesehen.
    Weiter geht's bis Kinlochewe, nahe dem malerische Loch Maree, am Kreuzungspznkt dreier Täler.
    Die Straße bis dorthin ist meist abenteuerlich eng und als uns ein Riesengefährt mit Wohnwagen entgegenkommt wird's trotz Passing Place ziemlich abenteuerlich.
    Wir fahren dann zu einem sehr empfohlenen Viewpoint mit einem angeblich sagenhaften Blick auf Loch Maree. Na ja, muss man nicht wirklich. Es gibt viel Schöneres.
    Schließlich geht es weiter zu unserem Übernachtungsplatz an der Firemore Beach am Loch Ewe. Da ist ein Riesenplatz über einem der schönsten Strände mit rosafarbenen Sand. Wunderschön. An einem Zaun hängt sowas wie ein Schlüsselschränkchen. Da soll man 10£ pro Nacht einwerfen. Weil es so schön ist, sind wir auch gleich heute dageblieben.
    Heute ist zum ersten Mal richtig schottisches Wetter mit Regen und Wind.
    Wir machen dennoch einen ausgedehnten Spaziergang bis zum Ende der äußerst geschichtsträchtigen Landzunge.
    Danach verkriechen wir uns in unseren Balù, genießen das tolle Internet und schauen dem Meer zu.
    Morgen fahren wir wahrscheinlich bis Ullapool
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  • Letzter Tag auf Skye

    17. juni 2023 ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 148 km
    Heute haben wir es tatsächlich geschafft, um 7 Uhr Früh loszugehen und die Quiraing-Runde zu gehen. Die Rundwanderung ist im Rother-Wanderführer ausführlich beschrieben. Und was soll ich sagen: Es ist einfach überwältigend schön. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus und die Fotos können diese Wahnsinnseindrücke nur zum Teil wiedergeben.
    Die ganze Runde ist ca. 9 km lang. Da es einfach soviel zum Staunen und Bewundern gibt, brauchen wir fast 3 Stunden.
    Da wir zeitig unterwegs sind, begegnen wir nur ganz wenigen Menschen. Erst zum Schluss werden es mehr. Die Tour dürfte in vielen Reiseführer ihren Platz gefunden haben, denn bei unserer Rückkehr ist der Parkplatz ziemlich voll.

    Auf dem Weg zum Auto begegnen wir dem netten italienischen Paar aus Cavalese, die wir gestern auf der Anfahrt schon getroffen haben. Ein kurzes nettes Gespräch und der Wunsch, dass wir uns auf der Reise hoffentlich nochmal begegnen.
    Wir fahren dann weiter, weil wir noch zum Old Man of Storr wollen. Dort angekommen aber trifft uns fast der Schlag. Da geht's zu wie am Jahrmarkt. Aber: Es gibt Wasser und Entsorgungsmöglichkeit für Wohnmobile, was wir sofort nützen.
    Dann noch tanken und weiter nach Portree. Da gibt es keine Parkplätze, also fahren wir zur Skye Bridge, die uns wieder von der Insel bringt.
    Wir fahren nach der Brücke aber nicht die A87 weiter, sondern zweigen links ab, weil wir auf die Applecross-Halbinsel wollen, auf der der zweithöchste Pass der Britischen Insel liegt, der Applecross - Pass. Er liegt auf nur 622 m Meereshöhe, allerdings fährt man am Meeresspiegel los.
    Wir kommen zunächst durch Lochcarron und fahren auf einer Single-Track-Road weiter nach Plockton. Plockton ist ein kleiner, netter Ort mit einem kleinen Hafen und in manchen Gärten riesengroßen Yucca-Palmen.
    Und hier esse ich zum ersten Mal Fish and Chips, ganz frisch...Ist aber dennoch nicht unbedingt das meine.
    Die weitere Straße auf den Applecross-Pass ist herausfordernd, aber machbar. Wohnmobile bis zu 7 m Länge können es schaffen. Längeren ist die Fahrt über den Pass auch verboten.
    Oben am Pass gibt es den
    Bealach na ba Viewpoint, mit natürlich wunderbarer Aussicht und viel Platz zu Freistehen. Hier übernachten wir auch.
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  • Zweiter Tag auf Skye

    16. juni 2023 ⋅ ☀️ 22 °C

    Gefahrene Strecke: 86 km
    Ok, heute ist schon der achte Tag, an dem wir zwar ab und zu Internet haben, aber es reicht nie, meinen Blog hochzuladen, auch nicht dort, wo es Lokale mit WiFi gibt. Trotzdem schreibe ich fleißig weiter. Irgendwann werde ich alles auf einmal uploaden können.

    Heute war wieder ein sehr intensiver Tag. Zuerst einmal haben wir viel zu lange geschlafen. Wir wollten nämlich schon ganz zeitig zum Neist Point Lighthouse wandern. So gingen wir erst gegen halb 10 los. Der Weg war kurz, knappe 4 km für eine Strecke. Am Parkplatz des Leuchtturms war schon fast alles voll und Menschen waren auch genug unterwegs. Aber es war wieder einmal überwältigend.
    Was uns schon die ganze Zeit auffällt: Schottland ist immer in 2 Farben getaucht: Blau und Grün. Blau für Wasser und Himmel und alles dazwischen ist grün.
    Nach diesem Spaziergang fuhren wir weiter nach Dunvegan bzw. zum Castle Dunvegan, ein Castle im viktorianischen Stil mit einem riesigen Garten, der dank des Golfstroms sehr artenreich und üppig ist.
    In dieser Gegend werden die Versorgungsmöglichkeiten jeglicher Art besonders rar, obwohl ziemlich viele TouristInnen unterwegs sind.
    Aber in Portree, dem kleinen Hauptort der Insel, gibt es einen großen Supermarkt, bei dem wir uns für die nächsten Tage eindecken konnten. Heute sind wir dann noch weitergefahren auf die Halbinsel Trotternish, wo die Straßen noch enger, die Menschen weniger und die Schafe mehr werden.
    Hier machen wir morgen ganz oben am äußersten Zipfel von Skye eine Wanderung um den Quiraing.
    Jetzt stehen wir quasi in einer Parkbucht zwischen Uig und Staffin kurz vor dem ziemlich großen Parkplatz und übernachten hier. Am Parkplatz ist nämlich Overnight Parking für Wohnmobile verboten und außerdem ist er kostenpflichtig.
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  • Erster Tag auf Skye

    15. juni 2023, Skottland ⋅ ☀️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 57 km
    In der Früh machen wir uns auf zur Wanderung auf die Südspitze von Glennbrittle. Eine wirklich wunderschöne Tour immer entlang der Küstenlinie: zur Rechten das Meer, zur Linken die Cullins Mountains. Da wir an der Südspitze ein bisschen im Kreis rennen, kommen wir für die gesamte Tour auf 15 km. Auf dem Rückweg ist es schon ziemlich heiß. Außerdem will ich an einer Stelle über ein Morastloch springen und lande wo? Genau: Mitten im Tümpel. Dreckig bis auf die Oberschenkel und wütend wegen dieser Fehlleistung ( Fehlleistung deshalb, weil ich einen Meter weiter oben ganz gemütlich hätte drübersteigen können), war ich froh, endlich zurück auf den Campingplatz zu kommen. Nach einer ausführlichen Dusche ist die Welt wieder in Ordnung. Jetzt machen wir nur noch den Balù flott.
    Dann fahren wir weiter auf unseren heutigen Übernachtungsplatz auf einem ViewPoint von Loch More, von wo wir morgen zum Neist Point Lighthouse spazieren wollen. Wunderschöner Platz und ständig kommen Leute zum Fotografieren. Zu uns gesellt sich noch eine junge Familie ( mit 2 Monate altem Baby) aus der Schweiz in einem britischen Mietwohnmobil.
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  • Castle Eilean Donan und weiter nach Skye

    14. juni 2023, Skottland ⋅ ⛅ 22 °C

    Gefahrene Strecke: 139 km
    In der Früh wachen wur auf, strahlend blauer Himmel und über dem Loch unter uns liegt Nebel. Schon kitschig schön. Und die Straße nach Eilean Castle ist ein Traum.
    Cafés und Bars und Restaurant sind hier dünn gesät. Die wenigen, die irgendwo auf einer touristisch viel befahrenen Straße stehen sind wahre Hotspots. Die Qualität der Angebote ist wirklich in Ordnung, aber Seltenheitswert und gute Qualität haben ihren Preis. Günstig ist hier nichts mehr.
    Unser Frühstücksbedarf war groß und daher stürmten wir die einzig offene Bar auf der Strecke.
    Wir fuhren weiter zur Shiel Bridge, ganz an der Südspitze von Loch Duich. Da gibt es einen Campingplatz und vorher einem Parkplatz. Dort stelln wir den Balù ab und machten eine gemütliche Wanderung Richtung Castle Eilean Donan, aber auf der gegenüberliegenden Seite des Lochs, also zum Fotografieren, wenn man will.
    Danach ging die Fahrt weiter nach Castle Eilean Donan, welches bald besucht war. Relativ großer Ansturm, aber großzügiger Parkplatz, also kein Problem.
    Eilean Donan liegt am Zusammenfluss dreier Lochs und ist durch eine dreibögige Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Wirklich sehenswert. Hinein sind wir nicht gegangen, haben die Burg und die malerische Kulisse nur von außen bewundert.
    Endlich ging es weiter nach Skye. Die Insel erreicht man über eine Brücke, aber auch mit der Fähre ab Malliag etwas weiter südlich. Wir fuhren über die Brücke. Auf dieser Strecke ist der Ersteindruck von der Insel zumindest die ersten 20 km nicht sehr überwältigend. Aber bald präsentiert sich Skye mit seinem ganzen Charme. Wir fahren bis kurz vor Carbost, von wo links die Single Track Road nach Glenbrittle abzweigt. Die Straße ist in einem denkbar schlechten Zustand und es herrscht viel Verkehr. 12 km erfordern vollste Konzentration. Aber dann sind wir da: Dort, wo die Straße aufhört und das Meer anfängt, liegt ein wunderschöner, großzügiger Campingplatz, der alles kann und bietet was man braucht. Vorne das Meer, rundherum bis auf den Gipfel hinauf grüne Berge,kurz: Traumhaft!
    Kostet pro Person 12 €, egal, ob man mit Zelt oder Riesenwohnmobil anreist. Wobei: Ganz riesig geht schon wegen der Straße nicht. Jetzt sind wir echt erschöpft. Der heutige Tag war ziemlich anstrengend. Viel Programm, viel Fahrerei.
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  • Auf Harry Potters Spuren

    13. juni 2023, Skottland ⋅ ☁️ 23 °C

    Gefahrene Strecke: 128 km
    Bisher haben wir Schottland eher bevökerungs- und autoarm erlebt. Heute aber gerieten wir ziemlich ins Geschehen.
    Zunächst fuhren wir nach Glennfinnan, weil es dort ein ganz tolles Viadukt gibt, über das nostalgisch eine Dampflok fährt. Das ist übrigens auch die Filmkulisse für einige Harry Potter Verfilmungen.
    Offensichtlich ist dieses Viadukt samt Zug ein viel begehrtes Fotomotiv. Es gibt einen riesigen Parkplatz, der schon bei unserer Ankunft ziemlich voll war. Die Leute wandern die paar km zu Viadukt, um fototechnisch in Pole Position für den nächsten Zug zu sein.
    Außerdem gibt es den Glennfinnan Viadukt-Trail, ein stark bevölkerter Rundweg. Wir suchen uns auf einem völlig unbegangenen Weg einen guten Platz zum fotografieren. Weiter wandern wollen wir dann nicht, weil es extrem schwül und heiß ist. Sieht nach Gewitter aus.
    Wir fahren dann auch bald weiter nach Fort William, wo wir eine Runde drehen und einkaufen wollen. Das mit dem Einkaufen hat gut funktioniert, das mit dem Rundedrehen nicht, weil es plötzlich wie aus Kübeln zu schütten beginnt.
    Also lassen wir das und fahren auf der A 87 Richtung Castle Eilan Donan. Es herrscht ausnehmend viel Verkehr und es schüttet in Strömen, was das Fahren sehr mühsam macht.
    Die Strecke, die wir noch fahren wollten ist ca. 100 km lang. Da die Verhältnisse schlecht sind und diese Fahrstrecke bei gutem Wetter eine der schönsten Schottlands sein soll, beschließen wir, so bald wie möglich Pause zu machen und über Nacht zu bleiben. Thomas findet einen tollen Platz etwas abseits von der Straße im Wald und wir machen's uns gemütlich mit Essen und Trinken. Und während ich gemütlich mit Miriam telefoniere kommt der Förster an Er erklärt uns sehr freundlich, aber bestimmt, dass wie hier nicht bleiben dürfen. Ok, alles zusammenpacken und auf den Parkplatz, den uns der Förster genannt hat.
    Ein Parkplatz am Straßenrand, aber on schöner Lage und erstaunlich ruhig. Und der Regen hat auch aufgehört.
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