• Nathalie Gierden
  • Konstantin Pöschl
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Zugvögel

1 Monat Osteuropa
3 Monate Süd-Ost-Asien
3 Monate Australien
<3
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  • Bangkok

    Sep 2–4, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C

    Die letzten zwei Tage verbrachten wir in der größten Stadt Thailands: Bangkok. Die Stadt ist deutlich kleiner als Istanbul. Das spricht allerdings nicht für die „Winzigkeit“ Bangkoks, sondern eher für die schier unvorstellbare Größe Istanbuls. 

Bangkok ist jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis. Irgendwo zwischen den Hochhäusern und Schabracken, Straßenständen und Edelrestaurants, schwimmenden Märkten, Tempeln und Parks, finden die Bangkoker Zeit dafür Acht aufeinander zu nehmen, respektvoll zu sein und Thailands bekanntestes kulturelles Merkmal zu vertreten; Das Lächeln. Nicht umsonst ist es als „das Land des Lächelns“ bekannt - und das nicht, weil alleinstehende Deutsche Männer hier lächelnd dem billigen Sextourismus frönen, sondern wegen den Menschen.

    Die Thailänder sind wirklich hilfreich, achtsam und freundlich in jeglicher Lebenslage. Das fing bei unserer Unterkunft, einem Zimmer in einem Haus voller Locals, süßem Restaurant und einer schmerzhaft harten Matratze an, erstreckte sich über unseren Besuch im Café „lib-ra-ry“ sowie unseren langen Spaziergang durch Chinatown, am Königspalast vorbei bis hin zu Khaosan Road und endete…. naja bisher hat es nicht geendet.

    Wir hatten eine großartige Zeit in Bangkok und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit der Stadt.
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  • Sukhothai

    Sep 4–6, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 34 °C

    Nach dem chaotischem Bankok ging es für uns weiter in die Mitte Thailands nach Sukhothai. Dabei handelt es sich um die frühere Haupstadt von Siam, dem ersten Königreich Thailands, welches zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert existierte. Neben der heute modernen Stadt, kann man den historischen Park bewundern, der die frühere Stadt eingrenzt.
    Trotz des Alters der Ruinen sind einige von ihnen noch recht gut erhalten. Der Park ist in drei Teile geteilt. Der Hauptteil enthält das frühere Stadtgebiet. In den anderen beiden kann man alte Tempel und Buddha-Statuen bestaunen, die sehr majestätisch in Mitten der Natur ruhen.
    Alles in allem ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel, dass ich jedem weiterempfehlen würde.
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  • Lampang

    Sep 6–8, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C

    Lampang ist eine kleine Stadt im Norden Thailands, die unter anderem bekannt ist für das Teak-Holz, das in dieser Stadt für viele Häuser und Tempel verwendet wurde. Die Stadt war sehr angenehm: Nicht zu voll und mit genügenden Ruhepolen.

    Wir haben ein wenig außerhalb übernachtet in einem wunderschönem alten Hozhaus. Die Gastgeber waren zuckersüß und haben in allem versucht es uns recht zu machen. Wie praktisch alle Thailänder, die wir bis jetzt getroffen haben, waren sie sehr nett, zuvorkommend und höflich.

    Ein wenig außerhalb der Stadt haben wir ein "Elefantenkonservatorium" besucht. Da es staatlich gefördert, in einem Reiseblog empfohlen wurde und es außerdem ein Elefantenhospital enthielt, sind wir davon ausgegangen, dass die Haltung der Elefanten in Ordnung ist.
    Der erste Eindruck war auch tatsächlich gut. Das Gelände des Konservatoriums war riesig und sehr grün. Genug Platz für die Elefanten also sich frei zu bewegen. Wegen der Größe des Geländes wurden wir mit einem Shuttle befördert und an einem Ort abgesetzt, an dem die Elefanten gerade gebadet wurden. Auch das sah noch vollkommen in Ordnung aus. Die Pfleger waren mit den Elefanten im Wasser und entfernten den gröbsten Schmutz von den Dickhäutern. Danach gingen die Elefanten in einer Reihe wieder aus dem Wasser, und liefen in einer Parade in Richtung eines kleinen Vorführungsplatzes. Unterwegs hoben zwei von ihnen eine Trommel vom Boden, die an einem langen Stab befestigt war. Ein anderer Elephant hielt zusätzlich einen Schläger mit seinem Rüssel und schlug, perfekt den Takt haltend, auf die Trommel. Auf dem Platz angekommen, führten die Elefanten verschiedene Kunststückchen vor. Sie schoben Baumstämme zusammen, balancierten auf einen Stamm, und zeigten, wie man auf ihnen auf oder absteigen konnte. Nach der Show sind wir noch durch mehrere andere Gegenden des Parks gelaufen und mussten feststellen, dass die Elefanten nicht nur Kunststücke vorführen mussten, sondern auch noch festgebunden waren. Mehr als einen Drei-Meter-Radius wurde ihnen nicht gewährt. Absolut entsetzlich und so unfassbar traurig. Touristen hatten auch die Möglichkeit, auf einem Elefanten zu reiten. Allerdings nicht einfach auf ihrem Rücken, sondern auf Sitzen, die auf den Rücken der Elefanten befestigt waren. Eine bestimmt schmerzhafte Angelegenheit. Natürlich haben wir dieses Angebot nicht genutzt.

    Als wir schließlich den Park verlassen haben, haben wir ein wenig mehr Recherche zu Parks dieser Art gemacht. Wir scheinen wohl einen der schlechteren Parks erwischt zu haben. Da hätten wir uns wohl doch nochmal deutlich besser vorher informieren sollen. Der Umgang mit den Elefanten geht in Thailand wohl bergauf. Es gibt Zentren, die sich deutlich mehr um das Wohlergehen der Tiere kümmern. Da es dennoch immer noch sehr viele andere Orte dieser Art gibt, scheint es allerdings noch ein weiter Weg zu sein, bis sich das Blatt für die Elefanten in Thailand wirklich wendet.
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  • Kochkurs in Chiang Mai

    September 9, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 30 °C

    Nicht weit entfernt von Lampang liegt Chiang Mai, die zweitgrößte Stadt Thailands. Die Stadt scheint viele Touristen gewöhnt zu sein. Kein Wunder, die Innenstadt ist im Vergleich zum Rest der Stadt deutlich verkehrsberuhigter und beherbergt viele schöne Cafés und Restaurants. Auch für den Fall, dass man zwischendurch etwas westliches essen will, ist man in Chiang Mai gut aufgehoben, auch wenn die Preise deutlich angehobener sind im Vergleich zu denen der lokalen Küche. Europäisches Frühstück haben wir uns dennoch nicht entgehen lassen. Einmal etwas anderes als Brühe oder Reis zum Frühstück zu essen ist doch sehr angenehm.

    An unserem ersten Tag in Chiang Mai haben wir einem Kochkurs beigewohnt. Morgens wurden wir von der Thailänderin, die den Kurs durchgeführt hat, von unserem Hostel mit dem Auto abgeholt. Zu unserem Erstaunen waren wir nur zu viert. Eine Amerikanerin war die dritte Teilnehmerin des Kurses. Sie hat als Journalistin für eine Stiftung gearbeitet, was für sehr interessanten Gesprächsstoff gesorgt hat.
    Zu viert sind wir zu einem Markt gefahren, bei dem die Kursleiterin uns alle möglichen regionalen Gemüse- und Obstsorten, sowie Gewürze gezeigt hat. Shrimppaste ist anscheinend eine der geheimen Zutaten fast jedes Thaigerichtes. Ein paar Zutaten für den Kurs wurden dann auch direkt gekauft.
    Weiter ging es mit dem Auto bis zu dem Grundstück der Kursleiterin. Dieses bestand aus einem offen gebautem Haus mit großem überdachten Außenbereich, in dem der Kochkurs stattfand, sowie einem riesigen Garten rundherum. Dieser war unsere erste Anlaufstelle. Mit Gartenschere und Korb bewaffnet, bekamen wir Anweisungen, von welcher Pflanze wir was und wie viel abschneiden sollten.

    Als wir alles beisammen hatten, begann das eigentliche Kochen. Insgesamt bereitete jeder von uns fünf Gerichte zu: Eine Vorspeise, ein Curry (mit selbstgemachter Currypaste), eine Suppe, ein frittiertes Gericht und ein Dessert. Diese aßen wir nach dem Zubereiten immer alle zusammen. Die Gerichte waren wahnsinnig lecker, aber am Ende waren wir satter als satt.

    Der Kochkurs hat sich für uns sehr gelohnt. Wir haben bei sehr netter Gesellschaft sehr interessant Einblicke im diese ganz andere Art von Küche bekommen. Da wir die Rezepte bekommen haben, müssen wir davon zuhause unbedingt mehr ausprobieren!
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  • Monks Trail

    September 10, 2023 in Thailand ⋅ 🌧 22 °C

    „Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind.“ - Siddhartha Gautama (Buddha)

    Viele Jahrhunderte vor unserer Zeit ritt König Kuena aus der Mangrai Dynastie ritt auf einen der nächsten Berge vor Chiang Mai. Er ritt allerdings kein Pferd, sondern seinen weißen Elefanten Phaya Kocha Woramongkol. Der weiße Elefant ist das heiligste Tier der Nation und dem König treu verbunden.

    PS: Auch heute noch besitzt der König Thailands einen weißen Elefanten.

    Als sein treues Tier kollabierte und auf dem Berg verstarb, befahl der König, dass an jenem Ort - sowie jedem anderen, an dem der Elefant gerastet hat - ein Tempel gebaut werden solle. So entstanden die Tempel "Wat Pha Lat" und "Wat Phra That Doi Suthep".

    Diese Geschichte ist der Ursprung der beiden Tempel, die in Chiang Mai Teil unserer Wanderung waren. Wir folgten den Fußstapfen der buddhistischen Mönche, welche auf ihrem Pilgerweg nach Wat Phra That Doi Suthep auch Wat Pha Lat passierten.

    "Beeindruckend, freundlich, friedlich, naturverbunden, mächtig"

    Das waren die Worte, mit denen sich Wat Pha Lat beschreiben ließ. Ein Ort an dem Mönche ihrem heiligen Werk nachgingen - ein Ort der zum Denken und zum Innehalten anregt, ein Ort an dem Besitz nicht wichtig ist, sondern das Sein.

    Als wir unseren Weg entlang des Monk Trail fortsetzten, kamen erreichten wir unser finales Ziel Wat Phra Tat Doi Suthep.... und.... was soll man sagen. Ich würde es als eine große, golden bestrichene Spendenbox bezeichnen. Mächtiges Bauwerk, ein riesige goldene Stupa und ein zugegebenermaßen fantastischer Ausblick. Vor Mönchen kniend fanden sich mit Geldscheinen bewaffnete Gläubige in Hoffnung auf eine Segnung und man konnte sich vor Spendenboxen und Fotografen kaum retten.

    Das wofür der Buddha steht, ist es, den Frieden in sich zu finden; sich von Besitz loszusagen. Doch zeigen Gold und Geldschalen dieses Sinnbild, oder findet es sich doch in der Ruhe der Natur?
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  • Chiang Rai

    Sep 11–14, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach Chiang Mai ging es für uns weiter nach Chiang Rai, in Richtung der laotischen Grenze.
    Hier haben wir die letzten beiden Tage unsere ersten Arbeitstage verbracht. Doch trotz Arbeiten haben wir die Morgen und Abende gut nutzen können um uns die Stadt und die Umgebung anzuschauen.

    Die bei weitem für uns erstaunlichsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung waren der weiße und der blaue Tempel. Bei beiden handelt es sich um Kunstwerke, die in Form einer buddhistischen Tempelanlage mit popkulturellen Einflüssen geschaffen wurden. Während der weiße Tempel vom thailändischen Künstler Chalermchai Kositpipat geschaffen wird, wird der blaue Tempel von dessen Schüler Khun Chalermchai Kositpipat gebaut, um sein Können seinem Meister zu beweisen. Beide Bauten sind noch nicht vollendet.
    Der Bau des weißen Tempels begann in 1997. Mit einer Vollendung wird allerdings erst 2070 gerechnet. Obwohl der Bau noch nicht vollständig ist, glänzt er schon in voller Pracht. Er ist komplett weiß und enthält tausende Glaselemente, in denen sich die Sonne spiegelt. Zusätzlich kann man an praktisch jeder Ecke ein weiteres Kunstelement entdecken. Mal kann man Batman die Wand des Tempels emporschießen sehen, mal Skulpturen von bunten Masken bestaunen. Jedes einzelne Element des Baus ist ein Kunstwerk in sich und es wäre bestimmt sehr interessant in 2070 das vollendete Bauwerk zu besichtigen.
    Der blaue Tempel ist, wie der Name es bereits andeutet, komplett in blau-gold gehalten. Der Bau des Tempels hat 2005 begonnen und ist noch nicht komplett abgeschlossen. Bis 2070 wird es hier aber dem Aussehen nach nicht mehr dauern. Auch der Blaue Tempel ist sehr faszinierend und birgt viele kleine Details, die es zu entdecken gilt. Er hat eine komplett andere Ausstrahlung als der weiße Tempel und ist dennoch in sich Einzigartig.
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  • Zwischen Bananenbäumen

    Sep 14–17, 2023 in Laos ⋅ ⛅ 30 °C

    Laos besteht aus unzähligen kleinen Dörfern und lebendiger, undurchdringlicher Natur. Die Gelegenheit beides kennenzulernen, hatten wir in Luang Namtha, einem Ort, der wohl primär für seine Trekking-Touren bekannt ist.

    Unser Guide Kham führte uns über Kautschukfarmen und Reisfelder der Dörfer sechs Stunden lang durch den tiefsten Dschungel. Vorbei an beeindruckenden gigantischen Bäumen, den "Großvätern des Waldes", zwischen unzähligen Bananenpflanzen hindurch ging es bis zu einem kleinen Dorf, welches sich durch Reisanbau das wenige an Geld verdient, welches zum Leben notwendig ist.

    Dabei bahnte er uns immer wieder einen Weg, um dem durch den Regen ausgelösten Schlamm zu widerstehen. Immer wieder baute er sich aus dem nichts und nur mit einem Messer bewaffnet Werkzeuge wie Harken, Angeln, Kochutensilien, Wanderstöcke und so einiges mehr.

    Einer der Dorfbewohner, Khing, kochte gemeinsam mit uns Sticky-Rice direkt im Bambus - eine geniale Technik, bei der die natürlichen Kammern des Bambus genutzt werden, um Wasser zum kochen zu bringen und den Reis im Dampf zu garen.

    Im Dorf übernachteten wir auf einem Teppich, der über ein Holzgestell gelegt wurde und immer noch gemütlicher war als die Matratze in Bangkok :-).

    Weiter ging es am nächsten Morgen in ein weiteres Dorf, in dem wir angelten, kochten und wieder eine andere Minderheiten-Kultur, diesmal aus Indien, kennenlernten.

    Als wir wieder im Hotel ankamen, war die Dusche eine Wohltat, doch das Erlebnis möchten wir beide nicht missen. Es war - kurzgesagt - intensiv. Die Armut aus erster Hand zu sehen und, abgesehen von ein bisschen Geld, nichts dagegen tun zu können, die Drogenabhängigkeit, die nach unserem Guide zu herrschen scheint und die harte Arbeit, die einige Dorfbewohner jeden Tag auf Kautschukfarmen leisten, die wohlhabenderen als Untersatz für ihr Motorrad, Fensterdichtung oder anderen Bequemlichkeiten dient, waren nur schwer zu verdauen.

    Es war eine unglaubliche Erfahrung und unser Guide erzählte uns viel über Kultur, erklärte uns etwas über seine Religion und über die doch sehr interessanten Essgewohnheiten der Laoten.
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  • Luang Prabang

    Sep 17–20, 2023 in Laos ⋅ 🌧 29 °C

    Nachdem wir uns von der sehr spannenden, aber auch sehr anstrengenden Trekking Tour erholt hatten, ging es am nächsten Tag für uns weiter nach Luang Prabang. Dabei handelt es sich um eine Stadt in der Mitte von Laos Norden, die direkt am Mekong liegt. Die historische Altstadt von Luang Prabang, geprägt durch dem Kolonialismus, ist eindrucksvoll und schön. Tatsächlich sind in ihr hauptsächlich Fußgänger und Motorroller unterwegs, was die Erkundung der Stadt sehr angenehm bereitet.
    In Luang Prabang haben wir zwei Tage verbracht, die wir hauptsächlich mit Arbeiten verbracht haben. Mit leckeren Restaurants und Cafés ist man für Arbeitspausen in Luang Prabang am richtigen Ort.
    Abends waren wir viel spazieren, haben uns beim Nachtmarkt alle möglichen Köstlichkeiten schmecken lassen und waren auf dem Hügel, der direkt in der Innenstadt emporragt und der viele Statuen, sowie eine wunderschöne Sicht auf die Stadt und das umliegende Gebirge zu bieten hat.
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  • Vang Vieng

    Sep 20–22, 2023 in Laos ⋅ ☁️ 31 °C

    Die Stadt Vang Vieng ist an sich nichts besonders. Sehr beeindruckend jedoch ist dessen unmittelbare Umgebung, die von Karst-Gebirge geprägt ist. Da die Stadt alle möglichen Outdoor- und Abenteuer-Aktivitäten bietet, ist sie ein absoluter Touristenhotspot.
    Wir haben unseren Tag mit zwei Spaniern und einer Französin verbacht, die im selben Hostel übernachtet haben wie wir. Zusammen haben wir uns Motorroller ausgeliehen und sind durch die atemberaubende Landschaft gefahren. Unser erster Stop war ein Aussichtspunkt auf das Gebirge, zu dem man allerdings erstmal 100 m hinaufklettern musste. Daher ging es erstmal schweißgetrieben steil bergauf, bevor wir von einer atemberaubenden Aussicht belohnt wurden. Die Anstrengung hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Wieder unten angekommen, ging es weiter in Richtung einer von mehreren blauen Lagunen. Sie war zwar eher angelegt und nicht ganz so natürlich wie erwartet, dennoch waren wir sehr froh um die Abkühlung und die Entspannung.
    Ein paar Meter von der Lagune entfernt konnte man eine Höhle erkunden. Nachdem es wieder erstmal ein paar Meter bergauf ging, wurde der Einstieg in die Höhle sichtbar. Dieser alleine sah schon sehr abenteuerlich aus: Eine Holzleiter führte in ein schwarzes Loch, in dem man ohne Licht absolut nichts erkennen konnte. Zum Glück hatte die Französin eine Stirnlampe dabei, sodass wir nicht auf die spärliche Belichtung unserer Handys angewiesen waren. Nach und nach stiegen wir in die Höhle ein und waren alle baff von dessen Größe. Wir folgten einem mehr oder weniger klaren Pfad, der durch immer wieder auftauchende Leitern gekennzeichnet wurde. Aufpassen musste man vor allem wegen des matschigen Untergrunds und wegen der Stalaktiten, die überall von der Decke hingen. Nachdem wir mehrere Leitern und Räume erklommen haben, kamen wir letztlich bei einem Pool mitten in der Höhle an. Mit Pool meine ich einen großen, mit Wasser gefüllten Hohlraum mitten in der Höhle. Nach einigem Zögern haben wir uns doch einer nach dem anderen dazu entschlossen, uns in den Pool zu wagen. Da wir Bilder von anderen Reisenden in dem Pool gesehen hatten, wussten wir, dass dies keine allzu waghalsige Unternehmung war. Das Wasser war zwar recht kalt, aber doch angenehm. Man konnte sogar ein wenig schwimmen. Das Problem war letztendlich eher, sich nass wieder in seine Klamotten und Schuhe zu zwengen. Als wir wieder das Tageslicht erblickt haben waren wir zwar sehr dreckig, aber auch sehr zufrieden mit unserem Trip.
    Unseren Tag haben wir mit einem Besuch bei einem Wasserfall in der Nähe der Stadt abgeschlossen. Ein durchaus gelungener Tag!
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  • Kuang Si

    September 20, 2023 in Laos ⋅ ⛅ 29 °C

    Vor unserer Weiterfahrt von Luang Prabang nach Vang Vieng waren wir bei einem von vielen Wassefällen, die rund um die Stadt zu finden sind. Am Tag zuvor hatten wir bereits den Versuch gestartet zu einem näher gelegenem Wasserfall zu fahren, der weniger komerzialisiert sein soll. Nachdem wir allerdings etwa eine halbe Stunde auf einer sogenannten Straße - ein mit tausenden Schlaglöchern durchfurchter Weg , der wegen des Regens zudem fast nur aus Matsch bestand - kamen wir bei einem Dorf an. Das Dorf schien sehr arm und wir konnten dahinter keinen weiterführenden Weg finden. Da wir nicht nach Sonnenuntergang auf dem schlechten Weg zurückfahren wollten, haben wir uns dazu entschieden, unseren Ausflug abzubrechen und am nächsten Tag zu einem anderen Wasserfall zu fahren, bei dem die Wegbeschreibung klarer ist.

    Die Straßen in Laos sind übrigens allgemein in einem sehr schlechten Zustand - Kein Vergleich zu denen in Thailand. Die geteerten Wege sind mit vielen Schlaglöchern versehen, teilweise hört der Asphalt für mehrere Meter einfach auf und manche Straßen sind wie gesagt gar nicht geteert. Busfahrten können da sehr lange und ruckelig werden, vor allem, wenn man zusätzlich noch in den Bergen sehr kurvige Straßen langfährt. Nichtsdestotrotz ist die Aussicht dabei immer traumhaft.

    Am nächsten Morgen sind wir also zum Wasserfall Kuang Si gefahren, der zwar weiter weg, dafür aber leichter accessibel ist. Er war komplett anders als alle Wasserfälle, die wir bisher gesehen hatten. Er bestand aus vielen verschiedenen Ebenen, zwischen denen sich Ebenen bilden, in denen man teilweise schwimmen kann. Da wir gegen Ende der Regenszeit da waren, war der Wasserfall sehr wild und hatte eine starke Strömung. Daher konnte man nur in einem von den Becken baden. Das Wasser war zwar kalt, aber bei den Temperaturen hat uns die Erfrischung sehr gut getan.
    Außerhalb der Regenzeit soll das Wasser türkisblau sein. Als wir da waren, war dies nur bedingt der Fall. Doch der Ausflug war auf jeden Fall sehr schön und ein perfekter Einstieg in den Tag vor der Weiterfahrt nach Vang Vieng.
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  • Die Tonkrug-Ebenen

    Sep 22–24, 2023 in Laos ⋅ ☁️ 26 °C

    Unser vorletzter Stopp in Laos waren die Tonkrug-Ebenen in Phonsavan. Und es war eine Erfahrung, die nicht primär durch landschaftliche Begebenheiten geglänzt hat, sondern durch die damit verbundene Geschichte - und ihrer Erzählung durch unseren Guide Mr. Suk.

    Die Tonkrug Ebenen sind ein archäologisches Zentrum. Hier stehen aberhunderte Tonkrüge, die von altertümlichen Dorfbewohnern wohl als Gräber genutzt wurden. Wir betrachteten verschiedene Stellen, an denen die Krüge gefunden wurden, sowie den Ort ihrer Herstellung.

    Doch die Tonkrüge, wenn auch ursprünglich als Hauptattraktion erwartet, waren nicht das was uns wirklich nahegang. Stattdessen war es das, was uns Mr. Suk über Krieg erzählte. (Eines der Bilder zeigt auch auf den Tonkrügen noch Spuren einer Maschinenpistole)

    Die Region, in der Phonsavan sich befindet, ist diejenige, welche im Krieg weltweit am meisten bombardiert wurde. Während in Vietnam der erbitterte Vietnam Krieg zwischen Vietcong und den USA lief, wurde Laos im sogenannten "heimlichen Krieg" heftigst von den USA bombardiert. Ah ja .... gleichzeitig fochten die Bewohner auch einen Bürgerkrieg aus.

    Da Vietcong Teile von Laos eroberte, um eine Versorgungsstraße zu etablieren, wurde Laos von den USA ins Visier genommen. Die Kriegsverbrechen, die dabei an der zivilen Bevölkerung begangen wurden, sind unvorstellbar grausam. Aufklärungsflüge suchten Dorfbewohner, um sie zu bombardieren. Dorfbewohner mussten durch Landminen verstümmelte Kinder zurücklassen, da ihre Schreie Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätten. Bauern mussten nachts bei Kerzenschein Reis anbauen, um ihre Überlebensgrundlage zu sichern. Kurz gesagt es war grausam für die Laotische Zivilbevölkerung.

    Mr. Suks Großvater war Soldat in ebenjenem Krieg und die Geschichten, die Mr. Suk von ihm erzählte waren so herzzerreissend, dass ich sie, auch wenn ich die Emotion nicht so wiedergeben kann wie Mr. Suk selbst, dokumentieren möchte.

    "Mr. Suks Großvater half Dorfbewohnern, wo er konnte. Eines Tages traf er alleine bei einem Besuch eines Dorfes auf ein Bild, dass man sich mit grauen Vorstellen kann. Über das Dorf wurde hergefallen. Alle Erwachsenen wurden getötet. Doch einige Menschen lebten noch. Kinder. Kinder im Babyalter bis hin zu zwölfjährigen. Kinder, die nicht verstehen konnten, was Tod ist. Und was er mit ihren Eltern machte. Kinder, die noch mit den Leichen ihrer Eltern kuschelten, die versuchten sich an der Brust ihrer toten Mutter zu stillen und die immer wieder probierten mit ihren Eltern zu reden. Ohne Antwort.

    Wer sich dieses Bild vorstellen kann, wer es erleben kann, der kann die Grausamkeiten des Krieges vor Augen sehen. Mr. Suks Großvater wusste nicht was er sagen sollte oder was er sagen konnte. Er nahm die Kinder in den Arm und weinte."
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  • Sam Neua

    Sep 24–27, 2023 in Laos ⋅ ☁️ 28 °C

    Unser letzter Stop in Laos war Sam Neua. Tatsächlich wurde dieser Stopp für uns ein Reinfall. Die Stadt sieht sehr anders aus als andere laotische Städte. Die Region ist eine der am wenigsten besuchten Orte in Laos. Uns hat es aus zwei Gründen nach Sam Neua gezogen: Einerseits brachte es uns näher in Richtung vietnamesische Grenze, andererseits bietet die Region eine Attraktion, die wir gerne besichtigt hätten. In der kleinen Nachbarstadt Vieng Xay gibt es eine Unmengen an Höhlen, die während dem Krieg genutzt wurden, um sich vor den Bomben zu schützen. Die Menschen haben während der Kriegszeit praktisch ihre gesamte Zeit in den Höhlen verbracht. Dabei erfüllten die Höhlen allerdings nicht nur zum Wohnen ihren Zweck, sondern enthielten auch Besprechnungszimmer, Bibliotheken, Waffenkammern... Manche Höhlen bargen sogar Krankenhäuser, Theater oder Schulen.

    Angekommen in Sam Neua, mussten wir uns als erstes um eine Unterkunft kümmern. Da keine Unterkunft online buchbar ist, haben wir uns vom Busbahnhof aus zu Fuß auf die Suche nach einem Platz zum Schlafen gemacht. Schwierig ist dies nicht. Trotz dem Mangel an Touristen gibt es in der Stadt unzählige Gasthäuser. Eines haben praktisch alle gemeinsam: Sie sehen leer aus und bieten praktisch keinen Service. Aber zum Schlafen reicht es allemal. Auch bei unserer Suche nach Essen hatten wir Schwierigkeiten. Anders als in den anderen Orten in Laos, in denen wir zuvor gewesen sind, gab es nur sehr wenige Restaurants. Es gab zwei kleine Nachtmärkte, in denen sich mehrere Essensstände aneinanderreihten. Doch sie alle boten nur eine Art Essen: Barbecue. Dabei konnte man sich in einem Korb alle möglichen Spieße legen und diese dann zum Grillen abgeben. An sich lecker, doch auf Dauer doch nicht ganz das wahre.

    Da wir in Sam Neua unter anderem auch arbeiten wollten, war ein Kaffee, das unter anderem von Expats geführt wird, unsere Rettung. Es bot uns einen schönen Ort an dem wir ohne Probleme stundenlang verweilen konnten und in dem wir sogar mal wieder ein Müsli bestellen konnten.

    An unserem zweiten Tag in Sam Neua wollten wir morgens die Höhlen in Vieng Xay besichtigen. Bereits nach dem Aufstehen war es sehr bewölkt. Nachdem wir uns einen Roller gemietet haben, der leider noch sehr altmodisch war und über eine manuelle Gangschaltung verfügte, fuhren wir los. Nach etwa der Hälfte der Fahrzeit (40 Minuten) fing es an zu regnen. Leider waren wir nur teilweise gegen den Regen gewappnet. Auch an warmen Klamotten mangelte es uns. Da Sam Neua in 1200 m Höhe liegt, ist es dort deutlich kühler als im Rest des Landes. Als wir da waren, war es tagsüber um die 23 und nachts sogar unter 20 Grad. Was ohne Regen und Fahrtwind sehr angenehm mild war, wurde plötzlich super kalt. Als der Regen noch stärker geworden ist, sind wir in einer verlassenen Scheune angehalten und haben erstmal ausgeharrt. Da wir nass waren und uns gut kalt war, und wir uns nicht vorstellen konnten durchgekühlt stundenlang Höhlen anzuschauen, sind wir schließlich umkehrt und waren sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Der Ausflug sollte wohl einfach nicht sein.
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  • Einreise nach Vietnam

    September 27, 2023 in Laos ⋅ 🌧 23 °C

    Eine lange, aber verhältnismäßig entspannte Busfahrt hat uns von Laos nach Vietnam gebracht. Der zweite Bus in Richtung Hanoi war ein sogenannter Sleeper-Bus. So bequem würde ich gerne immer reisen😇

  • Hanoi

    Sep 27–30, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 28 °C

    Unser erster Stopp in Vietnam war Hanoi. Nachdem wir aus unserem Sleeper-Bus ausgestiegen sind, hat uns die Atmosphäre dieser Stadt direkt mit sich gerissen. Die Stadt war voller Menschen. Motorroller, Autos und Fußgänger passten sich ständig und überall aneinander an. Dafür waren sie nicht besonders schnell unterwegs. Man fragt sich wie der Verkehr hier funktioniert. Es scheint keine bestimmten Regeln zu geben, nach denen man sich richten kann. Dennoch bewegt sich alles in einem einzigen langsamen, aber stetigen Fluss.

    Abgesehen von dem Verkehr, ist die Architektur in Hanoi bemerkenswert. Der Kolonialismus hat die Stadt stark geprägt und sowohl die Altstadt als auch das ein oder andere Viertel der Stadt ist ein interessanter Mix aus vietnamesischem und französischem Stil. Sogar kulinarisch merkt man den französischen Einfluss in der Stadt. Eine der klassischen Street-Food-Gerichte in Hanoi ist eine Art Mini-Baguette, das mit Gemüse, Fleisch und einer Art Mayonnaise gefüllt ist. Was für viele Touristen ein Highlight ist, war für uns zwar eine nette Abwechslung, aber eigentlich deutlich weniger lecker als das restliche vietnamesische Essen. Ein genialer Glasnudelsalat hat es mir an unserem ersten Abend in Hanoi so angetan, dass ich ihm immer noch hinterhertrauere. Prinzipiell kann man in Hanoi fast alle internationalen Küchen finden nach denen man sucht.

    Geschlafen haben wir in einem Hostel, das interessanterweise Doppelbetten im Schlafsaal angeboten hat. Da wir das Konzept interessant fanden und dachten, dass man in einer solchen Unterkunft andere Paare kennenlernen kann, haben wir uns ein Bett gebucht. Tatsächlich trafen wir neben vielen anderen Leuten im Aufenthaltsbereich Lisa und Jeremias kennengelernt, ein deutsches Pärchen, das bei uns im Zimmer geschlafen hat. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und haben die nächsten zwei Tage zusammen verbracht.

    Unser erster Tag in Hanoi war sehr regnerisch. Wir sind morgens aufgestanden und dachten, dass es noch nicht hell ist. Es lag allerdings nicht an der Uhrzeit, sondern an den tiefschwarzen Wolken, die über der Stadt hingen und Starkregen verursachten. Um dem Regen zu entkommen waren wir den ersten Teil des Tages in einem Museum über die Rolle der Frau in Vietnam (sehr zu empfehlen). Den zweiten Teil haben wir in einem Café verbracht. Beim Eintreten musste man seine Schuhe ausziehen, was direkt ein heimeliges Gefühl hervorgerufen hat. Allgemein ist die Barfuß-Kultur in den südostasiatischen Ländern, in denen wir bisher waren, deutlich ausgeprägter als in Europa. Praktisch jeder im Bus zieht seine Schuhe direkt aus und auch in Restaurants oder Cafés sieht man viele Leute, die ihre Schuhe unterm Tisch liegen haben. Meiner Meinung nach könnte man das auch in Europa einführen.
    Das Café war unfassbar gemütlich und gleichzeitig ein Lern- und Arbeitscafé. Man konnte entweder an Tischen oder auf Teppichen mit kleinem Tisch neben sich sitzen. Die Wände waren voller vietnamesischer und englischer Bücher und luden zum stöbern ein. Wir haben die Atmosphäre genutzt, um unseren Blog ein wenig auf Vordermann zu bringen.

    Am nächsten Tag war der Regen vorbei und wir konnten uns die Stadt endlich richtig anschauen. Ursprünglich wollten wir uns mit einer Free-Walking-Tour durch die Stadt führen lassen. Doch es nahmen unfassbar viele Leue daran teil und wir hatten große Schwierigkeiten, den Guide zu verstehen. Daher beschlossen wir, uns die Sehenswürdigkeiten selber näher zu bringen. Wir teilten uns ausgewählte Stopps auf, sodass wir alle eine Sehenswürdigkeit den anderen Dreien vorstellen konnten. Die Art der Stadtbesichtigung hat uns sehr getaugt.

    Nach zweit vollen Tagen in Hanoi sind wir schließlich weitergezogen. Einerseits fanden wir beide die Stadt sehr mitreißend, lebendig uns beeindruckend. Andererseits waren wir beide froh darum, den unfassbar vollen Straßen zu entkommen. Dennoch ist Hanoi bis jetzt eine unserer absoluten Favoriten-Städte in Südostasien!
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  • Cat Ba

    Sep 30–Oct 3, 2023 in Vietnam ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit dem Bus und einem anschließenden Speedboat ging es für uns weiter nach Cat Ba, einer Insel der berüchtigten Halong-Bucht. Die Insel selber ist ein Nationalpark, durchdrungen von Dschungel.
    Unsere Unterkunft auf der Insel war sehr schön. Von der Rezeption auf der Straße ging es draußen erstmal viele Meter bergauf. Sehr froh waren wir um den Gepäcklift, der uns den Rucksacktransport abgenommen hat. Oben angekommen konnte man die Bungalows sehen, inklusive Bar und Pool. Der Name “Mountain View” macht dem Hotel alle Ehre. Vom oberen Teil der Unterkunft hatte man einen schönen Blick auf die umliegenden Berge.

    Auf Cat Ba wollten wir es langsam angehen lassen. Nach Hanoi hatten wir ein starkes Bedürfnis nach ein paar ruhigen Tagen ohne viel Plan. Für den nächsten Tag hatten wir uns daher einen kurzen Aufstieg auf einen Aussichtspunkt vorgenommen, ein Besuch eines “floating village” und ansonsten nur Strand. Da Konsti leider mit einem leichten Krankheitsgefühl aufwachte, das den Tag über eher schlimmer wurde, haben wir uns dazu entschlossen, körperliche Aktivitäten vom Programm zu streichen und einfach nur den Tag am Strand im Schatten zu verbringen.

    Abends haben wir unser vermutlich teuerstes Essen bis jetzt in Vietnam bestellt und waren indisch essen. Der Preis hat sich tatsächlich auch gelohnt. Es war sehr lecker und eine gelungene Abwechslung!
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  • Haiphong

    Oct 2–4, 2023 in Vietnam ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach mehreren Abwägungen bezüglich Konstis Gesundheit, haben wir uns dazu entschieden, am nächsten Tag weiterzufahren.
    Wir saßen keine halbe Stunde im Bus, als Konsti gesagt hat, dass er gerne in der nächsten Stadt aussteigen würde, um zum Arzt zu gehen. Die Klimaanlage im Bus hat für zusätzliche Ohrenschmerzen gesorgt, was nicht gerade hilfreich war. Wir sprachen also mit unserem Busfahrer. Dieser organisierte uns direkt einen anderen Bus, der uns nach Haiphong gefahren hat. Einmal ausgestiegen, sind wir direkt weiter zu einer internationalen Klinik gefahren. Die Klinik bot den bei weitem besten Service, den ich je in einem Krankenhaus bekommen habe. Es handelte sich ja auch ein privates Krankenhaus.
    Die Person, die uns bei unserer Ankunft für Sonnenschutz mit einem Schirm entgegenkam, war allerdings ein wenig zu viel des guten. Ansonsten lief alles wie am Schnürchen. Direkt von der Anmeldung ging es weiter in die passende Abteilung ins Arztzimmer. Ein paar Untersuchungen und vielleicht insgesamt eine halbe Stunde später, waren wir schon unten in der Apotheke um Konstis Medikamente gegen seine soeben diagnostizierte Mittelohrentzündung abzuholen.

    Wir beschlossen zur Erholung erstmal zwei Nächte vor Ort zu bleiben. Haiphong ist zwar eine wichtige Wirtschaftsstadt, allerdings keine Touristenstadt. Sie ist deutlich sauberer und neuer als die meisten Städte, die wir bis jetzt gesehen hatten. Sehr gefreut hat uns, dass wir das erste mal in Süd-Ost-Asien als Unterkunft ein ganzes Apartment gefunden hatten. So konnten wir endlich mal wieder etwas selber kochen und uns ein wenig zuhause fühlen. Die perfekte Unterkunft für einen Krankheitstag. Auch die Umgebung der Unterkunft war sehr ungewöhnlich für die Region. Lauter neue und schöne Häuser im westlichen Stil prägten das Bild. Sie sahen alle praktisch gleich. Auch die Straßennamen waren sehr kreativ. Sie alle hießen “Manhatten” und wurden durchnummeriert. Zwei Straßen weiter war ein Einkaufszentrum, das nur teure Markenläden enthielt. Kurz gesagt: Wir waren in einem sehr wohlhabenden Teil der sowieso schon wohlhabenden Stadt gelandet.

    Den darauffolgenden Tag nutzte ich hauptsächlich zum Arbeiten. Konsti ging es schon deutlich besser, aber immer noch nicht gut. Hoffentlich die nächsten Tage dann.
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  • Ninh Binh

    Oct 4–6, 2023 in Vietnam ⋅ ☀️ 34 °C

    Nach unserer Auszeit in Haiphong sind wir entspannte drei Stunden weiter nach Ninh Binh gefahren. Interessanterweise hat uns der Bus nicht etwa im eigentlichen Ort rausgelassen, sondern einige Kilometer weiter, wo alle Touristenbüros und diverse Restaurants und Hostels zu finden waren. Unsere Unterkunft befand sich zwischen beiden.

    Am nächsten Tag wollten wir eine Bootstour in dem Unesco-Welterbe Trang An machen. Dabei handelt es sich um ein Wassergebiet, das von darin liegenden Bergen geprägt ist. Da Konsti sich leider immer noch nicht wirklich fit gefühlt hat, bin ich alleine gegangen. Die Bootstour ging etwa zwei Stunden und war landschaftlich atemberaubend. Ich war zusammen mit dem Guide und drei Dänen auf dem Boot. Unterwegs sind wir immer wieder durch Grotten gefahren, die durch das an diesem Tag hohe Wasser sehr niedrig waren. Diese Grotten hatten einen Ein-und Ausgang, sodass man sie am anderen Ende des Felses wieder verlassen konnte.
    Immer wieder haben wir zusätzlich auf kleinen Inseln angehalten, auf denen Tempel gebaut worden waren, in Mitten der Natur. Ein sehr empfehlenswerter Zwischenstopp!
    wir zusätzlich auf kleinen Inseln angehalten, auf denen Tempel gebaut worden waren, in Mitten der Natur. Ein sehr empfehlenswerter Zwischenstopp!
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  • Dong Hoi

    Oct 6–12, 2023 in Vietnam ⋅ ⛅ 31 °C

    Dong Hoi ist keine Touristenstadt. Von Touristen wird sie häufig mur angesteuert, da sie die nächste Stadt von Phong Nha ist, welche an die Zugstrecke angebunden ist. Auch für uns sollte sie nur eine Zwischenstation für zwei Nächte sein, mit einem Tagesausflug nach Phong Nha.

    Letztendlich sind aus den 2 Nächten 6 Nächte geworden. Die Zugfahrt von Haiphong nach Dong Hoi hat leider einen sehr schlechten Einfluss auf Konstis ohnehin noch angeschlagene Gesundheit gehabt. Draußen war es verhältnismäßig sehr frisch und größtenteils regnete es. Dennoch war die Klimaanlage im Anschlag angestellt, sodass wir uns Decken gegen die Kälte geholt haben. Diese haben allerdings leider nicht ausgereicht.

    Als sich die Auswirkungen der Zugfahrt am nächsten Morgen bemerkbar gemacht haben, beschlossen wir, diesesmal wirklich so lange an einem Ort zu bleiben, bis sich gar keine Symptome mehr bemerkbar machen würden.

    Dong Hoi war per se kein schlechter Ort zur Genesung. Fast täglich waren wir im „Tree Hugger Café“, das sehr viel Charme versprühte und dessen Konzept die Minoritäten von Vietnam waren. Praktisch alle Dekoelemente, Lampen und Gedecke waren von Minoritären hergestellt worden. Vieles wurde auch zum Verkauf angeboten. Zusätzlich waren Infotafeln an der Wand zu finden, die über Leben und Bräuche der verschiedenen Kulturen informierten.

    Abgesehen von diesem Café hatten wir jedoch immer wieder Probleme bei der Nahrungsbeschaffung. Im Gegensatz zu anderen Städten in Vietnam gab es nur wenig Street Food oder Restaurants. Stattdessen prägten unzählige Cafés das Stadtbild. Diese waren zwar schön und lecker, boten aber meist kein Essen. Kulinarisch gesehen waren wir also froh, als es Konsti endlich deutlich besser zu gehen schien und wir Dong Hoi endlich wieder verlassen konnten.
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  • Phong Nha Cave

    Oct 12–13, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 25 °C

    Was ist eigentlich noch schöner als gesund zu sein?

    WIEDER gesund zu sein.

    Phong Nha Cave ist der erste echte Ausflug, den wir seit fast zwei Wochen gemacht haben. Die Freude ist also groß. Und ich meine wirklich sehr groß.

    Um Phong Nha gibt es mehrere großartige Höhlen, von denen die akzessibelste die Phong Nha Cave ist. Unter normalen Umständen kann man die Höhle mit dem Boot besichtigen. Bei Starkregen sind allerdings einige Teile der Höhle geschlossen.

    Wir hatten die Idee, den Tag komplett zu filmen. Deshalb erzähle ich jetzt weniger von den netten Menschen, die wir getroffen haben, von der Natur, die wir sehen durften und von dem Spaß den wir hatten, sondern sage: Film ab!

    Video: https://www.youtube.com/watch?v=NNetT9gCGvk
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  • Hue

    October 14, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 26 °C

    Regen, Regen und nochmals Regen. Dieses Motto hat unseren Aufenthalt in Hue geprägt. Zentralvietnam befindet sich aktuell leider in der absoluten Regenzeit. Da man in Vietnam viele verschiedene Klimazonen hat, kommt man meist wohl nicht um ein paar Regentage umher.

    Trotz des durchgängig tiefgrauen Himmels haben wir die Regenpausen, die es hin und wieder gab, genutzt um in der Stadt spazieren zu gehen. Hue war während der Nguyen-Dynastie die Hauptstadt Vietnams. Heute noch kann man die alte Zitadelle bestaunen und auch von innen besichtigen. Vom Äußeren und dessen Umgebung haben wir Dank einigen Umwegen einiges gesehen. Da es auf unserem Weg zum Eingang der Zitadelle allerdings angefangen hat in Strömen zu regnen, haben wir uns fürs erste in ein Restaurant verschanzt. Leider ist der Regen in den nächsten Stunden noch stärker geworden, sodass wir bis zum Abend dort ausgeharrt haben. Da die Zitadelle zu dem Zeitpunkt ohnehin bereits geschlossen hatte, und es wettertechnisch nicht nach einer Besserung aussah, haben wir den Restaurantbesitzer schließlich gebeten uns ein Taxi zu rufen.

    Mitgenommen von der Stadt haben wir also hauptsächlich dessen Atmosphäre, geprägt von tausenden Cafés, und die Freundlichkeit der Menschen. Auch schonmal nicht schlecht. Atmosphäre, geprägt von tausenden Cafés, und die Freundlichkeit der Menschen. Auch schonmal nicht schlecht.
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  • Hoi An

    Oct 15–19, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 27 °C

    Nachdem wir in Hue durch den Regen nur sehr wenig anschauen konnten, war uns das Wetter bei unserem nächsten Stopp besser gesonnen. Zwar war es immer noch sehr wechselhaft, doch während unserer Aktivitäten ist es größtenteils trocken geblieben.

    Als erstes zu der Stadt: Hoi An ist eine sehr lebhafte und bunte Stadt in Zentralvietnam. Die meisten Häuser sind von gelber Wandfarbe geprägt und sehen sehr einladend aus. Die Spezialität der Stadt sind maßgeschneiderte Kleidung und Lederwaren. Viele Vietnamesen reisen extra in die Stadt an, um sich neue Sachen schneider zu lassen. Auch wir haben die Gelegenheit ergriffen: Konsti hat sich eine lederne Hülle für seinen Laptop fertigen lassen.
    Die Stadt ist eine klassische Touristenstadt, in der man von allen Seiten von Ladenbesitzern angesprochen wird. Für unseren Geschmack ein wenig zu aufdringlich. Dafür gibt es unzählige süße Café- und Tee-Läden.

    In Hoi An haben wir zwei große Ausflüge gemacht. Einen Nachmittag haben wir auf den „marble mountains“ verbracht, die aus mehreren Hügeln aus fünf verschiedenen Marmorsteinen sowie Kalkstein bestehen. Sie beherbergen mehrere Pagoden (ähnlich zu einem Tempel) und Skulpturen.
    Der Marmorstein wurde vor allem früher dazu genutzt, um Skulpturen zu schaffen und zu verkaufen. Heutzutage werden in der Region zwar immer noch viele Skulpturen geschaffen, doch wird der Mamorstein dafür meist importiert, da die hiesigen Hügel lieber als Touristenattraktion erhalten werden.

    Nach den marble mountains ging es weiter zu „monkey mountain“. Wie der Name verspricht, leben viele Affen auf diesem Berg. Wegen des verhältnismäßig nassen und kalten Wetters haben wir leider keine zu sehen bekommen. Die Affen sind allerdings auch nicht die einzige Attraktion des Berges. Ein riesiger (67 m) weiblicher Buddha ragt auf der Spitze empor. Zusätzlich gibt es schöne Gärten und Statuen zu betrachten, sowie einen Blick über die darunterliegende Stadt Da Nang. Da wir abends im Dunkeln da waren, war die Atmosphäre magisch und die Besichtigung besonders.
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  • My Son Sanctuary

    October 19, 2023 in Vietnam

    Unser nächster Ausflug in Hoi An ging zum My Son Sanctuary. Dabei handelt es sich um die Überbleibsel von alten Tempeln des Champa Königreichs, welches sich zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert im heutigen Zentral- und Südvietnam befand. Die spirituellen Ursprünge der damaligen Kultur kommt vom indischen Hinduismus.

    Viel Aufwand wurde in die Restaurierung der Tempel gesteckt. Meist kann man sehr gut erkennen, welcher Teil eines Tempels neu gemacht wurde und welcher Teil noch original ist.

    Abgesehen von den Tempeln sind wir zufälligerweise zum passenden Zeitpunkt gekommen, um einer Vorstellung von traditionellen Champ-Tänzen beizuwohnen.
    Eine sehr beeindruckende Kultur!
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  • Nha Trang

    Oct 20–22, 2023 in Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einer sehr langen und schlechten Nacht im sleeper bus, sind wir in der Küstenstadt Nha Trang angekommen. Zwar waren die Kabinen des Buses sehr luxuriös, doch wurde man durch den Fahrstil des Fahrers stark durchgeschüttelt. Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir in Nha Trang angekommen. Da in Vietnam der Tag deutlich früher losgeht als bei uns, herrschte bereits reges Treiben auf den Straßen. Bevor wir uns wieder ins Bett gelegt haben, um den fehlenden Schlaf nachzuholen, sind wir direkt an den Strand um eine Runde schwimmen zu gehen. So früh am Morgen ist das nochmal etwas ganz anderes!

    Während die Meerseite von Nha Trang sehr schön ist, ist das daran grenzende Land leider von Hochhäusern geprägt. Die Atmosphäre der Stadt ist dennoch sehr angenehm und die Bürgersteige sind verhältnismäßig in einem guten Zustand, sodass wir viel zu Fuß besichtigt haben. Abgesehen vom Strand waren wir in einer christlichen Kirche, haben einen weiteren alten Tempel der Champs besichtigt und sind einen Hügel hochgeklettert um eine große Buddha-Statur, sowie den Blick auf die Stadt zu bewundern.

    Weiterhin haben wir eine positive Überraschung in Nha Trang erlebt. Um mal wieder ein wenig Sport zu machen, sind wir in ein Fitnessstudio gegangen. Abgesehen von den klassischen Geräten und Kursen, die man in vielen Fitnessstudios findet, gab es mehrere Badmintonfelder. Somit konnte Konsti mit ein paar sehr netten Einheimischen endlich mal wieder Badminton spielen.
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  • Da Lat - Die Stadt des ewigen Frühlings

    Oct 22–24, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 25 °C

    Wenn es zwei Dinge gibt, die die meisten vietnamesischen Städte und Orte vereinen, sind es das Wetter und die Vegetation. Heiß, schwül und dicht bewachsen fassen es wohl sehr gut zusammen. Doch das Gefühl das Da Lat vermittelte war anders.

    Der erste richtige Frühlingstag, an dem die Sonne sanft die Haut erwärmt, der Wind leicht weht und man das erste Mal mit dem T-Shirt draußen sitzt, ist etwas herzerwärmend Schönes. Dieses Gefühl, können die Einwohner in Da Lat einen großen Teil des Jahres genießen. Nicht umsonst nennt man den Ort „Stadt des ewigen Frühlings“.

    Für uns war besonders angenehm, dass uns die Vegetation sobald wir ankamen an die heimische erinnerte. Wir sahen sogar die ersten Nadelbäume seit Osteuropa. Als wir mit dem Bus in der Stadt ankamen, stellten wir fest, dass die Stadt eine ist, in der Kunst groß geschrieben wird. Wir schauten uns also das Crazy House - ein verrücktes architektonisches Projekt einer bekannten Architektin - an und gingen in das abenteuerliche Maze Café, ein Labyrinth aus Gesichtern.

    Im gleichen Stil ging es am nächsten Morgen weiter, durch eine Straße, die in sich eine Fotoausstellung war, ging es über ein wunderschönes Café hin zu unserem Motorroller. Mit dem fuhren wir an den örtlichen See, fuhren Tretboot und versuchten einige Viewpoints und Wasserfälle zu besichtigen, die allerdings entweder sehr teuer oder geschlossen waren. Glück im Unglück war hier allerdings, dass wir durch die gewonnene Zeit den Wasserfall von oben (fast) trocken umschiffen konnten. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Arbeit und einem sehr leckeren indischen Essen. 

Da Lat hat uns Beiden sehr sehr gut gefallen.
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  • Ho-Chi-Minh-City - Saigon

    Oct 24–26, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    Diese Stadt hat es in sich. Hanoi war ein Bienennest. Doch in Ho-Chi-Minh war eines in das hereingestochen wurde. Der Verkehr war noch unbändiger, die Häuser noch größer (das größte Hochhaus der Stadt ist über 460 Meter hoch) und die Menschen waren genauso nett wie immer.

    Unseren Stopp in Ho-Chi-Minh nutzten wir primär für eine Runde Sport und zum Arbeiten. Abends ließen wir es uns dann allerdings doch nicht nehmen, einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt zu machen, auf dem wir zwar sowohl das Palast-Museum, als auch das Geschichtsmuseum geschlossen vorfanden, jedoch einen tollen Eindruck über das Geschehen in der Stadt bekamen.

    Viele kleine Dinge waren schön. Im Park wurde Sport gemacht, unser Hotel war der amerikanischen Fernsehserie Friends nachempfunden und unser Kaffee im Industrial Stil, servierte unglaubliches Essen.

    Wir sind nach fast 16 ungeplanten Tagen in Vietnam froh endlich das nächste Kapitel anzufangen und machen uns auf nach Kambodscha! Los geht's in Phnom Pen.
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