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Australien 2025

Auf geht's nach Hongkong, dann weiter Australien.
Cairns, Sydney, Melbourne, Adelaide, Perth wir kommen. 😁
Rückreiseroute: 10.04.
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  • Trip start
    March 19, 2025
  • Ankommen in Hongkong

    March 20, 2025 in Hong Kong ⋅ ☀️ 19 °C

    Hongkong, wir sind da. Mein zweiter Besuch in dieser Stadt.
    Immigration war wie beim letzten Mal sehr entspannt. Kurz ein Ticket für den Airport-Express gekauft, bei 7-eleven mit grünem Tee und Bananen eingedeckt und ab mit dem Pandazug in die Stadt.
    Am Bahnhof Hongkong erwartete uns ein kleiner Fußmarsch bis zur Tram-Station "Pedder Street". Was wir sofort bemerkten, es ist Rush Hour 😅. Flott in die Tram gequetscht und nach einer holprigen Fahrt an der "Arsenal Station" ausgestiegen. 10 Minuten Fahrt für 0,24€ erscheinen uns aber relativ günstig, danke VISA 😁

    Unser Hotel, das Ying'nFlo, ist relativ modern und freundlich. Trotz der schwarzen Haare im Badezimmer fühlen wir uns wohl.

    Nach einer Katzenwäsche und ein bisschen Umpacken war "Mittagessen" auf dem Plan. Wir suchten uns eine lokale Spezialität um die Ecke heraus und gingen für Salat und Rigatoni Arrabiata zum Italiener, natürlich.

    Frisch gestärkt ging es mit der Doppeldecker-Tram, dieses Mal mit entspannter Füllmenge, Richtung "Victoria Peak". Auf den konnten wir mit der 1989 von Schweizern sanierten Bergbahn nach oben schnellen. Zum Gedudel schweizer Folklore konnten wir schon aus der Bahn heraus die ersten Blicke auf die nächtliche Skyline von Hongkong und Kowloon werfen.

    Oben auf dem Peak, kurz die Mersch-Hölle passiert und an Spielautomaten vorbei, sind wir direkt auf die Dachterrasse des Ankunftgebäudes von der wir das LED-Spektakel der Nacht beobachten konnten. Kurzer Gedanke "Nicht schlecht Hongkong.".

    Das Wetter lud uns dazu ein den Victoria Peak zu umrunden, was wir gegen den Uhrzeigersinn auf dem "Morning Trail" um 21 Uhr abends auch starteten. Wir fragten uns wo sich der "Night Trail" befindet. Naja, Bad Boys for life.
    Sticker deutscher Fußballfanclubs lenkten uns nicht allzu sehr vom Stadtbild und der sehr besonderen Atmosphäre dieses Trails ab. Die beiden Stachelschweine, wir nennen sie mal Pixi und Flixi, raubten uns doch für einen Moment mit ihrem Gezappel im Unterholz jegliche Konzentration und Aufmerksamkeit für die Stadt. Nach einem kurzen Austausch führten wir unseren Weg fort und genossen auf dem südlichen Teil den Mix aus urbaner Atmosphäre, Sternenhimmel und wildem Jungle bis wir unseren Startpunkt wieder erreichten.
    Hier die Runde: https://www.komoot.de/tour/2108236976?ref=aso

    Mit der Bergbahn ging es gegen 22:30 Uhr wieder herunter, ab in die Tram und direkt nach einem Besuch bei "Circle K" ins Hotel. Platt vom Tag direkt eingeschlafen, mal schauen was uns Hongkong an unseren letzten Tag beschert.
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  • Hongkong im Sprint

    March 21, 2025 in Hong Kong ⋅ ☀️ 21 °C

    Huiiiuiui, die Füße dampfen. Nach circa 25k Schritten sind wir am "International Airport Hongkong" angekommen.

    Der Tag startete entspannt nach einer guten Menge Schlaf beim "Bakehouse" um die Ecke. Quiche, Croissants, Yuzu (quasi ein Berliner gefüllt mit Zitronenpudding) umschmeichelte unsere Geschmacksknospen. Nach dem Festmahl, aufgenommen im Minipark (kleiner Park, nicht Park für Kleine), gab es einen zweiten Kaffee für V bei "Coco". Nachdem meine liebe Frau die Verkäuferin zu einem Foto genötigt hat ging es ab zum Packen und verstauen unserer Koffer.

    Wenn man schon in der Stadt ist besucht man während seines Urlaubs natürlich seine Kollegen im Büro, was auch sonst. Da man sonst keine Freunde hat und um zusätzlich dem Klischee gerecht zu werden, dass man im Urlaub immer zunimmt haben wir uns gleich zum Essen im "Sichuan" verabredet. Nach 24 Minuten mit dem Ding Ding, das ist die Doppeldecker-Tram und kein Schlauchboot oder Glockenspiel, erreichten wir unser Ziel "Sutherland Street". Der Geruch von getrockneten Meeresfrüchten, der das ganze Viertel umhüllt, machte schon auf eine seltsame Art Appetit auf Essen und einen Besuch in der Apotheke.
    Beim "Sichuan" gab es dann "Dan Dan Noodles", zwei Mal "non spicy" und einmal normal. Spoiler, ich hätte nicht normal nehmen sollen. 🔥👌
    Anschließend kurz ein Besuch des Büros im 35. Stockwerk, um einen Blick auf den "Victoria Harbour" und Kowloon bei Tag zu werfen.

    Danach ging es zum "Man Mo" Tempel. Hier werden als Brauch zum Gebet Räucherstäbchen entzündet, ähnlich wie man es aus Japan kennt. Dieser kleine süße Tempel hat es aber etwas auf die Spitze getrieben, sodass man nach kurzer Zeit entweder als Asthmatiker oder mit einer Rauchvergiftung heraustritt. Aber die Atmosphäre ist echt schön.

    Anschließend ging es für einen Erinnerungs-Signal-Call für die liebe Schwiegermutter zum "Carble Garden". Der liegt nicht in Vietnam oder auf den Philippinen sondern am Hang des Peaks und stellt ein Wohnhaus dar, indem besagte Schwiegermutter vor über 40 Jahren vor kurze Zeit unterkam.

    Das ehemalige Gefängnis "Tai Kwun" ist heute Museum und Gallerie zugleich. Auf jeden Fall für einen Abstecher wert, höhö.

    "Stone Slap Street", normalerweise gut gefüllt mit kleinen Ständen zeigte sich zur Mittagsstunde eher in seiner ruhigen Form mit vereinzelten Verkaufswagen.

    "Lan Kwai Fong", eine Partymeile, ist am Tage eher so joa.

    Genug gesehen von Hongkong, ab mit der Metro nach Kowloon. Im "Kowloon Park" haben wir die Seele baumeln lassen und den hiesigen Vögeln beim Singen zugehört. Also Highlight am Ende durften wir eine große Gruppe von Flamingos beobachten.

    Nah am Wasser ging es dann ab dem "Kowloon Harbour" gen Süden, bis die Sonne anfing unterzusehen. Die Wolkenkratzer auf Seiten Hongkongs schalteten so langsam ihre riesigen Werbetafeln ein und erhellten den ganzen Hafenbereich. Die Drachenboote mit den angeleuchteten orangefarbenen (Zier-) Segeln schmückten zusätzlich das Gewässer.

    Nach einem kurzen Stück ging es auf "Avenue of Stars", wo von asiatischen Superstars ähnlich zum "Walk of Fame" die Extremitäten und Initialen verewigt sind. Star am östlichen Ende, Bruce Lee!!!

    Dann einmal zurück zur Metro, Hotel, Ding Ding, Airport-Express und Airport.

    Jetzt wundert man sich vielleicht nicht, warum die Füße dampfen. Nun beim Airport HKG heist es Abschied nehmen. Danke Hongkong, du warst freundlich, wuselig, inspirierend und spannend.

    Nächster Halt: Cairns (Australien)
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  • Australien, wir sind da!

    March 22, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 27 °C

    Ab jetzt heißt es "Mensch gegen Natur und Natur gehen den Menschen!" Zumindest, wenn man den Klischees über Australien von dem einen oder anderen Europäer glauben schenken mag.

    Unser Flieger aus Hongkong war relativ leer, viele Gäste lagen in der Economy Class des A330 von Cathay Pacific quer wie auf einer Parkbank über mehrere Sitze verteilt. Ich war leider zu spät dran oder zu wenig frech dafür.
    Wir konnten nur wenig schlafen, nicht gerade das Richtige nach dem anstrengenden Tag zuvor. Aber was solls, mit drei bis vier Kissen gewappnet konnte man es sich halbwegs gemütlich machen und zugleich dämpfte man die auftretenden Turbulenzen, die während des gesamten 7,5h stündigen Fluges auftragen.

    Die Landung in Cairns war 1A, für die Gepäckrückgabe gebe ich aber nur 5 von 7 Punkten. Kurz bei der Immigration gelächelt, was hier auch noch erwidert wird, Tüte aufgemacht und Müsliriegel deklariert und durch waren wir. Nun wollen wir unseren Mietwagen abholen. Supi!, ich habe scheinbar einen Vermieter mit Shuttle Service anstelle eines im Airport ansässigen gebucht. Wieder 10€ gespart, supergeil!

    OK, kein Problem. Die Dokumente sagen ich habe ich SMS bekommen. Flugmodus aus, flott SMS lesen und Shuttle abwarten. Hmmmmm.... kein Netz. Nach 15 Minuten und vielem Einstellungen später die Erkenntnis: Australien hat den Dienst Dienst für sehr viele ältere Smartphones, wie meinem Xiaomi Mi 8, eingestellt. Nachdem ich meinen männlichen Ich-Frage-Nicht-Nach-Den-Weg-Stolz überwunden habe, konnte ich den Shuttle Service mit dem Smartphone der netten Kioskdame erreichen. 5-10 Minuten warten hieß es, draußen an der Bus-Haltebucht 6. Also raus aus den Terminal.

    Es ist warm.. Nein! Es ist heiß. Knackige 31°C und ungefähre 90% Luftfeuchtigkeit begrüßten uns beim Aussteigen aus dem Terminal 1 des Flughafens Cairns (CNS). Wir stolzierten zum Wartebereich und bermerkten schnell, dass das australische Zeitgefühlt ungefährer der Inverse des Wechselkurs AUD zu EUR entspricht. Also nach 5-10 AUM (8,65 - 17,3 EUM) kam der Shuttle und brachte uns zum Vermieter.
    Vor Ort war alles super, musste flott dem sehr netten jungen Mitarbeiter erklären, dass ich keine zusätzliche Versicherung benötige, worauf er typischerweise etwas unverständlich reagierte.

    Nun auf die Straße, ab Richtung Norden! Moment, wieso fahren die alle auf der Linken Seite? Verdammt, schon wieder dieser UK Einfluss. Naja, erst einmal los, auf den Schnellstraßen Richtung Cale Tribulation. Fahrzeit: circa 3 Stunden.

    Auf dem Weg machten wir nach kurzer Zeit halt bei MacDonald 's, Hungry Jacks war genau daneben. Mit Veggie haben die Australier es nicht so, daher gab es Pommes, Sandwiches und Free-WiFi.

    Auf den Straßen fahren viele geländegängige Toyota mit fettem Reifenprofil, die viele Steine schlucken. Solche Wägen können einen auch notfalls durch überflutete Straßenabschnitte bringen. Das ist hier in Queensland wohl ziemlich üblich, wenn man den Straßenschildern hier glauben möchte. Einer der besagten Steine nahm eine Flugbahn ein, die direkt auf unserer Frontscheibe endete. Diese Punktlandung beschert mir ein Gespräch mit der Versicherung. Endlich wieder Kontakt mit einem deutschen Versicherer. Egal, schnell verdrängen, darum kann sich mein Zukunfts-Ich herumschlagen.

    Vorbei an Stränden, Lookouts und kleinen Städten ging es weiter auf der saftgrüne Strecke bis zur Fähre, die uns in den Bereich des Daintree Nationalparkes brachte. Dieser Nationalpark beherbergt den ältesten Regenwald der Welt. Ja, auch älter als der im Amazonas. Man merkt es sofort, hier ist Natur. Die Vögel, die Insekten, alles schreit einen förmlich an: Hier bin ich!

    Endlich in der Safari Lodge angekommen richteten wir unsere kleine Hütte mitten im Jungle ein. Meine Frau entschied sich dazu mit ihrem Koffer Kakerlaken zu öffnen, mehr oder weniger bewusst.

    Die Hitze vermeidet das Gefühlt von Hunger, dennoch ließen wir uns im hiesigen Supermarkt mit super (hohen) Preisen dazu beraten beim nächsten Campingplatz eine Pizza aus dem Steinofen zu genießen. Vorher noch einen Zwischenhalt bei einem Lookout, herrlich kaum jemand hier. Die Haupt-Saison war vermutlich vor zwei Monaten. Wir trafen vor Ort nur zwei Frauen, denen wir von unserer Idee einer leckeren Pizza in der "Sandbar" berichteten.

    Die Pizza, nun sogar Veggie, schmeckte mit einem Non-Alcohol Beer vorzüglich, brachte einen aber auch zum Schwitzen. Jegliche wärmeproduzierenden Kilo-Kalorien, die hier verbrannt werden, sind zuviel. Alleine mussten wir aber nicht schwitzen. Trampelnde Kinder, die besagten Frauen und ein Hirschkäfer gesellten sich zu uns. Parallel zu kleinen Regenschauern führten wir nette Gespräche und tauschten Tipps und Erfahrungen unserer Reiseziele aus. Anschließend ging es wieder durch dir Dunkelheit zurück zur Safari Lodge.

    Vor Ort wurden wir mit einem atemberaubenden Blick beschenkt, der uns durch die diesige Wolkendecke die Milchstraße erahnen ließ.

    Flott unter die Dusche den Tag abwaschen und Zack ab ins Bett. Morgen geht es früh raus, die Schildkröten warten auf uns!
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  • Hey Crush! Wo ist Nemo?

    March 23, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Regenwald ist laut. Sogar so laut, dass wir morgens früh auf das Meer flüchteten. Unsere Unterkunft, die "Safari Lodge", bietet unter dem Namen "Ocean Safari" auf dessen Speedboat Ausflüge ins Great Barrier Reef an. Nach einem kleinen Tee-Frühstück in der offenen Gemeinschaftsküche hieß es um 7:35 Uhr mit GoPro, Sonnencreme und Trinkwasser ab zum Sammelpunkt vor dem Bistro des Camps. Vor Ort trafen wir unsere Mitstreiter im Kampf, um die besten Fotos des Tages vom Riff und dessen Getier. Gegen die miesesten Quallen der Welt, da extrem klein und richtig fies, gab es dünne Ganzkörperschwimmanzüge. Netter Nebeneffekt: Man musste sich nicht komplett mit Sonnencreme voll- und nachschmieren und man sah etwas professioneller aus im schlichten dunkelblau.

    Zu Fuß ging es an den Strand, wo wir von dem oben genannten Speedboot in Empfang genommen wurden. In der Nähe sahen wir Kandidaten für den nächsten Darwin-Award, die im Wasser nach Kontakt mit einem Krokodil suchten. Nach einer ausgiebigen Einweisung, darüber wer im schlimmsten Fall zurück gelassen wird und wer nicht, konnten wir mit den beiden am Heck angeflanschten Yamaha V8 Außenbordern über das Wasser Richtung des Riffs brettern.

    Nach 30 Minuten ruhiger See und Jon Bon Jovi erreichten wir unser Tagesziel, das "Mackay Reef". Wetter war Bombe, angeblich seit 10 Jahren nicht mehr so gut während der Regenzeit gewesen. Wir kommen also nicht so schnell wieder, während besagter Zeit.

    Nun die zweite Einweisung, damit wir beim Schnorcheln nicht absaufen oder von Kreuzfahrtschiffen überfahren werden, und dann ging es ab ins gut temperierte Wasser. Als Norddeutscher bin ich normalerweise eher Wachteleier Temperaturen gewohnt, dieses menschliche "Sous Vide" Schnorcheln hat aber auch etwas für sich.

    Nun ab ins Nasse. Unter Wasser schossen direkt 20 Jahre alte Erinnerungen aus Ägypten in den Kopf, man bin ich alt 😅. Ringsherum gab es unendlich viele kleine Stellen, die man minutenlang beobachten hätte können. Von Schnappern, die an Korallen nagten, über faul am Boden herumliegenden Seegurken bis hin zu schnell vorbeiflitzen silberfarbenen Fischschwärmen. Erst wollte ich mich selbstbewusst alleine im Riff herumschlagen, hatte dann aber Angst etwas zu verpassen und folgte der Gruppe geführt durch unsere Schnorchel-Führerin. Anfangs kam es mir etwas beengt und chaotisch vor, später verschnorchelte es sich aber gut. Glücklicherweise waren wir zudem eine recht kleine Gruppe mit 11 Strohhalmatmern.
    Der Gruppe dennoch vorerst treu zu bleiben wurde direkt mit dem Blick auf eine Schildkröte belohnt. Kurz darauf traf ich auch auf einen kleinen Rochen und hatte somit schon mein persönliches Fauna-Bingo erfolgreich abgehakt, Bingo! Lediglich Nemo ließ sich nicht blicken, nur sein schwarz weißer Cousin.

    Nach einer Stunde im Wasser war mir übel von den ganzen schönen Eindrücken, und vielleicht war der Tee am Morgen auch schlecht. Nach einer Fanta und einer kleinen Naturbeschreibung durch unsere Skipperin Brooke pausierten wir kurz auf der Sandbank des Riffs. Nach Brooke besteht diese aus Kot von Korallen und Kot von Vögeln, angenehm. Sobald erholt ging es direkt am 100m entfernen Spot weiter, wo wir frei die Gegend, quasi wie Schnorchelprofis, erkunden durften. Die GoPro fing an zu glühen und dessen Akku zeigte sich auch nicht von seiner besten Seite. Dennoch konnte ich noch ein paar weitere Schnappschüsse von dem noch schöneren Abschnitt des Riffs und den noch süßeren Schildkröten machen. Nach fast einer weiteren Stunde im Wasser dröhnte der Kopf von der engen Maske, die leicht engen Flossen gruben sich in meine Haut und die 2 Liter Mundspülung Salzwasser pökelten meine Mundschleimhaut. Es war Zeit für die Rückfahrt.

    Gestärkt von Wasser und neuen Lebenserfahrungen fühlte ich mich lebendig und sagte mir: Du sitzt jetzt cool und jung auf der Seite des Bootes und lässt dir die Haare vom Fahrtwind durchwuscheln und die Haut von der Sonne bräunen!"
    Erwachsen wie ich bin, schmierte ich mir natürlich auch 50+ Creme auf den norddeutschen Käse, ich will ja keinen Sonnenbrand. Doof wie ich bin, versäumte ich es meine Frau darum zu bitten auch die nicht einfach zu erreichenden Stellen am Rücken einzucremen...
    Die Rückfahrt war ebenso kurzweilig wie die Hinfahrt, lediglich nun gepaart mit Nach- anstelle der Vorfreude.

    Für einen kleinen Mittagssnack kehrten wir im Bistro ein, an dem wir uns morgens zusammenfanden. Da fiel mir ein, dass wir mit den anderen nicht geklärt haben, wer die besten Fotos vom Riff mitgebracht hatte. Ich war mir aber sicher, dass jeder weiß wie begabt ich bin und das Thema sowieso schon direkt indirekt geklärt ist. Als Belohnung hatte ich einen Huli Huli Chicken Burger, mit Zitronengras, sehr fancy, erinnerte mich an Vietnam. Meine Frau hatte einen Salat, "Vietnam Noodle Salat" mit Tofu, erinnerte mich auch an Vietnam.

    Die zweite Hälfte des Tages wurde ruhiger. Ein Mittagsschläfchen für mich, schaffe ich nur im Urlaub ab und zu.
    Danach ein Spaziergang durch den hiesigen Dschungelpfad inklusive Spinnennetze im Gesicht und kleinen fliegenden Blutsaugern. Die Luft wurde immer dicker und man spürte, dass sich etwas anbahnte.

    Immer noch platt vom Vormittag, und dem vermutlich in Zusammenhang stehenden Sonnenstich, verspürte ich Durst nach Koffein in Form einer grünen Dose mit einem V drauf. Im Supermarkt lachte mich noch ein BBQ Steak an, kleinste Packung 500g für umgerechnet 7,24€.

    Zurück in der Unterkunft begann das Unwetter und es eimerte vom Himmel, oder so. Ich spielte auf meiner Ukulele "Somewhere over the rainbow" und wir beobachten entspannt das erneut nasse Naturspektakel der auf den riesigen Blättern tanzenden Regentropfen von unserer Terrasse.

    Die erstbeste Regenpause nutzten wir für den Weg zur Gemeinschaftsküche, wo wir während des nächsten Gusses den BBQ-Grill und das Internet sponsored by Starlink® nutzten, um unseren Social Media Verpflichtungen nachzukommen.

    Mit gefüllten Mägen und erschöpften Gliedern genossen wir den weiteren Regen aus unserem Häuschen heraus, bis uns die auf das Wellblechdach prasselnden Tropfen in den Schlaf wiegten, indem wir von unserem nächsten Ziel "Port Douglas" träumten.
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  • Kontrastprogramm in Port Douglas

    March 24, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C

    Der Dschungel zeigte sich wie am Abend zuvor angekündigt von seiner erbarmungslosen Seite. Insekten erzeugten mit ihren Hinterläufen Töne, die die 110db Schalldruckpegelgrenze durchstoßen, Wassertropfen schlugen mit einer Wucht eines Ambosses auf Blätter ein, die größer waren als so mancher Kleinwagen und die Luftfeuchtigkeit steig ins unermessliche. Kurz gesagt, es war eine durchwachsene Nacht, aber aufregend anders.

    Nachdem wir unsere Sachen gepackt und eine Packung Pralinen (aus der Lufthansa Business Class) samt Entschuldigungsschreiben für den auf das Bettlaken verschütteten Kaffee abgelegt hatten, ging es zur Rezeption für den Check-out. Vor uns lag eine kleine Fahrt mit Zwischenstopps weswegen wir uns für ein kleines Frühstück im Bistro des Camps entschlossen. V hatte eine super gesunde und sehr kalte Bowl, ich entschied mich für den herzhaften Halloumi-Spiegelei-Pilz-Burger.

    Gut gesättigt und vorbereitet für die kurze Strecke zurück nach Port Douglas verabschiedeten wir uns von diesem schönen Ort und fuhren im Wechselschauer los. Auf dem Hinweg fielen uns zwei Dinge auf, die wir noch eventuell ausprobieren wollten. Ersteres war lokal produzierte Eiscreme mit selbst angebauten Früchten. Ich hatte nach meinem Burger keinerlei Hunger, aber wie schon am ersten Tag in Hongkong muss man versuchen den Klischees eines Urlaubes ja gerecht zu werden.
    Nach einer ausführlichen Beschreibung der Sorten durch den geschwätzigen netten Mitarbeiter entschloss ich für uns gleich sogar zwei Becher zu bestellen. Einmal "Banana Cinnamon" und dazu den exotischen Mix aus "Coconut, Mango, Yellow Sapote, Wattleseed". Beide Sorten waren "delicious", ich bevorzuge aber weiterhin Klassiker wie das Bananeneis aus dem eigenen Anbau.

    Den Besuch des "Daintree Education Centre", mit seinem 23m hohen Turm in den Wipfeln der Bäume des Regenwaldes, ließen wir auf Grund des Wetters und dem Status der sanitären Anlagen ausfallen. Zurück über die Fähre, die für mich immer ein Highlight ist, und vorbei an gelben Sticken aus Baden-Württemberg ging es südlich Richtung Mossmann. Auf dem Hinweg hatten wir bereits einen riesen Clan Flughunde hören und sehen dürfen, für den wir uns dieses Mal etwas Zeit auf dem Seitensteifen genommen haben.

    Nach einer kurzen Fahrzeit darauf sind wir in Port Douglas angekommen. Ursprünglich angelegt für Menschen, die sich um 1900 golfspielend vom Durchschnitt der Gesellschaft abheben wollten entwickelte sich die Region zu einem Hotspot der Zuckerherstellung. Züge brachten auf heute stillgelegten Schmalspurbahnschienen die Güter von Mossmann zum Hafen von Port Douglas.
    Hier ein paar weitere Infos:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mossman_(Queensla…

    Die Promenade in Port Douglas war ähnlich einer typischen touristischen Kleinstadt, aber alles etwas schicker. Unter den Vordächern der Ladenzeilen konnte man es auch ohne Sonnenschirm gut aushalten. Was allgemein in Australien auffällt, mit dem Energiesparen haben sie es nicht so. Wir schlenderten nicht allzu selten an offenen Restaurants, Cafes oder Geschäften vorbei, die uns mit kalter klimatisierten Luft durch ihre offenen Türen, wenn überhaupt welche vorhanden waren, anpusteten. Als Angehöriger von Stoßlüftenweltmeistern kommt mir das äußerst befremdlich ineffizient vor.
    Am kleinen unbelebten Hafen bin ich von meiner kindlichen Neugierde angestoßen auf Krokodilsjagt gegangen, natürlich immer "croc-wise"! Vor Ort traf ich einen Aussie, der das Selbe vorhatte wie meine Wenigkeit, witzig wie ähnlich man sich oft ist. Der Erfolg blieb aber aus und wir sind mit unserem hybriden Toyota Corolla zurück zur Unterkunft, an der wir auf dem Hinweg schon vorbeifuhren.

    Im "Ramada - Resort" gibt es alles für den Familien-Urlaub. Ein Gym, um der Familie zu entkommen, einen Pool mit vielen Swim-Noodles für die Kids, ein offenes Restaurant mit Deckenventilatoren, von dem man essend auf den Pool glotzen kann und dünne Wände, damit man anderen Gästen beim abendlichen Koitus (unvermeidbar) lauschen kann. Im besagten Restaurant ließen wie uns noch kurz mit Chickenburger und Blattsalat verwöhnen und gingen anschließend auf unser Tanzsaal großes Zimmer.

    Unser Zimmer ist circa 4 Mal so groß wie im Dschungel und frei con Kakerlaken, die man mit seinem Rollkoffer überfahren kann. Auf dem Sofa konnten wir noch die nächsten Tage am Laptop planen haben, im Vergleich zur vorherigen Nacht, vorzüglich genächtet.
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  • Koalas (ohne Schoko) kauen in Kuranda

    March 25, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 27 °C

    Endlich wieder eine erholsame Nacht. Port Douglas haben wir früh verlassen, um den ganzen Tag nutzen zu können. Ich habe mir lediglich Zeit genommen für ein kleines Workout im unterkühlten Gym.

    Auf der Fahrt von Port Douglas zurück kamen weitere Erinnerung der Hinfahrt in den Sinn. Bevor es uns aber nach Cairns verschlägt wollten wir der Natur wieder etwas näher sein und zielten auf den direkten Kontakt mit der Wildnis ab, natürlich mit dem gebührenden Sicherheitsabstand. In Kuranda, direkt am Barron River, kann man mit der Bahn in den Schluchten nahe des genannten Flusses fahren, diverse Wildvögel in Käfigen auf Schulter und Kopf tanzen lassen und KOALAS angucken. KOALAS!!!

    Also ab nach Kuranda. Auf Serpentinen, auf denen sich alle 3km eine Baustelle samt fleißigen arbeitenden Personen befindet, geht es langsam und entspannt vorran. Die Automatik des Toyota Corolla erweist sich als gute Wahl, da das ständige auf und ab schon etwas einnimmt.
    Im Kuranda angekommen ging es direkt zum "Kuranda Koalas Garden". Am Eingang des Tierparks wurden wir gleich mit der Entscheidungsoption konfrontiert ein Dinner-For-Three mit einem Koala einzunehmen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da wir keinen Eukalyptus mögen. Als Normalos ging es dann in den kleinen Bereich des Tierparks. Direkt nach einer Brücke, die über die müden Körper von Süßwasserkrokodilen hinwegragte, ging es direkt zu Paul und Co., den dauerzugedrönten Koalas.

    Ja, sie sehen beknackt aus. Aber ja, sie sehen dabei sehr süß aus. Ich habe auf Grund dieser Geschöpfe meinen Kamera-Shutter strapaziert und die SD Karte vollgehauen. Ein wenig war Ich auf die Koalas eifersüchtig . Jeder findet einen toll, man bekommt den ganzen Tag Futter und alle hatten einen eigenen Ventilator. Etwas klein sind die Gehege aber schon. Wie allzu oft wird Sicherheit mit Freiheit getauscht.
    Die super entspannten Kängurus, sie sich die Fliegen mit dem Sand vom Boden von deren Leiber hielten, oder die in Weinfässern schlafenden Wombats konnten unsere Herzen aber ähnlich entzücken.
    Den angeschlossenen Vogelpark und Schmetterlingspark sowie den botanischen Garten ließen wir links liegen, da wir unserer Einschätzung nach schon genug Freude für den Tag empfunden hatten.

    Nachdem unsere Gehirne uns voll mit Endorphine geballert haben brauchten wir zum Herunterkommen einen Spaziergang. Kuranda ähnelt Port Douglas, ist aber irgendwie wie mehr "Hippie" und grüner. Da Kuranda höher gelegen ist war es auch mit 25°C angenehm kühl, im Vergleich zum Rest von Queensland.
    Was uns auffiel, dass auf der Einkaufsmeile überall japanische Beschriftungen und zugehörige Personen, die es lesen können, zu sehen sind. Was einem auf einer Parkbank Pause machenden Klempner auffiel, war die ganze Sonnencreme, die ich V auf den Nacken geschmiert hatte, da dieser, ähnlich wie mein mittlerer Rücken, seit dem Schnorchelbesuch im "Great Barrier Reef" noch rot leuchtete wie ein Stoppsignal einer Straßenkreuzung.
    Wir schauten uns die Bahnstation des genannten Zugs an und waren hin und weg von der Atmosphäre. Nun wussten wir auch warum hier so viele Japaner unterwegs sind, die lieben nämlich Züge. Glaubt mir, ich war in Japan. Sie lieben Züge über alles!
    Kurz überlegten wir, ob wir es den Japanern gleich tun und die 80€ p.P. investieren sollten. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da es eine One-Way-Tour ist und wir nicht genug Zeit mitgebracht hatten. Auf uns wartet ja auch noch Cairns.

    Mit etwas Appetit ging es zurück Richtung Auto. Auf dem Weg gab V sich ihrer Urlaubssucht hin Unmengen an Seife zu kaufen. Der Duft des Geschäftes "Boho Coco Gifts" zog V förmlich in den Bann und ließ sie nicht mehr los. Nach einem kurzen Hallo und einem interkulturellen Austausch fanden wir heraus, dass Birtie aus der Schweiz, nahe Bern, kommt und vor 33 Jahren in Australien hängen geblieben ist. Sie ist eine gedrungen kleine und sehr liebenswürdige Frau, die aber gerne ihre Meinung offenkundig mitteilt. Zeuge dessen wurden wir direkt, als Birtie erzählt hatte wie furchtbar viel ihre Verwandten aus der Schweiz und Deutschland aßen und wie spießig doch alle sind. Nach dem Plausch hat sie uns noch zum nächsten Eisgeschäft gelotst und direkt als beautiful Germans vorgestellt. Diese völlig angebrachte Umschmeichelung hat gewirkt und wir haben drei Löffel der köstlichen Eiscreme vernascht. Mit verklebten Mündern ging es weiter zur Karre.

    Eine Haltestelle des Zuges wollten wir uns aber nicht entgehen lassen, die auch mit den Auto erreichbar ist.
    Die "Barron Falls", also der Wasserfall des "Barron River", donnerten talwärts in Brauntönen und weißer Gischt herunter. Der Weg zum Aussichtspunkt war ein kleines Highlight für sich, da dieser zum Teil in größerer Höhe zwischen Bäumen des Regenwaldes führt.

    Nachdem wir uns von der einen oder anderen Mücke zerstochen lassen haben war es Zeit für den Weg zum nächsten Resort in Cairns. Wir überquerten erneut die Serpentinen wonach es nur noch ein kurzes Stück bis zum Resort war.
    Diese Resorts, preiswert aber in Ordnung, sind ziemlich ähnlich aufgebaut. Pool in der Mitte, Häuser und offene Restaurants ringsherum und großer einladender Eingangsbereich. Kurz dachte man, wir waren wieder in Port Douglas.

    Im Anschluss des Check-Ins merkten wir, dass wir leider schon zu spät dran waren, um den Botanischen Garten in Cairns zu besuchen. Somit blieb hauptsächlich "nur" die Strandpromenade übrig, wo man auch wieder nicht ins Wasser durfte. Die Crocs sind überall!

    An der Strandpromenade fühlte man sich wie in Los Angeles am Miami Beach. Überall sportliche junge Leute halbnackt am Joggen, Kraftsport treibende Männer und Betrunkene auf Parkbänken. Cairns investiert aber offensichtlich in die Allgemeinheit. Da man nirgends ins Wasser darf, gab es ein großes öffentliches Schwimmbecken für Jedermann, Jederfrau und Jederkind. Ein großer offener Skatepark mit offiziellen Öffnungszeiten ließ mich auch neidisch drein blicken. So etwas wünscht man sich auch in der Heimatstadt Hamburg.

    Noch kurz am Hafen vorbei, sich von einem der kreischenden Vögel etwas Glück auf das Shirt pupen lassen und dann mit leerem Magen zum "Night Market". Ein Mix aus asiatischer Food-Court und Massagesalon, der China-Ware verkauft.

    Es war Zeit für ein Snickers, da wir uns schon anzickend von Restaurant zu Restaurant bewegten. Unterzuckert stoßen wir auf iDumplings, die intelligente Art Dumplings zu verspeisen. Nachdem wir vielleicht etwas zu viel bestellt hatten wurde unsere Vorspeise, selbstgemachte Frühlingsrollen, von einer Robokatze geliefert, super intelligent! Es war wieder ein Hauch von Japan zu verspüren. Vollgestopft mit Reis und anderen Leckereien ging es zurück zum Resort.

    Endlich wollte ich mal einen der Pools unserer Hotels nutzen und schmiss gegen 21 Uhr ins kühle Chlorwasser. Vorbei an einem künstlichen Wasserfall und einer Leinwand, auf der gerade Batman lief, drehte ich meine Runden.

    Danach mussten wir noch Packen, denn morgen geht es früh raus. Auf dem Plan: Tanken, Auto abgeben und Schaden begutachten und um 9:10 Uhr für 3h nach Sydney. Gute Nacht!
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  • Goodbye Queensland, hi New South Wales

    March 26, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Früh aufstehen, Tanken, Auto abgeben und Versicherungsthemen klären. Dann per Shuttle ab zum Airport. So, sah unser Morgen aus.
    Am Domestic Airport Terminal von Cairns angekommen gingen wir direkt zum Schalter von JetStar. Die Schlange war lang, aber wir hatten die Hoffnung, dass sich auf Grund unser Reiseart da Thema zu unserem Gunsten wendet. Aber vorher eine kleine Überraschung. Wie es sich für eine Billigairline gehört sind die Transportmengen stärker beschränkt und enden hier schon bei 20kg pro aufgegebenen Koffer. Ich hatte auf der Hinreise "nur" 18kg verpackt, hatte aber eine Vorahnung. Nach einem kurzem Realitätscheck packten wir in der Öffentlichkeit wie viele andere um uns herum die Koffer und das Handgepäck neu um, sodass die hiesigen Regularien eingehalten werden.

    Zumindest gab es anschließend den Vorteil des Stand-by Fliegends, wir durften direkt an einen freien Schalter und verkürzten so circa 15 Minuten. Der Nachteil des Standy-by Fliegends ist der Dresscode. Diese sind oft gut verständlich einsehbar auf den Agreements, manchmal wird man am Schalter aber überrascht. In diesem Falle durfte V einen Koffer erneut öffnen, damit sie ihr Birkenstocks gegen ihre weißen Sneaker umtauschen kann. Super, es war mein Koffer. Hier ging es aber wohl weniger um Style der Fußbekleidung als um die Sicherheitsaspekte. Wir kamen der netten bitte des Mitarbeiters nach und V zog sich sogar flott noch einen Pulli drüber, damit der liebe Gott so nah am Himmel ihre Schultern nicht während des Fluges sehen kann.

    Der Sicherheitscheck war dank kleinem Flughafen und neuer Scanner schnell erledigt. Ich musste zwar nichts aus meinem Rucksack auspacken, wurde aber auf Grund meiner ganzen Akkus und Kameras dennoch für eine Detailanalyse herausgezogen. War aber alles gut und wir haben die Erlaubnis erteilt bekommen uns durch die Kommerzhölle bis zum Gate vorzugkämpfen. Hindurch durch Duftschwaden und Angebotsschilder über vermeintliche Schnäppchen waren wir flott am Gate mit mehr als genug Wartezeit angekommen.

    Aus dem Fenster heraus konnte man erkennen, dass Queensland uns nicht gehen lassen wollte, denn es fing kräftig zu regnen an. Kurz in Erinnerung geschwelgt freuten wir uns aber auch die etwas trockene Luft in Sydney. Das Boarding fing viel früher an als angegeben, was mit einer langen Wartezeiten im Flugzeug kompensiert wurde. Wir beide haben Sitzplätze auf dem Gang erwischt, wenigstens saßen wir uns gegenüber. Ich saß neben einem chinesischen Ehepaar, die etwas drollig aussahen. Um die lange Wartezeit zum Rollen zu überbrücken schien man uns mit einem Betäubungsmittel einzudampfen, dass von der Deckenbelüftung auf uns nieder regnete.

    Ich beneidete eine Frau mit typischer FFP2-Maske, die heutzutage wohl jeder kennt. Nicht weil ich Angst vor einer Ansteckung während meines Urlaubs fürchtete, sondern da ich lieber meinen eigenen Mundgeruch rieche als während des gesamten Fluges die aus körpereigenen Öffnungen anderer Passagiere heraustretenen menschlichen Ausdünstungen.

    Ansonsten verflog die Zeit im Nu und Sydney hieß uns mit strahlendem Sonnenschein willkommen. Mit vom Gepäckband eingesammelten Koffern ging es direkt zu der Green Line, die wir von unserem sehr kurzen Besuch Sydneys schon kannten.
    Sehr angenehm beim hiesigen öffentlichen Nahtransport ist die Möglichkeit mit einer VISA oder anderen Debit- / Kreditkarten ohne Account direkt an den Toren zu bezahlen. Einfach beim Hereintreten und Heraustreten scannen, zack wird die Summe berechnet und abgebucht. "Tap on and tap off every time!". Ähnlich kennen wir es von Hongkong. Nur Japan hinkte letztes Jahr noch stark hinterher, da man hier dedizierte Guthabenkarten (bspw. Passmo) nutzen muss, die nur mit Bargeld aufgeladen werden können. Dafür hatten sie aber eine Hello-Kitty für die Touristenkarte designt, süß.

    Wir fuhren bis zur Station "Central", von dort aus waren es nur 10 Minuten bis zu Chinatown wo unser Hotel "The Ultimo" heimisch ist. Am Bahnhof wurden wir direkt mit Trommelfell zerreißenden Ansagen und Tönen aus den Lautsprechern des Bahnhofes begrüßt. Verstanden hat es scheinbar kaum jemand, aber die Ohren haben sich die meisten zugehalten. Diese Ansage war aber kein Willkommenskommitee für uns, sondern der dezente Hinweis den Bahnhof sofort zu verlassen. Verstanden haben wir die etwas unverständlich Nachricht auch als wir die Hinweise "Emergency! Leave the station immediately!" gesehen hatten.

    Draußen ankommen ging es zu Fuß direkt zum Hotel. Kurz eingecheckt, netterweise früher als geplant, haben wir uns flott umgezogen und direkt auf den Weg gemacht. Uns verschlug es per Fuß durch die Einkaufsmeile, wo einem margenreiche Kleidung von Gucci und Co. angeboten wurde. Glücklicherweise konnten wir dem Widerstehen und sind am Ende beim "Circular Quay" angekommen. Dort hüpften wir für eine zweistündige Busfahrt auf das Oberdeck eines BigBus.

    Die Fahrt, begleitet von Fake-Gesprächen über die Highlights der Red-Line, zeigte uns die Vielfalt der Stadt und offenbarte uns bei besten Wetter die eindrucksvolle Architektur der Umgebung. Normalerweise latsche ich lieber alles zu Fuß ab oder schnappe mir ein Leihfahrrad, fand die Runde aber ziemlich gut.

    Ausgestiegen wo eingestiegen gingen wir runter zur Oper. Diese ist, wie man nun nach der Fahrt weiß, von einem dänischen Designer entworfen worden. Und wie es mit solchen Prunkbauten meistens ist hat der Bau ein Vielfaches des geplanten Budgets geschluckt. Wie beim letzten Mal haben wir uns die Oper lediglich von außen angeschaut. Für den nächsten Samstag haben wir uns aber kurzerhand zwei Karten für eine architektonische Tour gebucht.

    Auf der Bustour gab es auch das Sydney Eye, das höchste Gebäude der Stadt und der Turm übern Westfield, zu sehen. Wir erinnerten uns an den höchsten Turm in Tokyo, dem Skytree, und entschlossen die halbe Stunde Fußweg dorthin zu investieren. Vor Ort ging es, nach einem Souvenir-Fotoshooting in wenigen Sekunden mit dem Fahrstuhl zur Aussichtsplattform. Der 360° Rundgang bot einen perfekten Blick auf "ganz" Sydney. Wir warteten bis zum Sonnenuntergang, der uns für den kleinen investieren Fußmarsch belohnte. Bis es endlich dunkel wurde harrten wir aus und genossen den Wechsel von Tag zur Nacht. Als die ersten Gebäude ihre Beleuchtungen einschielten ging es für uns turmab.

    Mit der Tram L2 fuhren wir wieder zum Quay, um die Brücke und die Oper erneut bei Nacht zu sehen. Blick war wieder super, bloß dunkler. So langsam wurde ich ziemlich hungrig, hatte gerade mal ein paar Erbsen, Käse, Cracker und eine Banane an dem Tag gegessen. V hat die Idee ein Selfie an der Oper zu wiederholen und wir schnappten uns Sushi an einem der Restaurants der Opernpromenade.

    Nach einem herrlichen Abend ging es dann wieder mit der Tram, "tap on and tap off", zurück zum Chinatown, wo wir direkt nach einem Besuch beim 7eleven ins Hotel gegangen sind.
    Warum auch immer hat uns der Typ an der Rezeption gefragt: "Germans?" Nachdem V es lachend bejaht hatte, dachte ich nur: "Was für ein Arsch, ich hätte auch Niederländer sein können".

    Im Hotel gingen nochmal die Geschehnisse des Tages durch den Kopf. Sydney ist groß, echt groß. Und Sydney hat Geld, viel Geld. Aber was Sydney nicht hat sind gute Dönerläden, echt schade Sydney.
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  • Sydney, du schöne Hafenmetropole

    March 27, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach unserem ersten Latschmarathon ging es heute entspannt aus dem Bett. Erst um 11 Uhr haben wir das Hotel verlassen und hatten Glück, dass der morgendliche Regenerguss der letzte des gewesen Tages war. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht erahnen können wie gut das Wetter noch werden würde und cremte mich vorerst nicht ein.
    Aus dem Hotel Haus heraus gab es zuerst eine sehr leckere Stärkung bei "Noelle's Café" um die Ecke. Danach schnappten wir abermals die Tram L2 zum "Circular Quay", "tap on and tap off!". Erneut konnten wir einen Blick auf die schöne Oper und den Anlegestellen der Hafenfähren werfen bevor wir hoch zum botanischen Garten, bzw. "Royal Botanic Garden", gestiegen sind. Dieser befindet sich südlich der Oper und ist nur tagsüber geöffnet. Das wissen wir, da wir bereits zwei Mal abends enttäuscht vor dessen geschlossen Toren standen.

    Wir mussten gegen 13 Uhr unseren nächsten Mietwagen bei Europcar unterm Pullmann Hotel neben dem Hyde Park abholen, konnten daher nicht zuviel herumschlendern. Der Garten bot eine unglaublich vielfältige Flora. Anders als bei dem Loki-Schmidt-Garten in Hamburg kommt hier aber noch mehr Dschungel-Stimmung auf, da es typisch australisch überall Wildvögel, Flughunde und Eidechsen gibt.
    Ein auf einer sonnigen Holzbrücke lässig dahin spaziergehender Sonnenbrillenträger hat fast ein letztgenanntes Exemplar den Schwanz abgetreten, bis dieser schreckhaft einen Ausfallschritt unternahm, um das 40cm lange Tier zu verschonen. Im Park gab es auch einen intensiven frischen Geruch wahrzunehmen, der, wie sich ein paar Meter später herausstellte, von den Eucalyptus Bäumen stammte. Diese riesigen Duftbäume überfluteten die ganze Umgebung mit dessen Ausdünstungen. Nach dem Regen und der Hohen Luftfeuchtigkeit fühlte es sich etwas wie ein Saunagang samt Aufguss an, den ich zuletzt kurz vor Silvester auf Fehmarn genießen durfte.
    Durch die Parks hindurch suchten wir stetig die schattigen Abschnitte, um der Mittagssonne zu entkommen. Diese strahlte erbarmungslos durch die dünne Wolkendecke. Der Hyde-Park bot uns zum Abschluss dieses grünen Spaziergang es einen Blick auf das "War-Memorial" der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, welches wir bereits am Vorabend gut beleuchtet vom Sydney Eye aus erkennen konnten.

    Nach dem Verlassen des Parks teilte mir meine Canon EOS 70D auf einmal mit, dass die SD Karte nicht mehr passt. Lesen will nicht, schreiben geht nicht, "steck doch mal neu ein" sagt sie. Nichts half, hmmm. Ärger und Panik machte sich breit, aber erst einmal tief durchatmen. Schauen wir später mal, erst einmal Auto abholen.
    Bei Europcar kurz das Mietauto abgeholt, das sich im sechsten Untergeschoss geparkt befand.
    Nach kurzer Fahrtzeit merkte ich es sofort:
    MG 3 doof, Toyota Corolla Hybrid toll. Ich vermisste sofort die ganzen kleinen Annehmlichkeiten des Corollas: Fahrspurassistent, Abstandsautomat, E-Motor für das Anfahren und Rückeinspeisung beim Bremsen. Ach, das war schön.

    Mit der alten Laube sind wir dann zum "Hornby Lighthouse" gefahren. Dieser Leuchtturm befindet sich an der Mündung des "Paramatta River" in den Südpazifik. Wir nahmen und sie die Zeit einen herrlichen Spaziergang zum bordeaux-rot/weiß gestreiften Turm zu zu unternehmen, welcher sich direkt an einem Militärgebiet befindet.
    Hier die Tour mit ein paar weiteren Bildern:
    https://www.komoot.de/tour/2120459052?ref=aso

    Nach dem Spaziergang benötigte ich eine Abkühlung. Da wir sowieso die nächsten Strände und Buchten anschauen wollten machten wir für 40 Minuten Halt am "Bondi Beach". Ich war sofort hin und weg. Überall Surfer, Sportlerinnen und Sportler in Kajaks und Menschen, die im kühlen Nass Planschten. Wir parkten flott und ich schmiss mich in meine Badeshorts. Im Sprintgalopp ging es direkt zum Strand, wo die großen Wellen ineinander lautstark brachen und die Surfer durchwirbelten.
    Nachdem ich mich im Wasser etwas vom Sand und Staub befreit und V ihre Beine abgekühlt hatte stolzierten wir entlang des Strandes. Das Wellenreiten sah hier schon sehr sehr spaßig aus. In dem Moment dachte ich: "Hier könnte ich es schön ein paar Monate aushalten!". Aber "leider" ging es dann für uns wieder weiter.

    Wir besuchten quasi im Vorbeiflitzen weitere Küsten und Strände Richtung Süden, bis wir uns beim "Coogee Beach" mit Wasser und vermeintlich dänischer Eiscreme eindeckten. Die Marketingstrategie frisch gebackene Waffeln so gut duften zu lassen, dass man nicht an ihnen vorbeikommen kann hat wieder gezogen.
    Die Dame am Schalter fragte mich, ob ich eine Punkte-Sammelkarte haben möchte worauf ich erwiderte, dass wir nur auf der Durchreise sind. Meine Frage, ob die Karte auch in Dänemark funktioniert konnte sie nur lachend verneinen.

    Dann ging es ohne Pause in Richtung unser Tagesziel: Leura. Dieses kleine süße Örtchen liegt am Nationalpark "Blue Mountains". Nach circa 2 Stunden mit dem ollen MG sind wir angekommen. Die Fahrt war nicht weiter aufregend, aber anfangs durch Rush-Hour gut gefüllt.

    In Leura, am Check-In die nächste Überraschung. Rezeption war geschlossen um 19 Uhr. Nur ein Safe für den Schlüssel war vorzufinden. Kein Problem, E-Mails gecheckt, nichts. Hmmm... Auf dem Schild steht: "....den Code, den wir ihnen ans Smartphone geschickt haben...". Geil, und ich kann wegen meines alten Smartphones hier keine SMS empfangen. Okay, Notfallnummer kann ich auch nicht anrufen. Letzte Chance, Nachtrezeption per Schalter erreichen. Nach dem gefühlten 20-sten Mal nahm immer noch keiner ab, aber es kam ein anderer Gast, der uns helfen konnte. Endlich .... Im Zimmer angekommen, wurden wir sehr positiv überrascht. So langsam kam aber der Hunger, das "dänische" Eis hielt nicht lang an.

    Nach all den Tagen von Restaurants und Imbissfutter wollten wir uns mal selbst versorgen und deckten uns beim Metro Woolworth (für Essen, nicht Klamotten) mit Toast, Gemüse, Säften und Käse für Sandwiches und Burritos ein.

    Kaputt vom Tag ging es flott zurück ins Zimmer und in die Koje. Da schwankte es auf einmal, mir viel ein, dass ich immer noch nicht an meine Fotos komme. Also flott nochmal zum Klamottenladen für Nahrung und nach einem Adapter gesucht, Fehlanzeige.

    Enttäuscht ging ich zurück und wurde fast von einem Güterzug in einen Panik-Anfall getrieben, da dieser mit zwei Loks im Vollgas sich den Berg hoch kämpfte. Dieses brüllende Etwas zog zig voll beladene Waggons hinter sich und ließ mich völlig verdutzt zurück. Diese Aufregung ließ mich noch bis 1 Uhr nachts wach im Bett liegen, vielleicht war aber auch YouTube Schuld.
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  • Ab ins Blaue und eine Herde Kakadus

    March 28, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 16 °C

    In Leura schliefen wir erneut aus. Nichts sollte uns stressen und wir frühstückten Müsli im Bett. Draußen hatte es am Morgen noch geregnet , dies hörte ähnlich wie in Sydney rechtzeitig auf, als wir allmählich das Bedürfnis nach Abenteuer entwickelten. Wir schmierten uns noch ein paar Brote für den Tag und packten alles ein. Nach kurzer Absprache wollten wir zum Scenic View Point, bei dem Seilbahnen und die steilste Bahn auf Schienen verfährt. Ab ins Auto und los. Dann sahen wir, dass der Viewpoint "Three Sisters" aufm Weg (mit nur kleinem Umweg) liegt.

    Vor Ort die Parkuhr gefüttert und dann zack zum mit Touris gefüllten Platz. Von Weitem schien uns die Wolken einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Genau bei Ankunft des Geländers rührte sich etwas und es waren die ersten Bäume und Felsformationen im Tal des südlichen Nationalparks zu erkennen. Wie der Name des Parks vermuten lässt erschien das Tal in einem bläulichen Schein. Das liegt vor allem am Eucalyptus, der hier überall in verschiedenster Form wächst, und an dem leichtem Nebelschwaden übern und um Wald.

    Angestachelt von dem Ausblick änderten wir unsere Pläne und überlegten eine Wanderung anstelle der Fahrt mit der Touristenattraktion zu unternehmen. Gesagt getan! Nachdem ich 5 Minuten investierte unser Fahrzeug ein paar Blöcke weiter vor einer australischen Schule gratis außerhalb der zahlungspflichtigen Zonen zu parken konnte losgehen. Ich weiß, geizig und typisch deutsch blablabla, aber: Wer zahlt gerne 6€ die Stunde für das Parken, wenn man nicht weiß wie lang eine Wanderung dauern wird?! Eben!

    Nun ging es los auf den ersten Metern des Wanderpfades Richtung Norden um die drei Schwestern herum und dann direkt runter ins Tal auf dem "Giant Stairway". Anfangs noch voll mit ungeübten Schnecken könnten wir auf dem späteren Abschnitten entspannt die schier endlosen Treppen nach unten hinabsteigen. Leider, das mussten wir vermutlich wegen des morgendlichen Regens bestellen, roch es nicht wie am Tag zuvor im botanischen Garten Sydneys stark nach Eucalyptus.

    Die Wanderung bot uns alles, was wir erhofft hatten:
    Wasserfälle, riesige Farne, kreischende Vögel, unzählige Eucalyptusbäume, vielzählige Aussichtspunkte und viele weitere Eindrücke.
    Ich denke, die Bilder sprechen Bände und sollten als Beschreibung ausreichen. Hier noch weitere von der gesamten Tour:
    https://www.komoot.de/tour/2122169539?ref=aso
    Leider gab es auch: Grölende Idioten mit Bluetooth-Boxen
    Die Tour erinnerte mich oft an das Elbsandsteingebirge. Auch dort findet man viel Sandstein und ähnliche Felsformationen, denen man oft nah kommt oder unter durch muss.

    Nach dem vielen auf und ab wurde unsere Glieder so langsam müde und wir freuten uns auf eine kurze Dusche. Auf dem Rückweg ging es noch kurz zu Big W. Eine Art Walmart für die Australier. Gibt alles (außer Nahrung), riecht alles nach Plastik, hat auch SD-Karten Adapter. Top! Spoiler: Daten meiner Karte konnten gesichert werden!

    Dann ab in die Bude, Waschmaschine anschmeissen, mit Burritos vollstopfen und Kamera gewappnen und noch einmal flott in die beschauliche Einkaufsmeile von Leura. Natürlich war nach 17 Uhr wieder alles geschlossen, daher konnten wir nicht alles leer kaufen. Aber, dafür habe ich die Kamera mitgenommen, konnten wir putzigen und frechen Kakadus beobachten, die hier überall herumfliegen und Krach machen. Mein Lieblingsvogel des Tages: ein Kakadu, der auf einer Parkuhr saß, während eine Dame versuchte ihre bürgerlichen Pflicht nachzukommen ihre Gebühren zu bezahlen, herrlich.

    Auf dem Rückweg zum Hotel wurden wir mit dem Anblick einer ganzen grasenden Herde dieser majestätischen Zirkusathleten belohnt. Ich saß mich auf den Gehweg und beobachtete kindlich diese Geschöpfe während ich noch ein paar Schnappschüsse anfertigte.

    Nachdem ich seelisch gesättigt war ging es für die restlichen Haushaltsverpflichtungen wieder zur Waschmaschine, Trockner und Co.

    Morgen geht's wieder in die große Metropole wo ich endlich diesen Wagen loswerden kann.
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  • Von der Kleinstadt vor die große Bühne

    March 29, 2025 in Australia ⋅ 🌧 15 °C

    Nach einer weiteren Nacht, in der ich von Zügen träumen konnte, machten wir Klarschiff und besuchten für einen Stopp den größeren Nachbarort "Katoomba". Die Einkaufsmeile ähnelte der von Leura fällt aber merkbar größer aus. Vor den Antiquitätenläden, Restaurants und Kleidungshökern schlenderten wir von Überstand zu Überstand, um dem Nieselregen (oder eher Wolke) etwas zu entkommen. Ein Straßenmusiker spielte Akustikgitarre, ein paar stark alternativ (die nette Alternative, nicht der braune Siff) aussehende Männer plauderten vor einem Kunstgeschäft und die Vögel der Umgebung machten die Gehwege unsicher.

    Auf halber Strecke fiel uns ein, dass wir noch ein paar kleinere Dinge für den Weg einkaufen mussten. Und wo geht man hin, wenn man auf der anderen Seite der Welt ist? Richtig, nach dem ALDI hinne.
    Also rein, an den Kindern samt Bluetooth Lautsprecher vorbei, die beim Einkauf mit ihren Eltern zur steilen Schlümpfe-Musik abrockten, und viel zu viel Quatsch einkaufen. Und weil das nicht reichte holten wir noch ein Butter-Croissant und eine Zimtschnecke bei dem ach so süßen kleinem Inhaberinnen geführten Bäcker. Fazit: Croissants können sie nicht, Zimtschnecken sind aber geil!
    Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass wir viel zu sehr die Zeit genossen haben und trieb uns im schnellen Schritt zum MG 3, den ich bald abgeben durfte.

    Zurück auf der Strecke. Der Regen viel unerbittlich vom Himmel herab und wir hofften, dass es nicht zu Aquaplaning oder Schlimmeren auf der Strecke kommt. Wir mussten das Auto um 13 Uhr abgeben, ETA beim Hotel war nach Navi 12:27 Uhr. Dort wollten wir vorher unsere Koffer in Nord-Sydney abgeben. Unsere Unterkunft, scheinbar einer Kirche zugehörig, hat zumindest mal Frühstück im Preis inbegriffen. Warum wir in Nord-Sydney gelandet sind? Gute Frage, irgendwie war viel ausgebucht und dies bot uns wenigstens den Grund die Harbour Bridge mindestens einmal überqueren zu müssen. Gut, dann zurück 15 Minuten bis zu Europcar, passt schon.
    Es sah sehr gut aus. Die Straßen waren zwar nicht leer, aber die (erlaubte) Maximalgeschwindigkeit konnten wir fast auf der gesamten Strecke ausnutzen. Dennoch war ich nervös, da wir noch irgendwo tanken mussten. Das durfte nach meinem Plan nicht länger als 3 Minuten dauern. V, meine Copilotin in diesem Rennen, hatte eine Tankstelle ausgemacht. Boxenstopp! Wie bei der F1 sind wir abgefahren, Tür auf, Stutzen rein, Tanken, Bezahlen, Tür zu und los! Bam, unter drei Minuten! ETA, 12:30 Uhr, alles gut, sind noch im Rennen.
    Aber dann, weil Stadtverkehr in anderen Städten auch für Städter zur Herausforderung werden kann, sind wir zu früh raus. Mist, schnell durch ein paar Häuserschluchten eiern bis wir wieder auf der Bahn waren. ETA 12:32 Uhr, Glück gehabt.
    Nun erst einmal über die Harbour Bridge, was für ein Koloss. Wie die Sierichstraße in Hamburg verfügt die Brücke über Tageszeit abhängige Fahrtrichtungen. Auf den mittleren beiden der insgesamt sechs Spuren konnte die Richtung gewechselt werden ,im "Notfall" auch sicherlich noch weitere. Offensichtlich war es gerade Zeit für unsere Richtung, vier Spuren Baby.

    Beim Hotel angekommen der nächste Boxenstopp: Check-In. Ich hüpfte flott rein, begrüßte die Dame unterm Jesuskreuz, Zimmer war schon fertig. Perfekt! Alles hoch getragen, flott ein weiterer Mini-Boxenstopp auf dem Badezimmer, und dann zurück zur Maschine.

    Los geht's, ETA 12:59 Uhr. Das wird eine Punktlandung! Kurz erneut für ein paar AUD über die Brücke, beim Hyde-Park vorbei, dann waren wir auch schon dort. Bei Europcar angekommen ging es wieder tief unter die Erde. Im siebten Untergeschoss des Hotels befand sich die Abgabestation. Im Keller war es warm und schwül wie in Queensland. Die Wärme stammt vermutlich vom flüssigen Erdkern und die Luftfeuchtigkeit von dem Europcar Mitarbeiter, der 24/7 die ankommenden Fahrzeuge mit einem Kärcher bearbeitete. Flott den Schlüssel abgegeben und dann erst einmal Pause. Wie nach einer Runde auf dem Nürburgring war ich erst einmal im Ruhemodus und setzte mich in der Lounge des Pullmann Hotels auf einen Sessel.

    Nach 5 Minuten war ich wieder im "Hier und Jetzt" und wir entschieden uns für einen Spaziergang durch den Regen. Hier unser Pad:
    https://www.komoot.de/tour/2123975072?ref=aso
    Der Hyde Park, direkt vor der Tür, lud uns für einen weiteren Besuch ein. Wir mussten gegen 14:35 Uhr bei der Oper sein, damit wir die Führung wahrnehmen können, die wir Tage zuvor gebucht hatten.

    Das bereits betrachtete War Memorial haben wir uns auf Grund des Wetters von innen angeschaut. Das Gebäude erinnert an die Gefallenen des ersten Weltkrieges und ist im Stile der 20er Jahre errichtet. Die Architektur, die Fenster und die Verzierungen erinnert mich allesamt samt stark an ein Videospiel namens "Bioshock", welches sich ebenso an die selbige Zeit orientiert. Bewacht von einem Veteran mit Gesundheitsschuhen lädt das offene Gebäude jeden ein. An der Decke der Kuppel befinden sich unzählige goldene Sterne unter denen ein, auf einem von vier Frauen getragenem Schild, nackter Mann liegt. Diese Kunsteinrichtung bietet viel Interpretationsspielraum.

    Raus aus der Gedenkstätte gingen wir gen Norden in Richtung des Springbrunnens. Nach ein paar Sandwiches und einer Zimtschnecke erreichten wir besagten Brunnen und die Menge an Demonstrierenden, die sich lautstark für die Freiheit Palästinas einsetzten.
    Nach ein paar Minuten schweifte unser Blick auf die naheliegende Kathedrale ab, die wir ebenso nur von außen kannten. Mit der Demo im Rücken betraten wir das Gebäude in dem recht viele Damen Tücher und Haarnetze trugen. Ein frommerer Anblick, als ich erwartet hatte.

    Danach noch flott durch die Innenstadt, am Circular Quay vorbei und wir waren wieder bei der Oper. Dort bekamen wir Kopfhörer und Empfänger umgeschnallt, über die wir in der nächsten Stunde alle Informationen, Witze und Warnhinweise von unserer charmanten Führerin übermittelt bekommen haben.
    Zusammenfassung der Tour: Super!
    Wir konnten glücklichweise mehrere Säle von Innen betrachten, da diese derzeitig nicht bespielt worden sind. Ich schoss Unmengen an Fotos und ein weiterer deutscher Hobbyfotograf mit einer Sony Alpha 7 II, auf die ich ein wenig eifersüchtig war und bin, ebenso. Nach der Tour schnappten wir uns für den Abend erneut zwei Packungen Sushi dann ging es per Bus erneut über die Brücke zum Hotel. Halleluja!

    V war platt, ich war auch platt. Für den Abend beließen wir es dabei und planten die folgenden Tage neu um und mieteten den nächsten Wagen, ein Hyundai i30, für unsere Fahrt von Melbourne bis Adelaide.
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  • In Sydney sagt man Tschüss, Moin MEL

    March 30, 2025 in Australia ⋅ 🌧 19 °C

    Nach einem Frühstück, Adjektive wären hier nicht angebracht, ging es per Train zum Airport. Erneut vorbei an Harbour Bridge, Central, Oper und Co. ging es zum Airport SYD Domestic.
    Wir waren viel zu früh dran und mussten unsere Obstvorräte erst einmal auffuttern, bis wird am Schalter mit auf das Gramm genau abgewogenen Gepäck standen und unsere Bordkarten erhielten. Erneut wieder an allen vorbei sparten wir viel Zeit. Sicherheitscheck ohne Warteschlange, top organisiert.

    Am Gate 52 ließen wir die Zeit verstreichen und wartete auf unseren Flieger, der um 13:30 Uhr abheben sollte. Cool, wir haben Plätze in Reihe 5 bekommen. Boarding geht los, geht gut vorran und dann BAM!!!! Beim Scannen des Tickets kommt die Realitätsklatsche. Wir wurden abgeladen. Sorry, Seniorität geht vor. Also raus, Gepäck abholen, zum Glück schon da und wieder an den Schalter. Nächster Flug nach MEL um 14:30 Uhr ist rappelvoll..... Alternative, ab nach Avalon (AVV) und mit dem Bus 1h nach Melbournes Innenstadt fahren. Die nette Dame gibt uns sogar die Zahlen durch: 30 frei, 14 andere Stand-by-Flieger, sieht noch gut aus.
    Hibbelig und nervös buchte ich die Tickets, wobei ich auf Grund des lahmen Internets sechs Versuche benötigte. Nun in Reihe 21, wieder am Gate 52 (war wohl ein Zeichen) warteten wir gespannt auf das nächste Boarding.
    Typisch Billig-Airpline, wurde parallel das Gepäck fast aller Taschen gewogen, damit bloß keiner ein Ei zuviel mit schmuggelt.

    14 Uhr, Boarding. Moment der Wahrheit. Scan, puh. Wir dürfen weiter. Auf Grund diverser Horror Stories aus dem Umkreis, bin ich aber noch nicht vollends entspannt. Erst einmal abwarten. Ein paar Sitze sind frei, die erste Brücke wird entfernt. So langsam steigt die Zuversicht und da wird auch schon die Tür geschlossen. Ahhh, den Bus bekommen wir vermutlich ohne Bangen.

    Start! Endlich geht's los. Es wurde etwas schaukelig und des Heck des Flugzeugs schwang hin und her. Entweder hörte der Pilot Heavy Metal und nutze die Fusspedale als Doublebase oder der relativ starke Wind trug dazu bei uns durchzuschütteln. Aber man sieht es wieder: "Wer billig fliegt, fliegt zwei Mal!"
    In der Luft wurde es typischerweise ruhiger und unser Flug bot bei Start und Landung schöne Vogelperspektiven auf die Umgebung. Bei Letzterer sah man der Umgebung direkt an, dass es bei Melbourne trockener ist. Während der Langung und aufm Fußweg zum Terminal konnten wir sehen, dass gerade eine Air Show endete, die hier am Flughafen AVV für mehrere Tage stattfand. Zu Besuch war beispielsweise die Deutsche Luftwaffe mit einer A400M und viele weitere mit Kampfjets, Tankfliegern, Helikopter, etc.
    Unser Gepäck lag direkt auf dem Gepäckband und wir kauften ohne Umwege zwei Karten für den Skybus, der uns in die Innenstadt von Melbourne bringen sollte.
    Im Oberdeck des Busses hatten wir in der zweiten Reihe einen super Ausblick für die nächsten Stunde Fahrt nach Melbourne.
    Dort angekommen machten wir uns hungrig zu Fuß auf den Weg Richtung unseres Hotels, um zwischendurch unsere Körper mit Leckereien zu stärken. Unterwegs trafen wir auf "Il Mercato Centrale Melbourne", wo jeder Liebhaber von frisch zubereiteter Pizza, Pasta, Gebäck, Burger und vieles mehr glücklich werden kann. Wir teilten uns einen Veggie-Burger samt Pommes und einer vorzüglichen Pizza Margarine aus dem "Steinofen".

    Glücklich ging es für uns zum Hotel "The Howey". Damit wir Melbourne noch etwas erleben können entschieden wir uns für einen müde machenden Spaziergang durch Chinatown und "Carlton Garden", welcher im südlichen Teil durch eine Gartenshow leider geschlossen war.
    Draußen wurden wir übergossen mit Straßenmusik und lustigen Eindrücken. In Hongkong sahen wir einige Ampeln, die für die Zombie Smartphone Nutzer die Ampelphase auf den Boden projezieren, sodass keiner seinen Blick aufrichten muss und seinen Smartphone Buckel noch effektiver ausbilden kann. Hier etwas anders, gibt es Fußgängerampeln, die kurz vor der Bordsteinkante LEDs im Boden eingelassen haben, um die aktuelle Phase farblich hervorgehoben. Sieht geil aus, aber ist auch etwas quatschig.

    Chinatown war überflutet mit Menschen, die den leckeren Gerüchen, die aus den Restaurants geblasen werden, verfallen sind oder Kostüme und Hüte tragend Selfies in Läden mit Fotoboxen machen wollten. In einem Import-Supermarkt kauften wir uns flott aus Japan importierten Grünen Tee, der Körperfett verbrennen soll, und Eistee. Beides haben wir auf unserer letztjährigen Reise lieben gelernt und freuten uns es hier zum doppelten Preis einkaufen zu dürfen.
    Chinatown wird uns auf jeden Fall die Tage wiedersehen, hier gibt es vielen zu sehen.

    Nach der Umrundung des "Carlton Garden" und der Betrachtung des Melbourne Museums ging es am Parlament zurück zu unserer Unterkunft und ab in die Abendruhe.
    Hier unsere kleine Runde im Detail: https://www.komoot.de/tour/2126854504?ref=aso

    Nun haben wir drei Nächte hier in Melbourne, genug Zeit um die vielen Dinge zu sehen, erleben und besuchen zu können, die uns interessieren.
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  • Durch Gärten und Schluchten

    March 31, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 15 °C

    Melbourne hat mehr zu bieten als man von außen aus sehen kann.

    Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns auf den Weg gen Süden, um die "Royal Botanic Gardens Melbourne" zu erkunden. Auf dem Weg schauten wir beim "Federation Square" vorbei, auf dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, wie Open-Air-Kino, Konzerte und weiteres.
    Für uns ging es aber flott weiter Richtung Park. Irgendwie ziehen uns diese grünen Oasen innerhalb der Großstädte magisch an, so als ob man direkt nach der Ankunft der Stadt gleich entfliehen möchte.
    Entlang am "Yarra River" und öffentlich BBQ-Grillen, die gratis genutzt werden können, genossen wir den Blick auf das Wasser. Vor dem Park besuchten wir noch den "Remembrance Shrine", welcher aus der Ferne etwas südamerikanisch aussieht, erinnert an die australischen Soldaten und Soldatinnen, die in Kriegen der letzten 110 Jahre umgekommen sind. Eine beeindruckende Installation mit römischen Säulen und obligatorischer ewiger Flamme.

    Gleich nebenan lag das Observatorium, welche unseren Eingang zum botanischen Garten darstellte. Die Gärten zeigen sich von ihrer besten Seite und gaben uns viel Zeit zum Entspannen. Einen Bereich konnten wir nicht betreten, da dort derzeit viele "Grey Foxes" in den Bäumen hingen und nicht von den lästigen Menschen gestört werden sollten. Wir verbrachten gefühlt 2h Inden Gärten und nutzen die üppige Anzahl an Sitzgelegenheiten, um die Gedanken abschweifen zu lassen. Aus dem Park heraus sah man oft sehr gut die Skyline der Stadt, welches einem einen Mix aus Natur und kalten Kolosse aus Stahl und Glass bot. Der Kontrast konnte nicht größer sein.

    Diese ganzen Blumen und Tiere machten uns hungrig. Und bevor es weiter geht brauchten wir Brennstoff für unsere Beine. Spont ging es zu " Oh! Pho!". Für mich ein Schmaus, für V ein Graus. Leider waren Dumplings und Summer-Rolls nicht so der Hit.

    Danach wollten wir bei dem "Victoria Square", einem großen offenen Markt, uns von lokalen Händlern und Verkäufern umwerben lassen. Vor Ort stellten wir fest, dass wir einen Tag zu früh dran sind. Also müssen wir morgen erneut vorbeikommen.
    Um unsere Bedürfnisse zu befriedigen benötigten wir einen zuverlässigen Partner. Also ging es zu einer Institution, die uns bereits unser ganzen Leben begleitet.
    Bei ALDI kauften wir Wasser und Vs geliebte getrocknete Mangostreifen, halb eingetunkt in Schokolade.

    Die Docklands, unser nächstes Ziel lagen im Westen von uns. Wir kämpften uns zwischen den Termitenhügel für Menschen von Signalanlage zu Signalanlage. Die Docklands, ähnlich menschenleer und trostlos wie die Hamburger Hafen-City am Abend, waren schön für einen ruhigen Spaziergang und lagen direkt am "Marvel Stadium".

    Nach 17 km an der "frischen" Luft und der Sonne, mit einem UV Index von bis zu 6, waren wir gut geplättet und mussten uns mit etwas europäischen belohnen. Wir schnappten uns bei dem kleinen Stand um die Ecke jeweils einen süßen Crêpe, hergestellt von authentischen Franzosen.
    Gerade findet in Melbourne das "Comedy Festival" statt und neben uns stand eine Reihe begeisterter Gäste, die vor dem "Max Watts" auf den Einlass zu einer Veranstaltung warteten.

    Im Hotelzimmer blieb der Eindruck, Melbourne ist (auch) schön. :)

    Die Tour von heute:
    https://www.komoot.de/tour/2128676199?ref=aso
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  • Goodbye Deutschland

    April 1, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 14 °C

    Was soll man sagen, wir haben uns verliebt. Der Yarra River, der Victoria Square, das Museum Melbourne, die vielen internationalen Restaurants, die kostenlose Tram im Stadtkern, die Radfahrer freundliche Verkehrsgestaltung, H&M und ALDI. All das und vieles mehr hat uns dazu bewegt alles hinter uns zu lassen. Wohnung ist gekündigt, Möbel werden durch den Nachbarn verkauft, Büros hat meine Firma auch in Hongkong, Kinder müssen auch hier betreut werden. Schon lange haben wir uns nach einem Neuanfang gesehnt, nun wagen wir es. Es tut etwas weh, dass unsere Familie und Freunde es über diesen Kanal erfahren werden, aber so müssen wir es ihnen wenigstens nicht persönlich mitteilen.
    Wir werden Australier!
    Hoffentlich kommt der eine oder andere uns mal besuchen. Für das Essen müsst ihr aber selbst aufkommen, wie Bierti es auch schon zu sagen pflegte: "Deutsche essen einfach zu viel!". Also bis dahin, cheers Freunde!
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    April, April

    Aber Scherz beiseite. Melbourne ist eine wunderschöne Stadt, die uns heute erneut zu Plätzen gelockt hat, die wir gestern schon sahen. Bevor es losging schauten wir flott bei zwei historische Einkaufshäuser vorbei. Einmal die Royal und die Block Arcadia luden mit ihrer Alster Arcaden ähnlichen Atmosphäre zum Verweilen ein. Bei "The Art of Dr. Seuss" gab es zwar preiswerte Malereien für 3700 AUD, leider waren dieser aber alle größer als unsere Koffer. Danach hatten wir wieder viel auf dem Zettel.

    Zuerst lockte uns das Museum an, wo wir mehr über die Geschichte und Kultur der Aborigines, der Flora und Fauna von dem vergangenen und dem heutigen Australien, viele Insekten mit Exoskeletten, Skelette von schrecklichen Echsen und Design-Projekte hiesiger Schulen und Universitäten lernen durften.
    Hungrig vom ganzen Denken ging es erneut auf den Markt am Victoria Square, wo wir bei Standverkäufern mit lauthalser Stimme, günstig Obst für die nächsten Tage einkauften und mit einer Trink-Kokosnuss an einem der street food Wägen tibetanische Teigtaschen genossen, die etwas nach heimischen Maultaschen schmeckten.

    Darauf ging es erneut zum italienisch angehauchten food court, welchen wir am ersten Tag bereits ausprobiert hatten. Nach all den Teigtaschen habe ich aber lediglich bei V vom Teller etwas kleines geklaut.

    Danach, mit besagter kostenloser Tram, wieder zu den Docklands. Dieses Mal auf die Nordseite zu den Outlets etwas shoppen. Ich habe bei Uni-Qlo was kleines bekommen und meiner Frau eine Jacke madig gemacht, die sie mochte. Super Ehemann! Anschließend Tram, Hotel, Pause.

    Ich brauchte noch für eine indische Praktikantin eine von diesen "geschmackvollen" Postkarten, auf denen alle Sehenswürdigkeiten der Stadt raufgequetscht werden. Sie sammelt Karten von Orten wo sie bereits war, hatte es damals aber versäumt hier eine zu kaufen.
    Wie sich herausstellte war es gar nicht so einfach solch eine Karte zu finden. Nachdem wir zwei Buchläden und drei "bessere" Souvenir-Shops abgeklappert hatten wurden wie endlich fündig. Acht Motive, ein Koala ist dabei, alle Bilder etwas unscharf, perfekt und genau das sie wollte.

    Abends wollten wir wie zuvor in Hongkong und Sydney einen Blick auf die Stadt von erhöhter Position genießen. Der Eureka Tower ist mit seinem SkyDeck im 88. Stockwerk der optimale Platz dafür.
    Gemacht wie geplant sind wir entlang des Yarra River, vorbei an LGBTQ+ Hassern, direkt zum Fuße des kleinen Turms. Für 20€ pro Person, was für ein Schnapper, wurden wir auch nach oben gelassen und konnten den Sonnenuntergangsprozess miterleben, der seinen Höhepunkt um 19:14 Uhr finden sollte.

    Der Ausblick war anders aber klarer, da die Fenster hier geputzt waren. In Sydney durfte man nicht nur durch Fingerabdrücke hindurch die Gebäude suchen sondern auch versuchen Konturen und Formen trotz Smog und Staub auf dem Glas zu erkennen.
    Als wir uns sattgesehen hatten kauften wir noch Proviant für den nächsten Tage ein, sodass wir im Auto nicht verhungern werden. Da ich in diesem Moment aber hungerte ging es nochmal nach Chinatown, wo ich beim erst besten Laden anhielt, die Google-Rezensionen checkte, bei einer 4,5 mit 2000 Bewertungen staunte, bestellte und genoss. Für 10€ ein sau leckeres großes Chicken Karaage mit Kimchi, unschlagbar.

    Mit vollem Magen und zufriedener Seele stolzierten wir entlang der modernen Minnesänger zum The Howey zurück. Morgen holt uns um 10:15 Uhr unser Uber ab und bringt uns zum Mietwagen mit dem wir dann Richtung Adelaide fahren werden.

    Gute Nacht Melbourne, wir werden dich vermissen (bis wir wiederkommen und vielleicht bleiben 😉).
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  • Team Europe to the rescue

    April 2, 2025 in Australia ⋅ 🌙 11 °C

    Was für ein Tag. Erst ging es gemütlich los in Melbourne. Unser Uber-Fahrer Gourmeet, leider kein Koch geworden, holte uns sehr pünktlich ab, sodass wir zeitnah beim Mietwagenverleiher ankamen. Anstelle des kleinen Hyundai i30 bekamen wir einen dicken neuwertigen Mazda CX-3. Fand ich nett, dann dachte ich aber an den Verbrauch. Uns sieht da, verbraucht 1,5 Mal soviel wieder kleine Japaner. Naja, dafür mehr Komfort und Knautschzone, falls man sie mal braucht.

    Mit dem Mazda machten wir uns auf den Weg zur Ocean Road. Dazu mussten wir erst einmal über den Highway bis Torquay, wo wir unseren ersten Spaziergang am Meer unternahmen. Erst wirkte erst frisch, doch die Sonne heizte flott unsere Oberflächen auf.
    Neben hungrigen und etwas frechen Möwen aßen wir ein paar Cracker mit Spinatdip, um uns für die nächsten Stunden Autofahrt vorzubereiten. Mit Knobi-Fahne fuhren wir an der empörend schönen Küste der Ocean Road (B100) entlang. Es begann die Surf Coast, auf der regelmäßig Strände mit optimalen Bedingungen für Surfer und Surferinnen aufeinander folgten. Am Bells Beach, Austragungsort vieler Wettkämpfe der Weltspitze, schauten wir einer Gruppe Wellenreiter beim Balancieren zu und ich wurde hibbelig und eifersüchtig. Ich sagte zu V: "Hier hätte ich auch eine Woche bleiben können". Aber "leider" geht es weiter.

    Nach weiteren Traumbuchten und türkisen Gewässern sahen wir eine riesige Rauchschwade, die scheinbar landeinwärts von einem enormen Feuer stammen musste. Was es damit auf sich hatte wissen sie bis dato nicht. Die überall zu sehenden Waldbrandgefahrindikatoren waren aber allesamt auf höchstens 2 von 4 Stufen eingestellt und wiesen lediglich auf ein moderates Brandpotential hin.

    Unser Tagesziel für heute waren die 12 Apostel, in diesem Falle große erodierte Feldformation in Küstennähe, und anschließend natürlich unser Motel, welches sich in Warrnambool versteckt. Bis dahin waren es noch einige Stunden Fahrt mit vielen kleinen Zwischenstopps und wir wollten vor der Dämmerung die Felsen im Meer erreicht haben.

    Im nächsten Ort haben die Kakadus wieder ihr Unwesen getrieben und die Touristen begeistert. Die Straßen führten uns abwechselnd geradlinig oder extrem mäanderförmig entlang der Küste und durch die anliegenden Wäldern. Die Warnschilder, auf denen in unserer Heimat eher der Kopf von Rotwild zu sehen ist, konnten wir so langsam nicht mehr ignorieren, da wir im letzten Gebiet am Straßenrand das erste ausgewachsene, aber tote, Känguru sahen. Die Gefahr ist also real und wir sollten immer bremsbereit sein und nicht unnötig schnell fahren. In der Heimat ist mir glücklicherweise niemals ein großes Tier vor die Haube gelaufen, aber im Urlaub passiert ja immer das Abnormale und ich erinnerte mich an die Frontscheibe des ersten Mietwagens.

    Erst hatte V die Befürchtung, dass wir es nicht rechtzeitig zum Ausblickspunkt der Felsen schaffen, lagen aber gut in der Zeit. Vor Ort angekommen wurden wir von einer Baustellenabgrenzung überrascht wodurch wir versehentlich an den Gipson Steps vorbei fuhren. Diese geben einem die Möglichkeit bis zum Strand herunter zu gehen und die großen Steine an der Küste von deren Füßen zu bestaunen.
    Nächste Ausfahrt war der Touristenhotspot mit Blick von oben. Bevor wir umdrehen wollten wir diesen Ausblick vorerst testen.
    Um den Moment einzufangen nahm ich mein gesamtes Equipment mit. Ich packte in meine Hosen- und Pullitaschen:
    - GoPro Black 10
    - Canon 70D samt zweitem Objektiv
    - Analoge Pentax 17
    Bereit für die Foto-Eskalation kämpften wir uns durch die überwiegend indischen Menschenmassen und an giftigen Schlangen vorbei.
    An den vielen kleinen "perfekten" Positionen entlang schossen wir schon vor dem eigentlichen Sonnenuntergang viel zu viele Fotos und nahmen uns ab und zu auch mal die Zeit mit den Augen diesen wunderschönen Anblick zu genießen. Also die Abendröte aber einsetzte wurde es unverschämt fotogen.
    Die Wellen trafen auf die Küste und umspülten hierbei die 12 minus 4 Apostel. Das rot, gelbe Sonnenlicht spiegelten sich im Wasser und beleuchtete uns von oben und unten. Wir hatten wieder einmal Glück mit der Wolkensituation freuten uns an dem Anblick, bis die Sonne verschwand.

    Schnell zum Auto, wir müssen noch eine Stunde fahren. Kürzester Weg sind 1h, entlang der Küste 5 Minuten länger. Ich dachte, das können wir riskieren, sieht ja vielleicht auch bei Nacht schön aus.
    Bei Port Campbell bogen wir ab und fuhren nicht entlang der kürzeren Route durchs Land. Die ersten Kängurus konnte man wieder auf gelben Hintergründen sehen und wir fuhren stetig mit Fernlicht.
    Dann nach circa 10 Minuten sahen wir auf der gegenüberliegenden Straßenseitenrand ein Fahrzeug, dicke Beule auf der Haube. Scheinbar hatten sie ein Nashorn erwischt.

    Ich legte in der Dunkelheit eine starke Bremsung hin, und wir fragten die 4 einsamen Seelen was los sei. Sinead erzählte uns mit nuscheliger irischer Stimme, dass sie mit 100km/h erwischt hatten. "Es kam aus dem Nichts!". Und nun war es weg und humpelte vermutlich schwer verletzt durch die Gegend.
    Leider kommt scheinbar der Abschleppdienst zu dieser Zeit, circa 20 Uhr, nicht mehr vorbei. Sie wohnten im nächsten Ort und hatten im Wagen nur ein paar nasse Kleidungen vom Strandbesuch.
    Wir grübelten 10s und entschieden uns zu helfen. Schnell alles umgepackt, sodass die Rückbank frei ist und die vier europäischen Freunde sich reinquetschen können. Nun war das Upgrade auf den Mazda hilfreich gewesen, beim Hyundai wäre das noch enger worden. Nach einer aufregenden Fahrt von 10 Minuten luden wir die vier Unglückspilze aus und verabschiedeten uns.

    Nun, mit weniger Zeit und einem anderen Gefahrenbewusstsein, fuhren wir die kürzere Strecke bis zum Motel durch die Nacht mit verschmierten Scheiben bis Warrnambool.

    Am Hotel angekommen, 3 Minuten nach der Check-In Zeit, durften wir trotzt Vorankündigung die Service Hotline anrufen, um den Code für den Tresor zu erhalten. Nach 6 Minuten Wartezeit und vermutlich 10€ Telefonkosten, konnten wir ins das Zimmer.

    Um uns für die abendliche Heldentat zu belohnen ging ich abends nochmal zum Supermarkt und deckte uns mit kleinen Leckereien für den nächsten Tag. Mal schauen was dieser so mit sich bringt auf dem Weg nach Robe.
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  • Von Port zu Port zwischen Kuh und Kuh

    April 3, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach der Aufregung vom gestrigen Abend ging es heute gemütlich vorran.

    Wir fuhren mit unserem Mazda entlang der A1, die uns ein wenig an die Heimat erinnerte, entlang unzähliger weidenden Schaafe und Kühe, einzelnen Alpakas und mindestens 20 toten Kängurus. Ein lebendiges Exemplar durften wir überraschend doch am Straßenrand entdecken, welches gerade Kopf schüttelnd darauf wartete, dass die Straße frei ist. Danach wieder Kühe, Schaafe und "Road Trains" voll beladen mit Tonnen an Holz, Vieh oder sonstigen Gütern.
    Wir merkten es sofort, die Landwirtschaft hat uns umschlossen. Von Milchkanne zu Milchkanne fuhren wir mehrere Stunden und hielten in keiner größeren Stadt, unser Ziel Robe war heute um Fokus für uns. Lediglich eins zwei Stopps für ein kleines DIY-Frühstück und zum Tanken legten wir ein.

    Mount Gambier, kein Interesse! Portland, bleib weg von uns! Erst in Beachport, was circa eine halbe Stunde vor unserem Ziel lag, entschieden wir uns für ein Mittagessen plus Spaziergang. Fisch & Chips und ein etwas saurer Süßkartoffelsalat, der aus Salat und entsprechenden Pommes bestand, füllten unsere Magen für den Gang auf den scheinbar längsten "Jetty" der Welt. Zumindest kamen uns die circa 772m recht lang vor. Durch gepustet vom frischen Wind.

    Nach insgesamt 4 Stunden Fahrzeit waren wir beim Robe Holiday Park. Wir machten uns umgehend auf die Socken, um das verschlafene Nest Robe zu erkunden und genossen den Coastal Trails.

    Abends zurück im Häuschen schauten wir einen Film, "True Spirit", auf ein Netflix und genossen die uns langsam umschließende Kälte des Abends.
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  • Straße vom Meer zum Wein

    April 4, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute hieß es wieder: Auto fahren, Auto fahren, Auto fahren
    Ähnlich wie am Vortrag sind wir viel geradeaus gefahren. Auf diesem Streckenabschnitt wurden die größeren Ortschaften aber noch kleinere ausgetauscht.
    Bevor es losging verbannte ich ein paar Sandwiches und Chips der letzten Tage bei einem morgendlichen Lauf bis zum Obelisken von Robe. Der war wie im Zoo eingezäunt, aber dennoch nett anzusehen. Danach flott Frühzeitig, Duschen, Packen, Abwasch und los.

    Wir fuhren erst einmal 1h bis wir an einem verbrannten Sofa im Buch ankamen, dass ich unbedingt sehen wollte. Danach ging es wieder immer geradeaus, umzingelt von großen Bäumen und Hecken, die einem den Blick auf die Nehrung raubte. Das erste, was mit dem Meer tun hat, erblickten wir im Form eines riesigen Hummers, der für chinesische Familienfotos hin hält und den einen oder anderen in das hinter im versteckte Restaurant locken soll. Bei dem Anblick soll er aber auch vielleicht vor etwas warnen. Nach dieser netten Abwechslung ging es stumpf 2h weiter, bis wir Weingebiet "Barossa" ankamen. Die Flora änderte sich merkbar und es wirkliche alles herbstlich. Unser Ziel war ein Restaurant, welches sich bei Ankunft als das eines Weingutes herausstellte.
    Vor Ort die Abfuhr. Küche ist kalt, also Pustekuchen und doch wieder Sandwiches aus dem warmen Auto.
    Während V einen Kaffee trank verbrannte ich innerhalb von 15 Minuten mir den Kopf parallel zum Betrachten der Schilder, die die unterschiedlicher Rebsorten beschreiben.

    Nach diesem kulinarischen Flopp fuhren wir in das nahe gelegene Örtchen Tunanda, wo wir uns im Visitor Centre über die hiesigen Böden belesen haben, die mitunter für die speziellen Geschmacksnoten der hier angebauten Weine verantwortlich sind.
    Der Ort ähnelte vielen anderen Kleinstädten, die wir bisher sehen durften. Eine Hauptstadt, alle Geschäfte nebeneinander un einzelnen Häuser mit Schaufenster und Vordach. Für mich persönlich lädt dieses Konzept ein vielfaches mehr ein, als große künstliche Einkaufszentrum, die mich eher abschrecken. Wir genossen die Atmosphäre bis wir uns auf den Weg nach Adelaide gemacht hatten. Eine Stunde Fahrt lag erneut vor uns, sollte mir dann auch reichen.

    In Adelaide angekommen fanden wir im CBD, dem Central Business District nicht der Entspannungshilfe, schnell unsere Unterkunft. Glücklicherweise direkt einen gratis Parkplatz ergattert, der auch am Wochenende gratis bleiben soll.
    Nach kurzer Einchecken und dem Realisieren, dass dies ein etwas günstigeres "3-Sterne" Hotel ist, machten wir uns auf den Weg die Umgebung am frühen Abend zu erkunden. Wir kamen an Chinatown (gibt es scheinbar in jeder Stadt), einem sehr belebten Markt ähnlich wie der in Cairns und dem Victoria Square (auch erneut hier vertreten) vorbei.
    Entlang an gefühlt dutzenden victorianuschen Gebäuden und Hochhäusern der Universität zeigten uns auf, dass diese 1,4 Millionen Örtchen scheinbar eine relativ große Studentenstadt ist.

    Da wir mit diesem ungeplanten Spaziergang schon ein wenig Programm des nächsten Tages vorgezogen haben änderten wir spontan unsere Pläne. Wir hatten auch ein wenig genug von Gebäuden, Einkaufsmöglichkeiten und wunderschönen Stränden.
    Morgen geht es auf Delfinjagt, Öko-Style.
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  • Delfine Jagen in Adelaide

    April 5, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser Tag startete mit einem vorzüglichen Frühstück um die Ecke. Das "Peter Rabbit" Café mit Außenbereich, und 10% Preisaufschlag am Wochenende, hat einen sehr gemütlichen Gartenflair indem man das Frühstück oder auch Lunch zwischen kleinen Bäumen, Blumentöpfen und alten Schubkarren genießen darf. Nachdem wir Sauerteigbrot mit Chili-Rührei und French-Toast verputzt hatten fuhren wir mit dem Wagen zum Henley Beach, der westlich von uns, circa 18 Minuten mit dem entfernt, lag.

    Viele der Straßen sind hier typisch gerade verlegt, da sie sich an den Blöcken für Wohnhäuser, Kommerz und Co. anschmiegen. Die Strandpromenade des wirklich schönen und sauberen Strandes ist groß, also wirklich groß. Die schönsten sollen im Süden liegen, dafür fehlt die Zeit. Vor Ort in Henley, überraschenderweise gratis direkt am Wasser geparkt. Die Promenade erinnerte an Miami Beach mit seinen breiten Stränden. Dort sieht man auch regelmäßig Seehunde im Wasser tollen, hier gerade mal nach wenigen Minuten am Strand einen Delfin auf Fischjagt. Während die Möwen und der Delfin sich um das Suhsi-Buffet kloppten genossen wir den Sand zwischen unseren Zehen und gingen für ein kleines Stück zum Jetty, wo wir hoch zur Promenade gingen.

    Auch hier wieder, wie bereits in vielen Städten Australiens wahrgenommen, gab es gratis saubere Toiletten, Sonnenschirme gegen Hautkrebs und eine Liegewiese, die man zum Golfen nutzen könnte. Wir mussten aber flott zurück zum Mazda, da wir noch mehr Delfine beobachten wollten. Der Plan: Ab zum Dolphin Sanctuary im Norden der Stadt, kurz hinterm Port, wo wir mit vielen anderen Begeisterten per Kajak nach Delfinen suchen dürfen.

    Vor Ort wurden wir von Hannah, der Meeresbiologin begrüßt und eingekleidet. Mit Salz verkrusteten Schwimmwesten und Paddeln durften wir nach einem kleinen Info-Frühstück und Warm Up schon vom Ufer aus einem Delfin im Wasser beobachten die interessiert Meute quetschte sich direkt an die Wand und es wurde von den beiden Guides als "Best start ever!" beschrieben. Angefixt von der Beobachtung wollten allesamt gleich in die kleinen Zweisitzer. Auf dem Wasser kurz einmal an die Gegebenheiten gewöhnen und dann ging es auch direkt los zum ersten Wegpunkt, einer havrierten Yacht. Gerade angekommen wurden wir direkt Zeuge von einem kleinem Exemplar eines Fische jagenden Delfins, der uns alle 10 Sekunden mit seiner Atemloch anschnaufte und mit seiner Rückenfinne zuwinkte. Wir wussten nicht, dass es bei dieser Begegnung bleiben wird, war aber bereits hin und weg von der Tour. Diese verlief im weiteren sonnig und interessant. Glücklicherweise waren wir bis in die letzte Poore mit Sonnencreme vollgepumpt, da die australische Sonne unterebittloch von Oben und Unten auf uns strahlte. Wir kamen an einem Bootshafen mit intakten und nicht intakten Schiffen vorbei und sahen zwischendurch riesige Pelikane, die auf ihren weißen Lieblingsplätzen ruhten, bis wird auf dem Rückweg in einem Bach zwischen den bis zu 700 Jahre alten Mangroven hindurch paddelten.
    Wir erfuhren, dass der Mangrovenwald, viele tausend Jahre alt, durch die Regierung geschützt ist und pro Quadratmeter mehr CO2 als eine vergleichbare Fläche des Regenwaldes am Amazonas bindet.
    Zurück und vorbei am Startpunkt bemühten sich die beiden Guides alles mögliche rauszuholen was geht.

    Leider "erfolglos" lernten wir dennoch mehr über die hiesige Flora und Fauna. So langsam freuten wir uns auch schon auf den Rückweg, da wir beide auf Grund des im Vorwege konsumierten Ginger Beers drohten das Boot von Innen heraus volllaufen zu lassen. Bei Ankunft am Strand alles wieder klar Kajak gemacht und als Belohnung für den bezahlten Preis gab es noch zwei Mal zwei Sticker für uns. Da wir eine gewisse Vorliebe für solche Klebestreifen entwickelten freuten wir uns umso mehr.

    Nach getaner Arbeit hatten wir Hunger. V suchte kurzerhand per Google Maps ein mit mindestens 4,2 Sterne bewertes Restaurant für Pizza heraus und wurde "Port Express Takeaway" fündig. Als wir vor der Tür standen, dachten wir erst es sei geschlossen. Nach dem Rütteln an der zwei Tür ging diese auf und wir stießen auf einen nett lächelnden Herren, der uns hinter seiner Kasse herzlich begrüßte.
    Essen vor Ort ist kein Problem, war sowieso alles frei. Alles ist selbstverständlich selbst zubereitet und die Pizza auf Basis eines eigenen Sauerteiges. Er fragte, ob wir Sauerteig kennen und ich musste als deutscher Brotliebhaber etwas schmunzeln.
    "Eine Vegetariana und Knobibrot bitte!". Nach diesem Satz, natürlich auf Englisch, wurden wir mit unfassbaren Leckereien verköstigt. Das Geheimnis ist vermutlich besagter Teig und viel Zeit. Eventuell aber auch der Fakt, dass der kleine Familienbetrieb ursprünglich aus Tibet stammt und seit Jahren in Australien die Zubereitung von leckerer Pizza als ihre Lebensaufgabe erwählt haben. Super Leute, top Essen, 12 von 10 Sternen!

    Nach einem Selfie mit Frau und Herrn Takeaway wollten wir wieder an den bereits besuchten Strand. Der letzte Besuche am Vormittag fiel gefühlt zu kurz aus. Nach einem Tank-Stopp kamen wir flott vor Ort an und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages im Sand, beim Spaziergang und nickernd im Auto. Als uns der Sonnenuntergang verabschiedete ging es zurück ins preiswerte Hotel, wo man die Nachbarn beim Lästern belauschen kann.

    Fur einen letzten Spaziergang schnappte ich mir meine Kamera und ging die Partymeile des CBD von Adelaide hinunter und schoss das eine oder andere Foto vom Mond, den überall in der Stadt verteilten geschmackvollen Graffiti und den mit Hormonen und Bier vollgepumpten jungen Leuten.

    Auf dem Rückweg kam ich erneut an den bereits öfter wahrgenommenen Griechen "Yannies" vorbei, der den Hunger machenden Rauch des über der Holzkohle gegrillten Spieße über sein Gebläse in der ganzen Straße verteilt. Kurz schwächelnd stand ich am Tresen, verabschiedete mich aber flott nach dem Anblick auf die wartende Kundschaft mit Bestellzetteln in der Hand.

    Adelaide, du kleines Juwel. Nicht ohne Grund scheinst du regelmäßig in der top ten der schönsten Städte aufzutauchen. Viel zu wenig Zeit für viel zu viel Angebot haben wir uns nehmen können. Schön war es dennoch.

    Nächster und letzter Halt: Perth
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  • Nächster Stopp: Perth

    April 6, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Es wird trocken, denn heute geht es nach Perth. Wir hatten erneut das Glück ausschlafen zu können, dieses Mal aber aus einem besonderen Grund. Es wurden nämlich die Uhren zurück gestellt und uns wurde eine Stunde geschenkt. Hier begann heute die Winterzeit. Für Norddeutsche ein komisches Gefühl hier von Winter zu sprechen.
    Die gewonnene Zeit nutzen wir fürs entspannte Abgeben unseres Mietwagens. Nach 6 Minuten Fahrzeit waren wir schon dort, nach 3 Minuten Umweg, da ich die kleine Gasse nicht gesehen hatte und vorbei fuhr.
    Schlüssel abgegeben und direkt in den Shuttlebus, das hat nicht länger als 2 Minuten gedauert, empfehlenswert.

    Die Australier sind schon ein nettes und gesprächiges Volk. Fast auf jedem Transfer, Spaziergang oder ab und zu im Restaurant sprachen uns Personen darauf an woher wir kommen und was wir hier so machen. Selbst an der Bushaltestelle in Sydney ist es vorgekommen. Entweder sind allesamt misstrauisch oder fühlen sich wohler, wenn man den fremden neben sich kennt.
    Und so war es keine Überraschung, dass wir auf dieser Fahrt zum Airport auch angesprochen wurden. Zwei Damen, die sich auch erst Tage zuvor bei Ankunft am Airport kennen gelernt hatten, fuhren mit uns. Eine der beiden fragte uns aus und teilte ebenso begeistert mit wie ihr Leben so ausgestaltet ist. Griechin, in Sydney groß geworden, 20 Jahre in London gelebt und nun für Urlaub unterwegs. Eltern und Schwester sind wieder nach Griechenland gezogen, die Heimat rufte.
    Kurz empfahl sie noch Paros in Griechenland zu besuchen, dann war die Fahrt auch schon vorbei.

    Am Flughafen war es das erste Mal komplett digital. Gepäckabgabe war bei Quantas am Self-Service-Schalter möglich, Security war wie gewohnt flott und wir hatten genug Zeit um am Gate die selbige verstreichen zu lassen. Kurz vor dem Boarding erfuhren wir über die etwas schwer verständliche Durchsage, dass man uns nicht mehr Möglichkeiten geben möchte die hiesigen Geschäfte zu besuchen und sein Geld auszugeben. Nett! So warteten wir weitere 45 Minuten, bis wir wackelig mit der 737 abheben durften. Circa 50 Plätze waren noch frei, wodurch wir in dem lauten Flieger eine Reihe für uns alleine hatten.
    Durch die echt großen Fenster konnten wir noch einen letzten Blick auf den Port und die Strände werfen und verabschiedeten uns von Adelaide.

    Der Flug war insgesamt ruhig. Anders als bei Jetstar gibt es hier auf der Mittelstrecke noch eine Inklusiv-Verpflegung mit Mittag und Getränken. Pasta vegetarisch oder mit Rind war im Angebot und allerlei Flüssiges. Manch einer ballerte sich jetzt schon zur Mittagszeit mehrere kleine Weine rein und die 3,5h Stunden Flug zu überstehen.
    Die großen Fenster nutzen wir für Fotos und Wolkenbeobachtung. Wir sahen:
    - Cirrus
    - Cirrocumulus
    - Cumulus
    - Altocumulus

    Die Wolken schüttelten uns ein wenig durch und es ging Richtung Perth. Kurz vor der Landung sah man schon von oben die vertrockneten kleinen Seen, die in allerlei Grüntönen schimmerten. Es scheint hier wirklich etwas weniger Wasser vom Himmel zu regnen.
    Im Airport mal wieder zuerst das Gepäck bekommen ging es flott zu den Öffis. Per Bus zur Bahn, mir der Bahn trotz Warnung eines Bahnangestellten nur bis zur Station Mciver. Vor Ort 15 Minuten bei 30°C und zwei schweren Koffern verschwundet, da wegen einer Veranstaltung viele Bahnübergange gesperrt waren.
    Vorbei an mehreren sozial benachteiligten Menschen ging es nach detn warmen Umweg an den Bahngleisen direkt zum Hotel. Kurz eingecremt, luftige Kleidung angezogen und es ging direkt los.

    Uns zog der Hafen an, dort soll es leckere Artierien verstopfende Burger geben. Das Wetter war trotz der Temperatur sehr angenehm, da jemand den Luftentfeuchter angeschmissen hatte. Wir kamen am ältesten Gebäude Perth's vorbei und bewunderten den Kontrast zwischen den großen verglasten Riesen und der grünen Umgebung. Nach dem reichhaltigen Zucker-Fett Mittagessen schlenderten wir am Hafen entlang bis zu unter Schnellstraßen verlaufenden Parks, wo sich asiatische Eindringlinge mit Exoskeletten in den Bäumen breit machten.

    Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine offene Mall, die es in dieser Art in Australien oft zu sehen gibt. Ich bin kein Shopping Fan, aber in dieser offenen Bauweise mit Tageslicht und "frischer" Luft kann man mir es schon fast als Wandern verkaufen und ich bin nicht allzu stark abgeneigt. Einer echten Mall versuche ich in der Regeln nach bereits 2 Minuten zu entkommen.

    Was allgemein in diesem Land auffällt ist der Fakt, dass die Großstädte allesamt ziemlich sauber, relativ oder gänzlich neu aussehend und sehr ordentlich sind. Die Gesellschaft versteht es hier mit ihren öffentlichen Angeboten und Regeln alles ganz gut in Schuss zu halten.

    Mit diesem ersten Eindruck von Perth ging es erst einmal zurück. Durch die Zeitumstellung ging die Sonne bereits gegen 18 Uhr unter. Zudem war unser Tag bereits etwas länger durch das Rennen mit diesem riesigen glühenden Wasserstoffriesen.

    Morgen wird früh aufgestanden, es gibt viel zu sehen an unserem letzten Tag in Australien.
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  • Ein letzter Tag unter Australiens Sonne

    April 7, 2025 in Australia ⋅ 🌙 17 °C

    Nach dem frühen ins Bett fallen klappten die Augen um 6 Uhr unwiderruflich auf. V ließ sich dennoch Zeit und wir kamen circa um 9 Uhr aus der Bude.
    Vor der Tür gab es Frühstück auf die Hand, Veggie Toast und Cheese-Mite. Letzteres war nicht zu empfehlen. Da etwas schlecht und entspannt geplant sind wir vorerst zum Elisabeth Quay, haben den Busbahnhof dort besucht, und sind dann zurück zum Bahnhof Perth, um dort die Bahn nach Frementle zu nehmen. Der Plan wurde umgesetzt und wir fuhren entspannt gen Südost, wo sich der Randbezirk und Umschlaghafen der Stadt befindet.

    Die Endstation empfing uns mit gefühlten 35°C aber tatsächlichen 28°C und wir gingen von Schatten zu Schatten entlang der Anleger an illegalen Anglern vorbei bis wir uns an einem kleinen Strand die Waden abkühlen konnten.
    Der Strand war bestückt mit allerlei witzigen künstlerischen Ausstellungen, wovon mich die vielen kleinen bunten Windmühlen, die in unterschiedlichen Richtungen aufgestellt waren, am meisten angesprochen hatten.

    Im Park an der Esplanade hörten wir dem Krach der ortsansässigen Krähen zu, die mich im Alltag in den Wahnsinn treiben würden. Wieder einmal war der Rasen unter unseren Füßen top gepflegt und auf den Millimeter gestuzt. Die Mall von Frementle war leider Montags geschlossen, wie an einem Ruhetag für Restaurants daheim. Wir schlossen den gemütlichen Spaziergang ab und wollten dann endlich Mal ins Wasser, ich zumindest.

    Per Bahn ging es ein paar Stationen zurück Richtung Perth bis "Cotteloe". Bei gefühlten 40°C suchten wir uns eine Einkaufsmöglichkeit für Wasser und Snack und stampften dann in der erbarmungslosen Mittagssonne an gut befahrenen Straßen und einem Golfplatz vorbei bis zur ersehnten Strandpromenade. Dort gab es noch eine cremige Belohnung in einer leckeren Waffel und anschließend ab zur Waterkant. Vor Ort gleich im Dixi in die Badehose gequetscht und in den eingezäunten aber dennoch verseuchten Schwimmbereich gehüpft.
    Nach den erstmaligen Gefühl der Erfrischung folgte Wärme, dann Stiche und Schmerz. Unsichtbare kleine Quallenmistfiecher kommen auch durch das engmaschige Netz des Bereichs und erklärten das Tragen eines Shirt einiger planschenen Personen.
    Für die Erfrischung hat es sich aber gelohnt.

    Zum Glück fuhr der Bus direkt ab der Promenade bis zum nächsten Ziel, dem "Kings Park & Botanic Garden". Der Park ist ein Mix aus trockenem australischen Busch und einem wieder einmal wunderschönen botanischen Garten. Die britische Tradition eines extrem gut gepflegten Rasens wurde offensichtlich ins ganze Land getragen. Das Putten ist hier überall möglich. Am Ende des Parks wurde man mit einem Blick auf die Skyline Perth's belohnt und wir stiegen ab Richtung City.

    Das letzte Mahl, an diesem Tage, war das schnell verflüssigte Eis am Strand und wir hatten kohligen Dampf. In der Stadt kamen wir netterweise frühzeitig bei einem Burrito-Versorger, der uns sehr zufriedenstellend gesättigt hat, vorbei.

    Um den Abend zu genießen warfen wir alles unnötige im Hotel ab und schnappten uns Ukulele und Getränk, um im Hofgarten des "Supreme Court" den Abend ausklingen zu lassen. Die Sonne ging unter, die Mücken fingen an uns zu attackieren und wir machten uns auf den Weg zurück.

    Etwas schwermütig packen wir unsere siebentausend Sachen, schauten nebenher Malas Herz zerreißede Spieldokumentation "Kangoroo Valley" auf Netflix und gingen früh ins Bett. Morgen versuchen wir den Flug um 07:50 Uhr nach Singapur zu schnappen.
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  • Cheers Australia

    April 8, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Australien, du bist einfach schön. Besonders:
    - die vielfältige Natur,
    - die botanischen Gärten,
    - die freundlichen Menschen,
    - das angenehme Wetter,
    - die unkomplizierten Städte mitsamt vielfältigen kostenlosen Angeboten für die Bevölkerung,
    - die frechen bunten Kakadus,
    - der breiten Verzicht auf Kunststoffen bei To-Go-Getränken und -Speisen
    - die unfassbar schönen Surf- und Badestrände mit fiesen Quallen,
    - und so vieles mehr.

    Schattenseiten gibt es natürlich auch, die man vielleicht erwähnen sollte:
    - Die offensichtliche Obdachlosigkeit betrifft vorwiegend australische Ureinwohner
    - In vielen Regionen werden noch Mülldeponien genutzt
    - Die hohen Preise in 7-eleven Shops
    - Fiese Quallen

    Wir sind unfassbar dankbar, dass wir so viel Glück mit dem Wetter und den Flügen hatten. Es ist Zeit sich zu verabschieden, wir müssen weiter.

    Nach einer kürzeren Nacht ging es flott zu Fuß zum Bahnhof Perth, wo wir um 20 Sekunden den Zug zum Airport verpassten und einfach 10 Minuten später den nächsten nahmen. Nach einer kurzen Fahrt gliederten wir uns in die Gruppe von Flughafenpersonal ein, die allesamt zum "International Airport" mussten. Die Kofferwaage zeigte 19,8kg an, perfekt gepackt! V hatte noch für den Notfall noch Luft nach Oben. Am Schalter kurzer Klärungsbedarf, der sich schnell auflöste und wir konnten ausreisen und durch den Sicherheitscheck.

    Am Gate 55, etwas warm hier, warteten wir bis zum Boarding und wurden nach der morgendlichen Aufregung so langsam etwas müde. Heute gab es kein Bangen um den Flug, es gab noch genügend freie Plätze.

    Im Flieger flott platziert um die einströmende Menschenmenge nicht aufzuhalten und das fettverschmierte Fenster geputzt, damit man wenigstens das eine oder andere annehmbare Foto schießen kann. Nun hieß es 5:20h Reiseseite überbrücken mit Lesen, Beobachten und Dösen.

    Bei Kindergeschrei und Käsegeruch des Bordbistros schauten wir auf die Mars ähnliche Oberflächen Westaustraliens bis wir auch den Luftraum des Kontinents verließen.

    Singapur empfing uns mit Wolken, erst kleine Cumulus, dann flächendeckend Stratus. Die Temperatur hat sich zu Perth auch nicht geändert, dafür aber die Luftfeuchtigkeit. It's going up baby!

    Zum Glück ist aber alles wie in einem Gefrierschrank temperiert und wir schnappten uns relativ unverschwitzt den Bus Richtung Joo Chia. Dann wurde es aber feucht unterm Baumwollstoff. Mit zwei Koffern bewaffnet kämpfte ich mich wie ein Gentleman über die Unebenheiten und illegal schmalen Fußgängerwege, bis wir beim Ibis Budget, ja wir sparen Geld, entnervt ankamen. Dort durfte ich selbständig digital einchecken, obwohl zwei Damen direkt hinterm Tresen saßen. Scheinbar versucht man die Anzahl an sozialen Interaktionen möglichst gering zu halten, sodass bei einer späteren Prozessoptimierung sich bereits alle an den Quatsch gewöhnt haben.

    Kurz aus den zu warmen Klamotten geschält und Zack zur Busstation, ab wo uns der Bus nach "Little India" bringen sollte. Im oberen Stockwerk des Doppeldeckers saßen wir wie echte Touris in der ersten Reihe und beobachteten alles was nicht auf drei auf den Bäumen war. Wir sahen Moscheen, viele Geschäfte und Fahrzeuge, die gnadenlos von unserem Busfahrer von der Busspur gehubt worden sind. Während der waghalsigen Bremsmanöver des selbigen Fahrers könnte wir bereits überlegen was in unserem Testament stehen soll.

    Nächste Haltstelle geht's raus, also flott die Treppen herunter ohne sich das Bein zu brechen. Draußen an der ersten Ampel sahen wir einen Mann auf einem Klapprad mit Kakadu-Antrieb. Ziemlich cool, leider konnte ich den Herstellernamen nicht erkennen. Dann noch ein paar Meter vorbei an mit Wäsche umhüllten Hochhäusern.
    Am Ziel angekommen, war alles gespickt mit indischen Shops, Tempeln, Läden die Goldschmuck verkauften und vielen, Überraschung!, Menschen, die aus Indien kommen. Wir fühlten uns etwas unsicher, da den Straßenschildern nach die hiesige Bevölkerung mutmaßlich ein Problem mit Aggressionsbewältigung hat. Aber wer sich kloppt kommt in den Knast und die übrig gebliebenen sind sicherlich nett.
    Das bunte Viertel war wild anzusehen hielt uns aber nicht für ein Mittagessen fest und wir latschen durch die nicht so schöne Ecke der Metropole auf verwinkelten Gehwegen an vielen klimatisierten Malls vorbei, bis wir in Chinatown ankamen.

    Chinatown, ähnlich wie Little India, hatte seinen ganz eigenen Charme, bloß chinesisch. Hier hat eher der Buddhismus sich verbreitet, aber Multi-Kulti ist es hier dennoch überall.
    Die Umgebung ist ein Pottpüree von alten schmalen zwei bis drei geschössigen Gebäuden mit Laden im Erdgeschoss und Wohnbereich darüber.
    Wir kamen zu einem der "Hawker Center" und aßen, nachdem ich nach der Bestellung erst einmal Geld abheben musste damit ich bezahlen kann, bei einer Frühlingsrollen-Hökerin leckere und sehr preiswerte frittierte Waren.
    Im schmuddeligen Kantinenflair der 80er genossen wir die wuselige Stimmung als einer der wenigen nicht ortsansässigen Personen.
    Nach einem versuchten Besuch der sanitären Anlagen mit fragwürdigen Hygienestatus stampfen wir mit glühenden Füßen durch die dicke schwüle Luft gen "Lau Pa Sat", welcher wieder ein Hökerzentrum darstellt.

    Aus der Ferne sah man schon die Rauchschwaden der Satay-Spieße über Lau Pa Sat aufsteigen, so als sie uns mit Rauchzeichen anlocken wollen. Hier tobte das Leben, aber auch das Geld. Schon auf den ersten Blick sah man, dass hier die bis zu vierfachen Touristenpreise gezahlt werden sollen. Nach der Feuershow auf der Straße schnappte ich mir leckere Bibimbab für 7S$, ein Schnapper und ich war endgültig vollgestopft.

    Es zog uns weiter zum Wasser. In 30 Minuten sollte die "Spectra - A Light & Water Show" losgehen und wir kauften noch Getränke für den Weg und die Wasserlichtspiele ein. Schon während des Annäherns sah man in welchem Viertel das Geld liegt. Die Wolkenkratzer der Skyline, allesamt mit Namen großer Banken verziert, spiegelten sich in der Wasseroberfläche des Sees an der Promenade.
    Die Show schien beliebt zu sein, alle offiziellen Plätze wurden schon okkupiert und wir suchten uns mittig den besten Platz auf dem Boden. Die Füße freuten sich über diese Pause.

    Der Start des Kunstwerks war direkt umwerfend. Komplett verwirrt woher dieser extrem gute Sound kommt schaute ich mich mehrmals um, bis ich zumindest ein bis zwei der Boxen sah, die uns mit dreidimensionalen kristallklaren und tiefen Tönen umhüllten. Dann folgten 15 Minuten imponierender Laser-Licht-Wasser-Musik-Show, die nur ab und zu leicht durch Menschen gestört wurde, die unbedingt vor allen 500 Leuten mit ihrer beknackten DYI-Kamera an der Front stehend filmten.

    Ein Freund erzählte mir, dass die Menschen in Singapur ein großes Hobby haben, was allesamt teilen. Shoppen. Überall gibt es Malls und Malls. Hohe Malls, tiefe Malls, breite Malls und alte Malls. Allesamt klimatisiert, weshalb diese wohl auch so beliebt sind. Damit wir uns dieser Kultur etwas näher bringen, dachten wir uns für 20 Minuten kurz vor Ladenschluss um 22 Uhr shoppen gehen zu können. Erstaunlicher Weise waren immer noch viele Menschen in Cafés und anderen Geschäfte vorzufinden. Ist wohl was dran an der Nummer. Kurz zwei Shirts geshoppt und fertig waren wir.

    Nun schrie der Körper nach Dusche, Bett und Ruhe. Mit dem Bus ging es unkompliziert zurück. "Tap on and tap off", da war es wieder. Kurt am Walk of Fame of Cats vorbei waren wir auch schon da.
    Im preiswerten Pappwandhotel ließen wir uns dann auf unseren Steinbetten von rhythmischen Hustgeräuschen in den Schlaf wiegen und träumten von zu Hause und Schwarzbrot.
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  • Schwitzen in Singapur

    April 9, 2025 in Singapore ⋅ ☀️ 30 °C

    Der wirklich letzte Urlaubstag beginnt mit Sonne, nett. Nach der gestrigen Wolkendecke eine schöne Überraschung. Es war aber Gewitter für Mittagsstunden angesagt, daher wären wir Flip Flops und Regenschirm ausgestattet.
    Heute lassen wir es für die Füße ruhiger angehen und vergnügen uns mit Busfahrten und Entspannung, was in Singapur in der Mall shoppen und abhängen bedeutet. Unser Flug geht Abend gegen 23:40 Uhr los Richtung Frankfurt. Es heißt also durchhalten und grünen Tee schlürfen.

    Als Frühstück gab es für uns etwas beim Vietnamesen. Lecker Phõ und trockenen Reis. Nach diesem Festmahl dann zurück zum Endpunkt des gestrigen Tages, die Sunpoint Mall, von wo aus der BigBus abheben soll. Hätten wir das gestern schon gewusst wäre der hektische Ausflug am Vorabend wohl ausgeblieben. Naja, wenigstens ein paar Kilometer gemacht. Nach 15 Minuten des Suchens haben wir den Startpunkt der Bustour gefunden und zahlten den bisher höchstens Preis für solch eine Unternehmung. Dann muss das gebotene wohl Hammermäßig.

    Die rote Linie war unsere erste Wahl. Ich aufs Upperdeck zum Fotos schießen und V in den klimatisierten Bereich, da sie diese brutale schwüle Luft nicht so verträgt. Noch war es halbwegs sonnig, daher setzte ich mich in den hinteren mit einem Sonnen- / Regendach ausgestattet Bereich. Praktisch für jetzt und vermutlich auch später.

    Die Tour fuhr fast all die Dinge nochmal ab, die wir am Vortag zu Fuß erkundet hatten. Lediglich am Anfang durften wir das arabische Viertel betrachten, welches wir absichtlich ausgelassen hatten. Dann Little India, dann Regen, dann China Town, dann Blitze und so weiter. Die gratis Dusche auf der nicht gratis Tour wusch dankenswerter Weise das Staub-Schweiß-Gemisch von Beinen und Armen, die schon nach den kurzen Aufenthalt an der "frischen" Luft anfingen zu kleben. Der Typ des Regens wechselte ständig zwischen Schauer, Niesel und Tröpfeln und brachte somit in das bereits gesehene etwas Abwechslung rein. Es ist aber schon witzig wie einfache Dinge wie herab fallendes Wasser einen profanen Moment in ein Abenteuer verwandeln kann. Ich fühlte mich auf Grund des Wetters auch ein wenig zurück erinnert an Queensland, bloß hier fehlte mir meine Ukulele.
    Über die 5 Cent Kopfhörer konnten wir wie gewohnt von der letzten Tour in Sydney dem Dreiergespann lauschen, welches uns Dinge über die Stadt und dessen Bewohnern, die kein Kaugummi verkaufen dürfen, Singlisch sprechen und super flotte Fußgänger sind, erzählte.
    Die Tour ging weiter bis sie im CBD gipfelte und dann zurück zur Mall entlang an weiteren Einkaufsklimakammern führte.

    Nach 1,5h An der Mall zuerst seinen Partner wieder herzlich begrüßen, den man in den letzten drei Wochen nie mehr als 15 Minuten nicht gesehen hatte, und in der Mall kurz Pause machen vor der nächsten Tour. Kaffe für V, ein Snack für beide und dann ging es wieder los.

    Das Wetter hatte sich bereits gebessert und nach dem Gewitterschauer war es überraschenderweise angenehm kühl.

    Dann die Yellow Line, welche 1 Stunde andauern soll. Sie führte in den Osten der Stadt und bot uns ungewohnte Anblicke. Hier was richtig nett. In den 80er Jahren wurde viel dafür getan dieses Viertel in eine Green City zu verwandeln und wir konnten zwischen alle den Hochhäusern und Community-Block unterschiedlichste Flora in ihrer Blüte sehen.
    Dieser Anblick wurde mit den Gardens at the Bay und später mit dem Botanischen Gärten, eingetragen bei UNESCO, intensiviert und ich bemerkte wie mich erneut das Grüne anzog. Auf Grund dieser Einblicke gefiel mir die Tour weitaus besser und ich konnte zumindest in diesen Stadtvierteln nachempfinden hier wohnen zu können, wollen, möchten. Dennoch, einfach zu schwül mit durchschnittlich 84% übers Jahr verteilt.

    Mall, nun hatten wir Hunger. Bei Shake Shack gab es für unseren letzten Singapur-Dollar (S$, ja sieht schlimm aus) lecker Fett und Zucker mit Vanillegeschmack. Gestärkt gingen wir den Singapur-Hobby nach suchten für uns und Freunde ein paar letzte Mitbringsel.
    Mit dem Bus ging es dann durch das Hitze-Gewitter zum Hotel, Koffer abgeholt.
    Nun war etwas Luxus angesagt, wir bestellten uns über die frisch installierte Grab App einen Fahrer zum Airport für 16S$. Da alles zu flott umgesetzt hatte und komplett vergessen die digitalen Bezahloptionen direkt einzupflegen, brauchten wir Bargeld für die Tour. Super, das letzte Geld liegt noch in unseren Mägen.
    Der Fahrer aber super entspannt hielt an einer Mall, wo auch sonst, in der ich im Untergeschoss den Automaten erleichterte.

    Mit Cash in der Täsch ging es 20 Minuten zum Terminal 2, Gasse 3. Das alte gelbe Lufthansa Logo hob sich super von den restlichen ab und weckte Heimatgefühl. Nun einmal Steuerrückzahlung klären und umziehen, da ins in diesem sommerlichen Outfit niemand auf unsere Reiseart mitnehmen würde.

    Nach der Katzenwäsche erfuhren wir am Schalter, dass wir um 22:40 Uhr zurück kommen dürfen. Jeder Airport hat seine eigenen Regeln für Strand-By-Reisende und hier darf man draußen warten. Die "gewonnene" Zeit nutzen wir, indem wir beim "Jewel", dem Airport eigener Mall, unsere frisches Bargeld loszuwerden. Bei Muji wurden wir fündig und kauften uns Dinge, die wir auch gerne in Japan konsumiert hatten.

    Zurück am Schalter lief nach erster Verunsicherung alles glatt und wir waren glücklich, dass wir wieder in die Business duften. Eine Kollegin, die man natürlich zufällig am Airport in Singapur trifft, saß im selben Flieger und konnte den letzten der bergwerten Sitze ergattern. Somit wären alle glücklich, keine Neid, Friede Freude Eierkuchen.
    Im Flieger wurden wir von den nettestem Flugpersonal begrüßt, verpflegt und umsorgt wie man sich es nur wünschen kann. Und nun hieß es Start und ab nach Hause.
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  • Zurück in FRA, zurück in DE

    April 10, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C

    Nach einem erholsamen Flug mit relativ viel Schlaf und vier Folgen der Serie "Die Seenotretter" landeten wir pünktlich um 06:30 Uhr in Frankfurt. Empfangen wurden wir mit einem Großaufgebot von Blaulicht der Feuerwehr und Polizei, die scheinbar jetzt schon gut beschäftigt ist.

    Unser Flug nach Hamburg hebt mach Plan um 8 Uhr ab, Gate nun nach mehrfachem Wechsel A13.
    Das sollte vermutlich auch für den Fraport genug Zeit für den Transport unserer Koffer darstellen. Auf der letzten Fernreise reichte dies zwar nicht aus, ist bei einem vollen Kleiderschrank daheim auch nicht so wild.
    Nachdem ein Singapurer von fünf Polizisten rausgezogen wurde ging es in die nächste Warteschlange.
    Der Bus liess auf sich warten, war für uns kein Thema, da man entspannt mit Kollegen schnacken konnte, die man aus dem Leben Flieger antraf.

    Nach der Busfahrt kurz durch die Einreise und zack kein Sicherheitscheck, warum auch immer. Aus Japan durfte man sich das über sich ergehen lassen, Singapur ist augenscheinlich nicht so gefährlich.

    Nun Einreise, zack, zum Gate, zack, Einsteigen, Zack und los.

    Im Flieger gemerkt, dass ich meine Kopfhörer nicht finden kann, super.....
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  • Hamburg mein Hamburg

    April 10, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    ..wie hab ich dich gerne.

    Endlich wieder kalt, endlich wieder keine Kommunikation in der Bahn oder draußen mit Fremden, keine Strände und keine gratis Schwimmbäder. Endlich wieder Zuhause.

    Aber ernsthaft, endlich wieder Ruhe, endlich wieder das vertraute Gefühl der Kenntnis und der Geborgenheit, die man erst nach längerer Abwesenheit verspürt. Und endlich alle die wunderbaren Dinge unserer Stadt, unsere Freunde und allem vorran unsere Familie. Es war eine super Reise mit vielen Höhen und wenigen Tiefen, aber zu Hause ist es einfach manchmal einfach am schönsten.

    Meiner Frau V möchte ich danken, dass sie mich zu dieser Reise überredet hat. Ihre Planung aller Zielorte und Unternehmungen war makellos und hat uns die Möglichkeit gegeben das Wesentliche der Reise zu genießen. Also V, gerne wieder ;)
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    Trip end
    April 10, 2025